Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 11399 HL
Vorher
CODAN pvd Medical GmbH
Eingetragen
14.9.2011
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Gegenstand
Forschung, Entwicklung, Herstellung, Verpackung, Bearbeitung, Vertrieb und Einfuhr von medizinischen und chirurgischen Waren, Vorrichtungen und Utensilien aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CODAN Holding AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

CODAN Holding AG
Switzerland
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CODAN pvb Medical GmbH

Lensahn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

In dem nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CODAN pvb Medical GmbH, Lensahn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CODAN pvb Medical GmbH, Lensahn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CODAN pvb Medical GmbH, Lensahn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften sowie bestimmten Personenhandelsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 7. Juni 2024

rt Revision + Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaf

gez. Grimm, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Sander, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der CODAN pvb Medical GmbH

Sitz Lensahn, Amtsbericht Lübeck, HRB 11399 HL

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 795,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 142.947,00 148.110,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 384.566,00 276.912,00
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.000.000,00 5.000.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 5.769.415,37 5.909.082,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 76.136,95 48.189,00
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.299.723,60 2.343.422,44
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.004.505,82 2.253.970,96
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.507,68 2.635,27
17.680.597,42 15.982.322,12

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 4.250.000,00 4.250.000,00
III. Gewinnvortrag 10.555.362,92 7.917.376,80
IV. Jahresüberschuss 1.572.597,61 2.637.986,12
B. RÜCKSTELLUNGEN 301.118,67 205.845,43
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 330.740,97 18,64
2. übrige Verbindlichkeiten 640.777,25 941.095,13
17.680.597,42 15.982.322,12

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

der CODAN pvb Medical GmbH, Lensahn

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 7.062.326,09 7.897.978,89
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.688.102,86 -1.350.714,41
b) Soziale Abgaben -406.539,11 -313.334,76
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -115.173,64 -90.910,16
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.905.769,13 -2.529.499,40
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungendes Finanzanlagevermögens 206.600,00 5.086,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.381,81 57,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.539,00 -292,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -583.508,96 -976.777,09
9. Ergebnis nach Steuern 1.576.675,20 2.641.594,07
10. Sonstige Steuern -4.077,59 -3.607,95
11. Jahresüberschuss 1.572.597,61 2.637.986,12

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs.2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs.2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Der Posten "Fertige Erzeugnisse und Waren" beinhaltet ausschließlich Handelswaren. Die Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus einer überdurchschnittlichen Lagerdauer ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Dem Kredit- und Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung betragen.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekanntgegeben werden.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen insgesamt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: ebenso).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rückvergütungen, Abschluss- und Archivierungskosten sowie Personalkosten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: ebenso).

Die Restlaufzeiten und Besicherung der Verbindlichkeiten sind dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 27,0 p.a. aus abgeschlossenen Mietverträgen für Lagerräume (langfristige Laufzeit).

4. Sonstige Angaben

a. Anzahl der Arbeitnehmer:

Die Anzahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr durchschnittlich 26 (Vorjahr: 23). Davon entfielen auf Angestellte im Innendienst 15 Arbeitnehmer und auf Angestellte im Außendienst 11 Arbeitnehmer.

b. Mitglieder der Geschäftsführung:

Frau Deirdre Husted-Andersen, Kauffrau

Frau Alexandra Husted-Andersen, Kauffrau

Frau Stefanie Husted-Andersen, Kauffrau

c. Mutterunternehmen:

Mutterunternehmen der CODAN pvb Medical GmbH ist die CODAN Companies ApS, Køge/Dänemark. Der Konzernabschluss wird offengelegt unter CVR No. 49762828.

 

Lensahn, den 22. April 2024

gez. Deirdre Husted-Andersen

gez. Alexandra Husted-Andersen

gez. Stefanie Husted-Andersen

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.488,24 924,00 7.488,24 924,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 162.997,53 0,00 0,00 162.997,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 538.282,93 234.366,42 107.324,73 665.324,62
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.000.000,00 0,00 0,00 5.000.000,00
Summe 5.708.768,70 235.290,42 114.812,97 5.829.246,15
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.488,24 129,00 7.488,24 129,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.887,53 5.163,00 0,00 20.050,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 261.370,93 109.881,64 90.493,95 280.758,62
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 283.746,70 115.173,64 97.982,19 300.938,15
NETTOBUCHWERTE
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 795,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 142.947,00 148.110,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 384.566,00 276.912,00
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.000.000,00 5.000.000,00
Summe 5.528.308,00 5.425.022,00

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon Restlaufzeiten
bis 1 Jahr zwischen 1 u. 5 Jahren über 5 Jahre davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 330.740,97 330.740,97 0,00 0,00 üblicher Eigentumsvorbehalt
(18,64) (18,64) (0,00) (0,00)
Übrige Verbindlichkeiten 640.777,25 640.777,25 0,00 0,00 davon TEUR 84:
(941.095,13) (941.095,13) (0,00) (0,00) üblicher Eigentumsvorbehalt
971.518,22 971.518,22 0,00 0,00
(941.113,77) (941.113,77) (0,00) (0,00)

Lagebericht zum Jahresabschluss per 31. Dezember 2023

der CODAN pvb Medical GmbH, Lensahn

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftstätigkeit

Die CODAN pvb Medical GmbH wurde im Jahr 2006 gegründet und ist eingebunden in den CODAN Konzern (CODAN).

CODAN ist seit mehr als 60 Jahren ein globaler Partner mit dänischen Wurzeln im Bereich der Medizintechnik und leistet mit seinen Produkten weltweit seinen Beitrag für eine sichere Patientenversorgung. CODAN produziert ausschließlich in Europa (Dänemark, Deutschland, Schweiz und Portugal) und in Nordamerika (USA und Mexiko). Die selbst erstellten Produkte werden durch eigene Vertriebsgesellschaften vorrangig in Europa und den USA abgesetzt.

Die CODAN pvb Medical GmbH ist als Vertriebsgesellschaft ausschließlich in Deutschland tätig. Die angebotene Produktpalette wird direkt von den CODAN Produktionsgesellschaften bezogen und durch eigene Vertriebsmitarbeiter gezielt an deutsche Universitätskliniken, Krankenhäusern und Apotheken vertrieben. Das Portfolio der hergestellten Medizinprodukte, gemäß der EU-Verordnung 2017/745 Medical Device Regulation (MDR), umfasst insbesondere kundenindividuelle und allgemein verwendbare medizinische Einwegprodukte wie Infusionssets, Transfusionssets, Verlängerungsleitungen und Verteileranschlüsse, Filtersysteme, pädiatrische Produkte, Spritzen, invasive Blutüberwachung, Infusionspumpen und Urologieprodukte.

1.2. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

1.3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft ist nicht in der Forschung und Entwicklung tätig.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Jahr 2023 in Deutschland geprägt von einer Rezession bei gleichzeitig noch hoher Inflation, insbesondere auch bei den Energiebezugskosten sowie zunehmender geopolitischer Instabilität. Hinzu kommen in Deutschland aufgrund des Fachkräftemangels, der Alterung der Gesellschaft, der verfehlten Energiepolitik und Versäumnisse bei der Digitalisierung besondere strukturelle Schwächen. Diese negativen Rahmenbedingungen stellen weiterhin eine große Herausforderung für alle Marktteilnehmer dar. Während die Wirtschaft im weltweiten Durchschnitt um 3,1 % gewachsen und in Europa zumindest stabil geblieben ist, schrumpfte die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 0,3 % (Quelle: IWF-Prognose Wirtschaftswachstum weltweit).

Auch im deutschen Gesundheitssystem sind die Folgen dieses Strukturwandels deutlich spürbar. Der Fachkräftemangel beim medizinischen und Pflegepersonal, die Alterung der Gesellschaft und eine unzureichende Digitalisierung stellen eine große Herausforderung für die Leistungsanbieter dar und führen zu einem hohen Kostendruck. Krankenhäuser sind - auch aufgrund des besonderen Abrechnungsverfahrens nach Fallpauschalen - derzeit besonders stark betroffen. In der deutschen Krankenhauslandschaft zeichnet sich die befürchtete Welle von Insolvenzen ab. Experten der Deutschen Krankenhausgesellschaft (Quelle: https://www.dkgev.de/dkg/presse/details/lage-der-krankenhaeuser-so-schlecht-wie-noch-nie-insolvenzen-steuern-2024-auf-rekordhoch-zu/) warnen davor, dass ohne eine Reform der Vergütung für Krankenhausleistungen die Insolvenzen weiter zunehmen werden.

Aufgrund des Kostendrucks im deutschen Gesundheitssystems und der finanziellen Schieflage vieler Krankenhäuser waren die Erträge der Medizintechnikbranche in Deutschland auch im Jahr 2023 rückläufig. Zwar konnten die gesamten Umsätze der Branche im Vergleich zum Vorjahr leicht um 4,8 % erhöht werden, die stark gestiegenen Kosten für Logistik, Rohstoff sowie Energie und auch die hohen Fixkosten für die Umsetzung der MDR konnten jedoch nicht im vollen Umfang an die Kunden weitergeben werden.

Nach vorläufigen Schätzungen der OECD betragen die Gesundheitsausgaben in Deutschland für 2023 rd. 12,7 % der Wirtschaftsleistung (BIP), was geschätzten Gesamtausgaben von 523 Mrd. € entspricht. Der Anteil der Ausgaben für die Beschaffung von Medizinprodukten (Hilfsmittel und sonstiger medizinischer Bedarf) beträgt im langjährigen Mittel weiterhin ca. 9 % der gesamten Gesundheitsausgaben.

2.2. Geschäftsverlauf

Wie die gesamte Medizintechnikbranche war auch CODAN von stark steigenden Rohstoff- und Energiekosten sowie höheren Personalkosten durch entsprechende Tarifanpassungen in einem Umfeld hoher Inflation betroffen. Zudem hat CODAN mit hohem Kostenaufwand die Anforderungen aus der MDR bereits vollständig umgesetzt, während andere, insbesondere asiatische Mitbewerber, die diesen Aufwand bisher nicht getätigt haben, von der kurzfristigen Verschiebung der verpflichtenden Anwendung der MDR profitieren und insoweit aktuell einen temporären Wettbewerbsvorteil haben. Während die CODAN Produktionsgesellschaften die Kostensteigerungen an die CODAN Vertriebsgesellschaften weitergegeben haben, konnte CODAN pvb Medical GmbH diese nicht vollständig durch entsprechende Preisanpassungen an die Endkunden weitergeben.

Die wichtigsten Umsatzträger, die Produktlinien "Druckmesssysteme", "CYTO-Produkte" und "Standard-Infusionsgeräte", konnten zwar nach wie vor erfolgreich vermarktet werden.

Die Absatzmengen stagnieren, wobei dies in den einzelnen Segmenten jedoch unterschiedlich ausgeprägt ist. Insbesondere im "Spritzengeschäft" waren die Absatzmengen deutlich rückläufig.

Aufgrund der stagnierenden Absatzmengen bei gleichzeitig deutlich gestiegenen Bezugskosten wurde die Prognose für 2023, ein Rohergebnis in Höhe des Jahres 2022 zu erzielen, deutlich verfehlt. Das Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr von 7.712 T€ um 942 T€ bzw. 12 % auf 6.770 T€ gesunken.

2.3. Lage

2.3.1. Ertragslage

Der Jahresüberschuss ist deutlich von 2.638 T€ im Vorjahr um 1.065 T€ bzw. 40 % auf nunmehr 1.573 T€ gesunken. Ursache hierfür waren neben dem gesunkenen Rohergebnis (vgl. Abschnitt 2.2.) auch die deutlich gestiegenen Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insbesondere aufgrund deutlich höherer Aufwendungen für IT- und Cybersicherheit um 15 %. Der Personalaufwand stieg durch Personalzugang, Auszahlung einer Einmalzahlung zum Inflationsausgleich und strukturelle Gehaltsanpassungen im Vergleich zum Vorjahr um 431 T€ bzw. 26 %.

2.3.2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 1.698 T€ bzw. 11 % auf 17.680 T€ gestiegen. Dies ist größtenteils auf die Thesaurierung des Vorjahresgewinns zurückzuführen, was zu einem entsprechenden Anstieg der Liquiden Mittel geführt hat.

Die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft ist als sehr gut zu bezeichnen. Die Eigenkapitalquote blieb zum Bilanzstichtag mit 93 % im Vergleich zum Vorjahr konstant.

Die Finanzlage bleibt weiterhin stabil. Die kurzfristigen Forderungen und liquiden Mittel übersteigen deutlich die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Kundenforderungen zum Bilanzstichtag wurden Anfang 2024 größtenteils innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Lieferantenverbindlichkeiten werden regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

2.3.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die laufende Unternehmenssteuerung erfolgt durch den Vergleich des jährlichen Wirtschaftsplans mit den aktuellen Ertragsdaten. Entscheidungen über das weitere Vorgehen werden auf Basis dieser Ergebnisse getroffen. Besondere Bedeutung kommt dabei der Entwicklung des Deckungsbeitrags 1 zu, der dem Rohergebnis entspricht. Das Rohergebnis ergibt sich aus der Differenz zwischen Umsatzerlösen und Materialaufwand.

Das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um 12 % auf 6.770 T€ gesunken. Dies ist hauptsächlich auf stagnierende Absatzmengen bei gleichzeitig höheren Preisen bei der Beschaffung von Produkten zurückzuführen, die nicht sofort in gleichem Umfang an die Kunden weitergegeben werden konnten.

Insgesamt kann die wirtschaftliche Lage (noch) als positiv bezeichnet werden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 vom 21.02.2024 erwartet die Bundesregierung für 2024 ein Wirtschaftswachstum von 0,2 % und für 2025 von 1,0 %. Für diesen Zeitraum ist von einem gleichbleibenden Anteil der Gesundheitsausgaben in Höhe von rd.12 % am BIP auszugehen. Der Markt für Hilfsmittel und sonstiger medizinischer Bedarf wird jedoch keinen großen Zuwachs erleben, da der Kostendruck durch den Fachkräftemangel sowie teure innovative Behandlungsmethoden zu weiteren Verschiebungen im Gesundheitsbudget führen werden.

Zudem bleibt abzuwarten, ob der Bundesregierung in den Jahren 2024 und 2025 eine Reform der Krankenhausfinanzierung gelingt, die es unseren Kunden, den Krankenhäusern, wieder ermöglicht, ihre Gesundheitsleistungen kostendeckend zu erbringen.

Angesichts der aktuellen Diskussionen um die zukünftige Finanzierung der deutschen Krankenhäuser und der fortwährenden politischen Krisen ist eine verlässliche Planung für 2024 mit größerer Unsicherheit verbunden. Durch die notwendigen Preiserhöhungen wurden einige Kunden am Markt verloren. Andererseits konnten jedoch aufgrund der hohen Qualität der CODAN-Produkte neue Kunden akquiriert werden. Aufgrund der bisher zu verzeichnenden Auftragseingänge und der derzeitigen Erwartung, dass die Beschaffungskosten im Jahr 2024 weitgehend stabil bleiben, wird ein mit dem Vorjahr vergleichbares Rohergebnis für das Geschäftsjahr 2024 erwartet. Wesentliche Investitionen sind für das Jahr 2024 nicht geplant.

3.2. Chancen- und Risikobericht

3.2.1. Branchenspezifische Chancen und Risiken

Wesentliche branchenspezifische Risiken sind die aktuell schwierige finanzielle Situation der deutschen Krankenhäuser, die Entscheidung der EU, die vollständige Umsetzung der MDR teilweise bis 2029 zu verschieben sowie eine sich mittel- bis langfristig abzeichnende Umschichtung innerhalb der Gesundheitsausgaben von Medizinprodukten, insbesondere der von uns vertriebenen Einwegprodukten, hin zu Personalkosten und Aufwendungen für innovative Behandlungsmethoden.

Der Anteil der Gesundheitsausgaben an der gesamten Wirtschaftsleistung in Deutschland, wie auch in den meisten anderen Industriestaaten, steigt aufgrund der Alterung der Gesellschaft seit drei Jahrzehnten kontinuierlich an. Beim Gesundheitsmarkt handelt es sich somit grundsätzlich um einen Wachstumsmarkt. Begrenzend wirkt jedoch die Finanzierbarkeit der Gesundheitskosten durch das Umlagesystem der gesetzlichen Krankenkassen. Zudem führt der kostenintensive technische Fortschritt in der Medizin sowie deutlich steigende Personalkosten aufgrund des Fachkräftemangels (Stichwort "Attraktivierung des Pflegeberufs") zu der zuvor beschriebenen Verschiebung bei den Gesundheitsausgaben.

Für die CODAN pvb Medical GmbH bieten sich in diesem Marktumfeld dennoch Chancen, da alle vertriebenen Produkte in Europa produziert werden und höchsten Qualitätsstandards (MDR-Zertifizierung) genügen. Zum einen legen die Anbieter von Gesundheitsleistungen in Deutschland großen Wert auf eine hochwertige Gesundheitsversorgung und strengste Qualitätsstandards. Zum anderen haben die Krisen der letzten Jahre gezeigt, dass Unterbrechungen insbesondere der asiatischen Lieferketten schnell zu Produktionsunterbrechungen und einer Mangellage führen. Als rein europäischer Produzent war CODAN hiervon nicht betroffen und ein stets zuverlässiger Lieferant.

Die aktuell sehr angespannte finanzielle Lage bei vielen Krankenhäusern führt kurzfristig jedoch zu einer eher preis- als qualitätsorientierten Beschaffung von insbesondere medizinischen Einwegprodukten. Kurzfristig besteht daher das Risiko, dass CODAN pvb Medical GmbH als Anbieter von höherpreisigen Qualitätsprodukten weitere Kunden im Krankenhausbereich verliert. Gleichzeitig besteht jedoch mittelfristig die Chance, dass nach einer erfolgreichen Krankenhausfinanzierungsreform durch die Bundesregierung die Krankenhäuser wieder zu einer qualitätsorientierten Beschaffung zurückkehren.

3.2.2. Leistungswirtschaftliche Risiken

Als wesentliches leistungswirtschaftliches Risiko ist die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der von der CODAN pvb Medical GmbH in Deutschland vertriebenen Produkte anzusehen.

Dies gilt insbesondere deshalb, da ein nicht unwesentlicher Teil der Produktion von CODAN-Produkten in Deutschland erfolgt. Die derzeitigen Standortnachteile von Deutschland (hohe Rohstoff- und Energiekosten sowie inflationsbedingt deutliche Lohnkostensteigerungen) haben damit unmittelbaren Einfluss auf die Produktionskosten von CODAN.

Verstärkt wird diese Situation noch durch die Entscheidung der EU-Kommission, die Umsetzung der MDR von ursprünglich Mai 2024 auf teilweise bis zum Jahr 2029 zu verschieben. Für Anbieter wie CODAN, die durch hohe Investitionen in die Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung ihrer Produkte die Vorgaben der MDR mit Blick auf die ursprüngliche Frist jetzt schon umgesetzt haben, ergibt sich durch die Entscheidung der EU- Kommission statt eines erwarteten Wettbewerbsvorteils (Ausscheiden von insbesondere asiatischen Billiganbietern, die die Vorgaben der MDR nicht umsetzen können oder wollen) ein erheblicher Wettbewerbsnachteil. Während CODAN durch die Einhaltung der Vorschriften der MDR hohe "regulatorische Fixkosten" aufweist, wodurch sich die von der CODAN pvb Medical GmbH vertriebenen Produkte deutlich verteuert haben, können Nicht-MDR-konforme Anbieter weiter ihre billigeren Produkte auf dem deutschen Markt vertreiben.

Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit von CODAN lässt sich insbesondere durch eine Steigerung des Verkaufsvolumens erlangen, wodurch eine Preisentlastung durch Verteilung der "regulatorischen Fixkosten" auf eine größere Anzahl von Produkten erzielt werden könnte. Zu diesem Zweck plant CODAN pvb Medical GmbH eine Neuausrichtung der Außendienstgebiete, um die Kundenbetreuung zu optimieren. Diese Umorganisation soll durch eine Steigerung der Effizienz im Vertrieb zu einer Erhöhung des Marktanteils führen.

Ein weiteres Risiko besteht in Lieferengpässen, insbesondere aufgrund von Unterbrechungen in den Lieferketten, die seit etwa drei Jahren beobachtet werden. Um dieses Risiko zu minimieren, setzt CODAN auf eine hohe Eigenfertigungstiefe aller angebotenen Artikel an verschiedenen Produktionsstandorten innerhalb der EU (Deutschland, Dänemark und Portugal) und beschränkt die Zulieferung wichtiger Komponenten von anderen Herstellern auf ein Minimum. Dadurch konnte die CODAN pvb Medical GmbH ihre Kunden größtenteils zuverlässig beliefern.

3.2.3. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sind derzeit keine finanziellen Risiken erkennbar. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend, und es sind keine Engpässe zu erwarten.

Durch das bestehende Finanzcontrolling und Risikomanagement werden potenzielle Risiken identifiziert und überwacht.

3.2.4. Risiken aus dem wissenschaftlich-technischen Fortschritt

Das langfristige Risiko von Absatzrückgängen bei bestimmten Produktlinien aufgrund von Innovationen in der Behandlung von Krankheiten und der damit verbundenen Änderungen in der Verabreichung von Medikamenten ist präsent. CODAN begegnet diesem Risiko durch intensive Marktbeobachtung, gründliche Analyse von Fachpublikationen und klinischen Studien. Zudem verfolgt CODAN eine Strategie der kontinuierlichen Anpassung und Weiterentwicklung der Produkte an sich verändernde Therapieverfahren.

In den vergangenen Jahren haben die CODAN Produktionsgesellschaften vermehrt in die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Produktinnovation mit dem Ziel investiert, die hohe Qualität der CODAN-Produkte sicherzustellen und weiter auszubauen. Dabei wird kontinuierlich an der Verbesserung der Anwendbarkeit der Produkte für das medizinische Personal gearbeitet, um die Sicherheit für die Patienten zu erhöhen. Hierdurch besteht die Chance, kontinuierlich verbesserten Produkten den Absatz zu steigern.

3.2.5. Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente

Als Finanzinstrumente werden von der Gesellschaft Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen gegen Kunden und Lieferantenkredite verwendet. Zur Steuerung dieser Finanzinstrumente wurde ein Risikomanagementsystem eingerichtet, das darauf abzielt, den Unternehmenserfolg vor finanziellen Risiken zu schützen. Grundlage hierbei ist eine konservative Risikopolitik.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden ausschließlich bei inländischen Banken gehalten.

Sämtliche Bankkonten sind in Euro geführt, um Währungsrisiken zu vermeiden. Überschüssige Liquidität wird auf Geldmarktkonten angelegt.

Die Kundenforderungen beziehen sich hauptsächlich auf Krankenhäuser, Universitätskliniken und Apotheken. Ausfälle sind aufgrund langjähriger Kundenbeziehungen äußerst selten. Zur weiteren Risikominimierung wird ein aktives Debitorenmanagement und Mahnwesen betrieben.

Im kurzfristigen Bereich bestehen hauptsächlich Lieferantenkredite von CODAN Produktionsgesellschaften. Diese werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Da der Zahlungsverkehr ausschließlich in Euro erfolgt, ergeben sich keine Währungsrisiken.

Langfristige Verbindlichkeiten, insbesondere solche gegenüber Kreditinstituten, bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht. Ebenso wurden auch keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte am 29. August 2024.

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