TLT-Turbo GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Turbinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Feng Lin seit 24.4.2023 | Geschäftsführer |
Xiongfei Zhao seit 3.11.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
PowerChina Equipment Group Co., Ltd. | 70.00% |
PowerChina Turbo Technologies Co., Ltd. | 30.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PCC GmbHFrankfurt am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzern- BilanzAktiva
Konzern-BilanzPassiva
Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
KonzernanhangInhaltsverzeichnis 1. INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN 2. RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE 3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE 4. UMSATZERLÖSE 5. HERSTELLUNGSKOSTEN DES UMSATZES 6. VERTRIEBSKOSTEN 7. VERWALTUNGSKOSTEN 8. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN 9. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE 10. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN 11. ERTRAGSTEUERN 12. NETTOGEWINNE UND -VERLUSTE AUS FINANZINSTRUMENTEN 13. PERSONALAUFWAND 14. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE 15. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND KÜNFTIGE FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN 16. VORRÄTE 17. ERTRAGSTEUERANSPRÜCHE/SONSTIGE VERMÖGENSWERE 18. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT UND SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 19. SACHANLAGEN 20. NUTZUNGSRECHTE 21. LATENTE STEUERN 22. SCHULDEN 23. LEASINGVERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG UND KURZFRISTIG) 24. SONSTIGE SCHULDEN (LANGFRISTIG UND KURZFRISTIG) 25. RÜCKSTELLUNGEN 26. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN 27. EIGENKAPITAL 28. MINDERHEITENANTEILE 29. ZIELSETZUNG UND METHODEN DES FINANZRISIKOMANAGEMENTS 30. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN 31. ERFOLGSUNSICHERHEITEN UND ANDERE VERPFLICHTUNGEN 32. ERGÄNZENDE ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG 33. TRANSAKTIONEN MIT NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN ("RELATED PARTY TRANSACTIONS") 34. MITARBEITER UND GESCHÄFTSFÜHRUNG 35. ABSCHLUSSPRÜFER 36. ENTWICKLUNGEN INNERHALB DES IASB-REGELWERKS 37. EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG 38. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES 1. Informationen zum Unternehmen Die PCC GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main/Deutschland (im Folgenden kurz: "PCC"). Eingetragener Sitz der Gesellschaft ist die Gleiwitzstraße 7, 66482 Zweibrücken. Die PCC GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der HRB 98151 gelistet. Sie ist eine deutsche Tochtergesellschaft der Power Construction Corporation of China, Bejing/China (im Folgenden kurz: "PCCC"), und des Minderheitsgesellschafters PowerChina Turbo Technologies Co., Ltd. (PCTT) Chengdu/China. Sie steuert die Zukäufe der PCCC in Europa, fungiert als Holding und steuert die Geschäftstätigkeiten der TLT-Turbo Gruppe außerhalb der Volksrepublik China. Die Geschäftstätigkeiten der einzelnen in den Konzernabschluss (PCC-Konzern) einbezogenen Gesellschaften beschränken sich aktuell auf die Entwicklung, Herstellung, Vertrieb, Projektmanagement, Montage, Service und Distribution von rotierenden Produkten & Technologien und Ventilationssystemen sowie das Halten von Beteiligungen. 2. Rechnungslegungsgrundsätze Der Konzernabschluss ist unter der Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Konzernabschluss der PCC und ihrer Tochterunternehmen stehen in Übereinstimmung mit den IFRS, die in der EU anzuwenden sind. Der konsolidierte Abschluss entspricht den Anforderungen des § 315e HGB. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (TEUR) gerundet. Der Konzernabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Das Geschäftsjahr aller, mit Ausnahme der TLT-Turbo India (Pvt) Ltd., Ahmedabad (kurz: TLT-Turbo India), einbezogenen Gesellschaften endet jeweils zum 31. Dezember. Das Geschäftsjahr der TLT-Turbo India endet zum 31. März eines Jahres. Für Konsolidierungszwecke wird ein Zwischenabschluss erstellt. Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises richtet sich nach dem IFRS 10 "Konzernabschlüsse". Nach IFRS 10 besteht ein Konzern aus einem Mutterunternehmen und seinen Tochterunternehmen, die von dem Mutterunternehmen beherrscht werden. Der Begriff der Beherrschung ("control") richtet sich nach den folgenden drei Kriterien:
In den Konzernabschluss der PCC werden keine Gesellschaften einbezogen, die unter die Anwendung des IFRS 11 fallen würden. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der im Geschäftsjahr erstmalig verpflichtend anzuwendenden IFRS-Regelungen im Wesentlichen den im Vorjahr angewandten Vorschriften. Schätzungen und Annahme Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert zu einem gewissen Grad Schätzungen und Annahmen der Geschäftsführung, welche sich auf die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode auswirken. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wesentliche Schätzungen und Annahmen betreffen folgende Sachverhalte: Die Umsatzrealisation bei Fertigungsaufträgen erfordert insbesondere Schätzungen hinsichtlich der Gesamtauftragskosten, der bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten und der Gesamtauftragserlöse. Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen erfordert die Einschätzung der kundenspezifischen Kreditwürdigkeit im jeweiligen wirtschaftlichen Umfeld. Der erwartete Kreditverlust auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt TEUR 6.068 und liegt TEUR 448 unter dem Vorjahr (Vorjahr TEUR 6.516). Aktive latente Steuern werden angesetzt, wenn zukünftig wahrscheinlich ausreichend steuerliche Gewinne zur Nutzung des Steuerminderungspotentials zur Verfügung stehen. Dabei ist die Ergebniswirkung aus der Umkehr zu versteuernden temporären Differenzen, die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie mögliche Steuergestaltungsmaßnahmen zur Erzeugung von verrechenbaren steuerlichen Einkommen in die Beurteilung miteinzubeziehen. Da die zukünftige Geschäftsentwicklung unsicher ist, sind Schätzungen im Hinblick auf das zukünftige steuerliche Ergebnis und den Zeitpunkt der möglichen Realisierung von aktiven latenten Steuern erforderlich. Im Rahmen des Ansatzes von Rückstellungen bestehen Schätzungsunsicherheiten über die sich zukünftig tatsächlich einstellende Belastung des Konzerns. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte im Zuge des Impairment Tests bestehen Schätzungsunsicherheiten im Hinblick auf die zugrunde gelegten Cashflow-Prognosen. Immaterielle Vermögenswerte Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu den Anschaffungskosten aktiviert, die notwendig waren, um diese in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden im Jahr ihres Entstehens nur dann aktiviert, sofern diese die Voraussetzungen des IAS 38 erfüllen. Die Zugangsbewertung erfolgt zu Herstellungskosten inklusive der zurechenbaren Gemeinkosten. Begrenzt nutzbare Werte werden entsprechend dem Nutzungsverlauf um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Vermögenswerte werden erst ab dem Zeitpunkt abgeschrieben, zu dem diese im Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Die Nutzungsdauer liegt überwiegend bei drei bis fünf Jahren. Die Abschreibungen sind im Wesentlichen in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Immaterielle Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation werden mit einer Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben. Forschungskosten fallen bei der eigenständigen und planmäßigen Suche nach neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen an. Sie werden unmittelbar als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten entstehen bei der planmäßigen Anwendung von Forschungsergebnissen oder anderem Wissen, um neue oder wesentlich verbesserte Produkte, Dienstleistungen, Verfahren oder Systeme zu realisieren. Damit eine Aktivierung von Entwicklungskosten als immaterieller Vermögenswert erfolgt, müssen folgende Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein: (1) das geplante Entwicklungsergebnis ist technisch realisierbar, (2) die Absicht zur Fertigstellung und zur Nutzung oder zum Verkauf besteht, (3) das Unternehmen ist fähig, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, (4) das Unternehmen kann die Art des voraussichtlichen künftigen Nutzenzuflusses aus der Verwertung des immateriellen Vermögenswerts nachweisen, (5) die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen zur Fertigstellung sind gegeben und (6) das Unternehmen ist in der Lage, die während der Entwicklungsphase anfallenden Herstellungskosten des immateriellen Vermögenswerts verlässlich zu bestimmen. Die Voraussetzungen zur Aktivierung von Entwicklungskosten waren im PCC-Konzern erstmalig im Jahr 2017 im Zusammenhang mit der Entwicklung von Ventilatoren zur mechanischen Brüdenverdichtung (MVR-Turbo Fan) gegeben. Eine nachträgliche Aktivierung ursprünglich als Aufwand erfasster Ausgaben ist nicht zulässig. Im Jahr 2023 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr TEUR 433) aktiviert, wobei TEUR 89 bereits im Vorjahr als Anlagen im Bau gezeigt wurden. Weiterhin wurden Entwicklungskosten in Höhe von 105 TEUR (Vorjahr TEUR 0) ausgebucht, für die sich die Erwartungshaltung an die Produkte nachträglich nicht erfüllt haben. Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer, wie beispielsweise Geschäfts- oder Firmenwerte, werden nur bei nachgewiesenem Wertverlust abgeschrieben. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit werden die fortgeführten Anschaffungskosten dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag ist definiert als der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungswert (Substanzwert) und Nutzungswert (Ertragswert) des gleichen Vermögenswertes. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem Erlös nach Abzug aller noch anfallenden Verkaufskosten, der mit einem unabhängigen Geschäftspartner erzielbar wäre. Der Nutzungswert wird als "Value in Use" nach der Discounted-Cash-Flow-Methode durch Abzinsung der dem Vermögenswert zurechenbaren Zahlungsströme (netto) unter Anwendung eines angemessenen langfristigen Zinssatzes vor Ertragsteuern berechnet. Steigerungsraten in Umsatz und Ergebnis sind in den zugrundeliegenden Berechnungen berücksichtigt. Die hierbei angesetzten Zahlungsströme werden in der Regel aus den aktuellen Mittelfristplanungen abgeleitet, wobei die Zahlungen in den Jahren außerhalb des Planungshorizontes aus der Situation des letzten geplanten Jahres abgeleitet werden. Die Planungsprämissen basieren auf den gegenwärtigen Erkenntnissen. Dabei werden angemessene Annahmen zu makroökonomischen Trends und historische Entwicklungen berücksichtigt. Festgestellte Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Entfällt der Grund für eine in Vorjahren durchgeführte Wertminderung, erfolgt eine Zuschreibung. Bei den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten besteht ein Zuschreibungsverbot. Für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt dieser jährliche Werthaltigkeitstest auf Ebene der als zahlungsmittelgenerierenden Einheit definierten TLT-Turbo Gruppe. Sachanlagen Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen bilanziert. Die Anschaffungskosten umfassen sämtliche Nettokosten, die notwendig sind, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Der Ansatz zu Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Wartungs- und Reparaturaufwendungen für Sachanlagen werden erfolgswirksam erfasst. Besteht ein Vermögenswert aus mehreren Komponenten, deren Nutzungsdauern sich wesentlich voneinander unterscheiden, werden die einzelnen Elemente entsprechend ihres individuellen Leistungspotenzials planmäßig abgeschrieben. Die Sachanlagen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Es liegen folgende Nutzungsdauern konzerneinheitlich zugrunde:
Die geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden regelmäßig überprüft. Sachanlagen werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der Nutzungswert beziehungsweise der Nettoveräußerungswert des betreffenden Vermögenswerts unter die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten gesunken ist. Entfallen die Gründe für eine in Vorjahren durchgeführte Wertminderung, erfolgt eine Zuschreibung. In der Herstellung befindliche Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Finanzierungskosten, die direkt während der Erstellung eines sogenannten qualifizierten Vermögenswertes entstehen, werden aktiviert. Anlagen im Bau werden erst ab dem Zeitpunkt abgeschrieben, zu dem die betreffenden Vermögenswerte fertiggestellt sind und im Geschäftsprozess eingesetzt werden. Leasing Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der das Recht auf die Nutzung eines Vermögenswertes (des Leasingobjektes) für einen vereinbarten Zeitraum gegen Zahlung eines Entgeltes begründet. Mietet der Konzern Leasingobjekte für eine Gesamtnutzungsdauer von weniger als zwölf Monaten oder von geringem Wert, werden die Leasingzahlungen grundsätzlich über die Laufzeit des Vertragsverhältnisses als Aufwand erfasst. Bei allen anderen Leasingverhältnissen, bei denen der Konzern als Mieter agiert, wird der Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen als Verbindlichkeit angesetzt. Die Leasingzahlungen werden nach der Effektivzinsmethode in Tilgungs- und Zinsanteile aufgeteilt. Korrespondierend wird zu Beginn des Leasingverhältnisses das Nutzungsrecht am gemieteten Vermögenswert aktiviert, das grundsätzlich dem Barwert der Verbindlichkeit entspricht. Das Nutzungsrecht wird über die Laufzeit des Vertragsverhältnisses oder - falls kürzer - über die Nutzungsdauer des geleasten Vermögenswertes linear abgeschrieben. Die Regelungen zur Ermittlung und Erfassung von Wertminderungen von Vermögenswerten gelten auch für aktivierte Nutzungsrechte. Ändern sich die erwarteten Leasingzahlungen, zum Beispiel aufgrund neuer Einschätzungen bezüglich vertraglicher Optionen, wird die Verbindlichkeit neu bewertet. Die Anpassung an den neuen Buchwert erfolgt grundsätzlich erfolgsneutral durch eine korrespondierende Anpassung des aktivierten Buchwertes des Nutzungsrechts. Die Berechnung des Barwertes der Leasingzahlungen erfolgt zum Grenzfremdkapitalzinssatz, der aus den Referenzzinssätzen der Geldmarktrenditen in der Transaktionswährung abgeleitet wird. Diese Referenzzinssätze werden um eine laufzeitabhängige, die Unternehmensbonität widerspiegelnde Risikoprämie ergänzt, die auf der Renditedifferenz zu erstklassigen Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren basiert. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind. Finanzinstrumente Finanzinstrumente entstehen aus Verträgen, die zu einem finanziellen Vermögenswert oder einer finanziellen Verbindlichkeit beziehungsweise einem Eigenkapitalinstrument führen. Sie werden bilanziell angesetzt, sobald der PCC-Konzern einen entsprechenden Vertrag abschließt. Jedes Finanzinstrument wird nach IFRS 9 in eine der Kategorien "Fortgeführte Anschaffungskosten", Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" oder "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" eingeordnet und in Abhängigkeit der gewählten Kategorie entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Ein Finanzinstrument wird ausgebucht, wenn der Zahlungsausgleichsanspruch ausgelaufen ist. Vorräte Vorräte werden im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert bewertet. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen sowohl Einzelkosten als auch durch die Fertigung veranlasste Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen sowie sonstige fertigungsbezogene Kosten. Wesentliche Fremdkapitalkosten fallen nicht an. Notwendige Wertminderungsaufwendungen werden berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind. Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen entsprechen dem Saldo aus angefallenen Kosten zuzüglich Ergebnisse noch nicht abgerechneter Projekte und gestellter Anzahlungsrechnungen. Zahlungsmittel und kurzfristige Anlagen Als Zahlungsmittel und kurzfristige Anlagen (Zahlungsmitteläquivalente) werden Kassenbestände, Sichteinlagen und Festgelder mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten zusammengefasst. Zahlungsmittel werden zu ihrem Nominalbetrag bilanziert. Bei Zahlungsmitteläquivalenten werden zeitanteilige Zinserträge erfolgswirksam berücksichtigt Pensionsverpflichtungen Für Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen (Defined-Benefit-Pläne) werden Rückstellungen in Höhe der versicherungsmathematischen Barwerte (Defined-Benefit-Obligation: DBO) der bereits erdienten Anwartschaften gebildet. Hierbei werden auch die künftig zu erwartenden Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Sind Pensionsverpflichtungen ganz oder teilweise durch Fondsvermögen gedeckt, so wird der Marktwert dieses Vermögens mit der DBO verrechnet, wenn diese Vermögenswerte als Treuhandvermögen klassifiziert und von Dritten verwaltet werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, wie zum Beispiel aus der Veränderung des Abzinsungsfaktors oder der unterstellten Sterberate, werden in den sonstigen Rücklagen des Eigenkapitals erfasst. Von den jährlichen Pensionskosten werden der Dienstzeitaufwand (Service Cost) im Personalaufwand und der Zinsanteil (Interest Cost) im Zinsergebnis ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die aus einem vergangenen Ereignis entstanden sind, wobei ein Mittelabfluss zur Begleichung der bestehenden Verpflichtung wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar sein muss. Der Ansatz erfolgt zum zukünftigen Erfüllungsbetrag auf Basis einer bestmöglichen Schätzung. Soweit erforderlich, wird eine Abzinsung vorgenommen. Verbindlichkeiten Finanzverbindlichkeiten und sonstige langfristige Verbindlichkeiten werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind eventuelle Verpflichtungen, vorwiegend aus Bürgschaften, die in der Vergangenheit begründet wurden, aber deren tatsächliche Existenz vom Eintreten eines künftigen Ereignisses abhängig und bei denen die Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag nicht wahrscheinlich ist. Sie werden außerhalb der Konzern-Bilanz vermerkt. Ertragsrealisierung Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird, und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Gem. IFRS sind Umsätze zu realisieren, wenn die Leistungsverpflichtung erfüllt ist, indem ein Gut / eine Leistung ("Asset") an den Kunden übergeben wird. Eine Übergabe liegt vor, wenn der Kunde die Kontrolle über das "Asset" erlangt. Erträge aus langfristigen Fertigungs- und Serviceaufträgen werden nach der "Percentage-of-Completion" Methode entsprechend dem effektiven Leistungsfortschritt erfasst, wenn die IFRS-Kriterien der Umsatzrealisierung über einen Zeitraum erfüllt sind. Der Fertigstellungsgrad unfertiger und am Bilanzstichtag noch nicht abgerechneter Aufträge wird nach dem Verhältnis der angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten ("Cost-to-Cost" Methode) ermittelt. Erträge aus Produktverkäufen werden bei Übergang der maßgeblichen Chancen und Risiken an den Kunden (zeitpunktbezogen) realisiert. Ist die Installation beim Kunden eine wesentliche Voraussetzung für die Inbetriebnahme, werden Erträge erst bei erfolgter Installation realisiert. In Übereinstimmung mit IFRS 15.63 wird auf die Abgrenzung einer Finanzierungskomponente verzichtet, wenn die Zeitspanne zwischen Leistungserbringung und Zahlung voraussichtlich weniger als ein Jahr beträgt. Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind. Steueraufwand Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus laufendem Steueraufwand und aus latenten Steuern dar. Sowohl die laufenden als auch die latenten Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden. In diesen Fällen wird die latente Steuer ebenfalls direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in früheren/späteren Jahren oder niemals steuerbar beziehungsweise steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeiten des PCC-Konzerns für die laufenden Steuern werden auf Grundlage der anzuwendenden Steuersätze bilanziert. Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und der Steuerbilanz und zusätzlich für Steuerminderungsansprüche gebildet, die sich aus der erwarteten zukünftigen Nutzung bestehender Verlustvorträge ergeben. Latente Steuern werden auf Basis, der zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze ermittelt. Diese entsprechen den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. 3. Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungskreis Im Geschäftsjahr wurden die folgenden Gesellschaften in den Konsolidierungskreis einbezogen:
Änderungen im Konsolidierungskreis Im Geschäftsjahr wurde die südafrikanische Tochtergesellschaft TLT ACTOM (Pty) Ltd. geschlossen. Der aus der Schließung resultierende Entkonsolidierungsverlust in Höhe von TEUR 33 wird unter dem Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Konsolidierungsmethoden Die Jahresabschlüsse bzw. ein Zwischenabschluss der voll konsolidierten Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen im Einklang mit den IFRS zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse, soweit erforderlich, angepasst. Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich anhand der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst und als Verwaltungskosten ausgewiesen. Bei stufenweisen Unternehmenserwerben wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am neu bewerteten Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden, Eventualforderungen und -schulden der Tochterunternehmen werden dabei unabhängig von der Höhe des Minderheitenanteils mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte werden gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder aus einem vertraglichen oder anderen Recht resultieren. Bei der Erstkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge (Geschäfts- oder Firmenwerte) werden aktiviert und entsprechend IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" sowie IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" einem Werthaltigkeitstest (Impairment Test) unterzogen. Negative Unterschiedsbeträge werden unmittelbar nach dem Erwerb ertragswirksam aufgelöst. Bei Entkonsolidierungen werden die Restbuchwerte der aktiven Unterschiedsbeträge bei der Berechnung des Abgangsergebnisses anteilig berücksichtigt. Für die Bewertung nach der Equity-Methode gelten die gleichen Grundsätze, wobei ein bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz ausgewiesen wird. Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Vermögenswerte aus Konzernleistungen sind um Zwischenergebnisse bereinigt. Latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen, die zu temporären Ansatzdifferenzen führen, werden abgegrenzt. Währungsumrechnung Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften wurden in ihrer funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" erstellt. Bei allen Tochtergesellschaften entspricht deren funktionale Währung der Landeswährung. Bei der Umrechnung des Jahresabschlusses von ausländischer Währung in die Konzernwährung (Euro) werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Stichtagskurs und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Für Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wird der durchschnittliche Fremdwährungskurs des Jahres zugrunde gelegt. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden in einem separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals kumuliert ausgewiesen (Sonstige Rücklagen). Anteilsbesitzliste:
1) Mit der TLT-Turbo GmbH besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag.
Sonstige Angaben Der PCC-Konzern nimmt für den Jahresabschluss der TLT-Turbo GmbH die Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB für die Aufstellung des Anhangs und Lageberichts sowie Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 4. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich aus den folgenden Beträgen zusammen:
5. Herstellungskosten des Umsatzes Die Herstellungskosten des Umsatzes setzen sich wie folgt zusammen:
6. Vertriebskosten Bei den Vertriebskosten in Höhe von TEUR 12.117 (Vorjahr TEUR 12.002) handelt es sich im Wesentlichen um Personal- und administrative Aufwendungen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Vertriebsaktivitäten. 7. Verwaltungskosten Die Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 12.480 (Vorjahr TEUR 13.371) beinhalten Personalaufwendungen für die Zentralfunktionen, EDV-Kosten, Mietaufwendungen, Abschreibungen und sonstige fremde Dienstleistungen. 8. Forschungs- und Entwicklungskosten Unter den Forschungs- und Entwicklungskosten werden insbesondere Aufwendungen für Personal- und Materialkosten im Zusammenhang mit der Forschung und Entwicklung ausgewiesen. Der Anstieg beruht auf erhöhten Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Geschäftsjahr. 9. Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 911 (Vorjahr TEUR 2.103) handelt es sich im Wesentlichen um Schadenersatzansprüche, Lieferantengutschriften, Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus abgeschriebenen Forderungen. 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr TEUR 587) beinhalten insbesondere Verluste aus Forderungsausfällen und Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 11. Ertragsteuern
Der sich bei der Anwendung des Steuersatzes der PCC ergebende Steueraufwand lässt sich zum Ertragsteueraufwand wie folgt überleiten.
Der Steuersatz der deutschen Gesellschaften der PCC Gruppe setzt sich zusammen aus Körperschaftssteuer in Höhe von 15,0 % (2022: 15,0 %) zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag hierauf sowie Gewerbesteuer in Höhe von 14,7 % (2022: 14,7 %). Für die übrigen Länder variieren die Sätze von 15 bis 28 %. Aus dem Durchschnitt ergibt sich ein gerundeter theoretischer Steuersatz in Höhe von 27,5 %. Die Steuerquote beträgt 20,06 % (Vorjahr 37,21 %). Die Überleitung der latenten Steueransprüche und der latenten Steuerverbindlichkeiten zu den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:
Die erfolgsneutrale Verrechnung resultiert im Wesentlichen aus den latenten Steuern aus dem Hedge Accounting für die Absicherung von Zahlungsflüssen in Fremdwährungen sowie aus der Umbewertung eines Darlehens der TLT-Turbo Inc. 12. Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten Das Nettoergebnis aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und Schulden stellt sich wie folgt dar:
Das Nettoergebnis aus den Krediten und Forderungen berücksichtigt neben Abgangserfolgen und Wertminderungen auch Fremdwährungseffekte. Die Nettogewinne und -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden beinhalten die Ergebnisse aus den Marktwertänderungen der nicht in Sicherungsbeziehungen eingebundenen Devisentermingeschäfte. 13. Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich aus folgenden Beträgen zusammen:
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz 14. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
15. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen
Der erwartete Kreditverlust auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:
Die Aufwendungen aus der Zuführung bzw. die Erträge aus der Auflösung sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" bzw. "Sonstige betriebliche Erträge" enthalten. Die Erträge aus der Auflösung beruhen im Wesentlichen aus einer reduzierten Vorsorge des Kreditrisikos von Forderungen im asiatischen Raum bei der TLT-Turbo Sichuan. Zum 31. Dezember stellt sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:
Bei den Vertragsforderungen aus Fertigungsaufträgen finden wertmindernde Faktoren fortlaufend im Rahmen der mitlaufenden Projektkalkulationen Berücksichtigung. Es deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen daraufhin, dass die Schuldner der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Fertigungsaufträge Die zum Bilanzstichtag nach der "Percentage-of-Completion" Methode bewerteten, aber noch nicht abgeschlossenen Fertigungsaufträge sind wie folgt ausgewiesen:
Aufgrund eines Verknüpfungsfehlers wurde im Geschäftsjahr 2022 eine falsche Zahl ausgewiesen. Dies wurde in obiger Tabelle korrigiert. 16. Vorräte
17. Ertragsteueransprüche/Sonstige Vermögenswerte
Zum Abschlussstichtag liegen keine Anzeichen dafür vor, dass die sonstigen Vermögenswerte im Wert gemindert sind. 18. Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte
Bei den Anlagen im Bau handelt es sich weitestgehend um aktivierte Kosten für die Implementierung der ERP-Software IFS, sowie aktivierte F&E Leistungen. Die planmäßigen Abschreibungen der sonstigen immateriellen Vermögenswerte einschließlich Software belaufen sich in 2023 auf TEUR 1.504 (Vorjahr: TEUR 1.478) und befinden sich in den GuV-Posten "Herstellungskosten des Umsatzes", "Vertriebskosten" und "Verwaltungs-kosten". Impairment Test der Geschäfts- oder Firmenwerte Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit TLT-Turbo Gruppe zugeordnet. Der erzielbare Betrag der genannten zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, denen vom Board genehmigte Planungsrechnungen über einen Zeitraum von drei Jahren zugrunde liegen. Weitere 2 Jahre werden vom Management der TLT-Turbo Gruppe nach bestem Wissen und Gewissen abgeschätzt. Für den Zeitraum danach wurden gleichbleibende Cashflows angesetzt. Der für die Diskontierung verwendete Zinssatz vor Steuern beträgt 13,28 % (2022: 12,25 %) für die ersten fünf Jahre, danach beträgt er 11,97 % (2022: 10,96 %). Es wurden ein Basiszinssatz von 2,75 % und eine allgemeine Marktrisikoprämie von 7,50 % herangezogen. Der Bestimmung der folgenden Annahmen unterliegen Unsicherheiten hinsichtlich der Schätzungen künftiger Entwicklungen:
Der Umsatz wird geplant anhand des Auftragsbestands, der laufenden und angekündigten Ausschreibungen, abgegebenen Angeboten und Zielprojektlisten sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit. Das potenziell abführbare Ergebnis ergibt sich aus den geplanten Umsätzen abzüglich geplanter Kosten und Steuern. Bei dieser Ermittlung werden Erfahrungswerte der Vergangenheit hinzugezogen. Der Abzinsungssatz spiegelt die Schätzung der Unternehmensleitung hinsichtlich der Risiken der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wider. Es wurde ein einheitlicher Zinssatz nach Steuern von 9,63 % (2022: 8,88 %) verwendet. Nach dem Zeitraum von fünf Jahren anfallende Cashflows werden unter Verwendung eines Wachstumsabschlags von 1,0 %, unverändert zum Vorjahr, ermittelt. In 2023 sind keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vorzunehmen. Zusätzlich zu der Werthaltigkeitsüberprüfung wurde für die als zahlungsmittelgenerierende Einheit definierte TLT-Turbo Gruppe eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Bei diesen Simulationsrechnungen wurden Änderungen in den Grundannahmen unterstellt. Bei einer Verminderung des Cashflows um jeweils EUR -0,5 Mio. p.a. bzw. bei Erhöhung der verwendeten Kapitalisierungszinssätze um +0,5 % würde sich ein Abschreibungsbedarf von EUR 5,8 Mio. bzw. EUR 0,0 Mio. ergeben. 19. Sachanlagen
Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die planmäßigen Abschreibungen belaufen sich in 2023 auf TEUR 1.611 (Vorjahr: TEUR 1.764) und sind in den GuV-Posten "Herstellungskosten des Umsatzes", "Vertriebskosten" und "Verwaltungskosten" ausgewiesen. 20. Nutzungsrechte
Den planmäßigen, linearen Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.405 (Vorjahr TEUR 1.483) liegen zum 31. Dezember 2023 Nutzungsdauern der Vermögenswerte zwischen 1 und 20 Jahren zugrunde. Den zu Beginn eines Leasingverhältnisses aktivierten Nutzungsrechten stehen korrespondierende kurz- und langfristige Leasingverbindlichkeiten gegenüber, die durch die laufenden Mietzahlungen getilgt werden. Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten werden abgezinst. Der Konzern nutzt die beiden Wahlrechte, Leasingverträge mit einer Gesamtlaufzeit von maximal zwölf Monaten und Verträge über einen Vermögenswert von geringem Wert nicht zu aktivieren. Im Geschäftsjahr beträgt der Aufwand für nicht aktivierungspflichtige Leasingvereinbarungen und nicht aktivierungspflichtige Anteile der Leasingzahlungen TEUR 80 (Vorjahr TEUR 80). Dieser beinhaltet im Wesentlichen Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von unter einem Jahr bzw. Leasingobjekte von geringem Wert sowie Nebenkosten des Leasingverhältnisses. 21. Latente Steuern Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich wie folgt:
Es bestehen steuerliche Verlustvorträge in Deutschland in Höhe von EUR 13,4 Mio. (Vorjahr EUR 13,6 Mio.), wofür latente Steuern in Höhe von EUR 4,1 Mio. (Vorjahr EUR 4,0 Mio.) aktiviert wurden. Darüber hinaus bestehen steuerliche Verlustvorträge in den USA in Höhe von EUR 2,4 Mio. (Vorjahr EUR 2,7 Mio.), wofür latente Steuern in Höhe von EUR 0,5 Mio. (Vorjahr EUR 0,0 Mio.) aktiviert wurden. Zum 31. Dezember 2023 wurden keine passiven latenten Steuern auf nicht ausgeschüttetes Kapital von Tochtergesellschaften erfasst, weil entweder in absehbarer Zeit keine entsprechenden Ausschüttungen geplant sind oder aber auf entsprechende Ausschüttungen keine wesentlichen Steuerbelastungen anfallen würden. 22. Schulden
Bei den Bankverbindlichkeiten handelt es sich um EUR 17,1 Mio. Kontokorrentverbindlichkeiten und EUR 67,0 Mio. Bankdarlehen inkl. noch nicht gezahlter Zinsen. Das Darlehen wurde im Februar 2024 zurückbezahlt und gegen ein Intercompany Darlehen der PowerChina Group ersetzt. Bei den Bankverbindlichkeiten im Vorjahr von EUR 83,6 Mio. handelte es sich ebenfalls um Kontokorrentverbindlichkeiten und ein Bankdarlehen über EUR 67 Mio. Es bestehen folgende Kredit- und Avallinien:
Die Kredit- und Avallinien reichen aus, um das weitere Wachstum zu finanzieren. Zum 31. Dezember 2023 betrug die Inanspruchnahme der Barlinien TEUR 83.957 (Vorjahr: TEUR 83.880) und die der Avallinien TEUR 46.193 (Vorjahr: TEUR 36.469). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich. 23. Leasingverbindlichkeiten (langfristig und kurzfristig) Die Leasingverbindlichkeiten betreffen ausschließlich zukünftige Zahlungsverpflichtungen aus der langfristigen Anmietung von Vermögenswerten. Sie werden mit dem Barwert, der über die Vertragslaufzeit zu leistenden Zahlungen für die Nutzung des Vermögenswertes an den Vermieter passiviert. Die lang- und kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten veränderten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Im Geschäftsjahr wurden Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 215 ergebniswirksam erfasst.
Die undiskontierten Verpflichtungen aus den aktivierten Mietverträgen werden wie folgt fällig: 24. Sonstige Schulden (langfristig und kurzfristig)
Bei den sonstigen kurzfristigen Schulden im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 6.716. 25. Rückstellungen
Bei den Rückstellungen für Pönalen handelt es sich um drohende Vertragsstrafen aus Verträgen mit Kunden. Die Rückstellungsbildung für drohende Verluste aus Projekten erfolgte im Wesentlichen für verschiedene Projekte aufgrund der hohen technologischen Anforderungen und starkem Preisdruck bei Abschluss der Kundenverträge. Die Rückstellungen wurden anhand der mitlaufenden Kalkulationen ermittelt. Bei den Rückstellungen aus dem Personalbereich handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Altersteilzeit von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.) sowie um Jubiläumsrückstellungen und Rückstellungen für Abfindungen. 26. Rückstellungen für Pensionen Für Mitarbeiter des Konzerns bestehen in Deutschland leistungsorientierte Versorgungssysteme. Die Verpflichtungen enthalten sowohl Verpflichtungen aus laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftige Pensionen. Diese sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) berechnet. Es werden Versorgungszusagen erteilt, die die Gewährung einer Altersrente (gehaltsunabhängig) vorsehen. Die Risiken der leistungsorientierten Zusagen bestehen sowohl in veränderten Kapitalmarktbedingungen als auch im demographischen Wandel. Um diese Risiken einzudämmen, werden seit einigen Jahren ausschließlich beitragsorientierte Versorgungssysteme angeboten. Für die Berechnung der Rückstellungen wurden ein Rechnungszins von 3,80 % (Vorjahr 3,60 %) verwendet. Die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck finden Verwendung. Die Verpflichtungswerte wurden zu den einzelnen Stichtagen auf Basis von Personaldaten zu den jeweiligen Stichtagen berechnet. Die Pensionsrückstellung hat sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt entwickelt:
Die Rückstellungen betreffen nicht Mitglieder des Boards. Auf die Berechnung von Sensitivitäten der versicherungsmathematischen Annahmen wurde unter Berücksichtigung der Wesentlichkeit verzichtet. Zum Ausgleich von Risiken wurden die Pensionen mit DWS Investment Fonds in Höhe von TEUR 183 (Vorjahr TEUR 183) für die Verpflichtungen bei der TLT-Turbo GmbH abgesichert. Die übersteigenden Verpflichtungen können aufgrund der geringen Höhe aus den laufenden Cashflows finanziert werden. 27. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage Das Stammkapital beträgt TEUR 100. Davon wird ein Geschäftsanteil mit TEUR 70 durch Power Construction Corporation of China (PCCC), Peking/China, und ein Geschäftsanteil mit TEUR 30 durch PowerChina Turbo Technologies Co., Ltd. (PCTT) Chengdu/China, gehalten. Die Anteile sind ausgegeben und voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beläuft sich auf TEUR 29.719 Sonstige Rücklagen Die sonstigen Rücklagen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rücklage für Cash-Flow Hedges entsteht durch die erfolgsneutrale Erfassung von Marktpreisschwankungen von Devisentermingeschäften, die zur Absicherung von Währungsschwankungen einzelner Projekte abgeschlossen und im Rahmen eines Hedge Accountings bilanziert werden. Im Berichtszeitraum hat sich diese Position wie folgt entwickelt:
28. Minderheitenanteile Die Minderheitenanteile am Eigenkapital betragen TEUR 6.987 (Vorjahr: TEUR 7.114). Minderheitsgesellschafter sind an der TLT-Turbo (Sichuan) Co. Ltd., der TLT-Turbo Africa (Pty) Ltd., TLT-Turbo India sowie der TLT ACTOM (Pty) Ltd. beteiligt. TLT ACTOM (Pty) Ltd. wurde im Geschäftsjahr entkonsolidiert. 29. Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements Die wesentlichen durch die Gruppe verwendeten Finanzinstrumente - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Zahlungsmittel, Wertpapiere und Darlehen. Der Zweck des Haltens von Wertpapieren ist die Besicherung der Ansprüche aus Altersteilzeit sowie Versorgungszusagen. Die Gruppe verfügt über verschiedene weitere finanzielle Vermögenswerte und Schulden, wie z. B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit entstehen. Des Weiteren geht die PCC auch derivative Geschäfte ein. Hierzu gehören vor allem Devisentermingeschäfte. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist das Management von Währungsrisiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit der Gruppe ergeben. Es war und ist Politik der Gruppe, dass kein Handel mit Finanzinstrumenten betrieben wird. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus Fremdwährungsrisiken und Ausfallrisiken. Die Unternehmensleitung beobachtet regelmäßig jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden. Fremdwährungsrisiko Der PCC-Konzern schließt Verträge in ausländischen Währungen ab. Diesbezüglich stellen die Änderungen der Wechselkurse ein wesentliches Risiko dar. Der PCC-Konzern setzt für wesentliche Geschäftsvorfälle in Fremdwährung Devisenterminkontrakte zur Eliminierung des Kursänderungsrisikos ein, wenn die Zahlung deutlich später nach Eingang einer festen Kauf- bzw. Verkaufsverpflichtung erfolgen wird. Die Sicherungsgeschäfte müssen auf die gleiche Währung wie das gesicherte Grundgeschäft lauten. Die PCC schließt Sicherungsgeschäfte erst dann ab, wenn die feste Verpflichtung entstanden ist. Daneben werden innerhalb des PCC-Konzern Zahlungszu- und -abflüsse identischer Währungen gesichert (Natural hedge). IFRS 7 schreibt zur Darstellung von Marktrisiken Sensitivitätsanalysen vor, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von Risikovariablen auf das Ergebnis und das Eigenkapital zeigen. Die PCC-Gruppe unterliegt im Wesentlichen einem Währungsrisiko. Die Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Variablen auf den Bestand der finanziellen Vermögenswerte und Schulden zum Abschlussstichtag gerechnet werden. Die Währungssensitivitäten der durch die PCC verwendeten Fremdwährungen stellen sich wie folgt dar: 2023
2022
Ausfallrisiko Im Konzern bestehen keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass regelmäßig nach vordefiniertem Leistungsfortschritt angezahlt oder abgerechnet wird. Des Weiteren werden die offenen Forderungen 14-tägig auf Zahlungseingänge überprüft bzw. gemahnt. Wertberichtigungen für einzelne Kundenforderungen werden gebucht, wenn es wahrscheinlich erscheint, dass die gestellten Forderungen nicht erhalten werden. Die Ausbuchung einer Forderung gegen die bereits gebildete Wertberichtigung findet statt, wenn sämtliche Möglichkeiten zum Eintreiben der Forderungen erschöpft und diese als uneinbringlich zu betrachten sind. Die Forderungsausfälle für das Jahr 2023 betrugen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 26). Alle Kunden, die mit dem PCC-Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Da die PCC nur mit anerkannten, kreditwürdigen Dritten Geschäfte abschließt, sind Sicherungsleistungen nicht erforderlich. PCC wendet zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten den vereinfachten Ansatz von IFRS 9 an. Dieser sieht zu jedem Bilanzstichtag eine Wertberichtigung in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste vor. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden hierbei in die Risikoklassen "nicht in der Bonität beeinträchtigt" bzw. "in der Bonität beeinträchtigt" eingeteilt. Für die Ermittlung des zu erwartenden prozentualen Verlustes der Risikoklasse "nicht in der Bonität beeinträchtigt" werden historische Verlustraten berücksichtigt, die basierend auf den Umsätzen und Forderungsausbuchungen der letzten Jahre ermittelt werden. Diese werden anschließend um einen Faktor angepasst, um zukunftsorientierte, makroökonomische Informationen abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden zur Begleichung der Forderungen auswirken könnten. Für die Risikoklasse "in der Bonität beeinträchtigt" werden Kreditausfallraten für den erwarteten Kreditverlust berechnet, die im Wesentlichen auf historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Überfälligkeiten basieren. Die Vertragsvermögenswerte betreffen erbrachte Leistungsverpflichtungen, für die zum Stichtag noch kein unbedingter Zahlungsanspruch besteht. Die Vertragsvermögenswerte weisen im Wesentlichen die gleichen Risikoeigenschaften wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf. Daher werden die erwarteten Ausfallraten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der jeweiligen Länder als eine angemessene Annäherung an die Ausfallraten für die Vertragsvermögenswerte angesehen und für die Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes herangezogen. Aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten der Gruppe, die Zahlungsmittel, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und bestimmte derivative Finanzinstrumente umfassen, besteht bei Ausfall des Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwerts der entsprechenden Instrumente. Zinsänderungsrisiko Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, besteht im Wesentlichen aus dem variabel verzinsten Darlehen zur Finanzierung des Erwerbs der TLT-Turbo Gruppe. Weitere Risiken bestehen nicht. Liquiditätsrisiko Die Liquidität des PCC-Konzerns wird im Wesentlichen durch die laufenden Projekte und den damit verbundenen Anzahlungen bestimmt. Zur Eindämmung des Liquiditätsrisikos der TLT-Turbo Inc. wird deren Liquidität im Rahmen eines "Loan Facility Agreement" zwischen der TLT-Turbo GmbH und der TLT-Turbo Inc. sichergestellt. Die Liquidität von TLT-Turbo (Sichuan) Co. Ltd., TLT India, TLT-Turbo Africa (Pty) Ltd. und TLT ACTOM (Pty) Ltd. wird selbstständig gesteuert. Neben diesen laufenden Einnahmen sichert der PCC-Konzern das Liquiditätsrisiko durch angemessene Kreditlinien, die bei Bedarf in Anspruch genommen werden können, ab. Es bestehen zum Stichtag Bankverbindlichkeiten von EUR 84,1 Mio. Davon betreffen EUR 70,0 Mio. ein bereits leicht abgeschmolzenes Bankdarlehen, welches ursprünglich zur Finanzierung des Erwerbs der TLT-Turbo Gruppe zur Verfügung gestellt wurde und seither mehrmals mit einer kurz- oder mittelfristigen Laufzeit erneuert bzw. verlängert wurde. Der Darlehensbetrag von EUR 70,0 Mio. wurde im März 2024 zusammen mit den fälligen Zinsen zurückbezahlt. Die Anschlussfinanzierung ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses durch ein Darlehen der PowerChina Equipment Group Ltd. gesichert. 30. Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten Klassifizierung und beizulegende Zeitwerte In der nachfolgenden Tabelle werden die Buchwerte der im Abschluss zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum 31. Dezember 2022 bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns sowie die Einordnung in die entsprechenden Bewertungskategorien dargestellt:
Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der notierten Wertpapiere wurde der jeweilige Marktwert verwendet. Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von herrschenden Marktzinssätzen berechnet. Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Schulden ist anzunehmen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Hierarchie beizulegender Zeitwerte nach IFRS 13 Die derivativen Finanzinstrumente als auch die Wertpapiere des Konzerns werden im Wesentlichen anhand von notierten (unangepassten) Preisen auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bewertet. Sicherungsgeschäfte Die derivativen Finanzinstrumente zur Sicherung künftiger Zahlungsströme betreffen ausschließlich Fremdwährungsrisiken in Bezug auf erwartete Geldeingänge überwiegend Schweizer Franken aus festen Verpflichtungen. Es wurden folgende derivative Finanzinstrumente abgeschlossen:
31. Erfolgsunsicherheiten und andere Verpflichtungen Eventualschulden Es bestanden zum 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr keine wesentlichen Eventualschulden. Rechtsstreitigkeiten Die PCC GmbH und ihre Tochtergesellschaften sind im Rahmen des laufenden Geschäfts an Rechtsstreitigkeiten beteiligt, die einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben können. Rechtsstreitigkeiten sind vielen Unsicherheiten unterworfen und der Ausgang einzelner Verfahren kann nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Für Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind bei den jeweiligen Konzerngesellschaften bilanzielle Vorsorgen getroffen worden, wenn es sich um ein Ereignis vor dem Bilanzstichtag handelt, eine Verpflichtung wahrscheinlich und deren Höhe hinreichend genau bestimmbar ist. Nach unserer Einschätzung sind darüber hinaus wesentliche negative Auswirkungen, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PCC-Gruppe haben, nicht zu erwarten. Sonstige Angaben 32. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Folgende Ein- und Auszahlungen der nachfolgenden Tabelle sind im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit enthalten:
Die Cashflows der Investitionen in Sachanlagen belaufen sich auf TEUR -1.382 (Vorjahr TEUR -1.590). Im Geschäftsjahr wurden TEUR 1.090 Dividenden an Minderheitsgesellschafter ausgeschüttet (Vorjahr TEUR 691). 33. Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen ("Related Party Transactions") Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Abschnitt "Konsolidierungskreis" aufgeführt. Zur Gruppe der nahestehenden Personen gehören Personen in Schlüsselpositionen und deren Familienangehörige. Das Management ist im Abschnitt "Mitarbeiter und Geschäftsführung" dargestellt. Konditionen der Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Verkäufe an und Käufe von nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Für Forderungen gegen oder Schulden gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 hat der PCC-Konzern wie auch im Vorjahr keine Wertberichtigung auf Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen gebildet. 34. Mitarbeiter und Geschäftsführung Mitarbeiter Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:
Management Das Management des PCC-Konzerns setzt sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr sind TEUR 942 (Vorjahr: TEUR 925) in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Vergütung des Managements enthalten. Der Aufwand setzt sich im Wesentlichen aus TEUR 583 (Vorjahr: TEUR 632) fixen Gehaltskosten, TEUR 213 (Vorjahr: TEUR 203) variablen Gehaltskomponenten, TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12) Pensionsaufwendungen sowie arbeitgeberseitiger Sozialkosten in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 42) zusammen. In dem Fixum inkludiert ist ein Sachbezug von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 48). Es bestehen Pensionsrückstellungen von TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 323), davon in Höhe von TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 323) für ehemalige Mitglieder. 35. Abschlussprüfer Für den Konzernabschlussprüfer, die RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, wurden für Abschlussprüfungen TEUR 167 (Vorjahr: EY GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, TEUR 212) als Aufwand erfasst. Sonstige Leistungen neben der Abschlussprüfung wurden, wie auch im Vorjahr, nicht erbracht. 36. Entwicklungen innerhalb des IASB-Regelwerks Folgende Verlautbarungen des internationalen Standardsetters International Accounting Standards Board (IASB) wurden von der EU im Rahmen des sogenannten Endorsement-Verfahrens übernommen und sind für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2022 beginnen, verpflichtend anzuwenden:
Wie bereits im Konzernabschluss 2022 dargestellt, hatten die oben genannten Änderungen keine materiellen Auswirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im PCC-Konzern. Folgende Verlautbarungen des IASB wurden von der EU übernommen und waren für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 noch nicht verpflichtend anzuwenden:
Die oben aufgeführten Änderungen werden keine materiellen Auswirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im PCC-Konzern haben. Die EU hat folgende IASB-Verlautbarungen noch nicht übernommen:
Die vorgenannten Neuerungen und Ergänzungen sind vorbehaltlich ihrer Übernahme in EU-Recht ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Eine Ausnahme hierzu stellen die Änderungen an IAS 21 dar, diese sind vorbehaltlich ihrer Übernahme in EU-Recht ab dem 01. Januar 2025 anzuwenden. Die Amendments zu IAS 7 und IFRS 7 sollen die Transparenz von Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten erhöhen. Hierzu sollen Unternehmen qualitative und quantitative Informationen zu den Auswirkungen dieser Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten zur Verfügung stellen. Die Änderungen an IAS 21 verpflichten Unternehmen zu einem einheitlichen Ansatz bei der Beurteilung, ob eine Währung in eine andere Währung umtauschbar ist sowie bei der Bestimmung des zu verwendenden Wechselkurses, falls dies nicht der Fall ist. Nach derzeitigen Erkenntnissen wird der PCC- Konzern nur unwesentlich von den oben genannten Neuerungen betroffen sein. Die Europäische Kommission hat entschieden, folgende IASB-Verlautbarungen nicht in europäisches Recht zu übernehmen oder ihr Inkrafttreten auf unbestimmte Zeit zu verschieben:
Der PCC-Konzern darf diese Regeln bei der Erstellung eines nach § 315e Abs. 1 HGB befreienden Konzernabschlusses, aufgrund der fehlenden Umwandlung in EU-Recht, nicht anwenden. Von beiden Regeln wäre der PCC-Konzern nicht betroffen. In Ermangelung einer offiziellen deutschen Übersetzung sind diese Texte mit ihren englischen Titeln angegeben. 37. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Es bestehen zum Stichtag (31. Dezember 2023) Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 84,1 Mio. Davon betrifft der größte Teil ein Darlehen der Bank of China, Frankfurt Branch, in Höhe von EUR 70,0 Mio. Dieses Darlehen wurde am 5. März 2024 vollständig getilgt und am 29. Februar 2024 durch ein EUR basiertes Darlehen der PowerChina Asset Management (Singapore) PTE. Ltd. i.H.v EUR 67 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 28. Mai 2024 abgelöst. Am 21. Mai 2024 wurde das Darlehen über EUR 67 Mio. an PowerChina Asset Management (Singapore) PTE. Ltd. zurückgezahlt und durch ein Intercompany Darlehen der PowerChina Equipment Group Ltd. über CNY 550 Mio. ersetzt. Dieses hat eine Laufzeit von 1,5 Jahren. Herr Matthias Adamy wurde zum 19. Januar 2024 von seiner Funktion als Geschäftsführer der TLT-Turbo GmbH entbunden. Er schied zum 15. Februar 2024 aus der TLT-Turbo GmbH aus. Seine Nachfolge trat Herr Gerd Jegodzinski zum 19. Januar 2024 an. Herr Xiongfei Zhao wurde zum 23. Mai 2024 von seiner Funktion als Geschäftsführer der TLT-Turbo GmbH entbunden. Seine Nachfolge trat Herr Hongan Zheng zum 23. Mai 2024 an. 38. Freigabe des Konzernabschlusses Das Management hat den zum 31. Dezember 2023 aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht der PCC GmbH am 27. März 2025 zur Weitergabe an das Board freigegeben.
Frankfurt am Main, 27. März 2025 Die Geschäftsführung Feng Lin KonzernlageberichtGrundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell Die PCC GmbH, Frankfurt am Main, ist die Tochtergesellschaft der Power Construction Cooperation of China, Beijing/China (POWER CHINA) sowie der PowerChina Turbo Technologies, Chengdu/China (PCTT). Sie leitet als Muttergesellschaft des PCC-Konzerns das internationale Geschäft und soll dieses vorantreiben. POWER CHINA ist zu 100 % im Besitz des chinesischen Staates und gehört mit einem Umsatzvolumen von rd. 79,3 Milliarden EUR in 2023 und weltweit rund 133.200 Mitarbeitern zu den 200 größten Unternehmen der Welt. Der PCC-Konzern, bestehend aus der PCC GmbH, Frankfurt am Main, und deren Tochtergesellschaften (im Folgenden: "TLT-Turbo Gruppe") TLT-Turbo GmbH, Zweibrücken, TLT-Turbo Inc., Akron/Ohio/USA, TLT-Turbo (Sichuan) Co. Ltd., Chengdu/China, TLT-Turbo Africa (Pty) Ltd., Pretoria/Südafrika und TLT-Turbo India (PvT) Ltd. (im Folgenden: "PCC" oder "Konzern"), ist einer der führenden Hersteller mit über 140 Jahren Erfahrung in der Ventilatoren-Technologie. Da sich die Erwartungen an die südafrikanische Tochtergesellschaft nicht erfüllt haben, wurde die TLT ACTOM (Pty) Ltd. Germiston/Südafrika im Geschäftsjahr geschlossen und die Gesellschaft entkonsolidiert. Mit seinen Businesssegmenten Mining und Windtunnel, Tunnel, Industry, Vapor und Power & Service erbringt er alle Arten von Leistungen für technologiegetriebene Großventilatoren und Lüftungssystemen in den Anwendungen Kraftwerke, Stahl und Petrochemie, Straßen- und Eisenbahntunnel, Tunnel & Metro und Windkanälen sowie im Servicebereich Ersatzteile, Upgrades, Revisionen und Instandhaltungen. Die Hauptabsatzmärkte waren in 2023 Deutschland, West- und Osteuropa, Nordamerika, China, Indien und Südostasien sowie Afrika und Australien. Da die PCC GmbH lediglich interne Dienstleistungen für die Gesellschaften des PCC-Konzerns und einzelne Handelsgeschäfte für POWER CHINA Gesellschaften erbringt, beziehen sich die folgenden Aussagen im Wesentlichen auf die TLT-Turbo Gruppe. 2. Forschung und Entwicklung Um für das 3rd Party Geschäft im Bereich Power & Service, Lösungen der Nachrüstung für Strömungs-Optimierung bereitzustellen, werden verschiedene Möglichkeiten des "Aero-Upgrade" untersucht. Dies umfasst sowohl Modifikationen an den strömungsführenden Kanälen, die mit dem Ventilator verbunden sind, als auch Anpassungen am Ventilator selbst - insbesondere am Aktivteil (Rotor-Stator-Kombination). Auch wenn Teile bereits angeboten werden können, wird die Palette ständig erweitert und das Projekt wird auch über 2024 hinaus weiterlaufen. Im Bereich Industrie wurde eine neue Methode zur nicht-linearen Berechnung von Radial-Ventilatoren erprobt und eingeführt. Diese ermöglicht, weiter an die Materialgrenzen zu gehen und damit Kosten einzusparen. Des Weiteren wurde Trouble Shooting für Sinter Fans betrieben. Im Bereich Mining & Windtunnel wurde das Portfolio um den "Chinese Mine Fan" erweitert, einer günstigeren Variante, speziell für den chinesischen Markt. So erfolgt z.B. die Schaufelwinkelverstellung durch eine manuelle Verstellung im Stillstand (MBAU) anstatt einer teureren, hydraulischen Verstellung. Weitere Kostenreduktion wurde betrieben durch die Eigen-Fertigung von Drehdurchführungen und damit verbundenen Prototypen-Tests. Im Bereich Tunnel und Metro wurde die "Jet Fan" Baureihe mit Fokus auf Kosteneinsparung überarbeitet. Im Bereich Vapor Fans schreitet die Entwicklung der neuen Produkte "High Flow MVR" und "High Pressure MVR" nach Plan voran. Das "Minimum Viable Produkt (MVP)" für den "High Pressure MVR" ist bereits verfügbar. Ein erstes Projekt wurde in 2023 gewonnen. Das Design Freeze des "High Pressure MVR" und "High Flow MVR" ist geplant für 2024 und 2025. Für zukünftige Carbon Capture and Storage (CCS) Anwendungen wurden Modifikationen an der "AP" Baureihe erarbeitet. Die Ablösung der externen Software Lösung für das Portfolio-Management ("Camos") mit der internen Software Lösung "Produkt Configuration System (PCS)" wurde mit mehr Nachdruck neu gestartet. Geplantes Ende ist 2025. Die Gesamtaufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung beliefen sich in 2023 auf EUR 2,8 Mio. (Vj. EUR 2,4 Mio.). Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr TEUR 433) aktiviert, wobei TEUR 89 bereits im Vorjahr als Anlagen im Bau gezeigt wurden. Weiterhin wurden Entwicklungskosten in Höhe von 105 TEUR (Vorjahr TEUR 0) ausgebucht, für die sich die Erwartungshaltung an die Produkte nachträglich nicht erfüllt haben. Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr EUR 0,2 Mio. 3. Personal Der PCC-Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 511 Mitarbeiter (Vj. 523 Mitarbeiter), davon in Deutschland (inklusive kleiner Verkaufsniederlassungen) 370 Mitarbeiter. Weiter waren Mitarbeiter insbesondere in Nordamerika (26), in Südafrika (42), in China (31) und in Indien (42) beschäftigt. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. Globaler Maschinenbau Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen. 2. Geschäftsverlauf der einzelnen Gesellschaften und des Konzerns und Lage des Konzerns Der Geschäftsverlauf der Gesellschaften sowie die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren des PCC-Konzerns stellen sich in TEUR wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr 2023 konnten die prognostizierten Kennzahlen lediglich hinsichtlich des Ergebnisses knapp erreicht werden. Sowohl EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern; bei den Einzelgesellschaften inkl. Beteiligungsergebnis) als auch EBT (Ergebnis vor Steuern) lagen im Rahmen der Erwartungen. Der Konzern konnte Auftragseingänge in Höhe von EUR 102 Mio. verzeichnen, was einen deutlichen Rückgang von ca. 26 % gegenüber Vorjahr bedeutet. Der Auftragseingang lag damit weit unterhalb des gesteckten Zielkorridors. Die Umsatzerlöse verbesserten sich im Geschäftsjahr 2023 um knapp 10 % auf EUR 145,5 Mio. und lagen damit nur leicht unterhalb des Zielbandes. Damit konnten die für 2023 gesteckten Ergebnisziele knapp erreicht werden. In Summe ergibt sich ein EIBT des PCC-Konzerns von EUR 5,8 Mio. wodurch die Ertragslage im Geschäftsjahr insgesamt als zufriedenstellend zu bezeichnen ist. PCC GmbH Die PCC GmbH fungiert zum einen als Holdinggesellschaft und zum anderen werden Dienstleistungen für die TLT-Turbo GmbH bzw. den anderen Konzerngesellschaften erbracht. BS Power & Service Power Hier setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Aufgrund der Notwendigkeit zur Reduzierung der CO 2 - Emissionen und dem damit verbundenen Kohleausstieg ist keine Verbesserung in Bezug auf den heimischen sowie den globalen Kraftwerksmarkt mehr zu erwarten. Der Home-Market Europa ist für Neubauprojekte praktisch nicht mehr existent. Das Potential beschränkt sich auf bestehende Kraftwerke, die einer Nachrüstung aufgrund der Emissionsschutz-Richtlinien bedürfen oder auf Umbauten zwecks Steigerung der Energieeffizienz. Dieses Potential lässt sich in Europa aktuell allerdings nur schwer heben, weil die Kunden größere Investitionen auf Grund von politischen Unsicherheiten über die Restlaufzeit vermeiden. Hoffnung macht nach wie vor der Süd-Ost-Asiatische Markt, auf dem, trotz verschärfter Umweltregularien, noch einige Kohlekraftwerke gebaut werden. Dieser Markt ist extrem preisgetriebenen, weswegen er hauptsächlich von TLT Sichuan bedient wird. Indien ist aufgrund neuer umweltschutztechnischer Anforderungen der Subkontinent mit dem größten Potential an REA-/DENOX-Nachrüstungen in den nächsten Jahren, aber auch Neubauprojekte werden immer noch realisiert. So konnten auch in 2023 weitere Aufträge für diese Nachrüstungen am Standort Indien akquiriert werden. Im Rahmen der abgelaufenen Lizenzvereinbarung mit BHEL stehen noch einige Restprojekte in Indien aus, bei denen TLT ein gewisser Businessshare zusteht. Die für 2023 geplanten Projekte haben sich allerdings verzögert, was auch dazu beigetragen hat, dass er geplante Auftragseingang in 2023 nicht erreicht werden konnte. Im Irak werden zurzeit ebenfalls neue Kraftwerke gebaut, da der Bestand an Kraftwerken auf Grund westlicher Embargos und verschiedenen Konflikten veraltet und marode ist. Bei diesen Projekten gibt es auch eine Chance für die TLT GmbH, weil zum Teil eine Fertigung in Europa oder Nordamerika vorgeschrieben ist. Weiterhin gilt es, durch verstärktes 3rd Party Business, die steigende Zahl an Umbauten sowie durch Projekte in Indien und Süd-Ost-Asien, das fehlende Neugeschäft in Europa und den USA partiell zu kompensieren. Service Nachdem bereits im Vorjahr der Plan deutlich übererfüllt wurde, ist dies auch 2023 gelungen. Getragen wurde dieses extrem gute Ergebnis, bei dem nicht nur der geplante Auftragseingang, sondern auch der erzielte Deckungsbeitrag deutlich übererfüllt wurde, von einigen großen aber auch einer Vielzahl von kleineren Projekten. Zum einen hat sich der Trend des Vorjahres fortgesetzt, dass unsere Kunden im Industrie- und Kraftwerksbereich den Investitionstau während Corona auflösen. Weiterhin waren die Auswirkungen der Ukraine Krise immer noch zu spüren, weswegen Kraftwerkskunden mit großem Aufwand Kapazitäten wieder ertüchtigt haben, mit deren Betrieb eigentlich nicht mehr gerechnet wurde. Ein weiterer wichtiger Faktor für das gute Ergebnis waren einige lukrative Großaufträge die aufgrund von nicht planbaren Schadensfällen beim Kunden kurzfristig eingebucht wurden. Diese margenstarken Aufträge konnten vor allem auf Grund der strategischen Ausrichtung des Service gewonnen werden, den Kunden schnellen und guten Support leisten zu können. Ebenfalls ein Garant für den Erfolg des Service ist der Field Service der TLT, der auch 2023 wieder ein Rekordergebnis erzielt hat. Hier hat sich ausgezahlt, dass der Field Service insbesondere in Deutschland sehr nah am Kunden agiert und für diesen ein verlässlicher Partner ist. Trotz des sehr guten Jahres bleibt es im Bereich Service weiterhin eine wesentliche Herausforderung, durch Diversifizierung in andere Anwendungsbereiche und Märkte, die mittelfristig erwarteten Rückgänge im Kraftwerksgeschäft auszugleichen. Zu diesem Zweck wurde unter anderem die neue Gruppe des Center of Competence Custom Solutions (CoC CS) etabliert, die sich darauf konzentriert, technisch anspruchsvolle Lösungen für Kundenprobleme auszuarbeiten und anzubieten. Dieser Ansatz richtet sich nicht nur an Bestandskunden mit TLT Ventilatoren, sondern ist eine Möglichkeit aktiv auf neue Kunden zuzugehen, deren Ventilatoren nicht von TLT hergestellt wurden. Dieses wachsende Business übererfüllt die Erwartungen und erste größere Erfolge wie in Kostolac (Serbien) zeigen, dass der Service mit diesem Konzept die Präsenz und insgesamt die aktive Flotte in attraktiven neuen Märkten vergrößern kann. Der SCC (Sicherheits-Certifikat-Contraktoren) zertifizierte Bereich Service kam mir wenigen Arbeitsunfällen durch das Jahr, in dem Kundendienstaktivitäten unter permanent veränderlichen, regionalen und kundenspezifischen Sicherheitsbestimmungen geleistet wurden. BS Industry Das Ziel für den Auftragseingang wurde 2023 für den Neubau weit verfehlt. Dies war hauptsächlich durch die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, aufgrund der hochpreisigen Beschaffung von Zuliefermaterial, verbunden mit hohen Fertigungskosten in Deutschland, begründet. Zudem wurde durch eine vorangegangene Kapazitätsüberlastung die Gewinnerwartung nach oben gesetzt, welche allerdings am Markt nicht durchsetzbar war. Ebenso ist die weltweite von uns fokussierte Projektlage in der Stahlindustrie zurückgegangen. Insbesondere der lokale chinesische Markt kam komplett zum Erliegen. Sehr erfreulich waren allerdings die Geschäftsentwicklungen bei Ersatzteilen und Reparaturen, die wesentlich über den Erwartungen gelegen haben. Dies konnte allerdings das schwache Neubaugeschäft nicht ausgleichen. Es erfolgte eine verstärkte Marktanalyse mit Aktivierung neuer Bezugsquellen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in wichtigen Marktsegmenten durch Outsourcing auch von Kernkomponenten und Leistungen. Eine Diversifizierung auf globale Märkte wurde weiter durchgeführt. Es wurde weiter an weiteren wichtigen F&E Maßnahmen erfolgreich gearbeitet, um die Produkte weiter technisch zu optimieren. So wurde eine neue Type entwickelt, die einen verbesserten Wirkungsgrad darstellt. Die Herausforderung wird sein, über die bereits erfolgreichen Produkte hinaus - für alle übrigen Produkte eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen. Der Markt für diese Art von Ventilatoren wäre auf jeden Fall da, handelt es sich doch bei den Industrieventilatoren global um den größten Ventilator-Markt überhaupt. BS Vapor Fans Das Geschäftsjahr 2023 im Bereich Vapor Fan entwickelte sich zunächst positiv und wie im Vorjahr prognostiziert. Die Kundenbasis und auch die Anzahl von unterschiedlichen Einsatzbereichen konnte im Vergleich zum Vorjahr weiter ausgebaut werden. Im letzten Quartal 2023 ging die Investitionsbereitschaft jedoch deutlich zurück, was auf unterschiedliche Gründe zurückzuführen sein könnte, z.B. der Wegfall von Finanzierungsprogrammen zur CO 2 Einsparung in mehreren Ländern. Dennoch konnte der Auftragseingang des Geschäftsbereich Vapor Fan annähernd auf Vorjahresniveau gehalten werden. Es bleibt abzuwarten, ob und wann sich die Investitionsbereitschaft im Geschäftsjahr 2024 wieder positiver entwickeln wird. Diese Unsicherheit führt zu einer eher verhaltenen Prognose der Geschäftsentwicklung für 2024, wobei die langfristige Prognose deutlich optimistischer ausfällt. Gründe hierfür sind hohe Kosten für CO 2 Zertifikate, Umweltauflagen und steigende Preise für fossile Brennstoffe. Diese Entwicklungen begünstigen den Einsatz von MVR Ventilatoren, zur Senkung der Produktionskosten. Produktseitig wurde die Entwicklung mehrerer Projekte fortgeführt. Hierzu gehört die Entwicklung von MVRs für Hochdruck Applikationen, sowie für hohe Massenströme. Für diese Entwicklungsprojekte ist mit einer Produkteinführung im Laufe des Geschäftsjahres 2024 zu rechnen. BS Mining und Windtunnel Der geplante Auftragseingang konnte im Geschäftsjahr 2023 auf Ebene der TLT-Turbo Gruppe lediglich zu 50% erreicht werden. Auf Ebene der TLT-Turbo GmbH lag die Zielerreichung sogar lediglich bei ca. 25%. Die Lücke zum Plan entstand im Wesentlichen durch den Verlust eines Turnkey-Projekts in Australien an Mitbewerber, sowie die unerwartete Verschiebung der Auftragsvergabe von weiteren Projekten ins Geschäftsjahr 2024. Die Investitionsbereitschaft im Bereich Bergbau war 2023 generell deutlich geringer als im Vorjahr. Viele Vergaben wurden verzögert oder Projekte gar vollständig angehalten. Im Teilsegment Windkanal waren zwei Projekte im Planungsbudget von hoher Relevanz, bei denen wir uns nicht gegen die Mitbewerber in der Vergabe durchsetzen konnten. Abgesehen davon konnten keine wesentlichen Auftragseingänge erzielt werden, lediglich kleinere Nachträge in laufenden Aufträgen konnten gebucht werden. In allen Bereichen des Business Segments wurden unter Zuhilfenahme der 4DX ® OS Methode, strategische Verbesserungsprojekte vorangetrieben, mit dem Ziel, die effektive Nutzung der vorhandenen Ressourcen und Möglichkeiten zu steigern, sowie neue Methoden zum Risikomanagement entwickelt und in den Prozess eingeführt. Bei TLT-Turbo Sichuan konnte auf der Grundlage der Produktanpassungen in den vergangenen Jahren gute Auftragseingänge erzielt werden, so dass das Planziel nur geringfügig verfehlt wurde. TLT-Turbo Africa konnte den geplanten AE übertreffen, wobei die Anwendungen von Neuentwicklungen wesentlich für den Erfolg waren. TLT-Turbo Inc. verfehlte das Gesamtziel, konnte jedoch den Absatz der "Auxiliary & Booster Fans" weiter steigern. BS Tunnel Der Fokus im Geschäftsjahr 2023 lag auf der Standardisierung einer Produktreihe zur Wiedererlangung der Wettbewerbsfähigkeit im Mitteleuropäischen Raum unter Zuhilfenahme der 4DX ® OS Methode. Die Kosten konnten im Mittel um annähernd 40 % gesenkt werden. Umfassende Überarbeitungen, konsequente Standardisierung, neue Wege mit innovativen Tools und Lösungsansätzen machten diese Reduzierung möglich. Der gesamtheitliche Ansatz angefangen von der Produktkonfiguration bis zur Übergabe an das ERP System brachten deutliche Prozessverbesserungen. Gemeinsam mit dem Bereich Supply Chain Management wurden geeignete Lieferanten etabliert. Zur sicheren Angebotskalkulation wurde ein Webservice integriert, der die Preisgestaltung und Angebotserstellung zukünftig wesentlich effizienter gestaltet. Die Datenbank ist so gestaltet, dass sie leicht zu aktualisieren ist und sich flexibel und dynamisch an Marktveränderungen anpassen lässt. Ein wichtiger weiterer Meilenstein wird dann erreicht sein, wenn die Datenbank komplett befüllt und dynamisch gepflegt wird. Dieses Musterprojekt bildet den Leitfaden für weitere Produktreihenstandardisierungen im Tunnelbereich. Da die Vertriebsaktivitäten in diesem Jahr eingefroren waren, konnten neben ein paar wenigen Nachträgen und ein Projekt in China über TLT-Turbo Sichuan keine nennenswerten Auftragseingänge erzielt werden. Die oben beschriebene Initiative soll den erfolgreichen Wiedereinstieg in einen Teilbereich des Tunnelgeschäfts 2024 ermöglichen. Ertrags,- Finanz- und Vermögenslage Ertragslage
Der PCC-Konzern erzielte im Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von rd. EUR 145,5 Mio. (Vj. EUR 132,7 Mio.). Der Umsatz wurde im Wesentlichen erzielt in den Regionen Asien (EUR 55,0 Mio., Vj. EUR 61,1 Mio.), Deutschland (EUR 25,6 Mio., Vj. EUR 17,6 Mio.), restliches Europa (EUR 22,3 Mio., Vj. EUR 19,6 Mio.), Australien (EUR 20,1 Mio., Vj. EUR 12,5 Mio.), Amerika (EUR 10,0 Mio., Vj. EUR 9,3 Mio.) und Afrika (EUR 8,7 Mio., Vj. EUR 6,1 Mio.). In den Regionen, CIS (Commonwealth of Independent States) und Naher Ostern wurden weitere EUR 3,8 Mio. (Vj. EUR 6,5 Mio.) Umsätze erzielt. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 96,6 Mio. (Vj. EUR 144,4 Mio.) gliedert sich größtenteils auf die Regionen Asien (EUR 51,2 Mio., Vj. EUR 71,2 Mio.), Deutschland (EUR 16,7 Mio., Vj. EUR 17,5 Mio.), restliches Europa (EUR 11,2 Mio., Vj. EUR 20,8 Mio.) und Australien (EUR 7,9 Mio., Vj. EUR 25,5 Mio.). Die verbleibenden EUR 9,6 Mio. (Vj. EUR 9,4 Mio.) verteilen sich auf Afrika, Amerika, CIS und Länder im Nahen Osten. Die Verbesserung des EBIT resultiert hauptsächlich aus einer Normalisierung des weltweit inflationären Umfelds, welches im Vorjahr zu deutlichen Mehrkosten bei den meisten Aufträgen führte. Diese Normalisierung, sowie die um knapp 10 % gestiegenen Umsatzerlöse führten zu einem deutlichen Anstieg der Bruttomarge um EUR 10,2 Mio. auf EUR 31,4 Mio. Positiv auf das Ergebnis eingewirkt hat zudem ein weiterer Rückgang der Vertriebs- und Verwaltungskosten um EUR 0,8 Mio. EUR. Die Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,4 Mio. erhöht. Gesunkene sonstige betriebliche Erträge konnten durch gesunkene sonstige betriebliche Aufwendungen und höhere Währungsgewinne kompensiert werden. Dadurch konnte sich das EBIT gegenüber dem Vorjahr um EUR 10,5 Mio. auf EUR 5,8 Mio. verbessern. Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus verschlechterte sich das Finanzergebnis deutlich von EUR -1,3 Mio. auf EUR -4,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Das EBT beläuft sich demnach auf EUR 1,3 Mio. (Vj. EUR -6,0 Mio.). Finanzlage Kurzfassung der Kapitalflussrechnung
Wir haben im Konzernverbund eine geordnete Finanz- und Liquiditätslage. Das Liquiditätsmanagement erfolgt über eine Mischung aus dezentralem und zentralisiertem Ansatz, in dessen Rahmen insbesondere das Management der TLT-Turbo Gruppe eingebunden ist und die Liquiditätssteuerung innehat. Die in den Konzern eingebundenen Unternehmen waren im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Auszahlungen aus Investitionstätigkeiten liegen mit EUR -1,4 Mio. im Vergleich zu EUR -1,6 Mio. leicht unter Vorjahresniveau. Der operative Cashflow hat sich mit EUR 10,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR -17,4 Mio.) deutlich verbessert. Neben einem deutlich gesteigerten Konzernergebnisses auf EUR 1,0 Mio. (Vj. EUR -3,8 Mio.) trug im Wesentlichen ein Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva in Höhe von EUR 4,4 Mio. (Vj. EUR -25,9 Mio.) zu dieser Entwicklung bei. Die kurzfristigen Vermögenswerte konnten weiter abgebaut werden, allerdings deutlich niedriger als im Vorjahr (EUR 1,4 Mio., Vj. EUR 11,0 Mio.). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt EUR -1,9 Mio. (Vj. EUR 4,2 Mio.) Dieser resultiert aus einer Neuaufnahme von Finanzschulden von EUR 0,5 Mio., Auszahlungen für den Tilgungsanteil der Leasingschulden von EUR -1,4 Mio. und Ausschüttungen an Minderheiten von EUR -1,1 Mio. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich in Summe um EUR 7,1 Mio. erhöht. Vermögenslage
Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich im Wesentlichen aufgrund einer Erhöhung des Finanzmittelbestandes (EUR 7,1 Mio.) um EUR 2,8 Mio. erhöht. Die langfristigen Vermögenswerte gingen in Summe EUR 2,9 Mio. zurück, während sich die kurzfristigen Vermögenswerte um EUR 1,4 Mio. reduziert haben. Die größten Veränderungen sind wie folgt: Während sich die latenten Steueransprüche leicht um EUR 0,6 Mio. erhöht haben, gingen die sonstigen immateriellen Vermögenswerte (EUR -1,1 Mio.), Sachanlagen (EUR -1,2 Mio.) und Nutzungsrechte (EUR -1,2 Mio.) zurück. Einem Anstieg der Vorräte (EUR 3,8 Mio.) steht ein Abbau der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von EUR 6,5 Mio. gegenüber. Die kurzfristigen Schulden haben sich um EUR 5,6 Mio. erhöht, im Wesentlichen bedingt durch einen Anstieg der sonstigen Schulden (EUR 6,2 Mio.), sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 4,2 Mio.). Demgegenüber steht ein Rückgang der Rückstellungen (EUR -3,2 Mio.), sowie der Verbindlichkeiten aus "Percentage-of-Completion-Method" (EUR -2,6 Mio.). Langfristige Schulden sind um EUR 2,1 Mio. zurückgegangen, hauptsächlich durch einen Rückgang der langfristigen Leasingverbindlichkeiten (EUR -1,2 Mio.), sowie der sonstigen Schulden (EUR -0,7 Mio.). Die Minderheitenanteile habe sich um EUR 0,1 Mio. reduziert, bei einem Rückgang des Eigenkapital ohne Minderheitenanteile um EUR 0,7 Mio. auf EUR 12,2 Mio. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von 3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent). Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern. Während die deutsche Maschinenbau-Industrie im Jahr 2024 mit einem preisbereinigten Produktionsrückgang von rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr rechnet, ist auch für das Jahr 2025 nicht mit einer schnellen Besserung zu rechnen. Wegen der bislang schwachen Bestellungen sei auch im kommenden Jahr noch mit einem Produktionsrückgang von zwei Prozent zu rechnen. Gründe für die schwache Auslastung der Produktionsanlagen sieht der VDMA vor allem auf der Nachfrageseite. Die wichtigsten Märkte USA und China zeigten aus unterschiedlichen Gründen Schwächen. In Europa und Deutschland sei der künftige wirtschaftliche Kurs unklar. Hoffnungen verbindet die Industriebranche jedoch mit der zurückgehenden Inflation und anstehenden Zinssenkungen. Erste Zentralbanken haben bereits den Zinssenkungszyklus eingeläutet, andere werden folgen. Es besteht also die berechtigte Chance darauf, dass zum Jahresende und im Verlauf des Jahres 2025 positive geldpolitische Impulse für den Konjunkturverlauf gesetzt werden. Risiken ergeben sich aus einem möglichen Handelskrieg zwischen USA und China sowie eine Ausweitung der Konflikte in Nahost und der Ukraine. Der internationale "Footprint" der TLT mit ihren Tochtergesellschaften in China, den USA, Indien und Südafrika schafft dabei die Grundlage, Chancen für Neugeschäft auf globaler Ebene mit weitestgehend lokalen Ressourcen zu verfolgen, um regionalen strukturellen und temporären Schwächephasen gegenzusteuern. Auch wenn wir für den Konzern im Jahr 2024 wieder mit einem deutlichen Anstieg des Auftragseingangsvolumens rechnen, gehen wir aufgrund der starken Zurückhaltung der Kunden in 2023, insbesondere aus dem asiatischen Raum und Australien, von einem deutlichen Rückgang des Umsatzes in 2024 gegenüber 2023 aus. Für 2024 planen wir mit Auftragseingängen zwischen EUR 145 Mio. und EUR 155 Mio. und Umsatzerlösen zwischen EUR 120 Mio. und EUR 130 Mio. Die Umsetzung des Tarifabschlusses der IG Metall aus 2023, die Abwicklung einiger, immer noch dem Kostendruck unterliegender Bestandsprojekte, sowie das fehlende Auftragsvolumen wird zu einem deutlichen Rückgang des operativen EBIT und EBT im Jahr 2024 gegenüber 2023 führen. Sowohl EBIT als auch EBT sollten dabei jedoch im positiven Bereich liegen. Für das Jahr 2025 erwarten wir ein ähnliches Auftragseingangsvolumen von um die EUR 155 Mio. mit einer leicht steigenden Tendenz. Aufgrund des steigenden Auftragseingangs, sowie der niedrigen Umsatzbasis aus 2024 sollte der Umsatz im Jahr 2025 wieder überproportional zulegen können. Wir gehen dabei für den Konzern von einer Range zwischen und EUR 140 Mio. und EUR 150 Mio. aus. Auch EBIT und EBT sollten durch den Volumeneffekt überproportional zulegen können. Chancen und Risiken Die PCC verfügt über ein adäquates und wirksames Risiko- und Managementsystem. Das Risikomanagement ist die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken. Hierbei werden bestehende Risiken, wie technische Risiken, Beschaffungsrisiken für Materialien, Risiken des Warenverkehrs, Risiken aus Forderungsausfällen, Währungs- sowie Personalrisiken erfasst, analysiert und bewertet. Über die Risikosituation wird die Geschäftsführung regelmäßig informiert. Chancen sehen wir zum einen durch den Verbund mit der POWER CHINA sowie dem weiteren Ausbau der Aktivitäten in Richtung Systemgeschäft in den Applikationen Tunnel, Mining und Windkanäle der TLT-Turbo Gruppe. In diesen Anwendungen erwarten wir, stark von den bestehenden Aktivitäten unserer Konzernmutter profitieren zu können. Die Intensivierung der Internationalisierung eröffnet uns zusätzliche Chancen. Weiterhin erwarten wir uns von unseren Tochtergesellschaften und Büros Impulse für unser Wachstum. Beschaffungsrisiken, die sich insbesondere durch schwankende Rohstoffpreise ergeben, wird durch weltweite Einkaufsaktivitäten sowie durch Prüfung möglicher alternativer Produktionsverfahren und dem Einsatz von Ersatzrohstoffen begegnet. Wir haben in 2022 durch den Ukraine-Krieg einen erheblichen Anstieg der Materialpreise verzeichnet. Durch einen möglichst breiten Beschaffungsmarkt, auch global, vergleichen wir regelmäßig Beschaffungspreise. Auch wenn im Jahresverlauf 2023, die Inflationsraten in den meisten Ländern zurückgingen, lagen sie zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Es besteht daher weiterhin das Risiko schwankender bzw. weiter steigender Materialpreise. Um das Risiko zu verringern, arbeiten wir, wenn möglich, mit Preisgleitklauseln. Weitere Maßnahmen sind verkürzte Angebotsbindefristen. Auftragsbezogen versuchen wir, die Bindefristen zeitenkongruent an unsere Unterlieferanten weiterzureichen. Nach erfolgreichem Auftragseingang lösen wir möglichst zeitnah Bestellungen bei Unterlieferanten aus, um abgesichert zu sein gegen steigende Preise gegenüber unserer Angebotskalkulation. Wir prüfen weiterhin regelmäßig eine mögliche Vorratslagerung zeitkritischer Komponenten. Als produzierendes Unternehmen besteht eine hohe Abhängigkeit von Lieferanten und deren Herstellungs- und Qualitätsstandards. Dem Risiko der von Kunden erwarteten Produktqualität nicht zu entsprechen und den sich daraus ergebenden Garantie-, Gewährleistungs- und Kulanzrisiken sowie möglichen Verlusten von Marktanteilen wird durch ein engmaschiges Netz von Qualitätskontrollen, insbesondere für technisch kritische Lieferanteile, entgegengewirkt. Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch ein aktives Forderungsmanagement Rechnung getragen. Hier ist die enge und zeitnahe Zusammenarbeit zwischen kaufmännischer Abwicklung, Buchhaltung und Geschäftsführung von großer Bedeutung. Die Überprüfung der jeweiligen Kunden vor Vertragsabschluss wird konsequent und regelmäßig durchgeführt. Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung sind mit den operativen Geschäftsaktivitäten Währungsrisiken verbunden, denen durch entsprechende Sicherungsgeschäfte (regelmäßig Devisentermingeschäfte) entgegengewirkt wird. Durch interne Vorgaben werden der Handlungsrahmen und die Verantwortlichkeiten für solche Sicherungsgeschäfte verbindlich festgelegt. Gemäß diesen Regelungen dürfen Finanzderivate ausschließlich zur Sicherung entsprechender Grundgeschäfte eingesetzt werden, wobei der Zusammenhang zwischen dem Grundgeschäft und dem jeweiligen Sicherungsgeschäft transaktionsbezogen zu dokumentieren ist. Der Einsatz von Finanzderivaten zum Zwecke der Spekulation ist nicht zulässig. Fremdwährungsrisiken ergeben sich weiterhin aus dem seit Mai 2024 laufenden festverzinslichen Intercompany Darlehen der PowerChina Equipment Group Ltd. über CNY 550 Mio. Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, besteht im Wesentlichen aus einer möglichen Umfinanzierung des Intercompany Darlehens nach Ablauf der Laufzeit im November 2025. Zudem ergeben sich bei der TLT-Turbo GmbH weitere Zinsänderungsrisiken aus den beiden eingeräumten Kontokorrentkreditlinien bei der Deutschen Bank, sowie der HSBC. Weitere wesentliche Zinsrisiken bestehen nicht. Es bestehen zum Stichtag (31. Dezember 2023) Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 84,1 Mio. Davon betrifft der größte Teil ein Darlehen der Bank of China, Frankfurt Branch, in Höhe von EUR 66,9 Mio. Dieses Darlehen wurde am 5. März 2024 vollständig getilgt und am 29. Februar 2024 durch ein EUR basiertes Darlehen der PowerChina Asset Management (Singapore) PTE. Ltd. i.H.v EUR 67 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 28. Mai 2024 abgelöst. Am 21. Mai 2024 wurde das Darlehen über EUR 67 Mio. an PowerChina Asset Management (Singapore) PTE. Ltd. zurückgezahlt und durch ein Intercompany Darlehen der PowerChina Equipment Group Ltd. über CNY 550 Mio. ersetzt. Dieses hat eine Laufzeit von 1,5 Jahren. Wesentliche Chancen ergeben sich aus einer möglichen Umwandlung des Intercompany Darlehen der PowerChina Equipment Group in Eigenkapital der PCC GmbH am Ende der Laufzeit. Weiterhin finanziert der PCC-Konzern einen Teil des erforderlichen Working Capitals durch einen am 19. Dezember 2022 abgeschlossenen Kontokorrentkredit bei der Deutschen Bank mit einer Kreditlinie von EUR 9 Mio. Dieser Kontokorrentkredit ist unbefristet ("bis auf weiteres") gewährt. Dieser Vertrag stellt auch eine ausreichende Aval-Linie zur Verfügung. Wie in Vorjahren war hierfür die Unterstützung der PowerChina Gruppe durch die entsprechenden Haftungsgarantien erforderlich. Ein weiteres Instrument zur Finanzierung des Working Capitals ist eine Kreditlinie bei der HSBC in Höhe von EUR 45 Mio., wobei EUR 18 Mio. als Kontokorrentkredit und EUR 27 Mio. EUR als Aval-Linie zur Verfügung stehen. Auch diese Linie ist unbefristet ("bis auf weiteres") gewährt und durch eine Patronatserklärung der PowerChina Gruppe besichert. Diese eingeräumten Kreditlinien versetzen uns in die Lage, das angestrebte Umsatzwachstum mit verschiedenen Maßnahmen zu unterstützen und die zukünftige Profitabilität zu verbessern. Diese Maßnahmen beinhalten beispielsweise folgendes:
Weitere Informationen zum Finanzrisikomanagement enthält der Konzernanhang unter dem Punkt 29 "Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements". Durch die internationale Ausrichtung des PCC-Konzerns sind die einzelnen Gesellschaften auch unterschiedlichsten Risiken im Zusammenhang mit lokalem Wettbewerbsrecht, Personalrecht, Umweltrecht, Steuerrecht, usw. sowie den entsprechenden Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Ergeben sich entsprechende Anzeichen in einzelnen Märkten, setzt das lokale Management in Abstimmung mit dem Konzernmanagement entsprechende Anwaltskanzleien zur Vermeidung weitreichender Risiken für die Gruppe ein. Zum Zeitpunkt dieses Berichtes bestehen keine wesentlichen, nicht bilanzierten, Rechtsstreitigkeiten. IT-Risiken, wie insbesondere die Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen und IT-Anwendungen, Cyberkriminalität und Compliance-Verletzungen, werden aktiv gemanagt, unterstützt durch eine konzernweit gültige Richtlinie und eine zentrale IT-Organisationsstruktur mit dem Fokus auf standardisierte IT-Services. Die IT-Prozesse werden konsequent weiterentwickelt und an bestehende Herausforderungen, auch im Sicherheitsbereich, angepasst. Die weltweite Vernetzung wird mit aktueller Firewall-Technologie durchgeführt. Chancen durch Digitalisierung sehen wir in der Neugestaltung von Prozessen und neuen Arbeitsweisen, um die Effizienz zu steigern. Die Digitalisierung bietet auch Chancen bei der erfolgreichen Durchführung von Kundenprojekten, z.B. digital durchgeführte Neubaumontagen und Inbetriebnahmen sowie Kundenaudits per Remote Support. Dies zeigt, dass in Zukunft schneller, mit weniger Aufwand für Reisen etc. und auch krisensicher notwendige Dienstleistungen erbracht werden können. Auf Basis neuer Technologien (Industrial internet of things) sehen wir Potentiale, um neue Produkte zu entwickeln und neue Märkte zu erschließen. Der PCC-Konzern ist auf hoch qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Ihre Leistung ist für das weitere Wachstum und den Erfolg sehr wichtig. Wir konkurrieren dabei mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte bei gleichzeitigem Rückgang qualifizierter Bewerber. Um das Risiko zu mindern, also geeignete Mitarbeiter zu identifizieren, sie einzustellen und sie an uns zu binden, setzen wir verschiedene Maßnahmen ein, mit denen wir unsere Attraktivität als potenzieller Arbeitgeber erhöhen. Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Mutterunternehmens oder des Konzerns gefährden könnten, sind nicht erkennbar.
Frankfurt am Main, XX. Dezember 2024 Feng Lin, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PCC GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PCC GmbH, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PCC GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 28. März 2025 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Patrick Huhn, Wirtschaftsprüfer Jan Rossel, Wirtschaftsprüfer |
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