Max Knobloch Nachf. GmbH

Burgstraße 38, 04720 Döbeln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 103493
Vorher
Metallwaren und Heizgeräte Max Knobloch Nachf. GmbH
Eingetragen
10.9.1991
Branche
Herstellung von elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von WärmepumpenHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
ist die Produktion und der Handel von/mit Erzeugnissen der blechverarbeitenden Industrie in verschiedenen Bearbeitungsstufen sowie die Produktion und der Handel von/mit elektrischen Wärmeerzeugungsgeräten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Kolbe
seit 11.10.2002
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Max Knobloch Nachf. GmbH

Döbeln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Max Knobloch Nachf. GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Döbeln, welches sowohl Einzelbriefkästen als auch Brief- und Paketkastenanlagen sowie weitere Produkte rund um den Eingangsbereich von Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie Blechprodukte nach Kundenvorgabe herstellt und vertreibt. In Döbeln werden zwei Produktionsstandorte unterhalten. In Berlin gibt es ein zusätzliches Marketingbüro.

Das Produktsortiment umfasst:

- Briefkastenanlagen

• Freistehende, Aufputz-, Unterputz-, Türseitenteil-, Mauerdurchwurf-, Zaun-Briefkastenanlagen

• Apothekeranlagen, Postverteileranlagen, Paket-, Depot- und Sammelbriefkästen, Stelen und Kommunikationssäulen, Klingeltableaus, Schaukästen, Revisionstüren, Tür-Einwurfklappen, Innentür-Briefkästen

• Systeme für den Empfang und die Verteilung von Waren, insbesondere Paketanlagen

- Einzelbriefkästen und Zeitungsfächer

- Produkte rund um die Haustür: Klingeln, Außenleuchten, Hausnummern, Fußmatten

Organisatorische Struktur

Die Geschäftsbereiche der Max Knobloch Nachf. GmbH gliedern sich im Wesentlichen in die Organisationseinheiten Produktion, Vertrieb und Produktmanagement / -entwicklung.

Die erwirtschafteten Umsätze entfallen zu ca. 90 % auf Produkte eigener Produktion. Vervollständigt wird das Produktportfolio durch den Bezug von Handelswaren, um das Sortiment rund um den Hauseingang den Kunden in vollem Umfang anbieten zu können.

Ziel ist es, den Markt sowohl räumlich als auch hinsichtlich der Branchen weiter erschließen zu können und die Kunden gemäß dem bei der Max Knobloch Nachf. GmbH definierten Servicegedanken bedienen zu können. Dafür wird dem Markt im Verhältnis zum Wettbewerb und zur Gesamtmitarbeiterzahl ein großes Vertriebsteam zur Verfügung gestellt.

2. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden ca. 1,0 % aller Mittel bezogen auf die Gesamtleistung für die Entwicklung von neuen Produkten ausgegeben. Dies betrifft im Wesentlichen Aufwendungen im personellen Bereich. Der Schwerpunkt lag hier auf der Entwicklung von Exklusivartikeln für Großkunden sowie auf neuen Produkten für den Paketempfang.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Überblick Markt, Branche, Konjunktur

Nach aktuellen Marktdaten kann hinsichtlich demografischer Entwicklung und Arbeitskräftebedarf in Deutschland anhaltend von einem jährlichen Neubaubedarf von 350.000 bis 400.000 Wohnungen ausgegangen werden, wobei der wohnungsbauliche Schwerpunkt im städtischen Bereich liegt.

(Quelle rwi consult GmbH, "Wohnungsbedarf in Deutschland bis 2035" vom 17.2.2021)

Neben diesem Basisbedarf haben die Flüchtlingsströme mit ihren erheblichen Wanderungsgewinnen für Deutschland, die Zahl der fehlenden Wohnung im Jahr 2022 auf 700.000 Wohnung anwachsen lassen, während gleichzeitig das politische Neubauziel von 400.000 Wohnungen deutlich verfehlt wurde.

(Quelle: Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. "Status und Prognose: So baut Deutschland - so wohnt Deutschland. Der Chancen-Check für den Wohnungsbau" 20.04.2023)

Im Jahr 2023 ist der reale Auftragseingang in den ersten 11 Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,7 % gesunken und dies trotz einem gleichzeitigen Anstieg der Baukosten um ca 6,5 %. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 034 vom 25.01.2024 und https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/auf-den-punkt-gebracht/preisentwicklung-im-bauhaupt-gewerbe)

Im Wohnungsbau sah die Lage 2023 noch deutlich schlechter aus. Der Auftragseingang lag verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2022 real bei minus 21,2 %, die Umsätze in bei minus 10,5 %.

(Quelle: Pressemitteilung Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. vom 25.01.2024)

"Die Wohnungsbauwirtschaft steckt in einer tiefen Krise. Nach Jahren des Booms brechen die Baugenehmigungen ein und die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Einer der Hauptgründe sind die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank, die die Finanzierungskosten nach oben treiben. Zudem gab es deutliche Baupreissteigerungen, auch infolge von Materialengpässen und gestiegenen Energiepreise. Die Unternehmen sehen sich einer nie dagewesenen Anzahl von Stornierungen gegenüber. Zudem wird immer häufiger von Auftragsmangel gesprochen."

(Quelle: https://www.ifo.de/publikationen/2023/aufsatz-zeitschrift/zur-aktuellen-lage-im-wohnungsbau)

Grundsätzlich ist der Markt der Briefkästen und Briefkastenanlagen in Deutschland und inzwischen weiteren europäischen Ländern definiert durch die Notwendigkeit, dass an jedem Postübergabepunkt ein für alle Zustelldienste erreichbarer Briefkasten zur Aufnahme des Postgutes zu existieren hat, um Postgut sicher zu empfangen. Der Bereich Briefkasten hat für die Max Knobloch Nachf. GmbH aus diesem Bedarf anhaltend die höchste Umsatzbedeutung.

Die Wettbewerbssituation ist weiterhin stabil. Marktführend ist hier deutschland- aber auch europaweit die RENZ-Group aus Kirchberg/Murr aktiv. Insbesondere unter der Marke LEABOX wird hier sehr preisaggressiv am Markt agiert. Daneben gibt es weitere Wettbewerber mit teilweise regionalen oder branchenspezifischen Schwerpunkten.

Aufgrund des relativ jungen Marktes für Produkte für den Empfang und die Verteilung von Waren, insbesondere von Paketen, mit einer dynamischen Entwicklung und einer angenommenen hohen strategischen Bedeutung ist in diesem Marktsegment anhaltend viel Bewegung auf Anbieterseite zu beobachten. Neben den marktführenden Unternehmen im Bereich der Briefkastensysteme, die wie die Max Knobloch Nachf. GmbH ihr Angebot um diesen Produktbereich erweitert haben, sind zahlreiche Wettbewerber aus Europa aktiv.

Bei den Endverbraucher-Produkten rund um die Haustür (Briefkästen, Zeitungsfächer, Hausnummern, Klingelplatten für das Ein- und Zweifamilienhaus) dominiert der Vertriebsweg Onlinehandel. Zudem sind hier häufig Produkte in der Vermarktung, die aus Fernost stammen. Insbesondere im Jahr 2023 ist in diesem Marktbereich wie schon im Vorjahr ein signifikanter Umsatz-Rückgang einhergehend mit Preisrückgängen zu beobachten.

Die Max Knobloch Nachf. GmbH tritt vornehmlich als Lieferant verschiedener Internethändler und dort vor allem im Bereich deren Eigenmarkenartikeln auf.

Politische Rahmenbedingungen

Der deutsche Markt ist der Kernmarkt der Max Knobloch Nachf. GmbH. Entsprechend wichtig sind hier die politischen Rahmenbedingungen insbesondere für die mittelfristige Marktentwicklung. Gemäß der Studie der rwi consult GmbH "Wohnungsbedarf in Deutschland bis 2035" vom 17.2.2021, die die Prognose des BBSR Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (2015), Wohnungsmarktprognose 203, BBSR-Analysen Kompakt 07/2015 ergänzt, ist ein stetig steigender Wohnraumbedarf zu verzeichnen.

Dem hat die neue Bundesregierung durch die Zielstellung ab 2022 jährlich 400.000 neue Wohnungen zu bauen, von denen nach dem Koalitionsvertrag 100.000 Wohnungen staatliche Förderungen erhalten sollen, Rechnung getragen.

Aufgrund der aktuellen Marktverwerfungen, siehe oben, die nicht nur den hohen Bedarf ungedeckt lassen, sondern auch die Baubranche unter Druck setzen hat am 23.9.2023 erneut ein Wohnungsbaugipfel stattgefunden. Als Ergebnis ist von der Bundesregierung ein "Maßnahmenpaket Bauen" beschlossen worden, welche helfen sollen zusätzliche Investitionen in den Bau von bezahlbarem und klimagerechtem Wohnraum anzureizen und Bauverfahren schneller und innovativer auszugestalten. Quelle: https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/topthemen/Webs/BMWSB/DE/Massnahme npaket-bauen/massnahmenpaket-artikel.html

2. Geschäftsverlauf und Lage

Nach einer zum Jahresbeginn noch erwarteten Erholung des Bedarfes an KNOBLOCH-Produkten seitens der gewerblichen Wohnungswirtschaft und seitens der via verschiedener Internethändler bedienten privaten Endverbraucher zeichnete sich schon im ersten Quartal ein erheblicher Nachfrageeinbruch ab. Sowohl die Anfragen seitens unserer Kunden, als auch die nachfolgenden Bestellungen lagen auch nominal trotz eines hohen Teuerungszuschlages deutlich unter denen des Jahres 2022.

Die Ursache liegt im Wesentlichen an einem deutlichen Bedarfsrückgang im Markt. Hintergrund dafür ist die Summe aus den Faktoren starke Nachfragerückgang beim Kauf und Bau von Immobilien aufgrund hoher Inflation und steigender Kreditzinsen, die Einstellung bzw. Pausierung von Förderprogrammen für den Bau und die Ertüchtigung von Immobilien sowie die weiter gestiegenen Baukosten.

Die Verfügbarkeit von Baumaterial im Markt wie auch von Materialen für die Produktion bei der Max Knobloch Nachf. GmbH war dagegen nicht mehr relevant.

Trotz erheblicher vertrieblicher Anstrengungen und höheren Preisnachlässen war der Nachfragerückgang nicht zu kompensieren.

Im Ergebnis steht ein Umsatzrückgang der nur durch hohe Kostendisziplin und durch natürliche Fluktuation im Personalbereich kompensiert werden konnte.

a) Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage ist in der folgenden Übersicht zu erkennen:

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 15.765 16.748 - 983 - 5,9
EBIT 497 1.059 - 562 - 53,1
Ergebnis nach Steuern 338 720 - 382 - 53,1
Jahresüberschuss 332 713 - 381 - 53,4
Umsatzrendite 2,09 % 4,28 % - 2,19 % - 51,2

Vor dem Hintergrund der in Abschnitt II. Wirtschaftsbericht bereits erläuterten Markt- und Branchensituation stellt die erreichte Unternehmensleistung ein sehr gutes Ergebnis dar.

Wesentliche, das Unternehmensergebnis beeinflussende, Faktoren sind das materialintensive Produktsortiment sowie der hohe Personalaufwand. Letzterer ist u. a. im hohen Anteil an manuellen Tätigkeiten im produktiven Bereich begründet. Des Weiteren hat der auf dem Markt herrschende Preiskampf Auswirkungen auf das Ergebnis des Unternehmens.

Die Max Knobloch Nachf. GmbH erwirtschaftete gegenüber dem Vorjahr eine um 5,9 % niedrigere Gesamtleistung. Die Umsatzerlöse werden, genau wie im Vorjahr, zum überwiegenden Teil (93 %) im Inland erzielt. Der Rest verteilt sich, mit reichlich 6 % auf den europäischen Raum und 1 % auf Länder außerhalb Europas. Betrachtet man das Sortiment, entfallen 81 % (Vorjahr: 80 %) Anteil am Umsatz auf Briefkastenanlagen, 14 % (Vorjahr: 18 %) auf Einzelbriefkästen und 5 % (Vorjahr: 2 %) auf ergänzende Produkte rund um das Haus.

Die Umsatzrendite lag im Berichtsjahr bei 2,09 % (Vorjahr: 4,28 %). Das EBIT sank im Vergleich zum Vorjahr um 53,1 %. Dies ist im Wesentlichen in den gesunkenen Margen begründet. Dabei hatte die Reduktion der Personalaufwendungen positive Wirkung auf das Gesamtergebnis.

Das vor dem Hintergrund der schwierigen Marktbedingungen sehr gute Ergebnis der Max Knobloch Nachf. GmbH im Geschäftsjahr ist außerdem in weiteren Produktivitätssteigerungen sowie Kostendisziplin begründet.

b) Finanzlage

Es standen jederzeit im Verlaufe des Geschäftsjahres ausreichend liquide Mittel für die Geschäfts- und Investitionstätigkeit zur Verfügung. Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden unterjährig nicht in Anspruch genommen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 1.838 T€ (Vorjahr: 466 T€) getätigt. Die Finanzierung erfolgte vollständig aus den verfügbaren Mitteln.

Der operative Cash Flow betrug im Geschäftsjahr 2023 727 T€ (Vorjahr: 1.448 T€). Die Berechnung erfolgte vereinfachend ausgehend vom Jahresüberschuss unter Berücksichtigung der nicht zahlungswirksamen Abschreibungen sowie der Veränderungen in den Rückstellungen und ergänzt um die Gewinne bzw. Verluste aus Anlagenabgängen.

c) Vermögenslage

Der Buchwert des Anlagevermögens beträgt zum Bilanzstichtag 3.549 T€ (Vorjahr: 2.119 T€), die Anlagendeckung liegt bei 96,0 % (Vorjahr 148,2 %).

Das Working Capital, welches den Saldo aus den liquiden Mitteln, den Forderung aus Lieferungen und Leistungen unter Berücksichtigung der erhaltenen Anzahlungen, den Vorräten sowie der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen darstellt, sank im Vergleich zum Vorjahr um 51 %. Per 31.12.2023 liegt der Wert bei 1.807 T€ (Vorjahr: 3.657 T€).

Im Berichtsjahr wurden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 245 T€ zurückgeführt. Die langfristigen Verbindlichkeiten wurden im Berichtszeitraum um insgesamt 239 T€ reduziert. Im Rahmen des Investitionsvorhabens, welches im Abschnitt IV. Chancen- und Risikobericht unter Chancen kurz erläutert wird, wurde ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 802 T€ aufgenommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag um 45 T€ gestiegen.

Die finanzwirtschaftliche Zielerwartung für das Geschäftsjahr 2023 konnte nicht erreicht werden. Die Gesamtleistung und das Unternehmensergebnis liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau und unter den geplanten Werten. Gegenüber der Planung fällt die Materialquote bezogen auf die Gesamtleistung geringfügig niedriger aus. Der sehr gute Wert aus dem Vorjahr konnte wiederholt werden. Bei den Personalaufwendungen konnte das Niveau bezogen auf die Gesamtleistung ebenfalls wie im Vorjahr gehalten werden. Dies war durch eine Ausgabenreduktion in diesem Bereich um knapp 6 % möglich.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Max Knobloch Nachf. GmbH zieht für die interne Unternehmenssteuerung insbesondere die Kennzahlen Umsatzrendite und EBIT heran.

Beide Kennzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken, dies ist im Wesentlichen in dem deutlich stärkeren Preiskampf am Markt begründet.

4. Gesamtaussage

Die Umsatzentwicklung ist rückläufig und entsprach damit nicht den ursprünglichen Planungen. Betrachtet man allerdings die Marktentwicklungen insgesamt, ist das erreichte Niveau als positiv einzuschätzen. Das erzielte Unternehmensergebnis liegt ebenfalls unter dem geplanten Wert. Auch bei den für die Unternehmenssteuerung relevanten Größen EBIT und Umsatzrendite konnte die Zielsetzungen nicht erreicht werden. Unter Beachtung der allgemeinen Marktbedingungen zieht die Max Knobloch Nachf. GmbH dennoch ein positives Fazit für das Geschäftsjahr.

Die Vermögens- und Finanzlage schätzt die Geschäftsführung als stabil ein.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist bzw. unter Ausnutzung von Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Im Berichtsjahr konnten bei nahezu allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisiert werden.

III. Prognosebericht

Der grundsätzliche Bedarf an zusätzlichem Wohnraum in Deutschland ist ungebrochen. Hinzu kommt ein erheblicher Sanierungsbedarf getrieben durch die notwendige energetische Ertüchtigung vieler Bestandsgebäude.

Da der jährliche Bedarf von ca. 400.000 neuen Wohnung seit vielen Jahren kontinuierlich nicht gedeckt wird spitzt sich die Lage am Wohnungsmarkt insbesondere in Metropolregionen immer weiter zu.

Auf der anderen Seite steht ein Baugenehmigungsüberhang, der Ende 2022 bei 889.000 Wohnungen lag.

Damit ist ein wachsender Markt für KNOBLOCH-Produkte grundsätzlich vorhanden. Mittel- und langfristig ist aufgrund der guten Marktpositionierung von einem weiteren Wachstum auszugehen. Kurzfristig dominieren aber die Verwerfungen am Markt aufgrund der vorherrschenden Konstellation aus gestiegenen Baukosten, gepaart mit deutlich steigenden Arbeitskosten und gestiegenen Kapitalzinsen. Das führt zu einer deutlichen Zurückhaltung bei den Investitionen im Wohnungsbau.

Für das nächste Jahr erwartet die Geschäftsführung eine Reduktion der Umsatzrendite auf einen Wert zwischen 0 % bis 1 %. Es wird davon ausgegangen, dass sich das EBIT kongruent dazu entwickeln wird. Den Mitarbeitereinsatz kann das Unternehmen durch die weitere Optimierung der Abläufe in den unproduktiven Bereichen sowie durch die Erhöhung der Arbeitsproduktivität in den Fertigungsbereichen im Bereich der aktuellen Personalquote halten.

Insgesamt erwartet die Geschäftsführung eine stabile Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im nächsten Geschäftsjahr.

IV. Chancen- und Risikobericht

Risiken aus operativer Tätigkeit

Risiken stellen grundsätzlich Zahlungsausfälle oder potentielle Serienschäden dar, allerdings trifft die Max Knobloch Nachf. GmbH entsprechende Risiko- und Vorbeugemaßnahmen. Ein weiteres Risiko stellt die Abhängigkeit von einzelnen Kunden sowie Lieferanten dar. Durch die Akquise weiterer Kunden wird sukzessive an der Optimierung der Kundenstruktur gearbeitet. Mit dem systematischen Aufbau von Alternativlieferanten wird dem Beschaffungsrisiko entgegengewirkt.

Die Kriegshandlungen zwischen der Ukraine und Russland haben in der Folge eine Energiekrise und diese in der Folge eine starke Inflation ausgelöst. Zum einen ist damit eine unsichere Materialpreisentwicklung mit insgesamt deutlich gestiegenen Materialkosten zu verzeichnen, zum anderen sind zur Inflationsbekämpfung die Zinsen durch die Europäische Zentralbank deutlich angehoben worden. Insbesondere das Kostenrisiko ist dabei nicht wägbar.

Weitere allgemeine Risiken könnten sein: Unruhen, Streiks, Naturkatastrophen, gravierende politische Veränderungen.

Politische Risiken / Marktrisiken

Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu würde insbesondere eine plötzliche Änderung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland oder den Auslandsmärkten zählen. Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben eindrucksvoll gezeigt, wie kurzfristig, unplanbar und unvorhersehbar anhaltende Risiken entstehen und eintreten können, da die Lieferketten weltweit eng zusammenwirken.

Neben dem Krieg zwischen der Ukraine und Russland stellen die weltwirtschaftlichen Risiken aufgrund der schwierigen Interessenlage im Konfliktbereich zwischen China und den USA besonders vor dem Hintergrund einer drohenden Auseinandersetzung zwischen China und Taiwan und auch zwischen anderen Ländern ein Risiko dar, welches als durchaus relevant zu bewerten ist.

Zusätzlich hat der Umbau der Weltwirtschaft in eine ökologischere Richtung begonnen. Deutschland als Vorreiter des Transformationsprozesses in der Energieversorgung betreibt politisch getrieben besondere Anstrengungen bei der Dekarbonisierung. Die weiteren Entwicklungen in diesem Bereich beobachten wir intensiv und richten insbesondere neue Investitionen daran aus.

Insgesamt herrscht in der Wirtschaft derzeit eine erhebliche Verunsicherung, begründet unter anderem in der Verkürzung des Planungshorizontes. Auch in Kernzielgruppen der Max Knobloch Nachf. GmbH bei der gewerblichen Wohnungswirtschaft ist diese Entwicklung angekommen und bringt bereits seit 2021 den Markt außer Rhythmus. Diese Entwicklung wurde durch das Ansteigen der Finanzierungskosten noch verstärkt und hält weiterhin an. Die Risiken, die aus den weiter steigenden Baukosten mit den Haupttreibern Energie- und Arbeitskosten resultieren, sind ebenfalls als relevant einzuschätzen.

Auch die bereits seit 2021 zu verzeichnende höhere Inflationsrate gepaart mit den seit 2022 steigenden Finanzierungskosten, hat eine politische und wirtschaftliche Unsicherheit generiert, wodurch langfristige Investitionen wie z. B. Wohngebäudeneubauten verzögert, verschoben oder generell aufgegeben werden.

Grundsätzlich muss derzeit von einem stagnierenden bzw. sogar rückläufigen Markt im Wohnungsbau ausgegangen werden. Wann mit einer Wiederbelebung auf Basis des effektiv vorhandenen Bedarfes zu rechnen ist, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.

Zu den Marktrisiken zählt zudem das Aufkommen weiterer Wettbewerber. Insbesondere Deutschland als größter Markt innerhalb Europas ist attraktiv für potentielle Wettbewerber, wobei die Anforderungen an Hersteller speziell sind, da der Markt sehr kleinteilig ist und die Hauptartikel in Losgröße eins (1) gefertigt werden. Dies stellt bisher einen wirksamen Schutz gegenüber Wettbewerbern dar.

Bereits durch die Corona-Pandemie wurden globale Lieferketten massiv gestört. Nach kurzer Erholung hatte sich die Versorgungskrise in Folge des Ukraine-Krieges bei nahezu allen Materialien erneut zugespitzt. Auf die Engpässe folgte eine massive Verteuerung. Inzwischen sind alle Materialien, bis auf wenige Ausnahmen, vornehmlich im elektronischen Bereich, wieder gut verfügbar. Die Kosten haben sich zudem auf einem hohen Niveau stabilisiert und schwanken nur noch im normalen Rahmen. Allerdings zeigen die Ende 2023 beginnenden Angriffe der Huthi im Roten Meer und die daraus folgenden erneuten Einschränkungen bei den Lieferketten, wie sensibel das Netzwerk ist. Die Risiken einer diskontinuierlichen Materialversorgung und weiter steigende Materialkosten sind daher als relevant einzuschätzen.

Ein mittleres Risiko ist die mittelfristig erwartete Ablösung des klassischen Briefkastens durch eine nutzeroffene Übergabeeinheit (Paketkasten) zum Empfang von Paketen an Wohngebäuden.

Hier ist der Markt insbesondere durch die Corona-Pandemie mit ihren Folgen des sprunghaft angestiegenen Paketvolumens aufgrund der deutlichen Zunahme des Online-Handels schon in den Jahren 2020 und 2021 deutlich in Bewegung geraten. Hier bleibt abzuwarten, ob staatliche oder privatwirtschaftliche Regelungen Standards kreieren und damit eine Segmentierung und Ordnung des Marktes erfolgt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

In finanzwirtschaftlicher Hinsicht ist das Risiko einer Zinserhöhung zu betrachten und zu bewerten. Diesem muss stets Augenmerk gewidmet werden. Hier sind, sollten sich Erhöhungen abzeichnen, entsprechende Maßnahmen, wie z. B. Zinssicherungen, einzuleiten.

Rechtliche Risiken

Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind - soweit bekannt bzw. erkennbar - in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden.

Chancen

Ausgehend von einer nunmehr guten Marktdurchdringung und einer guten Firmeninfrastruktur stehen die Chancen gut, in einem mittel- und langfristig wachsenden Markt das Unternehmensziel des weiteren Umsatzwachstums zu realisieren.

Hierzu stehen stärkere Vertriebsinstrumente zur Verfügung. Gleichzeitig sind die Prozesse und Strukturen innerhalb des Unternehmens weiter optimiert worden. Es stehen erfahrene Führungskräfte zur Verfügung, um diesen Weg zu begleiten.

Der Kernmarkt der Produkte für die gewerbliche Wohnungswirtschaft ist grundsätzlich geprägt von einer hohen und nachhaltigen Nachfrage, basierend auf einem grundsätzlich hohen und nachhaltigen Bedarf an Wohnraum. Hinzu kommen die Chancen, die sich aus dem forcierten energetischen Umbau von Wohngebäuden ergeben. Sobald politische Stabilität und Planungssicherheit in der Wohnungswirtschaft wieder hergestellt sind, lassen sich die Chancen nach aktuellen Prognosen bis zum Jahr 2034 als gut einstufen.

Nach den positiven Entwicklungen der letzten Jahre ist zudem ein weiterer Schritt in der Unternehmensentwicklung in der Umsetzung. Eine größere Investition, verbunden mit dem Umzug in neue Räumlichkeiten sowie dem Erwerb von Anlagentechnik im Bereich Metallverarbeitung und Pulverbeschichtung, verbessert die Möglichkeiten einer effizienten und deutlich ausgeweiteten Produktion.

Gründe und Ziele dieses Investments sind die Schaffung von räumlichen Kapazitäten in Form von Produktions- und Lagerflächen, die Ausweitung der Produktionskapazitäten und -kompetenzen in Verbindung mit energieeffizienter Anlagentechnik sowie der Fortführung der Automatisierungs- und Digitalisierungsstrategie. Die bisher angemieteten und seit 1990 bzw. 2003 genutzten Immobilien werden komplett verlassen und die Mietverhältnisse zu Gunsten eines neuen Mietverhältnisses gekündigt. Der Umzug ist für Anfang des Jahres 2025 geplant.

Zusammenfassung der Chancen und Risiken

Aufgrund der derzeit schwierigen Rahmenbedingungen und der daraus resultierenden schwierigen Ausgangslage Anfang 2024 überwiegen trotz der bekannten hohen Bedarfe die Risken die Chancen. Die weiter ausgebaute und optimierte Firmeninfrastruktur erlaubt eine flexiblere und bessere Anpassung an sich dynamisch ändernde Rahmenbedingungen. Die gewachsene Größe des Unternehmens erlaubt in den Beschaffungs- und Absatzmärkten das effektivere Finden von Alternativwegen. Die Max Knobloch Nachf. GmbH geht davon aus, dass nach dem Umsatzrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatzerlöse auch in 2024 noch auf dem niedrigeren Niveau verharren werden. Als Reaktion darauf wird, wie auch 2023, vornehmlich an der Kostenstruktur gearbeitet werden.

Für 2024 werden ausgeglichene Geschäftsergebnisse und Unternehmenskennzahlen erwartet.

 

Döbeln, den 28.03.2024

gez. Thomas Kolbe, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.549.408,00 2.119.420,25
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 493.328,00 474.737,25
II. Sachanlagen 3.054.080,00 1.642.683,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 767.464,00 822.568,00
2. technische Anlagen und Maschinen 468.508,00 586.583,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 181.990,00 233.532,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.636.118,00
III. Finanzanlagen 2.000,00 2.000,00
B. Umlaufvermögen 3.849.123,02 4.516.754,20
I. Vorräte 1.298.302,95 1.379.988,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.793.173,54 879.016,04
1. Forderungen gegen Gesellschafter 1.078.836,33
2. sonstige Vermögensgegenstände 714.337,21 879.016,04
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 757.646,53 2.257.749,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.234,87 29.934,70
Summe Aktiva 7.423.765,89 6.666.109,15

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.339.406,64 3.141.084,35
I. Gezeichnetes Kapital 294.000,00 294.000,00
II. Gewinnvortrag 2.713.751,02 2.134.470,11
III. Jahresüberschuss 331.655,62 712.614,24
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 39.169,00
C. Rückstellungen 1.204.438,54 1.218.237,27
D. Verbindlichkeiten 2.735.779,73 2.163.007,03
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.082.307,81 524.995,29
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 31.655,41 39.315,74
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.621.816,51 1.598.696,00
E. Rechnungsabgrenzungsposten 45.871,98 38.380,50
F. Passive latente Steuern 59.100,00 105.400,00
Summe Passiva 7.423.765,89 6.666.109,15

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.982.988,54 11.674.337,07
2. Personalaufwand 7.107.404,57 7.548.322,02
a) Löhne und Gehälter 5.884.950,69 6.259.897,58
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.222.453,88 1.288.424,44
davon für Altersversorgung 25.471,36 23.773,66
3. Abschreibungen 407.816,45 369.643,45
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 407.816,45 369.643,45
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.971.286,84 2.697.097,71
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 6,69
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 40,00 40,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.178,43 2.504,86
davon aus verbundenen Unternehmen 193,00 879,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.933,93 42.207,82
davon an verbundene Unternehmen 1.781,93 3.438,54
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 136.603,85 300.008,98
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 46.300,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 105.400,00
9. Ergebnis nach Steuern 338.161,33 719.601,95
10. sonstige Steuern 6.505,71 6.987,71
11. Jahresüberschuss 331.655,62 712.614,24

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

der Max Knobloch Nachf. GmbH

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Max Knobloch Nachf. GmbH hat ihren Sitz in Döbeln und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Chemnitz unter HRB 103493 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Gesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf und hat den Jahresabschluss nach den Vorschriften der §§ 242-288 HGB aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung (§§ 276, 286 (4), 288 (2) HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB, die der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für Kapitalgesellschaften geltenden deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen.

Rückstellungen wurden im Rahmen des § 249 HGB unter Berücksichtigung von § 253 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1 sowie Abs. 3 HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear.

Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1 sowie Abs. 3 HGB). Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Die Gesellschaft hat in den Jahren bis 2015 Zuschüsse erhalten. Das bilanzielle Wahlrecht zur Behandlung von Zuschüssen wurde in der Weise ausgeübt, dass die Zuschüsse direkt mit den Anschaffungskosten der bezuschussten Vermögensgegenstände verrechnet wurden.

Insgesamt beläuft sich der aktuelle Wert der in den Vorjahren gewährten und mit den Anschaffungskosten verrechneten Zuschüsse zum 31. Dezember 2023 auf 1.060.993,36 € und setzt sich wie folgt zusammen:

verrechneter Zuschuss 2003 600.371,01 €
verrechneter Zuschuss 2009 86.908,53 €
verrechneter Zuschuss 2010 104.511,04 €
verrechneter Zuschuss 2015 269.202,78 €
verrechneter Zuschuss gesamt 1.060.993,36 €

Im Berichtsjahr wurde ein weiterer Zuschuss in Höhe von 50.000 € vereinnahmt. Das bilanzielle Wahlrecht zur Behandlung von Zuschüssen wurde in der Weise ausgeübt, dass ein Passivposten gebildet wurde, welcher erfolgswirksam über die Abschreibungsdauer des Wirtschaftsgutes abgeschmolzen wird.

Der Sonderposten weist per 31.12.2023 einen Saldo in Höhe von 39.169 € aus.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 800 € sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Der Anlagenspiegel ist in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Finanzanlagen

Die Genossenschaftsanteile an einer regionalen Volksbank wurden weiterhin zu Anschaffungskosten bewertet.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 1 und Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Die Vorräte wurden, sofern notwendig, zu dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Wertberichtigungen wurden, sofern notwendig, vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. 253 Abs. 1 HGB. Bei allen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen (§ 253 Abs. 2 HGB). Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und veröffentlicht werden.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Um den Anforderungen nach IDW HFA 1/1984 nachzukommen, wurden die Erstattungen der auf die angefallenen Arbeitsstunden entfallenden Beträge zur Sozialversicherung unter den Personalaufwendungen ausgewiesen.

IV. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

In den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen sind 25,2 T€ (Vorjahr: 16,9 T€) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Dies betrifft ein ausgereichtes Darlehen in Höhe von 10,2 T€ (Vorjahr: 10,0 T€) und mit 15,0 T€ (Vorjahr: 6,9 T€) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Das gezeichnete Kapital beträgt 294 T€ und ist voll erbracht.

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB enthält der in Anlage 2 zum Anhang erstellte Verbindlichkeitenspiegel.

Für zu erwartende Steuernachzahlungen wurden Rückstellungen in Höhe von 191,7 T€ (Vorjahr: 29,2 T€) gebildet. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten für Personalaufwendungen 393,7 T€ (Vorjahr: 586,9 T€), für Gewährleistungsrisiken 307,0 T€ (Vorjahr: 314,4 T€), für drohende Verluste aus Absatzgeschäften 116,0 T€ (Vorjahr: 23,5 T€), für ausstehende Rechnungen 88,5 T€ (Vorjahr: 87,6 T€), für Kundenboni 10,0 T€ (Vorjahr: 84,7 T€) und sonstige zu erwartende Aufwendungen 97,5 T€ (Vorjahr: 91,9 T€).

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für Immaterielles Anlagevermögen 327 403
327 403
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für Sonstige Rückstellungen 124 41
124 41
Summe Wertdifferenzen 203 362

Der Berechnung wird ein Steuersatz von 29,15 % zugrunde gelegt, was in 2023 zu passiven latenten Steuern in Höhe von 59 T€ (Vorjahr: 105 T€) führt.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 46,0 T€ (Vorjahr: 128,6 T€) periodenfremde Erträge enthalten, die Vorjahre betreffen. Davon resultieren 25,9 T€ aus der Auflösung von Rückstellungen, 12,8 T€ aus nachträglichen Rechnungskorrekturen von Lieferanten für das Jahr 2021 und 7,3 T€ aus Rückvergütungen für gezahlte Stromsteuern im Jahr 2022.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 6,9 T€ (Vorjahr: 28,7 T€) periodenfremder Aufwand enthalten. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Nachzahlungen an Lieferanten bzw. Versicherer zusammen, welche nicht in ausreichender Höhe in den Rückstellungen per 31.12.2022 berücksichtigt wurden.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse

Zur Sicherung von Forderungen der Kreissparkasse Döbeln gegenüber den Gesellschaftern der Max Knobloch Nachf. GmbH wurde eine betragsmäßig beschränkte unbefristete Bürgschaft in Höhe von 500.000 € ausgestellt.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft wird derzeit als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Immobilien-Mietverträgen ergeben sich derzeit finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 885,9 T€ (Vorjahr: 971,9 T€) und aus Mobilien-Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 149,6 T€ (Vorjahr: 193,1 T€). Aus kündbaren Verträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 460,2 T€ (Vorjahr: 471,4 T€). Die unkündbaren Laufzeiten dieser Verträge liegen zwischen ein und fünf Jahren.

Auf die Angabe nach § 285 Nr. 9 a) und b) HGB wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt waren 92 (Vorjahr: 92) gewerbliche Mitarbeiter, 93 (Vorjahr: 93) Angestellte und 6 (Vorjahr: 8) Auszubildende beschäftigt.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch den Geschäftsführer:

Thomas Kolbe, Döbeln, Kaufmann

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt, mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

 

Döbeln, den 28. März 2024

gez. Thomas Kolbe

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten *
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.141.649,23 171.478,41 0,00 0,00 1.313.127,64
1.141.649,23 171.478,41 0,00 0,00 1.313.127,64
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.548.633,78 0,00 0,00 0,00 1.548.633,78
2. technische Anlagen und Maschinen 1.916.645,72 1.597,92 0,00 0,00 1.918.243,64
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 712.162,83 28.610,87 3.495,40 0,00 737.278,30
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.636.118,00 0,00 0,00 1.636.118,00
4.177.442,33 1.666.326,79 3.495,40 0,00 5.840.273,72
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.000,00 0,00 0,00 0,00 2.000,00
2.000,00 0,00 0,00 0,00 2.000,00
Gesamtsumme 5.321.091,56 1.837.805,20 3.495,40 0,00 7.155.401,36
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 666.911,98 152.887,66 0,00 819.799,64
666.911,98 152.887,66 0,00 819.799,64
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 726.065,78 55.104,00 0,00 781.169,78
2. technische Anlagen und Maschinen 1.330.062,72 119.672,92 0,00 1.449.735,64
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 478.630,83 80.151,87 3.494,40 555.288,30
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.534.759,33 254.928,79 3.494,40 2.786.193,72
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 3.201.671,31 407.816,45 3.494,40 3.605.993,36
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 493.328,00 474.737,25
493.328,00 474.737,25
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 767.464,00 822.568,00
2. technische Anlagen und Maschinen 468.508,00 586.583,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 181.990,00 233.532,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.636.118,00 0,00
3.054.080,00 1.642.683,00
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.000,00 2.000,00
2.000,00 2.000,00
Gesamtsumme 3.549.408,00 2.119.420,25

*) Anmerkung:

Die folgenden Zuschüsse haben die Anschaffungskosten wie folgt gemindert und sind in den historischen Anschaffungskosten nicht enthalten:

2003 2009 2010 2015 Gesamt
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 600.371,01 62.581,95 104.511,04 0,00 767.464,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 24.326,58 0,00 262.251,06 286.577,64
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 6.951,72 6.951,72
600.371,01 86.908,53 104.511,04 269.202,78 1.060.993,36

Anlage 2 zum Anhang

Verbindlichkeitenspiegel

Art Stand Stand
31.12.2022 31.12.2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 524.995,29 € 1.082.307,81 €
erhaltene Anzahlungen 304.529,10 € 303.839,94 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 491.650,42 € 536.778,98 €
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 39.315,74 € 31.655,41 €
sonstige Verbindlichkeiten 802.516,48 € 781.197,59 €
davon aus Steuern 203.843,42 € 182.311,40 €
davon soziale Sicherheit 330,00 € 1.742,37 €
2.163.007,03 € 2.735.779,73 €
Art Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 245.498,88 € 976.108,40 € 279.496,41 € 106.199,41 €
erhaltene Anzahlungen 304.529,10 € 303.839,94 € 0,00 € 0,00 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 491.650,42 € 536.778,98 € 0,00 € 0,00 €
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 39.315,74 € 31.655,41 € 0,00 € 0,00 €
sonstige Verbindlichkeiten 737.137,88 € 781.197,59 € 65.378,60 € 0,00 €
davon aus Steuern 203.843,42 € 182.311,40 € 0,00 € 0,00 €
davon soziale Sicherheit 330,00 € 1.742,37 € 0,00 € 0,00 €
1.818.132,02 € 2.629.580,32 € 344.875,01 € 106.199,41 €
Art Restlaufzeit mehr als 5 Jahre besicherte Beträge
31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 € 0,00 € 524.995,29 € 1.082.307,81 €
erhaltene Anzahlungen 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
sonstige Verbindlichkeiten 0,00 € 0,00 € 42.949,33 € 20.675,90 €
davon aus Steuern 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
davon soziale Sicherheit 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 567.944,62 € 1.102.983,71 €

** Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 525 T€ durch Sicherungsübereignungen, Ausfallbürgschaften und Grundpfandrechte der Gesellschafter besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind 42,9 T€ im Rahmen einer Sicherungsübereignung besichert.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.04.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Max Knobloch Nachf. GmbH, Döbeln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Max Knobloch Nachf. GmbH, Döbeln - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Max Knobloch Nachf. GmbH, Döbeln für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 11. April 2024

MOOG Partnerschaftsgesellschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Thomas Kästner, Wirtschaftsprüfer

gez. Thomas Rogoll, Wirtschaftsprüfer

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