Becker-Schoell Aktiengesellschaft

Bustadt 35, 74360 Ilsfeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 224982
Eingetragen
12.7.2000
Branche
Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und FuttermittelnBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Futtermitteln für Nutztiere
Gegenstand
der Handel mit Saatgut und Tierfuttermittel aller Art; der Erwerb der Firmen Wilhelm Schoell GmbH, Heinrich Becker GmbH und Sympet Heimtiernahrung GmbH und deren Geschäftsfortführung sowie das Halten von Gesellschaftsanteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Henning Fröschle
seit 15.12.2025
Prokura
Volkan Baldak
seit 13.8.2025
Vorstandsmitglied
Alexander Bühler
seit 21.9.2017
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Becker-Schoell Aktiengesellschaft

Ilsfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Im Jahre 1999 entschlossen sich zwei baden-württembergische Saatguthandelsfirmen in Zukunft gemeinsam am Markt zu agieren: Die Heinrich Becker GmbH, in Weinsberg, gegründet 1817, und die Wilhelm Schoell GmbH, in Neckartailfingen, gegründet 1846, kamen in beiderseitigem Einvernehmen zu dem Schluss, die Becker-Schoell AG im Juli 2000 ins Leben zu rufen. Ziel war es, durch die Bündelung der Kräfte dem veränderten Marktumfeld gerecht zu werden. Ergänzend zum Saatgutgeschäft kam der Handel mit Heimtiernahrung über die Jahre hinzu. Im Februar 2023 wurde das Saatgutgeschäft aufgegeben.

Die Becker-Schoell AG ist im Großhandel mit Heimtiernahrung tätig, dabei übernimmt das Dropshipping für Onlinehändler einen immer wesentlicheren Anteil. Eine langjährige Kundenbindung, beste Qualität, hohe Kundenzufriedenheit und das gute Betriebsklima zeichnen die Becker-Schoell AG aus.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenentwicklung

Nachdem sich die deutsche Wirtschaft bereits im Winterhalbjahr technisch in der Rezession befand, stagnierte die deutsche Wirtschaft im 2. Quartal 2023. Die Belastungen aus den Energiepreissteigerungen, der weltwirtschaftlichen Schwäche und den ungünstigeren Finanzierungsbedingungen wirken nach und verzögern die konjunkturelle Erholung. Diese Rahmenbedingungen sorgen auch für eine düsterere Aussicht für das 2. Halbjahr 2023.

Die Umsätze im Einzelhandel konnten sich zuletzt etwas erholen, nachdem die Umsätze in den Wintermonaten durch die hohe Inflation stark zurückgegangen waren. Die Stimmung unter den Verbrauchern hellte sich im Frühjahr etwas auf. Insgesamt lag das Konsumklima aber immer noch auf sehr niedrigem Niveau, da die Verunsicherung der Konsumenten weiter anhält.

Nachdem der Arbeitsmarkt lange von der schwierigen konjunkturellen Lage überwiegend unberührt schien, trübte sich im Sommer die Lage infolge der wirtschaftlichen Abschwächung spürbar ein. Die registrierte Arbeitslosigkeit erhöhte sich im Juni saisonbereinigt um 28.000 Personen, gewöhnlich sorgt die Frühjahrsbelebung für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Im Juni 2023 waren rund 45,7 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig, 305.000 Personen mehr als im Vorjahresmonat. Der Beschäftigungsaufbau über die Wintermonate hat damit geendet. Für das zweite Halbjahr plant nur noch der Dienstleistungssektor mit weiteren Einstellungen, Industrie und Handel erwarten Rückgänge bei den Einstellungen. Die Zahl der offenen Stellen ist gesunken, der Bestand liegt aber weiter auf hohem Niveau, da Unternehmen passendes Personal weiter schwer finden. Eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt ist erst zu erwarten, wenn die Konjunktur wieder Fahrt aufnimmt. Gleichzeit ist nicht mit einem sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen.

Deutlich zugenommen hat das Insolvenzgeschehen in Deutschland, insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2023, allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau. Die Folgen des Krieges in der Ukraine, die zwischenzeitlich drastisch gestiegenen Energiepreise und die weiterhin hohen Inflationsraten stellen für viele Unternehmen Belastungen dar, deren Auswirkungen auf das Insolvenzgeschehen in den nächsten Monaten nur schwer abzuschätzen sind.

Die deutsche Heimtierbranche hält weiterhin das hohe Umsatzniveau der Vorjahre und entwickelt sich trotz der allgemein angespannten politischen und wirtschaftlichen Lage weiterhin positiv. Mit einem Gesamtumsatz von EUR Mrd. 5,126 verzeichnete der stationäre Fach- und Lebensmitteleinzelhandel im Jahr 2022 ein Umsatzplus von 7,1 %. Hinzu kamen EUR Mrd. 1,203 über den Online-Handel (+ 14 %) sowie EUR Mill. 158 für Wildvogelfutter (- 2,5 %). Der Gesamtumsatz der deutschen Heimtierbranche liegt somit bei rund EUR Mrd. 6,5.

Der Umsatz mit "Heimtier-Fertignahrung" im Fach- und Lebensmitteleinzelhandel übertraf das Vorjahresergebnis mit nunmehr EUR Mrd. 4,035 um 9,5 %. Das Segment "Bedarfsartikel und Zubehör" war 2022 rückläufig und verzeichnete mit einem Umsatz von EUR Mrd. 1,091 ein Minus von 0,9 %.

Mit einem Gesamtumsatz von EUR Mrd. 2,011 und somit einem Plus von 12,5 % gegenüber dem Vorjahr bildete der Markt für Katzenfutter auch im Jahr 2022 das größte Futtersegment im stationären Handel. Stärkster Wachstumstreiber war dieses Jahr das Segment Feuchtfutter, das sich um 13,6 % auf einen Umsatz von EUR Mrd. 1,329 steigerte. Darüber hinaus verzeichneten auch die Bereiche Snacks inkl. Katzenmilch (EUR Mill. 326, + 11,8 %) und Trockenfutter (EUR Mill. 356, + 9,4 %) deutliche Zuwächse.

Der Markt für Hundefutter wuchs auch im Jahr 2022 weiter und erzielte im stationären Handel mit EUR Mrd. 1,807 ein Umsatzplus von 7,8 %. Auch in diesem Segment gab es im Hinblick auf das stärkste Wachstum eine Verschiebung in Richtung Feuchtfutter: Dieser Bereich legte mit EUR Mill. 595 und einem Plus von 13,4 % am deutlichsten zu, gefolgt von Trockenfutter (EUR Mill. 516, + 7,4 %) und Snacks (EUR Mill. 696, + 3,6 %).

Kleintierfutter blieb hinter Katzen- und Hundefutter das drittstärkstes Segment bei den Futtermitteln, musste mit einem Umsatz von EUR Mill. 91 ein Minus von 7,1 % hinnehmen. Der Umsatz mit Zierfischfutter im stationären Handel entwickelte sich positiv und erzielte mit EUR Mill. 59 ein Plus von 5,2 %. Der Bereich Ziervogelfutter blieb mit einem Umsatz von EUR Mill. 67 gegenüber dem Vorjahr stabil.

Der Umsatz von Bedarfsartikeln und Zubehör lag 2022 im stationären Handel bei EUR Mrd. 1,091 und verzeichnete somit ein Minus von 0,9 % gegenüber 2021.

Lediglich Katzenstreu konnte mit einem Umsatz von EUR Mill. 324 und einem Plus von 6,1 % weiterwachsen.

Alle anderen Bereiche entwickelten sich 2022 rückläufig. Hundezubehör kam auf EUR Mill. 229 (- 4,6 %), Zubehör für Katzen auf EUR Mill. 224 (- 2,5 %), Bedarfsartikel und Zubehör für Zierfische (EUR Mill. 191, - 2,1 %), Kleintiere (EUR Mill. 93, - 5,5 %) und Ziervögel (EUR Mill. 30, - 9,1 %) erzielten 2022 weniger Umsatz als im Jahr davor.

Die Bedeutung des Internets für den Kauf von Heimtierprodukten hat auch im Jahr 2022 nochmals spürbar zugenommen. Das geschätzte Umsatzvolumen betrug ca. EUR Mrd. 1,203 - eine Steigerung um 14 %.

Als Hauptabsatzweg für Heimtier-Fertignahrung behauptet sich weiterhin der Lebensmitteleinzelhandel (einschließlich Drogeriemärkten und Discountern). Hier wurden mit einem Umsatzanteil von 62 % EUR Mrd. 2,502 umgesetzt.

Der Fachhandel blieb mit einem Umsatz von EUR Mill. 862 für Bedarfsartikel und Zubehör und einem Umsatzanteil von 79 % der wichtigste Absatzweg in diesem Segment.

2.2. Ertragslage

Die Becker-Schoell AG konnte im Berichtsjahr die Umsatzerlöse nochmals weiter um TEUR 9.970 gegenüber dem Vorjahr steigern. Die Umsatzsteigerung entfällt hierbei überwiegend auf den Bereich der Heimtiernahrung. Ursächlich hierfür sind vor allem ein weiterer Anstieg des Online-Geschäfts sowie das Neukundengeschäft. Im Saatgutgeschäft blieb der Umsatz um TEUR 6.582 hinter dem Vorjahr, Hintergrund ist der Verkauf des Saatgutgeschäfts im Februar 2023.

Die Materialaufwandsquote ist im Berichtsjahr leicht angestiegen und beläuft sich auf rd. 84,4 %. Die Personalaufwandsquote hingegen konnte leicht um rd. 0,2 Prozentpunkte auf nunmehr 7,1 % reduziert werden. Die durchschnittlich bei der Gesellschaft beschäftigten Mitarbeiter belaufen sich auf 149 Mitarbeiter nach durchschnittlich 132 Mitarbeiter im Vorjahr. Der Aufbau des Bestandes an eigenem Personal hat in diesem Zusammenhang vor allem in der Logistik stattgefunden.

Der Anstieg bei den Abschreibungen ist bedingt durch die Investitionen in ein automatisiertes Lagerhaltungssystem. Bei diesem wurden im Berichtsjahr erstmalig Abschreibungen über das gesamte Geschäftsjahr vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind hingegen deutlich um TEUR 815 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Einerseits liegt dies an den gestiegenen Kosten für Energie und andererseits an dem weiteren Anstieg der Kosten für Verpackungsmaterial und Frachtkosten, bedingt durch das höhere Gesamtvolumen und insbesondere durch die höhere Anzahl an Ausgangspaketen aufgrund des gestiegenen Online-Geschäfts. Diese Effekte überkompensieren die erzielten Einsparungen für Fremdpersonal und Mietleasingkosten.

Der Zinsaufwand ist im Geschäftsjahr 2022/2023 deutlich angestiegen, aufgrund der veränderten Zinspolitik in Europa und der gestiegenen Inanspruchnahme von kurzfristigen Krediten zur Finanzierung des Bestandes an Handelswaren.

Die gestiegene Belastung der Gesellschaft mit Ertragsteuern ist bedingt durch das im Vorjahrsvergleich höhere Jahresergebnis.

Aufgrund dieser Effekte hat die Becker-Schoell AG im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 303 nach einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 239 im Vorjahr erzielt. Das EBT beläuft sich entsprechend auf TEUR 451 nach TEUR 366 im Vorjahr. Der Vorstand der Gesellschaft zeigt sich daher mit der Entwicklung des Geschäftsjahres nicht uneingeschränkt zufrieden.

Ein kontinuierliches Sortimentscontrolling und die Analyse der einzelnen Produkte bzw. Produktgruppen werden der Becker-Schoell AG weiterhin entsprechende Handlungs- alternativen bieten und die Vorbereitung von Kunden- und Sortimentsentscheidungen nachhaltig unterstützen. Ergänzt wird dies durch die vorgenommene Steigerung der Leistungsfähigkeit in der Logistik.

Trotz der nunmehr vollzogenen Ausgliederung des Bereichs Saatgut haben sich die Umsätze besser als geplant entwickelt und konnten vor allem durch den Bereich Heimtiernahrung sogar deutlich gegenüber der ursprünglichen Planung gesteigert werden. Die geplante leichte Verbesserung des EBT und des Jahresergebnisses konnte hingegen nicht realisiert werden. Neben den gestiegenen Kosten für Verpackungsmaterial, Frachten sowie Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen hat insbesondere die Dotierung einer Rückstellung für mögliche Konventionalstrafen zur Unterschreitung des prognostizierten Jahresergebnisses und EBT geführt.

2.3. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Becker-Schoell AG hat sich im Berichtsjahr um TEUR 3.415 auf nunmehr TEUR 24.348 reduziert. Der Rückgang der Bilanzsumme ist in diesem Zusammenhang vor allem auf die Reduzierung des Umlaufvermögens zurückzuführen.

Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr um TEUR 518 auf TEUR 10.231 reduziert. Im Berichtsjahr wurden im Wesentlichen Erhaltungsinvestitionen durchgeführt. Das Anlagevermögen ist vollständig durch das Eigenkapital und langfristige Bankdarlehen finanziert. Für das kommende Geschäftsjahr 2023/2024 sind Investitionen auf Niveau des Berichtsjahres geplant.

Der Bestand an Handelsware reduzierte sich deutlich um TEUR 958 auf TEUR 9.928. Im Geschäftsjahr ist der Saatgut-Warenbestand vollständig verkauft worden, im Gegenzug stieg der Warenbestand für Heimtiernahrung an.

Der Rückgang bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich aus der veränderten Kundenstruktur durch den Verkauf des Saatgutgeschäfts.

Das Niveau an flüssigen Mitteln hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 732 auf nunmehr TEUR 211 reduziert.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft bewegt sich aufgrund der deutlich reduzierten Bilanzsumme mit 31,5 % deutlich über dem Niveau des Vorjahres mit 26,5 %. Die Erhöhung des Eigenkapitals entspricht dem im Berichtsjahr erwirtschafteten Jahresergebnis.

Sowohl die sonstigen Rückstellungen als auch die Steuerrückstellungen konnten gegenüber dem Niveau des Vorjahres etwas reduziert werden. Ursächlich hierfür waren vor allem geringere Rückstellungen im Personalbereich, vor allem bedingt durch die hohe Auslastung in der Logistik.

Zur Finanzierung des Lagerbestandes wurden kurzfristige Darlehen bei Kreditinstituten aufgenommen. Das Volumen an aufgenommenen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat sich leicht erhöht. Im letzten Geschäftsjahr konnten dagegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen deutlich um TEUR 3.888 zurückgeführt werden.

Die Entwicklung bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen korreliert mit der leichten Reduzierung des Bestandes an Handelswaren.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr TEUR 1.348. Ursächlich hierfür war neben dem positiven Jahresergebnis insbesondere der Abbau des Bestandes an Handelswaren sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Liquiditätszufluss aus den Abschreibungen. Gegenläufig ausgewirkt haben sich die Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung und insbesondere der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Zur Absicherung der Gesellschaft mit Liquidität bestehen vorhandene Kreditlinien bei Kreditinstituten.

2.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft

Zusammengefasst zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, dass sich die Becker-Schoell AG zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts in einer stabilen und weiterhin zufriedenstellenden wirtschaftlichen Verfassung befindet.

3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Weltkonjunktur wird derzeit gebremst von politischen Konflikten, der dadurch ausgelöste Energiekrise sowie einem hohen Zinsniveau und weiterhin einer hohen Inflation.

Die Weltkonjunktur ist durch die anhaltenden politischen Konflikte sowie die problematische Energieversorgung weiter gedämpft. Der private Verbrauch wird ebenso durch die hohe Inflationsrate und dem hohen Zinsniveau stark belastet. Das Konsumverhalten der privaten Haushalte ist daher rückläufig.

Im Heimtierbereich haben sich zumindest die Lieferengpässe bzw. die Rohstoffknappheit etwas entspannt. Vereinzelt reagiert der Markt mit geringen Preissenkungen.

Vor allem in den Bereichen Food Hund und Katze sehen wir die Entwicklung weiterhin positiv; auch wenn die Anzahl der Tiere wohl nicht weiter steigen wird. Die anderen Bereiche Kleintier, Aquaristik und Non-Food werden sich, unserer Einschätzung nach, nicht so positiv entwickeln. Der unter anderem durch die Corona-Krise anhaltende Boom des Online-Handels wird sich in ähnlicher Art und Weise fortsetzen.

Chancen werden weiterhin im Online-Handel mit positivem Wachstumspotential über die gesamte Branche gesehen, der Bereich wird also weiter an Gewicht im Unternehmen zunehmen und soll entsprechend zur positiven Gesamtentwicklung beitragen. Die personelle Veränderung im Bereich der Logistik führte zu mehr Stabilität und schafft für die Zukunft Potentiale für weitere Effizienzgewinne. Zudem soll durch die geplante Einführung eines Bonussystems nach Leistungsindikatoren in der Logistik die Leistungsfähigkeit der Logistik weiter gesteigert werden. Darüber hinaus wird die weitere Festigung und Fokussierung auf Themen der Arbeitssicherheit und allgemeiner Strukturen mehr Kontinuität bei der Belegschaft mit sich bringen, wodurch die Fluktuationsraten gesenkt werden können - die allgemeine Zufriedenheit und Identifikation mit dem Unternehmen wird dadurch ausgebaut.

Die Risiken in der zukünftigen Entwicklung sind vor allem in Preissenkungen zu sehen, aufgrund der sich andeutenden wirtschaftlichen Abkühlung. Zudem steigt der Kostendruck über alle Bereiche weiter aufgrund der anhaltend hohen Inflation. Der Anstieg der Mautgebühren zum 1. Januar 2024 wird zu weiter steigenden Aufwendungen für Frachten führen. Da es sich andeutet, dass sich die Inflation hartnäckiger halten wird als erhofft, bleibt die weitere Zinsentwicklung ein Unsicherheitsfaktor, der zu weiter steigenden Zinsaufwendungen führt und das Ergebnis der Gesellschaft somit belasten kann.

4. Zukünftige Entwicklung

Die Entwicklung der Gesellschaft wird von uns weiterhin positiv eingeschätzt.

Durch nachhaltige Investitionen in die Lagerinfrastruktur sind wir in der Lage wachsende Umsätze sowohl im Großhandel als auch in der Dienstleistung für den Onlinehandel zu erzielen. Dies wird unsere Position am Markt zukünftig weiter stärken.

Auf der Grundlage des Verkaufs des Saatgutgeschäfts wird der Umsatz im nächsten Geschäftsjahr planmäßig unter dem aktuellen Umsatz liegen. Aufgrund der oben genannten Rahmenbedingungen planen wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit stabilen Umsatzerlösen im Bereich der Heimtiernahrung. Aufgrund des Verkaufs des Saatgutgeschäfts wird sich der Rohertrag sowie die gesamte Kostenstruktur deutlich verändern. Mit der Konzentration auf ein Geschäftsfeld und der veränderten Ertrags- und Kostenstruktur werden sowohl das EBT als auch das Jahresergebnis planmäßig leicht über dem Niveau des Berichtsjahres liegen.

Insgesamt betrachtet kommt dem Cash-Management der Gesellschaft eine besondere Bedeutung zu in Zeiten von deutlich gestiegenen Zinsen. Die Becker-Schoell AG wird in diesem Zusammenhang das Monitoring der Finanzströme und des Handelswarenbestands weiter konsequent durchführen und somit die Liquidität der Gesellschaft für die Zukunft sicherstellen.

5. Erklärung des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses mit der VITO GmbH & Co. KG, Bad Soden, im Sinne des § 17 AktG wurde gemäß § 312 AktG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, in dem wir folgende Schlusserklärung abgegeben haben:

" Schlusserklärung

Die Becker-Schoell AG hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."

 

Ilsfeld, den 31. Oktober 2023

gez. Alexander Bühler, Vorstand

Handelsbilanz 2021/2022

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.231.303,84 10.749.046,26
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 951.778,61 874.414,49
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 769.684,66 874.414,49
2. geleistete Anzahlungen 182.093,95
II. Sachanlagen 9.056.641,23 9.651.747,77
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.604.678,44 5.849.852,25
2. technische Anlagen und Maschinen 3.053.706,29 3.415.448,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 398.256,50 386.447,40
III. Finanzanlagen 222.884,00 222.884,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 202.500,00 202.500,00
2. Beteiligungen 20.384,00 20.384,00
B. Umlaufvermögen 14.093.875,83 16.989.535,03
I. Vorräte 9.928.421,39 10.886.347,66
1. fertige Erzeugnisse und Waren 9.928.421,39 10.886.347,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.954.763,07 5.160.053,92
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.943.693,34 4.385.825,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 674.293,38 507.930,50
3. sonstige Vermögensgegenstände 336.776,35 266.297,84
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 210.691,37 943.133,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.038,52 25.195,53
Aktiva 24.348.218,19 27.763.776,82

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.662.646,76 7.359.938,39
I. Gezeichnetes Kapital 5.630.000,00 5.630.000,00
II. Kapitalrücklage 120.000,00 120.000,00
III. Gewinnrücklagen 318.210,00 303.010,00
1. gesetzliche Rücklage 318.210,00 303.010,00
IV. Bilanzgewinn 1.594.436,76 1.306.928,39
B. Rückstellungen 564.996,81 658.712,22
1. Steuerrückstellungen 2.500,00 59.752,22
2. sonstige Rückstellungen 562.496,81 598.960,00
C. Verbindlichkeiten 16.111.224,62 19.733.697,21
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.073.647,12 9.475.622,62
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.975.114,41 2.292.271,90
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.276.172,96 7.164.231,81
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 687.208,56 620.816,13
5. sonstige Verbindlichkeiten 99.081,57 180.754,75
davon aus Steuern 43.209,20 74.830,30
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.479,24 998,75
D. Rechnungsabgrenzungsposten 9.350,00 11.429,00
Passiva 24.348.218,19 27.763.776,82

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 80.142.221,91 70.171.961,09
2. sonstige betriebliche Erträge 561.929,64 249.052,25
3. Materialaufwand 67.634.529,37 59.021.521,59
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 67.634.529,37 59.021.521,59
4. Personalaufwand 5.671.120,06 5.146.337,63
a) Löhne und Gehälter 4.652.551,27 4.218.645,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.018.568,79 927.692,62
davon für Altersversorgung 4.182,88 6.585,02
5. Abschreibungen 776.971,90 682.784,86
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 776.971,90 682.784,86
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.831.971,21 5.016.627,62
7. Erträge aus Beteiligungen 1.722,00 3.444,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.161,73 41,34
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 341.137,99 191.314,99
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 128.714,73 100.694,92
11. Ergebnis nach Steuern 322.590,02 265.217,07
12. sonstige Steuern 19.881,65 26.199,23
13. Jahresüberschuss 302.708,37 239.017,84
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.306.928,39 1.079.910,55
15. Einstellungen in Gewinnrücklagen 15.200,00 12.000,00
a) in die gesetzliche Rücklage 15.200,00 12.000,00
16. Bilanzgewinn 1.594.436,76 1.306.928,39

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

1. Allgemeine Angaben

Die Becker-Schoell AG hat ihren Sitz in Ilsfeld. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der HRB 224982 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Becker-Schoell AG, Ilsfeld, für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt, was der bisherigen Handhabung entspricht.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung im Jahresabschluss zu verbessern, werden die Davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einheitlich im Anhang gemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Auf die Nutzung des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes wirken vielfältige Einflussfaktoren teils gegenläufig ein. Wir konnten daher seine Nutzungsdauer nicht verlässlich schätzen und legen deshalb für die planmäßige Abschreibung eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die ausgewiesenen Kassenbestände und Bankguthaben sowie die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nominalwert angesetzt

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Vom Ansatzwahlrecht für aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2023 ist die Gesellschaft an folgenden Unternehmen mittelbar oder unmittelbar beteiligt:

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote
in %
Eigenkapital/ Festkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
Semo Bio GmbH, Weinsberg 40,5 1.0001 1291

1 Für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 250) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren vollständig aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1). Alle übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 5.630.000,00 und ist eingeteilt in 5.630 Stück stimmberechtigte Namensaktien im Nennbetrag von jeweils EUR 1.000,00. Das Kapital ist voll einbezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubs- und Gleitzeitansprüche der Arbeitnehmer sowie für variable Vergütungsbestandteile gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Restlaufzeit Buchwert
bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
30.06.2023
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.247 3.827 1.376 10.074
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.975 0 0 1.975
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.276 0 0 3.276
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 687 0 0 687
Sonstige Verbindlichkeiten 99 0 0 99
Summe 12.284 3.827 1.376 16.111
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Buchwert 30.06.2022
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.722 4.754 1.858 9.476
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.292 0 0 2.292
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.164 0 0 7.164
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 621 0 0 621
Sonstige Verbindlichkeiten 181 0 0 181
Summe 14.980 4.754 1.858 19.734

Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Grundschulden in Höhe von TEUR 5.120. Die besicherten Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten valutieren zum Bilanzstichtag bei TEUR 4.648 (Vorjahr: TEUR 5.560).

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 1.834) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie mit TEUR 3.250 (Vorjahr: TEUR 5.330) aus Darlehen.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen TEUR 1.204 (Vorjahr: TEUR 1.385) gegenüber Aktionären.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren, wie im Vorjahr, in voller Höhe aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 75) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen
< 1 Jahr
TEUR
2 - 4 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Leasing 157 219 0 376
Summe 157 219 0 376
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten

geographisch bestimmte Märkte 2022/2023
TEUR
2021/2022
TEUR
Inland 78.081 68.699
Ausland 2.061 1.473
80.142 70.172

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB nach Tätigkeitsbereichen unterbleibt unter Inanspruchnahme der unmittelbaren Schutzwirkung des § 286 Abs. 2 HGB aus wettbewerbsrechtlichen Gründen.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 2) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus abgeschriebenen Forderungen und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen.

Personalaufwand

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung entfallen TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 7) auf die Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 25) und betreffen Forderungsverluste sowie Einstellungen in Wertberichtigungen auf Forderungen und Buchverluste aus Anlagenabgängen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) aus verbundenen Unternehmen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 72) aus verbundenen Unternehmen.

5. Sonstige Angaben

Vorstand

Zu Mitgliedern des Vorstandes sind bestellt:

• Herr Alexander Bühler, Diplom-Kaufmann, Sinsheim-Weiler

• Herr Christoph Egner, Diplom-Agraringenieur, Achern (bis 8. September 2023)

• Herr Oliver Schutte, technischer Assistent für Elektronik und Datentechnik, Neuenstadt/Kocher (bis 4. April 2023)

Der Vorstand sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 426.

Aufsichtsrat

Als Mitglieder des Aufsichtsrats sind bestellt:

• Herr Dr. Thomas Habl, Diplom-Kaufmann, Straubing, Vorsitzender, hauptberuflich Steuerberater

• Herr Richard Karl, Diplom-Kaufmann, Bad Soden am Taunus, stellvertretender Vorsitzender, hauptberuflich Geschäftsführer der VITO GmbH & Co. KG, Bad Soden

• Herr Niki Christopher Karl, Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH), Mintraching, hauptberuflich Geschäftsführer der Georg Andreae GmbH, Regensburg

• Herr Jürgen Paul Lehner, Alkoven/Österreich, hauptberuflich Geschäftsführer der Samena GmbH, Pucking/Österreich

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 17.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022/2023
Angestellte 25
Gewerbliche Mitarbeiter 124
Summe 149
Auszubildende 1
Summe 150

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar setzt sich wie folgt zusammen:

2022/2023
TEUR
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 21

Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor zu beschließen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag (Nachtragsbericht)

Mit Datum vom 4. Oktober 2023 hat die Gesellschaft sämtliche Anteile an der Semo Bio GmbH, Weinsberg, veräußert.

Weitere Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, welche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

 

Ilsfeld, den 31. Oktober 2023

Alexander Bühler, Vorstand

Anlagenspiegel:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.07.2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchung
EUR
Abgänge
EUR
30.06.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.302.870,05 6.000,00 0,00 0,00 1.308.870,05
2. geleistete Anzahlungen 0,00 182.093,95 0,00 0,00 182.093,95
1.302.870,05 188.093,95 0,00 0,00 1.490.964,00
II. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.635.977,78 12.716,19 0,00 485,00 8.648.208,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.878.058,20 42.925,00 0,00 0,00 3.920.983,20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.403.527,19 146.511,06 0,00 42.114,50 1.507.923,75
13.917.563,17 202.152,25 0,00 42.599,50 14.077.115,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 202.500,00 0,00 0,00 0,00 202.500,00
2. Beteiligungen 20.384,55 0,00 0,00 0,00 20.384,55
222.884,55 0,00 0,00 0,00 222.884,55
15.443.317,77 390.246,20 0,00 42.599,50 15.790.964,47
Abschreibungen
kumuliert 01.07.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
kumuliert 30.06.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 428.455,56 110.729,83 0,00 539.185,39
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
428.455,56 110.729,83 0,00 539.185,39
II. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.786.125,53 257.890,00 0,00 3.044.015,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 462.610,08 299.666,83 0,00 762.276,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.017.079,79 108.685,24 16.097,78 1.109.667,25
4.265.815,40 666.242,07 16.097,78 4.915.959,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,55 0,00 0,00 0,55
0,55 0,00 0,00 0,55
4.694.271,51 776.971,90 16.097,78 5.455.145,63
Buchwert
Buchwert 30.06.2023
EUR
Buchwert 30.06.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 769.684,66 874.414,49
2. geleistete Anzahlungen 182.093,95 0,00
951.778,61 874.414,49
II. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.604.678,44 5.849.852,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.053.706,29 3.415.448,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 398.256,50 386.447,40
9.056.641,23 9.651.747,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 202.500,00 202.500,00
2. Beteiligungen 20.384,00 20.384,00
222.884,00 222.884,00
10.231.303,84 10.749.046,26

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022/2023 entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben die Arbeit des Vorstands überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr durch mündliche Berichte des Vorstandes eingehend über die Lage der Gesellschaft, den Geschäftsverlauf sowie grundlegende Fragen der Geschäftspolitik unterrichten lassen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende hat sich in regelmäßigen Besprechungen mit dem Vorstand intensiv mit der Unternehmensplanung, der Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung, den Investitionen und wesentlichen Einzelvorgängen befasst. In der Hauptversammlung vom 13. Dezember 2023 wurde Vorstand und Aufsichtsrat für ihre Amtsführung im Geschäftsjahr 2022/2023 Entlastung erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Becker-Schoell Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der REVISA Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Neckarsulm, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsberichte lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 13. Dezember 2023 vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands geprüft und nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung keine Einwände erhoben. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat hat den vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Gesellschaft für die im Geschäftsjahr 2022/2023 geleistete Arbeit. Der Aufsichtsrat wünscht dem Vorstand sowie der gesamten Belegschaft weiterhin viel Erfolg bei der Bewältigung der bevorstehenden Aufgaben.

 

Ilsfeld, den 13. Dezember 2023

Dr. Thomas Habl, Vorsitzender des Aufsichtsrat

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Becker-Schoell AG, Ilsfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Becker-Schoell AG, Ilsfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Becker-Schoell AG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Neckarsulm, den 31. Oktober 2023

REVISA Treuhand GmbH
-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-

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