Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 7581
Eingetragen
2.5.2008
Branche
Großhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Handel mit neuen und gebrauchten Netzwerkkomponenten / IT-Produkten sowie Vermittlung und Beratung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Frank Niemann
seit 2.5.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Cybertrading Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cybertrading GmbH

Barleben

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Cybertrading GmbH Am Springbrunnen 2 39179 Barleben

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2 Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Nachtragsbericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind ein internationaler Partner für neue und generalüberholte IT-Netzwerkhardware. Wir bieten neue und wiederaufbereitete Hardware von führenden Herstellern an. Zu unseren Kunden zählen sowohl Firmen als auch Privatpersonen im In - und Ausland.

2. Forschung und Entwicklung

Forschungs- oder Entwicklungsaktivitäten führen wir nicht durch.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Marktsituation ist in den letzten Jahren durch eine deutliche Ausweitung des Angebotes - insbesondere durch ausländische Anbieter - gekennzeichnet. Wir begegnen dieser Entwicklung durch innovative Produkte (Erweiterung unseres Sortiments), ein hohes Maß an Qualität und verstärkten Serviceaktivitäten.

2. Geschäftsverlauf

Wir können wieder einmal auf ein positives Geschäftsjahr zurückblicken.

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023, zum Vorjahr um T€ 11.531 gesunken. Die niedrigeren Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 resultieren aus einem verminderten Auftragseingang bei den Lieferungen. Der Gewinn ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 4.306 gesunken.

Die Personalkosten sind im Geschäftsjahr um T€ 19 angestiegen und bewegten sich somit auf dem Vorjahresniveau. Der Aufwand für erworbene IT-Handelsware ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 6.034 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 64 erhöht. Ursächlich hierfür sind vor allem erhöhte Kosten für die Gebäudekosten (T€ +253). Dem gegenüber stehen um T€ 215 gesunkene Kosten für die Warenabgabe.

Der Jahresüberschuss hat sich in der Folge gegenüber dem Vorjahr von T€ 5.297 auf T€ 991 vermindert.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor gut.

Ertragslage GuV

Unsere wesentlichen Ergebnisquellen sind der Ertrag aus dem Verkauf neuer und generalüberholten IT-Netzwerkhardware. Diese machen rd. 99,9% der gesamten Umsätze aus. Unsere Aufträge und Umsatzerlöse hängen hier stark von den Bestellungen unseren Kunden ab.

Unsere Beschäftigungslage ist als sehr gut zu bezeichnen.

Die Werbung und Einstellung neuer qualifizierter Fachkräfte wird regelmäßig durchgeführt.

Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Das Eigenkapital hat sich trotz des Jahresüberschusses aufgrund von Gewinnausschüttungen um T€ 9 reduziert. Die Eigenkapitalquote stieg dennoch aufgrund der Verminderung der Bilanzsumme auf 71,2% (Vorjahr: 60,7%). Die Eigenkapitalrendite ist von 78,99% auf 14,80% gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 T€ 772,47 (VJ: T€ 453,86).

Die Finanzierung unserer IT-Handelsware erfolgte regelmäßig aus dem Eigenkapital. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.646 gesunken und betragen 8,10% der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten und können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Unsere Investitionstätigkeiten bezogen sich im Geschäftsjahr auf die Anschaffung neuer Firmenfahrzeuge und Flurförderfahrzeuge.

Für das Folgejahr und die Zukunft sind Ersatz-Investitionen im Bereich Computertechnik geplant.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Liquiditätslage ist im abgelaufenen Geschäftsjahr wie im Vorjahr weiterhin als gut zu bezeichnen.

Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Jahresergebnis, Umsatzerlöse, Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran.

Bei den Mitarbeitern ist 1 Geschäftsführer mitgezählt. Außerdem werden eigene Mitarbeiter (93) einbezogen.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Der Umsatz im Geschäftsjahr beträgt pro Mitarbeiter T€ 284,7 und ist damit gegenüber dem Vorjahr um T€ 124 deutlich gesunken.

Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 13,94% auf 3,74% vermindert. Der operative Cashflow beträgt T€ 1.792 und ist damit um T€ 275 ggü. dem Vorjahr (T€ 2.067) gesunken. Der Jahresüberschuss (T€ 991) ist im Vergleich zum Vorjahr (T€ 5.297) um T€ 4.306 gesunken. Die Umsatzerlöse verminderten sich von T€ 38.010 auf T€ 26.479.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt weiterhin als gut bezeichnet werden.

III. Nachtragsbericht

Es haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres 2023 keine Vorgänge ereignet, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind.

IV. Prognosebericht

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin in Zukunft die Kundenakquise durch Verstärkung unseres Vertriebs forcieren.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Die IT-Branche bietet ein sehr großes Wachstumspotential für neue und aufbereitete IT-Hardwarekomponenten.

Die Umsatzerlöse in 2023 betragen T€ 26.479,48 und der Jahresüberschuss 2023 beträgt T€ 991,14.

In unserer Planung gehen wir von einem leichten Rückgang des Umsatzes im Jahr 2024 und einer damit verbundenen leichten Verringerung des Jahresergebnisses aus.

Die positiven Auswirkungen der Chip- und Coronakrise auf die Marktlage sind im Geschäftsjahr 2023 wie erwartet abgeflacht. Wir rechnen für das Jahr 2024 mit einer Normalisierung der Marktlage und daher mit einer leicht geringfügigen Nachfrage.

Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Sollten sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten wieder verstärken und sollte sich dadurch die Konjunktur abschwächen, könnte dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten (IT-Hardware) negativ beeinflussen.

Daraus könnten für uns dann erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Im Geschäftsjahr waren diese Risiken jedoch nicht erkennbar.

Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken sind im normalen Bereich und haben aufgrund der begrenzten Zahl von Anbietern in der Branche nicht zugenommen.

Da unsere Produkte auf einem sehr hohen technisch möglichen Stand sind, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken zum Vorjahresvergleich eher gesunken sind.

Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen außerordentliche Zusatzkosten damit verbunden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

1. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten als auch in unserem Lager (nach Eingang in unserer Warenwirtschaft "WaWi") durch.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die Konkurrenz der Anbieter in unserer Branche, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

2. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Preisen und dem stagnierenden Preisniveau.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Der Konflikt in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegenüber russischen Unternehmen, haben sich bisher nicht spürbar auf die Erlöse der GmbH ausgewirkt.

Auch zukünftig ist nicht mit einem negativen Einfluss zu rechnen.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über die üblichen Lieferantenziele und über Kreditlinien unserer Hausbank.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Magdeburg, 29.03.2024

gez. Frank Niemann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.332.841,00 784.530,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 59.201,00 130.073,00
II. Sachanlagen 1.173.140,00 553.957,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.605,00 28.576,00
2. technische Anlagen und Maschinen 93.982,00 101.697,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.037.553,00 423.684,00
III. Finanzanlagen 100.500,00 100.500,00
B. Umlaufvermögen 8.006.097,41 10.148.973,55
I. Vorräte 5.240.422,44 6.100.346,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.829.299,78 3.402.873,69
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 936.375,19 645.752,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 63.463,29 108.035,93
Summe Aktiva 9.402.401,70 11.041.539,48

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.697.508,37 6.706.368,77
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.681.368,77 1.383.880,30
III. Jahresüberschuss 991.139,60 5.297.488,47
B. Rückstellungen 142.203,98 659.541,36
C. Verbindlichkeiten 2.562.689,35 3.675.629,35
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 772.468,01 453.863,78
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.790.221,34 3.221.765,57
Summe Passiva 9.402.401,70 11.041.539,48

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.705.167,83 15.544.034,03
2. Personalaufwand 5.492.018,13 5.472.702,20
a) Löhne und Gehälter 4.461.606,96 4.556.052,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.030.411,17 916.649,84
davon für Altersversorgung 92.656,54 83.916,00
3. Abschreibungen 264.712,13 256.596,55
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 264.712,13 256.596,55
davon außerplanmäßige Abschreibungen 8.553,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.551.414,68 2.487.930,32
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 90.556,93 219.416,95
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.471,12 12.124,97
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.672,47 12.300,45
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 403.057,94 2.028.069,01
8. Ergebnis nach Steuern 991.763,60 5.298.560,47
9. sonstige Steuern 624,00 1.072,00
10. Jahresüberschuss 991.139,60 5.297.488,47

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Cybertrading GmbH, Barleben

1. Allgemeine Angaben

Die Cybertrading GmbH mit Sitz in Barleben wurde am 04.12.2007 gegründet.

Sie ist im Handelsregister in Stendal unter der Nummer HRB 7581 eingetragen.

Der Jahresabschluss ist nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) vom 17.07.2015 aufgestellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Anwendung der geänderten Vorschriften erfolgte erstmals für das Geschäftsjahr 2016. Ausweisänderungen ergaben sich hieraus nicht.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Hinsichtlich der Angaben im Anhang werden die Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Die Gesellschaft ist zur Aufstellung eines Lageberichts verpflichtet (§ 264 Abs. 1 Satz 4 HGB).

Die Gesellschaft nimmt die Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch.

Soweit von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres abgewichen wurde, ist dies bei den Einzelangaben zum Jahresabschluss nachfolgend mit den Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt.

Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung werden die Restlaufzeitvermerke zu Forderungen und Verbindlichkeiten sowie "davon"-Vermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung weitestgehend in den Anhang verlagert.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden auf der Grundlage der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten entspricht dem niedrigsten steuerlich zulässigen Ansatz. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer, planmäßig und im Zugangsjahr zeitanteilig (p.r.t.), unter Ansatz der steuerrechtlich zulässigen Höchstsätze abgeschrieben. Es wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter ("GWG") mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 (in Vorjahren bis 31.12.2017 bis zu € 410,00) wurden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Dauerhafte, außerplanmäßige Abschreibungen werden auf der Basis von Tageswerten am und ggf. nach dem Bilanzstichtag vorgenommen (Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist in Form pauschaler Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Sie werden mit dem Nominalwert angesetzt.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen (€ 310.585,00 VJ: € 292.143,00) wurden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (1,82 %) und der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Des Weiteren liegt dem Rückstellungsbetrag eine Trendannahme hinsichtlich Rentenentwicklung von 1,00 % p.a. zugrunde. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen, € 287.386,21, VJ: € 249.210,09) verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Darüber hinaus wird ein sich nach Verrechnung ergebender Saldo (€ 23.198,79, VJ: € 42.932,91) als Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen. Erträge aus dem Deckungsvermögen € 9.190,10 (VJ: € 2.313,78) werden mit den Zinszuführungen € 5.552,00 (VJ: € 5.109,00) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert und unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen (VJ: Zinsen und ähnlichen Aufwendungen) ausgewiesen. Bei der Bewertung von Pensionszusagen ist für die Handelsbilanz statt des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes erstmalig zum 31.12.2016 und seitdem ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz zu verwenden.

Der sich hieraus ergebende Bewertungsunterschied in Höhe von € 6.363,00 unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr anfallenden, noch nicht veranlagten Ertragssteuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Es bestehen folgende Forderungen gegen Gesellschafter i.H.v. € 271.603,61 (VJ: € 267.475,00). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Beträge für Vermögensgegenstände i.H.v. € 8.448,38 (Vorjahr: € 10.361,71) ausgewiesen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus personalbezogenen Rückstellungen (€ 38.802,00) sowie Rückstellung für Jahresabschlusserstellung und -prüfung (€ 30.800,00) zusammen.

Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 HGB und § 285 Nr. 1a HGB)

Zur Vermeidung von Wiederholungen und zur Erreichung besserer Klarheit und Übersichtlichkeit (§ 243 Abs. 1 i.V.m. § 264 HGB) werden die Angaben der Restlaufzeit und zur Besicherung (§§ 268 Abs. 5 und 285 Nr. 1 HGB) der Verbindlichkeiten wie folgt zusammengefasst.

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
1. Verbindlichkeiten ggü.Kreditinstituten 252.297,48 520.170,53 0,00
Vorjahr 138.969,14 201.566,30 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 80.153,65 0,00 0,00
Vorjahr 196.040,46 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 761.778,17 0,00 0,00
Vorjahr 2.407.814,50 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 948.289,52 0,00 0,00
Vorjahr 617.910,61 0,00 0,00
Insgesamt 2.042.518,82 520.170,53 0,00
Vorjahr 3.360.734,71 201.566,30 0,00

Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind € 716.353,36 (VJ: € 121.577,77) aus Steuern und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit i.H.v. € 3.747,18 (VJ: € 926,38) entstanden. Es bestehen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge aus der Währungsumrechnung betrugen € 80.778,30 (VJ: € 107.801,56). Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen € 90.556,93 (VJ: € 219.416,95).

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind € 92.656,54 (VJ: € 83.916,00) für die Altersversorgung angefallen.

Unter den Zinsen und ähnlichen Erträgen werden Zinserträge gegen den Gesellschafter i.H.v. € 2.946,33 (VJ: € 2.910,80) ausgewiesen.

Unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ist mit € 5.552,00 (VJ: € 5.109,00) die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen enthalten, die mit Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung € 9.190,10 (VJ: € 2.313,78) saldiert wurde.

6. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB oder sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestanden am Abschlussstichtag nicht.

Während des Geschäftsjahres hat die Gesellschaft durchschnittlich 93 Arbeitnehmer beschäftigt.

Herr Frank Niemann (der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung) war im Berichtsjahr zum alleinigen Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Er ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Hinsichtlich der Angabepflicht gemäß § 285 Nr. 9a und b HGB wird von der Ausnahmeregelung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und die Angabe unterlassen.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 (€ 991.139,60) soll zusammen mit dem Gewinnvortrag (€ 5.681.368,77) auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Vorgänge, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und deren Kenntnis für die Beurteilung der Lage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung ist, liegen nicht vor.

 

Magdeburg, den 29.03.2024

gez. Frank Niemann

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 320.228,08 14.076,66 0,00 334.304,74
320.228,08 14.076,66 0,00 334.304,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.765,68 25.422,00 0,00 57.187,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 110.681,60 0,00 0,00 110.681,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 910.028,62 778.301,47 21.711,27 1.666.618,82
1.052.475,90 803.723,47 21.711,27 1.834.488,10
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 100.000,00 0,00 0,00 100.000,00
2. Genossenschaftsanteile 500,00 0,00 0,00 500,00
100.500,00 0,00 0,00 100.500,00
1.473.203,98 817.800,13 21.711,27 2.269.292,84
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 190.155,08 84.948,66 0,00 275.103,74
190.155,08 84.948,66 0,00 275.103,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.189,68 12.393,00 0,00 15.582,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.984,60 7.715,00 0,00 16.699,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 486.344,62 159.655,47 16.934,27 629.065,82
498.518,90 179.763,47 16.934,27 661.348,10
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
688.673,98 264.712,13 16.934,27 936.451,84
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 59.201,00 130.073,00
59.201,00 130.073,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.605,00 28.576,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 93.982,00 101.697,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.037.553,00 423.684,00
1.173.140,00 553.957,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 100.000,00 100.000,00
2. Genossenschaftsanteile 500,00 500,00
100.500,00 100.500,00
1.332.841,00 784.530,00

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Cybertrading GmbH, Barleben:

Prüfungsurteile:

Wir haben den Jahresabschluss der Cybertrading GmbH, Barleben, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cybertrading GmbH, Barleben für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Magdeburg, den 21. November 2024

Paul & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Sebastian Paul, Wirtschaftsprüfer

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