Baustahlgewebe Services GmbH

Friedrichstraße 16, 69412 Eberbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 333018
Eingetragen
25.12.1985
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
die Planung, Entwicklung und Produktion sowie der Vertrieb von Stahl- und Kunststofferzeugnissen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Seizinger
seit 17.9.2024
Geschäftsführer
Heiko Ernst
seit 10.7.2019
Geschäftsführer
Hans Peter Walter
seit 15.3.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Horst Weitzmann
50.00%
Katja Weber
25.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Baustahlgewebe Services GmbH

Eberbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Betätigungsfeld und Änderungen der Verhältnisse

Unsere Gesellschaft handelte in den vergangenen Jahren am einzigen Standort der Gesellschaft in Eberbach mit Bewehrungsmaterialien, Drahtgeflechten und sonstigen Drahterzeugnissen. Verbraucher dieser Produkte sind im Wesentlichen das Bauhauptgewerbe und die Bauindustrie.

Das operative Handelsgeschäft wurde zum Jahresende 2023 faktisch eingestellt. Nachdem die Händlerverträge über den Vertrieb für Bewehrungsmaterial im In- und Ausland mit diversen Draht-Unternehmen zum 31.12.2023 beendet worden sind, hat mit Wirkung zum 01.01.2024 ein neuer Vertragshändler seine Tätigkeit aufgenommen. Im Geschäftsjahr 2024 werden wir das Restgeschäft aus 2023 abwickeln und im Anschluss nur noch vermögensverwaltend tätig sein.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz, Rohergebnis und das Ergebnis vor Steuern. Diese werden in Abschnitt II. Wirtschaftsbericht Ziffer 3.a) für das abgelaufene Geschäftsjahr kommentiert und in Abschnitt IV. Prognosebericht und Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 behandelt.

Ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator ist für uns auch die Umschlagshäufigkeit der Kundenforderungen (Umsatzerlöse in Relation zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen); dieser Leistungsindikator wird in Abschnitt II. Wirtschaftsbericht Ziffer 3.b) dargestellt.

Ein wichtiger nichtfinanzieller Leistungsindikator ist unser Kundenstamm. Wir verfügen seit Jahren über einen festen bewährten Kundenkreis. In 2023 waren wir mit 1.083 Kunden (Vorjahr: 1.158 Kunden) an die wir unsere Produkte auslieferten in aktiver Geschäftsbeziehung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums stellt sich die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage zum Jahreswechsel 2023/2024 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar. Nach Informationen des Statistischen Bundesamts ergibt sich für das Gesamtjahr 2023 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 %. Die Inflationsrate belief sich im Jahresverlauf auf 5,9 %, im Dezember 2023 lag sie bei 3,7 %.

Die europäische Wirtschaft hat in 2023, vor dem Hintergrund der hohen Lebenshaltungskosten, der schwachen Auslandsnachfrage und der Straffung der Geldpolitik, an Dynamik verloren. In der Winterprognose 2024 der Europäischen Kommission wurde das Wachstum sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet für das Jahr 2023 von 0,6 % (Wert aus der Herbstprognose) auf 0,5 % korrigiert.

Laut einer Pressemitteilung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie ergibt sich für das Gesamtjahr 2023 für alle Betriebe ein Umsatzminus von preisbereinigt 5 %. Die nominal schwachen Zuwächse waren stark preisgetrieben und wurden durch die starken Materialpreissteigerungen aufgezehrt. Im Wohnungsbau gab es einen Umsatzeinbruch von real 12 %. Im Wirtschaftsbau und auch im Öffentlichen Bau seien die Umsätze um real 1 % zurückgegangen. Nach einer im Dezember 2023 veröffentlichten Prognose von EUROCONSTRUCT wurde ein Rückgang der europäischen Bautätigkeit von 1,7 % für das Jahr 2023 prognostiziert.

2. Geschäftsverlauf

Das vergangene Geschäftsjahr war vor diesem gesamtwirtschaftlichen Hintergrund herausfordernd. Hinzu kamen die Folgen des Cyberangriffs im April 2023. Nach wie vor sind der deutsche und der europäische Markt für Bewehrungsmaterialien von Überkapazitäten geprägt und infolge dessen hart umkämpft.

In unserem Verkaufsverhalten stellten wir die Preisqualität auch weiterhin in den Vordergrund. Unsere Absatztonnage belief sich auf rd. 1.727.400 t und ist somit um rd. 6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (Vorjahr: rd. 1.623.700 t).

Nachdem der Handelsvertretervertrag mit der best GmbH marketing services, Eberbach, zum 31.12.2022 beendet wurde, haben wir mit der merkator draht + stahl gmbh (merkator), Strehla, einen neuen Handelsvertretervertrag abgeschlossen. Die merkator übernahm ab dem 01.01.2023 die Akquisitions- und Marketingaktivitäten für die Baustahlgewebe Services GmbH (Bauser). Sie war bis zum 31.12.2023 vermittelnd für uns auf Provisionsbasis tätig.

3. Lage

a) Ertragslage

Die durchschnittlichen Produkterlöse über die gesamte Produktpalette hinweg sind deutlich um rd. 32 % gesunken. Die Umsatzerlöse haben sich dadurch, trotz der Mengenerhöhung, um rd. 27,6 % auf T-EUR 1.190.921 reduziert. Der Exportanteil am Gesamtumsatz beträgt wie im Vorjahr rd. 46 %.

Korrespondierend zu den Umsatzerlösen sank der Materialaufwand aufgrund von deutlich verringerten Einstandspreisen, trotz der höheren Menge, um rd. 28,7 %. Die Materialeinsatzquote liegt mit 95,7 % leicht unter Vorjahresniveau (97,1 %). Für 2023 ergab sich damit ein gegenüber dem Vorjahr um T-EUR 3.256 höherer Rohertrag von T-EUR 50.627.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um T-EUR 42 auf T-EUR 389 verringert. Dies ergibt sich insbesondere aus geringeren Erträgen aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung zu Forderungen (-T-EUR 150).

Gegenläufig hierzu haben sich die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um T-EUR 64 bzw. die Versicherungsentschädigungen um T-EUR 38 erhöht. Somit beträgt das Rohergebnis T-EUR 51.016 (Vorjahr: T-EUR 47.802).

Der Personalaufwand in Höhe von T-EUR 27 bewegt sich nahezu auf Vorjahresniveau und resultiert weitestgehend aus Rentenzahlungen.

Die Abschreibungen auf Anlagevermögen belaufen sich auf T-EUR 25 (Vorjahr: T-EUR 0).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T-EUR 3.543 auf T-EUR 46.046 erhöht. Dies beruht im Wesentlichen auf höheren Fracht- und Lagerkosten (+T-EUR 4.055) sowie höheren periodenfremden Aufwendungen (+T-EUR 177). Gegenläufig ergibt sich wegen eines im Vorjahr enthaltenen außergewöhnlichen Aufwands aufgrund der Beendigung eines Vertragsverhältnisses eine Reduzierung in Höhe von T-EUR 650.

Das Zinsergebnis beträgt T-EUR +428 (Vorjahr: T-EUR +678). Im Zinsaufwand sind überwiegend Bereitstellungszinsen für nicht in Anspruch genommene Kreditlinien enthalten.

Insgesamt weisen wir ein gegenüber dem Vorjahr um T-EUR 599 geringeres Ergebnis vor Steuern von T-EUR +5.346 aus. Nach Abzug von Ertragsteuern in Höhe von T-EUR 1.521 beträgt das Jahresergebnis T-EUR +3.825 (Vorjahr: T-EUR +4.264).

b) Vermögens- und Finanzlage

Unser Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 T-EUR 32.991 (Vorjahr: T-EUR 29.166). Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 92,3 % (Vorjahr: 52,1 %) bezogen auf die deutlich gesunkene Bilanzsumme.

Wesentliche Gründe für die um T-EUR 20.274 niedrigere Bilanzsumme sind auf der Aktivseite der Verkauf der Vorräte (-T-EUR 25.604) an den neuen Vertragshändler und stichtagsbezogen um T-EUR 4.600 zurückgegangene Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Gegenläufig hierzu haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T-EUR 3.660, die sonstigen Vermögensgegenstände um T-EUR 2.487 sowie die liquiden Mittel um T-EUR 3.591 erhöht.

Unser finanzieller Leistungsindikator "Umschlagshäufigkeit der Kundenforderungen" (Umsatzerlöse in Relation zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr von 27,0 auf 25,7.

2023
T-EUR
2022
T-EUR
Umsatzerlöse 1.190.921 1.645.526
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (12 Monats-Durchschnitt) 46.401 60.913
= 25,7 27,0

Auf der Passivseite hat sich das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft durch den Jahresüberschuss 2023 um T-EUR 3.825 verbessert. Gegenläufig hierzu sind die Rückstellungen mit T-EUR 1.737 um T-EUR 204 niedriger ausgewiesen als im Vorjahr; die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen um T-EUR 20.601, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T-EUR 2.591 sowie die sonstigen Verbindlichkeiten um T-EUR 703 gesunken.

Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgt nach wie vor im Wesentlichen über das Eigenkapital und - bei Bedarf - durch den Konzern. Des Weiteren standen Banklinien zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Bankverbindlichkeiten. Die finanziellen Verpflichtungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit erfüllt werden.

Der Cashflow beträgt im Berichtsjahr auf Basis des Jahresüberschusses unter Hinzurechnung der Abschreibungen auf Anlagevermögen sowie der Veränderung der Pensionsrückstellungen T-EUR 3.793 (Vorjahr: T-EUR 4.276).

4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Das vergangene Geschäftsjahr war geprägt von den ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Folgen des Cyberangriffs im April 2023. Der Geschäftsverlauf lag hinsichtlich des Absatzvolumens und der Umsatzerlöse im Rahmen unserer Erwartungen. Das Jahresergebnis war zufriedenstellend.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Geänderte Risiko- und Chancenlage durch Beendigung der Händlertätigkeit

Aufgrund der Beendigung der Händlertätigkeit zum Jahresende 2023 sind bzw. waren die nachfolgenden Risiken und Chancen nur bis zu diesem Zeitpunkt relevant. Gesonderte Risiken aus der Beendigung der Geschäftstätigkeit in 2024, die über die bereits im Abschluss berücksichtigten wesentlichen Risiken hinausgehen, sehen wir zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts nicht.

2. Branchenbezogene Risiken

Unsere Gesellschaft bewegte sich in einem extrem zyklischen Markt mit starken Preisschwankungen auf der Bezugs- und der Absatzseite. Auf der Angebotsseite bestehen nach wie vor Überkapazitäten. Eine Einschätzung der zukünftigen Entwicklung ist auch über einen kurzfristigen Zeitraum daher nur sehr eingeschränkt möglich. Wir sahen dieses Marktpreisrisiko als bedeutend für unsere Gesellschaft an.

Ein wichtiges Managementziel war für unsere Gesellschaft, das Risiko bedeutender Forderungsausfälle zu minimieren. Unsere Kundenforderungen sind, mit Ausnahme der Einzelrisiken von < T-EUR 10, warenkreditversichert oder in Einzelfällen durch Bankbürgschaften abgesichert. Grundsätzlich war die warenkreditversicherte Summe gleichzeitig der von uns gewährte Höchstkredit für den Kunden. Auslieferungen über das Kreditlimit hinaus waren systembedingt nicht möglich.

Kundenkredite über den Versicherungsschutz hinaus wurden nur durch die Geschäftsleitung genehmigt und jeweils auch nur für einen sehr eng begrenzten Zeitraum. Die Forderungsausfälle betrugen im Berichtsjahr bei einem Gesamtumsatz von EUR 1.191 Mio. nur T-EUR 45.

Der weit überwiegende Teil unserer Umsätze wurde auf EURO-Basis fakturiert. Für die auf andere Währungen lautenden Kundenforderungen wurden zur Reduzierung von Wechselkursverlusten, je nach Risikoeinschätzung, im Einzelfall Devisentermingeschäfte (Mikro-Hedge) abgeschlossen. Unsere Einkäufe erfolgten generell auf Euro-Basis. Das Risiko von größeren Verlusten aus Wechselkursschwankungen sahen wir insofern für unsere Gesellschaft als gering an.

3. Energiepolitische Risiken

Die Energiewende in Deutschland stellt die energieintensive Industrie in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen. Die Bundesregierung hat sich am 9. November 2023 (Strompreispaket) u.a. darauf verständigt, die energieintensive Industrie angesichts der anhaltend hohen Strompreise weiter zu entlasten. Die temporäre Absenkung der Stromsteuer auf den EU-Mindeststeuersatz von 0,5 €/MWh für Unternehmen des produzierenden Gewerbes wurde im Januar 2024 umgesetzt. Die energieintensive Industrie muss auch weiterhin von den Entlastungstatbeständen profitieren, ansonsten könnte die Ertragssituation im internationalen Wettbewerb signifikant negativ beeinträchtigt werden.

Infolge des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtmäßigkeit des Bundeshaushalts entfallen zukünftig die Zuschüsse aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds in Höhe von 5,5 Mrd. Euro auf bundesweite Gebühren der vier großen Übertragungsnetzbetreiber. Insofern haben sich die Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber in 2024 erhöht.

Angesichts der Beendigung unserer Handelstätigkeit schätzen wir diese Risiken als für uns nicht mehr relevant ein.

4. Regulatorische Risiken

Wir erwarten für die inländische Stahl- und Drahtbranche anhaltenden regulatorischen und gesellschaftlichen Druck zur Erreichung einer umweltfreundlichen Energieerzeugung, eines emissionsfreien Energieverbrauchs sowie einer klimaneutralen Ressourcen- und Rohstoffbasis. Das hieraus resultierende Risiko für unsere Wettbewerbsfähigkeit ist seit Beendigung unserer Handelstätigkeit für uns entfallen.

5. Konjunkturelle Risiken und Chancen

Der Ausblick zur weiteren Entwicklung der Wirtschaft ist nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet. Auch wenn die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist und voraussichtlich im Geschäftsjahr 2024 weiter sinken wird, ist der Ausblick zur weiteren Entwicklung der Wirtschaft vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen mit großen Unsicherheiten behaftet.

Eine weitere Eskalation der aktuellen geopolitischen Konflikte könnte zu Beeinträchtigungen globaler Lieferketten und damit zu Einschränkungen bei der Energie- und Rohstoffversorgung führen. Chancen eröffnen sich insbesondere bei einem stärkeren Nachfragewachstum infolge einer besseren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als angenommen.

6. IT-Risiken

Unsere Gesellschaft ist hinsichtlich der vorhandenen betrieblichen Abläufe in hohem Maße von einer funktionierenden IT-Landschaft abhängig. Ein Ausfall oder auch nur eine wesentliche Einschränkung der eingesetzten IT kann insofern erheblichen Einfluss auf unsere betrieblichen Abläufe haben.

Das Risiko einer solchen IT-Störung hat sich in der jüngsten Vergangenheit in der deutschen Wirtschaft und damit auch für unsere Gesellschaft durch einen massiven Anstieg von Cyberkriminalität deutlich erhöht. So war auch unsere Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einem schädlichen Angriff ausgesetzt, dessen Folgen und die Schadensbehebung derzeit so gut wie abgeschlossen sind.

Wir schätzen die Risiken aus der IT-Abhängigkeit sowie die hieraus drohenden Konsequenzen eines Ausfalls als hoch ein. Aus der Erfahrung des vergangenen Cyberangriffs und unseren daraufhin getroffenen Maßnahmen der Schadensbehebung und -begrenzung schätzen wir diese allerdings nicht als bestandsgefährdend ein.

7. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage

Insgesamt hat sich die Chancen- und Risikolage im Vergleich zum Vorjahr wegen der Beendigung der Händlertätigkeit grundlegend verändert (siehe auch bereits oben beschrieben), und die Risiken verringert. Darüber hinaus gehende außerordentliche Chancen und Risiken für unsere Gesellschaft sehen wir derzeit nicht. Auch sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken für unsere Gesellschaft.

Durch ein auf die besonderen Erfordernisse unserer Gesellschaft ausgerichtetes Berichtswesen wird die Einhaltung der Planvorgaben ständig überwacht und monatlich sowohl an die Geschäfts- als auch an die Konzernleitung berichtet. Durch das interne Berichtswesen sind die Entscheidungsträger im Unternehmen und Konzern in der Lage, mögliche negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und frühzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.

IV. Prognosebericht (Ausblick)

In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024, der im Februar veröffentlicht wurde, erwartet die Bundesregierung ein minimales Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,2 %. Das ist deutlich weniger als noch in der Herbstprojektion angenommen. Im Oktober 2023 war die Bundesregierung von einem möglichen BIP-Wachstum um 1,3 % ausgegangen.

Nach Ansicht der Bundesregierung kommt Deutschland langsamer aus der Krise als erhofft. Als Faktoren wurden die geopolitischen Veränderungen seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, aber auch die Inflation genannt.

Mit Ausblick auf das laufende Jahr sei ausgehend von den Entwicklungen des vergangenen Jahres 2023 von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage auszugehen. Die Inflation ist im Jahresverlauf 2023 deutlich zurückgegangen und lag im Januar 2024 bei 2,9 %. Für das laufende Jahr wird mit einem Rückgang auf 2,8 % gerechnet.

Nach einem gedämpften Wachstum im vergangenen Jahr ist die EU-Wirtschaft schwächer als erwartet in das Jahr 2024 gestartet. In der von der Europäischen Kommission im Februar 2024 vorgelegten Winterprognose wird das Wachstum sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet für 2024 von 0,9 % (Wert aus der Herbstprognose) auf 0,5 % in der EU und von 1,2 % auf 0,8 % im Euro-Währungsgebiet korrigiert.

Konjunkturelle Gesamtjahresprognosen und Branchenprognosen haben für unsere Gesellschaft keine Bedeutung mehr, da nach der Beendigung der Händlertätigkeit zum Jahresende 2023 die Konjunkturentwicklung keine unmittelbare Relevanz mehr für die zukünftige Entwicklung der Bauser hat. Von den bisherigen Leistungsindikatoren wird, auf das Geschäftsjahr bezogen, ab 2024 vorerst nur noch das Ergebnis vor Steuern für unsere Gesellschaft als finanzieller Leistungsindikator bedeutsam sein.

Nach Beendigung der Händlerverträge zum 31.12.2023 hat mit Wirkung zum 01.01.2024 der neue Vertragshändler seine Tätigkeit aufgenommen und unsere bestehenden Kundenbeziehungen übernommen. Für die Bereitstellung der Kundenbeziehungen haben wir Anfang 2024 von den diversen Draht-Unternehmen Ausgleichszahlungen erhalten und es wurde vereinbart, dass wir den neuen Vertragshändler bei der Überleitung der bestehenden Kundenbeziehungen unterstützen.

Insbesondere aufgrund dieser Ausgleichzahlungen gehen wir aktuell davon aus, in 2024 ein gegenüber dem Vorjahr zwar leicht geringeres, aber immer noch deutlich positives Ergebnis vor Steuern erreichen zu können. Aufgrund der finanziellen und wirtschaftlichen Eingliederung unserer Gesellschaft in die NDW Beteiligungsgesellschaft-Unternehmensgruppe sehen wir uns auch kurz- und mittelfristig gut gerüstet.

 

Eberbach, den 12. Juni 2024

Baustahlgewebe Services GmbH

Geschäftsführung

Walter Rupp

Heiko Ernst

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 196.537,06 5.209,57
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 191.337,06 9,57
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 191.337,06 9,57
II. Finanzanlagen 5.200,00 5.200,00
1. Genossenschaftsanteile 5.200,00 5.200,00
B. Umlaufvermögen 35.570.003,61 56.035.700,47
I. Vorräte 25.604.351,00
1. Waren 25.604.351,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.645.177,66 30.096.861,37
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.801.685,93 10.141.727,92
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.232.475,38 10.831.657,19
3. sonstige Vermögensgegenstände 11.611.016,35 9.123.476,26
III. Guthaben bei Kreditinstituten 3.924.825,95 334.488,10
Aktiva 35.766.540,67 56.040.910,04

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 32.991.442,83 29.166.196,12
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Kapitalrücklage 677.544,93 677.544,93
III. Gewinnrücklagen 5.500,00 5.500,00
1. Andere Gewinnrücklagen 5.500,00 5.500,00
IV. Gewinnvortrag 25.483.151,19 21.218.849,41
V. Jahresüberschuss 3.825.246,71 4.264.301,78
B. Rückstellungen 1.736.448,00 1.940.335,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 181.902,00 239.016,00
2. Steuerrückstellungen 1.470.946,00 967.819,00
3. Sonstige Rückstellungen 83.600,00 733.500,00
C. Verbindlichkeiten 1.038.649,84 24.934.378,92
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 487.746,70 21.088.774,39
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 487.746,70 21.088.774,39
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.591.356,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.591.356,64
3. sonstige Verbindlichkeiten 550.903,14 1.254.247,89
davon aus Steuern 22,05
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 367,84 386,92
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 550.903,14 1.254.247,89
Passiva 35.766.540,67 56.040.910,04

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 1.190.921.101,42 1.645.526.768,08
2. Sonstige betriebliche Erträge 388.998,10 430.574,41
3. Materialaufwand 1.140.294.158,85 1.598.155.414,28
a) Aufwendungen für bezogene Waren 1.134.815.526,11 1.592.883.084,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.478.632,74 5.272.329,76
4. Personalaufwand 27.042,89 32.396,24
a) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 27.042,89 32.396,24
davon für Altersversorgung 27.042,89 32.396,24
5. Abschreibungen 25.270,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 25.270,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 46.046.358,93 42.503.086,64
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 629.131,15 880.044,66
davon aus verbundenen Unternehmen 491.130,72 872.400,19
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 201.209,45 201.727,89
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 4.113,00 4.146,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.519.943,84 1.680.460,32
10. Ergebnis nach Steuern 3.825.246,71 4.264.301,78
11. Jahresüberschuss 3.825.246,71 4.264.301,78

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Baustahlgewebe Services GmbH, Eberbach, (Amtsgericht Mannheim, HRB 333018) zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB Anwendung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft hat Ende 2023 ihre bisherige Handelstätigkeit faktisch eingestellt.

B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Jahr 2023 ist in folgender Übersicht dargestellt:

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.614.307,58 216.600,00 26.454,00 1.804.453,58
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 5.200,00 0,00 0,00 5.200,00
1.619.507,58 216.600,00 26.454,00 1.809.653,58
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.614.298,01 25.270,00 26.451,49 1.613.116,52
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
1.614.298,01 25.270,00 26.451,49 1.613.116,52
Buchwert
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 191.337,06 9,57
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 5.200,00 5.200,00
196.537,06 5.209,57

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betreffen Software und Softwarenutzungsrechte. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen auf Basis linearer Abschreibungssätze; im Zugangsjahr wird zeitanteilig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen auf Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt. Es kommt die lineare Abschreibung zur Anwendung. Bei Wirtschaftsgütern des Sachanlagevermögens wird im Zugangsjahr die zeitanteilige Abschreibung vorgenommen.

Die Vorräte (Handelsware Betonstahl) wurden zum 27. Dezember 2023 an die BVG Bewehrungsstahl Vertriebsgesellschaft mbH verkauft.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen bzw. den niedrigeren Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um gebotene Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Das allgemeine Forderungsausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen resultierten aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristigen Ausleihungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen insbesondere Steuererstattungsansprüche.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Die Pensionsrückstellungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren wie folgt ermittelt:

- Bewertungsverfahren: Projected Unit Credit (PUC)
- Rechnungszins zum 01.01.2023: 1,78 %
- Rechnungszins zum 31.12.2023: 1,82 %
- Biometrie: Richttafeln 2018 G
- Rentendynamik: 2,20%

Der Unterschiedsbetrag aufgrund BilMoG-Umstellung wird mit EUR 2.703,00 berücksichtigt und mit EUR 2.705,00 auf die Folgejahre verteilt.

Die Pensionsrückstellungen sind unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem hierfür anzuwendenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 769,00 (§ 253 Abs. 6 HGB).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Beträge für Jahresabschlusskosten und die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (zusammen T-EUR 73).

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit jeweiligem Tageskurs oder zum relevanten Sicherungskurs eingebucht. Eventuelle Kursveränderungen zum Bilanzstichtag wurden berücksichtigt.

Latente Steuern ergeben sich aus Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit einem Steuersatz von 28 % berechnet. Sie ergeben sich insbesondere aus der Bewertung von Pauschalwertberichtigungen und der Pensionsrückstellungen. Der Betrag der künftigen Steuerentlastung übersteigt den Betrag der künftigen Steuerbelastung.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer anzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht.

Ausschüttungssperre:

Von den frei verfügbaren Rücklagen in Höhe von T-EUR 683 sowie dem Bilanzgewinn per 31. Dezember 2023 von T-EUR 29.308 (zusammen: T-EUR 29.991) darf ein Teilbetrag von EUR 769,00 (Vorjahr: T-EUR 5) aufgrund des Unterschiedsbetrags zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn bzw. sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB nicht ausgeschüttet werden (Ausschüttungssperre).

Haftungsverhältnisse:

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen aufgrund des weitergeleiteten Eigentumsvorbehalts für warenkreditversicherte Verbindlichkeiten diverser Gesellschaften, deren Höhe nicht bekannt ist.

Für Kredite und Avale von mehreren Kreditinstituten gegenüber Dritten haften wir als Gesamtschuldner mit. Die Kredite und Avale beliefen sich am Bilanzstichtag auf insgesamt T-EUR 6.067 (Vorjahr: T-EUR 5.777). Die Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen sind mit T-EUR 6.067 (Vorjahr: T-EUR 5.777) durch Pfandrechte und sonstige Sicherheiten gesichert.

Die Avalkreditbesicherung resultiert aus Finanzierungsvereinbarungen mit Kreditinstituten und ermöglichen uns bei Bedarf die Inanspruchnahme von Krediten und Avalen. Für eine Inanspruchnahme aus Eventualverbindlichkeiten bestehen derzeit angesichts der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Primärschuldner keine Anhaltspunkte.

Die Umsatzerlöse werden aus dem Handel mit Betonstahl, Betonstahlmatten und sonstigem Bewehrungsmaterial erzielt. Sie gliedern sich nach folgenden Absatzmärkten auf:

T-EUR
Inland 642.619
Ausland 548.302
1.190.921

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 236.923,72 (Vorjahr: T-EUR 234) enthalten.

Periodenfremde Erträge sind in folgenden Positionen enthalten:

T-EUR
- Sonstige betriebliche Erträge (Eingang ausgebuchter Forderungen, Versicherungsentschädigungen) 63

Periodenfremde Aufwendungen sind enthalten bei:

T-EUR
- Sonstige betriebliche Aufwendungen (insb. Forderungsausfälle, Ausbuchungen, Wartungsvertrag ABAS) 188

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 152.201,93 (Vorjahr: T-EUR 112) enthalten.

C. Sonstige Angaben

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Herr Walter Rupp, Geschäftsführer

Herr Heiko Ernst, Geschäftsführer

Im Jahr 2023 waren keine Arbeitnehmer beschäftigt.

Mutterunternehmen ist die NDW Beteiligungsgesellschaft mbH, Eberbach. Der Konzernabschluss der NDW Beteiligungsgesellschaft mbH wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

D. Nachtragsbericht

Im Januar 2024 wurde vertraglich vereinbart, dass die mit diversen Herstellern bestehenden Händlerverträge mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.2023 beendet wurden. In dem Vertrag wurde zudem vereinbart, dass die Gesellschaft ihren Kundenstamm zum 1. Januar 2024 zu übertragen hat und der Gesellschaft hierfür eine Ausgleichszahlung in entsprechender Anwendung des § 89b HGB zusteht.

 

Eberbach, den 12. Juni 2024

Baustahlgewebe Services GmbH

Geschäftsführung

Walter Rupp

Heiko Ernst

sonstige Berichtsbestandteile

Hinweis

Gewinnverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung der Baustahlgewebe Services GmbH hat am 29. Juli 2024 die Gewinnverwendung wie folgt beschlossen:

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages per 01.01.2023 von EUR 25.483.151,19 ergibt sich ein Bilanzgewinn von EUR 29.308.397,90, der auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Gesellschafterversammlung der Baustahlgewebe Services GmbH hat am 29. Juli 2024 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Baustahlgewebe Services GmbH, Eberbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Baustahlgewebe Services GmbH, Eberbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Baustahlgewebe Services GmbH, Eberbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 13. Juni 2024

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Martin Ziegler, Wirtschaftsprüfer

Andreas Heinzel, Wirtschaftsprüfer

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