cambio CarSharing Betriebsgesellschaft mbH
Selbe AdresseVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Schmitt seit 30.4.2026 | Prokura |
Armin Baumgärtner seit 19.2.2026 | Vorstandsmitglied |
Rieke Caroli seit 17.12.2020 | Prokura |
Thomas Jäcker seit 6.11.2017 | Prokura |
Sandra Schmitz-Heib seit 2.12.2014 | Prokura |
Joachim Morsch seit 7.7.2011 | Vorstandsmitglied |
Hans-Jürgen Weber seit 9.2.2004 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Energie SaarLorLux AGSaarbrückenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. GeschäftsmodellDie Energie SaarLorLux AG ist das gemeinsame Energievertriebs- und Energieerzeugungsunternehmen der ENGIE Deutschland GmbH und der Stadtwerke Saarbrücken GmbH. Das Geschäftsportfolio des Energievertriebs umfasst die Versorgung von Haushalts-, Gewerbe- und Geschäftskunden mit Strom, Gas und Fernwärme sowie die Erbringung damit in Zusammenhang stehender energienaher Dienstleistungen. Dazu gehören auch Lösungsangebote zur Energieeffizienz, zu Solarstrom oder zur Elektromobilität. Übergreifendes Ziel ist es, den Kunden in Saarbrücken und der Region partnerschaftlich zu begegnen und attraktive Leistungen zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Die Energieerzeugung betrifft den Betrieb und die Unterhaltung des Heizkraftwerks Römerbrücke zur Strom- und Fernwärmeerzeugung mit der entsprechenden Besicherung des Wärmeportfolios. Dabei stellt das sich in 2023 erstmals ganzjährig in Betrieb befindliche Gasmotorenkraftwerk unseren Beitrag zur Energiewende dar. Dieses hocheffiziente Energieerzeugungssystem mit modernster Kraft-Wärme-Kopplung und einer Gesamtleistung von je 53 MW elektrisch bzw. thermisch bildet für die nächsten Jahrzehnte die Basis für eine zuverlässige und umweltfreundlichere Fernwärmeversorgung Saarbrückens und führt gegenüber der ehemaligen Kohlekraftwerkstechnik zu einer signifikanten Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes um rd. 60.000 t je Jahr. Die geopolitischen Konflikte bewirkten in 2023 hohe Unsicherheiten auf den Energiemärkten. Entsprechend hoch war die Volatilität an den Energiehandels- und Beschaffungsmärkten, auch wenn im Jahresverlauf eine gewisse Entspannung zu verzeichnen war. Aufgrund der milden Witterung, vollständig gefüllter Gasspeicher und der aufgebauten LNG-Infrastruktur konnte das mögliche Entstehen einer Gasmangellage abgewendet werden. Die von der Bundesregierung eingeführten Preisbremsen haben bei Privatkunden und Unternehmen den massiven Anstieg der Energiepreise gemildert und für eine spürbare finanzielle Entlastung gesorgt. 2. Witterungsverlauf und wirtschaftliches UmfeldDie deutsche Wirtschaftsleistung ist 2023 wegen der geopolitischen Spannungen und der Energiekrise leicht zurückgegangen. Laut der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % gesunken. Somit hat sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht fortgesetzt. Auch für die saarländische Wirtschaft ist 2023 kein einfaches Jahr gewesen. So haben neben den konjunkturellen Risiken die Herausforderungen der ökonomischen, ökologischen und digitalen Transformation die saarländischen Unternehmen zunehmend belastet. Kostenerhöhend wirkten sich insbesondere verstärkte Klimaschutzanforderungen, hohe Energiepreise, ein zunehmender Arbeitskräftemangel sowie steigende Zinsen aus. Entsprechend verengte sich der Spielraum für Investitionen und einen Beschäftigungsaufbau. Letzteres zeigt sich bei der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die mit knapp 400.000 Stellen nur leicht über dem Vorjahresniveau lag. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) geht nach vorläufigen Berechnungen für das Gesamtjahr 2023 wegen der schwachen Konjunktur aber auch durch die Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine von einem Rückgang des Stromverbrauchs um 4,2 % aus. Dabei stammte erstmals mehr als die Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren Energien. Auch die deutsche Gasnachfrage ist vor allem durch Einspareffekte aufgrund eines immer noch vergleichsweise hohen Preisniveaus nach Angaben des BDEW im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 % gesunken. Diese Verbrauchstendenz zeigt sich auch bei unserer Geschäftsentwicklung. Die Durchschnittstemperatur Deutschlands lag in 2023 bei 10,6 °C (Vorjahr: 10,5 °C). Damit war es das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Saarland lag die Durchschnittstemperatur mit 11,5 °C (Vorjahr: 11,6 °C) wiederum über dem Bundesdurchschnitt. 2023 war damit im Saarland das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Verantwortlich dafür waren vor allem die sehr milden Wintermonate von Januar bis März. Diese Entwicklung hatte unmittelbare Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf unseres Unternehmens, der im Wärmesektor in hohem Maße von den Witterungsbedingungen der Wintermonate geprägt ist. 3. ErtragslageDie Geschäftsentwicklung des Berichtsjahres ist trotz eines sehr herausfordernden Marktumfelds mit schwierigen Rahmenbedingungen als sehr erfreulich zu bewerten. So liegt das Ergebnis vor Steuern mit 43,4 Mio. € um 23,3 Mio. € über dem Vorjahreswert und übertrifft um 23,3 Mio. € die Vorjahresprognose. In der Vertriebssparte ergaben sich durch die im Vorjahresvergleich mildere Witterung und den von unseren Kunden zugleich umgesetzten Energiesparmaßnahmen Absatzrückgänge. Der Gasabsatz reduzierte sich überdies durch den Wegfall eines größeren Sondervertragskunden. Insgesamt liegt das Vertriebsergebnis leicht über Vorjahresniveau. In der Erzeugungssparte schlugen sich die mit der Inbetriebnahme des Gasmotorenkraftwerks einhergehenden Optimierungen sowie die Nutzung marktbedingter Opportunitäten stark positiv auf das Ergebnis nieder. In der Vertriebssparte ergab sich folgende Absatzentwicklung:
In der Erzeugungssparte stellt sich die Entwicklung wie folgt dar:
In einem sehr volatilen Marktumfeld wurde bei den Erzeugungsanlagen des Heizkraftwerks Römerbrücke das Gasmotorenkraftwerk nach der vorjährigen Inbetriebnahme erstmals ganzjährig eingesetzt, wodurch die Stromerzeugung um knapp 19 % anstieg. Die Struktur des Fernwärmeportfolios hat sich durch den Wegfall eines externen Lieferanten deutlich verändert. So liegt der durch das Heizkraftwerk Römerbrücke dargestellte Eigenerzeugungsanteil mit 79 % um 14 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Die Entwicklung der Ertragslage stellt sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr deutlich um 274,5 Mio. € auf 687,4 Mio. € angestiegen. In der Vertriebssparte beruht diese Entwicklung in erster Linie auf dem energiekrisenbedingt stark gestiegenen Preisniveau bei Strom, Gas und Fernwärme. In der Erzeugungssparte führten vor allem Preiseffekte bei gleichzeitig höherer Stromproduktion zu einem Umsatzanstieg. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 0,4 Mio. € auf 2,7 Mio. € gestiegen. Sie resultieren vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen, Zahlungseingängen im Rahmen des Forderungsmanagements sowie aus Mahn- und Zählersperrgebühren. Der Materialaufwand erhöhte sich aufgrund der in Folge des Ukraine-Konflikts enorm angestiegenen Energiebezugskosten um 249,5 Mio. € auf 608,7 Mio. € und betrifft überwiegend den Strom-, Gas- und Wärmebezug sowie die CO 2 -Kosten und Netzentgelte. Der Personalaufwand ist um 0,1 Mio. € auf 16,3 Mio. € gestiegen. Der Anstieg durch tariflich bedingte Gehaltsanpassungen wird durch eine leicht rückläufige Anzahl an Mitarbeiter/innen teilweise kompensiert. Die Abschreibungen haben sich durch die erstmalig volle Jahresabschreibung auf das Gasmotorenkraftwerk um 3,5 Mio. € auf 10,7 Mio. € erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 12,0 Mio. € um 1,1 Mio. € über dem Vorjahreswert. Sie enthalten unter anderem Dienstleistungen, IT-Kosten, Wertberichtigungen auf Forderungen, Mieten sowie Marketingaufwendungen. Das positive Zins- und Beteiligungsergebnis umfasst vor allem Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen und Darlehenszinsen für langfristige Bank- und Gesellschafterdarlehen sowie die Zinseffekte bei den Pensionsrückstellungen. Die Verbesserung um 2,6 Mio. € auf 1,0 Mio. € resultiert vorwiegend aus Zinserträgen für kurzfristige Geldanlagen. Die Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Gewerbesteuerumlage im Zusammenhang mit der ertragsteuerlichen Organschaft. Aus vorstehend beschriebenen Entwicklungen ergibt sich ein gegenüber dem Vorjahr um 21,5 Mio. € auf 37,7 Mio. € gestiegenes Ergebnis, welches im Rahmen des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken, abzuführen ist. 4. VermögenslageEine nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliederte Vermögens- und Kapitalstruktur zeigt folgende Entwicklung:
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 64,2 Mio. € oder 17,8% auf 425,3 Mio. € erhöht. Das Anlagevermögen, welches im Wesentlichen das Heizkraftwerk Römerbrücke umfasst, verminderte sich durch planmäßige Abschreibungen und den Kohlestilllegungsbonus um 12,7 Mio. € auf 97,0 Mio. €. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich im Berichtsjahr um insgesamt 76,9 Mio. € auf 328,3 Mio. €. Hier ergab sich vor allem bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und den liquiden Mitteln ein deutlicher Anstieg. Durch die Einzahlung der Energie SaarLorLux GbR in die Kapitalrücklage hat sich das Eigenkapital im Berichtsjahr um 2,5 Mio. € erhöht. Bei einer deutlich gestiegenen Bilanzsumme bewirkte dies einen leichten Anstieg der Eigenkapitalquote um 0,2 Prozentpunkte auf 3,0 %. Innerhalb des Fremdkapitals haben sich vor allem die kurz-und mittelfristigen Schulden durch hohe Kundenanzahlungen um 65,9 Mio. € auf 356,1 Mio. € erhöht. Das langfristige Fremdkapital umfasst Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren sowie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Das Anlagevermögen ist zu 13,2 % (Vorjahr: 9,4 %) durch Eigenkapital und zu 71,3 % (Vorjahr: 64,6 %) durch langfristige Eigen- und Fremdmittel gedeckt. 5. FinanzlageDie nachfolgende Kapitalflussrechnung in Anlehnung an das Schema von DRS 21 zeigt die finanzielle Entwicklung des Unternehmens:
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt mit 48,0 Mio. € um 23,7 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür ist vornehmlich die Erhöhung des Working Capital. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert hauptsächlich aus dem erhaltenen Kohlestilllegungsbonus abzüglich der Auszahlungen an Lieferanten für durchgeführte Restarbeiten am Gasmotorenkraftwerk. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich im Wesentlichen als Saldo der Auszahlungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag, der Tilgung von Darlehen sowie der erfolgten Einzahlung in die Kapitalrücklage. Die in der Kapitalflussrechnung erfassten Zahlungsströme führten zu einem Anstieg des Finanzmittelbestandes (liquide Mittel und Finanzclearing) um 31,0 Mio. € auf 87,8 Mio. €. 6. MitarbeiterIm Geschäftsjahr waren durchschnittlich 173 Mitarbeiter/innen sowie 6 Auszubildende beschäftigt. Die Mitarbeiter/innen werden überwiegend nach den Regelungen des Tarifvertrages TV-V (Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe) beschäftigt. Im abgelaufenen Jahr konnten wir mit drei Mitarbeiter/innen ein 25-jähriges und mit fünf Mitarbeiter/innen ein 40-jähriges Betriebszugehörigkeitsjubiläum feiern. Unser Dank gilt dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiter/innen für ihren fortgesetzten Einsatz und ihre hohe Leistungsbereitschaft zum Wohle der Energie SaarLorLux AG. 7. Bericht zu Chancen und RisikenDie Energie SaarLorLux AG ist mit ihren energiewirtschaftlichen Aktivitäten neben allgemeinen, insbesondere branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Zur Beherrschung dieses Risikoumfeldes ist ein Risikofrüherkennungssystem implementiert, mittels dessen eine systematische Identifikation, Analyse und Bewertung existierender Risiken erfolgt. So werden im Rahmen einer halbjährlichen Risikoinventur sämtliche potenziellen Geschäftsvorfälle mit einer positiven oder negativen Abweichung zu den Unternehmenszielen identifiziert. Dieses System gewährleistet auch die Initiierung von Steuerungs- und Gegenmaßnahmen einschließlich deren Wirksamkeitskontrolle. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikosituation informiert. Die aktuellen geopolitischen Konflikte und Unsicherheiten haben unmittelbare Auswirkungen auf die Energiehandelsmärkte und bedeuten Herausforderungen für unser unternehmerisches Handeln. So sind wir sowohl auf der Beschaffungs- und Erzeugungsseite als auch auf der Absatzseite Marktrisiken ausgesetzt. Bezugsseitige Preis- und Mengenrisiken werden vom Portfoliomanagement mittels einer strukturierten Beschaffung an den Großhandelsmärkten gesteuert. Dazu schließen wir auf Grundlage unseres geltenden Hedging-Regelwerks Termingeschäfte ab, in der Regel für mehrere Kalenderjahre im Voraus. Veränderungen an den Energiegroßhandelsmärkten werden dabei proaktiv berücksichtigt. Mit dieser Vorgehensweise erreichen wir eine hohe Planungs- und Ergebnissicherheit für die kommenden Geschäftsjahre. Trotz unseres aktiven Managements der Handelslimits mit unseren Handels- und Vertragspartnern kann aus einer möglichen Ersatzbeschaffung ein Preisrisiko resultieren. Um die gestiegene Komplexität der Energiebeschaffung besser zu bewältigen, kommen im Portfoliomanagement entsprechende Softwarelösungen zum Einsatz. Auf der Absatzseite begegnet der Vertrieb diesen Risiken mit differenzierten Produkt- und Preisstrategien und einer darauf abgestimmten Vertriebspolitik. Bei unseren Privatkunden steht zur Sicherung unseres bestehenden Marktanteils zudem die weitere Digitalisierung der Kundenprozesse, insbesondere die 24/7-Erreichbarkeit mittels Self-Service-Leistungen im Vordergrund. Forderungsausfallrisiken aus Energielieferungen begegnen wir proaktiv mit einem wirksamen Forderungsmanagement einschließlich regelmäßiger Bonitätsanalysen unserer Geschäftskunden, gegebenenfalls mit Hinterlegung von Sicherheiten. Liquiditätsrisiken werden durch einen konzerninternen Finanzausgleich (Cash-Pooling) minimiert. Unsicherheiten bestehen insbesondere in Zusammenhang mit der Weitergabemöglichkeit von Bezugskostensteigerungen, einer bei Extremtemperaturen möglichen Gasmangellage, dem Auslaufen der sozialen Abfederung hoher Energiekosten durch die Preisbremsen sowie der Kaufkraft und den Teuerungsraten. Die konkreten Konsequenzen auf unser Unternehmen sind nur schwer abschätz- und quantifizierbar. Nicht auszuschließen ist, dass es bei Privatkunden vermehrt zu Ausfällen bei der Begleichung offener Forderungen kommt und im Gewerbe- und Geschäftskundenbereich verstärkt Insolvenzen auftreten. Der in allen Geschäftsbereichen eingesetzten Informations- und Kommunikationstechnik wird eine hohe Bedeutung zugemessen. Den im IT-Bereich aus einer eingeschränkten Systemverfügbarkeit sowie einem unbefugten Zugriff auf Unternehmensdaten bestehenden Risiken begegnen wir durch redundante Systemstrukturen sowie organisatorischen und technischen Schutzmaßnahmen auf dem aktuellen Stand der Technik. Am Standort Römerbrücke betreiben wir mit dem Gasmotorenkraftwerk GAMOR und den Kraftwerksanlagen des Heizkraftwerks Römerbrücke mehrere Anlagen zur Strom- und Fernwärmerzeugung. Hier sind wir auf ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit angewiesen. Unser neues Gasmotorenkraftwerk stellt dabei die wesentlichste Komponente im aktuellen Wärmekonzept zur Versorgung der Landeshauptstadt dar. Die mit der Investitionsentscheidung verbundenen Erwartungen wurden im ersten Ganzjahresbetrieb vollumfänglich erfüllt. Die mit dem Anlagenbetrieb einhergehenden Risiken werden durch regelmäßige Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen, hohe Sicherheitsstandards und Notfallpläne minimiert. Die gegen Sicherheits- und Umweltrisiken getroffenen Maßnahmen werden durch jährliche Audits im Rahmen der eingerichteten und zertifizierten Managementsysteme für Umwelt nach ISO 14001 und Arbeitssicherheit nach ISO 45001 durch den TÜV geprüft. Darüber hinaus besteht ein Energiemanagementsystem (EnMS) nach ISO 50001. Das in der Aufbau- und Implementierungsphase befindliche Managementsystem für Informationssicherheit (ISMS) soll im Oktober 2024 nach ISO 27001 auditiert werden. Dadurch wird ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur ganzheitlichen Informationssicherheit in unserem Unternehmen gesetzt. Die Analyse des momentanen Risikoszenarios ergab, dass im Berichtszeitraum keine den Fortbestand der Energie SaarLorLux AG gefährdenden Risiken bestanden haben und aus heutiger Sicht auch für die Zukunft nicht erkennbar sind. 8. PrognoseberichtDurch die aktuellen geopolitischen Konflikte sind die gesamt- und energiewirtschaftlichen Unsicherheiten signifikant gestiegen. Gestiegene Volatilitäten an den Energie- und Beschaffungsmärkten, die hohen Ambitionen Deutschlands in Richtung Energiewende und Klimaneutralität sowie regulatorische Steuerungseingriffe bewirken insgesamt instabile Rahmenbedingungen und werden zu tiefgreifenden Veränderungen in der Energiebranche führen. Nach dem Überwinden des Krisenjahres 2023 zeigt sich eine erfolgreiche Stabilisierung bei der deutschen Energiewirtschaft. Im Zuge des weiteren Ausbaus der Erneuerbaren Energien wird für 2024 deren Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland auf über 60 % ansteigen. Zuverlässige Gaslieferungen aus Westeuropa und die LNG-Importe zu den errichteten Terminals sorgen für eine stabile Gasversorgung. Auch an Energiegroßhandelsmärkten ist seit Anfang 2024 mit dem kontinuierlichen Sinken der Strom- und Gaspreise eine Entspannung zu verzeichnen. Fraglich ist dabei allerdings, ob sich dieser Trend als nachhaltig erweist und ob das Vorkrisenpreisniveau nochmals erreicht werden kann. Vorgenannte Sachverhalte haben unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens in den kommenden Geschäftsjahren. Die Geschäftsentwicklung im Energievertrieb wird im Wesentlichen von den Faktoren Witterungsverlauf, Konjunkturentwicklung sowie dem Wettbewerbsumfeld beeinflusst. Wir gehen davon aus, dass sich die Preissensibilität unserer Haushaltskunden durch den Wegfall staatlicher Preisbremsen und der verschobenen Einführung eines Klimagelds verstärken und eine vorhandene Wechselbereitschaft intensiviert wird. Hinzu kommt das Auslaufen der zeitlich befristeten Senkung der Mehrwertsteuer auf Erdgas und Fernwärme zum Ende des ersten Quartals 2024. Einen zunehmenden Wettbewerbsdruck sehen wir überdies aus einem abermaligen Markteintritt neuer Akteure auf den Preisvergleichsportalen. Diesen Entwicklungen begegnen wir mit einer attraktiven Produktgestaltung, gezielten Kundenakquisitionen und entsprechenden Kundenbindungsinstrumenten, einer hohen Servicequalität sowie einem effektiven Kostenmanagement. Unsere Geschäftskunden wollen klimaneutral werden und setzen vermehrt auf innovative Energielösungen zur CO 2 -Reduktion. Hier sehen wir Wachstumspotenziale mit unseren vielfältigen und individuell zugeschnittenen Angeboten an dezentralen und energieeffizienten Infrastrukturlösungen. Verlässlich, transparent, zukunftsorientiert, digital und flexibel sind nur einige der Kundenanforderungen an uns als Energieversorger der Zukunft. Dem entgegnen wir mit einer Unternehmensstrategie, in der die Themen Nachhaltigkeit, Kundenorientierung und Regionalität zentrale Elemente sind. Unser neuer Leitsatz "Deine Energie vonhier für morgen" bringt unseren Anspruch, ein regionales Versorgungsangebot mit Weitblick und Zukunft zu bieten, klar auf den Punkt, grenzt uns vom Wettbewerb ab und verdeutlicht zugleich, dass wir den kommenden Herausforderungen gewachsen sind. Die Fernwärme- und Stromerzeugung werden wir in den kommenden Jahrzehnten über unser neues Gasmotorenkraftwerk GAMOR darstellen, welches hinsichtlich der Fernwärmeversorgung Saarbrückens neue Maßstäbe für Flexibilität, Effizienz und ökologische Nachhaltigkeit setzt. In der Dauerbetriebsphase gilt es nun, das Zusammenwirken von GAMOR mit dem neuen Wärmespeicher und den übrigen Erzeugungskomponenten weiter zu perfektionieren. In diesem Zusammenhang werden in 2024 in Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Saarbrücken Netz AG weitere Optimierungen in der Fernwärmeversorgung umgesetzt. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen zur Reduzierung von Netzverlusten, zur Digitalisierung von Kundenstationen sowie der Abschluss einer größeren Netzinvestition zur Fernwärmeversorgung des Stadtteils Burbach. Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich der kommunalen Wärmeplanung stehen auch wir vor der Herausforderung der Dekarbonisierung der Fernwärme. Hier planen wir entlang eines konkreten Transformationsplans u.a. die Errichtung einer Flusswasserwärmepumpe am Standort HKW Römerbrücke sowie perspektivisch die Umrüstung von GAMOR auf reinen Wasserstoffbetrieb. Bei der Energiebeschaffung setzen wir unverändert auf die diversifizierten Bezugsstrukturen der ENGIE-Gruppe. Aufgrund der Einbindung in das Finanzclearing der ENGIE-Gruppe und dem unverändert guten Zugang zu den Kapitalmärkten können wir unseren Finanz- und Liquiditätsbedarf jederzeit decken. Zur Verbesserung unserer geringen Eigenkapitalausstattung haben die Gesellschafter der Energie SaarLorLux GbR in einem ersten Schritt 2,5 Mio. € in die Kapitalrücklage eingezahlt. Diese Vorgehensweise soll im Geschäftsjahr 2024 mit der Einzahlung eines weiteren nennenswerten Betrags fortgesetzt werden. Aus operativer Sicht gehen wir davon aus, dass sich nach dem außerordentlich erfolgreichen und von Einmaleffekten geprägten Geschäftsjahr 2023 eine Normalisierung der Ergebnissituation eintreten wird und für 2024 ein Ergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 zu erwarten ist.
Saarbrücken, den 28. März 2024 Joachim Morsch Detlef Huth Martin Kraus Kapitalflussrechnung in Anlehnung an DRS 21
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt mit 48,0 Mio. € um 23,7 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür ist vornehmlich die Erhöhung des Working Capital. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert hauptsächlich aus dem erhaltenen Kohlestilllegungsbonus abzüglich der Auszahlungen an Lieferanten für durchgeführte Restarbeiten am Gasmotorenkraftwerk. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich vor allem als Saldo der Auszahlungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag, der Tilgung von Darlehen sowie der erfolgten Einzahlung in die Kapitalrücklage. Die in der Kapitalflussrechnung erfassten Zahlungsströme führten zu einem Anstieg des Finanzmittelbestandes (liquide Mittel und Finanzclearing) um 31,0 Mio. € auf 87,8 Mio. €. Erklärung nach § 23 Absatz 2 Nr. 3 VermAnlG i.V.m. § 264 Absatz 2 Satz 3 HGB (Bilanzeid) und § 289 Absatz 1 Satz 5 HGB (Lageberichtseid) für das Geschäftsjahr 2023Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Saarbrücken, den 28. März 2024 Joachim Morsch Detlef Huth Martin Kraus Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. AllgemeinesKonzernverhältnisDie Energie SaarLorLux AG ist unmittelbares Tochterunternehmen der Energie SaarLorLux GbR. Gesellschafter der Energie SaarLorLux GbR sind mit 51 % die ENGIE Deutschland GmbH, Köln, und mit 49 % die Stadtwerke Saarbrücken GmbH, Saarbrücken. Seit dem 1. Januar 2006 besteht zwischen der Energie SaarLorLux GbR (Organträger) und der Energie SaarLorLux AG (Organgesellschaft) ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Energie SaarLorLux AG zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die ENGIE Deutschland GmbH, Köln, in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die Energie SaarLorLux AG erstellt. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht und stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen dar. Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der ENGIE S.A., Paris, Frankreich, erstellt. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Handelsregister von Paris unter der Registernummer 542 107 651. Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und den wirtschaftszweigspezifischen Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Der Ausweis erfolgt in Tausend Euro (TEUR). RegisterinformationenDie Gesellschaft ist unter der Firma Energie SaarLorLux AG mit Sitz in Saarbrücken im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter der Nummer HRB 12702 eingetragen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 bis EUR 800 erfolgt eine Aktivierung und vollständige Abschreibung im Zugangsjahr. Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Energie SaarLorLux AG hat im Jahr 2017 eine 100%ige Tochtergesellschaft gekauft. Das Eigenkapital der Emil Energie GmbH mit Sitz in Saarbrücken beträgt zum 31. Dezember 2023 25 TEUR. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung 2023 beträgt 596 TEUR (Vorjahr 303 TEUR). Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei vorliegender Wertminderung werden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte werden zum Erinnerungswert bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Erhaltene Abschlagszahlungen auf den noch nicht abgerechneten Energieverbrauch von Kunden werden nicht mit den hochgerechneten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnet, sondern unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Liquide Mittel und das Eigenkapital sind zu Nennwerten angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen mit dem Erfüllungsbetrag unter der Anwendung der Projected Unit Credit Methode passiviert. Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der Vereinfachungsregelung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem Rechnungszinssatz in Höhe von 1,83 % p. a. (Vorjahr 1,79 % p. a.) abgezinst. Des Weiteren wurden erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,5 % p. a. (Vorjahr 2,5 % p. a.) und der Rententrend entsprechend der zugesagten Anpassung mit 1,0 % p. a. (Vorjahr 1,0 % p. a.) berücksichtigt. Basis für die versicherungsmathematische Ermittlung im Rahmen des Anwartschaftsbarwertverfahrens waren die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag (nach § 253 Abs. 6 Sätze 1 und 3 HGB) in Höhe von 169 TEUR (Vorjahr 870 TEUR). Dieser Unterschiedsbetrag ist grundsätzlich für die Ausschüttung, nicht aber für die Abführung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen bilanziert. Aufgrund der ertragssteuerlichen Organschaft wird das Einkommen der Gesellschaft der Organträgerin Energie SaarLorLux GbR zugerechnet. Ein Ansatz latenter Steuern im Jahresabschluss der Organgesellschaft erfolgt insoweit nicht. 2. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. (2) VorräteDie Vorräte betreffen im Wesentlichen das Materiallager, die Bestände an Heizöl, Kohle und europäische CO 2 -Zertifikate (EUA) für das Heizkraftwerk. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit 176.808 TEUR (Vorjahr 151.042 TEUR) abgegrenzte, noch nicht abgerechnete Gas-, Strom- und Wärmelieferungen zwischen dem Ablese- und Bilanzstichtag enthalten, denen hierauf geleistete Abschläge als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 171.344 TEUR (Vorjahr 128.898 TEUR) gegenüberstehen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit 18.549 TEUR (Vorjahr 10.461 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen, mit 86.267 TEUR (Vorjahr 55.381 TEUR) aus dem Cash-Pooling mit Engie Treasury Management SARL, Luxemburg, sowie mit 623 TEUR (Vorjahr 303 TEUR) aus sonstigen Forderungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen werden nationale Emissionszertifikate im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Brennstoffen von 4.740 TEUR (Vorjahr 5.248 TEUR) ausgewiesen. Diese dienen zur Erfüllung der unter den sonstigen Rückstellungen bilanzierten Abgabeverpflichtung für das Jahr 2023 im Folgejahr. (4) Aktiver RechnungsabgrenzungspostenDer Rechnungsabgrenzungsposten betrifft überwiegend geleistete Zahlungen für eine nicht im wirtschaftlichen Eigentum stehende Netzinvestition. Die Auflösung erfolgt über den Zeitraum der Gegenleistung. (5) EigenkapitalDas Grundkapital von 9.345 TEUR ist in 9.345.000 Stückaktien aufgeteilt, die als Namensaktien ausgegeben sind. Der Nennbetrag pro Aktie beträgt einen Euro. Im Geschäftsjahr wurde durch die Gesellschafterin eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 2.500 TEUR geleistet. (6) Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Verpflichtungen zur Abgabe von Emissionsberechtigungen, drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften, ausstehende Lieferantenrechnungen, Abrechnungsverpflichtungen sowie Verpflichtungen im Personalbereich. (7) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie im Vorjahr vollständig durch Sicherungsübereignung der zu finanzierenden Gasmotorenanlage gesichert. Bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen handelt es sich im Wesentlichen um Abschlagszahlungen von Strom-, Gas- und Fernwärmekunden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 7.743 TEUR (Vorjahr 11.385 TEUR) langfristige und mit 3.642 TEUR (Vorjahr 3.499 TEUR) kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der ENGIE CC SCRL, Brüssel, Belgien. 39.666 TEUR (Vorjahr 35.143 TEUR) entfallen auf Lieferungen und Leistungen der ENGIE Deutschland AG, Berlin, und 269 TEUR (Vorjahr 2.402 TEUR) auf Lieferungen und Leistungen der ENGIE Deutschland GmbH, Köln und 609 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) auf Lieferungen und Leistungen der Energieversorgung Gera GmbH, Gera. 37.706 TEUR (Vorjahr 16.208 TEUR) resultieren aus der Ergebnisabführungsverpflichtung sowie 7.680 TEUR (Vorjahr 1.682 TEUR) aus sonstigen Verbindlichkeiten. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(8) UmsatzerlöseVon den Umsatzerlösen entfallen 533.259 TEUR (Vorjahr 342.867 TEUR) auf den Vertrieb von Strom, Gas, Fernwärme und damit in Zusammenhang stehenden Energiedienstleistungen. In der Erzeugungssparte wurden aus dem Strom- und Wärmeverkauf Umsatzerlöse von insgesamt 154.093 TEUR (Vorjahr 70.069 TEUR) generiert. (9) Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von 1.072 TEUR (Vorjahr 585 TEUR) enthalten, die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. (10) MaterialaufwandDie Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren betreffen überwiegend die Energiebezüge für den Energievertrieb und das Heizkraftwerk Römerbrücke. In den bezogenen Leistungen sind unter anderem Aufwendungen für Wartung, Instandhaltung sowie Netznutzungsentgelte enthalten. (11) Sonstige betriebliche AufwendungenHier sind unter anderem Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen, Mieten, Beiträge, Versicherungen, Werbeaufwendungen, Beratungskosten sowie Zuführungen zu Rückstellungen enthalten. (12) Zinsen und ähnliche AufwendungenIm Zinsaufwand sind 614 TEUR (Vorjahr 753 TEUR) Zinsen an verbundene Unternehmen enthalten. Weitere 182 TEUR (Vorjahr 479 TEUR) entfallen auf die Aufzinsung der Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen. (13) Steuern vom Einkommen und ErtragDie Steuern betreffen die Gewerbesteuerumlage von der Energie SaarLorLux GbR. Im Steuerergebnis sind 656 TEUR (Vorjahr 15 TEUR) an Steuererstattungen für Vorjahre enthalten. 4. Sonstige AngabenErgebnisverwendungDas Jahresergebnis wird entsprechend des mit der Energie SaarLorLux GbR bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an diese abgeführt. Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Bilanzstichtag bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen von 5.028 TEUR. Die Mietverträge enden am 30. November 2032. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus bereits kontrahierten Termingeschäften für Strom und Erdgas über insgesamt 260.729 TEUR. Davon bestehen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 258.905 TEUR. BelegschaftIm Geschäftsjahr waren durchschnittlich 173 Mitarbeiter/innen sowie 6 Auszubildende beschäftigt. Aufwendungen für OrganeAuf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands nach § 285 Nr. 9a HGB wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich auf 8,5 TEUR (Vorjahr 7 TEUR). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 528 TEUR (Vorjahr 530 TEUR). NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Angaben nach § 6b EnWGDie Gesellschaft erfüllt die Definition eines Energieversorgungsunternehmens gem. § 3 Nr. 18 EnWG und gilt weiterhin über die ENGIE S.A. - Unternehmensgruppe als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen nach § 3 Nr. 38 EnWG. Daher findet § 6b EnWG mit den Vorschriften zu Rechnungslegung und Buchführung Anwendung. Nach § 6b Abs. 3 EnWG übt die Gesellschaft andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors (Stromvertrieb), andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors (Erdgasvertrieb) sowie Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- bzw. Gassektors (Dienstleistungen) aus. Für diese Tätigkeiten sind eigene Konten zu führen. Energiespezifische Dienstleistungen gegenüber dem Tätigkeitsbereich Verteilung eines verbundenen, vertikal integrierten Unternehmens werden nicht erbracht. Daher wird § 6b Abs. 3 Satz 6 EnWG dahingehend ausgelegt, dass lediglich für die Tätigkeiten des Netzbereichs (§ 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG) ein Tätigkeitsabschluss aufzustellen ist. Geschäfte größeren Umfangs, die mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen der ENGIE S.A., Paris, Frankreich, getätigt wurden: In den Umsatzerlösen sind Energielieferungen an die ENGIE Deutschland AG enthalten. Der Materialaufwand enthält Entgelte für den Energiebezug von der ENGIE Deutschland AG. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten diverse Dienstleistungen, die von der Energie SaarLorLux GbR, der ENGIE Deutschland AG und ENGIE Deutschland GmbH bezogen wurden. Im Finanzergebnis sind die Zinsaufwendungen aus dem Finanzclearing mit der ENGIE CC SCRL, Brüssel, Belgien, enthalten. Alle berichtspflichtigen Geschäftsbeziehungen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Honorar des AbschlussprüfersDas für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der ENGIE Deutschland GmbH, Köln, einbezogen wird. 5. UnternehmensorganeAufsichtsrat
Ständiger Gast im Aufsichtsrat (ohne Stimmrecht)
Vorstand
Saarbrücken, den 28. März 2024 Joachim Morsch Detlef Huth Martin Kraus Entwicklung des Anlagevermögens (1. Januar bis 31. Dezember 2023)
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Energie SaarLorLux AGVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Energie SaarLorLux AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen weitere, für die Offenlegung vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere eine Kapitalflussrechnung sowie einen Bilanz- und Lageberichtseid. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenVermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG PrüfungsurteilWir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Grundlage für das PrüfungsurteilWir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Saarbrücken, 28. März 2024 EY
GmbH & Co. KG
Vogelgesang, Wirtschaftsprüfer Krämer, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Jahr 2023Der Aufsichtsrat hat sich während des Berichtszeitraumes in zwei regulären Sitzungen am 05. Mai 2023 und am 13. Dezember 2023 und einer informellen Sitzung ohne Beschlussfassung am 15. September 2023, sowie durch weitere schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes von der Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt und wurde über Maßnahmen von wesentlicher und grundsätzlicher Bedeutung unterrichtet. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand in regelmäßigen Kontakten und im Bedarfsfall mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden wichtige unternehmenspolitische Entscheidungen eingehend beraten. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 06. Mai 2024 durch Beschluss den Jahresabschluss 2023 gebilligt; er ist damit festgestellt. In der außerordentlichen Hauptversammlung der Energie SaarLorLux AG vom 28. Juni 2023 wurde eine Änderung der Satzung der Energie SaarLorLux AG beschlossen, die eine Vereinfachung sowohl der Sitzungsvorbereitung als auch der Durchführung von Sitzungen durch Zulassung elektronischer Kommunikationsmittel zum Inhalt hat. Herr Manfred Schmitz hat sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2023 niedergelegt. An seiner Stelle wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung am 19. März 2024 Herr Niklas Wiegand in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit.
Saarbrücken, den 06. Mai 2024 Niklas Wiegand, Aufsichtsratsvorsitzender |
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