Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH
Hamborner Straße 55, 40472 Düsseldorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Bauer seit 3.2.2026 | Prokura |
Farshad Arshadi seit 13.1.2026 | Prokura |
Alexander Stahr seit 14.8.2025 | Prokura |
Thorsten Holtkötter seit 29.7.2025 | Prokura |
Stefan Ciapanna seit 13.5.2025 | Geschäftsführer |
Nina Breuer seit 25.4.2024 | Prokura |
Matthias Roth seit 23.4.2024 | Prokura |
Nina Carmen Stapf seit 23.4.2024 | Prokura |
Björn Niehuss seit 23.4.2024 | Prokura |
Gesa Willms seit 17.4.2024 | Geschäftsführer |
Victor Stoltenburg seit 23.1.2024 | Geschäftsführer |
Katharina Gödecke seit 15.2.2023 | Prokura |
Tatjana Blaschke seit 14.12.2021 | Prokura |
Marcus Wolfgang Walter Rösch seit 5.7.2021 | Geschäftsführer |
Stefan Haas seit 6.11.2020 | Prokura |
Ulrich Wilhelm Oppermann seit 15.7.2020 | Prokura |
Esteban de Lope Fend seit 18.2.2020 | Geschäftsführer |
Oliver Lichter seit 25.9.2019 | Prokura |
Stefan Scholl seit 30.3.2017 | Prokura |
Jens-Friedrich Schneider seit 30.3.2017 | Prokura |
Holger Schmidt seit 30.3.2017 | Prokura |
Marcus Kohnke seit 20.4.2016 | Prokura |
Siegfried Kasprzyk seit 15.2.2016 | Prokura |
Johannes Hermanns seit 15.2.2016 | Prokura |
Axel Portz seit 17.4.2015 | Prokura |
Jörg Hofmann seit 20.7.2012 | Prokura |
Franz-Josef Nolte seit 18.2.2011 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
DekaBank Deutsche Girozentrale | 94.90% |
WIV GmbH & Co. Beteiligungs KG | 5.10% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Grundlagen der GesellschaftDie WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH (WestInvest) bildet zusammen mit der Schwestergesellschaft Deka Immobilien Investment GmbH (Deka Immobilien Investment) die Kapitalverwaltungsgesellschaften des Geschäftsfeldes Asset Management Immobilien (AMI) der Deka-Gruppe. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 fünf ausländische Zweigniederlassungen (Vorjahr: 5) in Brüssel (Belgien), Madrid (Spanien), Mailand (Italien), Paris (Frankreich) und Warschau (Polen) betrieben. Die ausländischen Zweigniederlassungen sind vollständig in die Geschäftsorganisation und Steuerung der Gesellschaft eingebunden. Über die Zweigniederlassungen werden keine Investmentvermögen aufgelegt, sie dienen der Geschäftstätigkeit der Sondervermögen. Das Portfoliomanagement der WestInvest-Sondervermögen ist auf die Deka Immobilien Investment ausgelagert. Zum Produktspektrum gehören offene Immobilien-Publikumsfonds für private und institutionelle Investoren sowie institutionelle Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen. Das Geschäftsfeld AMI ist bereits seit über fünf Jahrzehnten in den wesentlichen Immobilienmärkten präsent. Als Spezialist für Immobilieninvestments in der Deka-Gruppe bietet das Geschäftsfeld AMI privaten und institutionellen Anlegern eine breite Palette immobilienbasierter Anlageprodukte sowie Dienstleistungen, ergänzt um Kreditfonds und Infrastruktur-Dachfonds. Das Geschäftsfeld AMI hat sich zum Ziel gesetzt die Positionen als einer der führenden Anbieter offener Immobilien-Publikumsfonds in Deutschland und zugleich einer der zehn führenden Immobilien-Asset-Manager in Europa weiter auszubauen. SteuerungLeistungsindikatorenÜber finanzielle sowie nicht-finanzielle Leistungsindikatoren messen wir, wie weit wir den Vorgaben der aktuell gültigen Planung entsprechen. Ein umfassendes Reporting zur Steuerung gibt frühzeitig darüber Auskunft, ob die strategischen und operativen Maßnahmen greifen oder Änderungen erforderlich sind und ob sich die angestrebten Steuerungskennziffern im Zielkorridor bewegen. Finanzielle LeistungsindikatorenDie Ergebnis- und Eigenkapital- und Risikosteuerung der Deka-Gruppe, und damit mittelbar der WestInvest, wird im Wesentlichen über zwei zentrale finanzielle Steuerungsgrößen abgebildet. Die WestInvest ist im Geschäftsfeld AMI in die Steuerungssystematik der Deka-Gruppe eingebunden. Die maßgeblichen finanziellen Zielgrößen im Geschäftsfeld AMI und damit auch für die Gesellschaft sind das Wirtschaftliche Ergebnis und das darin enthaltene Provisionsergebnis. Ausgangsbasis für das Wirtschaftliche Ergebnis bilden die Zahlen nach IFRS-Rechnungslegungsstandards. Als Wirtschaftliches Ergebnis wird dabei das Ergebnis vor Steuern definiert. Ergänzend wird das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (nach HGB) der WestInvest betrachtet. Ein weiterer finanzieller Leistungsindikator ist das Verhältnis von Aufwendungen zu Erträgen im Geschäftsfeld AMI (Cost-Income-Ratio). Nicht-finanzielle LeistungsindikatorenDie nicht-finanziellen Leistungsindikatoren beziehen sich auf die unterschiedlichen Dimensionen des operativen Geschäfts. Sie zeigen an, wie erfolgreich wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen am Markt agieren und wie effizient unsere Geschäftsabläufe sind. Zentrale Steuerungsgrößen des Geschäftsfeldes AMI sind
Nachhaltige GeschäftsausrichtungMit dem Ziel, stetige Erträge zu erzielen und ein dauerhaft erfolgreiches Geschäftsmodell zu verfolgen, beachten die Unternehmen der Deka-Gruppe eine nachhaltige Geschäftsausrichtung. Das bedeutet, dass die jeweilige Lage des Unternehmens nicht nur als Momentaufnahme zu betrachten ist, sondern auch das langfristig ausgerichtete Grundverständnis widerspiegelt, mit dem auch die Unternehmen des Geschäftsfeldes AMI ihre Geschäfte abwickeln. Bei der Umsetzung aller nachhaltigen Maßnahmen beachten die Unternehmen der Deka-Gruppe das regulative und gesellschaftliche Umfeld mit hohen ethischen Ansprüchen an sich selbst. Sie handeln im ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Sinne nachhaltig. Das Geschäftsfeld AMI hat eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie und entwickelt darüber sein Nachhaltigkeitsprofil stetig weiter. Diese Nachhaltigkeitsstrategie wurde in 2020 auf Grund neuer Marktanforderungen und sich ändernder rechtlicher Rahmenbedingungen überarbeitet. In der Strategie wurde der Anspruch festgehalten, das Geschäftsfeld und die Produkte bis 2050 zur Klimaneutralität zu entwickeln. Dazu wurden erforderliche Ziele und dazugehörige Maßnahmen definiert, anhand derer dieser Anspruch erreicht werden soll. Zudem bekennt sich die Deka Immobilien Investment innerhalb des Konzernverbunds zu nationalen und internationalen Standards wie den Principles for Responsible Investments (PRI), dem UN Global Compact sowie dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Auch die verbindliche Einführung eines internen Ethikkodexes für alle Mitarbeiter und Dritte, die im Namen der Deka-Gruppe agieren, macht die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit im Unternehmen deutlich. Der Ethikkodex sowie ergänzend spezifische Immobilien-Compliance-Regeln bilden den verbindlichen Orientierungsrahmen für das Handeln der Mitarbeiter und sind damit Grundlage für eine rechtskonforme, offene, transparente und wertorientierte Unternehmenskultur der Deka-Gruppe. Die WestInvest hat die BVI-Leitlinien für Nachhaltiges Immobilienportfoliomanagement und den Branchenkodex des Zentralen Immobilien Ausschusses anerkannt. Die freiwilligen Selbstverpflichtungen tragen zu Transparenz und Bewertung der Nachhaltigkeit von Immobilienportfolios bei und sind als fortlaufender Optimierungsprozess in der Nachhaltigkeitspositionierung der unternehmerischen Wertesysteme, Strukturen und Prozesse mit besonderer Ausrichtung auf ökologische und soziale Anliegen und Anforderungen zu verstehen. Seit 2018 setzt das Geschäftsfeld AMI einen Nachhaltigkeitsfilter für die Fondsliquidität der Publikums- und Spezialfonds der Deka Immobilien Investment GmbH und der WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH ein. Auch dieser basiert im Kern auf den zehn Prinzipien des UN Global Compact und schließt verschiedene kontroverse Geschäftsfelder aus. Diese Maßnahme ist ein notwendiger Baustein in der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie des Geschäftsfeldes AMI. In 2023 bestand im Geschäftsfeld AMI mit 5 Publikumsfonds und einem Spezialfonds ein großes Produktangebot für nachhaltigkeitsorientierte Anlegerinnen und Anleger. Diese Fonds berücksichtigen ökologische Merkmale gemäß Artikel 8 der Offenlegungsverordnung, im Fokus steht dabei die Reduzierung des CO 2 -Fußabdrucks der Fondsimmobilien. Über diese Entwicklungen wird gegenüber den Anlegerinnen und Anlegern transparent berichtet und laufend geeignete Maßnahmen zur Reduzierung des CO 2 -Fußabdrucks umgesetzt. Die angestrebte Reduzierung ist dabei auf einen mit den Pariser Klimaabkommen 2015 kompatiblen Dekarbonisierungspfad ausgerichtet. Neben dem CO 2 -Fußabdruck ist die Reduzierung der Energieverbrauchsintensität ein weiteres wichtiges Ziel. II. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche und Branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Jahr 2023 war ein Jahr, das einerseits von negativen Nachrichten aus Politik und Wirtschaft sowie andererseits von neuen Höchstständen an den Börsen geprägt war. Für diese Gegenläufigkeit lassen sich zwei Begründungen anführen. Erstens zeigte sich die Weltwirtschaft ausgesprochen widerstandsfähig. Der Krieg in der Ukraine setzte sich fort und im Oktober kam es zum Kriegsausbruch im Nahen Osten. Darüber hinaus zeigten sich auf der geopolitischen Bühne offenkundig größere Spannungen zwischen den westlichen Industrieländern und den aufstrebenden Volkswirtschaften unter der Führung Chinas. Für die privaten Haushalte und die Unternehmen ergaben sich Belastungen aus immer noch relativ hohen Inflationsraten und deutlich gestiegenen Notenbankzinsen. Dennoch stieg das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 3,0 Prozent an. Dazu trugen die weltweit stabilen Arbeitsmärkte mit niedrigen Arbeitslosenquoten und das rekordhohe Beschäftigungsniveau in zahlreichen Volkswirtschaften bei. Auch stiegen die Löhne deutlich an und wirkten den inflationsbedingten Kaufkraftverlusten entgegen. In die gleiche Richtung stießen finanzpolitische Entlastungsmaßnahmen. Zweitens wirkten die Zinserhöhungen der Notenbanken und begünstigten den angestrebten Rückgang der Inflationsraten derart, dass an den Finanzmärkten gegen Ende des Jahres 2023 bereits eine baldige Zinswende erwartet wurde. Diese antizipierten Zinssenkungen trugen maßgeblich zu den deutlichen Kurssteigerungen an den Aktien- und den Rentenmärkten bei. In den Wirtschaftsregionen gab es trotz einheitlich hoher Inflationsraten und bremsender Notenbankzinsen gewisse Unterschiede in der konjunkturellen Entwicklung. In den USA entwickelte sich die Volkswirtschaft speziell im Sommer 2023 positiv. Private und staatliche Konsumausgaben stiegen spürbar an. Gegen Jahresende ließ die konjunkturelle Dynamik in den USA jedoch nach. Im Euroraum bewegte sich die Konjunktur dagegen auf einem schwachen Niveau und die Rezessionssorgen hielten das ganze Jahr über an. Hieraus resultierende negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt waren im Jahr 2023 allerdings kaum festzustellen. In China wirkte sich das Ende der Null-Covid-Strategie mit den damit einhergehenden Nachholeffekten für den Konsum und den Tourismus positiv aus. Die Immobilienkrise schwelte indes weiter. Insgesamt entwickelte sich die Weltwirtschaft besser als zu Jahresbeginn 2023 erwartet wurde. Die restriktive Geldpolitik milderte die Inflationsdynamik in ihrem Sinne, ohne die Konjunktur zu schwächen, wodurch sie den positiven Kapitalmarktbewegungen zum Jahresende den Boden bereitete. Entwicklung der ImmobilienmärkteAn den Immobilienmärkten waren die Folgen der Zinswende im Jahr 2023 deutlich zu spüren. Die gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten verringerten die Neubauaktivitäten der Projektentwickler. Weiter steigende Anfangsrenditen insbesondere bei Büroimmobilien sorgten am Investmentmarkt für ein Andauern der Preisfindungsphase, in der Käufer und Verkäufer eine abwartende Haltung einnahmen. Entsprechend gering fielen die Umsätze der Transaktionen aus. Anleger, die Immobilien mit einem hohen Eigenkapitalanteil kauften und eine hohe Marktexpertise aufwiesen, hatten unter diesen Rahmenbedingungen Wettbewerbsvorteile. Die Büromärkte wiesen moderat steigende Leerstände und in zentralen Lagen steigende Mieten auf, unterlagen jedoch strukturellen Änderungen vor dem Hintergrund veränderter Arbeitsgewohnheiten. Der Einzelhandel litt unter der inflationsbedingten Kaufkraftschwäche der Konsumenten. Im Hotelgewerbe setzte sich die Erholung fort. Parallel zum anziehenden Reiseaufkommen stieg die Auslastung der Betriebe. Das rückläufige Neubauvolumen führte zu einer schwächeren Nachfrage am Logistikmarkt. Der Online-Handel und die Sicherung von Lieferketten blieben jedoch grundsätzlich die Nachfragetreiber in diesem Segment. Das globale Transaktionsvolumen verringerte sich 2023 deutlich gegenüber dem Vorjahr. Anlegerverhalten / Branchenbezogene RahmenbedingungenDas Branchenumfeld bei den offenen Immobilien-Publikumsfonds war auch im Jahr 2023 von den Folgen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine sowie der Inflations- und damit verbundenen Zinsentwicklung geprägt. Hierdurch zeigten branchenweit Anleger eine deutliche Investitionszurückhaltung. Das Nettomittelaufkommen der offenen Immobilien-Publikumsfonds gemäß BVI Investmentstatistik lag zum Stichtag 31. Dezember 2023 mit 0,1 Mrd. Euro deutlich unter dem Jahresendwert 2022 (4,5 Mrd. Euro). Die Nettomittelzuflüsse von Immobilien-Spezialfonds für institutionelle Investoren lagen gemäß BVI Investmentstatistik zum Stichtag 31. Dezember 2023 bei 7,2 Mrd. Euro und damit deutlich unter dem Vorjahresendwert für 2022 (13,0 Mrd. Euro). Regulatorische RahmenbedingungenIm Jahr 2022 wurden für das Geschäftsfeld AMI sechs Fonds nach Art. 8 der OffenlegungsVO klassifiziert und in 2023 laufend an die geänderten Anforderungen angepasst. In diesem Zuge wurden auch die notwendigen Definitionen geschärft, in der Branche abgestimmt, die relevanten Daten gesammelt und strukturiert aufbereitet und in die vorgegebenen Berichtsformate überführt. Die Gesellschaft hat sich unverändert intensiv bei den Konsultationen für verschiedene nationale wie europäische Regulierungsvorhaben eingebracht, Standards definiert und umfangreiche Zuarbeit für die Umsetzung der Regulierungsvorhaben (EU-Taxonomie für nachhaltiges Investment sowie OffenlegungsVO) geleistet 2. GeschäftsverlaufNettomittelabsatz und FondsvermögenDas Nettomittelaufkommen der Immobilienfonds der WestInvest summierte sich auf 500 Mio. Euro (Vorjahr: 674 Mio. Euro). Bei den Offenen Immobilien-Publikumsfonds wurde ein Nettomittelaufkommen von 438 Mio. Euro (Vorjahr: 544 Mio. Euro) erreicht. Das verwaltete Fondsvermögen (BVI) der Offenen Immobilien-Publikumsfonds der WestInvest legte trotz Ausschüttungen von rund 303 Mio. Euro im Jahresverlauf um 4,6 Prozent auf 14.342 Mio. Euro (Vorjahr: 13.838 Mio. Euro) zu. Ausschlaggebend war neben dem Nettomittelaufkommen die positive Wertentwicklung der Fonds. Im institutionellen Immobilienfondsgeschäft wurde ein Nettomittelaufkommen in Höhe von 62 Mio. Euro (Vorjahr 130) erreicht, im Wesentlichen durch den WestInvest Target Select Logistics (63 Mio. Euro). Das verwaltete Fondsvermögen (BVI) der Immobilien-Spezialfonds erhöhte sich auf 2.431 Mio. Euro (Vorjahr: 2.361 Mio. Euro). TransaktionsvolumenDie Preisbildung auf den nationalen und internationalen Immobilienmärkten wird durch das stark gestiegene Zinsniveau weiterhin erschwert. Das Transaktionsvolumen der Immobilienankäufe und -verkäufe im Geschäftsfeld AMI lag mit 1,3 Mrd. Euro unter dem Vorjahresniveau von 3,1 Mrd. Euro. Rund 43 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens entfielen auf den Erwerb von insgesamt 5 kaufvertraglich gesicherten Immobilien, denen 11 Verkäufe gegenüberstanden. Die Verkäufe machten 57 Prozent des Transaktionsvolumens aus. Vergleich der erreichten mit der prognostizierten EntwicklungDie im Prognosebericht des Lageberichts 2022 formulierten Erwartungen konnten für das Geschäftsfeld nicht vollumfänglich erfüllt werden. Das Nettomittelaufkommen liegt deutlich unter den Erwartungen. Das Berichtsjahr war weiterhin von den Folgen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine sowie dem starken Inflationsanstieg und der damit verbundenen Zinswende geprägt. Hierdurch zeigten sowohl Privatanleger als auch institutionelle Investoren eine deutliche Investitionszurückhaltung. Infolgedessen liefen auch die Total Assets unterhalb des geplanten Niveaus aus. Die im Geschäftsfeld für das Berichtsjahr geplante Vermietungsleistung konnte leicht übertroffen werden. Insbesondere auf Grund der unsicheren Preisbildungsphase im Berichtsjahr konnte das Transaktionsvolumen nicht an das Ergebnis des Vorjahres anknüpfen und liegt deutlich unter den Erwartungen. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (nach HGB) der Gesellschaft liegt deutlich über dem Prognosewert des Vorjahres. Dies beruht hauptsächlich auf einem im Vergleich zur Prognose stärkeren Anstieg des Provisionsergebnisses durch die deutlich über Plan liegenden Verwaltungsvergütung bei gleichzeitig leicht über Prognose liegenden Kosten. Auf Ebene des Geschäftsfeldes AMI ergibt sich mit 49% eine Cost-Income Ratio auf Plan-Niveau. 3. Lage der GesellschaftVermögenslageDie Forderungen an Kreditinstitute haben sich um 27,2 Mio. Euro auf 112,1 Mio. Euro erhöht und bestehen im Wesentlichen aus laufenden Bankguthaben bei der Gesellschafterin DekaBank Deutsche Girozentrale AöR, Berlin/Frankfurt am Main (DekaBank). FinanzlageDie Finanzlage ist im Wesentlichen geprägt durch kurzfristig liquidierbare Aktiva in Höhe von insgesamt 99,9% (Vorjahr: 99,9%) der Bilanzsumme (täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute und Sonstigen Vermögensgegenständen), denen kurzfristige Passiva in Höhe von 89% (Vorjahr: 85%) der Bilanzsumme (täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sonstige Verbindlichkeiten sowie kurzfristige Rückstellungen) gegenüberstehen. Die Eigenkapitalquote beträgt 9% (Vorjahr: 12%) und liegt damit weiterhin über den regulatorischen Mindestanforderungen. Die Zahlungsfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die Gesellschaft ist in die bei der Deka-Gruppe etablierten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse vollständig integriert. Die operative Finanzplanung der Gesellschaft erfolgt im Rahmen der jährlichen Budgetplanung in Abstimmung mit dem Zentralbereich Finanzen der DekaBank. Die Überwachung der Geschäftsentwicklung erfolgt im monatlichen Turnus. ErtragslageDie Ertragslage der Gesellschaft ist insbesondere geprägt durch das Provisionsergebnis in Höhe von 98,7 Mio. Euro (Vorjahr: 83,6 Mio. Euro). Dieses basiert im Wesentlichen auf den vereinnahmten Verwaltungsvergütungen in Höhe von 135,1 Mio. Euro, denen bestandsbezogene Provisionsaufwendungen von 36,4 Mio. Euro gegenüberstehen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtsjahr mit 29,8 Mio. Euro um 1,6 Mio. Euro leicht über dem Vorjahreswert von 28,2 Mio. Euro. Das Jahresergebnis in Höhe von 73,6 Mio. Euro ist aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die DekaBank abzuführen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WestInvest ist wie im Vorjahr geordnet. III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht1. PrognoseberichtDie Planungen der WestInvest beruhen auf Annahmen, über die künftige wirtschaftliche Entwicklung, die aus heutiger Sicht am wahrscheinlichsten sind. Die Planungen und Aussagen zur erwarteten Entwicklung und zum Geschäftsverlauf im Jahr 2024 sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlichen Entwicklungen der internationalen Geld-, Kapital- und Immobilienmärkte und der WestInvest können deutlich von den unterstellten Annahmen, die unter anderem auf der Grundlage von Expertenschätzungen ermittelt wurden, abweichen. Das Eintreten der dort aufgeführten Risiken, beispielsweise infolge von Stresssituationen oder Ausbleiben der erwarteten Marktentwicklung, könnte im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2024 zu negativen Planabweichungen führen. Umgekehrt können Chancen zur Folge haben, dass die Erwartungen übertroffen werden. Erwartete gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklung der ImmobilienmärkteDas immobilienbezogene Asset Management repräsentiert unverändert eine attraktive Anlageklasse. Der Bauzyklus an den Büromärkten dürfte durch zeitliche Verzögerungen 2024 seinen Höhepunkt erreichen. Mittelfristig sind wegen der stark gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten ein deutlicher Rückgang der Fertigstellungen und ein Nachfrageüberhang nach modernen Top-Objekten zu erwarten, was für entsprechende Bestandsgebäude von Vorteil ist. Die Mieten dürften weiter steigen, allerdings rechnet die DekaBank aufgrund der rückläufigen Inflation und der konjunkturellen Schwäche mit einer deutlich geringeren Wachstumsdynamik. Als Folge der restriktiven Geldpolitik ist in der ersten Jahreshälfte 2024 noch mit weiteren leichten Anpassungen der Anfangsrenditen in allen Immobilienmarktsegmenten zu rechnen. Erwartete Geschäfts- und ErgebnisentwicklungZiel des Geschäftsfelds Asset Management Immobilien ist es auch im Jahr 2024, den Sparkassen qualitativ hochwertige immobilien- und immobilienfinanzierungsbasierte Anlageprodukte mit nachhaltiger Ausprägung anzubieten. Die Produkte sind sowohl für das Kundengeschäft als auch für die Eigenanlage nutzbar. Die Portfolio- und (Immobilien-) Risikosteuerung wird unter Nutzung von Digitalisierungsmöglichkeiten kontinuierlich weiterentwickelt. Das Produktangebot im Themenfeld Nachhaltigkeit soll sukzessive ausgebaut werden. Bei offenen Immobilienfonds für Privatkunden soll die sehr gute Marktposition unter Beibehaltung der Qualitäts- und Stabilitätsansprüche ausgebaut werden. Je nach Entwicklung der Marktsituation könnte sie auch deutlicher zurückgehen. Im institutionellen Geschäft wird trotz der aktuellen Investitionszurückhaltung der Kunden mindestens der Erhalt der Marktposition angestrebt. Das Asset Management Volumen wird gegenüber dem Wert zum Jahresende 2023 ansteigen. Die konsequente Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bereits beim Immobilienankauf und im Bestandsmanagement wird die hohe Attraktivität für nachhaltigkeitsorientierte Investoren sichern. Das Produktangebot im Themenfeld Nachhaltigkeit soll sukzessive ausgebaut werden. Darüber hinaus werden die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und die Kooperationen mit Sourcing-Partnern weiter vorangetrieben, um die Effizienz der Prozesse und die Ressourcenbindung weiter zu optimieren. Risiken für die Entwicklung des Geschäftsfelds Asset Management Immobilien können sich aus den Folgen weltweiter geopolitischer Konflikte ergeben. Die anhaltende Inflation und daraus resultierende Zinserhöhungen können zu tendenziell sinkenden Immobilienwerten führen. Dieser Effekt kann voraussichtlich teilweise durch indexierte Mieten kompensiert werden. Bei steigenden Zinsen kann sich die Attraktivität von Immobilienfonds im Vergleich zu möglichen Substitutionsprodukten verringern, auch wenn die Immobilienportfolios eher konservativ bewertet werden. Angesichts des noch nicht abgeschlossenen Preisfindungsprozesses auf den Immobilienmärkten ergibt sich derzeit ein schwieriges Marktumfeld für die Umsetzung der Transaktionsplanung. Darüber hinaus sind Risiken aus dem anhaltend hohen Regulierungsdruck zu erwarten. Die WestInvest plant bei nahezu konstanten Aufwendungen und moderat niedrigerem Provisionsergebnis mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (nach HGB), das für 2024 moderat unter dem Niveau des Ist-Wertes für 2023 liegt. Auf Ebene des Geschäftsfeldes AMI, in welches die Gesellschaft eingebunden ist, wird eine leichte Erhöhung der Cost-Income Ratio erwartet. Das Nettomittelaufkommen der WestInvest wird leicht über dem in 2023 erreichten Volumen geplant. Das Transaktionsvolumen wird nach den Erwartungen des Geschäftsfeldes in 2024 deutlich oberhalb, die Vermietungsleistung auf Niveau der im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten Werte liegen. 2. RisikoberichtDie Gesellschaft ist über das Geschäftsfeld AMI in das Risikomanagementsystem der Deka-Gruppe integriert. Dieses System befindet sich in kontinuierlicher Weiterentwicklung. Die Methodenhoheit bezüglich der von der Deka-Gruppe vorgegebenen Rahmenbedingungen für die Ermittlung der Risiken der Gesellschaften obliegt der DekaBank. Anpassungen an den Methoden des Geschäftsfeldes werden darüber hinaus von einem Geschäftsführer der auslagernden Gesellschaft koordiniert und von der Geschäftsführung beschlossen. Das Management der Risiken verbleibt in der Kapitalverwaltungsgesellschaft. Auf Geschäftsführungsebene ist ein Chief Risk Officer etabliert. Für das Risikomanagement der Sondervermögen ist eine eigene Risikotragfähigkeitsrechnung etabliert. Dabei werden alle relevanten Risiken der Sondervermögen nach einem vergleichbaren System gemessen und in Relation zum jeweiligen Risikodeckungspotential betrachtet. Die Methodenhoheit liegt in der Gesellschaft. Das Auslagerungscontrolling ist integraler Bestandteil des Risikomanagementsystems, welches sämtliche internen Kontrollverfahren beschreibt. Die internen Kontrollverfahren untergliedern sich in das interne Kontrollsystem, bestehend aus den aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen, den Risikoprozessen, der Internen Revision, dem Auslagerungscontrolling, Compliance, Geldwäsche und dem Datenschutz. Das Auslagerungscontrolling findet unterjährig auf Basis der definierten Berichte/Maßnahmen und Rhythmen statt. Am Jahresende erfolgt eine zusammenfassende Prüfung. Hierbei wird eine Leistungsbewertung anhand der vorgegebenen Bewertungskriterien vorgenommen. Sofern Unterauslagerungen vorgenommen werden, ist die auslagernde Einheit oder Gesellschaft für das Auslagerungscontrolling zuständig. Beim Auslagerungscontrolling handelt es sich um die Prüfung der Einhaltung der vertraglichen und rechtlichen Pflichten im Hinblick auf die ausgelagerten Tätigkeiten. Die Intensität des Auslagerungscontrollings hängt von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der ausgelagerten Tätigkeiten ab. Darüber hinaus wird für jede neue Auslagerung eine Risikoanalyse durchgeführt, deren Parameter und Annahmen jährlich überprüft und ggf. angepasst werden. Die Risikoanalysen sind entsprechend dem Risikogehalt der jeweiligen Auslagerung angemessen zu erstellen. Bei Auslagerungen von erheblicher Tragweite ist entsprechend intensiv zu prüfen, ob und wie eine Einbeziehung der ausgelagerten Aktivitäten und Prozesse in das Risikomanagement sichergestellt werden kann und ob die Risikoszenarien das Geschäftsfeld als Ganzes gefährden. RisikostrategieDas Strategiesystem, bestehend aus der Geschäftsstrategie und den korrespondierenden Risikostrategien der Deka-Gruppe, gilt für alle Unternehmen bzw. Geschäftsfelder der Deka-Gruppe. Als einhundertprozentige Tochtergesellschaft der DekaBank und Teil des Geschäftsfeldes AMI ist die WestInvest somit entsprechend der Steuerungslogik in das Strategiesystem der Deka-Gruppe integriert. Die strategische Ausrichtung für die WestInvest wird über die Geschäfts- und Risikostrategie des Geschäftsfeldes AMI mit abgebildet. Diese wird unter Berücksichtigung der konzernweiten Einbindung und Verantwortlichkeit der Geschäftsführung festgelegt und durch deren Beschluss für die Gesellschaft übernommen. Die Steuerung der für die Gesellschaft relevanten Risiken obliegt der Geschäftsführung im Rahmen ihrer Organverantwortung. Darüber hinaus werden alle relevanten Risiken (inkl. derer der WestInvest) auf Ebene des Geschäftsfeldes bzw. der Deka-Gruppe überwacht und gesteuert. Als Teil der Deka-Gruppe ist die WestInvest in deren Risikomanagementsystem eingebettet. Dieses umfasst sämtliche relevante Risikoarten (u.a. Adressen-, Marktpreis-, Geschäfts- und operationelles Risiko) in einem geeigneten Risikomanagementprozess. Neben den Instrumenten zur Überwachung und Steuerung der eingegangenen Risiken der Deka-Gruppe dient auch das von der DekaBank praktizierte "Three Lines of Defense Modell" dazu, die Einhaltung und Überprüfung des aus der Risikostrategie vorgegebenen Risikorahmens sicherzustellen. Darstellung der wesentlichen RisikenDie WestInvest verfolgt einen ganzheitlichen Risikomanagementansatz, der neben einer systematischen Erfassung und Steuerung aller Risiken der Investmentvermögen auch Wechselwirkungen zwischen Investmentvermögen und Gesellschaft betrachtet. Auf Gesellschaftsebene sind im Wesentlichen Geschäfts- und operationelle Risiken von Relevanz. Adress- und Marktpreisrisiken bestehen vor allem für die Eigenanlage des Kapitals der Gesellschaft. Das Liquiditätsrisiko wird auf Grund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der DekaBank als nicht wesentlich bewertet. GeschäftsrisikoDas Geschäftsrisiko erfasst mögliche negative Planabweichungen, die durch Änderungen des Kundenverhaltens oder der Wettbewerbsbedingungen ebenso wie der allgemeinen wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen hervorgerufen werden. Wesentlich für die Deka-Gruppe sind alle Faktoren, welche die Ergebnisentwicklung aufgrund von Volumen- und Margenänderungen unerwartet negativ beeinflussen und keiner anderen Risikoart zuzuordnen sind. Rechtsrisiken (inkl. Steuerrisiken) sind, soweit sie sich auf die zukünftige Geschäftstätigkeit beziehen, ebenso wie Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiken als Teilaspekte bzw. Verstärker in dieser Definition enthalten. Die Planung und regelmäßige Forecast-Erstellung stellen die zentralen Instrumente zum Management und Controlling der Geschäftsrisiken in der Gesellschaft dar. Zur Quantifizierung des Geschäftsrisikos auf Gesellschaftsebene im Rahmen der Eigenkapitalsteuerung wird ein VaR-Ansatz verwendet. Die Berechnung, die Überwachung und das Reporting der zentral ermittelten VaR-Kennzahlen sowie die methodische Weiterentwicklung obliegen entsprechend der Auslagerung dem Zentralbereich Risikocontrolling der DekaBank. Die Ergebnisse auf Geschäftsfeldebene werden regelmäßig an die Geschäftsführung berichtet. Zur Umsetzung der Anforderungen des § 28 KAGB i.V.m. den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Kapitalverwaltungsgesellschaften (KAMaRisk) werden die aufgeführten Risikomanagementprozesse auf Geschäftsfeldebene um eine Prüfung der geschäftsfeldspezifischen Geschäftsrisikoszenarien durch die verantwortlichen Geschäftsführer der betreffenden Tochtergesellschaften auf qualitativer Basis sowie falls erforderlich einer Definition weiterer Szenarien mit Angabe risikomindernder Maßnahmen ergänzt. Das Ergebnis dieser Überprüfung wird in Form einer Bestätigung oder Änderungsanzeige in Bezug auf die ursprüngliche Liste der Szenarien dokumentiert. Dies erfolgt sowohl im Rahmen der jährlichen Kosten- und Ertragsplanung als auch quartalsweise zur Prüfung der Aktualität der im letzten Zyklus erhobenen Szenarien. Änderungsanzeigen bewirken eine Neuberechnung der Ergebnisauswirkung. Operationelle RisikenOperationelle Risiken (OR) beschreiben die Gefahr von Schäden durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren und Systemen, durch fehlerhaftes Verhalten von Menschen oder durch externe Ereignisse. Die operationellen Risiken schließen auch Rechtsrisiken, sofern diese sich nicht auf die zukünftige Geschäftstätigkeit beziehen, sowie Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiken ein. Dem operationellen Risiko werden gemäß seiner übergreifenden Definition auch verschiedene Aspekte von anderen Risikoarten, insbesondere den sogenannten "Non Financial Risks", ganz oder teilweise zugeordnet. Die Deka-Gruppe setzt verschiedene Methoden zum Management und Controlling operationeller Risiken ein, welche auf Basis unterschiedlicher Ansätze zusammengenommen ein umfassendes Bild sowohl der aktuellen Risikosituation als auch der erwarteten Risikoentwicklung ermöglichen. Bei den Methoden handelt es sich für die zukunftsgerichtete (ex-ante) Sicht um das Self Assessment und die Szenarioanalyse sowie auf vergangenheitsorientierter (ex-post) Seite um die gruppenweite Schadensfallerhebung. Zur Bestimmung des ökonomischen Kapitalbedarfs für operationelle Risiken verwendet die Deka-Gruppe einen aufsichtsrechtlich anerkannten fortgeschrittenen Messansatz (AMA). Hierbei wird das operationelle Risiko im Rahmen eines Verlustverteilungsansatzes auf Grundlage der beschriebenen Methoden sowie externen Verlustdaten zur Ergänzung der internen Verlustdatensammlung quantifiziert. Die ermittelten Value-at-Risk-Werte fließen sowohl in die aufsichtsrechtliche Eigenkapitalanforderung als auch in die interne Risikotragfähigkeitsanalyse der Deka-Gruppe ein. Die Zentralbereiche der DekaBank unterstützen die im Rahmen des OR-Managements tätigen Entscheidungsträger mit vierteljährlichen Berichten über alle wesentlichen operationellen Risiken. Risikosituation der WestInvestIn den aufgeführten Risikokategorien waren im Geschäftsjahr keine Risiken zu verzeichnen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdet haben oder dies erwarten lassen. Die definierten Limite wurden zu keinem Zeitpunkt überschritten. Risiken sieht die Gesellschaft im Wesentlichen aus den Folgen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und der dadurch unsicheren Inflations- und Zinsentwicklung. So können die gestiegenen Zinsen zu tendenziell fallenden Immobilienpreisen führen. Zudem kann sich in Relation zu möglichen Substitutionsprodukten bei steigenden Zinsen die Attraktivität der Immobilienfonds verringern. Risiken entstehen zudem aus dem anhaltend starken Regulierungsdruck, insbesondere auch zu weiteren Nachhaltigkeitsregelungen. Insgesamt können daraus sowohl Ertragsrisiken bei den Provisionserträgen aus Bestands- und Neugeschäft sowie bei den Operationellen Risiken entstehen. 3. ChancenberichtDas Chancenmanagement ist in die Gesamtbanksteuerung der Deka-Gruppe integriert. Im Rahmen des Strategieprozesses werden fortlaufend Chancen identifiziert und bewertet. In Abhängigkeit von der erwarteten Risiko- und Ergebniswirkung sowie der Eintrittswahrscheinlichkeit wird entschieden, welche Ressourcen für die Nutzung zusätzlicher Potenziale in den verschiedenen Chancenfeldern bereitgestellt werden. Die kontinuierliche und intensive Beobachtung der Märkte sowie etablierte Feedback-Prozesse mit den Sparkassen stellen eine stets aktuelle Bewertung der Chancenfelder sicher. Auf diese Weise steuert die Deka-Gruppe ihre Chancen aktiv und kann schnell auf neue Entwicklungen reagieren. Unter Chancen werden positive Abweichungen von den Planungsannahmen hinsichtlich des einjährigen Prognosezeitraums verstanden. Dabei werden im Wesentlichen drei Kategorien unterschieden:
Die im Prognosebericht getroffenen Annahmen zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bilden das aus Sicht der Deka-Gruppe wahrscheinlichste Szenario. Gleichwohl können sich die Rahmenbedingungen besser entwickeln als im Basisszenario angenommen. Chancen aus Marktentwicklungen könnten aus einer noch stärkeren Hinwendung zu Fonds für die Geldvermögensbildung entstehen. Die Deka-Gruppe geht jedoch davon aus, dass dieser Prozess auch künftig nur langsam verlaufen wird. Sollten Fonds dennoch größeren Zulauf haben als in der Planung prognostiziert, würde sich dies vorteilhaft auf die Nettovertriebsleistung und die Total Assets auswirken. Unternehmensstrategische und weitere Chancen sind mit der konsequenten Umsetzung der Managementagenda als fortlaufendem strategischem Handlungsprogramm verbunden. Die sich daraus ergebenden Effekte sind bereits in der Planung für 2024 berücksichtigt, sodass darüber hinausgehende positive Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnissituation der Deka Gruppe sowie der WestInvest unwahrscheinlich sind.
Düsseldorf, 15. März 2024 WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH Geschäftsführung Dallosch de Lope Fend Rösch Stoltenburg Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine AngabenDie WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH, Düsseldorf, (WestInvest) ist im Handelsregister Düsseldorf unter der Nummer HRB 24304 eingetragen. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), dem für Kapitalverwaltungsgesellschaften geltenden Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und dem Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt worden. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Formblatt 3 angewendet. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAb dem Berichtsjahr haben wir eine Änderung des Ausweises von Forderungen aus der laufenden Verrechnung mit den Sondervermögen über die Verwahrstelle DekaBank Deutsche Girozentrale AöR, Frankfurt am Main/Berlin vorgenommen. Um eine Anpassung der Darstellungsform an eine mittlerweile branchenübliche Darstellungsweise zu erreichen, werden die bis zum Vorjahr unter den Forderungen an Kreditinstituten ausgewiesenen Forderungen unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Vorjahresbeträge wurden nicht angepasst. Im Übrigen haben sich keine Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben. Fremdwährungsbeträge werden, soweit zulässig, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden sowie sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die immateriellen Anlagewerte sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend den steuerlich anerkannten Sätzen bilanziert. Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EStG) werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Mittel- und langfristige Rückstellungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr wurden mit den von der Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Für Pensionsverpflichtungen wird der Verpflichtungsumfang durch unabhängige versicherungsmathematische Gutachter bewertet. Dabei wird zu jedem Abschlussstichtag der Barwert der erdienten Pensionsansprüche nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Für fondsgebundene Versorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert des korrespondierenden Fondsvermögens bestimmt, werden die Pensionsverpflichtungen zum beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Fonds angesetzt, soweit dieser Wert einen zugesagten Mindestbetrag überschreitet. Für die betriebliche Altersversorgung wurde durch ein Contractual Trust Arrangement (CTA) saldierungspflichtiges Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB geschaffen. Dieses wird durch einen rechtlich unabhängigen Treuhänder - den Deka Trust e.V. - gehalten. Das Deckungsvermögen besteht für die fondsgebundenen beitragsorientierten Versorgungszusagen im Wesentlichen aus dem pro Mitarbeiter individuell zugeordneten Fondsvermögen sowie weiterer Vermögensmittel zur Deckung der biometrischen Risiken aus vorzeitigen Versorgungsfällen und des Nachfinanzierungsrisikos. Darüber hinaus sind auch die Verpflichtungen aus Endgehaltsplänen und Gesamtversorgungssystemen durch die Schaffung von Deckungsvermögen mittels CTA ausfinanziert. Dieser Teil des Deckungsvermögens ist insbesondere in einen Spezialfonds investiert, dessen Anlagestrategie auf einer integrierten Asset Liability Betrachtung basiert. Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert) bewertet und mindert den Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen. Die Erträge und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen verrechnet. Des Weiteren besteht für die Mitarbeiter zusätzlich die Möglichkeit, in Arbeitszeitkonten einzubezahlen. Die Konten werden in Geld geführt und sind analog zu den leistungsorientierten Zusagen durch Deckungsvermögen im Deka Trust e.V. gedeckt. Der Bilanzansatz ergibt sich aus der Differenz von Verpflichtungsumfang und beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens. Der Ausweis der Rückstellungen für Arbeitszeitkonten erfolgt unter den anderen Rückstellungen. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend Rechnung getragen. II. Erläuterungen zur Bilanz1. Forderungen an KreditinstituteDie täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute bestehen im Wesentlichen für täglich fällige Bankguthaben bei der Gesellschafterin DekaBank Deutsche Girozentrale AöR, Frankfurt am Main/Berlin (DekaBank) (verbundenes Unternehmen) in Höhe von 112.063 TEUR (im Vorjahr 73.604 TEUR). Der Vorjahresbetrag enthält Forderungen aus der laufenden Verrechnung mit den Sondervermögen über die Verwahrstelle DekaBank Deutsche Girozentrale AöR, Frankfurt am Main/Berlin (DekaBank), in Höhe von 11.286 TEUR, hinsichtlich des diesbezüglichen Ausweises im Berichtsjahr verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". 2. Aktien und andere nicht festverzinsliche WertpapiereDieser Posten enthielt ausschließlich Investmentanteile an einem nicht börsenfähigen Investmentvermögen und wurde im Geschäftsjahr aufgelöst. Aus der Rückgabe resultiert ein Gewinn in Höhe von 1.158 TEUR. 3. Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR)
4. Sonstige VermögensgegenständeDieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Forderungen gegenüber den Sondervermögen über die Verwahrstelle DekaBank in Höhe von 11.781 TEUR. Weiterhin bestehen Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von 50 TEUR sowie geleistete Vorauszahlungen in Höhe von 10 TEUR und Forderungen an den Deka Trust e.V. in Höhe von 2 TEUR. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist eingeschränkt, wir verweisen auf die Ausführungen im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". 5. RechnungsabgrenzungspostenUnter dem Rechnungsabgrenzungsposten der Aktivseite von 61 TEUR werden die Gehaltszahlungen für Januar 2024 in Höhe von 61 TEUR, welche bereits im Dezember 2023 abflossen, ausgewiesen. 6. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 109.268 TEUR beinhalten zum Stichtag Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (verbundenes Unternehmen) in Höhe von 109.268 TEUR (Vorjahr: 81.765 TEUR). Die Verbindlichkeiten resultieren überwiegend aus der Gewinnabführung in Höhe von 73.623 TEUR sowie aus Provisionszahlungen in Höhe von 35.645 TEUR. 7. Sonstige VerbindlichkeitenDieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Höhe von 525 TEUR sowie aus abzuführenden Lohn- und Kirchensteuern und Solidaritätszuschlag in Höhe von 37 TEUR. Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von 87 TEUR. 8. RückstellungenDie Berechnung der Pensionsverpflichtungen erfolgte unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G auf der Basis folgender versicherungsmathematischer Parameter:
1) Für die Bewertung der fondsbasierten Zusagen nicht relevant, da diese nicht endgehaltsabhängig sind. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,83 %. Der sich nach § 253 Abs. 6 HGB ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Rückstellungsbetrag, der sich bei Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt, beläuft sich auf 72 TEUR. Für die verfallbaren Anwartschaften werden bei der Berechnung zusätzlich die von der Heubeck Richttafeln GmbH veröffentlichten Fluktuationsprofile mit einem Niveauparameter von 1,5 berücksichtigt. In dieser Position sind Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten, sofern der Verpflichtungsumfang den beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens übersteigt. Die Rückstellungen nach der Verrechnung sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
* in 2022 Aufwendungen Aus der Bewertung der Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert ergibt sich ein die Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände übersteigender Betrag in Höhe von 3.209 TEUR. Zur Deckung dieses gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrten Betrages sind frei verfügbare Rücklagen vorhanden. Die anderen Rückstellungen in Höhe von 2.193 TEUR setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Bonuszahlungen, Resturlaub und Überstunden, sowie sonstige Personalkosten in Höhe von insgesamt 1.884 TEUR zusammen. Weiterhin bestehen Rückstellungen für Provisionen in Höhe von 192 TEUR sowie für Prüfungskosten in Höhe von 109 TEUR. 9. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital beträgt 6.000 TEUR und hat sich ebenso wie die Kapitalrücklage in Höhe von 5.000 TEUR und die Gewinnrücklagen von 339 TEUR gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Hierbei ist die DekaBank mit 5.694 TEUR und die WIV GmbH & Co. Beteiligungs KG, Frankfurt am Main, mit 306 TEUR am Stammkapital beteiligt. Die Mindestkapitalanforderungen nach § 25 KAGB werden erfüllt. 10. EventualverbindlichkeitenDie Gesellschaft hat im Zusammenhang mit Finanzierungen von Immobilienkäufen für die Anleger in Investmentfonds Haftungserklärungen gegenüber konzernfremden Kreditinstituten in Höhe von 6.500 TEUR abgegeben. Die Finanzierungen haben Fälligkeiten zwischen zwei und sechs Jahren. 11. Erläuterungen zu sonstigen finanziellen VerpflichtungenDie Gesellschaft nimmt Leistungen einzelner verbundener Unternehmen der Deka-Gruppe in Anspruch, die insbesondere die Bereitstellung von Marketing- und Vertriebsleistungen, Depot- und Wertpapierdienstleistungen, Rechnungswesen, Interne Revision, Personalverwaltung und DV-Versorgung betreffen. Auf die Deka Immobilien Investment GmbH wurden unter anderem die Leistungen An- und Verkauf von Immobilien, Immobilienmanagement, Steuer- und Beteiligungsmanagement, Transaktionsstrukturierung & Treasury, Fondsrechnungswesen, Risikocontrolling, Fondscontrolling und Dienstleistungen im Rahmen des Facility Management eigengenutzter Objekte ausgelagert. Die Höhe der zu leistenden Vergütung ist abhängig vom Umfang der in Anspruch genommenen Leistungen. Im Geschäftsjahr betrug sie 26.032 TEUR. Die entsprechenden Geschäftsbesorgungsverträge sind mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Geschäftsjahresende des Kündigenden kündbar. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. ErträgeDie Zinserträge resultieren aus der laufenden Verzinsung des Bankguthabens. Die Provisionserträge in Höhe von 135.135 TEUR resultieren vollständig aus den vereinnahmten Verwaltungsvergütungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.947 TEUR bestehen im Wesentlichen aus den Erträgen aus dem saldierten Ergebnis aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen und den Erträgen und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 660 TEUR. Auf die Erträge aus der Auflösungen von Rückstellungen entfällt ein Ertrag in Höhe von 94 TEUR. Aus der Rückgabe der Anteile am Spezialfonds resultiert ein Ertrag in Höhe von 1.158 TEUR. Die Erträge werden überwiegend aus Geschäften in Deutschland generiert. 2. AufwendungenDie Gesamtaufwendungen von 66.221 TEUR bestehen im Wesentlichen aus den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 29.805 TEUR, diese gliedern sich in Personalaufwendungen in Höhe von 2.869 TEUR und andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 26.935 TEUR. Die Provisionsaufwendungen betragen 36.411 TEUR. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren in Höhe von 158 TEUR aus der Garantiedividende an den Minderheitsgesellschafter. IV. Sonstige AngabenAn der WestInvest waren am 31.12.2023 beteiligt: a) DekaBank Deutsche Girozentrale AöR, Frankfurt am Main/Berlin (94,9%) b) WIV GmbH & Co. Beteiligungs KG, Frankfurt am Main (5,1%) Im Berichtsjahr bestand eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft mit der DekaBank. Die Bilanzierung latenter Steuern entfällt aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der DekaBank. Die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird im Konzernabschluss der Muttergesellschaft DekaBank dargestellt. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der DekaBank einbezogen. Dieser wird beim Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht. BezügeDie Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich auf 1.248.042 EUR. Die Bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung betragen 236.118 EUR, Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen für diesen Personenkreis bestehen in Höhe von 4.130.881 EUR. Im Geschäftsjahr 2023 wurden der Geschäftsführung variable Vergütungsbestandteile, die von künftigen Bedingungen abhängen, in Höhe von 657.000 EUR (Vorjahr: 717.000 EUR) zugesagt. Variable Vergütungsbestandteile, die nicht im Jahr der Zusage zur Auszahlung kommen, sind zum Teil von einer nachhaltigen Wertentwicklung der Deka-Gruppe abhängig und werden über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren aufgeschoben. Die gewährten nachhaltigen Vergütungsbestandteile sind mit einer Haltefrist von einem Jahr versehen, nach deren Verstreichen sie ausgezahlt werden. Für die Bewertung der Nachhaltigkeit werden auf Ebene der Deka-Gruppe die Finanzergebnisse und die Risikosituation sowie auf individueller Ebene Eignung und Verhalten sowie der individuelle Erfolgsbeitrag herangezogen. In den kurzfristig fälligen Leistungen an die Geschäftsführung sind variable Vergütungsbestandteile aus dem Zusagejahr 2022 in Höhe von 131.400 EUR enthalten. Die Vergütungen für den Aufsichtsrat betrugen 78.750 EUR. ArbeitnehmerIm Jahresdurchschnitt waren 8 Mitarbeiter - ohne die Mitglieder der Geschäftsführung - beschäftigt, davon waren 7 Mitarbeiter in Vollzeit und 1 Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt. Vorgänge nach dem AbschlussstichtagVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahresabschluss haben sich nicht ereignet. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 weist einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 73.622.969,27 EUR aus, welcher auf Basis des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags vollständig an die Gesellschafterin abgeführt wird. Ein Bilanzgewinn besteht nicht. AufsichtsratVorsitzender:Dr. Matthias Danne Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der DekaBank Deutsche Girozentrale AöR, Frankfurt am Main/Berlin Stellvertretende Vorsitzende:Birgit Dietl-Benzin Mitglied des Vorstandes der DekaBank Deutsche Girozentrale AöR, Frankfurt am Main/Berlin Mitglieder:Prof. Dr. Wolfgang Schäfers Professor der Universität Regensburg, Lehrstuhl für Immobilienmanagement, Bad Abbach Dirk Schleif Referent Fondsmanagement DekaImmobilien Domus Fonds der Deka Immobilien Investment GmbH, Frankfurt am Main Thomas Schmengler Diplom-Kaufmann, Nackenheim Magnus Schmidt Referent Meldewesen Immobilienfonds der Deka Immobilien Investment GmbH, Frankfurt am Main GeschäftsführungUlrich Bäcker, Mömbris-Hohl (bis 31. Dezember 2023) Mitglied der Geschäftsführung Burkhard Dallosch, Bad Nauheim Mitglied der Geschäftsführung Esteban de Lope Fend, Frankfurt am Main Mitglied der Geschäftsführung Marcus Rösch, Darmstadt Mitglied der Geschäftsführung Victor Stoltenburg, Oberursel (ab 1. Januar 2024) Mitglied der Geschäftsführung
Düsseldorf, 15. März 2024 WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH Geschäftsführung Dallosch de Lope Fend Rösch Stoltenburg BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 28. März 2024 Deloitte
GmbH
Christof Stadter, Wirtschaftsprüfer Martin Strücker, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 4. Juli 2024 festgestellt. Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat sich regelmäßig von der Geschäftsführung über die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und ihrer Fonds unterrichten lassen und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung sowie des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Geschäftsführung überzeugt. Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 werden vom Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung gebilligt und der Gesellschafterversammlung mit dem Vorschlag vorgelegt, sie zu genehmigen. Ferner schlägt der Aufsichtsrat der Gesellschafterversammlung vor, den Mitgliedern der Geschäftsführung der WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen. Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde im März 2024 von der außerordentlichen Gesellschafterversammlung zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 sowie sämtlicher von ihr verwalteten Sondervermögen, deren Geschäfts-, Rumpfgeschäftsjahresende bzw. Übertragungsstichtag in das Kalenderjahr 2024 fällt, gewählt.
Frankfurt am Main, im Juli 2024 Der Vorsitzende des Aufsichtsrates |
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