Erbringung von Logistikdienstleistungen
Lear Corporation Engineering GmbH
Lohstraße 36, 85445 Oberding, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Andreas Strauss seit 10.5.2022 | Geschäftsführer |
Ian Hickman seit 29.5.2019 | Geschäftsführer |
Reiner Thüroff seit 29.1.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Lear Global Technology Corporation Germany | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lear Corporation Engineering GmbHOberdingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lear Corporation Engineering GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lear Corporation Engineering GmbH, Oberding, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lear Corporation Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in der "Anlage" genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in der Anlage genannten Bestandteile des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht, und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Anlage zum Bestätigungsvermerk: Nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des Lageberichts Folgende Bestandteile des Lageberichts haben wir nicht inhaltlich geprüft: Die in dem Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene, kursiv gedruckte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Darüber hinaus haben wir die nachfolgend aufgeführten lageberichtsfremden Angaben nicht inhaltlich geprüft. Lageberichtsfremde Angaben im Lagebericht sind Angaben, die nicht nach §§ 289, 289a bzw. nach §§ 289b bis 289f HGB vorgeschrieben sind.
"Die hohe Integration und das Know-how des Unternehmens sind insgesamt ein Vorteil für seine Entwicklungstätigkeiten."
"Das hohe Ansehen, das wir auf Basis von Auszeichnungen bei unseren Kunden genießen, versuchen wir stets aufs Neue durch die Qualität und Innovationskraft unserer Produkte zu rechtfertigen.
München, den 3. Juli 2024 EY
GmbH & Co. KG
zur Nieden, Wirtschaftsprüfer Ritzinger, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Lear Corporation Engineering GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 242437 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Lohstraße 36, 85445 Oberding, Deutschland. A. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bilanzierung und Bewertung erfolgen gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB nach den handelsrechtlichen Vorschriften zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für große Kapitalgesellschaften und den Bestimmungen des GmbHG. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird entsprechend der üblichen Konzernberichterstattung nach dem Gliederungsschema des Umsatzkostenverfahrens gemäß § 275Abs. 3 HGB erstellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die "Davon"-Vermerke sowie die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten im Anhang angegeben. Die Wertansätze der Bilanz zum 31. Dezember 2022 wurden unverändert übernommen. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung, i.d.R. 3 bis 10 Jahre, planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt dabei entsprechend der geschätzten voraussichtlichen Nutzungsdauer von 10 Jahren. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten Fertigungsmaterial, Fertigungslohn sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer gemäß den amtlichen AfA (Absetzung für Abnutzung) Tabellen ermittelt. Die Abschreibungen auf Zugänge werden zeitanteilig vorgenommen. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von unter EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Im Rahmen der Übertragung der Entwicklungsaktivitäten auf die Gesellschaft 2019 wurde durch die Lear Corporation GmbH, Ginsheim-Gustavsburg, eine beschränkt persönliche Grunddienstbarkeit bestellt und als grundstücksgleiches Recht aktiviert. Die Abschreibung erfolgt über die Vertragslaufzeit von 25 Jahren. Unfertige Erzeugnisse sowie unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialkosten und Fertigungslöhne sowie die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Die Erzeugnisse sind verlustfrei bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach § 253 Abs. 2 HGB. Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde die Projected Unit Credit Method angewandt. Gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 i.V.m. S. 4 HGB wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,83% (i.Vj. 1,79%, Durchschnittszins 10 Jahre) bzw. 1,75% (i.Vj. 1,45%, Durchschnittszins 7 Jahre) zugrunde gelegt. Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 0,00% bis 3,00% (unverändert zum Vj.), ein Rententrend von 0,00% bis 2,20% (i.Vj. 0,00% bis 2,00%.) sowie eine Fluktuation von 0,00% bis 2,70% (unverändert zum Vj.) in Abhängigkeit vom jeweiligen Pensionsplan angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen dienten die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Nach § 253 Abs. 6 HGB ist der Unterschiedsbetrag von TEUR 102 (i.Vj. TEUR 422) für die Ausschüttung gesperrt. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wird mit den bilanzierten Pensionsrückstellungen saldiert. Der Effekt aus der Zinsänderung bei Altersversorgungs- und Jubiläumsverpflichtungen wird im Finanzergebnis unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen gezeigt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Den Verpflichtungen aus Altersteilzeit liegen erwartete Einkommenssteigerungen von 3,00% (unverändert zum Vorjahr) und ein Rechnungszinsfuß von 1,74% (i.Vj. 1,45%) zugrunde. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen für Altersteilzeit verrechnet. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen auf noch nicht abgerechnete kundenspezifische Fertigungsaufträge werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die im Anhang angegebenen Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnungen enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und - entlastung nicht abgezinst. In Ausübung des Wahlrechtes werden aktive und passive latente Steuern saldiert ausgewiesen. B. Erläuterungen zum Jahresabschluss 1. BilanzAnlagevermögen Eine von den ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres (Bruttoanlagenspiegel) ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Geschäfts- oder Firmenwert Mit Wirkung zum 28. Februar 2022 wurde der Geschäftsbereich Kfz-Innenraum-Komfortsysteme (Interior Comfort Systems (ICS)) von Kongsberg Automotive von der Lear Corporation Engineering GmbH übernommen. In Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen dem Kaufpreis (TEUR 2.518) und der Summe der einzeln zum Zeitwert übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert (TEUR 514). Zum Bilanzstichtag beträgt dieser TEUR 420 (i.Vj. TEUR 472). Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 16.827 (i.Vj. TEUR 19.162) handelt es sich wie im Vorjahr um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr nicht. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten als wesentlichen Posten Gehalts- und Reisekostenvorschüsse (TEUR 1.231, i.Vj. TEUR 811), Steuerrückerstattungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer (TEUR 970, i.Vj. TEUR 0), Mietkautionen (TEUR 150, i.Vj. TEUR 147), abgegrenzte Zinsansprüche (TEUR 142, i.Vj. TEUR 78) sowie Steuererstattungsansprüche aus Umsatzsteuer (TEUR 113, i.Vj. TEUR 388). In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von TEUR 150 (i.Vj. TEUR 0) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Es werden wie im Vorjahr keine Forderungen im Rahmen der sozialen Sicherheit ausgewiesen. Aktive latente Steuern Der Saldo der latenten Steuerentlastungen entfällt auf nachfolgend dargestellte Differenzen bei folgenden Bilanzposten:
Die nach § 5 VII EStG gewinnmindernde Rücklage wird bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern berücksichtigt. Diese wird seit 2019 jährlich in Höhe von jeweils 1/15 aufgelöst. Der Berechnung liegt eine Steuerquote von 28,4% (i.Vj. 28,5%) zugrunde. Nach § 268 Abs. 8 HGB sind die aktiven latenten Steuern von TEUR 1.436 (i.Vj. TEUR 1.125) für die Ausschüttung gesperrt. Eigenkapital Das Stammkapital (TEUR 50) ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die Lear Global Technology Corporation Germany mit Sitz in Southfield, Michigan, USA. Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 und zum 31. Dezember 2022 entwickelt sich wie folgt:
Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Pensionsrückstellungen Mit den Verpflichtungen aus Pensionen von TEUR 17.058 (i.Vj. TEUR 14.566) wurden Aktivwerte aus verpfändeten oder treuhänderischen gehaltenen Verträgen im beizulegenden Zeitwert von TEUR 725 (Anschaffungskosten TEUR 569) verrechnet. Aufwendungen und Erträge wurden aus Wesentlichkeitsgründen nicht verrechnet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 24.590 (i.Vj. TEUR 25.349) sind insbesondere für Personalkosten (TEUR 16.427, i.Vj. TEUR 12.038, noch ausstehende Rechnungen (TEUR 4.546, i.Vj. TEUR 7.499) sowie Restrukturierung (TEUR 2.994, i.Vj. TEUR 3.636) gebildet worden. Mit den Verpflichtungen aus Altersteilzeit von TEUR 93 (i.Vj. TEUR 140) wurden Guthaben aus Geldmarktfonds zur Erfüllung dieser Verpflichtungen im beizulegenden Zeitwert von TEUR 50 (Anschaffungskosten TEUR 49) verrechnet. Aufwendungen und Erträge wurden aus Wesentlichkeitsgründen nicht verrechnet. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr nicht. Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.550 (i.Vj. TEUR 1.665) und resultierten im Wesentlichen aus einbehaltenen und noch abzuführenden Steuern. 2. Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse entfallen mit 72,1% (i.Vj. 71,0%) auf den Sitzbereich und mit 27,9% (i.Vj. 29,0%) auf Electrical. Es werden Erlöse aus anwendungsbezogenen Entwicklungsleistungen sowie Konzernumlagen für zentral erbrachte Managementleistungen unter diesem Posten ausgewiesen. In geringem Umfang erfolgten auch Lieferungen an andere Konzerngesellschaften.
Die Erhöhung der Löhne und Gehälter in Höhe von ca. TEUR 5.280 erklärt sich bei einem Abbau der Mitarbeiterzahl um 20 und einer Reduktion der Abfindungszahlungen hauptsächlich durch eine Steigerung der Bonuszahlungen sowie der Gewährung einer Inflationsausgleichsprämie in Höhe von TEUR 869 (i.Vj. TEUR 0).
In den Abschreibungen sind TEUR 52 für Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 963 (i.Vj. TEUR 5.086) sind im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 731 (i.Vj. TEUR 4.832) ausgewiesen. Weiterhin sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten (TEUR 2, i.Vj. TEUR 0). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 1.041 (i.Vj. TEUR 3.099) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen TEUR 281 (i.Vj. TEUR 249) auf die Abzinsung von Rückstellungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von TEUR 311 (i.Vj. TEUR 499) enthalten. Sonstige Steuern Die Aufwendungen für sonstige Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 56 (i.Vj. TEUR 13) beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Einfuhrabgaben. Außergewöhnliche Aufwendungen Im Geschäftsjahr sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.360 (i.Vj. TEUR 5.499) angefallen. Diese sind mit TEUR 1.080 (i.Vj. TEUR 2.449) in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, mit TEUR 205 (i.Vj. TEUR 2.855) in den allgemeinen Verwaltungskosten sowie mit TEUR 75 (i.Vj. TEUR 195) in den Vertriebskosten enthalten. C. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen TEUR 6.758 und verteilen sich auf die Folgejahre wie folgt:
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere das Bestellobligo, liegen im geschäftsüblichen Rahmen und sind für sich genommen für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens nicht von wesentlicher Bedeutung. Es bestehen keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Für die Lear Corporation Engineering GmbH resultieren Risiken aus den vertraglich vereinbarten üblichen Kündigungsrechten. Vorteile daraus sind unter anderem die geringe Kapitalbindung. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit der Konzernmuttergesellschaft des Lear-Konzerns sowie mit Schwestergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen geschlossen. Sie betrafen in 2023:
Die Dienstleistungen entsprechen im Wesentlichen Entwicklungs- und Vertriebsleistungen. Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Für das Geschäftsjahr 2023 erhält die EY GmbH &Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, ein Gesamthonorar von TEUR 294 (i.Vj. TEUR 246). Davon entfallen TEUR 269 (i.Vj. TEUR 246) auf Abschlussprüfungs- und TEUR 25 (i.Vj. TEUR 0) Steuerberatungsleistungen. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres 1.063 (i.Vj. 1.083) Arbeitnehmer, diese untergliedern sich in 1.041 (i.Vj. 1.063) Angestellte und 22 (i.Vj. 20) gewerbliche Arbeitnehmer. Geschäftsführer sind die Herren
Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Lear Corporation Engineering GmbH. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat der Lear Corporation Engineering GmbH gehören die nachfolgenden Damen und Herren an:
* Arbeitnehmervertreter
Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben für ihre Tätigkeit 2023 insgesamt eine Vergütung in Höhe von TEUR 28 (i.Vj. TEUR 28) erhalten. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß den nach US-GAAP geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln in den Konzernabschluss der Lear Corporation, Southfield, Michigan/USA, für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Konzernunternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss der Lear Corporation als Konzernspitze kann am Sitz der Gesellschaft (Southfield, Michigan/USA) eingesehen werden oder über folgenden Link aufgerufen werden: www.lear.com. Darüber hinaus ist er auf der Homepage bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC), New York, USA, einsehbar (www.sec.gov). Nachtragsbericht Seit Ende des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage, die Finanzlage oder die Vermögenslage des Unternehmens haben könnten.
Oberding, den 3. Juli 2024 lan Hickman Jörg Andreas Strauss Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Die Lear Corporation Engineering GmbH gehört als deutsches Tochterunternehmen zum Lear Corporation-Konzern [im Folgenden: "LEAR"], einem Anbieter von automobilen Sitz- und Elektronik-Systemen mit Zentrale in Southfield, Michigan (USA). Mit Umsatzerlösen aus dem Geschäftsjahr 2023 von 23,5 Mrd. US-Dollar (i.Vj. 20,9 Mrd. US-Dollar) ist LEAR weltweit einer der größten Zulieferer für Automotive-Interieur- Systeme. Im Konzern sind weltweit etwa 160.000 Mitarbeiter in 37 Ländern beschäftigt. Die Lear Corporation Engineering GmbH ist mit über 1.000 Mitarbeitern an 9 Standorten in Deutschland vertreten. Der Konzern beliefert nahezu jeden großen Automobilhersteller in der Welt. In Deutschland gehören Audi, BMW, Daimler, Ford, Opel, JLR, Porsche und VW zu unseren Kunden. Der Schwerpunkt der Lear Corporation Engineering GmbH liegt dabei in der Erbringung von Ingenieur-, Forschungs- und Entwicklungsleistungen, einschließlich fortgeschrittener Produktdesign- und -entwicklung sowie Prozessentwicklung unter der Aufsicht und zugunsten der Lear Corporation, USA. Die Lear Corporation Engineering GmbH arbeitet nach einem garantierten Gewinnmodell. Das Unternehmen erbringt vertraglich vereinbarte Engineering-Dienstleistungen hauptsächlich für seine oberste Muttergesellschaft Lear Corporation in den USA, und diese werden auf der Grundlage der Kosten und eines Aufschlags vollständig erstattet. Daher ist die LEAR-Gruppe bei der Beurteilung der Eigenkapitalsituation und der Finanzierung des Unternehmens zu berücksichtigen. Entwicklungstätigkeit Die Gesellschaft übt fast ausschließlich Entwicklungstätigkeit aus und ist eng mit der inländischen Schwestergesellschaft Lear Corporation GmbH und den ausländischen verbundenen Unternehmen kombiniert. Die Entwicklungsaufwendungen belaufen sich auf EUR 213 Mio. (i. Vj.: EUR 210 Mio.) und machen 97% (i. Vj.: 95%) des Umsatzes aus. Das Unternehmen kann daher auch Dienstleister für im Ausland gewonnene Produktionsaufträge sowie Auftraggeber für andere Entwicklungsgesellschaften innerhalb des Konzerns sein. Die hohe Integration und das Know-how des Unternehmens sind insgesamt ein Vorteil für seine Entwicklungstätigkeiten. *
* Nicht prüfungspflichtiger Bestandteil des
Lageberichts gemäß IDW PS 350 n.F.
Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr wuchs die Weltwirtschaft um 3,1%. Das Wachstum war stabiler als erwartet, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, angetrieben von China, den Vereinigten Staaten sowie den Schwellenländern. Das Wachstum in der Eurozone bleibt schleppend, beeinträchtigt durch die hohen Energiepreise und die hohen Verbraucherpreise, auch wenn sich die Inflation in der zweiten Jahreshälfte abschwächte. Das reale Wirtschaftswachstum belief sich 2023 auf 5,2% in China, 2,5% in den Vereinigten Staaten, 0,5% in der Eurozone und 0,5% im Vereinigten Königreich. Im gleichen Zeitraum ist der Ölpreis um 16,0% gesunken (39,2% Erhöhung im Jahr 2022). Trotz der im 2. Halbjahr 2023 beobachteten Verlangsamung der Inflation blieben in Deutschland die Preise hoch und behinderten die Inlandsnachfrage. Dies trug zusammen mit den ungünstigen Finanzierungsbedingungen aufgrund der hohen Zinsen und der schwachen Auslandsnachfrage dazu bei, die Erholung der deutschen Wirtschaft von dem durch die Pandemie im Jahr 2020 ausgelösten schweren Abschwung zu behindern. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt expandierte zu gegenwärtigen Preisen um 6,3% von EUR 3.867 Mrd. auf EUR 4.122 Mrd. im Jahr 2023. Preisbereinigt schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt dagegen um 0,3%. Die Zahl der weltweit verkauften Autos stieg 2023 von rund 67,3 Millionen Einheiten, gegenüber rund 75,3 Millionen Einheiten im Jahr 2023. 2023 ist das erste Jahr, in dem die Autoverkäufe die Werte vor der Pandemie übersteigen. Der Pkw-Markt expandierte in Europa (EU, UK, EFTA- Europäische Freihandelsassoziation) mit einem Wachstum von 13,7% von 11,3 Mio. auf 12,8 Mio. Einheiten, angetrieben vom Vereinigten Königreich (+289 Tsd. Einheiten), Italien (+248 Tsd. Einheiten), Frankreich (+246 Tsd. Einheiten), Deutschland (+193 Tsd. Einheiten), Spanien (+136 Tsd. Einheiten) und Belgien (+110 Tsd. Einheiten). Trotz verschiedener Schwierigkeiten in Nordamerika, darunter Lieferengpässe, Entlassungen und die größten Arbeitsniederlegungen in den USA seit 1993, war das Wachstum des nordamerikanischen Marktes mit 12,5% von 13,7 Mio. Einheiten auf 15,5 Mio. Einheiten beachtlich. Japan ist im Jahr 2023 der am schnellsten wachsende Automarkt mit einer Entwicklung von 15,8%. Indiens Markt stieg von 3,8 Mio. auf 4,1 Mio. Einheiten. China verzeichnete ein Marktwachstum von 11,0% auf 25,8 Mio. Einheiten. Von diesen großen globalen Märkten sind der chinesische und der indische Markt diejenigen, die im Jahr 2023 zum dritten Mal ihren Absatz von vor der Pandemie erreicht haben. Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland stiegen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr auf 2,8 Mio. Einheiten (+7,3%) und lagen damit um 21,1% unter dem Niveau des Jahres 2019, vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie. Die Pkw-Produktion stieg um 18% auf 4,1 Mio. Fahrzeuge, was im Einklang mit dem Anstieg der Pkw-Exporte um 17% auf 3,1 Mio. Einheiten steht. Der Anstieg der Produktion ist vor allem auf das schwache erste Halbjahr 2022, die Verknappung von Teilen und Komponenten, den Anstieg der Material- und Energiepreise und die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine zurückzuführen. Der Anteil der Elektroautos an der deutschen Pkw-Produktion stieg von 25% im Jahr 2022 auf 31% im Jahr 2023 trotz der schrittweisen Kürzung der Kaufsubventionen Ende 2022 für die PHEV (Plug-in hybrid electric vehicles)-Modelle und für BEV (Batterie electric vehicle)-Käufe und -Leasing von Unternehmen ab September 2023. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr belaufen sich auf EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 5 Mio.) und beziehen sich zur Hälfte auf den Standort Köln. Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen fielen mit EUR 3 Mio. niedriger aus als zu Beginn des Jahres geplant (EUR 6 Mio.). Sie entfielen im Wesentlichen auf den Bereich E-System. Im Geschäftsjahr hat der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 12 Mio. den Bedarf an Investitionen gedeckt, was zu einem Mittelzufluss von EUR 9 Mio. führte. Das im Unternehmen gebundene Vermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1 Mio., was im Wesentlichen auf eine Verringerung des langfristig gebundenen Vermögens zurückzuführen ist, die durch eine Erhöhung des kurzfristig gebundenen Vermögens ausgeglichen wurde. Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 1.063 Mitarbeiter (i. Vj. 1.043) im Unternehmen beschäftigt. Neben dem Umsatz sind der Jahresüberschuss und die Investitionen die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren für das Unternehmen. Vermögens- und Kapitalstruktur:
Die Bilanzsumme beträgt EUR 77 Mio. (i.Vj. EUR 76 Mio.). Der Rückgang des Anlagevermögens, insbesondere der technischen Anlagen und Maschinen, ist vor allem auf eine erhebliche Investition im Bereich E-System im Jahr 2022 zurückzuführen. Das kurzfristig gebundene Vermögen beträgt EUR 63 Mio. (i.Vj. EUR 60 Mio.) und setzt sich hauptsächlich aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 20 Mio. (i.Vj. EUR 24 Mio.), flüssigen Mitteln in Höhe von EUR 39 Mio. (i.Vj. EUR 30 Mio.), Vorräten in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 4 Mio.), Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 1 Mio.) sowie aktive latente Steuern in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 1 Mio.) zusammen. Das langfristig gebundene Vermögen beträgt EUR 14 Mio. (i.Vj. EUR 16 Mio.) und besteht hauptsächlich aus Sachanlagen. Das kurzfristige und das langfristige Vermögen machen 81% bzw. 19% des Gesamtvermögens im abgelaufenen Geschäftsjahr (im Vorjahr 79% bzw. 21% des Gesamtvermögens) aus. Die Investitionen in Höhe von EUR 3 Mio. (i.Vj. EUR 6 Mio.) und die planmäßigen Abschreibungen von EUR 4 Mio. führen zu der Veränderung des langfristig gebundenen Vermögens. Die kurzfristigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 20 Mio. (i.Vj. EUR 24 Mio.) bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen (ca. EUR 17Mio., i.Vj. ca. EUR 19 Mio.). Wir verweisen zu den flüssigen Mitteln im Weiteren auf die Kapitalflussrechnung. Auf der Passivseite setzt sich das langfristige Fremdkapital ausschließlich aus Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 16 Mio. (i.Vj. EUR15 Mio.) zusammen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen aus sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 25 Mio. (i.Vj. EUR 27 Mio.) davon 80% des Saldos aus personalbezogenen Rückstellungen und fast 20% des Saldos für Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Gegenüber dem Gesellschafter Lear Global Technology Corporation Germany bestehen derzeit keine Verbindlichkeiten. Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus projektbezogenen Kundenanzahlungen in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 4 Mio.), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 6 Mio. (i.Vj. EUR 6 Mio.), sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 3 Mio. (i.Vj. EUR 2 Mio.), davon aus Steuern und Umsatzsteuer, sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3 Mio. (i.Vj. EUR 5 Mio.) zusammen. Das Eigenkapital beträgt EUR 22 Mio. (i.Vj. EUR 17 Mio.). Sein Anteil an der Bilanzsumme beträgt 29% (i.Vj. 23%). Bei der Beurteilung der Eigenkapitalsituation und der Finanzierung der Gesellschaft ist die enge Einbindung in den LEAR Konzern zu berücksichtigen, da die Entwicklungsaktivitäten, die den Erstausrüstern in der Automobilindustrie nicht in Rechnung gestellt werden, dem obersten Mutterunternehmen Lear Corporation USA in Rechnung gestellt werden. Wichtige Ergebniszahlen: Um ein angemessenes Verständnis der Hauptfunktionen und Aktivitäten der Gesellschaft zu ermöglichen, hat das Management beschlossen, die Restrukturierungskosten separat darzustellen.
Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5 Mio. zeigt einen Rückgang um EUR 2 Mio. im Vergleich zum Vorjahr, der hauptsächlich auf den Geschäftsbereich Seating zurückzuführen ist. Die Projektentwicklungsaktivitäten wurden in einer vergleichbaren Größenordnung wie im Vorjahr fortgesetzt. Im Wesentlichen ist das Leistungsvermögen der Gesellschaft auf Grund ihres garantierten Gewinnmodells weitgehend unabhängig vom makroökonomischen Kontext. Der Rückgang der Umsatzerlöse um EUR 2 Mio. bzw. -1,1% resultiert mit EUR 3 Mio. aus dem Geschäftsbereich E-System, während die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Seating um EUR 1 Mio. gestiegen sind. Bereinigt um Restrukturierungskosten (EUR 1 Mio., i.Vj. EUR 2 Mio.) haben sich die Herstellungskosten leicht überproportional zum Umsatz entwickelt. Die Vertriebskosten bleiben unverändert und enthalten wie im Vorjahr keine Restrukturierungsaufwendungen. Sie betragen originär EUR 22 Mio. (i.Vj. EUR 18 Mio.) und setzen sich aus Personalaufwendungen in Höhe von EUR 19 Mio. (i.Vj. EUR 16 Mio.), Aufwendungen für Leiharbeiter in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. (EUR 1 Mio.) sowie sonstigen Aufwendungen in Höhe von EUR 2 Mio. (i.Vj. EUR 1 Mio.) zusammen. Die Gesamtaufwendungen wurden wie im Vorjahr vollständig an andere Gesellschaften im Konzern weiterbelastet. In dieser Höhe werden die Aufwendungen korrespondierend zu den daraus erzielten Umsatzerlösen aus Konzernumlagen unter den Herstellungskosten ausgewiesen. Bereinigt um Restrukturierungskosten (EUR 0 Mio., i.Vj. EUR 3 Mio.) bleiben die Verwaltungskosten unverändert. Die originären Gesamtaufwendungen betragen EUR 33 Mio. (i.Vj. EUR 33 Mio.) und setzten sich zusammen aus Personalaufwendungen in Höhe von EUR 23 Mio. (i.Vj. EUR 21 Mio.), Rechtsberatungsaufwendungen in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 0 Mio.), Aufwendungen für Leiharbeiter in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 2 Mio.), Leasingaufwendungen in Höhe von EUR 2 Mio. (i.Vj. EUR 2 Mio.), Reisekosten in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 1 Mio.), Softwareaufwendungen in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 0 Mio.) sowie übrige Aufwendungen in Höhe von EUR 3 Mio. (i.Vj. EUR 3 Mio.). Insgesamt EUR 32 Mio. (i.Vj. EUR 33 Mio.) der Gesamtaufwendungen wurden vollständig an andere Gesellschaften im Konzern weiterbelastet. In dieser Höhe werden die Aufwendungen korrespondierend zu den daraus erzielten Umsatzerlösen aus Konzernumlagen unter den Herstellungskosten ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 1 Mio. enthalten im Wesentlichen Kursgewinne (i.Vj. EUR 5 Mio.). Die separat dargestellten Restrukturierungsaufwendungen enthalten Kosten für Personalmaßnahmen von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 5 Mio.) und stehen im Zusammenhang mit einer Restrukturierungsmaßnahme im Geschäftsbereich E-System. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist in erster Linie auf eine günstigere Währungsumrechnung zurückzuführen. Das Finanzergebnis enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Die Betriebsaufwendungen entfallen auf folgende originäre Kostenbereiche:
Der Materialaufwand hat sich um 4,5% von EUR 67 Mio. auf EUR 64 Mio. verringert. Der Materialaufwand, der sich im Wesentlichen aus zugekauften Dienstleistungen zusammensetzt, resultiert zu 86,4% (i. Vj. 81,8%) aus dem Bereich Seating und zu 13,6% (i.Vj.: 18,2%) aus dem Bereich E-System. Die Hauptkomponenten sind Engineering-Dienstleistungen von Schwestergesellschaften in "Best Cost Countries" in Höhe von EUR 27 Mio. (i.Vj. EUR 22 Mio.), Aufwendungen von Vertragsangestellten in Höhe von EUR 14 Mio. (i.Vj. EUR 19 Mio.), Validierungsaufwendungen in Höhe von EUR 6 Mio. (i.Vj. EUR 10 Mio.), zugekaufte Engineering-Dienstleistungen in Höhe von EUR 6 Mio. (i.Vj. EUR 6 Mio.), Weiterbelastungen von Personalaufwendungen von Schwestergesellschaften bzw. Konzernverrechnungen in Höhe von EUR 7 Mio. (i.Vj. EUR 6Mio.), Prototypenmaterial in Höhe von EUR 3 Mio. (i.Vj. EUR 2 Mio.) sowie übrige sonstige Aufwendungen in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 1 Mio.). Der Personalaufwand beläuft sich auf EUR 120 Mio. für durchschnittlich 1.063 Mitarbeiter (i.Vj. 1.083). Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 5 Mio.) ist der Personalaufwand um EUR 9 Mio. gestiegen. Die Abschreibungen bleiben auf dem Vorjahresniveau. Die übrigen Sach- und Dienstleistungen sind um EUR 6 Mio. gesunken Sie beziehen sich auf Leasingaufwendungen in Höhe von EUR 5 Mio. (i.Vj. EUR 5 Mio.), Entwicklungsaufwendungen in Höhe von EUR 4 Mio. (i.Vj. EUR 6 Mio.), Reisekosten in Höhe von EUR 3 Mio. (i.Vj. EUR 2 Mio.), Reparatur- und Wartungsaufwendungen in Höhe von EUR 2 Mio. (i.Vj. EUR 2 Mio.), Softwareaufwendungen in Höhe von EUR 2 Mio. (i.Vj. EUR 2 Mio.), sonstige externe Dienstleistungen in Höhe von EUR 2 Mio. (i.Vj. EUR 2 Mio.), Aufwendungen für Kommunikation in Höhe von EUR 2 Mio. (i.Vj. EUR 2 Mio.), Rechtsberatungsaufwand in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 4 Mio.), Wechselkursverluste in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 3 Mio.), IT-Wartungsaufwendungen in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 1 Mio.), Aufwendungen für Fremdfirmen in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 1 Mio.) sowie übrige sonstige Aufwendungen in Höhe von EUR 2 Mio. (i.Vj. EUR 2 Mio.). Finanzlage: Über die Finanz- und Liquiditätslage zum Bilanzstichtag gibt folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss:
Im Geschäftsjahr hat der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 12 Mio. den Bedarf an Investitions- und Finanzierungstätigkeiten gedeckt, was zu einem Mittelzufluss von EUR 9 Mio. führte. Zusammenfassend lässt sich zur Lage der Gesellschaft festhalten: Insgesamt beurteilen wir den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft als zufriedenstellend. Erklärung zur Unternehmensführung * Die für die Lear Corporation Engineering GmbH sowohl zum 17. November 2022 als auch derzeit gültigen Zielgrößen eines Frauenanteils von 25% im Aufsichtsrat, 0% in der Geschäftsführung sind planmäßig umgesetzt worden. Die Frist zur Erreichung dieser Ziele wurde zuvor bis zum 30. Juni 2024 festgelegt. Die Festlegung der Zielgröße auf 0% in der Geschäftsführung geht darauf zurück, dass derzeit kein weiterer Wechsel in der Geschäftsführung oder eine Erweiterung der Geschäftsführung geplant oder absehbar ist. Ungeachtet dessen besteht im Aufsichtsrat Übereinstimmung, dass bei der etwaigen zukünftigen Besetzung von Geschäftsführerpositionen Frauen angemessen berücksichtigt werden sollen. Die Geschäftsführung der Lear Corporation Engineering GmbH hat am 10. August 2022 erstmalig eine Zielgröße eines Frauenanteils von 10% in der ersten und zweiten Führungsebene beschlossen. Die Frist zur Erreichung dieser Ziele wurde zuvor bis zum 30. Juni 2023 festgelegt und erfüllt. Mit dem 26. Juni 2024 beschließt die Geschäftsführung der Lear Corporation Engineering GmbH erneut eine Zielgröße eines Frauenanteils von 10% in der ersten und zweiten Führungsebene. Die Frist zur Erreichung dieser Ziele wird bis zum 30. Juni 2026 festgelegt. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren * Neben der Bereitstellung qualitativ hochwertiger Produkte und Dienstleistungen, kostengünstiger und hochwertiger Lösungen sowie kontinuierlicher Verbesserung unserer Effizienz und hoher Integrität ist es unser Bestreben den Mitarbeitern, unserer wertvollsten Ressource, ein Umfeld zu bieten, das:
und den "Wir schaffen das "-Geist der LEAR-Teams pflegt
* Nicht prüfungspflichtiger Bestandteil des
Lageberichts gemäß IDW PS 350 n.F.
Unsere Führungskräfte werden kontinuierlich dahingehend geschult. Durch regelmäßige Mitarbeitergespräche versuchen wir, auf die Belange des Einzelnen ausreichend einzugehen und seine Interessen zu fördern. Als internationaler Konzern mit Einrichtungen auf der ganzen Welt ist es das Ziel von LEAR, überall ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen. Dazu hat LEAR einen Leitfaden mit sieben Schlüsselelementen entwickelt, der die Grundlagen eines erfolgreichen Gesundheits- und Sicherheitsprogramms enthält und integraler Bestandteil aller LEAR-Aktivitäten ist, unabhängig von Größe, Betriebsart oder Sitz der jeweiligen LEAR-Einrichtung. Wir wollen die Gemeinden, in denen wir tätig sind, unterstützen und die Umwelt schützen. LEAR fördert eine breite Palette gemeinnütziger Service-Organisationen in den Kommunen und motiviert seine Mitarbeiter, ihre jeweilige Gemeinde sowohl durch freiwillige Arbeitsleistungen als auch mit Geld- oder Sachspenden zu unterstützen. LEAR ist bewusst, dass die Entscheidungen darüber, was wir verbrauchen, produzieren und was wir verschwenden, Umwelt- und soziale Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft und auf zukünftige Generationen haben. In seiner Initiative zur Nachhaltigkeit der Umwelt konzentriert sich LEAR auf die Suche nach besseren und intelligenteren Methoden zur Durchführung von Tätigkeiten mit dem Ziel die Umwelt zu erhalten und gleichzeitig Gesundheit und Vitalität unserer Gemeinschaften zu sichern. LEARs Umweltmanagementsystem (EMS) macht es möglich, die Wirkung seiner Aktivitäten, Produkte oder Dienstleistungen auf die Umwelt zu kontrollieren. Jeden Monat werden für jede Anlage weltweit über das "Resource Advisor"-Programm die Daten über die Erzeugung von Abfallstrom, den Wasser- und Kraftstoff- sowie den zusätzlichen Energieverbrauch im Konzern aggregiert und validiert, um den Fortschritt der Nachhaltigkeitsinitiative zu überwachen.
* Nicht prüfungspflichtiger Bestandteil des
Lageberichts gemäß IDW PS 350 n.F.
Risiken und Chancen Als auf dem deutschen Markt tätiges Tochterunternehmen des weltweit operierenden US-amerikanischen Automobilzulieferkonzerns LEAR bieten sich uns, aufgrund unserer Größe und Struktur sowie unseres Leistungsspektrums zahlreiche wirtschaftliche Möglichkeiten. Gleichzeitig sind wir einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, angefangen von der allgemeinen volkswirtschaftlichen Entwicklung über branchenspezifische bis hin zu konzern-, unternehmens- und sogar standortsspezifischen Risiken. Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum konsequenten Umgang mit diesen Risiken werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt und weiterentwickelt. Dabei sind wir voll in das Risikomanagement- und interne Kontrollsystem des Konzerns integriert. Unsere Informations- und Kontrollstandards folgen damit den strengen US-amerikanischen Anforderungen. Die Automobilkonjunktur verhält sich im Allgemeinen zyklisch zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Je nach Konjunkturlage ergeben sich daraus erhebliche Risiken und Chancen für uns. Der Wettbewerb in der Automobilindustrie und damit der Kosten- und Leistungsdruck sind aufgrund der Marktstruktur einhergehend mit bestehenden Überkapazitäten permanent hoch. Dies wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern. Die anspruchsvolle Lage auf den Finanzmärkten ist für fast alle Unternehmen ein Risiko. Kundenseitig schätzen wir die Gefahr von Forderungsausfällen als kontrollierbar ein. Wir sind auch selbst gefordert, unsere Zahlungsfähigkeit jederzeit aufrecht zu erhalten und unsere Zahlungstreue unter Beweis zu stellen. Diese Notwendigkeit ergibt sich nicht nur gegenüber unseren Lieferanten und anderen Gläubigern. Auch im Rahmen der Geschäftsbeziehungen mit unseren Kunden haben wir klar darzulegen, dass die Finanzierung unseres Unternehmens sichergestellt ist und dass wir langfristig als zuverlässiger Vertragspartner zur Verfügung stehen. Dazu ist unsere Gesellschaft eingebunden in die LEAR-Finanzorganisation. Aktuell ist sie integriert in den europäischen Konzern-Cashpool bei der Citigroup (London Branch), London, UK, und finanziert sich ggf. über diesen. Die Geschäftsbeziehungen zu den Banken werden zentral von der Konzernmuttergesellschaft koordiniert und gesteuert. Diese verfügt neben hohen liquiden Mitteln und weitestgehend langfristig finanziertem Fremdkapital über eine solide Eigenkapitalausstattung. Vor dem Hintergrund einer soliden Konzernfinanzierung geht die hiesige Geschäftsführung davon aus, dass ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, um alle geschäftlichen Aktivitäten der deutschen Gesellschaft jederzeit in vollem Umfang aufrecht zu erhalten. Die Bedingungen für die Automobilzulieferindustrie sind somit von allen Seiten her schwierig. Nur die größten und innovativsten Unternehmen der Branche haben eine Chance, aus diesem Wettbewerb gestärkt hervorzugehen. Nur mit stetigen Effizienzsteigerungen und innovativen, qualitativ hochwertigen Produkten lassen sich Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität sichern. Das hohe Ansehen, das wir auf Basis von Auszeichnungen bei unseren Kunden genießen, versuchen wir stets aufs Neue durch die Qualität und Innovationskraft unserer Produkte zu rechtfertigen. * LEAR investiert deshalb permanent weltweit in allen Bereichen in die laufende Verbesserung von Produkten, Prozessen und Strukturen. Dadurch und durch Gemeinschaftsprojekte mit unseren Kunden sind wir bestrebt, die Geschäftsbeziehungen noch weiter zu intensivieren und kontinuierlich auszubauen, und sehen gute Möglichkeiten, über das bestehende Geschäft hinaus mit weiteren Aufträgen betraut zu werden. Allgemein lässt sich feststellen, dass Globalisierung und Kostendruck zu einer immer enger werdenden Zusammenarbeit der Zulieferindustrie mit den Automobilherstellern und damit zu einer immer stärkeren gegenseitigen Abhängigkeit führen. Konsolidierung und Globalisierung der Zulieferindustrie schreiten voran. Die Automobilhersteller verlagern Entwicklung und Produktion und die damit verbundenen Kosten und Risiken einschließlich der Gewährleistung bei Serienfehlern immer stärker auf ihre Zulieferer. Die Zulieferer haben die Produktionskapazitäten bereitzuhalten und die Lieferbereitschaft "just-in-time" entsprechend der vom Hersteller geplanten Absatzmengen sicherzustellen. Eine Verpflichtung der Hersteller zum Abruf bestimmter Mindestmengen ergibt sich aus den von den Herstellern angebotenen Lieferverträgen i.d.R. nicht. Der Zulieferer ist bei der Deckung seiner Investitionen in hohem Maße von der Absatzlage der Hersteller und der daraus resultierenden Nachfrage innerhalb der Vertragslaufzeit abhängig. Gleiches gilt für die getätigten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Diese werden üblicherweise über die Stückpreiskalkulation refinanziert oder direkt über den Teilepreis vergütet. Die Lieferverträge mit den Herstellern werden im Allgemeinen für die Produktionsdauer eines Modells abgeschlossen. Immer schnellere Entwicklungszeiten und kürzere Lebenszyklen verschärfen den Druck auf den Lieferanten, zum einen eine Deckung seiner Kosten zu erreichen und zum anderen sich frühzeitig, um den Abschluss von Anschlussaufträgen zur Sicherung der Auslastung des jeweiligen Produktionsstandortes zu bemühen. Die Angebote an die Kunden umfassen in der Regel die Entwicklungsleistungen sowie die anschließende Lieferung der Produkte. Der Druck auf die Automobilzulieferer hat jedoch aufgrund des garantierten Gewinnmodells, mit dem die Lear Corporation Engineering GmbH arbeitet, keine Auswirkungen auf die Marge der Gesellschaft.
* Nicht prüfungspflichtiger Bestandteil des
Lageberichts gemäß IDW PS 350 n.F.
Die Lear Corporation Engineering GmbH beteiligt sich an Entwicklungsprojekten für alle großen in Deutschland ansässigen Automobilhersteller, wodurch die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Hersteller in gewissem Umfang gemildert wird. Gleichwohl ist diese Abhängigkeit insbesondere für die einzelnen Standorte immer noch sehr stark. Aktuell ist die Standortfrage ein wichtiger Faktor für unsere auf den deutschen Markt ausgerichtete Gesellschaft. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Projekte zu gewinnen, verlagert das Unternehmen Aktivitäten mit größtenteils geringer Wertschöpfung in "Best Cost Countries" aus. Dieser natürliche Trend wird durch die Tatsache abgemildert, dass das Unternehmen immer noch direkt mit den Kunden lokal zu tun hat, was auch lokale Gesprächspartner erfordert. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Autoindustrie in Deutschland auch in Zukunft eine wichtige Schlüsselrolle zukommen wird und sich dadurch trotz aller Risiken auch weiterhin Chancen auf dem heimischen Markt für uns bieten. Hierbei profitieren wir ganz allgemein von der Stärke der deutschen Automobilindustrie und ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt. Für den Kunden bleiben letztlich immer die Kosten ein wesentlicher Entscheidungsfaktor für die Auftragsvergabe. Auch in diesem Punkt sehen wir viele Vorteile auf unserer Seite. Zum einen hat LEAR die nötige Größe, in diesem hart umkämpften Markt ihre Interessen sowohl kunden- als auch lieferantenseitig behaupten zu können und so auf Dauer für alle Beteiligten ein verlässlicher Partner zu bleiben, zum anderen ist das Unternehmen in seiner Struktur noch einfach und beweglich genug, um schnell und flexibel auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren zu können. Nicht zuletzt sind wir bestrebt, durch kontinuierlich fortgeführte Programme zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und auszubauen. Epidemien und Pandemien wie die Ausbreitung des Coronavirus haben die Risikolandschaft unseres Unternehmens erweitert, was sich negativ auf die Wachstumsaussichten auswirkt und die Risiken in Bezug auf Beschaffung, Produktion und Vertrieb erhöht. Dieses zusätzliche Risiko wurde von der Organisation mit besonderem Fokus überwacht. Der sich verschärfende Streit zwischen der Republik China und den Vereinigten Staaten sowie der aktuelle Ukraine-Krieg zeigen, dass die geopolitischen Risiken heute wichtiger denn je sind und unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen auf die Rohstoffversorgung, die Rohstoffpreise, die Energieversorgung und die Inflation haben könnten. Gegenwärtig wurden für unser Unternehmen keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. Wir sind überzeugt, dass wir die sich aus den oben genannten Risiken ergebenden Herausforderungen weiterhin erfolgreich meistern werden. Prognosebericht Die prognostizierten Ziele des Vorjahres wurden in Bezug auf Umsatz, und Jahresüberschuss nicht erreicht. Die leicht gesunkenen Umsätze sind im Wesentlich auf den Geschäftsbereich E-System zurückzuführen, wobei der Geschäftsbereich Seating der Haupttreiber für den Rückgang des Jahresergebnisses war. Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland haben die Aussichten durch mögliche Materialknappheit, Rohstoff- und Energiepreissteigerungen zusätzlich verunsichert, die zu einer Verschlechterung und Abkopplung der Wettbewerbsfähigkeit der EU und Deutschlands beitragen. Die Auswirkungen auf die Engineering-Aktivitäten sind jedoch nicht unmittelbar. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen und die damit verbundene Unsicherheit unter den Marktteilnehmern können zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts und auf der Grundlage des jüngsten Weltwirtschaftsausblicks vom April 2024 prognostiziert der IWF ein globales Wachstum der Weltproduktion von +3,2%. Asien, genauer gesagt China und Indien, tragen mit 4,6% bzw. 6,8% am meisten zu dieser Expansion bei, während die noch als fortgeschrittene Volkswirtschaften bezeichneten Länder insgesamt 1,7% beitragen.
Quelle: Internationaler Währungsfonds | April 2024 Laut einer im April 2024 veröffentlichten Studie von IHS Markit wird die weltweite Produktion von Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen im Jahr 2024 voraussichtlich um -0,2% oder -0,2 Mio. Einheiten sinken. West- und Osteuropa sind die Regionen mit dem stärksten Rückgang mit insgesamt -3,3% oder -0,6 Mio. Einheiten. Die Niederlande, das Vereinigte Königreich, Frankreich, und Spanien sind mit jeweils -0,1 Mio. Einheiten die am stärksten von diesem Rückgang betroffenen Länder in Europa. Im asiatisch-pazifischen Raum wird der Produktionsrückgang in Japan um 0,6 Mio. Einheiten durch das Wachstum in China um 0,5 Mio. Einheiten kompensiert. Auch in Nordamerika wird der Produktionsrückgang in Kanada um 0,2 Mio. Einheiten durch einen Zuwachs in den USA um 0,4 Mio. Einheiten kompensiert. Der Weltmarktanteil Chinas steigt leicht von 31,2% auf 31,9%. Betrachtet man die Segmentierung, so sind die Einsteigerfahrzeuge in allen Regionen die Haupttreiber für den Produktionsrückgang. Die folgende Tabelle enthält zusätzliche Einzelheiten.
Quelle: IHS Markit | April 2024 Aufgrund des garantierten Gewinnmodells, mit dem die Lear Corporation Engineering GmbH arbeitet, rechnen wir mit einem ähnlichen Umsatz wie im Geschäftsjahr 2023, so dass der Jahresüberschuss auch in der gleichen Größenordnung liegen wird. Die zugesagten und geplanten Investitionen in Sachanlagen werden deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen und dem Geschäftsbereich E-System zugutekommen. Mit Blick auf die Zukunft erwarten wir, dass sich der harte Wettbewerb in der Automobilzulieferindustrie fortsetzt. Aufgrund unserer starken Kundenorientierung, unserer Innovationskraft, der Qualität unserer Produkte und unserer Wettbewerbsgröße fühlen wir uns in einer guten Position, um unsere langfristige Ausdauer angesichts dieses harten Wettbewerbs unter Beweis zu stellen.
Oberding, den 3. Juli 2024 lan Hickman Jörg Andreas Strauss LEAR CORPORATION ENGINEERING GMBH Auszug aus dem Sitzungsprotokoll des Aufsichtsrats vom 22.08.2024 TOP 4: Beschluss über die Empfehlung des Jahresabschlusses 2023 an die Gesellschafterversammlung: Der Aufsichtsrat hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2023 in regelmäßigen Sitzungen über die Führung, Entwicklung und Lage der Gesellschaft und über alle wichtigen Fragen der Geschäftsführung unterrichtet. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Gesellschafterversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 22. August 2024 von Herrn Alexandre Morcellet von der Lear Corporation GmbH erläutert. Die wesentlichen Ergebnisse der Abschlussprüfung wurden durch Herrn Tobias Ritzinger als Vertreter der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorgetragen. Von dem Prüfungsergebnis hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat sich ferner durch Befragung in der heutigen Sitzung vergewissert, dass während des Prüfungszeitraums keine zusätzlichen Leistungen an die Gesellschaft erbracht wurden, die die Unabhängigkeit der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bei der Prüfung des Jahresabschlusses in Frage stellen würden. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung billigt der Aufsichtsrat in beschlussfähiger Zusammensetzung den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und schlägt der Gesellschafterversammlung vor, diesen festzustellen.
Frankfurt a.M., 22.08.2024 Martin Henningsen, Vorsitzender®
Southfiled, Mi, USA Datum August 30, 2024 Lear Global Technology Corporation Germany William P. McLaughli Vice President - Global Tax and Trade |
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