Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 9128
Vorher
Vogel GmbH Konstruktion und Entwicklung
Eingetragen
19.7.1989
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand ist die Produktion und Entwicklung von Kunststoffteilen und die Konstruktion, die Entwicklung und der Handel von und mit Kunststoffspritzformen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dominik Vogel
seit 1.6.2015
Geschäftsführer
Karl Heinz Vogel
seit 6.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Vogel GmbH Kunststofftechnik
Germany
180.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vogel GmbH Kunststofftechnik

Neunkirchen am Sand, Ortsteil Speikern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen

Die Vogel GmbH Kunststofftechnik wurde am 13.4.1989 gegründet und hat ihren Sitz in Neunkirchen a. S..

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.

A.1. Geschäftstätigkeit

Unsere Geschäftstätigkeit umfasst die Herstellung und Montage von Kunststoffspritzgussteilen sowie die Herstellung und den Verkauf von Spritzgusswerkzeugen insbesondere für Auftraggeber der Automobilindustrie. Wir bieten unseren Kunden unter Einbeziehung von Kooperationspartnern die Übernahme kompletter Lieferketten von der Herstellung von Spritzgusswerkzeugen und Spritzgussteilen über die Beflockung, Lackierung und Montage einzelner Komponenten.

A.2. Forschung und Entwicklung

Eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind in unserem Unternehmen als Zulieferer insbesondere für Kunden der Automobilindustrie nicht erforderlich. Allerdings sind wir auf Wunsch unserer Auftraggeber in der Lage, in unserem Technikum Werkzeugoptimierungen, projektspezifische Testläufe, Vorserien- und Prototypenprojekte durchzuführen.

A.3. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen sind nicht vorhanden.

B. Wirtschaftsbericht

B.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Kalenderjahr 2023 wie bereits im Vorjahr herausfordernd. Neben dem bereits im Jahr 2022 ausgebrochenen Krieg in der Ukraine wird die weltweite Sicherheitslage durch den im Gazastreifen entfachten Konflikt weiter geschwächt. Hinzu kommen die höheren Finanzierungskosten, die unter anderem durch die restriktiven, geldpolitischen Maßnahmen der Zentral- und Notenbanken verursacht sind.

Das Berichtsjahr 2023 schloss lt. einer Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Januar 2024 mit einem Anstieg des weltweiten realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,1 % ab. Somit verringerte sich das Wachstum des realen BIP gegenüber des geschätzten Vorjahreswertes um mit 0,3 %. Der Rückgang ist insbesondere auf das schwache Wirtschaftswachstum in Europa zurückzuführen. Besonders Asien (ohne Japan) konnte dahingegen ein zum Vorjahr verbessertes Wachstum von + 5,4 % zeigen.

Auf Grund hoher Inflationsraten und damit einhergehendem Nachfragerückgang erfuhr das Wachstum der Wirtschaftsleistung Europas im Jahr 2023 einen Rückgang. Während das reale BIP in Europa im Jahr 2022 ein Wachstum von 3,5 % aufwies, wuchs die europäische Wirtschaft im Jahr 2023 nur um 0,5 %. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im Berichtsjahr 2023 lt. Schätzung des IWF um 0,3 %. Das deutsche reale BIP sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Deutschland blieb damit hinter europäischen Staaten, wie z.B. Frankreich (+ 0,8 %) oder Spanien (+ 2,4 %) zurück.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Automobilsektor hatten ebenfalls mit den gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen. Allerdings konnten deutliche Wachstumsraten in der Automobilbranche verzeichnet werden. Diese waren insbesondere durch verbesserte Lieferbedingungen innerhalb der Lieferketten, und durch Nachholeffekte der schwachen Vorjahre bedingt. Die Folgen hieraus waren, dass lt. Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) im Berichtszeitraum auf dem europäischen PKW-Markt 14 % mehr Fahrzeuge zugelassen wurden als im Vorjahr 2022. Diese Wachstumsrate wurde nur vom mexikanischen Light-Vehicle-Markt übertroffen, welcher im Berichtsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr 2022 um 25 % zulegen konnte.

Die inländische Pkw-Produktion konnte sich im Berichtsjahr 2023 um 18 % steigern. Trotz dieser Wachstumsrate blieb die Produktion hinter den Produktionszahlen des Jahres 2019 (vor Ausbruch der Corona-Pandemie) um 12 % zurück.

Eine Differenzierung hinsichtlich der Antriebstechnologien der Pkws ist in unserem Fall nicht zwangsläufig vorzunehmen, da die von uns produzierten Teile für das Interieur und Exterieur bestimmt sind. Demnach ist unser Produkt in dieser Betrachtungsweise technologieunabhängig.

B.2. Geschäftsverlauf

Die Entwicklung der Automobilbranche hat für uns als Automobilzulieferer unmittelbare Auswirkung auf unser Unternehmen. Steigende Absatzzahlen führen zu steigenden Abrufzahlen für unsere Produkte und beeinflussen in der Regel unsere Wettbewerbssituation.

Unsere bisherige Einschätzung, dass die politisch und ökologisch getriebene Veränderung der Mobilität, weg vom Verbrennungsmotor hin zu alternativ angetriebenen Fahrzeugen für uns zumindest kein Nachteil ist, können wir aus der Erfahrung der letzten Jahre bestätigen. Als Zulieferer für Interieur- und Exterieur-Teile sind technische Veränderungen innerhalb der Industrie für uns unerheblich.

Die allgemein verzeichneten Nachholungseffekte, welche bereits vorangehend erwähnt wurden, wirkten sich auch in Deutschland aus. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes kam es in Deutschland im Berichtsjahr 2023 zum Anstieg der PKW-Zulassungszahlungen um 7,3 %.

Die dargelegten gesamtwirtschaftlichen und in der Branche vorherrschenden Umstände führten auch bei uns zu einem zufriedenstellenden Geschäftsverlauf des Jahres 2023, in welchem wir uns steigern konnten. Wir konnten unsere Geschäftsplanung 2023 erreichen und unsere Volumina erhöhen.

B.3. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Vogel GmbH Kunststofftechnik verbesserte sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber den Vorjahren.

B.3.a Ertragslage

Wir haben 2023 ein Rohergebnis von 9.161,83 TEUR (VJ 8.749,35 TEUR) und einen Jahresüberschuss nach Steuern von 701,58 TEUR (VJ 566,71 TEUR) erzielt. Das entspricht einer Rendite vom Rohergebnis in Höhe von + 7,66 % (VJ + 6,48 %)

Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) betrug + 959,68 TEUR (VJ + 739,11 TEUR), der EBITDA betrug 1.693,95 TEUR (VJ 1.460,53 TEUR).

Die Gesamtleistung = Herstellung von Kunststoffspritzteilen (+ 8,62 %) und Projektgeschäft (+ 48,33 %) - wuchs im Berichtszeitraum um 12,20 %.

Der Personalaufwand zzgl. des Aufwandes für Leiharbeitnehmer erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 4,95 %. Der Anstieg ist auf inflationsbedingt gestiegene Lohn- und Lohnnebenkosten sowie eine höhere Kapazitätsauslastung zurückzuführen.

Die Personalaufwandsquote, gemessen an der Gesamtleistung betrug 24,89 % (VJ 26,24 %).

Das Finanzergebnis (- 171,72 TEUR) konnte annähernd auf dem Vorjahreswert (- 169,04) gehalten werden. Der marginale Anstieg des Finanzergebnisses von 1,25 % hat seinen Ursprung in einem Anstieg der Zinsaufwendungen um 8,96 %.

Absatz und Produktion

Unser Kerngeschäft besteht in der Produktion und in der Veredelung von Kunststoffspritzteilen insbesondere für die Automobilindustrie sowie seit einigen Jahren in der Herstellung und den Verkauf von Spritzgussformen (Projektgeschäft), welche durch Kooperationspartner gefertigt werden.

Die Aufträge und der Umsatz der Sparte "Produktion von Kunststoffspritzteilen" sind in der Regel mehrjährige Aufträge, für welche sich Umsatzveränderungen daraus ergeben, dass die Abrufzahlen der Auftraggeber von den abgesetzten Fahrzeugen abhängen und dadurch Schwankungen unterliegen. Trotz der weiterhin gegenüber den Vor-Krisenjahren weltweit geringeren Produktion von Fahrzeugen bei unseren Kunden und den damit verbundenen immer noch reduzierten Abrufzahlen konnte unsere Leistung in dieser Sparte gegenüber dem Vorjahr 2022 um 8,62 % gesteigert werden.

Bei den Aufträgen für die Herstellung von Spritzgussformen (Projektgeschäft) handelt es sich um Einzel-Projektaufträge, welche langfristig gefertigt werden und - je nach Fertigstellung - zu Umsatzschwankungen und zu bewertungsrechtlichen Verlagerungen erzielter Gewinne zwischen den Jahren führen. Im Geschäftsjahr 2023 steigerte sich die wirtschaftliche Leistung im Projektgeschäft um 48,33 % im Vergleich Vorjahr.

Beschaffung/Material

Die zu verwendenden Materialien für die Produktion der Kunststoffspritzteile werden häufig von den Kunden in genauer Zusammensetzung bestimmt und teilweise auch beigestellt. Die Preise unterliegen den Marktgegebenheiten und werden in der Regel für die bestehenden Aufträge fest vereinbart.

Die Preise für Fremdleistungen zur Veredelung der Teile (Lackieren, Flocken) werden in Abhängigkeit vom erzielbaren Gesamtpreis des einzelnen Produktes mit den Veredlern vereinbart.

Für das Projektgeschäft erfolgen projektbezogene Einkaufskalkulationen. Im Projektgeschäft ist es häufig üblich, Anzahlungen zu leisten, welche von uns über eine gesonderte Projektfinanzierungs-Kreditlinie abgewickelt werden.

Bei unseren Geschäftspartnern handelt es sich zum Teil um Verbundunternehmen, zum Teil um Fremdunternehmen. Aufgrund meist langjähriger und störungsfreier Geschäftsbeziehungen war die jederzeitige Belieferung sowohl seitens der Lieferanten als auch seitens der Veredler bzw. Formenbauer gewährleistet.

Der Materialeinsatz für die Sparte "Kunststoffspritzteile" ist im Zuge der erhöhten wirtschaftlichen Leistung und unter Abmilderung der Energiekosten (u.a. staatliche Preisbremsen) um 10,88 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Der Materialeinsatz für das Projektgeschäft steigerte sich auf Grund der gestiegenen Spartenleistung um 59,91 %.

Insgesamt betrug die Materialaufwandquote 58,71 % (VJ 56,66 %).

B.3.b Finanzlage

Entwicklung der Cashflows

Der Cashflow aus den drei Bereichen Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit stellt sich wie folgt dar

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.967,26 943,89
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -184,36 -82,68
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.110,81 -1.180,53

Liquiditätsentwicklung

Infolge von planmäßigen und kontinuierlichen Darlehenstilgungen und der Rückführung der projektbezogenen Finanzierungslinien konnten wir im Berichtsjahr 2023 die Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten um insgesamt 1.408,40 TEUR reduzieren. Dadurch verminderte sich der Verschuldungsgrad zum 31.12.2023 auf 84,13 % (VJ 146,26 %).

Die Beschaffung von kurz- und mittelfristigen Kreditmitteln für Investitions- und Projektfinanzierung ist uns bis jetzt jederzeit möglich gewesen. Hierbei partizipieren wir von den Vorteilen unseres Firmenverbundes.

Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

B.3.c Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Vogel GmbH Kunststofftechnik belief sich zum Bilanzstichtag auf 10.129,58 TEUR. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 um 14,32 % vermindert.

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil von 38,91 % (VJ 36,24 %) des Anlagevermögens an der Bilanzsumme gekennzeichnet.

Betriebsnotwendige Investitionen werden der tatsächlichen Geschäftsentwicklung entsprechend vorgenommen. Die abgeschlossenen Investitionen in das Anlagevermögen des Jahres 2023 führten zu einem Investitionsaufwand von 174,81 TEUR, welche vollständig aus eigenen Mitteln finanziert wurden. Zusätzlich wurden im Jahr 2023 Fahrzeuge mit einem Anschaffungswert von 157,16 TEUR mittels Leasingfinanzierung bzw. Mietkauf angeschafft.

Das Umlaufvermögen und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten verringerten sich um 17,95 % und betrugen 61,04 % (VJ 63,74 %) der Bilanzsumme. Als Ursache für das vorbezeichnete Sinken kann die Reduktion der Vorratsbestände und ein geringerer Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen genannt werden. Auf die Vorräte entfallen 29,52 % (VJ 34,26 %) der Bilanzsumme. Die Forderungsquote aus Lieferungen und Leistungen betrug zum Bilanzstichtag 25,12 % (VJ 25,24 %) der Bilanzsumme.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Spritzteile sanken im Vergleich zum Vorjahr um 8,44 %. Der Bestand an teilfertigen Formen reduzierte sich um 50,64 % im Vergleich zum Vorjahr.

Das Eigenkapital inkl. der Sonderposten hat sich um 699,24 TEUR auf 5.500,31 TEUR erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 54,30 % (VJ 40,61 %). Auf kurzfristiges Fremdkapital inkl. Rückstellungen entfallen 39,95 % der Bilanzsumme (VJ 51,01 %) und 5,75 % (VJ 8,38 %) der Bilanzsumme entfallen auf mittelfristiges Fremdkapital. Langfristiges Fremdkapital liegt, wie bereits im Vorjahr, nicht vor.

B.3.d Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das Thema Nachhaltigkeit ist der Gesellschaft wichtig und wird auch als eines der Schlüsselkriterien für eine erfolgreiche Zukunft gesehen. Auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität sind wir als Zulieferer der Automobilindustrie stark an die Vorgaben und Entwicklungen unserer Auftraggeber gebunden. Dort liegt zurzeit das Hauptaugenmerk bei der Reduktion des CO 2 - Fußabdrucks eines Fahrzeugs sowohl während der Nutzungsphase/einem Lebenszyklus als auch bei Einführung neuer Antriebstechnologien, sowie bei der Herstellung und dem Recycling verwendeter Materialien.

Soweit wir die an uns gerichteten Vorgaben beeinflussen können, handeln wir vor diesem Hintergrund proaktiv um dem stärker werdenden Wunsch seitens der Kunden und anderer Stakeholder nach einem nachgewiesenen und bewussten Umgang mit jeglichen Ressourcen gerecht zu werden und einen Vorteil im Wettbewerb zu erlangen.

Wir verfügen über ein nach ISO 50.001 zertifiziertes Energiemanagement.

Derzeit bauen wir über unseren gesamten Firmenverbund ein Umweltmanagementsystem auf. Für die Vogel GmbH Kunststofftechnik liegt seit Dezember 2023 eine Zertifizierung nach ISO 14.001 für das Umweltmanagementsystem vor. Für das Jahr 2024 wird die vollständige Zertifizierung innerhalb des Firmenverbundes nach ISO 14.001 angestrebt.

Von einem namhaften Kunden wurden wir bereits erfolgreich einem Nachhaltigkeitsaudit unterzogen, welches dort als Grundlage für den Nachweis der Nachhaltigkeit unserer Produktionsleistungen dient.

B.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Nachdem wir im Jahr 2022 mit den Auswirkungen des Material- und Rohstoffmangels infolge des Ukraine-Krieges betroffen waren, stabilisierte sich der Beschaffungsmarkt und unsere wirtschaftliche Lage im Jahr 2023.

Mit dem Erfolg des abgelaufenen Jahres sind wir in Anbetracht der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zufrieden. Wir sind in der Lage, das Fremdkapital durch auskömmliche Ergebnisse planmäßig zurückzuführen, so dass unser Unternehmen eine solide Eigenkapitalausstattung aufweist.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

C.1. Prognosebericht

Der Ukrainekrieg sowie der im Jahr 2023 ausgebrochene Konflikt im Nahen Osten haben die Unsicherheiten in der Weltpolitik verschärft.

Auch wenn durch den Zusammenhalt der westlichen Staatengemeinschaften bisher das Schlimmste verhindert werden konnte, haben sich die globalen Wachstumsaussichten seither eingetrübt. Der IWF stellt in seinem Bericht zur Lage der Weltwirtschaft vom Januar 2024 in Deutschland eine Wachstumsprognose von - 0,5 % auf, in der gesamten Eurozone von + 0,9 % und weltweit von + 3,1 %.

Die Entwicklung der Finanzmärkte sowie die Auswirkungen der weltweiten Inflation auf das Käuferverhalten ist derzeit nicht absehbar. Das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft bleibt herausfordernd. Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und somit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum.

Obwohl der Absatzmarkt für PKWs im Jahr 2023 auch in Deutschland einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum erfuhr, kann nicht seriös eingeschätzt werden, mit welchen Abrufzahlen wir im Verlauf des Jahres 2024 rechnen können. Für unsere Prognoseberechnungen 2024 gehen wir von gegenüber 2023 sinkender Auslastung aus. Die bestehende Auftragslage sichert uns ab dem Jahr 2025 eine bessere Produktionsauslastung.

Wegen der vorhandenen längerfristigen Energielieferverträge mit unserem Energieversorger waren wir bis Ende 2023 von den Strompreissteigerungen noch nicht betroffen. Ab dem Jahr 2024 mussten neue Verträge zum Bezug unseres Industriestromes verhandelt werden, deshalb werden sich ab 2024 unsere Energiekosten voraussichtlich erhöhen.

Dank unserer straff organisierten Unternehmensstruktur waren wir in der Vergangenheit stets in der Lage, besonderen Anforderungen mit besonderen Maßnahmen entgegenzutreten. Die Corona-Pandemie haben wir unter Zuhilfenahme staatlicher Fördermaßnahmen stabil überstanden. Die weltpolitisch und - weltwirtschaftsbedingten Folgeprobleme von Lieferengpässen, Absatzeinbrüchen und inflationsbedingten Kostensteigerungen konnten wir mit Hilfe unserer guten Kunden- und Lieferantenbeziehungen lösen, so dass wir trotz aller Widrigkeiten davon ausgehen, dass wir auch zukünftig unser tragfähiges Geschäftsmodell fortführen können.

C.2. Risikobericht

C.2.a geopolitische Risiken

Wir waren und sind von den Auswirkungen des Ukraine-Krieges und des Nah-Ost-Konflikts nur bedingt betroffen. Bestehende und potenzielle Auswirkungen werden sowohl im Prognose-, als auch im Risikobericht im Einzelnen erläutert.

C.2.b Risikomanagementziele und -methoden

Allgemeine Risikomanagementmethoden

Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Evtl. auftretende kritische Potenziale werden durch die stark inhabergestützte Unternehmensführung und eine große Nähe der Geschäftsleitung zu den betrieblichen Abläufen frühzeitig erkannt und stetig verändert. Wir sind nach ISO 9001:2015 und seit 2018 auch nach IATF 16949:2016 zertifiziert, die Produktions- und Unternehmenssteuerung erfolgt auf Grundlage dieser Qualitätsmanagementsysteme sowie unter Einsatz unseres ERP-Systems.

Neben einer aussagefähigen Finanzbuchhaltung und einem detaillierten monatlichen Reporting-System verfügt die Gesellschaft über eine Kostenträgerrechnung für nahezu jedes produzierte Teil, welche einen umfassenden Überblick über die Plan-Ergebnisse einzelner Produkte verschafft. Außerdem verfügen wir über branchenübliche Überwachungsmechanismen zur Steuerung der Auslastung und des Produktionsbereichs.

Wir beobachten engmaschig die Entwicklung der Ertrags- und Liquiditätslage, um frühzeitig Störungen zu erkennen.

C.2.c Preisänderungsrisiken

Da wir mit unseren Kunden langfristige Lieferverträge vereinbaren, ist die Reaktion auf volatile Kostenentwicklungen nur bedingt möglich. Folglich können wir nicht jede eintretende Veränderung in unserer Wertschöpfungskette an den Kunden weitergeben. Um dieses Risko zu minimieren, sind wir stets bestrebt, selbst langfristige Verträge mit unseren Lieferanten abzuschließen, um eine planbare Kostenstruktur vorhalten zu können. Daneben analysieren wir fortlaufend unsere internen Kostenstrukturen, um bei der Vereinbarung von Neuaufträgen stets zu aktuellen Konditionen kalkulieren zu können.

C.2.d Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die allgemeinen branchenbedingten Risiken rückläufiger Absatzzahlen bzw. Änderung der Technologien für das von uns bediente Segment der PKWs sind nach wie vor gegeben, da z.B. durch die in der EU und in den USA verfolgte restriktive Geldpolitik zunächst mit einem verhaltenen Konsumverhalten zu rechnen ist. Das Risiko von Forderungsausfällen gegenüber unseren Kunden ist ebenfalls gegeben, da diese ebenfalls von der Nachfrage der Automobilhersteller und folglich von der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage abhängig sind. Forderungsausfälle haben wir allerdings nicht versichert, da wir in der Regel mit namhaften OEMs zusammenarbeiten, für welche wir einen Forderungsausfall als unwahrscheinlich ansehen.

Wettbewerbsrisiken könnten dadurch auftreten, dass Mitbewerber aufgrund wirtschaftlichen Drucks unsere Preise unterbieten und dadurch Aufträge nicht generiert werden könnten.

Produktrisiken

Unser wesentliches Geschäft erbringen wir als Zulieferer für die Automobilindustrie. Dadurch sind wir in einer starken Branchenabhängigkeit.

Wir entwickeln keine eigenen Produkte, sondern fertigen nach den Vorgaben unserer Auftraggeber. Wir sind für unsere hohe Qualität bekannt und müssen daher auch einen hohen Anspruch an uns gelten lassen. Unsere Auftraggeber unterziehen uns daher einer sehr strengen Qualitätskontrolle, welcher wir durch die Vorhaltung spezieller Qualitätssicherungsmaßnahmen begegnen.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Unsere größeren Investitionen tätigen wir dann, wenn unsere Auslastung und die damit einhergehenden Margen dies erlauben. Mittel- und langfristige Investitionen werden durch entsprechende Fremdfinanzierung vorgenommen. Insofern die Möglichkeit besteht, finanzieren wir in der Regel durch Leasing- bzw. Mietkauffinanzierung. Kleinere Investitionen werden aus Eigenmitteln bestritten.

Ein Finanzierungsrisiko könnte nur dann auftreten, wenn unsere Auslastung insoweit sinkt, dass Raten für bereits laufende Kredite nicht mehr aus der Produktivität oder aus unserem Eigenkapital bedient werden könnten.

Personalrisiken

Ein immer größer werdendes Produktions- und Kostenrisiko ist nach wie vor der Arbeits- und Fachkräftemangel, welcher auch bei uns gegeben ist. Wir verfügen über ein erfahrenes Stammpersonal, welches uns in die Lage versetzt, kurzfristige Personalengpässe zu überbrücken.

Die Anhebung des Mindestlohnes sowie die inflationäre Entwicklung wird die Personalkosten weiter ansteigen lassen. Inwieweit ein Ausgleich durch Produktpreiserhöhung zu erreichen ist, bleibt abzuwarten.

Um das Personal in Zeiten temporärer niedriger Produktionsauslastung weiter beschäftigen zu können, nehmen wir bei Bedarf das Mittel der Anordnung von Kurzarbeit in Anspruch.

Bestandsgefährdende Risiken

Aktuell sehen wir trotz der aufgeführten Betriebsrisiken für uns keine bestandsgefährdenden Risiken.

Inwieweit die weltpolitische Lage, insbesondere der Ukraine Krieg und der Konflikt im Nahen Osten die Gesamtwirtschaft und damit auch uns erfasst, ist weiterhin nicht prognostizierbar. Wir sind zuversichtlich, aufgrund unserer guten Marktposition und dem starken Engagement unseres Managements auch diese Krisen zu bewältigen.

Sonstige Bestandsgefährdungspotentiale

Von unseren Geldgebern (Banken) werden wir über die gesamte Firmengruppe als eine wirtschaftliche Einheit betrachtet. Daraus resultiert, dass jede Kreditvergabe mit der Bedingung verbunden ist, dass alle Verbundunternehmen eine Mithaftung zeichnen.

Das daraus resultierende Risiko wird von uns derzeit als nicht bestandsgefährdend erachtet, da sämtliche Partnerunternehmen in der Lage sind, die dieser Haftung zugrunde liegenden Verpflichtungen zu bedienen.

C.3. Chancenbericht

Unsere Chance für die Zukunft sehen wir darin, dass wir als bei großen OEMs und Autoherstellern anerkannte und zertifizierte Zulieferer für Exterieur und Interieur unabhängig von eigenem technischen Entwicklungsaufwand neue Aufträge zur Teilefertigung generieren können.

Unsere Geschäftspolitik werden wir im Wesentlichen unverändert beibehalten.

 

Neunkirchen am Sand, den 31. März 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.941.755,04 4.285.029,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.967,00 1.561,00
II. Sachanlagen 3.935.788,04 4.283.468,37
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.965.096,94 3.122.784,27
2. technische Anlagen und Maschinen 584.666,00 813.755,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 280.117,00 251.107,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 105.908,10 95.822,10
B. Umlaufvermögen 6.174.069,49 7.529.842,93
I. Vorräte 2.787.948,88 3.468.904,54
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 202.356,00 581.650,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.384.396,07 4.059.822,86
1. Forderungen gegen Gesellschafter 299.673,09 531.216,62
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 125.000,00 375.000,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 446.959,30 477.722,51
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.637.763,68 3.050.883,73
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.724,54 1.115,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.016,61 5.748,14
D. Aktive latente Steuern 4.742,00 2.244,00
Aktiva 10.129.583,14 11.822.864,44

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.469.550,15 4.767.965,80
I. Gezeichnetes Kapital 180.000,00 180.000,00
II. Kapitalrücklage 975.000,00 975.000,00
III. Gewinnvortrag 3.612.965,80
IV. Jahresüberschuss 701.584,35
V. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 3.612.965,80
davon Gewinn-/Verlustvortrag 3.046.252,11
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 30.758,05 33.097,09
C. Rückstellungen 731.240,20 820.407,97
D. Verbindlichkeiten 3.898.034,74 6.201.393,58
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.875.696,46 3.284.096,62
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.313.196,46 2.331.086,31
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 562.500,00 953.010,31
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 237.513,56 619.677,82
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 237.513,56 619.677,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 489.144,07 674.981,16
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 489.144,07 674.981,16
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.295.680,65 1.622.637,98
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.275.614,45 1.584.443,46
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 20.066,20 38.194,52
Passiva 10.129.583,14 11.822.864,44

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.161.835,21 8.749.353,63
2. Personalaufwand 5.468.750,73 5.137.898,27
a) Löhne und Gehälter 4.496.994,26 4.229.670,13
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 971.756,47 908.228,14
3. Abschreibungen 517.848,89 522.786,84
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 517.848,89 522.786,84
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.035.064,00 2.170.695,77
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 0,47
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.695,13 29.023,31
davon aus verbundenen Unternehmen 10.758,72 10.685,52
davon Erträge aus Abzinsung 7.544,74 6.524,97
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 216.420,16 198.628,14
davon an verbundene Unternehmen 11.718,76 14.765,63
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 258.098,78 172.398,46
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.498,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 732,00
8. Ergebnis nach Steuern 710.347,78 575.969,46
9. sonstige Steuern 8.763,43 9.255,77
10. Jahresüberschuss 701.584,35 566.713,69
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.046.252,11
12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 3.612.965,80

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn-und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Vogel GmbH Kunststofftechnik
Firmensitz laut Registergericht: Neunkirchen a. Sand
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Nürnberg
Register-Nr.: HRB 9128

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw., soweit erforderlich, mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

In die Herstellungskosten fertiger und unfertiger Produkte wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Rückzahlungsbetrag offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt, da den Anzahlungen Vorräte zugeordnet worden konnten.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für Forderungsausfälle wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1% gebildet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Der Anlagespiegel ist am Schluss des Anhangs als Anlage zum Anhang beigefügt.

Angabe zu Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 443,37 (VJ TEUR 474,43) und Forderungen aus Bürgschaftsprovisionen in Höhe von TEUR 3,59 (VJ TEUR 3,30).

Sonstige Vermögensgegenstände

Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:

TEUR
Versicherungen anteilig für 2023 2,96
Erw. und Nutzungsüberl. WG 5,84
Leasingsonderzahlungen Abgrenzung über die Laufzeit 0,21
Gesamt 9,01

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 4,74 TEUR für bilanzierte aktive latente Steuern.

Rückstellungsspiegel

Art der Rückstellung 31.12.2022
TEUR
Inanspruchnahme
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
31.12.2023
TEUR
Steuerrückstellungen
Gewerbesteuerrückstellung 55,10 55,10 0,00 25,65 25,65
Körperschaftsteuerrückstellung 94,14 94,14 0,00 40,38 40,38
149,24 149,24 0,00 66,03 66,03
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 35,00 35,00 0,00 52,18 52,18
Sonstige Rückstellungen HK Formen 0,00 0,00 0,00 50,00 50,00
Sonstige Rückstellungen WE Projekte 25,65 4,00 0,00 7,63 29,28
Rückstellung Personalkosten 56,00 56,00 0,00 23,61 23,61
Urlaubs-Rückstellung 137,96 137,96 0,00 96,36 96,36
Rückstellung Gewährleistung 23,65 23,57 0,00 36,75 36,83
Rückstellung Jahresabschluss/Prüfung 68,70 38,68 11,26 41,52 60,28
Rückstellung Aufbewahrungsverpfl. 324,21 7,54 0,00 0,00 316,67
671,17 302,74 11,26 308,05 665,21
Summe 820,41 451,98 11,26 374,08 731,24

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 18,75 (VJ TEUR 14,79) und solche, die gleichzeitig sonstige Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 470,40 (VJ TEUR 660,19).

Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 1.948,92.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.875,70 sind in einer Höhe von TEUR 1.875,70 durch eingetragene Grundschulden, durch Forderungsabtretungen sowie durch Sicherungsübereignung von Warenbeständen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit einem Wert in Höhe von TEUR 73,23 durch Sicherungsübereignung fremdfinanzierter Wirtschaftsgüter des Anlage- und Umlaufvermögensvermögens gesichert.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Wir haften für Kontokorrentkreditrahmen in Höhe von maximal TEUR 4.150,00 die auf unseren eigenen Kontokorrentkonten, sowie auf fremden Kontokorrentkonten außerhalb unserer Gesellschaft von verbundenen Unternehmen und von der Gesellschafterin in Anspruch genommen werden können. Die Kontokorrentlinien waren zum 31.12.2023 wie folgt in Anspruch genommen:

TEUR
durch die Gesellschafterin 0,00
durch verbundene Unternehmen 472,98
durch eigene Inanspruchnahme 925,09

Zusätzlich bestehen weitere Haftungsverhältnisse gegenüber Kreditinstituten aus diversen gesamtschuldnerischen Mitverpflichtungen wie folgt:

TEUR
gegenüber Gesellschafterin 423,25
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.728,49

Die vorstehenden Haftungsverhältnisse wurden nicht bilanziert, da die Begünstigten nach aktuellen Erkenntnissen in der Lage sind, die den Mitverpflichtungen zugrunde liegenden Verbindlichkeiten störungsfrei zu bedienen.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird aufgrund der Vergangenheitserfahrung (bisher kein Fall) als minimal angesehen.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 2.449,11 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

TEUR
Leasingverpflichtungen 103,82
Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen 115,20
Erbpachtverpflichtung 174,24
Bestellobligo aus Abnahmeverpflichtungen 521,00
aus Investitionen -
aus Warenbestellungen 1.534,85
davon Verpflichtungen gegenüber Gesellschafterin: 563,20
davon Verpflichtung gegenüber Dritten: 1.885,91

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 114,75
Angestellte 16,25
leitende Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 132,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 129,75
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 2,25

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Karl Heinz Vogel ausgeübter Beruf: Formenbauer
Weitere Geschäftsführer: Dominik Vogel ausgeübter Beruf: Kaufmann

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 300.379,32 7.948,02 2.355,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 300.379,32 7.948,02 2.355,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.142.535,18 7.251,67 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.250.846,44 35.704,65 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.528.542,91 126.006,22 253.665,33
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 95.822,10 10.086,00 0,00
Summe Sachanlagen 12.017.746,63 179.048,54 253.665,33
Summe Anlagevermögen 12.318.125,95 186.996,56 256.020,33
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 305.972,34
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 305.972,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.149.786,85
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.286.551,09
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.400.883,80
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 105.908,10
Summe Sachanlagen 0,00 11.943.129,84
Summe Anlagevermögen 0,00 12.249.102,18
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 298.818,32 3.541,02 2.354,00 0,00 300.005,34
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 298.818,32 3.541,02 2.354,00 0,00 300.005,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.019.750,91 164.939,00 0,00 0,00 2.184.689,91
2. technische Anlagen und Maschinen 4.437.091,44 264.793,65 0,00 0,00 4.701.885,09
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.277.435,91 84.575,22 241.244,33 0,00 1.120.766,80
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 7.734.278,26 514.307,87 241.244,33 0,00 8.007.341,80
Summe Anlagevermögen 8.033.096,58 517.848,89 243.598,33 0,00 8.307.347,14
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5.967,00 1.561,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 5.967,00 1.561,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.965.096,94 3.122.784,27
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 584.666,00 813.755,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 280.117,00 251.107,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 105.908,10 95.822,10
Summe Sachanlagen 0,00 3.935.788,04 4.283.468,37
Summe Anlagevermögen 0,00 3.941.755,04 4.285.029,37

sonstige Berichtsbestandteile

 

Neunkirchen/Speikerm, den 29.07.2024

gez. Karl Heinz und Dominik Vogel

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.07.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Vogel GmbH Kunststofftechnik, Neunkirchen am Sand

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vogel GmbH Kunststofftechnik, Neunkirchen am Sand, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vogel GmbH Kunststofftechnik, Neunkirchen am Sand, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Köln, den 02.07.2024

Fabig Formhals Lehmkühler GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bastian Lehmkühler, Wirtschaftsprüfer

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