Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 204564
Eingetragen
30.3.2007
Branche
Großhandel mit TextilienTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von sonstigen TextilienEinzelhandel mit Textilien
Gegenstand
Der Handel mit textilen Erzeugnissen aller Art sowie anderen Handelswaren, sowie die Erbringung aller mit dem Handel von textilen Erzeugnissen in Verbindung stehenden Dienstleistungen, soweit für den Handel und die Dienstleistungen keine Erlaubnisse oder behördliche Genehmigungen erforderlich sind, und der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Dieker
seit 30.12.2024
Prokura
Thomas Rauss
seit 7.7.2017
Geschäftsführer
Helge Stromberg
seit 28.9.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 6 angezeigt

Özdilek Ev Tekstil Sanayi ve Ticaret A.S.
Turkey
475.000 €
47.50%
Rheine
300.000 €
30.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

texidea GmbH

Salzbergen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

texidea GmbH, Salzbergen

1. Kurzbeschreibung Unternehmensaktivitäten

Hauptgegenstand des Unternehmens ist der Handel mit textilen Erzeugnissen aller Art und anderen Handelswaren sowie die Erbringung aller mit dem Handel in Verbindung stehenden Dienstleistungen.

Die Aktivitäten der texidea GmbH werden überwiegend im Heimtextilien-Aktionsgeschäft mit Discountern, Handelsketten und Cash- & Carry-Unternehmen getätigt. Das Produkt-Portfolio umfasst im Bereich der Heimtextilien hauptsächlich Bett-, Frottier- und Tischwäsche sowie Geschirrtücher und textile Produkte wie Küchensets, Dekokissen, Teppiche, Decken, etc., sowohl im Private-Label-Bereich als auch im Lizenzbereich. Als weitere Produktsparten werden ebenfalls Produkte aus dem Bereich Outdoor/Gartenmöbel sowie Heimtierbedarf im Bereich der s. g. Aktionsgeschäfte vermarktet. Weitere Produktsparten aus dem Bereich Haushalt und Wohnen sind in ständiger Entwicklung bzw. teilweile bereits in der Vermarktung.

2. Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr verzeichnete die Weltwirtschaft ein moderates bis leicht robustes BIP-Wachstum. Die Wirtschaftsexpansion wurde durch eine Zunahme der industriellen Produktion, eine Steigerung der Investitionen und eine Zunahme der Exporte in vielen Ländern unterstützt. Die Weltkonjunktur hielt sich dabei angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet. Investitionen waren ein wesentlicher Treiber des Wirtschaftswachstums im Jahr 2023. Sowohl öffentliche als auch private Investitionen erlebten eine Zunahme, wobei Regierungen verstärkt in Infrastrukturprojekte investierten, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die weltweite Produktion expandierte in den ersten drei Quartalen 2023 mit einer Rate von durchschnittlich 0,8 Prozent kaum schwächer als im vor der Coronakrise verzeichneten Trend. Allerdings signalisierte der zum Jahresende von den Wirtschaftsexperten des IfW Kiel berechnete Indikator für das vierte Quartal eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik. Für die globale Produktion des Jahres 2023 prognostizierte das IfW eine Zuwachsrate von 3,1 Prozent, wobei zwischen den fortgeschrittenen Volkswirtschaften beträchtliche Unterschiede in der Produktionsentwicklung bestanden.

Besonders robust zeigte sich im Jahr 2023 die Wirtschaft der Vereinigten Staaten, wo sich die Produktion trotz des scharfen Zinsanstiegs - gestützt durch eine expansive Finanzpolitik - weiter deutlich erhöhte. Die Kombination aus starken Verbraucherausgaben, Investitionen und einer robusten Industrieproduktion führte zu einem soliden Wirtschaftswachstum. Die Beschäftigungslage blieb günstig, und die Regierung setzte Konjunkturmaßnahmen ein, um das Wirtschaftswachstum zu fördern. Insbesondere der Technologiesektor und die Dienstleistungsindustrie verzeichneten ein starkes Wachstum, während der Produktionssektor eine moderate Expansion verzeichnete.

Die wirtschaftliche Leistung in der Europäischen Union war 2023 gemischt und entwickelte sich im Vergleich eher schwach. Einige Länder in der EU, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, verzeichneten ein leicht robustes Wachstum, das von einer steigenden Exportnachfrage, Investitionen und einer verbesserten Binnennachfrage getragen wurde. Andererseits hatten einige Länder in der EU mit strukturellen Herausforderungen zu kämpfen, darunter hohe Arbeitslosigkeit, demografische Probleme und eine schwache Produktivitätsentwicklung. Die wirtschaftliche Erholung verlief in weiten Teilen der EU langsamer als erwartet. Für den Euroraum betrug das Bruttoinlandsprodukt kaum mehr + 0,6 Prozent; in Deutschland stagnierte die Wirtschaftsleistung mit - 0,3 Prozent.

In den Schwellenländern waren ebenfalls große Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik zu verzeichnen. In China hat sich die gesamtwirtschaftliche Produktion im dritten Quartal 2023 wieder spürbar belebt. Das Expansionstempo ist im historischen Vergleich aber weiter gering und das Land hat seine Rolle als Motor der weltwirtschaftlichen Expansion zu einem Gutteil eingebüßt. Hingegen expandierte die Wirtschaft in Indien seit einem Jahr sehr kräftig, und in den meisten südostasiatischen Schwellenländern stieg die Produktion zuletzt zum Teil ausgesprochen stark.

Der Preisauftrieb hat in 2023 weltweit deutlich nachgelassen. Maßgeblich für den Rückgang war zunächst die Entspannung an den Energiemärkten, die dazu führte, dass der Beitrag von der Energie spürbar kleiner wurde und zuletzt sogar entlastend wirkte. Aber auch die Kernrate der Inflation (Verbraucherpreise ohne Energie und Lebensmittel) ging im Jahresverlauf deutlich zurück. So schien der zugrundeliegende Inflationsdruck in Europa und in den Vereinigten Staaten im Dezember 2023 nicht mehr wesentlich höher zu sein als das Inflationsziel. Vor allem die nicht-energetischen Waren stiegen im Preis seit einiger Zeit kaum noch.

Die Verbraucherausgaben verzeichneten ebenfalls eine positive Entwicklung. In vielen Regionen stiegen die Einkommen und die Beschäftigung, was zu einer Zunahme der Konsumausgaben führte.

In Deutschland hinterließ die geringe wirtschaftliche Dynamik Spuren am Arbeitsmarkt. Der demographische Wandel und damit verbundene Fachkräftemangel wirkten dem aber entgegen. Die starken Lohnerhöhungen im Laufe des Jahres 2023 bewirkten in der 2. Jahreshälfte bei rückläufigen Inflationsraten erstmalig seit 2020 leichte Zuwächse bei den Reallöhnen, berichtete das Statistische Bundesamt.

Der Aufschwung der Weltwirtschaft lässt aktuell noch auf sich warten. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremst eine hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Diese Ungewissheit ist zum Teil geopolitischer Natur und in anhaltenden oder neuen militärischen Auseinandersetzungen (Ukraine, Gaza/Israel) oder wirtschaftlichen Konflikten (Vereinigte Staaten/China) geschuldet, zum Teil aber auch auf unklare oder inkonsistente Wirtschaftspolitik (Europa) oder innenpolitische Unsicherheiten (Vereinigte Staaten) zurückzuführen und dürfte die Neigung zu Investitionen und Konsum dämpfen. Bremsend wirkt zunächst auch noch die Geldpolitik; die Wirkung der kräftigen Zinserhöhungen dürfte noch nicht vollständig in der Realwirtschaft angekommen sein. Zusätzlich fallen finanzpolitische Impulse weg, die im vergangenen Jahr die Konjunktur noch angeregt haben. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet aktuell einen Anstieg der Weltproduktion in 2024 um nur 2,8 Prozent und für 2025 um 3,1 Prozent. Die Arbeitslosigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nimmt, so die Wirtschaftsexperten, in der nächsten Zeit zwar leicht zu, bleibt aber auf historisch niedrigem Niveau. Die Inflation wird nach deren Prognose weiter zurückgehen und soll im Jahr 2025 allgemein wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken gesunken sein.

Die derzeitige konjunkturelle Schwächephase im Euroraum soll nach vorherrschender Meinung im Verlauf des Jahres 2024 überwunden werden. Die seit einem Jahr anhaltende Stagnation der Wirtschaftsleistung dürfte sich allerdings zunächst fortsetzen. Hierfür spricht die insbesondere in der Industrie bis zuletzt schwache Unternehmenszuversicht. Im Jahresverlauf dürfte die europäische Wirtschaft dann nach und nach an Schwung gewinnen. Zum einen steigen die Reallöhne aufgrund kräftigerer Lohndynamik bei sinkendem Preisauftrieb wieder, was eine Belebung des privaten Verbrauchs begünstigt. Zum anderen dürften sich die Finanzierungsbedingungen mit der erwarteten Lockerung der geldpolitischen Zügel wieder verbessern. Schließlich wird voraussichtlich auch das außenwirtschaftliche Umfeld allmählich wieder mehr Impulse für die wirtschaftliche Aktivität geben. Allerdings soll der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 mit voraussichtlich 0,8 Prozent nochmals recht schwach ausfallen und sich erst im Jahr 2025 mit 1,5 Prozent auf eine Rate in der Nähe des Potenzialwachstums beschleunigen. Für Deutschland liegen die Prognosen nur bei 0,1 Prozent für 2024 bzw. 1,2 Prozent im Folgejahr. Ursachen sind -trotz kräftiger Zuwächse des real verfügbaren Einkommens- die Belastung der Baubranche aus der Zinswende und die finanzpolitischen Konsolidierungsmaßnahmen nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Nachtragshaushalt 2021.

Die Teuerungsraten sinken. Für den Euroraum wird ein Rückgang von 5,4 Prozent im Durchschnitt des Jahres 2023 auf voraussichtlich auf 2,2 Prozent (2024) sowie 1,9 Prozent (2025) prognostiziert. Diese Werte nähern sich dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank. In Deutschland rechnet das IfW mit Teuerungsraten von 2,3 Prozent in 2024 bzw. und 1,8 Prozent in 2025.

Das Jahr 2023 war aufgrund der anhaltenden schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erneut ein herausforderndes Jahr. Ein nach wie vor andauernder Preiskampf sowie volatile Rohmaterialpreise als auch ggf. steigende Herstellungs- und Beschaffungskosten sowie Beschaffungsnebenkosten nebst deren logistischen Risiken aufgrund von geopolitischen Spannungen wirken sich ggf. belastend auf die Ergebnisse der Unternehmen aus. Hiervon bleibt auch die Heimtextilien- und Konsumgüterindustrie nicht verschont. Ein harter Wettbewerb kennzeichnet die Entwicklung bei den wichtigen Großkunden der texidea GmbH. Unter diesen Umständen ist nach wie vor eine Zunahme eines Verdrängungswettbewerbs festzustellen. Trotz dieser auch im Jahr 2023 anhaltenden makroökonomischen sowie unternehmensspezifischen Herausforderungen hat die texidea GmbH positive Resultate erzielt. Unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen ist der Umsatz der texidea GmbH im Geschäftsjahr zwar um ca. 48 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, das operative Ergebnis konnte allerdings deutlich positiv gesteigert werden. Die Marktanteile in den Kernsegmenten der texidea GmbH konnten dabei im Geschäftsjahr 2023 allerdings weitestgehend gehalten werden.

Der Auftragsbestand per 31.12.2023 belief sich auf TEUR 24.678 (Vorjahr: TEUR 19.939).

Die eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Geschäftsaktivitäten, die strategische Ausrichtung auf verstärkte Konzentration auf das Kerngeschäft sowie auf ertragsoptimiertere Geschäfte zeigten im Geschäftsjahr 2023 erste positive Wirkung.

Die Finanzierung aller Geschäftsaktivitäten ist unter bestehenden Rahmenbedingungen bei einem erwartungsgemäßen Geschäftsverlauf unter Ausnutzung der entsprechenden Kreditarrangements nach wie vor sichergestellt.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses 2023 ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 ein gestiegenes Eigenkapital in Höhe von TEUR 4.137 (Vorjahr: TEUR 3.568). Bei einer um TEUR 3.427 gegenüber dem Vorjahr geringeren Bilanzsumme von TEUR 18.623 beläuft sich die Eigenkapitalquote auf rund 22,2 % (VJ 16,2 %).

Der Warenbestand per Geschäftsjahresende verminderte sich um rund TEUR 1.507 auf TEUR 4.102 (Vorjahr: TEUR 5.609). Schwankungen des Warenbestandes sind hauptsächlich dispositionsbedingt.

Bedingt durch einen leicht geringeren Umsatz in den letzten Monaten des Berichtsjahres gegenüber dem Vorjahr verminderte sich der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag um TEUR 1.708 auf TEUR 10.065 (VJ TEUR 11.773).

Sonstige Vermögensgegenstände verminderten sich um TEUR 185 auf TEUR 362 (VJ TEUR 547). Die Abweichung resultiert hauptsächlich aus der Verminderung von Steuererstattungsansprüchen.

Die Lieferantenverbindlichkeiten verminderten sich zum Bilanzstichtag um TEUR 961 auf TEUR 4.504 (VJ TEUR 5.465).

Die Bankverbindlichkeiten zum Geschäftsjahresende, vermindert um Kassenbestände und Bankguthaben, verminderten sich auf TEUR 4.010 (VJ TEUR 6.472). Enthalten sind langfristige Darlehen zur Finanzierung der Anschaffungskosten für das Firmengebäude incl. Photovoltaikanlage.

Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich per Geschäftsjahresende auf TEUR 2.000 (VJ TEUR 1.427). Hauptbestandteile sind Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche sowie Garantierückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Aufgrund der Konzentration auf ertragsoptimiertere Geschäfte lagen die Umsatzerlöse mit TEUR 37.763 ca. 48 % unter dem Vorjahreswert (TEUR 72.615). Der Wareneinsatz im Verhältnis zum Umsatz konnte dabei auf 74,5 % reduziert werden (VJ 84,6 %).

Eine verstärkte Konzentration auf das Kerngeschäft sowie auf ertragsoptimiertere Geschäfte zeigten im Geschäftsjahr 2023 positive Wirkung.

Durch Strukturveränderungen im Personalbereich lag der Personalaufwand im Berichtsjahr mit TEUR 2.153 unter dem Vorjahresniveau (TEUR 2.468).

Die Abschreibungen 2023 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 51 auf TEUR 432 (VJ TEUR 381). Die Veränderung resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Jahres 2023 beliefen sich auf TEUR 6.102 (VJ: TEUR 9.643). Umsatzabhängige Vertriebskosten als auch die Betriebskosten haben sich dabei deutlich vermindert.

Zur Steuerung der Gesellschaft texidea GmbH werden folgende finanzielle Leistungsindikatoren genutzt:

Cashflow:

Jahresergebnis 2023: TEUR 569
+ Abschreibungen TEUR 432
+ Zunahme der Rückstellungen TEUR 572
+ Bestandsveränderungen der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 3.375
- Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR -2.111
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens TEUR 168
+ Zinsaufwendungen TEUR 358
+ Ertragssteueraufwand TEUR 17
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR 3.380
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen TEUR -504
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen TEUR -55
Cash Flow aus Investitionstätigkeit TEUR -559
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten TEUR -346
- Gezahlte Zinsen TEUR -358
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit TEUR -704
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds TEUR 2.117
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode TEUR -5.583
Finanzmittelfonds am Ende der Periode TEUR -3.466

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode

+ Zahlungsmittel TEUR 304
- jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten TEUR -3.770
TEUR -3.466

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital TEUR 1.000
Rücklagen TEUR 5.194
Bilanzverlust TEUR -2.057
TEUR 4.137

Gesamtkapitalrentabilität

Jahresüberschuss 2023 TEUR 569 +
Finanzergebnis TEUR 525
zu Gesamtkapital TEUR 18.623 = 5,9 %

Umsatzrentabilität

Jahresüberschuss 2023 TEUR 569 +
Finanzergebnis TEUR 525
zu Umsatzerlösen 2023 TEUR 37.763 = 2,9 %

Liquiditäts-, Verschuldungsgrade

Kurzfristige Fremdmittel: TEUR 11.968
Kurzfristiges Umlaufvermögen: TEUR 10.814
Liquidität 1. Grades: TEUR -11.664
Liquidität 2. Grades: TEUR -1.154

Working Capital

Umlaufvermögen TEUR 14.849
./. kurzfristiges Fremdkapital TEUR 11.968
TEUR 2.881

Eigenkapitalquote

Eigenkapital TEUR 4.137 zu Gesamtkapital TEUR 18.623 = 22,2 %

Das erwirtschaftete Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 beläuft sich auf TEUR 569 (VJ: TEUR -834) und stellt eine deutlich positive Veränderung gegenüber dem Vorjahr dar. Eingeleitete Maßnahmen zur Optimierung der Geschäftsaktivitäten durch Prozess- und Kostenoptimierungen zeigten erste Wirkung. Eine verbesserte Wareneinsatzquote und dadurch verbesserte Rohertragsquote stellen dabei einen maßgeblichen Einflussfaktor dar.

Das Finanzergebnis TEUR -525 (VJ: TEUR -457) wurde im Berichtsjahr durch die Verlustübernahme aus der atypisch stillen Beteiligung im Zusammenhang mit dem Tochterunternehmen texidea care GmbH belastet. Bereinigt um diesen Faktor hat sich das Finanzergebnis im Berichtsjahr deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Die positive Veränderung des Betriebsergebnisses TEUR 1.111 (VJ: TEUR -388) um TEUR 1.499 ist in erster Linie auf den verminderten Betriebsaufwand zurückzuführen. Die allgemeinen Betriebsaufwendungen verminderten sich deutlich auf TEUR 8.577 (VJ: TEUR 11.841). Im Wesentlichen verminderten sich hierbei die umsatzabhängigen Vertriebskosten TEUR 4.768 (VJ: TEUR 7.439) sowie die Personalkosten TEUR 2.153 (VJ: TEUR 2.468) und die Betriebskosten TEUR 278 (VJ: TEUR 503).

Die wichtigen Großkunden werden im Rahmen eines Key Account Managements betreut. Darüber hinaus ist eine intensive Marktbeobachtung gewährleistet, so dass wichtige Erkenntnisse aus Marktbeobachtungen und Kundenkontakt gewonnen werden können.

Die texidea GmbH bietet außerdem eine große Kompetenz im Bereich der Beschaffung; nicht nur in Bezug auf die Produktqualität, sondern auch in Bezug auf die Einhaltung der Sozialstandards. Corporate Responsibility gewinnt immer mehr an Bedeutung und ist fester Bestandteil der Unternehmenspolitik. Unterstrichen wird dieser Aspekt u. a. durch die Einrichtung eines eigenen Sustainable Managements und durch die Mitgliedschaft im FTA (Foreign Trade Association), deren Aufgabe die Einhaltung eines festgelegten "code of conducts" ist. Dieser Aspekt ist für unsere Kunden von sehr großer Bedeutung.

Insgesamt beschäftigte das Unternehmen im Geschäftsjahr durchschnittlich 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

4. Risikobericht / Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Geschäftsrisiken sind systematisch in allen Unternehmensbereichen identifiziert und analysiert. Ein Controlling, das auch dem frühzeitigen Erkennen von möglichen Risiken dient, ist etabliert und wird ständig weiterentwickelt.

Marktrisiken:

Die Gesellschaft ist wichtiger Lieferant großer Abnehmer-Gesellschaften in Deutschland und verschiedenen EU-Ländern und außerdem bei verschiedenen anderen Discountern, Handelsketten und Cash & Carry-Unternehmen. Dieser Status verschafft dem Unternehmen eine gute Stellung bei der Auftragsvergabe und einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern.

Eine Verbreiterung des Kunden- und Produktportfolios wird zielstrebig verfolgt. Die Kundenstruktur - überwiegend bestehend aus Discountern - birgt theoretisch ggf. Risiken wie Kundenverluste bei wiederholten u/o anhaltenden Qualitätsmängeln und vermehrt verspäteten Lieferungen. Diese Risiken werden durch die langjährig geführten Kunden- und Lieferantenbeziehungen minimiert. Die Produktion in bewährten Produktionsstätten und deren Überwachung sowie die permanente Qualitäts- und Terminkontrolle durch teilweise eigenes Personal führt zu einer weiteren Minimierung der Risiken.

Die Sicherstellung störungsfreier Logistikprozesse im Beschaffungsbereich stellt immer wieder eine Herausforderung dar. Logistikkosten im Beschaffungsbereich hauptsächlich aus Fernost gestalten sich volatil und sind teils nur schwierig kalkulierbar. Dies kann u. U. negative Auswirkungen auf das Ergebnis haben.

Betriebsrisiken:

Die Partnerschaft mit der Özdilek-Gruppe als einer der Hauptlieferanten und gleichzeitiger Gesellschafter der texidea GmbH führt zu einer Verminderung der betrieblichen Risiken.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage bestehen bei erwartungsgemäßem Geschäftsverlauf und bestehenden Rahmenbedingungen aus heutiger Sicht nicht.

Die Gesellschaft ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Hierzu wird regelmäßig eine Absicherung gegen diese Risiken vorgenommen. Diese derivativen Finanzinstrumente werden nur dann eingesetzt, wenn sie durch Positionen aus dem operativen Geschäft hinterlegt sind.

Chancen:

Die Gesellschaft ist strategischer Partner großer Discounter. Diese Zusammenarbeit, und die hieraus resultierende Erfahrung, insbesondere die langjährige Erfahrung der Key Accounter in diesem Bereich, sind ein Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenzunternehmen, die neu in den Markt eintreten wollen.

Die strategische Partnerschaft mit der Özdilek-Gruppe bietet darüber hinaus weiteres Geschäftspotential.

5. Prognosebericht / Ausblick - Voraussichtliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2024

Die Prämissen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind weiterhin mit Unsicherheiten verbunden.

Die Weltwirtschaft expandiert derzeit in moderatem Tempo, wobei die Dynamik in den einzelnen Regionen recht unterschiedlich ist. Während die Konjunktur in den Vereinigten Staaten bis zuletzt kräftig war, befindet sich die Wirtschaft im Euroraum in einer Phase der Stagnation. Die konjunkturellen Unterschiede dürften im Prognosezeitraum geringer werden, ein kräftiger Aufschwung ist aber nicht in Sicht: Während die Expansion in den Vereinigten Staaten angesichts nachlassender fiskalischer Impulse etwas an Fahrt verliert, belebt sich die Konjunktur in Europa und Japan mit Abklingen der bremsenden Wirkungen des Inflationsschocks allmählich. Eine konjunkturelle Erholung in Deutschland lässt allerdings weiter auf sich warten. Da aber die Verbraucherpreisinflation spürbar sinkt, werden die real verfügbaren Einkommen im laufenden Jahr erstmals nach drei Jahren wieder steigen und den privaten Konsum stimulieren. Stimulierend wirkt auch die sich abzeichnende leichte Erholung beim Welthandel. Risiken für die Weltkonjunktur sind vor allem geopolitischer Natur, insbesondere einer Zuspitzung von Handelskonflikten und ergeben sich aus den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen.

Auch die Heimtextilien- und Konsumgüterindustrie und damit auch die texidea GmbH muss sich in diesem schwierigen Umfeld behaupten. Dabei ist die Sicherstellung einer störungsfreien Lieferkette einer der größten Herausforderungen. Störungen innerhalb der Lieferketten führen ggf. zu hohen ergebnisbelastenden Kostensteigerungen bis hin zu Auftragsausfällen mit entsprechenden Konsequenzen. Veränderungen des Kaufverhaltens der Kunden bedingt durch gesamtwirtschaftliche Entwicklungen und Einflüsse führen ggf. zu angepassten Auftragseingängen bei der texidea GmbH. Kostensteigerungen verursacht durch einen allgemeinen Preisanstieg oder temporäre Ressourcenknappheiten bei Dienstleistern können das Ergebnis zusätzlich negativ beeinflussen. Zur Risikominimierung wurden vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Dienstleistern getroffen. Physikalisch bedingte Risiken aus dem Logistikbereich bleiben allerdings bestehen. Diese Risiken wirken sich ebenfalls ggf. negativ auf das Ergebnis aus.

In diesem gesamtwirtschaftlichen Umfeld gehen wir davon aus, dass die erreichten Marktanteile im Kerngeschäft der texidea GmbH im Jahr 2024 gegenüber den wichtigen Großkunden gehalten werden können. Projekte zur weiteren Optimierung interner und externer Prozesse sollen entsprechende Kostenoptimierungspotentiale freisetzen. Projekte zur weiteren Geschäftsentwicklung werden sich mittelfristig weiter positiv auf das Ergebnis auswirken. Der aktuelle Auftragsbestand, weitere neue Produktideen und die Erzielung der Umsatz- und Ergebnisplanung zeigen eine adäquate Grundlage für eine solide Geschäftsentwicklung auf. Die Geschäftsleitung geht vorbehaltlich weiterhin bestehender Rahmenbedingungen bei einem ansonsten störungsfreien Geschäftsverlauf von einem positiven Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024 aus.

 

Salzbergen, 10. April 2024

texidea GmbH

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

TEXIDEA GMBH, SALZBERGEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.706.553,67 3.746.425,31
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 395.841,00 168.298,79
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 395.841,00 114.341,89
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 53.956,90
II. Sachanlagen 3.018.334,10 3.118.602,10
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.826.255,10 2.931.718,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 98.322,00 106.348,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 93.757,00 80.536,00
III. Finanzanlagen 292.378,57 459.524,42
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 262.378,57 429.524,42
2. Sonstige Ausleihungen 30.000,00 30.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 14.848.851,11 18.244.114,81
I. Vorräte 4.102.310,21 5.609.157,31
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.796.220,28 5.412.882,48
2. Geleistete Anzahlungen 306.089,93 196.274,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.442.246,25 12.333.093,67
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.064.831,37 11.772.710,34
2. Forderungen gegen Gesellschafter 15.868,32 13.304,04
3. Sonstige Vermögensgegenstände 361.546,56 547.079,29
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 304.294,65 301.863,83
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 67.492,82 59.460,06
18.622.897,60 22.050.000,18

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 4.136.609,79 3.567.675,14
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 5.193.876,20 5.193.876,20
III. Verlustvortrag -2.626.201,06 -1.792.576,83
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 568.934,65 -833.624,23
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.002.710,99 1.427.228,94
1. Steuerrückstellungen 2.947,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.999.763,99 1.427.228,94
C. VERBINDLICHKEITEN 12.483.576,82 17.055.096,10
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.313.588,74 6.774.093,49
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.503.800,62 5.464.577,61
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.399,86 36.634,89
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.276.484,60 3.473.832,60
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.368.303,00 1.305.957,51
- davon aus Steuern: EUR 1.302.297,41 (Vorjahr: EUR 1.198.038,20)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.954,62 (Vorjahr: EUR 1.851,80)
18.622.897,60 22.050.000,18
D. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE 220.148,81 107.186,11

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 37.762.758,96 72.614.594,09
2. Sonstige betriebliche Erträge 158.762,77 939.324,45
3. Materialaufwand -28.123.343,10 -61.449.608,75
Aufwendungen für bezogene Waren -28.123.343,10 -61.449.608,75
4. Rohergebnis 9.798.178,63 12.104.309,79
5. Personalaufwand -2.152.958,56 -2.467.700,61
a) Löhne und Gehälter -1.845.846,69 -2.120.101,16
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -307.111,87 -347.599,45
- davon für Alterversorgung: EUR 14.196,12 (Vorjahr: EUR 14.166,12)
6. Abschreibungen -432.006,81 -380.924,53
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -432.006,81 -380.924,53
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.101.952,35 -9.643.366,44
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 112.505,36
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 112.505,36)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 693,63 658,52
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -167.145,85 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 167.145,85 (Vorjahr: EUR 0,00)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -358.075,08 -570.073,40
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -16.522,00 13.573,81
13. Ergebnis nach Steuern 570.211,61 -831.017,50
14. Sonstige Steuern -1.276,96 -2.606,73
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 568.934,65 -833.624,23
16. Verlustvortrag -2.626.201,06 -1.792.576,83
17. Bilanzverlust -2.057.266,41 -2.626.201,06

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

texidea GmbH, Salzbergen

I. Allgemeine Angaben

Die texidea GmbH hat ihren Sitz in Salzbergen und ist in das Handelsregister Osnabrück eingetragen (HRB 204564).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung fand.

Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit den Wertansätzen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ansatz und Bewertung der Gegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens sowie der Verbindlichkeiten und Rückstellungen erfolgten im Rahmen der Vorschriften der §§ 246 ff. und §§ 252 ff. HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung.

Die Bewertung erfolgt nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Bewertungsvorschriften unter der Annahme der Fortführung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

Das immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Beim Anlagevermögen wurde die lineare Abschreibungsmethode gewählt. Das immaterielle Anlagevermögen wird über eine Laufzeit von 1 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab. Die Bewertung erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte zum Devisenkassamittelkurs. Hieraus wurden Kursverluste in Höhe von TEUR 54 realisiert, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendunge enthalten sind.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz

1) Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Beträge in der Spalte "Zugänge" der kumulierten Abschreibungen entsprechen den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Abschreibungen des Geschäftsjahres.

2) Forderungen

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

3) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge (jeweils größer TEUR 50) für ausstehende Rechnungen, Garantieverpflichtungen, Rückgaberechte, Urlaubsverpflichtungen und Jahresabschlusskosten.

4) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben unterschiedliche Laufzeiten. Weitere Angaben ergeben sich aus dem "Verbindlichkeitenspiegel".

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.313.588,74 4.116.002,74 197.586,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.503.800,62 4.183.800,62 320.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.399,86 21.399,86 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.276.484,60 276.484,60 2.000.000,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.368.303,00 1.368.303,00 0,00 0,00
12.483.576,82 9.965.990,82 2.517.586,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 543.434,00 EUR (Vorjahr: 889.282,00 EUR) sind durch Grundschulden gesichert.

Verbindlichkeiten Vorjahr:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.774.093,49 6.230.659,49 543.434,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.464.577,61 5.464.577,61 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.634,89 36.634,89 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.473.832,60 1.473.832,60 2.000.000,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.305.957,51 1.305.957,51 0,00 0,00
17.055.096,10 14.511.662,10 2.543.434,00 0,00

5) Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 220, die eine gesamtschuldnerische Mithaft für verbundene Unternehmen aus Darlehen und Kontokorrentkrediten betreffen.

IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Geschäftsbereichen erzielt:

Inland
TEUR
Ausland
TEUR
Heimtex 23.212 8.721
Bekleidung 420 4
Heimtierbedarf 334 67
Outdoor 3.678 1.221
Sonstige 106 0
27.750 10.013

2) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 142) enthalten.

3) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kursverluste in Höhe von TEUR 54.

V. Sonstige Angaben

1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

TEUR
fällig im Folgejahr 33
fällig zwischen einem und fünf Jahren 48
fällig in mehr als fünf Jahren (jährlich) 0

2) Finanzinstrumente

Devisentermingeschäfte

Zum 31. Dezember 2023 sind für das Geschäftsjahr 2024 Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Hierbei handelt es sich um Mikro-Hedge Sicherungen zur Absicherung der EUR/USD Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsschwankungen. Dabei entsprechen die Basiswerte und Währungen der Verbindlichkeiten bzw. der schwebenden Geschäfte (Warenkäufe) in vollem Umfang denen der Sicherungsgeschäfte. Es wurden USD Fremdwährungsverbindlichkeiten (TEUR 763) in Höhe von TUSD 844 bzw. schwebende Geschäfte (TEUR 10.609) (Wareneinkäufe) in Höhe von TUSD 11.684 abgeschlossen. Die Laufzeit der Devisengeschäfte reicht von Januar 2024 bis Oktober 2024.

Das abgesicherte Risiko in Höhe von TEUR 11.372 wurde anhand einer Gegenüberstellung der abgeschlossenen Kurse mit den am Bilanzstichtag geltenden Terminkursen ermittelt. Bei der angewandten Market-to-Market Bewertung handelt es sich um eine Barwertberechnungsmethode. Die Sicherungsinstrumente werden bilanziell als Bewertungseinheit mit den Verbindlichkeiten bzw. den schwebenden Geschäften (Wareneinkäufe) betrachtet.

3) Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist mit 70,0 % an der texidea care GmbH, Salzbergen, beteiligt. Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 60.781,34 EUR bei einem Eigenkapital von 3.928,08 EUR zum 31. Dezember 2023.

Die Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss, der im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt wird.

4) Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 37 Angestellte (26 Frauen und 11 Männer) beschäftigt.

5) Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar entfiel auf:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 38
Andere Bestätigungsleistungen 4
Steuerberatungsleistungen 21
Sonstige Leistungen 14
77

6) Geschäftsführung

Von den Beschränkungen des § 181 BGB befreite Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren die Herren Helge Stromberg, Rheine, Özhan Bingöl (bis zum 10. August 2023), Bursa, Türkei, sowie Thomas Rauß, Rheine. Herr Özhan Bingöl war zum gesamtvertretungsberechtigten, die Herren Helge Stromberg und Thomas Rauß sind zu einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern bestellt.

7) Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans / Forderungen gegen Gesellschafter

Angaben zu den Gesamtbezügen werden gem. § 286 Abs. 4 HGB nicht gemacht. Im Geschäftsjahr erfolgten Vorschüsse an einen Geschäftsführer in Höhe von TEUR 16.

8) Ergebnisverwendung

Es wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von 568.934,65 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

9) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

 

Salzbergen, 10. April 2024

gez. Helge Stromberg, Geschäftsführer

gez. Thomas Rauß, Geschäftsführer

Feststellung des Jahreabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 27. Mai 2024 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.943.761,35 503.680,41 53.956,90 0,00 6.501.398,66
2. Geleistete Anzahlungen 53.956,90 0,00 -53.956,90 0,00 0,00
5.997.718,25 503.680,41 0,00 0,00 6.501.398,66
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.643.362,33 0,00 0,00 0,00 3.643.362,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 160.524,00 0,00 0,00 0,00 160.524,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 593.044,89 55.600,61 0,00 0,00 648.645,50
4.396.931,22 55.600,61 0,00 0,00 4.452.531,83
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 429.524,42 0,00 0,00 167.145,85 262.378,57
2. Sonstige Ausleihungen 30.000,00 0,00 0,00 0,00 30.000,00
459.524,42 0,00 0,00 167.145,85 292.378,57
10.854.173,89 559.281,02 0,00 167.145,85 11.246.309,06
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.829.419,46 276.138,20 0,00 6.105.557,66
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.829.419,46 276.138,20 0,00 6.105.557,66
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 711.644,23 105.463,00 0,00 817.107,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.176,00 8.026,00 0,00 62.202,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 512.508,89 42.379,61 0,00 554.888,50
1.278.329,12 155.868,61 0,00 1.434.197,73
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
7.107.748,58 432.006,81 0,00 7.539.755,39
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 395.841,00 114.341,89
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 53.956,90
395.841,00 168.298,79
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.826.255,10 2.931.718,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 98.322,00 106.348,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 93.757,00 80.536,00
3.018.334,10 3.118.602,10
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 262.378,57 429.524,42
2. Sonstige Ausleihungen 30.000,00 30.000,00
292.378,57 459.524,42
3.706.553,67 3.746.425,31

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die texidea GmbH, Salzbergen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresschluss der texidea GmbH, Salzbergen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der texidea GmbH, Salzbergen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Rheine, 10. April 2024

Hartmann & Associates GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

J. Hartmann, Wirtschaftsprüfer

M. Smeddinck, Wirtschaftsprüfer

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