Miniclip Germany HoldCo GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MINICLIP (FINCO) Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lessmore UG (haftungsbeschränkt)EschelbronnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023Lessmore UG (haftungsbeschränkt), EschelbronnAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Lessmore UG (haftungsbeschränkt), Eschelbronn
ANHANG zum 31. Dezember 2023Lessmore UG (haftungsbeschränkt), EschelbronnI. Allgemeine Angaben Die Lessmore UG (haftungsbeschränkt) hat ihren Sitz in Eschelbronn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (Reg. Nr. 740416). Zum Bilanzstichtag ist die Lessmore UG (haftungsbeschränkt) eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz erfolgte im Rahmen der Vorschriften gemäß § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB. Es wurden die Erleichterungen gem. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die gesetzlichen Gliederungsvorschriften wurden beachtet. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde teilweise der Vermerk im Anhang gewählt. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in Euro aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. II. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Die für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften werden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Im Einzelnen erfolgen Bilanzierung und Bewertung nach folgenden Grundsätzen: 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivseite Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert. In die Herstellungskosten wurden die unmittelbar zurechenbaren Kosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen gemäß § 255 Abs. 3 HGB wurden nicht mit einbezogen. Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB bilanziert. Die Anschaffungskosten wurden gemäß § 255 Abs. 1 HGB ermittelt. Die Abschreibungen werden aufgrund der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Sämtliche Vermögensgegenstände werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250 bis EUR 800 betragen, werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Auf die Abgrenzung wird verzichtet, sofern die jeweilige Ausgabe die für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) geltende Betragsgrenze von EUR 800 nicht übersteigt. Für die Ermittlung der latenten Steuern aufgrund von temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivseite Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken, soweit sie bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbar waren, ist durch Bildung ausreichender Rückstellungen und Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. III. Erläuterungen zu Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel gesondert dargestellt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden linear über einen Zeitraum von zwei Jahren abgeschrieben. Die beweglichen Vermögensgegenstände werden linear über einen Zeitraum zwischen einem und drei Jahren abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1,5. Das Kapital wird zum Bilanzstichtag jeweils zu einem Drittel von den folgenden Anteilseignern gehalten:
In die gesetzliche Rücklage wurde gem. § 5a Abs. 3 GmbHG ein Viertel des um einen Verlustvortrag aus dem Vorjahr geminderten Jahresüberschusses eingestellt. Zu Grunde gelegt wurde der handelsrechtliche Jahresabschluss nach §§ 242, 264 HGB. Rückstellungen Die Rückstellungen enthalten:
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 22) sowie personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR o). Sämtliche Rückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen ein Wandeldarlehen in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 100). Das Darlehen wird für das Wachstum der Gesellschaft und der allgemeinen Finanzierung des Unternehmens verwendet. Haftungsverhältnisse und sonstige finanziellen Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestehen weder Haftungsverhältnisse noch sonstige finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr TEUR 148). Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen beinhaltet Aufwendungen für Währungsumrechnungen i. H. v. TEUR 623 (Vorjahr TEUR 241). V. Sonstige Angaben Angestellte Im Jahresdurchschnitt beschäftigt die Lessmore UG (haftungsbeschränkt) im Geschäftsjahr 2023 10 Mitarbeiter (Vorjahr: 5,5). Nicht berücksichtigt sind die Geschäftsführer. Die Mitarbeiter teilen sich wie folgt auf die vorhandenen Abteilungen auf:
Geschäftsführung Folgende Personen waren als Geschäftsführer bestellt:
Alle Mitglieder der Geschäftsführung sind berechtigt, die Gesellschaft alleine zu vertreten. Zum Abschlussstichtag bestanden keine von der Gesellschaft an die oben genannten Mitglieder der Geschäftsführung ausgegebenen Darlehen. Des Weiteren wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Nachtragsbericht Zum 01. Januar 2024 wurde dem Gesellschafter Samer Al Dafai ein Darlehen über TEUR 47 gewährt. Dieses hat eine Laufzeit von 24 Monaten mit Verlängerungsoption über weitere 12 Monate. Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahres 2023 weder eingetreten noch erkennbar gewesen. Ausschüttungssperre Aus der Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen ergeben sich ausschüttungsgesperrte Beträge gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 32). Abschlussprüferhonorar Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde mit dem Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 19 vereinbart. Dieses entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.230 auf neue Rechnung vorzutragen.
Eschelbronn, den Lessmore UG (haftungsbeschränkt) Joshua Hemmerich, Geschäftsführer Jeremy Ries, Geschäftsführer Der Jahresabschluss wurde festgestellt am 20.10.2024. ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023Lessmore UG (haftungsbeschränkt), Eschelbronn
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023und gem. § 289 HGB zum Zweck der Offenlegung1. Grundlagen der GesellschaftDie Lessmore UG (haftungsbeschränkt), im Folgenden genannt "Lessmore", wurde 2021 gegründet und entwickelt und publiziert Spiele für mobile Endgeräte. Die Firma hat ihren Sitz in Eschelbronn, verfolgt aber ein sogenanntes "Remote-Arbeitsmodell". Das bedeutet, dass die Mitarbeiter der Lessmore im Home-Office arbeiten und nicht traditionell in einem Büro zusammenkommen. Lessmore hat im Jahr 2023 ihr erfolgreichstes Spiel, Eatventure, ausgebaut und zusätzliche Funktionen sowie technische Infrastruktur hinzugefügt. Auch das Team, welches die Entwicklung des Produktes voranbringt, verzeichnet eine steigende Anzahl an Mitarbeitern. Im Laufe des Geschäftsjahres konnte ein weiteres erfolgversprechendes Handyspiel identifiziert werden, namentlich We Are Warriors!. Insgesamt hat die Lessmore seit Gründung über 100 Prototypen auf ihre Marktrentabilität geprüft und drei profitable Spiele identifiziert und publiziert. Die Spiele stehen zum kostenlosen Herunterladen (Download) über den Apple App Store und Google Play Store zur Verfügung. Innerhalb der Spiele können Elemente entgeltlich erworben werden, die den Spielverlauf positiv beeinflussen. Zudem können Spieler ihren Spielfortschritt beschleunigen, indem sie Werbung für andere Apps und Produkte ansehen ("Rewarded Ads"). Dieses Geschäftsmodell wird im Allgemeinen "Free to Play" genannt. Lessmore verfolgt den Ansatz, das Gesamtportfolio zu stärken, indem möglichst viele Spiele auf dem Markt getestet und bei Potenzialerkennung weiterentwickelt werden. Die Spiele können in ihrem Genre und der Spielart stark variieren, der Fokus liegt hier auf dem Erfolg und nicht auf Nischenspezialisierung. Bisher wurde der Großteil der neuen Spielideen von den Gründern der Lessmore entwickelt. In 2023 sind nun auch andere Teammitglieder in diese Aufgaben involviert. In 2024 sollen weitere neue Mitarbeiter eingestellt werden, um die stetige Entwicklung von neuen Spielen zu übernehmen. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Da sich die Nutzer der Spiele der Lessmore nicht auf ein bestimmtes Land, wie Deutschland, eingrenzen lassen, ist die Entwicklung der Weltwirtschaft zu betrachten. Laut Aussage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (Stand November 2023) erwartet der Internationale Währungsfonds IWF eine Reduzierung des Wachstums des Welthandels (von 3,5% in 2022) auf 3,0% in 2023 und 2,9% in 2024. Als wesentliche Einflussfaktoren werden unter anderem der Nahost-Konflikt, Krieg in der Ukraine, Verschlechterung der globalen Finanzierungsbedingungen (inkl. US-Dollar-Aufwertung) genannt 1. Die Internetplattform data.ai schätzt den globalen Markt für mobile Spiele in 2023 auf ca. 107,3 Milliarden US-Dollar 2. In den letzten Jahren hat das Anzeigen von Werbung auf sozialen Medien, oder in anderen Spielen, allgemein bekannt als User Acquisition ("UA"), mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Für Lessmore und viele andere Spieleentwickler ist Marketing (per UA) der einzige Weg, um konstant große Mengen an neuen Spielern zu finden und den Spielen schnell hohe und weltweite Visibilität zu garantieren. Laut dem deutschen Spieleverband GAME ist das Smartphone die beliebteste Gaming-Plattform des Jahres 2022 3 , was die Lessmore für 2023 in einem aussichtsreichen Markt positioniert. 2.2. Geschäftsverlauf Das 2021 veröffentlichte Spiel Eatventure ist bis Ende 2023 das erfolgreichste Spiel von Lessmore und bis Dezember 2023 für einen Großteil des Umsatzes verantwortlich. Eatventure wurde, nach initialer Entwicklung, im Jahr 2023 stetig verbessert und bleibt auch durch stetige Investitionen in Marketing weiterhin kompetitiv am Markt. Nach einem steilen Wachstum in 2022 konnte Lessmore mit Eatventure die monatlichen Umsätze und Gewinne in 2023 weiterhin stabilisieren. Im Dezember 2023 hat Lessmore das Spiel We Are Warriors! entwickelt, welches im initialen Markttest einen vergleichbaren Erfolg zu Eatventure erzielen konnte. Im Profitabilitätstest schnitt We Are Warriors!, mit 100% Rentabilität am ersten Tag, besser ab als Eatventure (100% Rentabilität am vierten Tag). EBITDA stieg von 11,6 Mio. EUR in 2022 auf 13,7 Mio. EUR im Jahr 2023 an, was eine Erhöhung von ca. 18% bedeutet. EBITDA ist eine wichtige Steuerungsgröße für die Langzeitplanung von Lessmore. Im Tagesgeschäft sind die Ausgaben für Werbemaßnahmen von hoher Wesentlichkeit, da diese als Stellgröße für die Steuerung des Unternehmens-, sowie als Basis zu Entscheidungsgrundlagen fungieren. Die Ausgaben für Werbemaßnahmen stehen in direktem Zusammenhang mit den daraus generierten Einnahmen der Lessmore.
1
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/12/11-weltwirtschaft.html
2.3. Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung (Auszug)
Die Veränderung im Bereich des Materialaufwands um ca. +213% begründet sich im Wesentlichen aus den zusätzlichen Ausgaben für Werbemaßnahmen ("User Acquisition"). Die Lessmore konnte hier die Ausgaben steigern und somit, im Umkehrschluss aufgrund der Rentabilität der Ausgaben, die Umsatzerlöse erhöhen. Im Geschäftsjahr 2023 stiegen die Umsatzerlöse folglich um ca. +112% (von TEUR 22.131 im Vorjahr) auf TEUR 46.942. Durch die obig beschriebene Entwicklung ergab sich betriebsbedingt der Größe des Unternehmens die Notwendigkeit, mehr Personal einzustellen, wodurch sich der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr mit +191% deutlich erhöhte. Auch die sonstigen Aufwendungen für beispielsweise Fremdleistungen, Währungsumrechnungen, Lizenzen und Beratungskosten stiegen als Folge der zunehmenden Größe der Lessmore. 2.4. Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg zum 31.12.2023 auf TEUR 23.764. Bilanz (Auszug)
Das Anlagevermögen setzt sich aus der aktivierten App (Produkt Eatventure) und der Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammen. Die Reduzierung um -57%, von TEUR 118 in 2022 zu TEUR 51 in 2023 liegt im Wesentlichen an der Abschreibung der App. Das Umlaufvermögen besteht vor allem aus den Forderungen aus Lieferung und Leistung, sowie den Bankkonten der Lessmore. Die Veränderung von TEUR 12.175 in 2022 zu TEUR 23.534 in 2023 (+93% Erhöhung) begründet sich im Wesentlichen aus der Veränderung des Bankguthabens. Die Erhöhung des Eigenkapitals liegt zum Großteil an der Einstellung in die gesetzliche Rücklage. Die Rückstellungen sind im Wesentlichen Steuerrückstellungen, hier in Höhe von TEUR 7.121. Die Veränderung begründet sich daher, dass die Steuervorauszahlungen für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 bisher basierend auf dem Jahresabschluss der Lessmore von 2021 berechnet wurden, daher ist ein vergleichsweise hoher Betrag in 2023 für die Steuerzahlungen zurückgestellt. Die Verbindlichkeiten bestehen zum Großteil aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.853. Diese fallen wie erwartet höher aus als im Vorjahr, da die Marketingkosten (User Acquisition) im Geschäftsjahr 2023 signifikant gesteigert werden konnten. 2.5. Finanzlage Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist die Finanzlage als gut zu betrachten, da in Bezug auf die Kapitalstruktur der Lessmore keine Verbindlichkeiten oder Kredite gegenüber Finanzinstitutionen oder sonstigen Geldgebern vorliegen. Lessmore verfügt über einen hohen Cash-Bestand eigener Geldmittel. 3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 3.1. Chancen Das Personal der Lessmore setzt sich aus erfahrenen Spieleindustrieveteranen zusammen, welche auch bereits vor Gründung der Lessmore erfolgreich im Handyspiele Markt vertreten waren und dort in vielen Bereichen zuvor ebenfalls direkt kooperiert haben. Das kollektive Know-how des Teams spiegelt sich in der vergleichsweise geringen Mitarbeiteranzahl bei hohen Gewinnen wider. Die Chancen, die sich durch schnelle Reaktionen und Know-how der Mitarbeiter für die Lessmore eröffnen, werden als hoch eingeschätzt. Lessmore legt Wert darauf, besondere und innovative Spielmechaniken zu entwickeln. Lessmore erhofft sich, ein breites Spiele-Portfolio aufzubauen und dadurch potentielle Risiken, die durch die Abhängigkeit von einem einzigen Produkt entstehen könnten, zu verringern. Mehrere Spiele diverser Genres könnten hier Chancen bieten, eine breitere Anzahl an Spieler unterschiedlicher Interessen zu erreichen und somit die Umsätze potenziell zu erhöhen. Die Chancen, sich durch ein breiteres Portfolio und innovative Spielmechaniken am Markt weiter zu etablieren werden aufgrund der Konkurrenz am Markt als mittel eingestuft. Der Erfolg des Spiels We Are Warriors! zeigt zudem, dass es der Lessmore nach wie vor möglich ist, neue profitable Spiele zu finden, die sich positiv von der Konkurrenz abheben. Daher sind Team und Geschäftsführung überzeugt, dass auch in Zukunft weitere erfolgreiche Handyspiele produziert und publiziert werden können. In 2024 soll der Fokus auf die Erstellung neuer Spiele weiterhin stark vertieft und ausgebaut werden, um die Chancen, ein sogenanntes "Hit-Spiel" zu finden, zu erhöhen. Die Idee hier ist, das aktuelle Team und das Prototypen Team aufzuteilen. So kann das Prototypen Team (genannt "Lessmore Labs") sich ausschließlich auf die Konzipierung und Erstellung neuer Spiele fokussieren, während das bestehende Team (genannt "Lessmore Publishing") sich auf das Live-Portfolio spezialisiert und die bereits veröffentlichten Spiele optimiert. Die Chancen werden in diesem Bereich als mittel bis hoch eingeschätzt. 3.2 Risiken Markt- und Wettbewerbsrisiken Für den Vertrieb der Spiele an den Endnutzer, den Spieler selbst, ist die Firma abhängig vom Apple App Store und dem Google Play Store. Diese sind zusätzlich für die finanzielle Abwicklung von In-App Purchases (Direktkäufen in der Spiele App) verantwortlich und beanspruchen eine sogenannte "Plattform-Fee". Falls sich die Geschäftsbedingungen dieser Plattformen ändern, könnten Nachteile für den Vertrieb und somit ebenfalls die Monetarisierung der Spiele entstehen. Allerdings ist zu vermerken, dass der Anteil der Plattform-Fee in den letzten Jahren unverändert geblieben ist. Eine Änderung ist aktuell nicht angekündigt. Die einseitig durch Apple und Google gestellten Geschäftsbedingungen ("Terms") und Ankündigungen werden regelmäßig überprüft, um schnell agieren zu können und handlungsfähig zu bleiben. Trotz einer geringen erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit von möglichen Problemen durch die Plattformen, ist das Risiko der Abhängigkeit von den großen Plattformen als hoch einzustufen. Weiterhin ist die Lessmore von ihren Werbepartnern abhängig. Sollten sich die Bedingungen der Geschäftspartner in diesem Bereich ändern, kann dies zur Folge haben, dass weniger Kunden (Spieler) akquiriert werden können. Die Lessmore steuert diesem Risiko durch Diversifizierung der Werbepartner entgegen. Beispielsweise gab es im Jahr 2023 bei einem großen Werbepartner Änderungen beim Algorithmus, welcher die Anzeige von Werbung für die potenziellen neuen Nutzer beeinflusste und veränderte. Der schnelle Umstieg und die Fokusänderung auf andere Werbepartner konnten aufgrund des Expertenwissens des Teams erfolgreich durchgeführt werden und steuerten einem möglichen negativen Effekt durch die Änderung entgegen. Das Risiko der Abhängigkeit von den Werbepartnern ist als mittel eingeschätzt, da das Risiko durch Diversifizierung abgemildert ist. Entwicklungsrisiken Die Entwicklung neuer Spiele, die sich erfolgreich im Markt behaupten können, ist mit Herausforderungen verbunden. Ein Großteil der Ideen und Prototypen erweist sich als nicht wettbewerbsfähig und muss verworfen werden. Die neuen Spiele unterliegen einem internen Prozess, welcher der Ermittlung des Erfolges des Spiels dient. Hier wird ein neuer Spiele Prototyp nach kurzer Entwicklungszeit zunächst einem initialen Test der potenziellen Vermarktbarkeit und des Langzeitinteresses der Spieler unterzogen. Im zweiten Schritt wird die Profitabilität getestet. Die Entscheidung zur Weiterentwicklung bzw. Skalierung eines Spiels basiert auf diesen genannten Tests und Faktoren. Die Entwicklungsrisiken sind als mittel bis hoch einzuschätzen. Rechtliche Risiken Die Vorschriften zur Datenerhebung von internationalen Nutzern, wie beispielsweise die Datenschutz-Grundverordnung (GDPR), haben dazu geführt, dass es zunehmend schwieriger wird, zielgerichtete Werbung für Spieler auf Werbeplattformen zu schalten. Dies resultiert in höheren Akquisitionskosten für Nutzer und einer verringerten Einnahme pro angezeigter Werbung in Spielen. Die rechtlichen Risiken sind gering bis mittel. Wettbewerbsrisiken Der Erfolg des Unternehmens beruht auf neuen Spielen mit innovativen Spielmechaniken. Diese Mechaniken sind allerdings nicht rechtlich geschützt, wodurch Spiele kontinuierlich von anderen Unternehmen "kopiert" werden können. In einigen Fällen können diese Kopien erhebliche Marktanteile für sich beanspruchen, insbesondere aufgrund der globalen Reichweite, die es einer Kopie beispielsweise ermöglicht, den asiatischen Markt besser zu bedienen, was zu Umsatzeinbußen führen kann. Die Wettbewerbsrisiken sind gering. Technische Risiken Alle Software, einschließlich der Spiele, sind dem Risiko von Fehlern ausgesetzt. Obwohl regelmäßige Tests durchgeführt werden, ist aufgrund der wachsenden Komplexität von Spielen keine Garantie gegeben, dass alle Fehler entdeckt werden. Technische Defekte können zu einem Verlust von Spielern führen. Die technischen Risiken sind gering. Gesamtrisiko Es bestehen aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken. Lessmore ist aufgrund des äußerst erfahrenen Teams auf die beschriebenen möglichen Risiken vorbereitet und kann schnell und agil reagieren sowie frühzeitig Maßnahmen zur Prävention ergreifen. Die Risiken der Lessmore werden insgesamt als gering eingeschätzt. 3.3. Prognose Spiele auf dem Smartphone sind bei einer breiten Masse an Personen beliebt und die Bereitschaft, Werbung anzusehen oder Pakete in Spielen zu kaufen (In-App Purchases), ist allgemein hoch. Die Geschäftsführung erwartet für die wesentlichen Leistungsindikatoren der Lessmore, EBITDA und die Aufwendungen für Werbemaßnahmen, einen starken Anstieg im Geschäftsjahr 2024, was zu einer stetigen Umsatzsteigerung sowie Verbesserung des Ergebnisses führen sollte. Diese Annahme begründet sich im Wesentlichen mit der Veröffentlichung von We Are Warriors! und dessen möglichem Wachstumspotenzial nach dem Ersterfolg im Markttest-, sowie der konstanten Entwicklung und Tests neuer Spiele Prototypen. Dieser Ersterfolg bedeutet, dass die Werbeaufwendungen der Lessmore für das neue Spiel gesteigert werden können, was im Umkehrschluss einen steigenden Umsatz bzw. Ergebnisverbesserung zur Folge hat.
Eschelbronn, den Jeremy Ries, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lessmore UG (haftungsbeschränkt), Eschelbronn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lessmore UG (haftungsbeschränkt), Eschelbronn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lessmore UG (haftungsbeschränkt) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr wurde nicht geprüft. Die Vergleichsangaben sind ungeprüft. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, den 13. August 2024 KPMG
AG
Schwebler, Wirtschaftsprüfer Feld, Wirtschaftsprüferin |
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