RP Abwicklungsgesellschaft II GmbH & Co. KG
Selbe AdresseVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Rohde seit 29.12.2017 | Geschäftsführer |
Ralf Luithardt seit 3.4.2013 | Prokura |
Johannes Dr. Groß seit 31.7.2007 | Prokura |
Matthias Stroezel seit 29.9.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stroezel Beteiligungs- und Beratungsgesellschaft mbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SSC - Services GmbHBöblingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023SSC-Services GmbH, BöblingenI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Grundlage des Geschäftsmodells der SSC-Services GmbH ist die Überzeugung, dass produktives Arbeiten nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist. Arbeiten ist von jedem Ort aus möglich und für jede Arbeits- und Lebenssituation optimal gestaltbar. Die in über 25 Jahren gewachsene Expertise von SSC liegt darin, die unterschiedlichsten Arbeitswelten zu verbinden. Dabei geht es konkret darum, wie man die Zusammenarbeit auf digitaler Ebene so gestaltet, dass sie sicher und nachvollziehbar ist. Hier spielen die Themen Integration, Agilität und Vernetzung sowohl in der Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitenden als auch in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden eine zentrale Rolle. Die Schwerpunkte der Tätigkeit von SSC, die sich auf Basis dieser Überzeugung herausgebildet haben, liegen in den Bereichen Datenmanagement, Applikationsmanagement, Prozessoptimierung sowie Partnerintegration. Datenmanagement Grundstein für die Zusammenarbeit im Kundenbereich ist der Datenaustausch. SSC wurde 1998 gegründet, um der Industrie eine sichere und moderne Datenaustauschplattform anzubieten, die den Datentransfer nachvollziehbar und reproduzierbar gestaltet. Mit dem System zum weltweiten Austausch von Nutzdaten (SWAN) besteht SSC seit der Gründung am globalen Markt. Der Datentransfer ist von zunehmender Komplexität und stetig wachsendem Volumen geprägt. SSC meistert den Spagat zwischen der Einhaltung vorgegebener Standards und maximaler Anpassungsfähigkeit der Software durch das gezielte Anwenden von agilen Methoden. SSC ist nicht nur Entwicklungsdienstleister, sondern auch Betreiber und Support-Einheit am Standort Böblingen. Darüber hinaus agiert SSC als Ansprechpartner für alle Themen, die das Management von Produktdaten über ihren gesamten Lebenszyklus betreffen. Das Daten-Lifecycle-Management sowie die Daten-Konvertierungen und -Migrationen komplettieren hierbei das Datenaustauschsystem SWAN. Applikationsmanagement Neben dem Datenmanagement stellt das Applikationsmanagement einen weiteren Baustein des SSC-Portfolios dar. Durch eine enge Verzahnung und Abstimmung mit allen beteiligten Bereichen beim Kunden entwickelt SSC eine Systemarchitektur, die die fachlichen und technischen Anforderungen des Kunden bestmöglich erfüllt. SSC unterstützt beim Aufbau, bei der Betriebsplanung und beim Betrieb. So wird sichergestellt, dass IT-Projekte die maximale Prozesssicherheit einhalten. Des Weiteren werden auch kundenspezifische Anpassung von Applikationen (Custom Application Development) durchgeführt. Applikationen werden, beispielsweise für die Partnerintegration im Automobilbereich, individuell an die Bedürfnisse des Kunden angepasst. Applikationsmanagement findet zunehmend in der Cloud statt. Im Bereich Cloud-Transformation bedienen wir sowohl die Migration von bestehenden Applikationen in eine beliebige Cloud-Umgebung als auch den Aufbau von neuen Cloud-Applikationen. Darüber hinaus beraten wir hinsichtlich der Auswahl und der Optimierung von bestehenden Prozessen. Prozessoptimierung Unabhängig von einer bestimmten Lösung oder Dienstleistung ist SSC in der Lage, die Bereiche Software-Entwicklung, Service und Beratung zu verzahnen. Die dadurch entstehenden Synergieeffekte tragen zur Prozessoptimierung bei. Damit profitieren die Kunden, auch bei internationalen Projekten, vom übergreifenden Know-how von SSC. Jede Rückmeldung dieser Zusammenarbeit fließt in die Optimierung der Produkte und Prozesse ein und beeinflusst die Ausrichtung unseres Services. Sowohl beim Applikationsmanagement als auch bei der Prozessoptimierung richten wir unsere Arbeitsweise nach den DevOps Prinzipien aus. Diese Vorgehensweise vermeidet Fachsilos und bricht Inselwissen auf. Partnerintegration Arbeiten von jedem Ort aus spiegelt sich auch in einer Zunahme der Geschäftsbeziehungen zwischen Lieferanten und Herstellern wider. SSC hat dementsprechend das Produktportfolio auf die umfassende Vernetzung von Lieferanten und Herstellern ausgeweitet und bietet kompetente Lösungen, wenn es um eine sorgfältige Planung und technische Anbindung von Partnern an bestehende IT-Systemlandschaften geht. Durch die Erweiterung der Partnerintegration um Business-Partner-Anbindungen können nun Lieferanten und Entwicklungsdienstleister mit den Herstellersystemen oder in der Hersteller-Netzwerkumgebung arbeiten. Das von SSC geführte Rechte- und Rollenmanagement sorgt hierbei für die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen des Kunden. 2. Entwicklung und Innovation Das Geschäftsjahr 2023 war für SSC in mehrfacher Hinsicht ein besonderes Jahr. SSC feierte nicht nur sein 25-jähriges Bestehen, es wurden auch die Weichen für die Zukunft neu gestellt. Die in 2022 begonnene Produktstrategie wurde im Geschäftsjahr 2023 konkretisiert. Ausgehend von den SSC-Schwerpunktthemen Datenmanagement, Applikationsmanagement, Prozessoptimierung und Partnerintegration wurden vier Geschäftsfelder mit jeweils einem Verantwortlichen definiert. Innerhalb eines Geschäftsfelds wurden sachinhaltlich zusammengehörige Themen gebündelt. In einem zweiten Schritt wurde ein einheitlicher, mehrstufiger Prozess entwickelt, dessen Ziel die Formulierung einer Geschäftsfeldstrategie ist. Hand in Hand mit der Entstehung der Geschäftsfeldstrategie entwickelte sich die Organisationsstruktur weiter. Neue Zuständigkeiten und Berichtswege wurden implementiert, das Leitungsteam wurde transformiert und die Rollenverständnisse in den Teams geschärft. Das Kernthema von SSC, der Datenaustausch, stand auch 2023 im Fokus. Auf Basis der in 2022 durchgeführten Kundenanalyse wurden im Geschäftsjahr 2023 weitere Features entwickelt. Darüber hinaus wurde das Datenaustauschtool erfolgreich in die Cloud migriert und bei den ersten Kunden zur Anwendung gebracht. Dem Austausch von Daten kommt immer größere Bedeutung zu. Auf EU-Ebene wurde das Projekt GAIA-X gestartet, das sich zum Ziel gesetzt hat, eine sichere und vernetzte Dateninfrastruktur in Deutschland und Europa zu schaffen. Das Projekt GAIA-X stärkt die Datensouveränität für Wirtschaft, Wissenschaft, Staat und Gesellschaft bei der Speicherung, beim Austausch und bei der Nutzung von Daten und Diensten. Somit steht GAIA-X für Sicherheit und Vertrauen im digitalen Raum. Das erste konkrete Umsetzungsprojekt von GAIA-X ist Catena-X. Catena-X überträgt die Prinzipien von GAIA-X auf die automobile Wertschöpfungskette. SSC ist einer von aktuell drei Onboarding-Partnern für Catena-X und baut seine Aktivitäten in diesem Bereich weiter aus. Weitere Initiativen im Bereich Forschung ergaben sich mit der TU Berlin zum Thema Steigerung der Kollaborationsfähigkeit von KMU in der verteilten Produktentstehung. Die klassische Produktentwicklung rund um das Engineering verlagert sich mehr und mehr in den virtuellen Raum. Hier hat SSC in 2023 sowohl sein Produktportfolio als auch die innerbetriebliche Zusammenarbeit neugestaltet, mit dem Ziel, den Kunden entlang des gesamten digitalen Produktentstehungsprozesses kompetent zu begleiten. Hierzu gehören auch Beratungsleistungen im Bereich Informationssicherheit. SSC bietet hier aufgrund der Kenntnisse sowohl im Bereich Engineering als auch im Bereich IT umfassende Beratung für Kunden an, die einen offiziellen Nachweis im Bereich Informationssicherheit im Automotive-Umfeld anstreben. SSC hat in 2023 die Geschäftsfeldstrategien gestartet und die bestehenden Produkte analysiert. Dies wird von einem angepassten Vertriebskonzept flankiert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die durch die Beendigung der Corona-Pandemie erhoffte Erholung der Weltwirtschaft trat in 2023 nur in bedingtem Maße ein. Die weltwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen waren weiterhin sehr angespannt. Das Jahr war immer noch geprägt vom Krieg in der Ukraine, zusätzlich flammte der Konflikt im Nahen Osten wieder auf. Meldungen über Naturkatastrophen beherrschten die Schlagzeilen das ganze Jahr hinweg. Die Notenbanken verfolgten weiterhin eine straffe Geldpolitik, denen die Fiskalpolitik jedoch positive Impulse entgegensetzte. Niedrigere Energie- und Rohstoffpreise wirkten sich ebenfalls positiv aus. Die Weltwirtschaft entwickelte sich daher etwas besser als zu Jahresbeginn erwartet und lag mit einem Wachstum von 2,7 % nur leicht unter dem Vorjahreswert (2022: 3 %). Betrachtet man die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Regionen, so fallen deutliche Unterschiede auf. Eine unerwartet positive Entwicklung wiesen die Volkswirtschaften der USA, Indiens und Brasiliens auf. Die US-Wirtschaft konnte, trotz Anhebung des Leitzinses auf 5,5 %, ein Wirtschaftswachstum von 2,5 % erreichen. China erzielte sein Wachstumsziel von 5,2 % ungeachtet der Immobilienkrise aufgrund von staatlichen Stützungsmaßnahmen sowie geldpolitischen Lockerungen. Dagegen zeigten sich die Volkswirtschaften im Euroraum eher schwach. Die Eurozone wuchs lediglich um 0,5 % (2022: 3,5 %). Zwar gingen die Belastungen durch die hohen Energiepreise zurück, trotzdem blieb der Industriesektor unter Druck und der private Konsum stagnierte angesichts weiterhin hoher Inflationsraten (2023: 5,4 %) und steigender Zinsen. Deutschland fiel 2023 in eine Rezession und wies für 2023 ein negatives Wirtschaftswachstum in Höhe von -0,3 % aus (2022: 1,8 %). Die sinkenden Energie- und Rohstoffpreise bewirkten jedoch auch in Deutschland einen Rückgang der Inflationsrate auf 5,9 % (2022: 6,9 %). Eine Erholung der deutschen Wirtschaft scheint jedoch möglich zu sein. Sinkende Inflation und weitere erwartete Leitzinssenkungen könnten den Absatzmarkt stützen. Auch in 2023 erwies sich der IT-Markt in Deutschland stabil und verzeichnete ein Wachstum von 2,2 %. Hierbei gab es einen deutlichen Trend weg vom Hardwaremarkt hin zu Service- und Softwareumsätzen. Die Umsätze im Servicebereich legten um 5,1 % zu, die Softwareumsätze wiesen ein Wachstum von 9,6 % aus. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Beschäftigtenzahl im IT-Bereich sowie im Umsatz wider. Bis Ende 2023 waren ca. 1,2 Mio Menschen in Deutschland im IT-Bereich tätig. Im Bereich Software und IT-Services wurde ein Umsatz von über 100 Mrd. Euro erzielt. Der für SSC bedeutende Automobilsektor wurde in seiner Entwicklung erwartungsgemäß von den weltweiten Rahmenbedingungen ebenfalls beeinflusst. Einerseits wurde durch die Normalisierung der weltweiten Automobilproduktion durch die Stabilisierung der Lieferketten die Absatzentwicklung gefördert, andererseits zeichnete sich vor allem im Jahresverlauf eine schwächer werdende Kundennachfrage ab. SSC konnte sich in diesem überaus herausfordernden Umfeld behaupten. Die allgemeine Unsicherheit hat sich weiterhin in einer hohen Fluktuation sowie in einer stark angestiegenen Krankheitsquote widergespiegelt. Unsicherheiten aufseiten der Kunden, Kostensteigerungen in allen Bereichen insbesondere in den Gehältern sind Rahmenbedingungen, die alle Unternehmen betreffen. In Summe hat SSC es geschafft, sein Umsatzziel zu erreichen und die Rendite zu steigern. 2. Geschäftsverlauf und Lage a. Ertragslage
In 2023 konnte SSC seinen Umsatz moderat steigern (+409 T€). Der Weg hin zu einer strategischen Ausrichtung der vier Geschäftsfelder zeigte bereits in 2023 erste Erfolge. Projekte im Bereich Beratung, Digital Engineering und Cloud rückten verstärkt in den Fokus. Flankiert wurden diese Themen von einer neuen Ausrichtung des Vertriebs, der sich hier in einer neuen Rolle als Business Development Partner versteht. Die größte Kostenposition bilden wie in den Vorjahren die Personalkosten, die um 9 % gegenüber dem Vorjahreswert angestiegen sind. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Die allgemeine Preiserhöhung wirkte sich auf alle Kosten aus. Direkt betroffen waren die Mietkosten, die um knapp 8 % gestiegen sind. Ein weiterer Anstieg um 14,1 % war in den EDV-Kosten zu verzeichnen. Hier waren die Lizenzgebühren sowie die Kosten für Leasing gestiegen. Die restlichen Kosten bewegten sich auf einem erwartbaren Niveau. b. Vermögens- und Finanzlage
Die Forderungen aus LuL sind um T€ 910 gestiegen, die flüssigen Mittel haben sich um T€ 15 verringert. Die flüssigen Mittel betrugen im Berichtsjahr T€ 3.495. Dies entspricht einer Liquidität 1. Grades (flüssige Mittel zu kurzfristigen Verbindlichkeiten) von 142 % (i.V. 173 %). Der Rückgang der Liquidität 1. Grades beruht im Wesentlichen auf einer Erhöhung der Rückstellungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern (Jahresergebnis zu Eigenkapital) liegt wie im Vorjahr bei 21 %. Die Bilanzsumme beläuft sich auf T€ 8.717, der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme bewegt sich auf Vorjahresniveau (2023: 65 %, 2022: 64 %). Der Bilanzgewinn erhöhte sich um T€ 673 auf T€ 5.545. Innerhalb der sonstigen Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungen enthalten: Mitarbeiter-Ergebnisbeteiligung und Tantiemen für das vergangene Geschäftsjahr T€ 1.149 (i.V. T€ 957), Urlaubsrückstellungen T€ 136 (i.V. T€ 142) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen T€ 213 (i.V. T€ 100). 3. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: - Umsatzentwicklung - Personalintensität Der Umsatz in 2023 ist gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % gestiegen. Hier zeigt sich, dass sich SSC auf einem guten Weg in Richtung Wachstum befindet. Wachstum im Dienstleistungssektor ist an die zur Verfügung stehende Personalkapazität gebunden. SSC hat im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 30 Mitarbeitende rekrutiert. Unter Berücksichtigung der Fluktuation kam es zu einem Personalaufbau der unbefristet Beschäftigten von 11 Mitarbeitenden. Die Personalintensität (Personalkosten bezogen auf den Umsatz) hat sich um 4,2 Prozentpunkte erhöht. 4. Gesamtaussage Die anspruchsvollen Rahmenbedingungen des Jahres 2023 hatten auch einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von SSC. Eine nach wie vor hohe Wechselbereitschaft der Mitarbeitenden, Verunsicherung durch Inflation sowie Unsicherheit in den Märkten erfordern Maßnahmen, um die daraus entstehenden negativen Effekte abzumildern. Das Geschäftsergebnis 2023 zeigt, dass sich SSC hier auf dem richtigen Weg befindet. Trotz hoher Fluktuation, einem hohen Krankenstand und Unsicherheiten aufseiten der Kunden konnte ein Umsatzwachstum erzielt werden. Der Personalaufbau führte zu einem Anstieg der Personalintensität und damit verbunden zu einer geringeren Steigerung der Umsatzrentabilität als prognostiziert, in Summe hat SSC eine positive Entwicklung gezeigt. III. Prognosebericht Die Prognosen für das 2024 sind weiterhin verhalten. Für die Weltwirtschaft wird ein sich weiter verlangsamendes Wachstum erwartet. Die Risiken durch Kriege und Inflation sowie eine restriktive Geldpolitik dämpfen die Erwartungen. In seiner aktuellen Prognose geht der IWF daher von einem Wachstum der Weltwirtschaft in 2024 von 3,1 % aus, was ein leichtes Plus gegenüber 2023 bedeutet, aber dennoch deutlich hinter dem Durchschnittswert der vergangenen Jahre von 3,8 % zurückbleibt. Während sich die Prognosen für die Weltwirtschaft im Zeitablauf leicht verbessert haben, senkte der IWF in seiner letzten Prognose die Schätzung für das deutsche Wirtschaftswachstum. In der Eurozone wird aufgrund der fehlenden geld- und fiskalpolitischen Impulse eine schwache konjunkturelle Entwicklung erwartet, wobei Deutschland hier das Schlusslicht bildet mit einem geschätzten Wachstum von 0,5 %. Insgesamt wird in Europa mit einem Wachstum von 0,8 % gerechnet. Eine leicht positive Grundstimmung herrscht hingegen beim Thema Inflation. In 2023 lag die weltweite Inflation bei 6,9 % (i.V. 7,1 %). Im Euroraum wird von einem deutlichen Rückgang der Inflation auf 3 % ausgegangen, für Deutschland wird sogar eine Halbierung der Inflationsrate prognostiziert (2,7 %). Jedoch sind auch hier die Prognosen überwiegend verhalten, da die Ungewissheiten über die weltweiten Entwicklungen bestehen bleiben. Den verhaltenen Prognosen zum Wirtschaftswachstum und der Inflationsentwicklung stehen die positiven Meldungen aus dem IT-Sektor gegenüber. Für die globalen IT-Ausgaben wird ein Wachstum von 9,3 % erwartet. Bei den Softwareumsätzen rechnet man, aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Cloud-Lösungen, sogar mit einem Plus von 14,5 %. Die Unternehmen sehen sich nach wie vor mit hohen Gehaltsforderungen konfrontiert. Die Wechselbereitschaft der Mitarbeitenden ist ebenfalls nach wie vor hoch, Unsicherheiten bremsen die Investitionsbereitschaft, Planungshorizonte werden kürzer. Dennoch sehen wir für 2024 aufgrund einer soliden Auftragslage und der Weiterentwicklung unserer Organisationsstruktur ein Umsatzwachstum und eine Steigerung der Rendite. Nach wie vor weist die IT-Branche Wachstumsraten auf, die über der allgemeinen Konjunktur liegen. Für das Jahr 2024 wird erstmals ein Umsatz mit Informations- und Telekommunikationstechnologie von mehr als 220 Mrd. Euro in Deutschland erwartet. SSC rechnet mit einem Umsatzwachstum in 2024 bei einem gleichzeitigen langsameren Kostenanstieg. Dies wird in Summe zu einer Erhöhung der Umsatzrentabilität von ca. 2,0 Prozentpunkten führen. Vor diesem Hintergrund blickt SSC positiv in die Zukunft. Die Risiken der weiteren politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen werden in unserem Risikomanagement-System betrachtet. IV. Chancen- und Risikobericht Unternehmerisches Handeln setzt voraus, Chancen zu erkennen und Risiken zu managen. Durch einen bewussten Umgang mit Risiken und dem vorausschauenden Erkennen von Chancen sichert SSC seinen Unternehmenserfolg und schafft nachhaltige Arbeitsplätze. Risikomanagement In 2023 wurde das Risikomanagement weiter ausgebaut und verfeinert. Es fand eine Konsolidierung der Betrachtungsebenen Unternehmensrisiken und Projektrisiken statt. Die Einbindung und Information der zuständigen Verantwortlichen hat stattgefunden. Eine Risikobeurteilung erfolgt auf Basis der Einschätzung "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Tragweite". Der aus einer Matrix ermittelte Risikowert bestimmt das weitere Vorgehen. Die Geschäftsführung wird im Rahmen des Risikomanagements regelmäßig informiert. Die deutlich angestiegene Fluktuation sowie der Fachkräftemangel in der IT-Branche stellen für uns nach wie vor die größten Risiken dar. Entsprechende Gegenmaßnahmen wie die Ausweitung der Recruiting-Maßnahmen wurden eingeleitet und werden in 2024 weiter ausgebaut. Eine engmaschige Kontrolle der Wirksamkeit der Maßnahmen wird durch das Risikomanagement sichergestellt. Chancenmanagement SSC hat sich in 2023 auf die Identifizierung und den Ausbau strategisch bedeutender IT-Themen konzentriert. Das rechtzeitige Erkennen von Trends und die Umsetzung in Projekte haben für SSC oberste Priorität. Ähnlich dem Risikomanagement sollen Chancen frühzeitig erkannt, bewertet und mit Maßnahmen versehen werden. Im Fokus stehen hier die bereits im Vorjahr genannten Themen Cloud-Computing und Vernetzung. Weitere Chancen, vor allem im Hinblick auf die Themen Fluktuation und Kapazitätsaufbau, sehen wir nach wie vor in der Weiterentwicklung unserer Organisationsstruktur. Hybrides Arbeiten wird weiterhin unterstützt, darüber hinaus fördert SSC durch social Events die Mitarbeiterbindung an das Unternehmen. Des Weiteren bietet SSC den Mitarbeitenden die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung von SSC mitzuwirken. Aktuell beteiligen sich Mitarbeitende an Themen, die die Arbeitskultur, die Ausrichtung der Geschäftsfelder aber auch die Gestaltung der Büroräume betreffen. Dies soll einen Beitrag zu einem angenehmen Arbeitsklima leisten und die Mitarbeiterbindung festigen.
Böblingen, den 11. März 2024 SSC-Services GmbH gez. Matthias Stroezel, Geschäftsführer gez. Tobias Rohde, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023SSC - Services GmbH, BöblingenAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter (Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00) wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Im Anlagenspiegel wurden sie als Zu- und Abgang erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risi ken bewer tet. Forderungen/Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Gewinne/Verluste aus Kursänderungen wurden bei kurzfristigen Forderungen/Verbindlichkeiten entsprechend § 256a HGB durch Neubewertung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag berücksichtigt. Im Übrigen wurden die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Nominalwert angesetzt. Vorräte Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Aktive Rechnungsabgrenzung Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Rückstellungen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Abgeltung der jeweiligen Risiken und ungewissen Verbind lichkeiten voraussichtlich erforderlich sein wird (Erfüllungsbetrag). Langfristige Rückstellungen wurden zum Barwert unter Anwendung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bewertet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzung Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Dieser ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen EUR 511.190,19 (Vorjahr: EUR 754.375,00). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 1.339.259,93 (Vorjahr: EUR 1.413.716,12). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 66.522,50 (Vorjahr: EUR 79.832,50). Rohergebnis Im Rohergebnis sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 72,12 (Vorjahr: EUR 1.026,96) enthalten. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.747 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Herr Matthias Stroezel Diplom-Ingenieur Herr Tobias Rohde Diplom-Kaufmann techn. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, für das Geschäftsjahr 2023 eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 1.000.000,00 vorzunehmen und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.545.352,55 auf neue Rechnung vorzutragen.
Böblingen, 11. März 2024 SSC - Services GmbH gez. Matthias Stroezel, SSC gez. Tobias Rohde, Services GmbH, Böblingen Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Dem vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2023 der SSC-Services GmbH, Böblingen, haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SSC-Services GmbH, Böblingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SSC-Services GmbH, Böblingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SSC-Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hi- naus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt ein schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 23. April 2023 BANSBACH
GmbH
gez. Joerg Schuster, Wirtschaftsprüfer gez. Amelie Barwasser, Wirtschaftsprüferin |
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