Stammdaten

Register
Amtsgericht Lüneburg HRB 110912
Eingetragen
22.2.2000
Branche
Erbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: die Beratung von Arztpraxen, Laboratorien, Krankenhäusern, industrieller Unternehmen aus der Pharma- und Diagnostikbranche und anderer Unternehmen, sowie die Organisation und Reorganisation von Arztpraxen, ärztlichen und klinischchemischen Laboratorien sowie die Durchführung von Verfahrensabläufen innerhalb und außerhalb von Arztpraxen, Laboratorien und Krankenhäusern, der Handel und die Vermittlung von Diagnostika, Arzt- und Praxisbedarfsartikeln, Diätetika, Büchern, Nahrungsergänzungsmitteln, Analytik humanen Probematerials, Organisation von Transportlogistik

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marit Berning
seit 29.3.2023
Prokura
Dirk Ulf Dr. Düvel
seit 9.7.2020
Geschäftsführer
Torben Berning
seit 21.9.2011
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MEDICO-LAB GmbH

Winsen (Luhe)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2022

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die MEDICO-LAB GmbH ist als mittelständisches Unternehmen im Bereich Diabetes-Care sowie Diagnostik für Pflegeheime, Arztpraxen und Krankenhäuser tätig.

Die Beratung der Kunden mit fachlich hoher Kompetenz und einer wirtschaftlich effizienten Versorgung steht für das Unternehmen im Mittelpunkt.

Zur Aufrechterhaltung und kontinuierlichen Verbesserung der hohen Beratungs- und Versorgungsqualität unterhält die Gesellschaft ein zertifiziertes Qualitätsmanagement-System nach DIN ISO 13485:2016. Nach Vorgabe des Gesetzgebers wurde vom GKV-Spitzenverband zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Versorgung aller Leistungserbringer zusätzlich ein sogenanntes "Präqualifizierungsverfahren" initialisiert. Eine erfolgreiche Präqualifizierung mit einem entsprechenden Zertifikat einer benannten Zertifizierungsstelle ist die Voraussetzung für den Abschluss von Versorgungsverträgen mit Krankenkassen.

Für die Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erfolgt die Abrechnung des Rezeptes direkt mit der Krankenkasse des Versicherten. Hierzu hat MEDICO-LAB eigene Versorgungsverträge mit Krankenkassen geschlossen oder ist bestehenden Versorgungsverträgen beigetreten bzw. besteht eine Abrechnungsberechtigung auf der Grundlage gesetzlicher Vorgaben. Für abrechnungsberechtigte Produkte mit gesetzlichen Krankenversicherungen stellt die MEDICO-LAB GmbH damit die Basis für eine Abrechnung mit nahezu allen gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sicher.

Neben dem Diabetes-Bereich übernimmt das Unternehmen die Inhouse-Logistik sowie das Vertriebswesen einer großen deutschen Versand-Apotheke.

2. Wirtschaftliche Lage

Die deutsche Gesundheitswirtschaft erwirtschaftete im Jahr 2022 rund 12,7 % des Bruttoinlandsprodukts. Dies entspricht in etwa jedem achten Euro des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Gleichzeitig ist sie Arbeitgeber für rund 17,7 % der Menschen in Deutschland und sichert somit fast jeden 5. Arbeitsplatz. Darüber hinaus sind ihr rund 9,8 % der gesamtdeutschen Exporte zuzuschreiben - dies ist viel für eine Branche, die einen Großteil ihrer Wertschöpfung durch die Erbringung von Dienstleistungen am Patienten erzielt. Die Gesundheitswirtschaft ist seit 2013 nominal in jedem Jahr gewachsen. Ihr Anteil an der Gesamtwirtschaft ist dabei im Zeitverlauf gestiegen: Von 11,6 % in 2013 auf 12,7 % im Jahr 2022. Im Jahr 2022 ist die Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft um 7,9 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit hatte die Gesundheitswirtschaft einen höheren Anstieg zu verzeichnen als die deutsche Volkswirtschaft insgesamt mit 6,1 %. Die wirtschaftliche Aktivität der Gesundheitswirtschaft sorgt für positive Effekte in der deutschen Gesamtwirtschaft. Durch die Verflechtung mit Akteuren aus anderen Wirtschaftsbereichen entstehen (durch indirekte und induzierte Effekte) gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfungseffekte von 335,5 Milliarden Euro. Vereinfacht gesprochen bedeutet dies, dass mit jedem Euro Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft 0,76 Euro zusätzliche Bruttowertschöpfung in der Gesamtwirtschaft einhergehen (Gesundheitswirtschaft Fakten & Zahlen 2022, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Stand: April 2023).

Im Jahr 2015 hatten in Deutschland ca. 7 Mio. Menschen einen dokumentierten Typ-2-Diabetes und 32.000 Kinder und Jugendliche sowie 340.000 Erwachsene einen Typ-1-Diabetes. Aufgrund steigender Prävalenzen liegt die Zahl der Menschen mit einem dokumentierten Typ-2-Diabetes im Jahr 2021 vermutlich bei 8,5 Mio. Hinzu kommt eine Dunkelziffer von mindestens 2 Mio. Auch in Zukunft wird mit einem Anstieg der Diabetesprävalenz gerechnet. Die Prävalenz und Inzidenz von Diabetes ist regional ungleichmäßig verteilt. Die Diabetessterblichkeit ist deutlich höher als bisher angenommen. Sowohl die Lebenserwartung als auch die Anzahl der zu erwartenden gesunden Lebensjahre ist bei Menschen mit Diabetes geringer, insbesondere in jüngeren und mittleren Altersgruppen. (Gesundheitsbericht 2022, Deutsche Diabetes Gesellschaft, Stand: November 2021).

3. Geschäftsverlauf

Entgegen unserer prognostischen Erwartungen im Vorjahr hat sich die Entwicklung hinsichtlich des Rohertrages nicht erfüllt und liegt deutlich unter den Vorjahreszahlen. Hauptfaktor ist das durch die Corona-Pandemie im Jahr 2021 veränderte Konsumverhalten. Die Entwicklung der Diabetes-Sparte weist dagegen auch in 2022 eine leicht steigende Entwicklung auf.

4. Darstellung der Lage

Ertragslage

Bei um T€ 6.284 sinkender Gesamtleistung von T€ 16.320 ist das Rohergebnis ebenfalls gesunken auf T€ 11.887. Die Personalkosten wurden im laufenden Jahr leicht um T€ 107 auf T€ 3.145 reduziert. Dagegen stiegen die Vertriebskosten um T€ 466 auf T€ 5.545. Insgesamt wurde ein positives Jahresergebnis in Höhe von T€ 719 (Vorjahr: T€ 1.474) erzielt.

Vermögens und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um insgesamt T€ 3.234 gestiegen, was im Wesentlichen durch den Ausbau der Kommissionieranlage (T€ 1.399) und den Anstieg der liquiden Mittel zu begründen ist. Die liquiden Mittel liegen mit T€ 2.349 über dem Vorjahresniveau (T€ 1.241). Die Vorräte erhöhten sich um T€ 295 auf T€ 1.407. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit T€ 4.909 über dem Vorjahreswert von T€ 3.916. Das Eigenkapital erhöhte sich um T€ 119 auf T€ 5.592. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr (61,9 %) auf 46,3 % gesunken. Dies lässt sich auf den Anstieg des Fremdkapitals zurückführen. Für die Verbindlichkeiten ergibt sich ein Anstieg durch die Investition in die Kommissionieranlage von T€ 3.368 auf T€ 6.483. Die Rückstellungen sanken um T€ 187 auf T€ 834.

Finanzlage

Zum 31. Dezember 2022 verfügte die MEDICO-LAB GmbH über ausreichende finanzielle Mittel bzw. Kreditlinien. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft ist positiv. Der Cash-Flow nach DVFA/SG beträgt T€ 1.180 nach T€ 2.073 im Vorjahr. Gemäß der Finanzplanung für das folgende Geschäftsjahr sind keine Liquiditätsengpässe zu erwarten.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann insgesamt als gut angesehen werden.

Wesentliche Ereignisse nach Jahresabschluss

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung haben sich nach dem Jahresabschluss nicht ergeben.

5. Chancen und Risiken

Marktrisiken

Mit allen wichtigen Kostenträgern konnten Verträge oder vertragsähnliche Vereinbarungen abgeschlossen werden. Dadurch sind die Voraussetzungen für das kurz- und mittelfristige Wachstum der Gesellschaft sichergestellt. Ein Risiko besteht allerdings in dem zunehmenden Preisdruck der Krankenkassen im Rahmen der Versorgung der Patienten in bestimmten Produktgruppen. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung können sich aus gesundheitspolitischen Entscheidungen ergeben. Allerdings schätzen wir das Risiko bezüglich ungünstiger gesundheitspolitischer Entscheidungen gering ein, da eine Versorgung vor allem im Bereich der insulinbehandelten Patienten weiterhin gewährleistet sein muss.

Liquiditätsrisiken

Eine auf einen festen Planungszeitraum ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie vorhandene liquide Mittel als auch nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher.

Rechtliche Risiken

Es gibt es aus heutiger Sicht keine Verfahren, welche die zukünftigen Ergebnisse in merkbarer Form beeinflussen könnten bzw. wurden in solchen Fällen entsprechende (Teil-) Wertberichtigungen vorgenommen.

Ausfallrisiken

Ein signifikantes Ausfallrisiko bei den Forderungen besteht nicht. Um das Ausfallrisiko bei den Forderungen zu minimieren, wird ein aktives Forderungsmanagement betrieben. Größere Forderungen werden durch Sicherungsmaßnahmen abgedeckt. Verbleibende Risiken werden durch Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt.

Preisänderungs-, Zins- und Kursänderungsrisiken

Es bestehen keine wesentlichen Zins- und Kursänderungsrisiken. Durch Änderungen in der Gesundheitspolitik und/oder Vertragsanpassungen mit Krankenkassen kann es zu Preisreduzierungen kommen, die einen negativen Einfluss auf den Rohertrag haben.

Chancen

Die Gesellschaft sieht sich aufgrund des gut geschulten und qualifizierten Personalstammes sowie aufgrund seiner fundierten organisatorischen und operativen Kenntnisse und Fähigkeiten für künftige Marktentwicklungen als ausgezeichnet aufgestellt an.

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst alle wesentlichen Bereiche der Unternehmenssteuerung.

Ziel des Systems ist die Vermeidung von Schäden sowie die Ermöglichung von Chancen.

Gesamtrisiko

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine bestandsgefährdenden Risiken identifizieren können. Für die zukünftige Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

6. Ausblick auf die Entwicklung des Unternehmens

Für das Geschäftsjahr 2023 und 2024 ist geplant, durch Ausbau der Neukundenakquise den Umsatz weiter auszubauen. Bei konstanter Beschaffungslage erwarten wir daher einen moderaten Anstieg des Rohertrages bei ähnlicher Ergebnismarge. Die Kundenbindung und -gewinnung durch das Anbieten von Dienstleistungen im Prozessbereich wird weiter vorangetrieben. Wesentliche Veränderungen der Geschäftstätigkeit sind im Übrigen nicht geplant.

Für das Geschäftsjahr 2023 und 2024 erwarten wir in Summe ein positives Gesamtergebnis auf gegebenem Niveau.

 

Winsen (Luhe), den 15. November 2023

Torben Berning, Geschäftsführer

Dirk Düvel, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
A. Anlagevermögen
1. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.540,00 8.751,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 349.801,00 388.163,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.637.440,00 1.237.631,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 129.678,00 129.389,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 498.846,33
3.116.919,00 2.254.029,33
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
3.152.459,00 2.287.780,33
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.406.553,06 1.112.006,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.997.694,77 4.131.128,03
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.349.458,26 1.241.247,88
- 8.753.706,09 6.484.382,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 169.091,15 69.260,77
12.075.256,24 8.841.423,67

Passiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 4.847.740,29 3.974.147,43
III. Jahresüberschuss 718.879,87 1.473.592,86
5.591.620,16 5.472.740,29
B. Rückstellungen 833.794,40 1.020.598,75
C. Verbindlichkeiten 5.648.354,18 2.346.634,63
- davon gegenüber Kreditinstituten: € 2.888.318,64 (Vorjahr: T€ 1.650) -
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.487,50 1.450,00
12.075.256,24 8.841.423,67

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2021
1. Rohergebnis 11.942.089,93 13.026.929,64
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.694.771,98 -2.840.664,66
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -449.764,80 -411.406,74
- davon für Altersversorgung: € 6.976,92 (Vorjahr: € 5.964,00) - -3.144.536,78 -3.252.071,40
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -460.955,58 -598.740,98
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.267.446,92 -7.017.013,80
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.760,52 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -47.656,01 -71.722,06
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -302.859,65 -611.138,54
8. Ergebnis nach Steuern 721.395,51 1.476.242,86
9. Sonstige Steuern -2.515,64 -2.650,00
10. Jahresüberschuss 718.879,87 1.473.592,86
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.447.740,29 4.274.147,43
12. Gewinnausschüttung -600.000,00 -300.000,00
13. Bilanzgewinn 5.566.620,16 5.447.740,29

Anhang 2022

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der MEDICO-LAB GmbH mit dem Sitz in 21423 Winsen (Luhe), (Amtsgericht Lüneburg, HRB 110912) wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) §§ 242 ff. HGB nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Nach den in § 267 Absatz 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Kapitalgesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Das Gliederungsschema der Bilanz wurde gemäß § 266 HGB in der Fassung des BILRUG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Sämtliche Vermögenswerte und Schulden wurden zum 1. Januar 2022 aus der Bilanz des Vorjahres übernommen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen dem in dem Vorjahresvergleichszahlen genannten Ansätzen des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend steuerlicher Vorschriften linear vorgenommen.

Die Anlagegüter werden nach den steuerlich üblichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Dies betrifft auch Mietereinbauten.

Im Berichtsjahr angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden analog zu den steuerlichen Vorschriften voll abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Warenbestand werden mit Anschaffungskosten bilanziert, soweit nicht eine Bewertung zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten geboten ist.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert bzw. mit den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei den Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlusstag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert bilanziert.

Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Bei der Höhe nach ungewissen Verbindlichkeiten wird der Wert der wahrscheinlichen Inanspruchnahme ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz und GuV

Anlagevermögen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen sowie der Finanzanlagen ist im Einzelnen im folgenden Anlagenspielgel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 278.231,61 7.996,61 0,00 0,00 286.228,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 736.661,62 0,00 0,00 0,00 736.661,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.967.024,39 1.222.054,72 498.846,33 55.872,33 3.632.053,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 703.651,00 95.586,92 0,00 6.151,69 793.086,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 498.846,33 0,00 -498.846,33 0,00 0,00
3.906.183,34 1.317.641,64 0,00 62.024,02 5.161.800,96
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 4.209.414,95 1.325.638,25 0,00 62.024,02 5.473.029,18
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 269.480,61 6.207,61 0,00 275.688,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 348.498,62 38.362,00 0,00 386.860,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 729.393,39 321.092,05 55.872,33 994.613,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 574.262,00 95.293,92 6.147,69 663.408,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.652.154,01 454.747,97 62.020,02 2.044.881,96
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.921.634,62 460.955,58 62.020,02 2.320.570,18
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.540,00 8.751,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 349.801,00 388.163,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.637.440,00 1.237.631,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 129.678,00 129.389,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 498.846,33
3.116.919,00 2.254.029,33
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
25.000,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 3.152.459,00 2.287.780,33

Beteiligungen

Ausgewiesen wird eine 100 %-tige Beteiligung an der besamex service GmbH, Winsen (Luhe).

Der Jahresabschluss der besamex service GmbH zum 31. Dezember 2021 weist bei einem Stammkapital von € 25.000,00 ein Eigenkapital von € 22.523,90 bei einem Jahresgewinn von € 2.534,80 aus.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter mit T€ 4.572 (Vorjahr: T€ 3.502).

Guthaben bei Kreditinstituten

Unter den Guthaben bei Kreditinstituten sind mit T€ 2.070 (Vorjahr: T€ 47) treuhänderisch gehaltene Konten eines Geschäftspartners ausgewiesen. Die treuhänderische Ausgleichsverbindlichkeit wird unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Eigenkapital

Ausgewiesen ist das Stammkapital der Gesellschaft sowie der Gewinnvortrag und das Jahresergebnis der Gesellschaft. Das Stammkapital ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im wesentlichen Personalaufwendungen mit T€ 448 (Vorjahr: T€ 646) sowie Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von T€ 47 (Vorjahr: T€ 55).

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten hat ein Betrag von T€ 3.169 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, T€ 2.479 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sowie T€ 833 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 2.888 durch Sicherheiten, Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen und Zessionen gesichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind neben der Ausgleichverbindlichkeit für treuhänderisch gehaltene Guthaben bei Kreditinstituten eines Kunden von T€ 2.070 (Vorjahr: T€ 47) Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 134 (Vorjahr: T€ 186) und im Rahmen sozialer Sicherheiten in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 3) enthalten. Die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 2.070 (Vorjahr: T€ 47) Gesellschafter.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen/außerbilanzielle Geschäfte

Nicht aus der Bilanz ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus Mietverträgen für Immobilien mit einer Laufzeit bis zu 12 Jahren und einem Gesamtvolumen von T€ 2.789 (Vorjahr: T€ 3.049).

Ferner bestehen verschiedene Miet- und Leasingverträge über technische Geräte und Kraftfahrzeuge mit Laufzeiten von bis zu fünf Jahren und einer Gesamtbelastung von T€ 118 (Vorjahr: T€ 234).

Sonstige Angaben

Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2022 neben der Geschäftsführung durchschnittlich 29,75 Arbeitnehmer in Vollzeit, 30,25 in Teilzeit sowie 21 geringfügig beschäftige Angestellte.

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Gesellschaft durch die jeweils einzelvertretungsberechtigten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreite Geschäftsführer

 

Herrn Torben Berning, Kaufmann, Handorf, sowie

 

Herrn Dirk Düvel, Kaufmann, Marschacht

vertreten.

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 2 und 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.

Bei einem variabel verzinslichen Darlehen, das eine Laufzeit bis 2030 hat und zum Bilanzstichtag mit T€ 1.450 valutiert, wird das Zinsänderungsrisiko in der Form einer Höchstsatzvereinbarung (Cap) gesichert. Der Kontrakt wird über eine inländische Geschäftsbank abgewickelt. Hieraus resultieren keine Risiken.

Nachtragsbericht

Durch die negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung infolge der durch die Corona-Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen Verwerfungen, den weiteren Einflüssen des Russland-Ukraine-Kriegs, steigende Energiekosten, ein steigendes Zinsniveau und eine erhöhte Inflation ist der Grad der Schätzunsicherheit hinsichtlich der zugrunde liegenden künftigen finanziellen Überschüsse im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 gestiegen.

Ferner lässt der seit Jahrzehnten immer wieder aufflammende Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern den Nahen Osten nicht zur Ruhe kommen. Dieser Teil der seit mehreren Jahren anhaltenden Polykrise stellt sich für uns derzeit als wertbegründendes Ereignis dar. Zum Abschlussstichtag ergeben sich zwar keine Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung, jedoch können Auswirkungen auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht ausgeschlossen werden.

Gewinnverwendungsbeschluss

Die Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzgewinn von € 5.566.620,16 bestehend aus dem Gewinnvortrag von € 5.447.740,29, der Ausschüttung des Geschäftsjahres von € 600.000,00 sowie dem Jahresüberschuss von € 718.879,87 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Winsen (Luhe), den 15. November 2023

Torben Berning, Geschäftsführer

Dirk Düvel, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss wurde am 22. April 2024 festgestellt.

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt.

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 sowie dem Lagebericht der Gebrüder Friedrich GmbH & Co. KG, Kiel, den folgenden

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gebrüder Friedrich GmbH & Co. KG, Kiel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gebrüder Friedrich GmbH & Co. KG, Kiel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gebrüder Friedrich GmbH & Co. KG, Kiel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personengesellschaften im Sinne des § 264a geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 20. Dezember 2023

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