Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 209335
Vorher
PRO-TEC Deutschland GmbH
Eingetragen
30.7.2002
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Forschung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb von chemisch-technischen Erzeugnissen, Maschinen und Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Werner Urban
seit 11.6.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
bluechemGROUP Holding GmbH & Co. KG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CTP GmbH

Leutenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsmodell des Unternehmens
Die CTP GmbH entwickelt, produziert und vertreibt chemisch-technische Produkte vorwiegend für die Autoindustrie, den automobilen Aftermarket und den Groß- und Einzelhandel der KFZ-Industrie.
Das Produktportfolio umfasst ca. 500 Produkte zur Pflege, Reinigung und Wartung von Fahrzeugen aller Art. Im Portfolio gibt es weiterhin Produkte für Boote, Motorräder, Fuhrpark, die Landwirtschaft, Großindustrie und Motoren aller Art, wie z.B. Generatoren.
Die Produkte werden hauptsächlich mit eigenen Marken in Deutschland und mehr als 100 Ländern der Welt durch sowohl eigene Vertriebsstrukturen als auch Key-Accounts, Vertragshändler und Importeure auf den Markt gebracht.
Darüber hinaus beliefert die CTP GmbH auch viele Kunden im Private Label Bereich, d.h. die Produkte werden auch mit den Handelsmarken von Kunden hergestellt und durch deren Vertriebsstrukturen auf den Markt gebracht.

2. Wirtschaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft (BIP) ist im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. (Quelle: Stat. Bundesamt (Destatis))
Die nach der Corona-Pandemie eingesetzte Erholung der Wirtschaftsleistung hat sich damit im Jahr 2023 nicht weiter fortgesetzt.
Hohe Preise über alle Wirtschaftsstufen, ein gestiegenes Zinsniveau und eine schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland haben sich negativ auf die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft ausgewirkt.
Nach einem leichten Plus im Jahr 2022 sind die PKW-Neuzulassungen im Jahr 2023 mit +7,0 % gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Bemerkenswert ist hier der Anstieg an Neuzulassungen bei Benzin- und Dieselfahrzeugen von insgesamt +26,0 % sowie der Zuwachs bei Hybridfahrzeugen (Benzin und Diesel) um insgesamt 88,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Neuzulassungen von reinen Elektrofahrzeugen hingegen ging im Jahr 2023 um 16,0 % zurück. Bei den Besitzumschreibungen bei PKW in Deutschland ist gegenüber 2022 ein Anstieg um 7,0 % zu verzeichnen.

Weltweit hat sich der Absatz an PKW-Neufahrzeugen ebenfalls erholt. Insgesamt betrug der Zuwachs an PKW-Neuzulassungen in 2023 9,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Neuzulassungen in Europa und Amerika stiegen deutlich um 17,0 % und 12,0 % an. Der ebenfalls bedeutende, chinesische Markt konnte hier nicht ganz mithalten. Die PKW-Neuzulassungen sind hier gegenüber dem Vorjahr nur um 5,0 % angestiegen. (Quelle: VDA)
Das Durchschnittsalter der PKW's in Deutschland hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht und liegt bei 10,3 Jahren (Vj. 10 Jahre). Der nationale Markt für unser Unternehmen bleibt damit weitgehend stabil, da Fahrzeuge länger gehalten und mehr in Wartung, Pflege und Instandhaltung investiert wird und hier auch unsere Produkte zur Anwendung kommen. Dies schlägt sich auch in einem deutlichen Anstieg von Wartungsarbeiten aller PKW im Jahr 2023 um 4,0 % nieder. Der Wartungsaufwand pro PKW ist dabei gegenüber 2022 von durchschnittlich 329,00 € auf 357,00 € pro PKW gestiegen. (Quelle: ZDK)

2.2 Geschäftsverlauf
2.2.1 Umsatz-, Auftragsentwicklung
Der Jahresumsatz betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 12.984.756,15 € (VJ. 13.112.904,04 €). Dies bedeutet eine leichte Minderung um 1,0 %. Die Auftragslage hat sich gegenüber dem Vorjahr stark verbessert; wesentliche Veränderungen bzw. Verschiebungen zwischen den Produktgruppen oder kontinentalen Märkten haben sich weiterhin nicht ergeben.

2.2.2 Investitionen
Im Geschäftsjahr wurden 49.928,02 € (VJ. 497.914,42 €) investiert. Es handelte sich um Zugänge im Bereich unbebaute Grundstücke: 2.141,00 €, Büroeinrichtung: 2.334,46 €, geringwertige Wirtschaftsgüter: 8.457,94 €, sowie Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung: 36.994,62 €.

2.3 Lage
2.3.1 Vermögenslage
Das Anlagevermögen in Höhe von 1.070.465,43 € (VJ 1.184.810,72 €) hat sich aufgrund von Abschreibungen planmäßig reduziert. Investitionen ins Anlagevermögen betrafen notwendige Ersatzinvestitionen und Modernisierungen. Den Investitionen standen planmäßige höhere Abschreibungen gegenüber.
Die Vorräte in Höhe von 1.463.145,40 € (VJ 1.489.734,23 €) sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, liegen aber aufgrund der weltweiten Liefersituation und dem seit 2021 gestiegenen Umsatz weiterhin auf hohem Niveau.

Die Fremdfinanzierung des Unternehmens erfolgt überwiegend über kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten, insbesondere von Kreditinstituten.
Die Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr durch Gewinnthesaurierung von 2.295.435,15 € auf 2.338.155,53 € erhöht. Die Eigenkapitalquote ging aufgrund des überproportionalen Anstieges der Bilanzsumme leicht auf 30,88 % zurück (VJ 31,61 %).

2.3.2. Finanzlage (nach DRS 21)

(Werte in T€)
Wj. 2023
Wj. 2022
Cashflow lfd. Geschäftstätigkeit
9,8
1.780,2
Cashflow Investitionstätigkeit
49,8
-384,1
Cashflow Finanzierungstätigkeit
-61,0
-1.399,4
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
11,3
12,8


Die Finanzmittelfonds am Ende der Periode sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.


2.3.3. Ertragslage

(Werte in T€)
Wj. 2023
Wj. 2022
Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung)
12.783,9
13.166,4
Material/ Wareneinkauf (zzgl. Bestandsveränderung)
6.314,2
6.779,8
Rohertrag
6.468,7
6.386,6
Jahresüberschuss
42,7
-190,3
Umsatzrentabilität (bezogen auf Gesamtleistung)
0,01%
-0,02%


Das Jahresergebnis hat sich von -190.322,82 € im Vorjahr auf +42.720,38 € in 2023 verbessert. Das geringe Ergebnis ist durch erhebliche Zuführung zu den Rückstellungen von netto 530.435,13 € für diverse Risiken belastet. Das rein operative Ergebnis fiel im Jahr 2023 entsprechend besser aus.
Der Materialeinsatz sank zum Vorjahr von 51,49 % auf 49,39 %.

In Anbetracht der auch im Jahr 2023 insgesamt ungünstigen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir mit der Lage der Gesellschaft und der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden.

2.3.4. Finanzielle Indikatoren
Die interne Steuerung unseres Unternehmens erfolgt im Wesentlichen durch die laufende Überwachung der Kennzahlen Umsatz, Jahresergebnis und Eigenkapitalquote. Die CTP GmbH nutzt hierfür u.a. die Software SAP und DATEV.

3. Prognosebericht
Die Schwäche der deutschen Wirtschaft setzt sich leider auch im Jahr 2024. In ihrer aktuellen Konjunkturprognose geht die Bundesregierung nun von einem erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 % aus. (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Dabei spielen sowohl strukturelle als auch konjunkturelle Faktoren eine Rolle. Zu nennen sind hier u. a. das trotz rückläufiger Inflation anhaltend hohe Preise in allen Sektoren sowie das immer noch hohe Zinsniveau und eine national und international weiter schwache Nachfrage.

Der konjunkturellen Schwäche der deutschen Wirtschaft kann sich auch der PKW-Markt nicht entziehen. Die Zahl der PKW-Neuzulassungen bis September 2024 ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt 1,0 % zurückgegangen. (Quelle: VDA)
Nach Antriebsarten zeigen sich aber erhebliche Unterschiede. Das für uns wichtige Segment der Benzin-, Diesel- und PlugIn-Hybridfahrzeuge konnte bei den Neuzulassungen bis 09/2024 Zuwächse erzielen. Die PKW-Neuzulassungen an Benzin- und Dieselfahrzeugen stiegen um 2,7 % und 1,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs bei PlugIn-Hybriden betrug sogar 7,7 %.
Mit Wegfall der Subventionen Ende 2023 haben sich die Neuzulassungen bei rein elektrisch getriebenen PKW hingegen nochmals um 28,6 % bis September 2024 verringert.
Auch auf politischer Ebene wird das für 2035 vorgesehene Verbot der EU für Verbrenner-PKW's wieder diskutiert und vermutlich auf den Prüfstand gestellt. Für den für uns wichtigen Fahrzeugmarkt sehen wir daher auf mittlere Sicht keine negativen Einflüsse.
Wir bauen deshalb in Deutschland und den Exportmärkten die Zusammenarbeit mit den bisherigen und neuen Vertriebspartnern weiter aus. Unser erprobtes und etabliertes Marketingkonzept sowie die anhaltend hohe Qualität und Aktualität unserer Produkte leistet einen wichtigen Beitrag bei der Umsetzung unserer Stabilisierungs- und Wachstumsstrategie. Insbesondere in den Schwellenländern sehen wir weiterhin großes Wachstumspotential.
Die CTP GmbH ist regelmäßig sehr aktiv auf Messen im In- und Ausland vertreten. Unser Messeauftritt entspricht einem modernen und sehr ansprechenden Erscheinungsbild und wird ständig aktualisiert.

Unsere Prozesse werden kontinuierlich überprüft und bei Bedarf verbessert. Dabei versuchen wir, der zunehmenden Digitalisierung in der Industrie Rechnung zu tragen.
Trotz der anhaltend ungünstigen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, vor allem in Deutschland, erwarten wir für das Jahr 2024 einen Umsatz auf Höhe des Vorjahres mit einem ähnlichen operativen Ergebnis wie 2023.

4. Chancen- und Risikobericht
Diverse politische Krisen und militärische Konflikte können unsere Lieferketten aber auch Teile unserer regionalen Absatzmärkte weiterhin negativ beeinflussen. Das Geschäft mit einigen östlichen Partnern ist durch den noch immer andauernden Krieg Russlands gegen die Ukraine eingeschränkt. Der sich weiter verschärfende militärische Konflikt im Nahen Osten verunsichert zudem einige unserer Partner in der arabischen Welt und kann sich damit auch negativ auf unser dortiges Geschäft auswirken.
In unserem Branchenumfeld sehen wir dennoch eine leichte Erholung, sowohl in Deutschland als auch weltweit. Die Entwicklung des Marktes für Elektrofahrzeuge versus Verbrenner getriebener Fahrzeuge beobachten wir sehr genau. In Deutschland und der EU sehen wir hier eine Stabilisierung des Marktes auf Basis nicht subventionierter Angebote und Nachfrage, was auch dem zukünftigen Einsatz unserer Produkte Chancen eröffnet.
Mit der anstehenden Einführung einer Produktlinie für Endkunden im Online-B2C-Geschäft wollen wir zudem der steigenden Nachfrage nach Wartung und Pflege des Fahrzeugbestandes Rechnung tragen (s. a. Ziffer 2.1).
Auf internationaler Ebene sind für uns neben unseren Bestandskunden die Emerging Markets von wesentlicher Bedeutung. Für die Zukunft sehen wir hier erhebliches Wachstumspotential.
Unternehmensspezifische Risiken bestehen hauptsächlich in der Preisentwicklung und der Verfügbarkeit von Rohstoffen, der Energie und Logistik. Steigende Beschaffungskosten können zu einem Rückgang unserer Margen führen.
Auch den anhaltenden Mangel an geeignetem Fachpersonal, vor allem im höher qualifizierten Bereich, sehen wir, insbesondere in unserer Region, als Herausforderungen an.
Unser hoher Internationalisierungsgrad in Verbindung mit sehr guter Produkt- und Markendiversifikation ermöglicht uns, gut auf regionale Markt- und Nachfrageveränderungen zu reagieren. Unsere interne, innovative F&E ermöglicht uns eine zügige Anpassung/Erweiterung unseres Produktportfolios an veränderte Marktanforderungen. Das Risiko einer eventuellen Verringerung unserer Rohmarge können wir durch eine marktgerechte Anpassung unserer Verkaufspreise minimieren.

Finanzielle Risiken sehen wir vor allem in Form von Zahlungsausfallrisiken. Durch die kontinuierliche Überwachung unseres Debitorenbestandes sowie Bonitätsprüfungen bei Neukunden bzw. Zahlungsbedingungen mit Vorkasse oder Akkreditiv versuchen wir, dieses Risiko insbesondere im internationalen Geschäft zu minimieren.
Ein koordiniertes Finanzberichtssystem liefert zudem Informationen über den tatsächlichen Finanzstatus und zu erwartende Zahlungsströme.
Durch unser aktives Personalmanagement sowie kontinuierliche Schulungs- und Trainingsmaßnahmen können wir personelle Risiken minimieren.

Gesamtaussage
Unter Berücksichtigung der vorstehenden Angaben betrachten wir die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als stabil und sind mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 zufrieden. Für 2024 und die Folgejahre erwarten wir trotz aktuell trotz teilweiser schwieriger Rahmenbedingungen eine weiter positive Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis und eine weitere Stärkung unserer Eigenkapitalbasis.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Leutenberg, 14. November 2024

CTP GmbH

gez. Werner Urban, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.070.465,43 1.184.810,72
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.566,00 16.295,00
II. Sachanlagen 1.059.898,43 1.168.514,72
III. Finanzanlagen 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 6.461.945,68 6.058.460,43
I. Vorräte 1.463.145,40 1.489.734,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.987.528,45 4.555.962,53
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.271,83 12.763,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 38.061,57 19.283,48
Aktiva 7.570.472,68 7.262.554,63

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.338.155,53 2.295.435,15
I. Gezeichnetes Kapital 50.100,00 50.100,00
II. Gewinnvortrag 2.245.335,15 2.435.657,97
III. Jahresüberschuss 42.720,38 -190.322,82
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 103.092,32 113.972,82
C. Rückstellungen 945.601,56 415.166,43
D. Verbindlichkeiten 4.183.623,27 4.437.980,23
Passiva 7.570.472,68 7.262.554,63

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.572.455,35 6.600.979,74
2. Personalaufwand 3.100.769,58 3.123.706,47
a) Löhne und Gehälter 2.574.043,84 2.583.207,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 526.725,74 540.499,29
davon für Altersversorgung 33.559,72 40.655,03
3. Abschreibungen 166.600,02 160.695,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 166.600,02 160.695,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.995.943,75 3.444.620,88
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 99.650,83 98.706,59
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 134.799,55 108.082,64
7. Ergebnis nach Steuern 273.993,28 -137.419,08
8. sonstige Steuern 231.272,90 52.903,74
9. Jahresüberschuss 42.720,38 -190.322,82

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: CTP GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Leutenberg
Registereintrag: Handelsregister B
Registergericht: Jena
Register-Nr.: 209335
Angaben der anzuwendenen Vorschriften

Der Jahresabschluss der CTP GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268 - 274a, 276 - 278 HGB und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256 HGB aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 2 HGB, bewertet. Die Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Die Zugänge zum Anlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten gem. § 255 Abs. 1 HGB bilanziert.
Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 EUR aber nicht mehr als 1.000,00 EUR wurden jährlich Sammelposten gebildet, die im Jahr der Bildung und den vier folgenden Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel wieder gewinnmindernd aufgelöst werden. Die Sammelposten sind einzeln und insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Die Abschreibungen auf den Altbestand und die Zugänge erfolgten planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die Finanzanlagen (Anteile an verbundenen Unternehmen) sind mit den Anschaffungskosten oder gegebenenfalls dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.

Die Vorräte wurdenzu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Zur Erfassung latenter Risiken wurden von dem Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angemessene Einzelwertberichtigungen sowie eine Pauschalwertberichtigung direkt abgesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Beträge, die gem. § 250 Abs. 1 HGB Aufwand für bestimmte  Zeiträume nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert bewertet.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde gemäß der HFA-Stellungnahme 1/1984 i. d. F. 1990 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt spiegelbildlich zu den vorgenommenen Abschreibungen der begünstigten Vermögensgegenstände.

Rückstellungen wurden nach den Grundsätzen des § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bemessen.
Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Die kumulierten Abschreibungen zum Ende des Geschäftsjahres und die kumulierten Abschreibungen im Zusammenhang mit den Abgängen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel ersichtlich. Die auf die Zugänge des Geschäftsjahres entfallenden Abschreibungen belaufen sich auf 14.992,54 €.

Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen.

Angaben zu Beteiligungen i.S.d. § 285 Nr. 11 HGB

·  bluechemGROUP lubricants GmbH, Leutenberg ·  Höhe des Anteils am Kapital 100 v.H., 25 TEuro
·  Eigenkapital GJ 2023 -17.220,60 EUR
·  Ergebnis 2023 -1.514,84 EUR

Angaben zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 3.264.317,26 € (Vorjahr: 3.078.282,35 €).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschafteren beläuft sich auf 3.148.941,11 € (Vorjahr: 2.968.668,62 €).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Gewärleistungen 32,0 TEuro (Vj. 30,0 TEuro), Urlaubsansprüche 81,5 TEuro (Vj. 87,4 TEuro), Abschluss und Prüfung 131,9 TEuro (Vj. 107,6 TEuro), Aufbewahrung 15,5 TEuro (Vj. 15,5 TEuro) sowie Energiesteuer 550,0 TEuro(Vj. 40,0 TEuro).

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten von bis zu einem Jahr betragen insgesamt 3.310,8 TEuro, davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.423,1 TEuro, erhaltene Anzahlungen 459,2 TEuro, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.051,5 TEuro und sonstige Verbindlichkeiten 377,0 TEuro. Die Laufzeiten der Verbindlickeiten von mehr als einem bis fünf Jahre betragen insgesamt 759,7 TEuro, davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 302,0 TEuro und sonstige Verbindlichkeiten 457,7 TEuro. Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten von über fünf Jahren betragen insgesamt 113,2 TEuro. Es handelt sich dabei um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Besicherung von Verbindlichkeiten

·  Buchgrundschulden ·  Sicherungsübereignungen ·  Sicherungsabtretung von Forderungen ·  Eintrittsrecht Nutzungsvertrag (Photovoltaikanlage)
·  Betreiberecht (Photovoltaikanlage)

Im Übrigen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 333,4 TEUR (Vorjahr: 302,5 TEUR).

Angaben zu den sonstigen Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 88,5 TEuro (Vorjahr: 168,7 TEuro) ausgewiesen. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden in Höhe von 1,1 TEuro (Vorjahr: 2,1 TEuro).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Darstellung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Im Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Beträge von Gesellschaftern in Höhe von 99,3 TEuro (Vorjahr: 94,8 TEuro).
Im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Beträge von Gesellschaftern in Höhe von 16,5 TEuro (Vorjahr: 16,5 TEuro) enthalten.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. 

Die Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den Mietverträgen/Pachtverträgen betragen 82,8 TEuro (Vorjahr: 206,9 TEuro), davon gegenüber Gesellschaftern: 62,5 TEuro (Vorjahr:
158,9 TEuro).

Sonstige Pflichtangaben

Geschäftsführung

Zum einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer ist der Gesellschafter, Herr Werner Urban, Großgeschwenda, bestellt. Herr Werner Urban ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Er ist einzelvertretungsberechtigt.

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer belief sich auf 35 Angestellte und 28 gewerbliche Arbeitnehmer.:

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Festdarlehen:   TEuro 
Stand 31.12.2022  425,0 Rückzahlungen im Berichtsjahr 0,0 Neuvergaben im Berichtsjahr 0,0 Stand 31.12.2023  425,0
Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 31.12.2023 und ist jährlich mit 5,0 % verzinst.

Kontokorrentsalden:  TEuro 
Stand 31.12.2022  2.543,7 Saldo Zu-/Abgänge im Berichtsjahr 180,2 Stand 31.12.2023  2.723,9
Die Kontokorrentkonten haben eine Laufzeit bis 31.12.2024 und sind jährlich mit 2,5 % bzw. 3,0 % verzinst.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:
Der Jahresüberschuss beträgt 42.720,38 €. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Unternehmensspezifisch haben sich keine besonderen Vorgänge ergeben.
Der andauernde Krieg zwischen Russland und die Ukraine stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Herausforderungen. Zudem sorgt die Verschärfung des militärischen Konflikts im Nahe Osten sorgt für zunehmende Verunsicherung in unseren dortigen Absatzmärkten.
Mit der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten werden zum Teil negative Auswirkungen auf die europäische und insbesondere deutsche Wirtschaft erwartet. Ob dies tatsächlich eintritt, bleibt abzuwarten. Mit einer veränderten Wirtschaftspolitik in den vereinigten Staaten können sich auch Chancen ergeben. Wir selbst sind momentan nur mit einem sehr geringen Umsatzanteil im US-amerikanischen Markt vertreten und sehen hier aktuell keine wesentlichen, negativen Auswirkungen.
Der Zerfall der Bundesregierung vor Ablauf der regulären Legislaturperiode dürfte die deutsche Wirtschaft und auch die Verbraucher zunächst weiter verunsichern. Einer aus unserer Sicht dringend erforderlichen Neuausrichtung der deutschen Wirtschaftspolitik nach Abschluss der Neuwahlen, hin zu insgesamt verbesserten Rahmen- und internationalen Wettbewerbsbedingungen, sehen wir verhalten optimistisch entgegen.

Unterschrift der Geschäftsführung


 

Leutenberg, 14. November 2024

gez. Werner Urban, Geschäftsführer

CTP GmbH


Anschaffungskosten/Herstellungskosten



Stand
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand

01.01.2023



31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,





gewerbliche Schutzrechte und ähnliche





Rechte und Werte sowie Lizenzen an





solchen Rechten und Werten
280.868,70 
0,00 
0,00 
10.113,08 
270.755,62 
Summe immaterielle





Vermögensgegenstände
280.868,70 
0,00 
0,00 
10.113,08 
270.755,62 
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche





Rechte und Bauten einschließlich





der Bauten auf fremden Grundstücken
1.400.024,57 
2.141,00 
0,00 
0,00 
1.402.165,57 
2. technische Anlagen und Maschinen
766.151,06 
0,00 
0,00 
8.839,69 
757.311,37 
3. andere Anlagen, Betriebs- und





Geschäftsausstattung
1.204.490,42 
47.787,02 
0,00 
62.763,48 
1.189.513,96 
Summe Sachanlagen
3.370.666,05 
49.928,02 
0,00 
71.603,17 
3.348.990,90 
III. Finanzanlagen





1. Anteile an verbundenen Unternehmen
12.600,00 
0,00 
0,00 
0,00 
12.600,00 
Summe Finanazanlagen
12.600,00 
0,00 
0,00 
0,00 
12.600,00 
Summe Anlagevermögen
3.664.134,75 
49.928,02 
0,00 
81.716,25 
3.632.346,52 
Abschreibungen


Buchwerte

Stand
Abschreibungen
Abgänge
Stand


01.01.2023
Geschäftsjahr

31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
264.573,70 
5.722,00 
10.106,08 
260.189,62 
10.566,00 
16.295,00 
264.573,70 
5.722,00 
10.106,08 
260.189,62 
10.566,00 
16.295,00 
851.068,85 
56.054,00 
0,00 
907.122,85 
495.042,72 
548.955,72 
287.592,06 
55.164,00 
8.837,69 
333.918,37 
423.393,00 
478.559,00 
1.063.490,42 
49.660,02 
62.729,48 
1.050.420,96 
139.093,00 
141.000,00 
2.202.151,33 
160.878,02 
71.567,17 
2.291.462,18 
1.057.528,72 
1.168.514,72 
12.599,00 
0,00 
0,00 
12.599,00 
1,00 
1,00 
12.599,00 
0,00 
0,00 
12.599,00 
1,00 
1,00 
2.479.324,03 
166.600,02 
81.673,25 
2.564.250,80 
1.068.095,72 
1.184.810,72 

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 05.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An CTP GmbH
Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der CTP GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CTP GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Das Vorhandensein der ausgewiesenen Vorräte in Höhe von EUR 1.463.145,40 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir nicht an der Inventur im Geschäftsjahr beobachtend teilgenommen haben und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte zum 31. Dezember 2023 gewinnen konnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass das Vorhandensein und der Ausweis der Vorräte zum 31. Dezember 2023 insoweit fehlerhaft ist.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Jena, 21. November 2024


UWS Jena GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Pietsch, Wirtschaftsprüfer

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