BFC Body-Fit-Center Hofheim GmbH
Selbe AdresseErbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Timo Halm seit 26.5.2023 | Prokura |
Hans Volz seit 16.4.2021 | Geschäftsführer |
Bernd Drews seit 18.4.2013 | Prokura |
Raza Ali Agha seit 28.10.2011 | Prokura |
Klaus Josef Kobold seit 16.11.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Kobold Holding Gesellschaft m.b.H. | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kobold Messring GmbHHofheim am TaunusJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz auf den 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anlagevermögen für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Kobold Messring GmbH, Hofheim am Taunus, registriert beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 29376, zum 31. Dezember 2023 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Bei der Kobold Messring GmbH handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Die in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder wahlweise im Anhang anzubringenden Vermerke wurden zwecks größerer Klarheit und Übersichtlichkeit insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. II. Bilanzierung und Bewertung Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger linearer Abschreibungen, die sich nach den erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern richten. Erworbene Software wird über drei Jahre abgeschrieben. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Die Abschreibungen erfolgen linear und richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern betragen grundsätzlich:
Alle eigenständig nutzbaren beweglichen Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten nicht mehr als EUR 800,00 betragen, werden im Jahr der Anschaffung zu 100 % abgeschrieben. Die Aufzeichnungspflicht wird erfüllt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Für lange Lagerdauern und fehlende Gängigkeit werden auf der Grundlage einer jährlichen Reichweitenanalyse entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten ermittelt. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und der Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Das Niederstwertprinzip ist beachtet; eine verlustfreie Bewertung ist gewährleistet. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel sind zu Nennwerten aktiviert. Erkennbaren Risiken ist durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; darüber hinaus ist das allgemeine Kreditrisiko durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf Forderungen berücksichtigt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktiv- und Passivseite Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Ein Teil der bisher zurückgestellten Pensionsverpflichtungen kam in 2022 unter Verrechnung des aktivierten Deckungskapitals zur Auszahlung. Die noch verbliebene Pensionsrückstellung wurde weiterhin zum Erfüllungsbetrag unter Anwendung des versicherungs-mathematischen modifizierten Teilwertverfahrens bewertet. Für die Rückstellungen von Altersversorgungsverpflichtungen ist gemäß § 253 HGB der Rechnungszins auf der Grundlage eines 10-Jahresdurchschnitts maßgeblich. Zum 31. Dezember 2023 ist daher ein Zinssatz von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag zur Berechnung mit 7-Jahresdurchschnitt beträgt im Geschäftsjahr EUR 1.605. Die angenommene Rentensteigerung beträgt wie im vergangenen Jahr 2%. Als biometrische Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Als Rechnungszins für die Handelsbilanz (BilMOG) wurde der von der Deutschen Bundesbank jeweils veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB verwendet. Dabei kam die sog. "Vereinfachungsregelung" zur Anwendung. Der Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung beträgt TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 7). Die übrigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden aufgrund einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Abzinsung war nicht erforderlich, da zum Bilanzstichtag alle übrigen Rückstellungen kurzfristig waren. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Umsätze aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen gelten als realisiert, wenn die wesentlichen mit dem Eigentum an diesen Produkten verbundenen Chancen und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind, die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmt werden kann und ein Nutzenzufluss wahrscheinlich ist. Im Zeitpunkt des Abgangs eines Vermögensgegenstandes erfasst die Gesellschaft die Differenz zwischen Verkaufserlös und Buchwert erfolgswirksam. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz des Berichtsjahres Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagengitter zu entnehmen. Umlaufvermögen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 645 (Vorjahr: TEUR 681) sowie gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.064 (Vorjahr: TEUR 1.590) sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Berichtsjahr ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Davon bestehen in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 25) Forderungen gegen die Gesellschafterin Kobold Holding Gesellschaft m.b.H., Wien. Gegenüber dem ultimativen Gesellschafter, Herrn Klaus Kobold, bestehen im Berichtsjahr keine Forderungen (Vorjahr: TEUR 91). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten einen Teilbetrag von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 4) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Weiterhin bestehen Forderungen aus dem Anspruch auf Erstattungen für Forschungszulagen gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 179 und aus debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 33). Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen mit TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 26) auf Gewährleistungsrisiken, mit TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 40) auf Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft), mit TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 62) auf Jahresabschlusskosten, mit TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 9) auf Provisionsverpflichtungen gegenüber Repräsentanten, mit TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 42) auf Urlaubsverpflichtungen, sowie mit TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 48) auf ausstehende Rechnungen. Aufgrund des positiven Jahresergebnisses wurden Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 504 (Vorjahr: EUR 434) gebildet. Verbindlichkeiten Einzelheiten über die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel (in TEUR): 2023
Zum Vergleich 2022
Die Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.257 (Vorjahr: TEUR 43) sind durch Grundschulden auf Betriebsgrundstücke, selbstschuldnerische Bürgschaften des Herrn Klaus Josef Kobold sowie eine Bürgschaft der Kobold Holding Gesellschaft m.b.H. besichert. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12.283 (Vorjahr: TEUR 12.208) entfallen TEUR 11.582 (Vorjahr: TEUR 11.518) auf Darlehen und TEUR 701 (Vorjahr: TEUR 690) auf Lieferungen und Leistungen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2), Erträge aus Sachbezügen in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 85) sowie Erträge aus der Weiterbelastung an Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 88). Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung beinhalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 46). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 7). Von den Zinserträgen entfallen - wie im Vorjahr - TEUR 11 auf ein Darlehen gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen betreffen mit TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 178) Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen enthalten TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 7) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. V. Sonstige Pflichtangaben Anteilsbesitz Die Gesellschaft besitzt zum 31. Dezember 2023 an folgenden Gesellschaften mindestens den fünften Teil der Anteile: Kobold Instruments, Inc., Pittsburgh, Pennsylvania/USA
Beziehungen zum Mutterunternehmen Die Gesellschaft ist gemäß § 271 Abs. 2 HGB ein verbundenes Unternehmen der Kobold Holding Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich. Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Kobold Holding Gesellschaft m.b.H. einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird beim Handelsgericht Wien unter der Firmenbuchnummer FN 151437 b hinterlegt. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Wartungs-, Instandhaltungs- und Leasingverträgen sowie sonstigen Dauerschuldverhältnissen in Höhe von TEUR 837 (Vorjahr: TEUR 902). Die Verträge enden zwischen 2024 und 2029. Die Abnahme der Verpflichtungen ist im Wesentlichen auf die Verringerung der Laufzeit des Mietvertrages des Standortes in Gießen und die Verringerung der Laufzeiten der Leasingverträge zurückzuführen. Die Verpflichtung aus Mietverträgen betrifft im Wesentlichen die Mietzahlung für das Gebäude unseres Werks in Sindelfingen und die seit Juli 2021 für fünf Jahre angemieteten Büroräume in Gießen. Die Verpflichtungen aus Wartungs-, Instandhaltungs- und sonstigen Leasingverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Pkw-Leasingverträge sowie Vereinbarungen über Gebäudemanagement, Leasing und Wartung von Betriebs- und Geschäftsausstattungen und Technischen Anlagen und Maschinen. Zweck und Vorteil der Verträge sind die Verbesserung der Liquidität sowie steuerliche Gesichtspunkte. Aufgrund der Art und Laufzeit der Verträge sind keine besonderen Risiken erkennbar. Haftungsverhältnisse Es besteht zusammen mit der Kobold Holding Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich, der Interin Ingenieur- und Vertriebsbüro GmbH & Co. KG, Hofheim am Taunus, der Kobold Instruments GmbH, Hofheim am Taunus, sowie der Heinrichs Messtechnik GmbH, Köln, eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft aus Kreditlinien gegenüber verschiedenen Kreditinstituten in Höhe von Mio. EUR 11,1 (Vorjahr: Mio. EUR 11,1). Zum Bilanzstichtag wurden insgesamt von diesem Kreditrahmen TEUR 3.550 (Vorjahr: TEUR 2.296) von den Gesellschaften in Anspruch genommen. Aufgrund der finanziellen Verhältnisse der Schuldner liegen keine Anhaltspunkte für eine Inanspruchnahme der Kobold Messring GmbH vor. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Davon waren im Geschäftsjahr in Werk I durchschnittlich neun Auszubildende und vier Aushilfen und in Werk II durchschnittlich fünf Aushilfen beschäftigt. Geschäftsführung Die Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr waren: Herr Klaus Josef Kobold, Hergiswil/Schweiz, Diplom-Ingenieur Herr Hans Volz, Freudenstadt, Diplom-Ingenieur (FH) Die Geschäftsführer übten die Tätigkeit als Geschäftsführer hauptberuflich aus. Sie sind alleinvertretungsberechtigt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB Von den frei verfügbaren Rücklagen in Höhe von TEUR 6.219 sowie dem Bilanzgewinn per 31. Dezember 2023 von TEUR 11.598 (zusammen: TEUR 17.817) darf ein Teilbetrag von TEUR 2 aufgrund des Unterschiedsbetrags zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn bzw. sieben Jahre gem. § 253 Abs. 6 HGB nicht ausgeschüttet werden. Nachtragsbericht Die Folgen und Auswirkungen des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine sowie die Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und dem Staat Israel beeinflussen die Gesamtwirtschaft weiterhin negativ. Dies und die noch immer nicht gänzlich überwundene Inflation bergen weiterhin unvorhersehbare Risiken. In den ersten Monaten des Jahres 2024 stehen wir deutlich zurückhaltenderen Märkten gegenüber.
Hofheim am Taunus, den 30. Juni 2024 Die Geschäftsführung Klaus Josef Kobold Hans Volz Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen Die Kobold Messring GmbH ist das Herzstück der weltweit vertretenen Kobold-Gruppe, die sich mit der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Durchfluss-, Druck-, Füllstand- und Temperaturmess- und Temperaturüberwachungsgeräten beschäftigt. Zur Abrundung des Programms wurden in den letzten Jahren die Produktbereiche Analysetechnik und Feuchte ergänzt. Die Gesellschaft, mit Sitz in Hofheim und einem Zweitwerk in Sindelfingen, beliefert sowohl Kobold-Schwestergesellschaften, als auch Endkunden im In- und Ausland. Der Vertrieb der Kobold-Produkte erfolgt somit weltweit in nahezu alle industriellen Bereiche. Dabei werden die Geräte hauptsächlich in kleineren Stückzahlen verkauft und damit eine relative Unabhängigkeit von Branchen und Großkunden erreicht. Die Kunden werden telefonisch oder auch vor Ort von einer Mannschaft hoch qualifizierter Vertriebsingenieure beraten. Die Gesellschaft entwickelt neue Produkte im eigenen Haus oder in Zusammenarbeit mit Ingenieurbüros, Universitäten und Instituten. Jährlich neue Produkte belegen die innovative Kreativität unserer Entwicklungsingenieure. Viele Geräteentwicklungen wurden durch Kundenwünsche angeregt und so entwickelt, dass sie auch als Standardgerät in unser Produktprogramm übernommen werden konnten. Der derzeit mit 13 Mitarbeitern besetzten F&E-Abteilung stehen modernste Computerprogramme, wie Inventor (3D CAD), Auto CAD (2D CAD), Althium Designer, C++, C, Spice (Leiterplatten-Design-Software) und Simulationsprogramme zur Verfügung. In 2022 bekamen wir von Bundesministerium für Forschung und Entwicklung das BSFZ-Siegel für innovative Unternehmen verliehen. In Gießen haben wir eine eigene Serienentwicklung für Hard- und Software, welche sich hauptsächlich auf die Neuentwicklungen konzentriert. Die Validierungen und Freigaben erfolgen im Hauptsitz in Hofheim. Durch diese Entkopplung können die Neuentwicklungen vorangetrieben werden ohne den Einfluss durch das Tagesgeschäft. Die Koordination und Terminsteuerung erfolgt durch die Hauptentwicklungsabteilung in Hofheim. Die KOBOLD Messring GmbH lässt fast alle Einzelteile für Kobold-eigene Geräte außer Haus fertigen. Mit den meisten Lieferanten bestehen jahrelange Geschäftsbeziehungen. Sie kommen aus dem In- und Ausland. Für die einzelnen Geräte kann somit auf die jeweils optimale technische Fertigungsmöglichkeit, ohne Rücksicht auf den vorhandenen Maschinenpark, zugegriffen werden. Ein kleiner, eigener Maschinenpark mit vier Bearbeitungszentren erhöht die Flexibilität. Das im 1. Quartal 2023 erworbene 5-Achsen-Bearbeitungszentrum ließ uns komplexe Einzelteile noch rationaler herstellen und die Abhängigkeit externer Lieferketten reduzieren. Im Hause Kobold erfolgt dann die Montage und Justage der Geräte; d. h. die Qualitätskontrolle liegt in der eigenen Hand. Hierzu stehen selbsterstellte Prüfstände zur Verfügung, die kontinuierlich den aktuellen Anforderungen angepasst und überwacht werden. Die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung vorhandener Produkte war auch im Jahre 2023 ein wesentlicher Schwerpunkt der gesamten unternehmerischen Aktivitäten der Gesellschaft. Unsere Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung ist für die - aufgrund durchgeführter Markt-Bedarfs-Analysen - in Auftrag gegebenen Geräte-Neuentwicklungen verantwortlich. Soweit Kapazität und Know-how es erlauben, werden Geräte-Neuentwicklungen primär selbständig durchgeführt. Externe Firmen bzw. Institute werden grundsätzlich nur als Unterauftragnehmer für Arbeitspakete innerhalb einer Geräteentwicklung helfend in Anspruch genommen. In 2023 konnten diverse neue Produkte in den Markt gebracht werden. Das konstant hohe Qualitätsniveau unserer Produkte wird durch die strikte Einhaltung internationaler Qualitätsstandards gewährleistet. Die Zertifizierungen nach der Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU, der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU für explosionsgefährdete Bereiche und auch das Qualitätsmanagementsystem DIN EN ISO 9001:2015 erfüllen die aktuellen Anforderungen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Deutschland verzeichnet seit der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im EURO-Raum. Zwar kam Deutschland noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie, während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Der private Verbrauch ging aufgrund der hohen Inflationsrate und der damit sinkenden Kaufkraft der privaten Haushalte zurück. Abweichend von den anderen großen EU-Ländern sanken auch die staatlichen Konsumausgaben deutlich, weil pandemiebedingte Sonderausgaben wegfielen. Die schwache Weltkonjunktur spiegelte sich schließlich in einem Rückgang der Exporte wider. Auch die Investitionen gingen im 4 Quartal 2023 verglichen mit dem Vorquartal deutlich zurück. Bauinvestitionen nahmen um 1,7% ab, die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge gingen zum Jahresende mit 3,5% sogar noch deutlicher zurück. Viele Branchen, wie der Maschinenbau, die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie von Metallerzeugnissen und die chemische Industrie hatten Einbußen zu verzeichnen. Im 4.Quartal 2023 waren rund 46,2 Millionen Personen in Deutschland erwerbstätig. Ohne Bereinigung um saisonale Effekte stieg die Zahl der Erwerbtätigen im 4.Quartal 2023 gegenüber dem 3.Quartal 2023 um 161.000 Personen. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte damit erneut einen historischen Höchststand. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in 2023 um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr (2022: +3,1 %). Die globale Industrieproduktion nahm um 1,4 % zu (2022: +2,9 %). Die weltwirtschaftliche Entwicklung verlief im Jahr 2023 insgesamt gedämpft, aber mit erheblichen regionalen Unterschieden. Während sich das Wachstum des BIP in den USA nach einem moderaten ersten Halbjahr im dritten Quartal deutlich beschleunigte, stagnierte das BIP in der europäischen Union (EU) weitgehend. In den USA wurde die private Nachfragedurch den Abbau von Ersparnissen, die steigende Beschäftigung und wachsende Löhne gestützt. In der EU hielten sich die Verbraucher trotz der soliden Arbeitsmärkte angesichts der gestiegenen Strom- und Gaspreise und der Unsicherheit des Kriegs in der Ukraine mit Ausgaben zurück. In Asien verlief die Konjunkturentwicklung uneinheitlich. In China folgte auf einen dynamischen Jahresauftakt im 1.Quartal ein schwaches Wachstum im Rest des Jahres. Die chinesische Inlandsnachfrage blieb aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit im Umfeld der Immobilienkrise verhalten und das Exportgeschäft litt unter der Schwäche der Weltkonjunktur. In Japan zog die Konjunktur wegen des schwächeren Wechselkurses, eines wachsenden privaten Verbrauchs und der hohen Automobilnachfrage aus dem In- und Ausland vorübergehend an. Der AMA-Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. befragte seine Mitglieder im Januar 2024 zur wirtschaftlichen Entwicklung des zurückliegenden Geschäftsjahres. Die AMA-Mitglieder erwirtschafteten ein Umsatzplus von sechs Prozent verglichen mit dem Vorjahresergebnis. Die Auftragseingänge gingen im gleichen Zeitraum um drei Prozent zurück. Im Jahr 2023 verringerten sich die Lieferengpässe bei Halbleitern und anderen kritischen Zulieferprodukten spürbar für die Mehrheit der AMA-Mitglieder. Die meisten Sensorik-Spezialisten sind mittlerweile in der Lage, ihren Bedarf wieder problemlos zu decken. 2.2. Entwicklung der Gesellschaft Die Gesellschaft konnte den positiven Trend aus den letzten zwei Jahren fortsetzen und die Umsätze erneut um 3,2 % (Vorjahr 8,25 %) steigern. Mit TEUR 21.876 übertraf die Gesellschaft die Umsätze des Vorjahres (TEUR 21.198) um TEUR 678. Damit lag sie weiter im Trend der Branche, aber entgegen der Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes, dass in 2023 um 0,3 % sank. Der Jahresüberschuss von TEUR 1.171 lag jedoch knapp unter dem Vorjahresergebnis (TEUR 1.286). Ausschlaggebend hierfür waren vor allem der Anstieg des Personalaufwands, der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie der Zinsaufwendungen. Der steigenden allgemeinen Inflation sowie der positiven Entwicklung der Gesellschaft wurde mit einer 5%igen Lohnerhöhung Rechnung getragen. Zudem trennte sich die Gesellschaft von Mitarbeitern, für die Abfindungen gezahlt wurden und erhöhte Rechts- und Beratungskosten anfielen. Mit insgesamt durchschnittlich 163 Mitarbeitern in 2023 waren exakt genauso viele Mitarbeiter beschäftigt wie im Vorjahr (Vorjahr: 163). Allerdings ergab sich im Werk Sindelfingen im ersten Halbjahr durch Umstrukturierungsmaßnahmen eine Verringerung des Mitarbeiterstamms, während der Personalbestand im Hauptwerk Hofheim sowohl im gewerblichen als auch im Angestellten-Bereich leicht aufgestockt wurde. Nach zwei Jahren der Pandemie und der im vergangenen Jahr verhalten anlaufenden Messebranche stiegen auch die Ausgaben für Messe- und Reisekosten im Berichtsjahr wieder. Insgesamt stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 14,1%. Das Rohergebnis (Netto-Umsatz ohne sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand inkl. Bestandsveränderungen) erhöhte sich um TEUR 339 (0,4 %) von TEUR 13.618 im Vorjahr auf TEUR 13.957. 2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3.1. Ertragslage Mit einer Umsatzsteigerung von 3,2 % blieb die Gesellschaft im Rahmen der Prognose aus 2022. Auch das Ergebnis vor Steuern - prognostiziert mit mindestens 1 % bezogen auf die Umsatzerlöse - notierte im Berichtsjahr mit 7,3 % deutlich über Plan. War das Verhältnis der Umsatzsteigerungen im Vorjahr im In- (7,7 %) und Ausland (8,8 %) noch sehr ausgeglichen, lag es im Berichtsjahr weit auseinander. Während die Auslandsumsätze um 10,5% gesteigert werden konnten, mussten bei den Inlandsumsätzen Einbußen in Höhe von 5,8 % hingenommen werden. Die Steigerung der Exportumsätze wurde erneut vorrangig mit der Steigerung von Umsätzen in der EU (13,1 %) erwirtschaftet. Doch auch die Umsätze mit Drittländern spielten im Berichtsjahr mit einer Steigerung von 8,2 % eine wichtige Rolle. Innerhalb der Konzerngesellschaften zeigt sich ein anderes Bild. Hier sind die Umsätze mit Gesellschaften aus einem Drittland deutlich stärker angestiegen als die mit Gesellschaften aus einem EU-Land. Aus der Kobold-Gruppe haben bspw. die Gesellschaften in Indien, Südkorea und den USA ihre Umsätze mit der berichtenden Gesellschaft um rund 68 %, 38 % bzw. 27 % steigern können. Doch auch die Umsätze mit unseren Gruppengesellschaften aus der EU wie bspw. Spanien (+35 %), Ungarn (+37 %) oder Italien (+23 %) haben sich gegenüber dem Vorjahr in vergleichbarer Höhe gesteigert. Im Einzelnen erhöhten sich die EU-Umsätze um TEUR 707 (13,1 %) auf TEUR 6.108 (Vorjahr: TEUR 5.402) und die Umsätze mit Drittländern um TEUR 507 (8,2 %) auf TEUR 6.688 (Vorjahr: TEUR 6.181). Die Inlandsumsätze sanken um TEUR 535 (5,6 %) auf TEUR 9.080 (Vorjahr: TEUR 9.615). Die Exportquote der Gesellschaft erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,8%- Punkte auf 58,5 %. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Gesamtleistung) erhöhte sich nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr (35,6 %) um 0,8 %-Punkte auf 36,4 %. Mit 63,8% (Vorjahr 64,2%) blieb auch das Rohergebnis auf konstantem Niveau. Die Umsatzrentabilität sank dahingegen im Berichtsjahr um 0,7 % -Punkte auf 5,4 % (Vorjahr: 6,1 %). Mit TEUR 418 haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge (s. b. E.) im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 175) mehr als verdoppelt. Ursache hierfür sind Forschungszulagen nach dem Forschungszulagengesetz für die Jahre 2020 bis 2022, die die Gesellschaft beim Bundesministerium für Bildung und Forschung beantragt hatte. Diese Zulagen wurden in 2023 positiv beschieden und in 2024 über das Finanzamt mit der Körperschaftssteuerverbindlichkeit 2022 verrechnet. Auch die positive Bestandsveränderung in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR -39) konnte im Berichtsjahr zu einer Verbesserung des Gesamtergebnisses beitragen. Dahingegen wurden im Berichtsjahr keine Eigenleistungen aktiviert (Vorjahr: TEUR 2). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich mit TEUR 419 erstmals seit der Corona-Pandemie wieder um einen zweistelligen Prozentsatz (14 %). Wurden in 2022 noch Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.966 ausgewiesen, wurde im Berichtsjahr mit TEUR 3.385 fast wieder das Vorkrisen-Niveau von 2019 (TEUR 3.546) erreicht. Die Messekosten stiegen im Berichtsjahr erneut um TEUR 37 auf TEUR 57 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 20). Die in Pandemie-Zeiten verstärkte Präsenz im Internet (Google) wurde weiter vorangetrieben, die Werbekosten stiegen dadurch nochmals von TEUR 78 um 114 % auf TEUR 130. Der Fachkräftemangel spiegelt sich weiterhin in den Kosten für Personalanzeigen wider, die im Berichtsjahr zwar mit TEUR 24 rund 23% niedriger waren als im Vorjahr (TEUR 31), sich aber immer noch auf einem hohen Niveau befinden. Die Kosten für Fremdpersonal sind im Berichtsjahr mit TEUR 239 (Vorjahr TEUR 167) erneut angestiegen. Zum einen haben wir weiterhin, wie in den Vorjahren, in die Entwicklung innovativer Produkte investiert, zum anderen unser Know-how für das immer mehr in den Vordergrund rückende Thema Compliance mit externer Beratung erweitert. Aufgrund der bereits erwähnten Gehaltserhöhung von 5% stieg sowohl der Personalaufwand um TEUR 415 auf TEUR 8.635 (Vorjahr: TEUR 8.220), als auch die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/ Gesamtleistung) auf 39,4%. Mitte 2023 wurden kurzfristige Bankdarlehen aufgenommen, die dazu führten, dass der Zinsaufwand gegenüber Kreditinstituten im Geschäftsjahr auf TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 0) anstieg. Diese kurzfristigen Bankdarlehen werden Mitte 2024 zurückgeführt. Ein noch verbliebenes langfristiges Bankdarlehen wird in 2024 komplett getilgt werden. Der Zinsaufwand gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 179 blieb gegenüber dem Vorjahr (TEUR 178) konstant. Im Berichtsjahr 2023 wurden Darlehen bzw. Zinsen in Höhe von TEUR 340 an die Kobold Holding GmbH zurückgezahlt. Dem standen gleichzeitig Neubelastungen in Höhe von TEUR 404 entgegen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von TEUR 1.571 ergibt sich, wie im Vorjahr (TEUR 1.797), im Wesentlichen aus der operativen Tätigkeit des Unternehmens. Trotz gestiegener Umsätze (+TEUR 679) ist der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausschlaggebend dafür, dass das Ergebnis vor Steuern des Berichtsjahres um TEUR 226 geringer ausfiel als im Vorjahr. 2.3.2. Finanzlage Nach wie vor verfügt die Gesellschaft zusammen mit der Kobold Holding Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich, der Interin Ingenieur- und Vertriebsbüro GmbH & Co. KG, Hofheim am Taunus, der Kobold Instruments GmbH, Hofheim am Taunus, sowie der Heinrichs Messtechnik GmbH, Köln, über Kreditlinien in Höhe von insgesamt Mio. EUR 11,1 (Vorjahr: Mio. EUR 11,1) bei verschiedenen Kreditinstituten. Insgesamt wurde von diesem Kreditrahmen zum Bilanzstichtag ein Betrag in Höhe von TEUR 3.550 (Vorjahr: TEUR 2.296) in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag nahm die Kobold Messring GmbH vom bestehenden Kreditrahmen TEUR 1.534 (Vorjahr TEUR 43), die Heinrichs Messtechnik GmbH TEUR 56 (Vorjahr TEUR 293) und die Kobold Holding GmbH TEUR 1.960 (Vorjahr TEUR 1.960) in Anspruch. Der Finanzmittelbestand der Gesellschaft hat sich in 2023 im Wesentlichen aufgrund der Aufnahme zweier kurzfristigen Bankdarlehen in Höhe von insgesamt TEUR 1.250 von TEUR 1.462 im Vorjahr auf TEUR 2.483 im Geschäftsjahr 2023 erhöht. Dies ermöglichte der Gesellschaft, die in 2023 anfallenden Investitionen zu tätigen und darüber hinaus noch fällige Steuerverbindlichkeiten zu bedienen. In 2024 wird es der Gesellschaft möglich sein, im Rahmen einer geplanten Komplexitätsreduzierung der Finanzstruktur im Konzern, die kurzfristigen Darlehen wieder abzulösen und darüber hinaus auch einen nicht unerheblichen Teil der Verbindlichkeiten gegenüber der Kobold Holding GmbH abzulösen. Damit ist sichergestellt, dass die Kobold-Gruppe zukünftiges Wachstum sowie das Umlaufvermögen solide finanzieren kann. Das Vertrauen unserer Banken verschafft uns die nötigen finanziellen Spielräume, um auch künftig schnell auf sich bietende Marktchancen zu reagieren. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach DRS 21 notiert mit TEUR -161 über dem Niveau des Vorjahres. Aus dem Cashflow wurde insbesondere die Erhöhung des Bestandes an Vorräten finanziert. 2.3.3. Vermögenslage Das Gesamtvermögen des Unternehmens ist mit EUR 33,4 Mio. im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 31,1 Mio. um rd. EUR 2,3 Mio. angestiegen. Diese Erhöhung resultierte, wie im Vorjahr, im Wesentlichen aus der Aufstockung der Vorräte um weitere 1.934 TEUR auf nunmehr TEUR 16.025 (Vorjahr: TEUR 14.091) und darüber hinaus aus der Zunahme der Guthaben aus Bankvermögen um rund 1.020 TEUR. Die beantragten Forschungszulagen in Höhe von TEUR 179 führten zu einem Anstieg der sonstigen Forderungen. Die Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften verringerten sich dahingegen im Berichtsjahr um TEUR 525 auf TEUR 1.064. Dem gegenüber standen auf der Passivseite die Thesaurierung des Vorjahresgewinns von TEUR 1.286 und die Aufnahme der bereits erwähnten Bankdarlehen TEUR 1.250.gegenüber. Die Abschreibungen übersteigen auch in diesem Jahr wieder die Nettoinvestitionen, sodass sich das Anlagevermögen nochmals von TEUR 13.055 um TEUR 227 auf TEUR 12.828 verringert hat. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Anschaffung eines Hochleistungsbearbeitungszentrums im Berichtsjahr im Rahmen einer Leasingvereinbarung und nicht eines Kaufs abgewickelt wurde. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich in 2023 um TEUR 43 auf TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 58). Dies ist im Wesentlichen auf die Erneuerung bzw. Erweiterung von Serviceverträgen und Lizenzen im EDV-Bereich zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen waren in 2023 rückläufig und verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 257 um TEUR 33 auf TEUR 224. Es waren in 2023 weniger ausstehende Rechnungen zu bilanzieren als im Vorjahr. Sie verringerten sich um TEUR 22 von TEUR 57 im Vorjahr auf TEUR 35 im Berichtsjahr. Während auch die Urlaubsrückstellungen um TEUR 13 auf TEUR 29 sanken, blieben alle anderen Rückstellung nahezu konstant. Die Rückstellungen für Jahresabschlussarbeiten stagnierten bei TEUR 62, die Mitarbeiter-Rückstellungen bei TEUR 29. Aufgrund des erneut positiven Ergebnisses waren in 2023 nochmals höhere Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 504 (Vorjahr: TEUR 434) zu bilden. Die langfristigen Darlehen wurden bis auf einen Restbetrag in Höhe von TEUR 7 zurückgezahlt. Dieser Restbetrag wird in 2024 restlos getilgt. Aufgrund der kurzfristigen Darlehen haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 1.214 auf TEUR 1.257 (Vorjahr: TEUR 43) erhöht. Beide kurzfristigen Darlehen werden in 2024 ebenfalls getilgt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich geringfügig um TEUR 75 auf TEUR 12.283 (Vorjahr: TEUR 12.208) erhöht. Davon waren allein Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen in Höhe von TEUR 52. Auch die Verbindlichkeiten gegenüber der Kobold Holding Gesellschaft m.b.H, Österreich, wuchsen um TEUR 64 auf TEUR 11.582 an. Durch den ausgewiesenen Jahresüberschuss erhöhte sich das Eigenkapital um TEUR 1.171 auf TEUR 17.946 (Vorjahr: TEUR 16.775). Die Eigenkapitalquote sank jedoch aufgrund der kurzfristigen Kreditaufnahme um 0,2 %-Punkte auf 53,7 % (Vorjahr: 53,9%). 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht In seinem Frühjahrsgutachten prognostiziert der Sachverständigenrat für Deutschland nur einen geringen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes für 2024 von 0,2 %. Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland hat sich weiter verlangsamt. Die Inflation im EURO-Raum ist ebenfalls deutlich zurückgegangen. Die EZB hat Anfang Juni 2024 die erste Zinssenkung seit langer Zeit durchgeführt. Trotzdem prognostiziert auch das RWI für die Weltwirtschaft nur ein moderates Wirtschaftswachstum. Dabei wird die Konjunktur in den USA wohl robust bleiben, auch wenn sie sich leicht abschwächen dürfte. Eine Gefahr sehen alle Sachverständigen darin, dass sich der Konflikt im Nahen Osten auf die ölexportierenden Länder ausweitet und der Krieg in der Ukraine eskaliert. Energieengpässe und kräftige Preissteigerungen könnten die Folge sein. Hinzu kommt, dass in immer mehr Ländern, vor allem in Europa, die wirtschaftspolitische Unsicherheit wächst. Grundsätzlich sind die Aussichten für die konjunkturelle Entwicklung in 2024 gedämpft. Dafür spricht, dass die anhaltend hohen Energie- und Rohstoffpreise für die Unternehmen und Haushalte in 2024 hoch bleiben. In der bereits erwähnten Umfrage des AMA-Verbands für Sensorik und Messtechnik zur wirtschaftlichen Entwicklung in 2024 schauen die AMA-Mitglieder verhalten positiv in das Geschäftsjahr 2024 und rechnen mit einem Umsatzwachstum von 2 Prozent. Die Gesellschaft hat sich in 2022 und 2023 ein gutes Polster bezüglich der Vorräte geschaffen und plant die liquiditätswirksamen Vorteile in 2024 nun zu Ihren Gunsten nutzen. Unter Einbeziehung der heute bekannten Einflussfaktoren geht die Geschäftsleitung davon aus, dass trotz Energiekrise, des Krieges in der Ukraine, fehlender Fach- und Arbeitskräfte sowie unsicherer wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen die Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren grundsätzlich weiterhin positiv verlaufen wird, jedoch in abgeschwächter Form. Speziell in 2024 wird sich die Umsatzentwicklung jedoch abschwächen und planmäßig im unteren einstelligen Prozentbereich unter das Umsatzniveau von 2023 zurückfallen, was insbesondere den jüngeren Entwicklungen der Krise in Europa und speziell in Deutschland geschuldet sein wird. Entsprechend wird für 2024 lediglich ein Gewinn vor Steuern (EBT) von rund 1 % bezogen auf den Umsatz erwartet. 3.2. Chancenbericht Chancen sehen wir in der immer stärker werdenden Automatisierung der Industrie und der Nachfrage nach intelligenten Sensoren. Viele Automatisierungsideen werden derzeit realisiert und unsere Kunden suchen nach passender Sensorik. Wir werden kontinuierlich unsere elektronischen Produkte an die Anforderungen der Industrie 4.0 anpassen und somit Zugang zu neuen Märkten und Anwendungen erschließen. Weitere Ausbaumöglichkeiten sehen wir im Export, der aber durch die derzeitige weltpolitische Lage von uns nicht ausreichend bearbeitet werden kann. In der Kobold-Gruppe wurde in 2023 begonnen den lateinamerikanischen Markt über Kobold USA neu zu strukturieren. Die Entwicklung patentierter innovativer Prozessinstrument-Produkte unserer Schwestergesellschaft Heinrichs werden uns Zugang zu neuen Marktsegmenten ermöglichen. Der Bereich Wasserstoff konnte hierbei ausgebaut werden. Durch die jährliche Markteinführung neuer innovativer Produkte können kontinuierlich neue Märkte erschlossen werden und zusätzliche Umsätze generiert werden. Durch Ausweitung der Zulassungen unserer Produkte können neue Branchen und Zielgruppen erschlossen werden und dadurch der Neuumsatz gesteigert werden. Aufgrund der Bündelung unserer Einkaufaktivitäten konnten mit Einbeziehung von Kobold China Preisreduzierungen erreicht werden. Die Google Ads Aktivitäten wurden auf die ganze Kobold Gruppe ausgeweitet. Die Neuanfragen und Neukunden konnten durch diese Maßnahmen deutlich gesteigert werden. 3.3. Risikobericht Das Risikomanagement unterstützt die aus Sicht der Gesellschaft wesentlichen Entwicklungen durch Planung und Umsetzung umfangreicher Controlling-Mechanismen. Die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse und Wünsche von Markt und Kunden wird uns helfen, uns auch in einem künftig wirtschaftlich schwierigen Umfeld zu behaupten. Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen über wirtschaftliche Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Sie sind naturgemäß gewissen Risiken unterworfen. Erweisen sich die zugrundeliegenden Annahmen als fehlerhaft, könnten die tatsächlichen Ergebnisse von den Prognosen sowohl positiv als auch negativ abweichen. Wie bereits im Prognosebericht erläutert, ist wie im letzten Jahr aufgrund vieler Einflussfaktoren eine zuverlässige Prognose für das Jahr 2024 nicht zu erstellen. Die zusätzlichen Risiken, die durch diese Faktoren auftreten können, sind vielfältig. Da die Gesellschaft ihre Produkte sehr erfolgreich in nahezu allen Industriebereichen absetzt, besteht auch weiterhin eine große Risikostreuung hinsichtlich der Anzahl der Abnehmer. Abhängigkeiten von Großkunden existieren weiterhin nicht. Es besteht demzufolge keine direkte Abhängigkeit von einer einzelnen Branche oder von einem oder mehreren großen Kunden. Diese Strategie soll auch in den kommenden Jahren beibehalten werden. Das Risiko von Engpässen in der Materialbeschaffung für kritische Teile aus dem Ausland konnten wir geringhalten, indem wir weitere Lieferanten in den Lieferstamm aufgenommen haben. Wir haben den Lagerbestand in 2023 um rund EUR 1,7 Mio. erhöht. Steigende Materialpreise sowie der stetige Preis- bzw. Wettbewerbsdruck können das Ergebnis der Gesellschaft in Zukunft in Form von sinkenden Margen belasten. Höhere Materialpreise über Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben, ist aufgrund der Wettbewerbssituation nicht immer machbar. In den ersten zwei Quartalen 2024 konnten die Einkaufspreise aber gesenkt werden. In den 2 Jahren zuvor lag das Hauptaugenmerk auf der Lieferfähigkeit. Den Engpass bei den elektronischen Bauteilen konnten wir durch ein Re-Design und den Zukauf von Brokerware ausgleichen und damit die Lieferfähigkeit erhalten. Für 2024 hat sich die Situation entspannt. Für die Gesellschaft als einem Anbieter von Messgeräten besteht ein weiteres Risiko im technologischen Fortschritt und der Wettbewerbsfähigkeit der Produkte. Durch konsequente Weiterentwicklungen der Produkte wird diesem Risiko begegnet. Es ist somit sichergestellt, dass Kobold-Produkte immer auf dem aktuellen Stand der Technik sind. Die Gesellschaft untersucht im Rahmen des Risikomanagements die aktuellen Entwicklungen und prüft permanent weitere Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken. Insbesondere wird durch eine ständige Überwachung der Zahlungsfähigkeit von Kunden im Rahmen des Forderungsmanagements eine Minimierung der Ausfallrisiken erreicht. Grundsätzlich geht die Gesellschaft nur überschaubare Risiken ein. Umwelt- und Sicherheitsrisiken aus unseren Aktivitäten und durch unsere Produktionsstätten sind unbedeutend. Zum Zwecke des Risikomanagements ist ein internes Kontrollsystem installiert. Mittels eines periodischen Berichtswesens werden die internen Steuerungsmessgrößen kontinuierlich überwacht und mit den von der Geschäftsführung festgelegten Zielvorgaben verglichen. Bei Abweichungen von den Zielvorgaben werden Maßnahmen zur Korrektur ergriffen. Hinsichtlich der Beurteilung des Fortbestandes und der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens kommen wir zu dem Ergebnis, dass die im Rahmen des Risikomanagementsystems festgestellten Risiken nach unserer Auffassung weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdend sind.
Hofheim am Taunus, den 5. August 2024 Die Geschäftsführung Klaus Josef Kobold Hans Volz Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 der Kobold Messring GmbH, Hofheim am Taunus, wurde von der Gesellschafterversammlung zum Zeitpunkt der Offenlegung am 12.12.2024 festgestellt. Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 11.598.314,83 auf neue Rechnung vorzutragen. "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Kobold Messring GmbH, Hofheim am Taunus Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kobold Messring GmbH, Hofheim am Taunus, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kobold Messring GmbH, Hofheim am Taunus, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, den 5. August 2024 FALK
GmbH & Co KG
Steffen Ahrens, Wirtschaftsprüfer Bastian Wenk, Wirtschaftsprüfer" |
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