Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 98151
Eingetragen
11.12.2013
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Gegenstand
Geschäftstätigkeit im Bereich Wasserbauund Infrastrukturprojekte, insbesondere die Entwicklung, die Beschaffung und Konstruktion, das Erstellen von Planstudien, die Herstellung und Installation, Forschung und Entwicklung, die Zubehörherstellung, der Anlagenbau sowie Produktion und Vertrieb, Import und Export, der Einsatz von Kapital und die Projektfinanzierung, sowie der Erwerb und das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen in diesen Sektoren.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Feng Lin
seit 24.4.2023
Geschäftsführer
Xiongfei Zhao
seit 3.11.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
PowerChina Equipment Group Co., Ltd.CHN
70.00%
PowerChina Turbo Technologies Co., Ltd.CHN
30.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PowerChina Equipment Group Co., Ltd.
China
70.000 €
70.00%
PowerChina Turbo Technologies Co., Ltd.
China
30.000 €
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PCC GmbH

Frankfurt am Main

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzern- Bilanz

Aktiva

TEUR Anhang Nr. 31.12.2023 31.12.2022
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14 29.444 22.313
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15 35.488 35.226
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 15 15.654 22.153
("Percentage-of-Completion-Method")
Vorräte 16 15.154 11.314
Ertragsteueransprüche 17 267 238
Sonstige Vermögenswerte 17 4.917 3.962
Summe kurzfristige Vermögenswerte 100.924 95.206
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 18 61.472 61.472
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 18 9.113 10.237
Sachanlagen 19 6.908 8.087
Nutzungsrechte 20 4.440 5.668
Latente Steueransprüche 21 1.757 1.114
Summe langfristige Vermögenswerte 83.690 86.578
Bilanzsumme 184.614 181.784

Konzern-Bilanz

Passiva

TEUR Anhang Nr. 31.12.2023 31.12.2022
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 22 84.099 83.591
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22 42.975 38.781
Vertragsverbindlichkeiten aus "Percentage-of-Completion-Method" 22 2.818 5.436
Erhaltene Anzahlungen 22 8.629 8.109
Ertragsteuerverbindlichkeiten 22 657 714
Rückstellungen 25 5.129 8.318
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 22/23 1.149 1.104
Sonstige Schulden 22/24 14.141 7.929
Summe kurzfristige Schulden 159.597 153.982
Langfristige Schulden
Latente Steuerverbindlichkeiten 21 54 277
Rückstellungen für Pensionen 26 365 368
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 22/23 3.663 4.888
Sonstige Schulden 22/24 1.754 2.409
Summe langfristige Schulden 5.836 7.942
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 27 100 100
Kapitalrücklage 27 29.719 29.719
Sonstige Rücklagen 27 -17.625 -17.073
Minderheitenanteile 28 6.987 7.114
Summe Eigenkapital 19.181 19.860
Bilanzsumme 184.614 181.784

Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

TEUR Anhang Nr. 1.01. bis 31.12.2023 1.01. bis 31.12.2022
Umsatzerlöse 4 145.464 132.678
Herstellungskosten des Umsatzes 5 114.036 111.434
Bruttoergebnis vom Umsatz 31.428 21.244
Vertriebskosten 6 12.117 12.002
Verwaltungskosten 7 12.480 13.371
Forschungs- und Entwicklungskosten 8 2.763 2.357
Sonstige betriebliche Erträge 9 911 2.103
Sonstige betriebliche Aufwendungen 10 23 587
Währungsgewinne und -verluste 836 158
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten -33 81
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 5.759 -4.731
Zinserträge 246 530
Zinsaufwendungen 4.699 1.847
Ergebnis vor Steuern (EBT) 1.306 -6.048
Steuern 11 262 -2.251
Laufende Ertragsteuern 1.156 847
Latente Steuern -894 -3.098
Konzernergebnis 1.044 -3.797
davon Anteilseigner des Mutterunternehmens -19 -4.413
davon Minderheitenanteile 1.063 616

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

TEUR 1.01. bis 31.12.2023 1.01. bis 31.12.2022
Konzernergebnis 1.044 -3.797
Positionen, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:
Veränderungen aus Währungsumrechnung -992 -229
Latente Steuer auf Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden 56 -60
Veränderung der Marktbewertung von Derivaten 4 -10
Latente Steuer auf Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden 2 -2
Positionen, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen 21 170
Latente Steuer auf Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden -6 -47
Summe Sonstiges Ergebnis -915 -178
Konzerngesamtergebnis 129 -3.975
davon Anteilseigner des Mutterunternehmens -555 -4.250
davon Minderheitenanteile 684 275
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
Anhang Nr. 27 27 27
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
in TEUR
Stand zum 01.01.2022 100 29.719 -13.149
Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 -4.413
Sonstiges Ergebnis 0 0 -197
Ausschüttung Dividende 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 100 29.719 -17.759
Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 -19
Sonstiges Ergebnis 0 0 3
Ausschüttung Dividende 0 0 0
Stand zum 31.12.2023 100 29.719 -17.775
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
Anhang Nr. 27
Sonstige Rücklagen
in TEUR Unterschied aus Pensionsbewertung Unterschied aus Währungsumrechnung Marktbewertung von Devisentermingeschäften
Stand zum 01.01.2022 -108 734 -103
Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 123 52 -12
Ausschüttung Dividende 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 15 786 -115
Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 15 -557 6
Ausschüttung Dividende 0 0 0
Stand zum 31.12.2023 30 229 -109
Summe Minderheitsanteile am Eigenkapital Summe Eigenkapital
Anhang Nr. 27 28
in TEUR
Stand zum 01.01.2022 17.193 7.530 24.723
Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0
Konzernergebnis -4.413 616 -3.797
Sonstiges Ergebnis -34 -341 -375
Ausschüttung Dividende 0 -691 -691
Stand zum 31.12.2022 12.746 7.114 19.860
Änderungen Konsolidierungskreis 0 279 279
Konzernergebnis -19 1.063 1.044
Sonstiges Ergebnis -533 -379 -912
Ausschüttung Dividende 0 -1.090 -1.090
Stand zum 31.12.2023 12.194 6.987 19.181

Konzern-Kapitalflussrechnung

TEUR Anhang Nr. 1.01. bis 31.12.2023 1.01. bis 31.12.2022
32
Konzernergebnis 1.044 -3.797
Ertragsteueraufwand 262 -2.251
Ertragsteuerzahlungen -1.154 -1.321
Zinsaufwendungen -und erträge 4.453 1.317
gezahlte und erhaltene Zinsen -4.265 -1.352
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 4.522 4.725
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 569 24
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -720 158
Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen und andere Aktiva 1.442 10.953
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie anderer Passiva 4.427 -25.880
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 10.580 -17.424
Investitionen in Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte -1.382 -1.590
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.382 -1.590
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 76.508 15.305
Auszahlungen für Rückzahlungen von Finanzschulden -76.000 -9.000
Auszahlungen für den Tilgungsanteil der Leasingschulden -1.359 -1.419
Auszahlungen von Dividenden an Minderheiten -1.090 -691
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.941 4.195
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -126 -318
Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.131 -15.137
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 22.313 37.450
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 29.444 22.313

Konzernanhang

Inhaltsverzeichnis

1. INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN

2. RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

4. UMSATZERLÖSE

5. HERSTELLUNGSKOSTEN DES UMSATZES

6. VERTRIEBSKOSTEN

7. VERWALTUNGSKOSTEN

8. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

9. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

10. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

11. ERTRAGSTEUERN

12. NETTOGEWINNE UND -VERLUSTE AUS FINANZINSTRUMENTEN

13. PERSONALAUFWAND

14. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

15. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND KÜNFTIGE FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN

16. VORRÄTE

17. ERTRAGSTEUERANSPRÜCHE/SONSTIGE VERMÖGENSWERE

18. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT UND SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

19. SACHANLAGEN

20. NUTZUNGSRECHTE

21. LATENTE STEUERN

22. SCHULDEN

23. LEASINGVERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG UND KURZFRISTIG)

24. SONSTIGE SCHULDEN (LANGFRISTIG UND KURZFRISTIG)

25. RÜCKSTELLUNGEN

26. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

27. EIGENKAPITAL

28. MINDERHEITENANTEILE

29. ZIELSETZUNG UND METHODEN DES FINANZRISIKOMANAGEMENTS

30. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN

31. ERFOLGSUNSICHERHEITEN UND ANDERE VERPFLICHTUNGEN

32. ERGÄNZENDE ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

33. TRANSAKTIONEN MIT NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN ("RELATED PARTY TRANSACTIONS")

34. MITARBEITER UND GESCHÄFTSFÜHRUNG

35. ABSCHLUSSPRÜFER

36. ENTWICKLUNGEN INNERHALB DES IASB-REGELWERKS

37. EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

38. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES

1. Informationen zum Unternehmen

Die PCC GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main/Deutschland (im Folgenden kurz: "PCC"). Eingetragener Sitz der Gesellschaft ist die Gleiwitzstraße 7, 66482 Zweibrücken. Die PCC GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der HRB 98151 gelistet. Sie ist eine deutsche Tochtergesellschaft der Power Construction Corporation of China, Bejing/China (im Folgenden kurz: "PCCC"), und des Minderheitsgesellschafters PowerChina Turbo Technologies Co., Ltd. (PCTT) Chengdu/China. Sie steuert die Zukäufe der PCCC in Europa, fungiert als Holding und steuert die Geschäftstätigkeiten der TLT-Turbo Gruppe außerhalb der Volksrepublik China.

Die Geschäftstätigkeiten der einzelnen in den Konzernabschluss (PCC-Konzern) einbezogenen Gesellschaften beschränken sich aktuell auf die Entwicklung, Herstellung, Vertrieb, Projektmanagement, Montage, Service und Distribution von rotierenden Produkten & Technologien und Ventilationssystemen sowie das Halten von Beteiligungen.

2. Rechnungslegungsgrundsätze

Der Konzernabschluss ist unter der Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Konzernabschluss der PCC und ihrer Tochterunternehmen stehen in Übereinstimmung mit den IFRS, die in der EU anzuwenden sind. Der konsolidierte Abschluss entspricht den Anforderungen des § 315e HGB.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (TEUR) gerundet.

Der Konzernabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Das Geschäftsjahr aller, mit Ausnahme der TLT-Turbo India (Pvt) Ltd., Ahmedabad (kurz: TLT-Turbo India), einbezogenen Gesellschaften endet jeweils zum 31. Dezember. Das Geschäftsjahr der TLT-Turbo India endet zum 31. März eines Jahres. Für Konsolidierungszwecke wird ein Zwischenabschluss erstellt.

Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises richtet sich nach dem IFRS 10 "Konzernabschlüsse". Nach IFRS 10 besteht ein Konzern aus einem Mutterunternehmen und seinen Tochterunternehmen, die von dem Mutterunternehmen beherrscht werden. Der Begriff der Beherrschung ("control") richtet sich nach den folgenden drei Kriterien:

Das Mutterunternehmen kann über die maßgebliche Tätigkeit des Beteiligungsunternehmens entscheiden,

variable Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen gehen dem Mutterunternehmen zu und

das Mutterunternehmen kann Entscheidungen über die Höhe der variablen Rückflüsse beeinflussen.

In den Konzernabschluss der PCC werden keine Gesellschaften einbezogen, die unter die Anwendung des IFRS 11 fallen würden.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der im Geschäftsjahr erstmalig verpflichtend anzuwendenden IFRS-Regelungen im Wesentlichen den im Vorjahr angewandten Vorschriften.

Schätzungen und Annahme

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert zu einem gewissen Grad Schätzungen und Annahmen der Geschäftsführung, welche sich auf die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode auswirken. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen betreffen folgende Sachverhalte:

Die Umsatzrealisation bei Fertigungsaufträgen erfordert insbesondere Schätzungen hinsichtlich der Gesamtauftragskosten, der bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten und der Gesamtauftragserlöse.

Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen erfordert die Einschätzung der kundenspezifischen Kreditwürdigkeit im jeweiligen wirtschaftlichen Umfeld. Der erwartete Kreditverlust auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt TEUR 6.068 und liegt TEUR 448 unter dem Vorjahr (Vorjahr TEUR 6.516).

Aktive latente Steuern werden angesetzt, wenn zukünftig wahrscheinlich ausreichend steuerliche Gewinne zur Nutzung des Steuerminderungspotentials zur Verfügung stehen. Dabei ist die Ergebniswirkung aus der Umkehr zu versteuernden temporären Differenzen, die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie mögliche Steuergestaltungsmaßnahmen zur Erzeugung von verrechenbaren steuerlichen Einkommen in die Beurteilung miteinzubeziehen. Da die zukünftige Geschäftsentwicklung unsicher ist, sind Schätzungen im Hinblick auf das zukünftige steuerliche Ergebnis und den Zeitpunkt der möglichen Realisierung von aktiven latenten Steuern erforderlich.

Im Rahmen des Ansatzes von Rückstellungen bestehen Schätzungsunsicherheiten über die sich zukünftig tatsächlich einstellende Belastung des Konzerns.

Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte im Zuge des Impairment Tests bestehen Schätzungsunsicherheiten im Hinblick auf die zugrunde gelegten Cashflow-Prognosen.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu den Anschaffungskosten aktiviert, die notwendig waren, um diese in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden im Jahr ihres Entstehens nur dann aktiviert, sofern diese die Voraussetzungen des IAS 38 erfüllen. Die Zugangsbewertung erfolgt zu Herstellungskosten inklusive der zurechenbaren Gemeinkosten. Begrenzt nutzbare Werte werden entsprechend dem Nutzungsverlauf um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Vermögenswerte werden erst ab dem Zeitpunkt abgeschrieben, zu dem diese im Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Die Nutzungsdauer liegt überwiegend bei drei bis fünf Jahren. Die Abschreibungen sind im Wesentlichen in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Immaterielle Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation werden mit einer Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Forschungskosten fallen bei der eigenständigen und planmäßigen Suche nach neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen an. Sie werden unmittelbar als Aufwand erfasst.

Entwicklungskosten entstehen bei der planmäßigen Anwendung von Forschungsergebnissen oder anderem Wissen, um neue oder wesentlich verbesserte Produkte, Dienstleistungen, Verfahren oder Systeme zu realisieren. Damit eine Aktivierung von Entwicklungskosten als immaterieller Vermögenswert erfolgt, müssen folgende Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein:

(1) das geplante Entwicklungsergebnis ist technisch realisierbar, (2) die Absicht zur Fertigstellung und zur Nutzung oder zum Verkauf besteht, (3) das Unternehmen ist fähig, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, (4) das Unternehmen kann die Art des voraussichtlichen künftigen Nutzenzuflusses aus der Verwertung des immateriellen Vermögenswerts nachweisen, (5) die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen zur Fertigstellung sind gegeben und (6) das Unternehmen ist in der Lage, die während der Entwicklungsphase anfallenden Herstellungskosten des immateriellen Vermögenswerts verlässlich zu bestimmen.

Die Voraussetzungen zur Aktivierung von Entwicklungskosten waren im PCC-Konzern erstmalig im Jahr 2017 im Zusammenhang mit der Entwicklung von Ventilatoren zur mechanischen Brüdenverdichtung (MVR-Turbo Fan) gegeben. Eine nachträgliche Aktivierung ursprünglich als Aufwand erfasster Ausgaben ist nicht zulässig. Im Jahr 2023 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr TEUR 433) aktiviert, wobei TEUR 89 bereits im Vorjahr als Anlagen im Bau gezeigt wurden. Weiterhin wurden Entwicklungskosten in Höhe von 105 TEUR (Vorjahr TEUR 0) ausgebucht, für die sich die Erwartungshaltung an die Produkte nachträglich nicht erfüllt haben.

Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer, wie beispielsweise Geschäfts- oder Firmenwerte, werden nur bei nachgewiesenem Wertverlust abgeschrieben. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit werden die fortgeführten Anschaffungskosten dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag ist definiert als der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungswert (Substanzwert) und Nutzungswert (Ertragswert) des gleichen Vermögenswertes. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem Erlös nach Abzug aller noch anfallenden Verkaufskosten, der mit einem unabhängigen Geschäftspartner erzielbar wäre. Der Nutzungswert wird als "Value in Use" nach der Discounted-Cash-Flow-Methode durch Abzinsung der dem Vermögenswert zurechenbaren Zahlungsströme (netto) unter Anwendung eines angemessenen langfristigen Zinssatzes vor Ertragsteuern berechnet. Steigerungsraten in Umsatz und Ergebnis sind in den zugrundeliegenden Berechnungen berücksichtigt. Die hierbei angesetzten Zahlungsströme werden in der Regel aus den aktuellen Mittelfristplanungen abgeleitet, wobei die Zahlungen in den Jahren außerhalb des Planungshorizontes aus der Situation des letzten geplanten Jahres abgeleitet werden. Die Planungsprämissen basieren auf den gegenwärtigen Erkenntnissen. Dabei werden angemessene Annahmen zu makroökonomischen Trends und historische Entwicklungen berücksichtigt.

Festgestellte Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Entfällt der Grund für eine in Vorjahren durchgeführte Wertminderung, erfolgt eine Zuschreibung. Bei den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten besteht ein Zuschreibungsverbot.

Für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt dieser jährliche Werthaltigkeitstest auf Ebene der als zahlungsmittelgenerierenden Einheit definierten TLT-Turbo Gruppe.

Sachanlagen

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen bilanziert. Die Anschaffungskosten umfassen sämtliche Nettokosten, die notwendig sind, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Der Ansatz zu Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Wartungs- und Reparaturaufwendungen für Sachanlagen werden erfolgswirksam erfasst.

Besteht ein Vermögenswert aus mehreren Komponenten, deren Nutzungsdauern sich wesentlich voneinander unterscheiden, werden die einzelnen Elemente entsprechend ihres individuellen Leistungspotenzials planmäßig abgeschrieben. Die Sachanlagen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben.

Es liegen folgende Nutzungsdauern konzerneinheitlich zugrunde:

Gebäude 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3-10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre

Die geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden regelmäßig überprüft.

Sachanlagen werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der Nutzungswert beziehungsweise der Nettoveräußerungswert des betreffenden Vermögenswerts unter die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten gesunken ist. Entfallen die Gründe für eine in Vorjahren durchgeführte Wertminderung, erfolgt eine Zuschreibung.

In der Herstellung befindliche Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Finanzierungskosten, die direkt während der Erstellung eines sogenannten qualifizierten Vermögenswertes entstehen, werden aktiviert. Anlagen im Bau werden erst ab dem Zeitpunkt abgeschrieben, zu dem die betreffenden Vermögenswerte fertiggestellt sind und im Geschäftsprozess eingesetzt werden.

Leasing

Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der das Recht auf die Nutzung eines Vermögenswertes (des Leasingobjektes) für einen vereinbarten Zeitraum gegen Zahlung eines Entgeltes begründet.

Mietet der Konzern Leasingobjekte für eine Gesamtnutzungsdauer von weniger als zwölf Monaten oder von geringem Wert, werden die Leasingzahlungen grundsätzlich über die Laufzeit des Vertragsverhältnisses als Aufwand erfasst.

Bei allen anderen Leasingverhältnissen, bei denen der Konzern als Mieter agiert, wird der Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen als Verbindlichkeit angesetzt. Die Leasingzahlungen werden nach der Effektivzinsmethode in Tilgungs- und Zinsanteile aufgeteilt. Korrespondierend wird zu Beginn des Leasingverhältnisses das Nutzungsrecht am gemieteten Vermögenswert aktiviert, das grundsätzlich dem Barwert der Verbindlichkeit entspricht. Das Nutzungsrecht wird über die Laufzeit des Vertragsverhältnisses oder - falls kürzer - über die Nutzungsdauer des geleasten Vermögenswertes linear abgeschrieben. Die Regelungen zur Ermittlung und Erfassung von Wertminderungen von Vermögenswerten gelten auch für aktivierte Nutzungsrechte.

Ändern sich die erwarteten Leasingzahlungen, zum Beispiel aufgrund neuer Einschätzungen bezüglich vertraglicher Optionen, wird die Verbindlichkeit neu bewertet. Die Anpassung an den neuen Buchwert erfolgt grundsätzlich erfolgsneutral durch eine korrespondierende Anpassung des aktivierten Buchwertes des Nutzungsrechts.

Die Berechnung des Barwertes der Leasingzahlungen erfolgt zum Grenzfremdkapitalzinssatz, der aus den Referenzzinssätzen der Geldmarktrenditen in der Transaktionswährung abgeleitet wird. Diese Referenzzinssätze werden um eine laufzeitabhängige, die Unternehmensbonität widerspiegelnde Risikoprämie ergänzt, die auf der Renditedifferenz zu erstklassigen Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren basiert. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente entstehen aus Verträgen, die zu einem finanziellen Vermögenswert oder einer finanziellen Verbindlichkeit beziehungsweise einem Eigenkapitalinstrument führen. Sie werden bilanziell angesetzt, sobald der PCC-Konzern einen entsprechenden Vertrag abschließt. Jedes Finanzinstrument wird nach IFRS 9 in eine der Kategorien "Fortgeführte Anschaffungskosten", Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" oder "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" eingeordnet und in Abhängigkeit der gewählten Kategorie entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Ein Finanzinstrument wird ausgebucht, wenn der Zahlungsausgleichsanspruch ausgelaufen ist.

Vorräte

Vorräte werden im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert bewertet. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen sowohl Einzelkosten als auch durch die Fertigung veranlasste Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen sowie sonstige fertigungsbezogene Kosten. Wesentliche Fremdkapitalkosten fallen nicht an. Notwendige Wertminderungsaufwendungen werden berücksichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind. Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen entsprechen dem Saldo aus angefallenen Kosten zuzüglich Ergebnisse noch nicht abgerechneter Projekte und gestellter Anzahlungsrechnungen.

Zahlungsmittel und kurzfristige Anlagen

Als Zahlungsmittel und kurzfristige Anlagen (Zahlungsmitteläquivalente) werden Kassenbestände, Sichteinlagen und Festgelder mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten zusammengefasst. Zahlungsmittel werden zu ihrem Nominalbetrag bilanziert. Bei Zahlungsmitteläquivalenten werden zeitanteilige Zinserträge erfolgswirksam berücksichtigt

Pensionsverpflichtungen

Für Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen (Defined-Benefit-Pläne) werden Rückstellungen in Höhe der versicherungsmathematischen Barwerte (Defined-Benefit-Obligation: DBO) der bereits erdienten Anwartschaften gebildet. Hierbei werden auch die künftig zu erwartenden Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Sind Pensionsverpflichtungen ganz oder teilweise durch Fondsvermögen gedeckt, so wird der Marktwert dieses Vermögens mit der DBO verrechnet, wenn diese Vermögenswerte als Treuhandvermögen klassifiziert und von Dritten verwaltet werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, wie zum Beispiel aus der Veränderung des Abzinsungsfaktors oder der unterstellten Sterberate, werden in den sonstigen Rücklagen des Eigenkapitals erfasst. Von den jährlichen Pensionskosten werden der Dienstzeitaufwand (Service Cost) im Personalaufwand und der Zinsanteil (Interest Cost) im Zinsergebnis ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die aus einem vergangenen Ereignis entstanden sind, wobei ein Mittelabfluss zur Begleichung der bestehenden Verpflichtung wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar sein muss. Der Ansatz erfolgt zum zukünftigen Erfüllungsbetrag auf Basis einer bestmöglichen Schätzung. Soweit erforderlich, wird eine Abzinsung vorgenommen.

Verbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten und sonstige langfristige Verbindlichkeiten werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind eventuelle Verpflichtungen, vorwiegend aus Bürgschaften, die in der Vergangenheit begründet wurden, aber deren tatsächliche Existenz vom Eintreten eines künftigen Ereignisses abhängig und bei denen die Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag nicht wahrscheinlich ist. Sie werden außerhalb der Konzern-Bilanz vermerkt.

Ertragsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird, und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Gem. IFRS sind Umsätze zu realisieren, wenn die Leistungsverpflichtung erfüllt ist, indem ein Gut / eine Leistung ("Asset") an den Kunden übergeben wird. Eine Übergabe liegt vor, wenn der Kunde die Kontrolle über das "Asset" erlangt.

Erträge aus langfristigen Fertigungs- und Serviceaufträgen werden nach der "Percentage-of-Completion" Methode entsprechend dem effektiven Leistungsfortschritt erfasst, wenn die IFRS-Kriterien der Umsatzrealisierung über einen Zeitraum erfüllt sind. Der Fertigstellungsgrad unfertiger und am Bilanzstichtag noch nicht abgerechneter Aufträge wird nach dem Verhältnis der angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten ("Cost-to-Cost" Methode) ermittelt.

Erträge aus Produktverkäufen werden bei Übergang der maßgeblichen Chancen und Risiken an den Kunden (zeitpunktbezogen) realisiert. Ist die Installation beim Kunden eine wesentliche Voraussetzung für die Inbetriebnahme, werden Erträge erst bei erfolgter Installation realisiert.

In Übereinstimmung mit IFRS 15.63 wird auf die Abgrenzung einer Finanzierungskomponente verzichtet, wenn die Zeitspanne zwischen Leistungserbringung und Zahlung voraussichtlich weniger als ein Jahr beträgt.

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind.

Steueraufwand

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus laufendem Steueraufwand und aus latenten Steuern dar. Sowohl die laufenden als auch die latenten Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden. In diesen Fällen wird die latente Steuer ebenfalls direkt im Eigenkapital ausgewiesen.

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in früheren/späteren Jahren oder niemals steuerbar beziehungsweise steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeiten des PCC-Konzerns für die laufenden Steuern werden auf Grundlage der anzuwendenden Steuersätze bilanziert.

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und der Steuerbilanz und zusätzlich für Steuerminderungsansprüche gebildet, die sich aus der erwarteten zukünftigen Nutzung bestehender Verlustvorträge ergeben. Latente Steuern werden auf Basis, der zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze ermittelt. Diese entsprechen den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr wurden die folgenden Gesellschaften in den Konsolidierungskreis einbezogen:

Gesellschaft Sitz Anteil
TLT-Turbo GmbH Zweibrücken/Germany 100,00 %
TLT-Turbo Inc. Akron/Ohio/USA 100,00 %
TLT-Turbo India (Pvt) Ltd. Ahmedabad/Indien 51,05 %
TLT-Turbo Africa (Pty) Ltd Pretoria/Südafrika 78,28 %
TLT-Turbo (Sichuan) Co. Ltd. Chengdu/China 51,00 %

Änderungen im Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr wurde die südafrikanische Tochtergesellschaft TLT ACTOM (Pty) Ltd. geschlossen. Der aus der Schließung resultierende Entkonsolidierungsverlust in Höhe von TEUR 33 wird unter dem Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Konsolidierungsmethoden

Die Jahresabschlüsse bzw. ein Zwischenabschluss der voll konsolidierten Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen im Einklang mit den IFRS zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse, soweit erforderlich, angepasst.

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich anhand der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst und als Verwaltungskosten ausgewiesen. Bei stufenweisen Unternehmenserwerben wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am neu bewerteten Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden, Eventualforderungen und -schulden der Tochterunternehmen werden dabei unabhängig von der Höhe des Minderheitenanteils mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte werden gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder aus einem vertraglichen oder anderen Recht resultieren. Bei der Erstkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge (Geschäfts- oder Firmenwerte) werden aktiviert und entsprechend IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" sowie IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" einem Werthaltigkeitstest (Impairment Test) unterzogen. Negative Unterschiedsbeträge werden unmittelbar nach dem Erwerb ertragswirksam aufgelöst.

Bei Entkonsolidierungen werden die Restbuchwerte der aktiven Unterschiedsbeträge bei der Berechnung des Abgangsergebnisses anteilig berücksichtigt.

Für die Bewertung nach der Equity-Methode gelten die gleichen Grundsätze, wobei ein bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz ausgewiesen wird.

Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Vermögenswerte aus Konzernleistungen sind um Zwischenergebnisse bereinigt. Latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen, die zu temporären Ansatzdifferenzen führen, werden abgegrenzt.

Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften wurden in ihrer funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" erstellt. Bei allen Tochtergesellschaften entspricht deren funktionale Währung der Landeswährung. Bei der Umrechnung des Jahresabschlusses von ausländischer Währung in die Konzernwährung (Euro) werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Stichtagskurs und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Für Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wird der durchschnittliche Fremdwährungskurs des Jahres zugrunde gelegt. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden in einem separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals kumuliert ausgewiesen (Sonstige Rücklagen).

Anteilsbesitzliste:

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
in Mio. EUR in Mio. EUR
TLT-Turbo GmbH (1) 100,00 % 4,03 0,0
TLT- Turbo Inc. 100,00 % 0,51 -0,09
TLT-Turbo Africa (Pty) Ltd. 78,28 % -0,07 0,59
TLT-Turbo (Sichuan)
Co. Ltd.
51,00 % 10,49 0,69
TLT-Turbo India (PvT) Ltd. (2) 51,05 % 3,72 1,22

1) Mit der TLT-Turbo GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

2) TLT-Turbo GmbH hat einen Anteil von 0,1 % und TLT-Turbo (Sichuan) Co. Ltd. einen Anteil von 99,9 %.

Sonstige Angaben

Der PCC-Konzern nimmt für den Jahresabschluss der TLT-Turbo GmbH die Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB für die Aufstellung des Anhangs und Lageberichts sowie Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

4. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich aus den folgenden Beträgen zusammen:

TEUR 2023 2022
Umsätze aus der Anwendung der "Percentage-of-Completion" Methode (Neubau) 63.645 57.534
Umsätze aus Completed Contract Methode (Neubau) 32.217 38.008
Umsätze aus Serviceverträgen 49.602 37.136
Summe der Umsatzerlöse 145.464 132.678

5. Herstellungskosten des Umsatzes

Die Herstellungskosten des Umsatzes setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2023 2022
Materialaufwand und bezogene Leistungen 95.570 93.100
Personalaufwand 16.367 16.163
Abschreibungen 845 871
Wertberichtigungen auf Vorräte 287 235
Mietaufwand 967 1.065
Summe 114.036 111.434

6. Vertriebskosten

Bei den Vertriebskosten in Höhe von TEUR 12.117 (Vorjahr TEUR 12.002) handelt es sich im Wesentlichen um Personal- und administrative Aufwendungen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Vertriebsaktivitäten.

7. Verwaltungskosten

Die Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 12.480 (Vorjahr TEUR 13.371) beinhalten Personalaufwendungen für die Zentralfunktionen, EDV-Kosten, Mietaufwendungen, Abschreibungen und sonstige fremde Dienstleistungen.

8. Forschungs- und Entwicklungskosten

Unter den Forschungs- und Entwicklungskosten werden insbesondere Aufwendungen für Personal- und Materialkosten im Zusammenhang mit der Forschung und Entwicklung ausgewiesen. Der Anstieg beruht auf erhöhten Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Geschäftsjahr.

9. Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 911 (Vorjahr TEUR 2.103) handelt es sich im Wesentlichen um Schadenersatzansprüche, Lieferantengutschriften, Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus abgeschriebenen Forderungen.

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr TEUR 587) beinhalten insbesondere Verluste aus Forderungsausfällen und Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

11. Ertragsteuern

TEUR 2023 2022
Tatsächliche Ertragsteuern 1.156 847
Latente Steuern -894 -3.098
Steueraufwand (Vorjahr Steuerertrag) 262 -2.251

Der sich bei der Anwendung des Steuersatzes der PCC ergebende Steueraufwand lässt sich zum Ertragsteueraufwand wie folgt überleiten.

TEUR 2023 2022
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.306 -6.048
Theoretischer Ertragsteueraufwand Steuersatz 27,5 % 359 -1.663
Effekte aus unterschiedlichen Steuersätzen zum durchschnittlichen Konzernsteuersatz -22 -450
Genutzte steuerliche Verlustvorträge, auf die im Vorjahr keine latenten Steuern gebildet waren 0 -283
Steuerauswirkungen nicht abzugsfähiger Aufwendungen 11 -2
Effekte aus im laufenden Geschäftsjahr nicht berücksichtigten latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 21 29
Periodenfremde Steuern -608 -21
Effekte aus steuerfreien Erträgen 543 135
Sonstiges -42 6
Effektiver Ertragsteuerertrag 262 -2.251
Steuerquote in % 20,06 37,21

Der Steuersatz der deutschen Gesellschaften der PCC Gruppe setzt sich zusammen aus Körperschaftssteuer in Höhe von 15,0 % (2022: 15,0 %) zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag hierauf sowie Gewerbesteuer in Höhe von 14,7 % (2022: 14,7 %). Für die übrigen Länder variieren die Sätze von 15 bis 28 %. Aus dem Durchschnitt ergibt sich ein gerundeter theoretischer Steuersatz in Höhe von 27,5 %. Die Steuerquote beträgt 20,06 % (Vorjahr 37,21 %).

Die Überleitung der latenten Steueransprüche und der latenten Steuerverbindlichkeiten zu den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

TEUR 2023 2022
Veränderung latenter Steueransprüche 644 412
Veränderung latenter Steuerverbindlichkeiten 223 2.491
Erfolgsneutral gegen die sonstigen Rücklagen verrechnet 27 195
Latenter Steuerertrag 894 3.098

Die erfolgsneutrale Verrechnung resultiert im Wesentlichen aus den latenten Steuern aus dem Hedge Accounting für die Absicherung von Zahlungsflüssen in Fremdwährungen sowie aus der Umbewertung eines Darlehens der TLT-Turbo Inc.

12. Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten

Das Nettoergebnis aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und Schulden stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2023 2022
Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten -59 -9
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden -33 -173
Summe -92 -182

Das Nettoergebnis aus den Krediten und Forderungen berücksichtigt neben Abgangserfolgen und Wertminderungen auch Fremdwährungseffekte.

Die Nettogewinne und -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden beinhalten die Ergebnisse aus den Marktwertänderungen der nicht in Sicherungsbeziehungen eingebundenen Devisentermingeschäfte.

13. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich aus folgenden Beträgen zusammen:

TEUR 2023 2022
Löhne und Gehälter 29.196 31.056
Kosten der sozialen Sicherheit 3.269 3.168
Kosten der Altersversorgung 2.361 2.356
Personalaufwand 34.826 36.580

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

14. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

TEUR Beizulegende Zeitwerte 31.12.2023 Beizulegende Zeitwerte 31.12.2022
Guthaben bei Kreditinstituten (Girokonten) 29.444 22.313

15. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Bruttoforderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.556 41.742
Abzüglich erwarteter Kreditverlust -6.068 -6.516
Zwischensumme 35.488 35.226
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 89.853 80.660
Verrechnete erhaltene Anzahlungen -74.199 -58.507
Zwischensumme 15.654 22.153
Summe 51.142 57.379

Der erwartete Kreditverlust auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:

TEUR 2023 2022
Stand 1. Januar 6.516 5.727
Zuführung 62 794
Auflösung 192 5
Inanspruchnahme 318 0
Stand 31. Dezember 6.068 6.516

Die Aufwendungen aus der Zuführung bzw. die Erträge aus der Auflösung sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" bzw. "Sonstige betriebliche Erträge" enthalten. Die Erträge aus der Auflösung beruhen im Wesentlichen aus einer reduzierten Vorsorge des Kreditrisikos von Forderungen im asiatischen Raum bei der TLT-Turbo Sichuan.

Zum 31. Dezember stellt sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
< 30 Tage 23.278 22.460
30-60 Tage 2.008 1.363
60-90 Tage 760 763
90-180 Tage 475 708
> 180 Tage 8.967 9.931

Bei den Vertragsforderungen aus Fertigungsaufträgen finden wertmindernde Faktoren fortlaufend im Rahmen der mitlaufenden Projektkalkulationen Berücksichtigung.

Es deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen daraufhin, dass die Schuldner der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Fertigungsaufträge

Die zum Bilanzstichtag nach der "Percentage-of-Completion" Methode bewerteten, aber noch nicht abgeschlossenen Fertigungsaufträge sind wie folgt ausgewiesen:

TEUR 31.12.2023 31.12.2022 korr. 31.12.2022
Angefallene Kosten zuzüglich Ergebnisse nicht abgerechneter Projekte 87.035 75.224 41.790
verrechnete erhaltene Anzahlungen 74.199 58.507 58.507
Saldo 12.836 16.717 -16.717
davon: Vertragsforderungen aus Fertigungsaufträgen 15.654 22.153 22.153
davon: Vertragsverbindlichkeiten aus "Percentage-of-Completion" (siehe Verbindlichkeiten) 2.818 5.436 5.436

Aufgrund eines Verknüpfungsfehlers wurde im Geschäftsjahr 2022 eine falsche Zahl ausgewiesen. Dies wurde in obiger Tabelle korrigiert.

16. Vorräte

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.622 5.162
Unfertige Leistungen (bewertet zu Herstellungskosten) 5.982 4.655
Geleistete Anzahlungen 3.550 1.497
Summe 15.154 11.314

17. Ertragsteueransprüche/Sonstige Vermögenswerte

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Sonstige Steuererstattungsansprüche/Vorauszahlungen
- Körperschaftsteuer 267 238
- Umsatzsteuer 534 1.659
Vorschüsse Berufsgenossenschaft 221 212
Kautionen 701 423
DWS Investment Fonds 183 183
Sonstige geleistete Anzahlungen 461 422
Forschungszulage 457 457
Wechselforderung 1.736 0
Sonstiges 624 606
Summe 5.184 4.200

Zum Abschlussstichtag liegen keine Anzeichen dafür vor, dass die sonstigen Vermögenswerte im Wert gemindert sind.

18. Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte

TEUR Geschäfts- oder Firmenwert Software Sonstige immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2022 76.472 3.976 33.803 1.695
Zugänge im laufenden Geschäftsjahr 0 69 38 474
Umbuchungen im laufenden Geschäftsjahr 0 0 395 -395
Abgänge im laufenden Geschäftsjahr 0 62 0 0
Währungsdifferenzen 0 1 0 0
Stand 31. Dezember 2022 76.472 3.984 34.236 1.774
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2022 15.000 3.935 24.405 0
Zugänge im laufenden Geschäftsjahr 0 41 1.437 0
Abgänge im laufenden Geschäftsjahr 0 65 0 0
Währungsdifferenzen 0 4 0 0
Stand 31. Dezember 2022 15.000 3.915 25.842 0
Buchwert zum 31. Dezember 2022 61.472 69 8.394 1.774
TEUR Geschäfts- oder Firmenwert Software Sonstige immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2023 76.472 3.984 34.236 1.774
Zugänge im laufenden Geschäftsjahr 0 16 24 504
Umbuchungen im laufenden Geschäftsjahr 0 0 89 -96
Abgänge im laufenden Geschäftsjahr 0 2 105 99
Währungsdifferenzen 0 -5 0 0
Stand 31. Dezember 2023 76.472 3.993 34.244 2.083
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2023 15.000 3.915 25.842 0
Zugänge im laufenden Geschäftsjahr 0 36 1.468 0
Umbuchungen im laufenden Geschäftsjahr 0 0 0 0
Abgänge im laufenden Geschäftsjahr 0 2 46 0
Währungsdifferenzen 0 -5 0 0
Stand 31. Dezember 2023 15.000 3.944 27.264 0
Buchwert zum 31. Dezember 2023 61.472 49 6.980 2.083

Bei den Anlagen im Bau handelt es sich weitestgehend um aktivierte Kosten für die Implementierung der ERP-Software IFS, sowie aktivierte F&E Leistungen.

Die planmäßigen Abschreibungen der sonstigen immateriellen Vermögenswerte einschließlich Software belaufen sich in 2023 auf TEUR 1.504 (Vorjahr: TEUR 1.478) und befinden sich in den GuV-Posten "Herstellungskosten des Umsatzes", "Vertriebskosten" und "Verwaltungs-kosten".

Impairment Test der Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit TLT-Turbo Gruppe zugeordnet.

Der erzielbare Betrag der genannten zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, denen vom Board genehmigte Planungsrechnungen über einen Zeitraum von drei Jahren zugrunde liegen. Weitere 2 Jahre werden vom Management der TLT-Turbo Gruppe nach bestem Wissen und Gewissen abgeschätzt. Für den Zeitraum danach wurden gleichbleibende Cashflows angesetzt. Der für die Diskontierung verwendete Zinssatz vor Steuern beträgt 13,28 % (2022: 12,25 %) für die ersten fünf Jahre, danach beträgt er 11,97 % (2022: 10,96 %). Es wurden ein Basiszinssatz von 2,75 % und eine allgemeine Marktrisikoprämie von 7,50 % herangezogen.

Der Bestimmung der folgenden Annahmen unterliegen Unsicherheiten hinsichtlich der Schätzungen künftiger Entwicklungen:

Umsatz

Potenziell abführbares Ergebnis

Abzinsungssatz

Der Umsatz wird geplant anhand des Auftragsbestands, der laufenden und angekündigten Ausschreibungen, abgegebenen Angeboten und Zielprojektlisten sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Das potenziell abführbare Ergebnis ergibt sich aus den geplanten Umsätzen abzüglich geplanter Kosten und Steuern. Bei dieser Ermittlung werden Erfahrungswerte der Vergangenheit hinzugezogen.

Der Abzinsungssatz spiegelt die Schätzung der Unternehmensleitung hinsichtlich der Risiken der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wider. Es wurde ein einheitlicher Zinssatz nach Steuern von 9,63 % (2022: 8,88 %) verwendet. Nach dem Zeitraum von fünf Jahren anfallende Cashflows werden unter Verwendung eines Wachstumsabschlags von 1,0 %, unverändert zum Vorjahr, ermittelt.

In 2023 sind keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vorzunehmen.

Zusätzlich zu der Werthaltigkeitsüberprüfung wurde für die als zahlungsmittelgenerierende Einheit definierte TLT-Turbo Gruppe eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Bei diesen Simulationsrechnungen wurden Änderungen in den Grundannahmen unterstellt. Bei einer Verminderung des Cashflows um jeweils EUR -0,5 Mio. p.a. bzw. bei Erhöhung der verwendeten Kapitalisierungszinssätze um +0,5 % würde sich ein Abschreibungsbedarf von EUR 5,8 Mio. bzw. EUR 0,0 Mio. ergeben.

19. Sachanlagen

TEUR Grund und Boden und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2022 5.798 10.048 9.342 457
Zugänge im laufenden Geschäftsjahr 59 257 624 69
Umbuchungen im laufenden Geschäftsjahr 0 421 0 -421
Abgänge im laufenden Geschäftsjahr 0 31 20 0
Währungsdifferenzen 27 30 5 0
Stand 31. Dezember 2022 5.884 10.725 9.951 105
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2022 3.322 5.889 7.630 0
Zugänge im laufenden Geschäftsjahr 136 865 763 0
Umbuchungen im laufenden Geschäftsjahr 0 0 0 0
Abgänge im laufenden Geschäftsjahr 0 1 22 0
Währungsdifferenzen 2 -9 3 0
Stand 31. Dezember 2022 3.460 6.744 8.374 0
Buchwert zum 31.12.2022 2.424 3.981 1.577 105
TEUR Grund und Boden und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2023 5.884 10.725 9.951 105
Zugänge im laufenden Geschäftsjahr 56 293 592 18
Umbuchungen im laufenden Geschäftsjahr 0 9 60 -62
Abgänge im laufenden Geschäftsjahr 2 508 196 0
Währungsdifferenzen -22 -262 -49 0
Stand 31. Dezember 2023 5.916 10.257 10.358 61
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2023 3.460 6.744 8.374 0
Zugänge im laufenden Geschäftsjahr 133 824 654 0
Umbuchungen im laufenden Geschäftsjahr 121 -81 -40 0
Abgänge im laufenden Geschäftsjahr 2 96 195 0
Währungsdifferenzen -10 -169 -33 0
Stand 31. Dezember 2023 3.702 7.222 8.760 0
Buchwert zum 31.12.2023 2.214 3.035 1.598 61

Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Die planmäßigen Abschreibungen belaufen sich in 2023 auf TEUR 1.611 (Vorjahr: TEUR 1.764) und sind in den GuV-Posten "Herstellungskosten des Umsatzes", "Vertriebskosten" und "Verwaltungskosten" ausgewiesen.

20. Nutzungsrechte

TEUR Grund und Boden und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2022 7.685 194 1.017 8.896
Währungsanpassungen 80 0 2 82
Zugänge im laufenden Geschäftsjahr 587 0 785 1.372
Abgänge im laufenden Geschäftsjahr 386 13 611 1.010
Stand 31. Dezember 2022 7.966 181 1.193 9.340
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2022 2.289 117 734 3.140
Währungsanpassungen 6 0 1 7
Zugänge im laufenden Geschäftsjahr 993 37 453 1.483
Abgänge im laufenden Geschäftsjahr 336 13 609 958
Stand 31. Dezember 2022 2.952 141 579 3.672
Buchwert zum 31.12.2022 5.014 40 614 5.668
TEUR Grund und Boden und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2023 7.966 181 1.193 9.340
Währungsanpassungen -123 0 -4 -127
Zugänge im laufenden Geschäftsjahr 760 0 582 1.342
Umbuchungen im laufenden Geschäftsjahr 0 -181 181 0
Abgänge im laufenden Geschäftsjahr 1.250 0 396 1.646
Stand 31. Dezember 2023 7.353 0 1.556 8.909
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2023 2.952 141 579 3.672
Währungsanpassungen -47 0 -2 -49
Zugänge im laufenden Geschäftsjahr 954 0 451 1.405
Umbuchungen im laufenden Geschäftsjahr 0 -141 141 0
Abgänge im laufenden Geschäftsjahr 202 0 357 559
Stand 31. Dezember 2023 3.657 0 812 4.469
Buchwert zum 31.12.2023 3.696 0 744 4.440

Den planmäßigen, linearen Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.405 (Vorjahr TEUR 1.483) liegen zum 31. Dezember 2023 Nutzungsdauern der Vermögenswerte zwischen 1 und 20 Jahren zugrunde.

Den zu Beginn eines Leasingverhältnisses aktivierten Nutzungsrechten stehen korrespondierende kurz- und langfristige Leasingverbindlichkeiten gegenüber, die durch die laufenden Mietzahlungen getilgt werden. Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten werden abgezinst.

Der Konzern nutzt die beiden Wahlrechte, Leasingverträge mit einer Gesamtlaufzeit von maximal zwölf Monaten und Verträge über einen Vermögenswert von geringem Wert nicht zu aktivieren.

Im Geschäftsjahr beträgt der Aufwand für nicht aktivierungspflichtige Leasingvereinbarungen und nicht aktivierungspflichtige Anteile der Leasingzahlungen TEUR 80 (Vorjahr TEUR 80). Dieser beinhaltet im Wesentlichen Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von unter einem Jahr bzw. Leasingobjekte von geringem Wert sowie Nebenkosten des Leasingverhältnisses.

21. Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich wie folgt:

TEUR Konzernbilanz
31.12.2023 31.12.2022
Latente Steueransprüche
Vorräte 657 1.131
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 863 72
Sachanlagen 28 0
Finanzanlagen 77 79
Marktwerte derivative Finanzinstrumente 41 45
Sonstige Vermögensgegenstände 23 74
Rückstellungen 533 1.076
Sonstige Schulden 0 1.113
Rückstellungen für Pensionen 47 46
Erhaltene Anzahlungen 866 1.286
Sonstige Verbindlichkeiten 747 368
Steuerliche Verlustvorträge 4.595 4.029
Verrechnung latente Steuerverbindlichkeiten -6.720 -8.205
Gesamtsumme latenter Steueransprüche 1.757 1.114
Latente Steuerverbindlichkeiten
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 4.386 5.862
Sachanlagen 65 40
immaterielle Vermögenswerte 2.231 2.433
Sonstige Vermögensgegenstände 92 147
Verrechnung latente Steueransprüche -6.720 -8.205
Gesamtsumme latenter Steuerverbindlichkeiten 54 277

Es bestehen steuerliche Verlustvorträge in Deutschland in Höhe von EUR 13,4 Mio. (Vorjahr EUR 13,6 Mio.), wofür latente Steuern in Höhe von EUR 4,1 Mio. (Vorjahr EUR 4,0 Mio.) aktiviert wurden. Darüber hinaus bestehen steuerliche Verlustvorträge in den USA in Höhe von EUR 2,4 Mio. (Vorjahr EUR 2,7 Mio.), wofür latente Steuern in Höhe von EUR 0,5 Mio. (Vorjahr EUR 0,0 Mio.) aktiviert wurden.

Zum 31. Dezember 2023 wurden keine passiven latenten Steuern auf nicht ausgeschüttetes Kapital von Tochtergesellschaften erfasst, weil entweder in absehbarer Zeit keine entsprechenden Ausschüttungen geplant sind oder aber auf entsprechende Ausschüttungen keine wesentlichen Steuerbelastungen anfallen würden.

22. Schulden

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Restlaufzeit Restlaufzeit
Summe < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Summe < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
Bankverbindlichkeiten 84.099 84.099 0 83.591 83.591 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.975 42.975 0 38.781 37.781 0
Vertragsverbindlichkeiten aus "Percentage-of-Completion" 2.818 2.818 0 5.436 5.436 0
Erhaltene Anzahlungen 8.629 8.629 0 8.109 8.109 0
Ertragsteuerverbindlichkeiten 657 657 0 714 714 0
Leasingverbindlichkeiten 4.812 1.149 3.663 5.992 1.104 4.888
Sonstige Schulden 15.895 14.141 1.754 10.338 7.929 2.409

Bei den Bankverbindlichkeiten handelt es sich um EUR 17,1 Mio. Kontokorrentverbindlichkeiten und EUR 67,0 Mio. Bankdarlehen inkl. noch nicht gezahlter Zinsen. Das Darlehen wurde im Februar 2024 zurückbezahlt und gegen ein Intercompany Darlehen der PowerChina Group ersetzt.

Bei den Bankverbindlichkeiten im Vorjahr von EUR 83,6 Mio. handelte es sich ebenfalls um Kontokorrentverbindlichkeiten und ein Bankdarlehen über EUR 67 Mio.

Es bestehen folgende Kredit- und Avallinien:

TEUR Gesamtlinie davon Barlinie davon Avallinie Bar- oder Avallinie
Banken 2023 183.494 93.900 87.963 1.631
2022 157.388 86.699 70.689 0

Die Kredit- und Avallinien reichen aus, um das weitere Wachstum zu finanzieren. Zum 31. Dezember 2023 betrug die Inanspruchnahme der Barlinien TEUR 83.957 (Vorjahr: TEUR 83.880) und die der Avallinien TEUR 46.193 (Vorjahr: TEUR 36.469).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich.

23. Leasingverbindlichkeiten (langfristig und kurzfristig)

Die Leasingverbindlichkeiten betreffen ausschließlich zukünftige Zahlungsverpflichtungen aus der langfristigen Anmietung von Vermögenswerten. Sie werden mit dem Barwert, der über die Vertragslaufzeit zu leistenden Zahlungen für die Nutzung des Vermögenswertes an den Vermieter passiviert. Die lang- und kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten veränderten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

TEUR Lfr. Verbindlichkeiten Kfr. Verbindlichkeiten Gesamt
Stand zum 01.01.2023 4.888 1.104 5.992
Zahlungswirksame Veränderungen 0 -1.574 -1.574
Zahlungsunwirksame Veränderungen:
Zinskapitalisierungen 215 0 215
Umgliederungen und Zugänge -973 973 0
Abgänge -1.088 0 -1.088
Erstmaliger Ansatz 687 667 1.354
Währungsanpassung -66 -21 -87
Stand zum 31.12.2023 3.663 1.149 4.812

Im Geschäftsjahr wurden Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 215 ergebniswirksam erfasst.

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Fällig bis 12 Monate 1.311 1.304
Fällig ab dem 13. Monat bis zum 24. Monat 1.065 1.134
Fällig ab dem 25. Monat bis zum 36. Monat 849 967
Fällig ab dem 37. Monat bis zum 48. Monat 799 714
Fällig ab dem 49. Monat bis zum 60. Monat 805 646
Fällig nach dem 61. Monat bis zum Vertragsende 423 1.974
Summe undiskontierte Leasingzahlungen 5.252 6.739
Enthaltener Zinsanteil 440 747
Bilanzierte Leasingverbindlichkeit 4.812 5.992

Die undiskontierten Verpflichtungen aus den aktivierten Mietverträgen werden wie folgt fällig:

24. Sonstige Schulden (langfristig und kurzfristig)

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Restlaufzeit Restlaufzeit
Summe < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Summe < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
Steuerverbindlichkeiten 807 807 0 1.275 1.275 0
Personalverbindlichkeiten 4.503 4.171 332 4.787 3.792 995
Gewährleistungen 2.073 651 1.422 2.004 590 1.414
Sonstige 8.512 8.512 0 2.272 2.272 0
Summe 15.895 14.141 1.754 10.338 7.929 2.409

Bei den sonstigen kurzfristigen Schulden im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 6.716.

25. Rückstellungen

TEUR Stand 1.1.2022 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2022
Rückstellungen für Pönalen 1.829 1311 148 2.260 2.630
Rückstellungen für Gewährleistungen 421 188 164 526 595
Rückstellung für drohende Verluste aus Projekten 2.220 1.312 0 2.315 3.223
Rückstellungen aus dem Personalbereich 1.954 380 0 296 1.870
Summe 6.424 3.191 312 5.397 8.318
TEUR Stand 1.1.2023 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2023
Rückstellungen für Pönalen 2.630 731 1.964 2.589 2.524
Rückstellungen für Gewährleistungen 595 430 53 334 446
Rückstellung für drohende Verluste aus Projekten 3.223 2.490 0 15 748
Rückstellungen aus dem Personalbereich 1.870 560 251 352 1.411
Summe 8.318 4.211 2.268 3.290 5.129

Bei den Rückstellungen für Pönalen handelt es sich um drohende Vertragsstrafen aus Verträgen mit Kunden. Die Rückstellungsbildung für drohende Verluste aus Projekten erfolgte im Wesentlichen für verschiedene Projekte aufgrund der hohen technologischen Anforderungen und starkem Preisdruck bei Abschluss der Kundenverträge. Die Rückstellungen wurden anhand der mitlaufenden Kalkulationen ermittelt. Bei den Rückstellungen aus dem Personalbereich handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Altersteilzeit von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.) sowie um Jubiläumsrückstellungen und Rückstellungen für Abfindungen.

26. Rückstellungen für Pensionen

Für Mitarbeiter des Konzerns bestehen in Deutschland leistungsorientierte Versorgungssysteme. Die Verpflichtungen enthalten sowohl Verpflichtungen aus laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftige Pensionen. Diese sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) berechnet. Es werden Versorgungszusagen erteilt, die die Gewährung einer Altersrente (gehaltsunabhängig) vorsehen. Die Risiken der leistungsorientierten Zusagen bestehen sowohl in veränderten Kapitalmarktbedingungen als auch im demographischen Wandel. Um diese Risiken einzudämmen, werden seit einigen Jahren ausschließlich beitragsorientierte Versorgungssysteme angeboten.

Für die Berechnung der Rückstellungen wurden ein Rechnungszins von 3,80 % (Vorjahr 3,60 %) verwendet. Die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck finden Verwendung.

Die Verpflichtungswerte wurden zu den einzelnen Stichtagen auf Basis von Personaldaten zu den jeweiligen Stichtagen berechnet.

Die Pensionsrückstellung hat sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt entwickelt:

TEUR 2023 2022
Pensionsrückstellung zu Beginn des Berichtsjahres (Defined Benefit Obligation - DBO) 368 500
Laufender Dienstzeitaufwand (Service Cost) 5 33
Zinsaufwand (Interest Cost) 13 6
Finanzielle versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) -20 -170
Pensionszahlungen -1 -1
Pensionsverpflichtung (DBO) zum Ende des Berichtsjahres 365 368

Die Rückstellungen betreffen nicht Mitglieder des Boards. Auf die Berechnung von Sensitivitäten der versicherungsmathematischen Annahmen wurde unter Berücksichtigung der Wesentlichkeit verzichtet.

Zum Ausgleich von Risiken wurden die Pensionen mit DWS Investment Fonds in Höhe von TEUR 183 (Vorjahr TEUR 183) für die Verpflichtungen bei der TLT-Turbo GmbH abgesichert. Die übersteigenden Verpflichtungen können aufgrund der geringen Höhe aus den laufenden Cashflows finanziert werden.

27. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Stammkapital beträgt TEUR 100. Davon wird ein Geschäftsanteil mit TEUR 70 durch Power Construction Corporation of China (PCCC), Peking/China, und ein Geschäftsanteil mit TEUR 30 durch PowerChina Turbo Technologies Co., Ltd. (PCTT) Chengdu/China, gehalten. Die Anteile sind ausgegeben und voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beläuft sich auf TEUR 29.719

Sonstige Rücklagen

Die sonstigen Rücklagen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2023 Latente Steuern 2022 Latente Steuern
Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden
Unterschied aus Währungsumrechnung 320 -91 933 -147
Marktbewertung von Devisentermingeschäften -155 46 -159 44
Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen 34 -4 13 2
Sonstige Rücklagen inkl. Konzernergebnis -17.775 0 -17.759 0
Summe -17.576 -49 -16.972 -101

Die Rücklage für Cash-Flow Hedges entsteht durch die erfolgsneutrale Erfassung von Marktpreisschwankungen von Devisentermingeschäften, die zur Absicherung von Währungsschwankungen einzelner Projekte abgeschlossen und im Rahmen eines Hedge Accountings bilanziert werden. Im Berichtszeitraum hat sich diese Position wie folgt entwickelt:

TEUR 2023 2022
Stand zum 1. Januar -115 -103
• Änderungen -29 -12
• Neue Verträge 0 0
• Inanspruchnahme 35 6
Stand zum 31. Dezember -109 -115

28. Minderheitenanteile

Die Minderheitenanteile am Eigenkapital betragen TEUR 6.987 (Vorjahr: TEUR 7.114). Minderheitsgesellschafter sind an der TLT-Turbo (Sichuan) Co. Ltd., der TLT-Turbo Africa (Pty) Ltd., TLT-Turbo India sowie der TLT ACTOM (Pty) Ltd. beteiligt. TLT ACTOM (Pty) Ltd. wurde im Geschäftsjahr entkonsolidiert.

29. Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch die Gruppe verwendeten Finanzinstrumente - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Zahlungsmittel, Wertpapiere und Darlehen. Der Zweck des Haltens von Wertpapieren ist die Besicherung der Ansprüche aus Altersteilzeit sowie Versorgungszusagen. Die Gruppe verfügt über verschiedene weitere finanzielle Vermögenswerte und Schulden, wie z. B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit entstehen.

Des Weiteren geht die PCC auch derivative Geschäfte ein. Hierzu gehören vor allem Devisentermingeschäfte. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist das Management von Währungsrisiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit der Gruppe ergeben.

Es war und ist Politik der Gruppe, dass kein Handel mit Finanzinstrumenten betrieben wird.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus Fremdwährungsrisiken und Ausfallrisiken. Die Unternehmensleitung beobachtet regelmäßig jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden.

Fremdwährungsrisiko

Der PCC-Konzern schließt Verträge in ausländischen Währungen ab. Diesbezüglich stellen die Änderungen der Wechselkurse ein wesentliches Risiko dar. Der PCC-Konzern setzt für wesentliche Geschäftsvorfälle in Fremdwährung Devisenterminkontrakte zur Eliminierung des Kursänderungsrisikos ein, wenn die Zahlung deutlich später nach Eingang einer festen Kauf- bzw. Verkaufsverpflichtung erfolgen wird. Die Sicherungsgeschäfte müssen auf die gleiche Währung wie das gesicherte Grundgeschäft lauten. Die PCC schließt Sicherungsgeschäfte erst dann ab, wenn die feste Verpflichtung entstanden ist.

Daneben werden innerhalb des PCC-Konzern Zahlungszu- und -abflüsse identischer Währungen gesichert (Natural hedge).

IFRS 7 schreibt zur Darstellung von Marktrisiken Sensitivitätsanalysen vor, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von Risikovariablen auf das Ergebnis und das Eigenkapital zeigen. Die PCC-Gruppe unterliegt im Wesentlichen einem Währungsrisiko. Die Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Variablen auf den Bestand der finanziellen Vermögenswerte und Schulden zum Abschlussstichtag gerechnet werden. Die Währungssensitivitäten der durch die PCC verwendeten Fremdwährungen stellen sich wie folgt dar:

2023

Veränderung des EUR gegen Fremdwährung +10% Auswirkungen auf EK +10% Auswirkungen auf Ergebnis -10% Auswirkungen auf EK -10% Auswirkungen auf Ergebnis
in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR
CHF 62 250 -76 -305

2022

Veränderung des EUR gegen Fremdwährung +10% Auswirkungen auf EK +10% Auswirkungen auf Ergebnis -10% Auswirkungen auf EK -10% Auswirkungen auf Ergebnis
in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR
USD 101 0 -124 0
CHF 194 340 -237 -415

Ausfallrisiko

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass regelmäßig nach vordefiniertem Leistungsfortschritt angezahlt oder abgerechnet wird. Des Weiteren werden die offenen Forderungen 14-tägig auf Zahlungseingänge überprüft bzw. gemahnt. Wertberichtigungen für einzelne Kundenforderungen werden gebucht, wenn es wahrscheinlich erscheint, dass die gestellten Forderungen nicht erhalten werden. Die Ausbuchung einer Forderung gegen die bereits gebildete Wertberichtigung findet statt, wenn sämtliche Möglichkeiten zum Eintreiben der Forderungen erschöpft und diese als uneinbringlich zu betrachten sind. Die Forderungsausfälle für das Jahr 2023 betrugen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 26).

Alle Kunden, die mit dem PCC-Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Da die PCC nur mit anerkannten, kreditwürdigen Dritten Geschäfte abschließt, sind Sicherungsleistungen nicht erforderlich.

PCC wendet zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten den vereinfachten Ansatz von IFRS 9 an. Dieser sieht zu jedem Bilanzstichtag eine Wertberichtigung in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste vor.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden hierbei in die Risikoklassen "nicht in der Bonität beeinträchtigt" bzw. "in der Bonität beeinträchtigt" eingeteilt. Für die Ermittlung des zu erwartenden prozentualen Verlustes der Risikoklasse "nicht in der Bonität beeinträchtigt" werden historische Verlustraten berücksichtigt, die basierend auf den Umsätzen und Forderungsausbuchungen der letzten Jahre ermittelt werden. Diese werden anschließend um einen Faktor angepasst, um zukunftsorientierte, makroökonomische Informationen abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden zur Begleichung der Forderungen auswirken könnten. Für die Risikoklasse "in der Bonität beeinträchtigt" werden Kreditausfallraten für den erwarteten Kreditverlust berechnet, die im Wesentlichen auf historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Überfälligkeiten basieren.

Die Vertragsvermögenswerte betreffen erbrachte Leistungsverpflichtungen, für die zum Stichtag noch kein unbedingter Zahlungsanspruch besteht. Die Vertragsvermögenswerte weisen im Wesentlichen die gleichen Risikoeigenschaften wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf. Daher werden die erwarteten Ausfallraten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der jeweiligen Länder als eine angemessene Annäherung an die Ausfallraten für die Vertragsvermögenswerte angesehen und für die Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes herangezogen.

Aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten der Gruppe, die Zahlungsmittel, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und bestimmte derivative Finanzinstrumente umfassen, besteht bei Ausfall des Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwerts der entsprechenden Instrumente.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, besteht im Wesentlichen aus dem variabel verzinsten Darlehen zur Finanzierung des Erwerbs der TLT-Turbo Gruppe. Weitere Risiken bestehen nicht.

Liquiditätsrisiko

Die Liquidität des PCC-Konzerns wird im Wesentlichen durch die laufenden Projekte und den damit verbundenen Anzahlungen bestimmt.

Zur Eindämmung des Liquiditätsrisikos der TLT-Turbo Inc. wird deren Liquidität im Rahmen eines "Loan Facility Agreement" zwischen der TLT-Turbo GmbH und der TLT-Turbo Inc. sichergestellt. Die Liquidität von TLT-Turbo (Sichuan) Co. Ltd., TLT India, TLT-Turbo Africa (Pty) Ltd. und TLT ACTOM (Pty) Ltd. wird selbstständig gesteuert. Neben diesen laufenden Einnahmen sichert der PCC-Konzern das Liquiditätsrisiko durch angemessene Kreditlinien, die bei Bedarf in Anspruch genommen werden können, ab. Es bestehen zum Stichtag Bankverbindlichkeiten von EUR 84,1 Mio. Davon betreffen EUR 70,0 Mio. ein bereits leicht abgeschmolzenes Bankdarlehen, welches ursprünglich zur Finanzierung des Erwerbs der TLT-Turbo Gruppe zur Verfügung gestellt wurde und seither mehrmals mit einer kurz- oder mittelfristigen Laufzeit erneuert bzw. verlängert wurde. Der Darlehensbetrag von EUR 70,0 Mio. wurde im März 2024 zusammen mit den fälligen Zinsen zurückbezahlt. Die Anschlussfinanzierung ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses durch ein Darlehen der PowerChina Equipment Group Ltd. gesichert.

30. Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten

Klassifizierung und beizulegende Zeitwerte

In der nachfolgenden Tabelle werden die Buchwerte der im Abschluss zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum 31. Dezember 2022 bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns sowie die Einordnung in die entsprechenden Bewertungskategorien dargestellt:

AKTIVA 31.12.2023 31.12.2022
Fortgeführte Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 29.444 22.313
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.488 35.226
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 15.654 22.153
Sonstige Vermögenswerte (kurzfristig) 4.644 3.689
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere, Anleihen sowie Fonds (Sonstige Vermögenswerte) 274 273
PASSIVA
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden
Bankverbindlichkeiten 84.099 83.591
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.975 38.781
Verbindlichkeiten aus "Percentage-of-Completion-Method" 2.818 5.436
Sonstige Schulden (kurzfristig) 28.464 24.905
Sonstige Schulden (langfristig) 5.417 7.297
Derivative Finanzinstrumente 429 396
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden aufgrund von Hedge Accounting
Derivative Finanzinstrumente 155 159

Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der notierten Wertpapiere wurde der jeweilige Marktwert verwendet. Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von herrschenden Marktzinssätzen berechnet. Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Schulden ist anzunehmen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Hierarchie beizulegender Zeitwerte nach IFRS 13

Die derivativen Finanzinstrumente als auch die Wertpapiere des Konzerns werden im Wesentlichen anhand von notierten (unangepassten) Preisen auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bewertet.

Sicherungsgeschäfte

Die derivativen Finanzinstrumente zur Sicherung künftiger Zahlungsströme betreffen ausschließlich Fremdwährungsrisiken in Bezug auf erwartete Geldeingänge überwiegend Schweizer Franken aus festen Verpflichtungen. Es wurden folgende derivative Finanzinstrumente abgeschlossen:

TEUR Nennbetrag Marktwerte
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Devisentermingeschäfte 4.011 7.540 -584 -555

31. Erfolgsunsicherheiten und andere Verpflichtungen

Eventualschulden

Es bestanden zum 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr keine wesentlichen Eventualschulden.

Rechtsstreitigkeiten

Die PCC GmbH und ihre Tochtergesellschaften sind im Rahmen des laufenden Geschäfts an Rechtsstreitigkeiten beteiligt, die einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben können. Rechtsstreitigkeiten sind vielen Unsicherheiten unterworfen und der Ausgang einzelner Verfahren kann nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden.

Für Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind bei den jeweiligen Konzerngesellschaften bilanzielle Vorsorgen getroffen worden, wenn es sich um ein Ereignis vor dem Bilanzstichtag handelt, eine Verpflichtung wahrscheinlich und deren Höhe hinreichend genau bestimmbar ist. Nach unserer Einschätzung sind darüber hinaus wesentliche negative Auswirkungen, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PCC-Gruppe haben, nicht zu erwarten.

Sonstige Angaben

32. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Folgende Ein- und Auszahlungen der nachfolgenden Tabelle sind im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit enthalten:

TEUR 2023 2022
Auszahlungen für Zinsen -4.265 -1.352
Auszahlungen für Ertragsteuern -1.154 -1.321

Die Cashflows der Investitionen in Sachanlagen belaufen sich auf TEUR -1.382 (Vorjahr TEUR -1.590).

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 1.090 Dividenden an Minderheitsgesellschafter ausgeschüttet (Vorjahr TEUR 691).

33. Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen ("Related Party Transactions")

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Abschnitt "Konsolidierungskreis" aufgeführt. Zur Gruppe der nahestehenden Personen gehören Personen in Schlüsselpositionen und deren Familienangehörige. Das Management ist im Abschnitt "Mitarbeiter und Geschäftsführung" dargestellt.

Konditionen der Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Verkäufe an und Käufe von nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Für Forderungen gegen oder Schulden gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 hat der PCC-Konzern wie auch im Vorjahr keine Wertberichtigung auf Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen gebildet.

34. Mitarbeiter und Geschäftsführung

Mitarbeiter

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:

Angestellte Mitarbeiter 2023 2022
Deutschland 359 383
China 31 30
Nordamerika 26 23
Südafrika 42 42
Indien 42 30
sonstige Länder 11 15
Summe 511 523

Management

Das Management des PCC-Konzerns setzt sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Name, Wohnort Beruf
Feng Lin, China Geschäftsführer der PCC GmbH, Vice President Power China
Xiongfei Zhao, Zweibrücken/Deutschland Geschäftsführer der TLT-Turbo GmbH (bis 23.05.2024) und Geschäftsführer der PCC GmbH
Matthias Adamy, Saarbrücken/Deutschland (bis 19.01.2024) Geschäftsführer der TLT-Turbo GmbH
Gao Ya (bis 24.03.2023) Geschäftsführer der TLT-Turbo (Sichuan)
Hongan Zheng (seit 25.03.2023) Geschäftsführer der TLT-Turbo (Sichuan)
John Landis, Akron/Ohio/USA Geschäftsführer der TLT-Turbo Inc.
Jurie Theron, Pretoria/Südafrika Geschäftsführer der TLT-Turbo Africa
Pankaj Sohoni Geschäftsführer der TLT-Turbo India

Im Geschäftsjahr sind TEUR 942 (Vorjahr: TEUR 925) in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Vergütung des Managements enthalten. Der Aufwand setzt sich im Wesentlichen aus TEUR 583 (Vorjahr: TEUR 632) fixen Gehaltskosten, TEUR 213 (Vorjahr: TEUR 203) variablen Gehaltskomponenten, TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12) Pensionsaufwendungen sowie arbeitgeberseitiger Sozialkosten in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 42) zusammen. In dem Fixum inkludiert ist ein Sachbezug von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 48). Es bestehen Pensionsrückstellungen von TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 323), davon in Höhe von TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 323) für ehemalige Mitglieder.

35. Abschlussprüfer

Für den Konzernabschlussprüfer, die RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, wurden für Abschlussprüfungen TEUR 167 (Vorjahr: EY GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, TEUR 212) als Aufwand erfasst. Sonstige Leistungen neben der Abschlussprüfung wurden, wie auch im Vorjahr, nicht erbracht.

36. Entwicklungen innerhalb des IASB-Regelwerks

Folgende Verlautbarungen des internationalen Standardsetters International Accounting Standards Board (IASB) wurden von der EU im Rahmen des sogenannten Endorsement-Verfahrens übernommen und sind für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2022 beginnen, verpflichtend anzuwenden:

Standard Name
IFRS 17 Versicherungsverträge
IFRS 17 Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 Vergleichende Informationen
IAS 1 Angaben von Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen
IAS 8 Definition von Schätzungen in der Rechnungslegung
IAS 12 Internationale Steuerreform - Pillar Two Model Rules
IAS 12 Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus einem einzigen Geschäftsvorfall

Wie bereits im Konzernabschluss 2022 dargestellt, hatten die oben genannten Änderungen keine materiellen Auswirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im PCC-Konzern.

Folgende Verlautbarungen des IASB wurden von der EU übernommen und waren für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 noch nicht verpflichtend anzuwenden:

Standard Name
IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig
IAS 1 Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants
IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten bei Sale-and-Leaseback

Die oben aufgeführten Änderungen werden keine materiellen Auswirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im PCC-Konzern haben.

Die EU hat folgende IASB-Verlautbarungen noch nicht übernommen:

Standard Name
IAS 21 Fehlende Austauschbarkeit
IAS / IFRS 7 Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten

Die vorgenannten Neuerungen und Ergänzungen sind vorbehaltlich ihrer Übernahme in EU-Recht ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Eine Ausnahme hierzu stellen die Änderungen an IAS 21 dar, diese sind vorbehaltlich ihrer Übernahme in EU-Recht ab dem 01. Januar 2025 anzuwenden.

Die Amendments zu IAS 7 und IFRS 7 sollen die Transparenz von Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten erhöhen. Hierzu sollen Unternehmen qualitative und quantitative Informationen zu den Auswirkungen dieser Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten zur Verfügung stellen. Die Änderungen an IAS 21 verpflichten Unternehmen zu einem einheitlichen Ansatz bei der Beurteilung, ob eine Währung in eine andere Währung umtauschbar ist sowie bei der Bestimmung des zu verwendenden Wechselkurses, falls dies nicht der Fall ist.

Nach derzeitigen Erkenntnissen wird der PCC- Konzern nur unwesentlich von den oben genannten Neuerungen betroffen sein.

Die Europäische Kommission hat entschieden, folgende IASB-Verlautbarungen nicht in europäisches Recht zu übernehmen oder ihr Inkrafttreten auf unbestimmte Zeit zu verschieben:

Standard Erstanwendung Name
IFRS 14 unbestimmt Regulatory Deferral Accounts (issued on 11 September 2014)
IFRS 10
IAS 28
unbestimmt Amendments to IFRS 10 and IAS 28: Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture (issued on 11 September 2014)

Der PCC-Konzern darf diese Regeln bei der Erstellung eines nach § 315e Abs. 1 HGB befreienden Konzernabschlusses, aufgrund der fehlenden Umwandlung in EU-Recht, nicht anwenden. Von beiden Regeln wäre der PCC-Konzern nicht betroffen. In Ermangelung einer offiziellen deutschen Übersetzung sind diese Texte mit ihren englischen Titeln angegeben.

37. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es bestehen zum Stichtag (31. Dezember 2023) Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 84,1 Mio. Davon betrifft der größte Teil ein Darlehen der Bank of China, Frankfurt Branch, in Höhe von EUR 70,0 Mio. Dieses Darlehen wurde am 5. März 2024 vollständig getilgt und am 29. Februar 2024 durch ein EUR basiertes Darlehen der PowerChina Asset Management (Singapore) PTE. Ltd. i.H.v EUR 67 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 28. Mai 2024 abgelöst. Am 21. Mai 2024 wurde das Darlehen über EUR 67 Mio. an PowerChina Asset Management (Singapore) PTE. Ltd. zurückgezahlt und durch ein Intercompany Darlehen der PowerChina Equipment Group Ltd. über CNY 550 Mio. ersetzt. Dieses hat eine Laufzeit von 1,5 Jahren.

Herr Matthias Adamy wurde zum 19. Januar 2024 von seiner Funktion als Geschäftsführer der TLT-Turbo GmbH entbunden. Er schied zum 15. Februar 2024 aus der TLT-Turbo GmbH aus. Seine Nachfolge trat Herr Gerd Jegodzinski zum 19. Januar 2024 an.

Herr Xiongfei Zhao wurde zum 23. Mai 2024 von seiner Funktion als Geschäftsführer der TLT-Turbo GmbH entbunden. Seine Nachfolge trat Herr Hongan Zheng zum 23. Mai 2024 an.

38. Freigabe des Konzernabschlusses

Das Management hat den zum 31. Dezember 2023 aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht der PCC GmbH am 27. März 2025 zur Weitergabe an das Board freigegeben.

 

Frankfurt am Main, 27. März 2025

Die Geschäftsführung

Feng Lin

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

Die PCC GmbH, Frankfurt am Main, ist die Tochtergesellschaft der Power Construction Cooperation of China, Beijing/China (POWER CHINA) sowie der PowerChina Turbo Technologies, Chengdu/China (PCTT). Sie leitet als Muttergesellschaft des PCC-Konzerns das internationale Geschäft und soll dieses vorantreiben. POWER CHINA ist zu 100 % im Besitz des chinesischen Staates und gehört mit einem Umsatzvolumen von rd. 79,3 Milliarden EUR in 2023 und weltweit rund 133.200 Mitarbeitern zu den 200 größten Unternehmen der Welt.

Der PCC-Konzern, bestehend aus der PCC GmbH, Frankfurt am Main, und deren Tochtergesellschaften (im Folgenden: "TLT-Turbo Gruppe") TLT-Turbo GmbH, Zweibrücken, TLT-Turbo Inc., Akron/Ohio/USA, TLT-Turbo (Sichuan) Co. Ltd., Chengdu/China, TLT-Turbo Africa (Pty) Ltd., Pretoria/Südafrika und TLT-Turbo India (PvT) Ltd. (im Folgenden: "PCC" oder "Konzern"), ist einer der führenden Hersteller mit über 140 Jahren Erfahrung in der Ventilatoren-Technologie.

Da sich die Erwartungen an die südafrikanische Tochtergesellschaft nicht erfüllt haben, wurde die TLT ACTOM (Pty) Ltd. Germiston/Südafrika im Geschäftsjahr geschlossen und die Gesellschaft entkonsolidiert.

Mit seinen Businesssegmenten Mining und Windtunnel, Tunnel, Industry, Vapor und Power & Service erbringt er alle Arten von Leistungen für technologiegetriebene Großventilatoren und Lüftungssystemen in den Anwendungen Kraftwerke, Stahl und Petrochemie, Straßen- und Eisenbahntunnel, Tunnel & Metro und Windkanälen sowie im Servicebereich Ersatzteile, Upgrades, Revisionen und Instandhaltungen. Die Hauptabsatzmärkte waren in 2023 Deutschland, West- und Osteuropa, Nordamerika, China, Indien und Südostasien sowie Afrika und Australien.

Da die PCC GmbH lediglich interne Dienstleistungen für die Gesellschaften des PCC-Konzerns und einzelne Handelsgeschäfte für POWER CHINA Gesellschaften erbringt, beziehen sich die folgenden Aussagen im Wesentlichen auf die TLT-Turbo Gruppe.

2. Forschung und Entwicklung

Um für das 3rd Party Geschäft im Bereich Power & Service, Lösungen der Nachrüstung für Strömungs-Optimierung bereitzustellen, werden verschiedene Möglichkeiten des "Aero-Upgrade" untersucht. Dies umfasst sowohl Modifikationen an den strömungsführenden Kanälen, die mit dem Ventilator verbunden sind, als auch Anpassungen am Ventilator selbst - insbesondere am Aktivteil (Rotor-Stator-Kombination). Auch wenn Teile bereits angeboten werden können, wird die Palette ständig erweitert und das Projekt wird auch über 2024 hinaus weiterlaufen.

Im Bereich Industrie wurde eine neue Methode zur nicht-linearen Berechnung von Radial-Ventilatoren erprobt und eingeführt. Diese ermöglicht, weiter an die Materialgrenzen zu gehen und damit Kosten einzusparen. Des Weiteren wurde Trouble Shooting für Sinter Fans betrieben.

Im Bereich Mining & Windtunnel wurde das Portfolio um den "Chinese Mine Fan" erweitert, einer günstigeren Variante, speziell für den chinesischen Markt. So erfolgt z.B. die Schaufelwinkelverstellung durch eine manuelle Verstellung im Stillstand (MBAU) anstatt einer teureren, hydraulischen Verstellung. Weitere Kostenreduktion wurde betrieben durch die Eigen-Fertigung von Drehdurchführungen und damit verbundenen Prototypen-Tests.

Im Bereich Tunnel und Metro wurde die "Jet Fan" Baureihe mit Fokus auf Kosteneinsparung überarbeitet.

Im Bereich Vapor Fans schreitet die Entwicklung der neuen Produkte "High Flow MVR" und "High Pressure MVR" nach Plan voran. Das "Minimum Viable Produkt (MVP)" für den "High Pressure MVR" ist bereits verfügbar. Ein erstes Projekt wurde in 2023 gewonnen. Das Design Freeze des "High Pressure MVR" und "High Flow MVR" ist geplant für 2024 und 2025.

Für zukünftige Carbon Capture and Storage (CCS) Anwendungen wurden Modifikationen an der "AP" Baureihe erarbeitet.

Die Ablösung der externen Software Lösung für das Portfolio-Management ("Camos") mit der internen Software Lösung "Produkt Configuration System (PCS)" wurde mit mehr Nachdruck neu gestartet. Geplantes Ende ist 2025.

Die Gesamtaufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung beliefen sich in 2023 auf EUR 2,8 Mio. (Vj. EUR 2,4 Mio.). Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr TEUR 433) aktiviert, wobei TEUR 89 bereits im Vorjahr als Anlagen im Bau gezeigt wurden. Weiterhin wurden Entwicklungskosten in Höhe von 105 TEUR (Vorjahr TEUR 0) ausgebucht, für die sich die Erwartungshaltung an die Produkte nachträglich nicht erfüllt haben. Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr EUR 0,2 Mio.

3. Personal

Der PCC-Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 511 Mitarbeiter (Vj. 523 Mitarbeiter), davon in Deutschland (inklusive kleiner Verkaufsniederlassungen) 370 Mitarbeiter. Weiter waren Mitarbeiter insbesondere in Nordamerika (26), in Südafrika (42), in China (31) und in Indien (42) beschäftigt.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten.

Globaler Maschinenbau

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen.

2. Geschäftsverlauf der einzelnen Gesellschaften und des Konzerns und Lage des Konzerns

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaften sowie die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren des PCC-Konzerns stellen sich in TEUR wie folgt dar:

Gesellschaft Externe Umsatz-erlöse EBIT nicht konsolidiert EBT nicht konsolidiert Externer Auftragseingang
PCC GmbH (nach Ergebnisabführung) 0 4.940 1.439 0
TLT-Turbo GmbH 91.291 3.728 3.293 53.443
TLT-Turbo (Sichuan) 23.967 743 824 19.779
TLT-Turbo Inc. 9.444 46 -165 7.809
TLT Turbo Africa 7.033 771 682 9.971
TLT-Turbo India 13.729 1.791 1.712 10.988

Im Geschäftsjahr 2023 konnten die prognostizierten Kennzahlen lediglich hinsichtlich des Ergebnisses knapp erreicht werden. Sowohl EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern; bei den Einzelgesellschaften inkl. Beteiligungsergebnis) als auch EBT (Ergebnis vor Steuern) lagen im Rahmen der Erwartungen.

Der Konzern konnte Auftragseingänge in Höhe von EUR 102 Mio. verzeichnen, was einen deutlichen Rückgang von ca. 26 % gegenüber Vorjahr bedeutet. Der Auftragseingang lag damit weit unterhalb des gesteckten Zielkorridors.

Die Umsatzerlöse verbesserten sich im Geschäftsjahr 2023 um knapp 10 % auf EUR 145,5 Mio. und lagen damit nur leicht unterhalb des Zielbandes. Damit konnten die für 2023 gesteckten Ergebnisziele knapp erreicht werden. In Summe ergibt sich ein EIBT des PCC-Konzerns von EUR 5,8 Mio. wodurch die Ertragslage im Geschäftsjahr insgesamt als zufriedenstellend zu bezeichnen ist.

PCC GmbH

Die PCC GmbH fungiert zum einen als Holdinggesellschaft und zum anderen werden Dienstleistungen für die TLT-Turbo GmbH bzw. den anderen Konzerngesellschaften erbracht.

BS Power & Service

Power

Hier setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Aufgrund der Notwendigkeit zur Reduzierung der CO 2 - Emissionen und dem damit verbundenen Kohleausstieg ist keine Verbesserung in Bezug auf den heimischen sowie den globalen Kraftwerksmarkt mehr zu erwarten. Der Home-Market Europa ist für Neubauprojekte praktisch nicht mehr existent. Das Potential beschränkt sich auf bestehende Kraftwerke, die einer Nachrüstung aufgrund der Emissionsschutz-Richtlinien bedürfen oder auf Umbauten zwecks Steigerung der Energieeffizienz. Dieses Potential lässt sich in Europa aktuell allerdings nur schwer heben, weil die Kunden größere Investitionen auf Grund von politischen Unsicherheiten über die Restlaufzeit vermeiden. Hoffnung macht nach wie vor der Süd-Ost-Asiatische Markt, auf dem, trotz verschärfter Umweltregularien, noch einige Kohlekraftwerke gebaut werden. Dieser Markt ist extrem preisgetriebenen, weswegen er hauptsächlich von TLT Sichuan bedient wird. Indien ist aufgrund neuer umweltschutztechnischer Anforderungen der Subkontinent mit dem größten Potential an REA-/DENOX-Nachrüstungen in den nächsten Jahren, aber auch Neubauprojekte werden immer noch realisiert. So konnten auch in 2023 weitere Aufträge für diese Nachrüstungen am Standort Indien akquiriert werden. Im Rahmen der abgelaufenen Lizenzvereinbarung mit BHEL stehen noch einige Restprojekte in Indien aus, bei denen TLT ein gewisser Businessshare zusteht. Die für 2023 geplanten Projekte haben sich allerdings verzögert, was auch dazu beigetragen hat, dass er geplante Auftragseingang in 2023 nicht erreicht werden konnte. Im Irak werden zurzeit ebenfalls neue Kraftwerke gebaut, da der Bestand an Kraftwerken auf Grund westlicher Embargos und verschiedenen Konflikten veraltet und marode ist. Bei diesen Projekten gibt es auch eine Chance für die TLT GmbH, weil zum Teil eine Fertigung in Europa oder Nordamerika vorgeschrieben ist. Weiterhin gilt es, durch verstärktes 3rd Party Business, die steigende Zahl an Umbauten sowie durch Projekte in Indien und Süd-Ost-Asien, das fehlende Neugeschäft in Europa und den USA partiell zu kompensieren.

Service

Nachdem bereits im Vorjahr der Plan deutlich übererfüllt wurde, ist dies auch 2023 gelungen. Getragen wurde dieses extrem gute Ergebnis, bei dem nicht nur der geplante Auftragseingang, sondern auch der erzielte Deckungsbeitrag deutlich übererfüllt wurde, von einigen großen aber auch einer Vielzahl von kleineren Projekten.

Zum einen hat sich der Trend des Vorjahres fortgesetzt, dass unsere Kunden im Industrie- und Kraftwerksbereich den Investitionstau während Corona auflösen. Weiterhin waren die Auswirkungen der Ukraine Krise immer noch zu spüren, weswegen Kraftwerkskunden mit großem Aufwand Kapazitäten wieder ertüchtigt haben, mit deren Betrieb eigentlich nicht mehr gerechnet wurde.

Ein weiterer wichtiger Faktor für das gute Ergebnis waren einige lukrative Großaufträge die aufgrund von nicht planbaren Schadensfällen beim Kunden kurzfristig eingebucht wurden. Diese margenstarken Aufträge konnten vor allem auf Grund der strategischen Ausrichtung des Service gewonnen werden, den Kunden schnellen und guten Support leisten zu können.

Ebenfalls ein Garant für den Erfolg des Service ist der Field Service der TLT, der auch 2023 wieder ein Rekordergebnis erzielt hat. Hier hat sich ausgezahlt, dass der Field Service insbesondere in Deutschland sehr nah am Kunden agiert und für diesen ein verlässlicher Partner ist.

Trotz des sehr guten Jahres bleibt es im Bereich Service weiterhin eine wesentliche Herausforderung, durch Diversifizierung in andere Anwendungsbereiche und Märkte, die mittelfristig erwarteten Rückgänge im Kraftwerksgeschäft auszugleichen. Zu diesem Zweck wurde unter anderem die neue Gruppe des Center of Competence Custom Solutions (CoC CS) etabliert, die sich darauf konzentriert, technisch anspruchsvolle Lösungen für Kundenprobleme auszuarbeiten und anzubieten. Dieser Ansatz richtet sich nicht nur an Bestandskunden mit TLT Ventilatoren, sondern ist eine Möglichkeit aktiv auf neue Kunden zuzugehen, deren Ventilatoren nicht von TLT hergestellt wurden. Dieses wachsende Business übererfüllt die Erwartungen und erste größere Erfolge wie in Kostolac (Serbien) zeigen, dass der Service mit diesem Konzept die Präsenz und insgesamt die aktive Flotte in attraktiven neuen Märkten vergrößern kann.

Der SCC (Sicherheits-Certifikat-Contraktoren) zertifizierte Bereich Service kam mir wenigen Arbeitsunfällen durch das Jahr, in dem Kundendienstaktivitäten unter permanent veränderlichen, regionalen und kundenspezifischen Sicherheitsbestimmungen geleistet wurden.

BS Industry

Das Ziel für den Auftragseingang wurde 2023 für den Neubau weit verfehlt.

Dies war hauptsächlich durch die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, aufgrund der hochpreisigen Beschaffung von Zuliefermaterial, verbunden mit hohen Fertigungskosten in Deutschland, begründet. Zudem wurde durch eine vorangegangene Kapazitätsüberlastung die Gewinnerwartung nach oben gesetzt, welche allerdings am Markt nicht durchsetzbar war. Ebenso ist die weltweite von uns fokussierte Projektlage in der Stahlindustrie zurückgegangen. Insbesondere der lokale chinesische Markt kam komplett zum Erliegen.

Sehr erfreulich waren allerdings die Geschäftsentwicklungen bei Ersatzteilen und Reparaturen, die wesentlich über den Erwartungen gelegen haben. Dies konnte allerdings das schwache Neubaugeschäft nicht ausgleichen.

Es erfolgte eine verstärkte Marktanalyse mit Aktivierung neuer Bezugsquellen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in wichtigen Marktsegmenten durch Outsourcing auch von Kernkomponenten und Leistungen. Eine Diversifizierung auf globale Märkte wurde weiter durchgeführt. Es wurde weiter an weiteren wichtigen F&E Maßnahmen erfolgreich gearbeitet, um die Produkte weiter technisch zu optimieren. So wurde eine neue Type entwickelt, die einen verbesserten Wirkungsgrad darstellt.

Die Herausforderung wird sein, über die bereits erfolgreichen Produkte hinaus - für alle übrigen Produkte eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen. Der Markt für diese Art von Ventilatoren wäre auf jeden Fall da, handelt es sich doch bei den Industrieventilatoren global um den größten Ventilator-Markt überhaupt.

BS Vapor Fans

Das Geschäftsjahr 2023 im Bereich Vapor Fan entwickelte sich zunächst positiv und wie im Vorjahr prognostiziert. Die Kundenbasis und auch die Anzahl von unterschiedlichen Einsatzbereichen konnte im Vergleich zum Vorjahr weiter ausgebaut werden. Im letzten Quartal 2023 ging die Investitionsbereitschaft jedoch deutlich zurück, was auf unterschiedliche Gründe zurückzuführen sein könnte, z.B. der Wegfall von Finanzierungsprogrammen zur CO 2 Einsparung in mehreren Ländern. Dennoch konnte der Auftragseingang des Geschäftsbereich Vapor Fan annähernd auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Es bleibt abzuwarten, ob und wann sich die Investitionsbereitschaft im Geschäftsjahr 2024 wieder positiver entwickeln wird. Diese Unsicherheit führt zu einer eher verhaltenen Prognose der Geschäftsentwicklung für 2024, wobei die langfristige Prognose deutlich optimistischer ausfällt. Gründe hierfür sind hohe Kosten für CO 2 Zertifikate, Umweltauflagen und steigende Preise für fossile Brennstoffe. Diese Entwicklungen begünstigen den Einsatz von MVR Ventilatoren, zur Senkung der Produktionskosten.

Produktseitig wurde die Entwicklung mehrerer Projekte fortgeführt. Hierzu gehört die Entwicklung von MVRs für Hochdruck Applikationen, sowie für hohe Massenströme. Für diese Entwicklungsprojekte ist mit einer Produkteinführung im Laufe des Geschäftsjahres 2024 zu rechnen.

BS Mining und Windtunnel

Der geplante Auftragseingang konnte im Geschäftsjahr 2023 auf Ebene der TLT-Turbo Gruppe lediglich zu 50% erreicht werden. Auf Ebene der TLT-Turbo GmbH lag die Zielerreichung sogar lediglich bei ca. 25%. Die Lücke zum Plan entstand im Wesentlichen durch den Verlust eines Turnkey-Projekts in Australien an Mitbewerber, sowie die unerwartete Verschiebung der Auftragsvergabe von weiteren Projekten ins Geschäftsjahr 2024. Die Investitionsbereitschaft im Bereich Bergbau war 2023 generell deutlich geringer als im Vorjahr. Viele Vergaben wurden verzögert oder Projekte gar vollständig angehalten.

Im Teilsegment Windkanal waren zwei Projekte im Planungsbudget von hoher Relevanz, bei denen wir uns nicht gegen die Mitbewerber in der Vergabe durchsetzen konnten. Abgesehen davon konnten keine wesentlichen Auftragseingänge erzielt werden, lediglich kleinere Nachträge in laufenden Aufträgen konnten gebucht werden.

In allen Bereichen des Business Segments wurden unter Zuhilfenahme der 4DX ® OS Methode, strategische Verbesserungsprojekte vorangetrieben, mit dem Ziel, die effektive Nutzung der vorhandenen Ressourcen und Möglichkeiten zu steigern, sowie neue Methoden zum Risikomanagement entwickelt und in den Prozess eingeführt.

Bei TLT-Turbo Sichuan konnte auf der Grundlage der Produktanpassungen in den vergangenen Jahren gute Auftragseingänge erzielt werden, so dass das Planziel nur geringfügig verfehlt wurde. TLT-Turbo Africa konnte den geplanten AE übertreffen, wobei die Anwendungen von Neuentwicklungen wesentlich für den Erfolg waren. TLT-Turbo Inc. verfehlte das Gesamtziel, konnte jedoch den Absatz der "Auxiliary & Booster Fans" weiter steigern.

BS Tunnel

Der Fokus im Geschäftsjahr 2023 lag auf der Standardisierung einer Produktreihe zur Wiedererlangung der Wettbewerbsfähigkeit im Mitteleuropäischen Raum unter Zuhilfenahme der 4DX ® OS Methode.

Die Kosten konnten im Mittel um annähernd 40 % gesenkt werden. Umfassende Überarbeitungen, konsequente Standardisierung, neue Wege mit innovativen Tools und Lösungsansätzen machten diese Reduzierung möglich. Der gesamtheitliche Ansatz angefangen von der Produktkonfiguration bis zur Übergabe an das ERP System brachten deutliche Prozessverbesserungen.

Gemeinsam mit dem Bereich Supply Chain Management wurden geeignete Lieferanten etabliert.

Zur sicheren Angebotskalkulation wurde ein Webservice integriert, der die Preisgestaltung und Angebotserstellung zukünftig wesentlich effizienter gestaltet. Die Datenbank ist so gestaltet, dass sie leicht zu aktualisieren ist und sich flexibel und dynamisch an Marktveränderungen anpassen lässt. Ein wichtiger weiterer Meilenstein wird dann erreicht sein, wenn die Datenbank komplett befüllt und dynamisch gepflegt wird.

Dieses Musterprojekt bildet den Leitfaden für weitere Produktreihenstandardisierungen im Tunnelbereich.

Da die Vertriebsaktivitäten in diesem Jahr eingefroren waren, konnten neben ein paar wenigen Nachträgen und ein Projekt in China über TLT-Turbo Sichuan keine nennenswerten Auftragseingänge erzielt werden.

Die oben beschriebene Initiative soll den erfolgreichen Wiedereinstieg in einen Teilbereich des Tunnelgeschäfts 2024 ermöglichen.

Ertrags,- Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

In TEUR 2022 in % vom Umsatz
Umsatzerlöse 132.678 100,0 %
Herstellkosten des Umsatzes 111.434 84,0 %
Bruttoergebnis vom Umsatz 21.244 16,0 %
Vertriebskosten 12.002 9,0 %
Verwaltungskosten 13.372 10,1 %
Forschungs- und Entwicklungskosten 2.357 1,8 %
Sonstige betriebliche Erträge 2.103 1,6 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen 587 0,4 %
Währungsgewinne und - verluste 158 0,1 %
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten 81 0,1 %
EBIT -4.731 0,8 %
In TEUR 2023 in % vom Umsatz
Umsatzerlöse 145.464 100,0 %
Herstellkosten des Umsatzes 114.036 78,4 %
Bruttoergebnis vom Umsatz 31.428 21,6 %
Vertriebskosten 12.117 8,3 %
Verwaltungskosten 12.480 8,6 %
Forschungs- und Entwicklungskosten 2.763 1,9 %
Sonstige betriebliche Erträge 911 0,6 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen 23 0,0 %
Währungsgewinne und - verluste 836 0,6 %
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten -33 0,0 %
EBIT 5.759 4,0 %

Der PCC-Konzern erzielte im Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von rd. EUR 145,5 Mio. (Vj. EUR 132,7 Mio.). Der Umsatz wurde im Wesentlichen erzielt in den Regionen Asien (EUR 55,0 Mio., Vj. EUR 61,1 Mio.), Deutschland (EUR 25,6 Mio., Vj. EUR 17,6 Mio.), restliches Europa (EUR 22,3 Mio., Vj. EUR 19,6 Mio.), Australien (EUR 20,1 Mio., Vj. EUR 12,5 Mio.), Amerika (EUR 10,0 Mio., Vj. EUR 9,3 Mio.) und Afrika (EUR 8,7 Mio., Vj. EUR 6,1 Mio.). In den Regionen, CIS (Commonwealth of Independent States) und Naher Ostern wurden weitere EUR 3,8 Mio. (Vj. EUR 6,5 Mio.) Umsätze erzielt.

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 96,6 Mio. (Vj. EUR 144,4 Mio.) gliedert sich größtenteils auf die Regionen Asien (EUR 51,2 Mio., Vj. EUR 71,2 Mio.), Deutschland (EUR 16,7 Mio., Vj. EUR 17,5 Mio.), restliches Europa (EUR 11,2 Mio., Vj. EUR 20,8 Mio.) und Australien (EUR 7,9 Mio., Vj. EUR 25,5 Mio.). Die verbleibenden EUR 9,6 Mio. (Vj. EUR 9,4 Mio.) verteilen sich auf Afrika, Amerika, CIS und Länder im Nahen Osten.

Die Verbesserung des EBIT resultiert hauptsächlich aus einer Normalisierung des weltweit inflationären Umfelds, welches im Vorjahr zu deutlichen Mehrkosten bei den meisten Aufträgen führte.

Diese Normalisierung, sowie die um knapp 10 % gestiegenen Umsatzerlöse führten zu einem deutlichen Anstieg der Bruttomarge um EUR 10,2 Mio. auf EUR 31,4 Mio. Positiv auf das Ergebnis eingewirkt hat zudem ein weiterer Rückgang der Vertriebs- und Verwaltungskosten um EUR 0,8 Mio. EUR. Die Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,4 Mio. erhöht. Gesunkene sonstige betriebliche Erträge konnten durch gesunkene sonstige betriebliche Aufwendungen und höhere Währungsgewinne kompensiert werden. Dadurch konnte sich das EBIT gegenüber dem Vorjahr um EUR 10,5 Mio. auf EUR 5,8 Mio. verbessern.

Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus verschlechterte sich das Finanzergebnis deutlich von EUR -1,3 Mio. auf EUR -4,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr.

Das EBT beläuft sich demnach auf EUR 1,3 Mio. (Vj. EUR -6,0 Mio.).

Finanzlage

Kurzfassung der Kapitalflussrechnung

in TEUR 2023 2022
Konzernergebnis 1.044 -3.797
Ertragssteueraufwand 262 -2.251
Ertragssteuerzahlungen -1.154 -1.321
Zinsaufwendungen -und erträge 4.453 1.317
gezahlte und erhaltene Zinsen -4.265 -1.352
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 4.522 4.725
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 569 24
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -720 158
Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen und andere Aktiva 1.442 10.953
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie anderer Passiva 4.427 -25.880
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 10.580 -17.424
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.382 -1.590
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.941 4.195
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -126 -318
Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.131 -15.137
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 22.313 37.450
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 29.444 22.313

Wir haben im Konzernverbund eine geordnete Finanz- und Liquiditätslage. Das Liquiditätsmanagement erfolgt über eine Mischung aus dezentralem und zentralisiertem Ansatz, in dessen Rahmen insbesondere das Management der TLT-Turbo Gruppe eingebunden ist und die Liquiditätssteuerung innehat. Die in den Konzern eingebundenen Unternehmen waren im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Die Auszahlungen aus Investitionstätigkeiten liegen mit EUR -1,4 Mio. im Vergleich zu EUR -1,6 Mio. leicht unter Vorjahresniveau.

Der operative Cashflow hat sich mit EUR 10,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR -17,4 Mio.) deutlich verbessert. Neben einem deutlich gesteigerten Konzernergebnisses auf EUR 1,0 Mio. (Vj. EUR -3,8 Mio.) trug im Wesentlichen ein Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva in Höhe von EUR 4,4 Mio. (Vj. EUR -25,9 Mio.) zu dieser Entwicklung bei. Die kurzfristigen Vermögenswerte konnten weiter abgebaut werden, allerdings deutlich niedriger als im Vorjahr (EUR 1,4 Mio., Vj. EUR 11,0 Mio.).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt EUR -1,9 Mio. (Vj. EUR 4,2 Mio.) Dieser resultiert aus einer Neuaufnahme von Finanzschulden von EUR 0,5 Mio., Auszahlungen für den Tilgungsanteil der Leasingschulden von EUR -1,4 Mio. und Ausschüttungen an Minderheiten von EUR -1,1 Mio.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich in Summe um EUR 7,1 Mio. erhöht.

Vermögenslage

In TEUR 2023 2022
Langfristige Vermögenswerte 83.690 86.578
Kurzfristige Vermögenswerte 71.480 72.893
Finanzmittelbestand 29.444 22.313
Bilanzsumme 184.614 181.784
Eigenkapital (ohne Minderheitenanteile) 12.194 12.746
Minderheitenanteile 6.987 7.114
Langfristige Schulden 5.836 7.942
Kurzfristige Schulden 159.597 153.982
Bilanzsumme 184.614 181.784

Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich im Wesentlichen aufgrund einer Erhöhung des Finanzmittelbestandes (EUR 7,1 Mio.) um EUR 2,8 Mio. erhöht. Die langfristigen Vermögenswerte gingen in Summe EUR 2,9 Mio. zurück, während sich die kurzfristigen Vermögenswerte um EUR 1,4 Mio. reduziert haben. Die größten Veränderungen sind wie folgt:

Während sich die latenten Steueransprüche leicht um EUR 0,6 Mio. erhöht haben, gingen die sonstigen immateriellen Vermögenswerte (EUR -1,1 Mio.), Sachanlagen (EUR -1,2 Mio.) und Nutzungsrechte (EUR -1,2 Mio.) zurück.

Einem Anstieg der Vorräte (EUR 3,8 Mio.) steht ein Abbau der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von EUR 6,5 Mio. gegenüber.

Die kurzfristigen Schulden haben sich um EUR 5,6 Mio. erhöht, im Wesentlichen bedingt durch einen Anstieg der sonstigen Schulden (EUR 6,2 Mio.), sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 4,2 Mio.). Demgegenüber steht ein Rückgang der Rückstellungen (EUR -3,2 Mio.), sowie der Verbindlichkeiten aus "Percentage-of-Completion-Method" (EUR -2,6 Mio.).

Langfristige Schulden sind um EUR 2,1 Mio. zurückgegangen, hauptsächlich durch einen Rückgang der langfristigen Leasingverbindlichkeiten (EUR -1,2 Mio.), sowie der sonstigen Schulden (EUR -0,7 Mio.).

Die Minderheitenanteile habe sich um EUR 0,1 Mio. reduziert, bei einem Rückgang des Eigenkapital ohne Minderheitenanteile um EUR 0,7 Mio. auf EUR 12,2 Mio.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von 3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent).

Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern.

Während die deutsche Maschinenbau-Industrie im Jahr 2024 mit einem preisbereinigten Produktionsrückgang von rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr rechnet, ist auch für das Jahr 2025 nicht mit einer schnellen Besserung zu rechnen. Wegen der bislang schwachen Bestellungen sei auch im kommenden Jahr noch mit einem Produktionsrückgang von zwei Prozent zu rechnen. Gründe für die schwache Auslastung der Produktionsanlagen sieht der VDMA vor allem auf der Nachfrageseite. Die wichtigsten Märkte USA und China zeigten aus unterschiedlichen Gründen Schwächen. In Europa und Deutschland sei der künftige wirtschaftliche Kurs unklar. Hoffnungen verbindet die Industriebranche jedoch mit der zurückgehenden Inflation und anstehenden Zinssenkungen. Erste Zentralbanken haben bereits den Zinssenkungszyklus eingeläutet, andere werden folgen. Es besteht also die berechtigte Chance darauf, dass zum Jahresende und im Verlauf des Jahres 2025 positive geldpolitische Impulse für den Konjunkturverlauf gesetzt werden. Risiken ergeben sich aus einem möglichen Handelskrieg zwischen USA und China sowie eine Ausweitung der Konflikte in Nahost und der Ukraine.

Der internationale "Footprint" der TLT mit ihren Tochtergesellschaften in China, den USA, Indien und Südafrika schafft dabei die Grundlage, Chancen für Neugeschäft auf globaler Ebene mit weitestgehend lokalen Ressourcen zu verfolgen, um regionalen strukturellen und temporären Schwächephasen gegenzusteuern.

Auch wenn wir für den Konzern im Jahr 2024 wieder mit einem deutlichen Anstieg des Auftragseingangsvolumens rechnen, gehen wir aufgrund der starken Zurückhaltung der Kunden in 2023, insbesondere aus dem asiatischen Raum und Australien, von einem deutlichen Rückgang des Umsatzes in 2024 gegenüber 2023 aus. Für 2024 planen wir mit Auftragseingängen zwischen EUR 145 Mio. und EUR 155 Mio. und Umsatzerlösen zwischen EUR 120 Mio. und EUR 130 Mio. Die Umsetzung des Tarifabschlusses der IG Metall aus 2023, die Abwicklung einiger, immer noch dem Kostendruck unterliegender Bestandsprojekte, sowie das fehlende Auftragsvolumen wird zu einem deutlichen Rückgang des operativen EBIT und EBT im Jahr 2024 gegenüber 2023 führen. Sowohl EBIT als auch EBT sollten dabei jedoch im positiven Bereich liegen.

Für das Jahr 2025 erwarten wir ein ähnliches Auftragseingangsvolumen von um die EUR 155 Mio. mit einer leicht steigenden Tendenz. Aufgrund des steigenden Auftragseingangs, sowie der niedrigen Umsatzbasis aus 2024 sollte der Umsatz im Jahr 2025 wieder überproportional zulegen können. Wir gehen dabei für den Konzern von einer Range zwischen und EUR 140 Mio. und EUR 150 Mio. aus. Auch EBIT und EBT sollten durch den Volumeneffekt überproportional zulegen können.

Chancen und Risiken

Die PCC verfügt über ein adäquates und wirksames Risiko- und Managementsystem. Das Risikomanagement ist die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken. Hierbei werden bestehende Risiken, wie technische Risiken, Beschaffungsrisiken für Materialien, Risiken des Warenverkehrs, Risiken aus Forderungsausfällen, Währungs- sowie Personalrisiken erfasst, analysiert und bewertet. Über die Risikosituation wird die Geschäftsführung regelmäßig informiert.

Chancen sehen wir zum einen durch den Verbund mit der POWER CHINA sowie dem weiteren Ausbau der Aktivitäten in Richtung Systemgeschäft in den Applikationen Tunnel, Mining und Windkanäle der TLT-Turbo Gruppe. In diesen Anwendungen erwarten wir, stark von den bestehenden Aktivitäten unserer Konzernmutter profitieren zu können. Die Intensivierung der Internationalisierung eröffnet uns zusätzliche Chancen.

Weiterhin erwarten wir uns von unseren Tochtergesellschaften und Büros Impulse für unser Wachstum.

Beschaffungsrisiken, die sich insbesondere durch schwankende Rohstoffpreise ergeben, wird durch weltweite Einkaufsaktivitäten sowie durch Prüfung möglicher alternativer Produktionsverfahren und dem Einsatz von Ersatzrohstoffen begegnet.

Wir haben in 2022 durch den Ukraine-Krieg einen erheblichen Anstieg der Materialpreise verzeichnet. Durch einen möglichst breiten Beschaffungsmarkt, auch global, vergleichen wir regelmäßig Beschaffungspreise. Auch wenn im Jahresverlauf 2023, die Inflationsraten in den meisten Ländern zurückgingen, lagen sie zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Es besteht daher weiterhin das Risiko schwankender bzw. weiter steigender Materialpreise. Um das Risiko zu verringern, arbeiten wir, wenn möglich, mit Preisgleitklauseln. Weitere Maßnahmen sind verkürzte Angebotsbindefristen. Auftragsbezogen versuchen wir, die Bindefristen zeitenkongruent an unsere Unterlieferanten weiterzureichen. Nach erfolgreichem Auftragseingang lösen wir möglichst zeitnah Bestellungen bei Unterlieferanten aus, um abgesichert zu sein gegen steigende Preise gegenüber unserer Angebotskalkulation. Wir prüfen weiterhin regelmäßig eine mögliche Vorratslagerung zeitkritischer Komponenten.

Als produzierendes Unternehmen besteht eine hohe Abhängigkeit von Lieferanten und deren Herstellungs- und Qualitätsstandards. Dem Risiko der von Kunden erwarteten Produktqualität nicht zu entsprechen und den sich daraus ergebenden Garantie-, Gewährleistungs- und Kulanzrisiken sowie möglichen Verlusten von Marktanteilen wird durch ein engmaschiges Netz von Qualitätskontrollen, insbesondere für technisch kritische Lieferanteile, entgegengewirkt.

Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch ein aktives Forderungsmanagement Rechnung getragen. Hier ist die enge und zeitnahe Zusammenarbeit zwischen kaufmännischer Abwicklung, Buchhaltung und Geschäftsführung von großer Bedeutung. Die Überprüfung der jeweiligen Kunden vor Vertragsabschluss wird konsequent und regelmäßig durchgeführt.

Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung sind mit den operativen Geschäftsaktivitäten Währungsrisiken verbunden, denen durch entsprechende Sicherungsgeschäfte (regelmäßig Devisentermingeschäfte) entgegengewirkt wird. Durch interne Vorgaben werden der Handlungsrahmen und die Verantwortlichkeiten für solche Sicherungsgeschäfte verbindlich festgelegt. Gemäß diesen Regelungen dürfen Finanzderivate ausschließlich zur Sicherung entsprechender Grundgeschäfte eingesetzt werden, wobei der Zusammenhang zwischen dem Grundgeschäft und dem jeweiligen Sicherungsgeschäft transaktionsbezogen zu dokumentieren ist. Der Einsatz von Finanzderivaten zum Zwecke der Spekulation ist nicht zulässig.

Fremdwährungsrisiken ergeben sich weiterhin aus dem seit Mai 2024 laufenden festverzinslichen Intercompany Darlehen der PowerChina Equipment Group Ltd. über CNY 550 Mio.

Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, besteht im Wesentlichen aus einer möglichen Umfinanzierung des Intercompany Darlehens nach Ablauf der Laufzeit im November 2025. Zudem ergeben sich bei der TLT-Turbo GmbH weitere Zinsänderungsrisiken aus den beiden eingeräumten Kontokorrentkreditlinien bei der Deutschen Bank, sowie der HSBC. Weitere wesentliche Zinsrisiken bestehen nicht.

Es bestehen zum Stichtag (31. Dezember 2023) Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 84,1 Mio. Davon betrifft der größte Teil ein Darlehen der Bank of China, Frankfurt Branch, in Höhe von EUR 66,9 Mio. Dieses Darlehen wurde am 5. März 2024 vollständig getilgt und am 29. Februar 2024 durch ein EUR basiertes Darlehen der PowerChina Asset Management (Singapore) PTE. Ltd. i.H.v EUR 67 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 28. Mai 2024 abgelöst. Am 21. Mai 2024 wurde das Darlehen über EUR 67 Mio. an PowerChina Asset Management (Singapore) PTE. Ltd. zurückgezahlt und durch ein Intercompany Darlehen der PowerChina Equipment Group Ltd. über CNY 550 Mio. ersetzt. Dieses hat eine Laufzeit von 1,5 Jahren.

Wesentliche Chancen ergeben sich aus einer möglichen Umwandlung des Intercompany Darlehen der PowerChina Equipment Group in Eigenkapital der PCC GmbH am Ende der Laufzeit.

Weiterhin finanziert der PCC-Konzern einen Teil des erforderlichen Working Capitals durch einen am 19. Dezember 2022 abgeschlossenen Kontokorrentkredit bei der Deutschen Bank mit einer Kreditlinie von EUR 9 Mio. Dieser Kontokorrentkredit ist unbefristet ("bis auf weiteres") gewährt. Dieser Vertrag stellt auch eine ausreichende Aval-Linie zur Verfügung. Wie in Vorjahren war hierfür die Unterstützung der PowerChina Gruppe durch die entsprechenden Haftungsgarantien erforderlich.

Ein weiteres Instrument zur Finanzierung des Working Capitals ist eine Kreditlinie bei der HSBC in Höhe von EUR 45 Mio., wobei EUR 18 Mio. als Kontokorrentkredit und EUR 27 Mio. EUR als Aval-Linie zur Verfügung stehen. Auch diese Linie ist unbefristet ("bis auf weiteres") gewährt und durch eine Patronatserklärung der PowerChina Gruppe besichert.

Diese eingeräumten Kreditlinien versetzen uns in die Lage, das angestrebte Umsatzwachstum mit verschiedenen Maßnahmen zu unterstützen und die zukünftige Profitabilität zu verbessern. Diese Maßnahmen beinhalten beispielsweise folgendes:

Aufbau und Qualifizierung neuer Lieferanten

Möglichkeit, das aus Neugeschäft resultierende Working Capital mit flexiblen Zahlungsbedingungen unterstützen zu können

Entwicklung neuer Fertigungsmethoden

Identifikation und Aufbau neuer Produktsegmente.

Weitere Informationen zum Finanzrisikomanagement enthält der Konzernanhang unter dem Punkt 29 "Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements".

Durch die internationale Ausrichtung des PCC-Konzerns sind die einzelnen Gesellschaften auch unterschiedlichsten Risiken im Zusammenhang mit lokalem Wettbewerbsrecht, Personalrecht, Umweltrecht, Steuerrecht, usw. sowie den entsprechenden Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Ergeben sich entsprechende Anzeichen in einzelnen Märkten, setzt das lokale Management in Abstimmung mit dem Konzernmanagement entsprechende Anwaltskanzleien zur Vermeidung weitreichender Risiken für die Gruppe ein. Zum Zeitpunkt dieses Berichtes bestehen keine wesentlichen, nicht bilanzierten, Rechtsstreitigkeiten.

IT-Risiken, wie insbesondere die Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen und IT-Anwendungen, Cyberkriminalität und Compliance-Verletzungen, werden aktiv gemanagt, unterstützt durch eine konzernweit gültige Richtlinie und eine zentrale IT-Organisationsstruktur mit dem Fokus auf standardisierte IT-Services. Die IT-Prozesse werden konsequent weiterentwickelt und an bestehende Herausforderungen, auch im Sicherheitsbereich, angepasst.

Die weltweite Vernetzung wird mit aktueller Firewall-Technologie durchgeführt.

Chancen durch Digitalisierung sehen wir in der Neugestaltung von Prozessen und neuen Arbeitsweisen, um die Effizienz zu steigern.

Die Digitalisierung bietet auch Chancen bei der erfolgreichen Durchführung von Kundenprojekten, z.B. digital durchgeführte Neubaumontagen und Inbetriebnahmen sowie Kundenaudits per Remote Support. Dies zeigt, dass in Zukunft schneller, mit weniger Aufwand für Reisen etc. und auch krisensicher notwendige Dienstleistungen erbracht werden können. Auf Basis neuer Technologien (Industrial internet of things) sehen wir Potentiale, um neue Produkte zu entwickeln und neue Märkte zu erschließen.

Der PCC-Konzern ist auf hoch qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Ihre Leistung ist für das weitere Wachstum und den Erfolg sehr wichtig. Wir konkurrieren dabei mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte bei gleichzeitigem Rückgang qualifizierter Bewerber. Um das Risiko zu mindern, also geeignete Mitarbeiter zu identifizieren, sie einzustellen und sie an uns zu binden, setzen wir verschiedene Maßnahmen ein, mit denen wir unsere Attraktivität als potenzieller Arbeitgeber erhöhen.

Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Mutterunternehmens oder des Konzerns gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

 

Frankfurt am Main, XX. Dezember 2024

Feng Lin, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PCC GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der PCC GmbH, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PCC GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 28. März 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Patrick Huhn, Wirtschaftsprüfer

Jan Rossel, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.