Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 23336
Vorher
D-L-I-S Textil GmbH
Eingetragen
20.2.2007
Branche
Einzelhandel mit TextilienGroßhandel mit TextilienEinzelhandel mit Bekleidung
Gegenstand
Handel mit Textilien, Accessoires und Schuhen sowie Beratung in diesen Bereichen; Aufbau, Vertrieb und Betrieb von Franchise-Konzepten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jim Grimm
seit 6.5.2024
Prokura
Jörg Romics
seit 9.2.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

74.40% identifiziert25.60% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Hartmut Peter RomicsRStores Holding GmbH
48.80%
Jörg RomicsRStores Holding GmbH
25.60%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RStores GmbH

Chemnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die RStores GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft, welche sich auf den stationären Einzelhandel spezialisiert hat und zum 31. Dezember 2023 insgesamt 35 Filialen der Marke G-STAR RAW in Deutschland betreibt.

II. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren.

Die aktuelle Entwicklung ist angesichts der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. Ein noch tieferer Einbruch konnte durch die umfangreichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise verhindert werden. Zudem zeigten sich die Unternehmen und privaten Haushalte anpassungsfähig. Allerdings deutet die im Jahresgutachten präsentierte Mittel- und Langfristprojektion des deutschen Produktionspotenzials, unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Schwäche, auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte hin.

Diese Hemmnisse zeichnen sich bereits seit vielen Jahren ab und wurden bisher nicht ausreichend adressiert. Erstens ist absehbar, dass durch die demografische Alterung der Anteil der 20- bis 64-Jährigen an der Gesamtbevölkerung sinken wird und das inländische Arbeitsvolumen zurückgeht.

Zweitens sind das Produktivitätswachstum und das Wachstum des Kapitalstocks, aber auch der Modernitätsgrad des Kapitalstocks, seit Jahrzehnten rückläufig. Dies spiegelt sich in den niedrigen und gesunkenen Gründungsraten und der geringen Verfügbarkeit von Wagniskapital für junge Wachstumsunternehmen wider. Deutschland droht somit eine Alterung nicht nur seiner Bevölkerung, sondern auch seiner industriellen Basis.

Um das Wachstumspotenzial zu stärken, sollte beiden Entwicklungen entgegengewirkt werden. So sollte durch verbesserte Erwerbsanreize und Reformen der Zuwanderungspolitik das Sinken des Arbeitsvolumens gedämpft werden. Gleichzeitig sollten die Innovations- und Investitionstätigkeit gesteigert werden, um die Wirtschaft zu modernisieren und das Produktivitätswachstum zu steigern. Zur Modernisierung der Wirtschaft können der Einsatz neuer Querschnittstechnologien wie beispielsweise Künstlicher Intelligenz (KI), ein dynamisches Gründungsgeschehen und insbesondere junge Wachstumsunternehmen entscheidend beitragen. Die Wirtschaftspolitik sollte den damit verbundenen Strukturwandel unterstützen. Ein zu enger Fokus auf Wirtschaftsbereiche, die im Strukturwandel gefährdet sind, würde die notwendige Reallokation von knappen Ressourcen hin zu neuen Geschäftsfeldern bremsen.

b. Geschäftsverlauf

Die RStores GmbH erlebte mit dem Ende der Corona-Krise im Jahr 2023 einen leichten Umsatzanstieg, welcher sich durch die stark gestiegenen indexierten Mieten und Personalkosten leider nicht im avisierten Ergebnis widerspiegelt.

Die im Lagebericht des Vorjahres anvisierten Umsätze haben wir erreicht bzw. leicht übertroffen. Wir haben zwei Filialen eröffnet, so dass wir zum 31. Dezember 2023 insgesamt 35 Stores betreiben.

Die Personalkosten sind im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um ca. 7,4 % gestiegen.

Das Geschäftsjahr schließen wir mit einem Jahresüberschuss von 508 TEUR - gegenüber 628 TEUR im Vorjahr - ab.

c. Lage

Die Lage des Unternehmens ist gut - die Firma RStores GmbH wird deutschlandweit als Franchisenehmer von G-STAR RAW wahrgenommen und ist der größte Partner im Bereich Franchise von G-STAR RAW.

1) Ertragslage

Unsere Ertragslage konnten wir im Jahr 2023 durch die weiterhin vorherrschende Unsicherheit im Markt nicht steigern und schließen das Jahr 2023 schlechter als das Jahr 2022 ab.

Wir befinden uns, auch wegen des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine sowie dem plötzlichen Krieg in Nahost weiterhin in einer Weltwirtschaftskrise und sind somit vom normalen Geschäftsverlauf wie im Jahr 2019 und davor weit entfernt.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der neuen Mindestlöhne weiter erhöht. Unsere Beschäftigungslage ist aktuell als gut zu bezeichnen. Im Jahr 2023 haben wir zum 1. August / 1. September wieder Auszubildende im Unternehmen eingestellt, welche die Ausbildung Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d) bzw. Verkäufer (m/w/d) absolvieren.

2) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als solide zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist - unter Berücksichtigung von Skonto - zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen aufgrund unserer überwiegend kurzfristigen Bezahlung des Wareneinkaufes zum Bilanzstichtag 37,8 % der Bilanzsumme.

Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

3) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Wir streben an, die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten weiterhin stabil zu halten und zu verbessern.

III. Bericht über Zweigniederlassungen

Neben dem Sitz des Unternehmens in Chemnitz betreibt die Gesellschaft in weiteren 33 deutschen Städten Verkaufsfilialen der Marke G-STAR RAW.

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2023 keine Zweigniederlassungen unterhalten.

IV. Prognosebericht

Um die gute Entwicklung des Unternehmens weiterhin zu unterstützen, sind wir in Zukunft angehalten unser Storeportfolio zu optimieren und wollen in hochfrequentierten Lagen neue Stores eröffnen.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens im Jahr 2024 wegen des anhaltenden Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine sowie den weltweit auftretenden Kriegsszenarien als extrem herausfordernd. Sollte die aktuelle Inflation weiter andauern, wird das weitere Folgen auf unsere Mietverträge haben, da wir hier bei fast allen Verträgen entsprechende Wertsicherungsklauseln vereinbaren mussten. Der Onlinehandel wird nach dem ersten Quartal 2024 als leicht wachsend wahrgenommen, jedoch hat das Wachstumstempo der letzten Jahre sehr stark abgenommen.

Die erhöhten Kosten für Rohstoffe, besonders im Energiesektor, werden wir in den Nebenkostenabrechnungen der Folgejahre zu spüren bekommen. Bei den Stromkosten erleben wir im Jahr 2024 einen leichten Rückgang, da wir durch unsere langfristigen Lieferverträge eine Einsparung gegenüber 2023 erzielen konnten. Vom normalen Niveau wie im Jahr 2019 sind wir aber weit entfernt und haben somit mit höheren Kosten zu kämpfen.

Wir haben im Jahr 2024 neben zwei Neueröffnungen auch zwei Schließungen geplant, um das Storeportfolio noch nachhaltiger aufzustellen.

Die Umsatzerlöse im Jahr 2023 betrugen 24.809 TEUR, der Jahresüberschuss 2023 beträgt 508 TEUR. In unserer aktuellen Planung gehen wir von einem Umsatzanstieg von ca. 1,0 % im Jahr 2024 aus.

Unter Berücksichtigung der derzeitig vorliegenden Informationen und modifizierten Planungsgrundlagen kann man davon ausgehen, dass das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen vereinbarungsgemäß nachkommen sowie bestehende Skontovereinbarungen ausnutzen wird.

V. Chancen- und Risikobericht

Die Angaben im Lagebericht geben unsere Einschätzung der aktuellen Lage auf dem deutschen Markt wieder. Die Angaben beruhen auf Annahmen hinsichtlich der Entwicklung von Chancen und Risiken. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die wesentlichen Chancen und Risiken in unserem Marktumfeld in Deutschland.

Als Franchiseunternehmen sind wir einem starken Wettbewerb auf der Absatzseite ausgesetzt. Da sich der Trend der letzten Jahre - gute Franchisesysteme in guten Lagen zu etablieren - fortgesetzt hat, werden wir an dieser Entwicklung durchaus partizipieren können. Uns ist gleichzeitig bewusst, dass dieser Trend auch andere Modehäuser in unmittelbare Nähe zu unseren Standorten führen wird. Die daraus resultierende Vielfalt von guten Systemen bietet uns durchaus auch Chancen, da die Vielfalt wiederum Kunden in den stationären Handel zieht.

Das branchenübliche Risiko, dass die eingekaufte Saisonware von unseren Kunden nicht im entsprechenden Ausmaß angenommen wird, haben wir durch unseren Systemwechsel auf unseren Franchisegeber übertragen. Durch die ständige Verbesserung der Kundenbeziehungen, Mitarbeiterschulungen sowie durch das frühzeitige Aufspüren und Erkennen von Trends minimieren wir dieses Risiko. Durch die Berücksichtigung der Risiken sowie dem rechtzeitigen Erkennen von möglichen Absatzproblemen können wir unseren Abverkauf steuern.

Das Nachfrageverhalten unserer Kunden ist ferner von ihrer Kaufkraft abhängig. Unser Sortiment ist insgesamt hochwertig und spricht dadurch jeden Kunden mit geregeltem Einkommen an. Unsere Zielgruppe wird bei einem guten Konjunkturverlauf eher größer, jedoch führt das nicht unbedingt zu höheren Umsätzen, da für unsere Zielgruppe auch andere finanzielle Ziele wichtig sind.

Wir gehen auch weiterhin von der Erhaltung unserer Marktposition aus und beabsichtigen unsere Präsenz im Handel weiter auszubauen. Wir planen für das Jahr 2024 ein positives Geschäftsergebnis von 650 TEUR.

Wir werden uns für die Zukunft noch besser auf die Bedürfnisse des stationären Handels einstellen und unser Filialportfolio konsequent erweitern und optimieren.

 

Chemnitz, den 23. Mai 2024

Jörg Romics, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 441.062,00 830.489,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.764,00 12.543,00
II. Sachanlagen 436.298,00 817.946,00
B. Umlaufvermögen 3.453.930,91 3.104.495,79
I. Vorräte 18.920,00 29.310,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 471.582,28 398.423,07
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.963.428,63 2.676.762,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.285,00 11.197,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 3.914.277,91 3.946.181,79

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 557.872,53 128.820,05
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Bilanzgewinn 507.872,53 78.820,05
B. Rückstellungen 353.858,00 981.109,59
C. Verbindlichkeiten 3.002.547,38 2.836.252,15
Bilanzsumme, Summe Passiva 3.914.277,91 3.946.181,79

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.162.623,79 14.070.596,85
2. Personalaufwand 5.848.608,34 5.452.623,94
a) Löhne und Gehälter 4.774.111,71 4.483.242,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.074.496,63 969.381,74
davon für Altersversorgung 25.280,00 34.508,60
3. Abschreibungen 477.696,71 618.232,28
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 477.696,71 618.232,28
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.873.663,23 6.951.905,75
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.353,03 758,48
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.400,68 3.962,74
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 446.259,01 416.488,75
8. Ergebnis nach Steuern 519.348,85 628.141,87
9. Sonstige Steuern 11.476,32 620,00
Jahresüberschuss 507.872,53 627.521,87

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 507.872,53 627.521,87
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.298,18
3. Vorabausschüttung 0,00 550.000,00
4. Bilanzgewinn 507.872,53 78.820,05

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die RStores GmbH hat ihren Sitz in Chemnitz. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Chemnitz unter HRB 23336 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen der Gesellschaft wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt (§§ 253, 255 Abs. 1 HGB). Die Abschreibungen erfolgten pro rata temporis nach den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern nach der linearen Methode.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800,00 EUR wurden bis auf einen Erinnerungswert vollständig abgeschrieben.

Die Handelswaren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag aktiviert.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Für Ausgaben, welche Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, wurde ein entsprechender Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz gebildet.

Die Rückstellungen erfassen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

4.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in nachfolgendem Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 379.649,00 0,00 0,00 379.649,00
Geschäfts- oder Firmenwert 35.561,86 0,00 0,00 35.561,86
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 415.210,86 0,00 0,00 415.210,86
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.275.038,10 88.983,71 3.000,00 8.361.021,81
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 8.275.038,10 88.983,71 3.000,00 8.361.021,81
Summe Anlagevermögen 8.690.248,96 88.983,71 3.000,00 8.776.232,67
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 375.405,00 4.222,00 0,00 379.627,00
Geschäfts- oder Firmenwert 27.262,86 3.557,00 0,00 30.819,86
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 402.667,86 7.779,00 0,00 410.446,86
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.457.092,10 469.917,71 2.286,00 7.924.723,81
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 7.457.092,10 469.917,71 2.286,00 7.924.723,81
Summe Anlagevermögen 7.859.759,96 477.696,71 2.286,00 8.335.170,67
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22,00 4.244,00
Geschäfts- oder Firmenwert 4.742,00 8.299,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.764,00 12.543,00
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 436.298,00 817.946,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 436.298,00 817.946,00
Summe Anlagevermögen 441.062,00 830.489,00

4.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 300.000,00) stellen gleichzeitig Forderungen gegen Gesellschafter dar.

4.3. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie auch im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis 1 Jahr.

Für die Verbindlichkeiten bestehen teilweise branchenübliche Sicherheiten in Form von Eigentumsvorbehalten.

5. Sonstige Pflichtangaben

5.1. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr neben dem Geschäftsführer durchschnittlich 168 Arbeitnehmer (Voll- und Teilzeitarbeitskräfte). Des Weiteren waren durchschnittlich 127 Aushilfen und 15 Auszubildende beschäftigt.

5.2. Angaben zur Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Jörg Romics, Kaufmann, Chemnitz.

Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

5.3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB für Verbindlichkeiten Dritter bestehen nicht.

Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen der RStores GmbH aus Leasing- und Mietverträgen (einschließlich Nebenkosten) in Höhe von insgesamt von ca. 5,5-6,0 Mio. EUR p.a.

5.4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahrs - mit Auswirkung auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 - haben sich nicht ereignet.

 

Chemnitz, den 23. Mai 2024

Jörg Romics, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.07.2024 festgestellt. Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 507.872,53 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss wurde in Anwendung des § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat Herr Lutz Reichelt, Wirtschaftsprüfer, den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RStores GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der RStores GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der RStores GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Chemnitz, den 13. Juni 2024

Lutz Reichelt, Wirtschaftsprüfer

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