Festo Polymer GmbH
Hasseler Straße 50, 66386 Sankt Ingbert, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Volker Bankhead seit 2.7.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Festo SE & Co. KG | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Festo Beteiligungen GmbH & Co. KGEsslingen am NeckarKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Festo Beteiligungen GmbH & Co. KG Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Festo Beteiligungen GmbH & Co. KG, Esslingen a. N., und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Festo Beteiligungen GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Im Konzernabschluss wurden entgegen §§ 298 Abs. 1 i. V. m. 264c Abs. 1 HGB die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern des Mutterunternehmens nicht gesondert ausgewiesen. Die Höhe der Forderungen und Verbindlichkeiten aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegenüber Gesellschaftern des Mutterunternehmens wurden durch die gesetzlichen Vertreter nicht ermittelt. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt auch die Darstellung der Lage der Gesellschaft im Konzernlagebericht. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 6. April 2023 Ernst
& Young GmbH
Heubach, Wirtschaftsprüfer Engel, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeines Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches erstellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden die für die einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung geforderten zusätzlichen Angaben in den Anhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Weiterhin wurden eine Kapitalflussrechnung (Anlage 3) und ein Eigenkapitalspiegel (Anlage 4) aufgestellt. 2. Registerinformationen Die Muttergesellschaft ist unter der Firma Festo Beteiligungen GmbH & Co. KG mit Sitz in Esslingen a.N. im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRA 230806 eingetragen. 3. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst neben der Festo Beteiligungen GmbH & Co. KG, Esslingen a. N., (Konzernobergesellschaft) alle Gesellschaften, bei denen der Konzernobergesellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrschender Einfluss gem. § 290 Abs. 2 HGB zusteht. Zur Aufstellung des Anteilsbesitzes wird auf Anlage 2 zum Konzernanhang verwiesen. Nicht in den Konzernabschluss nach § 296 Abs. 2 HGB bzw. § 311 Abs. 2 HGB einbezogen wurden die in der Anteilsbesitzliste entsprechend aufgeführten Unternehmen, da sie sowohl einzeln als auch zusammen von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind. Für ein Unternehmen ist von der Ausnahmeregelung des § 313 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht worden. Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine neuen Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft polyvanced GmbH, Osnabrück wurde mit der Festo Production s.r.o., Ceska Lipa (CZ) verschmolzen. Dieser Konzernabschluss hat befreiende Wirkung gemäß § 264b HGB bzw. § 264 Abs. 3 HGB für die folgenden Gesellschaften:
4. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss wurde für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 aufgestellt. Grundlagen für die Konsolidierung sind der Jahresabschluss der Festo Beteiligungen GmbH & Co. KG, Esslingen, zum 31. Dezember 2022 und die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zum 31. Dezember 2022. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 und Abs. 2 HGB nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung wurde für Erstkonsolidierungen, die vor dem 1. Januar 2010 erfolgten, unter Beibehaltung der Buchwertmethode (Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB) in der Weise vorgenommen, dass der Anschaffungswert der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden Eigenkapitalanteil zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung verrechnet wurde. Sich ergebende aktivische Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung wurden entsprechend § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a. F. mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Passive Unterschiedsbeträge wurden ebenfalls in den Gewinnrücklagen verrechnet, soweit es sich um thesaurierte Gewinne der Vergangenheit handelte. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gemäß § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet. Die erfolgswirksame Differenz aus der Schuldenkonsolidierung wurde wie im Vorjahr mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie den Abschreibungen auf Finanzanlagen verrechnet. Unter Beachtung von DRS 25 werden Währungsdifferenzen auf langfristige Ausleihungen seit 1. Januar 2019 erfolgsneutral behandelt. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen sind in erforderlichem Umfang konsolidiert. Soweit bei Lieferungen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen Zwischengewinne oder -verluste entstanden sind, wurden diese gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Bei der Konsolidierung der Aufwands- und Ertragsposten gemäß § 305 Abs. 1 HGB wurden die Umsatzerlöse sowie die anderen Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den ihnen entsprechenden Aufwendungen der Empfänger verrechnet. 5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der Festo Beteiligungen GmbH & Co. KG, Esslingen a. N. sowie der anderen einbezogenen Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei wird für Zugänge seit 1. Januar 2010 ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Für Werkzeuge und Vorrichtungen bestehen teilweise Festwerte. Bei den Finanzanlagen sind die Anteilsrechte und Wertpapiere mit den Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die Waren sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkten Material und Fertigungskosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die geleisteten Anzahlungen sind zu ihrem Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Den im Forderungsbestand liegenden Risiken wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag angesetzt. Innerhalb des Eigenkapitals wird keine Position "Gewinn- oder Verlustvortrag" ausgewiesen, da in der Bilanz das gesondert ausgewiesene Jahresergebnis im Folgejahr mit den Gewinnrücklagen verrechnet wird. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem Teilwert-verfahren unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018G" ermittelt. Für bestimmte Versorgungszusagen wird den Anforderungen des IDW RS HFA 30, Tz. 61 Rechnung getragen, indem der Rückstellungswert mit dem Anwartschaftsbarwert als Mindestbetrag herangezogen wird. Der Rechnungszinsfuß von 1,79 % (Vj. 1,87 %) wurde unter Annahme einer pauschalen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB ermittelt. Der Rententrend wurde auf 1,0 % bzw. 2,0 % ( Vj. 1,0 % bzw. 1,6 %) angepasst. Hiervon abweichend wurden zum 01.01.2024 7,10 % und zum 01.01.2025 2,40 % unterstellt. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellung werden wie bisher die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bei der Ermittlung berücksichtigt. Ferner ist ein zukünftiger Gehaltstrend von 2,5 % (Vj. 2,5 %) der Berechnung zugrunde gelegt (hiervon abweichend 4,80 % im Jahr 2023 und 4,00 % in 2024). Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmen, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie decken alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ab. Bei sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte, durchschnittliche, fristenkongruente Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre für die Abzinsung verwendet. Die zu berücksichtigenden zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen werden je nach zugrunde liegendem Sachverhalt sachgerecht prognostiziert. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde entsprechend den Grundsätzen des IDW RS HFA 3 unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Mit den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen und Altersteilzeitverpflichtungen wurden Aktivwerte von ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller Gläubiger entzogenen Rückdeckungsversicherungen ("Deckungsvermögen") mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen saldiert. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsverträge zuzüglich etwa vorhandener Guthaben aus Beitragsrückerstattungen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die latenten Steuern in den Einzelabschlüssen sowie aus Anpassungsbuchungen in der Handelsbilanz II aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge wurden mit den für die jeweiligen Tochterunternehmen maßgeblichen Steuersätzen ermittelt und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Es besteht ein Überhang aktiver latenter Steuern infolge temporärer Differenzen im Wesentlichen bei der Bewertung der Vorräte, der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen, denen passive latente Steuern aus der Bewertung der Sachanlagen und der sonstigen Rückstellungen gegenüberstehen. Bei der Berechnung der latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden die individuellen Steuersätze der einzelnen Tochterunternehmen zugrunde gelegt (9,0 % bis 35 %). Der Ausweis erfolgt unsaldiert. 6. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung der Abschlüsse der ausländischen Konzernunternehmen erfolgt für die Posten der Bilanz zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Das Eigenkapital wird zum Kurs im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bzw. zum Zeitpunkt des späteren Erwerbs umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem gewichteten Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen aus Kursveränderungen werden ergebnisneutral in der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital ausgewiesen. Die Jahresabschlüsse von Gesellschaften in Hochinflationsländern werden nach entsprechender Berücksichtigung landesspezifischer Indizierung ebenfalls mit dem Stichtags- oder Durchschnittskurs umgerechnet. Kurzfristige Beträge in Fremdwährung mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Nicht kurzfristige Beträge in Fremdwährung mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Anschaffungskurs oder zum ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 7. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem in Anlage 1 zum Konzernanhang dargestellten Anlagenspiegel. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 5 bzw. 20 Jahren abgeschrieben. Die Festlegung der Nutzungsdauer der Firmenwerte orientiert sich im Wesentlichen an den Lebenszyklen der jeweiligen Produkte sowie der Dauerhaftigkeit der Kundenbeziehungen. Die Anteilsbesitzliste ist diesem Konzernanhang als Anlage 2 beigefügt. Im Finanzanlagevermögen sind Anteile an einem Sondervermögen in Form eines Spezialfonds enthalten, die aufgrund ihres langfristigen Anlagecharakters unter den Wertpapieren des Anlagevermögens ausgewiesen werden. Die Anteilsquote beträgt 100 %. Der unter den Wertpapieren des Anlagevermögens ausgewiesene Spezialfonds investiert wiederum in verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Investmentfonds.
(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 535 (Vorjahr: TEUR 529) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen weisen TEUR 104.346 (Vorjahr: TEUR 105.323) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. (3) Guthaben bei Kreditinstituten Bei Bankguthaben von EUR 8,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,4 Mio.) bestehen Verfügungsbeschränkungen. (4) Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Differenzen bilanzieller Wertansätze für Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens in Höhe von TEUR 12.096 (Vorjahr: TEUR 8.243), für Forderungen und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.428 (Vorjahr: TEUR 331) sowie aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 583 (Vorjahr: TEUR 615). (5) Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 67.700. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich in Höhe von TEUR 214.501 (Vorjahr: TEUR 182.317), Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 5.813 (Vorjahr: TEUR 8.292) sowie Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 54.247 (Vorjahr: TEUR 51.781). Die übrigen Rückstellungen betreffen vor allem ausstehende Rechnungen sowie Verpflichtungen gegenüber Kunden. Aktivwerte von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen wurden mit den Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen der Inlandsgesellschaften saldiert:
(6) Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Aufstellung:
Die Verbindlichkeiten sind nicht gesichert. (7) Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren in Höhe von TEUR 2.469 (Vorjahr: TEUR 2.501) aus der Aufdeckung stiller Reserven im Rahmen der Kapitalkonsolidierung sowie in Höhe von TEUR 1.784 (Vorjahr: TEUR 1.221) aus Differenzen bilanzieller Wertansätze für Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich. Entwicklung der latenten Steuern Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
8. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (9) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich nach Regionen wie folgt auf:
Der Umsatz wird überwiegend mit Produkten für die industrielle Automatisierung erzielt. Die Umsatzerlöse teilen sich zu 98 % auf die Automatisierung und 2 % auf Didactic auf. (10) Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen Wesentliche sonstige betriebliche Erträge ergeben sich aus realisierten Kursgewinnen, aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen, aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus Anlageabgängen. Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 12.585 (Vorjahr: TEUR 8.464). In den periodenfremden Erträgen sind insbesondere TEUR 4.035 (Vorjahr: TEUR 1.995) aus Anlagenabgängen, TEUR 3.266 (Vorjahr: TEUR 980) aus Zuschüssen, TEUR 3.201 (Vorjahr: TEUR 3.107) aus der Auflösung von Rückstellungen und TEUR 1.636 (Vorjahr: TEUR 2.195) aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten. Die Erträge aus der Fremdwährungsbewertung betragen TEUR 109.903 (Vorjahr: TEUR 66.492). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten für Werbung und für Messen, Wertberichtigungen auf Forderungen, Zuführungen zu Rückstellungen, Frachtkosten, EDV-Kosten, Reise- und Bewirtungskosten, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, Instandhaltungsaufwendungen, Aufwendungen für Miete und Leasing, Telekommunikations- und Portokosten, unrealisierte und realisierte Kursverluste sowie Rechts und Beratungskosten. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 7.058 (Vorjahr: TEUR 2.449) und betreffen im Wesentlichen Verluste aus Anlagenabgängen. Aufwendungen aus der Fremdwährungsbewertung sind in Höhe von TEUR 121.619 (Vorjahr: TEUR 51.085) enthalten. (11) Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 92.876 (Vorjahr: TEUR 25.508) enthalten. (12) Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen wurden in Höhe von TEUR 3.236 (Vorjahr: TEUR 742) vorgenommen. (13) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 35.204 (Vorjahr: TEUR 99.309) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3). (14) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In dieser Position sind neben inländischen und ausländischen Ertragsteuern latente Steueraufwendungen enthalten. Aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern ergibt sich ein Ertrag in Höhe von TEUR 4.386 (Vorjahr: Ertrag TEUR 2.026). In dieser Position sind periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 733 (Vorjahr: TEUR 59) und periodenfremde Steuererträge in Höhe von TEUR 2.349 (Vorjahr: TEUR 2.592) enthalten. 9. Haftungsverhältnisse
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus Gewährleistungsverpflichtungen wird aufgrund der stabilen Vermögens, Finanz- und Ertragslage der begünstigten Unternehmen als gering eingeschätzt. 10. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie sonstigen Verpflichtungen für PKWs, Gebäude, EDV-Anlagen und Maschinen mit unterschiedlicher Laufzeit betragen TEUR 40.045 (Vorjahr: TEUR 43.118). Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge vermindern das betriebsnotwendige Kapital gegenüber Eigeninvestitionen. Risiken verbleiben beim Vermieter oder Leasinggeber. Die Verwaltung wird ausgelagert und liquide Mittel werden freigesetzt. Risiken sind nicht erkennbar. Darüber hinaus besteht aus erteilten Investitionsaufträgen ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 6.595 (Vorjahr: TEUR 6.255). 11. Derivative Finanzinstrumente Die Werte der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2022 stellen sich wie folgt dar:
Die Devisentermingeschäfte betreffen USD. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente beruhen auf Angaben der Banken, die anhand bestimmter Annahmen und anerkannter Bewertungsmodelle (Black-Scholes) errechnet wurden. In Höhe der negativen Marktwerte sind Rückstellungen angesetzt. 12. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird nach DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den flüssigen Mitteln (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks) und den Wertpapieren des Umlaufvermögens laut Bilanz. Zum 31. Dezember 2022 liegen keine jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten vor. Fremdwährungsbestände werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Die Änderungen des Finanzmittelfonds aus Wechselkursschwankungen werden als nicht zahlungswirksame Vorgänge gesondert ausgewiesen. Die Ein- und Auszahlungen von bzw. an Unternehmenseigner betreffen Ausschüttungen, Einlagen und Entnahmen sowie die Veränderung der Verrechnungskonten mit Unternehmenseignern. 13. Ergänzende Angaben Anzahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren 19.718 (Vorjahr: 19.248) Personen beschäftigt, davon in Europa (einschließlich Afrika) 13.682 (Vorjahr 13.424), in Amerika 2.424 (Vorjahr: 2.321) und in Asien (einschließlich Australien) 3.612 (Vorjahr: 3.503). Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
Gesellschaftsorgane Geschäftsführender Gesellschafter ist die Festo Holding GmbH, Wien, Österreich. Mitglieder der Geschäftsführung der Festo Holding GmbH, Wien, Österreich:
Hinsichtlich der Angabe der Organbezüge wurde von der Schutzklausel gemäß §§ 314 Abs. 3 i. V. m. 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. GewinnverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss des Mutterunternehmens wurde entsprechend den Regelungen des Gesellschaftsvertrags auf Verbindlichkeitskonten der Gesellschafter gebucht. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Esslingen, den 05.04.2023 Festo Beteiligungen GmbH & Co. KG Dr. h. c. Kurt Stoll Dr. Wilfried Stoll Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022
AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES DER FESTO BETEILIGUNGEN GMBH & CO. KG, ESSLINGEN a. N.1. In den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften
2. Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften
3. Nicht in den Konzernabschluss einbezogene assoziierte Unternehmen
Konzernlagebericht für 2022A. Geschäft- und Rahmenbedingungen Festo ist ein Anbieter von Automatisierungstechnik. Das global ausgerichtete, unabhängige Familienunternehmen mit Hauptsitz in Esslingen a. N. ist seit Jahrzehnten durch Innovationen und Problemlösungskompetenz in der Fabrik- und Prozessautomatisierung sowie mit einem Angebot an industriellen Aus- und Weiterbildungsprogrammen in seiner Branche aktiv. Die Konzernaktivitäten umfassen die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Produkten, technischen Systemen und Dienstleistungen sowie die Vermittlung von Wissen für Aufgaben der Automatisierung, wie Steuerung, Regelung, Positionierung und Handhabung bei Maschinen, Apparaten und technischen Prozessen. Der Konzern gliedert sich in die beiden Geschäftsbereiche Automation sowie Didactic. 1. Geschäftsentwicklung Das weltwirtschaftliche Wachstum - ausgedrückt als das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (Quelle: IMF, WEO Oktober 2022) - war im Jahr 2022 im Jahresdurchschnitt mit +3,2 % positiv (Vorjahr: +6,0 %). Das für Festo besonders relevante Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im Euroraum lag mit +3,1 % leicht unter dem globalen Wachstum (Vorjahr +5,2 %). Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den Vereinigten Staaten lag bei +1,6 % (Vorjahr: +5,7 %). In Asien erreichte das Wachstum der wichtigsten Region China einen Wert von +3,2 % (Vorjahr: +8,1 %). Die Festo Gruppe erzielte ein Umsatzwachstum von +13,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2022 war sehr positiv und lag über den Planungen. Die Gründe sind neben einem schwächeren Euro-Wechselkurs, der sich positiv auf den Umsatz ausgewirkt hat, die positive Geschäftsentwicklung in allen Industriesegmenten. Daneben wurden unterjährig die Preise erhöht, um den Effekten aus Inflation und Materialpreissteigerungen entgegenzuwirken, was sich ebenfalls positiv auf den Umsatz ausgewirkt hat. In regionaler Hinsicht lag der Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten weiterhin in Europa mit einem Umsatzanteil von 57 %, gefolgt von der Region Asien mit einem Anteil von 25 % und der Region Americas (umfasst Nord- und Südamerika), die 18 % zum Gesamtumsatz beiträgt. Die wichtigsten Schlüsselbranchen sind die Elektronik- (Vorjahr +21.4 %), Automobil- (Vorjahr +13.2 %) sowie die Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie (Vorjahr +8.3 %). In keiner Branche werden jedoch mehr als 20 % vom Konzernumsatz realisiert. 2. Mitarbeiter*innen und Produktionsstandorte Im Jahresdurchschnitt waren bei Festo insgesamt 19.718 (Vorjahr zum Stichtag: 19.248) Personen beschäftigt, davon entfielen 7.492 auf die inländischen Standorte und 12.226 auf die internationalen Gesellschaften. Im Geschäftsjahr 2022 produzierte der Konzern an insgesamt 15 Standorten in einem weltweiten Produktionsverbund. Außerhalb Deutschlands befinden sich Produktionsstätten und Regional Service Center in Brasilien, Bulgarien, China, Indien, der Schweiz, Singapur, der Tschechischen Republik, Ungarn und in den USA. 3. Forschung und Entwicklung Die Entwicklungskostenquote der Festo Gruppe betrug im Geschäftsjahr 2022 6,9 % bezogen auf den Umsatz. In allen Business Units lag der Fokus im Jahr 2022 auch weiterhin auf der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Herstellkostensenkungen. In der Pneumatic Automation wurde das Standardprogramm durch weitere Markteinführungen komplettiert. Im Bereich der Prozessautomatisierung führte die weitere Konsolidierung des Produktprogramms zu einem Wachstum. Im Geschäftsbereich Elektrische Automation konnte der Wachstumspfad durch weitere Verkaufsfreigaben und trotz Lieferengpässen bei Elektronikbauteilen fortgesetzt werden. Das Geschäftsfeld LifeTech konnte auch im Jahr 2022 sehr deutlich wachsen. Weiterhin hat Festo die Entwicklung der Robotik und Software vorangetrieben. B. Ertragslage Der Umsatz der Festo Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der fortgesetzten Erholung der weltweiten Konjunktur wieder deutlich an. Der Konzernumsatz stieg um 454 Mio. € bzw. 13,5 % von 3.357 Mio. € im Vorjahr auf 3.812 Mio. €. Dabei ist das Wachstum zu ca. +7% auf höheres Volumen zurückzuführen. Daneben haben höhere Preis zu ca. +3% und die Wechselkurse zu ca. +4% zum Umsatzwachstum beigetragen. Damit liegt der Umsatz des Geschäftsjahres deutlich über der Erwartung für 2022 von 3.600 Mio. €. Aufgeteilt nach Regionen betrug der Umsatzanstieg im Jahresvergleich in Europa + 7,7 % in Asien +19,2 % sowie in Americas +26,5 %. Bei mit dem Vorjahr vergleichbaren Wechselkursen wäre das Umsatzwachstum im Jahr 2022 um 3,8 %-Punkte niedriger gewesen und hätte im Vergleich zu 2021 nur 9,7 % betragen. Der durch die Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs seit März 2022 bedingte Umsatzverlust in den Ländern Russland und Belarus liegt bei rund 40 Mio. EUR gegenüber 2021. Der Auftragseingang des Konzerns hat sich vom Vorjahreswert 3.619 Mio. EUR um 258 Mio. EUR oder 7,1 % auf 3.877 Mio. EUR erhöht. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung und der aktivierten Eigenleistung ergibt sich gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung der Gesamtleistung um 427 Mio. € bzw. 12,3 %. Der Materialaufwand erhöhte sich um 13,4 % von 1.122 Mio. € im Vorjahr auf 1.272 Mio. € im Berichtsjahr. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung stieg geringfügig von 32,3 % im Vorjahr auf 32,7 % im Berichtsjahr, wobei die Aufwandsquote vom Kostenanstieg bei Rohstoffen und Elektronik belastet wird. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 172 Mio. € bzw. 13,5 % erhöht, in Relation zur Gesamtleistung von 36,9 % auf 37,2 %. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 2,4% auf 19.718 Personen, aus Gehaltserhöhungen und Einmalzahlungen sowie den um 67 Mio. € höheren Aufwendungen für Altersversorgung vor allem aufgrund der Inflationsentwicklung. Die Abschreibungen haben gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 6 Mio. € bzw. 4,1 % zugenommen, der Anstieg entfällt mit 2 Mio. € auf außerplanmäßige Abschreibungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 193 Mio. € bzw. 37,7 % erhöht, ihr Anteil an der Gesamtleistung stieg von 14,8 % auf 18,1 %. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr entfällt überwiegend auf Wechselkurseffekte (71 Mio. €), Fracht- und Verpackungskosten (17 Mio. €), externe IT-Kosten (9 Mio. €) sowie Wertberichtigungen auf Forderungen (9 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um 57 Mio. € bzw. 61,0 % erhöht, vom Anstieg entfallen 44 Mio. € auf Wechselkurseffekte. Die negativen Ergebniseffekte aus der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs in Russland und Belarus seit März 2022 und den damit verbundenen ungeplanten Aufwendungen (Gehaltsfortzahlungen, Abfindungen, Wertberichtigungen, Verluste aus dem Abgang von Vermögensgegenständen) betragen ca. 28 Mio. EUR. Das Finanzergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2022 um 72 Mio. € verbessert. Dies ist im Wesentlichen durch den Zinsaufwand aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen verursacht, der 64 Mio. € geringer ist als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 34 Mio. € bzw. 8,6 %. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sind gegenüber dem Vorjahr um 18 Mio. € bzw. 18,0 % gestiegen. Insgesamt hat sich das Konzernergebnis von 279 Mio. € im Vorjahr um 13 Mio. € auf 292 Mio. € erhöht. Die Umsatzrendite ging von 8,3 % im Vorjahr auf 7,7 % zurück. Das Konzernergebnis liegt aufgrund des unerwartet starken Umsatzwachstums leicht über den Prognosen des Vorjahres. Insgesamt hat sich das Konzernergebnis von 279 Mio. € im Vorjahr um 13 Mio. € auf 292 Mio. € erhöht. Die Umsatzrendite ging von 8,3 % im Vorjahr auf 7,7 % zurück. Das Konzernergebnis vor Steuern liegt mit 433 Mio. € leicht über der Erwartung des Vorjahres von 400 Mio. €. Diese günstige Entwicklung ist wesentlich durch das unerwartet starke Umsatzwachstum bedingt. Der Konzernumsatz von 3.812 Mio. € liegt über der Erwartung des Vorjahres von 3.600 Mio. €. C. Finanzlage Die Festo Gruppe verfügt zum Stichtag über liquide Mittel in Höhe von 1.175 Mio. € gegenüber 1.481 Mio. € zum Ende des Vorjahres. Der Rückgang um 306 Mio. € ist auf die Umschichtung von liquiden Mitteln in Wertpapiere des Anlagevermögens zurückzuführen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 380 Mio. € ist gegenüber Vorjahr (427 Mio. €) rückläufig. Wesentliche Einflussgrößen sind zum einen die im Zuge des Umsatzwachstums gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+78 Mio. €). Zum anderen wirken sich die die höheren Vorratsbestände (+94 Mio. €) aus, die wegen strategisch erhöhter Lagerbestände und Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite zugenommen haben. Die Finanzierung der Investitionen des laufenden Geschäftsjahrs erfolgte aus dem Cash-Flow i.e.S. Am Bilanzstichtag weist der Konzern, unverändert zum Vorjahresstichtag, Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 352 Mio. € aus. Die Finanzverbindlichkeiten haben eine durchschnittlich gewichtete Restlaufzeit von vier Jahren. D. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2022 von 4.595 Mio. € um 319 Mio. € auf 4.914 Mio. € erhöht. Das langfristig gebundene Vermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf rund 2.207 Mio. € (Vorjahr: 1.770 Mio. €) und entspricht nun 44,9 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 38,5 %). Der Konzern nahm Investitionen in Höhe von 610 Mio. € vor. Investiert wurde hauptsächlich in Wertpapiere des Anlagevermögens (459 Mio. €) sowie in den Ausbau des Entwicklungs-, Produktions- und Logistikverbunds. Weiterhin haben sich aufgrund des Umsatzwachstums die Vorräte um 94 Mio. € sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 78 Mio. € erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich von 51,1 % im Vorjahr auf 51,7 % erhöht. Das Eigenkapital ist um 194 Mio. € auf 2.542 Mio. € angewachsen. Der Währungseinfluss auf das Eigenkapital ist mit rd. 185 Mio. € negativ. Die Bankverbindlichkeiten blieben konstant bei 352 Mio. €. Die Pensionsrückstellungen sind vorrangig aufgrund von Inflationseffekten um 74 Mio. € gestiegen. Bei den sonstigen Rückstellungen wurde ein Anstieg in Höhe von 28 Mio. € verzeichnet, der vorrangig auf die personalbezogenen Rückstellungen entfällt. E. Risiko- und Chancenbericht Als global agierende Unternehmensgruppe sieht sich Festo sowohl im Rahmen der langfristigen Weiterentwicklung als auch in der täglichen Arbeit einer Vielzahl von Chancen und Risiken gegenüber. Chancen werden frühzeitig durch die entsprechenden Bereiche wie "Corporate Research and Innovation" und "Corporate Product Development" identifiziert, bewertet und nachverfolgt sowie in der Unternehmensstrategie berücksichtigt. Risiken, worunter alle unternehmensinternen und externen Ereignisse oder Handlungen verstanden werden, welche zu einer negativen Abweichung von Zielwerten führen können, werden im konzerninternen Risikomanagement betrachtet. Risiken Nachfolgend sind die Risiken, die nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können, beschrieben. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der vier Kategorien "Strategie und Markt", "Betriebliche Prozesse", "Finanzen" und "Compliance" spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes für Festo für die kommenden Jahre wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die derzeitige Bedeutung dieser Risiken. Strategie und Markt Das Jahr 2022 war einerseits geprägt durch Aufholeffekte der durch Covid19 bedingten weltweiten Konjunkturschwäche im Industriebereich, zum andern gekennzeichnet durch den Kriegsbeginn in der Ukraine im Februar 2022 und den damit verbundenen Verunsicherungen im Konjunktur- und Energiebereich. Festo konnte in diesem Umfeld in den ersten acht Monaten einen im Vorjahresvergleich steigenden Auftragseingang verzeichnen, der zum Jahresende abflachte. Abnehmende Lieferkettenprobleme führten zu einer deutlichen Umsatzsteigerung im Jahresverlauf, so dass im Gesamtjahr das deutliche Umsatzplus von 13,5% erreicht wurde. Hierbei wurde auch zum Jahresende 2022 der bestehende Auftragsüberhang erheblich abgebaut. Die Einschätzung der voraussichtlichen Marktentwicklung 2023 ist aufgrund von erheblichen Unsicherheiten und Risiken im geopolitischen und konjunkturellen Umfeld nur schwer vorzunehmen. Ein wesentliches Risiko ist die Entwicklung und mögliche Eskalation des Krieges in der Ukraine. Weiterhin besteht die Gefahr zunehmender Spannungen mit China, v.a. aufgrund des Taiwan-Konflikts, und auch die Unruhen im Iran könnten zu weiteren Spannungen in Nahost führen. Auf der konjunkturellen Seite bleiben die Auswirkungen der weltweiten Zinserhöhungen auf die Konjunkturentwicklung abzuwarten. Insgesamt plant die Festo-Gruppe angesichts der geschilderten Risiken für 2023 ein gegenüber 2022 unverändertes Absatzvolumen. Hierbei wird davon ausgegangen, dass der hohe Auftragsbestand zum Jahresanfang 2023 noch den Umsatz absichert, im weiteren Verlauf jedoch mit niedrigeren Auftragseingängen und resultierenden Umsatzrückgängen zu rechnen ist. Aus dieser vorsichtigen Markteinschätzung resultiert eine vorsichtige Planung der Herstell- und Overheadkosten, wobei auch mit höheren Materialpreisen und Lohnkosten zu rechnen ist. Mittelfristig wird davon ausgegangen, dass die Marktsegmente im Automatisierungsbereich in den nächsten Jahren wieder eine deutlich positive Wachstumsrate aufweisen werden. Festo hat jedoch auch weiterhin auf verschiedene strukturelle Verschiebungen zu reagieren: Das Marktwachstum wird in Zukunft vor allem in Asien stattfinden; Robotik und elektrische Automatisierung werden überproportionale Wachstumsraten aufweisen. Dies bedeutet ein intensiviertes Markt- und Wettbewerbsumfeld in dem relative Kostenpositionen eine wichtige Rolle spielen werden. Auch deshalb nimmt die Verbesserung der Kostenstruktur im Bereich der Herstell- und Overhead-Kosten eine wesentliche Rolle in der Strategie CS 2025 ein. Betriebliche Prozesse Unsere internen Geschäftsprozesse werden über verschiedene IT-Systeme abgewickelt, entsprechend entstehen Risiken aus dem Bereich "Cyber Security". Die weltweit zunehmenden Risiken in diesem Bereich können dazu führen, dass auch unsere internen Prozesse signifikant gestört werden und damit möglicherweise negative Auswirkungen, z.B. auf Lieferfähigkeit und damit Umsatzrealisierung, eintreten könnten. Zur Reduzierung dieses Risikos sind und werden umfangreiche Maßnahmen implementiert. Im Rahmen unseres Cyber-Security-Programms orientieren sich unsere Maßnahmen an den Empfehlungen des National Institute for Standards and Technology, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie der aktuellen Bedrohungslage. Wesentliche Maßnahmen sind der Aufbau und die Zertifizierung eines Information Security Management Systems, Security-Awareness-Maßnahmen, Privilege Access Management, Netzwerksegmentierung und das Einführen einer Lösung für endpoint detection and response. Die Maßnahmenprogramme werden zudem ständig an den aktuellen Stand der Bedrohungslage angepasst. Unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hängt von einer zuverlässigen Steuerung unserer Versorgungskette ab. Kapazitätsbeschränkungen, Lieferengpässe oder die Betriebsunterbrechung in einem unserer Produktionsstandorte, hervorgerufen durch ein ineffektives Management der Versorgungskette oder durch externe Einflussfaktoren wie Naturkatastrophen, könnten einen negativen Einfluss auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Diesem Risiko wird durch verschiedene Maßnahmen entgegengewirkt, wie beispielsweise durch den weiteren Ausbau der Fertigungskapazitäten in Suncun/China und den Ausbau der Logistik-Hubs in Asien und Nordamerika. Ein möglicher Ausfall verschiedener Schlüssellieferanten, der zu einer Betriebsunterbrechung führen könnte, stellt ein Risiko für unsere Produktions- und Lieferfähigkeit dar. Dem Risiko wird durch eine kontinuierliche Überwachung der Lagerbestände und ein stetiges Lieferantenrisikomanagement entgegengewirkt. Zudem werden kontinuierlich weitere Lieferanten qualifiziert, um mögliche Ausfälle kompensieren zu können. Zur Stärkung der weltweiten Wettbewerbsposition wird an der Verbesserung der Herstellungsprozesse gearbeitet, um somit Kostenstrukturen, Qualität und Lieferfähigkeit zu optimieren. Finanzen Als global tätige Unternehmensgruppe unterliegt die Festo Gruppe Wechselkursschwankungen. Sie können zu einer höheren Volatilität des Unternehmensergebnisses führen und unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Währungsrisiken werden, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, u.a. durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Die Entwicklung der Wechselkurse wird von der Treasury-Abteilung laufend überwacht. Die Risikoabsicherung wird zeitnah und in koordinierten Aktionen mit den Landesgesellschaften angepasst. Die wesentlichen Fremdwährungen, welche zum Risiko beitragen, sind der CNY sowie der USD. Die Anforderungen an die Transparenz und Verfügbarkeit von verlässlichen Informationen zur Unternehmenssteuerung steigen in einer global tätigen Unternehmensgruppe. Ungenügende Transparenz zur Steuerung und Kontrolle der Geschäftstätigkeiten ist weiterhin ein Risiko, dem sich die Festo Gruppe gegenübersieht. Durch die Implementierung eines konzernweiten Steuerungssystems, die weitere Standardisierung unserer ERP-Systeme sowie der ständigen Verbesserung der Controllingsysteme wird diesem Risiko entgegengewirkt. Die Festo zur Verfügung stehenden liquiden Mittel sowie ungenutzte Bankkreditlinien sorgen für finanzielle Flexibilität. Compliance und Internes Kontrollsystem Festo ist und wird auch künftig im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit verschiedenen Rechtsstreitigkeiten konfrontiert sein. Für bestimmte rechtliche Risiken hat Festo eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Der Versicherungsschutz bewahrt Festo allerdings nicht vor etwaigen Reputationsschäden. Außerdem könnte Festo aus Rechtsstreitigkeiten Verluste erleiden, die über die Versicherungssumme hinausgehen oder nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind oder etwaige Rückstellungen für Verluste durch Rechtsstreitigkeiten übersteigen. Als global agierende Unternehmensgruppe sind wir dem Risiko durch sich ändernde politische und regulatorische Rahmenbedingungen sowie staatliche und behördliche Verfahren in den Märkten, in denen wir Geschäfte betreiben, ausgesetzt. Sich ändernde Zollbestimmungen, rechtliche Änderungen, andere Handelshemmnisse bzw. Preis- und Währungsbeschränkungen könnten unsere Umsatzerlöse und Profitabilität in einzelnen nationalen Märkten beeinträchtigen. Die jeweils zuständigen Abteilungen aus den Bereichen Recht, Zoll- und Außenwirtschaft sowie Compliance haben diese Risiken identifiziert und steuern diesen Risiken entgegen. Hierzu trägt auch der "Code of Conduct" bei, der für alle Mitarbeiter und sonstigen Stakeholder verpflichtend ist. Für die wesentlichen Risiken wie z. B. Korruption, Fraud oder Steuern hat Festo zielgerichtete Compliance-Management-Systeme konzipiert und eingerichtet. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem besteht aus Instrumenten und Maßnahmen, mit denen Prozessrisiken identifiziert, bewertet und gesteuert werden und dient somit der Risikominimierung von steuerbaren Risiken im täglichen Geschäftsprozess. Ergänzend unterstützt das IKS die Vollständigkeit, Richtigkeit und Verlässlichkeit des Konzernabschlusses nach HGB und der lokalen Abschlüsse. Im IKS werden im Rahmen einer jährlichen Analyse der wesentlichen Geschäftsprozesse die damit verbundenen Risiken bewertet und erfasst. Diese werden durch die Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation und die definierten Kontrollaktivitäten reduziert. Der Bereich Global Finance Processes and Governance ist dafür verantwortlich, die Instrumente und Maßnahmen im Konzern umzusetzen und regelmäßig sicherzustellen, dass diese angemessen und wirksam implementiert sind und ablaufen. Ergänzend wird das Design und die Wirksamkeit des IKS im Rahmen von unabhängigen Prüfungen wie bspw. durch Corporate Internal Audit geprüft. Die Ergebnisse der Prüfungsaktivitäten werden regelmäßig an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Gegenwärtig sind keine Risiken erkennbar, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Festo Gruppe gefährden könnten. Chancen Im Rahmen der Strategieentwicklung wurden die wesentlichen Mega- und Markttrends mit Ihren Auswirkungen für Festo analysiert und die sich daraus ergebenden Chancen in der Strategieformulierung berücksichtigt. Auf Basis ständiger Markt- und Technologiebeobachtungen werden die Strategie aktualisiert und Maßnahmen zur Ausschöpfung sich neu ergebender Chancen eingearbeitet. Strategie und Markt Die kontinuierliche Identifikation und Analyse von Trends, Technologien, Märkten und Branchen generiert für Festo Chancen in allen Unternehmensbereichen. So werden beispielsweise in der größten Business Unit "Pneumatic", die etwa 78 % des Umsatzes ausmacht, zwei wesentliche strategische Stoßrichtungen verfolgt: Zum einen werden im Bereich der Standardkomponenten Maßnahmen zur Erhöhung der Kosten-Wettbewerbsfähigkeit und Senkung des CO 2 -Footprints umgesetzt. Zum anderen sollen Differenzierungsmöglichkeiten durch die Entwicklung von Lösungen für eine "geregelte Pneumatik" und "Smart Gripping" wahrgenommen werden. Weiterhin werden sich bietende Marktchancen in angrenzenden Segmenten des Automatisierungsmarktes aktiv genutzt: Die Business Unit "Electric Automation" wird als zweites Standbein durch eine Erweiterung und Komplettierung des Produktportfolios weiter ausgebaut. In der Business Unit "Life Tech" wird in eine schnelle Erweiterung des Produktportfolios und des Vertriebs investiert, um sich bietende Marktchancen, z.B. in der Laborautomatisierung, zu nutzen. Schließlich soll ein eigener Leicht-Roboter auf Pneumatik-Basis im Segment der kollaborativen Roboter auf den Markt gebracht werden. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch Maßnahmen zur Verbesserung von Effektivität und Effizienz des Vertriebsbereichs. Hervorzuheben ist hierbei die Initiative zur Etablierung eines digitalen Online-Shops mit der Zielsetzung hierüber zusätzliche Online-Verkäufe zu generieren, aber auch im Sinne einer "Digital Customer Journey" das digitale Marketing auszubauen. Betriebliche Prozesse Die Innovationsfähigkeit der gesamten Unternehmensgruppe mit ihren Mitarbeitern bestimmt maßgeblich den Wachstumskurs der Unternehmensgruppe. Festo legt einen hohen Wert auf einen durchgängigen Innovationsprozess und die entsprechenden Organisationsstrukturen, die kontinuierlich weiterentwickelt werden. Ein Beispiel hierfür ist der neu eingeführte "Innovation Award", der im Jahr 2022 zum vierten Mal ausgeschrieben wurde. Daraus resultieren über das Marktwachstum hinausgehende Umsatzchancen und zusätzliche Differenzierungsmöglichkeiten gegenüber dem Wettbewerb. Finanzen Als Familienunternehmen ist die Festo Gruppe weitestgehend unabhängig von externen Geldgebern finanziert, was die Basis für die notwendigen Investitionen in zukünftige Märkte, Technologien und Produkte ist. Auf sich bietende Chancen kann Festo somit schnell reagieren. Patente und Schutzrechte Länderspezifische Strategien für Patentierungen sowie die Nachverfolgung von Patentverletzungen führen dazu, dass Produktpiraterie eingedämmt und Wettbewerbsvorteile gesichert werden können. So soll der Unternehmensgruppe durch ein IP-Portfolio ein Handlungsspielraum für erfolgversprechende Innovationen in einem internationalen Umfeld garantiert werden. Festo legt Wert auf ein ethisch einwandfreies, rechts- und regelkonformes Verhalten wie es im Code of Conduct beschrieben wird. Hierdurch soll Festo von seinen Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern als fairer und verantwortungsvoller Partner wahrgenommen werden. Zusätzlich zu der aktiven Nutzung der beschriebenen Chancen wird fortwährend an der weiteren Verbesserung des Innovations-, Zukunfts- und Chancenmanagements gearbeitet. Hierfür werden die internen Prozesse ständig hinterfragt, mit externen Benchmarking-Partnern validiert und ganzheitlich optimiert. F. Prognosebericht Die Erholung der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2022 trotz des schwierigen Umfelds fortgesetzt. Die größten Risiken für die weltwirtschaftliche Konjunktur sind die geopolitischen Veränderungen, insbesondere der Russland-Ukraine-Konflikt und die hohe Inflation vor allem bei den Energiepreisen, was die Stabilität globaler Lieferketten negativ beeinflusst. Die damit einhergehende hohe Ungewissheit insbesondere für die deutsche bzw. europäische Industrie wirkt sich negativ auf die Investitionsvorhaben der Unternehmen aus. Auch der Kostendruck bleibt hoch und könnte sich in den nächsten Monaten nochmals verschärfen. Aufgrund dieser Unsicherheiten im Zusammenhang mit den genannten Risiken wird im kommenden Jahr mit einem moderaten Umsatzwachstum von +2% im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 ausgegangen. Für die Festo Gruppe wird für das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz von rund 3.900 Mio. € gerechnet. Dabei wird gegenüber 2022 ein leichter Rückgang des positiven Konzern-Ergebnis vor Steuern in 2023 auf rund 400 Mio. € erwartet. Es werden weiterhin umfangreiche Investitionen getätigt, um neue Märkte zu erschließen und zukünftige Wachstumschancen gezielt zu nutzen. So wird in China, Nordamerika, Südamerika und Indien der Aufbau der Business Regions weiter vorangebracht, welche alle regionalen Aktivitäten verantworten. Mit diesem local-for-local-Ansatz sollen die Wachstumsmärkte weiter gestärkt werden. Des Weiteren wird 2023 die Umsetzung der Unternehmensstrategie CS 2025 weiterhin mit Hochdruck vorangetrieben und entsprechende Investitionen getätigt. Insgesamt wird durch geeignet Maßnahmen sichergestellt, dass flexibel und ausreichend auf veränderte Rahmenbedingung reagiert werden kann.
Esslingen, den 05. April 2023 Die Geschäftsführung Dr. h.c. Kurt Stoll Dr. Wilfried Stoll |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen