Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 2654
Eingetragen
11.12.1990
Branche
Herstellung von nicht elektrischen Haushaltsartikeln aus MetallHerstellung von BüromöbelnHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen
Gegenstand
Die Herstellung, Verarbeitung und der Vertrieb von Metallwaren und Einrichtungsgegenständen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Zwick
seit 10.4.2024
Geschäftsführer
Prokura
Klaus Bock
seit 12.11.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
51.00%
17.50%
14.00%

Gesellschafter
Beta

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Klaus Bock
33415 Verl
183.600 €
51.00%
S***** K*********
72.000 €
20.00%
J**** B***
45.000 €
12.50%
U***** B***
45.000 €
12.50%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hermann Bock GmbH

Verl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

HERMANN BOCK GMBH, VERL

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Hermann Bock GmbH ist ein führender Hersteller von Möbeln und Pflegebetten für die häusliche Pflege ebenso wie für die Tagespflege, Reha-Einrichtungen und Seniorenheime. Unsere Pflegebetten vereinen den Anspruch des Patienten auf Komfort und würdevolles Wohnen mit speziellen Anforderungen an die Ergonomie und Sicherheit. Sie erleichtern darüber hinaus auch die Arbeit der Pflegekräfte, etwa bei der Körperpflege, beim Transport oder bei der Therapie.

1.2 Forschung und Entwicklung

Seit Beginn der 1970er Jahre beschäftigen wir uns mit der Produktion von Lattenrosten und der Spezialisierung auf gesundheitsorientiertes Liegen. Der Entwicklung und Herstellung eines zweimotorigen Lattenrostes folgte das erste höhenverstellbare, elektrische Pflegebett im Jahre 1983. Seit 1992 bietet Hermann Bock komplette Pflegeeinrichtungen an. Mit einer Vielzahl zukunftsweisender Entwicklungen und patentierten Lösungen haben wir als forschendes Unternehmen die Möglichkeiten für die "Pflege im Bett" über Jahrzehnte immer weiter optimiert. Nicht umsonst gilt unser Unternehmen als innovativer Visionär im Pflegemarkt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2023 wurde weiterhin von den Nachwirkungen des Ukraine-Konflikts und den drastischen Erhöhungen der Energiepreise im Vorjahr geprägt. Zusätzlich blieben die Herausforderungen durch Material- und Lieferengpässe infolge geopolitischer Spannungen in der Nahostregion bestehen. Steigende Preise für Güter wie Nahrungsmittel sowie der fortbestehende Fachkräftemangel beeinflussten die wirtschaftliche Entwicklung.

Im Vergleich zum Referenzjahr 2019, vor dem Ausbruch der Pandemie, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um moderate 0,7 %. Der Arbeitsmarkt blieb trotz der Belastungen durch den Ukraine-Konflikt stabil. Auch im Jahr 2023 wurde der Arbeitsmarkt weiterhin durch die Nutzung von Kurzarbeit unterstützt. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,7 %

Wirtschaftliche Lage der Gesundheitswirtschaft [1;2]

Die wirtschaftliche Lage der Gesundheitswirtschaft im Jahr 2023 zeigt eine Fortsetzung des Erholungstrends nach dem Krisenjahr 2020. Trotz einiger Herausforderungen und Unsicherheiten bleibt die Gesundheitswirtschaft ein wesentlicher Wachstumsmotor für die Volkswirtschaft.

Im Jahr 2023 betrug der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der gesamten Bruttowertschöpfung 11,5 %, was in absoluten Zahlen etwa EUR 435,5 Mrd. entspricht. Das jährliche Bruttowertschöpfungswachstum zwischen 2012 und 2023 lag mit 3,9 % unterhalb dem durchschnittlichen Wachstum der Gesamtwirtschaft (4,1 % pro Jahr).

Die Gesundheitswirtschaft blieb auch weiterhin ein wichtiger Arbeitgeber. Mit rund 8,3 Mio. Beschäftigten im Jahr 2023 zeigt die Branche eine kontinuierliche Zunahme ihrer Arbeitskräfte.

Wirtschaftliche Lage der industriellen Gesundheitswirtschaft [3]

Die industriell geprägten Teilbereiche der Gesundheitswirtschaft werden unter dem Begriff "Industrielle Gesundheitswirtschaft" (iGW) zusammengefasst. Dies umfasst unter anderem die Produktion sowie den Vertrieb und Großhandel von Humanarzneimitteln und Medizintechnik. Die iGW ist aufgrund ihrer engen Verflechtung mit dem verarbeitenden Gewerbe und ihrer internationalen Lieferketten stark von konjunkturellen Schwankungen betroffen. Unterbrechungen oder Ausfälle in diesen Lieferketten können die Produktion in Deutschland erheblich beeinträchtigen. Zudem kann die iGW durch unvorhergesehene Herausforderungen oder Exportbeschränkungen in Mitleidenschaft gezogen werden, was zu einer Kontraktion über alle makroökonomischen Kennzahlen hinweg führen kann.

Im Jahr 2023 erreichte die iGW mit einem Beitrag von 94,6 Milliarden Euro zur Gesamtwertschöpfung der Gesundheitswirtschaft ein neues Allzeithoch. Dies entsprach mehr als einem Fünftel der Gesamtwertschöpfung der Gesundheitswirtschaft. Die Teilbranche der Medizinprodukte trug mit einem absoluten und relativen Beitrag von 12,6 Milliarden Euro (13,3 %) zur iGW bei.

Die industrielle Gesundheitswirtschaft beschäftigt insgesamt rund 1 Million Menschen. Mit 170.000 Erwerbstätigen im Jahr 2023 machte der Teilbereich Medizinprodukte jedoch einen signifikanten Anteil an der Beschäftigung in der iGW aus.

Die iGW ist die am stärksten globalisierte Branche der Gesundheitswirtschaft, wobei über 89 % der Exporte auf sie entfallen. Das durchschnittliche Exportwachstum seit 2014 lag bei 4,5 % pro Jahr.

Entwicklungen in Altenpflege [4]

Die Altenpflege in Deutschland verzeichnete im Jahr 2023 bedeutende Entwicklungen, die sowohl den Bedarf als auch die Versorgungssituation älterer Menschen betreffen.

Im Dezember 2023 waren in Deutschland etwa 5,95 Millionen Menschen pflegebedürftig. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2019 noch 4,13 Millionen Menschen. Diese starke Zunahme der Pflegebedürftigkeit ist teilweise auf die Einführung des erweiterten Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum 1. Januar 2017 zurückzuführen, der dazu führte, dass mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft wurden als zuvor.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

Die Umsätze gingen im Geschäftsjahr 2023 in den relevaten Ländern fast überall zurück, besonders in Deutschland nach den vorher notwenigen Preiserhöhungen recht deutlich. Dabei kam hinzu, dass das Segment der institutionellen Pflege durch erhebliche strukturelle Finanzprobleme besonders stark gelitten hat. Diese Entwicklung zeigt sich in unterschiedlichem Ausmaß in fast allen relevanten entwickelten Märkten. Die Rohertragsquote hat sich bei gesunkenem Umsatz im Vergleich zu Vorjahren erhöht, was allerdings mit z.T. erheblichem Absatzverlust verbunden war. Die Umsätze sanken in 2023 um 14,9 % gleichzeitig stieg der Rohertrag um 1,7 % auf MEUR 13,6. Preiserhöhungsmaßnahmen haben zur Verbesserung des Ergebnisses geführt. Allerdings wurden durch diese Maßnahmen Marktanteile verloren. Das Eigenkapital wurde ergebnisbedingt negativ. Die Hermann Bock GmbH weist für das abgelaufene Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis von MEUR 2,87 aus und lag damit deutlich unter dem geplanten Jahresergebnis. Das Jahresergebnis wurde dabei wesentlich von Einmaleffekten beeinflusst. Die Geschäftsentwicklung war dennoch insgesamt nicht zufriedenstellend.

2.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Markt für Therapie- und Rehabetten in Deutschland bleibt weiterhin umfassend durch die große Preissensitivität der Kostenträger und damit auch der Geschäftskunden geprägt. Letztere reagierten für unsere Sanitätshauskunden nur sehr zögerlich auf die extremen Preiserhöhungen der Hersteller, so dass das Bock Management die Kostenweitergabe marktanteilsbedingt, so lange als möglich hinauszögerte. Dem demographischen Anstieg der Anzahl an pflegebedürftigen Personen stand ein pandemiebedingter Anstieg an Sterbefällen von 8,4 % im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2016-2020 entgegen. In der Altersklasse der über 80 Jährigen war der relative Anstieg besonders hoch und betrug 12 %. [5] Der Umsatz als auch der Absatz im Bereich Homecare konnten gesteigert werden. Insgesamt zeichnete sich bereits ein Shift der Anzahl der Objektbetten hin zu Therapie- und Rehabetten ab. Die Profitabilität in den Pflegeheimen litt zunehmend unter den diversen Kosteneinflüssen wie Energie, Mindestlohn in der Pflege, Verbrauchsgüter etc. Im Jahre 2023 gab es so viele Insolvenzen im Pflegeheimbereich wie nie zuvor - fast 400 Gruppen mussten Insolvenz anmelden. Die meisten konnten übernommen werden, so dass die Folgen für die Patienten überschaubar bleiben. Allerdings hält der Trend unvermindert an, Neubauten sind auf Grund der hohen Bau- und Betriebskosten rückläufig. Insofern hat Bock seine Ausrichtung weltweit, besonders in Deutschland, deutlich auf den Therapie- und Reha-Bereich fokussiert, der eine geringere Probabilität, aber gesundes Marktwachstum (5-7%) aufweist.

Auch der Exportbereich litt im Berichtsjahr umsatzmäßig unter den genannten externen Faktoren und sank um gut 15%, sein Anteil am Gesamtumsatz blieb mit ca. 45 % konstant. Dabei brachen einige Länder wie Italien oder Polen nachfrageseitig ein und die großen Partner wie NL und NZL verloren trotz intensiver Bemühungen entsprechendes Volumen.

Der Gesamtumsatz 2023 lag bei einem Rückgang von ca. 15 % deutlich unter den Erwartungen. Allerdings erscheint dieser Wert noch moderat gegenüber dem Verlust an Absatzmengen, der mit fast 19 % große Auswirkungen auf die Auslastung unserer Produktion auslöste. Die managementseitig ausgelösten Preiserhöhungsmaßnahmen wirkten den Mengenrückgängen entgegen. Insgesamt wurden ca. 6000 Betten weniger verkauft. Immerhin konnte durch intensive Vertriebsmaßnahmen der Absatz im letzten Quartal 2023 bereits um fast 10 % über Jahresdurchschnitt stabilisiert werden. Damit wurde der Trend des Mengenrückgangs noch im Berichtsjahr gestoppt und konnte in das Gegenteil verkehrt werden. Dieser positive Entwicklungstrend setzt sich in den ersten 3 Monaten 2024 fort.

2.2.2 Produktion

Die Produktion der Hermann Bock GmbH erlebte mit dem Geschäftsjahr 2023 ein Jahr geprägt von sinkenden Absatzzahlen, sowie entsprechender, folgerichtiger Investitionszurückhaltung. Insgesamt wurden mit 25 Bettenmodellen in 859 Varianten 24.873 Betten produziert. Von 370 Bettenvarianten wurde 1 Stk. Im Jahr 2023 hergestellt.

Die Reduzierung des Bettenabsatzes im Jahr 2023 machten Anpassungen an der Produktionskapazität erforderlich. Als Maßnahmen wurden zunächst das Insourcing ausgelagerter Fertigungsprozesse und der nahezu vollständige Abbau von Zeitarbeit umgesetzt. Dies konnte den reduzierten Kapazitätsbedarf allerdings nicht zu jeder Zeit kompensieren. Aus diesem Grund musste zunächst im Februar und dann auch noch einmal im September eine Betriebsvereinbarung über Kurzarbeit geschlossen und zweitweise auch angewendet werden.

Aufgrund dieser Entwicklung mussten Investitionen in neue Anlagen und Produktionsprozesse in kommende Geschäftsjahre verschoben werden.

Als kommendes neues Geschäftsfeld wurde im Rahmen von SWOT-Analysen die Wiederaufarbeitung von Produkten identifiziert. Der Bereich Refurbishing wurde im vierten Quartal 2023 aufgebaut. Die ersten Aktivitäten und Umsätze konnten bereits im vierten Quartal 2023 verzeichnet werden.

Das domiflex 3, das erste Modell einer neuen Bettengeneration für die häusliche Pflege wurde bereits im Jahr 2022 eingeführt. Mit diesem Bett konnte die Hermann Bock GmbH im Jahre 2023 im Markt Akzente setzten. Das domiflex 3 entwickelte sich bereits im Jahre 2023 zu dem Modell mit dem zweithöchsten Absatz.

Neben dem neuen Geschäftszweig Refurbishing senden die Realisierung weiterer Modelle der domiflex 3 Familie und der Aufbau eines Baukastensystems für die Betten der häuslichen Pflege sowie die zukünftige Fertigung CO 2 -reduzierter umweltfreundlicher Pflegebetten positive Signale für die kommenden Geschäftsjahre und stellen die Weichen für eine wieder erfolgreiche Zukunft des Unternehmens.

Umweltbewusstes und ressourcenschonendes Denken und Handeln mit Ausrichtung auf einerseits klimaneutrale andererseits aus dem Stand der Pflegewissenschaft abgeleitete Produkte und Prozesse, sowie ein deutliches Bekenntnis zum Standort Deutschland sind die Eckpfeiler des zukünftigen Erfolges der Hermann Bock GmbH, der im Jahr 2023 vorbereitet wurde.

2.2.3 Einkauf

2023 fokussierte sich der Bereich Beschaffung auf Kostenkontrolle, Risikominimierung und nachhaltige Beschaffung. Bei der Kostenkontrolle konnte vor allem durch eine effizientere Bestandsverwaltung und Vermeidung von Überbeständen die Kosten für Beschaffung und Lagerhaltung reduziert werden. Außerdem wurden vormals externe Prozesse (u.a. Baugruppenvormontage durch Lieferanten) wieder in die eigene Organisation zurückgeführt. Im Sinne des Risikomanagements wurden teilweise neue und alternative Lieferquellen identifiziert, so dass proaktiv Ausfallrisiken minimiert werden konnten. Darüber hinaus wurde der Fokus nachhaltiger Beschaffung verstärkt. Die Auswahl von Lieferanten mit umweltfreundlichen Fertigungsmöglichkeiten, räumlicher Nähe, sowie die Suche nach Co2-reduzierten Produkten waren und sind zentrale Ziele.

2.2.4 Investitionen und Finanzierung

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2023 betrugen insgesamt TEUR 215. Die größten Investitionen entfielen auf andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung. Die Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow bedient. Im Jahr 2022 wurden erhebliche Investitionen im Bereich von Innovation und Digitalisierung von einem verbundenen Unternehmen durchgeführt. Zu diesem Zweck wurde mit der Bock Digital Health Care GmbH eine gemeinsame Bankenfinanzierung aufgenommen. Die positiven Erwartungen der Investitionen werden nach derzeitigem Stand nicht erreicht, sodass im Jahresabschluss der Hermann Bock GmbH für das Jahr 2023 für eine etwaige Inanspruchnahme eine Rückstellung gebildet wurde (Einmaleffekt im Jahresergebnis).

2.2.5 Personal- und Sozialbereich

Alle bestehenden Arbeitsplätze wurden im Wesentlichen erhalten. Die Gesamtmitarbeiterzahl sank im Geschäftsjahr 2023 leicht im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Renteneintritten. Die Beschäftigten arbeiten weiter mit den bewährten Arbeitszeitkonten. Auch im Jahr 2023 wurden weiterhin zeitweise zusätzlich Leiharbeiter engagiert. In den Monaten Februar und September 2023 wurde Kurzarbeit im Bereich der Fertigung angemeldet und zeitweise auch umgesetzt.

2.2.6 Umwelt / CSR

Im Jahre 2023 haben wir neben einer LCA für das aktuelle Reha Pflegebett Domiflex 3 den CO 2 Gehalt bestimmen und Maßnahmen zur radikalen Reduktion einleiten können, ebenso wie den Aufbau einer Refurbishing Produktionslinie für Pflegebetten. Mit beiden Maßnahmen setzen wir die Umweltstrategie des Unternehmens intensiv um. Die Bedeutung einer intakten Umwelt und die Auswirkungen des Klimawandels sind weltweit sichtbar und es ist die Aufgabe der Weltgemeinschaft, sich dem Klimawandel entgegenzustellen. Als Teil dieser Weltgemeinschaft stellen wir uns unserer Verantwortung und beschäftigen uns intensiv mit den Themen CO 2 Neutralität und Ressourcenoptimierung. Das erklärte Ziel und Teil der Unternehmensstrategie ist es, durch umwelt- und klimafreundliche Betten sowohl in der Herstellung wie auch in der Wiederverwendbarkeit ein nachhaltiges Produkt zu generieren. Wir führen diese Produkte/Prozesse 2024 in die Märkte ein, beginnend mit NL und Deutschland. Neben der umweltfreundlichen Positionierung soll besonders der Refurbishing-Bereich die Rentabilität der Pflegebetten positiv beeinflussen.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3.1 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Hermann Bock GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.613 auf TEUR 8.844 gesunken (-15,4%). Das langfristige Vermögen (Anlagevermögen) sank um TEUR 1.429 auf TEUR 1.154 aufgrund Abschreibung auf Beteiligungen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen Die Sachanlagenintensität ist trotz Investitionen im Jahr 2023 auf 12% gesunken (Vorjahr: 13%). Das kurz- und mittelfristige Vermögen sank um 18 % auf TEUR 6.460.

Das Eigenkapital hat sich um TEUR 2.870 gegenüber dem Vorjahr vermindert, dadurch ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.229. Die Nettofinanzverbindlichkeiten, ermittelt aus Saldo aus Rückstellungen und Verbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel, betragen TEUR 8.710 (Vorjahr: TEUR 8.392).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 305 und lag damit deutlich über Vorjahresniveau (TEUR -1.425). Zusammen mit dem Cashflow aus Investitionstätigkeit (TEUR 16) und den Auszahlungen für die Tilgung von Verbindlichkeiten (TEUR -405) ergibt sich insgesamt eine Änderung des Finanzmittelfonds um TEUR -84.

2.3.2 Ertragslage

Das Rohergebnis des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 13.714 hat sich im Vergleich zum Vorjahr vermindert (2022: TEUR 14.208). Der Rückgang des Rohergebnisses resultiert neben Mengenrückgängen und ausgleichenden Preiserhöhungseffekten im Umsatzbereich insbesondere aus gesunkenen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 720 durch einmalige Sondereffekte im Jahr 2022. Ohne Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich ein angepasstes Rohergebnis in Höhe von TEUR 13.571, welches leicht über den Rohergebnis des Vorjahres liegt (TEUR 13.345). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 5.429 auf TEUR 6.770 (+ 25 %) trugen im Wesentlichen zum negativen Betriebsergebnis bei. Der Anstieg resultiert insbesondere aus Rückstellungen für die mögliche Inanspruchnahme eines gemeinsamen Bankendarlehens mit verbundenen Unternehmen (Einmaleffekt). Aufgrund der wirtschaftlichen Situation des verbundenen Unternehmens und dessen Investitionen wird derzeit nicht mit einer eigenständigen Rückführung gerechnet. Aus diesem Grund wurden zu dem die Anteile an diesem verbundenen Unternehmen und auch die Ausleihungen an dieses verbundene Unternehmen außerplanmäßig abgeschrieben (TEUR 913, Einmaleffekt).

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR -3.334 (Vorjahr: TEUR -910). Das angepasste Rohergebnis unter Berücksichtigung von Sondereffekten aus dem Jahr 2022 hat sich leicht verbessert. Zur weiteren Analyse dieser Leistungsindikatoren verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt "2.2 Geschäftsverlauf und Lage" sowie "2.3 Vermögens- Finanz- und Ertragslage".

Bereits im Jahr 2023 haben wir Sicherungsmaßnahmen zur Unternehmensfinanzierung eingeleitet. Auf der Grundlage einer unabhängig geprüften Unternehmensplanung konnte die Unternehmensfinanzierung über die folgenden Geschäftsjahre 2025 und 2026 hinaus gesichert werden. Dabei konnten die bereits im 4. Quartal 2023 zu erkennenden positiven Vertriebsergebnisse und Absatztrends bestätigt werden. Unsere wirtschaftliche Lage wird sich im Jahr 2024 verbessern.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Nach den diversen Krisen der letzten Jahre (Covid, Ukrainekrieg, etc) haben sich die Rahmenbedingungen im Altenpflegebereich (ambulant wie stationär) deutlich verändert. Alle wichtigen Rohstoffe - sowohl aus Russland als auch z. T. aus Asien - unterliegen nach den extremen Engpässen und Preissprüngen inzwischen einer gewissen Beruhigung. Allerdings bleibt das Herstellerpreisniveau hoch, so dass die besonders preissensitiven Märkte mit geringerem BIP wie Ost- und Südeuropa kaum noch Chancen haben, sich deutsche Markenprodukte zu kaufen. Gleichzeitig nimmt die Bautätigkeit in den entwickelten Märkten immer weiter ab (national und international) - die Anzahl der Pflegeheimplätze in Deutschland ist derzeit stabil und wird bis 2026 um 3% wachsen. Bei den Pflege- und Krankenkassen erhöht sich der Druck durch ein Wachstum von ca. 4-5% p.a. an häuslichen Pflegebedürftigen. Der Trend zum Erwerb von preisgünstigeren Hilfsmitteln steigt. Die Pandemie erscheint inzwischen unter Kontrolle, die Auswirkungen des Krieges in Bezug auf Materialverfügbarkeit, -preise und Energiepreisentwicklungen auf die Wirtschaft lassen sich nur schwer vorhersagen.

Prognosen sind für die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft nur unter erhöhter Unsicherheit möglich. Derzeit ist der Trend hin zur häuslichen Pflege mit stark wachsenden Fallzahlen bei gleichzeitigem Kostendruck auf die Einzelprodukte ein klarer Trend, dem wir folgen müssen. Der Kostendruck auf eine Produktion in Deutschland ist nur durch innovative Ausrichtungen unserer Leistungsangebote wie pflegewissenschaftliche Basis und ökologisch und ökonomisch (TCO) sinnvolle Lösung machbar. Hier sind wir zunehmend gut aufgestellt und arbeiten hart an der Umsetzung, sowohl für unsere internationalen wie nationalen Partner. Speziell im ökologischen Bereich spielt uns die EU-Taxonomie mit ihren kommenden Berichtsanforderungen deutlich in die Karten. Aufgrund der sich bereits seit Ende 2023 anziehenden Bedarfssituation planen wir für 2024 vorsichtig mit einer kleinen Steigerung in Umsatz und Absatz, allerdings mit einer verbesserten Profitabilität und daher mit einem leicht positiven Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Dazu wurde ein Maßnahmenkatalog zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung erstellte, welcher konsequent umgesetzt und kontrolliert wird. Die finanzierenden Banken sind in die laufenden Prozesse eingebunden um eine gesicherte Finanzierung zu gewährleisten. Die getroffenen Maßnahmen zeigen im Jahr 2024 erste positive Effekte.

3.2 Chancenbericht und Risikobericht

Die Entwicklungen im deutschen und internationalen Gesundheitsmarkt werden weiterhin und zunehmend durch die nachfolgenden Hauptfaktoren bestimmt:

- die finanzielle Lage der Kranken- und Pflegekassen als Kostenträger mit einem hohen Druck zur Kosteneinsparung

- die demografische Entwicklung mit einer zunehmenden Alterung der Gesellschaft - ein großer Zuwachs entsteht in den nächsten Jahren durch "Alterseintritt" der 60er-Boomer Generation

- den immer späteren Eintritt der Pflegebedürftigen in immer bedürftigerem Zustand in die institutionelle Pflege

- im deutschen und internationalen Pflegemarkt wird - politisch gewollt - der Anteil der Pflegebedürftigen in häuslicher Pflege deutlich schneller wachsen

- besonders die hohe Zuzahlungsrate in der institutionellen Pflege belastet die Pflegebedürftigen bzw. deren Angehörige zunehmend

- Hauptkrankheitsbilder werden Demenz und Diabetes sein [6]

- die zunehmende Unterdeckung im Bedarf an Pflegepersonal

- der finanzielle Druck der Pflegeheimbetreiber/Gesellschaften steigt neben den erhöhten Beschaffungskosten für Material und Energie durch die diversen Stufen an Mindestlohn für Pflegekräfte

- die Bautätigkeit für neue Pflegeheime wird aufgrund der Kosten- und Materialsituation stark eingeschränkt sein - die Anzahl der Insolvenzen von Pflegeheimbetreibern wird dramatisch zunehmen

- der Lifecycle für Homecareprodukte wird so weit wie möglich erweitert, um die Kostenspirale zu reduzieren

- der zunehmende Bedarf an "medikalisierten" Ausprägungen bei Hilfsmitteln wie Pflegebetten

- der Bedarf an digitalen Diagnose-, Überwachungs- und Dokumentationstechnologien zur Unterstützung der Pflegebedürftigen und Pflegekräften

- der Druck der EU zum Einsatz nachhaltigerer Produkte wird langsam - dann schneller - steigen

- die Pflicht zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts für Unternehmen >50 Mio. € Umsatz wird alle größeren Medizinproduktehändler und -versorger ereilen

Pflegesysteme sowie die Allokation von Pflegeressourcen sind weltweit sehr unterschiedlich. Hier wird deutlich, dass die häusliche Pflege durch Familienmitglieder - in der Regel ungeschult und unbezahlt - weltweit den Eckpfeiler der Pflege darstellt und dadurch für die Wirtschaft als auch für den Einzelnen erhebliche Belastungen bedeutet.

Außerhalb der entwickelten, zumeist westlichen Länder sind die Systeme zur Unterstützung der Langzeitpflege bestenfalls lückenhaft. Trends in der Langzeitpflege zeigen in vielen Ländern eine Verlagerung von der Pflege in Heimen hin zur häuslichen Pflege: Ziel ist es, die Nachhaltigkeit der Pflegesysteme zu erreichen, indem die kostenintensive institutionelle Langzeitpflege-Infrastruktur verringert wird. Dabei wird der Anteil der Pflegebedürftigen in der häuslichen Pflege besonders in Deutschland weiterhin deutlich schneller wachsen. Insgesamt ist durch die demografische Entwicklung eine zunehmende Nachfrage nach Pflegebetten und -systemen zu erwarten. Mit unseren Produkten können wir sowohl im Inland als auch Ausland Lösungen für die häusliche und stationäre Pflege anbieten.

Durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen (Pflegestärkungsgesetz I, Pflegestärkungsgesetz II und III) wurden

bereits zusätzliche finanzielle Mittel in der Pflege in Deutschland zur Verfügung gestellt. Diese Mittel sind jedoch überwiegend dem kostensensitiven Marktsegment der häuslichen Pflege vorbehalten. Zusätzlich sollen Mittel für die Digitalisierung von Pflege und Pflegeprozessen zur Verfügung gestellt werden, wobei Höhe und Adressatenkreis noch definiert wird. Nach dem KHZG (Krankenhauszukunftsgesetz) für Kliniken wird auch für die Altenpflege ein entsprechendes Unterstützungspaket vom Staat erwartet. Zusätzliche Mittel für Pflege und Digitalisierung bieten zusätzliche Ertragschancen.

Als wesentliche Herausforderung für Bock sehen wir nach der Coronakrise die durch den Ukraine-Krieg bedingte Entwicklung der Beschaffungspreise und der Verfügbarkeit der Rohstoffe, insbesondere von Stahl, Aluminium, Holz, sowie die Komponenten-Preisentwicklung für Motoren und Energie an. Wir gehen von einem weiterhin sehr volatilen Preisumfeld aus. Die diversen politischen Einflüsse, wie z. B. Krieg in der Ukraine, Israel und weitere Krisen, Energie- und Rohstoffengpässe, Logistikengpässe, China/Taiwan sind nach einer gewissen Beruhigung derzeit schwer abzuschätzen.

Auch für die Personalkosten ist aufgrund der anhaltenden Inflation mit nennenswerten Lohn- und Gehaltsanpassungen zu rechnen. Dieser Herausforderung begegnen wir mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in den Produkten. Des Weiteren werden wir unsere Anstrengungen zur ökologischen und ökonomischen Optimierung der Produktlebenszyklen intensivieren, um unserer Verantwortung für Umwelt-, Mitarbeiter- und Kostenaspekte gerecht zu werden. Hier haben wir mit unserem regionalen Zugriff und unserer langen Geschichte eine gute Chance, uns auch weiter entsprechend zu positionieren. So kann im Rahmen des Refurbishings von Pflegebetten der immer proklamierte Standortnachteil Deutschland zum Wettbewerbsvorteil mutieren. Denn gerade die zentraleuropäischen Märkte wie NL, Deutschland, Österreich und Schweiz scheinen hier prädestiniert.

Das gesamte Umfeld stellt unsere Gesellschaft vor herausfordernde Aufgaben und wird unsere Entwicklung weiterhin nicht unerheblich beeinflussen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Um frühzeitig auf Veränderung regieren zu können, wurden die Controllingprozesse erweitert und werden fortwährend optimiert.

 

Verl, den 16.10.2024

Hermann Bock GmbH

gez. Klaus Bock

gez. Michael Zwick

[1] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/gesundheitswirtschaft-und-zwei-jahre-corona-pandemie.pdf?__blob=publicationFile&v=6

[2] DIHK-Gesundheitsreport 2023

[3] BGM/Themen/Gesundheitswirtschaft/bedeutung-der-gesundheitswirtschaft 5.4.2024

[4] Pflegemarkt.com/Fachartikel/pflegestatistik-2023/

[5] https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html;jsessionid=09980C5B9E73CBFD11D40F15E2448DDF.live732?nn=209016

[6] Prognose der vollstationären Plätze in Pflegeheimen - Pflegemarkt

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

HERMANN BOCK GMBH, VERL

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.154.319,97 2.584
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 59.278,00 63
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.278,00 63
II. Sachanlagen 1.040.395,00 1.322
1. technische Anlagen und Maschinen 364.743,00 588
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 675.652,00 710
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 24
III. Finanzanlagen 54.646,97 1.199
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 90,98 529
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 498
3. Sonstige Ausleihungen 4.504,09 122
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherung 50.051,90 50
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.108.962,83 7.057
I. Vorräte 2.167.946,64 3.226
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.805.830,18 3.407
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 6.000,00 (Vorjahr: TEUR 2)
- davon Forderungen gegen Gesellschafter: EUR 11.547,91 (Vorjahr: TEUR 34)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 135.186,01 424
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 115.620,09 99
- davon Disagio: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 1.235.541,54 717
E. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG (KAPG) 1.229.419,07 0
8.843.863,50 10.457

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 1.641
I. Gezeichnetes Kapital 324.000,00 324
II. Gewinnrücklagen 136.000,00 136
III. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.180.524,01 2.140
IV. Jahresfehlbetrag -2.869.943,08 -959
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.229.419,07 0
B. RÜCKSTELLUNGEN 4.651.892,84 3.478
C. VERBINDLICHKEITEN 4.191.970,66 5.338
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: EUR 2.647.038,25 (Vorjahr: TEUR 3.280)
8.843.863,50 10.457

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
TEUR
1. Rohergebnis 13.714.611,67 14.209
2. Personalaufwand -8.877.229,48 -9.242
a) Löhne und Gehälter -7.099.733,87 -7.467
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.777.495,61 -1.775
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -484.570,79 -442
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.770.278,69 -5.429
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 21
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.850,22 1
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -912.662,58 0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -85.493,04 -112
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/erstattete Steuern vom Einkommen und Ertrag 517.446,26 41
10. sonstige Steuern -3.616,65 -6
11. Jahresfehlbetrag -2.869.943,08 -959

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

HERMANN BOCK GMBH, VERL

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 892.484,47 26.700,00 0,00 0,00 919.184,47
892.484,47 26.700,00 0,00 0,00 919.184,47
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 4.763.291,54 13.139,65 0,00 0,00 4.776.431,19
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.321.799,51 158.761,14 24.000,00 0,00 4.504.560,65
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.072,85 16.080,00 -24.000,00 16.152,85 0,00
9.109.163,90 187.980,79 0,00 16.152,85 9.280.991,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 578.589,98 0,00 0,00 0,00 578.589,98
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 497.690,12 186.472,46 0,00 300.000,00 384.162,58
3. Sonstige Ausleihungen 121.537,95 29.519,83 0,00 146.553,69 4.504,09
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherung 50.051,90 0,00 0,00 0,00 50.051,90
1.247.869,95 215.992,29 0,00 446.553,69 1.017.308,55
11.249.518,32 430.673,08 0,00 462.706,54 11.217.484,86
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 829.227,47 30.679,00 0,00 859.906,47
829.227,47 30.679,00 0,00 859.906,47
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 4.175.271,54 236.416,65 0,00 4.411.688,19
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.611.433,51 217.475,14 0,00 3.828.908,65
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.786.705,05 453.891,79 0,00 8.240.596,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 49.999,00 528.500,00 0,00 578.499,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 384.162,58 0,00 384.162,58
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherung 0,00 0,00 0,00 0,00
49.999,00 912.662,58 0,00 962.661,58
8.665.931,52 1.397.233,37 0,00 10.063.164,89
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 59.278,00 63.257,00
59.278,00 63.257,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 364.743,00 588.020,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 675.652,00 710.366,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 24.072,85
1.040.395,00 1.322.458,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 90,98 528.590,98
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 497.690,12
3. Sonstige Ausleihungen 4.504,09 121.537,95
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherung 50.051,90 50.051,90
54.646,97 1.197.870,95
1.154.319,97 2.583.586,80

B. Allgemeine Angaben

Die Hermann Bock GmbH mit Sitz in Verl ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter der Nummer HR B 2654 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des HGB (§§ 238 bis 289 HGB) und des GmbH-Gesetzes.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden den steuerlichen Regelungen nach § 6 Abs. 2 EStG entsprechend im Zugangsjahr als Aufwand dargestellt. Aus Vereinfachungsgründen wird in der Handelsbilanz entsprechend verfahren.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet bzw. bei dauernder Wertminderung zu dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Entfallen die Gründe für eine dauernde Wertminderung, erfolgen Zuschreibungen auf den am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bis zur Höhe der Anschaffungskosten.

Roh,- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten angesetzt. Nicht in den Herstellungskosten enthalten sind Fremdkapitalzinsen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorge¬nommen. Sofern die durch retrograde Rechnung aus den Verkaufspreisen abgeleiteten beizulegenden Werte niedriger sind, werden diese angesetzt, so dass die Erzeugnisse und Handelswaren verlustfrei bewertet sind.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten wurde durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Teilwertverfahren unter Anwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" angesetzt. Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst (1,82 %), anstatt mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten 7 Jahre (1,74%). Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB liegt ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 8.577 vor. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,8% oder 2,0 % sowie in Einzelfällen erwartete Gehaltssteigerungen von 2,5 % berücksichtigt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtung dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit deren beizulegendem Wert mit der entsprechenden Rückstellung verrechnet. Grundsätzlich entsprechend wurde mit den zugehö¬rigen Aufwendungen und Erträgen verfahren.

Erstmals zum 31.12.2022 erfolgt die Bewertung und die Verrechnung der Rückdeckungsversicherung und der Pensionszusagen entsprechend des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021. Das Konzept bezieht sich jeweils auf diejenigen Teile der Pensionszusage und der Versicherungsleistung, deren Höhe und Zahlungsbedingungen übereinstimmen. Soweit die Zahlungsbedingungen übereinstimmen (kongruente oder teilweise kongruente Rückdeckung) wurde wahlweise nach dem sogenannten Primat der Passivseite vom Rückstellungswert ausgehend auch der deckungsgleiche Aktivteil entsprechend bewertet und anschließend verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem laufzeitadä-quaten, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst und sind unter Berücksichtigung von Preis- und Kosten¬steigerungen gebildet worden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern sind auf temporäre und quasi permanente Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, zu einem Steuersatz von 28,25 % angesetzt. Zudem wurden latente Steuern auf bestehende Verlustvorträge gebildet. Nach Saldierung der aktiven mit den passiven latenten Steuern, ist die sich daraus ergebende Steuerentlastung aktivisch ausgewiesen.

D. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Wir verweisen auf den unter A. aufgeführten Anlagespiegel.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 24) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 33) Vorsteuererstattungsansprüche, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter enthalten ein Verrechnungskonto mit einem Gesellschafter-Geschäftsführer (TEUR 12, Vorjahr: TEUR 34). Das Konto wird mit 2,0% über dem Basiszins verzinst.

3. Eigenkapital

Im Geschäftsjahr 2019 wurden eigene Anteile mit einem Nennwert von TEUR 36 erworben. Die eigenen Anteile werden in der Vorspalte "Nennbetrag eigener Anteile" offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der den Nennwert übersteigenden Betrag wurde mit den Rücklagen bzw. dem Bilanzgewinn verrechnet. Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Veränderung im Gezeichneten Kapital.

4. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind zum Teil durch Termingeld bei der Kreissparkasse Wiedenbrück gesichert. Das Termingeld dient der Absicherung der Verpflichtungen, ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und dient ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB). Der beizulegende Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten und beträgt TEUR 699 (Vorjahr: TEUR 699). Der Erfüllungsbetrag der mit dem Deckungsvermögen verrechneten Schulden beträgt TEUR 1.167 (Vorjahr: TEUR 1.253). Zu verrechnende Aufwendungen sind nicht angefallen. Die Erträge aus dem Sicherungsvermögen betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Weiterhin wurden Rückdeckungsversicherungen berücksichtigt, welche die Voraussetzungen für Deckungsvermögen erfüllen und mit der Pensionsrückstellung wie folgt verrechnet wurden:

Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden TEUR 758
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände TEUR 422
Zur Verrechnung zur Verfügung stehende Rückdeckungsversicherung TEUR 486

Da die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte mit dem Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte übereinstimmen, wird eine Angabe zu den Bewertungsannahmen unterlassen.

In den Pensionsrückstellungen sind Rückstellungen für einen Geschäftsführer und ein früheres Organmitglied enthalten. Zur weiteren Erläuterung der Zusammensetzung der Pensionsrückstellung wird auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben mit TEUR 1.890 (Vorjahr: TEUR 2.160) eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren, mit TEUR 757 (Vorjahr: TEUR 850) eine Laufzeit von weniger als einem Jahr und mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 270) eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren.

Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 48 mit einer Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren.

Ansonsten bestehen neben den üblichen Eigentumsvorbehalten aus Warenlieferungen Raumsicherungsübereignungen des Warenbestands sowie der Abtretung von Forderungen.

Sämtliche übrigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 486.

Die Gesellschaft hat von ihr genutzte Grundstücke und Gebäude von einem nahestehenden Unternehmen gepachtet. Die Pachtverträge laufen auf unbestimmte Dauer, die Pachtaufwendungen betragen TEUR 513 pro Jahr. Für die Jahre 2024 und 2025 beträgt die jährliche Miete (TEUR 385). Des Weiteren wird von der Gesellschaft ein Grundstück und Gebäude mit jährlichen Pachtaufwendungen von TEUR 78 bei einer Vertragslaufzeit bis zum 30.9.2028 genutzt.

7. Haftungsverhältnisse

In Höhe von TEUR 1.445 haftet die Hermann Bock GmbH aus einem Darlehensvertrag für Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens. Zusätzlich dazu wurden auch Raumsicherungsübereignungen des Warenbestands sowie die Abtretung von Forderungen vereinbart.

Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage als gegeben ein. Für die etwaige Inanspruchnahme des Darlehens wurde für 2023 eine Rückstellung gebildet.

8. Ausschüttungssperre

Es besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB in Höhe des ausgewiesenen Unterschiedsbetrags aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 54) sowie gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe der ausge¬wiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.236 (Vorjahr: TEUR 717).

E. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge/Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 263) im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 43) für die Grundwassersanierung. Für 2023 wurde eine Rückstellung für eine etwaige Bürgschaftsinanspruchnahme gebildet (TEUR 1.445) sowie TEUR 248 für sonstige periodenfremde Aufwendungen.

2. Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Erträge (Vorjahr: Aufwendungen) für Altersversorgung von TEUR -26 (Vorjahr: TEUR 129). Der Ertrag resultiert aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen.

3. Zinsen und ähnliche Erträge und Aufwendungen

Aus der Veränderung von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen resultieren Zinsaufwendungen von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 52).

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 21) Zinserträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

4. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Erträge von TEUR 519 (Vorjahr: TEUR 71) aus latenten Steuern.

F. Sonstige Angaben

1. Organe

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

- Herr Klaus Bock, Geschäftsführer für alle Bereiche, 33415 Verl

- Herr Michael Zwick, Geschäftsführer in den Bereichen Produktion, Finanzen, Vertrieb, Marketing, IT und Personal, 82110 Germering

Die Geschäftsführer haben Bezüge erhalten. Es wird auf die Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte neben dem Geschäftsführer in 2023 durchschnittlich 174 Mitarbeiter (ohne Auszubildende). Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB und gliederte sich wie folgt:

2023 2022
Kaufmännische Angestellte 37 42
Technische Angestellte 18 17
Fertigung/Montage 119 123
Gesamt 174 182

3. Anteilsbesitz

Es bestehen folgende Beteiligungen:

Name Sitz Beteiligungsquote Gehalten über
1. Hermann Bock Inc. Chicago/USA 100
2. HERMANN Bock SAS Vannes/Frankreich 100
3. Bock Digital Healthcare Verl 100
4. VISSEIRO GmbH Berlin 36,07 3.
Name Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
1. Hermann Bock Inc. 0 0
2. HERMANN Bock SAS -349 -4
3. Bock Digital Healthcare 399 -87
4. VISSEIRO GmbH -266 -916

4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft hat von der größenabhängigen Erleichterung des § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB

Gebrauch gemacht, nach der die Angaben über das Gesamthonorar des Abschlussprüfers unterbleiben können.

5. Ergebnisverwendung

Der Verlust des Geschäftsjahres wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Verl, 16. Oktober 2024

Hermann Bock GmbH

gez. Klaus Bock

gez. Michael Zwick

Hinweis: Der Jahresabschluss der Hermann Bock GmbH, Verl, wurde in der Gesellschafterversammlung vom 08.11.2024 festgestellt. Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlusspüfers

An die Hermann Bock GmbH, Verl

Prüfungsurteile

"Wir haben den Jahresabschluss der Hermann Bock GmbH, Verl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hermann Bock GmbH, Verl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgeselschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"

unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Wünnenberg, den 16. Oktober 2024

WPS Stratmann GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Ulrich Stratmann, Wirtschaftsprüfer"

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