Artemis Deutschland Holding II GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Sanitärkeramik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Roman Lohmeier seit 3.4.2024 | Prokura |
David Thomas Gartner seit 19.4.2022 | Prokura |
Gregory Sylvester Oswald seit 21.2.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Franke Küchentechnik AG | 94.00% |
Franke Holding AG | 6.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Franke Deutschland Holding GmbHBad SäckingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung
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| 2022 | 2021 | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 522.280 | 415.975 | ||
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 605 | 3.754 | ||
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 1.380 | 7.415 | ||
| 4. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 328.377 | 258.565 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 16.566 | 344.943 | 13.222 | 271.787 |
| 5. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 49.979 | 45.996 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 8.986 | 58.965 | 10.237 | 56.233 |
| - davon für Altersversorgung TEUR 412 (i. Vj. TEUR 733) - | ||||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 13.760 | 14.407 | ||
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 76.790 | 62.247 | ||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.779 | 668 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.528 (i. Vj. TEUR 131) - | ||||
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 842 | 1.621 | ||
| - davon an verbundene Unternehmen TEUR 216 (i. Vj. TEUR 148) - | ||||
| - davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen TEUR 485 (i. Vj. TEUR 603) - | ||||
| 10. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0 | -5.657 | ||
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 13.183 | 11.211 | ||
| 12. Ergebnis nach Steuern | 17.561 | 4.649 | ||
| 13. Sonstige Steuern | 109 | 106 | ||
| 14. Konzernjahresüberschuss | 17.452 | 4.543 | ||
| 15. Konzerngewinnvortrag | 124.642 | 120.099 | ||
| 16. Konzernbilanzgewinn | 142.094 | 124.642 | ||
| Eigenkapital des Mutterunternehmens | ||||
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB | Andere Gewinnrücklagen | Konzernbilanzgewinn | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand am 31.12.2020 | 20.000 | 1.545 | 1.861 | 120.099 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 4.543 |
| Stand am 31.12.2021 | 20.000 | 1.545 | 1.861 | 124.642 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 17.452 |
| Stand am 31.12.2022 | 20.000 | 1.545 | 1.861 | 142.094 |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens | Nicht beherrschende Anteile | Konzerneigenkapital | |
| Summe | Nicht beherrschende Anteile | Summe | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand am 31.12.2020 | 143.505 | 34.834 | 178.339 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | -9.105 | -9.105 |
| Konzernjahresüberschuss | 4.543 | 0 | 4.543 |
| Stand am 31.12.2021 | 148.048 | 25.729 | 173.777 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 17.452 | 0 | 17.452 |
| Stand am 31.12.2022 | 165.500 | 25.729 | 191.229 |
| 2022 | 2021 | |
| TEUR | TEUR | |
| Periodenergebnis einschließlich Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter | 17.452 | 4.543 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 13.760 | 14.407 |
| Zu-/Abnahme der Rückstellungen | 1.780 | -1.521 |
| Zu-/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -19.969 | -32.243 |
| Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 10.108 | 14.118 |
| Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen | 0 | 5.657 |
| Zinserträge | -1.779 | -668 |
| Zinsaufwendungen | 842 | 1.621 |
| Ertragsteueraufwand | 13.183 | 11.211 |
| Ertragsteuerzahlungen | -8.899 | -1.525 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 26.478 | 15.600 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens und Sachanlagen | 2.504 | 6.565 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagen | -10.497 | -10.335 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Beteiligungen | 0 | 104.449 |
| Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen | 0 | 42 |
| Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis | 0 | 3.260 |
| Erhaltene Zinsen | 1.779 | 668 |
| Erhaltene Dividenden | 0 | 0 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -6.214 | 104.649 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten | -1.250 | -1.250 |
| Ein-/Auszahlungen aus Franke-Group-internen Darlehen und kurzfristiger Konzernfinanzierung | -7.777 | -123.315 |
| Gezahlte Zinsen | -338 | -1.018 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -9.356 | -125.582 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 10.900 | -5.333 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | 0 | -9.105 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | -43.357 | -28.919 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | -32.457 | -43.357 |
Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | Veränderung | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Liquide Mittel | 40.494 | 17.497 | 22.997 |
| Cash-Pool-Forderungen | 3.170 | 656 | 2.514 |
| Cash-Pool-Verbindlichkeiten | -76.121 | -61.510 | -14.611 |
| -32.457 | -43.357 | 10.900 |
Allgemeine Angaben
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt gemäß den Regelungen des HGB und den Vorschriften des GmbHG. In den vorliegenden deutschen Teilkonzern einbezogen werden die nachfolgend genannten Tochtergesellschaften der Franke Deutschland Holding GmbH, Bad Säckingen. Die anderen zum weltweiten Franke-Konzern zugehörigen Gesellschaften sind im Verhältnis zum deutschen Teilkonzern verbundene Unternehmen. Die Franke Artemis Holding AG, Aarburg/Schweiz, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und die Franke Deutschland Holding GmbH für den kleinsten Kreis der verbundenen Unternehmen auf.
Der Konzernabschluss umfasst gem. § 297 Abs. 1 HGB eine Kapitalflussrechnung, welche gemäß DRS 21 aufgestellt wurde, sowie einen Eigenkapitalspiegel.
Im Geschäftsjahr umfasst der Konsolidierungskreis die deutschen Franke-Gesellschaften, die im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen wurden.
Die Franke Deutschland Holding GmbH ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 630661 eingetragen.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind neben der Franke Deutschland Holding GmbH -kurz Franke Deutschland- sämtliche inländischen Tochtergesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, an denen wir mehrheitlich oder zu 100 % beteiligt sind sowie deren Stimmrechtsmehrheit wir besitzen.
Unser Beteiligungsbesitz stellt sich zum 31.12.2022 wie folgt dar:
| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kapital | |
| % | ||
| Franke GmbH, Bad Säckingen | 6,0 | Stimmrechtsmehrheit von 51 % |
| Franke Foodservice Systems GmbH, Bad Säckingen | 11,0 | Stimmrechtsmehrheit von 51 % |
| Blefa GmbH, Kreuztal | 100,0 | |
| Franke Coffee Systems GmbH, Grünsfeld | 11,0 | Stimmrechtsmehrheit von 51 % |
| Franke Industrie GmbH, Ampfing | 11,0 | Stimmrechtsmehrheit von 51 % |
| Omnilease GmbH, Odenthal | 100,0 |
Nachfolgende inländische Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264 HGB führen ihre Ergebnisse im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrages an die Franke Deutschland Holding GmbH ab und werden die gemäß § 264 Abs. 3 und § 264b HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllen und verzichten deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen sowie ggf. auf die Aufstellung eines Lageberichts:
Name und Sitz der Gesellschaft
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Franke GmbH, Bad Säckingen |
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Franke Foodservice Systems GmbH, Bad Säckingen |
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Blefa GmbH, Kreuztal |
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Franke Coffee Systems GmbH, Grünsfeld |
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Franke Industrie GmbH, Ampfing |
Konsolidierungsgrundsätze
Die Kapitalkonsolidierung der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgte gemäß Artikel 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB ohne Anpassung der Altfälle nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Zeitpunkt der Entstehung des Konzerns zum 1. Januar 1993 bzw. zum Zeitpunkt des späteren Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung der Anteile durch Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen. Die bei der Verrechnung entstandenen Unterschiedsbeträge wurden den einzelnen in der Konzernbilanz anzusetzenden Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugeschrieben oder mit diesen verrechnet, als deren tatsächlicher Wert höher oder niedriger war als der bisherige Wertansatz. Die so zugeordneten Beträge wurden wie die entsprechenden Bilanzpositionen fortgeschrieben.
Innenumsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander verrechnet.
Zwischengewinne aus Lieferungen zwischen einbezogenen Konzerngesellschaften wurden eliminiert.
Auf die Zwischenergebniseliminierung und sonstige erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen wurden latente Steuern in Höhe von 30 % abgegrenzt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Bilanzierungswahlrechte wurden hinsichtlich der unterbliebenen Aktivierung des Überhangs aktiver latenter Steuern aus den Abschlüssen der einbezogenen Unternehmen und HB-Il-Maßnahmen ausgeübt.
Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze an. Sofern eine Anpassung der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden auf die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden unterlassen wurde, war dies für die Gesamtaussage des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung. Die Geschäftsjahre der einbezogenen Gesellschaften stimmen mit dem Geschäftsjahr der Franke Deutschland Holding GmbH überein.
Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge wurden den erworbenen Vermögensgegenständen zugeschrieben, soweit stille Reserven vorhanden waren, und mit dem verbleibenden Rest als Firmenwert ausgewiesen. Für die entgeltlich erworbenen Firmenwerte wurde im Zeitpunkt ihrer erstmaligen Erfassung eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren zu Grunde gelegt. Die Firmenwerte werden planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, oder sofern erforderlich, um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Für die Festlegung der Nutzungsdauer waren im Wesentlichen die voraussichtlichen Bestandsdauern der geschäftswertbildenden Faktoren, insbesondere die Nutzungsdauern von erworbenem Knowhow, Humankapital und erwarteten Produktlebenszyklen, ausschlaggebend.
Das Anlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend den wirtschaftlichen Nutzungsdauern, bewertet. Die verwendeten Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 50 Jahren. Die Herstellungskosten enthalten alle aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Immobilien werden überwiegend linear, die Mobilien linear sowie degressiv mit Übergang auf die lineare Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Betrag bis zu €1.000,-- werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Grund und Boden ist mit den Anschaffungskosten bewertet.
In den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten auf der Grundlage der aktivierungspflichtigen Kosten bewertet. Abwertungen wegen nicht kostendeckender Erlöse und für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderten Verwertbarkeit ergeben, wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen.
Die Verluste in den Erzeugnisbeständen und im Auftragsbestand sind auf Vollkostenbasis berechnet und durch Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt.
Auf fremde Währung lautende fällige Forderungen und Vermögensgegenstände sind gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet worden, da grundsätzlich von einer Restlaufzeit von unter einem Jahr ausgegangen wird. Sofern Forderungen in fremder Währung durch Devisengeschäfte gesichert sind, kommen die Sicherungskurse zur Anwendung.
Bei der Bilanzierung latenter Steuern wird hinsichtlich aktiver Überhänge, die sich aus den einbezogenen Jahresabschlüssen und Anpassungen der Bilanzansätze an die konzerneinheitliche Bewertung ergeben, von dem Wahlrecht des § 274 HGB Gebrauch gemacht und auf den Ansatz einheitlich verzichtet. Für nach §§ 300 bis 307 HGB durchgeführte Konsolidierungsmaßnahmen, die zu Differenzen zwischen Wertansätzen im Konzernabschluss und steuerrechtlichen Wertansätzen führen, werden latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt. Allerdings gibt es hier keine wesentlichen Differenzen. Hiervon ausgenommen sind die bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte. Der für die Bewertung der latenten Steuern verwendete Steuersatz entspricht dem konzerneinheitlich verwendeten Inlandssteuersatz von 30 %, da die Konsolidierungsmaßnahmen ausschließlich zu eliminierende Lieferungen zwischen inländischen Konzerngesellschaften betreffen.
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" auf der Basis eines Zinssatzes von 1,78 %. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Rentenentwicklung (2 % p.a.), der erwarteten Gehaltsentwicklung (0 % - 2 % p.a.) und der erwarteten Fluktuation (0 % - 6 % p.a.) sowie auf Basis der Heubeck - Richttafeln 2018G ermittelt worden.
Nach § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich ein Unterschiedsbetrag für die Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 1.193 (7-Jahres-Durchschnittszins 1,44 %).
Die Bewertung der übrigen Rückstellungen erfolgt zum notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei der Bemessung der übrigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB am Abschlussstichtag umgerechnet, da grundsätzlich von einer Restlaufzeit von unter einem Jahr ausgegangen wird.
Funktionale Währung des Konzerns ist der Euro.
Der deutsche Rechnungslegungsstandard (DRS) wurde beachtet.
Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel.
Die ermittelten Geschäfts- und Firmenwerte wurden über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben. Wir gehen davon aus, dass sich die Rückflüsse aus den Investitionen über diesen Zeitraum verteilen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen richten sich gegen nicht dem Konsolidierungskreis angehörige ausländische Franke-Gesellschaften und betreffen Darlehensforderungen (T€ 186.000), Forderungen aus Factoring (T€ 7.374), Cash-Pool-Forderungen (T€ 3.170) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Gegen die Alleingesellschafterin besteht zum Jahresende eine Darlehensforderung in Höhe von T€ 167.532 (Vj. T€ 165.532).
Von den Darlehensforderungen an verbundene Unternehmen haben T€ 768 (Vj. T€ 1.197) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, T€ 185.232 (Vj. T€ 184.005) eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren.
Sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.
Auf die Zwischenergebniseliminierung wurden aktive Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB in Höhe von T€ 490 (Vj. T€ 579) gebildet.
Die Entwicklung des Eigenkapitals haben wir in einem Eigenkapitalspiegel dargestellt.
Der Konzernbilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
| 2022 | 2021 | |
| T€ | T€ | |
| Konzernjahresüberschuss | 17.452 | 4.543 |
| Gewinnvortrag | 124.642 | 120.099 |
| Konzernbilanzgewinn | 142.094 | 124.642 |
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungen, Umsatzbonifikationen, Verpflichtungen aus dem Personalbereich und ausstehende Rechnungen.
Von den Bankverbindlichkeiten haben T€ 1.250 (Vj. T€ 1.250) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, der durch Grundschulden von einbezogenen Gesellschaften besichert ist, beträgt T€ 1.250.
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden solche aus Lieferungen und Leistungen (T€ 22.668), aus Darlehen (T€ 768), aus Cash-Pool-Verbindlichkeiten (T€ 76.121) sowie aus sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 3.706) ausgewiesen. Sie bestehen im Wesentlichen gegenüber den ausländischen Franke-Gesellschaften, die nicht dem Konsolidierungskreis angehören.
Gegen die Alleingesellschafterin bestehen zum Jahresende Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 1.970), welches aus einem Darlehen resultierte. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr in Höhe von T€ 9.173 (Vj. T€ 1.376), von 1 bis zu 5 Jahren in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 0) und mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von T€ 278 (Vj. T€ 263) enthalten.
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:
| Kitchen Systems | 18,2 % | (Vj. 24,2 %) |
| Foodservice Systems | 46,7 % | (Vj. 47,1 %) |
| Coffee Systems | 15,9 % | (Vj. 16,5 %) |
| Beverage Systems | 18,5 % | (Vj. 11,6 %) |
| Other activities | 0,7 % | (Vj. 0,6 %) |
Die Aufgliederung der Umsätze nach geographischen Regionen stellt sich wie folgt dar:
| Deutschland | 33,56 % | (Vj. 36,82 %) |
| EU | 42,55 % | (Vj. 39,95 %) |
| EFTA-Staaten | 3,07 % | (Vj. 3,48 %) |
| Übriges Europa | 8,78 % | (Vj. 11,79 %) |
| Übrige Staaten | 12,03 % | (Vj. 7,96 %) |
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen T€ 1.380 (Vj. T€ 7.415).
Die periodenfremden Erträge beliefen sich auf T€ 1.179 (Vj. T€ 3.145) und wurden im Wesentlichen durch die Auflösung von sonstigen Rückstellungen realisiert.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von T€ 892 (Vj. T€ 1.060) enthalten.
Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie haben die Tochtergesellschaften der Franke Deutschland Holding GmbH für mehrere Monate Kurzarbeit bei der Bundesagentur für Arbeit angezeigt und Kurzarbeitergeld beantragt. Die Erfassung der gewährten Zahlungen von Kurzarbeitergeld in Höhe von T€ 10 (Vj. T€ 954) erfolgte als durchlaufender Posten, von uns geschuldete Sozialversicherungsbeiträge werden im Personalaufwand erfasst. Weitere finanzielle Hilfen im Rahmen öffentlicher Stützungsmaßnahmen wurden nicht beantragt.
Aus den im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge ergeben sich keine Abschreibungen auf Firmenwerte.
Durch die Inanspruchnahme von F/E-Kapazitäten im Franke-Konzern fallen direkt keine Forschungs- und Entwicklungskosten an. Diese sind indirekt in den Lizenzgebühren in Höhe von T€ 7.549 (Vj. T€ 5.494), die für die Überlassung von entsprechendem Knowhow an die entsprechende Franke-Gesellschaft entrichtet werden, enthalten.
Die sonstigen periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf T€ 4 (Vj. T€ 5.518).
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von T€ 2.184 (Vj. T€ 1.918) enthalten.
Zum Stichtag besteht auf Ebene der einbezogenen Einzelabschlüsse und HB II ein nicht bilanzierter Aktivüberhang latenter Steuern, im Wesentlichen bedingt durch bestehende Verlustvorträge und Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenzen bei den Rückstellungen im steuerlichen Organkreis.
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste latente Steueraufwand von T€ 89 (Vj. T€ 23 Steueraufwand) entfällt auf Konsolidierungsmaßnahmen aus der Zwischengewinneliminierung.
Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Zur Begrenzung des Risikos ungünstiger Kursentwicklungen im Zusammenhang mit bereits erfüllten, fest kontrahierten und geplanten Fremdwährungsgeschäften im Einkaufs- und Vertriebsbereich werden kurzfristig fällige Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Auf Grund des unmittelbaren Sicherungszusammenhangs werden die Sicherungsgeschäfte mit den abgesicherten Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten und schwebenden Geschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Verbuchung erfolgt mittels der Einfrierungsmethode. Insgesamt stellen sich die gebildeten Bewertungseinheiten wie folgt dar:
| Gesellschaft | Volumen Absicherung 31.12.2022 | Höhe des Risikos (-) / Zeitwert der Sicherungsgeschäfte 31.12.2022 | |
| T€ | T€ | ||
| Währungskursgeschäfte | |||
| Vermögensgegenstände | Blefa GmbH | ||
| - Devisentermingeschäfte |
1.545
(1.658 TUSD) |
-3 | |
| Schwebende Transaktionen | Blefa GmbH | ||
| - Devisentermingeschäfte |
2.816
(2.927 TUSD) |
+80 | |
| - Devisenswaps |
1.561
(1.660TUSD) |
+8 |
Bei den Angaben zum Volumen der Absicherung handelt es sich um den Buchwert der gesicherten Vermögensgegenstände und den beizulegenden Zeitwert der gesicherten schwebenden Geschäfte.
Die Angabe zur Höhe des abgesicherten Risikos bezieht sich auf die unterlassene Abschreibung auf Vermögensgegenstände bzw. die unterlassene Bildung einer Drohverlustrückstellung für negative beizulegende Zeitwerte.
Durch die Übereinstimmung der wesentlichen Ausgestaltungsmerkmale der Transaktionen einer Bewertungseinheit gleichen sich die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus. Die Sicherung besteht jeweils für die gesamte Laufzeit (zwischen 3 und 10 Monaten) des Grundgeschäfts. Die Effektivität wird durch einen Critical Term Match sichergestellt.
Die Kursentwicklungen der Fremdwährungen haben einen Einfluss auf die erzielbare Marge der Tochtergesellschaft.
Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von T€ 2.239 (Vj. T€ 2.405).
Das Bestellobligo betrug zum 31. Dezember 2022 T€ 21.334 (Vj. T€ 12.533).
Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren beschäftigt:
| Anzahl | Anzahl | |
| 2022 | 2021 | |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 264 | 295 |
| Angestellte | 542 | 531 |
| Auszubildende | 50 | 45 |
| 856 | 871 |
Drei Gesellschaften unseres Teilkonzerns haben ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Factoring-Verträgen übertragen. Es handelt sich um stilles, konzerninternes Factoring, d.h., das Ausfallrisiko liegt beim Forderungserwerber. Zweck und Vorteile des Factorings sind die Sicherung von Liquiditäts- und Zinsvorteilen sowie die Auslagerung des Risikos des Forderungsausfalles.
Mitglieder der Geschäftsführung der Muttergesellschaft waren bzw. sind:
|
Herr Dirk Rösel, Bad Säckingen (bis 12. Juni 2023) |
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Herr Daniel Aregger, Kriens/Schweiz (ab 12. Juni 2023) |
|
|
Frau Susanne Thommen, Wenslingen/Schweiz (ab 12.04.2022) |
Aufsichtsratsmitglieder der Franke Deutschland Holding GmbH waren im Geschäftsjahr die Herren
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Patrik Wohlhauser, Hergiswil/Schweiz |
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Jürg Fischer, Weggis/ Schweiz |
|
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Martin Wyser, Rombach/Schweiz |
Für die Tätigkeit im Berichtsjahr erhielten die Aufsichtsratsmitglieder Gesamtvergütungen in Höhe von T€ 11 (Vj. T€ 11).
Das Honorar des im Konsolidierungskreis tätigen Abschlussprüfers teilt sich auf in T€ 229 (Vj. T€ 253) Prüfungskosten, T€ 146 (Vj. T€ 188) Rechts- und Beratungskosten sowie T€ 165 (Vj. T€ 338) Steuerberatungskosten.
Nachtragsbericht
Am 4. April 2023 wurde allen Mitarbeitern von HS Deutschland mitgeteilt, dass die Produktionsabteilung von Edelstahl-Spülbecken bis 2024 geschlossen wird. Die Entscheidung wurde von der Gruppe getroffen, nachdem der Fußabdruck aller Produktionsstätten in Europa überprüft wurde. Wo möglich, wird die Verlagerung in andere Abteilungen geprüft. Derzeit wird mit einem Nettoabbau von 31 Mitarbeitern gerechnet. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden nicht erwartet.
Bad Säckingen, 8. Dezember 2023
Franke Deutschland Holding GmbH
Die Geschäftsführung
Susanne Thommen
Daniel Aregger
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| 1.1.2022 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31.12.2022 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 13.340 | 1.283 | 0 | 0 | 14.623 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwerte | 7.768 | 0 | 0 | 0 | 7.768 |
| 21.108 | 1.283 | 0 | 0 | 22.391 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 57.254 | 1.100 | 0 | 2.105 | 56.249 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 75.857 | 5.800 | 181 | 6.927 | 74.911 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 38.190 | 669 | -156 | 608 | 38.095 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 106 | 1.348 | -25 | 0 | 1.429 |
| 171.407 | 8.917 | 0 | 9.640 | 170.684 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 |
| 2. Sonstige Ausleihungen | 284 | 0 | 0 | 0 | 284 |
| 284 | 1 | 0 | 0 | 285 | |
| 192.799 | 10.201 | 0 | 9.640 | 193.360 | |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| 1.1.2022 | Abschreibungen des Geschäftsjahres | Abgänge | 31.12.2022 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 12.758 | 470 | 0 | 13.228 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwerte | 7.768 | 0 | 0 | 7.768 |
| 20.526 | 470 | 0 | 20.996 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 25.644 | 1.295 | 16 | 26.923 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 49.619 | 10.060 | 6.815 | 52.864 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 32.935 | 1.935 | 601 | 34.269 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 108.198 | 13.290 | 7.432 | 114.056 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Sonstige Ausleihungen | 284 | 0 | 0 | 284 |
| 284 | 0 | 0 | 284 | |
| 129.008 | 13.760 | 7.432 | 135.336 | |
| Buchwerte | ||
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
| TEUR | TEUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.395 | 582 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 0 |
| 1.395 | 582 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 29.326 | 31.610 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 22.047 | 26.238 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.826 | 5.255 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.429 | 106 |
| 56.628 | 63.209 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 1 | 0 |
| 2. Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 |
| 1 | 0 | |
| 58.024 | 63.791 | |
1. Grundlagen des Konzerns
Geschäftsmodell des Konzerns
Die Tochtergesellschaften der Franke Deutschland Holding GmbH sind auf den Geschäftsgebieten Home Solutions (vormals Kitchen Systems) (HS), Foodservice Systems (FS), Coffee Systems (CS) und Beverage Systems (BS) tätig. Alle Tochtergesellschaften sind in Deutschland beheimatet, der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeiten liegt im deutschen Markt sowie im europäischen Ausland.
Als deutscher Teilkonzern der Schweizer Artemis-Gruppe sind wir in die operative und finanzielle Strategie des Gesamtkonzerns eingebunden. Aus diesem Grund bestehen sowohl wesentliche Liefer- und Leistungsbeziehungen als auch Finanzforderungen und -verbindlichkeiten mit den übrigen Unternehmen der weltweit tätigen Gruppe.
Franke hat den Anspruch, in den Bereichen "Food Preparation and Cooking", "Kitchen Equipment and Services for Restaurant Chains", "Out of Home Coffee Preparation" and "Beverage Container" führend zu sein. Insofern konzentrieren sich die Tochtergesellschaften der Franke Deutschland Holding GmbH darauf, in ihren jeweiligen Bereichen die Marktposition zu erhalten bzw. weiter auszubauen. Alle Franke-Gesellschaften zielen darauf ab, ein kompetenter Partner für die Kunden, die Mitarbeiter, die Konsumenten der Produkte und Dienstleistungen sowie für die Anteilseigner zu sein.
Franke Home Solutions (HS) steht nicht nur für die Essenszubereitung (Becken, Spülen, Armaturen) und das Kochen (Dunstabzugshauben und Kochfelder), sondern spiegelt auch die Perspektive wider, das Know-how der Divisionen zu nutzen, um ihre Präsenz in der Küche auszubauen.
Franke Foodservice Systems (FS) ist ein weltweit führender Anbieter, wenn es darum geht, den Bedarf von Restaurantbetreibern an innovativen Kücheneinrichtungen, Geräten und Zubehör zu decken. Franke Coffee Systems (CS) ist ein weltweit führender Anbieter von Kaffeevollautomaten für die professionelle Kaffeezubereitung.
Franke Beverage Systems (BS) ist ein weltweit führender Anbieter von Edelstahlfässern für die Getränkeindustrie.
Forschung und Entwicklung
Für die weitere Verstärkung des Geschäftes kommt vor allem der permanenten Neu- und Weiterentwicklung der Produkte eine wichtige Bedeutung zu. Dies geschieht im Wesentlichen in den Entwicklungsabteilungen der spartenführenden Gesellschaften in der Schweiz. Für die F/E-Leistungen entrichten die operativen Gesellschaften Lizenzgebühren.
2. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland, dem Hauptmarkt der FDHO-Aktivitäten, stieg im Jahr 2022 um 1.8 % (Vj. 2.9 %). Nach der Corona-Krise in 2020 und dem damit einhergehenden wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus. Vor 2020 war das BIP zuletzt im Jahr 2009 zurückgegangen, als Deutschland wie die meisten anderen Länder weltweit von den Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen war. Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland war im Jahr 2022 stark von der hohen Inflation beeinflusst. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März 2023 mitteilt, stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland in jeweiligen Preisen nach den Konzepten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen um 10.7 % im Vergleich zum Vorjahr. Die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland lagen dagegen um 3.4 % über denen des Vorjahres. Die Differenz zwischen den beiden Ergebnissen spiegelt die hohen Preissteigerungen für private Haushalte wider. Die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 6.9 % gegenüber 2021 erhöht. Die hohe Jahresteuerungsrate wurde vor allem von den Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Kriegsbeginn in der Ukraine getrieben.
Neben den Preissteigerungen beeinflusste auch der Wegfall fast aller Corona-Beschränkungen das Konsumverhalten der privaten Haushalte. So stiegen im Jahr 2022 die Konsumausgaben für Dienstleistungen, zu denen beispielweise die Gastronomie und der Reiseverkehr gehören, preisbereinigt um 8.3 % gegenüber 2021, als noch viele Corona-Beschränkungen galten.
Die Konsumausgaben des Staates stiegen um 3.9 % (Vj.5.0 %). Die Teuerungsrate war laut Statistischem Bundesamt mit 7.9 % deutlich höher als im Vorjahr (Vj.3.1 %). "Die historisch hohe Jahresteuerungsrate wurde vor allem von den extremen Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Kriegs in der Ukraine getrieben", sagt Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Im Dezember 2022 lag die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - bei +8.6 %. Sie schwächte sich damit zum Jahresende ab, blieb aber auf einem hohen Stand.
Die Zahl der Arbeitslosen fiel im Jahresdurchschnitt 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 200'000 auf 2.4 Millionen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5.3 % (Vj.5.7 %) (Statistisches Bundesamt).
Im Jahr 2022 setzte sich die wirtschaftliche Erholung im Euroraum nach der pandemischen Notlage zumindest in der ersten Jahreshälfte fort. Das reale BIP des Euroraums stieg um 3.5 %, nachdem es 2021 um 5.3 % gestiegen war. Das Wachstum schwächte sich aber in der zweiten Jahreshälfte erheblich ab. Der Arbeitsmarkt im Eurogebiet blieb trotz des russischen Krieges in der Ukraine insgesamt robust, worauf auch die anhaltend hohe Zahl an offenen Stellen zum Jahresende hindeuteten. Im zweiten Halbjahr schwächten sich die Dynamik am Arbeitsmarkt und die Umfrageindikatoren der Arbeitsnachfrage allerdings auch hier ab (EZB).
Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten.
Nach Angaben der Statistikerinnen und Statistiker ist die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2022 insgesamt um 1.9 Prozent gegenüber 2021 gestiegen. Dabei sei die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich verlaufen: Einige Dienstleistungsbereiche hätten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten profitiert Die zusammengefassten Wirtschaftsbereiche "Handel, Verkehr und Gastgewerbe" sorgten für ein kräftiges Plus von 4.0 Prozent. Die Bruttowertschöpfung im Handel ist dagegen zurückgegangen. Im Baugewerbe hätten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung um 2.3 Prozent geführt.
Auf der Nachfrageseite seien die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft gewesen. Sie seien preisbereinigt um 4.6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und hätten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019 erreicht. Grund hierfür seien Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022 gewesen.
Für 2023 trüben die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine die wirtschaftlichen Aussichten ein. Hohe Energiepreise, steigende Inflation, Sanktionen, gestiegene Unsicherheit und brüchige Lieferketten sind weiterhin Belastungsfaktoren für die Wachstumschancen der deutschen Volkswirtschaft.
Laut der Prognose der Bundesregierung vom 4. April 2023 wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um nur 0.4 % gegenüber dem Vorjahr wachsen. Die deutsche Wirtschaft wurde durch die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine besonders stark getroffen. Die hohen Energiepreise ließen in Deutschland die Inflation 2022 in die Höhe schießen. Die Entwicklung im Ukraine-Krieg, die Energie-Preise und die Inflation bleiben daher auch 2023 nach Ansicht vieler Ökonomen die wichtigsten Unsicherheitsfaktoren für die Wirtschaft. Die Konjunkturprognosen dürften daher volatil bleiben.
Diese Prognose der Bundesregierung ist vor dem Hintergrund der Risiken durchaus als kritisch einzuschätzen. Die OECD erwartet in ihrer aktuellen Prognose vom Juni 2023 eine verhaltene Erholung der weltwirtschaftlichen Aktivität. Die Weltwirtschaft dürfte demnach in diesem Jahr um 2.7 % und im kommenden Jahr um 2.9 % wachsen. Während die wirtschaftliche Aktivität im Euroraum (+ 0.9 %) und in den USA (+ 1.6 %) nur schleppend zulegen dürfte, erwartet die OECD deutlichere Impulse für die Weltwirtschaft von den Schwellenländern (insb. China: +5.4 %, Indien: +6.0 %).
Die Gesamtinflation in der OECD wird voraussichtlich von 9.4 % im Jahr 2022 auf 6.6 % im Jahr 2023 und 4.3 % im Jahr 2024 zurückgehen. Der Rückgang der Inflation ist auf das Wirksamwerden einer strafferen Geldpolitik, niedrigere Energie- und Lebensmittelpreise und geringere Versorgungsengpässe zurückzuführen. Für die deutsche Wirtschaft rechnet die Industriestaaten-Gruppe in diesem Jahr mit einer Stagnation, d.h. Null Prozent Wachstum, für 2024 mit 1.3 %. Die hohe Inflation schmälere Einkommen und Ersparnisse, wodurch der private Konsum gedämpft werde. Entscheidende Impulse für die Konjunkturbelebung werde das Exportgeschäft liefern: Die Lieferketten entspannten sich, und der Auftragsbestand sei hoch.
Der Arbeitsmarkt insgesamt ist weiterhin stabil. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben zwar im Juli zugenommen. Saisonbereinigt hat die Zahl der Arbeitslosen im Juli 2023 gegenüber dem Vormonat um 4.000 abgenommen. Ohne die Berücksichtigung ukrainischer Staatsangehöriger hätten sich allerdings bedingt durch die schwache Konjunktur Anstiege gezeigt. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust. Die Kurzarbeit war auch in 2023 rückläufig, Stand 0.43 Mio. (Vj. 0.47 Mio.), die Arbeitslosenquote liegt Ende Juli 2023 bei 5.7 %.
Der Markt für Küchenmöbel wuchs in Deutschland nach 2021 auch im Jahr 2022 stark. Die Jahreszahlen des VdDK (offizieller Küchenverband) zeigten ein Plus von + 9.47 % für die gesamte Küchenmöbelindustrie, in Deutschland betrug der kumulierte Anstieg + 6.97 %. Für das Marktwachstum verantwortlich ist sowohl die steigende Anzahl an Wohnungserstbezügen als auch eine verstärkte Nachfrage aus dem Wohnungsbestand (Branchenradar). Zu berücksichtigen sind dabei auch Preissteigerungen.
Im Jahr 2022 hat sich die Foodservice-Branche schneller als andere Branchen und vollständig von der Corona Pandemie erholt. In 2022 konnten Rohstoff-, fertigungs- und logistikbedingte Preiserhöhungen durchgesetzt werden, die insgesamt ebenfalls unter Berücksichtigung des durch die gestörten Lieferketten abzuarbeitenden aufgestauten Auftragsbestands für die Franke Foodservice Systems GmbH zu einer 22 %-igen Steigerung des Umsatzes und auf der Ertragsseite zu einer Steigerung des Ergebnisses nach Steuern geführt haben. Der durch den Konflikt in der Ukraine entstandene Einbruch des Geschäfts in Russland konnte durch eine Ausweitung der Geschäftsaktivitäten mit Bestands- und Neukunden in der EU und in der Region Middle-East mehr als ausgeglichen werden. Das vorübergehend eigestellte Geschäft in der Ukraine ist inzwischen auf einem reduzierten Niveau wieder aufgenommen worden.
Der Markt für professionelle Kaffeeautomaten war weiterhin durch die Corona-Krise beeinflusst, hier haben ebenfalls die Schließung der Gastronomie und die Beschränkungen während der Pandemie zu einer Investitionszurückhaltung bei Käufern von vollautomatischen Kaffeeautomaten geführt, jedoch sind Verbesserungen im Marktumfeld 2022 deutlich zu spüren gewesen. Jedoch konnte die Division gerade in den letzten Monaten Großaufträge abwickeln und den Umsatz spürbar steigern.
Der weltweite Markt für Getränkebehälter, welcher aufgrund der Covid-19-Pandemie dramatisch eingebrochen war, hat sich auch in 2022 weiterhin stark erholt, insbesondere auch der amerikanische Markt. Es bestehen zwar weiterhin Überkapazitäten im Markt, allerdings profitieren die europäischen Anbieter von den stark gestiegenen Frachtkosten von Asien nach Europa sowie von den unzuverlässigen Lieferketten aus Asien. Fast alle Märkte sind auch von einer weiteren Konzentration gekennzeichnet, sowohl bei Kunden als auch bei Wettbewerbern. Auch konnten höhere Stahlpreise an die Kunden weitergegeben werden. Der Auftragsbestand zum Jahresende hatte einen sehr hohen Stand, was einen optimistischen Ausblick für 2023 zulässt.
Geschäftsverlauf 2022
Die Steuerung der Aktivitäten erfolgte nach den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) und Konzernjahresüberschuss.
Das geplante Umsatzziel für die FDHO-Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2022 übertroffen. Nahezu jeder Bereich hat die geplanten Umsatzziele erreicht, insbesondere der FS-Bereich hat überproportional zugelegt. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr betrug nominal +25.6 % (Vj. +7.8 %). Berücksichtigt man den Effekt, dass in 2020 noch der Bereich WS enthalten war, betrug die Veränderung 2021/2020 +24.5 %, so dass der Trend positiv blieb und nochmals eine Steigerung möglich war. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen zur Umsatzentwicklung.
Bei der Ertragssituation wurde die geplante Verbesserung übertroffen, sowohl hinsichtlich des EBIT als auch hinsichtlich des Konzernjahresüberschusses. Ursächlich hierfür waren die wieder besseren Entwicklungen in allen Geschäftsgebieten, insbesondere im Bereich FS gab es starke Ertrags- und Umsatzgewinne.
Zu den Entwicklungen der operativen Geschäftsbereiche verweisen wir auf die Ausführungen zur Ertragslage.
- Marktstellung und Umfeld
Im Bereich FS ist Franke in 2022 in den wichtigsten Teilmärkten Marktführer geblieben. Auch in den Bereichen BS und CS konnte die gute Marktstellung gehalten und teilweise ausgebaut werden. In HS wurde die Markstellung trotz zunehmenden Wettbewerbsdrucks verteidigt. HS Germany hatte ein herausforderndes Jahr 2022 in Bezug auf die Umsatzentwicklung gegenüber der Geschäftseinheit und gegenüber dem Vorjahr, konnte aber das Ergebnis schützen. Strukturelle und operative Maßnahmen zur Kostenkontrolle und Preiserhöhung wurden umgesetzt. Letzteres war auch eine der größten geschäftlichen Herausforderungen, da die höheren Herstellungskosten aufgefangen werden mussten, während die Preiserhöhungen im Laufe des Jahres umgesetzt werden mussten. Die gute Marktpositionierung gelang hauptsächlich durch Produktinnovationen, eine Ausweitung des Produktspektrums, die Produktkompetenz, die Kundenzufriedenheit und die Gewinnung neuer Kunden. Die Exportmärkte haben insgesamt eine positive Entwicklung verzeichnet, so konnte die Sparte FS in fast allen Exportmärkten zulegen, insbesondere in der Region Middle- East, Amerika, aber auch in Europa war der FS-Bereich erfolgreich. HS erzielte weiterhin Umsatzzuwächse im Industriebereich sowie im Baltikum und der Bereich BS profitierte auch von Umsätzen mit Neukunden aus Europa.
Im Verlauf des Jahres 2022 sind die Einkaufspreise für Edelmetalle (insbesondere Nickel und Kupfer) im Durchschnitt gestiegen, aber auch Energie, Transport- und Beschaffungskosten, vor allem in der zweiten Jahreshälfte, verteuerten sich massiv. Diese Preissteigerungen konnten durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden. Das generell hohe Preisniveau war, wie auch im vergangenen Jahr, auf eine wachsende Nachfrage auf den Weltmärkten sowie rückläufige Lagerbestände zurückzuführen. Als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses sowie pandemiebedingt wurden in allen Gesellschaften Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung, punktuelle Restrukturierungsmaßnahmen und Kosteneinsparungen vorgenommen sowie Überkapazitäten abgebaut. In den Produktionsbetrieben wurden die Produktionsprozesse weiter optimiert.
- Umsatzentwicklung
Die konsolidierten Umsatzerlöse des deutschen Teilkonzerns betrugen im Jahr 2022 522.3 Mio. € gegenüber 416.0 Mio. € in 2021. Dies entspricht einem nominellen Zuwachs von +25.6 %.
Der Bereich KS hatte in 2022 einen Umsatzverlust von -7.3 % zu verzeichnen, bedingt durch die Aufgab des DIY (Baumärkte) Marktes. Ohne Berücksichtigung dieses Effektes würde auch in dieser Division ein Umsatzwachstum zu verzeichnen gewesen. Der Umsatz fiel in den Bereichen Industrie und im Export an. Der Anteil am Gesamtvolumen fiel von 24.2 % auf 18.2 %.
Der Bereich FS konnte nach dem deutlichen Umsatzzuwachs des Vorjahres (+40.4 %) wiederum ein Umsatzwachstum von 22.4 % verzeichnen und damit wieder die Umsatzzahlen weiter steigern. Die Abschwächung der COVID-19-Pandemie und ausbleibende "Lockdowns" in europäischen und asiatischen Ländern führten zu deutlichen Nachholeffekten. Der durch den Konflikt in der Ukraine entstandene Einbruch des Geschäfts in Russland konnte durch eine Ausweitung der Geschäftsaktivitäten mit Bestands- und Neukunden in der EU und in der Region Middle-East mehr als ausgeglichen werden. Die von der starken Nachfrage seitens der Hauptkunden geprägte Entwicklung, setzte sich damit im Jahr 2022 weiter fort. Der Anteil FS am Gesamtvolumen fiel von 47.1 % auf 46.7 %.
Auch der Bereich CS hatte einen Umsatzzuwachs in Höhe von 19.7 % zu verzeichnen. Der Umsatzzuwachs konnte vor allem im "Neumaschinenverkauf" erzielt werden, der Marktanteil konnte hier gesteigert werden, was für das Produktportfolio spricht. Im Gegensatz zum FS-Bereich ist hier die Markterholung noch nicht so deutlich zu spüren. Der Anteil am Gesamtvolumen fiel von 16.5 % auf 15.9 %.
Der Umsatz im Bereich BS ist nach dem Umsatzanstieg des Vorjahres (nach 2 Jahren Umsatzrückgang in den Jahren 2019 und 2020) in Höhe von 44.6 % nochmals um 96.7 % gestiegen und konnte somit fast verdoppelt werden. Der Anteil am Gesamtvolumen stieg damit von 11.6 % auf 18.5 % Die COVID-19-Pandemie führte in den Vorjahren zu einem enormen Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Fässern. Das Marktumfeld bleibt trotz der Abschwächung der Pandemie herausfordernd, die Gesamtnachfrage ist aber weiter ansteigend. Der Bereich BS konnte seine Marktstellung ausbauen, insbesondere im europäischen Markt und im amerikanischen Markt. Höhere Kosten im Bereich der Stahlpreise konnten an die Kunden weitergegeben werden.
Der Umsatz im Bereich Other Activities (Franke Industrie) lag 2022 mit +15.6 % über dem Vorjahr in einem niedrigen einstelligen Millionen-Bereich. Dieser Bereich befindet sich in der Aufbauphase und produziert Komponenten für Gasturbinen sowie für die Luft- und Raumfahrtindustrie.
Personal
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der FDHO-Gruppe ist im Jahr 2022 mit 856 Mitarbeitern (inkl. Auszubildender) konstant geblieben. Die von der Bundesregierung aufgrund der Pandemie ausgeweiteten und verbesserten Regeln zu Kurzarbeit wurden in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten in Anspruch genommen, so dass kein größerer Personalabbau vorgenommen werden musste. Die Mitarbeiter werden durch regelmäßige interne und externe Fortbildungsmaßnahmen gefördert. Arbeitssicherheitsstandards werden in den jeweiligen Ländern eingehalten.
- Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich im Teilkonzern auf 10.2 Mio. € (Vj. 10.3 Mio. €), die in vollem Umfang aus dem eigenen Cash Flow finanziert wurden. Bezogen auf die Bilanzsumme entspricht dies 2.3 %. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen, Erweiterungen der baulichen Anlagen sowie neue Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
- Ertragslage
Die Verbesserung des EBIT von 19.2 Mio. € auf 29.8 Mio. € resultiert insbesondere aus den deutlichen Umsatzzuwächsen in fast allen Bereichen, insbesondere im Bereich FS. Die Kosteneinsparungen und Programme zur Effizienzsteigerung, welche 2020 initiiert wurden, trugen bei steigenden Umsätzen ebenfalls zur Verbesserung der Ertragslage bei. Im Bereich BS war ebenfalls eine starke EBIT-Steigerung zu verzeichnen, auch hier aufgrund des höheren Umsatzvolumens, aber auch aufgrund des geringeren Drucks auf die Verkaufspreise.
Die Materialeinsatzquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr leicht von 65.3 % auf 66.0 %. Preiserhöhungen von Lieferanten aufgrund gestiegener Energiepreise und Materialkosten konnten an die Kunden weitergegeben werden.
Die Entwicklung der Personalaufwandsquote von 13.5 % auf 11.3 % ist beeinflusst durch den signifikanten Umsatzanstieg in allen Bereichen. Im Vorjahr vorgenommene Reorganisations- und Restrukturierungsmaßnahmen wirkten auch in 2022 weiter.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen leicht von 15.0 % auf 14.7 % der Umsatzerlöse. Der %-Rückgang ist ebenfalls auf den starken Umsatzanstieg zurückzuführen. In Zahlen stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 14.5 Mio. €. Ein striktes Kostenmanagement wurde auch in 2022 beibehalten.
Das Finanzergebnis (ohne Ergebnis assoziierten Unternehmen aus 2021) ist mit 0.9 Mio. € besser als im Vorjahr. Dies aufgrund gestiegener Zinserträge aus verbundenen Unternehmen und geringere Kursverluste. Im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen aus dem Jahr 2021 wird der Buchverlust aus dem Abgang der Beteiligung Duravit ausgewiesen (5.7 Mio. €).
Das EBIT betrug in Summe 29.8 Mio. € (Vj. 19.2 Mio. €).
Der Steueraufwand betrug 13.3 Mio. € (Vj. 11.2 Mio. €) und liegt im Rahmen der erwarteten Steuerlast. Im Steueraufwand 2022 sind weitere Steuerrückstellungen für eine laufende Betriebsprüfung gebildet worden.
Der Konzernjahresüberschuss der FDHO-Gruppe im Jahr 2022 beträgt 17.452 T€ (Vj. 4.543 T€). In 2021 waren im Konzernjahresergebnis Buchgewinne und -verluste aus dem Verkauf von Beteiligungen und Tochterunternehmen enthalten, die in Summe zu einem Abgangsverlust in Höhe von 2.397 T€ geführt haben.
- Finanzlage
Durch die Finanz- und Liquiditätsplanung in Verbindung mit freien, zugesagten Kreditlinien wird sichergestellt, dass die FDHO-Gruppe stets über eine ausreichende Liquiditätsreserve verfügt.
Mit zu den zentralen Aufgaben des Managements gehört die Optimierung der Konzernfinanzierung. In der FDHO-Gruppe gibt es eine Finanzplanung mit einem mehrjährigen Planungshorizont sowie eine Liquiditätsplanung, welche monatlich überprüft wird.
Der Bestand der liquiden Mittel erhöhte sich in der FDHO-Gruppe von 17.5 Mio. € auf 40.5 Mio. €. Die Liquidität entwickelte sich zum Jahresende gut. Die Erhöhung der liquiden Mittel ist im Wesentlichen auf den Umsatzanstieg und Kosteneinsparungen zurückzuführen, wobei 8.0 Mio. € des an die Muttergesellschaft gewährten Darlehen zurückbezahlt wurden.
Die Kapitalflussrechnung zeigt neben dem Cashflow aus der operativen Tätigkeit von 26.478 T€ (Vj. 15.600 T€) einen Cash Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -6.214 T€ (Vj. 104.649 T€). Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt -9.356 T€ (Vj. -125.582 T€).
Bei drei Tochtergesellschaften werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrags innerhalb des Konzerns verkauft.
Risiken für den Fortbestand des Konzerns sollen durch das Finanzmanagement ausgeschlossen werden und sind auch nicht erkennbar.
- Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich von 392.5 Mio. € im Vorjahr auf 436.6 Mio. € erhöht. Der Anteil des Anlagevermögens beträgt 13.3 % (Vj. 16.3 %). Dies entspricht 58.0 Mio. €, die in voller Höhe auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände entfallen. Die Investitionstätigkeit lag damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die Vorräte haben sich um rund 18.3 Mio. € erhöht, insbesondere auf Grund der Entwicklungen in den Bereichen FS und BS, hauptsächlich ausgelöst durch die Notwendigkeit höherer Sicherheitspositionen auf Lager aufgrund erneut verlängerter Wiederbeschaffungszeiten und eingeschränkter Frachtmöglichkeiten. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 9.0 Mio.€ leicht erhöht.
Die Eigenkapitalquote des Teilkonzerns verminderte sich leicht von 44.3 % auf 43.8 %. Die Vermögenslage der FDHO-Gruppe ist außerordentlich stabil. Das Anlagevermögen ist durch langfristiges Kapital (Eigenkapital, Pensionsrückstellungen und langfristige Darlehen) abgedeckt.
Insgesamt beurteilen wir die Entwicklung der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der FDHO- Gruppe als stabil. Das EBIT liegt bei 29.8 Mio. € und auch die anderen wirtschaftlichen Kennzahlen sind als gut zu bezeichnen. Alle Bereiche erzielen positive operative Cash Flows. Es werden weiterhin alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Ertragslage in allen Bereichen weiter zu verbessern. Die Liquidität war jederzeit sichergestellt, die bestehenden Kreditlinien wurden nicht ausgeschöpft.
3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Zukünftige Aussichten
Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt von globalen wirtschaftlichen Herausforderungen und zunehmenden geopolitischen Spannungen. Die wirtschaftliche Situation war durch volatile Rohstoffpreise und steigende Energie- und Logistikkosten gekennzeichnet. Die FDHO-Gruppe blickt trotz dieser schwerwiegenden Auswirkungen auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2022 zurück. Es bedurfte enormer Anstrengungen, um die Lieferketten stabil zu halten. Die Inflation stieg im Wirtschaftsraum der FDHO- Gruppe in vielen Ländern stark an. Insgesamt ging die Verbrauchernachfrage im Laufe des Jahres immer weiter zurück. Für 2023 werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin als schwierig eingeschätzt, auch wenn teilweise Anzeichen der Erholung erkennbar sind. Das 1. Halbjahr 2023 ist mit weiter steigenden Umsätzen positiv verlaufen, die wirtschaftliche Dynamik hat sich bisher trotz der oben beschriebenen Auswirkungen, hohe Inflation und Energiekrise noch nicht allzu negativ auf das Geschäftsfeld der FDHO-Gruppe niedergeschlagen, obgleich erste negative Auswirkungen auch hier zu spüren waren. Wir schätzen den weiteren Geschäftsverlauf 2023 doch leicht positiv ein. Die COVID-19-Pandemie wird sich voraussichtlich trotz der für Herbst und Winter erwarteten Steigerung der Infektionszahlen nicht wesentlich auf die wirtschaftliche Entwicklung der wesentlichen europäischen Staaten auswirken. Wesentlich unsicherer sind die Entwicklungen hinsichtlich des konjunkturellen Umfeldes in Deutschland und in Europa, verursacht durch den Ukraine Konflikt, hohe Energiekosten, eine noch immer zu hohe Inflationsrate und damit einhergehende steigende Zins und Finanzierungskosten. Auch der gerade in Deutschland zunehmende Einfluss der Umweltpolitik auf die Wirtschaft, wie zum Beispiel das viel diskutierte "Heizungsgesetz" führt zur Verunsicherung der Verbraucher. Die anhaltenden Migrationsströme in Europa, die sich weiterhin verschärfende Freihandelskrise zwischen den USA, China und Europa, aufgrund der Pandemie stark verschuldete Staatshaushalte sind weiterhin Risiken. Diese Entwicklungen können starke Auswirkungen nicht nur auf die politischen, sondern auch wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland und in Europa haben - die Dimensionen sind jedoch noch nicht klar abzusehen. Die Schuldenkrise in einigen europäischen Ländern schien im Augenblick etwas in den Hintergrund geraten zu sein, ist nun aber wieder aufgrund der steigenden Zinsen wieder am "Aufkommen". Länder wie Italien oder Spanien sind nach wie vor stark verschuldet - die Schuldenlast beträgt das Vielfache des Bruttoinlandsprodukts. Obwohl die Risikovorsorge im Bankensektor verbessert wurde, sind weitere Risiken in diesem Bereich nicht ausgeschlossen und könnten sich negativ auf den Bausektor und damit auch auf unsere Märkte auswirken. Insbesondere die Zinsanhebungen der EZB und der US-amerikanischen Notenbank haben die Zinsen auch im privaten Finanzierungsbereich ansteigen lassen.
Insgesamt konnte die Gruppe in den ersten sechs Monaten die budgetierten Umsatzziele nicht erreichen. Insbesondere die Divisionen HS und FS liegen hinter Budget und im Jahr 2023 wird der Gesamtumsatz im Vergleich zu 2022 sinken. Allerdings gilt für den erwirtschafteten Umsatz 2022 zu beachten, dass vor allem im Bereich FS, BS und CS starke Nachholungseffekte den Umsatz getrieben haben. Wir sind jedoch zuversichtlich, die budgetierten Umsatzziele des Konzernes nur knapp zu verfehlen. Der Gesamtumsatz im FDHO-Konzern wird sicherlich weit über dem Umsatz von 2021 liegen. In den einzelnen Geschäftsbereichen wurde für hygienische und sichere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden gesorgt, unter anderem wurde Home-Office weiter ausgebaut, die finanzielle Gesundheit des Unternehmens unter anderem durch Kosteneinsparungen so gut wie möglich sichergestellt. Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen werden weiterhin sorgfältig beobachtet, um angemessen reagieren zu können.
Die Weltwirtschaft hat sich in 2022 aufgrund der Erholung der Märkte weiterhin positiv entwickelt, allerdings bleibt die Erholung schwach, so der Wirtschaftsausblick der OECD vom Juni 2023. Das globale BIP ist in 2022 mit 3.3 % gewachsen, im Vorjahr noch mit +6.1 % (OECD). Für 2023 rechnet die OECD, Stand November 2023, mit einem Wachstum von 1.7 %. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet für das laufende Jahr ein globales Wirtschaftswachstum von 3.0 Prozent. Die schwierige Lage der Weltwirtschaft sei überwunden, teilte die OECD mit. Als Grund für den langsamen Erholungskurs nannte die Organisation sinkende Energiepreise sowie eine abnehmende Gesamtinflation. Zudem ließen Lieferengpässe nach und die Finanzlage privater Haushalte sei relativ solide.
Für 2024 rechnet die OECD dann mit einem leicht geringeren Wachstum, nämlich 2.7 Prozent. Damit werde es deutlich unter dem Durchschnitt der zehn Jahre vor der Corona-Pandemie liegen, hieß es. Der Weg hin zu einem kräftigen und nachhaltigen Wachstum sei noch lang.
Auch die Wirtschaft in der Eurozone hat sich positiv entwickelt. In 2022 wuchs die Wirtschaft im Euroraum laut Schätzung des Europäischen Statistikamts Eurostat um 3.5 %. In der Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission 2023 vom September wird für die EU-Wirtschaft (ebenso für das Euro-Währungsgebiet) ein Wachstum von 0.8 % im Jahr 2023 und von 1.4 % im Jahr 2024 in Aussicht gestellt. Die europäische Wirtschaft erweise sich in einem herausfordernden globalen Umfeld weiterhin als widerstandsfähig, hieß es bei der Vorstellung der Frühjahrsprognose. Niedrigere Energiepreise, nachlassende Versorgungsengpässe und ein starker Arbeitsmarkt hätten zu einem moderaten Wachstum in den ersten Monaten des Jahres geführt und die Ängste einer Rezession zerstreut.
Für Deutschland schätzt die EU-Kommission die Konjunkturentwicklung allerdings zurückhaltender ein als den EU-Schnitt. Sie rechnet mit aktuell damit, dass das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 0.3 % sinkt.
Nach der Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) wird die Zahl der Arbeitslosen im Jahr 2023 mit rund 2.57 Mio. und einer Arbeitslosenquote von 5.6 % leicht ansteigen.
Nach der leichten Rezession im Winter ist die deutsche Wirtschaft mittlerweile auf Erholungskurs. Laut neuester Konjunkturprognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) wird die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr zwar leicht - um 0.4 Prozent - schrumpfen, allerdings geht dies in erster Linie auf den schwachen Jahresauftakt zurück. Dieser stand ganz im Zeichen rückläufiger Realeinkommen und hoher Unsicherheit über die weitere Inflations- und Lohnentwicklung und infolgedessen eines sinkenden privaten Konsums. Im zweiten Quartal ging es bereits wieder aufwärts. Für 2024 ist dann ein solides Wirtschaftswachstum von 1.2 Prozent zu erwarten. Diese Einschätzung entspricht der Herbstprojektion der Bundesregierung vom Oktober 2023.
Für die einzelnen Geschäftsbereichen der FDHO-Gruppe rechnen wir vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Rahmenbedingungen mit folgender Entwicklung.
HS Germany hatte ein herausforderndes Jahr 2022 in Bezug auf die Umsatzentwicklung gegenüber der Geschäftseinheit und gegenüber dem Vorjahr, konnte aber das Ergebnis schützen. Strukturelle und operative Maßnahmen zur Kostenkontrolle und Preiserhöhung wurden umgesetzt. Letzteres war auch eine der größten geschäftlichen Herausforderungen, da die höheren Herstellungskosten aufgefangen werden mussten, während die Preiserhöhungen im Laufe des Jahres umgesetzt werden mussten. Eine zusätzliche Preiserhöhung ab Januar 2023, zusätzlich zum Materialzuschlag Mitte des Jahres, wurde verhandelt und von unserem Kunden akzeptiert.
Ein für Deutschland relevantes Schlüsselprojekt war und ist die Umstrukturierung des gesamten Preis- und Rabattsystems in beiden Ländern, um zwei Aspekte zu erreichen: a) die Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt und b) die Vereinfachung unserer Struktur, um schlanker und effektiver zu werden. Dabei macht das Team gute Fortschritte und die Implementierung des Systems hat im 4. Quartal begonnen.
Insgesamt war auch die teilweise unsichere Versorgungslage durch die globalen Umstände sowie Rohstoffpreiserhöhungen verursacht. Allerdings war jeder Mitbewerber mit einer ähnlichen Situation konfrontiert, so dass dies eher als Marktgleichheit denn als spezifisch für Franke relevant angesehen werden kann. Die in Q3/Q4 2022 beobachtete Marktabschwächung bleibt bestehen und einige Industriekunden befinden sich seit Anfang 2023 in Kurzarbeit. Wir erwarten eine Verbesserung der Situation, auch durch eine Entlastung bei den Energiekosten und eine höhere Frequentierung der Geschäfte. Neue Produkteinführungen, wie z. B. Abzugshauben, sollten das organische Wachstum 2023 unterstützen.
Am 4. April 2023 wurde allen Mitarbeitern von HS Deutschland mitgeteilt, dass die Produktionsabteilung von Edelstahl-Spülbecken bis 2024 geschlossen wird. Die Entscheidung wurde von der Gruppe getroffen, nachdem der Fußabdruck aller Produktionsstätten in Europa überprüft wurde. Wo möglich, wird die Verlagerung in andere Abteilungen geprüft. Derzeit wird mit einem Nettoabbau von 31 Mitarbeitern gerechnet. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden nicht erwartet.
Die Foodservice Industrie hat sich schneller als andere Branchen und vollständig von der Corona Pandemie erholt. In 2022 konnten Rohstoff-, fertigungs- und logistikbedingte Preiserhöhungen durchgesetzt werden, die insgesamt ebenfalls unter Berücksichtigung des durch die gestörten Lieferketten abzuarbeitenden aufgestauten Auftragsbestands für die Franke Foodservice Systems GmbH zu einer 22 %-igen Steigerung des Umsatzes und auf der Ertragsseite zu einer Steigerung des Ergebnisses nach Steuern geführt haben. Der durch den Konflikt in der Ukraine entstandene Einbruch des Geschäfts in Russland konnte durch eine Ausweitung der Geschäftsaktivitäten mit Bestands- und Neukunden in der EU und in der Region Middle-East mehr als ausgeglichen werden. Das vorübergehend eigestellte Geschäft in der Ukraine ist inzwischen auf einem reduzierten Niveau wieder aufgenommen worden.
Die veränderten Bedingungen im Finanzumfeld und auf den Arbeitsmärkten stellen weiterhin große Herausforderungen für die Branche dar. Durch steigende Zinsen bei der Refinanzierung und anhaltende Inflationstendenzen ist die QSR-Industrie gezwungen, ihre geplanten Investitionen neu zu berechnen, was zu einem rückläufigen Investitionsverhalten bei geplanten Neueröffnungen einzelner Marken führt. Wir rechnen daher für das Geschäftsjahr 2023 auch bedingt durch die Normalisierung des Marktumfelds mit stagnierenden Preisen und einem anhaltend stagnierenden Projektgeschäft, bei dem wir einen zumindest teilweisen Ausgleich durch einen nachhaltigen Anstieg bei den profitableren Ersatzinvestitionen erwarten. Die EBIT-Marge erwarten wir unter Vorjahresniveau.
Im Bereich CS sind ebenfalls Erholungstendenzen nach der Corona Zeit spürbar. Für das 1. Halbjahr gehen wir von einer weiteren Steigerung von Umsatz und Zuwächsen unserer Marktanteile gegenüber 2022 aus. Im 2. Halbjahr könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden durch fehlendes Personal, steigende Kosten und höhere Zinsen gedämpft werden. Mögliche Risikofaktoren im CS-Bereich sind vor allem der Corona-Herbst und eine Rezession, beides Stand heute ohne wesentliche negative Auswirkungen.
Der Bereich BS erwartet für 2023 ein erholendes Marktumfeld und eine positive Markt- und Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere da der Auftragsbestand deutlich über dem Vorjahresniveau lag, um das saisonale Geschäft der Brauereien in den Sommermonaten und den daraus resultierenden Bedarf an Neufässern zu decken. Die globalen Lockerungen der Covid-19 Maßnahmen und Rückkehr zu den präpandemischen Regelungen zeigen in den meisten Ländern auch eine Rückkehr zur üblichen Bedarfslage, wenngleich viele Brauereien unter den Bedingungen gelitten haben. Dies wird für BS insbesondere durch die initiierte Petition gegen chinesische Dumping Methoden gestützt und dürfte in den Heimatmärkten wieder zu einem fairen Wettbewerb insbesondere mit der chinesischen Konkurrenz führen, was sich bereits vor Abschluss der laufenden Untersuchung durch die EU-Kommission bereits positiv auf die Nachfrage nach Fässern, Made in the EU, ausgewirkt hat. Größere Events finden wieder statt oder auch die traditionelle Weihnachtsnachfrage in UK werden ebenfalls zur weiteren Steigerung der Nachfrage nach Neu-Kegs beitragen. Eine große Herausforderung für 2023 wird die Stahlpreisentwicklung darstellen, da Edelstahl derzeit deutlichen Preissenkungen unterliegt und der Zulauf für die Produktion noch zu deutlich höheren Preisen abgeschlossen wurde, jedoch seitens der Kunden bereits Preisvorstellungen auf aktuellem Stahlpreisniveau bestehen. Die Änderungsentwicklung der Rohmaterialkosten und deren Auswirkung wird zeitnah und kontinuierlich überwacht und ist dementsprechend in die tagesaktuelle Preisgestaltung eingebunden. Vertrieblich wird neben der Stärkung der existierenden Kunden und Key-Account Kundenbeziehungen auch die aktive Gewinnung neuer Kunden in neuen Märkten angestrebt um die erwarteten Umsatz- und Absatzziele zu erreichen. Steigende Anfragen und Aufträge aus neuen Absatzländern bestätigen die vertrieblichen Aktivitäten in diese Richtung. Die Geschäftsleitung wird weiterhin die Kosten stark kontrollieren und organisatorische Verbesserungen initiieren, verbunden mit Investitionen, um die Effizienz und den Automatisierungsgrad weiter zu steigern. Dabei gilt es gerade in Europa unabhängiger in der Produktion aufgrund der steigenden Energiepreise zu werden, um sich auch langfristig dem internationalen Wettbewerb stellen zu können. Basierend auf den erwarteten gesteigerten Absatzzahlen und den Produktivitätssteigerungen wird auch für 2023 wieder mit einem positiven EBIT-Ergebnis gerechnet, das sogar das Ergebnis von 2022 übertreffen sollte.
Im Jahr 2022 lag der konsolidierte Konzernumsatz bei TEUR 522.280. Insgesamt erwarten wir für 2023 aufgrund der oben genannten Einschätzungen einen Umsatzrückgang von etwa -9 % bis -10 %. Rechnerisch ergibt sich aus diesen Annahmen ein erwarteter Umsatz 2023 von ca. TEUR 470.052 (Annahme 10 % Rückgang), was einem Rückgang von ca. TEUR 52.228 entspricht. Bei diesem Umsatz rechnen wir mit einem leicht schlechteren EBIT und einem Konzernjahresüberschuss auf etwas tieferem Niveau wie in 2022. Mittelfristig gehen wir davon aus, unsere Marktposition in allen Bereichen halten bzw. steigern zu können und dank der gesunden Bilanz mit einer moderaten Nettoverschuldung sowie einer sehr soliden Eigenkapitalquote noch stärker und agiler aus der globalen Krise zurückzukehren.
Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung
- Chancen
Chancen liegen wie bisher in der weiteren Entwicklung und bereichsübergreifenden Zusammenarbeit der Gesellschaften. Der Ausbau des Geschäftes soll einerseits geographisch in den einzelnen Ländern erfolgen, andererseits auch produktspezifisch durch den Ausbau des Produktsortiments.
Die aktuelle Pandemie und die Krisen durch politische und wirtschaftliche Ereignisse bergen auch die Chance, dass nicht wettbewerbsfähige Konkurrenten aus dem Markt ausscheiden und sind sogleich Herausforderungen sich besser aufzustellen.
Aufgrund des breiten Produktsortiments, der teilweise unterschiedlichen Geschäftsfelder und Märkte der Geschäftsbereiche ist die Franke Deutschland Holding GmbH als Gruppe breit aufgestellt. Dadurch können zeitweise zyklische Märkte (z.B. FS, BS) durch stabilere Märkte (z.B. HS, CS) ausgeglichen werden. In allen Geschäftsgebieten werden nach wie vor Maßnahmen im Bereich der Produktion, Logistik und des Vertriebs initiiert, die die Prozesse verschlanken und effizienter machen sollen. Ständige Verbesserungen und Anpassungen des Produkteportfolios in allen Bereichen an die Anforderungen des Marktes und der Verbraucher sind im Franke Konzern initiiert und stellen sicher, dass die Produkte entsprechenden Absatz finden. Zusätzlich können Exportmärkte Chancen bieten, neue Marktanteile zu gewinnen und Umsatz und Ertrag zu steigern.
- Risiken
Risiken liegen in der bereits oben beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (politische Entwicklung, Energiekrise, Freihandelskrise, Entwicklung der Nachfrage, Entwicklung der Beschaffungspreise sowie Entwicklung des Euro-Wechselkurses) sowie in der Entwicklung unserer Hauptmärkte Küchenmöbelindustrie, Schnellrestaurant-Ketten und der Bauindustrie.
Als wesentliche Risiken wurden identifiziert und werden nachfolgend gemäß ihrer Bedeutung für die Gruppe dargestellt - beginnend mit dem Risiko, das gemäß Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen am höchsten eingestuft wird: Bei der vorwiegend mittelständisch geprägten Küchenmöbelindustrie besteht die Gefahr von Insolvenzen sowie von Preis- und Margen-Reduzierungen. Risiken bei der Entwicklung der Schnellrestaurant-Ketten könnten sich aus wieder rückläufigem privatem Konsum sowie aus eventuell auftretenden Lebensmittel- und Hygieneskandalen ergeben. Die Risiken bestehen aber auch noch aus den Folgen der Pandemie und zunehmend könnte auch der Klimawandel wirtschaftliche Risiken bergen.
Risiken liegen auch weiterhin in der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in Osteuropa, dem Krieg in der Ukraine, was sich in den zukünftigen Wechselkursen der verschiedenen osteuropäischen Länder im Verhältnis zum Euro niederschlägt. Weiterhin bestehen Risiken in der weltweiten Preisentwicklung, insbesondere für Rohstoffe, sowie in der noch andauernden Schuldenkrise in Südeuropa.
Bestandsgefährdende Risiken sehen wir nicht.
Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten
Die Verwendung von Finanzinstrumenten dient ausschließlich der Begrenzung bzw. Sicherung von Risiken aus kurz- und mittelfristigen Wechselkursschwankungen im Zusammenhang mit Fremdwährungsgeschäften im Einkaufs- und Vertriebsbereich sowie der Kurssicherung von Fremdwährungsdarlehen. Offene Positionen werden grundsätzlich nicht eingegangen.
Die von den betroffenen Gesellschaften ergriffenen Währungssicherungsmaßnahmen betreffen im Wesentlichen Devisentermingeschäfte. Für den Abschluss der Termingeschäfte wird der Fremdwährungsbedarf aus dem Ein- und Verkauf für ca. zwölf Monate im Voraus geschätzt und in Anbetracht der erwarteten Entwicklung der Fremdwährungskurse festgelegt, ob und in welcher Höhe Geschäfte gesichert werden sollen.
Bad Säckingen, 8. Dezember 2023
Geschäftsleitung
Susanne Thommen
Daniel Aregger
An die Franke Deutschland Holding GmbH, Bad Säckingen
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Franke Deutschland Holding GmbH, Bad Säckingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Franke Deutschland Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
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vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg im Breisgau, den 8. Dezember 2023
KPMG
AG
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Laubert, Wirtschaftsprüfer
Schlitzer, Wirtschaftsprüfer
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