BioBlocX Europe GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ben Joseph Dr. Lipps seit 28.7.2014 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MagForce AGBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020ADVANCING STRATEGIES IN CANCER TREATMENTGESCHÄFTSBERICHT 2020Mit Nanomedizin Krebs bekämpfen WIRKUNGSWEISE DES NANOTHERM THERAPIESYSTEMSDie NanoTherm Therapie ist ein innovatives Verfahren zur lokalen Behandlung solider Tumore. Prinzip der Methode ist die direkte Einbringung magnetischer Nanopartikel in einen Tumor und ihre anschließende Erwärmung in einem magnetischen Wechselfeld. Das Nanotherm FerrofluidDie winzigen magnetischen Nanopartikel lassen sich aufgrund ihrer patentierten Aminosilanbeschichtung in Wasser fein verteilen und bilden dann eine sogenannte kolloidale Dispersion, die mit einer Spritze direkt in das Tumorgewebe injiziert werden kann. Durch die spezielle Beschichtung aggregieren die Partikel direkt nach der Injektion im Tumor zu einem stabilen Depot und verbleiben am Injektionsort. Flüssigkeit & NanopartikelDas NanoTherm Ferrofluid kann direkt in den Tumor injiziert werden. NANOTHERMBei NanoTherm handelt es sich um ein sogenanntes Ferrofluid, eine Flüssigkeit mit darin gelösten superparamagnetischen, eisenoxidhaltigen Nanopartikeln, die durch ein magnetisches Wechselfeld aktiviert werden können. Die TherapiesimulationssoftwareDer Therapieplan ist abhängig von der Verteilung der NanoTherm Depots im Tumorgewebe und der Magnetfeldstärke, die zum Erreichen einer therapeutischen Temperatur notwendig ist. Die Kalkulationen mit der NanoPlan Simulationssoftware berücksichtigen die Größe und die Lage des Tumors sowie die Verteilung der Nanopartikel. Aktivierung & HitzeDas Magnetfeld versetzt die eisenoxidhaltigen Nanopartikel in Schwingungen und erzeugt Hitze, wodurch die Tumorzellen zerstört bzw. sensibilisiert werden. NANOPLANDie NanoPlan-Therapiesimulation unterstützt den behandelnden Arzt bei der Entwicklung des Therapieplans für die NanoTherm Therapie. Der MagnetfeldwechselapplikatorDas Magnetfeld versetzt die eisenoxidhaltigen Nanopartikel (NanoTherm) in Schwingungen und erzeugt so viel Hitze, dass therapeutische Behandlungstemperaturen im Tumor erreicht werden. Je nach erreichter Temperatur zerstört die Hitze die Tumorzellen entweder direkt (Thermoablation) oder sensibilisiert sie für jede Form einer begleitenden Therapie wie Chemotherapie oder Bestrahlung (Hyperthermie). Magnetfeld & BehandlungDurch die Behandlung werden die Tumorzellen zerstört. NANO-ACTIVATORDie NanoTherm Therapie wird in einem Magnetfeldwechselapplikator (NanoActivator) durchgeführt. Die Magnetfeldstärke ist zwischen 2 kA / m und 15 kA / m einstellbar. HIGHLIGHTS 2020 / 2021März 2020MagForce und die Hufeland Klinikum GmbH geben Kooperationsvereinbarung und Eröffnung eines neuen NanoTherm Behandlungszentrums in Thüringen bekannt Das neue NanoTherm Behandlungszentrum wird von PD Dr. Johannes Wölfer, Chefarzt der Neurochirurgie am Standort Mühlhausen, geleitet, der über langjährige Erfahrung im Einsatz des NanoTherm Therapiesystems verfügt. Dieses weitere Therapieangebot soll Spezialisierung auf Neurologie / Neurochirurgie an den Hufeland Kliniken verstärken und ein medizinisches Leuchtturm-Projekt in der Region schaffen. April 2020MagForce USA erhält FDA-Zulassung für das gestraffte Studienprotokoll und für die Durchführung der nächsten Stufe der einarmigen US-Zulassungsstudie für die fokussierte Ablation von Prostatakrebs mit intermediärem Risiko mit dem NanoTherm Therapiesystem Die FDA erteilte die Genehmigung eines gestrafften Studienprotokolls für die nächste Stufe der pivotalen US-Studie des Unternehmens mit dem NanoTherm-Therapiesystem zur fokalen Ablation von Prostatakrebs mit intermediärem Risiko. Die nächste Stufe der klinischen Studie wurde mit drei angesehenen urologischen Zentren in Texas, Washington und Florida durchgeführt, die aktiv Patienten in Stufe 1 aufgenommen haben. Das gestraffte Verfahren ermöglicht es, die Behandlung des Patienten innerhalb eines Tages in einer der drei ambulanten Behandlungseinrichtungen von MagForce abzuschließen. Möglich ist dieses gestraffte Verfahren aufgrund der positiven Erfahrungen und Ergebnisse aus der Stufe 1 - mit einem günstigen Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil sowie eine gut definierte Ablation und Zelltod im Bereich der Nanopartikeldepots. MagForce und europäische Klinik-Kooperationspartner unterstützen den Welthirntumortag und sponsern verschiedene Patientenveranstaltungen, um das Bewusstsein für eine der schwersten Krebserkrankungen zu schärfen Münster, DeutschlandDieses Jahr bot das UKM eine Patienten-Hotline an. Patienten konnten über die Hotline direkt Kontakt mit dem Universitätsklinikum Münster aufnehmen und ihre Fragen zu Hirntumoren und den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten stellen. Zwickau, DeutschlandDie Paracelsus-Klinik Zwickau und MagForce luden zu einer live Online-Patientenveranstaltung zum Thema Glioblastom ein. Patienten und Angehörige waren zu einer live Online-Patientenveranstaltung eingeladen, um Antworten auf Fragen rund um das Glioblastom zu erhalten. Was ist ein Glioblastom, welche Symptome gibt es, wie erfolgt die Diagnose, welche therapeutischen Optionen stehen zur Verfügung und wie kann man einen Untersuchungstermin vereinbaren. Lublin, PolenAlivia Cancer Foundation, SPSK4-Klinik und MagForce luden zu einem Webinar "Treatment of Brain Tumors Using the NanoTherm Therapy System - We Share Knowledge" zum Thema Behandlung von Hirntumoren mit dem NanoTherm Therapiesystem ein. Oktober 2020"NanoTherm School" geht mit "Modul B - Part II" erfolgreich in die dritte Runde MagForce veranstaltete erfolgreich die dritte Einheit der praxisorientierten, einzigartigen und vielseitigen Anwendungstrainingsreihe für den Einsatz des NanoTherm Therapiesystems zur Behandlung von Glioblastoma. Die NanoTherm School ist Teil von MagForces Commitment, neben einer breiten geographischen Abdeckung zur Erhöhung der Verfügbarkeit der Therapie, das Therapiesystem weiter zu optimieren und medizinisches Fachpersonal in dessen Anwendung auszubilden, um Glioblastom-Patienten die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen. Leitung des Workshops: Univ.-Prof. Dr. med. W. Stummer, Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikums Münster. Dezember 2020Eröffnung des neuen NanoTherm Behandlungszentrums für Hirntumorpatienten am Hufeland Klinikum in Thüringen Das Zentrum wird von PD Dr. Johannes Wölfer, Chefarzt der Abteilung für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie am Standort Mühlhausen, geleitet, der über langjährige Erfahrung im Einsatz des NanoTherm Therapiesystems verfügt. Das neue Therapieangebot soll Spezialisierung auf Neurologie / Neurochirurgie an den Hufeland Kliniken verstärken und ein medizinisches Leuchtturm-Projekt in Mitteldeutschland schaffen. Februar 2021MagForce USA gibt Abschluss der Patientenbehandlung in Stufe 2a der einarmigen US-Zulassungsstudie für die fokale Ablation von Prostatakrebs mit intermediärem Risiko mit dem NanoTherm Therapiesystem bekannt Stufe 2a bestätigt positive Ergebnisse der Stufe 1 - auch mit gestrafftem Studienprotokoll wurden nur minimale, gut verträgliche, behandlungsbedingte Nebenwirkungen beobachtet. Die Stufe 2b wird an den Standorten der MagForce USA vorbereitet - die Studie hat das Ziel, eine Behandlungsalternative zur definitiven Therapie für Prostatakrebspatienten mit intermediärem Risiko zu entwickeln. Die American Society of Clinical Oncology berichtet, dass im Jahr 2020 schätzungsweise 191.930 neue Fälle von Prostatakrebs in den Vereinigten Staaten aufgetreten sind und trotz des Fortschritts bei Diagnose und Behandlung schätzungsweise 33.330 Tote zu beklagen waren. Es liegt auf der Hand, dass eine frühe Diagnose und die fokale Therapie der MagForce eine große Chance bietet, die Sterblichkeitsrate bei Prostatakrebs zu reduzieren. April 2021MagForce USA gibt weitere sehr gute und bestätigende Ergebnisse der Stufe 2a aus der einarmigen US-Zulassungsstudie zur fokalen Ablation von intermediärem Prostatakrebs mit dem NanoTherm Therapiesystem bekannt Die Ergebnisse zur Wirksamkeit der fokalen Behandlung sind auch weiterhin äußerst ermutigend: Die weitere Analyse der Daten der Stufe 2a bestätigt die positiven vorläufigen Ergebnisse, die im Februar bekanntgegeben wurden. Die Ablationsanalyse zeigte eine sehr gut definierte Ablation und Zelltod im Bereich des Nanopartikeldepots; gleichzeitig kam es in einem Radius von 2 bis 4 mm um das Depot nur zu ganz minimalen Gewebeschäden. Juni 2021MagForce AG unterstützt den Welthirntumortag und informiert über verschiedene Patientenveranstaltungen, um das Bewusstsein für eine der tödlichsten Krebserkrankungen zu schärfen Zwickau, Deutschland - "Meet a Professor", Patienten-Hotline der Paracelsus-Klinik Zwickau Die Paracelsus-Klinik Zwickau bietet eine kostenlose Hotline - "Meet a Professor" - an, in deren Rahmen Patienten die Möglichkeit haben, ihre Fragen rund um das Thema Hirntumore und die verschiedenen Behandlungsmethoden zu stellen. Prof. Dr. med. Habil. Warnke und Christian Schürer, Assistenzarzt und Ansprechpartner für das NanoTherm Therapiesystem an der Paracelsus-Klinik Zwickau, stehen für Fragen zu Glioblastomen und dem NanoTherm Therapiesystem als alternative Behandlungsmethode zur Verfügung. Lublin, Polen - Krebsstiftung Alivia, die SPSK4-Klinik und MagForce Iaden zur Teilnahme an der Infoline zum Thema "Behandlung von Hirntumoren mit dem NanoTherm Therapiesystem" ein Anlässlich des Welthirntumortages 2021 bietet das SPSK4 eine kostenlose Infoline an, die von MagForce und der Krebsstiftung Alivia unterstützt wird. Prof. Tomasz Trojanowski, polnischer nationaler Berater für Neurochirurgie und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des polnischen Gesundheitsministeriums, Prof. Radoslaw Rola, Leiter und Vorsitzender der Kliniken für Neurochirurgie und Pädiatrische Neurochirurgie, und Dr. Jacek Wozniak, Facharzt des Zentrums für Innovative Therapien, stehen für ein kostenloses Beratungsgespräch zur Verfügung und beantworten alle Patientenfragen zum NanoTherm Therapiesystem am SPSK4. DGNC 2021, virtuell - MagForce unterstützt führende Konferenz im Bereich der Neurochirurgie als einer der Hauptsponsoren Rund um den Welthirntumortag bietet die 72. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) gemeinsam mit der Polnischen Gesellschaft für Neurochirurgie eine virtuelle Plattform, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu präsentieren, neue innovative Behandlungsmethoden zu diskutieren und sich über die neuesten Forschungsergebnisse und Zukunftsvisionen auszutauschen. Als einer der Hauptsponsoren der Jahrestagung freut sich MagForce, diese wichtige Veranstaltung im Bereich der Neurochirurgie zu unterstützen, und wird mit einem virtuellen Messestand vertreten sein, an dem MagForce Experten für Fragen zum NanoTherm Therapiesystem zur Verfügung stehen. Brief an die AktionäreSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre von MagForce,2020 hat die Welt vor Herausforderungen gestellt, mit denen keiner gerechnet hat, und zwar auf allen Ebenen - globale sowie nationale, soziale und auch sehr persönliche Herausforderungen. MagForce ist glücklicherweise sehr gut mit den sich konstant ändernden Umständen der COVID-19-Situation zurechtgekommen und wir gehen davon aus, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird. Ereignisse eines solchen Ausmaßes zwingen uns als Unternehmen jedoch nicht nur unsere Ziele zu überprüfen und die Auswirkungen, die diese Pandemie auf Einzelpersonen sowie unser Geschäft hat zu überdenken, sondern auch welchen positiven Einfluss wir auf das Leben von Patienten auf der ganzen Welt haben wollen. Krebs ist eine der größten Herausforderungen für Gesundheitssysteme weltweit. Eine transformative Lösung für diese verheerende Krankheit anbieten zu können, ist das Herzstück unseres Unternehmens - und ist und bleibt die treibende Kraft, die all unseren Aktivitäten seit jeher zugrunde liegt. Krebs macht auch vor der Pandemie keinen Halt. Und wir auch nicht. Ich bin zuversichtlich, dass die Kombination aus unserer unternehmerischen Stärke, dem Potenzial unseres innovativen Therapiesystems und unserem engagierten Team uns dabei helfen wird, diese Mission zu erfüllen. In diesem Brief werde ich über die Fortschritte berichten, die wir im Geschäftsjahr 2020 in unseren zwei Indikationen Glioblastom und Prostatakrebs in Europa und den USA gemacht haben, und detailliert auf die Entwicklungen und Meilensteine bei MagForce eingehen. MagForce AG - Europa - Behandlung von HirntumorenIn den ersten zwei Monaten des vergangenen Jahres, haben wir die Gesamtzahl der Behandlungen des kompletten Vorjahres übertroffen. Dies war ein großer Erfolg, leider konnte dieser Trend aufgrund der ersten und zweiten Welle der Pandemie nicht fortgesetzt werden. Die hohen Infektionszahlen stellten eine erhebliche Belastung für das Gesundheitssystem dar und hatten auch starke Auswirkungen auf die Kliniken, die unser NanoTherm Therapiesystem anbieten. Infolgedessen sahen wir im Laufe des restlichen Jahres niedrigere Behandlungszahlen, wie es auch in zahlreichen anderen Indikationen der Fall war. Angesichts der nun viel besseren Situation blicken wir jedoch alle optimistisch in die Zukunft und sind überzeugt, an den Erfolg des ersten Quartals 2020 anknüpfen zu können. Insgesamt konnten wir 2020 mit unserer europäischen Roll-out-Strategie gute Fortschritte erzielen. Aktuell bieten vier Behandlungszentren die NanoTherm Therapie an, davon haben 2020 in Deutschland zwei Behandlungszentren mit der kommerziellen Behandlung von Hirntumorpatienten an ihren jeweiligen Standorten begonnen. Das ist zum einen die Paracelsus-Klinik in Zwickau, mit der wir im Juni 2019 eine Kooperationsvereinbarung eingegangen sind, und die Anfang 2020 aktiv mit der Behandlung von Patienten startete. Und zum anderen das Hufeland Klinikum Mühlhausen in Thüringen, wo während des zweiten Halbjahres 2020 ein NanoActivator Gerät installiert und in Betrieb genommen wurde und bereits im Dezember wurde auch dort mit der Behandlung von Patienten begonnen. Beide Behandlungszentren werden von erfahrenen medizinischen Meinungsbildnern auf ihrem Gebiet geleitet und befinden sich in strategisch wichtigen geografischen Regionen. Das Klinikum in Zwickau beispielsweise erhält nicht nur Anfragen von Patienten aus Deutschland, sondern auch aus Tschechien, Ungarn, der Ukraine und Russland. Dank der Erweiterung unserer Behandlungszentren steht unsere innovative Therapiemöglichkeit nun einer größeren Patientenpopulation in ganz Deutschland und Osteuropa zur Verfügung und schließt damit eine gravierende Behandlungslücke in Europa. Während es aufgrund der enormen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in Spanien und Italien zu Verzögerungen bei der Installation weiterer NanoActivator Geräte in unseren dortigen Partnerkliniken kommt, freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir: 1) mit unserer Partnerklinik in Spanien aktiv sind und dort voraussichtlich im vierten Quartal 2021 unser erstes NanoActivator Gerät einrichten werden und 2) uns in fortgeschrittenen Verhandlungen mit potenziellen Partnern in Österreich und Deutschland sowie in Italien befinden. Wir planen, dass 2022 unser NanoTherm Therapiesystem zur Behandlung von Glioblastomen in Europa von acht Behandlungszentren angeboten wird. Kommerzielles Modell für weitere Hirntumorbehandlungszentren in Europa: "Plug-and-Treat"Die jüngsten Erfolge in unserem europäischen Roll-out sind auch auf unsere "Plug-and-Treat"-Lösung zurückzuführen, wie sie beispielsweise im neuen Zentrum in Zwickau, und auch in Lublin, installiert wurde. Durch diese mobile Lösung können wir die Zeit bis zum Beginn der Patientenbehandlung in neuen Zentren erheblich verkürzen. In Deutschland sowie anderen europäischen Ländern ist sie mittlerweile zum Auslieferungsstandard geworden. Die bereits vorinstallierten Container werden im LKW zur Klinik gebracht und benötigen dort nur noch einen entsprechenden Platz im Außenbereich eines Klinikgeländes sowie einen Standard-Drehstromanschluss. MagForce liefert die komplette regulatorische und technische Dokumentation vorab an die Klinik-Verwaltung, sodass behördliche Genehmigungen zügig ausgestellt werden können. Die mobile "Plug-and-Treat"-Lösung macht das NanoTherm Therapiesystems somit deutlich zugänglicher für Kliniken. Zurzeit planen wir rund drei Monate von Auftragserteilung bis Inbetriebnahme eines neuen NanoTherm Behandlungszentrums in Deutschland oder in einem anderen europäischen Land. Unterstützen und Bewusstsein schaffenDarüber hinaus setzen wir unser ambitioniertes Engagement fort, Ärzten und Klinik-Kooperationspartnern die größtmögliche Unterstützung zu bieten. Unsere "NanoTherm Therapy School", ein praxisorientiertes, einzigartiges und vielseitiges Anwendungstraining für den Einsatz des NanoTherm Therapiesystems, ist weiterhin ein Erfolg. Das Trainingsprogramm wurde in enger Zusammenarbeit mit führenden Experten entwickelt und richtet sich an Mediziner und Fachpersonal aus den Bereichen der Neurochirurgie und Neuroonkologie. Ziel des umfassenden Anwendungstrainings ist, Chirurgen in der Anwendung unserer innovativen NanoTherm Technologie zur Behandlung von Glioblastomen zu zertifizieren. Im Oktober 2020 wurde der zweite Teil von Modul B, und kürzlich, im Mai 2021, das dritte Modul des Trainings durchgeführt. Wir sehen an den Anmeldungszahlen aber auch am Feedback der Teilnehmer, dass das Interesse an MagForces innovativer Therapie nach wie vor groß ist. Gleichzeitig arbeiten wir weiterhin engagiert daran, das Bewusstsein für Hirntumore und die damit verbundenen Herausforderungen, mit denen sich betroffene Patienten konfrontiert sehen, zu schärfen. Dies spiegelte sich unter anderem in den zahlreichen Aktivitäten wider, mit denen wir uns anlässlich des Welthirntumortages für die Bedürfnisse von Hirntumorpatienten und deren Angehörigen eingesetzt haben. Obwohl Präsenzveranstaltungen nach wie vor nicht möglich sind, ist es unseren Partnern gelungen, ihre Unterstützung zu zeigen und Patienten, die an dieser kräftezehrenden Krankheit leiden sowie deren Angehörigen einen Hoffnungsschimmer zu geben. Wir sind stolz, Teil dieser Gemeinschaft zu sein und werden uns weiterhin dafür einsetzen, zur Ausweitung wirksamer und innovativer Behandlungsmöglichkeiten beitragen. MagForce USA, Inc. - USA - Fokale Behandlung von ProstatakrebsDie American Society of Clinical Oncology schätzt, dass im Jahr 2020 in den Vereinigten Staaten allein 209.500 neue Fälle von Prostatakrebs aufgetreten sind und trotz des Fortschritts bei Diagnose und Behandlung etwa 31.000 Tote zu beklagen waren. MagForces Ansatz der fokalen Ablation adressiert Patienten, deren Prostatakrebs das intermediäre Stadium erreicht hat und die sich unter aktiver Beobachtung ("Active Surveillance") befinden. Es wird angenommen, dass die Patienten durch die Zerstörung kleinerer karzinogener Läsionen in "Active Surveillance Programmen" verbleiben und so lange wie möglich endgültige Behandlungen, wie eine chirurgische Entfernung (Resektion) oder Bestrahlung der gesamten Prostata, mit ihren wohlbekannten Nebenwirkungen, vermieden werden können. Im vergangenen Jahr haben wir die enormen Vorteile der Struktur gesehen, die wir in den USA implementiert haben, wo unsere Zentren für die fokale Behandlung von Prostatakrebs als eigenständige Einheiten, unabhängig von Krankenhäusern, aufgestellt sind. Durch diese Struktur konnten die Auswirkungen der Pandemie abgemildert werden, sodass COVID-19 unseren Erfolg bei der Rekrutierung von Patienten mit Prostatakrebs und der Durchführung unserer pivotalen US-Studie mit unserem NanoTherm Therapiesystem vergleichsweise wenig beeinflusst hat. Diese unabhängigen Behandlungszentren gewährleisteten den signifikanten Fortschritt unserer Studie: Im April 2020 erhielten wir die Genehmigung der FDA, um mit unserem gestrafften Studienprotokoll für die nächste Stufe fortzufahren. Daraufhin wurde die Stufe 2a der klinischen Studie eingeleitet. Ich freue mich, berichten zu können, dass die Anfang 2021 kommunizierten Behandlungsergebnisse der Stufe 2a die Ergebnisse der ersten Stufe bestätigen. Das in Stufe 1 beobachtete beeindruckende und günstige Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil konnte ebenfalls bestätigt werden. Die Ergebnisse zeigten die erwarteten minimalen behandlungsbedingten Nebenwirkungen. Gegenüber der Stufe 1 konnte MagForce die Installationsgenauigkeit in Stufe 2a um über 90 Prozent verbessern, was zu einer größeren NanoTherm-Partikelmasse am Wirkort führte. Dieses gestraffte Verfahren wird die Behandlung der Patienten innerhalb eines einzigen Tages ermöglichen, und somit die Belastung durch wiederholte Besuche im Behandlungszentrum minimieren. Dies ist angesichts der Pandemie wichtig, noch viel wichtiger ist jedoch, dass so der Lebensalltag der Patienten wesentlich weniger beeinträchtigt wird. Die FDA prüft die Ergebnisse aus Stufe 2a, die mit den von uns zuvor erwarteten Ergebnissen übereinstimmen. MagForce hat bereits mit der Patientenrekrutierung für diese nächste Stufe begonnen. Diese soll zeigen, dass sich die fokale Ablation als Behandlungsmethode bei Active Surveillance Patienten eignet, deren Prostatakrebs so weit vorangeschritten ist, dass sie eine erneute klinische Untersuchung und einen Behandlungswechsel benötigen - wie eben beispielsweise die fokale Ablation. Insgesamt wird die Stufe 2b bis zu 100 Männer einschließen. Die Studie wird zunächst an MagForces "Focal Treatment Center" in Texas beginnen und dann auf die weiteren Studienzentren in Washington und Florida ausgeweitet. Während dieser letzten Stufe der Studie wird MagForce Behandlungen an allen drei Standorten in den USA durchführen, um sicherzustellen, dass die Behandlungszentren nach Abschluss der klinischen Studie für die Kommerzialisierung betriebsbereit sind. Unser kommerzielles Modell sieht vor, dass wir weiterhin unsere eigenen, unabhängigen "Focal Treatment Centers" betreiben, die durch unser Fachpersonal betrieben werden. So kann MagForce USA die gesamte Behandlungsprozedur (inklusive der Instillation des NanoTherm Liquids) berechnen, wie es beispielsweise bei Dialysebehandlungen üblich ist. Betrachtet man den potenziellen globalen Markt für eine wirksame fokale Behandlung mit minimalen Nebenwirkungen, könnten pro Jahr mehr als 500.000 Patienten behandelt werden und von einer solchen Therapie profitieren. Der Wert des adressierbaren Marktes für die komplette Behandlungsprozedur in den USA liegt bei rund USD 4,1 Milliarden pro Jahr. Mit dem Betrieb eigener "Focal Cancer Treatment Centers" kann MagForce die Geräte effizienter nutzen und den Umsatz pro Patienten deutlich steigern. Mit unserem eigenen engagierten Personal werden die Patienten von Experten behandelt, die sehr erfahren in der Anwendung unserer Therapie sind, um so die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Unsere Strategie bleibt bestehen: Während wir die Studie abschließen, beginnen wir mit unseren Vorbereitungen auf die Kommerzialisierung. Nach Abschluss der klinischen Studie in der zweiten Jahreshälfte 2021, planen wir den Start der Kommerzialisierung im zweiten Quartal 2022. Unsere drei eigenen klinischen Zentren in San Antonio, Texas; Seattle, Washington und Sarasota, Florida, werden unmittelbar kommerziell einsatzbereit sein. Im Jahr 2022 planen wir die Einrichtung weiterer unternehmenseigener Behandlungszentren und in den Folgejahren werden wir weitere "Focal Treatment Centers" an strategisch wichtigen Standorten in den USA eröffnen, um die Behandlung von Patienten vor Ort zu ermöglichen. Zurückblickend bin ich stolz, sagen zu können, dass das Jahr 2020 sich trotz ungünstiger äußerer Einflüsse als ein gutes Jahr für unser Unternehmen erwiesen und uns in unserer Mission, Krebspatienten weltweit unsere Therapie zur Verfügung zu stellen, nicht aufgehalten hat. Nach wie vor halte ich an unserem Kurs fest - die Umsetzung unserer Expansionsstrategie mit nachhaltigen Partnerschaften in Europa und das zur Verfügung stellen unseres NanoTherm Therapiesystems für Patienten mit Prostatakrebs in den USA. Ich möchte allen, die das vergangene Jahr zu einem Erfolg gemacht haben, meinen Dank aussprechen: unseren Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Leistungen sowie Ihnen, unseren Aktionären, für Ihr Vertrauen in unsere Mission. Bleiben Sie wohlauf und vor allem gesund - ich freue mich sehr auf die Zukunft und das, was wir gemeinsam erreichen können.
Mit den besten Grüßen Dr. Ben Lipps, Vorstandsvorsitzender MagForce AG, Chief Executive Officer, MagForce USA, Inc. Dr. Ben Lipps, Chairman & Chief Executive Officer Christian von Volkmann, Chief Financial Officer Investor RelationsEntwicklung der AktienindizesDie Entwicklung der internationalen Finanzmärkte war 2020 von der COVID-19-Pandemie geprägt. Im Jahresverlauf erholten sich die Aktienmärkte von den erheblichen Kursverlusten der ersten Jahreshälfte, die vor allem aus der globalen Verbreitung der Pandemie und den erwarteten negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaftsentwicklung resultierten. Der US-amerikanische Leitindex Dow Jones verzeichnete 2020 ein Plus von 6,9 Prozent gegenüber dem Schlussstand des Vorjahres, der breiter gefasste S&P 500 sogar von 16,2 Prozent. Während sich die US-amerikanischen Börsen erfreulich entwickelten, hatten die nach Marktkapitalisierung größten europäischen sowie deutschen Konzerne stärker mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen. Der EURO STOXX 50 ging um 4,7 Prozent zurück. In Deutschland startete der DAX am 2. Januar bei 13.233 Punkten in das Börsenjahr 2020. Ausgehend vom Zwischenhoch bei 13.795 Punkten am 17. Februar verbuchte das Börsenbarometer durch die COVID-19-Pandemie einen Einbruch bis auf 8.256 Punkte am 16. März 2020. Das Minus im ersten Quartal 2020 betrug insgesamt 25 Prozent. Während ein positiverer als zwischenzeitlich erwarteter Konjunkturausblick, umfangreiche Staatshilfen und eine Flut an Zentralbankliquidität im zweiten Quartal zur starken Erholungsbewegung des Leitindex beitrugen, verlangsamte sich der Anstieg beeinträchtigt durch die erwarteten negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der zweiten COVID-19-Welle ab dem dritten Quartal wieder. Die monetären Hilfprogramme sowie die Aussicht auf einen COVID-19-Impfstoff sorgten im Laufe des vierten Quartals 2020 allerdings erneut für steigende Aktienkurse. Am 30. Dezember 2020 schloss der DAX bei 13.719 Punkten mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent im Vergleich zum Schlusswert 2019. Der Scale Index eröffnete das Jahr mit 1.059 Punkten, brach am 18. März ein auf 728 Punte und stieg bis zum Jahresende auf 1.392 Punkte. Das Jahresplus betrug 31 Prozent. Die MagForce AktieDie Aktie der MagForce AG ist weiterhin im Scale-30-Index der Deutschen Börse gelistet. Dieser Auswahlindex misst die Entwicklung der 30 liquidesten Aktien, die im Segment Scale für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gelistet sind. Maßgeblich für eine Aufnahme in den Index sind die Orderbuchumsätze an den Handelsplätzen Xetra und Börse Frankfurt. 2020 startete die MagForce-Aktie (MF6.DE) mit einem Kurs von EUR 4,08 in das Jahr und schloss am 31. Dezember 2020 bei EUR 4,98, was einem Plus von 22,6 Prozent entspricht. Im Laufe der Berichtsperiode lag das Hoch der Aktie bei EUR 5,72 und das Tief bei EUR 1,98. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft betrug Anfang Januar 2020 EUR 117 Mio., Ende Dezember EUR 146 Mio. Durchschnittlich wurden 2020 täglich 40.604 MagForce-Aktien auf XETRA und Tradegate gehandelt (2019: 23.651 Aktien). Kennzahlen MagForce-Aktie
Research-Coverage
Directors Dealings: Weiterer Aktienkauf seitens des Vorstandsvorsitzenden, Dr. Ben LippsEnde 2020 hat der Vorstandsvorsitzende der MagForce AG, Dr. Ben J. Lipps, seine Anteile an der Gesellschaft durch den Erwerb von weiteren 250.000 Aktien im Gesamtvolumen von EUR 1.000.000 erhöht und so nochmals seinem Vertrauen in das Unternehmen und das zukünftige Wachstum Ausdruck verliehen. Erfolgreiche Finanzierungen der MagForce AGZur weiteren Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie und zur Stärkung der Bilanz hat die MagForce im Geschäftsjahr 2020 folgende Finanzierungen erfolgreich durchgeführt: Im Dezember wurden im Rahmen einer Privatplatzierung 1.165.000 neue Aktien durch Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre platziert. Der Platzierungspreis betrug EUR 4,00 pro Aktie, der Bruttoerlöse rund EUR 4,7 Mio. Im Juni wurde mit der US-amerikanischen Investmentfirma Yorkville Advisors Global LP eine Vereinbarung über eine Wachstumsfinanzierung in Höhe von bis zu EUR 15 Mio. unterteilt in voraussichtlich bis zu fünf Tranchen in Form von Wandelschuldverschreibungen abgeschlossen. Investor Relations AktivitätenDie Pandemie mit den einhergehenden behördlichen Maßnahmen veränderten auch die Investor Relations-Arbeit der MagForce AG. Mit dem erklärten Ziel, MagForce's strategische Ausrichtung und die Unternehmensentwicklung verlässlich und transparent zu kommunizieren und damit das Vertrauen der Anleger in MagForce zu stärken, hat das Management 2020 die Kapitalmarktteilnehmer hauptsächlich im Rahmen zahlreicher nationaler und internationaler, virtueller Roadshows und Konferenzen über die aktuelle Unternehmensentwicklung informiert. Auch die Hauptversammlung 2020 wurde virtuell abgehalten. Im Investor-Relations-Bereich der MagForce-Website (magforce.com) bietet die Gesellschaft umfassende Informationen zur Geschäftslage, aktuelle Nachrichten und einen Überblick über künftige Events und Aktivitäten. Zudem werden die Aktionäre über aktuelle Entwicklungen in regelmäßigen Pressemitteilungen und Aktionärsbriefen informiert, und mehrere Research-Häuser veröffentlichen Updates ihrer Research-Coverage. Nachhaltige UnternehmensführungWir verstehen nachhaltiges Handeln als Voraussetzung für künftigen und langfristigen unternehmerischen Erfolg - dabei sind wir uns unserer Verantwortung für die heutige und für künftige Genrationen bewusst. Als Medizintechnik-Unternehmen hat die Einhaltung höchster ökologischer, sozialer und ethischer Standards für uns oberste Priorität und ist fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Schon unsere gesamte Produktpalette, unser NanoTherm Therapiesystem zur effektiven und schonenden Behandlung solider Tumore, und somit die Kernaufgabe unseres Unternehmens, ist darauf ausgerichtet, nachhaltig positiv zu wirken. Unser tägliches Handeln muss unsere ökologische und soziale Verantwortung reflektieren, um langfristig unternehmerisch erfolgreich zu sein. Aus diesem Grund ist unser Geschäftsmodell auf ein nachhaltiges Wachstum bei gleichzeitiger Wahrung der Interessen unserer Anteilseigner ausgerichtet. Ziel ist es, langfristige Werte zu schaffen und Unternehmensprozesse hinsichtlich deren Auswirkungen auf die Umwelt, Gesellschaft, Patienten und Mitarbeiter abzuwägen. Um den aktuell schon großen, und künftig wohl auch noch wachsenden, Herausforderungen in der Krebstherapiegerecht zu werden, ist es unser Unternehmensziel, mit dem NanoTherm Therapiesystem eine schonende und effektive Krebsbehandlung zur Verfügung zu stellen und diese möglichst vielen Patienten zugänglich zu machen. Die steigenden Inzidenzen bei Krebserkrankungen generieren zunehmend mehr Nachfrage nach unterschiedlichen Behandlungsoptionen und einer Verbesserung der Lebensqualität der Patienten. Unser aktuelles Geschäftsmodell entspricht nach Ansicht des Managements den auf ein nachhaltiges Investment zielenden Interessen von Aktionären. Regulatorische Rahmenbedingungen und ethische StandardsDie strikte Einhaltung geltender nationaler und internationaler Vorschriften ist für jeden Mitarbeiter von MagForce, wie auch für Drittunternehmer und Dienstleister verpflichtend. Wir arbeiten nach einem Qualitätsmanagementsystem, das nach ISO 13485:2016 zertifiziert ist sowie unter Einhaltung der nationalen und internationalen Rechtsvorschriften (MDR, MDD, MPDG). Klinische Studien werden unter Einhaltung der "Good Clinical Pratice" (GCP) gemäß ISO 14155 sowie der Anforderungen der ISO 10993 durchgeführt. Wir haben ausgezeichnete Ergebnisse in den Bereichen Qualität und Regulatorik (Q&R) der MagForce erzielt. Unser Q&R- und Risikomanagementteam hat unser Qualitätsmanagementsystem (QMS) und die gesamte technische Dokumentation für Geräte auf die neue EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) umgestellt. Das erste Konformitätsaudit zur Überprüfung der Einhaltung der geltenden Anforderungen der MDR fand im Mai 2021 statt und wurde mit hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen. Die Auditergebnisse sind für uns der Nachweis, dass der Kernwert der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung unserer Medizinprodukte und Dienstleistungen, zu dem wir uns verpflichtet haben, ernstgenommen und umgesetzt wird. Die neue MDR-Zertifizierung gilt für alle 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und versetzt uns in eine gute Ausgangsposition, um unsere laufende EU-Marktexpansionsstrategie fortzusetzen. Wir legen großen Wert auf die Einhaltung der "Good Documentation Practices" (GDP) zur Aufrechterhaltung unserer QMS-Aktivitäten. Unsere Praktiken und Ansätze wurden positiv von verschiedenen benannten Stellen bestätigt, die unser QMS in den letzten zehn Jahren mehrfach auditiert haben. Zusätzlich zu GDP haben wir im Laufe der Jahre auch verschiedene "Good Manufacturing Practices" (GMP) Upgrades in unsere Medizingeräteherstellung und Qualitätskontrollaktivitäten integriert, die es uns ermöglichen kontinuierlich ein höheres Qualitätsniveau und eine verbesserte Leistung unserer Medizinprodukte zu erreichen und um sicherzustellen, dass unsere Produktionsaktivitäten auf dem neuesten Stand der Technik bleiben. Jedes Gerät, das zu unserem NanoTherm Therapiesystem-Portfolio gehört, durchläuft sorgfältig mehrere Schritte strenger Qualitätskontrolltests, von der Komponentenebene bis zum endgültigen Versand, der Installation und Inbetriebnahme der Produkte. Lieferanten werden von MagForce entsprechend unseren Qualifikationsverfahren geprüft, qualifiziert und auditiert. Tierversuche im Rahmen von Tierstudien müssen bei MagForce ausschließlich für die Endfreigabe unseres NanoTherm AS1 Liquids erfolgen. Es muss im Rahmen der Zulassung eine Prüfung auf Pyrogene durchgeführt werden, die von einem qualifizierten Labor, das die lokalen, nationalen und internationalen Vorschriften zum Tierschutz befolgt, durchgeführt wird und zurzeit nur als In-vivo-Prüfung möglich ist. Wir suchen derzeit nach einem Weg, auch diesen einen Test am lebenden Tier vermeiden zu können, um dann gänzlich ohne Tierversuche auszukommen. PatientenBei der Durchführung von klinischen Studien entsprechen wir den ethischen Grundsätzen, die ihren Ursprung in der "Deklaration von Helsinki" haben, und halten alle einschlägigen internationalen und nationalen Gesetze und Vorschriften sowie Leitlinien zur guten klinischen Praxis (GCP) ein. Die Studien werden in Einklang mit den entsprechenden Bestimmungen zu Datenschutz (DSGVO) und Vertraulichkeit durchgeführt. Der Schutz der Rechte, der Sicherheit sowie des Wohlergehens aller Teilnehmer klinischer Studien und die Integrität der erhobenen Daten haben für MagForce höchste Priorität. Klinische Studien werden nur nach Zustimmung der betreffenden unabhängigen Ethikkommission und / oder des institutionellen Prüfgremiums begonnen. Unsere Studien werden stets von einer unabhängigen "Clinical Research Organisation (CRO)" betreut, die die Einhaltung der Qualitätsstandards permanent überwacht. Dazu gehören unter anderem auch das Studiendesign sowie die biometrische Planung. Vor der Teilnahme an einer klinischen Studie hat jeder Teilnehmer eine nach vorheriger Aufklärung zu erfolgende Einverständniserklärung auf freiwilliger Basis abzugeben. Bei allen Prozessen ist die Einhaltung höchster Qualitäts- und Sicherheitsstandards eine besonders große Verantwortung. Um Sicherheitsrisiken für Patienten zu vermeiden und die Qualität unserer medizintechnischen Produkte und auch die Integrität und Zuverlässigkeit der erzeugten Daten sicherzustellen, haben wir detaillierte Verfahrensabläufe und klare Regeln. MitarbeiterEs ist unser Anspruch, Patienten eine effektive und zugleich schonende Krebstherapie zu ermöglichen - um hierbei erfolgreich zu sein spielen unsere Mitarbeiter die entscheidende Rolle - insbesondere die Mitarbeiter, die hochmotiviert und über Fachbereiche hinweg eng und konstruktiv zusammenarbeiten. Für ein Unternehmen wie MagForce sind deshalb die Themen Mitarbeiterbindung, -zufriedenheit und Motivation von zentraler Bedeutung und entscheidende Erfolgsfaktoren. Wir bieten unseren Mitarbeitern Möglichkeiten zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung, umfangreiche externe Fort- und Ausbildungsprogramme, flexible Arbeitszeitmodelle und flache Hierarchien. Die Vereinbarkeit von beruflicher Entwicklung und persönlichen Lebensplanung ist ein wesentlicher und strategischer Erfolgsfaktor für zukunftsorientierte Unternehmen. Neben den erwähnten flexiblen Arbeitszeitmodellen bietet MagForce deshalb auch Teilzeitmodelle an und Mitarbeiter mit Familie werden beim Wiedereintritt in das Berufsleben mit speziellen Angeboten unterstützt. Eine transparente Kommunikation innerhalb der Belegschaft ist fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Regelmäßig finden "Town Hall Meetings" statt, bei welchen der Vorstand allen Mitarbeitern die jüngsten Entwicklungen des Unternehmens erläutert und Fragen beantwortet. Generell und insbesondere im Rahmen einer jährlichen Mitarbeiterbefragung können seitens der Belegschaft Fragen und Anmerkungen öffentlich oder auch anonym geäußert werden. Die bei der MagForce AG und ihren Tochterunternehmen beschäftigten 65 Mitarbeiter vertreten 9 Nationen, 46 Prozent der Belegschaft sind weiblich. Sicherheit am Arbeitsplatz und der Schutz unserer Mitarbeiter ist uns sehr wichtig. Die Befolgung des Arbeitsschutzgesetzes ist selbstverständlich. Mithilfe von Richtlinien und Schulungen sind wir bestrebt, die Unfallzahlen auf möglichst niedrigem Niveau zu halten, die Sicherheit sowie das Wohlbefinden aller Beschäftigten hingegen auf einem höchstmöglichen Niveau. 2020 verzeichneten wir keinerlei meldepflichtige Arbeitsunfälle. UmweltschutzAls verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Unternehmen kommt dem Umweltschutz und dem sorgsamen Umgang mit Ressourcen bei MagForce eine zentrale Bedeutung zu. Wir sind stets bestrebt, die Menge an eingesetzten Schadstoffen bei unserer Labortätigkeit zu minimieren, die nur von speziell ausgebildeten Personen durchgeführt wird. Mit der Entsorgung chemischer Abfälle werden ausschließlich dafür zertifizierte Unternehmen beauftragt. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig über den Gang der Geschäfte und die Ertragslage des Unternehmens unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung laufend überwacht. In fünf Sitzungen des Geschäftsjahres 2020 wurden alle Geschäftsvorfälle und anstehenden Entscheidungen, die nach Gesetz und der Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, ausführlich behandelt. An diesen Sitzungen haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen. Schwerpunktmäßig wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrates die Sicherung der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft, die operative und strategische Entwicklung der Gesellschaft sowie die damit in Zusammenhang stehenden Maßnahmen erörtert. Wie im Vorjahr, wurde detailliert über den Ausbau der Kommerzialisierung der NanoTherm Therapie und die schnellere Verbreitung der Therapie auch in den USA diskutiert. Die Entwicklung und die Unternehmensplanung waren jeweils quartalsmäßig Gegenstand der Erörterung von Vorstand und Aufsichtsrat. In den Sitzungen wurden unter anderem die nachfolgenden Themen erörtert bzw. folgende Beschlüsse gefasst: In der Aufsichtsratssitzung am 19. März 2020 wurden das Update über das operative Geschäft der Gesellschaft und der MagForce USA Inc., den klinischen und finanziellen Sektor inbegriffen, besprochen. Es wurden vorläufige Zahlen für das Jahr 2019 präsentiert und mit der Planung des Jahres 2020 verglichen sowie die Planung 2021 vorgestellt. Weiterhin wurden in selbiger Sitzung die weiteren Finanzierungsoptionen vorgestellt und die nächsten Sitzungstermine abgestimmt. In seiner Sitzung vom 30. April 2020 wurde dem Aufsichtsrat ein Überblick zum vorläufigen Jahresabschluss 2019 gegeben. Weiterhin wurde das Update über das operative Geschäft der Gesellschaft und der MagForce USA Inc., den klinischen und finanziellen Sektor inbegriffen, besprochen. In selbiger Sitzung wurde auch der weitere Stand der Finanzierungsaktivitäten vorgestellt. Mit Beschlussfassung im Wege des schriftlichen Umlaufverfahren vom 23. Juni 2020 wurde der Abschluss eines Rahmenvertrags für die Begebung von Wandelschuldverschreibungen im Betrag von bis zu EUR 15.0 Mio. an Yorkville Advisors Global zugestimmt und in einer weiteren Beschlussfassung mit selbigen Datum wurde Dr. Ben Lipps für weitere zwei Jahre bis zum 31. August 2022 zum Vorstandsvorsitzenden und Christian von Volkmann für weitere zwei Jahre bis zum 30. September 2022 zum Finanzvorstand bestellt. In der Aufsichtsratssitzung vom 26. Juni 2020 wurde der Jahresabschluss 2019, einschließlich des Prüfungsberichts und des Bestätigungsvermerkes vorgestellt. In selbiger Sitzung erörterte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2019 mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft sowie dem Vorstandsmitglied Christian von Volkmann. Im Anschluss wurde eine reguläre Aufsichtsratssitzung abgehalten, in der der operative Fortschritt des Unternehmens und der Stand der Finanzierungsaktivitäten besprochen wurden. Mit Beschlussfassung im Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens vom 29. Juni 2020 stimmte der Aufsichtsrat der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft am 13. August 2020 zu. In selbigen Beschluss wurde der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019 sowie der Jahresabschluss nebst Lagebericht für des Geschäftsjahr 2019 festgestellt. In seiner virtuellen Sitzung am 13. August 2020 bereitete der Aufsichtsrat die ordentliche Hauptversammlung im Anschluss an diese nach. Der Vorstand präsentierte vorläufige Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2020 und informierte insbesondere über Tätigkeiten der Gesellschaft im Bereich der Finanzierungsaktivitäten. In selbiger Sitzung wurde der Übertragung von 500.000 Aktien der MagForce USA, Inc. an die MagForce USA Holding GmbH zum Net-Present-Value zugestimmt. Mit Wirkung zum 27. Oktober 2020 ist Frau Dr. Rösler aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Für die restliche Periode bis zur nächsten Hauptversammlung wurde am 10. November 2020 Herr Aaron Weaver zum Aufsichtsrat bestellt. Mit Beschlussfassung im Wege des gemischten Verfahrens vom 10. Dezember 2020 wurde die Ermächtigung gegeben, eine Kapitalerhöhung durch teilweise Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2020 durchzuführen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates stand in ständigem Kontakt mit den Mitgliedern des Vorstandes. Dabei wurden Fragen der Unternehmensstrategie, Geschäftsentwicklung, Patentfragen, Rechtsstreitigkeiten und wichtige Vorfälle des Unternehmens besprochen. Außerdem hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand wichtige strategische Projekte erörtert. Gegenstand waren wie in den Vorjahren die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Konzepte für das zukünftige Wachstum des Unternehmens. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2020 wie auch die Buchführung wurden durch die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte AIOS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und den Lagebericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2020 ebenfalls sorgfältig geprüft. Der Abschlussprüfer hat an der Beratung des Jahresabschlusses teilgenommen und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung gestanden. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied fristgerecht zur Prüfung ausgehändigt. Der Aufsichtsrat hat von seinem Recht Gebrauch gemacht, Einsicht in die Bücher und Schriften der Gesellschaft zu nehmen, insbesondere durch Vorlage von bedeutenden Einzelverträgen, auch unabhängig von ihrer Zustimmungsbedürftigkeit. Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmung der Genehmigung des Aufsichtsrates bedürfen, hat der Aufsichtsrat geprüft und über seine Zustimmung entschieden. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 am 22. Juni 2021 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz und die im Geschäftsjahr 2020 geleistete Arbeit, insbesondere in Hinblick auf die Kommerzialisierung der NanoTherm Therapie und den unermüdlichen Einsatz für die Weiterentwicklung und Verbreitung neuer Therapieformen zur Bekämpfung von Krebs.
Berlin, den 22. Juni 2021 Der Aufsichtsrat Norbert Neef, Aufsichtsratsvorsitzender LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2020Geschäfts- und RahmenbedingungenÜberblick über das UnternehmenDie MagForce AG ist ein führendes Unternehmen auf dem Gebiet der nanotechnologisch basierten Krebstherapie und das erste Unternehmen weltweit, das die europäische Zulassung für ein Medizinprodukt mit Nanopartikeln erhalten hat. Die innovative Therapie steht derzeit Patienten in NanoTherm Behandlungszentren in Deutschland und in Lublin, Polen, zur Verfügung. Weitere NanoTherm Behandlungszentren an strategisch wichtigen Regionen sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern sind in Planung. Die MagForce Gruppe besteht aus insgesamt sieben Gesellschaften mit der MagForce AG als Mutterunternehmen. MagForce USA, Inc. mit Sitz in Nevada, entwickelt derzeit die NanoTherm Therapie zur fokalen Behandlung von Prostatakrebs. Die klinische Studie befindet sich in der letzten Stufe. Nach erfolgreichem Abschluss der Studie wird die Kommerzialisierung in den USA, Kanada und Mexiko beginnen. Die Vertriebs- und Entwicklungsrechte in den Indikationen Prostatakrebs und Gehirntumor für die Regionen USA, Kanada und Mexiko sind in der MagForce Ventures GmbH, Berlin, gebündelt, deren Geschäftsanteile zu 100 Prozent von der MagForce USA Inc. gehalten werden. Zusammen mit der als Beteiligungsgesellschaft agierenden, 100-prozentigen Tochter, der MagForce USA Holding GmbH, Berlin, hält die MagForce AG die Mehrheit der Anteile an der MagForce USA Inc. Die MT MedTech Engineering GmbH mit Sitz in Berlin produziert und entwickelt die NanoActivatoren und befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der MagForce AG. MagForce Sp. z o.o., Warschau, Polen, und MagForce Nanomedicine S.L., Madrid, Spanien, sind Vertriebsgesellschaften, an denen die MagForce AG jeweils 100 Prozent der Anteile hält. Die MagForce Nanomedicine S.L. ist noch nicht operativ tätig. Gesamtwirtschaftliche SituationDie COVID-19 Pandemie hat die Weltwirtschaft im Jahr 2020 in eine tiefe Rezession gestürzt. So betrug nach dem Gutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr -5,3 Prozent. Die negative Zuwachsrate des BIP in Höhe von -6,8 Prozent im Euro-Raum fiel noch höher aus als in Deutschland. Das globale BIP lag bei -3,6 Prozent womit der Einbruch der Weltwirtschaft 2020 deutlich stärker war als zum Höhepunkt der globalen Finanzkrise im Jahr 2009. Die massiven Auswirkungen der COVID-19 Pandemie werden auch die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2021 prägen. Der Sachverständigenrat erwartet für das Jahr 2021 in Deutschland ein Wachstum des BIP um 3,1 Prozent. Für den Euro-Raum wird mit einem Wachstum des BIP um 4,1 Prozent gerechnet, während die Prognose für das globale BIP bei 5,9 Prozent liegt. Die wirtschaftliche Belebung könnte durch erneute Infektionswellen insbesondere verstärkt durch Virusmutationen gefährdet werden. Bei einem starken Anstieg der Infektionszahlen könnte die konjunkturelle Erholung sich verzögern. Schnellere Impffortschritte könnten dagegen die Pandemie früher eindämmen und die konjunkturelle Erholung beschleunigen. Markt- und BranchenumfeldDie MagForce AG ist im Medizinproduktemarkt aktiv und konzentriert sich derzeit auf die Kommerzialisierung ihrer NanoTherm Therapie in der Indikation Hirntumor in Europa und auf den Abschluss der letzten Stufe der US-Studie mit der NanoTherm Therapie für die Indikation Prostatakrebs und den anschließenden Markteintritt in den USA. Weltweit benötigen etwa 160.000 Patienten im Jahr eine Behandlung von Glioblastomen. Es gibt daher für diese Form der Behandlung ein globales Marktpotenzial von jährlich etwa EUR 4 Mrd. Aufgrund signifikant höherer Fallzahlen ist das Marktpotenzial in der Indikation Prostatakrebs deutlich höher. Global betrachtetet könnten schätzungsweise pro Jahr mehr als 500.000 Patienten behandelt werden. Je nach Geschäftsmodell liegt das Marktpotenzial zwischen jährlich USD 3,5 und 12,5 Mrd. Glioblastom, Prostatakarzinom und ihre TherapienGlioblastomDas Glioblastom ist der häufigste und bösartigste Gehirntumor; er betrifft hauptsächlich Erwachsene. Die WHO (World Health Organization) stuft das Glioblastom aufgrund der sehr schlechten Prognose und der sehr schwierigen bzw. Nicht-Therapierbarkeit in die höchste Kategorie, als Grad IV, ein. Das Glioblastom ist operativ nicht heilbar und weitestgehend resistent gegen Bestrahlung und Chemotherapie. In Europa erkranken pro Jahr ca. 48.000 Menschen an einem Hirntumor. Davon beträgt die Zahl der Glioblastom-Fälle ca. 24.000. Für Deutschland liegen die Schätzungen bei 4.000 Glioblastom-Diagnosen pro Jahr und in den USA bei 18.000. Die International Agency for Research on Cancer (IARC: GLOBOCAN 2020) beziffert für das Jahr 2020 die Zahl der neuen Fälle an Tumorerkrankungen des Gehirns und zentralen Nervensystems weltweit mit 308.102, für Europa mit 67.114 und für die USA mit 24.538. Die konventionelle Krebstherapie für ein neu diagnostiziertes Glioblastom sieht zunächst die operative Entfernung des Glioblastoms vor. Im Anschluss wird eine adjuvante Strahlen- und Chemotherapie mit Temozolomid angewendet, an die eine Erhaltungstherapie mit Temozolomid anschließt. Andere Behandlungsformen, wie die Verwendung von Angiogenese-Hemmern haben sich in der Erstlinientherapie nicht bewährt. Im Zusammenhang mit einer Temozolomid-Erhaltungstherapie nach der Standard-Radiochemotherapie angewandte Medizinprodukte konnten zwar eine Verbesserung des mittleren Gesamtüberlebens und des Fünf-Jahres-Überlebens von Glioblastompatienten zeigen, ein Durchbruch in der Therapie konnte jedoch nicht erzielt werden. Trotz der intensiven Standardtherapie bei einem neu diagnostizierten Glioblastom, entwickelt sich oft nach wenigen Monaten erneut ein Tumor. Einen Standard für die Behandlung dieses Tumorrezidivs gibt es nicht. Eine wiederholte Resektion, die Behandlung mit einem Chemotherapeutikum (Alkylanz, Bevacizumab), eine erneute Strahlentherapie oder eine neue Therapieoption in einer klinischen Studie sind hier gängige Praxis. Eine endgültige Heilung des Glioblastoms ist momentan nahezu ausgeschlossen. Die mittlere Überlebenszeit liegt in der Größenordnung von 16 bis 20 Monaten, die Fünf-Jahres-Überlebensrate nach der Standardtherapie mit Bestrahlung und Temozolomid im Median bei 5 bis 10 Prozent. Es sind somit weiterhin neue Therapieverfahren mit alternativen Wirkmechanismen dringend erforderlich. Die NanoTherm Therapie stellt ein solches neues Therapieverfahren dar, welches zur Anwendung kommt. ProstatakrebsProstatakrebs ist die zweithäufigste diagnostizierte Krebsart und die dritthäufigste Todesursache bei Männern weltweit. In Deutschland ist Prostatakrebs bei Männern mit etwa 60.000 neue Prostatakrebsdiagnosen jährlich die häufigste Krebserkrankung. Die International Agency for Research on Cancer (IARC: GLOBOCAN 2020) beziffert für das Jahr 2020 die Zahl der neuen Fälle an Prostatakrebs weltweit mit 1.414.259, für Europa mit 473.344 und für die USA mit 209.512. Fokale Prostatakarzinom-Therapien sind darauf ausgerichtet, ausschließlich die mit Krebs befallenen karzinogenen Läsionen der Prostata zu zerstören und gesundes Gewebe zu schonen, wodurch Nebenwirkungen vermieden und die Lebensqualität des Patienten erhalten werden sollen. Therapien, die die gesamte Prostata betreffen, wie zum Beispiel die radikale Prostatektomie und Strahlentherapie, werden als kurative Therapien angesehen, bringen jedoch eine erhebliche Verschlechterung der Lebensqualität mit sich, einschließlich Inkontinenz, Erektionsstörungen und weiterer Nebenwirkungen. Die aktive Überwachung ("active surveillance") des Prostatakarzinoms gilt als gleichrangige Alternative zur interventionellen Therapie für niedrig-gradige Prostatakarzinom-Stadien. Eine aktive Behandlung erfolgt dabei erst dann, wenn ein bestimmter diagnostischer Wert (z. B. PSA) im Blut überschritten wird oder eine manuelle Untersuchung ein Fortschreiten des Tumors indiziert. Hier gibt es jedoch Bedenken, das Zeitfenster für eine angemessene Behandlung zu verpassen. Der Hauptgedanke einer fokalen Therapie der Prostata ist die Beschränkung der Behandlung auf den Tumorherd bzw. einen Teil der Prostata und damit die Vermeidung der Behandlung der gesamten Prostata, was erhebliche Nebenwirkungen und Einschränkungen der Lebensqualität, wie oben beschrieben, zur Folge hat. Die Entwicklung einer fokalen Therapie zur Behandlung des Prostatakarzinoms bietet daher erhebliches Potenzial. Die US-Studie zur fokalen Behandlung des Prostatakrebses mit intermediärem Risiko befindet sich in der letzten Stufe mit dessen Abschluss die kommerzielle Behandlung von Prostatakrebspatienten in den USA beginnen wird. WettbewerbIm Gegensatz zu den pharmazeutischen Wirkprinzipien der Krebstherapie gibt es für die NanoTherm Therapie bisher kein vergleichbares klinisch etabliertes Thermotherapieverfahren am Markt, bei dem die Wärme direkt im Tumor, also fokal und interstitiell, erzeugt wird. Bei der Verwendung konventioneller, im Markt befindlicher Wärmetherapiegeräte ist die Erwärmung des Tumorgebiets ausschließlich über eine externe Wärmequelle (Interferenz, Fokussierung) möglich, deren räumliche Auflösung und gewebeabhängige Leistungsaufnahme die Eingrenzung auf kleine karzinogene Läsionen erschwert. So kommt es zu einer unerwünschten Erwärmung von gesundem Gewebe, aus der Nebenwirkungen resultieren können sowie einer möglichen Einschränkung der erreichbaren Temperaturen im Tumorgewebe, die für eine therapeutische Wirkung erforderlich sind. Mit der von der MagForce AG entwickelten NanoTherm Therapie kommt ein neuartiges Wirkprinzip zur Anwendung, welches völlig neue Einsatzmöglichkeiten für die Thermotherapie eröffnet. Entwicklung des Unternehmens im GeschäftsjahrFinanzierungZwischen der MagForce AG und der Europäischen Investitionsbank (EIB) besteht eine Finanzierungsvereinbarung in Höhe von EUR 35,0 Mio. Nach dem im Januar 2018 die erste Tranche über EUR 10,0 Mio. ausgezahlt wurde, erfolgte im Januar 2020 die Auszahlung der zweiten Tranche in Höhe von EUR 3,0 Mio. Es besteht keine Verpflichtung, weitere Tranchen abzurufen. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre je abgerufener Tranche. Im Juni 2020 schloss MagForce AG mit der US-Investmentfirma Yorkville Advisors Global LP (Yorkville) eine Vereinbarung über die Ausgabe von Wandelanleihen in Höhe von bis zu EUR 15,0 Mio. ab. Danach kann die MagForce AG nach eigenem Ermessen unter bestimmten Bedingungen bis Juni 2023 Wandelanleihen in Tranchen an Yorkville ausgeben. Ende Juni wurde die erste Tranche in Höhe von EUR 2,5 Mio. in Anspruch genommen. Bis zum 31. Dezember 2020 wurde im Rahmen der Ausübung von Wandlungsrechten ein Betrag von EUR 1,4 Mio. in Aktien gewandelt. Im Dezember 2020 erfolgte eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital. Dabei wurden 1.165.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 gegen Bareinlagen ausgegeben. Die Zeichnung der neuen Aktien führte zu einer Erhöhung des Eigenkapitals um EUR 4,7 Mio. KommerzialisierungIm Geschäftsjahr 2020 konnte die MagForce AG trotz erschwerter Bedingungen durch die COVID-19 Pandemie die Anzahl der kommerziell behandelten Patienten signifikant steigern. Die im Geschäftsjahr 2019 eröffneten NanoTherm Behandlungszentren in Lublin und Zwickau trugen wesentlich zum Erfolg bei. Im Dezember 2020 konnte am Hufeland Klinikum in Thüringen am Standort Mühlhausen ein weiteres NanoTherm Behandlungszentrum eröffnet werden. Die Eigenständige Öffentliche Klinik Nr. 4 (SPSK4) in Lublin ist die erste Klinik außerhalb Deutschlands, die die innovative NanoTherm Therapie als zusätzliche Behandlungsoption für Hirntumorpatienten aus Polen und Umgebung anbietet. Es ist das größte Krankenhaus in der Regierungsprovinz Lublin mit Lehr- und Forschungseinrichtungen für die Medizinische Universität Lublin. Die Paracelsus-Klinik Sachsen am Standort Zwickau ist europaweit die dritte Klinik, die aktuell die NanoTherm Therapie der MagForce AG zur Behandlung von Hirntumoren anbietet. Damit ist in der gesamten Region Ostdeutschlands die NanoTherm Therapie direkt verfügbar. Die Paracelsus-Kliniken zählen mit 34 Einrichtungen an insgesamt 18 Standorten zu den großen privaten Klinikträgern in Deutschland. Die Klinik für Neurochirurgie behandelt jährlich ca. 2.200 Patienten und führt durchschnittlich 1.500 Operationen im Jahr durch, davon ca. 500 an Hirntumoren. Das Hufeland Klinikum am Standort Mühlhausen in Thüringen wird europaweit die vierte Klinik, die das innovative NanoTherm Therapiesystem der MagForce AG zur kommerziellen Behandlung von Hirntumoren anbietet. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen greift das Klinikum bereits auf über 100 Jahre Erfahrung als erfolgreicher Gesundheits- und Medizindienstleister zurück. Die Platzierung der NanoActivatoren in die Infrastruktur der Kliniken wird durch die von der MagForce AG entwickelten "Plug-and-Treat"-Lösung, die sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern zum Auslieferungsstandard geworden ist, erheblich vereinfacht und damit stark beschleunigt. Der NanoActivator und die zugehörige technische Ausstattung werden nicht in die Räumlichkeiten der Klinik, sondern in Containern eingebaut. Die bereits vorinstallierten Container werden zur Klinik transportiert und benötigen dann nur noch einen entsprechenden Platz im Außenbereich des Klinikgeländes sowie einen Standard-Drehstromanschluss. Mit dieser mobilen Lösung können Zeiten von der Auftragserteilung bis zur Inbetriebnahme eines neuen NanoTherm Behandlungszentrums von rund drei Monaten realisiert werden. Mit den bestehenden NanoTherm Behandlungszentren in Münster, Lublin, Zwickau und Mühlhausen werden geografisch wichtige Regionen abgedeckt und so die Verfügbarkeit der NanoTherm Therapie wesentlich erhöht. Die Eröffnung zusätzlicher Behandlungszentren sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern steht weiterhin im Mittelpunkt der Aktivitäten der MagForce AG, jedoch aufgrund der COVID-19 Pandemie unter deutlich erschwerten Bedingungen, die zu Verzögerungen bei den Expansionstätigkeiten insbesondere in Bezug auf die Installation von NanoActivatoren in Spanien und Italien führen. Neben der örtlichen Verfügbarkeit der NanoTherm Therapie sind weitere Erfolgsfaktoren die Kostenerstattung durch die Gesundheitssysteme und die Anwendung der NanoTherm Therapie durch bestmöglich geschultes medizinisches Fachpersonal. So arbeitet die MagForce AG weiterhin mit Experten an Lösungen für ein effizientes Kostenerstattungsverfahren sowohl für im In- als auch im Ausland behandelte Patienten. Im Rahmen der NanoTherm Therapy School bietet die MagForce AG eine Einführung in die Theorie und praktischen chirurgischen Anwendungsschritte, die für den erfolgreichen Einsatz der NanoTherm Technologie zur Behandlung von Glioblastoma erforderlich sind. Durch das praktische Training am anatomischen Präparat können sich die Teilnehmer unter weitestgehend realen OP-Bedingungen mit dem Verfahren und den dafür eingesetzten klinischen Geräten vertraut machen. Für die Kommerzialisierung der fokalen Prostatakrebsbehandlung in den USA wurde ein Modell entwickelt, das zwei Vermarktungswege in Betracht zieht. Zum einen das Betreiben von eigenen Behandlungszentren und damit die Möglichkeit die gesamte Behandlung abzurechnen und zum anderen das Aufstellen ambulanter NanoActivatoren in urologischen Kliniken, die das NanoTherm Therapiesystem für den jeweiligen klinischen Standort anbieten. Mit den klinischen Zentren in San Antonio (Texas), Seattle (Washington) und Sarasota (Florida) verfügt die MagForce USA Inc. bereits über drei vollständig ausgestattete eigene Behandlungszentren, in denen die kommerzielle Behandlung sofort beginnen kann, sobald die FDA-Zulassung vorliegt. Zwei weitere unternehmenseigene Behandlungszentren sollen bis zur Beendigung der Studie errichtet sein. Die MagForce USA Inc. steht mit den wichtigsten "Active Surveillance Programmen" im ganzen Land bereits in Kontakt, um den Bedarf an ambulanten NanoActivatoren zu bewerten und an strategisch wichtigen Standorten in den USA weitere Zentren zu eröffnen. Pivotale US-StudieNach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Stufe der pivotalen klinischen US-Studie mit dem NanoTherm Therapiesystem zur fokalen Ablation von Prostatakrebs mit intermediärem Risiko und dem Erhalt der Genehmigung durch die FDA im April 2020, konnte die MagForce USA Inc. mit der zweiten Stufe der Studie beginnen. In der zweiten Stufe der Studie kommt ein gestrafftes Studienprotokoll zur Anwendung, in dessen Rahmen die Behandlung des Patienten innerhalb eines Tages abgeschlossen wird, während sich die Behandlung in der ersten Stufe noch über mehrere Wochen vollzog. Die zweite Stufe der Studie wird phasenweise durchgeführt, um frühzeitig sicherzustellen, dass die in der ersten Stufe beobachteten, minimalen Nebenwirkungen, auch in der gestrafften eintägigen Behandlung beibehalten werden. Trotz vieler Einschränkungen durch die COVID-19 Pandemie kann die MagForce USA Inc. aufgrund von Ausnahmeregelungen für das Gesundheitswesen die Studie in ihren ambulanten Einrichtungen durchführen und hat Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 Infektionen für das Personal und die Studienteilnehmer getroffen. Zwar führen die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen zu gewissen Verzögerungen, diese halten sich jedoch aufgrund der Nutzung eigener Behandlungszentren in Grenzen. Im Februar 2021 konnte die MagForce AG gemeinsam mit der MagForce USA Inc. den Abschluss der Patientenbehandlung in der ersten Phase der Stufe 2 (Stufe 2a) bekannt geben. Mit der Stufe 2a konnten die positiven Ergebnisse der Stufe 1 bestätigt werden. Auch mit dem gestrafften Studienprotokoll wurden nur minimale, gut verträgliche, behandlungsbedingte Nebenwirkungen beobachtet. Die finale Stufe 2b wird an den drei Standorten der MagForce USA Inc. in Texas, Washington und Florida vorbereitet und hat das Ziel, eine Behandlungsalternative zur definitiven Therapie für Prostatakrebspatienten mit intermediärem Risiko zu entwickeln. Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageIm Folgenden wird die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft dargestellt. Ergänzend wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen. ErtragslageIm Geschäftsjahr betrugen die Umsatzerlöse TEUR 621 (Vorjahr: TEUR 840). Die Umsatzerlöse stammen aus der kommerziellen Behandlung von Patienten mit der NanoTherm Therapie in Deutschland und Polen in Höhe von TEUR 527 (Vorjahr: TEUR 85) und NanoTherm Lieferungen an Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 755). Die anderen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 437 (Vorjahr: TEUR 218) betreffen die Aufwendungen für die Erstellung der Produktakten für die Medizinprodukte der MagForce AG im Rahmen der Anforderungen durch die neue Medizinprodukteverordnung (MDR - Medical Device Regulation). Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 26.486 (Vorjahr: TEUR 904). Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge ist bedingt durch den Sondereffekt der konzerninternen Übertragung von Anteilen an der MagForce USA Inc., die zu einer Realisierung von stillen Reserven in Höhe von TEUR 25.583 führte. Ohne diesen Sondereffekt beliefen sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf TEUR 903 und damit auf Vorjahresniveau. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind weiterhin enthalten Weiterbelastungen von Managementleistungen und sonstigen Verwaltungsleistungen an Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 444 (Vorjahr: TEUR 545) und Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 75). Der Materialaufwand erhöhte sich von TEUR 164 auf TEUR 627. Die Erhöhung des Materialaufwandes ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der bezogenen Leistungen im Rahmen der Durchführung einer europäischen Registerstudie der NanoTherm Therapie zurückzuführen. Die Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 4.121 (Vorjahr: TEUR 3.987) beinhalten auch Bonuszahlungen. Daneben trug der leichte Anstieg der Mitarbeiterzahl zur Erhöhung des Personalaufwandes bei. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betrugen TEUR 665 und liegen um TEUR 23 unwesentlich über dem Vorjahr (TEUR 642). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 3.515 und fielen somit um TEUR 144 höher aus als im Vorjahr (TEUR 3.371). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist hauptsächlich auf Kapitalbeschaffungsmaßnahmen zurückzuführen. Während das Vorjahr ein negatives Betriebsergebnis von TEUR 6.203 vorwies, schloss das Jahr 2020 mit einem positiven Betriebsergebnis von TEUR 18.620 ab. Das positive Betriebsergebnis ist auf den Sondereffekt der konzerninternen Übertragung von Anteilen an der MagForce USA Inc. mit der Realisierung von stillen Reserven in Höhe von TEUR 25.583 zurückzuführen. Normalisiert um diesen Effekt hätte die Gesellschaft im Geschäftsjahr ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 6.963 ausgewiesen. Die Zinserträge entsprachen mit TEUR 215 dem des Vorjahres (TEUR 215) während die Zinsaufwendungen von TEUR 1.683 auf TEUR 3.038 um TEUR 1.355 gestiegen sind. Ursächlich für den Anstieg der Zinsaufwendungen sind zum einen die Neuaufnahme von Fremdkapital und zum anderen höhere Zinsen für Verbindlichkeiten mit teilweiser Aktienkursbindung. Die Abschreibung der Einlagen zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaft MT MedTech Engineering GmbH betrug TEUR 1.048 (Vorjahr: TEUR 1.058). Der Anstieg des Zinsaufwandes führte entsprechend zu einer Erhöhung des negativen Finanzergebnisses um TEUR 1.344 von TEUR 2.526 auf TEUR 3.870. Bedingt durch den oben beschriebenen Sondereffekt der Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der konzerninternen Übertragung von Anteilen an der MagForce USA Inc., schloss das Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 14.747 ab (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 8.731). Normalisiert um diesen Effekt hätte die Gesellschaft im Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 10.836 ausgewiesen. VermögenslageDie Bilanzsumme stieg um TEUR 28.932 von TEUR 36.660 auf TEUR 65.592. Auf der Aktivseite kam es im Anlagevermögen zu wesentlichen Veränderungen bei den Finanzanlagen und Immateriellen Vermögensgegenständen. Die Finanzanlagen stiegen aufgrund der konzerninternen Übertragung von Anteilen an der MagForce USA Inc. um TEUR 25.585 von TEUR 30.983 auf TEUR 56.568. Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich um TEUR 851 und betrugen zum Jahresende TEUR 1.620 (Vorjahr: TEUR 769). Die Veränderung ist hauptsächlich auf die Aktivierung von Aufwendungen für die Erstellung der Produktakten für die Medizinprodukte der MagForce AG im Rahmen der Anforderungen durch die neue Medizinprodukteverordnung zurückzuführen. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um TEUR 1.878 von TEUR 1.615 auf TEUR 3.493. Die Erhöhung des Umlaufvermögens ist hauptsächlich auf die Zunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um TEUR 1.539 von TEUR 167 auf TEUR 1.706 zurückzuführen, die im Rahmen der durchgeführten Finanzierungsmaßnahmen erfolgte. Auf der Passivseite minderte sich durch den Jahresüberschuss der Bilanzverlust um TEUR 14.747 auf TEUR 46.048. Durch die Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital und der Ausübung von Wandlungsrechten aus Wandelanleihen wurde das Eigenkapital um TEUR 6.060 erhöht. Dabei wurde das Grundkapital der Gesellschaft von TEUR 27.705 auf TEUR 29.358 durch Ausgabe von 1.652.864 neuen Aktien erhöht. Die Kapitalrücklage erhöhte sich um TEUR 4.407 auf TEUR 52.205. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um TEUR 531 auf TEUR 2.551. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen Zuführungen von Rückstellungen für Verbindlichkeiten mit teilweiser Aktienkursbindung und für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Geschäftsjahr um TEUR 7.623 auf TEUR 27.334. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.052 und der Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen in Höhe von TEUR 2.100. FinanzlageDer Jahresüberschuss der Gesellschaft belief sich auf TEUR 14.747. (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 8.731). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei TEUR -5.698 (Vorjahr: TEUR -5.671). Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit wurde indirekt aus dem Jahresüberschuss abgeleitet. Die Zahlungsmittelabflüsse betreffen größtenteils die Finanzierung des operativen Geschäfts. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug TEUR -2.981 (Vorjahr: TEUR -1.941) und betraf vor allem Zahlungen für den Bau von mobilen NanoActivatoren und Ausgaben für die Erstellung der technischen Dokumentation der MagForce Produkte. Weiterhin wurden zur finanziellen Unterstützung Einlagen in die Tochtergesellschaft MT MedTech Engineering GmbH geleistet. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug TEUR 10.218 (Vorjahr: TEUR 6.286) und ist im Wesentlichen auf die Einzahlungen aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung und der Ausgabe von Wandelanleihen sowie der Inanspruchnahme weiterer Mittel aus dem EIB-Darlehen zurückzuführen. Den Einzahlungen standen Mittelabflüsse in Form von Zinszahlungen gegenüber. Die frei verfügbare Liquidität lag am Ende des Geschäftsjahres bei TEUR 1.706 (Vorjahr: TEUR 167). Vergleich der aktuellen Ertrags-, Vermögensund Finanzlage mit der VorjahresprognoseMagForce AG beendete das Jahr mit einem Jahresüberschuss von TEUR 14.747 wohingegen das Vorjahr mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 8.731 abschloss. Das positive Ergebnis ist auf die konzerninterne Übertragung von Anteilen an der MagForce USA Inc. zurückzuführen, bei der TEUR 25.583 stille Reserven aufgedeckt wurden. Das Betriebsergebnis lag bei TEUR 18.620 (Vorjahr: TEUR -6.203). Das um die aufgedeckten stillen Reserven bereinigte Betriebsergebnis beträgt TEUR -6.963 und lag im Rahmen der Prognose. Das negative Finanzergebnis erhöhte sich um TEUR 1.344 auf TEUR -3.870 (Vorjahr: TEUR -2.526). Entsprechend der Prognose kam es aufgrund der durchgeführten Fremdfinanzierungsmaßnahmen zu einem deutlichen Anstieg des negativen Finanzergebnisses. Daneben hatte die Entwicklung der aktienkursgebundenen Fremdkapitalkomponenten einen wesentlichen Einfluss. Im Jahr 2020 konnten deutlich mehr Patienten kommerziell behandelt werden als im Vorjahr. Die neuen NanoTherm Behandlungszentren in Zwickau und Lublin haben zu diesem Erfolg wesentlich beigetragen. Auch am Standort Münster konnte die Anzahl der behandelten Patienten stark gesteigert werden. Im Dezember 2020 wurde ein neues NanoTherm Behandlungszentrum am Standort Mühlhausen in Thüringen eröffnet. Weitere Behandlungszentren sind sowohl für Deutschland als auch das europäische Ausland in Planung. Im Geschäftsjahr 2020 konnte erfolgreich mit der Durchführung des Modul B - Part II stereotaktische Instillation die im Jahr 2019 ins Leben gerufene NanoTherm Therapy School weiter etabliert werden. Nach erfolgreichem Abschluss der ersten Stufe der US-Studie wurden im Geschäftsjahr die Arbeiten für die zweite und zugleich letzte Stufe aufgenommen, in der Patienten mit dem gestrafften Verfahren behandelt werden. Damit konnte MagForce AG wichtige Meilensteine sowohl in der EU im Rahmen ihrer Roll-Out-Strategie als auch in den USA mit dem Start der letzten Stufe der Studie erreichen. Forschung und EntwicklungKlinische EntwicklungNach Erhalt der Genehmigung durch die amerikanische Zulassungsbehörde FDA im Februar 2018 konnte mit der klinischen Studie zur fokalen Tumorablation von intermediärem Prostatakrebs mit der NanoTherm Therapie begonnen werden. Die Studie wird durch die US-Tochtergesellschaft MagForce USA Inc. in den USA durchgeführt und soll zeigen, dass die NanoTherm Therapie karzinogene Läsionen der Prostata mit minimalen Nebenwirkungen lokal zerstören kann. Ziel der Studie ist es, für Prostatakrebspatienten mit intermediärem Risiko eine Behandlungsalternative zur definitiven Therapie zu entwickeln. Die pivotale, zweistufige Studie für die Anwendung der NanoTherm Therapie in der Indikation Prostatakrebs mit intermediärem Risiko wird bis zu 120 Patienten einschließen. Während der ersten Stufe der Studie wurden Anpassungen am NanoActivator vorgenommen und insbesondere ein standardisiertes Instillationsverfahren zur präzisen Einbringung der Nanopartikel mit der optimalen Konzentration entwickelt. Mit der angewandten Präzisionstechnologie wird ein Grad der Automatisierung erreicht, der einen entscheidenden Vorteil für die Platzierung der Partikel in der Zielregion bedeutet. Die Ergebnisse der ersten Stufe zeigen nur minimale, behandlungsbedingte Nebenwirkungen, wie sie im Rahmen von Routinebiopsien vorkommen. Die Ablationsanalyse dokumentiert eine sehr gut definierte Ablation und den Zelltod im Bereich der eingebrachten Nanopartikel. Mit dem Abschluss der ersten Stufe im August 2019 konnte ein günstiges Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil nachgewiesen werden. Im April 2020 erfolgte die FDA-Zulassung für das gestraffte Studienprotokoll und für die Durchführung der zweiten Stufe der Studie. Das gestraffte Studienprotokoll ermöglicht die Behandlung der Patienten an einem Tag abzuschließen im Gegensatz zur gestreckten Behandlung während der ersten Stufe. Um frühzeitig sicherzustellen, dass durch die eintägige Behandlung die guten Ergebnisse der zeitlich gestreckten Behandlung nicht gefährdet werden, erfolgt die Durchführung der zweiten Stufe in zwei Phasen, der Stufe 2a und der finalen Stufe 2b. Im Februar 2021 wurde die Patientenbehandlung in Stufe 2a abgeschlossen, mit dem Ergebnis, dass auch mit dem gestrafften Studienprotokoll nur minimale, gut verträgliche, behandlungsbedingte Nebenwirkungen auftraten. Die finale Stufe 2b der Studie wird nun an den Standorten Texas, Washington und Florida vorbereitet. Mit der "Plug-and-Treat" Container-Lösung hat die MT MedTech Engineering GmbH einen Auslieferungsstandard für mobile NanoTherm Behandlungszentren entwickelt, der die Zeit von der Auftragserteilung bis zur Inbetriebnahme des NanoTherm Behandlungszentrums auf rund drei Monate verkürzt. Parallel wurden Arbeiten für weitere NanoTherm Behandlungszentren und die Entwicklung des ambulanten NanoActivators für die Behandlung des Prostatakarzinoms ausgeführt. Patent- und MarkenanmeldungenDie therapeutische Plattform der MagForce AG ist durch langerworbenes internes Know-how und ein breit aufgestelltes Patentportfolio gesichert, das ständig überwacht und gepflegt wird. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterZum Jahresende 2020 beschäftigte die MagForce AG 29 Mitarbeiter (ohne Vorstandsmitglieder) und damit drei mehr als im Vorjahr. Die Belegschaft bestand zum 31. Dezember 2020 zu 38 Prozent (Vorjahr: 46 Prozent) aus Frauen. Die MagForce Gruppe beschäftigte zum Jahresende insgesamt 64 Mitarbeiter (Vorjahr: 56 Mitarbeiter). Chancen- und RisikoberichtChancenEine wirksame Krebstherapie, um Patienten weltweit erfolgreich behandeln zu können, ist das Ziel der MagForce AG. Mit ihrem NanoTherm Therapiesystem verfügt die MagForce AG über eine innovative Behandlungsmethode, die auf Basis der Nanotechnologie entwickelt wurde. Das NanoTherm Therapiesystem stellt eine breit anwendbare, wirksame und für den Patienten gut verträgliche Therapie dar, die MagForce AG als Alternative bzw. Ergänzung zu konventionellen Krebstherapieformen wie Chirurgie, Chemo- und Strahlentherapie etablieren möchte. Die Datenlage belegt ein günstiges Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil und zeigt, dass die NanoTherm Therapie die Patienten in der Regel deutlich weniger belastet als konventionelle Therapieverfahren. In der Indikation Gehirntumor werden Patienten bereits seit 2015 kommerziell behandelt. Der MagForce AG ist es gelungen, seitdem mit der Unterstützung führender Experten die Akzeptanz der NanoTherm Therapie stetig zu erhöhen. Die Etablierung der NanoTherm Therapy School trägt hierzu wesentlich bei. Die Verfügbarkeit der NanoTherm Therapie wird konsequent ausgebaut. Die aktiven NanoTherm Behandlungszentren sind an strategisch wichtigen Orten platziert und die Planungen für weitere Standorte sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland sind weit fortgeschritten. MagForce AG arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit Experten an Lösungen zur Kostenerstattung der NanoTherm Therapie. Die klinische Zulassungsstudie für die Anwendung der NanoTherm Therapie in der Behandlung des fokalen intermediären Prostatakarzinoms in den USA befindet sich in der letzten Stufe. Die MagForce USA Inc. verfügt über drei eigene klinische Behandlungszentren in den USA und könnte mit der kommerziellen Behandlung sofort beginnen, sobald die Zulassung durch die FDA erfolgt. Mit dem Abschluss der Studie ist die Eröffnung zwei weiterer unternehmenseigener Behandlungszentren geplant. Ein zusätzlicher Vermarktungsweg eröffnet sich durch die Platzierung von ambulanten NanoActivatoren in urologischen Kliniken, die das NanoTherm Therapiesystem für den jeweiligen klinischen Standort anbieten. Damit wird die Verfügbarkeit der Therapie im ganzen Land wesentlich erweitert. Das Potenzial der NanoTherm Technologie der MagForce AG ist groß. Sie kann in verschiedenen Indikationen zur Behandlung von soliden Tumoren weiterentwickelt werden. Auch bestehende Produkte können durch kontinuierliche Optimierung verbessert werden. Entsprechend bietet der Bereich Forschung und Entwicklung wesentliche Chancen. Strategische Partnerschaften in Bezug auf Finanzierungs- und Kommerzialisierungsmaßnahmen könnten weitere Chancen bieten, um das Potenzial der MagForce AG voll auszuschöpfen. RisikenDen genannten Chancen stehen verschiedene - insbesondere finanzwirtschaftliche -Risiken gegenüber, die im Folgenden beschrieben werden. Risiko fehlender Profitabilität und LiquiditätDie Gesellschaft hat in der Vergangenheit operative Verluste erzielt und wird möglicherweise auch mittelfristig nicht profitabel werden. Die MagForce AG hat in ihrer Unternehmensgeschichte bisher nur geringe Erträge erzielt. Hinsichtlich der Risiken für den Fortbestand des Unternehmens in Zusammenhang mit der Liquidität der Gesellschaft verweist die MagForce AG auf den Abschnitt "Prognosebericht; Gesamtaussage des Vorstands zur Prognose". Die Gesellschaft könnte erhebliche Mittel auf die Vermarktung ihrer Produkte verwenden müssenDie Gesellschaft schließt nicht aus, dass ihr Kapitalbedarf und ihre Betriebsausgaben über die kommenden Jahre infolge einer Ausweitung ihrer Produktion, ihrer Vermarktungsaktivitäten und ihrer Aktivitäten auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung ansteigen werden und kann nicht gewährleisten, dass ihr im Bedarfsfall zusätzliche Finanzmittel zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen zur Verfügung stehen werden. Risiko des Verlusts der CE-Kennzeichnung der Produkte der GesellschaftDie CE-Kennzeichnung der Produkte der Gesellschaft nach dem Medizinproduktegesetz könnte entzogen werden. Die CE-Kennzeichnung der Medizinprodukte hängt von der Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems der Gesellschaft ab, welche die Grundlage für die Produktzertifizierung darstellt. Das Qualitätsmanagementsystem und die Technische Dokumentation der Produkte werden in regelmäßigen Abständen von der benannten Stelle im Rahmen von Audits überprüft und bewertet. Die Bewertung hängt von komplexen Beurteilungen der prüfenden Stelle bezüglich des Qualitätsmanagementsystems der Firma inkl. seiner Prozesse und der Einhaltung aller gesetzlichen Regularien und Industrienormen ab. Sollten diesbezüglich auftretende Mängel oder die Nichteinhaltung gesetzlicher Vorschriften während der Überprüfung auftreten, könnte dies zum Verlust der Zertifizierung führen. Abhängigkeit des kommerziellen Erfolgs vom Grad der Akzeptanz der NanoTherm TherapieDurch die starke Abhängigkeit des kommerziellen Erfolgs vom Grad der Akzeptanz der NanoTherm Therapie durch die Ärzteschaft, Kliniken, Patienten, Kostenträger und andere Meinungsbildner trägt die Gesellschaft ein hohes Vermarktungsrisiko. Risiken aus allgemeinen EntwicklungsverzögerungenDie MagForce AG könnte verspätet auf Marktentwicklungen, Technologietrends oder neue wissenschaftliche Erkenntnisse reagieren und dadurch im Wettbewerb zurückfallen. Begrenzter Schutz durch gewerbliche SchutzrechteZur Erhaltung ihrer Wettbewerbsstellung ist die MagForce AG darauf angewiesen, ihre Entwicklungen durch Patente, sonstige gewerbliche Schutzrechte oder geheim zu haltendes Know-how zu schützen. Gelingt es der Gesellschaft nicht, eigene Erfindungen ausreichend zu schützen und etwaige gewerbliche Schutzrechte durchzusetzen, kann dies die Wettbewerbsstellung der Gesellschaft beeinträchtigen. Mit dem Auslaufen oder dem Verlust von Schutzrechten der MagForce AG kann die MagForce AG einer Zunahme von Wettbewerb und/oder Produktnachahmern gegenüberstehen, was zu Preisverfall und/oder geringeren Marktanteilen führen kann. Risiken aus gewerblichen Schutzrechten DritterDie Anstrengungen der MagForce AG zur Vermeidung von Verletzungen von Schutzrechten Dritter bzw. zur Verteidigung gegenüber Klagen Dritter auf Verletzung derer Schutzrechte können kostspielig sein und, falls nicht erfolgreich, in eine Begrenzung oder ein Verbot der Vermarktung der NanoTherm Technologie münden, die Zahlung von Lizenzgebühren und andere Zahlungen nach sich ziehen oder die MagForce AG dazu zwingen, Produkte anders zu designen. Wettbewerber mit besserer Finanz- und RessourcenausstattungDie MagForce AG befindet sich auf dem Markt für Krebstherapien im Wettbewerb mit anderen Unternehmen, die über eine bessere Ausstattung mit Finanzmitteln und personellen Ressourcen verfügen. Zudem könnten Wettbewerber durch große finanzstarke Unternehmen aufgekauft werden oder neue Wettbewerber können in den Markt eintreten. Der dadurch verursachte oder verstärkte Wettbewerbsdruck kann zu sinkenden Absatzpreisen, Margendruck und / oder dem Verlust von in der Unternehmenszielsetzung eingeplanten Marktanteilen führen. Unbekannte Umwelt- und Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Partikeln in NanogrößeSubstanzen in Nanogröße könnten bislang unbekannte Auswirkungen auf den menschlichen Körper oder die Umwelt haben. Negative Umwelteinwirkungen für den Fall, dass die Eisenoxid-Nanopartikel in die Umwelt gelangen sind zwar derzeit nicht bekannt. Da es sich bei derartigen Teilchen in Nanogröße um eine vergleichsweise neue Technologie handelt, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit letzter Sicherheit ausschließen, dass negative Aus- oder Wechselwirkungen auf die Umwelt eintreten könnten. Abhängigkeit von MitarbeiternDie MagForce AG beschäftigt derzeit 29 Mitarbeiter zuzüglich der Vorstandsmitglieder, die teilweise bedeutende Funktionen allein besetzen oder mehrere wichtige Funktionen parallel wahrnehmen. Fällt ein Mitarbeiter aus, verliert die Gesellschaft Mitarbeiter oder ist sie nicht in der Lage, weitere geeignete Fach- und Führungskräfte dauerhaft zu gewinnen, kann dies ihren Geschäftsbetrieb gefährden. Im Geschäftsbetrieb der MagForce AG kommt Know-how zum Einsatz, das sich auf wenige Mitarbeiter verteilt. Ein Ausscheiden dieser Mitarbeiter kann erhebliche nachteilige Auswirkungen haben. Risiko fehlender Kostenübernahme durch Krankenkassen und andere Einrichtungen und Versicherungen im GesundheitswesenEine vollständige Kostenübernahme der NanoTherm Therapie der MagForce AG durch Krankenkassen und andere Einrichtungen und Versicherungen im Gesundheitswesen kann nicht durchgängig garantiert werden. Infrastruktur- und wachstumsbezogene RisikenSollte es der Gesellschaft nicht gelingen, die internen Kontroll- und Steuerungssysteme im Rahmen des angestrebten Wachstums der Gesellschaft anzupassen, kann dies dazu führen, dass Ressourcen nicht effizient eingesetzt und dass weitere das Wachstum oder den Bestand der Gesellschaft selbst gefährdende Entwicklungen nicht rechtzeitig erkannt werden. Risiken aus ProdukthaftungGegen die Gesellschaft könnten Produkthaftungsansprüche geltend gemacht werden, für die kein ausreichender Versicherungsschutz besteht und die unabhängig hiervon die Reputation der Gesellschaft erheblich schädigen könnten. Rechtliche Risiken im Hinblick auf Änderungen im anwendbaren RechtÄnderungen bei den anwendbaren gesetzlichen und behördlichen Regelungen könnten die Herstellung und Vermarktung der Produkte der Gesellschaft beeinträchtigen oder behindern. Die Einführung neuer gesetzlicher oder behördlicher Schranken in Bezug auf Herstellung und Verwendung nanotechnologischer Erzeugnisse könnte für die Gesellschaft und ihre Kooperationspartner eine erhebliche Verwaltungs- und finanzielle Belastung bedeuten. Risiken in Bezug auf PlanungsannahmenDie zukünftigen Planungsszenarien der Gesellschaft unterliegen naturgemäß Risiken aus den der Planung zugrunde liegenden Annahmen. Sollten sich die von der Gesellschaft geplanten Umsätze oder die Monetarisierung des Anlagevermögens nicht wie angenommen realisieren lassen oder sich verzögern und damit die geplanten Periodenergebnisse nicht den Erwartungen entsprechen, könnte die Gesellschaft auf den Zufluss weiterer liquider Mittel von außen angewiesen sein. Risiken in Bezug auf Fremdkapital, Zinsaufwendungen und zinsähnliche VergütungenDie Vergütungen für Fremdkapital sind teilweise an die Entwicklung des Aktienkurses und die Inanspruchnahme von Darlehen gekoppelt. Damit besteht für den Fall einer positiven Entwicklung des Aktienkurses und/oder einer höheren Inanspruchnahme von Darlehen ein Risiko, dass die zu leistenden Vergütungen für Fremdkapital höher ausfallen. Darüber hinaus ist aufgrund der verstärkten Inanspruchnahme verzinslicher Fremdmittel für die Zukunft mit einer höheren Belastung aus dem Kapitaldienst hierfür zu rechnen. Kapitalmarktbedingte Risiken, ZinsniveauGegenwärtig profitiert die Gesellschaft von dem Niedrigzinsniveau und den hiermit einhergehenden positiven Entwicklungen u. a. der Aktienkurse und der Verschuldungskonditionen. Sollte das Zinsniveau wieder ansteigen, so könnten sich hieraus ungünstige Entwicklungen für den Aktienkurs und / oder die Vergütungen für Fremdkapital ergeben. WechselkursrisikenDie Gesellschaft wickelt einen Teil ihres Geschäfts in US-Dollar ab. Die hieraus resultierenden Wechselkursrisiken können sich ungünstig auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Gesamtbild der RisikolageAls das wesentliche Risiko ist aus den vorstehend genannten das Risiko fehlender Profitabilität und Liquidität zu nennen, das durch die gegenwärtig nur geringen Umsätze bedingt ist, die die entstehenden Kosten der Gesellschaft nicht decken. Diese Situation erfordert eine weitere Zuführung flüssiger Mittel zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Sicherstellung des Fortbestands der Gesellschaft. Die COVID-19 Pandemie führt sowohl bei der Behandlung von Patienten in den bestehenden Zentren als auch bei der Eröffnung neuer Behandlungszentren zu Einschränkungen. Es ist nicht auszuschließen, dass die Expansionsziele der MagForce AG und damit einhergehend die Umsatzziele nicht wie geplant erreicht werden. Auch negative Auswirkungen bezüglich der Durchführung von Finanzierungsmaßnahmen sind möglich. Risikomanagementziele und -methoden in Bezug auf FinanzinstrumenteWesentliche Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten betreffen das Wechselkursrisiko zum US-Dollar und den Aktienkurs der MagForce AG, der teilweise Parameter bei der Bemessung des Kapitaldienstes ist. Hieraus können Liquiditätsrisiken bei der Begleichung von Verbindlichkeiten eintreten, die an den Wechsel- oder Aktienkurs geknüpft sind. Gegenwärtig bestehen keine Finanzinstrumente zur Absicherung dieser Risiken, da deren Kosten nach Auffassung des Vorstands in keinem vertretbaren Verhältnis zu deren Nutzen stehen und die geschätzten Auswirkungen der beschriebenen Risiken überschaubar sein werden. Soweit sich diese Risiken bereits konkretisiert haben, sind diese im Jahresabschluss berücksichtigt. PrognoseberichtFolgende Kernaktivitäten sind für das Jahr 2021 geplant:
Die MagForce AG hat Maßnahmen getroffen, um auch im Umfeld der COVID-19 Pandemie ihre Ziele ohne wesentliche Verzögerungen weiterhin zu verfolgen. Jedoch kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass insbesondere durch Verschärfung der COVID-19 Pandemie Ziele nicht erreicht werden können oder sich in der Realisierung verschieben. ErgebnisprognoseDie MagForce AG rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Umsätze aufgrund einer Steigerung der Anzahl kommerziell behandelter Patienten in Europa und des Beginns der Kommerzialisierungsaktivitäten in den USA nach erfolgreichem Abschluss der USA-Zulassungsstudie. In diesem Zusammenhang ist zugleich ein Anstieg der Produktionsmengen von NanoTherm zu erwarten. Die Produktion von ambulanten NanoActivatoren wird in Abhängigkeit vom Voranschreiten der Kommerzialisierung in den USA erfolgen. Aufgrund weiterhin anfallender Aufwendungen für die europäische Expansionsstrategie wird trotz höherer Umsätze für das Geschäftsjahr 2021 nicht mit einem positiven Betriebsergebnis gerechnet. Das positive Betriebsergebnis im Jahr 2020 resultierte aus der Realisierung von stillen Reserven im Rahmen der konzerninternen Übertragung von Anteilen an der MagForce USA Inc. Für das Geschäftsjahr 2021 ist mit einem anhaltenden negativen Finanzergebnis zu rechnen, da weitere Fremdfinanzierungsmaßnahmen zu erwarten sind und steigende Zinszahlungen das Finanzergebnis belasten werden. Trotz erfolgter Maßnahmen gegen die COVID-19 Pandemie durch die MagForce AG ist nicht auszuschließen, dass eine Verschärfung der Pandemie zu Einschränkungen bei den Kommerzialisierungsaktivitäten führt, so dass Umsatzziele nicht erreicht werden können mit entsprechend negativer Auswirkung auf die Ergebnisprognose. Gesamtaussage des Vorstands zur PrognoseDas Geschäftsmodell der der MagForce AG zeichnet sich durch die Fokussierung auf die kurz- und mittelfristig realisierbaren Werttreiber aus. Hierzu gehört insbesondere die Kommerzialisierung der NanoTherm Therapie zur Behandlung von Hirntumoren in Deutschland und seinen Anrainerstaaten sowie in weiteren Staaten der EU. Die Entwicklung des NanoTherm Therapiesystems in anderen Indikationen sowie die Weiterentwicklung der NanoTherm Partikel sind langfristig geplant. Die Zulassungsstudie der MagForce USA Inc. befindet sich in der letzten Stufe. Mit erfolgreichem Abschluss wird unmittelbar die Kommerzialisierung der NanoTherm Therapie zur Behandlung von Prostatakrebs in den USA starten. In den Jahren 2021 und 2022 wird mit der Eröffnung weiterer NanoTherm Behandlungszentren für Hirntumoren und der damit einhergehenden Erhöhung der Anzahl der kommerziell behandelten Patienten in Europa gerechnet. Auch sollten die Kommerzialisierungsaktivitäten in den USA zur Umsatzsteigerung beitragen. Parallel werden Arbeiten fortgeführt, um ein effizientes Kostenerstattungsverfahren in Deutschland und den Zielländern für die NanoTherm Therapie zu realisieren und medizinisches Fachpersonal insbesondere im Rahmen der NanoTherm Therapy School zu schulen. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass mit einer fokussierten Etablierung der NanoTherm Therapie durch die sukzessive Kommerzialisierung der Therapie an ausgewählten Behandlungszentren in Deutschland und im europäischen Ausland nachhaltig Umsätze erwirtschaftet werden können. Die Wirtschaftlichkeit der MagForce AG wird dadurch dauerhaft gesichert sein, auch wenn zunächst aufgrund der Expansionsaktivitäten die Kosten ansteigen werden. Seine Einschätzung stützt der Vorstand auch auf den aus seiner Sicht nach wie vor positiven Zuspruch interessierter Parteien an der NanoTherm Therapie. Der weiterhin immense Bedarf an neuen Therapieformen im Bereich der Krebstherapie und das anhaltende Wachstum dieses Marktsegments unterstützen diese Einschätzung. Das Management der MagForce AG konnte in den letzten Jahren erfolgreich notwendige Maßnahmen zur Finanzierung der Gesellschaft abschließen und bewertet weiterhin regelmäßig Finanzierungsmöglichkeiten, um sicherzustellen, dass die Gesellschaft auch in diesen Zeiten globaler Unsicherheit über ausreichend liquide Mittel verfügt. Ausgehend von liquiden Mitteln zum 31. Dezember 2020 in Höhe von TEUR 1.706 (Vorjahr: TEUR 167) und verfügbaren Kreditlinien hat die MagForce AG einen Finanzplan aufgestellt, wonach die Geschäftstätigkeit für die Jahre 2021 und 2022 finanziert werden kann. Nach der Unternehmensplanung reichen die zum 31. Dezember 2020 verfügbaren und bis zum Aufstellungszeitpunkt eingeworbenen liquiden Mittel und abrufbaren Kredite aus, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die der Planung zugrunde liegenden Annahmen eintreffen und die Planansätze im Ist erzielt werden. Nach der Ansicht des Vorstandes kann die Gesellschaft mithilfe der zur Verfügung stehenden liquiden Mittel sowie durch Inanspruchnahme der zur Verfügung gestellten Darlehen ihr operatives Geschäft finanzieren, wenn die in der Planung unterstellten Annahmen, insbesondere die geplante Umsatzentwicklung, die Einhaltung des Kostenrahmens und weitere Maßnahmen der Außenfinanzierung eintreten. Der Vorstand geht dementsprechend von der Weiterführung des Unternehmens, dem Going-Concern, aus. Die Planung der MagForce AG beinhaltet naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Sie basiert auf den heutigen Annahmen, Erwartungen, Schätzungen und Projektionen der MagForce AG, die nach bestem Wissen und Gewissen und unter Berücksichtigung kaufmännischer Vorsicht getroffen wurden. Insbesondere könnten sich durch die COVID-19 Pandemie kurzfristig unvorhergesehene Einschränkungen mit negativen Auswirkungen auf die Planung ergeben. Insofern können Planabweichungen nicht ausgeschlossen werden. Darüber hinaus verbleiben Prognoseunsicherheiten, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich die geplanten Umsätze zeitlich nach hinten schieben und/oder nicht in der geplanten Höhe anfallen werden, zumal die MagForce AG bisher noch keine wesentlichen Umsätze erwirtschaftet hat.
Berlin, den 7. Juni 2021 Der Vorstand Dr. Ben J. Lipps, Chief Executive Officer Christian von Volkmann, Chief Financial Officer JAHRESABSCHLUSSGewinn- und Verlustrechnung
Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Entwicklung des Anlagevermögens
Anhang für das Geschäftsjahr 2020Allgemeine AngabenDie MagForce AG hat ihren Sitz in der Max-Planck-Straße 3, 12489 Berlin und ist unter der Registernummer HRB 98748 B im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg eingetragen. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Der Jahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs für kleine Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB verwendet. Die für kleine Kapitalgesellschaften geltenden größenabhängigen Erleichterungen der §§ 274a und 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Bezeichnungen der Bilanzpositionen wurden gemäß § 265 Abs. 6 HGB an die Bedürfnisse der Gesellschaft angepasst. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. AnlagevermögenSelbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Herstellungskosten aktiviert. Dabei werden wesentliche Fremdleistungen direkt in der Bilanz erfasst und nicht in den anderen aktivierten Eigenleistungen ausgewiesen (Netto-Methode). Eine Abschreibung findet noch nicht statt, da diese sich noch in der Entwicklung befinden. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Anwendung der linearen Methode und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. UmlaufvermögenDie Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Vom Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von den Vorräten offen abzusetzen, wurde Gebrauch gemacht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden für Forderungen eingestellt, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass alle vertraglich vereinbarten Zahlungen bei Fälligkeit vereinnahmt werden können. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen. Weiterhin werden Disagios im Rahmen der Ausgabe von Anleihen aktiviert und über die Laufzeit der Anleihen aufgelöst. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen. SonderpostenFür Investitionszulagen und Investitionszuschüsse wurde ein Sonderposten gebildet, der über die durchschnittliche Restnutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst wird. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenEine von den Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel wiedergegeben. Angaben zum AnteilsbesitzDie Gesellschaft hält 100 Prozent der Anteile der MT MedTech Engineering GmbH, Berlin. Das negative Eigenkapital der Tochtergesellschaft betrug zum 31. Dezember 2020 TEUR 6.321 (Vorjahr: TEUR 6.374). Der Jahresfehlbetrag betrug für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 TEUR 994 (Vorjahr: TEUR 1.304). Im Geschäftsjahr wurde ein Betrag in Höhe TEUR 1.048 (Vorjahr: TEUR 1.058) in die freie Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingezahlt. Die Beteiligung an der MT MedTech Engineering GmbH wurde auf den niedrigeren beizulegenden Wert von EUR 1 nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht abgeschrieben. Sollte die Gesellschaft in den kommenden Jahren nachhaltig Gewinne erzielen können, wird dies eine Zuschreibung auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erforderlich machen. Die Gesellschaft ist mit 65,3 Prozent unmittelbar und mittelbar an der MagForce USA, Inc., Incline Village, Vereinigte Staaten von Amerika, beteiligt. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft betrug zum 31. Dezember 2020 TUSD 23.352 (Vorjahr: TUSD 28.678). Der Jahresfehlbetrag betrug für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 TUSD 5.325 (Vorjahr: TUSD 4.994). Des Weiteren hält die Gesellschaft 100 Prozent der Anteile an der MagForce USA Holding GmbH mit Sitz in Berlin. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2020 TEUR 46.593 (Vorjahr: TEUR 19.520). Der Anstieg des Eigenkapitals beruht auf der Übertragung von Anteilen an der MagForce USA Inc. durch die MagForce AG. Der Jahresfehlbetrag betrug für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 17). MagForce AG hält 100 Prozent der Anteile an MagForce Sp. z o.o. mit Sitz in Warschau. Das negative Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2020 TPLN 151 (Vorjahr: TPLN 78). Der Jahresfehlbetrag betrug für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 TPLN 73 (Vorjahr: TPLN 77). An der MagForce Nanomedicine S.L. mit Sitz in Madrid ist MagForce AG zu 100 Prozent beteiligt. Die Tochtergesellschaft wurde mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 5 gegründet und hat ihre operative Tätigkeit noch nicht aufgenommen. VorräteBei den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen in Höhe von TEUR 294 (Vorjahr: TEUR 291) handelt es sich um aktivierte Kosten für die Weiterentwicklung des ambulanten NanoActivators zur fokalen Behandlung von Prostatakrebs, welche mit Serienfertigstellung abgerechnet werden. Weiterhin sind in den Vorräten Bestände an Kathetern in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 40) enthalten, die im Rahmen der NanoTherm Therapie eingesetzt werden. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 30) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 725) den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 481 (Vorjahr: TEUR 303) den sonstigen Vermögensgegenständen zugehörig. Im Wesentlichen handelt es sich bei den sonstigen Vermögensgegenständen um Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 135). Darüber hinaus sind in den sonstigen Vermögensgegenständen Mietkautionen in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 30) mit unbestimmter Restlaufzeit enthalten. Gezeichnetes KapitalZum 1. Januar 2020 betrug das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft EUR 27.705.224,00 und war in 27.705.224 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie eingeteilt. Die Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2020/I führte zu einer Erhöhung des Grundkapitals um 1.165.000 neue auf den Inhaber lautende Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils EUR 1,00. Weiterhin ist das Grundkapital durch Ausübung von Wandlungsrechten aus dem Bedingten Kapital 2018/I während des Geschäftsjahres um 487.864 neue auf den Inhaber lautende Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils EUR 1,00 erhöht. Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2020 EUR 29.358.088,00 und ist in 29.358.088 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie eingeteilt. Bedingtes Kapital 2007/IDas Bedingte Kapital 2007/I dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. Juni 2007 im Rahmen des Aktienoptionsplans 2007 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie von den Bezugsrechten aus Aktienoptionen Gebrauch gemacht wird und die Gesellschaft die Bezugsrechte aus Aktienoptionen nicht im Wege einer Barzahlung ablöst oder durch Gewährung eigener Aktien erfüllt. Für den Aktienoptionsplan 2007 werden entsprechend der in einem Teil des Schrifttums vertretenen Auffassung keine Aufwendungen erfasst. Das Aktienoptionsprogramm richtet sich an Vorstandsmitglieder und ausgewählte Arbeitnehmer, die vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bestimmt werden. Eine Option berechtigt nach Zahlung des vertraglich vereinbarten Ausübungspreises zum Erwerb einer Aktie. Die Gesellschaft behält sich das Recht vor, wahlweise den Gegenwert der Aktienoptionen in bar abzufinden. Zum 1. Januar 2020 war das Grundkapital um bis zu EUR 31.550,00 durch die Ausgabe von bis zu 31.550 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2007/I). Zum 31. Dezember 2020 ergaben sich keine Veränderungen. Zum 1. Januar 2020 waren 13.826 Optionen aus dem Bedingten Kapital 2007/I ausgegeben. 3.579 Optionen sind verfallen. Damit waren 10.247 Optionen aus dem Bedingten Kapital 2007/I zum 31. Dezember 2020 ausgegeben. Bedingtes Kapital 2012/IIDas Bedingte Kapital 2012/II dient ausschließlich der Sicherung von Bezugsrechten, die im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 in der Zeit bis einschließlich 15. August 2017 an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführungen und Arbeitnehmer von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Bezugsrechte ausgegeben werden und deren Inhaber von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt oder Barausgleich leistet. Zum 1. Januar 2020 war das Grundkapital um bis zu EUR 107.500,00 durch die Ausgabe von bis zu 107.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012/II). Zum 31. Dezember 2020 ergaben sich keine Veränderung. Zum 1. Januar 2020 waren 107.500 Optionen aus dem Bedingten Kapital 2012/II ausgegeben. Zum 31. Dezember 2020 ergaben sich keine Veränderungen. Bedingtes Kapital 2013/IIMit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. August 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. August 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und / oder den Namen lautende Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000,00 mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren auszugeben und den Inhabern von Optionsanleihen Optionsrechte bzw. den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 9.569.084 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 9.569.084,00 nach näherer Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. August 2018 wurde das Bedingte Kapital 2013/II in Höhe von EUR 8.569.084,00 teilweise aufgehoben und beträgt zum 31. Dezember 2020 unverändert EUR 1.000.000,00. Bedingtes Kapital 2013/IIIDas Bedingte Kapital 2013/III dient ausschließlich der Sicherung von Bezugsrechten, die im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2013 in der Zeit bis einschließlich 5. August 2018 an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführungen und Arbeitnehmer von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Bezugsrechte ausgegeben werden und deren Inhaber von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt oder Barausgleich leistet. Zum 1. Januar 2020 war das Grundkapital um bis zu EUR 1.712.192,00 durch die Ausgabe von bis zu 1.712.192 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013/III). Zum 31. Dezember 2020 ergaben sich keine Veränderung. Zum 1. Januar 2020 waren 1.697.192 Optionen aus dem Bedingten Kapital 2013/III ausgegeben. Zum 31. Dezember 2020 ergaben sich keine Veränderungen. Bedingtes Kapital 2015/IDas Bedingte Kapital 2015/I dient ausschließlich der Sicherung von Bezugsrechten, die im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2015 in der Zeit bis einschließlich 17. August 2020 an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführungen und Arbeitnehmer von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Bezugsrechte ausgegeben werden und deren Inhaber von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt oder Barausgleich leistet. Zum 1. Januar 2020 war das Grundkapital um bis zu EUR 50.000,00 durch die Ausgabe von bis zu 50.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015/I). Zum 31. Dezember 2020 ergaben sich keine Veränderung. Zum 1. Januar 2020 waren 50.000 Optionen aus dem Bedingten Kapital 2015/I ausgegeben. Zum 31. Dezember 2020 ergaben sich keine Veränderungen. Bedingtes Kapital 2017/IDas Bedingte Kapital 2017/I dient ausschließlich der Sicherung von Bezugsrechten, die im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2017 in der Zeit bis einschließlich 9. August 2022 an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführungen und Arbeitnehmer von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Bezugsrechte ausgegeben werden und deren Inhaber von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt oder Barausgleich leistet. Zum 1. Januar 2020 war das Grundkapital um bis zu EUR 547.495,00 durch die Ausgabe von bis zu 547.495 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017/I). Zum 31. Dezember 2020 ergaben sich keine Veränderung. Zum 1. Januar 2020 waren 52.500 Optionen aus dem Bedingten Kapital 2017/I ausgegeben. 25.000 Optionen wurden für 2019 nachgemeldet. Damit waren 77.500 Optionen aus dem Bedingten Kapital 2017/I zum 31. Dezember 2020 ausgegeben. Bedingtes Kapital 2018/IMit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. August 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. August 2023 einmalig oder mehrmals auf den Namen lautende Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000,00 mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren auszugeben und den Inhabern von Optionsanleihen Optionsrechte bzw. den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 9.537.269 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 9.537.269,00 nach näherer Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Zum 1. Januar 2020 betrug das Bedingte Kapital 2018/I EUR 9.537.269,00. Das Bedingte Kapital 2018/I ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. August 2020 in Höhe von EUR 8.304.339,00 aufgehoben. Weiterhin wurde das Bedingte Kapital 2018/I im Rahmen der Ausgabe von 487.864 Bezugsaktien in Höhe von EUR 487.864,00 gemindert und betrug zum 31. Dezember 2020 EUR 745.066,00. Bedingtes Kapital 2020/IMit Beschluss der Hauptversammlung vom 13. August 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 12. August 2025 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und / oder den Namen lautende Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 50.000.000,00 mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren auszugeben und den Inhabern von Optionsanleihen Optionsrechte bzw. den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 6.559.833 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 6.559.833,00 nach näherer Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Zum 31. Dezember 2020 betrug das Bedingte Kapital 2020/I unverändert EUR 6.559.833,00. Genehmigtes Kapital 2015/IMit Hauptversammlungsbeschluss vom 18. August 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 17. August 2020 einmalig oder mehrmals in Teilbeträgen um bis zu insgesamt EUR 12.811.355,00 gegen Bar- und / oder Sacheinlagen (einschließlich gemischter Sacheinlagen) durch Ausgabe von bis zu 12.811.355 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015/I). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist in bestimmten Fällen ausgeschlossen. Nach teilweiser Ausschöpfung betrug das Genehmigte Kapital 2015/I zum 1. Januar 2020 EUR 10.914.422,00. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 13. August 2020 wurde das Genehmigte Kapital 2015/I vollumfänglich aufgehoben. Genehmigtes Kapital 2020/IMit Hauptversammlungsbeschluss vom 13. August 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 12. August 2025 einmalig oder mehrmals in Teilbeträgen um bis zu insgesamt EUR 13.852.612,00 gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 13.852.612 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020/I). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist in bestimmten Fällen ausgeschlossen. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Minderung im Zuge einer Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2020/I in Höhe von EUR 1.165.000,00. Zum 31. Dezember 2020 betrug das Genehmigte Kapital 2020/I EUR 12.687.612,00. KapitalrücklageIm Vergleich zum 31. Dezember 2019 erhöhte sich die Kapitalrücklage aufgrund einer Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2020/I und der Ausübung von Wandlungsrechten aus dem Bedingten Kapital 2018/I im Geschäftsjahr 2020 um TEUR 4.407. BilanzverlustIm Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von TEUR 60.795 enthalten. Die Entwicklung des Bilanzverlusts stellt sich wie folgt dar:
Sonderposten für Investitionszulagen zum AnlagevermögenDie Investitionszulagen wurden gemäß Investitionszulagengesetz gewährt. Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 wurde der Sonderposten für Investitionszulagen und Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 11) ertragswirksam aufgelöst. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31. Dezember 2020 im Vergleich zum 31. Dezember 2019 wie folgt zusammen:
Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 103), für den Geschäftsbericht in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 32) sowie für die Hauptversammlung in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 38). Weiterhin sind Fremdkapitalkomponenten aus der Eingehung von Verbindlichkeiten mit teilweiser Aktienkursbindung in Höhe von TEUR 1.678 (Vorjahr: TEUR 1.290) berücksichtigt. VerbindlichkeitenDie Wandelanleihen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Hierbei entfallen TEUR 1.100 auf Nullkupon Wandelanleihen, die im Juni 2020 begeben wurden. Rückstellungen aus der Eingehung von Verbindlichkeiten mit teilweiser Aktienkursbindung wurden in Wandelanleihen in Höhe von TEUR 1.000 umstrukturiert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 15.726 (Vorjahr: TEUR 11.674) ergeben sich aus der Auszahlung der ersten Tranche aus dem Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von TEUR 10.000 und der Ziehung der zweiten Tranche im Januar 2020 in Höhe von TEUR 3.000 sowie aus der aufgelaufenen Verzinsung. Die Restlaufzeit des Darlehens aus der ersten Tranche beträgt zwei Jahre; die aus der zweiten Tranche vier Jahre. Im Zusammenhang mit dem Finanzierungsvertrag wurden bestimmte Rechte an der NanoTherm Therapie von der EIB besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 677) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 51) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 2.616 (Vorjahr: TEUR 1.791) den sonstigen Verbindlichkeiten mit zugehörig. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt in Höhe von TEUR 583 (Vorjahr: TEUR 234), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 472 (Vorjahr: TEUR 177), Verbindlichkeiten für Zinsen aus Wandelanleihen in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 82) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 2). Alle Verbindlichkeiten, sofern nicht anders beschrieben, haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Somit ergeben sich insgesamt Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 11.608 (Vorjahr: TEUR 8.037) und über einem Jahr in Höhe von TEUR 15.726 (Vorjahr: TEUR 11.674). Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 621 (Vorjahr: TEUR 840). Die Umsatzerlöse resultieren aus der kommerziellen Behandlung von Patienten mit der NanoTherm Therapie in Deutschland und Polen in Höhe von TEUR 527 (Vorjahr: TEUR 85) und NanoTherm-Lieferungen an Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 755). Andere aktivierte EigenleistungenBei den anderen aktivierten Eigenleistungen handelt es sich um aktivierte Aufwendungen für die Erstellung der Produktakten für die Medizinprodukte der MagForce AG im Rahmen der Anforderungen durch die neue Medizinprodukteverordnung (MDR - Medical Device Regulation). Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen zusammen aus realisierten stillen Reserven im Zusammenhang mit der konzerninternen Übertragung von Anteilen an der MagForce USA Inc. in Höhe von TEUR 25.583 (Vorjahr: TEUR 0), Weiterbelastungen von Managementleistungen und sonstigen Verwaltungsleistungen an Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 444 (Vorjahr: TEUR 545) sowie Erträgen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 75). MaterialaufwandDer Materialaufwand setzt sich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 26) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 553 (Vorjahr: TEUR 139) zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Materialaufwand um TEUR 462. PersonalaufwandDer Personalaufwand in Höhe von TEUR 4.121 (Vorjahr: TEUR 3.987) setzt sich aus den Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 3.743 (Vorjahr: TEUR 3.628) und den Aufwendungen für soziale Abgaben und für Altersversorgung in Höhe von TEUR 378 (Vorjahr: TEUR 358) zusammen. Personalaufwand in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 346) aus der Wahrnehmung von Geschäftsführungstätigkeiten wurde an die Tochtergesellschaften weiterberechnet. Die Altersvorsorgeaufwendungen aus einem beitragsorientierten Plan betrugen TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 42). Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.515 (Vorjahr: TEUR 3.371) beinhalten im Wesentlichen Finanzierungskosten TEUR 803 (Vorjahr: TEUR 104), Aufwendungen für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 548), Investor Relations TEUR 305 (Vorjahr: TEUR 338), IT und Instandhaltung TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 243), Abwertung von Zinsforderungen gegen die Tochtergesellschaft MT MedTech Engineering GmbH in Höhe von TEUR 215 (Vorjahr: TEUR 215), Kommerzialisierung / Marketing TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 400), Raumkosten TEUR 195 (Vorjahr: TEUR 190), Reisekosten TEUR 162 (Vorjahr: TEUR 394) sowie Patentkosten TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 211). Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeIn den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 215 (Vorjahr: TEUR 215) enthalten. Abschreibungen auf FinanzanlagenBei den Abschreibungen auf Finanzanlagen handelt es sich um die Abwertung der zur finanziellen Unterstützung der Tochtergesellschaft MT MedTech Engineering GmbH geleisteten Einlagen. Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfielen in Höhe von TEUR 2.232 auf langfristige Darlehen. Weiterhin sind Zinsen für Wandelanleihen in Höhe von TEUR 688 sowie Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 114 enthalten. Ergänzende AngabenSonstige finanzielle VerpflichtungenAus den Mietverträgen für Räume, Leasing von PKW und Geschäftsausstattung sowie aus Bestellobligo resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 273 (Vorjahr: TEUR 940). HaftungsverhältnisseDie MagForce AG bürgt gesamtschuldnerisch für Leasingverbindlichkeiten des mit ihr verbundenen Unternehmens MagForce USA Inc. in Höhe von TEUR 1.782. Anzahl der BeschäftigtenDie Anzahl der durchschnittlich in der Gesellschaft beschäftigten Mitarbeiter (ohne Vorstandsmitglieder) beträgt 28 (Vorjahr: 26) Personen. AktionärsstrukturGemäß der Satzung der MagForce AG haben sämtliche Aktionäre, ungeachtet der von ihnen gehaltenen Gesamtzahl an Aktien, die gleichen Stimmrechte pro Aktie. Darüber hinaus ist der MagForce AG nicht bekannt, welche unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungen oder Beherrschungsverhältnisse an ihr bestehen, oder wer diese Beteiligungen hält bzw. diese Beherrschung ausübt und welcher Art die Beherrschung ist. KonzernverhältnisseZur Erstellung eines Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2020 ist die MagForce AG nicht verpflichtet. Organe der GesellschaftVorstand
Aufsichtsrat
NachtragsberichtIm Februar 2021 wurde die Patientenbehandlung in Stufe 2a der US-Zulassungsstudie für die fokale Ablation von Prostatakrebs mit intermediärem Risiko abgeschlossen. Die positiven Ergebnisse der ersten Stufe wurden im Rahmen des gestrafften Studienprotokolls der Stufe 2a bestätigt. MagForce AG schloss im März 2021 mit Apeiron Investment Group Ltd. einen Vertrag über die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen in Höhe von insgesamt EUR 2,5 Mio. mit einer Laufzeit von 24 Monaten ab. Darüber hinaus haben sich nach dem 31. Dezember 2020 keine Ereignisse zugetragen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben.
Berlin, den 7. Juni 2021 Der Vorstand Dr. Ben J. Lipps, Chief Executive Officer Christian von Volkmann, Chief Financial Officer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MagForce AG, Berlin PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der MagForce AG, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MagForce AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der UnternehmenstätigkeitOhne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass die Einhaltung der Unternehmensplanung von grundlegender Bedeutung für den Fortbestand der Gesellschaft ist. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 7. Juni 2021 AIOS
GmbH
Marco Schneider, Wirtschaftsprüfer Sebastian Motzkus, Wirtschaftsprüfer ImpressumHerausgeber und Copyright© 2021 MagForce AG Redaktion und TextMagForce AG Konzept und DesignIR-ONE, Hamburg www.ir-one.de Veröffentlichungsdatum
30. Juni 2021 BildnachweisMagForce AG iStock CopyrightMagForce AG, NanoTherm, NanoPlan und NanoActivator sind Marken der MagForce AG in ausgewählten Ländern.
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