Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 17272
Vorher
Matmatch GmbHPLANSEE Composite Material GmbH
Eingetragen
11.7.2017
Branche
Herstellung von pulvermetallurgischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Herstellung pulvermetallurgischer und verwandter Erzeugnisse, sowie der Handel mit einschlägigen Waren. Des Weiteren sind Gegenstand der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Produktions- und Vertriebsunternehmen im Bereich der Metallverarbeitung sowie die Erbringung von Finanzdienstleistungen ausschließlich für die Unternehmen der Plansee-Gruppe (somit ausschließlich für Mutter-, Tochter- oder Schwesterunternehmen, entsprechend § 2 Abs. 6 Nr. 5 KWG). Weiterer Gegenstand ist die Entwicklung und Vermarktung von digitalen Geschäftsmodellen sowie der Erwerb, das Halten und die Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen und im Bereich der Metallverarbeitung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerhard Bailom
seit 10.9.2025
Geschäftsführer
Ramona Desiree Anke
seit 1.7.2025
Prokura
Maik Steudten
seit 17.11.2023
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Plansee SEAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Plansee SE
Austria
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PLANSEE Composite Materials GmbH

Lechbruck am See

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024

Bilanz zum 29. Februar 2024

Aktivseite

aktuelles GJ Vorjahr Vorjahr Pro-forma-Spalte *
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
10.770,00 0,00 22.759,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, gundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.272.542,00 0,00 3.496.754,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.888.509,00 0,00 3.778.415,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.621.945,00 0,00 2.075.700,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.262.972,41 0,00 2.361.775,79
15.045.968,41 0,00 11.712.644,79
15.056.738,41 0,00 11.735.403,79
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.874.352,81 0,00 7.980.592
2. Unfertige Erzeugnisse 4.836.603,65 0,00 7.784.255
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.437.726,62 0,00 6.754.267
1.148.683,08 0,00 22.519.113
III. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.537.187,18 0,00 2.989.855
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.853.602,76 72.875,94 14.834.184
3. Sonstige Vermögensgegenstände 644.233,65 1.774,88 795.848
28.035.023,59 74.650,82 18.619.886
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.348.564,76 0,00 2.105.871
50.532.271,43 0,00 43.170.220
C. Rechnungsabgrenzungsposten 196.157,07 10.283,00 202.763
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 80.082,93 0,00
65.785.166,91 165.016,75 55.183.036,72

Passivseite

aktuelles GJ Vorjahr Vorjahr Pro-forma- Spalte *
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 23.905.695,23 28.000.000,00 60.905.695,23
III. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 11.858.791,81 -27.944.917,07 -27.944.917,07
IV. Nicht durch EK gedeckter Fehlbetrag 0,00 80.082,93 0,00
35.789.487,04 160.165,86 32.985.778,16
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.886.996,00 0,00 4.962.192,00
2. Steuerrückstellungen 2.453.397,06 0,00 2.778.635,04
3. Sonstige Rückstellungen 5.091.172,89 1.367,13 4.581.968,11
12.431.565,95 1.367,13 12.322.795,15
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 93.577,99 0,00 178.815,73
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.996.198,78 0,00 6.033.893,98
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.762.023,69 3.483,76 2.871.670,74
4. Sonstige Verbindlichkeiten 362.175,61 0,00 180.168,96
15.213.976,07 3.483,76 9.264.549,41
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.350.137,85 0,00 609.914,00
65.785.166,91 165.016,75 55.183.036,72

* Pro-forma Angabe der konsolidierten Vj-Zahlen der Matmatch GmbH und der Plansee Composite Materials GmbH. Diese stellen nicht die tatsächlichen Ist-Zahlen dar, sondern beinhalten Pro-forma-Vergleichszahlen.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

aktuelles GJ Vorjahr Vorjahr Pro-forma-Spalte *
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 87.711.311,10 89.844,45 85.032.836,29
2. Veminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -209.671,40 0,00 3.174.081,22
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 121.293,15 0,00 96.127,77
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.672.102,75 143.682,19 2.357.757,67
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 1.226.405,95 (i.Vj. EUR 0,00/ Pro-forma EUR 1.552.921,85)
89.295.035,60 233.526,64 90.660.802,95
5. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 35.611.435,82 0,00 36.139.481,04
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.448.884,02 0,00 8.838.983,05
44.060.319,84 0,00 44.978.464,09
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 15.647.022,59 1.318.659,15 16.086.038,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.121.179,73 214.040,47 3.187.506,16
- davon für Altersversorgung EUR 134.412,23 (i.Vj. EUR 0,00 / Pro-forma EUR 317.928,78)
18.768.202,32 1.532.699,62 19.273.544,16
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.508.932,12 675.012,16 3.073.429,81
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.004.297,76 3.988.797,01 15.827.102,85
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.223.020,78 (i.Vj. EUR 588,23 / Pro-forma EUR 1.497.625,55)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 435.021,93 52,04 64.462,35
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 435.021,93 (i.Vj. EUR 52,04 / Pro-forma EUR 64.410,31)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 394.581,62 283.165,44 488.390,50
- davon an verbundene Unternehmen EUR 302.011,57 (i.Vj. EUR 283.165,44 / Pro-forma EUR 94.305,90)
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 92.529,65 (i.Vj. EUR 0,00 / Pro-forma EUR 110.894,68)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.165.856,53 -787.000,00 2.884.652,00
12. Ergebnis nach Steuern 10.828.371,53 -7.033.095,55 2.625.795,64
13. Sonstige Steuern 24.662,65 0,00 19.027,52
14. Jahresüberschuss (i. Vj. Jahresfehlbetrag) 10.803.708,88 -7.033.095,55 -7.033.095,55
15. Verlustvortrag -27.944.917,07 -20.911.821,52 -20.911.821,52
16. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 37.000.000,00 0,00 0,00
17. Gewinnausschüttungen -8.000.000,00 0,00 0,00
18. Bilanzgewinn (i. Vj. Bilanzverlust) 11.858.791,81 -27.944.917,07 -27.944.917,07

* Angabe der konsolidierten Vj-Zahlen der Matmatch GmbH und der Plansee Composite Materials GmbH. Diese stellen nicht die tatsächlichen Ist-Zahlen dar, sondern beinhalten Pro-forma-Vergleichszahlen.

Anhang zum 29. Februar 2024

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der PLANSEE Composite Materials GmbH ("Gesellschaft"), Amtsgericht Kempten HRB 17272 (vormals Matmatch GmbH, München), wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 23. Oktober 2023 wurde die Plansee Composite Materials GmbH im Rahmen eines Side-Stream Mergers auf die Matmatch GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde rückwirkend zum 1. März 2023 zu Buchwerten durchgeführt. Die Gesellschaft wurde im Anschluss in die Plansee Composite Materials GmbH umfirmiert und der Sitz nach Lechbruck am See verlegt.

Das gesamte Eigenkapital der verschmolzenen Plansee Composite Materials GmbH in Höhe von 32.905.695,23 EUR wurde als Kapitalrücklage in die aufnehmende Gesellschaft eingestellt.

Um eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu gewährleisten, findet der Ausweis in der Bilanz und GuV in einer 3-Spalten-Form statt. Die dritte Spalte stellt Pro-forma-Werte dar und unterstellt, dass die Verschmelzung der beiden Gesellschaften bereits im Vorjahr stattgefunden hat und zeigt somit konsolidierte Vorjahreswerte, welche nicht die tatsächlichen Ist-Werte widerspiegeln. Diese Form wurde gewählt, da die Matmatch GmbH im Geschäftsjahr 2022/23 lediglich vernachlässigbare operative Tätigkeiten ausführte und somit ein Vergleich mit den reinen Vorjahreszahlen nicht aussagekräftig wäre.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden 25 bis 33 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden in Abhängigkeit von der errechneten Reichweite gestaffelte Abschläge zwischen 15 % und 90 % vorgenommen. Bei fertigen Erzeugnissen und Waren werden Reichweitenabschläge von 50 % bzw. 90 % vorgenommen.

Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,5 % (i.Vj. 0 %) zu Forderungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 27,0 % (i.Vj. 30,0 %).

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwannd für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die Jubiläumsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis eines Zinsfußes von 1,78 % unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.537 (i.Vj. TEUR 0) wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 86 (i.Vj. TEUR 0) gebildet. Die Forderungen sind allesamt innerhalb eines Jahres fällig.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen weist ein Betrag von TEUR 416 (i.Vj. TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.045 (i.Vj. TEUR 0) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 24.809 (i.Vj. TEUR 71) Forderungen aus dem Cash-Pooling. Es bestehen Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 22.772.

Eigenkapital

Mit Gesellschafterbeschluss vom 6. Februar 2024 hat die Gesellschaft beschlossen, aus dem Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2022/23 eine Dividende in Höhe von TEUR 8.000 auszuschütten. Dieser wurde bislang noch nicht ausgeschüttet und wird daher in den Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrundegelegt:

29.2.2024
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB) 1,82 %
Erwartete Lohn- und Gehaltsteigerungen 2,5 %
Erwartete Rentensteigerungen 2,0 %
Fluktuation 4,5 %
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck 2018 G

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und demjenigen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 31. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Wertansätzen bei den folgenden Vermögensgegenständen und Schulden sowie auf steuerlichen Verlustvorträgen:

Basis für aktive latente Steuern:

Sachanlagen

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für drohende Verluste

Jubiläumsrückstellung

Fremdwährungsbewertung von Verbindlichkeiten

Basis für passive latente Steuern:

Fremdwährungsbewertung von Forderungen

Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 27 % zugrunde gelegt (i.Vj. 30 %) Aufgrund des Aktivüberhangs an latenten Steuern wurde das Wahlrecht zur Aktivierung nicht ausgeübt.

Sonstige Rückstellungen

29.02.2024 28.02.2023
TEUR TEUR
1. Sonstige Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang 4.414 0
davon für Mitarbeiterprämien, Tantiemen 1.600 0
davon für Gewährleistung und Reklamationen 795 0
davon für Urlaubsverpflichtungen 520 0
davon für Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld 273 0
davon für Jubiläumsverpflichtungen 229 0
davon für Abfindungen und Freistellungsgehälter 155 0
davon für unterlassene Instandhaltung 505 0
davon für Gleitzeitverpflichtungen 337 0
2. Sonstige Rückstellungen mit unerheblichem Umfang 677 1
Summe Sonstige Rückstellungen 5.091 1

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 93.577,99 0,00 0,00
(i.Vj. TEUR 0) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR -)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.996.198,78 0,00 0,00
(i.Vj. TEUR 0) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR - )
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.762.023,69 0,00 0,00
(i.Vj. TEUR 3) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR - )
Sonstige Verbindlichkeiten 362.175,61 0,00 0,00
(i.Vj. TEUR 0) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR - )
davon aus Steuern 310.698,57 0,00 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.266,86 0,00 0,00
15.213.976,07 0,00 0,00
(i.Vj. TEUR 1) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR - )
Gesamtbetrag davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert Art u. Form der Sicherheit
29.2.2024
EUR EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 93.577,99
(i.Vj. TEUR 0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.996.198,78 Übliche Eigentumsvorbehalte
(i.Vj. TEUR -2)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.762.023,69
(i.Vj. TEUR 3)
Sonstige Verbindlichkeiten 362.175,61
(i.Vj. TEUR 0)
davon aus Steuern 310.698,57
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.266,86
15.213.976,07
(i.Vj. TEUR 1)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 554 (i.Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 11.208 (i.Vj. TEUR 3) übrige Verbindlichkeiten. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen insgesamt TEUR 8.000 auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

TEUR
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen
Eigene Erzeugnisse 78.982
Erlöse aus Rohstoffen/Abfällen 4.211
Handelswaren 3.179
Dienstleistungen/Lohnveredelungen 540
sonstiges 799
87.711
TEUR
Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten
Asien, Naher Osten 20.279
Europäische Union (außer Deutschland) 21.530
Deutschland 27.911
Nordamerika 12.597
übriges Europa 5.109
Südamerika 269
Australien 10
Afrika 6
87.711

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 550 Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind; sie resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 550) und Anlageabgängen (TEUR 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

TEUR
Betriebsaufwendungen 4.734
Vertriebsaufwendungen 3.246
Verwaltungsaufwendungen 2.814
Andere betriebliche Aufwendungen 1.210
12.004

Steueraufwand

Die Plansee Gruppe fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Da das MinStG im Geschäftsjahr 2023 für die Plansee Gruppe noch keine Anwendung findet, entsteht für die Plansee Composite Materials GmbH im Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG.

Die Gruppe ist derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der wesentlichen Auswirkungen von Pillar Two nach Inkrafttreten der Gesetzgebung zu treffen. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar.

III. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Wartungs- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 910, wovon innerhalb eines Jahres TEUR 351 fällig sind. Der Restbetrag in Höhe von TEUR 559 ist innerhalb der darauf folgenden vier Jahre fällig. Darüberhinaus bestehen Verpflichtungen in Form von Bestellobligos für Investitionsvorhaben in Höhe von TEUR 2.092.

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 berechnete Gesamthonorar beträgt für

TEUR
die Abschlussprüfungsleistungen 57
57

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Herr Mathias Simon Hochstrasser, Alleingeschäftsführer der PLANSEE Composite Materials GmbH ab dem 17. November 2023 (i.Vj. Herr Ing.-Mag. Ulrich Lausecker, Alleingeschäftsführer der Matmatch GmbH bis zum 16. November 2023).

Verwaltungsrat

Herr Mag. Ulrich Lausecker, Geschäftsführender Direktor der Plansee SE, Reutte/Tirol, Österreich, Vorsitzender;

Herr Dr. Frank Müller, Geschäftsführer der Plansee Powertech AG, Seon, Schweiz (ist per 01.02.2024 ausgeschieden);

Herr Werner Kofelenz, Direktor Finance Plansee Group, Reutte/Tirol, Österreich (ab 01.02.2024).

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung der Plansee Composite Materials GmbH bzw. deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 365 bilanziert; die Gesamtbezüge dieser Personengruppe im Geschäftsjahr 2023/2024 betrugen TEUR 56.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden im Durchschnitt 274 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

2023/2024
Gewerbliche Arbeitnehmer 191
Angestellte 83
274

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt dem Verwaltungsrat vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 10.804 eine Dividende in Höhe von TEUR 10.000 frühestens zum 01.08.2024 an die Gesellschafterin auszuschütten und den Rest in Höhe von TEUR 804 in die Gewinnrücklagen einzustellen.

Nachtragsbericht

Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die PLANSEE Composite Materials GmbH, Lechbruck am See, wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft des Plansee-Konzerns, der Plansee Holding AG, Reutte/Tirol, Österreich, einbezogen (größter und kleinster Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss ist am Sitz der Plansee Holding AG erhältlich.

 

Lechbruck, den 13. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Mathias Simon Hochstrasser, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellkosten
Stand 01.03.2023 * Zugänge der historischen AHK aus der Verschmelzug Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 432.422,27 0,00
0,00 432.422,27 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 9.890.694,53 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 32.143.902,77 2.649.360,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 10.978.656,04 267.161,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.361.775,79 2.913.760,50
0,00 55.375.029,13 5.830.281,74
0,00 55.807.451,40 5.830.281,74
Anschaffungs- oder Herstellkosten
Abgänge Umbuchungen Stand 29.02.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 432.422,27
0,00 0,00 432.422,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 9.890.694,53
2. Technische Anlagen und Maschinen -303.423,29 960.989,54 36.057.675,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -110.517,69 51.574,34 11.407.909,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -1.012.563,88 4.262.972,41
-413.940,98 0,00 61.619.251,85
-413.940,98 0,00 62.051.674,12
Abschreibungen
Stand 01.03.2023 Kumulierte Abschreibungen von Zugängen aus der Verschmelzung Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 29.02.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 409.663,27 11.989,00 0,00 421.652,27
0,00 409.663,27 11.989,00 0,00 421.652,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6.393.940,53 224.212,00 0,00 6.618.152,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 28.365.487,77 1.500.255,69 -303.423,29 30.169.166,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 8.902.956,04 772.475,43 -110.502,69 9.785.934,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 43.662.384,34 2.496.943,12 -413.925,98 46.573.253,44
0,00 44.072.047,61 2.508.932,12 -413.925,98 46.994.905,71
Buchwerte
Stand 29.02.2024 Stand 28.02.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 10.770,00 0,00
10.770,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.272.542,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.888.509,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.621.975,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.262.972,41 0,00
15.045.998,41 0,00
15.056.768,41 0,00

* Das Anlagevermögen der Matmatch GmbH wurde im Gj 2022/23 vollständig verkauft.

Lagebericht zum 29. Februar 2024

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die PLANSEE Composite Materials GmbH ("Gesellschaft" oder "PCM", vormals Matmatch GmbH, München) befasst sich mit der Entwicklung, der industriellen Herstellung, der Veredelung, dem Vertrieb und Handel von Produkten aus Hochleistungswerkstoffen mit Schwerpunkt Verbundwerkstoffen und daraus gefertigten Komponenten. Des Weiteren sind Gegenstand der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Erbringung von Finanzdienstleistungen für Unternehmen der Plansee Gruppe. Weiterer Gegenstand ist die Entwicklung und Vermarktung von digitalen Geschäftsmodellen.

Die Gesellschaft ist in den Konzern der Plansee Holding AG, Österreich, integriert. Über das weltweite Vertriebsnetzwerk der Plansee SE ist die Gesellschaft in 28 Ländern vertreten.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 23. Oktober 2023 wurde die Plansee Composite Materials GmbH im Rahmen eines Side-Stream Mergers auf die Matmatch GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde rückwirkend zum 01.03.2023 durchgeführt. Die Gesellschaft wurde im Anschluss in die Plansee Composite Materials GmbH umfirmiert und der Sitz nach Leckbruck am See verlegt.

Das gesamte Eigenkapital der verschmolzenen Plansee Composite Materials GmbH in Höhe von 32.905.695,23 EUR wurde als Kapitalrücklage in die aufnehmende Gesellschaft eingestellt.

Um eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu gewährleisten, findet im Lagebericht ein Vergleich der Ist-Werte des aktuellen Geschäftsjahres mit den Pro-forma-Zahlen des Vorjahres statt. Die Pro-forma- Spalte unterstellt, dass die Verschmelzung der beiden Gesellschaften bereits im Vorjahr stattgefunden hat und zeigt somit konsolidierte Vorjahreswerte, welche nicht die tatsächlichen Ist-Werte widerspiegeln. Diese Form wurde gewählt, da die Matmatch GmbH im Geschäftsjahr 2022/23 lediglich vernachlässigbare operative Tätigkeiten ausführte und somit ein Vergleich mit den reinen Vorjahreszahlen nicht aussagekräftig wäre.

2. Forschung und Entwicklung

Die standorteigene Entwicklungsgruppe der PLANSEE Composite Materials GmbH optimiert und entwickelt Produkte und Fertigungsverfahren in enger Abstimmung mit Kunden und den Entwicklungsabteilungen der Geschäftsbereiche "Tungsten Heavy Alloys" und "Coating", als auch mit der Zentralabteilung "Innovation Services" der Plansee SE.

Die Aufwendungen für Innovationen betrugen im Geschäftsjahr 2023/24 3,5% (i.Vj. 3,1%) des Umsatzes und sind im Vergleich zum Vorjahr relativ und absolut gestiegen. Die Anzahl der Mitarbeiter in diesem Bereich beträgt 11 (i. VJ 13 Mitarbeiter)

3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, der Rohertrag sowie das Ergebnis vor Steuern und das Jahresergebnis. Als nicht-finanzieller Leistungsindikator hat die Gesellschaft die durchschnittliche Mitarbeiterzahl festgelegt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten.

Im Euro-Raum verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor deutlich zu spüren.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest und erhöhten unterjährig die Leitzinsen, wodurch die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter stiegen.

Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau von 2 Prozent. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der EaP- Staaten (Östliche Partnerschaft der Staaten Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien, Moldawien und der Ukraine) (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten.

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch und somit die Produktion weiterlaufen konnte.

In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern wie beispielweise Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) war die Entwicklung besser. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig.

In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 Prozent geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+3,4 Prozent). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von +6,4 Prozent im EU-Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften.

Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um +1 Prozent. Die Ausrüstungs-Investitionen entwickelten sich mit +4 Prozent abermals dynamischer. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten sowie den gestiegenen Finanzierungskosten gedämpft.

Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um -1,4 Prozent, nach +5 Prozent Wachstum im Vorjahr. Besser als im EU-Durchschnitt entwickelten sich Frankreich und Polen (jeweils +6 Prozent), Schweden (+5 Prozent) sowie Finnland und Belgien (jeweils +3 Prozent), Österreich (+2 Prozent) und Spanien sowie Italien (0 Prozent). Deutlich unterdurchschnittlich zeigte sich der Maschinenbau in den Niederlanden (Jan.-Sept.: -16 Prozent). Überdurchschnittlich hoch war der Rückgang auch in Bulgarien, Dänemark und Rumänien. Hier wurde jeweils rund ein Zehntel weniger Maschinen hergestellt als im Vorjahr.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur.

Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 Prozent).

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Im vierten Quartal 2023 wurde dabei mit durchschnittlich 46,2 Millionen Erwerbstätigen ein neuer Höchststand erreicht. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen profitieren konnte, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite war zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer für die Produktion weggebrochen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut.

In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro.

Quelle: VDMA "Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024" vom 12. März 2024

2. Geschäftsverlauf

Die Geschäftsführung erwartete für das Geschäftsjahr 2023/24 im Vergleich zum Vorjahr ein rückläufiges Umsatz- und Ertragsniveau. Auf Grund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der Veränderung des Produktmix konnten die Umsatzerwartungen deutlich übertroffen werden (+22,3% ggü. Prognose). Durch Produktivitätssteigerung und Kostenanpassungen konnten der Anstieg der Allgemeinkosten etwas abgefedert werden, wodurch sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2023/24 ebenfalls verbessert hat (+32,3% ggü. Prognose). Ebenso lag der Rohertrag (+16% ggü. Prognose) und das Ergebnis vor Steuern (+40% ggü. Prognose) über den prognostizierten Werten. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich im Jahressdurchschnitt um 10 Mitarbeiter (+10 ggü. Prognose) erhöht.

Die wesentlichen Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:

2023/2024 2022/2023
Umsatzerlöse TEUR 87.711 85.033
Rohertrag TEUR 45.235 45.682
Ergebnis vor Steuern TEUR 11.994 5.510
Jahresergebnis TEUR 10.804 2.607
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 253 243

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023/24 zeigte trotz anhaltendem Krieg der Ukraine und Russland gegenüber der Vorperiode eine steigende industrielle Nachfrage. Insgesamt war der Umsatz der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 um 3,2% höher und die Gesamtleistung leichtfügig geringer als in der Vorperiode.

Die Nachfrage in den belieferten Branchen war sehr positiv, weshalb die Nachfrage für die Anwendungen für Automobil, Engineering und Rohstoffe gestiegen sind.

Durch die rückläufige Rohstoffnotierung wurde seitens der Kunden starker Preisdruck ausgeübt, der in hohem Maße durch chinesische Konkurrenten verstärkt wurde und sich auf den Rohertrag und das Jahresergebnis ausgewirkt hat. Innerhalb Chinas wird Wolframrohstoff deutlich billiger verkauft und dessen Ausfuhr mit Aufschlägen belegt. Zusätzlich unterstützt die chinesische Industriepolitik den Export von Wolframprodukten höherer Wertschöpfungsstufen durch Mehrwertsteuerrückerstattungen. Viele chinesische Anbieter sind inzwischen in der Lage, komplexe, hochpräzise Teile in der von den westlichen Kunden geforderten Qualität herzustellen.

Durch die Rückwärtsintegration der Plansee-Gruppe und das langjährige professionelle Lieferantenmanagement konnte die Versorgungssicherheit immer gewährleistet werden.

Andere, für die das Unternehmen wichtige Rohstoffe waren Aluminium, Titan, Kupfer, Chrom oder Nickel. Die Rohstoffpreisentwicklung des Geschäftsjahres 2023/24 zeigte sich in einer signifikanten Preissteigerung der relevanten Rohstoffe.

2023/24 wurden die Investitionen im Hinblick auf Digitalisierung und den Ausbau der Bearbeitungstechnologie weitergeführt. Außerdem wurde die kontinuierliche Modernisierung vorangetrieben, um weiterhin wirtschaftlich, energieeffizient und umweltverträglich an einem deutschen Standort produzieren zu können.

Um auf Änderungen im Marktumfeld schnell reagieren zu können, erfolgte die Budgetfreigabe für die Gesellschaft weiterhin quartalsweise.

In Anbetracht des dynamischen Marktes, der verschärften Wettbewerbssituation und des rohstoffbedingten Preisdruckes und der Inflation beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2023/24 insgesamt als zufriedenstellend.

3. Lage

3.1. Ertragslage

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023/24 lag um +16,4% über Budget und -5,2% unter Vorjahr 2022/23. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023/24 der Umsatz auf 87.711 TEUR (+3,2% gegenüber Vorjahr). Einschließlich der Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen lag die Gesamtleistung 2023/24 bei 87.623 TEUR (-0,8% gegenüber Vorjahr). Die bedeutendsten Absatzmärkte sind mit einem Umsatzanteil von 31,8% (i.Vj. 32,2%) Deutschland, gefolgt von der europäischen Union (ohne Deutschland) von 24,5% (i.Vj. 27,6%) und Asien/naher Osten mit 23,1% (i.Vj. 21,4%). Der Materialaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr absolut (-918 TEUR; -2,0%) und verringerte sich relativ zur Gesamtleistung (50,3%; i.Vj. 50,9%), so dass im Geschäftsjahr 2023/24 ein absolut geringerer Rohertrag als im Vorjahr (-447 TEUR; -1,0%) erzielt wurde. Relativ zur Gesamtleistung ist dieser gestiegen (51,6%; i.Vj. 51,7%).

Kostensteigerungen ergaben sich im Geschäftsjahr 2023/24 bei den Aufwendungen für Vertrieb (+284 TEUR; +9,6%) und bei Aufwendungen für Verwaltung (+557 TEUR; +24,7%), während es zu Kostensenkungen bei Aufwendungen für Personal (-505 TEUR; -2,7%), bei den Abschreibungen (-564 TEUR; -22,5%), für Betrieb (-193 TEUR; -3,9%) und bei Aufwendungen für Sonstiges (-3.457 TEUR; -74,1%) kam. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023/24 mit 11.954 TEUR ein um 6.019 TEUR höheres Betriebsergebnis als im Vorjahr erzielt, welches damit 13,7% (i.Vj. 6,7%) der Gesamtleistung betrug.

Das Finanzergebnis der Gesellschaft insgesamt betrug im Geschäftsjahr 2023/24 +41 TEUR (i.Vj. -140 TEUR) und bestand wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen. Das Ergebnis vor Steuern der Gesellschaft betrug im aktuellen Geschäftsjahr 11.994 TEUR (i.Vj. 5.510 TEUR.

Unter Einbezug der Ertragsteuern (1.166 TEUR; i.Vj. 2.885 TEUR) ergab sich im Geschäftsjahr 2023/24 ein Jahresüberschuss von 10.804 TEUR (i.Vj. 2.607 TEUR; +41,4%).

Die Umsatzrentabilität betrug im Geschäftsjahr 2023/24 12,3% (i.Vj. 3,1%) und die Gesamtkapitalrendite 18,5% (i.Vj. 4,7%).

3.2. Finanzlage

Die PLANSEE Composite Materials GmbH ist in das Cash-Pooling des Plansee-Konzerns einbezogen. Am Bilanzstichtag wurden 1.349 TEUR (i.Vj. 2.106 TEUR) an liquiden Mitteln ausgewiesen. Zum Geschäftsjahresende 2023/24 bestand aus dem Cash-Pooling eine Forderung gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 22.794 TEUR (i.Vj. 12.758 TEUR).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf 31.008 TEUR (i.Vj. 6.679 TEUR). Einen positiven Beitrag zum laufenden Cashflow hatten im Wesentlichen der Jahresüberschuss, die Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens, die Rückstellungen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen und die Vorräte wohingegen die Anlagenabgänge, die Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen den laufenden Cashflow verminderten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023/24 -15.847 TEUR (i.Vj. - 2.287 TEUR) und resultierte hauptsächlich aus Investitionen in Sachanlagen (-5.832 TEUR; i.Vj. 1.029 TEUR) sowie aus Mitteln im Rahmen des Cash-Poolings (-10.106 TEUR; i.Vj. - 3.430 TEUR). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf TEUR 0,00 (i.Vj. - 6.000 TEUR), da die beschlossene Gewinnausschüttung an die Alleingesellschafterin noch nicht stattgefunden hat.

Die Gesellschaft finanzierte sich zum 29.02.2024 im Wesentlichen durch Eigenkapital (35.789 TEUR; i.Vj. 32.986 TEUR), durch Rückstellungen (12.432 TEUR; i.Vj. 12.323 TEUR), durch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2.996 TEUR; i.Vj. 6.032 TEUR) und durch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (11.762 TEUR; i.Vj. 2.872 TEUR). Die Eigenkapitalquote zum 29.02.2024 beträgt 54,4% (i.Vj. 59,8%); die Fremdkapitalquote beträgt 45,6% (i.Vj. 40,2%).

Die Investitionen waren im Geschäftsjahr 2023/24 höher als im Vorjahr und sind dem Anlagespiegel zu entnehmen (5.832 TEUR; i.Vj. 1.989 TEUR).

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023/24 wie im Vorjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 29. Februar 2024 stieg im Vergleich zum Vorjahresstichtag um +10.615 TEUR auf 65.785 TEUR (+19,2%). Beim Vermögen stieg im Geschäftsjahr 2023/24 das langfristig gebundene Vermögen um +3.321 TEUR und das kurz- bis mittelfristig gebundene Vermögen um +7.362 TEUR gestiegen ist. Das langfristige Fremdkapital ist um -72 TEUR gesunken und das kurz- bis mittelfristige Fremdkapital ist um +6.054 TEUR gestiegen.

Das Anlagevermögen stieg zum Bilanzstichtag 29. Februar 2024 aufgrund der im Vergleich zu den Abschreibungen höheren Investitionen auf 15.057 TEUR (+3.321 TEUR gegenüber Vorjahr). Die Anlagendeckung durch Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 237,7% (i.Vj. 281,1%). Das Umlaufvermögen stieg zum 29. Februar 2024 gegenüber dem Vorjahr um +17,1% auf 50.532 TEUR. Dieses setzte sich im Wesentlichen zusammen aus geringeren Vorräten (-1.370 TEUR) wegen niedrigeren Rohstoffpreisen und dem Mengenabbau, gesunkener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-1.453 TEUR) wegen dem geändertem Produktmix im Umsatz, gestiegener Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+11.022 TEUR) wegen dem Cash Pool, sonstigen Forderungen (-152 TEUR) sowie aus liquiden Mitteln (-757 TEUR).

Die Vorräte betrugen zum 29. Februar 2024 32,1% der Bilanzsumme (i.Vj. 40,8%). Die größte Bilanzposition waren die Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39,3% (i. Vj. 26,9%).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sämtlich innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. Diese ist aufgrund von Forderungsverkäufen im Rahmen eines gruppenweiten Factoring-Programms (5.227 TEUR i. Vj. 6.201 TEUR) vermindert.

Die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag 29. Februar 2024 betrugen 15.214 TEUR (i.Vj. 9.262 TEUR); davon bestanden erhaltene Anzahlungen in Höhe von 94 TEUR (i. Vj. 178 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.996 TEUR (i. Vj. 6.032 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stieg auf Grund der Dividenden und der erhöhten Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2023/24 auf 11.762 TEUR (i.Vj. 2.872 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen im Geschäftsjahr 2023/24 auf 362 TEUR (i.Vj. 180 TEUR). Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr lagen wie im Vorjahr nicht vor. Bankverbindlichkeiten lagen zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht vor. Die Netto-Forderung gegen Unternehmen des Plansee- Konzerns betrug zum 29. Februar 2024 14.092 TEUR (i.Vj. Netto-Forderungen 11.964 TEUR); der Anstieg beruht im Wesentlichen auf den gestiegenen Forderungen und dem Cash-Pooling. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

Insgesamt wurden zum 29. Februar 2024 Rückstellungen in Höhe von 12.432 TEUR (i.Vj. 12.323 TEUR) gebildet, davon für Pensionen 4.887 TEUR (i.Vj. 4.962 TEUR), Steuern 2.453 TEUR (i.Vj. 2.779 TEUR) sowie sonstige Rückstellungen 5.091 TEUR (i.Vj. 4.582 TEUR). Die Pensionsrückstellung verringerten sich aufgrund der Personal- und Zinsentwicklung (-75 TEUR), die sonstigen Rückstellungen nahmen zu (+509 TEUR) und die Rückstellungen für Steuern nahmen ebenfalls ab (-325 TEUR).

Das Eigenkapital betrug zum 29. Februar 2024 35.789 TEUR (i.Vj. 32.986 TEUR); es erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023/24 um den erzielten Jahresüberschuss (10.804 TEUR) und verminderte sich um die vorgenommene Gewinnausschüttung (-8.000 TEUR). Die Eigenkapitalquote betrug zum 29. Februar 2024 54,4% (i.Vj. 59,8%); der relative Rückgang beruht auf den zur Bilanzsumme überproportional gestiegenen Verbindlichkeiten.

Insgesamt war die Gesellschaft zum 29. Februar 2024 wie im Vorjahr durch eine positive und stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gekennzeichnet.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die wirtschaftliche Entwicklung wird auch im Geschäftsjahr 2024/25 maßgeblich durch den weiteren Verlauf des Kriegs in der Ukraine und der Energiewende beeinflusst, weswegen die Prognoseaussagen weitaus unsicherer als in der Vergangenheit sind.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung:

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zum Jahresbeginn 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften.

Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent).

Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Inflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern.

Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA- Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind.

Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 Prozent real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023.

Mit dem Krieg im Nahen Osten ist ein weiterer negativer Einflussfaktor hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen.

Quelle: VDMA "Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024" vom 12. März 2024

Für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft gilt:

Die Geschäftsleitung rechnet, unter der Annahme, dass der Russland-/Ukraine-Kriegs überwunden wird und der damit einhergehenden Umstände mit einer positiven Marktentwicklung. Ausgenommen ist die Automobilbranche, welche sich durch das bevorstehende Ende der Verbrennungsmotoren in einem radikalen Wandel befindet. Weiter besteht globale Unsicherheiten, wie z.B. die steigende Inflation sowie die steigende Staatsverschuldung der europäischen Länder und die politischen Verhältnisse zwischen China und USA. Die Rohstoff- und Energiepreise werden weiterhin als hoch volatil erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2024/25 wird unter Berücksichtigung der beschriebenen Unsicherheiten sowie dem anhaltenden Preisdruck von einer volatilen Geschäftsentwicklung mit kurzfristigen Bedarfsänderungen ausgegangen, die sich in Form von rückläufigen Umsatzerlösen (-3,0% ggü. Vj), einem niedrigeren Rohertrag (-2,1 % ggü. Vj) und einem niedrigeren Ergebnis vor Steuern (-4,2% ggü. Vj) zeigen werden. Entsprechend wird sich auch das Jahresergebnis entwickeln. Die Mitarbeiterzahl soll konstant gehalten werden.

Auf Grund der politischen Rahmenbedingungen und der wirtschaftlichen Unsicherheiten erwartet die Geschäftsführung für das kommende Geschäftsjahr 2024/25 somit einen rückläufigen Umsatz und ein geringeres Jahresergebnis. Bestands- oder entwicklungsgefährdende Tatsachen werden nicht gesehen.

2. Risikobericht

Die Geschäftsbereiche der Plansee SE überarbeiten jährlich ihre Mittelfriststrategien. Daraus leitet der Standort seine Geschäftspolitik und die Unternehmensausrichtung ab.

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von unternehmerischen Chancen und Risiken ausgesetzt. Der verantwortungsvolle Umgang sowie die bewusste Steuerung dieser Gefahren sind Ziele der Unternehmensführung. Geschäftsspezifische Bedrohungen werden methodisch, systematisch und regelmäßig nach einem von der Plansee-Gruppe weltweit angewendeten Risikomanagement-Leitfaden überprüft und Maßnahmen zu deren Minimierung festgelegt. Bei der PLANSEE Composite Materials GmbH konnte im abgelaufenen Jahr durch Umsetzung solcher Maßnahmen das verbleibende Risiko weiter gesenkt werden. Dennoch müssen einige Risiken mittel- bis langfristig betrachtet werden.

Markt- und Geschäftsrisiken

Das traditionelle, weltweite Wettbewerbsumfeld in der Nischenbranche hat sich in der westlichen Welt kaum verändert. Obwohl kleinere westliche Mitbewerber durch den chinesischen Wettbewerbsdruck im Sektor der Refraktär Metalle zunehmend unter Druck geraten, ist deren Zahl konstant geblieben. Die chinesischen Hersteller verstärken jedoch weiter die Eroberung internationaler Märkte. Auf Grund der aktuellen Wirtschaftspolitik der USA ist insbesondere in Europa mit einem verstärkten chinesischen Wettbewerbsdruck zu rechnen. Von westlichen Kunden wird zudem verlangt, dass nur Wolframrohstoff verwendet wird, der aus konfliktfreien Gebieten stammt. Die Gesellschaft ist in der glücklichen Lage, dass sie bereits heute ihr Wolfram von Herstellern bezieht, die eine Zertifizierung nach EICC/CFSP aufweisen können. Das Eintrittsrisiko einer Marktverdrängung durch Konkurrenzunternehmen aus dem In- und Ausland wird aufgrund der ergriffenen Maßnahmen der Gesellschaft als gering, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als mittel erachtet.

Ein weiteres Risiko sieht die Gesellschaft in zyklisch wiederkehrenden, rezessiven konjunkturellen Entwicklungen der Gesamtwirtschaft. Direkt und indirekt (über die Produkte unserer deutschen Kunden) exportiert die Gesellschaft mehr als 80% ihrer Produkte. Daher bestimmen nicht nur die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland den Geschäftsverlauf, sondern auch die Entwicklung der Weltwirtschaft und der globale Wettbewerb.

Die Nachhaltigkeit der Stabilisierung der Weltwirtschaft ist nach wie vor als nicht gesichert zu betrachten, welches sich insbesondere durch den aktuellen Krieg in der Ukraine zeigt. Die Geschäftsleitung rechnet in diesem Zusammenhang mit einer volatilen Nachfrageentwicklung, die sich nachteilig für die Gesellschaft auswirken kann. Diesem Risiko trägt die Gesellschaft durch Notfallpläne Rechnung. Ein besonderes Augenmerk liegt daher auf der situationsbezogenen Ausgewogenheit von Neuinvestitionen, Mitarbeiterplanungen und Anpassungen in der Supply Chain, bezogen auf den prognostizierten Geschäftsverlauf sowie weiteren Bestrebungen zur Flexibilisierung von Fixkosten. Ferner wird ein zunehmender Trend zum Aufbau von protektionistischen Handelsbarrieren beobachtet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird unter den aktuellen Umständen als mittel, die Auswirkungen als mittel bewertet.

Ein neues Risiko für die Gesellschaft besteht in der Energiewende. Nachdem der Umsatz an Produkten in die Automobilindustrie im Wesentlichen auf Verbrennungsmotoren ausgerichtet ist. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dafür wird als sehr hoch angesehen, da in der EU ab 2035 keine neuen Diesel und Benziner mehr neu zugelassen werden dürfen.

Produkt- und Qualitätsrisiko

Die Risiken der Produktion sind in einem möglichen Qualitätsverlust der Erzeugnisse zu sehen. Diese Risiken werden über ein voll entwickeltes Qualitätsmanagement weitestgehend ausgeschaltet und werden somit als gering eingeschätzt. Die Gesellschaft ist über verschiedene Qualitätsstandards zertifiziert und unterzieht sich in diesem Zusammenhang regelmäßig stattfindenden Qualitätsprüfungen. Ein Eintritt dieses Risikos hätte einen hohen Schaden für die Gesellschaft.

Produktions- und Beschaffungsrisiken

In der gesamten Plansee-Gruppe werden Abhängigkeiten bei der Rohstoffversorgung durch Lieferungen aus Russland geprüft. Soweit festgestellt werden konnte, sind ausreichend Rohstoffbestände vorhanden und alternative Lieferanten für die Fertigung qualifiziert.

Das größte Risiko wird bei einer Unterbrechung der Gasversorgung in der EU gesehen. Die gruppeneigene Wasserstofferzeugung erfolgt weitgehend durch Steamreforming von Erdgas. Diesbezüglich werden gemeinsam mit den Gasversorgern Szenarien ausgearbeitet, um die Versorgung der Produktionsstätten sicher zu stellen. Aktuell ist keine Knappheit für die PLANSEE Composite Materials erkennbar. Ebenso wird das Risiko der Stromversorgung eingeschätzt, welches sich zum einen auf das Preisrisiko und zum anderen durch das Risiko von Stromabschaltungen bei Knappheit zeigt. Dem Preisrisiko begegnet das Unternehmen durch strategische Preisabsicherungen. Weiters ist die Gesellschaft Beschaffungsrisiken ausgesetzt, welche einerseits in Form von Lieferengpässen bzw. der Volatilität bei den Beschaffungspreisen bestehen. Durch Lieferengpässe könnte die Gesellschaft nicht mehr in der Lage sein, Produkte an ihre Kunden zu liefern bzw. nur zu deutlich höheren Preisen. Diesen Beschaffungsrisiken begegnet die Gesellschaft durch enge Zusammenarbeit mit dem Strategischen Einkauf der Unternehmensgruppe und der Nutzung des geschlossenen Beschaffungskreislaufs der Plansee-Gruppe, der das Recycling von Wolframrückläufen gewährleistet.

Aufgrund der Rahmenbedingungen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und die Auswirkung mittel geschätzt.

Währungsrisiko

Den sich aus unserem operativen Geschäft ergebenden Währungs- und Liquiditätsrisiken begegnet die Gesellschaft durch aktives Treasury-Management innerhalb der Plansee Group Functions GmbH, wie bspw. Währungsabsicherungen bei Fremdwährungsgeschäften. Allerdings wird das Geschäft durch die raschen und auch von Experten kaum vorausgesehenen Schwankungen der Wechselkurse sowohl beim Einkauf von Rohstoffen, die in Dollar und Renminbi notiert werden, als auch bei Verkäufen außerhalb der EU tagtäglich beeinflusst. Derivative Finanzinstrumente werden nur nach Einzelfallbetrachtung abgeschlossen und lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Aufgrund der getroffenen Maßnahmen wird das Währungsrisiko als niedrig mit mittlerer Auswirkung eingestuft.

Ausfallrisiko

Die Forderungen bestehen gegenüber einer Vielzahl von Einzelkunden, sodass keine große Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht. Innerhalb des Debitorenmanagements (Prüfung der Liquidität, Vergabe von Kreditlimits und mehrstufiges Mahnwesen) wurden Richtlinien zur Freigabe von Kundenaufträge definiert. Für die Gesellschaft besteht ein Ausfallrisiko (Kreditrisiko) dahingehend, dass der Wertansatz der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn die Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen. Bei Überschreiten einer bestimmten Kreditlinie wird das Ausfallrisiko über eine Kreditversicherung versichert.

Aufgrund der Richtlinien und Organisationsstruktur wird das Risiko von Forderungsausfällen als niedrig eingestuft mit geringen Auswirkungen.

Liquiditätsrisiko

Die Finanzierung der Gesellschaft wird über das Treasury der Plansee-Gruppe abgewickelt. Dem Unternehmen steht immer ausreichend Liquidität über ein Cashpool-Konto zur Verfügung. Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Aufgrund der zentralen Finanzierung wird das Risiko mangelnder Liquidität als niedrig mit geringer Auswirkung eingestuft.

IT-Risiko

Der Krieg in der Ukraine ist begleitet von massiven Cyberattacken auf kritische Infrastruktur, mittlerweile auch außerhalb der Ukraine. Die Plansee IT-Security ist in enger interner und externer Abstimmung, um die Netzwerke an allen Standorten zu schützen.

Aktuell steht die Unternehmensgruppe in ständigem Kontakt mit Kunden, Lieferanten, Logistikpartnern und staatlichen Einrichtungen. Die Plansee Produktionsnetzwerke sind aktuell voll operativ mit stabilen Versorgungsketten. Eine Cyber-Attacke innerhalb des Unternehmens ist bisher nicht aufgetreten.

Die PLANSEE Composite Materials GmbH ist voll ins SAP-System und in andere IT-Software-Systemen der Plansee Gruppe eingebunden und von deren Systemsicherheit abhängig.

Aufgrund der Maßnahmen wird das Risiko von erfolgreichen Cyberattacken auf die IT-Infrastruktur als niedrig eingeschätzt mit geringen Auswirkungen.

3. Chancenbericht

Die Unternehmensgruppe arbeitet intensiv an Effizienzsteigerungsprogrammen, welche die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft steigern sollen. In diesem Zusammenhang wurden Servicegesellschaften gegründet, die zentral Dienstleistungen in den Bereichen Personalbeschaffung, -abrechnung und -entwicklung, Finanzbuchhaltung, IT und Controlling von Vertriebs- und Produktionsgesellschaften übernommen haben. In diesen Bereichen wird im Rahmen eines b2g-Projekts unter anderem die Digitalisierung und Automation vorangetrieben.

Weitere Chancen sieht die Gesellschaft in der Entwicklung neuer und innovativer Produkte, die zu neuen Absatzmärkten und einer erhöhten Nachfrage führen können. Durch die hohe Qualität unserer Produkte sehen wir eine Chance gegenüber Wettbewerbern und die Möglichkeit, Kunden langfristig an uns zu binden.

 

Lechbruck, den 13. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Mathias Simon Hochstrasser, Geschäftsführer

II. Wesentliche Geschäftsvorfälle

9. Mit Verschmelzungsvertrag vom 23. Oktober 2023 wurde die Plansee Composite Materials GmbH im Rahmen eines Side-Stream Mergers auf die Schwestergesellschaft Matmatch GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde rückwirkend zum 1. März 2023 durchgeführt. Die Gesellschaft wurde im Anschluss in die Plansee Composite Materials GmbH umfirmiert und der Sitz nach Lechbruck am See verlegt.

Das gesamte Eigenkapital der verschmolzenen Plansee Composite Materials GmbH in Höhe von 32.905.695,23 EUR wurde als Kapitalrücklage in die aufnehmende Gesellschaft eingestellt.

III. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

10. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 13. Mai 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PLANSEE Composite Materials GmbH (vormals Matmatch GmbH), Lechbruck am See (vormals München)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PLANSEE Composite Materials GmbH (vormals Matmatch GmbH), Lechbruck am See (vormals München), - bestehend aus der Bilanz zum 29. Februar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PLANSEE Composite Materials GmbH (vormals Matmatch GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 29. Februar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 29. Februar 2023 und somit die Vergleichsangaben zum 29. Februar 2023 und für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 29. Februar 2023 sind nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

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