Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 99856
Vorher
ALO Capital AG
Eingetragen
31.7.2014
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
die Erstellung von Finanzmarkt-Analysen Gegenstand des Unternehmens sind ferner: a) die Anlageberatung; b) die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten/Edelmetallen angelegter Vermögen für fremde Dritte mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung); c) die Vermittlung von Geschäften über den Erwerb und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung); d) der Erwerb und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung). Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen beteiligen, andere Unternehmen erwerben und Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten. Die Gesellschaft ist zu verwandten Geschäften und allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Endrit Cela
seit 25.11.2025
Prokura
Oliver Heidecker
seit 30.6.2015
Vorstandsmitglied
Allan Valentiner
seit 31.7.2014
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AMF Capital AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AMF Capital AG, Frankfurt am Main

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 123.049,66 344.496,95
2. Forderungen an Kunden 32.761,47 41.170,03
3. Immaterielle Anlagewerte 5,00 5,00
4. Sachanlagen 4.754,00 6.408,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 36.365,70 49.365,86
6. Rechnungsabgrenzungsposten 4.268,00 4.728,26
201.203,83 446.174,10

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Sonstige Verbindlichkeiten 13.607,03 34.308,72
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 77.975,74
b) andere Rückstellungen 15.500,00 15.500,00
15.500,00 93.475,74
3. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
b) Kapitalrücklage 53.745,62 53.745,62
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 13.948,98 13.948,98
d) Bilanzverlust/-gewinn -145.597,80 695,04
172.096,80 318.389,64
201.203,83 446.174,10

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

AMF Capital AG, Frankfurt am Main

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Zinsaufwendungen 0,00 -823,91
2. Provisionserträge 279.930,31 356.676,04
3. Provisionsaufwendungen -12.300,06 -12.002,81
267.630,25 344.673,23
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -214.997,94 -291.596,88
ab) Soziale Abgaben -29.587,77 -29.424,77
-244.585,71 -321.021,65
b) andere Verwaltungsaufwendungen -167.683,38 -181.511,61
-412.269,09 -502.533,26
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen -1.654,00 -2.137,00
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -146.292,84 -160.820,94
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 25.436,46
8. Jahresfehlbetrag -146.292,84 -135.384,48
9. Gewinnvortrag vor Verwendung 695,04 336.079,52
10. Gewinnausschüttung 0,00 -200.000,00
11. Bilanzverlust/-gewinn -145.597,80 695,04

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der AMF Capital AG zum 31. Dezember 2023 wurde nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches, den ergänzenden aktienrechtlichen Vorschriften sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gesellschaft hat auf den Jahresabschluss gemäß § 340a Abs. 1 HGB die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften angewendet.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß RechkredV. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Euro-Forderungen und flüssige Euro-Mittel sind grundsätzlich zum Nennwert, Euro-Verbindlichkeiten zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Bei den Forderungen werden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung wurde nicht gebildet.

Die Sachanlagen sowie die immateriellen Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert bis € 800 (geringwertige Vermögensgegenstände) werden sofort abgeschrieben.

Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Forderungen an Kunden sowie sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu drei Monaten.

Zur Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen eine Körperschaftsteuerrückforderung in Höhe von TEUR 25,4.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 4,8 (Vj. T€ 12,9).

Die anderen Rückstellungen von T€ 15,5 (Vj. T€ 15,5) betreffen die Kosten für die Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses des Berichtsjahres .

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt auf:

2023 2022
T€ T€
Bundesrepublik Deutschland 51,3 65,6
Europa (ohne Bundesrepublik Deutschland) 228,7 291,1
280,0 356,7

V. Sonstige Angaben

Handelsregister

Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 99856 in das Handelsregister bei dem Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtung aus Mietverträgen über die von der Gesellschaft angemieteten Gewerberäume beträgt am Bilanzstichtag T€ 59,5 einschließlich Nebenkostenvorauszahlungen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist in 250.000 Inhaberaktien im Nennbetrag von jeweils € 1,00 eingeteilt.

Zahl der Beschäftigten

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich zwei Arbeitnehmer im Sinne von § 267 Abs. 5 HGB beschäftigt.

Vorstand der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023 die Herren

Allan Ricardo Valentiner, Bankkaufmann

Oliver Heidecker, Bankkaufmann

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder gem. § 285 Nr. 9 HGB wird im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Den Aufsichtsrat der Gesellschaft bildeten im Geschäftsjahr 2023 die Herren

Martin Hansen, Rechtsanwalt (Vorsitzender)

Michael Vinson, Kaufmann (stellv. Vorsitzender)

Gebhard Klingenstein, Privatier

Der Aufsichtsrat erhielt im Berichtsjahr keine Bezüge von T€ 4,5 (Vj. T€ 4,5).

Mandate in Aufsichtsgremien

Herr Heidecker ist Mitglied im Aufsichtsrat folgender Gesellschaften:

Sellvin AG, Hürth (Vorsitzender)

Dreieich Bau AöR, Dreieich

Herr Hansen ist Mitglied im Aufsichtsrat folgender Gesellschaft:

Alyoniq AG, Darmstadt (Vorsitzender)

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 12,0. Dies entfällt hälftig auf Abschlussprüfungsleistungen und auf andere Bestätigungsleistungen (WpHG-Prüfung).

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgang von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahresende

Nach dem Geschäftsjahresende beschloss die Hauptversammlung vom 05. Mai 2024 die Erhöhung des Grundkapitals um T€ 100,0.

 

Frankfurt am Main, den 16. Mai 2024

Allan Valentiner, Vorstand

Oliver Heidecker, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.050,22 0,00 0,00 13.050,22
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.639,09 0,00 0,00 23.639,09
36.689,31 0,00 0,00 36.689,31
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.045,22 0,00 0,00 13.045,22
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.231,09 1.654,00 0,00 18.885,09
30.276,31 1.654,00 0,00 31.930,31
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5,00 5,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.754,00 6.408,00
4.759,00 6.413,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

1.) Gesellschaft und Rahmenbedingungen

Das Unternehmen besteht in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 99856 eingetragen. Die am 04.06.2014 als ALO Capital AG gegründete Gesellschaft hat in ihrer Hauptversammlung am 17.07.2015 nach Maßgabe des Spaltungs- und Übernahmevertrags vom gleichen Tag die Übernahme von Teilen des Vermögens der AMF Capital AG mit Sitz in Köln (Amtsgericht Köln, HRB 24148; jetzt firmierend als Consortia Vermögensverwaltung AG) im Wege der Abspaltung sowie die Umfirmierung in AMF Capital AG beschlossen. Die Abspaltung wurde am 31.08.2015 in das Handelsregister des übertragenden Rechtsträgers eingetragen.

Die Gesellschaft erhielt von der BaFin die Tätigkeitserlaubnisse zur Erbringung der Finanzdienstleistungen

der Anlagevermittlung nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG

der Abschlussvermittlung nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG

der Finanzportfolioverwaltung nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG

der Anlageberatung nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG

Die Erlaubnis schließt das Recht aus, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Die Erlaubnis wurde gemäß § 32 Abs. 2 Nr. 1 KWG mit der Auflage verbunden, dass die Gesellschaft nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln darf.

2.) Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds im Jahr 2023

Das Jahr 2023 stand weiterhin unter dem Einfluss der zunehmenden globalen Konflikte (Ukraine, Nahe Osten) und der Auswirkungen der Zinsschritte der bedeutenden Notenbanken auf die Inflationsraten und wirtschaftlichen Entwicklungen der bedeutenden Industriestaaten.

Die steigenden Zinsen und Inflationsraten begannen im Verlauf des Jahres ihre Wirkung zu zeigen, so dass die Märkte begannen, mögliche Zinssenkungen einzupreisen. Die Unsicherheit über den Zeitpunkt dieser Zinssenkungsschritte führte jedoch zu zunehmenden Kursschwankungen an den Kapitalmärkten.

Wir rechnen damit, dass sich dieser Trend in naher Zukunft verlangsamen wird, da einerseits die inflationären Tendenzen nachzulassen beginnen, andererseits die Gefahr der Rezession merklich gestiegen ist. Man rechnet damit, dass als Konsequenz die Notenbanken wieder beginnen werden, die Leitzinsen zu senken. Profiteur dieser zu erwartenden Tendenz sollten vor allem die Rentenmärkte sein.

3.) Stand der Assets under Management

Die Assets under Management per 31.12.2023 beliefen sich auf insgesamt € 48.236.595,82.

Diese setzten sich zusammen aus:

€ 11.816.401,20 für den AMF Family & Brands Aktien Fonds
€ 6.977.630,89 für den AMF Renten Welt Fonds I und P
€ 29.442.563,73 für Direktmandate von Privatkunden

Produktqualität und Performance der Fonds

Publikumsfonds

Die Publikumsfonds der AMF Capital AG haben im Jahr 2023 folgende Performances erzielt:

• AMF Family & Brands Aktien: + 17,57%
• AMF Renten Welt (I-Tranche): + 8,61%

Spezialfonds und Direktmandate

Neben den Publikumsfonds hat die Gesellschaft zum Jahresende nur Direktmandate betreut. Bestand und Volumen dieser Mandate haben sich gegenüber dem Vorjahr zum Teil auch kursmäßig verringert. Die Performance der Anlagen lag am Ende des Jahres im positiven Bereich.

Vertriebsstrategie und Vertriebspartner

Das sehr unsichere Marktumfeld hat den Vertrieb wie erwartet nicht erleichtert. Kundenakquisitionen in diesem Umfeld waren schwer vorzunehmen. Viele Anleger warten auf den geeigneten Zeitpunkt zum Einstieg in die Kapitalmärkte.

4.) Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, Kostenkennzahlen

Ertragslage

Den im Geschäftsjahr erzielten Provisionserträgen von T€ 279,9 stehen Provisionsaufwendungen von T€ 12,3 gegenüber. Das Provisionsergebnis beträgt T€ 267,6.

Die Personalaufwendungen beliefen sich auf T€ 244,6. Die anderen Verwaltungsaufwendungen lagen bei T€ 167,7.

Den Erträgen des Geschäftsjahres stehen höhere Aufwendungen gegenüber. Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 146,3, ab.

Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die Gesellschaft finanziert ihr Geschäft überwiegend mit Eigenkapital.

Vermögenslage

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt T€ 250,0. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt am Bilanzstichtag T€ 172,1.

Die Bilanzsumme der AMF Capital AG verringerte sich von T€ 446,2 auf T€ 201,2.

Kernprozesse

Personal und Anlageentscheidungen

Die Personalausstattung ist angemessen. Alle Mitarbeiter verfügen über umfassende berufliche Erfahrung.

Bei allen Fonds sind wir als Investmentmanager für die Einhaltung der Anlagerichtlinien der KVG zuständig. Die KVG (LRI S.A., Luxemburg) überprüft die Einhaltung der Richtlinien vor jeder Transaktion.

Marktauftritt

Seit Oktober 2013 veröffentlichen wir nahezu wöchentlich "Die Woche im Fokus", die auch online auf unserer Homepage (amf-capital.de) abrufbar ist.

5.) Risikobericht

Die AMF Capital AG geht die für sie geschäftsspezifischen Risiken ein, die durch die Geschäftsleitung identifiziert, beobachtet und gezielt gesteuert werden.

Das Institut ist nicht im Eigenhandel tätig und unterliegt daher keinen nennenswerten direkten Marktpreisrisiken.

Mittelbar ist die AMF Capital AG Marktpreisrisiken dennoch ausgesetzt, da die von uns für unsere Kunden getätigten Vermögensanlagen sowie die Anlagen der von uns gemanagten Investmentfonds in Wertpapieren erfolgen, die Marktpreisänderungen unterliegen. Ein nachhaltiger Rückgang der Marktpreise würde unsere volumenabhängigen Provisionserlöse mindern und u.U. zum Abzug von Kunden- bzw. Anlegergeldern führen.

Das Marktpreisrisiko wird insbesondere von der Entwicklung von Konjunktur, Zinsen und Wechselkursen bestimmt. Daneben können unternehmensspezifische Ereignisse eine negative Entwicklung insbesondere einer Aktienanlage zur Folge haben.

Aufgrund der Anlagepolitik eines Investmentfonds kann es zu Konzentration in bestimmten Regionen, Ländern, Branchen oder Titeln kommen, die dazu führen können, dass die Anlageziele nicht erreicht werden. Durch eine weitgehende Diversifizierung werden diese Risiken so weit wie möglich reduziert. Indem Anlagen weitestgehend in Euro erfolgen, ist das Wechselkursrisiko minimiert.

Adressenausfallrisiken entstehen aus den Einzelinvestments in Renten, bei denen es zu einem Ausfall der Zins- und Tilgungszahlungen kommen kann. Um dieses Risiko zu begrenzen, werden Investments so weit wie möglich diversifiziert. Dies betrifft nicht nur die Auswahl der Schuldner, sondern auch die Auswahl der Sektionen und Länder. Durch den Einsatz der eigenentwickelten CDP-Datenbank, bei der mit Hilfe von Fremd- und Eigenresearch Finanzdaten wie z.B. Ratings erfasst und bewertet werden, antizipiert das Unternehmen Adressenausfallrisiken rechtzeitig.

Bei der Verwaltung des Vermögens unserer Privatkunden wird die Einhaltung der Anlagerichtlinien und weiterer gesetzlicher Auflagen seitens des Portfoliomanagements mit Hilfe von IT-Systemen und der Beachtung des Vier-Augen-Prinzips gewährleistet.

Das Ertragsrisiko der Gesellschaft wird durch ein striktes Kostencontrolling gesteuert. Basis und Höhe der laufenden Kosten werden regelmäßig ermittelt. Sobald die Geschäftsleitung feststellt, dass die Erträge mittelfristig nicht ausreichen, um die laufenden Kosten zu decken, werden Maßnahmen zur Kostenreduzierung eingeleitet.

Rechtsrisiken entstehen aus möglichem Fehlverhalten des Personals sowie aus der Verletzung gesetzlicher oder vertraglicher Regelungen. Hierfür besteht eine Haftpflichtversicherung für den Vorstand der Gesellschaft.

Alle wesentlichen operationellen Risiken werden einmal jährlich im Sinne einer Risikoinventur identifiziert und beurteilt. In Stresstests untersucht das Management die Auswirkung angenommener nachteiliger Entwicklungen auf das Risikodeckungspotential der Gesellschaft.

Die Größe des Unternehmens erlaubt der Geschäftsleitung, sich fortlaufend (d.h. in der Regel arbeitstäglich) über wesentliche operationelle Risiken oder eingetretene Schadensfälle zu unterrichten und unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen zur Beseitigung der Ursachen zu treffen.

6.) Zusammenfassung / Prognosebericht

Das vergangene Jahr war auch für viele Investmentmanager und Investoren eine Herausforderung, die das Unternehmen sowohl in seiner Investmentstrategie als auch in den internen Abläufen relativ gut gemanagt hat. Dennoch planen die Aktionäre eine zeitnahe Aufstockung des Eigenkapitals, um für mögliche weitere Unsicherheiten an den Kapitalmärkten gerüstet zu sein. Das Unternehmen ist aktuell produktmäßig gut aufgestellt. Es ist geplant, die Vertriebstätigkeit in Bezug auf institutionelle Anleger und Vertriebsorganisationen zu intensivieren, sobald die Rahmenbedingungen wieder vorhanden sind. Dieses betrifft hauptsächlich den Rentenbereich.

Unsicherheiten und Risiken ergeben sich gegenwärtig weiterhin hauptsächlich aus den Auswirkungen der Inflation und der Zinspolitik der globalen Notenbanken auf die Finanzmärkte. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die Situation im Laufe des Jahres wieder beruhigen wird.

Für das neue Geschäftsjahr rechnen wir mit einem zumindest ausgeglichenen Ergebnis.

 

Frankfurt am Main, den 16. Mai 2024

Oliver Heidecker, Vorstand

Allan Valentiner, Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AMF Capital AG

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der AMF Capital AG, Frankfurt am Main (im Folgenden "Gesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Frankfurt am Main, den 22. Mai 2024

Weisang, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

während des abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der AMF Capital AG regelmäßig überwacht. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen. Wir haben uns wiederholt über die Geschäftslage des Unternehmens und die wesentlichen Situationen der einzelnen Geschäftsfelder, die Unternehmensplanung sowie die strategische Ausrichtung informieren lassen und den Vorstand beraten.

Zwischen den Sitzungen habe ich mich als Vorsitzender des Aufsichtsrats vom Vorstand fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentlichen Geschäftsvorfälle unterrichten lassen. Wir waren in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden und haben soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung, unsere Zustimmung erteilt.

Der vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, Herr Andreas Weisang, Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Nach abschließender Prüfung erheben wir keine Einwände gegen den Jahresabschluss und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Abschluss der AMF Capital AG gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen, schließen wir uns an.

Wir danken dem Vorstand und den Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2023.

 

Frankfurt 12.09.2024

Für den Aufsichtsrat

Martin Hansen, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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