Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 725870
Eingetragen
19.9.2016
Branche
Bauträger für andere Gebäude und BauwerkeVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteBauträger für Wohngebäude
Gegenstand
Die Planung, Entwicklung und Realisierung eines Dienstleistungs- und Gewerbeparks in Mannheim. Der Erwerb von Grundstücken und Gebäuden, die Bauträgertätigkeit, die Vermarktung einschließlich Vermietung und Veräußerung sowie die Verwaltung und der Betrieb gewerblicher Objekte. Die Errichtung von Gebäuden auf eigenen oder auf Grundstücken Dritter, die Entwicklung von Grundstücken, der Erwerb von Grundstücken, die Bauträgertätigkeit, die Verwaltung, die Vermittlung und Vermarktung im Auftrag Dritter.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timo Schneider
seit 22.1.2026
Prokura
Dirk Kral
seit 15.3.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank -
Germany
2.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Technologiepark Mannheim GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht der Technologiepark Mannheim GmbH zum Jahresabschluss 2023

Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Mannheim und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim (HRB 725870) eingetragen.

In Mannheim entwickelt und betreibt die Technologiepark Mannheim GmbH (TPMA) auf dem Mannheim Medical Technology Campus (MMT-Campus) einen Technologiepark mit dem Schwerpunkt Medizintechnik und Medizintechnologie.

Geschäftsgegenstand der TPMA ist:

Die Planung, Entwicklung und Realisierung eines Dienstleistungs- und Gewerbeparks in Mannheim.

Der Erwerb von Grundstücken und Gebäuden, die Bauträgertätigkeit, die Vermarktung einschließlich Vermietung und Veräußerung sowie die Verwaltung und der Betrieb gewerblicher Objekte.

Die Errichtung von Gebäuden auf eigenen oder auf Grundstücken Dritter, die Entwicklung von Grundstücken, der Erwerb von Grundstücken, die Bauträgertätigkeit, die Verwaltung, die Vermittlung und Vermarktung im Auftrag Dritter.

Die Tätigkeit ist dabei nicht auf den Standort Mannheim begrenzt. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Tochtergesellschaften zu gründen und Beteiligungen einzugehen.

Die TPMA ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank -, Karlsruhe (L-Bank). Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 2 Mio. und ist vollständig erbracht.

Geschäftsentwicklung 2023

Die Geschäftstätigkeit der TPMA war einerseits durch den laufenden Betrieb der beiden Bestandsgebäude TPMA1 und TPMA2 sowie andererseits durch die weitere Planung, Ausschreibung und Umsetzung des TPMA3 geprägt. Dessen Baugenehmigung wurde im November erteilt, der Baubeginn erfolgte sogleich im Dezember. Des Weiteren wurde mit der Vermarktung der neuen Flächen begonnen.

Mit der Stadt Mannheim wurden die laufenden Gespräche hinsichtlich potenzieller Erweiterungsflächen im Bereich der Westspitze Pfeifferswörth und somit in unmittelbarer Nähe zum bestehenden MMT-Campus fortgeführt.

Mit der Metropolregion Rhein-Neckar als herausragende Hochschul-, Forschungs-, Klinik- und Industrieregion im Umfeld bildet Mannheim einen attraktiven Standort für forschungsintensive und technologieorientierte Unternehmen im Sektor Medizintechnologie.

Das Konzept der TPMA basiert darauf, den Immobilienbedarf dieser entwicklungs- und technologieorientierten Unternehmen der Medizintechnologie am Standort Mannheim in Form eines bedarfsorientierten Immobilienangebots abzudecken. Demzufolge ist der Erfolg des Projekts auch an die Entwicklung des Clusters Medizintechnologie gebunden. Dieses Forschungsumfeld ist das wichtigste Motiv zur Akquisition von Unternehmen dieses Bereichs und damit Grundlage für die Auslastung der Immobilien, die für dieses Technologiefeld entwickelt werden.

Die Stadt Mannheim betreibt seit 2011 eine aktive Clusterpolitik für den Bereich Medizintechnologie. Die Grundlage hierfür bildet ein Netzwerk aus Forschungseinrichtungen (u.a. Fraunhofer IPA - Abteilung für klinische Gesundheitstechnologien, Universitätsmedizin Mannheim, Universität Heidelberg, CeMOS-Forschungsinstitut der Hochschule Mannheim), Unternehmen und koordinierenden Einrichtungen.

Zum Ausbau des Clusters treiben die Stadt Mannheim und der TPMA gemeinsam und zusammen mit anderen Akteuren die Weiterentwicklung des MMT-Campus voran, welcher sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Universitätsklinikums befindet. Die TPMA hat bereits zwei der insgesamt drei geplanten Gebäude realisiert, mit dem Bau des dritten Gebäudes wurde Ende 2023 begonnen. Begleitet wird die Entwicklung der TPMA durch das Mitte 2021 fertiggestellte Business Development Center für Medizintechnologie -CUBEX ONE- (BDC) durch eine Tochtergesellschaft der Stadt Mannheim. Zudem wurde durch einen privaten Investor ein Wohnraumangebot für Beschäftigte als integraler Bestandteil der Nutzungs- und Strukturkonzeption des MMT-Campus geschaffen. Darüber hinaus plant der gleiche Investor bei entsprechender Vorvermietung als Ergänzung des MMT-Campus die Errichtung eines neuen Bürogebäudes. Und auch die Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg bzw. der Landesbetrieb Vermögen und Bau hat für die Bereiche Forschung und Lehre planmäßig im Sommer 2023 mit der Realisierung deren ersten drei Neubauten als Ergänzung und Weiterentwicklung des MMT-Campus begonnen. Darüber hinaus wird es in dem Areal zu einer Ansiedlung eines Helmholtz-Instituts für translationale kardiovaskuläre Forschung (HI-TAC) sowie perspektivisch und bei entsprechendem Bedarf zu einem Betreuungsangebot für Kinder kommen.

Für die drei Gebäude der TPMA und das Cubex One der Stadt Mannheim wurde in 2015/2016 der städtebauliche Masterplan und hierauf basierend der Bebauungsplan entwickelt.

Neben den Aktivitäten in Mannheim hat die TPMA die Möglichkeiten einer Realisierung von einem Büro- und Laborgebäude in Heidelberg tiefergehend untersucht. Nach intensiven Planungsrunden wurde das Projekt Anfang 2024 zur Realisierung an die Schwestergesellschaft Technologiepark Karlsruhe übergeben.

Nach dem Beginn des Ukrainekriegs folgten Unsicherheiten hinsichtlich der Energieversorgung, des Weiteren gab es hierdurch Preissteigerungen und Lieferengpässe für Baumaterialien. Da im Geschäftsjahr 2023 nur in geringem Maße Baumaßnahmen stattgefunden haben, gingen damit im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft einher.

Vermögens- und Finanzlage:

Die Aktivseite der Gesellschaft mit einem Betrag von insgesamt TEUR 25.568 (Vj. TEUR 27.189) besteht aus Anlagevermögen (TEUR 23.170, Vj. TEUR 22.194), Umlaufvermögen (TEUR 2.384, Vj. TEUR 4.981) und einem Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 13, Vj. TEUR 15).

Das Anlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen die ersten beiden fertiggestellten Bauabschnitte, den Erwerb der diesbezüglichen Grundstücke sowie die bereits geleisteten Zahlungen für die Errichtung des dritten Bauabschnitts inklusive dessen Grundstückskosten.

Das Umlaufvermögen wird durch das Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 1.795, Vj. TEUR 1.161), den Vorräten (TEUR 346, Vj. TEUR 3.161), den Forderungen aus Lieferung und Leistung (TEUR 175, Vj. TEUR 203) und den Forderungen gegen das Finanzamt (TEUR 67, Vj. TEUR 454) geprägt. Die deutliche Reduktion bei den Vorräten ist durch die erfolgte Abrechnung der Direktinvestitionen unserer Mieter des TPMA2 begründet. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung betreffen drei zum Jahresende noch offene Rechnungen für die Direktinvestitionen mit unseren Mietern. Die Forderungen gegen das Finanzamt haben sich gegenüber dem Vorjahr reduziert, da zum Jahresende die Umsatzsteuerforderungen niedriger gewesen sind.

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die Gehaltszahlungen für Januar 2024.

Den Vermögenswerten stehen das Eigenkapital (TEUR 5.321, Vj. TEUR 4.110), die Rückstellungen (TEUR 64, Vj. TEUR 70) und die Verbindlichkeiten (TEUR 20.183, Vj. TEUR 23.009) gegenüber.

Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 2.000 (Vj. TEUR 2.000), der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 4.000 (Vj. TEUR 3.000), aus dem Verlustvortrag (TEUR 890, Vj. TEUR 772) sowie aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres (TEUR 212, Vj. Jahresfehlbetrag TEUR 119) zusammen. Die Kapitalrücklage wurde seitens der Gesellschafterin zur Stärkung des Eigenkapitals erbracht. Die Erhöhung im Geschäftsjahr stellt hierbei einen Finanzierungsbaustein für den dritten Bauabschnitt dar.

Die Verbindlichkeiten setzen sich aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 19.482, Vj. TEUR 19.721), den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (TEUR 284, Vj. TEUR 354) sowie den sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 417, Vj. TEUR 2.934) zusammen. Die Reduktion bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist durch die erfolgten Tilgungsleistungen begründet, die bei den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung durch die Reduzierung bei den Sicherheitseinbehalten und die bei den sonstigen Verbindlichkeiten aus der Abrechnung des Direktinvests mit unserer Mieterschaft.

Liquiditätslage:

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 zu jedem Zeitpunkt gegeben. Der Zahlungsmittelbestand hat sich zum Bilanzstichtag von TEUR 1.162 auf TEUR 1.795 erhöht.

Ertragslage:

Die Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Gewinn in Höhe von TEUR 212 (Vj. TEUR 119 Verlust). Die Umsatzerlöse haben sich deutlich von TEUR 1.292 auf TEUR 5.830 erhöht. Die Steigerung ist einerseits durch die Weiterberechnung der Direktinvestitionen an die Mieterschaft des TPMA2 sowie andererseits dadurch begründet, dass die Mieteinnahmen für das TPMA2 erstmals für ein komplettes Geschäftsjahr eingegangen sind. Durch die Abrechnung der Direktinvestitionen beträgt die Summe Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen TEUR 2.701 (VJ. TEUR -2.887). Aus gleichem Grund hat sich im Gegenzug der Materialaufwand von TEUR 3.048 auf TEUR 1.190 reduziert. Da der zweite Bauabschnitt erstmals für ein komplettes Geschäftsjahr abgeschrieben wurde, haben sich diese von TEUR 435 auf TEUR 658 erhöht. Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen hat sich von TEUR 242 auf 188 TEUR reduziert. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen haben sich von TEUR 272 auf TEUR 578 erhöht. Ursache hierfür ist, dass das Darlehen für den zweiten Bauabschnitt im Herbst 2022 mit einer 10-jährigen Zinsbindungsfrist festgeschrieben worden ist. Das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 212 fiel besser aus als die im Vorjahr abgegebene Prognose (Verlust TEUR 6,5).

Risikomanagement und Maßnahmen zur Risikofrüherkennung:

Operatives Risiko

Gesellschaft allgemein

Innerhalb der Gesellschaft findet grundsätzlich das 4-Augen-Prinzip Anwendung. Der Organisation der Gesellschaft liegt eine Kompetenz- und Zeichnungsordnung zugrunde.

Vertragsgestaltung allgemein

Allgemeine Verträge, die die TPMA beabsichtigt abzuschließen, werden grundsätzlich durch die Rechtsabteilung der Gesellschafterin bzw. durch hiermit beauftragte externe Kanzleien überprüft.

Dienstleistungen allgemein

Das gesamte Rechnungswesen, das Steuerwesen, der Zahlungsverkehr und die Personalbuchhaltung erfolgen auf Grundlage eines Geschäftsbesorgungsvertrages durch die L-Bank.

Marktpreisrisiko

Um Preisrisiken entgegenzuwirken werden, soweit möglich, langfristige Mietverträge mit einer Indexklausel geschlossen.

Adressenausfallrisiko

Zur Überprüfung von Mietinteressenten, Generalunternehmern sowie sonstigen Vertragspartnern werden vor Abschluss der jeweiligen wesentlichen Verträge Auskünfte bei der Coface Rating GmbH oder ähnlichen Einrichtungen eingeholt. Eine wesentliche Auswirkung der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage auf das Adressrisiko der Mieterschaft, der Handwerkerschaft und sonstigen Dienstleistern konnte nicht beobachtet werden.

Chancen der künftigen Entwicklung

Mit der Medizintechnologie konzentriert sich der Technologiepark Mannheim auf eine weltweit wachsende Branche als Basis für die zukünftige Entwicklung. Mit der Konzentration des Clusters im MMT-Campus liegt eine mit der Stadt Mannheim abgestimmte Wachstumsstrategie vor, die dem TPMA über die Entwicklung der insgesamt erst einmal drei geplanten Gebäude sowie der Aussicht auf weitere Gebäuderealisierungen eine solide Basis für positive Ergebnisse in der Zukunft bietet. Ein entsprechender Bedarf wird auch interessentenseitig in den stattgefundenen und laufenden Mietinteressentengesprächen zum Ausdruck gebracht. Die ersten beiden Bauabschnitte waren jeweils mit Fertigstellung komplett vermietet, für den dritten Bauabschnitt laufen die Mietinteressentengespräche, ein erster Mietvertrag wurde gezeichnet.

Die TPMA ist bestrebt, in ihren Mietverträgen Wertsicherungsklauseln zu vereinbaren. Diese bilden die Grundlage und Möglichkeit von Mietzinsanpassungen bei Verbraucherpreisindexänderungen.

Risiken der künftigen Entwicklung

Für die von der Gesellschaft vorgesehenen drei Spezialimmobilien und den möglichen weiteren Bauabschnitten besitzt die TPMA einen auf eigenen Erfahrungen beruhenden Wissensvorsprung. Damit entzieht sich die TPMA für diesen Teilbereich zum Teil dem Wettbewerb mit anderen Immobilienanbietern und dem damit verbundenen Druck auf die Mietpreise. Insbesondere ist das Angebot an potenziellen Laborflächen in der Region durchaus begrenzt. Darüber hinaus hat die TPMA durch die bereits fertiggestellten Bauabschnitte sowie dem laufenden Neubau begonnen, sich einerseits als Vermieter und andererseits bei der Handwerkerschaft als Auftraggeber zu etablieren.

Dem Risiko aus den Spezialimmobilien wird durch mehrere Maßnahmen begegnet. Der wesentliche Aspekt in der Planung dieser Immobilien ist die Sicherstellung der Drittverwendungsfähigkeit. Im Falle einer Nichtvermittelbarkeit an Unternehmen aus dem Bereich Medizintechnologie müssen die Immobilien innerhalb des Lebenszyklus ohne großen Aufwand auch als Bürogebäude nutzbar und zu vermarkten sein. Bei den Gebäuden in Mannheim müssen beispielsweise nur die unabdingbaren Vorinvestitionen für Laborgebäude getätigt werden, z.B. die höhere Geschosshöhe, Einzug von Schächten sowie Vorhalt von Technikflächen im UG und auf dem Dach. Dies führt gegenüber einem konventionellen Bürogebäude lediglich zu Mehrinvestitionen im Grundausbau von ca. 5%. Die Technikeinbauten wie Lüftungsanlagen, Kälteanlagen etc. werden erst mieterfirmenspezifisch vorgenommen. Für diese Spezialeinbauten werden dann entsprechend der Zusatzkosten und der Risikoeinschätzung mit den jeweiligen Mietern eine Zusatzmiete und/oder eine Direktinvestition vereinbart. Maßgeblich für die Entscheidung, ob Zusatzmiete oder Direktinvestition ist hierbei auch, ob die Spezialeinbauten durch einen möglichen Nachmieter voraussichtlich genutzt werden können oder nicht. Bei mangelnder Nachfrage nach Laborflächen sind die Gebäude auch als Bürogebäude nutzbar. Darüber hinaus wurde im Rahmen des Kooperationsvertrages mit der Stadt Mannheim mit dieser vereinbart, dass sofern es der TPMA trotz ernsthafter Bemühungen in einer festgelegten Frist nicht gelingt, entsprechende Nutzer aus dem Bereich der Medizintechnologie zu finden, die Flächen auch ohne diese Nutzungseinschränkung vermietet werden können. Bei den Neubauten wird auch immer der Stand der Technik Rechnung getragen. Dies einerseits auf die diesbezüglich steigenden Anforderungen seitens der Mieterschaft aber auch im Hinblick auf einen potenziell möglichen zukünftigen Verkauf der Gebäude.

Risiko bei Baumaßnahmen

Bei Neubaumaßnahmen sind folgende Verfahren vorgesehen:

Zur Beauftragung der Baumaßnahmen finden Ausschreibungen statt, bei denen jeweils mehrere Unternehmen angefragt werden. Zur Absicherung von größeren Bauleistungen erhält die TPMA in der Regel eine Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 5 % der Netto-Auftragssumme. Sofern der TPMA keine Vertragserfüllungsbürgschaft zur Verfügung gestellt wird, tätigt Sie zur Wahrung ihrer Interessen bei dem Ausgleich der Baurechnungen entsprechende Sicherheitseinbehalte.

Mit Fertigstellung der jeweiligen Gewerke erhält die TPMA seitens der wesentlichen Auftragnehmer i.d.R. eine 5 %ige Gewährleistungsbürgschaft. Falls nicht tätigt Sie bei der jeweiligen Schlussrechnung ein Gewährleistungseinbehalt in entsprechender Höhe.

Analog zu der Vorgehensweise bei den ersten beiden Gebäuden wird auch der dritte Bauabschnitt mittels Einzelvergaben an die Handwerksunternehmen errichtet.

Zur Sicherstellung der Qualitäten, Termine, Leistungsstände und Kosten wird ein Projektmanagement betrieben. Hierzu werden z. T. externe Unternehmen beauftragt.

Liquiditätssteuerung

Die Liquidität der Gesellschaft wird mit einem Liquiditätsplan (Planungszeitraum 5 Jahre) sowie einer kurzfristigen Aufstellung der einzelnen Einnahmen bzw. Ausgaben gesteuert. Der Fünfjahresplan wird auf der Basis Jahreswerte aufgebaut. Bankkontostände werden regelmäßig und zeitnah überwacht.

Reporting an die Gesellschafterin

Die von der TPMA erstellten Quartals- und Statusberichte werden regelmäßig der Gesellschafterin übermittelt und dienen der laufenden Kontrolle der Gesellschaft hinsichtlich ihres kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Handelns.

Prognosebericht

Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn bestehende Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

Weitere Unsicherheiten resultieren aus den aktuellen Baupreisentwicklungen, in manchen Bereichen aus den eingeschränkten Baumaterialverfügbarkeiten, der Energieversorgung, der steigenden Finanzierungskosten sowie der Inflation. Mit unseren Mietern wurden Wertsicherungsklauseln geschlossen, bei deren Ziehung die Häufigkeit sowie die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Mieterschaft mitberücksichtigt werden.

Wie im Abschnitt "Geschäftsentwicklung 2023" dargestellt, ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass eine Nachfrage nach technisch anspruchsvollen Sonderflächen sowie nach modernen, hochwertigen und repräsentativen Mietflächen für den Bereich Medizintechnik auch weiterhin bestehen wird. Diese Einschätzung wird auch durch die Erfahrungen und Erkenntnissen aus den bisher stattgefundenen und laufenden Mietinteressentengesprächen gestützt.

Das Jahr 2024 wird im Wesentlichen von der weiteren Realisierung des TPMA3 sowie dem Betrieb der beiden Bestandgebäude geprägt sein. Parallel hierzu wird die Vermarktung der neu entstehenden Flächen im TPMA3 fortgesetzt. Darüber hinaus werden die laufenden Gespräche mit der Stadt Mannheim und privaten Eigentümern hinsichtlich potenzieller Erweiterungsflächen des MMT-Campus fortgeführt.

Aufgrund der Vielzahl an öffentlichen Investitionen und den Erkenntnissen aus den erfolgreichen Vermietungen sowie den laufenden Mietinteressentengesprächen für den dritten Bauabschnitt sieht die TPMA gute Perspektiven für die von ihr geplanten Gebäude. Für den Fall einer zögerlicheren Entwicklung des Clusters Medizintechnologie besteht das Recht, andere Technologiefelder und Nutzungen in den Gebäuden anzusiedeln.

Die Gesellschafterversammlung hat im 4. Quartal 2023 eine Planung für das Geschäftsjahr 2024 mit einem erwarteten negativen Jahresergebnis in Höhe von TEUR 359 verabschiedet.

Bei der verabschiedeten Planung ist davon ausgegangen worden, dass das aktuelle wirtschaftliche Umfeld mit verstärkten Inflationsdruck und Folgen des Ukrainekriegs keine negativen Folgen (wie z.B. Mietausfälle) auf die TPMA entfalten. Dennoch ergeben sich durch den Ukrainekrieg mögliche Lieferkettenprobleme und gleichzeitig eine steigende Inflation. Die Risikosituation der TPMA GmbH wird hierdurch beeinflusst. Gleichzeitig bietet die Inflation bei indexierten Mietverträgen die Möglichkeit einer Erhöhung der Mieteinnahmen. Während bei den Darlehen für die ersten beiden Bauabschnitte durch den vereinbarten Festzinssatz derzeit kein Zinsänderungsrisiko besteht, kann ein solches für die Finanzierung des 3. Bauabschnittes, auch wenn in der Planungsrechnung dieses grundsätzlich berücksichtigt wurde, nicht ausgeschlossen werden. Auswirkungen von Krisen stellen sich im Wirtschaftszweig der Immobilienwirtschaft regelmäßig erst zeitversetzt ein. Aufgrund des Ukrainekriegs und den daraus folgenden Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Energiepreisentwicklung, den Baumaterialverfügbarkeiten und den möglichen Auswirkungen auf die TPMA ist eine Ergebnisprognose für 2024 insbesondere hinsichtlich der Realisierung der budgetgerechten und zeitlichen Umsetzung des TPMA3 mit Unsicherheiten behaftet.

 

Mannheim, 20. Juni 2024

Dirk Kral

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
A. Anlagevermögen

I. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.250.726,03 21.843.660,03
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.912,00 59.400,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 857.788,29 290.453,21

23.170.426,32 22.193.513,24
B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 346.477,97 3.161.368,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 175.424,61 203.005,69
2. Sonstige Vermögensgegenstände 67.068,90 454.831,55
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.795.149,80 1.161.574,41

2.384.121,28 4.980.780,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.987,61 14.684,02

25.567.535,21 27.188.977,49

Passiva


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 4.000.000,00 3.000.000,00
III. Verlustvortrag -890.215,00 -771.609,89
IV. Jahresüberschuss/ - fehlbetrag 211.542,90 -118.605,11

5.321.327,90 4.109.785,00
B. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen 63.595,00 70.250,00

63.595,00 70.250,00
C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.482.239,46 19.720.894,59
davon gegenüber Gesellschafter

EUR 19.482.239,46 (Vj. EUR 19.720.894,59)

davon gegenüber verbundenen

Unternehmen EUR 19.482.239,46 (Vj. EUR 19.720.894,59)

davon sonstige Verbindlichkeiten

EUR 10.910,74 (Vj. EUR 42.364,89)

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 283.596,40 353.707,99
3. sonstige Verbindlichkeiten 416.776,45 2.934.339,91
davon aus Steuern: EUR 14.517,13 (Vj. EUR 8.211,27)


20.182.612,31 23.008.942,49

25.567.535,21 27.188.977,49

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023



2023
2022 Unterschied

EUR EUR
EUR EUR
1. Umsatzerlöse
5.829.667,83
1.292.015,20 4.537.652,63
2. Verminderung (i.Vj. Erhöhung) des Bestandes




an zum Verkauf bestimmten




Grundstücken mit fertigen oder




unfertigen Bauten sowie




unfertigen Leistungen
-2.700.928,81
2.886.513,02 -5.587.441,83
3. sonstige betriebliche Erträge
2.333,49
9.138,29 -6.804,80
4. Aufwendungen für bezogene Leistungen
-1.190.293,62
-3.047.532,24 1.857.238,62
5. Personalaufwand:




a) Löhne und Gehälter -262.751,98
-268.482,21

b) soziale Abgaben und Aufwendungen für




Altersversorgung und für Unterstützung -42.284,11 -305.036,09 -38.720,21 -307.202,42 2.166,33
6. Abschreibungen:




a) auf immaterielle Vermögensgegenstände




des Anlagevermögens und Sachanlagen
-658.299,14
-434.758,88 -223.540,26
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
-188.093,82
-241.897,58 53.803,76
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge




a) Sonstige Zinsen 2,08
0,24

b) Negative Zinserträge aus Guthaben




bei Kreditinstituten 0,00 2,08 -1.860,47 -1.860,23 1.862,31
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-577.809,02
-271.795,79 -306.013,23
davon an verbundene Unternehmen EUR 577.809,02
(Vj. EUR 271.795,79)





10. Ergebnis nach Steuern
211.542,90
-117.380,63 328.923,53
11. Sonstige Steuern
0,00
-1.224,48 1.224,48
12. Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag)
211.542,90
-118.605,11 330.148,01

Anhang für das Jahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Mannheim und ist im Handelsregister der Stadt Mannheim unter der Nummer HRB 725870 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den allgemeinen Vorschriften des HGB für alle Kaufleute und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften erstellt. Im Hinblick auf § 65 Abs. 1 Nr. 4 der Landeshaushaltordnung und den Regelungen des Gesellschaftsvertrages hat die Gesellschaft bei der Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht die handelsrechtlichen Vorgaben für große Kapitalgesellschaften beachtet. Die Gesellschaft ist entsprechend § 271 Abs. 2 i.V. mit § 290 HGB ein verbundenes Unternehmen der L-Bank.

Für die Offenlegung werden die Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften gemäß § 326 Abs. 1 HGB in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte nach den gleichen Grundsätzen wie im Vorjahr.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert bilanziert. Sofern notwendig, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in einem jährlichen Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Einzeln aktivierte Anlagen werden linear über die unterstellte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern werden grundsätzlich aus den steuerlichen Abschreibungstabellen abgeleitet. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert aktiviert. Die Bewertung erfolgt nach § 253 Abs. 4 HGB. Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird zeitanteilig linear aufgelöst. Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Anlagenspiegel



Bruttowerte der Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 392,18 0,00 0,00 0,00 392,18
Grundstücke und Bauten 22.905.211,85 1.059.211,09 0,00 0,00 23.964.422,94
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.647,45 17.055,05 8.781,52 0,00 77.920,98
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 290.453,21 567.335,08 0,00 0,00 857.788,29
Summe 23.265.704,69 1.643.601,22 8.781,52 0,00 24.900.524,39

Kumulierte Abschreibungen Buchwerte

Stand
31.12.2023
31.12.2023

EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 392,18 0,00
Grundstücke und Bauten 1.713.696,91 22.250.726,03
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.008,98 61.912,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 857.788,29
Summe 1.730.098,07 23.170.426,32

Entwicklung der kumulierten Abschreibungen

Stand 1.1.
2023
Abschreibung
im Geschäftsjahr
Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 392,18 0,00 0,00 0,00 392,18
Grundstücke und Bauten 1.061.551,82 652.145,09 0,00 0,00 1.713.696,91
Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.247,45 6.154,05 392,52 0,00 16.008,98
Summe 1.072.191,45 658.299,14 392,52 0,00 1.730.098,07


Im Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind Bankguthaben von TEUR 1.795 (Vorjahr: TEUR 1.161) enthalten.

Im Juli 2023 erfolgte eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 1.000 durch die Gesellschafter auf Basis der Beschlussfassung vom 12.10.2021.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Gehaltszahlungen für das Folgejahr.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Prüfungskosten, Mitarbeiterverpflichtungen und Archivierungskosten.

Angaben zu den Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023

Gesamtbetrag
2023
bis 1 Jahr
2023
über einem
Jahr 2023
davon über
fünf Jahre
fällig
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten * 19.482.239,46 262.959,59 19.219.279,87 18.301.232,98
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 283.596,40 283.596,40 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 416.776,45 416.776,45 0,00 0,00
Summe 20.182.612,31 963.332,44 19.219.279,87 18.301.232,98

Art und Form
der Sicherheit
Vorjahr bis
1 Jahr
2022
Vorjahr über
einem Jahr
2022


EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten *
288.673,97 19.432.220,62
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen keine 353.707,99 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten
2.934.339,91 0,00
Summe
3.576.721,87 19.432.220,62


Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat zum Stichtag sonstige Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von TEUR 9.784.

Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft einen Mitarbeiter. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen betrug im Geschäftsjahr TEUR 19.

Im gesamten Geschäftsjahr 2023 war Herr Tibor Reiser alleiniger Geschäftsführer. Herr Reiser schied zum 29.02.2024 aus der Geschäftsführung aus, neuer Geschäftsführer ab dem 01.03.2024 ist Herr Dirk Kral.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 211.542,90 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Mannheim, den 20. Juni 2024

Geschäftsführer

Dirk Kral, Diplom-Betriebswirt (BA), Mannheim

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Technologiepark Mannheim GmbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Technologiepark Mannheim GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Technologiepark Mannheim GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 21. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dielehner, Wirtschaftsprüfer

Immesberger, Wirtschaftsprüfer

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