GOLDBECK Ost GmbH
Herlasgrüner Straße 78, 08233 Treuen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kati Ilgner seit 30.3.2026 | Prokura |
Daniela Schädlich seit 30.3.2026 | Prokura |
Maximilian Franz Licha seit 9.4.2025 | Prokura |
Ringo Dipl.-Ing. (FH) Haritz seit 14.7.2023 | Prokura |
Lars Sadowski seit 11.5.2022 | Prokura |
Holger Neumann seit 13.4.2022 | Geschäftsführer |
Johanna Lindenlaub seit 2.4.2020 | Prokura |
Jörg Bechmann seit 6.6.2019 | Prokura |
Ringo Strobel seit 1.7.2015 | Prokura |
Mirko Zeng seit 10.9.2012 | Geschäftsführer |
Frank Dipl.-Ing. FH Soppa seit 30.9.2011 | Prokura |
Franz-Josef Volle seit 23.11.2006 | Prokura |
Sven H. Röbling seit 27.4.2006 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GOLDBECK GmbHBielefeldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022Konzernlagebericht für das 53. Geschäftsjahr (01.04.2021 bis 31.03.2022)der GOLDBECK GmbH, BielefeldGesamtaussageDie GOLDBECK-Gruppe blickt nach Einschätzung der Geschäftsführung auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2021/22 zurück. Auftragseingang und Gesamtleistung konnten weiter gesteigert werden. Dies entspricht im Wesentlichen den Prognosen des Vorjahres. Die Vorsteuerrendite von 5,3% ist angesichts der gesamt- und baukonjunkturellen Rahmenbedingungen zufriedenstellend. Auch aufgrund der unverändert überwiegenden Thesaurierung erhöhte sich die Eigenkapitalausstattung auf erstmals über einer Milliarde Euro. GOLDBECK ist in das laufende Geschäftsjahr 2022/23 mit einem nochmals höheren Auftragsbestand sowie einem weiterhin erfreulichen Auftragseingang gestartet. Die aktuell eingeschränkte Materialverfügbarkeit sowie deutlich gestiegene Materialpreise bilden im laufenden Geschäftsjahr besondere Herausforderungen. Die langfristig stabile Vermögens- und Finanzlage der Unternehmensgruppe sowie die Anpassungsfähigkeit im Produktportfolio tragen zur Absicherung der Zukunft bei und ermöglichen es GOLDBECK, auch in dieser besonderen gesamtwirtschaftlichen Situation erfolgreich zu sein. Für dieses Geschäftsjahr erwartet GOLDBECK daher, dass die Gesamtleistung voraussichtlich erneut steigen wird. Grundlagen des KonzernsGOLDBECK errichtet Gewerbeimmobilien in Deutschland und Europa. Gebäude werden bei GOLDBECK als Produkte verstanden, die dem Kunden aus einer Hand zur Verfügung gestellt werden. Dazu zählen alle mit dem Objekt verbundenen Leistungen - vom Design des Gebäudes über den Bau bis hin zur weiterführenden Betreuung mittels verschiedener Serviceleistungen. Mit dem Anspruch "building excellence" verwirklicht das Unternehmen Immobilien wirtschaftlich, schnell und zuverlässig, immer unter Berücksichtigung der kundenspezifischen Anforderungen an die Immobilie. Grundlage für Erfolg ist aus Sicht von GOLDBECK eine ganzheitliche Kompetenz in der Planung von Gebäuden, die industrielle Vorfertigung von Gebäudeteilen und der Einsatz neuer Technologien. Im Mittelpunkt steht für GOLDBECK immer der Kundennutzen: jede Immobilie wird wirtschaftlich, schnell und zuverlässig bei passgenauer Funktionalität erstellt. Menschlichkeit, Verantwortung und Leistungsbereitschaft bilden die Wertebasis des Familienunternehmens. Kundenorientierte GOLDBECKerinnen und GOLDBECKer begleiten die Kunden in regionalen Niederlassungen und handeln als Unternehmer vor Ort. Dafür sorgen über 90 Standorte in Europa. Mit der Erfahrung aus über 10.000 Projekten, der Innovationsstärke und als Treiber der Digitalisierung stellt GOLDBECK sicher, dass die Produkte während der Nutzung optimal funktionieren - Zukunftsfähigkeit inklusive. GOLDBECK ist Partner für die mittelständische Wirtschaft und Großunternehmen, Investoren, Projektentwickler sowie öffentliche Kunden. Zum Leistungsangebot gehören Logistik- und Industriehallen, Büro- und Wohngebäude, Parkhäuser und Schulgebäude. Bauen im Bestand sowie gebäudenahe Dienstleistungen vervollständigen das Spektrum. Komplexe Bauvorhaben erfordern vielschichtige Kompetenzen und Know-how, das weit über die eigentliche Bauausführung hinausreicht. Kundenspezifische Objektplanung, Erweiterungsplanung und die Betrachtung der Kosten über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes - bevor ein maßgeschneidertes Konzept für ein komplettes Bauvorhaben steht, gilt es, unzählige Details zu durchdenken. Die Anforderungen lauten: Wirtschaftlichkeit, Qualität und Schnelligkeit - immer nutzerorientiert geplant und individuell errichtet. Planerinnen und Planer bei GOLDBECK greifen deshalb auf vielfach positiv erprobte Verfahren und Bauteile zurück. Systematisierte Bauelemente und -prozesse, spezielle Fertigungsanlagen sowie Planungs- und Entwicklungs-Know-how auf Basis eigener Erfahrung bilden dafür die Grundlage. GOLDBECK baut im Wesentlichen mit industriell vorgefertigten Bauelementen aus eigener Produktion. Das hat viele Vorteile: Alle Elemente - von den Betonteilen über Stahltragwerke und Aluminiumfassaden bis hin zu den Fensterelementen - haben eine genau definierte, gleichbleibende Qualität. Hohe Stückzahlen machen die Herstellung sehr wirtschaftlich. Und auf der Baustelle senken kurze Bauzeiten die Montagekosten und reduzieren Wetterrisiken. Gleichzeitig ermöglicht das System viele technische und gestalterische Optionen. Die GOLDBECK-Ingenieurinnen und Ingenieure entwickeln die Systemteile und Verfahren dabei ständig weiter, um Kunden nachhaltige, langlebige und wirtschaftliche Immobilien anbieten zu können. Ob Bürogebäude, Verwaltungszentrum oder Geschäftshaus, Industriehalle oder Schule: GOLDBECK Bauen im Bestand verwandelt ältere Gebäude energetisch, architektonisch und funktional wieder in attraktive, zeitgemäße und wirtschaftliche Immobilien. Das schlüsselfertige Leistungspaket reicht von der Systemplanung über Abbruch- und Ausbauarbeiten, Neugestaltung und energetische Fassadensanierung bis zur Modernisierung der Gebäudetechnik, bei Bedarf auch während des laufenden Betriebs. Hierzu gehören auch komplexe Umnutzungen mit weitreichenden Eingriffen in Statik und Gebäudetechnik. So werden Energiebilanz und Optik verbessert. Öffentlich Private Partnerschaften bieten Städten und Gemeinden viele Vorteile: Kosten und Termine sind vertraglich abgesichert, professionelles Gebäudemanagement sorgt für langfristige Werterhaltung und unterschiedliche ÖPP-Modelle geben Spielraum für alle spezifischen Anforderungen. Die GOLDBECK Public Partner GmbH ist erfahrene Ansprechpartnerin für die öffentliche Hand, die Lösungen für Planung, Finanzierung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von Schulen, Sporthallen, Büro- und Verwaltungsgebäuden anbietet. Auch nach Bauabschluss steht den Kunden das umfangreiche GOLDBECK-Know-how zur Verfügung. Der Technische Service, das Facility und das Property Management bieten je nach Kundenwunsch zahlreiche Leistungspakete an: Von der Wartung über Reinigungs- und Hausmeisterdienste bis hin zur Liegenschaftsverwaltung ist GOLDBECK kompetenter Ansprechpartner. Auf Wunsch begleitet GOLDBECK das Bauvorhaben bereits in der Planungsphase, führt die Immobilie sicher in den Regelbetrieb und ist zuverlässiger Partner in Sachen Gebäudetechnik und Betreibung. GOLDBECK Parking Services betreibt Parkstätten für öffentliche und private Kunden. Dazu zählen Hoch- und Tiefgaragen, aber auch Freiflächen. Innerhalb des Unternehmens bietet GOLDBECK damit alle Leistungen über den gesamten Lebenszyklus des Parkraums aus einer Hand an. In einem Kreislauf der Erfahrungen fließen Erkenntnisse aus dem Betrieb in den Parkhausbau ein und umgekehrt. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In diesem Abschnitt werden die für die Geschäftsentwicklung von GOLDBECK relevanten, gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Jahr 2021 erläutert. Die COVID-19 Pandemie ist andauernd und beeinflusste damit die europäische Wirtschaft auch im Jahr 2021. Nach dem pandemiebedingten Einbruch 2020, konnte nach teilweiser bzw. vollständiger Rücknahme der Pandemiemaßnahmen ein wirtschaftlicher Aufschwung verzeichnet werden. Während im gesamten Euroraum das Bruttoinlandsprodukt 2020 noch um 6,3% gegenüber dem Vorjahr sank, konnte dieser Rückgang durch ein Wachstum von 5,4% im Jahr 2021 in Teilen abgefedert werden. Dabei profitieren die Länder der Europäischen Union im Schnitt im gleichen Maße wie die Länder des Euroraums. Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands ist im Jahr 2021 mit 2,9% gegenüber dem Vorjahr unterdurchschnittlich gewachsen. Jedoch ist die Entwicklung des BIPs der letzten Jahre weniger volatil und der Rückgang im Jahr 2020 war ebenfalls unterdurchschnittlich. Neben Deutschland war die Wirtschaft vor allem in den NORDICS, Schweiz, Litauen, Irland und der Slowakei stabil (gemessen an der Entwicklung des BIP 2020-2021). Frankreich, als wichtiger Markt für GSE, verzeichnete mit -7,8% einen überdurchschnittlichen Rückgang des BIP in 2020, jedoch ebenso einen starken Zuwachs von 6,8% in 2021. Tendenziell weisen Länder mit einem überdurchschnittlichen Rückgang des BIP in 2020 gleichzeitig ein ebenfalls überdurchschnittliches Wachstum im Jahr 2021 aus. Die europäische Bauindustrie konnte sich 2021 ebenso wie die Gesamtwirtschaft positiv entwickeln. Die bauwirtschaftliche Gesamtleistung der 19 Euroconstruct Länder ist im Jahr 2021 um 5,6% gestiegen, was in etwa der Entwicklung des BIP in Europa entspricht. Damit liegt das Wachstum deutlich über den jährlichen Wachstumswerten vor COVID-19 (+3,3% 2018; +2,7% 2019). Die Absenkung der Gesamtleistung um 4,4% im Jahr 2020 konnte die Bauindustrie durch das hohe Wachstum in 2021 wieder ausgleichen, sodass die Gesamtleistung das Vor-COVID-Niveau aus 2019 leicht überschritten hat. Dabei entwickelte sich die Gesamtleistung der westeuropäischen und osteuropäischen Staaten unterschiedlich. Vor der Pandemie lag das Wachstum der 4 osteuropäischen Euroconstruct Ländern deutlich oberhalb des Wachstums der westeuropäischen Länder, im Jahr 2021 mit 3,4% unterhalb des Zuwachses der Westeuropäischen Länder von 5,7%. Die Gesamtleistung von Deutschlands Bausektor ist, neben der irischen und slowakischen, im Jahr 2021 zurück gegangen (-1,2%). Mit einem Wachstum von 1,3% im Jahr 2020 war der deutsche Bausektor jedoch vergleichsweise erfolgreich durch das schwierige erste COVID-19 Jahr gelangt. Über die Jahre zeigt sich, dass die Entwicklung der Bauleistung in Deutschland wenig volatil ist. Während die Nachfrage nach neuen Gewerbeimmobilien 2020 in Deutschland trotz COVID19 mit nur -0,2% stabil verbleiben war, setzte sich mit einem Rückgang der Gesamtleistung um 3,4% dieser Trend in 2021 nicht fort. Gleichwohl blieben die für GOLDBECK bedeutsamen Segmente Logistik (+1% ggü. VJ) und Büro (-0,5% ggü. VJ) unverändert stabil. Die Gesamtleistung im Bereich Industrie hat sich dagegen mit -9,5% ggü. dem Vorjahr deutlich verschlechtert, genauso wie der Bereich der sonstigen gewerblich genutzten Immobilien (-8,5%). Besonders vorteilhaft haben sich die Bauleistungen in Italien (+18,4%) und im Vereinigten Königreich (+11,9%) entwickelt. Das Vereinigte Königreich musste in 2020 jedoch auch einen drastischen Einbruch der Bauleistung verkraften (-13,2%). Der für GOLDBECK wichtige französische Markt konnte sich in 2021 nur langsam von dem starken Rückgang der Bauleistung im Jahr 2020 (-11,6%) erholen und wuchs mit 6,7%. Besonders die Sektoren Bürogebäude und sonstige Gewerbeimmobilen standen in Frankreich auch 2021 unter Druck. Erfreulich entwickelte sich demgegenüber der Sektor Logistikimmobilien, welcher mit einem Wachstum von +8,9% das Vorkrisenniveau aus 2019 wieder erreichte. Die weiteren westeuropäischen Zielmärkte (Österreich, Belgien, Niederlande und die Schweiz) erwiesen sich in den Jahren 2020-2021 als weitgehend stabil. Die NORDICS wiesen bereits 2020 eine vergleichsweise positive Entwicklung auf und setzten diesen Trend in 2021 fort (Dänemark +6,4%, Norwegen +2,6%, Schweden +8,4% und Finnland +1,8%). Die Volatilität der Gesamtleistung in den osteuropäischen Märkten war dagegen größer. Während Ungarn, Polen und Tschechien den Covid-bedingten Einbruch nahezu bzw. vollständig ausgleichen konnten, hat sich die Gesamtleistung des Bausektors in der Slowakei nach einem Rückgang in 2020 von 12,7% nochmals um 4,7% in 2021 verschlechtert. Demgegenüber entwickelte sich der ebenfalls aus der Slowakei heraus betreute Markt in Ungarn mit +6,7%, insbesondere in den Sektoren Industrie (+35%) und Logistik (+40%), sehr erfreulich. Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich der gewerbliche Hochbau in den Euroconstruct-Ländern in 2021 mit einem Wachstum von 1,6% wieder leicht erholt hat, die durch COVID-19 hervorgerufene negative Entwicklung in 2020 jedoch bei weitem noch nicht wieder ausgleichen konnte. Treiber dieser Erholung waren dabei mit +4,9% die Industriebauten und insbesondere die Logistikimmobilien (+9,5%), welche damit als einziger Sektor wahrnehmbar über dem Niveau von 2019 lagen (+3,8%). Die Beschaffungsmärkte befanden sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in einer besonderen Situation. Waren die Einkaufspreise 2020 im Zuge der Pandemie teilweise deutlich gesunken, so stiegen diese im Jahresverlauf 2021 durchgängig wieder erheblich an und in vielen Bereichen auch über das Vorkrisenniveau hinaus. Hinzu kamen verstärkt Engpässe bei der Verfügbarkeit von Material und Leistungen aufgrund niedriger Lagerstände, welche noch zusätzlich durch die zeitweise Sperrung des Suezkanals sowie wichtiger Häfen in China und nicht zuletzt zum Ende des Geschäftsjahres durch den Ausbruch des Ukraine-Krieges verstärkt wurden. Geschäftsverlauf In einem gesamtwirtschaftlich und baukonjunkturell durchaus heterogenen und herausfordernden Umfeld, hat sich GOLDBECK im Geschäftsjahr 2021/22 erfolgreich in den bearbeiteten Märkten weiterentwickelt. Der Auftragseingang wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich um rund 38% gesteigert und erreichte 6,3 Mrd. €. Dieser bildet naturgemäß einen neuen Höchststand in der Unternehmensgeschichte. Infolge der positiven Geschäftsentwicklung erhöhte sich die Gesamtleistung der Unternehmensgruppe um 22,0% auf 5.018 Mio. €; auch dies ist eine neue Bestmarke.
In Deutschland sind die GOLDBECK-Regionalgesellschaften innerhalb des gewerblichen Hochbaumarktes weiter gewachsen und haben ihre Marktpositionen ausgebaut. Die konsolidierte Gesamtleistung erhöhte sich deutlich um 21,5% auf nunmehr rund 3,3 Mrd. €. Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2021/22 haben die deutschen Regionalgesellschaften ihre Ziele betreffend den Auftragseingang übertroffen und dabei 4,1 Mrd. € (+27,5%) an Auftragseingängen generiert. In einem heterogenen Umfeld haben die GOLDBECK International GmbH und ihre Beteiligungsgesellschaften ihre nach unserer Auffassung führende Position im weiterhin gut nachgefragten Industrie- und Logistikbau behauptet. In sämtlichen bearbeiteten Märkten wurde die Gesamtleistung deutlich gesteigert, in Tschechien sogar nahezu verdreifacht. Insgesamt erhöhte sich die konsolidierte Gesamtleistung deutlich auf 733 Mio. € nach 327 Mio. € im Vorjahr. Der Auftragseingang entwickelte sich ebenfalls erfreulich auf 1.312 Mio. € (Vorjahr 685 Mio. €). Auch der GSE gelang es erfolgreich zu wachsen und eine konsolidierte Gesamtleistung von 744 Mio. € zu erzielen. Dabei war die Entwicklung, auch aufgrund des allgemeinen Marktwachstums in Italien, besonders erfreulich. GSE agiert grundsätzlich weiterhin eigenständig auf den bearbeiteten Märkten. Die darüber hinaus erfolgende, schrittweise Vertiefung der Zusammenarbeit, z.B. in der Weiterentwicklung der GOLDBECK-Produkte für die GSE-Märkte, schreitet planmäßig voran, so dass im abgelaufenen Geschäftsjahr in Frankreich bereits die ersten Parkhäuser erfolgreich in Auftrag genommen wurden. Auf die GSE-Gruppe entfallen 923 Mio. € des Auftragseingangs. GOLDBECK Gebäudemanagement und GOLDBECK Procenter sichern durch ihre integrativen Betreuungsleistungen den langfristigen Wert von Immobilien und ermöglichen den Kunden auf diese Weise, sich auf ihr jeweiliges Kerngeschäft zu konzentrieren. Die Bereiche entwickelten sich planmäßig und treiben den Ausbau der Flächenorganisation voran. Nahezu an allen Standorten der regionalen Baugesellschaften ist das Gebäudemanagement präsent. Die konsolidierte Gesamtleistung des Geschäftsbereichs betrug 79,5 Mio. € (+9,7%). GOLDBECK Public Partner erwirtschaftet weiterhin positive Wertbeiträge aus dem Betrieb der bereits akquirierten und fertiggestellten Projekte. Im Berichtsjahr wurde insbesondere das Großprojekt Polizeipräsidium Südosthessen (PPSOH) fertiggestellt und an den Nutzer übergeben. Die konsolidierte Gesamtleistung betrug im Berichtsjahr 67,9 Mio. € (Vorjahr 79,9 Mio. €). Der Markt für ÖPP-Projekte ist stabil auf einem hohen Niveau, sodass auch mittel- bis langfristig mit Ausschreibungen gerechnet werden kann. Der Geschäftsbereich GOLDBECK Parking Services war, wie schon im vorherigen Geschäftsjahr, von den Lockdown-Phasen im Rahmen der COVID-19-Pandemie erheblich betroffen. Die konsolidierte Gesamtleistung erhöhte sich zwar auf 35,8 Mio. €, dennoch verblieb ein defizitäres Jahresergebnis. Die eigenen Fertigungskapazitäten waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durch den positiven Auftragseingang vollständig ausgelastet, wobei Auftragsspitzen durch die Beschäftigung von Leiharbeitnehmern und Fremdvergaben ausgeglichen werden konnten. Darüber hinaus wurden im abgeschlossenen Geschäftsjahr weitere Investitionen in den Produktionsstandorten getätigt. Die dargestellte Entwicklung der einzelnen Bereiche zeigt, dass es GOLDBECK auch im Geschäftsjahr 2021/22 gelungen ist, sich in den bearbeiteten Märkten insgesamt erfolgreich zu entwickeln und weiter zu wachsen. Nicht zuletzt durch die eigenen Fertigungskapazitäten war es GOLDBECK möglich, angesichts der erheblichen Beeinträchtigungen auf den Beschaffungsmärkten, ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erwirtschaften. Ertragslage
Angesichts eines weiterhin erfreulichen Auftragseingangs konnte die Gesamtleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr um 22,5% auf 5,0 Mrd. € und damit insgesamt im Rahmen der eigenen Erwartungen gesteigert werden. Zu dieser Entwicklung trugen erfreulicherweise sämtliche bearbeiteten Märkte bei. Das im Rahmen der Strategie 2028 angestrebte insbesondere internationale Wachstum trägt Früchte. Der Auslandsanteil an der konsolidierten Gesamtleistung übertraf erstmalig die 30%-Marke. Als Folge der gestiegenen Gesamtleistung erhöhte sich auch der Materialaufwand. Durch die beschriebenen Versorgungsengpässe und Preissteigerungen erhöhte sich dieser überproportional um 909 Mio. € und die Materialaufwandsquote stieg um 4,2 Prozentpunkte auf 80,0%. Da GOLDBECK neben dem regionalen und projektbezogenen Einkauf in den letzten Jahren insbesondere den projektunabhängigen Einkauf über Rahmenverträge mit den Herstellern ausgebaut hat, konnte sich das Unternehmen der Preisentwicklung zwar nicht gänzlich entziehen, die Versorgung der Baustellen konnte jedoch durchgängig gewährleistet werden. Das anhaltende Wachstum der Unternehmensgruppe führte auch im abgelaufenen Jahr zur weiteren Schaffung vieler neuer Arbeitsplätze. Die langfristige Entwicklung zeigt der nachfolgende Mehrjahresvergleich, der die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden der GOLDBECK-Gruppe darstellt:
Der durchschnittliche Personalbestand nahm um 10,4% weiter deutlich zu. In der Folge erhöhten sich die Personalkosten im abgelaufenen Geschäftsjahr um 9,6%, während sich die Personalaufwandsquote aufgrund des deutlichen Anstiegs der Gesamtleistung um 1,3 Prozentpunkte auf 11,1% verringerte. Die berufliche Weiterbildung von Fach- und Führungskräften hat für GOLDBECK große Bedeutung. Bedingt durch COVID-19 war die Möglichkeit Präsenzseminare durchzuführen weiterhin eingeschränkt. GOLDBECK hat darauf mit einem weiteren Ausbau des Angebots für Live-Online-Trainings reagiert und mehr als 86.600 Stunden (Vorjahr 48.000) durchgeführt. Insgesamt wurden im Berichtsjahr im Rahmen des "GOLDBECK-Campus" mehr als 110.000 (Vorjahr 76.000) Mitarbeitenden-Seminarstunden von internen und externen Referenten "von der Praxis für die Praxis" durchgeführt. Während sich die Gesamtleistung wie im Vorjahr prognostiziert positiv entwickelte, blieb das Vorsteuerergebnis aufgrund des insbesondere in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres sehr dynamischen Anstiegs der Beschaffungspreise hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. In Würdigung der Gesamtumstände stellt die erzielte Gesamtleistungsrendite von 5,3% aber ein zufriedenstellendes Ergebnis dar. Vermögens- und Finanzlage Die Entwicklung wichtiger Kennzahlen zu Vermögens- und Finanzlage stellt sich im Vergleich zu den Vorjahren wie folgt dar:
Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vorjahresvergleich deutlich um 559 Mio. € bzw. 27%. Dies ist im Wesentlichen auf die erhebliche Ausweitung der Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 157 Mio. €. Dieser Anstieg beruht ganz überwiegend auf weiteren Investitionen in Wertpapiere des Anlagevermögens von saldierten 147 Mio. €. Darüber hinaus wurden rund 50 Mio. € in das Sachanlagevermögen investiert. Insgesamt nahm der Bestand an Forderungen stichtagsbedingt um 329 Mio. € zu. Verbindlichkeiten und Rückstellungen erhöhten sich per Saldo insgesamt um 378 Mio. €. Korrespondierend erhöhte sich der Bestand an Flüssigen Mitteln um rund 62 Mio. € auf solide 547 Mio. €. Der Cashflow betrug im Berichtsjahr 217 Mio. € nach 235 Mio. € im Vorjahr. Diese Mittel wurden im Wesentlichen für die umfangreiche Investitionstätigkeit verwendet. Ebenfalls Ausdruck des anhaltenden Wachstums des Unternehmens ist der um nochmals 677 Mio. € auf 2.813 Mio. € gestiegene Bestand an unfertigen Projekten. Da die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen auch zu diesem Bilanzstichtag den Bestand an Vorräten insgesamt überstiegen, führte dies auf der Passivseite zu einem Ausweis innerhalb der Verbindlichkeiten von 269 Mio. € (Vorjahr 188 Mio. €). Mit 1.065 Mio. € (+180 Mio. €) Eigenkapital ist GOLDBECK weiterhin robust finanziert, was dem Unternehmen insbesondere in dieser herausfordernden Wirtschaftsphase Stabilität gewährleistet. Aufgrund einer durch die zugenommene Geschäftstätigkeit deutlichen Ausweitung der Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote auf weiterhin gute 40,4%. Wesentliche Geschäftsvorfälle nach Geschäftsjahresende Im April 2022 konnte GOLDBECK den Erwerb der dänischen "DS-Gruppen" erfolgreich abschließen. Die bis dahin von der Gründerfamilie geführte Unternehmensgruppe ist ebenfalls sowohl im Schlüsselfertigbau als auch in der Produktion von Stahlbau- und Betonfertigteilen tätig. Darüber hinaus werden Fassadenelemente gefertigt und vertrieben. Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2020/21 betrug rund 290 Mio. €. Mit diesem Erwerb weitet GOLDBECK seine Geschäftstätigkeit in den NORDICS deutlich aus und rundet damit die europaweite Präsenz in allen bedeutenden Zielmärkten ab. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtRisikobericht GOLDBECK ist durch seine internationale Tätigkeit in der europäischen Baubranche verschiedenen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil des Managementprozesses, um potenzielle Risiken zu erkennen und daraus entstehende Unsicherheiten für das Unternehmen abzuwenden. Die Überwachung und Steuerung von Risiken werden als fortlaufender Prozess verstanden, der sowohl zentral als auch dezentral gesteuert wird. Grundlage des Risikocontrollings ist eine strategische Geschäftsplanung, ein auf GOLDBECK angepasstes Berichtswesen inklusive eines internen Kontrollsystems sowie einer implementierten Systematik zur Früherkennung und Warnung bei potenziellen Risiken. Allgemeine Marktrisiken nehmen für GOLDBECK in der Regel eine untergeordnete Rolle ein. Durch die COVID-19-Pandemie haben sie jedoch an Bedeutung gewonnen. Der konjunkturelle Aufschwung nach der Aufhebung der Pandemiemaßnahmen in 2021 hat durch den Ende Februar 2022 erfolgten Einmarsch Russlands in die Ukraine einen deutlichen Dämpfer erhalten. Die ohnehin schon hohen Preise für Erdöl und vor allem Erdgas sind innerhalb kurzer Zeit noch weiter gestiegen. Das spiegelt sich auch in der Entwicklung des Harmonised Index of Consumer Prices für den Euroraum wider. Die Inflation in Europa liegt im Juni 2022 bei hohen 8,6%. Dabei ist die Inflation von 42% im Energiesektor treibend. In Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild mit einer Inflationsrate von 7,6%. Nach einer langen Zeit der lockeren Geldpolitik hat die europäische Zentralbank als Reaktion die Zinswende eingeleitet und Zinsen angehoben. Sie kündigte gleichzeitig weitere Erhöhungen der Leitzinsen an. Dabei treffen vor allem das Szenario einer drohenden Rezession und einer gleichzeitig hohen Inflationsrate aufeinander. Diese Entwicklung erhöht auch für GOLDBECK die allgemeinen Marktrisiken, sodass die Entwicklung der Zielmärkte weiter genauer beobachtet werden muss. Durch die allgemeinen Marktunsicherheiten und unterbrochene Lieferketten erhöht sich der Preisdruck auf der Beschaffungsseite unvermindert weiter, sowohl für Rohstoffe als auch andere Ressourcen wie Nachunternehmerleistungen. Durch eine langfristige und strategische Zusammenarbeit mit bestehenden Lieferanten, konnte dieser Entwicklung bisher entgegengesteuert werden. Zur Sicherstellung der zukünftigen Wirtschaftlichkeit der Projekte, werden darüber hinaus zukünftige Angebote von GOLDBECK strukturell an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Abzuwarten bleibt ebenfalls, wie sich das veränderte makroökonomische Umfeld, insbesondere das Zinsumfeld, auf die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien auswirken wird. Maßnahmen zur Gegensteuerung bei einem potenziellen Nachfragerückgang werden schon jetzt in interdisziplinären Teams besprochen, sodass sie bei Bedarf unmittelbar eingeleitet werden können. Projektrisiken werden durch die Zusammenarbeit interdisziplinärer Teams der GOLDBECK-Gruppe aus den Bereichen Ingenieurwesen, Betriebswirtschaft sowie der Rechtswissenschaft möglichst frühzeitig identifiziert und etwaigen Auswirkungen gegengesteuert. Das Risiko von Fehlleistungen durch GOLDBECK wird durch die modulare Bauweise mit industriell gefertigten Elementen und die dadurch mögliche wiederkehrende Anwendung bereits erprobter technischer Lösungen, reduziert. Abhängigkeiten bei der Beschaffung bestehen nicht. Es gibt zwar langjährige Geschäftsverbindungen zu einzelnen Lieferanten, die Leistungen können aber grundsätzlich bei anderen Anbietern gedeckt werden. Preisänderungen bei einzelnen Rohstoffen hatten in der Vergangenheit zwar Auswirkungen auf die Gesamtkosten eines Projektes, durch vergleichsweise kurze Projektlaufzeiten sind diese in der Regel jedoch gering. Die durch COVID19 hervorgerufenen Verwerfungen sowie die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Ukraine-Konflikt führen zu außergewöhnlichen Preissteigerungen, welche sich negativ auf die Rentabilität der einzelnen Bauprojekte auswirken. Diesem Risiko begegnet GOLDBECK vorübergehend auch durch kundenseitig vereinbarte Preisgleitklauseln. Die Baubranche unterliegt witterungsbedingten Risiken, die vor allem in außergewöhnlich kalten oder langen Wintern eintreten können. Das elementierte Bauen reduziert die Bauzeit, sodass GOLDBECK das witterungsbedingte Risiko im Vergleich zur Gesamtbranche reduzieren kann. Wesentliche Währungsrisiken werden gesichert. Darüber hinaus ermöglichen kurze Projektlaufzeiten eine schnelle Anpassung an sich ändernde Währungsparitäten. Zinsänderungsrisiken sind begrenzt, da GOLDBECK auf bestehende liquide Mittel zurückgreifen kann. Liquiditätsrisiken aus Zahlungsausfällen und Schwankungen der Zahlungsströme werden durch die fristenkongruente Anforderung von Zahlungen und Durchführung von Auszahlungen begrenzt. Weitere wesentliche Risiken in Bezug auf die Verwendung von Forderungen und anderen Finanzinstrumenten, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns von Belang sind, bestehen nicht. Bestehenden IT-Risiken begegnet das Unternehmen durch fortlaufende Optimierung der Systeme. Ergebnisse aus regelmäßigen Tests durch externe Dienstleister werden in der Folge umgesetzt. Restrisiken durch kriminelle Angriffe werden durch den Abschluss von Versicherungen gelöst. Die dargestellten Risiken unterliegen einem regelmäßigen Monitoring. Darüber hinaus findet im zweijährigen Rhythmus eine grundlegende Überprüfung und Aktualisierung statt. Zusammenfassend ist festzustellen, dass unternehmerische Risiken frühzeitig erkannt und adressiert werden. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, bestehen nach Einschätzung der Unternehmensleitung nicht und sind auch für die Zukunft derzeit nicht erkennbar. Chancen- und Prognosebericht Der Umgang der einzelnen Euroländer mit der COVID-19 Pandemie war und bleibt unterschiedlich, was zu einer asynchronen wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Euroländer führte. Zudem beeinflusst der Ukraine Krieg seit Februar 2022 die Konjunktur Europas, wobei die Länder in unterschiedlichem Maße betroffen sind. Durch diese asynchrone Entwicklung der vergangenen Jahre ergibt sich auch eine differenzierte Wachstumsprognose für das Jahr 2022. Für Deutschland wird im Jahresdurchschnitt 2022 mit einem BIP-Wachstum von 1,5% gerechnet. Mit dem Erwerb von GSE, ist Frankreich nach Deutschland der zweitgrößte Kernmarkt des Unternehmens; dort wird für 2022 ein Zuwachs von +3,7% prognostiziert. In den anderen von GOLDBECK bearbeiteten Märkten rechnet Euroconstruct für 2022 aktuell mit einem gesamtwirtschaftlichen Zuwachs zwischen 4,3% in Ungarn und 0,8% in Tschechien. Trotz der Invasion Russlands in die Ukraine und der damit verbundenen Unsicherheiten, ist der aktuelle baukonjunkturelle Ausblick für die 19 Euroconstruct Länder für die kommenden Jahre weiterhin positiv. Für die Jahre 2022 bis 2024 wird ein durchschnittliches Wachstum von 2% erwartet. Damit wird die Gesamtleistung in 2024 mit 7,1% oberhalb der Vor-Covid-Gesamtleistung von 2019 prognostiziert. Für 2022 erwarten alle Euroconstruct-Länder eine gleichbleibende oder positive Entwicklung der Bauleistung (0% Deutschland und Ungarn bis +5,2% Spanien). Insgesamt ist die Bandbreite der Prognosen eher gering. Die deutsche Bauindustrie erwies sich in der COVID19-Krise zunächst als vergleichsweise stabil, musste aber bereits in 2021 entgegen dem Trend der übrigen Länder einen Rückgang von 1,2% verzeichnen. Für die kommenden Jahre wird die Bauleistung voraussichtlich auf hohem Niveau stagnieren. Im Jahr 2022 wird ein Wachstum der Bauleistung von 0%, für das Jahr 2023 von 1,0% und für 2024 von 0,4% prognostiziert. In Frankreich wird die Bauleistung laut Prognose in den kommenden Jahren stetig anwachsen (2022 +3,3%, 2023 +1,6%, 2024 +1,3%). Durch die Akquisition des dänischen Unternehmens DS Gruppen wurden zudem die NORDICS als Markt für GOLDBECK erschlossen. Insbesondere Dänemark ist bisher überdurchschnittlich erfolgreich durch die zurückliegenden pandemischen Jahre gelangt und konnte hohe Wachstumsraten erzielen. Für die kommenden Jahren 2022-2024 wird ebenfalls ein stabiles Wachstum von durchschnittlich 1,4% prognostiziert. Laut der aktuellen Euroconstruct Prognose entwickeln sich die westeuropäischen Länder in den kommenden Jahren recht stabil (+2,3% sowohl in 2022 als auch 2023), mit einer abnehmenden Tendenz in 2024 (+1,3% 2024). Für die osteuropäischen Länder Polen, Tschechien, Ungarn und die Slowakei wird hingegen für das Jahr 2022 zunächst noch eine sehr moderate Erholung mit einer Steigerung der Bauleistung von 0,9% gegenüber dem Vorjahr erwartet. Ein deutlicherer Aufschwung wird ab 2023 (+2,3%) prognostiziert, mit weiterer Steigerung der Bauleistung in 2024 (+3,1%). Trotz makroökonomischer Unsicherheiten in Europa, zeichnet sich ein positives Bild der europäischen Bauindustrie. Durch sich regelmäßig ändernde Rahmenbedingungen bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Prognosen für die kommenden Jahre weiterentwickeln werden. Durch die dezentrale, flächendeckende Organisation bearbeitet GOLDBECK im Geschäftsjahr 2022/23 einen sehr großen Teil der wichtigen europäischen Märkte und kann durch diese Diversifikation die Marktrisiken reduzieren. Trotz der weiter anhaltenden COVID-19 Pandemie und der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine, ist GOLDBECK mit einem Auftragseingang über Plan in das laufende Geschäftsjahr 2022/23 gestartet. Im Geschäftsjahr 2022/23 geht GOLDBECK insgesamt von der Erreichung des geplanten Auftragseingangs (6,2 Mrd. €) aus. Der Auftragseingang der GOLDBECK-Gruppe lag Ende Juni 2021 (3 Monate) bei 2.620 Mio. € (Vorjahr 2.261 Mio. €). Entsprechend der bisherigen Entwicklung ergibt sich eine positive Erwartungshaltung in Bezug auf den geplanten Auftragseingang im laufenden Geschäftsjahr. Der noch abzuarbeitende Netto-Auftragsbestand der GOLDBECK-Gruppe (noch ohne DS-Gruppen) betrug per Ende Juni 2022 rund 6,5 Mrd. € (Vorjahr 5,6 Mrd. €). Die deutlich gestiegenen Materialpreise sowie eingeschränkten Materialverfügbarkeiten stellen auch für GOLDBECK erhebliche Herausforderungen dar. Bisher konnte die Verfügbarkeit jedoch durch eine vorausschauende Einkaufspolitik auch weitestgehend termingerecht sichergestellt werden. Aufgrund bestehender langfristiger Kooperationsvereinbarungen mit wichtigen Lieferanten können Preissteigerungen zumindest abgefedert werden. Den durch das erheblich gestiegene Auftragsvolumen entstehenden Kapazitätsengpässen im Eigenfertigungsbereich begegnet GOLDBECK sowohl durch weitere Prozessoptimierungen als auch durch neue Investitionen in die bestehenden Produktionsstandorte. Darüber hinaus befinden sich auch Planungen für neue Produktionsstandorte in der Bearbeitung. GOLDBECK geht trotz der anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten davon aus, dass sich das Unternehmen auch zukünftig erfolgreich in den bearbeiteten Märkten behaupten und weiterentwickeln wird. Aufgrund des bereits vorhandenen Auftragsbestands, des aktuellen Auftragseingangsniveaus sowie des Hinzuerwerbs der DS-Gruppen, erwartet GOLDBECK für das laufende Geschäftsjahr 2022/23 eine weitere deutliche Steigerung der Gesamtleistung und eine moderate Steigerung des Ergebnisses vor Steuern, sofern weitere externe politische bzw. gesamtwirtschaftliche Effekte oder unvorhersehbare Witterungseinflüsse dies nicht verhindern.
Bielefeld, den 01.08.2022 Konzernbilanz zum 31. März 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis 31. März 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/22Allgemeine AngabenDie GOLDBECK GmbH, mit Sitz Ummelner Straße 4-6, in 33649 Bielefeld, ist unter der Nummer HRB 7815 in das Handelsregister beim Amtsgericht Bielefeld eingetragen. Der Konzernabschluss der GOLDBECK GmbH, Bielefeld, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Interesse der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und der GuV einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgegliedert. Der Aufgliederung des Postens Vorräte wurde dabei der Posten "Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Gebäude" hinzugefügt, da dessen Inhalt nicht von einem vorhandenen Posten gedeckt wird. Zudem wurden aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit der Gewinn- und Verlustrechnung Posten hinzugefügt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Der oberste Konzernabschluss wird durch die Ortwin Goldbeck Holding SE, Bielefeld, (O. Goldbeck SE) aufgestellt und im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden zum Zweck der Einbeziehung in den Konzernabschluss nach den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Konzernobergesellschaft für die GOLDBECK-Gruppe, die den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften entsprechen, aufgestellt. Soweit in den Einzelabschlüssen (HB I) der vollkonsolidierten und assoziierten Konzerngesellschaften steuerliche Sonderabschreibungen auf das Anlagevermögen vorgenommen worden sind, wurden diese bei der Erstellung der HB II für den Konzernabschluss zurückgenommen. Bei den Tochtergesellschaften wurden latente Steuern berücksichtigt. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden nicht aktiviert. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei wird die von deutschen Gesellschaften entgeltlich erworbenen Betriebs- und Anwendersoftware zur Dateneingabe und -verarbeitung im Jahr der Anschaffung unter Annahme einer Nutzungsdauer von einem Jahr sofort in voller Höhe abgeschrieben. Die Computerhardware wird ebenfalls im Jahr ihrer Anschaffung bei deutschen Gesellschaften sofort in voller Höhe abgeschrieben, ausgenommen davon sind Server und Hardware der Telekommunikation. Gründe für die Festlegung der Nutzungsdauer liegen im beschleunigten technologischen Wandel sowie der Vereinfachung und höheren Praktikabilität unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips. Im Vorjahr erfolgte die aufwandswirksame Erfassung einmalig in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die übrigen Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet, wobei Zugänge bis 2008 auch degressiv abgeschrieben wurden. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern belaufen sich bei Gebäuden auf 20 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen auf 5 bis 15 Jahre und bei anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung auf 3 bis 13 Jahre. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen und anteilige Verwaltungskosten. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten € 250 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten mehr als € 250 und bis zu € 800 betragen, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Sammelposten aus Vorjahren werden über fünf Jahre abgeschrieben und am Ende der Laufzeit im Anlagenspiegel als Abgang erfasst. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen auch mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden mit den sich nach Anwendung der Equity - Methode ergebenden Wertansätzen ausgewiesen, wobei die Buchwerte nicht über 0 € hinaus abgeschrieben werden. Die sonstigen Beteiligungen sind mit ihren Anschaffungskosten bewertet worden. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten oder, nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die sonstigen Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sowie fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung der zum Verkauf bestimmten Grundstücke und Gebäude erfolgt auf Basis von Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten bilanziert. Erhaltene Anzahlungen, die im Zusammenhang mit den in Ausführung befindlichen Aufträgen oder den zum Verkauf bestimmten Grundstücken und Gebäuden stehen, werden maximal bis zur Höhe der Vorräte offen von diesen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Deutschland werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens und der kongruent rückgedeckten Pensionsverpflichtungen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens, welcher den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Für Altzusagen aus Einmalbeiträgen wurden in Ausübung der Wahlrechte des Art. 28 EGHGB in Höhe von T€ 9 keine Rückstellungen gebildet. In Frankreich werden die Pensionsverpflichtungen auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung lokaler Richttafeln des Nationalen Institutes für Statistik und Wirtschaftsstudien (INSEE) bewertet. Bei der Ermittlung wurden ein Abzinsungssatz von 1,5 %, Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und gestaffelte Fluktuationsraten von 3,01 % bis 4,26 % zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und verbindlichkeiten sowie liquide Mittel in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle von Aktivüberhängen aus den Einzelabschlüssen bzw. HB II der Gesellschaften wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB grds. kein Gebrauch gemacht. Bei der Einbeziehung des französischen GSE Teilkonzerns wurden dort bilanzierte aktive latente Steuern, auch auf steuerliche Verlustvorträge, aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit beibehalten. Der Berechnung der latenten Steuern liegen Steuersätze von 30,0 % bzw. 19,0 % und im GSE Teilkonzern i.W. von 25,0 % bis 31,0 % zugrunde, die sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben werden. Posten gemäß § 306 HGB werden mit Posten gemäß § 274 HGB zusammengefasst, aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Konsolidierungskreis Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises erfolgt nach einheitlichen Grundsätzen in der GOLDBECK-Gruppe. In den Konzernabschluss wurden neben der GOLDBECK GmbH 49 Tochterunternehmen, davon 23 inländische und 26 ausländische, auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen. Ein ausländisches assoziiertes Unternehmen wird at equity auf Basis seines Konzernabschlusses bewertet, ein ausländisches Gemeinschaftsunternehmen wird anteilig in den dortigen Teilkonzernabschluss einbezogen, da es gemeinsam von einem Konzernunternehmen und einem anderen Unternehmen geführt wird. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind acht Tochterunternehmen, die auch bei zusammengefasster Betrachtung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Die Veränderung des Konsolidierungskreises resultiert sowohl aus Erst- und Entkonsolidierungen als auch aus Verschmelzungen einzelner Gesellschaften. Erstmals einbezogen wurden die GOLDBECK Deutschland GmbH, Bielefeld, die GOLDBECK Europe GmbH, Bielefeld, die GOLDBECK Bauelemente Bielefeld GmbH, Bielefeld, die GOLDBECK Technical Solutions GmbH, Bielefeld, die Confluence SAS, Avignon/Frankreich und Confluence Iberis SL, Barcelona/Spanien. Die Gesellschaft IBG Ingenieurbüro für Gesamtplanung GmbH, Leipzig und die Bonum Invest S.A., Brüssel wurden aufgrund ihrer Liquidation entkonsolidiert. Darüber hinaus wurden im Rahmen von gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen die GOLDBECK Parking Messe & Event GmbH, Düsseldorf auf die GOLDBECK Parking Services GmbH, Bielefeld sowie die GSE Régions SAS, Avignon/Frankreich auf die GSE SAS, Avignon/Frankreich im Berichtsjahr verschmolzen. Die GOLDBECK Bauelemente Bielefeld SE, Bielefeld wurde in GOLDBECK Produktions GmbH, Bielefeld umgewandelt im Wege eines Formwechsels und umbenannt. Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises gegenüber dem Vorjahr wird die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen nicht wesentlich beeinträchtigt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der verbundenen und assoziierten Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen ist als Anlage 2 zum Konzernanhang beigefügt. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der GOLDBECK GmbH, den 31. März, aufgestellt, der dem Stichtag der Konzernobergesellschaft sowie der bedeutendsten und der Mehrzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entspricht. Die Geschäftsjahre der einbezogenen Objektgesellschaften, der GSE China Ltd. sowie der GSEM SARL enden jeweils am 31. Dezember eines Jahres. Bei der Konsolidierung wurden in erforderlichem Umfang Anpassungsbuchungen für wesentliche Vorgänge, die zwischen dem 31. Dezember 2021 und dem Stichtag des Konzernabschlusses lagen, vorgenommen. Das Geschäftsjahr des in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Unternehmens endet am 31. März. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt - für Unternehmen, deren Erstkonsolidierungszeitpunkt vor dem Inkrafttreten des BilMoG liegt - unverändert nach der Buchwertmethode durch Aufrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs. Nach Inkrafttreten des BilMoG kommt die Neubewertungsmethode zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, zur Anwendung. Aktivische Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwerte erfasst und seit Inkrafttreten des BilMoG über Nutzungsdauern von maximal 5 Jahren erfolgswirksam abgeschrieben. Buchwerte von Geschäfts- oder Firmenwerten aus Vorjahren bis zum Geschäftsjahr 2016/17 bestehen nicht. Der in 2017/18 zugegangene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von € 23,8 Mio. wird, entsprechend der erwarteten Amortisationsdauer der Investition, über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die in 2019/20 zugegangenen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von € 165,6 Mio. und € 16,4 Mio. werden, entsprechend der erwarteten Amortisationsdauer der Investition, über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren bzw. 10 Jahren abgeschrieben. Passivische Unterschiedsbeträge wurden, soweit sie vor Inkrafttreten des BilMoG entstanden sind, direkt in die Konzerngewinnrücklagen umgegliedert. Die Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen wird unter Anwendung der Buchwertmethode auf den Zeitpunkt des Erwerbs, nach Inkrafttreten des BilMoG auf den Zeitpunkt, zu dem die Unternehmen assoziierte Unternehmen geworden sind, mit ihrem anteiligen Eigenkapital bewertet. Abweichende Wertansätze im Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens wurden wegen untergeordneter Bedeutung für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beibehalten. Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen nicht. Das Gemeinschaftsunternehmen wird anteilig konsolidiert. Konzerninterne Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wird verzichtet, da diese nur von untergeordneter Bedeutung sind. Falls die Voraussetzungen zur Konsolidierung von Drittschuldverhältnissen gegeben sind, wird hiervon Gebrauch gemacht. Aktive latente Steuern auf zeitliche Differenzen aus ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen und aus dem GSE Teilkonzern wurden mit passiven latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen bzw. HB II, die auf zeitlichen Differenzen aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden beruhen, verrechnet. Insgesamt ergibt sich in der Konzernbilanz eine aktive Steuerabgrenzung. Währungsumrechnung In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsforderungen und verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Konzernabschluss werden die Bilanzposten ausländischer Tochterunternehmen, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, mit den jeweiligen Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Posten der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung und das Jahresergebnis als Saldo werden mit den jeweiligen Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die Jahresdurchschnittskurse werden gleichgewichtet aus zwölf Monatskursen ermittelt. Sie belaufen sich für relevante Währungen auf 4,583 PLN/EUR, 25,2900 CZK/EUR und 0,8504 GPB/EUR. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden bilanziellen Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in einem gesonderten Posten innerhalb des Konzerneigenkapitals ausgewiesen. Erläuterungen zur Konzern-BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung der in der Konzern-Bilanz zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung sind unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Konzern-Anlagenspiegel ist als Anlage 1 zum Konzernanhang beigefügt. Angaben zu Investmentvermögen am Bilanzstichtag:
Ausschüttungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vereinnahmt. Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe bestehen grundsätzlich nicht. Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, gegen assoziierte Unternehmen und gegen Beteiligungsunternehmen betreffen den gegenseitigen Verrechnungs- und Finanzverkehr. Sie enthalten mit T€ 272.219 (i. Vj. T€ 61.135) Forderungen gegen Gesellschafter und haben mit T€ 44.426 (i. Vj. T€ 37.039) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten unter anderem Steuererstattungsansprüche, debitorische Kreditoren, Lohn-, Gehalts- und Reisekostenvorschüsse sowie andere Forderungen außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Es handelt sich im Wesentlichen um € - Guthaben bei Kreditinstituten. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen beinhalten vollständig andere Gewinnrücklagen. Diese resultieren mit T€ 120.000 (Vorjahr T€ 120.000) aus den Gewinnrücklagen der GOLDBECK GmbH. Darüber hinaus sind T€ 690.204 (Vorjahr T€ 495.726) aus Gewinnthesaurierungen und Konsolidierungsmaßnahmen enthalten. Der Konzernbilanzgewinn des Vorjahres wird jeweils in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Rückstellungen
Kongruent rückgedeckte Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Deutschland in Höhe von T€ 3.392. Diese wurden mit Deckungsvermögen (T€ 3.392) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Rückdeckungsversicherungen klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung). Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 59) wurden mit Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen (T€ 59) im Zinsergebnis verrechnet. Die bilanzierten Pensionsrückstellungen betreffen den GSE Teilkonzern. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Nachlaufkosten für abgerechnete Aufträge, Garantierückstellungen, Personalrückstellungen und Drohverlustrückstellungen. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den gegenseitigen Verrechnungs- und Finanzverkehr. Sie bestehen mit T€ 0 (Vorjahr T€ 11.751) gegenüber Gesellschaftern. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen T€ 32.395 (Vorjahr T€ 44.603) auf Steuern, T€ 9.502 (Vorjahr T€ 2.595) bestehen im Rahmen der sozialen Sicherheit. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten ferner Sicherheitseinbehalte von Lieferanten, Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, sowie andere Verbindlichkeiten außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs und andere Verpflichtungen. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag wurden aktive latente Steuern von T€ 38.516 (Vorjahr T€ 39.313; Veränderung T€ -797) und passive latente Steuern von T€ 3.451 (Vorjahr T€ 4.464; Veränderung T€ -1.013) in einer Gesamtdifferenzenbetrachtung saldiert. Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen im Bereich der sonstigen Rückstellungen, im Anlagevermögen und bei Forderungen. Ferner sind auch aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge im Ausland enthalten. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag hat GOLDBECK Avalkredite bei Banken und Versicherungen von insgesamt 931,6 Mio. € (Vorjahr 994,9 Mio. €) in Anspruch genommen. Die Bürgschaften waren überwiegend für Vertragserfüllungen und Gewährleistungsverpflichtungen gegeben. Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zu Grunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist. Es bestehen Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen (i.d.R. 5 bis 10 Jahre) für Betriebsgrundstücke und gebäude sowie Verkaufsniederlassungen und Fahrzeuge (i.d.R. 4 Jahre). Der voraussichtliche Mietaufwand 2022/23 beträgt T€ 22.583 (Vorjahr T€ 25.673). Aus Pachtverträgen für Parkhäuser/Parkplätze mit unterschiedlichen Laufzeiten bis längstens Mai 2059 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt € 335,5 Mio zuzüglich Nebenkosten. Erläuterungen zur Konzern - Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Konzerns teilen sich nach geographischen Regionen wie folgt auf:
Nach Geschäftsbereichen teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Erträge Hierunter sind im Wesentlichen Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren (T€ 6.200), Erträge aus der Veräußerung von Anlagegütern (T€ 101), Erträge aus Versicherungsvergütungen und Schadenersatz (T€ 1.559), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 405), Erträge aus der Währungsumrechnung (T€ 5.472; Vorjahr T€ 4.417), Schrotterlöse (T€ 1.118) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 3.513) ausgewiesen. Materialaufwand
Personalaufwand
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen T€ 2.975 (im Vorjahr T€ 1.066). Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Sachkosten der Verwaltung, IT und des Fuhrparks, Mieten, Reise- und Werbungskosten, Instandhaltungsaufwendungen, Forderungsabwertungen, Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (T€ 15.510; Vorjahr T€ 5.611), Rechts- und Beratungskosten sowie Versicherungsprämien. Finanzergebnis
Von verbundenen Unternehmen wurden Zinserträge in Höhe von T€ 1.161 (Vorjahr T€ 1.012) vereinnahmt Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern innerhalb der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich auf T€ 216 (Vorjahr T€ 15.459). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind mit T€ 4.814 Nachzahlungen und T€ 1.448 Erstattungen von Ertragsteuern für Vorjahre enthalten. Sonstige AngabenDas vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2021/22 berechnete Gesamthonorar betrug:
Nachtragsbericht Im April 2022 konnte GOLDBECK den Erwerb der dänischen "DS-Gruppen" erfolgreich abschließen. Die bis dahin von der Gründerfamilie geführte Unternehmensgruppe ist ebenfalls sowohl im Schlüsselfertigbau als auch in der Produktion von Stahlbau- und Betonfertigteilen tätig. Darüber hinaus werden Fassadenelemente gefertigt und vertrieben. Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2020/21 betrug rund 290 Mio. €. Mit diesem Erwerb weitet GOLDBECK seine Geschäftstätigkeit in den NORDICS deutlich aus und rundet damit die europaweite Präsenz in allen bedeutenden Zielmärkten ab. Darüber hinaus sind nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung dieses Anhangs keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu berichten wären. Konzernverhältnisse Die Abschlüsse der GOLDBECK GmbH und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Ortwin Goldbeck Holding SE, Bielefeld, einbezogen. Die GOLDBECK GmbH hat von den Befreiungsmöglichkeiten des § 291 HGB keinen Gebrauch gemacht. Folgende einbezogene Tochterunternehmen haben Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:
Folgende einbezogene Tochterunternehmen haben unter Bezugnahme auf den befreienden Konzernabschluss der GOLDBECK GmbH, Bielefeld, darüber hinaus auch Befreiungen gemäß § 291 HGB in Anspruch genommen und keinen eigenen Konzernabschluss und keinen Konzernlagebericht aufgestellt:
Bielefeld, 1. August 2022 GOLDBECK GmbH, Bielefeld Jörg-Uwe Goldbeck Jan-Hendrik Goldbeck Hans Jörg Frieauff Oliver Peter Schele Konzern-Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Konzernanhang)
1 einschließlich Anpassungen aus Währungskursveränderungen bei ausländischen Gesellschaften 2 Zuschreibungen anteiliger Jahresüberschüsse abzüglich erfolgter Gewinnausschüttungen assoziierter Unternehmen Anteilsbesitzliste zum Konzernabschluss zum 31. März 2022der GOLDBECK GmbH, Bielefeld
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis 31. März 2022
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. März 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GOLDBECK GmbH, Bielefeld Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der GOLDBECK GmbH, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GOLDBECK GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 13. August 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Carsten Schürmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Dirk Schäfer, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.03.2022 wurde am 06.09.2022 gebilligt. |
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Aktuelle Insolvenzverfahren
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