Heicon Service Gesellschaft mbHLiquidiert

03222 Lübbenau/Spreewald, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 7323
Eingetragen
8.6.2005
Branche
Herstellung von MetallkonstruktionenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Ausbauelementen aus Metall
Gegenstand
Planung und Herstellung von Metallkonstruktionen, Planung und Herstellung von Metallteilen für Oberleitungsanlagen, Planung und Errichtung von Oberleitungsanlagen, Herstellung von Spezialmessmitteln und -geraten.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Robert Rösner
seit 5.8.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
138.900 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Heicon Service Gesellschaft mbH

Lübbenau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht

1. Geschäftsverlauf / Überblick 2015

a. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für die Darstellung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage wird auf die Ausführungen des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie zurückgegriffen, welche hier verkürzt wiedergegeben werden.

Das deutsche Bauhauptgewerbe schließt das Baujahr 2015 mit einem Umsatzplus von 1,6 % ab. Damit bleibt das Jahresergebnis nur wenig hinter der Verbandsprognose zu Jahresbeginn 2015 von plus 2 % zurück.

Der Wohnungsbau war auch 2015 die stärkste Stütze der Baukonjunktur: Der Umsatz aller Betriebe legte um 2,9 % zu. Diese Bausparte hat im vergangenen Jahr von den - nach wie vor - niedrigen Zinsen, der guten Arbeitsmarktlage und der gestiegenen Nachfrage nach Wohnraum - insbesondere in Ballungsgebieten - profitiert.

Der Wirtschaftsbau konnte das Baujahr mit einem - wenn auch nur leichten - Plus abschließen: Der Umsatz aller Betriebe lag um 0,6 % über dem Niveau von 2014.

Im öffentlichen Bau lag der Umsatz aller Betriebe 2015 um 1,0 % über dem Vorjahresergebnis. Der Hauptverband ist für 2016 optimistisch und erwartet ein Umsatzplus von 4 %.

Der für das Berichtsunternehmen relevante (Haupt-) Auftraggeber ist die "Deutsche Bahn AG", nachfolgend DB AG. Diese hat nach eigenen Angaben per 31. Dezember 2015 Brutto-Investitionen in Höhe von insgesamt ca. 9,3 Mrd. € getätigt, wovon ca. 70 % auf die Infrastruktur entfallen. Ca. 4 Mrd. entfielen auf die Schieneninfrasktrukur, davon ca. 146 Mio. € in Bahnstrom-

b. Die Heicon Service Gesellschaft mit beschränkter Haftung in 2015

Die Heicon Service Gesellschaft mit beschränkter Haftung erbringt vorrangig Bau- und Montageleistungen für die DB AG.

Seit 2005 ist das Unternehmen Inhaber einer von bundesweit nur acht Zulassungen für den Bereich Ausrüstungstechnik für die Planung, Errichtung und Instandhaltung von Oberleitungsanlagen auf dem Streckennetz der DB AG. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch die Bereiche Starkstromtechnik und Rückstromführung. Darüber hinaus hat sich der Fachbereich Stahlbau mit der eigenen Fertigung von Oberleitungs-, Beleuchtungs- und Signalmasten als Regel- und Sonderkonstruktionen, als einer von zwei Mastherstellern der DB AG etabliert.

Der bereits in den Berichten 2013 und 2014 dargestellte Trend der zunehmenden Komplexvergaben der DB AG hat sich verfestigt. Es fiel der Gesellschaft zunehmend schwerer, große Projekte außerhalb der Rahmenverträge in geografisch für die Projektabwicklung günstigen Orten zu gewinnen. Folglich war die Projektabwicklung im Geschäftsjahr 2015 durch lange Wegstrecken innerhalb Deutschlands gekennzeichnet (Hamburg über Karlsruhe nach Landshut). Dies hat die Ertragssituation des Unternehmens belastet. Die Tätigkeit als Subunternehmer im Bereich des Gleisbaus hat zwar die Betriebsleistung gesteigert, jedoch muss aber konstatiert werden, dass die unternehmenseigene Organisation und Struktur nicht auf die Kooperation mit anderen Baubetrieben aus- bzw. angelegt war. Dies hat sich deutlich im Geschäftsergebnis niedergeschlagen.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts ist in der Retrospektive davon auszugehen, dass die Vorjahre von Optimismus in der Bewertung gekennzeichnet waren.

Bereits hier ist nachzutragen, dass die Gesellschaft zusammen mit ihrer Schwestergesellschaft, der HEICON Verkehrstechnik GmbH, von der Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG als Teil der Jaeger Bernburg Gruppe mit Kaufvertrag vom 11. April 2016 vollständig übernommen wurde. Die Jaeger Bernburg Gruppe führt Bauleistungen unter anderem in den Bereichen Tiefbau und Gleisbau aus.

1.2. Geschäftsergebnis

Die Betriebsleistung sank um ca. 324 T€ auf ca. 15,0 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr.

Aufgrund der skizzierten Situation, dass Projekte in 2015 nicht optimal abgewickelt werden konnten sowie unter Zugrundelegung des handelsrechtlichen Vorsichtsprinzips seitens der neuen Gesellschafter bei der Bewertung von laufenden Projekten zeigt sich das operative Ergebnis mit ca. - 2,133 Mio. € deutlich negativ. Unter Berücksichtigung eines außerordentlichen Ergebnisses von ca. 2,168 Mio. € ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 60 T€.

1.3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Auftragslage im Berichtszeitraum war in Ordnung, die Auslastung war in allen Bereichen gegeben. Im Ergebnis zeigt sich jedoch, dass Auslastung allein zwar eine notwendige, aber keine hinreichende Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg ist.

1.4. Vermögens und Finanzlage

Neben den üblichen Forderungen des Geschäftsbetriebes besteht als wesentlicher Vermögensgegenstand eine Forderung gegen den Altgesellschafter in Höhe von ca. 2,168 Mio. €.

Das Eigenkapital ist durch den Jahresfehlbetrag gemindert und beträgt nunmehr ca. 1,8 Mio. €. Damit weißt das Unternehmen eine Eigenkapitalquote von ca. 12,7 % auf.

Die Finanzlage war im Berichtszeitraum angespannt. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit den Banken konnte die Finanzierung aber jederzeit sichergestellt werden. Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag ca. 5,9 Mio. €. Ein von der Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG gewährtes Darlehen über 1 Mio. € sicherte zum Ende des Jahres 2015 die Liquidität des Unternehmens. Aus dem negativen operativen Ergebnis erwarten wir keine Auswirkungen auf die Liquiditätssituation, da die Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG Linienkürzungen der Banken im Bedarfsfall kompensieren könnte.

1.5. Investitionen

Die in 2013 begonnen baulichen Erweiterungen und ihre Einrichtung, insbesondere die Stahlbauhalle wurden in 2015 abgeschlossen. Im Wesentlichen ergab sich hieraus ein Zugang im Sachanlagevermögen von ca. 1,2 Mio. €. Die kumulierten Abschreibungen betrugen ca. 1,7 Mio. € (ca. 418 T€ im Geschäftsjahr), sodass sich rechnerisch ein Anlagevermögen in Höhe von ca. 7,0 Mio. € ergibt.

1.6. Personalbereich

Zum Stichtag beschäftigte die Gesellschaft 163 Mitarbeiter, was einem Zuwachs von 4 (Vorjahr: 159) entspricht.

2. Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Das Jahr 2015 war geprägt von dem Aufbau der Abteilung Stahlbau. Wie bereits ausgeführt, haben die Verwerfungen im Marktgefüge dazu geführt, dass nicht in allen Projekten die notwendigen Deckungsbeiträge erzielt werden konnten. Zusammen mit einer Neubewertung der Vorräte im Zuge der Erstellung des Jahresabschlusses konnte kein positives operatives Ergebnis erzielt werden. Aufgrund der im Kaufvertrag getroffenen Regelungen ist das Unternehmen von diesen Entwicklungen durch den Altgesellschafter freizustellen. Vor diesem Hintergrund wurde eine Forderung gegenüber dem Altgesellschafter in Höhe von 2,168 Mio. € aktiviert.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Bereits im Winter 2015/2016 zeichnete sich ab, dass die HEICON-Gesellschaften für deren weitere Entwicklung eine Partnerschaft mit einem anderen Unternehmen eingehen mussten. Dieser Schritt wurde mit der Unterzeichnung eines Kaufvertrages am 11. April 2016 durch die Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG vollzogen.

Die bereits 2014 initiierte Strategie, das Projektgeschäft zu stärken und eine entsprechende Organisationsstruktur aufzubauen, wurde im Jahr 2016 konsequent weiterverfolgt und zeigt erste Erfolge.

Die Rahmenverträge im Bereich Instandhaltung Oberleitung der DB AG sollten auch in 2016 ein stabiles Standbein der Gesellschaft sein, was sich aus der Retrospektive bestätigen lässt. Wir erwarten, dass die DB AG auch weiterhin stark in ihr Schienennetz investiert und die Heicon Service Gesellschaft mit beschränkter Haftung davon im Rahmen der Auftragsvergabe profitiert.

Risiken für die Gesellschaft sind insbesondere in der Projektabwicklung zu sehen, da der Aufbau einer der Komplexität der Projekte entsprechend leistungsfähigen Organisation nicht innerhalb weniger Monate abgeschlossen werden kann und gleichzeitig bereits begonnene Projekte unter diesen nicht optimalen Verhältnissen abgeschlossen werden müssen.

Weiterhin sieht der Unterzeichner Risiken in der kaufmännischen Struktur der Gesellschaft. Insbesondere aus Betriebsprüfungen können Nachforderungen auf das Unternehmen zukommen, welche in Ermangelung des bislang nicht vorliegenden Prüfungsberichts noch nicht quantifiziert werden können. Gleichwohl wurden hierfür Rückstellungen in Höhe von ca. 18,5 T€ gebildet.

Besondere Chancen liegen in der Realisierung von Projekten zusammen mit der neuen Muttergesellschaft, da zukünftig die von der DB AG angestrebten Komplexvergaben vollständig innerhalb des Konzerns abgewickelt werden können und die Abhängigkeit von Hauptunternehmern (aus Sicht der HEICON) und Nachunternehmern (aus Sicht der Jaeger Bernburg Gruppe) beseitigt werden konnte.

Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir ein ausgegliches und für das Jahr 2017 ein leicht positives Ergebnis.

Trotz des schwierigen Übergangs im Rahmen des Wechsels der Besitzverhältnisse gehen wir davon aus, dass die Gesellschaft künftig ein starkes und profitables Standbein der Jaeger-Bernburg-Gruppe sein wird.

4. Nachtragsbericht

Über die nach dem Berichtsstichtag vollzogene Übernahme durch die Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG hinaus, gab es keine nachzutragenden Ereignisse.

Bilanz

Aktiva

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Anlagevermögen 7.066.424,19 6.292.689,19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 114.155,00 109.132,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 114.155,00 109.132,00
II. Sachanlagen 6.952.269,19 6.183.557,19
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.925.820,19 4.585.378,39
2. technische Anlagen und Maschinen 714.271,00 269.506,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.312.178,00 1.314.221,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 14.451,80
B. Umlaufvermögen 6.973.136,60 5.880.743,50
I. Vorräte 1.531.502,50 2.634.007,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.183.887,14 3.117.052,33
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 677.622,60 1.534.470,37
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.016.120,51 610.112,77
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.490.144,03 972.469,19
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.257.746,96 129.684,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 120.135,88 45.419,08
Bilanzsumme, Summe Aktiva 14.159.696,67 12.218.851,77

Passiva

   
  31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Eigenkapital 1.802.048,53 1.848.148,53
I. gezeichnetes Kapital 138.900,00 125.000,00
II. Gewinnvortrag 1.723.148,53 1.358.453,71
III. Jahresfehlbetrag 60.000,00 -364.694,82
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 622.026,66 532.777,41
C. Rückstellungen 627.095,38 299.981,61
D. Verbindlichkeiten 11.108.526,10 9.537.944,22
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.873.468,75 5.852.948,97
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.935.312,86 1.433.277,27
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.033.827,06 620.547,81
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.265.917,43 1.631.170,17
Bilanzsumme, Summe Passiva 14.159.696,67 12.218.851,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1.1.2014 - 31.12.2014
EUR
1. Rohergebnis 9.343.350,82 10.822.209,41
2. Personalaufwand 7.093.250,94 6.034.646,52
a) Löhne und Gehälter 6.071.060,16 5.072.801,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.022.190,78 961.844,85
davon für Altersversorgung 20.342,72 12.750,72
3. Abschreibungen 418.285,99 366.153,79
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 418.285,99 366.153,79
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.619.991,45 3.678.544,56
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.984,42 25.856,56
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 352.129,34 343.226,19
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.133.322,48 425.494,91
8. außerordentliche Erträge 2.168.460,55 319.659,49
9. außerordentliche Aufwendungen 0,00 326.762,11
10. außerordentliches Ergebnis 2.168.460,55 -7.102,62
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 72.904,53 42.973,58
12. sonstige Steuern 22.233,54 10.723,89
13. Jahresfehlbetrag 60.000,00 -364.694,82

Ergebnisverwendung

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Heicon Service Gesellschaft mbH - im Folgenden kurz "Gesellschaft" genannt - für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Zum Vergleich sind die entsprechenden Werte des Vorjahresabschlusses mit angegeben.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten.

Anlagevermögen

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear pro rata temporis. Die Zugänge an Anlagegütern, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden zeitanteilig abgeschrieben. Seit 2010 werden alle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens linear abgeschrieben. Bei den Anlagegütern wird auf die Zugänge ab dem Aktivierungsmonat die volle Abschreibung verrechnet. Die gebildeten Sammelposten für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150,00 € und 1.000,00 € werden entsprechend den steuerrechtlichen Regelungen linear über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Aus Vereinfachungsgründen werden die steuerrechtlichen Regelungen in die Handelsbilanz übernommen.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen sowie die in Arbeit befindlichen Aufträge sind mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Diese beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- auch die Fertigungseinzelkosten inklusive der angemessenen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Ermittlung der Herstellungskosten wurde im Berichtsjahr retrograd ausgehend von den später erzielten Verkaufserlösen unter Berücksichtigung ausreichender Abschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden, soweit erforderlich, durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Liquide Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von ca. 4 T€ (Vorjahr ca. 5 T€).

Weiterhin werden vorausbezahlte Aufwendungen der Folgejahre ausgewiesen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wurde gegenüber dem Vorjahr von 125.000,00 € auf 138.900,00 € erhöht. Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen

Die Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wurden für erhaltene Investitionszuschüsse gebildet. Die Auflösung erfolgt analog der Abschreibung der bezuschussten Vermögensgegenstände.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich erscheint, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Bezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr.

Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht resultieren aus Lieferungen und Leistungen sowie Verauslagungen für dieses Unternehmen. Die Restlaufzeit beträgt bis zu 1 Jahr.

Die Restlaufzeiten der sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum überwiegenden Teil bis zu 1 Jahr.

Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber dem Gesellschafter-Geschäftsführer Forderungen, die sich wie folgt entwickelt haben:

Stand 01.01.2015 Zugang/Zinsen im GJ Tilgung Im GJ Stand 31.12.2015
Forderungen aus Unternehmensverkauf * 0,00 € 2.168.460,55 € 0,00 € 2.168.460,55 €
Darlehen 1 87.838,09 € 665,48 € 10.800,00 € 77.703,57 €
Darlehen 2 0,00 € 40.200,00 € 0,00 € 40.200,00 €
Verrechnungskonto 8.130,11 € 18.692,96 € 0,00 € 26.823,07 €
Summe 95.968,20 € 2.228.018,99€ 10.800,00 € 2.313.187,19 €

* Diese Forderung besteht aufgrund der gesamtschuldnerischen Haftung auch gegenüber der Gesellschafterin.

Die Restlaufzeiten betragen im überwiegenden Teil bis zu 1 Jahr.

Sämtliche vom Gesellschafter-Geschäftsführer mit den Darlehen angeschafften Vermögenswerte wurden der Gesellschaft bis zur vollständigen Tilgung sicherungsübereignet.

Die Darlehen wurden mit 1% verzinst.

Andere Vorschüsse oder Haftungsverhältnisse sind der Geschäftsleitung nicht gewährt worden.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Verpflichtungen für Personal (ca. 465 T€), Rechtsanwalts- und Gerichtskosten (ca. 69 T€), absatzbezogene Verpflichtungen für Gewährleistungen und Reklamationen ca. 33 T€), Abschluss- und Prüfungskosten (ca. 30 T€), ausstehende Betriebsprüfungen (ca. 18 T€) und zukünftige Kosten zur Archivierung von Geschäftsunterlagen (ca. 12 T€).

Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag 31.12.2014 Gesamtbetrag 31.12.2015 davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre von über 5 Jahren davon gesichert gesichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.852.948,97 5.873.468,75 2.817.028,69 1.336.763,56 1.719.676,50 5.873.468,75
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.433.277,27 1.935.312,86 1.935.312,86 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs-verhältnis besteht 620.547,81 1.033.827,06 1.033.827,06 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 1.631.170,17 2.265.917,43 1.822.922,91 375.149,31 67.845,21 1.311.604,67
- davon Steuern 171.771,37 270.532,92 270.532,92 0,00 0,00 0,00
- davon im Rahmen            
sozial. Sicherheit 6.375,83 14.981,71 14.981,71 0,00 0,00 0,00
  9.537.944,22 11.108.526,10 7.609.091,52 1.711.912,87 1.787.521,71 7.718.073,42

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind ca. 5.873 T€ durch Forderungs-abtretungen, Bürgschaften und Grundpfandrechte gesichert.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind ca. 261 T€ durch Sicherungsübereignungen gesichert. Das seitens der Bernburger Beteiligungs GmbH + Co KG gewährte Darlehen ist mittels eines Pfandrechts gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr bzw. aus Verrechnungen mit der HEICON - Verkehrstechnik GmbH.

D. Sonstige Angaben

Weitere Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen aus der Begebung von Bankbürgschaften für die HEICON - Verkehrstechnik GmbH in Höhe von 750 T€. Aktuell wird eine Inanspruchnahme dieser nicht erwartet.

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen der Gesellschaft bestehen nicht .

Sonstiges

Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr 2015 beschäftigten Mitarbeiter betrug 163.

Im Geschäftsjahr war zum Geschäftsführer berufen:

Uwe Heidmann, Lübbenau

Für die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9a HGB wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Im Berichtsjahr wurde ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von 2.168.460,55 € in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt, der aus der Aktivierung einer Kaufpreisrückforderung aus dem Unternehmensverkauf resultiert. Diese Annahme wurde unter der Annahme, dass sie von der Heicon Service Gesellschaft mbH geltend gemacht wird sowie unter der Annahme, dass sie aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 resultiert, in die Bilanz zum 31. Dezember 2015 aufgenommen.

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 243.308,90 25.775,50 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 243.308,90 25.775,50 0,00 0,00
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.815.139,95 452.218,78 0,00 14.451,80
technische Anlagen und Maschinen 432.366,53 506.581,73 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.219.118,15 278.045,98 243.891,60 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.451,80 0,00 0,00 -14.451,80
Summe Sachanlagen 7.481.076,43 1.236.846,49 243.891,60 0,00
Summe Anlagevermögen 7.724.385,33 1.262.621,99 243.891,60 0,00
kumulierte Abschreibungen 31.12.2015
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 154.929,40 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 154.929,40 0,00
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 355.990,34 0,00
technische Anlagen und Maschinen 224.677,26 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 941.094,53 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.521.762,13 0,00
Summe Anlagevermögen 1.676.691,53 0,00
Buchwert 31.12.2015
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 114.155,00 20.752,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 114.155,00 20.752,50
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.925.820,19 126.228,78
technische Anlagen und Maschinen 714.271,00 61.816,73
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.312.178,00 209.487,98
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.952.269,19 397.533,49
Summe Anlagevermögen 7.066.424,19 418.285,99

sonstige Berichtsbestandteile

 

Lübbenau, 26.06.2017

gez. Guido Hoffamnn

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.06.2017 festgestellt.

Versagungsvermerk

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Heicon Service Gesellschaft mbH, Lübbenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe die Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Als Ergebnis meiner Prüfung stelle ich fest, dass ich nach Ausschöpfung aller angemessenen Möglichkeiten zur Klärung der Sachverhalte aus folgenden Gründen nicht in der Lage war, ein Prüfungsurteil abzugeben:

An der Vorratsinventur konnte ich wegen Auftragserteilung nach dem Bilanzstichtag nicht teilnehmen und auch durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen. Aufgrund der damit einhergehenden Unsicherheiten bei der Vorratsbewertung kann ich die Bilanzierung und Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe nicht mit hinreichender Sicherheit beurteilen. Darüber hinaus konnten grundsätzliche Mängel im Zusammenhang mit der zulässigen Gewinnrealisierung im Rahmen der Bewertung der unfertigen Leistungen sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von der den Abschluss aufstellenden Geschäftsführung nicht untersucht und gegebenenfalls korrigiert werden. Für einzelne Forderungen mit einem Wert von insgesamt EUR 114.601,98 konnte deren Echtheit bzw. Werthaltigkeit nicht mehr nachvollzogen bzw. beurteilt werden. Welche Auswirkungen die Ergebnisse einer steuerlichen Außenprüfung auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 haben könnten, kann aufgrund der nicht erhaltenen Steuerberaterbestätigung nicht beurteilt werden. Zudem weise ich darauf hin, dass der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 eine Forderung aus einem notariellen Gesellschaftsbeteiligungskaufvertrag in Höhe von EUR 2.168.460,55 enthält, die rechtlich zum 31. Dezember 2015 noch nicht entstanden war.

Aufgrund der Bedeutung der dargestellten Sachverhalte versage ich den Bestätigungsvermerk.

Aussagen darüber, ob der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, sind wegen der dargestellten Prüfungshemmnisse und Einwendungen nicht möglich. Ebenso kann nicht beurteilt werden, ob der Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss steht und insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt.

 

Budenheim, 10. Mai 2017

Dr. Drewes, Wirtschaftsprüfer

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