Wind Multiplikator GmbH
Am Freihafen 1, 26725 Emden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralph Lorenz seit 31.7.2025 | Prokura |
Ulrich Ernst Beck seit 31.7.2025 | Prokura |
Nils Vetter seit 5.12.2022 | Geschäftsführer |
Erich Eckardt seit 20.7.2015 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
SEMCO MARITIME A/S | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wind Multiplikator GmbH (vormals: OWS Off-Shore Wind Solutions GmbH)EmdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Angaben Die OWS Off-Shore Wind Solutions GmbH mit Sitz in Emden wurde zum 30. Oktober 2013 gegründet und ist beim Amtsgericht Aurich unter der Nr. HRB 202835 gemeldet. Gegenstand der Gesellschaft ist gemäß Gesellschaftsvertrag vom 30. Oktober 2013 das Anbieten von Serviceleistungen aller Art für Off- und On-Shore Windparks. Der Jahresabschluss 2022 der Gesellschaft wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) §§ 242 ff., der §§ 264 ff. und dem Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Zugänge geringwertiger Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten ab EUR 250,00, die aber EUR 1.000,00 nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung und den folgenden vier Jahren jeweils mit 20 % linear abgeschrieben (§ 6 Abs. 2a EStG). Der Abgang wird im fünften Jahr unterstellt. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear - im Zugangsjahr zeitanteilig - über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Geschäfts- und Firmenwert ist über eine vorsichtig geschätzte Nutzungsdauer von 2,5 bzw. 5 Jahren vollständig abgeschrieben worden. Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen grundsätzlich - pro rata temporis - unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die technischen Anlagen und Betriebsvorrichtungen werden über einen Zeitraum von 2 bis 15 Jahren und die Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum von 1 bis 15 Jahren abgeschrieben. Für Gegenstände der persönlichen Schutzausrüstung der Arbeitnehmer war 2018 erstmalig ein Festwert in Höhe von TEUR 387 gebildet worden. Zugänge zu diesen Vermögensgegenständen werden als Aufwand erfasst. Eine Anpassung des Festwerts wird vorgenommen, wenn sich der Wert um mindestens 10 Prozent verändert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Leistungen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten mit den Materialeinzelkosten und Fertigungseinzel- und Gemeinkosten bewertet. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt sind. Das Stammkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind nach kaufmännischer Beurteilung bewertet worden (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.Latente Steuern werden auf sich in Folgejahren wieder ausgleichende Differenzen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich daraus zukünftige Steuerbe- oder -entlastungen ergeben. Aktive latente Steuern ergeben sich im Geschäftsjahr aus Bewertungsunterschieden in dem Geschäfts- oder Firmenwert und aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der Differenzen anzuwenden ist (ca. 30%). Es wird das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz aktiver latenter Steuern nicht genutzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Der Festwert für Gegenstände der persönlichen Schutzausrüstung der Arbeitnehmer wurde um TEUR 82 (i. Vj. TEUR 39) angehoben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Verrechnungen. Die Steuerrückstellungen wurden für Körperschaft- und Gewerbesteuer gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für ausstehende Rechnungen (TEUR 3.067) sowie Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (TEUR 998) gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach kaufmännischer Beurteilung bewertet worden (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Die Rückstellungen haben ausnahmslos eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben ausnahmslos eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Daneben enthalten diese Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 178 (i. Vj. TEUR 95). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die erzielten Umsatzerlöse resultieren nahezu ausschließlich aus der Erbringung von Dienstleistungen (Wartung, Reparatur, Instandhaltung), hauptsächlich für die Offshore Windparks BARD Offshore 1, Riffgat und Nordsee One. Sämtliche Umsatzerlöse wurden in Deutschland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 109 (i. Vj. TEUR 359). Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 84 (i. Vj. TEUR 327). Daneben sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 1.742 angefallen, die ausschließlich einen Forderungsverzicht betreffen. Außergewöhnliche Aufwendungen sind in gleicher Höhe entstanden, die vollständig mit der Ausbuchung einer geleisteten Anzahlung für die Implementierung eines ERP-Systems im Zusammenhang stehen. Die ehemalige Gesellschafterin hat der OWS Off-Shore Wind Solutions GmbH ein Darlehen zur Finanzierung dieser Anzahlung gewährt. Zur Implementierung des ERP-Systems ist es nicht gekommen. In Folge des Gesellschafterwechsels wurde auf die Forderung verzichtet. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 133 (i. Vj. TEUR 948) enthalten. Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das Geschäftsjahr. 5. Sonstige Angaben In Anwendung der Regelungen gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet die Gesellschaft auf die Angabe von Bezügen gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB. Das Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr TEUR 28 (i. Vj. TEUR 28) und betrifft allein Abschlussprüfungsleistungen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen mit TEUR 10.300 (i. Vj. TEUR 15.252) insbesondere Verpflichtungen aus Mietverträgen und Cooperation and Service Agreement sowie ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 585 (i. Vj. TEUR 274). Darüber hinaus besteht branchenüblich bei einer Arbeitsgemeinschaft, an der die OWS beteiligt ist, eine gesamtschuldnerische Haftung mit den anderen Partnern. Eine Inanspruchnahme aus den bestehenden Haftungsverhältnissen ist in der Vergangenheit nicht erfolgt und wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse auch nicht für die Zukunft erwartet. Im Jahresdurchschnitt 2022 wurden 204 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 100 gewerblich und 104 kaufmännisch. Die Geschäftsführung erfolgt durch die Geschäftsführer:
Herr Munder-Oschimek ist hauptberuflich als Geschäftsführer bei der Gesellschaft tätig. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.476 auf neue Rechnung vorzutragen.
Emden, den 28. April 2023 Michael Munder-Oschimek Nils Vetter Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.Dezember 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Grundlagen des UnternehmensGeschäftsmodellDie OWS Off-Shore Wind Solutions GmbH (im Weiteren OWS genannt) wurde zum 30. Oktober 2013 gegründet und ist eine auf Wartung und Service sowie technische und kaufmännische Betriebsführung von Off- und Onshore-Windparks spezialisierte Service-Einheit, die im Zuge einer übertragenden Sanierung aus der BARD-Gruppe hervorgegangen ist. Zu den weiteren Leistungen gehören die Hafen- und Hafenschwerlastlogistik sowie maritime Material- und Personaltransporte. Derzeit ist die OWS mit dem Service und der Wartung der Windenergieanlagen (WEA) des Windparks "BARD Offshore 1" (im Folgenden "BO1" genannt) in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) und der Entstörung und Wartung sowie Austausche von Großkomponenten des Windparks "RIFFGAT" sowie weiteren Windparks in der Nordsee beauftragt. BO1 wurde Ende Dezember 2013 erfolgreich seinem Auftraggeber übergeben. Mit 80 Anlagen der 5-Megawatt-Klasse wird eine Nennleistung von 400 Megawatt erreicht, das reicht zur Versorgung von mehr als 500.000 privaten Haushalten. RIFFGAT wurde 2013 von der EWE etwa 15 Kilometer nordwestlich der Nordseeinsel Borkum errichtet und besteht aus 30 Anlagen der 3.6-Megawatt-Klasse. Mit einer Gesamtkapazität von 108 Megawatt können rund 120.000 Haushalte mit grünem Strom versorgt werden. Die OWS beschäftigt zum Ende des Jahres 2022 200 und aktuell 216 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Forschung und EntwicklungAls reines Dienstleistungsunternehmen hat die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erbracht. Im Rahmen eines Ideenmanagements werden jedoch Vorschläge zur Steigerung der Effektivität und Effizienz erarbeitet und umgesetzt. WirtschaftsberichtRahmenbedingungen in der Offshore-WindenergiebrancheDas Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat Anfang Januar 2023 bekannt gegeben, dass die Stromproduktion durch Windenergie für das Jahr 2022 ca. 10,4% über der Produktion des Vorjahres lag. Die Windräder zwischen Nordsee und Alpen erzeugten insgesamt 123,5 Milliarden kWh Strom, davon aus Offshore Wind 24,8 Milliarden kWh Strom. Die Windenergie war damit erneut die stärkste Energiequelle, gefolgt von Braunkohle, Solar, Steinkohle, Erdgas, Biomasse, Kernenergie und Wasserkraft. 1 Der Windpark BO1, der durch die OWS gewartet und instandgehalten wird, erzeugte hierbei knapp 1,2 Milliarden kWh Strom und lag durch schwächeres Windaufkommen und Leistungsreduzierungen des Übertragungsnetzbetreibers unter den Erwartungen. GeschäftsverlaufAm 4. November 2022 hatte die WM Offshore GmbH, Bremen (im Folgenden auch kurz "WM"), die Anteile an der OWS übernommen. Im Zuge des Erwerbs der Anteile durch die REETEC Regenerative Energie- und Elektrotechnik GmbH, Bremen (im Folgenden REETEC genannt) vom 3. Juli 2017 wurde mit der Ocean Breeze Energy GmbH & Co. KG, Bremen (im Folgenden OBE genannt), ein neuer Service- und Wartungsvertrag der Windparks BO1 und Rysumer Nacken mit 10-jähriger Laufzeit geschlossen. Im Geschäftsjahr 2022 lag, wie auch im Vorjahr, das Augenmerk auf der Wartungs-, Rotorblatt- und Großkomponenteninstandsetzungs-Kampagne, welche die Instandhaltung und Betriebsführung des Windparks BO1 beinhalteten. Des Weiteren erbrachte die Gesellschaft Dienstleistungen für die De- und Remontage der Rotorhauptlager Nordsee One, Instandhaltung (Fernentstörung, Wartung und vor-Ort Entstörung) der Windenergieanlagen des Windparks Riffgat sowie Instandsetzung und Austausch von Komponenten verschiedener Off- und Onshore-Windparks und weitere Dienstleistungen der Schwerlastlogistik. Im Rahmen von Partnerschaften wurden erfolgreich Austausche von 44 Rotorhauptlager des Windparks Nordsee One sowie Großkomponententausche im Windpark Riffgat durchgeführt. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslage Die folgende Übersicht fasst die Entwicklung zusammen:
2 operatives Ergebnis (vor Abschreibungen)
Die Umsatzerlöse - als ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator neben dem Jahresergebnis - sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 10.347 gestiegen, auch gegenüber der Vorjahresprognose von TEUR 31.600. Die Akquise von Neugeschäft insbesondere bei den Großkomponententauschen Offshore, Entstörung und Wartung Offshore sowie Instandsetzung von Komponenten sind ursächlich für den Anstieg. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr eine Gesamtleistung von TEUR 47.632 (i. Vj. TEUR 37.278), welche auch Bestandsveränderungen für unfertige Leistungen in Höhe von TEUR 98 (i. Vj. TEUR 91) enthält. Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 1.905) haben sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 364) deutlich erhöht. Sie bestehen im Wesentlichen aus einem Darlehensverzicht durch den Gesellschafter WM Offshore GmbH in Höhe von TEUR 1.742, Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 84 (i. Vj. TEUR 327) sowie anderen periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 32). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich erhöht (TEUR 14.230; i. Vj. TEUR 9.941), insbesondere durch einen Anstieg von Arbeitnehmerüberlassungen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe haben sich auf TEUR 1.735 (i. Vj. TEUR 888) erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 13.103; i. Vj. TEUR 10.449) betreffen im Wesentlichen Fremdleistungen von Management-Services, administrative Leiharbeiter sowie Offshore-Rettung (TEUR 3.899), Miete und Energiekosten (TEUR 2.095), Anlagenabgängen Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen (TEUR 1.756), Fremdleistungen Outsourcing (TEUR 1.735), Fortbildungskosten (TEUR 620) sowie Reparaturen und Instandhaltungen (TEUR 594). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.654) erklärt sich hauptsächlich aus höheren Anlagenabgängen Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen (TEUR 1.746), Fremdleistungen Management-Service (TEUR 1.026), Fortbildungskosten (TEUR 450) sowie Mietnebenkosten und Aufwendungen für Energie (TEUR 383). Demgegenüber steht ein Rückgang der periodenfremden Aufwendungen (TEUR -815) sowie Einsparungen bei den Fremdleistungen Outsourcing (TEUR -372). Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA: TEUR 5.295) liegt deutlich über Vorjahresniveau (TEUR 1.970) und der Prognose für 2022. Im Geschäftsjahr ist ein positives EBIT erzielt worden. Dieses Ergebnis liegt ebenfalls deutlich über der Prognose für 2022. Der in 2022 erzielte Jahresüberschuss von TEUR 4.477 (i. Vj. TEUR 1.155) liegt ebenfalls deutlich über dem prognostizierten Wert für 2022 (TEUR 700). Finanzlage
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.316 (i. Vj. TEUR 1.721) war maßgeblich durch das verbesserte Jahresergebnis geprägt. Die Entwicklung des Cashflows aus Investitionstätigkeit mit TEUR -1.151 (i. Vj. TEUR -968) resultiert aus Auszahlungen für Anlageinvestitionen in Bezug auf die Wartungskampagne 2022, Großkomponententausche und Instandsetzung von Komponenten aus akquiriertem Neugeschäft sowie Erhöhung des Festwerts für Gegenstände der persönlichen Schutzausrüstung der Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 1.151 (i. Vj. TEUR 973). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthält mit TEUR -19 (i. Vj. TEUR -52) ausschließlich gezahlte Zinsen. Wesentliches Ziel des Finanzmanagements der OWS ist die Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Zum Abschlussstichtag stand der OWS eine Liquidität von TEUR 3.039 (i. Vj. TEUR 1.893) zur Verfügung. Von diesem Bestand waren wie im Vorjahr keinerlei Zahlungsmittel verpfändet. Vermögenslage
Die Summe der Vermögensgegenstände der OWS erhöhte sich um TEUR 3.763 (i. Vj. TEUR 3.153) auf TEUR 13.718 (i. Vj. TEUR 9.955). Dies liegt insbesondere am Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 2.754 und den Zahlungsmitteln um TEUR 1.146.
Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt entwickelt:
Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.477 erhöht (i. Vj. TEUR 1.155). Die OWS erwirtschaftete im Jahr 2022 einen Überschuss in Höhe von TEUR 4.477 (i. Vj. TEUR 1.155) Im Jahr 2022 floss der OWS der Gewinnanteil für 2021 an der ARGE N1 in Höhe von TEUR 440 (i. Vj. TEUR 0) zu. Die Eigenkapitalquote (bezogen auf das Gesamtvermögen) betrug zum Bilanzstichtag 48,5% (i. Vj. 21,8%). Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDurch den Kauf der Geschäftsanteile der OWS durch WM und den damit verbundenen Zusammenschluss von WM und OWS wird das durch REETEC und OWS entstandene leistungsfähige, herstellerunabhängige Kompetenzzentrum für Onshore- und Offshore-Dienstleistungen weiter ausgebaut und gestärkt. Dabei wird das Leistungsangebot für Offshore-Windenergieanlagen im Bereich Service und Wartung (O&M), Rotorblatt- und Großkomponenteninstandsetzung, Großkomponententausch sowie Hinderniskennzeichnung noch einmal deutlich ausgeweitet. Mit Wirkung zum 1. Juli 2020 hatte die ROBUR WIND GmbH die Geschäfte der REETEC übernommen und vereint alle Kompetenzen und Services rund um On- und Offshore Windenergieanlagen. Im Februar 2021 hatten ROBUR Wind GmbH, Wind Multiplikator GmbH und OWS eine Partnerschaft gestartet, die das gegenseitige Serviceangebot ergänzt und die Anlagen- und Betriebsrisiken für ihre Kunden begrenzt. Im April 2022 haben Wind Multiplikator GmbH, ARGE N1, E+A Elektrotechnik und Aggregatebau Betriebsgesellschaft mbH und OWS eine Partnerschaft gestartet. Ziel der Kooperation ist die Optimierung und Erweiterung des Voll-Service-Konzepts für Generatoren der Windturbinen, wodurch die Investitionskosten, Vorlaufzeiten und Gewährleitungsrisiken für ihre Kunden reduziert werden. Im Dezember 2022 haben Wind Multiplikator GmbH, ATHELEON GmbH & Co. KG (vormals SAL Renewables GmbH & Co. KG) und OWS eine weitere Partnerschaft gestartet. Durch diese Kooperation werden umfangreiche Dienstleistungen im Bereich des Austausches von Großkomponenten (Major Component Exchanges - MCE) von verschiedenen Häfen für diverse Projekte und unterschiedlichste Turbinentypen angeboten. Zur Erbringung dieser Dienstleistungen stehen der ARGE N1 zwei Heavy Lift Vessel (WindLift 1 und Thor) zur Verfügung. Weitere Heavy Lift Vessel wie SOV und CTV sind in Planung. Vor dem Hintergrund der vorliegenden Verträge wurde bei der Aufstellung des Jahresabschlusses von der weiteren Unternehmensfortführung ausgegangen. Risiko-, Chancen- und PrognoseberichtRisiken Die Gesellschaft ist durch ihre Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, die nicht vom unternehmerischen Handeln zu trennen sind. Ziel des internen Risikomanagementsystems ist es, diese Risiken im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses zu minimieren und ihnen frühzeitig zu begegnen. Die Risikoberichterstattung an die Geschäftsführung erfolgt regelmäßig. Die Berichterstattungspflicht wird unter anderem durch vom Management festgelegte Wertgrenzen bzw. Budgets gesteuert. Als Risikomanagement-Instrument dient unter anderem ein Berichtswesen mit Plan- und Ist-Zahlen verbunden mit regelmäßigen Review-Meetings. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine gruppeninterne ad-hoc-Berichterstattungspflicht. Aufgabe der (Risiko-) Verantwortlichen ist es, Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung und Absicherung von Risiken zu entwickeln und diese gegebenenfalls anzustoßen. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden dann im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Management-Team-Meetings z.B. mit Hilfe von Maßnahmenplänen überwacht. Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermö-gens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Ein Risiko für den Cashflow und die Wirtschaftlichkeit stellt der Einfluss des Arbeitsvolumens aus dem Service- und Wartungsvertrag der Windparks BO1 und Rysumer Nacken, der jährlich vom Kunden festgelegt wird. Dieses Risiko ist jedoch durch ein vertraglich vereinbartes Mindestvolumen minimiert. Bei der Akquise von Neugeschäft liegt das Risiko ebenfalls im Arbeitsvolumen, welches zwischen einer Einzelbeauftragung und langfristigen Verträgen liegt. Der Service an weiteren Anlagentechnologien (neben der BARD 5.0) erfordert Investitionen in Materialien (beispielsweise Lifting Devices, Transportgestelle) als auch in die IT-Infrastruktur und den Know-How-Aufbau/Trainings. Ein weiteres Risiko stellt der Einfluss des Wetters auf die Durchführung von Arbeiten in den Windparks dar. So ist das Unternehmen bei der Wartung und beim Service Offshore insbesondere von den jeweiligen Witterungsverhältnissen abhängig, die zu zeitlichen Verzögerungen führen können. Der Wettereinfluss kann ein hohes Risiko für ein Geschäftsjahr darstellen, führt aber zu einer Verschiebung der Arbeiten in eine Folgeperiode. Gleiches gilt hinsichtlich des Ausbruchs von COVID-19, dessen wirtschaftliche Folgen bereits zutage treten. Die Gesellschaft hat die Empfehlungen und Anordnungen der Behörden zur Verlangsamung der Ausbreitungsgeschwindigkeit soweit wie möglich umgesetzt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können, sofern durchführbar, zuhause arbeiten. Das Service-Personal auf den Schiffen wird regelmäßig getestet und in Kohorten eingesetzt. Die Einsatzfähigkeit des Service-Personals ist nicht wesentlich eingeschränkt, alle notwendigen Arbeiten können durchgängig ausgeführt werden. Für das Onshore-Personal werden Selbsttests zur Verfügung gestellt. Die Geschäftstätigkeit wurde bisher nicht entscheidend beeinträchtigt und das Risiko daher als mittel bis gering eingestuft. Die politische Entwicklung im Zusammenhang mit der Offshore-Windenergie-Branche, insbesondere politische Unsicherheiten hinsichtlich einer unerwarteten Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa, kann Auswirkungen auf das zu erzielende Ergebnis haben. Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine ("Russland-Ukraine-Krieg"). Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs stellen ein wertbegründendes Ereignis dar, haben aber keine Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag. Aufgrund der Struktur des Geschäfts werden derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft erwartet. Alle rechtlich erkennbaren Risiken werden laufend bewertet und sind in diesen Bericht eingeflossen. Strategische und daher mittlere bis hohe Risiken können sich aus dem Wettbewerbsumfeld bei der Akquisition von weiteren, für die Entwicklung der Gesellschaft wichtigen Aufträgen ergeben. Chancen Die OWS verfügt über eine attraktive Infrastruktur mit direktem Zugang zur Nordsee und zum Bahnnetz. Das für die Konzipierung und das Projektmanagement bis hin zur Installation, Betrieb, Service und Wartung von Windkraftanlagen auf hoher See aufgebaute Know-how bietet zahlreiche Perspektiven, um zusätzliches Geschäft zu generieren. Aufgrund der operativen Erfahrungen und den Partnerschaften mit ROBUR und Wind Multiplikator, E+A und Wind Multiplikator, sowie ATHELEON und Wind Multiplikator wird die OWS die sich langfristig bietenden Marktchancen gut nutzen können. Um Kundenanforderungen sowie weitere Vorgaben an die Produkt- bzw. Dienstleistungsqualität zu erfüllen, wurde die OWS im Jahr 2014 in den Bereichen Qualitätsmanagement, Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement sowie Umweltmanagement gemäß DIN EN ISO 9001 und 14001 sowie OHSAS 18001 nach entsprechenden DIN-Normen erstzertifiziert. Im Februar 2017 fand die Re-Zertifizierung statt, im Februar 2018 sowie im Januar 2019 das Überwachungs- und Transferaudit gemäß DIN EN ISO 9001:2015 und 14001:2015 sowie BS OHSAS 18001:2007 durch die Zertifizierungsgesellschaft DNV GL und dabei wurde die Wirksamkeit der drei Managementsysteme positiv bestätigt. Im Dezember 2019 und Februar 2020 wurde die Re-Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9001:2015 und 14001:2015 sowie 45001:2018 (vormals BS OHSAS 18001:2007), im Dezember 2020 das Überwachungsaudit und im Dezember 2021 das 2. Überwachungsaudit durch die Zertifizierungsgesellschaft DQS GmbH durchgeführt und dabei wurde die Wirksamkeit der drei Managementsysteme positiv bestätigt. Im Dezember 2022 wurde die Re-Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9001:2015 und 14001:2015 sowie 45001:2018 durch die Zertifizierungsgesellschaft DQS GmbH durchgeführt und dabei wurde die Wirksamkeit der drei Managementsysteme erneut positiv bestätigt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden vertragliche Vereinbarungen mit EWE / Omexom geschlossen, die Instandhaltung (Fernentstörung, Wartung und vor-Ort Entstörung) der Windenergieanlagen des Windparks Riffgat ab dem Jahr 2022 zu übernehmen. Ein weiterer großer Vertrag konnte mit dem Kunden Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG und der ARGE N1 über den Austausch von Hauptlagern geschlossen werden. Hierbei übernimmt die OWS die Umrüstung und Wiederverwendung der Hauptlager onshore und die Organisation der Offshore Kampagne inklusive der Gestellung von Servicetechnikern Offshore. Bei einer realistischen Bewertung des Marktes ist davon auszugehen, dass im Rahmen der existierenden Partnerschaften weitere Fremdaufträge außerhalb der Windparks BO1 und Riffgat in der Nord- und Ostsee generiert werden können. Entwicklung nach dem Bilanzstichtag und Prognose In 2023 konnten erfolgreich Entstör- und Wartungseinsätze für den Offshore-Windpark Riffgat durchgeführt werden. Durch eine stabile Verfügbarkeit der von uns betreuten Windenergieanlagen im Windpark BO1 wird für 2023 eine Stromproduktion von mehr als 1,5 Milliarden kWh angestrebt. Eine vom Plan abweichende Produktion durch veränderte Windverhältnisse sowie Leistungsreduzierungen des Übertragungsnetzbetreibers wirken sich nicht direkt auf unsere Erlöse aus. Die Übernahme der Instandhaltungstätigkeiten für den Offshore Windpark Riffgat mit der dort verbauten Siemens 3.6 MW Technologie wird neben zusätzlichen Umsätzen auch zu einem Know-How-Aufbau der OWS führen. Bei dieser Technologie handelt es sich um die meistverbaute Offshore-Windenergieanlage, von denen viele Anlagen aus dem Service laufen und somit ein Ziel für die OWS sind, dort Servicedienstleistungen anzubieten. Der Abschluss des Vertrages für die Hauptlager des Windparks Trianel Wind Farm Borkum (Phase II) wird zu einer guten Auslastung im Bereich der Großkomponenteninstandsetzung führen. Aufgrund des technischen Designs der Senvion-Rotorhauptlager ist davon auszugehen, dass weitere baugleiche Anlagen diesen Defekt aufweisen werden. Dies ermöglicht der OWS eine zukünftige Auslastung der Großkomponenteninstandsetzung. Für das Geschäftsjahr 2023 wird auf Grundlage der aktuellen Service- und Wartungsverträge ein Umsatz von EUR 41,4 Mio erwartet und mit einem Jahresüberschuss in der Größenordnung von EUR 0,4 Mio gerechnet. Einmalige Sondereffekte sind bisher nicht eingetreten und sind nicht zu erwarten.
Emden, den 28. April 2023 Michael Munder-Oschimek Nils-R. Vetter Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die OWS Off-Shore Wind Solutions GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der OWS Off-Shore Wind Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OWS Off-Shore Wind Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlagee für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 28. April 2023 Treuhand
Weser-Ems GmbH
Witte, Wirtschaftsprüfer Heinrichs, Wirtschaftsprüfer |
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