Tansanit Zehnte GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
P**** K**** K******* seit 30.5.2025 | Prokura |
M******* S****** E****** seit 14.4.2025 | Prokura |
B**** J***** B*** seit 10.3.2025 | Prokura |
M******* O***** seit 10.10.2023 | Prokura |
D******* K****** seit 29.9.2023 | Prokura |
K****** M***** seit 28.1.2021 | Prokura |
P**** F****** seit 28.1.2021 | Prokura |
C******** S***** seit 13.1.2021 | Prokura |
T***** K**** seit 16.12.2020 | Prokura |
M******* K****** seit 2.12.2020 | Prokura |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lidl Stiftung & Co. KGNeckarsulmKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2022 bis zum 28.02.2023Inhalt Konzernbilanz zum 28. Februar 2023 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 Konzernanhang Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Erläuterungen zur Konzernbilanz Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Kreis der einbezogenen Unternehmen Konzernlagebericht Grundlagen des Konzerns Geschäftsentwicklung Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen Chancen- und Risikobericht Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Prognosebericht Konzernbilanz zum 28. Februar 2023Aktivseite
Passivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023
Zur Ausweisänderung der Handelssteuern im Vorjahr verweisen wir auf die allgemeinen Hinweise im Anhang. KonzernanhangErläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Allgemeine Hinweise Der Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm (Amtsgericht Stuttgart, HRA Nr. 102314) zum 28. Februar 2023 wurde nach den Vorschriften des PubIG aufgestellt. Der Kreis der einbezogenen Unternehmen einschließlich der Veränderung zum Vorjahr sowie der Hinweis auf die Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften sind ab S. 13 dargestellt. Ab dem Geschäftsjahr 2022 erfolgt der Ausweis umsatzbasierter Handelssteuern in Polen und Ungarn unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Der Vorjahresausweis bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von Mio. € 126 wurde entsprechend angepasst. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für die einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Angaben im Konzernanhang erfolgen in Mio. €. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Finanzanlagen wurden zu (fortgeführten) Anschaffungskosten angesetzt. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der At-Equity-Methode unter Anwendung des Buchwertverfahrens bilanziert. Die Fortschreibung des At-Equity-Ansatzes erfolgte in Höhe des anteiligen Jahresergebnisses abzüglich der Ausschüttungen. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Dabei erfolgte die Ermittlung der Anschaffungskosten soweit möglich zum Einkaufspreis, ansonsten retrograd (ausgehend vom Verkaufspreis). Durch die angewandten Bewertungsverfahren wurde die Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips sichergestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Genussrechtskapital wurde in Höhe des Rückzahlungsbetrages zum 28. Februar 2023 bzw. des aufgezinsten Einzahlungsbetrages ausgewiesen. Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Zinssätzen von 1,1% bis 1,4% abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Teilweise wurden aus Bankdarlehen sowie Zins- und Währungsderivaten Bewertungseinheiten gebildet. Die sich ausgleichenden Wertschwankungen von Grund- und Sicherungsgeschäften wurden bilanziell nicht erfasst. Die vermerkpflichtigen Haftungsverhältnisse wurden mit dem am Stichtag valutierten Betrag des besicherten Grundgeschäfts ausgewiesen. Soweit Gewährleistungen für Rahmenkredite Dritter gewährt wurden, erfolgte der Ausweis in Höhe des Haftungshöchstbetrages. Mithaftungen aufgrund sonstiger Verträge wurden mit einem Jahresbetrag der laufenden Verpflichtung angesetzt. Bei der Ermittlung latenter Steuern gem. § 274 HGB wurden temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen sowie werthaltige steuerliche Zins- und Verlustvorträge berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und-entlastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 1,5% und 35,0% bewertet. Die sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen und den Rückstellungen ergebenden latenten Steuern wurden verrechnet. Ein verbleibender Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des gesetzlichen Wahlrechts nicht angesetzt. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Bei den assoziierten Unternehmen wurde das Wahlrecht gem. § 310 HGB nicht ausgeübt. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Gemäß § 304 Abs. 1 HGB wurden im Rahmen der Konsolidierung Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen eliminiert. Auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden latente Steuern gem. § 306 HGB gebildet. Die sich ergebenden Steuerentlastungen wurden mit einem Steuersatz in Höhe von 11,3% bewertet. Währungsumrechnung Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Schulden erfolgte gem. § 256a HGB. Währungseffekte aus der Bewertung von konzerninternen Darlehen in Euro werden bis zur Rückzahlung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Erträge und Aufwendungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet. Die Währungsumrechnung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 308a HGB. Die funktionale Währung des Konzerns ist Euro. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen
Die Zugänge im Sachanlagevermögen beinhalten im Wesentlichen den Erwerb, den Neubau und die Erweiterung von Filialen und Lager sowie den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattungen für Filialen und Lager. In den laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind Mio. € 75 (Vorjahr Mio. € 32) außerplanmäßige Abschreibungen im Wesentlichen auf Sachanlagen enthalten. Vorräte Die Vorräte betreffen fast ausschließlich Handelswaren. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Lieferanten in Höhe von Mio. € 33 (Vorjahr Mio. € 36) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen und im Wesentlichen Boni, Rabatte und Rückvergütungen betreffen. Cash-Pool Guthaben Die Cash-Pool Guthaben bestehen in voller Höhe gegenüber einem assoziierten Unternehmen. Aktive latente Steuern In diesem Posten sind ausschließlich latente Steuern gem. § 306 HGB enthalten. Eigenkapital Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens wurde vollständig den Verrechnungskonten der Kommanditisten zugewiesen. Bei dem Genussrechtskapital handelt es sich um acht Genussscheine, die mit einer erfolgsabhängigen Vergütung ausgestattet sind. Das Kapital ist nachrangig gegenüber anderen Gläubigern, nimmt in voller Höhe am Verlust teil und ist bei einer Laufzeit bis zu verschiedenen Rückzahlungszeitpunkten in den Jahren 2025, 2026, 2027, 2028 und 2029 durch die Genussscheininhaber unkündbar. Die Veränderung im Geschäftsjahr betrifft die laufende Aufzinsung in Höhe von Mio. € 22. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von Mio. € 2.520 (Vorjahr Mio. € 1.981). Verbindlichkeiten
* Ausschließlich sonstige
Verbindlichkeiten betreffend
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind durch Grundpfandrechte (Mio. € 4.252) besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten keine weiteren Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen setzen sich folgendermaßen zusammen:
Haftungsverhältnisse
Den Haftungsverhältnissen stehen Rückgriffsforderungen in Höhe von Mio. € 8.340 (Vorjahr Mio. € 6.404) gegenüber. Von den Haftungsverhältnissen bestehen Mio. € 2.312 gegenüber assoziierten Unternehmen. Aufgrund der Bonitätseinschätzung der Haftungsnehmer liegt kein erkennbares Risiko für eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden abgezinst ausgewiesen und betragen Mio. € 4.634 (Vorjahr Mio. € 4.054). Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten fast ausschließlich Handelswarenerlöse in Europa. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Fremdwährungsgewinne in Höhe von Mio. € 59 (Vorjahr Mio. € 44) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende periodenfremde Erträge:
Materialaufwand Der Materialaufwand beinhaltet fast ausschließlich Aufwendungen für bezogene Waren. Im Materialaufwand sind Fremdwährungsverluste in Höhe von Mio. € 46 (Vorjahr Mio. € 11) enthalten. Personalaufwand
Durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer:
Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Fremdwährungsverluste in Höhe von Mio. € 53 (Vorjahr Mio. € 51) und sonstige Steuern in Höhe von Mio. € 321 (Vorjahr Mio. € 440) enthalten. Zudem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Mio. € 31 (Vorjahr Mio. € 41) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Anlageabgänge. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen Mio. € 3 (Vorjahr Mio. € 1) periodenfremde Erträge. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen Mio. € 2 (Vorjahr Mio. € 3) periodenfremde Aufwendungen. Zudem sind Zinsen in Höhe von Mio. € 2 (Vorjahr Mio. € 2) aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten beinhaltet periodenfremde Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von Mio. € -132 (Vorjahr Mio. € -49). Sonstige Angaben Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken wurden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte nach allgemein anerkannten Bewertungsmethoden. Für Swap-Vereinbarungen mit einem Nominalvolumen von Mio. € 3.775 wurden auf Einzelvertragsebene Bewertungseinheiten gebildet. Für sämtliche Bewertungseinheiten stimmten während der gesamten Laufzeit des jeweiligen Derivats die wesentlichen bewertungsrelevanten Konditionen in Grund- und Sicherungsgeschäft überein. Damit lagen hochwirksame Sicherungsbeziehungen vor, aus denen während der Laufzeit der Sicherungsbeziehung keine bilanziell relevanten Unwirksamkeiten entstanden sind.
Zur Absicherung von Währungsrisiken wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Das Nominalvolumen aller Devisentermingeschäfte betrug am Bilanzstichtag Mio. € 1.322. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte zu Marktwerten. Der Marktwert aller Devisentermingeschäfte betrug zum Bilanzstichtag saldiert Mio. € 1. Für negative Marktwerte wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von Mio. € 13 gebildet. Diese sind in der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Kontrakten enthalten. Honorare des Konzernabschlussprüfers Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betrugen für die Abschlussprüfung T€ 636 und für sonstige Leistungen T€ 978. Nachtragsbericht Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns wesentlich wären, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Kreis der einbezogenen Unternehmen Einbezogen wurden alle Gesellschaften, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden konnte. Der Kreis der einbezogenen Unternehmen zum 28. Februar 2023 ist im Folgenden tabellarisch dargestellt. Die mit 1 gekennzeichneten Gesellschaften wurden erstmalig einbezogen. Die mit 2 gekennzeichneten Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 5 Abs. 6 PublG i.V.m. § 264 Abs. 3 bzw. des § 264 Abs. 4 i.V.m. Abs. 3 HGB in Anspruch. Die 3 kennzeichnet die Tochterunternehmen, die die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch nehmen. Bei den im Geschäftsjahr aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen Unternehmen ist das Vermögen im Wesentlichen durch Anwachsung bzw. Verschmelzung innerhalb des Konzerns verblieben. Auf die Nennung eines Unternehmens wurde gem. § 313 Abs. 3 HGB verzichtet.
Neckarsulm, den 16. Mai 2023 LSt Stiftung Kenneth McGrath, Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Groh, Vorstand PVG Geschäftsführungs-KG Hermann-Josef Hoffmann, Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs- und Verwaltungs-GmbH (phG) Kreis der einbezogenen Unternehmen
KonzernlageberichtGrundlagen des Konzerns Geschäftstätigkeit Der Konzern ist ein international agierendes Handelsunternehmen und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr unter der Marke "Lidl" Einzelhandelsumsätze in 29 Ländern erzielt. Im März 2022 wurden erste Filialen in Estland eröffnet. Zudem erfolgte die Inbetriebnahme der eigenen Seefrachtlogistik zur Reduzierung von Abhängigkeiten und Lieferengpässen in der Warenbeschaffung. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 Die Weltwirtschaft hat sich seit Beginn des Jahres 2022 merklich abgekühlt und damit das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts in der ersten Jahreshälfte 2022 verlangsamt. Die deutlich gestiegenen Energiepreise, die hohe wirtschaftliche Unsicherheit in Folge des Ukraine Kriegs sowie anhaltende Störungen der Liefer- und Wertschöpfungsketten wirkten dem wirtschaftlichen Wachstum entgegen. Zusätzlich wurde die Weltkonjunktur zu Beginn des Jahres durch eine gestiegene Zahl an Coronavirus-Infektionen und damit verbundenen Produktionsausfällen gedämpft. Die Stagnation der chinesischen Wirtschaft sowie die geringen Wachstumsraten der etablierten Volkswirtschaften waren für ein schwaches Wachstum zum Jahresende verantwortlich. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft um ca. 2,9%. Der Euro-Raum verzeichnete beim Bruttoinlandsprodukt einen Anstieg um 3,5% und lag damit über der Entwicklung der Weltwirtschaft. Die Auswirkungen des Ukraine Kriegs, der Kaufkraftverlust in Folge der hohen Inflation sowie die abkühlende Weltwirtschaft belasteten die Volkswirtschaften im Euro-Raum. Von den größten Volkswirtschaften lag Deutschland mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,9% unter dem Durchschnitt, während Spanien und Italien mit 5,5% bzw. 3,8% darüber lagen. Der Anstieg der Verbraucherpreise beläuft sich im Euro-Raum auf 8,4% und ist im Wesentlichen durch die gestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten getrieben. Angesichts der massiv gestiegenen Verbraucherpreise hat die Europäische Zentralbank seit Mitte des Jahres 2022 ihre Geldpolitik zunehmend gestrafft und den Leitzins in mehreren Schritten angehoben, was zu einer Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen von Haushalten und Unternehmen führte. Die Erwerbslosenquote ging um einen Prozentpunkt auf 6,7% zurück. Das Lohnwachstum im Euro-Raum bewegte sich im moderaten Bereich und sank damit real. Die mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten verzeichneten einen durchschnittlichen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 4,4%. In Großbritannien ist die Wirtschaftsleistung um 4,0% angestiegen und lag damit über dem Niveau des Euro-Raums. Branchenentwicklung im Einzelhandel 2 Der Kaufkraftverlust durch die hohen Inflationsraten spiegelt sich auch in den Umsätzen im Einzelhandel wider, die sich im Euro-Raum im Vergleich zum Vorjahr inflationsbereinigt nur leicht um 0,7% erhöht haben. Deutlich über dem Niveau des Euroraums lag Griechenland mit einem Zuwachs von 3,3%, wohingegen Deutschland sogar einen Rückgang um 0,8% verzeichnen musste. Von den osteuropäischen Ländern konnten Slowenien mit 20,2% und Polen mit 10,2% die höchsten Zuwächse aufweisen. Die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel sind hingegen gesunken. Im Euro-Raum gingen diese in 2022 inflationsbereinigt um 2,8% zurück nach einem Anstieg um 0,9% im Vorjahr. Die Umsätze im deutschen Lebensmitteleinzelhandel wiesen inflationsbereinigt einen signifikanten Rückgang um 4,8% auf. Ähnliche Werte zeigten sich auch in den Niederlanden und Italien mit Rückgängen um 4,7% bzw. 4,5%. Zuwächse konnten in Polen und Rumänien um 12,0% bzw. 2,2% verzeichnet werden.
1 Angaben gem. Konjunkturprognose vom 22.
März 2023 sowie Jahresgutachten 22/23 vom 9. November
2022 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
Geschäftsentwicklung Ertragslage Der Konzern konnte seine Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 66.704 auf Mio. € 81.793 erhöhen, was einem Zuwachs um Mio. € 15.089 (22,6%) entspricht.
Ergebnisentwicklung Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr von Mio. € 2.960 auf Mio. € 2.646 reduziert, insbesondere aufgrund gestiegener Energie-, Transport- und Warenbeschaffungskosten. Die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT ging von 4,4% auf 3,2% zurück. Der Konzernjahresüberschuss verzeichnete einen Rückgang um Mio. € 496 auf Mio. € 1.642, insbesondere aufgrund gestiegener Finanzierungskosten. Die Umsatzrendite liegt mit 2,0% unter dem Vorjahreswert von 3,2%. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2022 hat der Konzern seinen Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Das Gesamtvermögen stieg von Mrd. € 48,1 auf Mrd. € 54,5. Das entspricht einer Steigerung von 13,3%.
Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 2.712. Die größte Veränderung ergab sich aus der Zunahme der Vorräte bedingt durch gestiegene Umsatzerlöse sowie durch höhere Non-Food Bestände. In den liquiden Mitteln sind Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks sowie Cash-Pool Guthaben enthalten. Investitionen
Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf Mrd. € 5,2 und betreffen im Wesentlichen den Ausbau des Filial- und Logistiknetzes. Dabei betreffen Mrd. € 3,6 Investitionen in Immobilien.
Im Geschäftsjahr 2022 wird das Anlagevermögen mit 44,3% durch Eigenkapital gedeckt. Unter Einbeziehung des lang- und mittelfristigen Fremdkapitals ergibt sich eine Anlagendeckung in Höhe von 77,1%. Der durchschnittliche Warenbestand hat sich aufgrund der Zunahme der Vorräte, im Wesentlichen bedingt durch die gestiegenen Umsatzerlöse sowie durch höhere Non-Food Bestände, im Vergleich zum Vorjahr um 37,4% erhöht. Die durchschnittliche Umschlagshäufigkeit sank auf 9,7.
Finanzlage Der Konzern weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von Mio. € 18.491 aus.
Die Eigenkapitalquote liegt mit 33,9% unter dem Vorjahresniveau. Das lang- und mittelfristige Fremdkapital hat sich im Wesentlichen aufgrund der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Finanzierungen um Mio. € 3.465 auf Mio. € 13.729 erhöht. Das kurzfristige Fremdkapital nahm um Mio. € 1.260 zu. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen durch die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Folge des Aufbaus der Warenbestände sowie die Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen geprägt. Liquidität
Die Nettofinanzverschuldung ist im Geschäftsjahr 2022 von Mio. € 10.865 auf Mio. € 14.795 gestiegen. Das entspricht einem Anstieg von 36,2% und resultiert aus den weiterhin hohen Investitionen in Sachanlagevermögen sowie aus dem Anstieg der Vorräte, im Wesentlichen bei Non-Food Beständen. Plan-Ist-Vergleich Im Vorjahr wurde von einem moderaten Umsatzanstieg ausgegangen. Aufgrund der inflationsbedingten Verkaufspreisentwicklung sowie gestiegener Kundenzahlen wurde das geplante Umsatzwachstum deutlich um Mrd. € 15,1 übertroffen. Im Rahmen der Lageberichterstattung 2021 wurde für das Geschäftsjahr 2022 von einem Jahresergebnis auf Vorjahresniveau ausgegangen. Der tatsächliche Konzernjahresüberschuss liegt mit Mio. € 1.642 deutlich unter dem Vorjahresniveau. Dies resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Warenbeschaffungs-, Energie- und Finanzierungskosten. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die wirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr 2022 wurde durch hohe Energie- und Finanzierungskosten sowie gestiegene Kosten für die Warenbeschaffung geprägt. Weiterhin verursachten zu Beginn des Geschäftsjahres pandemiebedingte Produktionsausfälle bei Lieferanten und Störungen im Warentransport zu Lieferverzögerungen und steigenden Kosten. Die Umsätze konnten im Jahresvergleich um 22,6% erhöht werden, insbesondere durch inflationsbedingte Preisentwicklungen sowie gestiegene Kundenzahlen. Der Konzernjahresüberschuss sank im Vergleich zum Vorjahr von Mio. € 2.138 auf Mio. € 1.642, insbesondere aufgrund gestiegener Kosten für Energie, Transport und Warenbeschaffung sowie gestiegenen Finanzierungskosten. Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen Neben den betriebswirtschaftlichen Leistungsindikatoren rücken insbesondere für unsere Kunden und Mitarbeiterzunehmend nachhaltigere Faktoren in den Fokus. Der Konzern hat eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie etabliert und setzt bereits heute zahlreiche Maßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit um, wobei im Folgenden lediglich auf die gesetzlich geforderten Angaben zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen eingegangen wird. Umweltbelange Das Thema Umweltschutz stellt unsere Gesellschaft vor enorme Herausforderungen, insbesondere beim Erreichen der Klimaziele. Der Konzern hat sich daher im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie in den Fokusthemen Öko- und Kreislaufsysteme sowie Produktqualität ambitionierte Ziele gesetzt. Insbesondere sollen betriebsbedingte Emissionen bis 2030 um 55% gegenüber 2019 reduziert werden. Der Klimawandel macht ein Handeln auf allen gesellschaftlichen Ebenen unabdingbar. Als international agierendes Handelsunternehmen ist es unser Anspruch, die Auswirkungen des Klimawandels möglichst gering zu halten und die Emission von Treibhausgasen stetig zu minimieren. Im Rahmen der konzernweiten Klimastrategie ist der Konzern bereits im August 2020 offiziell der Science Based Targets Initiative (SBTi) beigetreten. Um die Klimaziele zu erreichen, bezieht der Konzern unter anderem seit dem Geschäftsjahr 2022 seinen Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien. 3 Zudem verpflichtet der Konzern Lieferanten, die für 78% der produktbezogenen Emissionen verantwortlich sind, sich bis 2026 selbst Klimaziele nach den Kriterien der SBTi zu setzen. - Bei dem Bau unserer Filialen, Lager und Verwaltungsstandorte versuchen wir durch eine nachhaltige Bauweise unseren Energiebedarf zu reduzieren und damit einen Beitrag zur Ressourcenschonung sowie zum Klimaschutz zu leisten. Auszeichnungen und Zertifizierungen bestätigen unser Engagement im Bereich des nachhaltigen Bauens und im Energiemanagement.
3 Ausgenommen sind Bezugsverträge, wie z.
B. bei Mietobjekten mit Strombezugsbindung, die nicht
beeinflusst werden können.
Arbeitnehmerbelange Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Insgesamt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr im Konzern durchschnittlich 238.347 Mitarbeiter tätig.
In vielen Ländern wurde der Konzern als "Top Employer 2023" ausgezeichnet. Das unabhängige "Top Employer Institute" bewertet dabei u.a. Kategorien wie Personalplanung, Talentmanagement, Training und Entwicklung oder Gehälter und Sozialleistungen. Dabei erhielt der Konzern in den Ländern Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Nordirland, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Schweden, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, USA und Zypern diese Auszeichnung. Der Konzern hat bereits im Jahr 2010 in Deutschland einen internen Mindestlohn eingeführt, der kontinuierlich an die Arbeitsmarktsituation angepasst wird. In den meisten Ländern, in denen ein gesetzlicher Mindestlohn besteht, wird dieser überschritten. Darüber hinaus setzt sich der Konzern gemeinsam mit seinen Geschäftspartnern für eine menschenwürdige Beschäftigung mit guten Arbeitsbedingungen und einer fairen Entlohnung ein. Der Konzern soll den Beschäftigten ein wertschätzendes Arbeitsumfeld bieten, in dem alle Mitarbeiter die gleichen Chancen erhalten, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter hat einen hohen Stellenwert.
Insgesamt stieg der Personalaufwand des Konzerns um Mio. € 635 auf Mio. € 6.873 und lag damit über dem Vorjahr. Der Anstieg spiegelt im Wesentlichen die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen aufgrund gestiegener Umsätze sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen wider. Bezogen auf den Umsatz fiel die Personalaufwandsquote leicht von 9,4% auf 8,4%. Der Umsatz je Vollzeitkraft ist von T€ 396 auf T€ 446 gestiegen. Chancen- und Risikobericht Wirtschaftspolitische Chancen und Risiken Als international agierender Konzern bestehen vor allem Abhängigkeiten von der wirtschaftlichen Situation in den einzelnen Ländern. Diese kann z. B. durch Schuldenkrisen, hohe Arbeitslosigkeit oder durch den Ukraine Krieg den privaten Konsum beeinträchtigen und Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis des Konzerns haben. Durch die weitere internationale Ausrichtung wird die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Märkte reduziert und die Möglichkeit, Nachfrageschwankungen in einzelnen Ländern auszugleichen, gesteigert. Im Geschäftsjahr 2022 wurden erstmalig Einzelhandelsumsätze in Estland erzielt. In den kommenden Geschäftsjahren ist die Erschließung weiterer Länder geplant. Die Expansion in neue Länder hat Auswirkungen auf das Ergebnis des Konzerns. Branchenbezogene Chancen und Risiken Die wesentlichen Herausforderungen für den Lebensmitteleinzelhandel ergeben sich aus der zunehmenden Veränderung des Konsumverhaltens der Kunden, wie z.B. bei dem Thema Nachhaltigkeit sowie aus der fortschreitenden Digitalisierung. Weiterhin wird die Branche durch einen intensiven Wettbewerb geprägt. Um dem entgegenzuwirken, setzt der Konzern vor allem auf die Erweiterung des Sortiments um regional gehandelte Produkte. Neben einer hohen Qualität, kombiniert mit günstigen Preisen, wird durch zunehmende Fokussierung auf ökologische, soziale oder auch gesundheitliche Aspekte versucht, den steigenden Kundenerwartungen gerecht zu werden. Durch die Einführung und Weiterentwicklung von Kundenbindungsprogrammen sowie zielgerichtete Preispositionierung können neue Kunden gewonnen werden. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Liquidität des Konzerns wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den erwirtschafteten Cash Flow sowie den Abschluss von Finanzkrediten wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt. Bei Wareneinkäufen in Fremdwährung wirken sich Wechselkursänderungen auf Zahlungsströme und Ergebnisse aus. Die Wechselkursentwicklungen werden hinsichtlich Chancen und Risiken laufend analysiert. Mögliche Risiken, die überwiegend aus dem Einkaufsvolumen in Fremdwährung resultieren, werden mit Devisentermingeschäften gesichert. Insgesamt bestanden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen in Höhe von Mrd. € 1,3. Aufgrund überwiegend kurzfristiger Zinsbindungen beeinflusst das veränderte Zinsniveau das Ergebnis. Die weitere Zinsentwicklung wird kontinuierlich analysiert. Lieferantenchancen und -risiken Bei der Auswahl der Lieferanten und deren Waren können sich Reputationsrisiken ergeben. Durch die sorgfältige Überprüfung der Lieferanten sowie durch die Vorgabe von Qualitätsstandards und Zertifizierungen wird eventuellen Image-Schäden vorgebeugt. Um die Qualität der bezogenen Waren sicherzustellen, führt der Konzern selbst eine Vielzahl von Warenanalysen durch. Weiterhin kann der Einzelhandel aufgrund saisonaler Nachfrageschwankungen oder Produktionsverzögerungen beeinträchtigt werden. Längere Lieferzeiten können zu Überbeständen oder zu Versorgungsengpässen führen. Aus diesem Grund werden Markt- und Ausfallrisiken laufend beobachtet bzw. neue Lieferanten akquiriert. Durch die Ausweitung des Lieferantenportfolios können neue Produkte zur Kundengewinnung angeboten werden. Durch die Inbetriebnahme einer eigenen Seefrachtlogistik werden Abhängigkeiten und Lieferengpässe weiter minimiert. Personalchancen und -risiken Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, können sich Engpässe bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ergeben. Die weiterhin starke Expansion sowie die Erweiterung der Geschäftstätigkeit bieten dem Konzern die Chance, aus einer Vielzahl von geografischen Regionen qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten, sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter, die zu einer langfristigen Bindung an das Unternehmen beitragen. Rechtliche und steuerliche Risiken Rechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen sowie aus kartell- oder patentrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurden, sofern die Verpflichtungen hinreichend konkretisiert sind, Rückstellungen gebildet. Steuerliche Risiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden können. Diese Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch eine angemessene Risikovorsorge berücksichtigt. Informationstechnische Risiken Die Anforderungen unserer Geschäftsprozesse an die Informationstechnologie steigen kontinuierlich, unter anderem durch neue Vertriebskanäle wie den Internethandel oder durch zunehmende Regulierung wie beispielsweise beim Datenschutz. Hieraus resultieren unterschiedliche Risiken, z. B. hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen. Daher wurde, angelehnt an das international anerkannte Rahmenwerk ISO/IEC 27001, ein Managementsystem zur Erkennung und Minimierung dieser Risiken etabliert. Modernste Sicherheitstechnologien werden zum Schutz unserer Systeme und Daten eingesetzt. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um Ausfallzeiten unserer Systeme auf ein Minimum zu verkürzen. Beurteilung der Gesamtrisiken Auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen werden wesentliche Chancen und Risiken diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt und durch die interne Revision überwacht werden. Aus derzeitiger Sicht ergeben sich für den Konzern keine erkennbaren Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den Fortbestand und die Liquidität des Konzerns haben. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Konzerns dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der externen Rechnungslegung, indem mögliche Risiken, die zu einem fehlerhaften Konzernabschluss führen können, rechtzeitig erkannt und minimiert werden. Das interne Kontrollsystem unterteilt sich dabei in vorgelagerte Steuerungskontrollen, Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- bzw. Konsolidierungsprozesses sowie in unabhängige Kontrollen durch interne bzw. externe Revisoren. Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses Kern dieser Kontrollen sind die konzernweit gültigen Bilanzierungsrichtlinien. Diese werden jährlich überarbeitet, mit dem Konzernabschlussprüfer abgestimmt und den dezentralen Landeseinheiten vorgestellt. Innerhalb dieser Richtlinien werden konzernweite Mindestvorgaben zur Durchführung von rechnungslegungsbezogenen Kontrollen definiert, die von den jeweiligen Landeseinheiten zu berücksichtigen sind. Weiterhin wird zur Planung und Steuerung der Konzernabschlusserstellung ein zentraler Terminplan definiert. Dabei werden die Er- stellungs- und Prüfungszeiträume mit den dezentralen Landeseinheiten und mit dem Konzernabschlussprüfer im Vorfeld abgestimmt. Die Termineinhaltung wird zentral überwacht, so dass jederzeit eine Statusverfolgung der Konzernabschlusserstellung sichergestellt ist. Um die Sicherheit der Informationstechnik zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen definiert, die zentral verwaltet werden. Durch die zentrale Vergabe von Berechtigungen wird sichergestellt, dass die Nutzer nur auf die Systeminformationen Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen. Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- und Konsolidierungsprozesses Die Erstellung der Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen erfolgt im Wesentlichen in SAP ERP-Systemen. Haupt- und Nebenbuchhaltungen, wie zum Beispiel die Anlagen- oder die Warenbuchhaltung, sind organisatorisch getrennt. Durch die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen in Verbindung mit definierten Genehmigungsprozessen wird das Vier-Augen-Prinzip bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen gewährleistet. Die originäre Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt in einem zentralen SAP-Konsolidierungssystem (SEM-BCS). Die Datenbereitstellung aus den ERP-Systemen erfolgt im Wesentlichen durch automatisierte Datenflüsse ohne Möglichkeit manueller Eingriffe. Im SEM-BCS werden auf allen Ebenen des Erstellungsprozesses umfangreiche Prüf- und Validierungsroutinen durchgeführt. Darüber hinaus werden die einzelnen Konsolidierungsschritte sowohl systemtechnischen als auch manuellen Kontrollen unterzogen, die in einem SAP basierten Risiko- und Kontrollsystem hinterlegt sind. Diese Kontrollen werden jährlich überarbeitet und stehen dem Konzernabschlussprüfer zur Verfügung. Weiterhin werden vom Konzernabschluss Analysen erstellt und Veränderungen einzelner Positionen im Vergleich zum Vorjahr auf Plausibilität geprüft. Kontrollen durch interne Revision und externe Prüfung In Abstimmung mit den Vorständen entwickelt die Interne Revision einen jährlichen Prüfungsplan, der rollierend die wesentlichen Führungs- und Geschäftsprozesse beinhaltet. Darin enthalten ist die Prüfung des Abschlusserstellungsprozesses in jährlich wechselnden Ländern. Die Prüfung erfolgt dahingehend, ob die konzernweit vorgegebenen Mindestvorgaben an Kontrollen durchgeführt und die entsprechenden Bilanzierungsrichtlinien angewendet wurden. Der Konzernabschlussprüfer der Lidl Stiftung & Co. KG prüft die relevanten Bilanzierungsrichtlinien und stellt sie den lokalen Abschlussprüfern zur Verfügung. Diese prüfen die wesentlichen Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen daraufhin, ob die anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften eingehalten wurden und bestätigen schriftlich deren vollständige Anwendung. Danach prüft der Konzernabschlussprüfer den Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG und erteilt den Bestätigungsvermerk. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 5 Der globale wirtschaftliche Ausblick für das Jahr 2023 hat sich aufgehellt. So wird davon ausgegangen, dass die Industrie bereits im ersten Quartal wieder wächst und Chinas Abkehr von der "Null-Covid"-Politik den globalen Welthandel belebt. Infolgedessen werden sich die Lieferengpässe weiter entspannen. Dämpfend werden sich verschlechterte Finanzierungsbedingungen auf das Wachstum auswirken. Die Wirtschaftsleistung soll weltweit um 2,2% steigen. Für das globale Welthandelsvolumen wird mit einem Anstieg von 0,3% gerechnet. Für die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum überwiegen die Abwärtsrisiken. Die Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Energieversorgungslage ist weiterhin sehr hoch, da das Risiko eines erneuten Anstiegs der Energiepreise aufgrund beschränkter Exportkapazitäten bei Erdgas besteht. Weiterhin werden negative Auswirkungen des Ukraine Kriegs Bestand haben. Demgegenüber besteht die Möglichkeit, dass die zuletzt gesunkenen Großhandelspreise für Energie zu einem schnelleren Rückgang der Inflation und somit einer früheren Erholung der Realeinkommen führen. Zusätzlich wird die Erholung der Nachfrage in China der Exportwirtschaft im Euro-Raum einen Schub geben. Insgesamt wird für das Jahr 2023 im Euro-Raum ein Wachstum von 0,9% erwartet. Die Arbeitslosenquote wird geringfügig auf 6,8% steigen und die Verbraucherpreise dürften in 2023 um 5,9% zulegen. Die Aussichten der deutschen Wirtschaft stehen weiter unter dem Eindruck der hohen Inflation, so dass die Wirtschaftsleistung in 2023 lediglich um 0,4% zunehmen soll. Das schwache Wachstum ist vor allem einer Zurückhaltung beim privaten Konsum sowie bei den Bauinvestitionen zuzuschreiben. Die Verbraucherpreise dürften um 6,0% steigen. Für die privaten Konsumausgaben wird ein Rückgang um 0,9% sowie bei Bauinvestitionen um 3,7% prognostiziert. Entwicklung des Konzerns Die weiterhin hohe Preisentwicklung sowie Unsicherheiten hinsichtlich der Verfügbarkeit bestimmter Waren und Rohstoffe können Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns haben. Die Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung von Inflation und Zinsen wird weiterhin das Konsumverhalten der Verbraucher negativ beeinflussen. Die Planung für das Geschäftsjahr 2023 unterliegt aus diesen Gründen unvorhersehbaren Faktoren, die die aktuelle Prognose beeinflussen können. Für das Geschäftsjahr wird dennoch von einem moderaten Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. Der Konzern wird auch im neuen Geschäftsjahr weiter in den Ausbau des Filialnetzes investieren. Trotz der genannten Unsicherheiten sowie steigender Finanzierungskosten erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau.
Neckarsulm, den 16. Mai 2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lidl Stiftung & Co. KG Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Lidl Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Die Gesellschaft nimmt im Hinblick auf die Befreiungswirkung des Konzernabschlusses gem. § 291 HGB und gem. § 264 Abs. 4 HGB i.V.m. § 264 Abs. 3 HGB für die Rechnungslegungspflicht bestimmter Tochtergesellschaften die Erleichterung des § 13 Abs. 3 Satz 1 PublG nicht in Anspruch, hat jedoch entgegen der dann aus § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB i.V.m. § 13 Abs. 2 PublG resultierenden Verpflichtungen im Konzernanhang die Gesamtbezüge der Organe nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den für Unternehmen i.S.d. § 11 PublG, die unter § 13 Abs. 3 Satz 2 PubIG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heilbronn, 17. Mai 2023 Ernst
& Young GmbH
WERLING PETER, Wirtschaftsprüfer MUTSCHLER BENJAMIN, Wirtschaftsprüfer |
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