Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 100353
Eingetragen
21.2.2002
Branche
Herstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und PappeGroßhandel mit Karton, Papier, Pappe, Schreibwaren und BürobedarfHerstellung von Papier, Karton und Pappe
Gegenstand
Im- und Export, Handel und Vertrieb von Papier und Karton einschliesslich deren Roh- und Hilfstoffe und Verpackungsmaterialien aller Art sowie deren Be- und Verarbeitung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Siekiera
seit 15.2.2024
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

JADE-PACK GMBH

Varel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

3. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

4. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Produktionsstätte der JADE-PACK GMBH befindet sich am Sitz der Gesellschaft in Varel, in welcher im Jahresdurchschnitt 2023 rd. 54 Arbeitnehmer beschäftigt waren. Das Unternehmen versteht sich als innovativer Entwickler, Lieferant und Partner für die Verpackungs-, Druck-, Food- und Nonfoodbranche in allen Fragen hinsichtlich nachhaltiger faserbasierter Verbundstoffe, Kaschier- und Beschichtungslösungen. Die JADE-PACK GMBH entwickelt und produziert auf Basis von faserbasierten Trägermaterialien Verpackungsmaterialien für nachhaltige Verpackungslösungen für den Einsatz in unterschiedlichen Industriebereichen, der Lebensmittelindustrie, als auch bei Verarbeitern und Verpackungsbetrieben. Gemeinsam mit und für unsere Kunden entwickeln wir innovative, wirtschaftlich sinnvolle und grundsätzlich immer recyclingfähige Produktlösungen. Eine zuverlässig hohe Produktqualität stellen wir durch ein qualifiziertes Team, unseren technologischen Vorsprung in der Produktion sowie durch ein Qualitätsmanagementsystem nach internationalen Standards sicher.

Der Kundenstamm setzt sich aus Kartonverarbeitern, Lebensmittelherstellern, Markenartiklern sowie Industrieunternehmen zusammen. In der Produktentwicklung arbeiten wir vertrauensvoll mit unseren Auftraggebern aus diversen Industriebereichen zusammen. Zudem ist das Unternehmen nach Auffassung der Geschäftsführung Teil einer innovationsstarken, mittelständischen Unternehmensgruppe mit hoher Versorgungssicherheit und großem ökologischen Anspruch.

Unsere faserbasierten Laminate für Lebensmittelverpackungen und Industrieanwendungen haben in der Regel einen hohen Anteil an Recyclingfasern und erreichen die erforderliche technische Funktion ohne oder mit extrem geringem Polymereinsatz:

Kreislaufwirtschaft: Grundsätzlich ist die Recyclingfähigkeit eine Voraussetzung für die Entwicklung neuer Produkte

Weitgehender Ersatz von PE und PET durch faserbasierte Laminate bzw. neu entwickelte Beschichtungen

Minimierung des Kunststoffeinsatzes zur Gewährleistung erforderlicher technischer Funktionen, Nutzung ultradünner Monofolien in Verbindung mit wasserbasierten Dispersionen als auch Lebensmittel geeigneten Fluiden.

Die Steuerung des Unternehmens erfolgt anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Jahresergebnis sowie anhand von bilanz -, ertrags- und liquiditätsorientierten Auswertungen aus dem ERP-System zur Unternehmenssteuerung. Weitere, besonders darzustellende bedeutsame finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des § 289 HGB, welche über die im Jahresabschluss bereits enthaltenen Angaben hinausgehen, werden von der Geschäftsführung nicht verwendet.

2. Forschung und Entwicklung

Für die Verbesserung von bestehenden Verpackungen und die Entwicklung von individuellen Verpackungslösungen für die Produkte unserer Kunden steht nach Meinung der Geschäftsführung eine leistungsfähige Produktentwicklung zur Verfügung, die in kurzer Zeit Lösungen erarbeitet und den Kunden entsprechende Muster zur Verfügung stellt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Monatsbericht vom Januar 2024 des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) zeigt, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Gesamtjahres 2023 nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamts preisbereinigt um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Auch im Schlussquartal des Berichtsjahres verzeichnete die Wirtschaft nach vorläufigen Angaben einen rückläufigen Trend. Zu Beginn des Jahres 2024 ist eine Belebung der wirtschaftlichen Dynamik noch nicht messbar, und die kurzfristigen Erwartungen der Unternehmen bleiben branchenübergreifend pessimistisch.

Auch das ifo Institut schätzte die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 als herausfordernd ein. Besonders deutlich war der Rückgang der Wertschöpfung in der Industrie und der Bauwirtschaft. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch einen Mangel an Aufträgen, einen schneereichen Dezember und einen außergewöhnlich hohen Krankenstand beeinflusst.

Aktuell stützt der private Konsum die Konjunktur. Die Inflation verzeichnet seit einem Jahr einen kontinuierlichen Rückgang und erreichte im Februar 2024 mit 2,5% den niedrigsten Wert seit Juni 2021. Zugleich verzeichnen die Lohneinkommen kräftige Zuwachsraten.

Der Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung für das Jahr 2024 skizziert eine anspruchsvolle wirtschaftliche Lage für Deutschland, die durch geopolitische Veränderungen, die Notwendigkeit der Dekarbonisierung und demografische Herausforderungen geprägt sei. Zusätzlich erschwere der über die Jahre aufgebaute Umfang an Bürokratie und Regelungen die wirtschaftliche Entwicklung und eingeleitete Transformation. Die jüngste wirtschaftliche Entwicklung wurde auch maßgeblich durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise, eine ausgeprägte weltwirtschaftliche Schwäche und die spürbaren Effekte einer restriktiveren Geldpolitik beeinflusst.

2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 gestaltete sich entsprechend der Erwartungshaltung zu Beginn des Jahres auch für den Gesamtmarkt faserbasierter Verpackungen und deren Vorprodukte als herausfordernd.

So reduzierte sich der Gesamtabsatz in Tonnen in Europa für Wellpappenrohpapiere als wesentliches Vorprodukt von Wellpappenverpackungen gemäß Branchenverband Cepi um rd. 5% gegenüber 2022. Hier zeigte sich im Jahresverlauf eine Trendumkehr, da einige Monate im zweiten Halbjahr 2023 im Absatz in Tonnen über den entsprechend schwachen Vorjahresmonaten 2022 lagen. Allerding war dieser Trend noch nicht stetig. Der Verband der deutschen Wellpappendindustrie geht von einem Volumenrückgang 2023 vs. 2022 von 6,4% bei seinen Mitgliedern aus.

Auch der Export brachte durch eine eingeschränkte Wettbewerbsfähigkeit in Verbindung mit den hohen Energiepreisen in Europa für die heimischen Hersteller von Wellpappenrohpapieren nur eine begrenzte Entlastung auf der Absatzseite. So reduzierte sich das Außenhandelsdefizit prozentual signifikant blieb aber sehr deutlich positiv.

Im Bereich Faltschachtel meldet der deutsche Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. (FFI) für seine Mitgliedsunternehmen ein Absatzrückgang von 6,2% in 2023 gegenüber Vorjahr und zeigt somit eine entsprechend negative Entwicklung wie in der Wellpappe.

In anderen relevanten Subsegmenten von Verpackungen bzw. Verpackungspapieren zeigen sich sogar noch größere Rückgangsraten. Die Entwicklung bei graphischen Papieren ist nach Meinung der Geschäftsführung sogar als dramatisch einzuschätzen.

Branchenanalysten führen die Volumenrückgange auf Lagerabbau von Fertigware entlang der Supply Chain, auf Verbraucherzurückhaltung aufgrund der hohen Inflation sowie eine insgesamt sehr schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung zurück.

Bei der Preisentwicklung für faserbasierte Verpackung und deren Vorprodukte führte sich die Trendumkehr, die im Herbst 2022 startete, im Jahr 2023 fort. Hervorgerufen durch die Energiepreisexplosion im Jahr 2022 stiegen die Preise auf breiter Front im Jahr 2022 an. Eine entsprechende Beruhigung der Energiemärkte führte zu der erwähnten Trendumkehr, die sich im Jahr 2023 stetig fortsetzte. Dabei ist zu beachten, dass die Preisanpassungen nach oben in 2022 als auch nach unten in 2023 deutlich weniger extrem verliefen als die Entwicklung bei den sogenannten Spotmarktpreisen für Energie, da die Papierhersteller in der Regel langfristig Energie einkaufen und die entsprechenden Effekte auch in Sinne der Endkunden abfedern.

In Summe führte die niedrige Nachfrage in Kombination mit den teils signifikanten Preisrückgängigen, nach Auffassung der Geschäftsführung, zu einer nachhaltig nicht ausreichenden Profitabilität, insbesondere im Bereich der Standardsorten für Papier und Verpackungen. Im Bereich von Spezialanwendungen zeigte sich die Profitabilität bei ebenfalls deutlich negativen Entwicklungen allerdings noch auskömmlich.

3. Geschäftsverlauf und Lage

Das Unternehmen verzeichnete für den Umsatz im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr leichte Zugewinne. Der Jahresfehlbetrag verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr, maßgeblich getrieben durch Entwicklungskosten für neue innovative Produkte als auch einem Anstieg der Rohstoff- und Personalkosten sowie einem deutlichen Lagerabbau gegenüber dem Vorjahr. Die Investitionen in neue Produkte werden ein wichtiger Baustein für die Geschäftsentwicklung der nächsten Jahre sein.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Ergebnis nach Steuern -2.401,0 -1.656,0 -745,0 45,0
Finanzergebnis -224,3 -166,3 -58,0 34,9
Jahresergebnis -2.401,0 -1.656,0 -745,0 45,0

Der Umsatz ist um 0,3 % von TEUR 14.447 im Jahr 2022 auf TEUR 14.484 im Jahr 2023 gestiegen. Der geplante Umsatzanstieg um 4,3 Mio. € auf 18,7 Mio. € konnte aufgrund ausbleibender Nachfrage im Geschäftsjahr nicht erreicht werden.

Der Materialaufwand ist um 1,0 % gestiegen. Damit folgte die Entwicklung des Materialaufwands nahezu der Entwicklung der Umsatzerlöse. Der Personalaufwand ist aufgrund der geplanten Wachstumsstrategie im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 2.925 im Jahr 2022 um 7,4% auf TEUR 3.140 im Jahr 2023 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Geschäftsjahr bei TEUR 2.800 (+4,0 %). Dies resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Preisen beim Verpackungsmaterial und den Ausgangsfrachten.

Das Jahresergebnis beträgt TEUR -2.402 (TEUR -1.656 im Vorjahr). Geplant war ein deutlich besseres Ergebnis mit einem Zuwachs von TEUR 656, im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022, was im Wesentlichen durch die, zuvor beschriebene, ausgebliebende Nachfrage nicht erreicht werden konnte.

b) Finanzlage

Zum Jahreswechsel 2023/2024 existierten zur Finanzierung des Unternehmens neben den Warenschulden und sonstigen Verbindlichkeiten Kredite von Gesellschaftern und Banken. Es stand stets ausreichend Liquidität zur Verfügung.

Im Zuge der Aufrechterhaltung als auch der Optimierung der Produktionsprozesse und Verbesserung der internen Abläufe wurden standardmäßig Ersatzinvestitionen getätigt.

c) Vermögenlage

Wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 7.695,3 8.314,4 -619,1 -7,4
Vorräte 2.590,0 2.712,5 -122,5 -4,5
Kurzfristige Vermögenswerte 820,7 470,4 350,3 74,5
Liquide Mittel 3.509,2 394,5 3.114,7 789,5
Passiva
Eigenkapital 707,3 0,0 707,3
Rückstellungen 67,7 49,1 18,6 37,9
Verbindlichkeiten 13.840,3 12.933,6 857,6 6,6

Das Anlagevermögen hat sich im Wesentlichen aufgrund von planmäßigen Abschreibungen um 7,4% im Vergleich zum Vorjahr verringert. Die Vorräte sind aufgrund von Bestandsreduzierungen und Abwertungen leicht gesunken. Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte ist im Wesentlichen auf die um TEUR 161 gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie eine Umsatzsteuerforderung aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 100 zurückzuführen. Forderungsverluste waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen.

Die Erhöhung des Eigenkapitals resultiert aus einer Einzahlung in die Kapitalrücklage. In diesem Zuge nahmen auch die liquiden Mittel gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.115 zu. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Geschäftsjahr planmäßig getilgt, jedoch erhöhten sich die gesamten Verbindlichkeiten des Unternehmens gegenüber dem Vorjahr um 7,0% auf TEUR 13.840.

4. Gesamtaussage

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferantenverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir aufgrund einer Erhöhung des Eigenkapitals als auch der Ablösung von Darlehen als stabil ein. Die Ertragslage bleibt aufgrund der aktuell gegebenen Kostenstruktur und der vorherrschenden Marktsituation angespannt.

III. Prognosebericht

Nachdem die Bezugspreise für Verpackungsmaterialien in den Jahren 2020 - 2022 stark anstiegen, fielen diese aufgrund oben genannter Marktfaktoren in 2023 wieder, so dass die Abgabepreise der JADE-PACK GMBH unter Druck gerieten. Aktuell sehen wir in 2024 eine Stabilisierung der Rohstoffkosten, jedoch marktseitig eine leicht ansteigende Kundennachfrage für Preissenkungen. Eine starke Inflation und gestiegene Preise führen daher aktuell zu einem geänderten Nachfrageverhalten. Lag während der Pandemie der Fokus der Kunden noch auf der Versorgungsabsicherung, so kann aktuell wieder eine erhöhte Preisaffinität und daraus auch gestiegener Wettbewerb beobachtet werden. Durch die anhaltend angespannte Lage der Volkswirtschaften und Deutschland insbesondere, ist die Branche allgemein nach wie vor durch weitere Konsolidierung auf der Kundenseite gekennzeichnet. Betriebsschließungen in diesem Kontext sind nicht auszuschließen.

Schwankende Energiebezugspreise und stark ansteigender Wettbewerb seitens der Wellpappe beeinflussen zudem das Geschäft für Vollpappenanbieter.

Die sich aufbauende und stärkere Zusammenarbeit der HZI-Gruppenunternehmen verstärkt die Wettbewerbsposition für die JADE-PACK GMBH. Investments in Forschung und Entwicklung zeigen erste Früchte und werden dafür sorgen, dass sich das Unternehmen mittelfristig mit neuen und nachhaltigen Produktlösungen etabliert und somit wirtschaftlich produziert. Trotz der verhaltenen Nachfrage zu Beginn des Geschäftsjahrs 2024 konnten bereits neue Kunden für das Unternehmen gewonnen werden. Aufgrund des erwarteten Konsolidierungsprozesses und der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen wir davon aus, dass wir in 2024 auf Vorjahresniveau performen werden, sich jedoch ab 2025 ein deutlich positiveres Bild abzeichnen wird, bedingt durch die in 2024 eingeführten Produktinnovationen und des sich daraus aufbauenden Neugeschäfts.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 14.684, die damit in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen und ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau.

IV. Chancen- und Risikobericht

Das Jahr 2024 wird durch das deutliche Abwägen von Chancen und möglichen Risiken im aktuellen konjunkturellen Umfeld geprägt sein.

Strengere Vorgaben der Legislative auf europäischer Ebene, ein steigendes Bewusstsein für nachhaltige Produkte und ein klarer Megatrend in Richtung Kunststoffsubstitution unterstützen langfristig die Positionierung der JADE-PACK GMBH. Künftig wird das Unternehmen den Fokus deutlich stärker als bisher auf die Beschichtung von faserbasierten Trägermaterialien mittels plastikfreier Fluiden setzen. Hierzu entwickeln wir selbst oder gemeinsam mit Partnern entsprechende Beschichtungen und bringen diese durch verschiedene Auftragsverfahren auf die geeigneten Trägermaterialien auf. So können wir unseren Kunden deutlich nachhaltigere Produkte zur Weiterverarbeitung für diverse Verpackungsanwendungen, insbesondere für Lebensmitteldirektkontakt, anbieten. Wir sind damit die Schnittstelle zwischen Papiererzeugung, Verarbeitern und Markenartiklern und bieten nicht nur funktional passende, sondern auch ökologisch wertvolle Produkte an.

Wir erwarten insgesamt für 2024 erhöhten Preisdruck und eine verhaltene Nachfrage, bedingt durch die konjunkturelle Eintrübung. Gleichwohl sehen wir gute Wachstumschancen in Auslandsmärkten, auf denen wir aktuell noch nicht aktiv sind, jedoch bereits jetzt schon passende Produkte im Sortiment haben. Das Jahr 2024 wird zudem als Aufbaujahr für neue Beschichtungen als Mittel zur Kunststoffsubstitution betrachtet. So schaffen wir eine gute Ausgangslage für das angestrebte Wachstum in den Folgejahren.

Mögliche Risiken im Forderungsbereich werden durch Bonitätsprüfungen vor Auftragserteilung und entsprechender Absicherung durch Kreditversicherer sowie einer laufenden Forderungsüberwachung abgesichert.

Fortlaufende Entwicklungsprojekte, permanente Schulung und Ausbildung der Mitarbeiter, als auch detaillierte und EDV-basierte Prozessbeschreibungen, sorgen für einen koordinierten Ablauf, insbesondere in den Bereichen Vertrieb, Planung und Produktion. Der Austausch hinsichtlich marktseitiger Informationen, technischer Innovationen oder Produktneuerungen erfolgt regelmäßig zwischen dem Leitungskreis, den Mitarbeiter/innen, Kunden und Lieferanten als auch den weiteren HZI-Gruppenunternehmen.

Insgesamt überwiegen aus unserer Einschätzung daher die Chancen deutlich gegenüber möglichen Risiken. Dies spiegelt sich auch in der verbesserten Erlös- und Ertragsplanung für die Jahre 2025/2026 wider.

Die Gesellschaft verzeichnet seit mehreren Geschäftsjahren Jahresfehlbeträge. Mit den im Jahr 2024 eingeleiteten Maßnahmen und den im Chancenbericht dargestellten Trends geht die Geschäftsführung von einer verbesserten Ergebnissituation ab dem Jahr 2025 aus. Die Finanzierung ist über ein Darlehen der Gesellschafterin sowie einer Betriebsmittellinie sichergestellt. Bestandsgefährdende Risiken sind damit zurzeit nicht erkennbar.

 

Varel, den 28. August 2024

Michael Siekiera

Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 7.695.281,20 8.314.408,70
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.176,50 8.119,50
II. Sachanlagen 7.690.104,70 8.306.289,20
B. UMLAUFVERMÖGEN 6.900.398,42 3.573.209,27
I. Vorräte 2.590.046,96 2.712.464,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 801.097,78 466.262,39
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.509.253,68 394.482,30
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 19.614,55 4.123,23
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 0,00 1.091.002,07
14.615.294,17 12.982.743,27

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL 707.260,51 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 1.150.000,00 1.150.000,00
II. Kapitalrücklage 19.500.000,00 15.300.000,00
III. Verlustvortrag -17.541.002,07 -15.884.996,39
IV. Jahresfehlbetrag -2.401.737,42 -1.656.005,68
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.091.002,07
B. RÜCKSTELLUNGEN 67.736,04 49.140,00
C. VERBINDLICHKEITEN 13.840.297,62 12.933.603,27
14.615.294,17 12.982.743,27

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 4.700.653,94 5.071.404,77
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.569.168,49 -2.387.558,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -571.274,03 -537.224,92
-3.140.442,52 -2.924.783,21
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -936.871,44 -943.642,78
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.799.755,34 -2.691.700,55
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -224.335,06 -166.316,91
6. Ergebnis nach Steuern -2.400.750,42 -1.655.038,68
7. Sonstige Steuern -987,00 -967,00
8. Jahresfehlbetrag -2.401.737,42 -1.656.005,68

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Identifikation der Kapitalgesellschaft

Die JADE-PACK GMBH hat ihren Sitz in Varel. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Oldenburg unter der HR B 100353 geführt.

B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss der JADE-PACK GMBH zum 31. Dezember 2023 wurde nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Aufstellung wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen.

Die Bilanz ist entsprechend den Bestimmungen des HGB gem. § 266 HGB gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Zur besseren Darstellung werden die in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzugebenden Davon-Vermerke in den Anhang aufgenommen.

Die nachfolgend darstellten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

C. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren vorgenommen.

Die abnutzbaren Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen der Technischen Anlagen und Maschinen werden über Nutzungsdauern von 2 bis 20 Jahren vorgenommen. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden planmäßig über Nutzungsdauern von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 (Vorjahr € 800,00) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen sind nicht berücksichtigt.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Zum Geschäftsjahresende liegen ausschließlich aktive Steuerlatenzen - die auf sonstige Rückstellungen sowie steuerliche Verlustvorträge, welche in den nächsten fünf Jahren verrechnet werden können entfallen - vor, auf deren Aktivierung verzichtet wurde. Der zugrunde zu legende Steuersatz beträgt 30 %

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

D. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen ergeben sich aus dem nachfolgend dargestellten Bruttoanlagenspiegel. des Geschäftsjahres.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 17).

3. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.067,7 (Vorjahr: TEUR 2.216,1) sind innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR

9.772,5 (Vorjahr: TEUR 10.717,5) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Davon haben Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.385,0 (Vorjahr: TEUR 7.080,0) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 10.000 bestehen Sicherheiten in Form einer Sicherungsübereignung einer Rollenbeschichtungs- und Kaschieranlage der Firma KROENERT einschließlich technischer Infrastruktur, Nebeneinrichtungen und Zubehör zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 12.900. Zusätzliche Sicherheiten bestehen durch eine Darlehensbelassungs- und Rangrücktrittserklärung der Halbzellstoff-Industrie GmbH, Varel, in Höhe von TEUR 3.010.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 648 (Vorjahr TEUR 469).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen in Höhe von TEUR 37 (Vj. TEUR 0) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 9.005 (Vj. TEUR 7.080) auf sonstige Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten: -

aus Steuern: TEUR 143,2 (Vorjahr: TEUR 123,6)

Im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 4,5 (Vorjahr:TEUR 2,8)

E. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufwendungen zur Altersvorsorge

Im Berichtsjahr sind Aufwendungen zur Altersvorsorge in Höhe von EUR 30.834,47 (Vorjahr: EUR 29.370,06) angefallen.

2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an Gesellschafter i. H. v. TEUR 173 (Vorjahr TEUR 94) enthalten

F. Sonstige Angaben

1. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden laufende sonstige finanzielle Verpflichtungen von TEUR 83,6 für Investitionen und jährliche Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 366,6.

2. Organe der Gesellschaft

Zu Geschäftsführern waren im Berichtsjahr bestellt:

Ulrike Dräger, kaufmännische Angestellte (bis 31J22023),

Michael Siekiera, kaufmännischer Angestellter (ab 01 .11.2023).

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß S 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3.

3. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr durchschnittlich 54 (Vorjahr: 58) Arbeitnehmer beschäftigt. Diese entfallen auf leitende Angestellte 1 sowie Angestellte 53.

4. Konzernzugehörigkeit/Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Halbzellstoff-Industrie GmbH, Varel einbezogen (kleinster und größter Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der Halbzellstoff Industrie GmbH wird im Unternehmensregister offengelegt.

5. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -2.401.737,42 sowie der Verlustvortrag in Höhe von EUR -17.541.002,07 wird auf neue Rechnung vorgetragen, sodass der Verlustvortrag zum 1. Januar 2024 sich beläuft auf EUR - 19.942.739,49.

 

Varel, den 28. August 2024

Michael Siekiera, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.791,11 3.600,00 0,00 182.391,11
178.791,11 3.600,00 0,00 182.391,11
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.199,00 0,00 0,00 6.199,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.753.719,85 443.275,45 0,00 13.196.995,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 912.881,17 48.166,99 46.787,44 914.260,72
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 207.900,00 42.000,00 207.900,00 42.000,00
13.880.700,02 533.442,44 254.687,44 14.159.455,02
14.059.491,13 537.042,44 254.687,44 14.341.846,13
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zuführungen Auflösungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 170.671,61 6.543,00 0,00 177.214,61
170.671,61 6.543,00 0,00 177.214,61
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.410,00 620,00 0.00 4.030,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.935.058,15 854.513,45 0,00 5.789.571,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 635.942,67 75.194,99 35.388,94 675.748,72
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.574.410,82 930.328,44 35.388,94 6.469.350,32
5.745.082,43 936.871,44 35.388,94 6.646.564,93
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.176,50 8.119,50
5.176,50 8.119,50
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.169,00 2.789,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.407.423,70 7.818.661,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 238.512,00 276.938,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42.000,00 207.900,00
7.690.104,70 8.306.289,20
7.695.281,20 8.314.408,70

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) und Lagebericht handelt es sich um für die Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die JADE-PACK GMBH, Varel

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der JADE-PACK GMBH, Varel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der JADE-PACK GMBH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT

Der von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellte Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - wurde nicht durch einen Abschlussprüfer geprüft.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, 29. August 2024

BDO Oldenburg GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wilkens, Wirtschaftsprüfer

Kunze, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023

Auf der Gesellschafterversammlung der Jade-Pack GmbH vom 20.11.2024 wurde der Jahres-abschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

Beschluss über die Ergebnisverwendung 2023

Die Gesellschafterversammlung beschließt am 20.11.2024 die Ergebnisverwendung entsprechend des Ergebnisverwendungsvorschlags im Anhang der Gesellschaft.

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