Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 62600
Eingetragen
13.1.2010
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Herstellung von, der Vertrieb von und der Handel mit Arzneimitteln und sonstigen pharmazeutisch-chemischen oder kosmetischen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hanna Rabia Dr. Khan
seit 1.10.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Afshin Risseh
seit 31.1.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
64.000.300 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UCB Pharma GmbH

Monheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.417,67 4
2. Geleistete Anzahlungen 0,35 0 *)
3.418,02 4
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.846,06 28
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 295.788,40 410
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 11
316.634,46 449
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.105.183,98 22.635
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.070.000.000,00 630.000
3. Beteiligungen 40.000,00 40
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 24.642.714,03 24.257
1.113.787.898,01 676.932
1.114.107.950,49 677.385
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48,07 0 *)
2. Unfertige Erzeugnisse 6.505.099,15 10.071
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 58.839.574,73 61.126
65.344.721,95 71.197
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.076.460,05 22.636
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 348.050.905,63 344.691
3. Forderungen gegen Gesellschafter 13.578.697,67 504.467
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.738.737,20 3.167
387.444.800,55 874.961
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.681.836,15 10.415
459.471.358,65 956.573
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.382.850,29 1.358
1.574.962.159,43 1.635.316

*) Betrag unter € 500,00

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 64.000.300,00 64.000
II. Kapitalrücklage 829.297.750,20 829.298
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 316.539.159,78 316.539
IV. Gewinnvortrag 40.607,80 41
1.209.877.817,78 1.209.878
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 88.672.890,07 89.208
2. Steuerrückstellungen 302.324,75 0
3. Sonstige Rückstellungen 48.433.338,18 67.135
137.408.553,00 156.343
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.514.902,48 20.089
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 74.872.078,88 127.039
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 131.139.636,43 121.021
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.076.652,06 925
227.603.269,85 269.074
D. Rechnungsabgrenzungsposten 72.518,80 21
1.574.962.159,43 1.635.316

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2022
T€
1. Umsatzerlöse 566.952.666,83 806.201
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -3.565.886,59 1.250
3. Sonstige betriebliche Erträge 27.518.523,68 53.165
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -341.737.919,47 -319.290
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.492.045,47 -1.248
-343.229.964,94 -320.538
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -42.980.522,01 -41.272
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.299.631,38 -14.368
-48.280.153,39 -55.640
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -172.228,20 -1.560
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -134.515.309,86 -388.690
8. Erträge aus Beteiligungen 10.182.227,08 15.324
9. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 3.983.334,25 2.940
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 26.265.238,55 7.881
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.145.339,71 5.085
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.589.404,30 -2.886
13. Ergebnis nach Steuern 131.694.382,82 122.532
14. Sonstige Steuern -554.746,39 -1.511
15. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -131.139.636,43 -121.021
16. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Hinweise

Die UCB Pharma GmbH mit Sitz in Monheim ist in das Handelsregister Düsseldorf unter der Nummer HRB 62600 eingetragen. Das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Düsseldorf.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die UCB Pharma GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang anzubringen sind, insgesamt in diesem Anhang aufgeführt. Aus dem gleichen Grunde werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. In Tabellen können aus rechentechnischen Gründen Rundungsdifferenzen zu den mathematisch exakt berechneten Werten auftreten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer im Regelfall über drei bis 15 Jahre abgeschrieben. Darüber hinaus werden, soweit erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vermindert. Darüber hinaus werden, soweit erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sachanlagen werden im Regelfall über drei bis 15 Jahre linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wird der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend der steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a., für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen an verbundene Unternehmen grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Das Wahlrecht der Abschreibung bei nur vorübergehender Wertminderung wird nicht in Anspruch genommen. Ebenfalls unter Finanzanlagen ausgewiesen werden Rückdeckungsansprüche (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) aus Lebensversicherungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt werden.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,79 %) nach der PUC-Methode in Ansatz gebracht. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Es wurden erwartete Trends von 3,00 % für Gehälter und 2,00 % für Renten bei der Berechnung zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen wurden zum 31. Dezember 2023 nach den Heubeck-Richttafeln 2018 G bewertet. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung werden, ebenso wie laufende Erträge des Deckungsvermögens, innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.

Die folgende Tabelle enthält die Fluktuationswahrscheinlichkeit für die aktiven Anwärter, sie gilt sowohl für die Pensions- als auch für die Jubiläumsverpflichtungen.

Fluktuationswahrscheinlichkeiten Männer Frauen
Alter 20-25 6,00% 8,00%
Alter 26-30 5,00% 7,00%
Alter 31-35 4,00% 5,00%
Alter 36-45 2,50% 2,50%
Alter 46-50 1,00% 1,00%
Alter über 50 0,00% 0,00%

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet. Soweit in diesem Zusammenhang Aufwendungen und Erträge anfallen, werden diese ebenfalls saldiert.

Die Bewertung des Deckungsvermögens für die Handelsbilanz erfolgte nach den Regelungen des IDW Rechnungslegungshinweises: Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen (IDW RH FAB 1.021) sowie unter Berücksichtigung des Ergebnisberichts des Fachausschusses Altersversorgung der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV). Die Umsetzung des Rechnungslegungshinweises erfolgte mit dem Deckungskapitalverfahren unter der Wahl des sogenannten "Passivprimats". Dabei wurde mit Hilfe von "Biometriefaktoren" eine multiplikative Umschätzung der Rechnungsgrundlagen zwischen den "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck und den DAV-Tafeln vorgenommen.

Beginnend mit dem 1. Juli 2000 wurde in Deutschland ein neuer Rentenplan eingeführt, an dem alle Mitarbeiter, sofern sie in einem unbefristeten und ungekündigten Arbeitsverhältnis stehen und eine Dienstzeit von sechs Monaten erfüllt haben, teilnahmeberechtigt sind. Der neue Plan gewährt Leistungen der betrieblichen Altersversorgung über eine Gruppenunterstützungskasse, bei der es sich um ein unabhängiges Unter-nehmen handelt. Die Unterstützungskasse ist verpflichtet, für jeden begünstigten Mitarbeiter individuell Rückdeckungsversicherungen abzuschließen, um so die zukünftigen Pensionszahlungen sicherzustellen.

Seit dem 1. Juli 2000 besteht somit eine mittelbare Verpflichtung für Pensionen und Anwartschaften. Ansprüche aus der vorherigen Versorgung wurden ratierlich zum 30. Juni 2000 festgeschrieben.

Zum 1. Januar 2002 wurde in Deutschland das betriebliche Altersversorgungsprogramm "Deferred Compensation" aufgelegt. Versorgungsberechtigt sind alle in einem unbefristeten und ungekündigten Arbeitsverhältnis stehenden Mitarbeiter, deren Vergütung nach Durchführung der entsprechenden Entgeltumwandlung in einem Kalenderjahr oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt. Ein Teil des Bruttofestentgeltes bzw. der variablen Bezüge der an diesem Programm teilnehmenden Mitarbeiter wird nicht direkt ausgezahlt, sondern als betriebliche Altersversorgung angelegt. Die Versorgungszusage des Unternehmens garantiert den Mitarbeitern ihren eingezahlten, nominalen Versorgungsbeitrag.

Das zur Rückdeckung der Versorgungszusagen aus dem Deferred Compensation Programm dienende und im Wesentlichen aus den Kapitalbeiträgen der Mitarbeiter stammende Fondsvermögen wurde im Geschäftsjahr 2004 in ein so genanntes Contractual Trust Arrangement (CTA) eingebracht. Hierbei wurden die Vermögenswerte letztlich auf den unabhängigen Rechtsträger Mercer Treuhand GmbH mit Sitz in Frankfurt unter gleichzeitiger Vereinbarung einer Verwaltungs- und Sicherungstreuhand übertragen. Der Transfer der Vermögenswerte erfolgte mit der Maßgabe, dass diese nur für den Zweck der Finanzierung der aus dem Deferred Compensation Programm resultierenden direkten Pensionsverpflichtungen der angeschlossenen Trägerunternehmen verwendet werden dürfen. Die UCB Pharma GmbH bilanziert die auf die Mercer Treuhand GmbH, Frankfurt, übertragenen Vermögenswerte als Treugeber nach § 246 Abs. 1 HGB.

Den aus dem Versorgungsprogramm resultierenden Verpflichtungen wurde zum Bilanzstichtag durch Dotierung entsprechender Pensionsrückstellungen Rechnung getragen.

Die unsaldierte Pensionsverpflichtung vor Berücksichtigung des BilMoG-Unterschiedsbetrages betrug zum Jahresende 2023 TEUR 95.658. Unter Berücksichtigung des verbleibenden BilMoG-Unterschiedsbetrages von TEUR 77 und des verrechneten Deckungsvermögens von TEUR 6.908 ergibt sich zum Stichtag ein Rückstellungsbetrag für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 88.673.

Jubiläumsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung eines Rechnungszinses von 1,74 % (Vorjahr: 1,45 %) und unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Mit Ausnahme der Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen sowie Kapitalbeteiligungsleistungen handelt es sich bei den sonstigen Rückstellungen ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den jeweiligen Erfüllungsbeträgen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden.

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten in die Steuerermittlung der Organträgerin einbezogen. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die "UCB GmbH", Monheim, als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beiliegenden Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Die Zogenix GmbH (100 % Beteiligung) wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 auf die UCB Pharma GmbH verschmolzen.

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist den nachstehenden Übersichten zu entnehmen (Angaben zum Eigenkapital und Jahresergebnis ausländischer Einheiten, entnommen aus den zu Konsolidierungszwecken aufgestellten Jahresabschlüssen nach IFRS (sog. "HB-II")):

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis vor Abführung
% in TEUR HGB in TEUR HGB
Inland
UCB BioSciences GmbH, Monheim 1) 100 489 3.983
Beteiligung Währung Eigenkapital in TLW
% IFRS
Ausland
Schwarz Pharma Comp. Ltd., Zhuhai/China 100 CNY 190.863
UCB Pharma Ltd., Hong Kong 100 HKD 41.872
UCB Ukraine LLC, Kiew/Ukraine 99 UAH 5
Eigenkapital in TEUR Ergebnis in TLW Ergebnis in TEUR 2)
IFRS IFRS IFRS
Ausland
Schwarz Pharma Comp. Ltd., Zhuhai/China 24.311 59.998 7.833
UCB Pharma Ltd., Hong Kong 4.858 163 19
UCB Ukraine LLC, Kiew/Ukraine 0 0 0

1) Ergebnisabführungsvertrag
2) Jahresergebnis umgerechnet zum Durchschnittskurs

Ausleihungen

Zum Bilanzstichtag beinhalten die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 1.070.000 (Vorjahr: TEUR 630.000) ausschließlich Ausleihungen an den Gesellschafter, die "UCB GmbH", Monheim. Der Anstieg der Ausleihungen im Berichtsjahr korrespondiert mit dem Rückgang der Forderungen gegen Gesellschafter.

Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen

Es handelt sich um nicht an die Berechtigten verpfändete Rückkaufswerte von Rückdeckungsversicherungen für einen Teil der Pensionsverpflichtungen.

Vorräte

Der Bestand an Vorräten in Höhe von TEUR 65.345 (Vorjahr: TEUR 71.197) entfällt hauptsächlich auf Handelswaren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 348.051 und haben sich um TEUR 3.360 im Vergleich zum Vorjahr erhöht (Vorjahr: TEUR 344.691). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Finanzverkehr in Höhe von TEUR 319.779 (Vorjahr: TEUR 275.658). Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 13.579 (Vorjahr: TEUR 504.467) beinhalten ausschließlich Zinsforderungen. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr korrespondiert mit dem Anstieg der Ausleihungen an verbundenen Unternehmen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich um TEUR 25 auf TEUR 1.383. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält keine Beträge für Disagio.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt und beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert TEUR 64.000. Alleiniger Gesellschafter ist die "UCB GmbH", Monheim.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag unverändert TEUR 829.298.

Gewinnrücklagen

Zum 31. Dezember 2023 betragen die anderen Gewinnrücklagen wie auch im Vorjahr TEUR 316.539.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den zum 1. Januar 2010 ermittelten Unterschiedsbetrag zwischen der Rückstellung nach altem und neuen Recht (BilMoG-Unterschiedsbetrag) in Höhe von TEUR 14.063 auf einen Zeitraum von höchstens 15 Jahren. Infolge der Verschmelzung der Schwarz Pharma Produktions-GmbH auf die UCB Pharma GmbH zum 1. Januar 2011 hat die UCB Pharma GmbH auch die Pensionsverpflichtungen von der Schwarz Pharma Produktions-GmbH übernommen. Im Rahmen der Umstellung auf die durch das BilMoG geänderten Bewertungsvorschriften zum 1. Januar 2011 hat die Schwarz Pharma Produktions-GmbH einen Unterschiedsbetrag zwischen der Rückstellung nach altem und neuen Recht (BilMoG-Unterschiedsbetrag) in Höhe von TEUR 1.529 ermittelt, der ebenfalls über höchstens 15 Jahre zu verteilen ist. Der noch nicht bei der Schwarz Pharma Produktions- GmbH zugeführte Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.427 erhöhte zum 1. Januar 2011 den verbleibenden Unterschiedsbetrag bei der UCB Pharma GmbH, der somit zum 1. Januar 2011 TEUR 14.552 betrug und höchstens über die verbleibenden 14 Jahre zu verteilen war. Aufgrund des Übergangs der in der Produktion beschäftigten Mitarbeiter auf die Aesica im Rahmen des Betriebsübergangs wurde der auf die übergegangenen Mitarbeiter entfallende Unterschiedsbetrag im Geschäftsjahr 2011 voll in Höhe von TEUR 963 zugeführt. Im Geschäftsjahr 2023 betrug die anteilige Zuführung des Unterschiedsbetrags TEUR 1.039, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde. Die zum 31. Dezember 2023 verbleibende Unterdeckung beläuft sich auf TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 1.116).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 901.

Da im Falle eines Ergebnisabführungsvertrages für den Unterschiedsbetrag keine der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. analoge Regelung besteht, wurde der Unterschiedsbetrag an die Muttergesellschaft abgeführt.

Entsprechend der Vorgaben des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB findet eine Verrechnung verpfändeter Aktivwerte mit den Pensionsverpflichtungen statt. Die verrechneten Werte der Wertpapiere des Anlagevermögens stellen sich wie folgt dar. Ein positiver Unterschiedsbetrag zwischen Zeitwert und Anschaffungskosten (zum 31. Dezember 2023: TEUR 176) ist nach § 268 Abs. 8 HGB grundsätzlich ausschüttungs- und abführungsgesperrt:

Anschaffungskosten Beizulegende Zeitwerte
TEUR TEUR
Aktivwert Deckungsvermögen 6.732 6.908

Steuerrückstellungen

Die Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen die im Rahmen der Verschmelzung der Zogenix GmbH übernommenen Steuerrückstellungen.

Sonstige Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Erlösschmälerungen, andere Vergütungen und Garantien 26.711 38.158
Personalrückstellungen 10.104 12.314
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 6.532 234
Ausstehende Rechnungen 3.509 1.640
Rechtsstreitigkeiten 1.482 12.708
Übrige 95 765
Veranstaltungen und Marketing 0 1.316
48.433 67.135

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel (in TEUR) im Einzelnen dargestellt:

Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre 31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.515 0 0 20.515 20.089
(Vorjahr) (20.089) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 74.872 0 0 74.872 127.039
(Vorjahr) (127.039) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 131.140 0 0 131.140 121.021
(Vorjahr) (121.021) (0) (0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.077 0 0 1.077 925
(Vorjahr) (925) (0) (0)
- davon aus Steuern 1.052 0 0 1.052 805
(Vorjahr) (805) (0) (0)
- davon im Rahmen der Sozialen Sicherheit 0 0 0 0 17
(Vorjahr) (17) (0) (0)
227.603 0 0 227.603 269.074

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind dinglich ungesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 74.872 (Vorjahr: TEUR 127.039) entfallen fast ausschließlich auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter resultieren ausschließlich aus dem auf Grundlage des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die "UCB GmbH", Monheim, abgeführten Gewinn des Geschäftsjahres 2023.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zu Nominalwerten angesetzt und stellen sich wie nachstehend aufgeführt dar:

Haftungsverhältnisse

Im Rahmen des Facility Agreements hat die UCB Pharma GmbH gemeinsam mit anderen Gesellschaften des UCB-Konzerns eine gesamtschuldnerische Garantie zur Absicherung einer revolvierenden Kreditlinie übernommen, die auf das Reinvermögen der UCB Pharma GmbH beschränkt ist. Die Inanspruchnahme der Kreditlinie durch den UCB-Konzern beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Im Rahmen des Term Facility Agreements tritt die UCB Pharma GmbH gemeinsam mit anderen Gesellschaften des UCB-Konzerns als Garantiegeber für an verbundene Unternehmen gewährte Finanzierungszusagen auf. Die Inanspruchnahme der Darlehen durch den UCB-Konzern beträgt zum Bilanzstichtag TUSD 1.405.000 (Vorjahr: TUSD 1.860.000).

Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Haftungsverhältnisse wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten angesichts der wirtschaftlichen Situation des UCB- Konzerns voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Sie betreffen im Einzelnen folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
2024 3.416
von 2025 - 2028 10.807
2029 und danach 15.855
30.078

Es bestehen zum Bilanzstichtag, wie auch im Vorjahr, keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Der Vorteil dieser nicht unmittelbar bilanzwirksamen Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, da sich in diesem Fall unter Umständen drohende Verluste aus schwebenden Geschäften ergeben können.

Derivative Finanzinstrumente

Die UCB Pharma GmbH nutzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken, die aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften resultieren.

Das aus Fremdwährungsgeschäften entstehende Wechselkursänderungsrisiko wird durch den Abschluss von Devisen-Optionsgeschäften sowie durch Forward-Kontrakte abgesichert.

Sämtliche derivative Finanzgeschäfte werden im Rahmen festgelegter Limits getätigt und unterliegen einer strengen Überwachung.

Die nachstehende Übersicht verdeutlicht zusammenfassend die Komponenten der per 31. Dezember 2023 eingesetzten derivativen Finanzinstrumente nach beizulegenden Zeitwerten und Buchwerten:

31.12.2023 Zeitwert 31.12.2023 positiv 31.12.2023 negativ
TEUR TEUR TEUR
Devisentermingeschäft (nominal AUD 1,7 Mio.) -4,0 0,0 -4,0
Devisentermingeschäft (nominal CHF 0,9 Mio.) -19,1 0,0 -19,1
Devisentermingeschäft (nominal EUR 2,2 Mio.) -7,7 0,0 -7,7
Devisentermingeschäft (nominal JPY 366,5 Mio.) -17,6 2,2 -19,9
Devisentermingeschäft (nominal TWD 34,6 Mio.) 0,2 0,2 0,0
Devisentermingeschäft (nominal USD 22,3 Mio.) 265,5 265,5 0,0
217,3 267,9 -50,7

Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen Devisentermingeschäfte. Die Ermittlung der Marktwerte der Derivate erfolgt auf Basis von Devisenterminkursen. Bei den Derivaten handelt es sich um schwebende Geschäfte. Für die aus diesen schwebenden Geschäften bestehenden drohenden Verluste werden Drohverlustrückstellungen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 234) gebildet. Die Geschäfte sind sämtlich fällig am 22. Januar 2024. Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB bestehen nicht.

Cash-Pooling

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Einbeziehung der Gesellschaft in das Cash-Pooling mit der UCB Biopharma SRL in Brüssel/Belgien, sichergestellt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse 2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsätze nach Tätigkeitsbereichen
Vimpat 214.881 37,9% 476.638 59,1%
Cimzia 98.254 17,3% 95.161 11,8%
Neupro 67.593 11,9% 84.306 10,5%
Briviact 33.512 5,9% 25.942 3,2%
Keppra 12.661 2,2% 13.357 1,7%
Fintepla 2.166 0,4% 0 0,0%
Weitere Produkte 110.129 19,5% 79.157 9,8%
Lizenzen/Sonstige 27.757 4,9% 31.641 3,9%
566.953 100,0% 806.201 100,0%

Umsätze nach geographischen Märkten

Inland 306.794 54,1% 328.208 40,7%
Übrige EU-Länder 107.763 19,0% 159.205 19,7%
Übriges Europa 17.096 3,0% 25.375 3,1%
Nordamerika 78.482 13,9% 225.321 27,9%
Asien, Australien und Südamerika 56.818 10,0% 68.093 8,4%
566.953 100,0% 806.201 100,0%

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 27.519 (Vorjahr TEUR 53.165) sind im Wesentlichen Erträge aus Konzernverrechnung in Höhe von TEUR 7.350 (Vorjahr: TEUR 29.393) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8.537 (Vorjahr: TEUR 12.904) enthalten. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge periodenfremde Erträge, die in Art und Umfang auch als außergewöhnlich im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB anzusehen sind, in Höhe von TEUR 8.061 (Vorjahr: TEUR 1.368), welche aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

Materialaufwand

Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 343.230 (Vorjahr: TEUR 320.538) beinhaltet überwiegend Bezugskosten für von Konzerngesellschaften produzierte Handelswaren.

Personalaufwand

2023 2022
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 42.980 41.272
Soziale Abgaben und Aufwendungen 5.300 14.368
davon Aufwendungen für Altersversorgung (902) (9.471)
48.280 55.640

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Leitende Angestellte 4 4
Angestellte 353 344
357 348

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 134,5 Mio (Vorjahr: EUR 388,7 Mio) beinhalten unter anderem Konzernumlagen, die aufgrund bestehender Vereinbarungen von der UCB Pharma GmbH als Rechteinhaber bzw. Distributor zu leisten sind. Der Rückgang ist hauptsächlich durch geringere Aufwendungen das Produkt Vimpat betreffend verursacht. Im Berichtsjahr wurden EUR 64,0 Mio. (Vorjahr: EUR 324,0 Mio.) an die UCB Biopharma SRL (Belgien) gezahlt.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ferner periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3) enthalten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 7.620 (Vorjahr: TEUR 12.270). Ferner sind außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Zogenix GmbH als Verschmelzungsverlust (TEUR 3.238) und Zuführungen zu Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 6.482) im Immobilienbereich enthalten.

Das auf das Geschäftsjahr 2023 entfallende Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 126). Es entfällt mit TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 116) auf Abschlussprüfungsleistungen und mit TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10) auf sonstige Bestätigungsleistungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die Effekte aus dem Wahlrecht der ratierlichen, erfolgswirksamen Zuführung des Fehlbetrages der Neubewertung der Pensionsverpflichtung zu mindestens einem Fünfzehntel pro Geschäftsjahr bis spätestens 31. Dezember 2024 in Höhe von TEUR 1.039.

Erträge aus Beteiligungen:

Die Erträge aus Beteiligungen betragen in diesem Jahr TEUR 10.182 (Vorjahr: TEUR 15.324) und entfallen ausschließlich auf Erträge aus verbundenen Unternehmen.

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen in Höhe von TEUR 26.265 (Vorjahr: TEUR 7.881) entfallen im Wesentlichen auf Ausleihungen an die Gesellschafterin "UCB GmbH", Monheim.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2023 2022
TEUR TEUR
Verbundene Unternehmen 27.707 5.045
Dritte 438 40
28.145 5.085

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von TEUR 28.145 (Vorjahr: TEUR 5.085) resultieren im Wesentlichen aus Finanzforderungen, darunter ein kurzfristiges Darlehen, gegen die Gesellschafterin "UCB GmbH", Monheim, welches Ende 2023 ausgelaufen ist.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2023 2022
TEUR TEUR
Verbundene Unternehmen 0 1.363
Dritte 1.589 1.523
1.589 2.886

Es fielen keine Zinsen und ähnliche Aufwendungen gegenüber dem Gesellschafter an.

Im Zinsaufwand ist der Zinsanteil der zurückgestellten Pensionen und Jubiläen mit TEUR 1.588 (Vorjahr: TEUR 1.490) enthalten. Der Betrag hinsichtlich der Pensionen ermittelt sich zum einen aus dem mit dem Zinsaufwand aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 1.997 verrechnetem Ertrag aus dem Deckungsvermögen von TEUR 428. Für die wertpapiergebundenen Versorgungszusagen wurde der Zinsertrag in Höhe des Zinsaufwands von TEUR 395 der korrespondierenden Wertpapiere angesetzt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Zwischen der Gesellschaft und der "UCB GmbH", Monheim, als herrschendem Unternehmen besteht seit dem 8. Mai 2007 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Durch Änderungsvereinbarungen vom 16. Juli 2010 bzw. 15. September 2014 wurde der Vertrag aktualisiert und angepasst.

Der UCB Pharma GmbH, Monheim, als Organgesellschaft verbleibt kein eigenes zu versteuerndes Einkommen.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern beinhalten neben Kfz-Steuern in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 40) und nicht erstattungsfähiger Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 26) vor allem nicht anrechenbare Quellensteuern auf Ausschüttungen in Höhe von TEUR 499 (Vorjahr: TEUR 1.446).

V. Sonstige Angaben

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen im abgelaufenen Geschäftsjahr abgeschlossen.

Geschäftsführung

 

Dr. Karl-Werner Leffers, Düsseldorf - Managing Director Germany

 

Dr. Kirsten Wittling, Schwerte - Managing Director Germany

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angaben der Bezüge der Geschäftsführung sind nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Geschäftsführers hätten feststellen lassen.

Aufsichtsrat

Die UCB Pharma GmbH hat insgesamt drei Aufsichtsratsmitglieder.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind Herr Peter Möller (Rechtsanwalt; Vorsitzender des Aufsichtsrats), Frau Antje Witte (Head of Investor Relations, stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats) und Herr Ali Adib (kaufmännischer Angestellter, Betriebsratsvorsitzender, Arbeitnehmervertreter).

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten keine Bezüge für Ihre Tätigkeit als Aufsichtsrat.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es liegen keine entsprechenden Ereignisse vor.

Ergebnisverwendung / Gewinnabführung

Die UCB Pharma GmbH hat auf Grundlage des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags den Gewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 131.140 (Vorjahr: TEUR 121.021) an die "UCB GmbH", Monheim, abgeführt.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der UCB S.A., Brüssel (Belgien) und wird in den Konzernabschluss dieses Unternehmens, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, ist am Sitz dieser Gesellschaft (Allee de la Recherche 60 in 1070 Brüssel, Belgien) erhältlich und wird im Unternehmensregister gemäß § 325 HGB bekannt gemacht. Die Gesellschaft ist daher nach § 291 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses sowie Konzernlageberichts befreit.

 

Monheim, 27. März 2024

UCB Pharma GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Kirsten Wittling

Dr. Karl-Werner Leffers

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.378 0 0 0 122.378
2. Geschäfts- oder Firmenwert 34.986 0 0 0 34.986
3. Geleistete Anzahlungen 5.029 0 0 0 5.029
162.393 0 0 0 162.393
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69 0 0 0 69
2. Technische Anlagen und Maschinen 7 0 0 0 7
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.582 39 0 11 2.632
4. Geleistete Anzahlungen 11 0 0 -11 0
2.670 39 0 0 2.709
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.857 0 3.530 0 21.327
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 630.000 500.000 60.000 0 1.070.000
3. Beteiligungen 40 0 0 0 40
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 24.257 386 0 0 24.643
679.154 500.386 63.530 0 1.116.010
844.216 500.425 63.530 0 1.281.111
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.374 1 0 122.375
2. Geschäfts- oder Firmenwert 34.986 0 0 34.986
3. Geleistete Anzahlungen 5.029 0 0 5.029
162.389 1 0 162.390
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42 7 0 49
2. Technische Anlagen und Maschinen 7 0 0 7
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.171 164 0 2.335
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
2.220 171 0 2.391
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.222 0 0 2.222
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0 0
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0 0 0 0
2.222 0 0 2.222
166.831 172 0 167.003
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 4
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 0
3 4
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21 28
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 296 410
4. Geleistete Anzahlungen 0 11
317 449
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.105 22.635
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.070.000 630.000
3. Beteiligungen 40 40
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 24.643 24.257
1.113.788 676.932
1.114.108 677.385

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die UCB-Gruppe entwickelt und vermarktet Arzneimittel. Die Geschäftstätigkeit der UCB Pharma GmbH umfasste im Berichtsjahr im Wesentlichen die Belieferung des deutschen Pharmamarktes sowie der im Ausland ansässigen Tochter- bzw. Konzernunternehmen der UCB-Gruppe mit Arzneimitteln. Darüber hinaus obliegen der UCB Pharma GmbH grundsätzlich das Lizenzgeschäft sowie der Direktexport an Vertriebspartner in Länder und Regionen, in denen die UCB-Gruppe keine eigenen Vertriebsgesellschaften unterhält.

II. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland 1

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland wurde von den Folgen des Ukraine-Krieges und den damit einhergehenden gestiegenen Preisen sowie Material- und Lieferengpässen geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 um 0,3 % unter dem Vorjahr.

Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe sank um 2,0 %. Gegenläufige Effekte kamen vorrangig aus der Automobilindustrie. Auch waren energieintensive Industriezweige auf Grund von weiterhin hohen Energiekosten beeinflusst.

Positive Trends setzten sich in den meisten Dienstleistungsbereichen fort und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der größte Zuwachs mit 2,6 % war im Bereich Kommunikation zu verzeichnen.

Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland insgesamt liegt im Jahresdurchschnitt mit 45,9 Millionen Personen 0,7 % über dem Vorjahresniveau.

1 "Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

III. Branchenentwicklung 2023

Ausgabenentwicklung

Im Kalenderjahr 2023 stieg der Umsatz des Pharma-Gesamtmarktes (Klinik und Apotheke) gegenüber dem Vorjahr um 5,7 % auf knapp 60,0 Mrd. Euro. 2

Die in den folgenden Abschnitten beschriebenen Umsatzwerte beziehen sich auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers abzüglich des Herstellerabschlages in Höhe von 7 % und der Rabatte aus Erstattungsbeträgen nach § 130b SGB V. Einsparungen aus Rabattverträgen sind gemäß § 130a Abs. 8 SGB V nicht berücksichtigt. 3

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) 4

Die GKV-Arzneimittelausgaben sind 2023 um 3,4 % auf 52 Mrd. Euro angestiegen. Erwartungsgemäß ist hier wieder ein Aufwärtstrend zu erkennen. Die GKV spart im Kalenderjahr 2023 durch Herstellerzwangsabschläge und Rabatte auf Erstattungsbeträge 10,0 Mrd. Euro (+32 %) ein.

Die pharmazeutischen Hersteller sind auch den privaten Krankenkassen gegenüber zur Zahlung der Abschläge verpflichtet. Dadurch ergeben sich im gesamten Jahr weitere 1,4 Mrd. Euro an Einsparungen (+26 %).

Apothekenmarkt 5

Der Umsatz im Apothekenmarkt 2023 wuchs um 2,0 % auf 47,5 Mrd. Euro, was in etwa 1,7 Mrd Packungen entspricht.

Klinikmarkt und Versandhandel 6

Der Umsatz des Klinikmarktes wuchs im Kalenderjahr 2023 um 5,7 % auf rund 59,8 Mrd. Euro bei einem Rückgang der Absatzmenge um 2,0 %. Über den Versandhandel bestellten Verbraucher 276 Mio. Packungen von rezeptfreien Produkten im Wert von 3,2 Mrd. Euro. Die wichtigste Produktsparte sind OTC-Arzneimittel mit einem Umsatzanteil von 49 % (Steigerung um 4,8 %) gefolgt von Gesundheitsmitteln, die einen Anteil von 29 % (Steigerung um 3,4 %) verzeichnen.

2 IQVIA Marktbericht: "Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2023", S. 3-5; 10
3 IQVIA Marktbericht: "Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2023", S. 5; 10
4 IQVIA Marktbericht: "Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2022", S. 5
5 IQVIA Marktbericht: "Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2022", S 22", S. 4, 17
6 IQVIA Marktbericht: "Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2022", S. 11, S. 23

IV. Geschäftsentwicklung im Jahr 2023

Ertragslage

Die UCB Pharma GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 567,0 Mio. (Vorjahr: EUR 806,2 Mio.), dies entspricht einem Rückgang von 29,7 % gegenüber 2022. Der Rückgang ist vor allem auf Exklusivitätsverluste im Zusammenhang mit dem Produkt Vimpat® zurückzuführen, in deren Folge es in allen Absatzmärkten zu Umsatzeinbußen kam. Die im Vorjahr hinsichtlich der Umsatzerlöse gestellte Prognose konnte nicht erreicht werden.

Die Umsatzerlöse entfallen aufgeteilt nach geographischen Märkten mit EUR 306,8 Mio. auf das Inland (54,1 %), auf Nordamerika mit EUR 78,5 Mio. (13,9 %), auf die übrigen EU-Länder mit EUR 107,8 Mio. (19,0 %); Asien, Australien und Südamerika mit EUR 56,8 Mio. (10,0 %) sowie übriges Europa (ohne Russland) mit EUR 17,1 Mio. (3,0 %).

Deutschland

Der Umsatz auf dem Deutschen Markt verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 21,4 Mio. auf EUR 306,8 Mio.

Im Bereich Neurologie lag der Umsatz mit EUR 115,4 Mio. um EUR 54,8 Mio. (-32 %) unter dem Vorjahr. Der Rückgang ist primär durch generischen Wettbewerb bedingt. Im Bereich Immunologie liegt der Umsatz mit EUR 155,3 Mio. um EUR 32,2 Mio. (+26 %) über dem Vorjahr (EUR 123,1 Mio.). Dies liegt primär an der positiven Entwicklung des Produkts Bimzelx®.

Umsatzerlöse 2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsätze nach Partner
Umsätze Dritte 356.907 63,0% 394.062 48,9%
Umsätze Verbund 210.046 37,0% 412.138 51,1%
566.953 100,0% 806.201 100,0%

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit EUR 27,5 Mio. um EUR 25,6 Mio. unter dem Vorjahr. Davon resultieren EUR 7,4 Mio. aus Konzernverrechnungen im Zusammenhang mit Produkteinführungen auf dem deutschen Markt und weitere EUR 8,1 Mio. aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen.

Die Gewinne aus Kursdifferenzen beliefen sich im Berichtsjahr auf EUR 8,5 Mio. nach EUR 12,9 Mio. im Vorjahr und sind überwiegend durch realisierte Fremdwährungsgeschäfte in US-Dollar im Verbundbereich bedingt.

Der Materialaufwand liegt mit EUR 343,2 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 320,5 Mio.). Die Materialeinsatzquote in % der Umsatzerlöse hat sich auf 60,5 % gegenüber 39,8 % zum Vorjahr erhöht. Die Entwicklung ist insbesondere auf den Produktmix und hier inbesondere auf gesunkene Umsätze mit dem Produkt Vimpat zurückzuführen.

Der Personalaufwand liegt mit EUR 48,3 Mio. um EUR 7,3 Mio. unter dem Vorjahr mit EUR 55,6 Mio., primär bedingt durch geringe Aufwendungen für die Altersversorgung, die im Vorjahr durch Einmaleffekte beeinflusst waren.

Der Abschreibungsaufwand beträgt, nach dem Auslaufen planmäßiger Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, EUR 0,2 Mio. nach EUR 1,6 Mio. im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 134,5 Mio. nach EUR 388,7 Mio. im Vorjahr. Diese beinhalten unter anderem Konzernumlagen, die aufgrund bestehender Vereinbarungen von der UCB Pharma GmbH als Rechteinhaber bzw. Distributor zu leisten sind. Hier ist ein wesentlich Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Es entfallen EUR 64,0 Mio. (Vorjahr: EUR 324,0 Mio.) auf das Produkt Vimpat® gegenüber der UCB Biopharma SRL (Belgien). Gegenläufig wirkten sich Aufwendungen aus der Verschmelzung der Zogenix GmbH (EUR 3,2 Mio.) sowie der Bildung einer Drohverlustrückstellung (EUR 6,5 Mio.) aus.

Das Beteiligungsergebnis (inkl. Gewinnabführung) beträgt im Berichtsjahr EUR 14,2 Mio. Dieses setzt sich aus Erträgen aus verbundenen Unternehmen (Ausschüttungen) und der Gewinnabführung der UCB BioSciences GmbH, Monheim zusammen.

Das Finanzergebnis beträgt EUR 52,8 Mio. nach EUR 10,1 Mio. im Vorjahr.

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen liegen mit EUR 26,3 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau von EUR 7,9 Mio, was auf die allgemeine Zinsentwicklung und den einhergehendne Zinsanstieg in 2023 zurückzuführen ist. Die zugrundeliegenden Ausleihungen an die Muttergesellschaft betragen zum Bilanzstichtag EUR 1.070 Mio. (Vorjahr: EUR 630 Mio.). Der Anstieg resultierte aus einer internen Refinanzierung und geht mit einem Rückgang der Forderungen gegen Gesellschafter einher.

Die Zinserträge belaufen sich auf EUR 28,1 Mio. (Vorjahr: EUR 5,1 Mio.) und beinhalten hauptsächlich Zinsen, die aus einem kurzfristigen Darlehen an die die Muttergesellschaft herrühren, welches Ende 2023 ausgelaufen ist. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist ebenfalls der allgemeinen Zinsentwicklung geschuldet.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,9 Mio.) und beinhalten insbesondere den Zinsanteil der zurückgestellten Pensionen und Jubiläen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden beim Organträger "UCB GmbH", mit Sitz in Monheim am Rhein, ausgewiesen.

Die UCB Pharma GmbH hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von EUR 131,1 Mio. (Vorjahr: EUR 121,0 Mio.) abgeschlossen.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern liegt mit EUR 121,5 Mio. in 2023 über dem Vorjahr (EUR 106,4 Mio. in 2022). Wesentlicher Überleitungsposten vom Jahresüberschuss vor Gewinnabführung zum bereinigten Ergebnis vor Steuern waren die Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen. Damit konnte insgesamt die im Vorjahr aufgestellte Prognose übertroffen werden, was im Wesentlichen, bei einem von EUR 94,2 Mio. auf EUR 64,7 Mio. gesunkenen EBIT, an dem durch den Zinsanstieg spürbar verbesserten Zinssaldo lag.

In der Gesamtbetrachtung beurteilt das Management die Geschäftsentwicklung im Berichtszeitraum, trotz der Umsatzeinbußen, aufgrund des stabilen Ergebnisses als noch zufriedenstellend.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der UCB Pharma GmbH ist im Wesentlichen geprägt durch die Finanzanlagen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich. Die Bilanzsumme der UCB Pharma GmbH verringerte sich im Vorjahresvergleich auf EUR 1.575,0 Mio. nach EUR 1.635,3 Mio. zum Bilanzstichtag des Vorjahres.

Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände verringern sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 1 aufgrund planmäßiger Abschreibungen auf TEUR 3.

Die Sachanlagen sind mit EUR 0,3 Mio. nahezu konstant geblieben.

Die Finanzanlagen erhöhten sich um EUR 436,9 Mio. auf insgesamt EUR 1.113,8 Mio (Vorjahr: EUR 676,9 Mio.). Dies ist insbesondere auf die Ausgabe einer neuen Ausleihung in Höhe von EUR 500,0 Mio. an die Muttergesellschaft zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich die Tilgung einer Ausleihung an die Muttergesellschaft in Höhe von EUR 60,0 Mio., sowie die Verschmelzung der Zogenix GmbH mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 auf die UCB Pharma GmbH aus.

Die Vorratsbestände liegen stichtagsbedingt um EUR 5,9 Mio. unter dem Vorjahr und betragen EUR 65,3 Mio.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen EUR 387,4 Mio. und liegen um EUR 487,5 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang betrifft insbesondere die Forderungen gegen Gesellschafter und korrespondiert mit dem Anstieg an Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Finanzforderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Zinsforderungen. Die Darlehen gegenüber Gesellschaftern reduzierten sich durch Tilgung Ende 2023 um EUR 500,0 Mio. Gleichzeitig kam es zu einer Neuausreichung und damit einem Anstieg der Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag EUR 6,7 Mio. (Vorjahr: EUR 10,4 Mio.).

Passiva

Die Passivseite der Bilanz ist neben dem Eigenkapital (EUR 1.209,9 Mio.) im Wesentlichen durch den Ausweis der kurzfristigen Verbindlichkeiten (EUR 227,6 Mio.) und der Rückstellungen (EUR 137,4 Mio.) geprägt.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 64,0 Mio.

Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag 76,8 % (Vorjahr: 74,0 %).

Zum Stichtag dotieren die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit EUR 88,7 Mio. (Vorjahr: EUR 89,2 Mio.). Der Bilanzposten enthält gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Saldierungen aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen.

Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich im Jahr 2023 auf EUR 48,4 Mio. (Vorjahr: EUR 67,1 Mio). Der Rückgang ist insbesondere durch geringere Rabattrückstellungen sowie im Geschäftsjahr beigelegte Rechtsstreitigkeiten bedingt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,4 Mio. auf EUR 20,5 Mio. erhöht.

Nach EUR 127,0 Mio. im Vorjahr betragen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stichtagsbedingt EUR 74,9 Mio. und beinhalten im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen sowie Kostenumlagen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betragen EUR 131,1 Mio., die vollumfänglich die Gewinnabführung an die "UCB GmbH" betreffen.

Finanzlage

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr EUR +112,0 Mio. (Vorjahr: EUR +126,5 Mio.) und korrespondiert daher weitestgehend mit dem erzielten Jahresergebnis vor Gewinnabführung von EUR +131,1 Mio. (Vorjahr: EUR +121,0 Mio.).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt EUR -440,4 Mio. (Vorjahr: EUR -3,9 Mio.) und entfällt vor allem auf Investitionen in das Finanzanlagevermögen. Der Rückgang im Vorjahresvergleich resultiert insbesondere aus einer neuen Ausleihung gegen den Gesellschafter der UCB Pharma GmbH in Höhe von EUR 500,0 Mio. EUR sowie einer gegenläufigen Tilgung durch den Gesellschafter in Höhe von EUR 60,0 Mio. zu einem bestehenden langfristigen Darlehen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt EUR +324,7 Mio. (Vorjahr: EUR -121,0 Mio.) und resultiert, neben der Ergebnisabführung an die Organträgerin "UCB GmbH", Monheim, vor allem aus der Rückzahlung eines kurzfristigen Darlehens von EUR 500,0 Mio. durch den Gesellschafter sowie kurzfristige konzerninterne Mittelanlagen im Rahmen der laufenden Finanzdisposition.

Insgesamt ergibt sich im Berichtsjahr ein Finanzmittelfonds in Höhe von EUR 6,7 Mio. (Vorjahr: EUR 10,4 Mio.) aus Bankguthaben.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Einbeziehung in das Cash-Pooling mit der UCB Bio Pharma SPRL Treasury, Brüssel / Belgien, und die Finanzierung über die UCB-Gruppe sichergestellt. Die Gesellschaft war daher im zurückliegenden Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachzukommen.

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern.

Bei der Gesellschaft sind keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren im Einsatz, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind und zur internen Steuerung herangezogen werden.

V. Forschung und Entwicklung

Die UCB-Gruppe konzentriert sich auf die Erforschung, Entwicklung, Zulassung, Herstellung und Vermarktung einer Palette pharmazeutischer Produkte und Dienstleistungen. Die wesentlichen Indikationsgebiete sind Neurologie und Immunologie.

Zu den Indikationen, die im Fokus der Arbeit stehen, gehören in der Neurologie die unterschiedlichen Ausprägungen der Epilepsie sowie die Parkinson-Erkrankung. Die Autoimmun-Erkrankungen umfassen vor allem Rheumatoide Arthritis, psoriatische Arthritis, Psoriasis, Morbus Bechterew, Morbus Crohn und Lupus Erythematodes. Ein weiteres Feld ist die Osteoporose.

Die UCB-Gruppe hat die Entwicklungskompetenz, das Projektmanagement und die Steuerung von Zulassungsverfahren zusammengeführt und zentral koordiniert.

Die UCB Pharma GmbH betreibt selbst keine Forschung. Der Schwerpunkt der Tätigkeit der UCB Pharma GmbH liegt in der Vermarktung von pharmazeutischen Produkten.

VI. Frauenquote

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 02.12.2021 liegt die Zielgröße für den Frauenanteil des Aufsichtsrats bei einem Drittel und für die Geschäftsführung bei der Hälfte. Die Frist zur Erreichung der Zielgröße ist der 31. Dezember 2026. Zum 31.12.2023 wurden beide Zielwerte erreicht.

Mit Beschluss der Geschäftsführung vom 25.11.2021 wurde die Zielgröße für den Frauenanteil der ersten Führungsebene auf 48 % sowie 45 % für die zweite Führungsebene festgelegt. Die Frist zur Erreichung der Zielgröße ist der 31. Dezember 2026. Zum 31.12.2023 wurde der Zielwert knapp erreicht.

VII. Wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Risikomanagement-System

Die UCB Pharma GmbH ist in das Risikomanagement-System der UCB-Gruppe eingebunden.

Für die UCB-Gruppe stellt das Risikomanagement einen wesentlichen und unverzichtbaren Bestandteil der Unternehmensführung und -steuerung dar. UCB überwacht - unter anderem durch ein zentrales und permanentes Controlling - die Geschäftsentwicklung sämtlicher Gesellschaften der Gruppe.

Neben einem Planungs- und Prognose-System werden regelmäßig interne Berichte erstellt, die die Geschäftsführung und die verantwortlichen Managementebenen frühzeitig und umfassend über alle signifikanten Risiken informieren.

Wettbewerbsrisiken

Die UCB-Gruppe und somit auch die Gesellschaft befinden sich im Wettbewerb mit anderen pharmazeutischen Unternehmen. Durch Markt- und Wettbewerbsbeobachtung werden Risiken für die eigene Marktposition regelmäßig analysiert und - soweit möglich - Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Risiken der zukünftigen Marktzulassung und erfolgreichen Markteinführung

Wie für jedes forschende Pharmaunternehmen stellt auch für die UCB-Gruppe die Unsicherheit über die zukünftige Marktzulassung und erfolgreiche Markteinführung der in der Entwicklungspipeline befindlichen Forschungs- und Entwicklungsprojekte ein zentrales Risiko für die zukünftige Geschäftsentwicklung dar. Für das laufende Monitoring dieser Risiken verfügt die UCB- Gruppe über Projektbewertungssysteme sowie eine adäquate Projektmanagement-Organisation.

Risiken durch die Veränderung rechtlicher Rahmenbedingungen

Die Auswirkungen tendenziell zunehmender staatlicher Eingriffe in die nationalen Gesundheitssysteme (z.B. durch die Einführung bzw. Modifikation unterschiedlicher Formen von Preisreglementierungen) können zu einem signifikanten zusätzlichen Preisdruck bei wichtigen Umsatzträgern führen und sich auf die Ergebnissituation nachteilig auswirken. Die UCB-Gruppe begegnet diesen Risiken durch kontinuierliche Maßnahmen zur Kosteneffizienz und das ständige Bestreben, neue Umsatzpotentiale zu entwickeln.

Fertigungs- und Beschaffungsrisiken

Auf der Beschaffungsseite bestehen die gewöhnlichen Risiken, wie Rückrufe bei qualitativen Abweichungen und eingeschränkter Lieferfähigkeit. Die Gesellschaft bezieht die Produkte für den Verkauf primär von UCB-Konzerngesellschaften. Weiter werden Fertigprodukte und halbfertige Erzeugnisse von der Aesica Pharmaceuticals GmbH, Sitz in Monheim, sowie in wenigen Fällen von anderen externen Dritten bezogen. Risiken, die sich aus dem Verkauf der Produkte und, damit verbunden, dem Management der Zulieferer, vor allem der Aesica Pharmaceuticals GmbH, Sitz Monheim, ergeben, werden in verschiedenen Gremien regelmäßig verfolgt und notwendige Maßnahmen besprochen.

Die UCB-Gruppe unterliegt darüber hinaus bestimmten Beschaffungsmarktrisiken, die darin bestehen, dass die zur Herstellung der Produkte benötigten Rohstoffe und Vorprodukte nicht oder nicht in ausreichendem Maß in der erforderlichen Qualität bzw. Quantität zur Verfügung stehen. Lieferanten werden daher regelmäßig bewertet und Lieferalternativen werden, soweit erforderlich, entwickelt. Die Einrichtungen und Fertigungstechniken für die Herstellung pharmazeutischer Produkte werden von staatlichen Behörden regelmäßig auf die Einhaltung von GMP-Standards untersucht (GMP = Good Manufacturing Practices/Gute Fertigungspraktiken).

Die UCB-Gruppe unterstützt die Einhaltung dieser Standards durch Einsatz entsprechender Maßnahmen zur Qualitätskontrolle und -sicherung. Durch Sicherheitsmaßnahmen und Wartungspläne wird versucht, das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Produktionsanlagen zu minimieren. Zudem ist die UCB-Gruppe bestrebt, ausreichende interne oder externe Ausweichkapazitäten zu schaffen.

Auch durch den Einsatz dieser Maßnahmen kann nicht völlig ausgeschlossen werden, dass es in der Herstellung pharmazeutischer Produkte zu Abweichungen von den genehmigten Produkteigenschaften kommen kann. Die Folge können Produktrückrufe und Liefereinschränkungen oder -unfähigkeit sein.

Finanzrisiken

Die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken erfolgt im Wesentlichen im Rahmen des Konzernverbundes der UCB-Gruppe. Zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken werden in der UCB Pharma GmbH adäquate derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der UCB-Gruppe eingebunden und dadurch jederzeit mit ausreichender Liquidität ausgestattet.

Den anhaltenden Inflationsrisiken wird durch ein gezieltes Kostenmanagement begegnet, wobei aus Sicht der UCB Pharma GmbH mit Blick auf die Finanz- und Ertragslage - aufgrund des Geschäftsmodells sowie der Methodik konzerninterner Verrechnungspreise - hieraus nur geringe Risiken erwachsen.

Im Rahmen der Konzernfinanzierung haftet die UCB Pharma GmbH als Garantiegeber gemeinschaftlich mit anderen Konzerngesllschaften für vom UCB-Konzern in Anspruch genommene Finanzierungsbeträge, die zum 31. Dezember 2023 einen Gesamtumfang von TUSD 1.405.000 hatten. In Anbetracht des Betrags wäre die potentielle Auswirkung bei Inanspruchnahme erheblich, jedoch ist dies - analog zum Vorjahr - aufgrund der wirtschaftlichen Situation des UCB- Konzerns äußerst unwahrscheinlich.

Rechtliche Risiken

Die Gesellschaft ist darüber hinaus auch rechtlichen Risiken ausgesetzt. Derzeit ist die Gesellschaft im Zuge ihrer normalen Geschäftstätigkeit in Gerichtsverfahren involviert. Obwohl deren Ausgang, wie bei Rechtsstreitigkeiten generell üblich, nicht mit völliger Bestimmtheit vorhersehbar ist, gehen wir nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass sich aus keinem dieser Verfahren ein erheblicher Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ergeben wird.

Risiken hinsichtlich der IT-Infrastruktur

Die UCB-Gruppe begegnet IT-Risiken mit einem strategischen Ansatz für die Cybersicherheit und das Datenmanagement, sowie aktiven Programmen für eine angemessene Prävention, Identifizierung und Reaktion. Dazu gehören auch die ständige Überwachung und Analyse, die Identifizierung und Ergreifung von Maßnahmen bei Zwischenfällen oder einem Eindringen, Sicherheitstests sowie Schulungen und Kampagnen zur Sensibilisierung der Benutzer.

Personalrisiko

Die aktuelle Stellenbesetzung sowie die Bedarfsplanung werden regelmäßig im Rahmen etablierter Prozesse überprüft. Weiterhin arbeitet UCB mit verschiedenen langfristigen Partnern zusammen, um bestmögliche Ergebnisse bei Personalsuche und Rekrutierung sicherzustellen.

Schutz vor Schadensrisiken

Das Risiko von Sach- und Haftungsschäden ist, soweit möglich und ökonomisch sinnvoll, durch Versicherungen in ausreichendem Maß abgedeckt.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Auf Basis des UCB-Risikomanagementsystems werden wesentliche Risiken identifiziert und verfolgt. Die aktuelle Analyse ergab aus unserer Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken, so dass der Fortbestand der Gesellschaft derzeit nicht gefährdet ist. Die Risikosituation ist im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Risiko Eintrittswahrscheinklichkeit Auswirkung auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Wettbewerb Mittel Gering
Marktzulassung und Markteinführung Mittel Gering
Rechtliche Rahmenbedingungen Mittel Mittel
Fertigungs- und Beschaffungsrisiken Gering Mittel
Risiken hinsichtlich der IT-Infrastruktur Gering Mittel
Personalrisiko Gering Gering
Finanzrisiken Gering Erheblich
Rechtliche Risiken Gering Gering
Schadensrisiken Mittel Gering
Beschreibung Eintrittswahrscheinlichkeit 0%
Gering <=30
Mittel 31-60
Erheblich 61-100
Definition Auswirkung auf Vermögens-, Finanz und Ertragslage Auswirkung
Gering Unerhebliche oder geringe negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (< 5 % Jahresergebnis)
Mittel Nicht unerhebliche, aber moderate negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (<10 % Jahresergebnis)
Erheblich Wesentliche negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (> 10 % Jahresergebnis)

Wesentliche Chancen

Aus den erfolgten Zulassungen für neue Medikamente und deren Markteinführungen ergeben sich langfristig erhebliche Chancen für die Gesellschaft.

Im Bereich der Immunologie wird ein deutliches Wachstum bei den Produkten Bimzelx® und Evenity® erwartet.

Im Bereich der Neurologie wird mit einem deutlichen Umsatzrückgang aufgrund des generischen Wettbewerbs gerechnet.

VIII. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

Für das Jahr 2024 erwarten wir Umsatzerlöse in Höhe von EUR 550 Mio. bis EUR 650 Mio. nach EUR 567 Mio. in 2023.

Bei der erwarteten Umsatzentwicklung planen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Steuern auf dem Niveau von 2023. Dies ist insbesondere auf den Ausbau und Weiterführung der UCB "Patient Value Strategy" zurückzuführen, welche mehr und mehr die Patienten und deren Interessen und Bedürfnisse ins Zentrum jeglichen Handels aller UCB-Mitarbeiter stellt.

Was das unternehmerische Umfeld in Deutschland und in Europa generell anbelangt, werden weitere staatliche Regulierungen im Arzneimittelmarkt im zunehmenden Ausmaß erwartet.

Bei den obigen Aussagen zur zukünftigen Entwicklung handelt es sich um Prognosen. Der obige Ausblick berücksichtigt keine Effekte aus möglichen Produktverkäufen/-zukäufen, Partnerschaften oder sonstigen Transaktionen.

 

Monheim, 27. März 2024

UCB Pharma GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Kirsten Wittling

Dr. Karl-Werner Leffers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die UCB Pharma GmbH, Monheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der UCB Pharma GmbH, Monheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UCB Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote)

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 18. April 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Martin Schulz-Danso, Wirtschaftsprüfer

Susanne Schaefer, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

der UCB Pharma GmbH

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2023 intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens befasst und sich ausführlich mit der Entwicklung des Deutschlandgeschäfts beschäftigt.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig überwacht. In alle Entscheidungen des Unternehmens von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden. Die Geschäftsführung unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über den Gang der Geschäfte, die Geschäftsentwicklung und die strategische Weiterentwicklung, die Unternehmensplanung, die Rentabilität und die aktuelle Lage des Unternehmens.

Im Geschäftsjahr 2023 haben eine konstituierende und zwei ordentliche Aufsichtsratssitzungen stattgefunden, an denen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch zwischen den Sitzungsterminen laufend über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen unterrichtet.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat befasste sich im Laufe des Geschäftsjahres 2023 in den Sitzungen regelmäßig mit den Umsatzberichten sowie den Analysen und Risiken für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften. Abweichungen von den Zielsetzungen und Planzahlen und die Gründe für derartige Abweichungen wurden dem Aufsichtsrat erläutert und von ihm geprüft. Zudem beriet der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr über die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2023 und den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit der Budgetplanung 2024 und dem von der Geschäftsleitung präsentierten 10-Jahresplan.

Im Rahmen des turnusgemäß durchgeführten Risk Reporting erörterte der Aufsichtsrat in jeder Sitzung potenzielle und bestehende Risiken der Gesellschaft. Dies umfasste auch Risiken, die keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Jahresabschluss 2023

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden durch den von der Gesellschafterversammlung bestellten Abschlussprüfer Mazars GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, Zweigniederlassung Köln, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat dem Abschlussprüfer auf Grundlage detaillierter Informationen über die anzufallenden Kosten der Prüfung sowie dem Prüfungsumfang den Prüfungsauftrag erteilt. Unter Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift des § 291 HGB wurde auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses verzichtet. Die nach § 291 Abs. 2 HGB erforderlichen Erläuterungen zur Befreiung wurden im Anhang des Jahresabschlusses dargestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) aufgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Der Jahresabschluss nebst Lagebericht einschließlich des Prüfungsberichts wurde dem Aufsichtsrat vorgelegt.

Der Jahresabschluss und Lagebericht wurde in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 10. Juni 2024 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging auf den Umfang, die Schwerpunkte und die Kosten der Prüfung ein. Die Ausführungen des Abschlussprüfers wurden zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Prüfungsbericht entsprach den gesetzlichen Anforderungen. Die abschließende eigene Prüfung des Jahresabschlusses nebst Lagebericht ergab keine Einwendungen. Auf Grundlage seiner Prüfung und umfassenden Erörterungen hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss gebilligt. Zudem schließt sich der Aufsichtsrat den im Lagebericht der Geschäftsführung jeweils gegebenen Einschätzungen zur Geschäftssituation und zum Ausblick des Unternehmens an.

Für die UCB Pharma GmbH war auch das Jahr 2023 - wie die Vorjahre - sehr herausfordernd. Die Geschäftstätigkeit stand weiterhin im Zeichen der Covid-19 Pandemie, welche Anfang April 2023 durch die Bundesregierung offiziell für beendet erklärt wurde. Die sich daraus ergebenden gesellschaftlichen und persönlichen Veränderungen hatten aber immer noch großen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft. Der Aufsichtsrat spricht an dieser Stelle der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen ausdrücklichen Dank und seine Anerkennung für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit aus.

 

Monheim, 10. Juni 2024

Der Aufsichtsrat

Peter Möller, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Weitere offenzulegende Informationen zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde vom Aufsichtsrat gebilligt und in der Gesellschafterversammlung vom 11. Juni 2024 festgestellt.

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