Interzero Circular Solutions Subholding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roman-Alexander Krass seit 31.1.2025 | Geschäftsführer |
Martin Ulke seit 19.6.2024 | Geschäftsführer |
Anna Grom seit 19.6.2024 | Geschäftsführer |
Falk Dr. Osterloh seit 4.3.2022 | Prokura |
Sven Höger seit 4.3.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Interzero Holding GmbH & Co. KGEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Interzero Circular Solutions GmbHBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Allgemeine Hinweise Die Interzero Circular Solutions GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 180086. Aufgabenfelder der ICS-Gruppe sind die Konzeption und die Realisation von Erfassungs-, Rückhol- und Kreislaufsystemen für gebrauchte Verpackungen und Produkte. Zusätzlich erbringt sie im geringen Umfang Facility-Management-Dienstleistungen. Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. In den Tabellen dieses Konzernanhangs können bei Zahlenadditionen in Einzelfällen leichte Differenzen auftreten. Diese sind rundungsbedingt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden davon-Angaben und Mitzugehörigkeitsvermerke zu Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung teilweise in den Anhang aufgenommen. Konsolidierungskreis und Stichtag In den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen alle direkt und indirekt gehaltenen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, sofern nicht wegen untergeordneter Bedeutung von einer Einbeziehung abgesehen wird. Bilanzstichtag sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen ist der 31. Dezember 2023. Tochterunternehmen, bei denen die Interzero Circular Solutions GmbH, Berlin, einen beherrschenden Einfluss im Sinne von § 290 Abs. 2 HGB ausübt, werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Übt ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik eines nicht einbezogenen Unternehmens aus, an dem das Konzernunternehmen zu mindestens 20 % am Stammkapital beteiligt ist, wird zur Ermittlung des Beteiligungsbuchwerts des assoziierten Unternehmens die Equity-Methode angewendet. Zum Bilanzstichtag wurden keine Unternehmen nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften unter Berücksichtigung von unwesentlichen quantitativen und qualitativen Kriterien aus Sicht der Interzero Circular Solutions GmbH, Berlin, wurden gemäß § 296 Abs. 2 und § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie auch in der Gesamtheit für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind. Der Kreis der in den Konzernabschluss der Interzero Circular Solutions GmbH, Berlin, einbezogenen Unternehmen ist der Konzernanteilsbesitzliste (Anlage 1 zum Anhang) zu entnehmen, welche einen integralen Bestandteil dieses Konzernanhangs darstellt. In dieser Aufstellung sind auch die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht einbezogenen Tochtergesellschaften angegeben. Zudem sind diejenigen Gesellschaften gekennzeichnet, die die Inanspruchnahme der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB nutzen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Interzero Plastics Sorting GmbH (vormals ALBA Recycling GmbH), Berlin, und ihr Tochterunternehmen, die Interzero Plastics Sorting Leipzig GmbH (vormals Abfallverwaltung Leipzig GmbH), Leipzig, zum Beginn des Geschäftsjahres entkonsolidiert. Außerdem hat die Brandenburgische Boden Gesellschaft für Grundstücksverwaltung GmbH, Zossen, und ihr Tochterunternehmen, die Projektgesellschaft Nauen GmbH, Zossen, zum Ablauf des Berichtsjahres den Konsolidierungskreis verlassen. Des Weiteren wurde die im Vorjahr erworbene Interzero EPR Services GmbH in den Konsolidierungskreis aufgenommen, da der Geschäftsbereich WEEE, mit handelsrechtlicher Wirkung zum Beginn des Geschäftsjahres, aus der Interzero Circular Solutions Germany GmbH auf diese Gesellschaft ausgegliedert wurde. Die zuvor genannten Konsolidierungskreisänderungen haben die Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung maßgeblich eingeschränkt. Zusätzlich beeinflussten unterjährige Veränderungen des Konsolidierungskreises der Gruppe im Vorjahr die Vergleichbarkeit der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Vermögen und Schulden der entkonsolidierten Gesellschaften zum 31.12.2022 entfielen zum größten Teil auf die Bilanzposten Sachanlagevermögen (TEUR 77.400), Finanzanlagen (TEUR 1.578), Vorräte (TEUR 9.461), Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 26.713), Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 9.937), Sonderposten für Investitionszulagen bzw. Investitionszuschüsse (TEUR 676), Rückstellungen (TEUR 14.273) und Verbindlichkeiten (TEUR 19.523). Erträge und Aufwendungen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die die Vergleichbarkeit des Vorjahres entscheidend einschränken, betreffen Umsatzerlöse (TEUR 179.940), Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (TEUR 3.400), sonstige betriebliche Erträge (TEUR 7.647), Materialaufwand (TEUR 122.674), Personalaufwand (TEUR 32.160), Abschreibungen (TEUR 12.601), sonstige betriebliche Aufwendungen (TEUR 34.933) und sonstige Steuern (TEUR 1.528). Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode. Hierbei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen zugehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesem zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3, Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Forderungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Beteiligungserträge aus einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. Gewinne und Verluste aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen wurden herausgerechnet, sofern diese nach § 304 Abs. 2 HGB nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns waren. Konzerninterne Umsatzerlöse und Erträge wurden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet, soweit sie nicht in andere aktivierte Eigenleistungen oder Bestandsveränderungen umzugliedern waren. Auf Grund der Aufdeckung von stillen Reserven aus Erstkonsolidierungen kommt es zu dem Ansatz von latenten Steuern. Währungsumrechnung Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei wurden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags nach dem Prinzip der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse entstehenden Differenzen aus der Umrechnung wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung im Eigenkapital eingestellt. Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge erfolgte mit dem Jahresdurchschnittskurs. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung eingestellt. Für die Währungsumrechnung im Rahmen der Konzernabschlusserstellung wurden folgende Wechselkurse für einen Euro zugrunde gelegt:
Nicht wesentliche Währungseffekte aus der Schuldenkonsolidierung werden vereinfachend in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Sofern die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögensgegenstands nicht bestimmbar ist, wird eine unbestimmte Nutzungsdauer unterstellt und dieser immaterielle Vermögensgegenstand nicht planmäßig abgeschrieben. Gemäß § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Infolge der Kapitalkonsolidierung werden Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen, die zwischen 10 und 19 Jahren linear abgeschrieben werden. Hinsichtlich der Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte wird auf die Anlage 2 zum Anhang (Anlagespiegel) verwiesen. Eine Abschreibungsperiode von mehr als zehn Jahren für die Geschäfts- oder Firmenwerte wurde ausschließlich dann gewählt, wenn diese aufgrund der Geschäftstätigkeit bzw. der betriebsindividuellen Umstände der einbezogenen Einheit angemessen ist. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung ist der Wertansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts um außerplanmäßige Abschreibungen zu mindern. Dies ist der Fall, wenn der Buchwert über dem beizulegenden Wert des Geschäfts- oder Firmenwerts liegt (§ 309 Absatz 1 HGB i. V. m. § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB). Die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts wird nach den Regelungen des DRS 23.129 geprüft. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert (§ 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB). Diese erfolgen nach der linearen Methode. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die planmäßigen Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bei den deutschen Gesellschaften sind geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen werden auf der Passivseite als Sonderposten ausgewiesen und über die entsprechende Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände ertragswirksam vereinnahmt. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens vorgenommen und sind die Gründe für diese Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten bzw. zu den um zwischenzeitlich vorzunehmende planmäßige Abschreibungen verminderten fortgeführten Anschaffungskosten. Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem handelsrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Fremdkapitalkosten werden nicht angesetzt. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. In allen Fällen wird gemäß § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 4 HGB verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind - soweit sie un- oder niedrigverzinslich sind - mit dem abgezinsten Wert angesetzt. Flüssige Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern gem. § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 274 HGB und § 306 HGB aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Eine insgesamt nach Verrechnung der aktiven und passiven latenten Steuern verbleibende Steuerbelastung (passiver Überhang) auf Ebene des Organträgers beziehungsweise einer nicht zum Organkreis gehörenden Gesellschaft wird als passive latente Steuer angesetzt. Insofern sich für die nach § 274 HGB ermittelten latenten Steuern insgesamt eine Steuerentlastung (aktiver Überhang) ergibt, wird vom Wahlrecht gemäß § 274 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aktivierung verzichtet. Aufwand oder Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen. Das Stammkapital wird zum Nennwert angesetzt und ist in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalrücklage wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unverändert zum Vorjahr versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Für die Abzinsung wird pauschal gemäß § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (im Vorjahr: 1,78 %) verwendet. Erwartete Rentensteigerungen werden mit 2,20 % (im Vorjahr: 2,20 %) berücksichtigt. Das Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird mit dem beizulegenden Zeitwert der Versicherungen mit den Rückstellungen verrechnet. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen, die Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes sowie die Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Alle übrigen Komponenten der Pensionsaufwendungen werden im Personalaufwand erfasst. Die sonstigen Rückstellungen sowie die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung bzw. Erträge aus der Abzinsung bei der Folgebewertung von langfristigen Rückstellungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten nach § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 250 Abs. 2 HGB umfassen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, erfolgt die Währungsumrechnung unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips sowie des Anschaffungskostenprinzips. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 2 zum Anhang) dargestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert enthält mit TEUR 187 (im Vorjahr TEUR 294) originäre Bestandteile. Der Posten Ausleihungen an Gesellschafter beinhaltet ausschließlich langfristige Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 40.000 (im Vorjahr TEUR 0). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 216 (im Vorjahr TEUR 120) umfassen im Wesentlichen Darlehensforderungen. Im Vorjahr beinhaltete der Posten hauptsächlich Forderungen aus Cash-Pooling. Die Forderungen gegenüber Gesellschafter beinhalten ausschließlich kurzfristige Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 22.187 (im Vorjahr TEUR 0). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten u. a. Darlehensforderungen (TEUR 4.824, im Vorjahr TEUR 136), Steuererstattungsansprüche (TEUR 4.561, im Vorjahr TEUR 6.275) und Forderungen aus einem Ergebnisabführungsvertrag. Im Vorjahr waren unter dieser Position noch geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 5.000 enthalten. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind Beträge in Höhe von TEUR 339 (im Vorjahr TEUR 461) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten Die Entwicklung der liquiden Mittel ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 2.201 (im Vorjahr TEUR 1.978) enthält u.a. Mietvorauszahlungen und Lizenzgebühren. Konzerneigenkapital Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals einschließlich der nicht beherrschenden Anteile ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.144 (im Vorjahr TEUR 1.130). Diese wurden in voller Höhe mit den Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen verrechnet. Diese entsprechen den beizulegenden Zeitwerten in Höhe von TEUR 86 (im Vorjahr TEUR 86). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 3 (im Vorjahr TEUR 23). Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 13.457 (im Vorjahr TEUR 13.969) betreffen insbesondere Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für ausstehende Rechnungen (TEUR 86.745, im Vorjahr TEUR 99.144), Rückzahlungsverpflichtungen (TEUR 27.048, im Vorjahr TEUR 21.835), sonstige Verpflichtungen im Personalbereich (TEUR 4.898, im Vorjahr TEUR 7.940), Prozess- und Schadenersatzrisiken (TEUR 757, im Vorjahr TEUR 1.502) und Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (TEUR 428, im Vorjahr TEUR 2.712). Im Vorjahr waren unter diesem Posten noch Rückstellungen für Erfüllungsrückstände TEUR 2.243 sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften TEUR 580 enthalten. Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u.a. kreditorische Debitoren (TEUR 10.513, im Vorjahr TEUR 12.979), Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 5.242, im Vorjahr TEUR 4.132) sowie Pfandgeldverbindlichkeiten (TEUR 1.692, im Vorjahr TEUR 2.260). Latente Steuern Insgesamt ergibt sich im Konzernabschluss der Interzero Circular Solutions GmbH, Berlin, ein Passivüberhang an latenten Steuern, der im Wesentlichen aus passiven latenten Steuern aus Konsolidierungsvorgängen nach § 306 HGB resultiert. Gegenüber dem Vorjahr haben sich diese im Wesentlichen durch außerplanmäßige Abschreibungen von Vermögensgegenständen und durch Änderungen des Konsolidierungskreises um TEUR 18.157 auf TEUR 862 gemindert. Die passiven latenten Steuern resultieren vor allem aus Unterschieden in der Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen. Der Passivüberhang an latenten Steuern wurde teilweise durch aktive latente Steuern gemindert. Ein Teil der aktiven latenten Steuern wird jedoch aufgrund eines sich ergebenden Aktivüberhangs und der Nutzung des Wahlrechts nach § 274 HGB in den Einzelabschlüssen in Einklang mit den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nicht bilanziert. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Unterschieden in der Bewertung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen. Für die Steuerberechnung wurden, die in den jeweiligen Ländern relevanten Ertragssteuersätze, verwendet. Für die Ermittlung der latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurde ein kombinierter Ertragssteuersatz von 24,0 % bis 30,0 % zu Grunde gelegt. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag aus einer selbstständigen, unbedingten und unwiderruflichen Garantie in Höhe von TEUR 13.684 (im Vorjahr TEUR 15.280) gegenüber einem Vermieter eines nahestehenden Unternehmens. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da das verbundene Unternehmen über ausreichende finanzielle Mittel verfügt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Außerbilanzielle Geschäfte Zum Bilanzstichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und außerbilanziellen Geschäfte TEUR 16.200 (im Vorjahr TEUR 105.022). Diese wurden zur Verbesserung des Working Capitals abgeschlossen. Den entkonsolidierten Gesellschaften waren im Vorjahr sonstige finanzielle Verpflichtungen, im Wesentlichen aus Miet-, Leasing- und Pachtverträgen, in einem erheblichen Umfang zuzurechnen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen unter Berücksichtigung von Fristigkeiten u. a. folgende Sachverhalte:
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Außenumsatzerlöse entfallen wie folgt auf das In- und Ausland:
Sonstige betriebliche Erträge Dieser Posten beinhaltet hauptsächlich periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 28.537 (im Vorjahr TEUR 19.243), Entkonsolidierungserträge in Höhe von TEUR 14.378 (im Vorjahr TEUR 0) sowie Erträge aus der Neubewertung von Forderungen. Abschreibungen In diesem Posten ist eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 57.686 (im Vorjahr TEUR 3.218) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Dieser Posten enthält im Wesentlichen Kosten der Datenverarbeitung (TEUR 13.866, im Vorjahr TEUR 13.206), Aufwendungen für Verkaufsprovisionen (TEUR 6.867, im Vorjahr TEUR 25.569), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 6.443, im Vorjahr TEUR 8.365), Raumkosten (TEUR 5.060, im Vorjahr TEUR 13.547), Aufwendungen aus der Wertberichtigung und Abschreibung von Forderungen (TEUR 4.790, im Vorjahr TEUR 2.545), Aufwendungen für Ausgangsfrachten (TEUR 3.376, im Vorjahr TEUR 16.209), Entkonsolidierungsaufwendungen (TEUR 2.478, im Vorjahr TEUR 2.057), Fuhrparkkosten (TEUR 2.057, im Vorjahr TEUR 6.547), Aufwendungen für Serviceverträge (TEUR 1.633, im Vorjahr TEUR 422), Aufwendungen für Markenlizenzgebühren (TEUR 1.582, im Vorjahr TEUR 0), Versicherungskosten (TEUR 1.166, im Vorjahr TEUR 4.645), Nebenkosten Geldverkehr (TEUR 1.013, im Vorjahr TEUR 478), Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 779, im Vorjahr TEUR 10.390) sowie weitere Betriebs-, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen. Es sind wie im Vorjahr keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Dieser Posten (TEUR 3.374, im Vorjahr TEUR 194) enthält Erträge aus Tages- und Festgeldanlagen sowie Zinserträge aus der Ausreichung von Darlehen. Wie im Vorjahr enthält dieser Posten keine nennenswerten Beträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In diesem Posten (TEUR 256, im Vorjahr TEUR 3.363) sind u.a. Aufwendungen aus Bürgschaftsprovisionen für duale Systeme (TEUR 98, im Vorjahr TEUR 128), Zinsaufwendungen für Darlehen (TEUR 45, im Vorjahr TEUR 3.363), Avalgebühren und Provisionen (TEUR 40, im Vorjahr TEUR 52) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 20 (im Vorjahr TEUR 67) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR -17.857 (im Vorjahr TEUR 1.334). Sonstige Angaben Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß DRS 21 "Kapitalflussrechnung" aufgestellt. Der Finanzmittelbestand umfasst grundsätzlich die Posten Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten und die Wertpapiere des Umlaufvermögens. Im Berichtsjahr enthält der Finanzmittelbestand ausschließlich den Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Guthaben bei Kreditinstituten unterliegt zum Bilanzstichtag keinen Verfügungsbeschränkungen. Geschäftsführung Zur Geschäftsführung waren somit folgende Personen bestellt:
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Die Geschäftsführung führen ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter ergibt sich wie folgt:
Konzernverhältnisse Die Interzero Circular Solutions GmbH, Berlin (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 180086 B), stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die Interzero Circular Solutions GmbH, Berlin, und ihre Tochterunternehmen und Beteiligungen werden in den Konzernabschluss der Interzero Holding GmbH & Co. KG, Berlin (Amtsgericht Charlottenburg, HRA 61033 B) einbezogen. Die Interzero Holding GmbH & Co. KG, Berlin, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Honorar des Konzernabschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar für die Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt TEUR 220 (im Vorjahr TEUR 249). Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 184 (im Vorjahr TEUR 213) und andere Bestätigungsleistungen TEUR 35 (im Vorjahr TEUR 35). Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Die Gesellschaften, die die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen, sind aus der Konzernanteilsbesitzliste (Anlage 1 zum Anhang) ersichtlich. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den vollständigen Jahresüberschuss des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 12. April 2024 Sebastiaan Krol, Geschäftsführer Melanie Freytag, Geschäftsführerin Anteilsbesitzliste zum 31.12.2023
Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023A. Grundlagen des Konzerns A.1. Produkte und Dienstleistungen A.2. Steuerungssystem B. Wirtschaftsbericht B.1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen B.2. Änderungen rechtlicher Rahmenbedingungen B.3. Geschäftsverlauf B.4. Lage B.4.1. Ertragslage B.4.2. Vermögenslage B.4.3. Finanzlage B.5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der ICS-Gruppe C. Chancen- und Risikobericht C.1. Chancenbericht C.2. Risikobericht C.2.1. Grundsätze C.2.2. Das interne Kontrollsystem in Bezug auf die Konzernrechnungslegung C.2.3. Risikobewertung C.2.4. Risiken C.3. Gesamtchancen- und -risikoprofil D. Weitere Angaben E. Prognosebericht A. Grundlagen des Konzerns Die Interzero Circular Solutions GmbH, Berlin, und die mit ihr verbundenen Tochterunternehmen (ICS-Gruppe) sind mit insgesamt 35 Tochter- und Beteiligungsunternehmen in zehn europäischen Ländern vertreten. Sie gehört zu den führenden Anbietern von Dienstleistungen rund um die Schließung von Produkt-, Material- und Logistikkreisläufen. Aufgabenfelder der ICS-Gruppe sind die Konzeption und die Realisation von Erfassungs-, Rückhol- und Kreislaufsystemen für gebrauchte Verpackungen und Produkte. A.1. Produkte und Dienstleistungen Das Dienstleistungsangebot war im Berichtsjahr in fünf Geschäftsfelder unterteilt. Hierzu zählen Waste Management Solutions, Interseroh+, Circular Solutions, Facility Solutions und International Solutions. Wesentlicher Akteur des Geschäftsfelds Waste Management Solutions (WMS) ist die Interzero Circular Solutions Germany GmbH, Köln, (ICSG). Zudem sind diesem Geschäftsfeld die Interzero EPR Services GmbH (IEPR), Köln, die Interzero Deposit Solutions GmbH, Köln, (IDS), und die Interzero Repasack GmbH, Wiesbaden, (Repasack) zugeordnet. Die ICSG organisiert gemäß Verpackungsgesetz (VerpackG) die Rücknahme von Transportverpackungen in Handel und Gewerbe. Hierzu führt sie über Dritte die Sammlung, den Transport, die Sortierung und die Aufbereitung der Verpackungen durch. Insgesamt betreibt die ICSG in mehreren Branchen Rücknahmelösungen für Transportverpackungen. Ein weiterer Bestandteil des Dienstleistungsangebotes der ICSG umfasst die gesamte Bandbreite des Managements der Filial-, Lager- und Produktionsstättenentsorgung sowie die Verwertung beziehungsweise Vermarktung der gewonnenen Rohstoffe. Hier wird ein nach Kundenwünschen individualisiertes Konzept erarbeitet. Mit EcoService24 wird ferner ein webbasiertes Entsorgungsportal im Privat- und Kleingewerbekunden-Bereich betrieben. Zudem unterhält die ICSG ein Sammelsystem für Leuchtmittel in Industrie, Handel und Gewerbe. Alle in diesem Zusammenhang anfallenden LED-Module, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen werden der Verwertung zugeführt. Die IEPR organisiert für externe Hersteller die Rücknahme und Verwertung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten gemäß Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG). Der Dienstleister erstellt die gesetzlich geforderten Nachweise und unterstützt seine Kunden bei den Themen Registrierung, Meldung, Garantie sowie Treuhänderschaft. Zudem sind dem Geschäftsfeld WMS die Aktivitäten rund um Einwegpfand-Lösungen zugeordnet. Im Rahmen der Rücknahme bepfandeter Einwegverpackungen erbringt die IDS für ihre Kunden die notwendigen Zählleistungen von Flaschen und Dosen, realisiert die Abholung der gesammelten Einwegverpackungen von den jeweiligen Anfallstellen sowie das zur Rückforderung der verauslagten Pfandgelder relevante Pfand-Clearing. Unter Pfand-Clearing wird hierbei die Verrechnung zwischen der Pfand einnehmenden Stelle und der Rücknahme- und damit der Pfand auszahlenden Stelle verstanden. Daneben vermarktet die Gesellschaft die dabei gewonnenen Rohstoffe (PET, Glas, Aluminium und Weißblech). Die Repasack garantiert die ordnungsgemäße Rücknahme und Verwertung gebrauchter Kraftpapiersäcke aus Gewerbe und Industrie im Sinne des VerpackG. Dies beinhaltet die Reinigung und Aufbereitung des Materials in einer eigenen Anlage in Oberhausen. Das Geschäftsfeld Interseroh+ (I+) konzentriert ihre Geschäftsaktivitäten auf die Rücknahme von Verkaufsverpackungen. Das VerpackG verlangt von den Inverkehrbringern die Rücknahme ihrer beim Endverbraucher anfallenden Verkaufsverpackungen. Die konkrete Rückführung und Verwertung erfolgt dabei über ein duales System. Mit dieser Dienstleistung bietet die Interseroh+ GmbH, Köln, Sammlung, Transport, Sortierung und Aufbereitung jener Verkaufsverpackungen an. Über die Verpackungslizenzierung hinaus bietet das duale System Interseroh+ den kompletten Wertstoffkreislauf aus einer Hand - vom recyclinggerechten Verpackungsdesign bis zu hochwertigen Rezyklaten für eine nachhaltige Produktion. Unternehmen, die sich für einen Vertrag mit der Interseroh+ entscheiden, erfüllen damit nicht nur ihre Pflichten aus dem VerpackG, sondern können als Partner der "Recycling-Allianz" selbst Verantwortung für das Schließen von Rohstoffkreisläufen übernehmen. Dem Geschäftsfeld Circular Solutions sind die Interzero Pooling Cycle GmbH, Köln, (IZ Pool), die Interzero Tech Cycle GmbH, Köln, (ITC) sowie die Interzero Product Cycle GmbH, Melle, (IPC) zugeordnet. Beim Mehrweg-Pooling-System steht die Vermeidung von Abfällen im Vordergrund. In einem innovativen Kreislaufsystem werden Mehrweg-Transportverpackungen entlang der Lieferkette vom Erzeuger bis zur Filiale durch die IZ Pool gemanagt. Die in einem Logistikkreislauf geführten Boxen werden beispielsweise zum Verkauf von Obst und Gemüse eines großen Lebensmitteldiscounters eingesetzt. Nach dem Verkauf der Waren werden zur Erhaltung der Hygienestandards alle Boxen in firmeneigenen Waschdepots gereinigt und instandgesetzt, wenn sie dem Lieferkettenstandard nicht entsprechen. Nicht reparable Mehrweg-Transportverpackungen werden in einem geschlossenen Recyclingkreislauf für die Herstellung neuer Kisten eingesetzt. Die IZ Pool optimiert die Pool-Bestände durch die Synchronisation nationaler Abholungen im Handel, internationale Zustellungen in das Netzwerk des Obst-/Gemüse-Handels und der zentralen Waschkapazitäten. Sie erhielt als erster Pooling-Dienstleister die Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 22000:2005 (Lebensmittelsicherheit). Dieses Mehrweg-Pooling-System wurde im Berichtsjahr eingestellt. Die IPC sammelt und sortiert leere Tintenpatronen und Tonerkartuschen aus Druckern, Kopierern und Faxgeräten und vermarktet diese zur Wiederbefüllung an sogenannte Refiller. Zudem betreibt die IPC IT-Refurbishment durch die Wiederaufbereitung von Hardware zur Wiederverwendung und -vermarktung. Der Geschäftsbereich bietet alle Schritte aus einer Hand: von der Abholung über die Datenlöschung und Aufbereitung bis hin zur Vermarktung. Alle Daten werden gemäß einer Empfehlung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik mit einer zertifizierten Software gelöscht. Zudem werden die Geräte geprüft, aufgerüstet und anschließend über Vertriebspartner weiter vermarktet. Im Rahmen von Aufbereitung und Weiterverkauf von ausgemusterter Server- und Netzwerktechnik ergänzt die ITC, ein Joint Venture mit dem dänischen Unternehmen Globecom, das Angebot der IPC. Das Geschäftsfeld Facility Solutions fokussiert sich auf die Immobilienverwaltung und -verwertung von Liegenschaften im Eigentum Dritter. Des Weiteren zählen die Konversion von Liegenschaften und die Grundstücksentwicklung zu den Tätigkeitsfeldern. Das zudem bestehende Geschäftsfeld International Solutions ist ein wichtiger Treiber bei der Internationalisierung der Dienstleistungen aus den einzelnen Geschäftsfeldern, aber auch für länderspezifische Innovationen und Produktentwicklungen. Die ICS-Gruppe ist mit eigenen Gesellschaften in mittel-, süd- und osteuropäischen Recyclingmärkten tätig. Hierzu gehören unter anderem Österreich, Slowenien, Polen, Italien, Kroatien und Serbien. In diesen Ländern bietet die Unternehmensgruppe Filial- und Zentrallagerentsorgung sowie diverse Sammelsysteme an, beispielsweise für Transportverpackungen, Verkaufsverpackungen oder E-Schrott. Bezogen auf den Ergebnisbeitrag sind die Bereiche WMS und I+ von wesentlicher Bedeutung. Darüber hinaus gewinnt das Geschäftsfeld International Solutions zunehmend an Relevanz. A.2. Steuerungssystem In der ICS-Gruppe werden zur Steuerung der gesamten Gruppe, der Geschäftsfelder sowie deren Geschäftsaktivitäten verschiedene Kennzahlen genutzt. Diese Kennzahlen werden der Geschäftsführung der ICS-Gruppe monatlich vorgelegt. Steuerungsgrößen Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe setzen sich aus Erlösen aus der Erbringung von Dienstleistungen und aus Erlösen aus dem Verkauf von Waren und fertigen Erzeugnissen abzüglich Erlösschmälerungen zusammen. EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) Anhand dieser Kennzahl ermittelt die Unternehmensgruppe Effizienz und Ertragskraft des operativen Geschäfts. Die Kennzahl wird wie folgt berechnet: Umsatzerlöse plus bzw. minus Bestandsveränderungen, plus aktivierte Eigenleistungen und sonstige betriebliche Erträge, abzüglich sonstiger betrieblicher Aufwendungen und sonstiger Steuern sowie Material- und Personalaufwand. EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) Das EBIT gibt Auskunft über die gesamte Ertragskraft der Unternehmensgruppe. Die Berechnung erfolgt dabei über den Abzug der Abschreibungen vom EBITDA. Investitionen Die absolute Größe der Investitionen zeigt die langfristige Bindung finanzieller Mittel im Anlagevermögen ohne Finanzierungsleasing. Bei Investitionsentscheidungen steht die zielgerichtete Verwendung der Finanzmittel im Mittelpunkt. Marktanteil I+ Der Marktanteil des Betreibers eines dualen Systems bemisst sich anhand der durch die dualen Systeme an die Zentrale Stelle gemeldeten Mengen dividiert durch die Gesamtmenge. Hierdurch wird der zu tragende, individuelle Anteil des Aufwands, der im Gesamtmarkt dualer Systeme entsteht, bestimmt. Die für die Unternehmensgruppe maßgebliche Fraktion sind dabei die LVP. B. Wirtschaftsbericht B.1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Ein bedeutender volkswirtschaftlicher Indikator für das Geschäftspotential der ICS-Gruppe ist die Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland. Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere hinsichtlich der erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar. Das BIP ist zum Jahresende nach Informationen des Statistischen Bundesamtes preis-, saison- und kalenderbereinigt um rund 0,25 % gegenüber dem Vorquartal gesunken. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Rückgang des BIP um 0,3 %. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, zurückgegangen. Die Importe fielen im Zuge der schwachen Binnennachfrage mit -3,0 % sogar noch kräftiger, weshalb der Außenhandel rechnerisch +0,6 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitrug. Diese volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind das Resultat voreinander unabhängiger Ursachen, weisen jedoch eine Vielzahl von wechselseitigen Bezügen auf. Als konsumnachgelagerter und produktionsvorgelagerter Wirtschaftsbereich besteht für die Entsorgungs- und Recyclingbranche eine direkte Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die konsumseitige Vorsicht und Zurückhaltung der privaten Haushalte bzw. die schwache Binnennachfrage hatte Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit unserer Kunden aus diversen Branchen und beeinflusste somit sowohl die Abfallmengen, die im Rahmen diverser Rücknahme- und Sammelsystemen anfallen als auch die Aufträge im Bereich der Filial-, Lager- und Produktionsstättenentsorgung. Darüber hinaus wurden die Rahmenbedingungen durch die anhaltenden und neu hinzugekommenen geopolitischen Krisen unmittel- und mittelbar beeinflusst. Eine einsetzende Erholung im Bereich des Papierrecyclings im vierten Quartal 2022 konnte im Berichtsjahr fortgesetzt werden. Die Altpapierpreise zeigten im Jahr 2023 eine weitestgehende Preisstabilität. Die deutsche Papier- und Zellstoffindustrie hatte im Geschäftsjahr nach einer Publikation des Verbands DIE PAPIERINDUSTRIE e. V., bedingt durch die gegenwärtige Wirtschaftsschwäche, die starke Verteuerung der Energiekosten sowie infolge des anhaltenden Trends zur Digitalisierung einen deutlichen Rückgang bei Produktion und Absatz zu verzeichnen. Wie der Verband DIE PAPIERINDUSTRIE publizierte, ging die Produktion 2023 um rund 14 % zurück. Sie sank damit auf den niedrigsten Wert der vergangenen 20 Jahre. Der Absatz brach um 13 % ein. Der Branchenumsatz fiel um 27 % auf 15,5 Mrd. Euro. Besonders bei den grafischen Papieren war der Absatzrückgang 2023 mit 29 % dramatisch und deutlich stärker als in den europäischen Vergleichsmärkten. Auch Verpackungspapiere und -kartons hatten beim Absatz mit einem klaren Rückgang (minus 7 %) zu kämpfen. Da die Absatzmenge an Papier, Karton und Pappe oberhalb der Produktionsmenge lag, stieg äquivalent die Altpapiereinsatzquote im Berichtsjahr an. Im Kunststoffbereich haben sich die Handelspreise rückläufig entwickelt und sind teilweise drastisch seit Jahresbeginn gefallen. Die Gründe hierfür liegen im Wesentlichen in den günstigen Preisen für Neuwaren und den erheblich gestiegenen Importen aus Nicht-EU-Ländern, wodurch die Nachfrage nach Recyclingmaterial zurück ging. Nach Auswertungen des statistischen Bundesamtes und Informationen des TecPart - Verband Technische Kunststoff-Produkte e. V ist der Gesamtumsatz der Kunststoffverarbeiter um 6,26 % gesunken und gleichzeitig hat sich der Materialverbrauch um 8,7 % reduziert. Damit stellten alle Bereiche der Kunststoffverarbeitung weniger Produkte her. Im Inlandsabsatz waren demzufolge die Rückgänge mit -6,9 % etwas höher als die Rückgänge des Exports, welche um 5,5 % gesunken sind. In den Sparten der Kunststoffverarbeitung verzeichneten im Berichtsjahr 2023 die Bereiche Bau und Verpackung, welche traditionell einen hohen Rezyklatanteil in ihren Produkten einsetzen, gemäß vorgenannter Publikation, besonderes hohe Rückgänge. Da viele Materialsorten der Originalware günstiger erworben werden konnten als die Recyclingware, konnte diese Entwicklung auch durch höhere Quotenvorgaben für Kunststoffprodukte nicht kompensiert werden. Hohe Energiekosten, die auf die Herstellung heimischer Rezyklate durchschlugen, begünstigte unter anderem Materialimporte von Rezyklaten, was der Recyclingwirtschaft in Deutschland und Europa deutlich zusetzte und zwischenzeitlich zu Kurzarbeit bei vielen Recyclern führte. Die starke Dynamik der Entsorgungs- und Recyclingbranche hat auch im Jahr 2023 nicht nachgelassen. Der Wettbewerb wird in den vergangenen Jahren vor allem durch den Einstieg von Großkonzernen aus Einzelhandel, Mineralöl und Chemie noch zusätzlich befeuert. Vor allem das Merkmal aus Win-Win für Umwelt und Wirtschaft rückt in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit und zieht damit mehr Marktteilnehmer und mediale Aufmerksamkeit an. Zudem entwickelt sich infolge der voranschreitenden Digitalisierung das Wettbewerbsumfeld weiter und neue Unternehmen, insbesondere Start-ups, treten in den Markt ein. Diese Entwicklung sorgt zum einen für stärkere Wettbewerbsintensität und stellt zum anderen den Bereich vor einen erheblichen Innovationsdruck. B.2. Änderungen rechtlicher Rahmenbedingungen Der Begriff "Circular Economy" ist nach wie vor in aller Munde. Circular Economy zielt darauf ab, Produkte und Materialien durch Prozesse wie Wartung, Wiederverwendung, Aufarbeitung, Wiederaufbereitung, Recycling und Kompostierung im Kreislauf zu halten und so dem Klimawandel und anderen globalen Herausforderungen wie dem Verlust der biologischen Vielfalt, Abfall und Umweltverschmutzung entgegenzuwirken und die Wirtschaftstätigkeit vom Verbrauch endlicher Ressourcen zu entkoppeln. Die Transformation zu einer "Circular Economy" funktioniert jedoch nicht ohne gesetzgeberischen Rahmen und Anreize. Ungeachtet von kompetenzrechtlichen Fragestellungen ist offenkundig, dass effektive Modelle eines über die Landesgrenzen hinausgehenden Ansatzes bedürfen und sich der umwelt- und abfallrechtliche, wie auch der politische Focus nahezu ausschließlich auf die Europäischen Institutionen richtet. Da die Kreislaufwirtschaft zu den zentralen Pfeilern des European Green Deal zählt, ist bei der Betrachtung der Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen derzeit das wesentliche Augenmerk auf europäische Entwicklungen zu legen. Die Europäische Union setzt neue Standards für eine nachhaltige und sichere Batterieindustrie durch die Einführung einer umfassenden europäischen Batterieverordnung. Die Verordnung ist am 17. August 2023 in Kraft getreten und wird ab dem 18. Februar 2024 wirksam. Sie betrifft alle wesentlichen Batterietypen, darunter tragbare Batterien, Industriebatterien, Batterien für Elektrofahrzeuge und Batterien für leichte Verkehrsmittel. Ihr Ziel ist es, die Batterieindustrie nachhaltiger, sicherer und wettbewerbsfähiger zu gestalten. Durch die Festlegung strenger Nachhaltigkeitsanforderungen, wie dem CO 2 -Fußabdruck, dem verpflichtenden Einsatz von Rezyklaten sowie der Statuierung ambitionierte Sammelziele für verschiedene Batterietypen, fördert die Verordnung das Recycling und die Materialrückgewinnung. Am 22. Dezember 2023 haben die EU-Mitgliedstaaten die neue Ökodesign-Verordnung beschlossen. Mit einem in Kraft treten wird derzeit im zweiten Quartal 2024 gerechnet. Die neue Verordnung zielt darauf ab, den europäischen Binnenmarkt auf nachhaltige Produkte auszurichten. Zukünftig sollen nur noch Produkte verkauft werden, die ressourcenschonend, langlebig, reparierbar und energieeffizient sind. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Beendigung der Vernichtung neuwertiger Konsumgüter wie Textilien und Schuhe. Die Verordnung erweitert den bisherigen Geltungsbereich auf nahezu alle Produkte, setzt jedoch nicht direkt spezifische Anforderungen für einzelne Artikel. Stattdessen legt sie grundlegende Leistungsanforderungen fest, die später in detaillierten Regelungen für bestimmte Produktkategorien konkretisiert werden sollen. Diese Anforderungen erstrecken sich über den gesamten Produktlebenszyklus und umfassen Material-, Energie- und Ressourceneffizienz, einschließlich Aspekten wie Langlebigkeit, Reparierbarkeit und ökologischer Fußabdruck. Nach dem Inkrafttreten der Verordnung wird die Europäische Kommission spezifische Regelungen für erste Produktgruppen wie Möbel, Textilien, Schuhe, Metalle und Chemikalien entwickeln. Hierbei sind Übergangsfristen von 18 Monaten vorgesehen, um den Bedürfnissen kleiner und mittelständischer Unternehmen gerecht zu werden. Darüber hinaus integriert die Verordnung Maßnahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft, wie die Verbesserung der Produktlebensdauer und die Erhöhung des Anteils an recycelten Materialien. Die Europäische Kommission hat am 30. November 2022 einen ersten Entwurf einer Verpackungsverordnung vorgelegt, welcher die bisherige Verpackungsrichtlinie ablösen soll. In ganz Europa sollen einheitliche Regeln für das Design von Verpackungen und deren Entsorgung festgelegt werden. Die Kommission hat insbesondere vorgeschlagen, folgende Maßnahmen einzuführen: Ab 2030 dürfen nur noch Verpackungen verkauft werden, die man recyceln kann. Es sollen Anreize geschaffen werden, um die Wiederverwertung von Verpackungen zu verbessern. Ab 2030 sollen Hersteller verpflichtet sein, bestimmte Mengen an recyceltem Material in ihren Verpackungen zu verwenden und Wiederverwendungsquoten zu erfüllen. Zudem soll ab 2029 grundsätzlich in allen Mitgliedstaaten für bestimmte Einweg-Plastikflaschen und Metallbehälter ein Pfandsystem eingeführt werden. Nachdem das Europäisches Parlament im November 2023 seine Änderungsanträge verabschiedet hat, hat der Europäische Rat seine allgemeine Ausrichtung im Dezember 2023 beschlossen. Die sich anschließenden Trilogverhandlungen werden sich voraussichtlich über Monate erstrecken, so dass das Europäische Parlament im Falle einer Einigung frühestens im Frühjahr 2024 die neue Verpackungsverordnung beschließen könnte. Die neue EU-Verpackungsverordnung wäre ein wichtiger Schritt, um nicht recycelten Verpackungsmüll zu verringern und eine Wirtschaft zu fördern, in der Materialien wiederverwendet werden. Sie stellt einen wichtigen Baustein im Rahmen der Transformation hin zu einer "Circular Economy" dar. Die Europäische Kommission hat ferner eine schlanke Revision der Abfallrahmenrichtlinie angekündigt. Wesentliche Themenkomplexe sollen die Bereiche der Vermeidung von Lebensmittelabfällen sowie die Statuierung einer erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien umfassen. Die Revision der Abfallrahmenrichtlinie konzentriert sich insbesondere auf die Einführung verpflichtender und harmonisierter erweiterter Herstellerverantwortungsregelungen für Textilien in allen EU-Mitgliedstaaten. Hersteller sollen für den gesamten Lebenszyklus von Textilprodukten verantwortlich sein und die nachhaltige Bewirtschaftung von Textilabfällen unterstützen. Im Lebensmittelsektor zielt die Revision darauf ab, die Lebensmittelabfallerzeugung bis 2030 um 10 % in der Verarbeitung und Herstellung von Lebensmitteln und um 30 % im Einzelhandel, in der Gastronomie und in Haushalten zu reduzieren. Nahezu alle Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, Wachstum und Ressourcenknappheit miteinander zu vereinbaren. Die effektive Nutzung europäischer Kreislaufwirtschaftsinstrumente bietet hierfür eine Lösung. Indem Unternehmen diese Instrumente nutzen, können sie ihre Wachstumsziele erreichen, ohne dabei die Verfügbarkeit von Ressourcen zu gefährden. Dieser Ansatz ermöglicht es, Wirtschaftswachstum von dem Verbrauch natürlicher Ressourcen zu entkoppeln. Diejenigen Unternehmen, die diese Veränderungen frühzeitig erkennen und darauf reagieren, können sich als Vorreiter in der nachhaltigen Wirtschaft positionieren. Die Europäische Union unterstützt diesen Wandel durch neue Gesetzgebungen. Diese Gesetze bieten nicht nur einen Rahmen für eine nachhaltige Transformation, sondern schaffen auch Anreize für Unternehmen, die bereit sind, in neue Technologien und Prozesse zu investieren. Dadurch eröffnen sich neue Chancen für Geschäftsmodelle, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch nachhaltig sind. B.3. Geschäftsverlauf Die im Vorjahr von der Geschäftsführung der ICS-Gruppe prognostizierten Entwicklungen der Steuerungsgrößen sind weitestgehend eingetreten. Infolge der weiteren Fokussierung auf ein innovatives, nachhaltiges und kundenindividuelles sowie zunehmend digitales Kreislaufmanagement wurden zum Geschäftsjahresbeginn sämtliche Kapitalanteile an der Interzero Plastics Sorting GmbH (IPS) vormals ALBA Recycling GmbH veräußert. Neben dem Verkauf der Kapitalanteile wurde auch die Kreditnehmerposition für das Konsortialdarlehen übertragen. Diese Veränderung des Konsolidierungskreises führte, wie prognostiziert, zu einem signifikanten Umsatzrückgang und zu einem deutlichen, aber nicht signifikanten Rückgang des EBITDA, da Entkonsolidierungserträge die Entwicklung kompensierten. Zudem wurde zum Ablauf des Berichtsjahres die Brandenburgische Boden Gesellschaft für Grundstücksverwaltung GmbH verkauft. Infolgedessen wird sich die ICS-Gruppe nunmehr primär auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Im Geschäftsfeld WMS kam es im Berichtsjahr zu unterschiedlichen Entwicklungen. Als konsumnachgelagerter Wirtschaftsbereich waren die Auswirkungen der allgemeinen Konjunkturlage, der Konsumrückgang der privaten Haushalte und die weiterhin hohen Logistikkosten direkt und indirekt spürbar. Zusätzlich begann das Berichtsjahr im Bereich der Rohstoffvermarktung, welcher ein wichtiger Faktor der Ergebniserzielung darstellt, auf einem äußerst niedrigen Niveau. Während die Preise für Folien im Jahresverlauf weiter sanken, gab es im Bereich der PPK-Preise eine aufhellende Entwicklung. Abgesehen von den exogenen Faktoren konnte die Kundenbasis auf einem stabilen Niveau gehalten und unter anderem durch einen Vertrag mit einem deutschen Fahrzeughersteller im Hochpreissegment ergänzt werden. Das im Vorjahr gestartete Projekt zur Verbesserung der Ertragsfähigkeit, welches unter anderem der Automatisierung der Auftragsabwicklung dient, wurde im Berichtsjahr weiter forciert und in den Probebetrieb überführt. In diesem Kontext wurde auch eine umfassende Partnerschaft mit einem Tech-Startup geschlossen. Im Geschäftsfeld I+ wurde die im Vorjahr geschlossene Partnerschaft mit einem großen Handelsunternehmen zu den langfristig strategischen Rahmenbedingungen fortgesetzt. Der Marktanteil in der für die Unternehmensgruppe maßgeblichen Fraktion LVP lag, wie bereits im vorherigen Geschäftsjahr antizipiert, auf Vorjahresniveau. Schwerpunkt des laufenden Geschäftsjahres war weiterhin, das neue, innovatives Angebot der "Recycling-Allianz" weiter zu etablieren. Darüber hinaus verzeichneten die Geschäftsaktivitäten mit dem Online-Portal Lizenzero einen weiterhin äußerst positiven Verlauf. Die Geschäftsaktivitäten rund um die Schließung von Logistik- und Produktkreisläufen haben sich im Berichtsjahr rückläufig entwickelt. Die erzielten geringeren Ergebnisse im Geschäftsfeld Circular Solutions stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Ende April 2023 ausgelaufenen Vertrags mit einem Großkunden, für den ein Mehrweg-Pooling-System gemanagt wurde. Eine direkt im Anschluss begonnene Kooperation sollte ein bepfandetes Mehrweg-Pooling-System im Privatkundenbereich aufbauen, deren Marktakzeptanz allerdings im Berichtsjahr eingeschränkt blieb. Im osteuropäischen Ausland war die Profitabilität der Rücknahmesysteme von Verkaufsverpackungen durch landesimmanente Branchenbedingungen geprägt, welche unter anderem durch den Ukrainekrieg determiniert wurden. Eine marktseitige Verknappung von sog. Recyclingzertifikaten führte im Berichtsjahr zu einem exponentiellen Anstieg der Zertifikatskosten. Dadurch konnte das Geschäftsfeld International seine erfreuliche Entwicklung der Vorjahre nicht bestätigen. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden Ressourcen im Business Development eingesetzt, um digitale und skalierbare Geschäftsmodelle aufzubauen. Aus den zahlreichen im Vorjahr begonnenen Projekten wurden Ausgewählte in die Phase der Markteinführung überführt. In diesem Zusammenhang belasten Anlauf- und Projektkosten das Ergebnis. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr sämtliche Kapitalanteile an der BRAMIN GmbH erworben. Diese ist Vertriebspartnerin des dänischen Ballenpressenherstellers Bramidan mit Fokus auf den deutschen Markt. Zahlreiche Kunden aus den Bereichen Einzel- und Großhandel, Gewerbe, Handwerk sowie Logistik und Industrie nutzen die Ballenpressen zum Verdichten von PPK, Folien, Styropor und anderen, überwiegend als Transportverpackungen eingesetzten Materialien. Mit der BRAMIN Akquisition erweitern wir perspektivisch zielgenau unser Dienstleistungsportfolio. Während die Unternehmensgruppe beim Ballenpressenvertrieb bisher überwiegend im Ausland aktiv war, ermöglicht die Akquisition nun auch den Einstieg in den deutschen Markt. Zudem wurde im Berichtsjahr gemeinsam mit GlobeCom, ein auf Server- und Netzwerk-Refurbishment spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Aalborg, Dänemark, die ITC gegründet. Ab Mai 2023 bietet das Joint Venture ITC Unternehmen die Möglichkeit, ihre ausgemusterte Server- und Netzwerktechnik professionell aufbereitet weiterzuverkaufen und durch ein SmartSelling-Konzept mehr als bei herkömmlichen Verkaufsmodellen zu erlösen. Ferner haben die im Vorjahr gegründeten Gesellschaften in Serbien ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Die erworbenen oder neu gegründeten Gesellschaften sind aktuell einzeln oder auch in der Gesamtheit für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung, sodass von einer Einbeziehung in den Konzernabschluss abgesehen wurde. Allerdings erhöhte die Akquisition das Investitionsvolumen. Insgesamt hat sich das Investitionsvolumen im Berichtsjahr, wie im Vorjahr prognostiziert, deutlich reduziert, da nach der strategischen Neuausrichtung die ICS-Gruppe für die vorgeführten Geschäftsaktivitäten eine Asset-Light-Strategie verfolgt wird. Zudem wurde im Berichtsjahr die Entscheidung getroffen, dass auch die I+ der Markenfamilie Interzero beitreten soll. Dieser Markenrelaunch bedingte eine vollständige Abschreibung des aktivierten Markenrechts Interseroh, sodass insbesondere hierdurch die EBIT-Prognose des Vorjahres verfehlt wurde. B.4. Lage Insbesondere die Veräußerung des anlagen-, personal- und fremdkapitalintensiven Geschäftsbereichs Recycling Solutions führte dazu, dass die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der ICS-Gruppe nicht mit dem Vorjahr vergleichbar ist. Neben dem unmittelbar mit der Entkonsolidierung im Zusammenhang stehenden Abgängen von Vermögensgegenständen und Schulden wurde u.a. auch die Kreditnehmerposition für ein Konsortialdarlehen übertragen, welches der Finanzierung einer Sortieranlage diente. Darüber hinaus wirkte diese Veränderung des Konsolidierungskreises direkt auf die absolute Vergleichbarkeit der Ertragslage und indirekt auf die Ertragsstruktur, da die nunmehr veränderte Fertigungstiefe, als Folge der reduzierten Wertschöpfungskette, Wechselwirkungen bedingen. Daneben beeinflusste die schrittweise Veräußerung des Geschäftsfeld Facility Solutions, die im Vorjahr begann und zum Jahresende abgeschlossen wurde, die Vergleichbarkeit der Vermögens- und Ertragslage. Darüber hinaus führte die Neuausrichtung der ICS zu einer Reduzierung der Investitions- und Finanzierungstätigkeiten, sodass auch die Finanzlage an Vergleichbarkeit verliert. Zudem sind sowohl erhebliche finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Pachtverträgen als auch fortlaufende Mittelabflüsse für Ertüchtigungsinvestitionen abgegangen. B.4.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse der ICS-Gruppe haben sich gegenüber dem Vorjahr um 393,0 Mio. Euro (43,1 %) auf 518,0 Mio. Euro (i. Vj.: 911,0 Mio. Euro) signifikant reduziert. Der Materialaufwand in Höhe von 419,8 Mio. Euro sank mit 262,8 Mio. Euro (38,5 %) gegenüber dem Vorjahr (682,7 Mio. Euro) unterproportional zu den Umsatzerlösen. Dies führte sowohl zu einer bedeutenden Reduktion des Rohertrages als absolute Größe als auch zu einer deutlichen Reduzierung der Rohertragsquote. Diese Entwicklungen stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Veräußerung der IPS, da diese auf das Mengenvolumen und die Fertigungstiefe wirkte. Weiterhin schmälerten exogene Marktfaktoren den Rohertrag. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 23,0 Mio. Euro auf 52,9 Mio. Euro (i. Vj.: 30,0 Mio. Euro) stark angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren deutlich höhere geschäftsmodellimmanente periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen zu verzeichnen. Zudem sind im Berichtsjahr bedeutende Entkonsolidierungsgewinne vereinnahmt worden. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr deutlich um 28,2 Mio. Euro gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Verringerung des durchschnittlichen Personalbestands von 1.980 auf 1.055 Mitarbeiter zurückzuführen. Dieser Rückgang resultiert maßgeblich aus der Veräußerung der IPS. Infolge der hierdurch verringerten Eigenfertigung hat sich die Personalaufwandsquote um 2,0 Prozentpunkte erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere aufgrund der Veräußerung der IPS um 56,4 Mio. Euro (45,8 %) auf 66,6 Mio. Euro gesunken und gleichwohl ebenfalls von der Intensitätsquote um 0,6 Prozentpunkte zurückgegangen. Dieser Rückgang ist ebenfalls auf die veränderte Fertigungstiefe zurückzuführen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind, mit Ausnahme von Entkonsolidierungsaufwendungen, keine wesentlichen Aufwendungen von ungewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung enthalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein EBITDA in Höhe von 23,8 Mio. (i. Vj.: 48,3 Mio. Euro) erzielt. Die Abschreibungen belaufen sich auf insgesamt 73,2 Mio. Euro (i. Vj. 32,5 Mio. Euro). Im Berichtsjahr wurde die Abschreibungshöhe durch eine außerplanmäßige Abschreibung auf ein Markenrecht in Höhe von 57,7 Mio. Euro determiniert. Daneben sind, wie im Vorjahr, wesentliche planmäßige Abschreibungen auf aktivierte stille Reserven enthalten. Aufgrund der teilweisen kurzlaufenden Nutzungsdauern sind die Abschreibungen hierauf im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das EBIT beläuft sich im Berichtsjahr auf minus 49,4 Mio. Euro (i. Vj.: 15,9 Mio. Euro). Dieses ist insbesondere durch die oben erwähnte außerplanmäßige Abschreibung auf ein Markenrecht geprägt. Die ICS-Gruppe weist im Berichtsjahr ein positives Finanzergebnis von 3,1 Mio. Euro aus und zeigt somit im Vergleich zum Vorjahr (minus 3,4 Mio. Euro) ein konträres Bild. Resultierend aus der Übertragung der Kreditnehmerposition für das Konsortialdarlehen sind im Berichtsjahr die Zinsaufwendungen deutlich gesunken. Gleichzeitig haben sich die Zinserträge durch Tages- und Festgeldanlagen sowie Ausreichung von Darlehen massiv erhöht. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von minus 10,9 Mio. Euro (i. Vj.: 5,0 Mio. Euro) beinhalten signifikante Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern, die korrespondierend mit der außerplanmäßigen Abschreibung auf das aktivierte Markenrecht aufgelöst werden mussten. Insgesamt wird ein, durch zahlreiche Sondereffekte geprägtes, Konzernjahresergebnis von minus 35,4 Mio. Euro (i. Vj.: 4,9 Mio. Euro) ausgewiesen. B.4.2. Vermögenslage Im Vergleich zum 31. Dezember 2022 ist die Bilanzsumme von 528,2 Mio. Euro um 145,4 Mio. Euro (27,5 %) auf 382,8 Mio. Euro signifikant gesunken. Das Anlagevermögen hat sich per Saldo um 110,8 Mio. Euro (37,4 %) verringert. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im Berichtsjahr durch planmäßige und insbesondere durch außerplanmäßige Abschreibungen um 76,3 Mio. Euro (35,8 %) bedeutend verringert. Das Sachanlagevermögen ging in der Folge der Veräußerung der anlagenintensiven IPS per Saldo um 77,4 Mio. Euro (95,7 %) fast vollständig ab. Im Berichtsjahr standen planmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 1,3 Mio. Euro Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 2,1 Mio. Euro gegenüber. Als wesentlicher Zugang zum Anlagevermögen ist eine Ausleihung in Höhe von 40,0 Mio. Euro an den Gesellschafter zu nennen, sowie der Erwerb der Kapitalanteile der BRAMIN GmbH. Das ausgewiesene Finanzanlagevermögen erhöhte sich hierdurch im Berichtsjahr um 42,9 Mio. Euro. Das Umlaufvermögen ist im Berichtsjahr per Saldo um 34,9 Mio. Euro (15,2 %) gesunken. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Ausreichung von Darlehen. Das Guthaben bei Kreditinstituten hat sich aufgrund von Darlehensgewährungen, einer Dividendenzahlung und einem verschlechtertem Working-Capital von 71,4 Mio. Euro um 48,3 Mio. Euro (67,7 %) auf 23,1 Mio. Euro verringert. Auf der Passivseite sank das Eigenkapital durch das negative Jahresergebnis und die erfolgte Dividendenzahlung um 53,4 Mio. Euro (26,8 %) gegenüber dem Vorjahr. Durch eine überproportionale Reduzierung der Verbindlichkeiten sank die Bilanzsumme, sodass sich die Eigenkapitalquote von 37,8 % auf 38,2 % verbesserte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Berichtsjahr im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsfelds Recycling Solutions übertragen worden. Das übrige Fremdkapital besteht, wie im Vorjahr, überwiegend aus kurzfristigen Bestandteilen und umfasst in einem maßgeblichen Umfang sonstige Rückstellungen. Die passivischen latenten Steuern resultieren hauptsächlich aus der Neubewertung bzw. Aufdeckung von Vermögensgegenständen im Rahmen von Erstkonsolidierungen. Diese wurden im Berichtsjahr, korrespondierend mit der außerplanmäßigen Abschreibung auf ein aktivierte Markenrecht, in bedeutender Höhe aufgelöst. B.4.3. Finanzlage Finanzmanagement Wichtigstes Ziel des Finanzmanagements ist es, die Liquidität der ICS-Gruppe sicherzustellen, um jederzeit die Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Hierzu nehmen die Interzero Circular Solutions GmbH, Berlin, und die mit ihr verbundenen Tochtergesellschaften an einem Cash-Pooling-Verfahren teil. Die liquiden Mittel werden gruppenweit zusammengefasst, überwacht und nach einheitlichen Grundsätzen investiert. Aufgrund der überwiegenden Tätigkeit im EURO-Raum bestehen derzeit nur unwesentliche Währungsrisiken. Cashflows Nachfolgend werden die in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellten Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit analysiert. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat mit 27,2 Mio. Euro zur Erhöhung des Finanzmittelbestandes beigetragen. Im Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter nehmen zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge einen signifikanten Umfang ein. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge beinhalten planmäßige und insbesondere außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 73,2 Mio. Euro sowie zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge aus der Neubewertung von Rückstellungen in Höhe von saldiert 9,5 Mio. Euro. Zudem sind weitere, wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge aus der Neubewertung von Forderungen, aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern sowie Entkonsolidierungsgewinne und -verluste im Konzernergebnis enthalten. Die Veränderungen des Nettoumlaufvermögens führten insgesamt zu einer Erhöhung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 9,4 Mio. Euro. Cashflow aus der Investitionstätigkeit Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit hat mit einem Wert von minus 34,6 Mio. Euro zur Reduzierung des Finanzmittelbestandes beigetragen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr geprägt durch Desinvestition und die Ausreichung von Darlehen. Im Berichtsjahr wurden Einnahmen i. Z. m. Konsolidierungskreisveränderungen in Höhe von saldiert 11,9 Mio. Euro erzielt. Zudem erfolgten in der Berichtsperiode Auszahlungen im Rahmen der Investitionstätigkeit in das Anlagevermögen in Höhe von 48,5 Mio. Euro. Diese betreffen mit 44,6 Mio. Euro im Wesentlichen Investitionen in das Finanzanlagevermögen, welche hauptsächlich auf Ausleihungen an Gesellschafter sowie auf den Anteilskauf der BRAMIN GmbH zurückzuführen sind. Darüber hinaus wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 2,1 Mio. Euro und das immaterielle Vermögen in Höhe von 1,8 Mio. Euro getätigt. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hat mit 40,9 Mio. Euro zu einem Rückgang des Finanzmittelbestandes beigetragen. Dieser wurde durch die Übertragung der Kreditnehmerposition für ein Konsortialdarlehen im Rahmen der Veräußerung des Geschäftsbereiches Recycling Solutions in Höhe von 22,8 Mio. Euro sowie durch eine Dividendenzahlung in Höhe von 17,9 Mio. Euro geprägt. Finanzmittelbestand Der Finanzmittelbestand hat sich demzufolge in der Berichtsperiode gegenüber der Vergleichsperiode um 48,3 Mio. Euro von 71,4 Mio. Euro auf 23,1 Mio. Euro verringert. Darüber hinaus haben geringfügige konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds bedingt aus einer Erstkonsolidierung den Finanzmittelfond erhöht. Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Finanzmittelbestand in Höhe von 23,1 Mio. Euro unterliegt keinerlei Verfügungsbeschränkungen. Zum Bilanzstichtag besteht keine Fremdfinanzierung. B.5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der ICS-Gruppe Das Berichtsjahr war von schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und durch zahlreiche Sondereffekte geprägt. Die im Vorjahr begonnene Fokussierung auf ein innovatives, nachhaltiges und kundenindividuelles sowie zunehmend digitales Kreislaufmanagement wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. Sowohl der anlagen- und investitionsintensive sowie fremdkapitalbelastete Geschäftsbereich Recycling Solutions als auch das verbliebene Geschäftsfeld Facility Solutions wurden veräußert, sodass sich die ICS-Gruppe nunmehr primär auf ihr Kerngeschäft konzentriert. Hervorzuheben in diesem Zusammenhang ist eine deutlich verbesserte Vermögens- und Finanzlage. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr die Entscheidung getroffen, dass auch die I+ der Markenfamilie Interzero beitreten wird. Diese Entscheidung bedingte eine vollständige Abschreibung des aktivierten Markenrechts Interseroh, sodass insbesondere hierdurch die Ertragslage erheblich einmalig belastet wurde. Der operative Geschäftsverlauf wurde von einer schwierigen konjunkturellen Marktsituation beeinflusst und zusätzlich durch herausfordernde landesspezifische Branchenbedingungen geprägt. Diese negativen exogenen Faktoren konnten fast vollständig kompensiert werden, sodass dieses aus unserer Sicht als nahezu zufriedenstellend zu betrachten ist. Hervorzuheben ist weiterhin, dass die Kreislaufwirtschaft und ihre Bedeutung für einen effektiven Klima- und Ressourcenschutz, auf allen Ebenen politisch wie auch gesellschaftlich stärker in den Fokus rückt. Wir sehen hier die Rolle der privaten Kreislauf- und Recyclingwirtschaft für die Zukunft immens gestärkt. C. Chancen- und Risikobericht C.1. Chancenbericht Die ICS-Gruppe agiert in einem dynamischen Marktumfeld, in dem sich ständig neue Chancen eröffnen. Diese systematisch zu erkennen, zu nutzen und dabei vermeidbare Risiken zu verhindern, ist ein wesentlicher Faktor für das nachhaltige Wachstum der ICS-Gruppe. Im Rahmen des Chancenmanagements werden Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie Umfeldszenarien ausgewertet. Des Weiteren befasst sich die Unternehmensgruppe mit der Ausrichtung des Produktportfolios, den Strukturkosten sowie den potenziellen Erfolgsfaktoren der Branche. Die ICS-Gruppe verfügt über solide Steuerungsstrukturen. Diese stellen sicher, dass Chancen auf der Basis ihrer Potenziale, den notwendigen Investitionen und ihres Risikoprofils bewertet und verfolgt werden. Sofern es wahrscheinlich ist, dass Chancen eintreten, hat die ICS-Gruppe dies bereits in ihre Geschäftspläne mit aufgenommen. Der nachfolgende Abschnitt konzentriert sich daher hauptsächlich auf zukünftige Trends oder Ereignisse, die zu einer für die Unternehmensgruppe positiven Abweichung zum Ausblick für das Jahr 2024 führen können. Wachstumschancen sieht das Management in der Entwicklung von Systemdienstleistungen rund um die Schließung von Produkt-, Material- und Logistikkreisläufen. Dabei wird das aktuelle Vertriebsangebot im Rahmen des Innovationsmanagements durch neue (digitale) Geschäftsmodelle und ganzheitliche, zum Teil kundenindividuelle Dienstleistungen, erweitert. Ferner sieht das Management Wachstumschancen sowohl durch die Internationalisierung der bestehenden Dienstleistungen als auch durch länderspezifische Innovationen und Produktentwicklungen. Das Neugeschäft bietet aus Sicht der ICS-Gruppe Chancen in Bezug auf ein nachhaltiges, profitables Wachstum. Voraussetzung hierfür ist eine effiziente Ausgestaltung der einschlägigen Prozesse und der Steuerung. Die Geschäftsführung der ICS-Gruppe ist demzufolge ständig bestrebt, interne Synergiepotentiale zu heben sowie Kostenstrukturen und IT-Systeme im Sinne eines einheitlichen und vernetzten Prozessmanagements zu optimieren. Im Handel mit Sekundärrohstoffen bestehen nach wie vor Risiken, aber auch Chancen durch volatile Preise. Aufgrund dessen sind Preiserhöhungen für PPK sowie für Kunststoffe als Chance zu betrachten. C.2. Risikobericht C.2.1. Grundsätze Die Unternehmensgruppe ist neben diversen Chancen auch einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Unter dem Begriff "Risiko" werden alle Ereignisse und Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens verstanden, welche im Rahmen eines vorgegebenen Betrachtungszeitraums nachteilige Auswirkungen auf die prognostizierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Hierbei wird jedoch nicht zwangsläufig die Vermeidung aller Risiken angestrebt, sondern vielmehr die Schaffung von Handlungsspielräumen, welche ein bewusstes Eingehen auf Risiken aufgrund umfassender Kenntnisse der Risiken und Risikozusammenhänge ermöglichen. Die Steuerung dieser Risiken stellt, unter Beachtung von Grenzen für die Risikobereitschaft, eine Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg dar. Unternehmerische Risiken werden nur dann eingegangen, wenn diese kalkulierbar sind und die ihnen gegenüberstehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. Das Chancen- und Risikomanagement ist in der ICS-Gruppe darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu gewährleisten. Zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und Steuerung relevanter Chancen und Risiken hat die Unternehmensgruppe ein Steuerungs- und Kontrollsystem festgelegt. Die Kernbereiche des Risikomanagements sind die strategische und operative Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen, das interne Kontrollsystem, das Treasury-Management sowie das Risikofrüherkennungssystem. Die strategische Unternehmensplanung soll unter anderem gewährleisten, langfristige Chancen und Risiken frühzeitig zu identifizieren, um geeignete strukturelle Maßnahmen ergreifen zu können. Das interne Berichtswesen ist auf allen Unternehmensebenen darauf ausgelegt, aktuelle und relevante Informationen über die Entwicklung der wesentlichen Risiken und die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Risikobegrenzung zu liefern. Die gezielte Überwachung und Steuerung der Risiken stehen im Fokus des internen Kontrollsystems. Die direkte Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken liegt bei den Geschäftsführern der jeweiligen Tochtergesellschaften. Das Management der ICS-Gruppe trägt die Gesamtverantwortung für den konzernweiten Risikofrüherkennungsprozess und legt die Grundsätze für die Risikopolitik fest. Ein angemessenes und funktionsfähiges Risikofrüherkennungssystem sowie Risikomanagement kann jedoch keine absolute Sicherheit bezüglich der Vollständigkeit der identifizierten Risiken und der Wirksamkeit der eingesetzten Steuerungsinstrumente garantieren. C.2.2. Das interne Kontrollsystem in Bezug auf die Konzernrechnungslegung Die Geschäftsführung versteht unter dem internen Kontrollsystem, bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess, alle Strukturen, Maßnahmen und Kontrollprozesse, die darauf ausgerichtet sind, eine zuverlässige Finanzberichterstattung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems der Gesellschaft im Hinblick auf die Rechnungslegung sind einheitliche Bilanzierungsvorgaben und -prozesse, IT-Sicherheitsrichtlinien und -vorschriften, Organisationsprinzipien und -abläufe. Durch zentrale wie auch dezentrale Schulungen wird sichergestellt, dass die am Rechnungslegungsprozess Beteiligten über die für sie relevanten Kenntnisse verfügen. Die Kontrollmechanismen unterliegen einem ständigen Optimierungsprozess. Darüber hinaus sind hinsichtlich bestimmter Risiken im Rechnungslegungsprozess verschiedene Kontrollprinzipien, beispielsweise die Funktionstrennung oder die konsequente Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips, verankert. Unabhängig von Umfang und Ausrichtung der eingerichteten Kontrollstrukturen und -prozesse sind dem internen Kontrollsystem Grenzen gesetzt, da es fortlaufend an geänderte Anforderungen und Rahmenbedingungen angepasst werden muss. Hierzu findet zum Beispiel regelmäßig eine Überarbeitung der Organisationsrichtlinien statt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt über eine standardisierte Konsolidierungssoftware. Der Großteil der Sachkonteninformationen der einbezogenen Gesellschaften wird nach dem Stichtag aus den jeweiligen Buchhaltungssystemen über eine Schnittstelle in die Konsolidierungssoftware importiert. Die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten sowie die Abstimmung konzerninterner Salden obliegen der jeweiligen Geschäftsführung. Die Einzelabschlussdaten durchlaufen automatisierte und manuelle Plausibilisierungsprozesse. Im Rahmen der Konsolidierungstätigkeiten zeigt die Konsolidierungssoftware über ein Ampelsystem den aktuellen Status für jede Art von Konsolidierung (Kapital, Aufwand und Ertrag, Schulden etc.) überwiegend separat für jede Gesellschaft an. Grundsätzlich ist eine Fortführung des Konsolidierungsprozesses nur dann möglich, wenn das System im vorherigen Schritt keine elementaren Fehler festgestellt hat. Nach Beendigung der Konsolidierungstätigkeiten werden verschiedene Plausibilitätsverprobungen mit den generierten Konzernabschlusszahlen vorgenommen. Abschließend erfolgt eine Analyse des Zahlenwerks. Zur Erstellung des Konzernlageberichts werden die dafür benötigten Informationen von den Tochtergesellschaften und Zentralbereichen eingeholt und zusammengefasst. Anschließend wird der Konzernlagebericht der Geschäftsführung vorgelegt. Zusätzliche Informationen zur Erstellung des Konzernanhangs liefern die Gesellschaften und Zentralbereiche in elektronischer Form zu. Diese werden zentral ausgewertet, aggregiert und vor Übernahme in den Konzernanhang mehreren Plausibilitätsprüfungen unterzogen. Der gesamte Konzernabschluss wird der Geschäftsführung vorgestellt und von dieser nach Prüfung freigegeben. C.2.3. Risikobewertung Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für die ICS-Gruppe aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen bezogen auf die zentralen Geschäftsziele klassifiziert. C.2.4. Risiken Im Folgenden werden die Risikofaktoren der ICS-Gruppe aufgeführt. Sie werden in den nachfolgenden Beschreibungen stärker aggregiert als sie zur internen Steuerung verwendet werden. Risiken der betrieblichen Tätigkeit Es besteht das Risiko, dass der preisintensive Wettbewerb in allen wesentlichen Bereichen der Unternehmensgruppe sowie die volatilen Preise im Handel mit Sekundärrohstoffen zu einer Einschränkung der geplanten Ergebnisse führen. Die derzeitige Ungewissheit hinsichtlich der weiteren Folgen der geopolitischen Spannungen und möglichen Sanktionen stellen zusätzliche Marktrisiken dar, deren Auswirkungen auf die zukünftige Geschäftsentwicklung und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ICS-Gruppe aktuell nicht abschätzbar sind. Bewertungsrisiko Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten dazu führen, dass Vermögenswerte wie Geschäfts- oder Firmenwerte oder andere langfristige Vermögenswerte neu bewertet werden müssen. Entsprechend der Veränderungen der Faktoren kann ein jährlich durchgeführter Werthaltigkeitstest zu Abschreibungen führen und das Konzernergebnis belasten. Liquiditätsrisiko Ein Liquiditätsrisiko ergibt sich durch Schwankungen der Zahlungsströme. Im Rahmen der täglichen Finanzdisposition werden die liquiden Mittel bedarfsgerecht gesteuert. Steuerrisiken Steuerliche Risiken ergeben sich insbesondere aus laufenden und noch ausstehenden Betriebsprüfungen. Kommt es zu Prüfungsfeststellungen, könnten Steuernachzahlungen, Sanktionen und Zinsen entstehen. In einem systematischen Prozess werden diese Risiken deshalb durch eine defensive Bewertung von Steuererstattungsansprüchen sowie durch die Bildung von Rückstellungen frühzeitig evaluiert und angemessen berücksichtigt. Personalrisiken Es besteht das Risiko, qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu verlieren. Hierfür gibt es unterschiedliche Gründe wie altersbedingtes Ausscheiden, persönliche Neuorientierung oder Fluktuation. Um diesem in Zukunft weiter an Einfluss gewinnenden Risiko zu begegnen, wirkt die ICS-Gruppe aktiv mit einer Reihe von Maßnahmen entgegen. Trotz eingerichteter Kontrollsysteme sind dolose Handlungen, die der Unternehmensgruppe schaden können, möglich. Informationstechnische Risiken Sowohl die komplexe Abwicklung der Geschäftsprozesse als auch der Verwaltungsprozesse werden durch moderne Informationstechnologie gestützt. Dabei spielt die Verfügbarkeit von Daten und Informationen eine zentrale Rolle. Zum Schutz der Informationen müssen entsprechend gesicherte IT-Systeme und eine zuverlässige IT-Infrastruktur betrieben werden. Risiken, die im Schadensfall eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse aufgrund von IT-System-Ausfällen zur Folge haben oder den Verlust und die Verfälschung von Daten verursachen können, werden deshalb über den gesamten Lebenszyklus der Applikationen und IT-Systeme hinweg identifiziert und bewertet. Den wachsenden Anforderungen an Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten wird mit vielfältigen präventiven und korrektiven Maßnahmen begegnet. Dementsprechend wurden geeignete Maßnahmen definiert, um Risiken zu vermeiden oder mögliche Schäden zu begrenzen. Diese Maßnahmen werden fortlaufend an die sich verändernden Umstände angepasst. Dazu gehört unter anderem, dass die bestehenden IT-Sicherheitssysteme und das vorhandene Business-Continuity-Management sowie Richtlinien und Organisationsstrukturen regelmäßig optimiert und überprüft werden, um mögliche informationstechnologische Risiken wie den Ausfall des Rechenzentrums oder sonstiger IT-Systeme bereits im Vorfeld zu erkennen und bestmöglich zu minimieren. Dem stetig wachsenden Gefährdungspotenzial durch Cyberkriminalität und Hackerangriffe wird durch einen konsequenten Ausbau der IT-Sicherheit begegnet. Trotz aller Vorkehrungen können Störungen in der Informationstechnologie und dadurch negative Auswirkungen auf die einzelnen Geschäftsprozesse nicht vollständig ausgeschlossen werden. C.3. Gesamtchancen- und -risikoprofil Die ICS-Gruppe aggregiert sämtliche gemeldeten Chancen und Risiken. Unsicherheiten bestehen im Hinblick auf die wirtschaftlichen Folgen der in Kapitel B.1 und B.2 beschriebenen exogenen Faktoren. Einerseits sind die zuvor beschriebenen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit für die Unternehmensgruppe bestandsgefährdend. Andererseits können die zuvor dargelegten Chancen zu einer Steigerung des operativen Ergebnisses beitragen. D. Weitere Angaben In der ICS-Gruppe haben Innovationen und die Weiterentwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle angesichts der Tätigkeitsfelder einen sehr hohen Stellenwert. Forschung und Entwicklung im üblichen Sinne betreibt die Gruppe jedoch regelmäßig nicht. Gemeinsam mit Unternehmen der Kunststoffindustrie wurde jedoch eine neue Generation von Kunststoffprodukten entwickelt, die zu 100 % aus Post-Consumer-Material aus dem Dualen System besteht. Auch in der Berichtsperiode wurden nach individuellen Kundenvorgaben maßgeschneiderte Recyclat-Compounds entwickelt. Im slowenischen Maribor betreibt die ICS-Gruppe ein Kompetenzzentrum für Kunststoffrecycling. Dieser Standort ermöglicht der Gruppe als Komplettanbieter, alle Anforderungen der Kunden an die Herstellung moderner Recycling-Kunststoffe aus einer Hand zu bedienen. Neben deutlich reduzierten Entwicklungszeiten bietet die geografische Lage den Vorteil, sowohl den deutschen als auch den gesamten osteuropäischen Markt logistisch optimal abzudecken. E. Prognosebericht Die Einschätzung der Entwicklung basiert auf derzeitigen Erwartungen und Annahmen bezüglich der Auswirkungen zukünftiger Ereignisse und wirtschaftlicher Bedingungen auf die operativ tätigen Gesellschaften. Gemäß der ifo-Konjunkturprognose Winter 2023 beginnt im Jahr 2024 eine Phase der Erholung. Zwar musste die Prognose aufgrund der Kürzungen im Bundeshaushalt von einem erwarteten BIP von 1,4 % auf 0,9 % gesenkt und mit weiteren Unsicherheiten belegt werden, allerdings bleibt der grundsätzliche Tenor bezüglich der Erwartungen für die Jahre 2024 und 2025 erhalten. Das Ifo-Institut erwartet für die kommenden Jahre wieder steigende Konsumausgaben durch private Haushalte und staatliche Institutionen. In einzelnen Bereichen, wie der Bauinvestition, wird aktuell jedoch keine schnelle Erholung erwartet, da die Erschütterungen des Vorjahres noch nachhallen. Die Inflationsrate soll sich in den kommenden Jahren wieder nahe der 2 % Zielmarke einpendeln und die Weichen auf Normalität und Stabilität stellen. Es ist dann damit zu rechnen, dass auch die europäische Zentralbank den Leitzins wieder stufenweise absenken und zu konjunkturfreundlicheren Zinsniveaus zurückkehren wird. Auf Basis dieser Prognose geht die Geschäftsführung von unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsfeldern aus. In der Filial-, Lager- und Produktionsstättenentsorgung werden regelmäßig Ein- oder Mehrjahresverträge geschlossen. Die Herausforderungen des Geschäftsmodells bestehen vor allem in volatilen Rohstoffpreisen und der Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Situation der Kunden und dem damit verbundenen Bedarf an den von der WMS angebotenen Dienstleistungen. Im Bereich Transportverpackungen werden üblicherweise Einjahresverträge geschlossen, welche regelmäßig zu den dann vorherrschenden Marktbedingungen verlängert werden. Insgesamt ist die Kundenvertragsbasis in diesem Geschäftszweig für das Jahr 2024 stabil. Die Preisentwicklung an den Sekundärrohstoffmärkten könnte das Ergebnis jedoch positiv oder negativ beeinflussen. Ebenfalls wird entscheidend sein, wie sich das Baugewerbe als wesentliche Kundengruppe im kommenden Jahr entwickeln wird. Der Bereich WMS ist im Großen und Ganzen in einem Marktumfeld aktiv, welches durch Wachstumschancen geprägt sowie gesellschaftlich und politisch von Bedeutung ist. Zudem ist das Management bestrebt, durch die Automatisierung der Auftragsabwicklung die Ertragsfähigkeit des Bereiches zu erhöhen. Im Geschäftsfeld I+ wird die geschlossene Partnerschaft mit einem großen Handelsunternehmen zu den langfristig strategischen Rahmenbedingungen fortgesetzt. Der Marktanteil im Bereich LVP wird nahezu identisch bleiben. Schwerpunkt des kommenden Geschäftsjahres wird weiterhin sein, unser innovatives Angebot der "Recycling-Allianz" weiter zu forcieren. Ferner liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Verkaufsverpackungen. Auf dem Markt der Dualen Systeme wird es bezüglich der Anzahl der Anbieter keine wesentlichen Veränderungen geben. Mit einem Einstieg von neuen Systemen ist aktuell ebenfalls nicht zu rechnen. Durch die Einführung eines Pflichtpfands auf Milchgetränke im Jahr 2024 werden die Lizenzmengen voraussichtlich leicht abfallen. Zusätzlich bestehen Unsicherheiten bezüglich der Plastikabgabe der Bundesregierung, welche direkten monetären Einfluss auf alle Kunststoffverpackungen ausüben werden und damit langfristig ebenfalls Auswirkungen auf die Lizenzmengen haben können. Neue Regelungen der Zentralen Stelle Verpackungsregister, welche mit der Zwischenmeldung zum zweiten Quartal 2024 in Kraft treten, sollen falsche Meldungen von Lizenzmengen zwischen den dualen Systemen verhindern und Wettbewerbsverzerrungen unterbinden. Nach einem vergleichsweise ruhigen Vorjahr steht die Branche der dualen Systeme vor einer herausfordernden, aber auch chancenreichen Phase. Im Geschäftsfeld International Solutions gehen wir vor allem aufgrund eines Marktungleichgewichts bei den Zertifikatskosten im Berichtsjahr von einer massiven Erholung aus, da sowohl mit einer vergleichbaren Marktsituation nicht zu rechnen ist als auch risikobegrenzende und vorbeugende Maßnahmen ergriffen worden sind. In Österreich startet eine neue vollumfängliche Lizenzierungsplattform, welche sich insbesondere an Kleinstunternehmen und Start-Ups richtet. Die Plattform hat das Ziel den zeitaufwändigen Prozess der Lizenzierung über verschiedene Fraktionen hinweg in einem One-Stop-Shop zu bündeln und den Kunden alle gesetzlich notwendigen Schritte vollständig digital anzubieten und durchführen zu lassen. Nach der Veräußerung der Geschäftsbereiche Recycling Solutions und Facility Solutions sowie infolge des Auslaufens eines Vertrags mit einem Großkunden, für den ein Mehrweg-Pooling-System gemanagt wurde, wurde das Produktportfolio der ICS-Gruppe gestrafft. Weitere Maßnahmen der Portfolioreduzierung sind aktuell nicht geplant. Die Prognose der Entwicklung der Unternehmensgruppe basiert auf derzeitigen Erwartungen und Annahmen bezüglich der Auswirkungen zukünftiger Ereignisse sowie wirtschaftlicher Bedingungen auf die einzelnen operativ tätigen Gesellschaften. Die unter B.2. dargestellten (geplanten) Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen stützen dabei unsere Unternehmensstrategie als führender Full-Service-Umweltdienstleister. Gleichwohl erwarten wir weiterhin eine schwierigere Wettbewerbsentwicklung. Insgesamt geht die Geschäftsführung der ICS-Gruppe von deutlich steigenden Umsatzerlösen aus. Während sich das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr bedeutend verschlechtert, wird sich das EBIT signifikant verbessern. Diese konträre Entwicklung ist auf die Sonder- und Einmaleffekte des Berichtsjahres zurückzuführen. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahr 2024 nicht mit dem Vorjahr vergleichbar sein wird. Nach Bereinigung dieser Effekte ist mit einer moderaten Verschlechterung der Ergebniskennzahlen zu rechnen. Das geplante Investitionsvolumen wird sich nahezu halbieren, da die ICS-Gruppe die nunmehr eingeschlagene Asset-Light-Ausrichtung konsequent verfolgen wird.
Berlin, 12. April 2024 Sebastiaan Krol, Geschäftsführer Melanie Freytag, Geschäftsführerin Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Interzero Circular Solutions GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Interzero Circular Solutions GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäfts-jahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Interzero Circular Solutions GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Ein-wendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Ab-schlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufs-rechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzern-abschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vor-schriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungs-feststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontroll-system, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 24. April 2024 Grant
Thornton AG
Hermann Schulze Osthoff, Wirtschaftsprüfer Robert Schreiner, Wirtschaftsprüfer |
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