Roth Werke GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Wärmepumpen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bodo Schröckert seit 18.12.2020 | Prokura |
Christin Roth-Jäger seit 4.8.2017 | Geschäftsführer |
Claus-Hinrich Roth seit 4.8.2017 | Geschäftsführer |
Anne-Kathrin Dr. Roth seit 4.8.2017 | Geschäftsführer |
Matthias Jäger seit 8.10.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Roth Industries GmbH & Co. KGDautphetalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang 2021I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag Die Roth Industries GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Dautphetal, ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Marburg unter HRA 2500 eingetragen und als Mutterunternehmen nach § 290 Abs. 1 HGB i. V. m. § 264 a Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss der Roth Industries GmbH & Co. KG, Dautphetal, zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. i. V. m. §§ 264 ff. HGB) in Euro aufgestellt. Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gliederung des Konzernabschlusses erfolgte nach den gesetzlichen Bestimmungen des § 298 HGB i. V. m. § 266 HGB für die Konzernbilanz und § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung). Zur Verbesserung der Aussagefähigkeit des Konzernabschlusses wird das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz um die Posten "Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen" und "Verbindlichkeiten gegenüber beschränkt haftenden Gesellschaftern" erweitert. Außerdem wurde im Eigenkapital der Posten "Rücklagen" in die Unterposten "Kapitalrücklagen" und "Gewinnrücklagen" untergliedert und in der Gewinn- und Verlustrechnung der Posten "negative Zinsen aus Geldanlagen" eingefügt. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens (31. Dezember 2021) aufgestellt. II. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Roth Industries GmbH & Co. KG, Dautphetal, werden die inländischen und ausländischen Gesellschaften, an denen die Roth Industries GmbH & Co. KG, Dautphetal, unmittelbar und mittelbar zu mehr als 50 % beteiligt ist, einbezogen. Für zwei Beteiligungen im Ausland ist gem. § 296 Abs. 2 HGB auf eine Einbeziehung verzichtet worden. Der Konsolidierungskreis umfasst folgende Unternehmen:
Mit Gesellschafterbeschluss vom 11. März 2021 wurde die Gesellschaft Roth France SAS, Lagny-sur-Marne/Frankreich, an die Roth Services GmbH, Dautphetal, übertragen. Diese Veränderung im Konsolidierungskreis hat keine Bedeutung für den vorliegenden Konzernabschluss. Mit Anteilsübertragungsvertrag (Shares Purchase Agreement) vom 21. April 2021 wurden die Anteile an der Roth Ibérica, S.A.U., Tudela/Spanien, mit Wirkung zum 1. April 2021 erworben. Die Unternehmen Roth Slovakia s.r.o., Bojnice/Slowakei, und Roltechnik Polska Sp. z o. o., Lodz/Polen, sind für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Insoweit wird von dem Wahlrecht des § 296 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und auf eine Einbeziehung der Jahresabschlüsse der Gesellschaften in den Konzernabschluss verzichtet. Diese nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften sind auch nicht at equity in den Konzernabschluss einbezogen worden. Für Roth North Europe A/S, Frederikssund/Dänemark, und Roth Industries North America Inc., Watertown/USA, sowie deren Beteiligungen liegt jeweils ein Teilkonzernabschluss vor, der in den Konzernabschluss einbezogen wurde. III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden 1. Der Konzernabschluss wurde nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung (§§ 300 ff. HGB) aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung ist gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. für bis zur Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes erstkonsolidierte Tochterunternehmen nach der sog. Buchwertmethode durchgeführt worden. Für nach dem 31.12.2009 erstkonsolidierte Tochterunternehmen erfolgte die Kapitalkonsolidierung gem. § 301 Abs. 1 HGB n. F. nach der Neubewertungsmethode. Die Erstkonsolidierung wurde auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Beteiligungen oder der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss vorgenommen. 2. Die sich aus der Aufrechnung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge von TEUR 1.755 resultieren aus der Kapitalkonsolidierung folgender Unternehmen:
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die Bestimmung ihrer jeweiligen Nutzungsdauer orientiert sich im Wesentlichen an der durchschnittlichen voraussichtlichen Restnutzungsdauer des zum jeweiligen Erstkonsolidierungsstichtag erworbenen Produktportfolios. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2021 von TEUR 744 werden zusammen mit den aus den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerten von TEUR 2.689 in der Konzernbilanz unter dem Posten A. I. 3. Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. 3. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen wurden innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. 4. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden verrechnet. Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen werden ermittelt und die Ansätze der Vermögensgegenstände entsprechend § 304 HGB angepasst. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen werden grundsätzlich nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der Muttergesellschaft aufgestellt. Bei den einbezogenen Auslandsgesellschaften werden Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede angepasst, soweit sich wesentliche Änderungen ergeben. 2. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und werden planmäßig unter Annahme einer Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die Bestimmung der Nutzungsdauer orientiert sich im Wesentlichen an der durchschnittlichen voraussichtlichen Restnutzungsdauer des zur Erstkonsolidierung übernommenen Produktport- folios. 3. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Erhaltene Investitionszulagen und vergleichbare Investitionshilfen sind als Ertrag vereinnahmt. Für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ist ein passiver Sonderposten gebildet worden, der entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Investitionen aufgelöst wird. Unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 50 Jahren sind die planmäßigen Abschreibungen bei den inländischen und ausländischen Gesellschaften ab 2010 einheitlich nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen worden. Die Abschreibung wird bei den Zugängen zeitanteilig berechnet. Für bis zur Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes degressiv abgeschriebene Vermögensgegenstände wird diese Abschreibungsmethode beibehalten. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerrechtlichen Regelungen mit dem höchstzulässigen Betrag abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei außergewöhnlichen Wertminderungen vorgenommen. 4. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen zur Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes aktiviert. 5. Roh,- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen für das der Fertigung dienende Sachanlagevermögen sowie allgemeine Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen einbezogen. Bei den unfertigen Erzeugnissen wird der Fertigungsgrad berücksichtigt. Wertminderungen jeglicher Art wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. 6. Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind mit den Nettowerten ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Erhaltende Anzahlungen werden offen vom Vorratsvermögen abgesetzt. 7. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel bewerteten wir grundsätzlich zum Nominalwert. Unverzinsliche, mittel- bis langfristige Einzelposten werden abgezinst. Bestehende Ausfallrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. 8. Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten. 9. Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der Ansatz erfolgte mit dem Vorauszahlungsbetrag. 10. Rückstellungen für Pensionen sind - soweit es sich um Anwartschaften handelt - nach der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet worden. Rückstellungen für bereits laufende Renten sowie unverfallbare Anwartschaften ausgeschiedener Mitarbeiter sind mit dem Barwert der Verpflichtungen zum Bilanzstichtag angesetzt. Rentensteigerungen sind mit einer jährlichen Steigerung von 1 % bis 2 % und ein Anwartschaftstrend von 1 % bis 1,5 % berücksichtigt worden. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt mit einem Rechnungszinssatz von 1,87 % (Stand Dezember 2021 bei einem 10-Jahres-Durchschnitt) für Verpflichtungen mit einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren und auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Effekte aus der Veränderung des Diskontierungssatzes sind im Personalaufwand berücksichtigt. Daraus ergab sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, in Höhe von TEUR 816. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. 11. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgt zu Erfüllungsbeträgen. 12. Die latenten Steuern wurden nach dem Temporary-Konzept berechnet. 13. Die Aktiv- und Passivposten von auf fremde Währung lautenden Bilanzen werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet worden ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet worden. V. Angaben zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagengitter dargestellt: 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zu diesem Bilanzposten ergeben sich folgende ergänzenden Angaben:
3. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel zu ersehen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 28.138 (31.12.2020: TEUR 33.644) sind in Höhe von TEUR 15.339 (31.12.2020: TEUR 17.401) durch Eintragung von Grundschulden gesichert. Weiterhin bestehen in Höhe von TEUR 3.292 (31.12.2020: TEUR 3.821) Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Anlagevermögens und Vorräten sowie Abtretungen von Forderungen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Anlagegegenständen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren. Für sonstige Verbindlichkeiten einer vollkonsolidierten ausländischen Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 474 (31.12.2020: TEUR 474) bestehen Grundschulden und in Höhe von TEUR 1.105 (31.12.2020: TEUR 1.385) Sicherungsübereignungen von Maschinen und Einrichtungen. Der Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten beträgt TEUR 20.210 (31.12.2020: TEUR 23.081). 4. Latente Steuern Die latenten Steuern wurden nach dem "temporary-Konzept" (temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung angepassten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften ("Handelsbilanzen II") und ihren jeweiligen Steuerbilanzen) berechnet. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Differenzen bei Wertansätzen im Sachanlagevermögen und den Pensionsrückstellungen. Passive latente Steuern wurden im Wesentlichen auf unterschiedliche Ansätze im Sachanlagevermögen gebildet. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden wurden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Aktive latente Steuern wurden nur auf solche Verlustvorträge aktiviert, bei denen auf Basis einer Fünf-Jahres-Planung mit einer Nutzung in diesem Zeitraum gerechnet wird. Für die Berechnung der latenten Steuern wurden entsprechend DRS 18 die individuellen Steuersätze der Gesellschaften zugrunde gelegt. Dies sind die Steuer-sätze, die zu dem Zeitpunkt gelten, in dem sich die vorübergehenden Differenzen wahrscheinlich wieder ausgleichen werden. Die Auswirkungen von Steuersatz- oder Steuergesetzänderungen auf die aktiven und passiven latenten Steuern wurden ergebniswirksam in der Periode erfasst, in der das materielle Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen wurde. Bei inländischen Kapitalgesellschaften umfassten sie als kombinierter Ertragsteuersatz die Körperschaftsteuer, die Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag. In 2021 umfassten sie die Bandbreite von 28,08 % bis 32,63 % (31.12.2020: 28,08 % bis 32,63 %). Bei inländischen Personengesellschaften umfassten sie als Ertragsteuersatz die Gewerbesteuer. In 2021 betrug dieser Satz wie im Vorjahr 12,30 %. Latente Steuern in den ausländischen Konzernunternehmen wurden mit den dort geltenden statuarischen Steuersätzen bewertet, deren Bandbreite sich zwischen 7,00 % und 28,10 % (31.12.2020: 7,00 % bis 28,30 %) bewegte. Auf Ebene der Einzelgesellschaften wurden aktive latente Steuern von TEUR 1.985 sowie passive latente Steuern von TEUR 2.085 gebildet. Aus der Anpassung an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung ergaben sich passive latente Steuern von TEUR 0, während aktive latente Steuern von TEUR 135 aus der Zwischengewinneliminierung resultierten. Der Steuersatz auf Konsolidierungsmaßnahmen betrug 28,50 % (31.12.2020: 28,50 %). Zum Stichtag besteht ein aktiver latenter Steuerüberhang von TEUR 35 (31.12.2020: passiver latenter Überhang von TEUR 54). Passive latente Steuern werden nicht getrennt ausgewiesen.
VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:
Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten:
VII. sonstige Angaben 1. Anteilsbesitz Die Roth Industries GmbH & Co. KG, Dautphetal, ist an folgenden, nicht einbezogenen Gesellschaften mittelbar beteiligt: (Angaben in Tausend)
1) unterhält keinen aktiven
Geschäftsbetrieb, Eigenkapital zum 31. Dezember 2016
Die Roth Ibérica, S.A.U., Tudela/Spanien, ist an folgender Gesellschaft mittelbar beteiligt:
Die Gesellschaft unterhält keinen aktiven Geschäftsbetrieb. 2. sonstige finanzielle Verpflichtungen Für Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Pacht- und Wartungsverträgen werden voraussichtlich folgende Beträge fällig:
Ferner besteht aus einem unbefristeten Mietvertrag eine voraussichtliche jährliche Verpflichtung von TEUR 21 (31.12.2020: TEUR 26). 3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Der Abschlussprüfer wird voraussichtlich für Abschlussprüferleistungen des Geschäftsjahres 2021 ein Honorar von TEUR 210 (2020: TEUR 206) sowie TEUR 5 (2020: TEUR 0) für sonstige Beratungsleistungen berechnen. 4. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der Konzern:
5. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Zur Absicherung von Zins- und Wechselkursänderungsrisiken (Darlehensverträge sowie schwebende Liefer- und Leistungsverträge) wurden in zwei Konzernunternehmen betrags- und fristengleiche Zins- und Devisenswaps, bei denen sich die gegenläufigen Wertänderungen künftig voraussichtlich vollständig ausgleichen, abgeschlossen. Die Nominalbeträge (Beträge der Grund- und Sicherungsgeschäfte) und Marktwerte der Finanzinstrumente ermitteln sich wie folgt:
Die Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden bewertet. Die Laufzeiten der Zinsswaps betragen bis Dezember 2028; die Devisenswaps sind innerhalb eines Jahres fällig. Grund- und Sicherungsgeschäfte stimmen in ihren Bedingungen und Parametern überein (Critical Term Match-Methode). Sie wurden jeweils zu Bewertungseinheiten zusammengefasst und nach der Einfrierungsmethode bilanziert. Bei den Bewertungseinheiten handelt es sich um Mikro-Hedges. Zum Bilanzstichtag ergaben sich hieraus keine zu bildenden Drohverlustrückstellungen. 6. Pensionsrückstellungen und Pensionszahlungen für ehemalige Geschäftsführer und deren Familienangehörige Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Geschäftsführern und deren Hinterbliebene wurden Rückstellungen von TEUR 524 (31.12.2020: TEUR 541) gebildet. An Pensionszahlungen für ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene wurden in 2021 TEUR 60 (2020: TEUR 59) geleistet. 7. Angaben zur Komplementärin Alleinige Komplementärin des Mutterunternehmens Roth Industries GmbH & Co. KG, Dautphetal, ist die Roth GmbH, Dautphetal, mit einem im Handelsregister eingetragenen gezeichneten Kapital von TEUR 52 (31.12.2020: TEUR 52). 8. Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen Die nachfolgend aufgeführten, in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden von der Befreiungsmöglichkeit der Offenlegung der Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2021 gem. § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB bei Erfüllung der übrigen Voraussetzungen Gebrauch machen:
Mit Roth Hydraulics GmbH, Biedenkopf, besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Für die weiteren Gesellschaften in der Rechtsform der GmbH liegen Einstandserklärungen des Mutterunternehmens vor. 9. Geschäftsführung Die Vertretung des Mutterunternehmens obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Roth GmbH, Dautphetal. Geschäftsführer der Roth GmbH, Dautphetal, waren im Geschäftsjahr 2021
Die Geschäftsführer Matthias Donges, Dautphetal, Claus-Hinrich Roth, Dillenburg, und Dr. Anne-Kathrin Roth, Dautphetal, sind hauptberufliche Geschäftsführer der Roth Industries GmbH & Co. KG, Dautphetal. Frau Christin Roth-Jäger, Dautphetal, ist hauptberufliche Geschäftsführerin der Roth Werke GmbH, Dautphetal.
Dautphetal, den 9. Dezember 2022 Roth GmbH Matthias Donges Claus-Hinrich Roth Christin Roth-Jäger Dr. Anne-Kathrin Roth Konzernkapitalflussrechnung 2021
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
Konzernlagebericht 2021I. Darstellung des Konzerns 1. Geschäftsbereiche Roth Industries ist eine international agierende und in den Bereichen Building Solutions sowie Industrial Solutions tätige Unternehmensgruppe. Die aktuelle Unternehmensstruktur mit Bereichen, Sparten und Produktgruppen findet sich in der nachfolgenden Übersicht:
2. Forschung und Entwicklung Die Schwerpunkte in der Sparte Energiesysteme lagen in der Weiterentwicklung der Programme, insbesondere bei Steuerungen für die Flächenheizung und -kühlung sowie der Anpassung an neue Vorschriften im Segment Trinkwassersysteme. Zudem wurden die Dienstleistungsangebote sukzessive erweitert. Die Sparte Sanitärsysteme setzte die Fertigstellung begonnener Projekte zur Erneuerung bestehender Programme fort. Im Geschäftsbereich Industrial Solutions konnten bedeutende Weiterentwicklungen in der Sparte Composite-Maschinen abgeschlossen und dem Markt präsentiert werden. Bei Druckspeichersystemen erfolgte eine stetige Weiterentwicklung der bestehenden Lösungen. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Umsatzentwicklung Das Geschäftsjahr 2021 wurde neben den weiter bestehenden Einflüssen der Corona-Pandemie wesentlich durch erheblich gestörte Lieferketten geprägt. Letzteres resultierte aus dem zeitgleichen Anstieg der Konjunktur auf nahezu allen wesentlichen Weltmärkten, ohne dass hierfür die ausreichenden Produktionskapazitäten zur Verfügung standen oder kurzfristig geschaffen werden konnten. Mit den Störungen der Supply Chain setzte eine sich ständig verstärkende Verteuerungswelle bei vielen Rohstoffen und Waren ein. Auch 2021 behauptete sich das Bausegment in den von Roth bearbeiteten Märkten als sehr robust und krisenresistent. Die Nachfrage im Wohnungs- und Gewerbeneubau sowie bei der Renovierung blieb weiter im Aufwärtstrend. Dies galt insbesondere für Heizungs- und Klimalösungen, deren Absatz zudem vom Einsatz erneuerbarer Energien in der Wärmeerzeugung mit entsprechenden staatlichen Förderpaketen verstärkt wurde. Als limitierende Faktoren erwiesen sich zunehmend die Knappheit der Waren und die Kapazitäten der ausführenden Gewerbezweige. Der exportorientierte deutsche Maschinen- und Anlagenbau konnte 2021 nach dem coronabedingten Umsatzeinbruch im Jahr 2020 ebenfalls zulegen. Zum einen war dies auf den Nachholeffekt nach der Krise, zum anderen aber auch auf besonderes Wachstum in Spezialsegmenten, die sich insbesondere mit dem Einsatz erneuerbarer Energien beschäftigen, zurückzuführen. Infolge dieses positiven Marktumfeldes für beide Geschäftsbereiche der Roth Industries erhöhten sich die Konzernumsätze um sehr starke 18,5 % auf TEUR 321.398 (Vorjahr: TEUR 271.148). Umsatzentwicklung nach Tätigkeitsbereichen:
Umsatzentwicklung nach geographisch bestimmten Märkten:
Im Bereich Building Solutions mit den Sparten Energiesysteme, Sanitärsysteme und Umweltsysteme konnten nahezu alle Roth-Unternehmen ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielen. Sowohl im inländischen Markt als auch dem europäischen und amerikanischen Markt wurden deutliche Steigerungen erzielt. Lediglich im asiatischen Markt, der für den Gruppengesamtumsatz eher von untergeordneter Bedeutung ist, ist eine leichte Abschwächung im Umsatz durch die pandemische Gesamtsituation erkennbar. In der Division Industrial Solutions entwickelten sich die beiden Sparten Composite Technologie und Hydraulik Technologie sehr positiv. Insbesondere Maschinen für die Herstellung von Wasserstoffbehältern sowie Maschinen zur Produktion von Filtern wurden stark nachgefragt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen der Bestände fertiger und unfertiger Erzeugnisse sowie der aktivierten Eigenleistungen erhöhte sich die Gesamtleistung des Konzerns um 21,6 % auf TEUR 327.666. 2. Beschaffung Die mit der sprunghaft gestiegenen Nachfrage und den Störungen der Lieferkette einsetzende Preisspirale bei Rohstoffen und Waren konnte nicht in gleichem Tempo und Umfang mit Erhöhungen auf der Absatzseite aufgefangen werden. In erster Linie daraus resultierte ein Anstieg der Materialkostenquote auf 52,9 % (Vorjahr: 51,4 %). 3. Investitionen Die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen beliefen sich auf TEUR 12.674 (Vorjahr: TEUR 8.640). Davon entfielen TEUR 493 auf immaterielle Vermögensgegenstände, TEUR 9.301 auf Sachanlagen und TEUR 2.880 auf Finanzanlagen. Die Mittel wurden sowohl für Kapazitätserweiterungen als auch für den Ersatzbedarf verwendet, insbesondere sind Erweiterungen und Ergänzungen im Gebäude- und Maschinenbereich zu erwähnen. Die Maßnahmen erfolgten sowohl in den inländischen als auch in den ausländischen Standorten. 4. Personal- und Sozialbereich Die Zahl der im Konzern durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug 1.274 (Vorjahr: 1.230). Der Anstieg der Mitarbeiterzahlen sowie der Personalkosten auf TEUR 79.161 (Vorjahr: TEUR 69.659) resultierte überwiegend aus der erheblich gestiegenen Gesamtleistung. Die Personalkostenquote reduzierte sich dennoch auf 24,2 % (Vorjahr: 25,9 %). 5. Umweltschutz und Nachhaltigkeit Umweltschutz und Schonung von Ressourcen bei der Gestaltung und Fertigung der Produkte sind in den Grundsätzen des Unternehmens verankert. Sowohl bei der Konzipierung der Arbeitsprozesse als auch bei Neu- bzw. Ersatzinvestitionen stellen Energieeffizienz und Umweltschutz wesentliche Kriterien der Entscheidungsfindung dar. Schon seit vielen Jahren setzt Roth Industries umfangreiche Maßnahmenprogramme zur Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes um. Diese werden in regelmäßigen Abständen durch unabhängige Prüfinstitute kontrolliert und bestätigt. Nachhaltigkeit umfasst aber nicht nur Arbeitsprozesse und maschinelle Ausstattung. Auch Produktprogramme und Dienstleistungen sind auf Energieeffizienz und Schonung der Ressourcen ausgelegt. Die Anstrengungen der Roth Unternehmensgruppe wurden durch zahlreiche Organisationen und Publikationen gewürdigt, so zuletzt durch das Europäische Umweltbüro EBB und im FOCUS Spezial For Our Planet. Umweltschutz ist zudem Teil der Verantwortung im erweiterten Ansatz der Corporate Social Responsibility. Roth hat 2021 für seine weltweite Organisation einen Code of Conduct implementiert, der die international gültigen Gesetze und Normen zur gesellschaftlichen Verantwortung eines Unternehmens berücksichtigt und einen fairen geschäftlichen Umgang regelt. 6. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Mit Wirkung zum 1. April 2021 erwarb die Konzerngesellschaft Roth Services GmbH, Dautphetal, sämtliche Anteile der bislang außerhalb des Konsolidierungskreises geführten Gesellschaft Roth Ibérica, S.A.U., Tudela/Spanien. III. Darstellung der Lage des Konzerns 1. Ertragslage Die Ertragslage des Konzerns lässt sich tabellarisch wie folgt darstellen:
Die Gesamtleistung stieg um 21,6 %. Der Materialaufwand erhöhte sich um 25,1 % gegenüber dem Vorjahr. Der Zuwachs des Rohertrags in 2021 erreichte 17,8 %. Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein operatives Konzernergebnis (EBIT) von TEUR 25.051 (Vorjahr: TEUR 15.653) erwirtschaftet. Die deutliche Verbesserung resultierte aus dem erheblichen Anstieg der Betriebsleistung, die trotz der gestiegenen Materialkostenquote zu einer wesentlichen Erhöhung des Rohertrags führte. Personal- und Sachkosten stiegen in geringerem Umfang als die Gesamtleistung. Infolgedessen sanken die Personal- und Sachkostenquoten. Im Bereich der Sachkosten blieb es noch bei Einsparungen, wenn auch geringfügiger als 2020, infolge der Corona-Pandemie. Reise- und Messekosten erreichten noch nicht die üblichen Umfänge aus Zeiten vor der Pandemie. Die Leitmesse ISH 2021 fand virtuell statt. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um TEUR 924 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 3.843. Im Wesentlichen handelt es sich hier um Erträge aus Kursgewinnen, sowie aus der Inanspruchnahme und der Auflösung von Rückstellungen. In der Division Building Solutions konnten die Vorjahres-Ergebnisse wesentlich verbessert werden. Hierzu trugen nahezu alle in- und ausländischen Unternehmen der Division bei. Besonders positiv war die Entwicklung in Deutschland, in Nord-Europa und Nord-Amerika. Auch die Division Industrial Solutions verbesserte die Ertragslage aufgrund der bereits genannten Rahmenbedingungen wesentlich. Hierzu trugen sowohl die Composite- als auch die Hydraulik-Sparte bei. Somit konnte die im Vorjahr erwartete moderate Umsatzsteigerung bei leichter Ergebnisverbesserung deutlich übertroffen werden. 2. Finanzlage Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich am Abschlussstichtag im Vergleich zum 31.12.2020 wie folgt dar:
Das Eigenkapital ist durch den Jahresüberschuss von TEUR 18.283 und die Veränderung der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung von TEUR 1.913 um insgesamt TEUR 20.196 gestiegen. Die Quote erhöhte sich von 45,7 % auf 50,9 %. Unter Berücksichtigung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und des hälftigen Sonderpostens ergibt sich zum 31.12.2021 eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 52,8 % nach 48,2 % zum 31.12.2020. Zum Abschlussstichtag 31.12.2021 ist der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme von 13,9 % auf 14,7 % gestiegen. Der Anteil der Verbindlichkeiten ist von 40,4 % auf 34,2 % gesunken. Dabei haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 5.506 reduziert. Zudem sind die liquiden Mittel um TEUR 2.247 gestiegen. Infolge der gewachsenen Betriebsleistung sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 3.076 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind um TEUR 867 gesunken. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich leicht um TEUR 257 erhöht. Den Mittelabflüssen aus der Investitionstätigkeit von TEUR 12.612 und aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 6.232 standen Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 26.764 gegenüber. Die zahlungswirksame Erhöhung des Finanzmittelfonds in 2021 belief sich damit auf TEUR 7.920. Unter Berücksichtigung der wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingten Änderungen um TEUR 1.105 hat sich der Finanzmittelfonds in 2021 zum 31.12.2021 insgesamt um TEUR 6.815 auf TEUR 17.657 deutlich verbessert. Der Finanzmittelfonds ergibt sich dabei als Saldo aus flüssigen Mitteln von TEUR 21.145 und jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten von TEUR 3.488. Die finanziellen Verhältnisse unserer Gruppe waren geordnet und so bemessen, dass alle anstehenden finanziellen Transaktionen ordnungsgemäß abgewickelt werden konnten. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 168.867 zum 31.12.2020 um TEUR 21.945 (+ 13,0 %) auf TEUR 190.812 zum 31.12.2021 erhöht. Dabei ist das Anlagevermögen bei Investitionen von TEUR 9.794 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, Abgängen von TEUR 1.604, währungsbedingten Anpassungen von TEUR 1.162, Änderung des Konsolidierungskreises von TEUR 1.846, Abschreibungen von TEUR 7.578 sowie der Erhöhung der Finanzanlagen um TEUR 2.881 um insgesamt TEUR 6.501 gestiegen. Der Anteil an der gewachsenen Bilanzsumme ist von 38,5 % auf 37,5 % der Bilanzsumme gesunken. Das Umlaufvermögen hat sich insgesamt um TEUR 15.079 erhöht. Der Anstieg setzte sich aus der Erhöhung der Vorräte (+ TEUR 12.918), der Verringerung der Forderungen (- TEUR 86) und der Erhöhung der liquiden Mittel (+ TEUR 2.247) zusammen. IV. Voraussichtliche Entwicklung und die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken Große Krisen mit globalen Auswirkungen beeinflussen mit zunehmender Intensität das weltweite Wirtschaftsgeschehen. Die Corona-Pandemie behält weiterhin ihren negativen Einfluss, auch wenn im überwiegenden Teil des Globus weitgehende Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen eingetreten sind. Dennoch bleibt die Lage volatil. Mutationen des Virus führen zu neuen Wellen, wobei die gesundheitlichen Auswirkungen für die Betroffenen überwiegend unkritisch ausfallen. Im vierten Quartal 2022 rechnet man allgemein aber wieder mit einer Verschärfung der Lage. Die Null-Covid-Strategie der chinesischen Regierung bei zunehmenden Infektionszahlen durch die Omikron-Variante führt inzwischen zu länger anhaltenden Lockdowns in chinesischen Metropolen. Shanghai mit dem weltgrößten Containerhafen ist davon besonders betroffen. Die Auswirkungen auf weltweite Lieferketten sind gravierend und verschärfen die ohnehin schon prekäre Lage. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der seit dem 24. Februar 2022 geführt wird, und die verhängten Sanktionen mit Gegenreaktionen Russlands führen zu einem erheblichen Anstieg der Energiekosten und Problemen in der Versorgung mit wichtigen Rohstoffen. Die schon 2021 einsetzende Preisspirale, die zu einem wesentlichen Anstieg der Inflation in nahezu allen Ländern führte, wird durch den Ukraine-Krieg und seine Folgen weiter verstärkt. Zentralbanken bedeutender Nationen reagieren mit Erhöhungen der Leitzinsen, um die Spirale zu brechen. Auch seitens der EZB sind solche Schritte angekündigt und werden von den Banken bereits in die Zinssätze für Kredite eingepreist. Die beschriebenen Krisen mit ihren Auswirkungen sorgen für große finanzielle Belastungen der Bevölkerung mit der Folge einer zunehmenden Ausgabenzurückhaltung. Führende Wirtschaftsinstitute passen daher laufend ihre Konjunkturprognosen für die Weltwirtschaft 2022 nach unten an. Der IWF beispielsweise erwartet nun (Stand Juni 2022) einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,0 % (Prognose aus Januar 2022: 4,4 %). Besonders deutlich fällt die Reduktion in Deutschland auf 1,9 % Wachstum aus (- 1,9 % zur Januar-Prognose). Der Ukraine-Krieg und die Corona-Pandemie, insbesondere aufgrund der strikten Covid-Politik in China, werden die Weltkonjunktur weiterhin beeinträchtigen. Unverändert problematisch bleiben die Rohstoffversorgung mit den Störungen der Lieferketten und die gravierende Verteuerung von Material, Energie sowie Transporten. Die für die Roth Industries wesentlichen Marktsegmente Wohnungs- und Gewerbebau behaupten sich weiterhin mit hohen Auftragsbeständen als sehr robust. Die Zahl der genehmigten und in der Ausführung befindlichen Baumaßnahmen ist groß, wird aber durch die Limitierung der Materialversorgung, Preiserhöhungen und Kapazitäten des ausführenden Gewerbes negativ beeinflusst. Branchenverbände und Experten rechnen mit einem Einbruch ab 2023. Frühindikatoren wie aktuelle Baugenehmigungszahlen im Vorjahresvergleich weisen bereits auf die anstehende Verschlechterung der Lage hin. Andererseits besteht aber ein erheblicher Nachholeffekt in der Renovierung, insbesondere bei der energetischen Sanierung von Altbauten. Allerdings sind auch hier Baukosten, Materialverfügbarkeit und Handwerkerkapazitäten limitierende Faktoren. In den Marktfeldern des Maschinen- und Anlagenbaus, in denen Roth tätig ist, bleiben die Aussichten sehr gut. Auftragseingänge und -bestände sind insbesondere im Segment Composite Technologie hoch. Auch hier ist die Versorgung mit Material, insbesondere Elektronik-Bauteile, ein zunehmendes Problem und führt zu Engpässen für die eingetaktete Abarbeitung der Aufträge. Eine verlässliche Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung des Roth Konzerns im Jahr 2022 ist aufgrund der beschriebenen Probleme und der sich abzeichnenden Eintrübung der Konjunktur, die möglicherweise schon in der zweiten Jahreshälfte auch für Roth eine Abkühlung erfahren wird, kaum abzubilden. Der Verlauf der ersten fünf Monate des laufenden Geschäftsjahres ist positiv. Ähnlich wie im Jahr 2021 überkompensiert das Umsatzwachstum die Reduzierung der Rohertragsquote. Fixe Personal- und Sachkosten verhalten sich bei gestiegenem Umsatz degressiv. Insoweit ist das Konzernergebnis oberhalb der Erwartungen. Dieser positive Effekt kann aber durch die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte schnell aufgebraucht sein. Insoweit erwarten wir aus derzeitiger Perspektive einen Jahresumsatz 2022 moderat oberhalb des Vorjahreswertes. Das gute Ergebnis des Jahres 2021 wird sich aber 2022 aufgrund der erheblichen Verteuerung der Rohstoffe nicht halten lassen und sich daher moderat unterhalb des Vorjahresergebnisses bewegen. Zur Erkennung der Markttrends und des Wettbewerbsverhaltens werden für die wesentlichen Märkte systematisch wichtige Informationen über allgemeine Kenn-größen, die Marktpositionierung und Marktanteile festgehalten. Für die Absicherung von Forderungsausfällen bestehen teilweise Warenkreditversicherungen. Daneben wird das Zahlungsverhalten der Kunden mittels eines Kreditmanagementsystems aufgezeichnet und überwacht. Bonitätsprüfungen werden kontinuierlich vorgenommen. Das Liquiditätsrisiko wird durch ein zentrales Konzern-Cash-Pool-Management minimiert. Dadurch wird auch eine Optimierung der Zinskosten erreicht.
Dautphetal, den 15. Juli 2022 Geschäftsleitung BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Roth Industries GmbH & Co. KG Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebricht Wir haben den Konzernabschluss der Roth Industries GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Roth Industries GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Entgegen § 314 Nr. 6 a HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer des Mutterunternehmens nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser uneingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Hinweis zur Nachtragsprüfung Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Konzernjahresabschluss und Konzernlagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 15. Juli 2022 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 9. Dezember 2022 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung der Angabe im Konzernanhang zur Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen bezog. Auf die Darstellung der Änderung durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Konzernanhang, Abschnitt VII. sonstige Angaben, Nr. 8 Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen, wird verwiesen. Eschenburg, den 15. Juli 2022 / begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannte Änderung:
Eschenburg, den 9. Dezember 2022 Dr. Czwalinna, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzerneigenkapitalspiegel 2021
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