Raiffeisen-Markt Waren GmbH

Im Gewerbepark 33, 92681 Erbendorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Weiden i. d. OPf (Weiden) HRB 1884
Eingetragen
20.1.1998
Branche
Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenWärme- und KältehandelGroßhandel mit Roh- und Schnittholz
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Der Betrieb eines Baumarktes, Energieerzeugung und der Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Bedarfsartikeln.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Josef Scheidler
seit 6.8.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
654.450 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Raiffeisen-Markt Waren GmbH

Erbendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Raiffeisen-Markt Waren GmbH, Im Gewerbepark 33, 92681 Erbendorf

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP preisbereinigt) der BRD sank im Jahr 2023 um 0,3 %.

Auf den für die Gesellschaft wichtigen Agrarmärkten gab es 2023 eine unterdurchschnittliche Getreideernte. Ursächlich für die Bestandsentwicklung war die extreme Trockenheit von Mai bis Juli 2023 und anschließender 3-wöchigen Regephase mit extremen Qualitätsverlusten. Herausragend waren die Ergebnisse in den Bereichen Brenn-, Treib- und Schmierstoffen bzw. in Dienstleistungen und Sonstiges.

2. Auftrags- und Umsatzentwicklung

Der Energiebereich mit Brenn-, Treib- und Schmierstoffen ist mit einem Jahresumsatz von 16.898 TEUR (40,6 % vom Gesamtumsatz) der umsatzstärkste Sektor.

In den Bereichen Märkte, Landtechnik und Dienstleistungen/Sonstiges wurden die Vorjahresumsätze gesteigert, In den Bereichen Agrar, Baustoffe, Brenn-, Treib- und Schmierstoffe verringerten sich die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtumsatz verringerte sich zum Vorjahr um 3.114 TEUR und betrug 41.218 TEUR. Die Gründe liegen hauptsächlich in den weltweiten Krisen verbunden mit verteuerter Energie bzw. der Zinsentwicklung und der Kaufzurückhaltung der privaten Verbraucher.

3. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 255 TEUR vorgenommen, die das Sachanlagevermögen inkl. geringwertiger Wirtschaftsgüter und die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen. Es wurde ausnahmslos die höchstmögliche lineare Abschreibung vorgenommen.

4. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Das Anlage- und Umlaufvermögen war überwiegend über die Gesellschafterbank finanziert, als Sicherheiten hierfür sind unverändert Sicherungsübereignung, Forderungsabtretung und Verpfändung Kontoguthaben eingetragen.

Weiterhin bestehen Finanzierungsverträge mit der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG (Betriebsmittelkredit) sowie der Raiffeisen-IMPULS Finance & Lease GmbH (Mietkauf Anlagevermögen).

5. Personal- und Sozialbereich

Zum Jahresende 2023 betrug die Mitarbeiterzahl 72 Personen zuzüglich 2,0 Auszubildende.

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden nun vermehrt Online-Schulungen bzw. Weiterbildungen unseren Mitarbeiter und Führungskräfte angeboten. Seit 02.02.2023 mit dem Wegfall der SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung werden nun unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Teil wieder in Präsenz geschult.

6. Umweltschutz/Nachhaltigkeit

Wir übernehmen in gewohnter Weise die Verantwortung, die durch unsere unternehmerische Tätigkeit entsteht. Die Schonung der Umwelt und eine sinnvolle Nutzung der Ressourcen sind wichtige Ziele, zu deren Erfüllung wir mit unserem Handeln beitragen möchten. In der RMW sind deshalb ein ressourcenschonender und nachhaltiger Geschäftsbetrieb sehr wichtig. Mit der Biomassennachhaltigkeitsverordnung stellt die RMW ihren Kunden im Bereich nachhaltigen Raps die Möglichkeit über eine Selbsterklärung und anschließender Kontrolle durch RedCert nachhaltigen Raps anzubauen. Weiterhin bieten wir unseren Kunden mit einer Foliensammlung der Fa. Rigk ihre benutzten Folien wie z.B. Silofolien, Stretchfolien und Wickelnetze kostenfrei bzw. mit geringen Aufwand zu entsorgen und als Recyclingmaterial wieder in das System zurückzuführen. Auch mit vier PV-Anlagen zeigt die RMW, dass eine nachhaltige Energiegewinnung einen großen Stellenwert innehat. Im Bereich Technik hat die RMW im Jahr 2022 in eine Verbrauchsölaufbereitungsanlage investiert. Hier kann gering gebrauchtes Öl wie z. B. Motoröl, Hydrauliköl oder Getriebeöl aufbereitet werden, so dass dies ohne Bedenken weiterbenutzt werden kann.

Die RMW ist seit 13.07.2023 mit ihrer Nachhaltigkeitserklärung beim Deutschen Nachhaltigkeitskodex freigeschaltet. Durch die Leistungsstärke und Kostenbewusstsein sichert die RMW langfristig unsere Marktposition in unserem Arbeitsgebiet. Unser tägliches Handeln ist ein stetes Abwägen von sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen. Insofern ist das Thema Nachhaltigkeit in unserem Geschäftsbetrieb und damit in unserer Gesamtstrategie und in der daraus mittelfristigen Planung verankert. Denn überall dort bieten sich Chancen, durch einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen Kosten zu senken.

7. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Audits im Geschäftsjahr 2023:

- BIO-Audit, 21.07.23: Geschäftsstelle Erbendorf

- VLOG externes Audit, September 2023: Geschäftsstelle Erbendorf, Trabitz

- GMP+ internes Audit, September 2023: Alle Geschäftsstellen

- RedCert Audit, 21. 11.23: Geschäftsstelle Erbendorf

8. Beurteilung der Entwicklung durch die Geschäftsleitung

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehende Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Relation auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. Aufgrund dieser Problematiken sind die sehr volatilen Agrarmärkte sehr genau zu beobachten. Auch zwei Jahre nach Beginn des Ukraine-Konflikts ist eine wirtschaftliche Entwicklung der RMW für das Jahr 2024 schwer abzuschätzen. Jedoch zeigte die RMW im Jahr 2023, dass diese sich auf ihr Risikomanagementsystem verlassen konnte. Insgesamt blickt die Geschäftsführung der RMW aufgrund der Struktur der Waren GmbH trotzdem optimistisch in die Zukunft.

II. Lage der Gesellschaft / Finanzielle Leistungsindikatoren

1. Vermögens- und Finanzlage

Berichtsjahr Vorjahr
TEUR % TEUR % Veränderung
%
Eigenkapital 1.857 16,6 1.784 15,2 4,1
Fremdkapital 9.356 83,4 9.946 84,8 5,9
11.213 100,0 11.730 100,0 4,4

Die Bankverbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.140 auf TEUR 5.866 verringert.

Die Kundenforderungen haben sich um TEUR 166 auf TEUR 3.062 verringert.

Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und Pauschalwertberichtigungen für latente Risiken wurden in gewohnter Weise gebildet.

Der Eigenkapitalanteil am Gesamtkapital ist im Vorjahresvergleich um 1,4%-Punkte gestiegen.

2. Ertragslage

Berichtsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Rohergebnis 5.564 5.870
ordentlicher Aufwand abzügl. sonstige ordentliche Erträge 5.331 5.368
Betriebsergebnis 233 502
Finanzergebnis -205 -127
Neutrales Ergebnis und Ertragssteuern 70 -201
Jahresergebnis 98 174

Die Absetzung für Abnutzung ist um 15 TEUR niedriger als im Vorjahr.

Der Personalaufwand ist um 27 TEUR gesunken.

Das Finanzergebnis hat sich um 78 TEUR gegenüber dem Vorjahr verschlechtert.

Das Jahresergebnis liegt um 76 TEUR unter dem Vorjahresergebnis.

Der Cash-Flow (Jahresüberschuss + Abschreibungen) beträgt 396 TEUR.

3. Prognosebericht

Chancen und Risiken

Die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland war in vergangen Jahr noch deutlich von den Nachwirkungen der Krisen geprägt. Der massive Energiepreisanstieg, der sich mit Verzögerung auch in nachgelagerten Wertschöpfungsketten niederschlug, mündete in einem starken Verbraucherpreisanstieg auf breiter Front. Insbesondere die dadurch auftretenden erheblichen Kaufkraftverluste dämpften die binnenwirtschaftliche Nachfrage spürbar. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand der Erwerbstätigen. Wegen der Kaufkraft zehrenden Inflation im Einzelhandel hielten sich die Verbraucher mit ihren Ausgaben zurück. Zusätzlich dämpften die hohen wirtschaftlichen Unsicherheiten die Anschaffungsneigung. Die Baukonjunktur präsentierte sich abermals schwach. Hemmend auf die Aktivitäten des Bauwirtschaftsbereiches wirkten vor allem die weiterhin hohen Baukosten, der anhaltende Mangel an Arbeitskräften und die, wegen der gestiegenen Zinsen, verschlechterten Finanzierungsbedingungen. Die ökonomischen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine blieben für den Agrarbereich 2023 ein wichtiges Thema. Angesichts der kriegsbedingt engen Versorgungslage an den globalen Nahrungsmittel- und Rohstoffmärkten kam es kurzfristig in einigen Bereichen zu enormen Preissteigerungen. Darüber hinaus wurde die Landwirtschaft durch strukturelle Veränderungen in der Tier- und hier vor allem in der Schweinehaltung beeinflusst, die zu einer geringeren Erzeugung von tierischen Lebensmittel führten. Die enorme Preisvolatilität im Agrar-, Energie- und Baustoffbereich bedarf einer enorm, vorsichtigen Handlungsweise im Geschäftsbetrieb. Ein strukturiertes Risikomanagement kann hier verbunden mit guter Kommunikation in der RMW potenzielle Risiken aufdecken. Wie sich die Kaufbereitschaft unserer Kunden im Jahr 2024 verhält, lässt sich aufgrund der Preisvolatilität und der politischen Rahmenbedingungen nicht genau sagen.

In Verbindung mit der andauernden Entwicklung des Russland-Ukraine-Konflikts erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein im Vorjahresvergleich niedrigeres Jahresergebnis bedingt auch durch ein gewisses Sparverhalten der Verbraucher verbunden mit einer angespannten Liquiditätslage. Vor dem Hintergrund der andauernden Ausnahmesituation sind die Prognosen mit erheblichen Unwägbarkeiten behaftet. Wir analysieren laufend mögliche Auswirkungen auf unser Geschäft und werden unsere Prognosen anpassen, soweit dies erforderlich ist.

Chancen sehen wir in der Stärkung unserer Marktposition, durch ein an die speziellen Bedürfnisse unserer Kunden ausgerichtetes Leistungsspektrum.

4. Bestehende Betriebsstätten

• 92681 Erbendorf (Lagerhaus, Baumarkt mit Landmaschinenwerkstatt)

• 95478 Kemnath

• 95700 Neusorg

• 92665 Kirchendemenreuth

• 92724 Trabitz

• 91281 Kirchenthumbach (mit Tankstelle in Grafenwöhr)

III. Risikobericht

1. Risikoverständnis und Ziele des Risikomanagements

Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken haben wir ein System eingerichtet, das im Wesentlichen aus strukturierten Überwachungs- und Kontrollfunktionen der Geschäftsführung sowie der Mitarbeiter besteht. Die bestehenden Regelungen, Maßnahmen und Instrumente werden laufend überprüft, optimiert und sind in einem Risikohandbuch zusammenfassend dokumentiert. Unser Risikomanagementsystem umfasst die laufende Analyse und Überwachung der wesentlichen Risiken, wie Branchenrisiken, Marktrisiken, unternehmensstrategische Risiken, Ausfallrisiken, Zinsänderungsrisiken und IT-Risiken.

Zur Steuerung der betrieblichen Risiken dienen insbesondere die:

• Umsatz- und Ertragsplanung

• Finanzplanung

• Investitionsplanung

• Personalplanung

• Liquiditätsplanung

• Kostenplanung

• Forderungskontrolle (monatlich)

• Durchsicht Warenbestandsliste (monatlich)

• Ergebnisplanung

• Betriebsvergleich/Controlling GVB (30.06 & 31.12)

sowie deren ständige Überwachung und Anpassung.

Das bereits etablierte Risikomanagement-System stellt weiterhin sicher, dass allgemeine Risiken frühzeitig identifiziert, analysiert, bewertet und dokumentiert werden.

Auf Basis einer eingehenden Ursache-Wirkungs-Analyse ist ein Maßnahme-Katalog erstellt worden, der den angemessenen Umgang mit den allgemeinen Risiken sicherstellt.

GMP+- und RedCert-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zum Vermeiden von Risiken, sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Unternehmens.

Aus dem Risikomanagement zeichnen sich einige Entwicklungen ab:

Beschaffung: Die fallenden Preise seit Januar 2024 im Bereich Getreide bzw. die stagnierenden Preise im Bereich Düngemittel zeigen am Markt keine große Kaufkraft. Die Warenverfügbarkeit ist derzeit kein Problem. Was natürlich den privaten Kunden und auch den Firmen belastet, sind die enorm gestiegenen Energiekosten. Weiterhin bremsen die hohen Zinsen die Investitionsbereitschaft im Bausektor.

Absatz: Ein rezessionsbedingter Rückgang des Umschlags an Energieträgern (wie z.B. Heizöl und Kraftstoff) mit einhergehender Energieeinsparung kann für die Zukunft zu Umsatzeinbußen führen. Eine anteilige Weiterbelastung der Kostensteigerungen in der Beschaffung muss an den Kunden weitergegeben werden. Vor allem jedoch im Einzelhandel, wie auch im Baustoffsektor merkt man in 2024 eine gewisse Kaufzurückhaltung, verbunden mit rückgängigen Umsätzen.

Liquiditätsmanagement: Die höheren Beschaffungskosten der Produkte bzw. die hohen Energiepreise führen zu einer deutlichen Belastung der Liquidität. Eine Gefahr von Forderungsausfällen bei Kunden, die unter den hohen Beschaffungskosten leiden, muss mit einem intensiven Forderungsmanagement entgegengewirkt werden.

2. Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale

Bei Rechtsstreitigkeiten binden wir die Rechtsabteilung des Genossenschaftsverbandes bzw. externe Rechtsanwaltskanzleien rechtzeitig in die Abwicklung ein. Besondere rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale sind nicht erkennbar.

3. Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Gegen Risiken, die wir in Ausübung unserer unternehmerischen Tätigkeit eingehen müssen, schützen wir uns durch Versicherungen. Insbesondere mögliche Schäden in den Bereichen Umweltanlagen- und Betriebs-Haftpflicht sowie Sachversicherung und Rechtsschutz sind durch Versicherungspolicen gedeckt, die laufend aktualisiert werden. Seit Juli 2023 liegt eine Cyberversicherung für die RMW vor.

Es bestehen keine Ansprüche Dritter gegenüber der Raiffeisen-Markt Waren GmbH, aus denen ein materieller Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten wäre.

4. Zusammenfassung

Aufgrund der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikt, der weltweiten Krisen und der Energiekrise, verbunden mit geringerer Kaufbereitschaft der privaten Kunden ist die deutsche Wirtschaft vor bisher ungekannte Risiken und Herausforderungen gestellt.

 

Erbendorf, 29. Mai 2024

Raiffeisen-Markt Waren GmbH
Sitz Erbendorf

Geschäftsführer Josef Scheidler

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.359.856,13 1.403.569,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.917,00 8.113,00
II. Sachanlagen 1.349.178,00 1.387.695,00
1. technische Anlagen und Maschinen 166.563,00 198.586,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.182.615,00 1.189.109,00
III. Finanzanlagen 7.761,13 7.761,13
1. Beteiligungen 7.761,13 7.761,13
B. Umlaufvermögen 9.841.064,56 10.291.358,13
I. Vorräte 6.530.011,92 6.894.374,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.288.799,89 3.378.057,78
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 22.252,75 18.925,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.895,45 35.098,08
Aktiva 11.212.816,14 11.730.025,34

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.857.204,08 1.784.468,97
I. Gezeichnetes Kapital 654.450,00 654.450,00
II. Gewinnrücklagen 1.105.018,97 955.599,31
III. Jahresüberschuss 97.735,11 174.419,66
B. Rückstellungen 553.535,93 683.782,84
C. Verbindlichkeiten 8.802.076,13 9.261.773,53
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.866.042,80 7.006.199,99
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.936.033,33 2.255.573,54
Passiva 11.212.816,14 11.730.025,34

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.564.465,96 5.869.212,30
2. Personalaufwand 3.089.839,26 3.063.481,48
a) Löhne und Gehälter 2.509.980,51 2.531.275,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 579.858,75 532.205,81
davon für Altersversorgung 77.836,96 51.298,40
3. Abschreibungen 298.656,18 313.948,74
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 298.656,18 313.948,74
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.850.965,29 2.049.568,53
5. Erträge aus Beteiligungen 7.793,92 9.599,74
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.435,11 14.896,07
davon Erträge aus Abzinsung 1.005,83 2.501,08
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 237.425,27 151.644,68
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.113,62 125.600,67
9. Ergebnis nach Steuern 112.695,37 189.464,01
10. sonstige Steuern 14.960,26 15.044,35
11. Jahresüberschuss 97.735,11 174.419,66

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Raiffeisen-Markt Waren GmbH, Erbendorf

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Raiffeisen-Markt Waren GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Raiffeisen-Markt Waren GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Erbendorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Weiden/OPf.
Register-Nr.: HRB 1884

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Sachanlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Umlaufvermögen

Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten der Vorräte wurden grundsätzlich die Einzelbewertung sowie das gewogene Durchschnittsverfahren angewandt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Forderungen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bilanziert. Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Bonitätsrisiken wurden durch aktivischen Abzug von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist mit dem Nominalwert angesetzt.

Rückstellungen

Die versicherungsmathematische Bewertung der Versorgungsverbindlichkeiten erfolgte nach den Grundsätzen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). Maßgebend für die Berechnung des Erfüllungsbetrages sind die Vorschriften des § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB. Rechnungsgrundlagen sind die biometrischen Wahrscheinlichkeiten der Heubeck Richttafeln 2018G. Dabei wurde ein Rechnungszins von 1,82% angesetzt. Als Bewertungsverfahren wurde die Barwert-Methode angewandt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

IV. Anlagespiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Bilanzposition 01.01. Anschaffungs-/Herstellungskosten (historisch) (+) im Geschäftsjahr a) Zugänge b) Zuschreibungen c) Zinsen f. Fremdkap. (+) a) Abgänge b) Zuschüsse (-)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen 74.201 a) 0 a) 0
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 74.201 0 0
II. Sachanlagen
2. Technische Anlagen und Maschinen 685.243 a) 0 a) 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.397.239 a) 254.943 a) 45.776
4. Geleistete Anzahlungen 0 a) 0 0
Summe Sachanlagen 4.082.482 254.943 45.776
III. Finanzanlagen
3. Beteiligungen 7.761 0 0
Summe Finanzanlagen 7.761 0 0
Summe Anlagevermögen 4.164.444 254.943 45.776
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Bilanzposition Umbuchungen (+/--) 31.12. Anschaffungs-/Herstellungskosten (historisch)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen 0 74.201
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0 74.201
II. Sachanlagen
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 685.243
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 3.606.406
4. Geleistete Anzahlungen 0 0
Summe Sachanlagen 0 4.291.649
III. Finanzanlagen
3. Beteiligungen 0 7.761
Summe Finanzanlagen 0 7.761
Summe Anlagevermögen 0 4.373.611
Abschreibungen
Bilanzposition 01.01. Abschreibungen lfd. Gesch. Jahr a) planmäßige b) außerplanm. (+) auf Abgänge (-) Umbuchungen (+/-) 31.12. Abschreibungen Endbestand (historisch)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen 66.088 a) 5.196 0 0 71.284
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 60.088 5.196 0 0 71.284
II. Sachanlagen
2. Technische Anlagen und Maschinen 486.657 a) 32.023 0 0 518.680
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.201.354 a) 261.437 39.000 0 2.423.791
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 2.688.011 293.460 39.000 0 2.942.471
III. Finanzanlagen
3. Beteiligungen 0 0 0 0 0
Summe Finanzanlagen 0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 2.754.099 298.656 39.000 0 3.013.756
Buchwerte
Bilanzposition 31.12. Vj.
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen 2.917 8.113
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.917 8.113
II. Sachanlagen
2. Technische Anlagen und Maschinen 166.563 198.586
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.182.615 1.189.109
4. Geleistete Anzahlungen 0 0
Summe Sachanlagen 1.349.178 1.387.695
III. Finanzanlagen
3. Beteiligungen 7.761 7.761
Summe Finanzanlagen 7.761 7.761
Summe Anlagevermögen 1.359.856 1.403.569

V. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Forderungen

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen beläuft sich auf EUR 1.535,81 (Vorjahr: EUR 1.567,04).

Gewinnrücklagen

Entwicklung des Postens Gewinnrücklagen/Gewinnvortrag:

Posten Geschäftsjahr 2023 Betrag
EUR
Vorjahr 2022 Betrag
EUR
596.717,63
Bilanzgewinn aus dem Vorjahr 955.599,31
Einstellung aus dem Bilanzgewinn Vorjahr 149.419,66 358.881,68
Gewinnrücklagen/Gewinnvortrag zum 31.12. 1.105.018,97 955.599,31

Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Pensionsrückstellungen betragen EUR 95.570,10.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die zum Stichtag noch nicht veranlagten Gewerbesteuern für 2022.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag zum 31.12.2023
EUR
RLZ < 1 Jahr
EUR
RLZ > 1 Jahr < 5 Jahre
EUR
RLZ > 5 Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 5.866.042 3.184.795 327.513 2.353.734
(7.006.199) (5.330.272) (321.463) (1.354.464)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (Vorjahr) 31.600 31.600
(27.204) (27.204)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 2.072.071 2.072.071
(1.675.073) (1.675.073)
4. Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 832.361 823.441 8.920
(553.294) (492.337) (60.957)
Gesamt (Gesamt Vorjahr) 8.802.074 6.111.907 336.433 2.353.734
(9.261.770) (7.524.886) (382.420) (1.354.464)

Von den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge auch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern/verbundenen Unternehmen:

Verbindlichkeiten gegen Beteiligungsunternehmen Betrag
EUR
Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter/ verbundene Unternehmen Betrag
EUR
Verbindlichkeiten
- gegenüber Kreditinstituten -- 5.816.554
(Vorjahr) (--) (6.782.132)
- aus Lieferungen und Leistungen 776 --
(Vorjahr) (7.336) (--)
- sonstige Verbindlichkeiten -- 572.468
(Vorjahr) (--) (39)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung, Forderungsabtretung und Verpfändung von Kontenguthaben EUR 5.866.042,80 gesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

VI. Sonstige Angaben

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

EUR davon gegenüber Gesellschafter/verbundene Unternehmen
EUR
Miet- und Leasingverpflichtungen Jahresbetrag 637.763,93 481.031,07
(Jahresbetrag Vorjahr) (659.210,29) (478.318,98)

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Kaufmännische Mitarbeiter (Vorjahr) Gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr) Gesamtanzahl (Vorjahr)
35 38 73
(33) (35) (68)

Zusätzlich waren beschäftigt 2,0 Auszubildende.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht):

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

Geschäftsführer:

Josef Scheidler, Dipl.-Ing. (FH), Hammerles, Schloßpoint 8, 92711 Parkstein.

Gesamtbezüge:

Die Angabe der Vergütungen des Geschäftsführers unterbleibt (§ 288 HGB).

Gesellschafterin:

Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG, 95478 Kemnath

VII. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 97.735,11.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von EUR 20.000,00 vorgesehen.

In die Gewinnrücklagen werden EUR 77.735,11 eingestellt.

 

Erbendorf, den 29.05.2024

Josef Scheidler, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

Erbendorf, den 04.06.2024

gez. Josef Scheidler, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Raiffeisen-Markt Waren GmbH Erbendorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisen-Markt Waren GmbH Erbendorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Raiffeisen-Markt Waren GmbH Erbendorf für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß S 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit S 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit S 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten

• Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der

• Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur

• Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine

• wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 07.06.2024

Genossenschafts - Treuhand Bayern GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Joachim Pletsch, Wirtschaftspüfer

Udo Löw, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.