Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
ArcelorMittal Stahlhandel GmbH
Gutenbergstraße 11, 33790 Halle (Westfalen), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mark Demond seit 10.7.2025 | Prokura |
Christian Hildebrandt seit 10.7.2025 | Prokura |
Sebastian Dessauer seit 3.7.2024 | Prokura |
Nils Bohn seit 24.8.2023 | Prokura |
Samed Bozkurt seit 24.8.2023 | Prokura |
Oliver Menrath seit 1.2.2021 | Geschäftsführer |
Jörg Brücken seit 18.1.2019 | Prokura |
Bruno Gabel seit 29.9.2016 | Prokura |
Jürgen Kreimeyer seit 23.12.2015 | Prokura |
Björn Hofmann seit 6.11.2008 | Prokura |
Dirk Zurmühlen seit 4.1.2007 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
Quadra International Services B.V. | 67.50% |
ArcelorMittal S.A. | 22.50% |
ArcelorMittal Downstream Solutions Holding | 10.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ArcelorMittal Stahlhandel GmbHHalleJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ArcelorMittal Stahlhandel GmbHPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Halle,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 28. März 2025 EY
GmbH & Co. KG
Beckers, Wirtschaftsprüfer Judt, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Halle ("AMSH") zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Halle, ist beim Amtsgericht Gütersloh unter der Nummer HRB 6886 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, WährungsumrechnungDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB unter Anwendung der Fortführungsprämisse aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert fortgeführt. Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer festgelegt. Sie betragen bei
Die Abschreibungen auf Zugänge zum Sachanlagevermögen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Netto-Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren mit durchschnittlichen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten oder niedrigeren beizulegenden Werten unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken bewertet. Die Flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Vor dem Bilanzstichtag getätigte Auszahlungen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Das Gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Eintrag in das Handelsregister. Für die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung des Projected-Unit-Credit-Verfahrens vorgenommen. Nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wurden ein Zinssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 % p.a.) sowie unverändert zum Vorjahr eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2 % zugrunde gelegt. Die angenommene Rentensteigerung beträgt 2,10 % p.a. (Vorjahr: 2,20 %). Zudem wurden unverändert zum Vorjahr die 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Bei laufenden Renten, die gemäß §16 BetrAVG nach Verbraucherpreisindex angepasst werden, wurde eine zusätzliche einmalige Erhöhung der Renten um 5,50 % als Inflationsausgleich für das Jahr 2023 berücksichtigt, sofern im Wirtschaftsjahr 2022 die letzte Rentenanpassung erfolgte. Sofern die letzte Rentenanpassung zum 01.01.2022 oder früher erfolgte, wurde eine einmalige Erhöhung der Renten um 14,05 % als Inflationsausgleich berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,75 %) nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 90). Dieser unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Eine korrespondierende Abführungssperre bei Gewinnabführungsverträgen besteht hingegen nicht. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Für die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Jubiläumsrückstellung erfolgt die Ermittlung nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Zugrundelegung der 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, eines Rechnungszinses von 1,75 % (Vorjahr: 1,45 %) und einer angenommenen Gehaltssteigerung von unverändert 2 %. Der Rechnungszins bestimmt sich aus dem nach § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB pauschal von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben worden sind. Die Auswirkungen der Änderung der Diskontierungszinssätze bei langfristigen Rückstellungen einschließlich der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nicht im Zinsergebnis, sondern im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Ausweis latenter Steuern unterbleibt in Folge der steuerlichen Organschaft. WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Buchung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Rechnungsdatum umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht abgegrenzt. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. 3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungDie Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagengitter (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 7.046 (Vorjahr: TEUR 6.267) entfallen mit TEUR 5.696 (Vorjahr: TEUR 4.738) auf Forderungen gegen die Gesellschafterin zur Ergebnisübernahme des Jahres 2023 durch die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, und mit TEUR 1.350 (Vorjahr: TEUR 1.529) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.742 (Vorjahr: TEUR 3.931) entfallen auf Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 1.968; Vorjahr: TEUR 2.780), auf Rückstellungen für Restrukturierung (TEUR: 198; Vorjahr: TEUR 198), auf sonstige Personalrückstellungen (TEUR 551; Vorjahr: TEUR 837) sowie auf Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 25; Vorjahr: TEUR 116). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 19.933 (Vorjahr: TEUR 8.762) resultieren mit TEUR 14.167 aus Cash-Pooling, mit TEUR 1.147 (Vorjahr: TEUR 1.147) aus der Verpflichtung der AMSH zur Ergebnisabführung an die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln aus dem Jahr 2022 sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.619 (Vorjahr: TEUR 7.615). Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.993 (Vorjahr: TEUR 8.357) betreffen mit TEUR 3.591 (Vorjahr: TEUR 7.908) Kundenzahlungen, die noch nicht an die Factoring-Gesellschaft weitergeleitet wurden. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sicherheiten wurden - abgesehen von üblichen Eigentumsvorbehalten - nicht bestellt. UmsatzerlöseAufgliederung der Umsatzerlöse nach Sparten:
Umsatzerlöse nach Regionen:
Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 408; Vorjahr: TEUR 660) beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 357) die im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen (TEUR 49), Zahlungseingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen (TEUR 8) sowie aus der Veräußerung von Anlagevermögen (TEUR 4) zurückzuführen sind. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 16.647; Vorjahr: TEUR 20.182) beinhalten insbesondere Aufwendungen aus Frachtkosten (TEUR 4.385; Vorjahr: TEUR 4.357), Konzernumlagen (TEUR 2.938; Vorjahr: TEUR 5.583), Mietaufwendungen (TEUR 1.827; Vorjahr: TEUR 1.871), IT-Kosten (TEUR 1.232; Vorjahr: TEUR 1.444), Instandhaltungskosten (TEUR: 789; Vorjahr: TEUR 1.309) und Zeitarbeit (TEUR 505; Vorjahr: TEUR 341). Zudem werden im Geschäftsjahr 2023 die Kosten für das Factoring ("Factoringgebühren") nicht mehr unter den Materialaufwendungen, sondern in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Betrag beläuft sich auf TEUR 800 (Vorjahr: TEUR 494). Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist insoweit eingeschränkt. Periodenfremde Aufwendungen im Wesentlichen aus der Ausbuchung von Forderungen sind in Höhe von TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 123) enthalten. Erträge aus VerlustübernahmeDer Ertrag aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 5.696 (Vorjahr TEUR 1.147) entfällt vollständig auf die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln (AMSK). 4. Sonstige AngabenAußerbilanzielle GeschäfteZusammen mit anderen Unternehmen des ArcelorMittal-Konzerns hat die Gesellschaft erstmals im Geschäftsjahr 2013 einen Factoringvertrag mit der Ester Finance Titrisation mit Sitz in Paris/ Frankreich geschlossen. Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich. Der Nominalwert der verkauften und zum 31. Dezember 2023 noch nicht beglichenen Forderungen beträgt TEUR 6.080 (Vorjahr: TEUR 8.933). Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Forderungsausfallrisiken bezogen auf die Bonität des Schuldners gehen auf die Factoringgesellschaft über. Wir behalten jedoch zwecks Kundenpflege das Kundenmanagement inne. Besondere Risiken aus der Geschäftsabwicklung sind nicht ersichtlich. Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 5.957; davon sind TEUR 1.754 in 2024 und TEUR 4.203 in Folgejahren fällig. MitarbeiterzahlDie AMSH beschäftigte im Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) insgesamt 214 (Vorjahr: 223) Mitarbeiter, davon 96 Angestellte und 118 Arbeiter (Vorjahr: 95 Angestellte und 128 Arbeiter). AbschlussprüferhonorarDas vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 38 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen. GeschäftsführungAls Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren die folgenden Herren bestellt:
Für ehemalige Geschäftsführer sind zum Bilanzstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 378 gebildet. Im Geschäftsjahr erfolgten Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 22. Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. KonzernverhältnisseDie Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt) einbezogen. Die ArcelorMittal S.A. hat ihren Sitz in 24-26, Boulevard d'Avranches, 1160 Luxemburg. Der Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. ist am oben genannten Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird bei der SEC in Washington/USA, unter der Register Nr. CIK 000124349 veröffentlicht. Darüber hinaus wird eine englische Fassung des Konzernabschlusses im Unternehmensregister bekannt gemacht. NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Halle/Westf., den 28. März 2025 Oliver Menrath, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Darstellung des Geschäftsverlaufs1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft 1Der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie der am 7. Oktober 2023 durch die Hamas verübte Terrorangriff auf Israel prägten das Jahr 2023. Neben den durch die geopolitischen Spannungen bei Investoren, Produzenten und Konsumenten/-innen ausgelösten Verunsicherungen belasteten auch die Nachwirkungen der Energiepreiskrise und der damit verbundenen massiven Kaufkraftverluste die Wirtschaft. Die Energiepreise stabilisierten sich zwar, allerdings auf sehr hohem Niveau, und belasteten damit besonders die energieintensiven Wirtschaftszweige. Verschlechterte Finanzierungsbedingungen in Folge steigender Zinsen und die zwar zuletzt stagnierende, aber anhaltend hohe Inflation dämpften die Konjunktur. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 nicht behaupten, sondern sank ins Minus. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes bei -0,3 % gegenüber 2022. Preis- und kalenderbereinigt lagen die Wachstumsraten in 2023 bei -0,1 % im Vergleich zu den Wachstumsraten der Vorjahre 2022: +1,8 % (preis- und kalenderbereinigt: +1,9 %) und 2021: +3,2 % (preis- und kalenderbereinigt: +3,1 %). Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsproduktes entwickelten sich die Wirtschaftszweige sehr unterschiedlich. Gestützt wurde die deutsche Wirtschaft vor allem durch den Dienstleistungsbereich, der sich erneut ausweiten konnte. Hier im Besonderen der Bereich Information und Kommunikation, der mit einem Wachstum von +2,6 % besonders stark zulegen konnte. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit stieg um +1,0 % und die Unternehmensdienstleister legten um +0,3 % zu. Auch das Baugewerbe konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen, wie anhaltend hoher Baukosten und verschlechterter Finanzierungsbedingungen in Folge steigender Zinsen, ein Plus von 0,2 % erreichen. Dagegen sank der Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, aufgrund sinkender Nachfrage im Groß- und Einzelhandel, als Folge des anhaltend hohen Preisniveaus und verhaltener Konsumbereitschaft, zusammengefasst um -1,0 %. Im verarbeitenden Gewerbe sank die Wirtschaftsleistung um -0,4 %. Hauptursächlich hierfür waren die anhaltend hohen Energiepreise, die nach wie vor besonders die energieintensiven Wirtschaftszweige wie Chemie- und Metallindustrie belasteten. Auf der Verwendungsseite hat das anhaltend hohe Verbraucherpreisniveau sowie der Wegfall staatlich finanzierter Corona Maßnahmen für Impfungen und Ausgleichszahlungen für eine negative Entwicklung gesorgt. Die privaten Konsumausgaben sanken im Vergleich zum Vorjahr um -0,8 %. Die Konsumausgaben des Staates sanken ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr, insgesamt um -1,7 %. Tariflohnerhöhungen, Inflationsausgleichszahlungen und eine etwas niedrigere Inflationsrate (2023: +5,9 %, 2022: +6,9 %) konnten den Rückgang der privaten Konsumausgaben nicht verhindern. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg in 2023 um +0,7 %. Neben steigender inländischer Erwerbsbeteiligung trug auch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu dem Anstieg bei. Der Beschäftigungszuwachs entfällt fast ausschließlich auf Dienstleistungsbereiche und hier insbesondere auf die Bereiche Information und Kommunikation mit +2,6 %, Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +1,0 % und Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit +0,9 %. Nach dem Finanzierungsdefizit von Mrd. EUR 96,9 im Jahr 2022 beendete der deutsche Staatshaushalt das Jahr 2023 erneut mit einem Finanzierungsdefizit von Mrd. EUR 82,7. Das ergibt gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 eine im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Defizitquote von +2,0 % (2022: +2,5 %) für den Staat. Die, bis 31. Dezember 2023, im Stabilitäts- und Wachstumspakt der EU vereinbarte Marke für Haushaltsdefizite von +3 % wurde damit erneut erreicht. Im europäischen Vergleich fällt das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 geringer aus als in vielen anderen europäischen Staaten. Betrachtet man alle 27 Länder der Europäischen Union (EU 27 - ohne Vereinigtes Königreich), wurde von einem Wirtschaftswachstum für 2023 von +0,6 % ausgegangen. Deutschland lag damit mit einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von -0,3 % unter dem europäischen Durchschnitt. 2. Entwicklung des Stahlmarkts 2Die Rohstahlproduktion in Deutschland sank im Jahr 2023 auf ein historisch niedriges Niveau und lag mit 35,4 Mio. Tonnen (Vorjahr: 36,8 Mio. Tonnen) auf dem niedrigsten Wert seit 2009. Der Lagerabsatz des deutschen Stahlhandels betrug in diesem Jahr 9,4 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies erneut einem Rückgang in Höhe von 0,47 Mio. Tonnen bzw. -4,8 %. Die Absatzrückgänge entfallen auf nahezu alle Produktbereiche. Am deutlichsten waren diese in den Produktbereichen Betonstahl (-18,8 %), Stabstahl (-12,4 %), den sonstigen (-7,7 %) und Quartoblechen (-7,6 %) zu verzeichnen. Lediglich der Produktbereich oberflächenveredelte Bleche mit +1,8 % entwickelte sich positiv. Die Lagerbestände lagen wie im Vorjahr das gesamte Jahr 2023 über auf einem relativ niedrigen Niveau von durchschnittlich 1,96 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,18 Mio. Tonnen). Die durchschnittliche Lagerreichweite lag im selben Betrachtungszeitraum durchschnittlich bei 2,6 Monaten (Vorjahr: 2,7 Monate). Anders als in 2022, wo der Angriffskrieg in der Ukraine zu einem starken auf und ab im Stahlmarkt geführt hat, war das Jahr 2023 geprägt durch ökonomische Schwäche. Damit waren die Rahmenbedingungen für den Stahlhandel generell schlecht, da die schwache Nachfrage zu sehr aggressivem Anbieterverhalten geführt hat. Verschärft wurde die Situation durch teure Lagerbestände, die erhebliche Substanzverluste zur Folge hatten. 3. GeschäftstätigkeitDas Unternehmen unterhält die folgenden Niederlassungen bzw. Standorte:
Die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Halle, (AMSH) verfügt über ein Stahl-Vollsortiment (Formstahl/Breitflanschträger, Stabstahl, Flachprodukte, Rundrohre, Hohlprofile, Blankstahl, Edelstahlprodukte sowie Aluminiumbleche und Aluminiumprofile) mit umfangreichen Stahlanarbeitungskapazitäten. Ferner bearbeitet die Niederlassung Schneidbetrieb Stahl durch Sägen etc. und handelt mit den dabei anfallenden Restenden. Es werden alle stahlverarbeitenden Branchen in Industrie und Handwerk bedient, insbesondere Stahlbau, Metallbau/Schlossereien, chemische Industrie, Maschinenbau, Apparatebau, EBM-Industrie, Fahrzeugbau/Zulieferer und Landmaschinenbau. 4. GeschäftsentwicklungDer Gesamtabsatz ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Vor allem die Hauptproduktgruppe Träger zeigte im Bereich des Lagerabsatzes eine negative Entwicklung. Ein niedrigeres Preisniveau am Markt führte im Vergleich zu 2022 zu deutlich reduzierten Umsatzerlösen (-28 %). Das EBITDA hat sich mit TEUR -4.435 im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert und liegt damit unter den Erwartungen für 2023. Die Geschäftsführung betrachtet die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2024 aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Lage als weiterhin sehr angespannt, auch wenn sich Verbesserungen zum Jahr 2023 zeigen. B. Darstellung der Lage1. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme ist um TEUR 503 auf TEUR 47.884 gestiegen. Folgende Effekte haben sich im Wesentlichen auf die Veränderung der Bilanzsumme ausgewirkt: Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 779 auf TEUR 7.046 gestiegen. Die Zunahme betrifft zum einen Forderungen gegen die Gesellschafterin, die mit TEUR 6.859 (Vorjahr: TEUR 1.376) enthalten sind und im Wesentlichen auf den Anspruch der AMSH gegenüber der AMSK zur Ergebnisübernahme in Höhe von TEUR 5.696 entfallen. Gegenläufig sank der Cash-Pool-Saldo (Vorjahr: TEUR 4.738) gegen die ArcelorMittal Treasury SNC insbesondere infolge der Geschäftsentwicklung und wird im Berichtsjahr unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zur Veränderung der Cash-Pool-Salden als Teil des Finanzmittelfonds siehe die untenstehenden Erläuterungen zur Finanzierung. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.350 (Vorjahr: TEUR 1.529). Die AMSH nahm auch 2023 wie im Vorjahr an dem Factoring-Programm mit der Ester Finance Titrisation, Paris/Frankreich, teil ("TSR-Programm"). Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich. Der Bestand an verkauften, aber noch nicht vom Kunden beglichenen Forderungen beläuft sich auf TEUR 6.080 (Vorjahr: TEUR 8.933). Die Eigenkapitalquote verringerte sich infolge der gesunkenen Bilanzsumme von 26,5 % auf 26,3 %. Die sonstigen Rückstellungen sanken insbesondere durch niedrigeren Rückstellungsbedarf bei den Personalrückstellungen und Rückstellungen für Eingangsrechnungen um TEUR 1.189 auf TEUR 2.742. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken mit TEUR 5.046 auf TEUR 6.629. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um TEUR 11.171 auf TEUR 19.933. Wesentlichen Anteil hieran haben die aufgrund der Geschäftsentwicklung negative Entwicklung des Cash-Pool-Saldos gegenüber der ArcelorMittal Treasury SNC, welcher unter den Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 14.167 ausgewiesen wird, sowie gegenläufige Effekte aus der Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche um TEUR 2.996 auf TEUR 4.619 gesunken sind. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 4.364 auf TEUR 3.993 betrifft im Wesentlichen um TEUR 4.317 gesunkene Verbindlichkeiten aus dem Forderungsverkauf, resultierend aus Kundenzahlungen, die noch nicht an die Factoring-Gesellschaft weitergeleitet wurden (TEUR 3.591; Vorjahr: TEUR 7.908). Die aus Miet- und Leasingverträgen resultierenden außerbilanziellen finanziellen Verpflichtungen blieben auf Vorjahresniveau und erhöhten sich von um TEUR 9 auf TEUR 5.957, im wesentlich bedingt durch neue Verträge für Fuhrparkleasing. 2. ErtragslageWir steuern das operative Geschäft insbesondere anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA (bedeutsamste Leistungsindikatoren). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden bei der Steuerung und Entwicklung des Unternehmens nicht verwendet. Mit insgesamt TEUR 269.470 konnten die budgetierten Umsatzerlöse von Mio. EUR 414 für 2023 - im Wesentlichen aufgrund deutlicher Preisverluste - nicht erreicht werden. Im Übrigen verweisen wir auf die obenstehenden Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung. Die Verkaufspreise fielen im Vergleich zum Vorjahr um 23 %, die Einstandspreise um 21 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um TEUR 252 auf TEUR 408. Der Rückgang betrifft insbesondere niedrigere Erträge aus Anlagenabgängen. Der Materialaufwand sank um TEUR 92.606 auf TEUR 246.303, im Wesentlichen bedingt durch geringere Einstandspreise. Die Absatzpreise sanken ebenfalls. Dies führte zu einer Reduzierung der Marge und einer Verschlechterung der Materialaufwandsquote von 91,0 % auf 91,4 %. Die Personalaufwendungen sanken um TEUR 601 auf TEUR 11.364, unter anderem bedingt durch gesunkene Mitarbeiterzahlen und einen niedrigeren Bedarf an Personalrückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um TEUR 3.535 auf TEUR 16.647 im Wesentlichen durch den Wegfall der im Vorjahr enthaltenen Branding-Fees sowie Aufwendungen aus Abgängen von Anlagevermögen. Gegenläufig werden im Berichtsjahr 2023 erstmalig die Kosten für das Factoring ("Factoringgebühren") in Höhe von TEUR 800 (Vorjahr: TEUR 494) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. In Vorjahren wurden diese Kosten noch unter den Materialaufwendungen ausgewiesen, sodass die Vergleichbarkeit insoweit eingeschränkt ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen insbesondere auf Frachten, Konzernumlagen, IT-Kosten, Mieten und Instandhaltung. Die Mengen blieben leicht unter den Vorjahreswerten und damit hinter den Erwartungen zurück. Durch erhebliche Marktpreiseinbußen bei gleichzeitig noch teureren Lagerbeständen konnten die Margen pro abgesetzter Tonne nicht gehalten werden und waren damit hauptursächlich für das Ergebnis, das bei einem EBITDA von TEUR -4.435 niedriger als im Vorjahr (TEUR 1.945) ausfällt. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses um TEUR 566 auf TEUR -407 ist insbesondere auf gestiegene Zinsaufwendungen infolge der durch die Geschäftsentwicklung bedingten negativen Entwicklung des Cash-Pool-Saldos gegenüber der ArcelorMittal Treasury SNC zurückzuführen. Das Ergebnis beträgt TEUR - 5.696 und wird von der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, (AMSK) übernommen. 3. InvestitionenIm Jahr 2023 ebenso wie im Jahr 2024 wurden insbesondere Ersatzinvestitionen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes in Höhe von TEUR 820 (2024: TEUR 678) getätigt. Auch für 2025 sind vor allem Ersatzinvestitionen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs geplant. 4. FinanzierungNeben der üblichen Kreditgewährung durch die Lieferanten steht dem Unternehmen durch eine Kreditlinie im Rahmen des Cash-Managements mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, in Höhe von TEUR 15.000 zur Verfügung. Seit dem Geschäftsjahr 2013 besteht ein Factoring-Vertrag mit der Ester Finance Titrisation, Paris/Frankreich. Das zur Verfügung stehende Kreditvolumen der in den Vertrag einbezogenen Gesellschaften richtet sich jeweils nach dem aktuellen Forderungsbestand. Dadurch steht dem Unternehmen insgesamt jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Die Abnahme des Finanzmittelfonds um TEUR 18.867 resultiert aus Zahlungsmittelabflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 23.339 und aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 753 sowie gegenläufigen Zahlungsmittelzuflüssen aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 5.225. 5. PersonalIm Jahresdurchschnitt waren 214 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtzahl teilt sich auf in 96 Angestellte und 118 gewerbliche Mitarbeiter (im Vorjahr insgesamt 223 Mitarbeiter, davon 95 Angestellte und 128 gewerbliche Mitarbeiter). An den Manteltarifvertrag der Wirtschaftsvereinigung Groß- und Außenhandel wird sich je nach Region angelehnt. Er regelt z.T. die Entlohnungssysteme, Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitregelungen. Die Mitarbeiter des Konzerns werden arbeitsmedizinisch und sicherheitstechnisch nach den geltenden Unfallverhütungsvorschriften sowie den spezifischen Vorschriften des ArcelorMittal-Konzerns betreut. Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden individuell und schwerpunktmäßig über den Bundesverband Deutscher Stahlhandel, die örtlichen Industrie- und Handelskammern sowie Seminare der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, durchgeführt. 6. UmweltschutzEs bestehen keine besonderen Umweltschutzauflagen. Die gesetzlichen Bestimmungen werden eingehalten. Als Handelsunternehmen werden zudem nur geringe Umweltbelastungen emittiert. C. RisikomanagementInnerhalb des im ArcelorMittal-Vorstandsbereich "ArcelorMittal Distribution" in Luxemburg vorhandenen Risikomanagementsystems werden alle nennenswerten Risiken einer regelmäßigen Bewertung und einem systematischen Monitoring unterworfen. Sämtliche Gesellschaften des Konzerns sind in dieses Risikomanagementsystem eingebunden. Risiken aus Preisänderungen werden durch eine flexible Bestandspolitik verringert. Aufgrund der Tatsache, dass die Transaktionen des Konzerns fast ausschließlich in Euro abgewickelt werden, besteht kein wesentliches Risiko aus der Veränderung von Wechselkursen. Durch Absicherung der Mehrzahl der Geschäfte durch eine Warenkreditversicherung sowie das Factoring werden Ausfall- und Liquiditätsrisiken minimiert. Die Geschäftsführung sieht bei der derzeitigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor dem Hintergrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Ergebnisabführungsvertrags keine nennenswerten Risiken, die den Fortbestand in den kommenden Jahren gefährden könnten. Die Geschäftsleitung der AMSH sieht unter anderem Chancen in der Einbindung in den ArcelorMittal-Konzern, insbesondere in den Bereichen Beschaffungssicherheit, Konzernfinanzierung und der Nutzung des Namens und des Logos des ArcelorMittal-Konzerns. Ausblick 3 sowie Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungNach dem Ausbruch des Ukrainekrieges im Februar 2022 konnte die daraus resultierenden Energiekrise durch diverse Anstrengungen Deutschlands, sich unabhängig von russischen Gaslieferungen aufzustellen, abgewendet werden, was dazu führte, dass die Energiepreise nach dem Rekordhoch in den Jahren 2022 und 2023 zuletzt wieder deutlich sanken und damit auch die Inflation abgebremst werden konnte. Neben der abgeschwächten Inflation führten Tariflohnanhebungen zu erhöhten Reallohneinkommen und stärkten damit die Kaufkraft der privaten Haushalte. Jedoch belasten hohe Unsicherheiten hinsichtlich der innen- und außenwirtschaftlichen Perspektiven die wirtschaftliche Lage. Der private Konsum und vor allem Investitionen sind aufgrund der gescheiterten Ampelregierung weiterhin verhalten. Auch jahrelang aufgebaute strukturelle Probleme, wie der Arbeitskräftemangel, belasten die wirtschaftlichen Prognosen Deutschlands. Im Zuge dessen blieb eine Erholung der deutschen Wirtschaft in 2024 aus. Das Bruttoinlandsprodukt ging in 2024 um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die hohen Unsicherheiten bezüglich der innen- und -außenpolitischen Perspektiven Deutschlands dämpfen auch weiterhin die Wachstumsprognosen für Deutschland und die Bundesregierung rechnet aktuell mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von + 0,3 % für 2025. Trotz bereits vorangegangener sehr verhaltener Einschätzungen betreffend einem geringen Erholungspotential der deutschen Wirtschaft in 2024, haben auch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute die Prognosen aufgrund der vorab genannten Schwierigkeiten noch weiter nach unten korrigiert. Die deutsche Wirtschaft stagnierte 2024 und das ifo Institut rechnet gemäß der ifo Konjunkturprognose vom 12. Dezember 2024 mit einem Rückgang von - 0,1 %, das HWWI (Hamburgisches Welt-Wirtschaftsinstitut) geht von einem Rückgang von - 0,2 % aus und das DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) korrigierte seine Prognose auf - 0,2 % nach unten. Für 2025 gehen alle genannten Wirtschaftsforschungsinstitute abhängig vom Ausgang der Bundestagsneuwahl am 23. Februar 2025 und der damit erwarteten Stabilisierung der innenpolitischen Lage, von einer leichten Belebung und damit Erholung der Wirtschaft aus. Die prognostizierten Wachstumsraten liegen bei + 0,4 % (ifo Institut), + 0,5 % (HWWI) und + 0,2 % (DIW). Die Europäische Kommission rechnet mit einem Wachstum in der EU von + 0,8 % für 2024 und + 1,3 % für 2025. Die Einschätzung der Lage für das Wirtschaftsjahr 2024 war verhalten, da die Marktgegebenheiten unserer Kunden aus den Branchen Stahlbau, Maschinenbau und Handel durch externe Faktoren wie Zinserhöhungen, Konjunkturverschlechterung etc. sich nicht wesentlich verbesserten. Alle Verbraucher waren in ihren Handlungen stets vorsichtig und zögerten Ihre Investitionen weiter hinaus. Zu Beginn 2024 war in manchen Produktgruppen eine Verbesserung der Verkaufspreise erkennbar, allerdings führte die weiterhin zu geringe Nachfrage zu Druck auf der Angebotsseite, was wiederum fallende Verkaufspreise im Verlauf des Jahres auslöste. Das erste Halbjahr blieb daher im Hinblick auf Absatz und EBITDA leicht unter dem Budget zurück. Im zweiten Halbjahr dagegen lagen, im Wesentlichen bedingt durch die erneut fallenden Verkaufspreise, die Kennzahlen deutlich unter unseren Erwartungen. Der Absatz lag auf Vorjahresniveau. Aufgrund fallender Marktpreise lagen die Umsatzerlöse um ca. 10 % unter dem Vorjahresniveau. Wegen der negativen Marktentwicklung lag das EBITDA ca. 60 % unter unseren Planzahlen und das geplante leicht positive Ergebnis konnte nicht erreicht werden. Für das Jahr 2025 gehen wir von einem leicht positiven Ergebnis aus. Die Umsatzerlöse erwarten wir auf ähnlichem Niveau wie in 2024. Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeitern für ihren Einsatz im Jahr 2023.
Halle/Westfalen, 28.03.2025 Oliver Menrath, Geschäftsführer Mit Gesellschafterbeschluss vom 31.03.2025 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt. |
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