Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 34790
Vorher
AB 17/07 Vermögensverwaltungs GmbH
Eingetragen
5.6.2007
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenUnternehmensberatung
Gegenstand
Management- und Unterstützungsleistungen für Gruppengesellschaften

Historie

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Management

NameRolle
Katja Tavernaro
seit 14.3.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Meyer Burger Technology AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Beiten Burkhardt Beteiligungs GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Meyer Burger GmbH

Zülpich

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019

der Meyer Burger GmbH in Zülpich

A. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Die Meyer Burger GmbH, Zülpich gehört als Holding für die deutschen Tochtergesellschaften zur international aufgestellten Meyer Burger Gruppe (Meyer Burger). Die Muttergesellschaft des Konzerns ist die Meyer Burger Technology AG, Thun/Schweiz.

Tochtergesellschaft der Meyer Burger GmbH ist:

 

Hennecke Systems GmbH, Zülpich,

Die einstige Tochtergesellschaft Somont GmbH, Umkirch hat zum 31. Mai 2016 die operative Tätigkeit aufgegeben und wurde per 8. August 2019 rückwirkend auf den 1. Januar 2019 auf die Meyer Burger GmbH, Zülpich, verschmolzen.

Die verbleibende operative Gesellschaft Hennecke Systems GmbH hatte mit Gesellschafterbeschluss vom 17. Dezember 2019 geplant zum 31. Mai 2020 die operative Tätigkeit aufzugeben. Aufgrund eines nicht vollständig abgewickelten Auftrages verschiebt sich dieser Termin wahrscheinlich in das erste Halbjahr 2021.

Der Konzernabschluss wurde unter Wegfall der Annahme der Unternehmensfortführung gem. des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB erstellt, weil der Geschäftsbetrieb der Konzerngesellschaft Hennecke Systems GmbH, Zülpich eingestellt werden soll sowie nachhaltig nicht geplant ist, das Geschäft in der Gesellschaft weiterzuführen. Zudem gibt es derzeit Überlegungen die Gesellschaften miteinander zu verschmelzen bzw. zu liquidieren.

Meyer Burger ist ein führendes und weltweit aktives Technologieunternehmen für innovative Systeme und Produktionsequipment auf Basis von Halbleitertechnologien. Der Fokus liegt auf der Photovoltaik (Solarindustrie). Als international anerkannte Premium-Marke bietet Meyer Burger ihren Kunden in der PV-Industrie innovative Präzisionsprodukte. Der Fokus liegt bei innovativen Lösungen für die Herstellung von hocheffizienten Solarzellen und Solarmodulen

Das Spektrum an Systemen, Produktionsanlagen und Dienstleistungen der Meyer Burger Gruppe entlang der Wertschöpfungskette in der Photovoltaik umfasst grundsätzlich die Prozesse Solarzellen und Verbindungstechnologien. Meyer Burger ist in Europa, Asien und Nordamerika in den jeweiligen Schlüsselmärkten vertreten und hat Tochtergesellschaften und eigene Servicecenter in China, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Korea, Malaysia, den Niederlanden, der Schweiz, in Singapur, Taiwan und den USA.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft 1

Die Konjunkturstagnation, die im zweiten Halbjahr 2018 zu beobachten war, hielt Anfang 2019 vor dem Hintergrund der andauernden Handelsspannungen an. Handel und Investitionstätigkeit schwächten sich deutlich ab, insbesondere in Europa und China, das Geschäfts- und Konsumklima trübte sich ein und die politische Unsicherheit blieb hoch.

Die Weltindustrieproduktion lag im Dezember 2019 um 3,2% über dem Vorjahresniveau. Für die Weltwirtschaft rechnete die OECD bis zum Beginn der Corona Krise für 2020 mit einem Wachstum von 3,4%. Dieses abschwächende globale Wachstum wurde vor allem durch den anhaltenden Handelsstreit zwischen den USA und China begründet sowie mit weiteren Schritten zur Schaffung von Handelshemmnissen, insbesondere zusätzliche Zölle auf den Handel zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union, eine mögliche Wirkungslosigkeit der Politikmaßnahmen zur Verhinderung einer stärkeren Konjunkturabkühlung in China, anhaltende politische Unsicherheit bzw. eine längere Phase unter durchschnittlichen Wachstums in Europa, einschließlich fortdauernder Ungewissheit über den Brexit, sowie finanzielle Risiken aufgrund der hohen Verschuldung und einer sich verschlechternden Kreditqualität.

Auch im Euroraum war im Kalenderjahr 2019 eine merkliche Abschwächung spürbar. Für Deutschland resultierte in 2019 verglichen zum Vorjahr ein schwaches Wachstum von 0,6%. Für das Jahr 2020 erwartet die OECD aufgrund der Covid Krise einen deutlichen Rückgang der Weltindustrieproduktion. Aktuell vorliegende Zahlen bestätigen diese Erwartungen.

Die Wachstumsaussichten für das Jahr 2020 in den Schwellenländern wurden bis zur Corona Krise etwas stabil eingeschätzt. Die Corona-Epidemie brachte Anfang des Jahres 2020 die Wirtschaftstätigkeit in ganz China zum Erliegen, und viele Unternehmen blieben selbst nach Aufhebung der Lockdown-Maßnahmen weiterhin geschlossen. Infrastrukturinvestitionen sollten das Wachstum trotz einbrechender Privatinvestitionen und Auslandsnachfrage aufrechterhalten. Die zweite Welle des Virus in Deutschland und Europa und der damit verbundene zweite Schock für die Wirtschaft fällt geringer aus als während der ersten Infektionswelle.

Entwicklung der Branche 2

Die erneuerbaren Energien, insbesondere die Solarenergie, werden bei der Umsetzung der Energiewende eine entscheidende Rolle spielen. Damit bleibt die Solarindustrie weltweit langfristig ein attraktiver Wachstumsmarkt; bis zum Jahr 2050 wird ein jährliches Wachstum der weltweit installierten Solarpanels von rund 9% erwartet. Die jährlichen Investitionen in die gesamte Solarenergie liegen derzeit bei über USD 100 Milliarden und dürften trotz weiterer Kostenreduktionen weiterhin steigen.

Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung des Meyer Burger GmbH-Konzerns in 2019 mit rückläufigen Werten ist insbesondere beeinflusst durch die rückläufigen Bestellungen und im weiteren Verlauf durch die geplante Schließung der Hennecke Systems GmbH und dem damit verbundenen Wegfall der Aktivitäten zum Verkauf neuer Maschinen.

Die beschriebene Entwicklung spiegelt sich dabei auch in den deutlich rückläufigen Umsatzerlösen wider. Die Gesamtleistung im Berichtszeitraum verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 27,3 Mio. EUR auf 9,6 Mio. EUR.

Auf dieser Basis lag auch das EBIT im Jahr 2019 mit -10,2 Mio. EUR deutlich unterhalb des Vorjahres-EBIT von 3,5 Mio. EUR und das Ergebnis vor Steuern belief sich im aktuellen Geschäftsjahr auf - 12,1 Mio. EUR, im Vorjahr auf +1,4 Mio. EUR. Nach Steuern wurde ein Jahresfehlbetrag von 15,3 Mio. EUR ausgewiesen. Dies bedeutet gegenüber dem Jahresfehlbetrag aus 2018 in Höhe von 0,1 Mio. EUR eine deutliche Ergebnisverschlechterung um 15,2 Mio. EUR.

Neben Umsatz und EBIT stellt der Cashflow des Konzerns einen wesentlichen Leistungsindikator dar. Dieser belief sich auf -4,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR), wovon ein Cashflow von -1,2 Mio. EUR aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert. Im Vorjahr bewegte sich dieser noch auf einem deutlich höheren positiven Niveau (8,5 Mio. EUR).

Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Die Ertragslage unseres Konzerns ist wesentlich beeinflusst durch die deutlich rückläufige Auftragsentwicklung bei der Hennecke Systems GmbH. Im Konzern der Meyer Burger GmbH konnten Umsatzerlöse in Höhe von 13,6 Mio. EUR (Vorjahr: 36,8 Mio. EUR) erzielt werden. Der Rückgang resultiert aus der gesamtwirtschaftlichen Lage und der andauernden Zurückhaltung unserer Kunden in China aufgrund der Reduktion der Subventionen im Photovoltaik-Bereich. Unter Berücksichtigung der Bestandsminderung von 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: Bestandsminderung von 0,2 Mio. EUR) und anderen aktivierten Eigenleistungen im Vorjahr: 0,3 Mio. EUR ergibt sich eine Gesamtleistung von 9,6 Mio. EUR, welche um 27,3 Mio. EUR unter der Gesamtleistung des Vorjahres (36,9 Mio. EUR) liegt. Dieses bedeutet einen Rückgang um 74,1%, der fast ausschließlich aus der Verminderung der Umsatzerlöse um 63,0 % resultiert (Vorjahr: -17,2%).

Aufgrund der reduzierten Gesamtleistung ist eine überproportionale Reduktion des Materialaufwandes gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dieser sank um 77,2% im Vergleich zum Vorjahr von 21,5 Mio. Euro auf 4,9 Mio. Euro. Die Materialaufwandsquote von 51,1% gegenüber 58,5% im Vorjahr hat sich aufgrund des geänderten Produktmix verbessert. Der Materialaufwand beinhaltete Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (4,7 Mio. EUR) und bezogene Leistungen (0,2 Mio. EUR).

Das Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) beträgt 4,7 Mio. EUR (Vorjahr 15,5 Mio. EUR). Dies entspricht einem Rückgang um 10,8 Mio. EUR. Ausschlaggebend hierfür sind die stark rückläufigen Umsatzerlöse, denen zwar eine prozentual stärkere Verbesserung der Materialaufwandsquote entgegensteht, die den Effekt des rückläufigen Rohergebnisses wegen der gesunkenen Umsatzerlöse nur teilweise kompensieren kann.

Der Personalaufwand beträgt 8,8 Mio. EUR (Vorjahr: 5,8 Mio. EUR) bzw. 92,2 % der Gesamtleistung (Vorjahr: 15,6%). Der Anstieg des Personalaufwands ist insbesondere auf den zusätzlichen Aufwand (€ 2,9 Mio.) im Zusammenhang mit der anstehenden operativen Schließung der Hennecke Systems GmbH, Zülpich zurückzuführen. Durchschnittlich wurden im Konzern der Meyer Burger GmbH 78 Arbeitnehmer (Vorjahr: 86) beschäftigt. Der Rückgang resultiert jahresübergreifend auf der Anpassung an die Auftragslage sowie der anstehenden Schließung der Hennecke Systems GmbH, Zülpich.

Die Abschreibungen betragen im Berichtsjahr 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) und enthalten mit € 0,9 Mio. außerplanmäßige Abschreibungen. Hierin enthalten sind 0,5 Mio. EUR Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR), welche im Rahmen der Verschmelzung einer Konzerngesellschaft aktiviert wurden.

Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen belief sich im Kalenderjahr 2019 auf 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,8 Mio. EUR). Damit setzte somit, wie bereits im Vorjahr, die leicht sinkende Tendenz fort.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR).

Das Finanzergebnis schloss in 2019 mit einem negativen Saldo von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: -2,1 Mio. EUR) und beinhaltet nahezu ausschließlich Zinsaufwendungen aus der unveränderten Konzernfinanzierung.

Der Steueraufwand beläuft sich auf 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: Steueraufwand in Höhe von 1,5 Mio. EUR) und enthält insbesondere den Aufwand aus der Auflösung von gebildeten aktiven latenten Steuern.

Die Meyer Burger GmbH schloss das Geschäftsjahr mit einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 15,3 Mio. EUR ab (Vorjahr -0,1 Mio. EUR). Das Konzernjahresergebnis hat sich somit um 15,2 Mio. EUR verschlechtert.

Hauptsächlich begründet ist die negative Entwicklung beim Meyer Burger GmbH-Konzern in dem aufgrund der deutlich gesunken Umsatzerlöse deutlich rückläufigen Rohergebnis sowie die mit der Einstellung des Geschäftsbetriebes der Hennecke Systems GmbH zusammenhängenden Restrukturierungsaufwendungen und außerplanmäßigen Abwertungen des Anlagevermögens sowie der Vorräte und aktiven latenten Steuern.

Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt -1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 8,5 Mio. EUR). Der Cashflow verschlechterte sich insbesondere durch das Periodenergebnis, was teilweise durch eine Reduzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie einer Reduzierung der Vorräte kompensiert wurde.

Als Cashflow aus der Investitionstätigkeit waren -23 TEUR (Vorjahr: -0,3 Mio. EUR) zu verzeichnen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden hierbei mit 28 TEUR im Vergleich zum Vorjahr etwas geringere Investitionen in das Anlagevermögen getätigt (Vorjahr: EUR 0.3 Mio.).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf -3,0 Mio. EUR (Vorjahr: -7,0 Mio. EUR) und resultiert aus der Gesamtrückführung von Darlehen an die Gesellschafterin Meyer Burger Technology AG von 1,1 Mio. EUR und Zinszahlungen an die Gesellschafterin von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR).

Die Liquidität war im Laufe des Geschäftsjahres zu jedem Zeitpunkt gesichert. Zum Bilanzstichtag werden liquide Mittel in Höhe von 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR) ausgewiesen.

Es bestehen weiterhin keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten über 36,8 Mio. EUR (ohne erhaltene Anzahlungen) haben mit 1,3 Mio. EUR eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und mit 35,5 Mio. EUR eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren. Gegenüber verbundenen Gesellschaften bestehen insgesamt Verbindlichkeiten von 36,5 Mio. EUR (Vorjahr: 38,4 Mio. EUR).

Die Unternehmensfinanzierung wird durch Darlehen der Gesellschafterin, der Meyer Burger Technology AG, sichergestellt und durch erhaltene Anzahlungen ergänzt. Mit Datum vom 8. Januar 2020 hat die Meyer Burger Technology AG gegenüber der Meyer Burger GmbH für die Forderung aus dem bestehenden Darlehen in Höhe von € 35.000.000 einen Rangrücktritt gegenüber allen gegenwärtigen und künftigen anderen Gläubigern erklärt, um eine insolvenzrechtliche Überschuldung zu vermeiden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme belief sich in zum Bilanzstichtag auf 42,2 Mio. EUR (Vorjahr: 43,2 Mio. EUR). Dies entspricht einem Rückgang von 1,0 Mio. EUR, welcher durch die nachfolgend erläuterten Veränderungen des Anlage- und Umlaufvermögens bedingt ist.

Der Anteil der Posten, die auf die Konsolidierung zurückzuführen sind, hat sich aufgrund der vollständigen Abschreibung der Geschäfts- und Firmenwerte deutlich reduziert.

Das Sachanlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR). Investitionen von 28 TEUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) standen Abschreibungen von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) gegenüber davon außerplanmäßig 0,9 Mio. EUR.

Das Umlaufvermögen wird mit 11,2 Mio. EUR (Vorjahr: 22,4 Mio. EUR) ausgewiesen. Hierin sind neben Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,1 Mio. EUR), Vorräte in Höhe von 4,3 Mio. EUR (Vorjahr: 9,2 Mio. EUR), Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) und liquide Mittel des Konzerns in Höhe von 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR) ausgewiesen. Die Reduktion der Forderungen und der Vorräte steht in Übereinstimmung mit der Entwicklung der Auftragslage.

Der Bestand an aktiven latenten Steuern wurde zum Bilanzstichtag vollständig aufgelöst (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR), da die temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz nicht weiter bestehen bzw. nicht realisiert werden können.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöhte sich aufgrund des Konzernjahresfehlbetrags auf 29,6 Mio. EUR. Im Vorjahr wurde ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 14,4 Mio. EUR ausgewiesen.

Das Fremdkapital in Höhe von 42,2 Mio. EUR (Vorjahr: 43,2 Mio. EUR) besteht im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen von 36,5 Mio. EUR (Vorjahr: 38,4 Mio. EUR) und aus erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR). Ferner werden Rückstellungen in Höhe von 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR) ausgewiesen. Die Erhöhung der Rückstellungen ist insbesondere auf die im Zusammenhang mit der Einstellung des Geschäftsbetriebes der Hennecke Systems GmbH gebildeten Rückstellungen zurück zu führen.

Die passiven latenten Steuern waren zum Bilanzstichtag vollständig aufgelöst (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR).

C. Risikobericht

Die Meyer Burger GmbH und ihre Tochtergesellschaft sind in das Risikomanagement der Meyer Burger Technology AG eingebunden.

Risikomanagementsystem

Die Meyer Burger Gesellschaften und damit auch die Gesellschaften des Meyer Burger GmbH-Konzerns sind als Teile eines internationalen Unternehmens verschiedenen finanziellen und nichtfinanziellen Risiken ausgesetzt, welche untrennbar mit der unternehmerischen Tätigkeit des Konzerns verbunden sind. Die definierten Risiken werden im weitesten Sinne als die Gefahr bestimmt, die finanziellen, operativen oder strategischen Ziele nicht wie geplant zu erreichen. Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, ist es daher unerlässlich, die Risiken effektiv zu identifizieren, zu analysieren und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu beseitigen oder zu begrenzen. Mit klar definierten Managementinformations- und Kontrollsystemen werden die Risiken, denen Meyer Burger ausgesetzt ist, gemessen, überwacht und kontrolliert. Ein entsprechendes detailliertes Reporting wird halbjährlich erstellt und gegenüber dem Verwaltungsrat berichtet. Zur Sicherstellung der Effektivität des Risikomanagements, der Transparenz und der Aggregation von Risiken im Rahmen der Berichterstattung hat sich Meyer Burger für einen unternehmensweit einheitlichen integrierten Ansatz zum Management von Unternehmensrisiken entschieden. Im Rahmen der Risikobewertung werden die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Schadenhöhe der Risiken betrachtet. Dabei setzt Meyer Burger sowohl quantitative also auch qualitative Methoden ein, die unternehmensweit einheitlich gestaltet sind und damit eine Vergleichbarkeit der Risikobewertung über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg ermöglichen. Entsprechend dem Ergebnis aus Eintrittswahrscheinlichkeit und erwarteter Tragweite wird eine übersichtliche Risikobewertungsmatrix erstellt.

Als bedeutsame Risiken können angesehen werden:

Branchenrisiken

Trotz der allgemein positiven Branchenentwicklung gestaltete sich für die wichtigsten Endkunden der Meyer Burger GmbH, die Solarzellen- und Modulhersteller, das Geschäftsjahr 2019, wie schon die Vorjahre, herausfordernd. Es bestanden Unsicherheiten und eine deutliche Zurückhaltung bei Meyer Burgers PV-Kunden in ihrer Bereitschaft, neue Investitionen für PV-Equipment zu tätigen. Der Markt zeigte auch Anfang 2020 bedingt durch die Ausbreitung des Corona-Virus keine Anzeichen einer Erholung. Meyer Burger musste zudem in den letzten Jahren feststellen, dass chinesische Kunden tendenziell und sofern möglich, den Schwerpunkt ihrer Einkäufe von PV-Equipment eher auf lokale Anbieter legen.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der aktuellen und erwarteten Entwicklungen wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt. Die Liquidität der Meyer Burger GmbH wird durch die Muttergesellschaft, der Meyer Burger Technology AG, sichergestellt.

Die Sicherung der Liquidität der Meyer Burger GmbH wird permanent überwacht und monatlich an das Management berichtet und analysiert. Zudem stellen Gruppengesellschaften der Meyer Burger bei Bedarf Sicherheiten für die Gesellschaften des Meyer Burger GmbH-Konzerns zur Verfügung. Diesbezüglich bestand per Stichtag ein Rangrücktritt der Meyer Burger Technology AG für Verbindlichkeiten der Meyer Burger GmbH.

Als weniger bedeutsame Risiken können angesehen werden:

Produktionsrisiken bestehen aufgrund von möglichen technischen Störungen oder Bedienfehlern durch unsere Mitarbeiter an den Produktionsmaschinen. Um diesem Vorzubeugen wurden Prozess- und Qualitätsstandards entwickelt. Die Sicherheit am Arbeitsplatz ist hierbei ein großes Anliegen. Durch sorgfältige Analysen der Arbeitsabläufe und mit Schulungen der Mitarbeitenden können Risiken minimiert und eine höhere Prozesssicherheit sichergestellt werden.

Die IT-Systeme und deren Netzwerke bilden die Grundlage nahezu aller Geschäftsprozesse und der Informationsflüsse innerhalb des Unternehmens. Ausfälle und Störungen können zu Unterbrechungen der Produktions- und Arbeitsabläufe führen, die wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben könnten. Ebenfalls bestände ein Risiko im Falle von Datenverlusten oder Industriespionage. Für die Gewährleistung der Aufrechterhaltung der IT-Systeme und deren Sicherheit wurden entsprechende Prozess- und Organisationsstrukturen etabliert. Für den Fall einer wesentlichen Störung oder von Datenverlusten bestehen Notfallpläne.

Neben den üblichen branchenbedingten Geschäftsrisiken sowie den vorgenannten Risiken sehen wir zurzeit insbesondere Risiken aufgrund der beschlossenen Einstellung des Geschäftsbetriebes der Hennecke Systems GmbH und den damit verbundenen rückläufigen Umsatzerlösen sowie in der Abwicklung der noch bestehenden Aufträge.

D. Prognosebericht

Meyer Burger hat im Juni 2020 eine strategische Neuausrichtung angekündigt. Meyer Burger hat sich entschieden, Produktionsmaschinen für Heterojunction/SmartWire grundsätzlich nur noch exklusiv zum eigenen Gebrauch herzustellen und beabsichtigt, Meyer Burger als technologisch führenden Hersteller von Solarzellen und Solarmodulen aufzustellen. Dadurch würde die gesamte Wertschöpfung bei Meyer Burger verbleiben.

Im Vorlauf hierzu wurde im Dezember 2019 die operative Schliessung des Standortes Zülpich und somit der Hennecke Systems GmbH, Zülpich per 31. Mai 2020 beschlossen. Entsprechend sind die Prognosen für den Konzern der Meyer Burger GmbH für das Jahr 2020 geprägt von den operativen und strategischen Veränderungen. Aufgrund von zeitlichen Verzögerungen bei einem noch abzuwickelnden Auftrag wird die operative Tätigkeit voraussichtlich erst im ersten Halbjahr 2021 eingestellt.

Die im Vorjahr für 2019 prognostizierte stabile Umsatz- und Gesamtleistungsentwicklung konnte im Berichtszeitraum nicht erzielt werden. Auslöser hierfür sind im Wesentlichen die unter den Branchenrisiken erläuterten Effekte. Für das Geschäftsjahr 2020 planen wir mit nochmals deutlich reduzierten Umsätzen und einer entsprechenden Gesamtleistung bei einem leicht negativen Ergebnis. Mit der geplanten Schliessung der operativen Tätigkeit am Standort Zülpich im ersten Halbjahr 2021, welche die einzige operative Tätigkeit im Meyer Burger GmbH Konzern ist, reduzieren sich unsere Erwartungen nach der Schließung entsprechend auf 0. Eine Verschmelzung der Hennecke Systems GmbH, Zülpich auf die Meyer Burger GmbH, Zülpich ist angedacht; weitere strukturelle Veränderungen wie die Liquidation der Gesellschaften sind nicht auszuschliessen.

Derzeit ist nicht geplant, das Geschäft in einer der Gesellschaften des Meyer Burger-GmbH Konzerns weiterzuführen. Daher wurde unser Konzernabschluss unter Wegfall der Annahme der Unternehmensfortführung gem. des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB erstellt.

 

Zülpich, den 24. März 2021

Dr. Gunter Erfurt, Geschäftsführer

Katja Tavernaro, Geschäftsführerin

1 Vgl. OECD Gesamtbeurteilung der Wirtschaftslage (http://www.oecd.org/berlin/publikationen/OECD-Wirtschaftsausblick-2019-1_Gesamtbeurteilung-der-Wirtschaftstlage.pdf) und OECD Wirtschaftsausblick (https://read.oecd-ilibrary.org/view/?ref=134_134140-rwypuc6onk&title=Wirtschaftsausblick-107)
2 Vgl. Lagebericht 2019 des Mutterunternehmens Meyer Burger Technology AG, Thun/Schweiz)

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019
31.12.2018
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 3.352,66 526.309,66
3.352,66 526.309,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 947.063,55 1.946.439,55
2. technische Anlagen und Maschinen 137.604,00 496.245,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 290.498,86 338.024,86
1.375.166,41 2.780.709,41
1.378.519,07 3.307.019,07
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.655.400,02 2.971.950,56
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.883.015,12 5.263.104,02
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.303.478,79 2.900.676,35
4. geleistete Anzahlungen 2.726,85 0,00
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.514.921,76 -1.981.222,46
4.329.699,02 9.154.508,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 67.673,08 132.623,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.937.735,41 5.420.946,46
3. sonstige Vermögensgegenstände 120.550,81 559.685,24
4.125.959,30 6.113.254,90
III. Wertpapiere
Anteile an verbundenen Unternehmen 118.190,64 401.111,17
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.592.761,60 6.754.415,30
11.166.610,56 22.423.289,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.799,53 25.939,10
D. Aktive latente Steuern 0,00 3.134.257,61
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 29.638.077,30 14.351.075,87
42.218.006,46 43.241.581,49

Passiva

31.12.2019
31.12.2018
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.369.355,58 1.369.355,58
III. Verlustvortrag -15.745.431,45 -15.604.202,77
IV. Konzernjahresfehlbetrag -15.287.001,43 -141.228,68
V. Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag 29.638.077,30 14.351.075,87
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 140.559,78 1.336.071,50
2. Sonstige Rückstellungen 4.894.475,49 2.350.667,84
5.035.035,27 3.686.739,34
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 377.498,90 532.205,41
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 377.498,90; Vorjahr: € 532.205,41)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 61.571,20 338.215,23
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 61.571,20; Vorjahr: € 338.215,23)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.461.006,57 38.445.908,28
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 950.734,51; Vorjahr: € 10.133.143,33)
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 35.510.272,06; Vorjahr: € 28.312.764,95)
4. sonstige Verbindlichkeiten 282.894,52 93.064,23
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 282.894,52; Vorjahr: € 93.064,23)
(davon aus Steuern: € 90.612,02; Vorjahr: € 79.354,20)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 14.596,75; Vorjahr: € 13.124,59)
37.182.971,19 39.409.393,15
D. Passive latente Steuern 0,00 145.449,00
42.218.006,46 43.241.581,49

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019 2018
1. Umsatzerlöse 13.623.811,16 36.838.135,37
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4.049.195,63 -179.619,94
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 261.044,75
4. Sonstige betriebliche Erträge 634.252,76 601.905,27
(davon Erträge aus Währungsumrechnung: € 10.250,60; Vorjahr € 126.124,78)
10.208.868,29 37.521.465,45
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.739.447,42 -19.898.603,82
b) Aufwendungen für bezogende Leistungen -155.852,56 -1.561.267,20
-4.895.299,98 -21.459.871,02
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.836.804,41 -4.750.094,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -992.359,15 -1.022.682,21
(davon für Altersversorgung: € 190.158,42; Vorjahr € 163.117,11)
-8.829.163,56 -5.772.776,60
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.951.375,64 -1.068.941,93
(davon außerplanmäßige Abschreibungen: € 896.761,00; Vorjahr € 0,00)
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.732.717,24 -5.769.097,97
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: € 17.736,49; Vorjahr € 89.283,28)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 13.465,20
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.907.481,72 -2.096.453,23
(davon an verbundene Unternehmen: € 1.840.760,01; Vorjahr € 1.965.629,06)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.177.392,58 -1.506.634,58
(davon aus latenten Steuern: € -2.988.808,61; Vorjahr € -747.201,98)
12. Ergebnis nach Steuern -15.284.562,43 -138.844,68
13. Sonstige Steuern -2.439,00 -2.384,00
14. Konzernjahresfehlbetrag -15.287.001,43 -141.228,68

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2019

Gezeichnetes Kapital
Gewinnrücklagen
Verlustvortrag
Stand 01.01.2018 25.000,00 1.369.355,58 -15.604.202,77
Konzernjahresfehlbetrag -141.228,68
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag"
Stand 31.12.2018 25.000,00 1.369.355,58 -15.745.431,45
Stand 01.01.2019 25.000,00 1.369.355,58 -15.745.431,45
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 -15.287.001,43
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2019 25.000,00 1.369.355,58 -31.032.432,88
Nicht durch Konzerneigen kapital gedeckter Fehlbetrag Konzern Eigenkapital
Stand 01.01.2018 14.209.847,19 -14.209.847,19
Konzernjahresfehlbetrag -141.228,68
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 141.228,68 14.351.075,87
Stand 31.12.2018 14.351.075,87 0,00
Stand 01.01.2019 14.351.075,87 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 -15.287.001,43
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 15.287.001,43 15.287.001,43
Stand 31.12.2019 29.638.077,30 0,00

Das Eigenkapital der Konzernobergesellschaft Meyer Burger GmbH beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 auf T€ -29.638 (Vorjahr T€ 46.275).

Bei der Konzernobergesellschaft Meyer Burger GmbH besteht keine Ausschüttungssperre, die sich aus der Satzung bzw. Gesellschaftsvertrag ergibt. Eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB ergab sich im Vorjahr durch den Überhang aktiver latenter Steuern.

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019

(indirekte Methode)

2019
T€
2018
T€
1. Periodenergebnis -15.287 -141
2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.951 1.069
3. Abnahme der Rückstellungen 1.348 231
4. Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 -1
5. Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7.086 3.691
6. Abnahme/ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.174 65
7. Zinsaufwendungen 1.908 2.083
8. Ertragsteueraufwand 3.177 1.507
9. Ertragsteuerzahlungen -188 -2
10. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.179 8.502
11. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 5 2
12. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5 -317
13. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -23 -6
14. Erhaltene Zinsen 0 13
15. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -23 -308
16. Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 0 1.840
17. Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -1.053 -6.728
18. Gezahlte Zinsen -1.906 -2.072
19. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.959 -6.960
20. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -4.161 1.234
21. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.754 5.520
22. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.593 6.754

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Meyer Burger GmbH mit Sitz in Zülpich ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (HRB 19855).

Der Konzernabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und den Deutschen Rechnungslegungs-Standards (DRS) erstellt. Die Gesellschaft erstellt freiwillig einen Konzernabschluss entsprechend der Regelungen des §290 ff. HGB, da die Größenkriterien des § 293 Abs. 1 HGB zum zweiten Mal unterschritten wurden.

Der Konzernabschluss wurde unter Wegfall der Annahme der Unternehmensfortführung gem. des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB erstellt, weil der Geschäftsbetrieb der Konzerngesellschaft Hennecke Systems GmbH, Zülpich eingestellt wird sowie nachhaltig nicht geplant ist, das Geschäft in der Gesellschaft weiterzuführen. Zudem gibt es derzeit Überlegungen die Gesellschaften miteinander zu verschmelzen bzw. zu liquidieren.

Als direkte Folge der Einstellung des Geschäftsbetriebes der Hennecke Systems GmbH wurden die damit zusammenhängenden erwarteten Aufwendungen ermittelt und im Konzernabschluss als Rückstellungen berücksichtigt. Auswirkungen auf die Bewertung der Gegenstände des Anlagevermögens, der Vorräte und der latenten Steuern wurden zudem berücksichtigt. Das Sachanlagevermögen wurde unter Berücksichtigung einer sechsmonatigen Restnutzungsdauer auf die geschätzten Einzelveräußerungswerte abgewertet. Bei den Vorräten wurden alle nicht mehr verwertbaren bzw. veräußerbaren Vorräte vollständig abgewertet.

Angaben, die wahlweise in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfolgen können, wurde teilweise im Anhang gemacht.

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der Meyer Burger GmbH als Mutterunternehmen das folgende Tochterunternehmen einbezogen (kleinster Kreis):

Gesellschaft Sitz Handelsregister Kapitalanteil
Hennecke Systems GmbH Zülpich Amtsgericht Bonn, HRB 16009 100 %

Die Somont GmbH, Umkirch, die im Vorjahreskonzernabschluss einbezogen war, wurde mit Datum vom 1. Januar 2019 auf die Meyer Burger GmbH verschmolzen.

Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entsprechen die Stichtage der Einzelabschlüsse dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31.Dezember 2019. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Gesellschaften der Meyer Burger GmbH werden für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis in den Konzernabschluss der Meyer Burger Technology AG, Thun, Schweiz einbezogen. Der Konzernabschluss kann auf der Internetseite der Unternehmensgruppe eingesehen werden.

III. Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 der Meyer Burger GmbH einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Für die erstmalige Pflicht der Aufstellung des Konzernabschlusses wurde eine Vollkonsolidierung nach den §§ 300 bis 307 HGB durchgeführt. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurde die Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB angewandt.

Die Einbeziehung des Tochterunternehmens erfolgte gemäß § 301 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Zeitpunkt des Beginns des Geschäftsjahres, für das erstmals ein Konzernabschluss erstellt wurde (1. Januar 2011).

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die im Jahresabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen Beteiligungen gegen das im Einzelabschluss der Tochtergesellschaft ausgewiesene Eigenkapital verrechnet.

Durch die Folgekonsolidierungen fließen alle nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung ausgewiesenen Ergebnisse des Tochterunternehmens in das Konzernergebnis ein.

Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden gegeneinander verrechnet. Ergebniswirksame Differenzen haben sich daraus nicht ergeben.

In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung sind alle Umsatzerlöse und Erträge aus Lieferungen und Leistungen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verrechnet. Aus den konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen ergab sich keine Notwendigkeit einer Zwischengewinneliminierung.

IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung vorgenommen.

Im Dezember 2019 wurde beschlossen, die Produktion der Hennecke Systems GmbH bis Mitte 2020 einzustellen. In der Bilanzierung und Bewertung wurde dies entsprechend berücksichtigt.

Aufgrund der beschlossenen Einstellung des Geschäftsbetriebes der Hennecke Systems GmbH und der damit verbundenen Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung (sog. "Going-Concern-Prämisse") wurden entsprechend den Vorgaben des IDW RS HFA 17 folgende Auswirkungen auf die allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden berücksichtigt:

Abwertung des Anlagevermögens und der Vorräte auf Veräußerungswerte zzgl. noch durchzuführender planmäßiger Abschreibungen

Abwertung der aktiven latenten Steuern

Bildung sonstiger Rückstellungen für schließungsbedingte Aufwendungen

Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB werden grundsätzlich nicht aktiviert. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden grundsätzlich über 15 Jahre abgeschrieben.

Die Gegenstände des Anlagevermögens sind mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Abschreibungen werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Zugänge im Geschäftsjahr wurden pro rata temporis abgeschrieben. Für entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen werden Nutzungsdauern zwischen drei und neun Jahren angesetzt. Für Gebäude und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden Nutzungsdauern zwischen 10 und 33 Jahren zu Grunde gelegt. Als Nutzungsdauer von technischen Anlagen und Maschinen werden bis zu fünf Jahre angesetzt. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden bei normaler Beanspruchung über drei bis dreizehn Jahre abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Wert angesetzt, der sich aus dem Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen und fertigen Erzeugnisse sowie Waren werden mit Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennwert angesetzt und offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen sind zu Nennwerten angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden einzelwertberichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bilanziert.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit Anschaffungskosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag passiviert.

Rückstellungen sind so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen. Sie werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Nennbetrag und die übrigen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern wurden im Vorjahr für temporäre Bilanzierungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen aus der Aktivierung von Zeitwerten im Rahmen der Erstkonsolidierung bei den immateriellen Vermögensgegenständen gebildet. Zudem wurden für temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei einer der Konzerngesellschaften aktive latente Steuern ausgewiesen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden wurden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die aktiven latenten Steuern wurden im Geschäftsjahr vollständig wertberechtigt.

V. Angaben zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist als Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.938 (Vorjahr: TEUR 5.421) sind ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind, wie bereits im Vorjahr, nur solche mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr enthalten.

Unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens werden Aktienoptionen aus Aktienoptionsprogrammen ausgewiesen.

Zum Stichtag ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 29.638 (Vorjahr: TEUR 14.351).

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Urlaub, Überstunden und ausstehende Löhne und Gehälter, sowie Gewährleistungen enthalten. Die aus der Einstellung der Produktion folgenden Restrukturierungsaufwendungen wurden entsprechend berücksichtigt.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten zusammengefasst dargestellt:

Art Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit von
EUR bis zu 1 Jahr
EUR
>1 Jahre
EUR
davon mehr als 5 Jahre
EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 377.498,90 377.498,90 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 61.571,20 61.571,20 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.461.006,57 950.734,51 35.510.272,06 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 282.894,52 282.894,52 0,00 0,00
Summe 37.182.971,19 11.096.628,20 28.312.764,95 0,00

Im Vorjahr waren in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 28.313 und keine mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 36.461 (Vorjahr: TEUR 38.446) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 900 (Vorjahr: TEUR 1.883) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 35.561 (Vorjahr: TEUR 36.563) enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 35.526 (Vorjahr: TEUR 28.312) enthalten.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Darüber hinaus sind von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten keine Verbindlichkeiten durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte an die Gläubiger gesichert.

Für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren Steuerwerten wurden im Vorjahr latente Steuern gebildet. Der Berechnung lagen die individuellen Steuersätze der einzelnen Gesellschaften zu Grunde. Diese befanden sich in einer Bandbreite zwischen 28,075% und 32,433%.

Steuerliche Verlustvorträge wurden im Vorjahr bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern bis zur Höhe der passiven latenten Steuern berücksichtigt. Vom Wahlrecht der Aktivierung darüberhinausgehender Verlustvorträge wurde nicht Gebrauch gemacht.

Alle Positionen der aktiven latenten Steuern wurden im Berichtsjahr vollständig ergebniswirksam abgewertet.

VI. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Verkauf an Drittkunden erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2016 konzernweit im Wesentlichen einheitlich über die Meyer Burger Global AG, Thun, Schweiz. Dementsprechend wurden auch die Umsätze im Geschäftsjahr 2019 im Wesentlichen mit dieser Konzerngesellschaft getätigt.

Sie gliedern sich nach Regionen der Endabnehmer wie folgt:

2019 2018
Europa 12.208.587 33.011.437
Asien & Ozeanien 1.373.680 3.714.365
Übrige Welt 41.544 112.333
Total Umsatzerlöse 13.623.811 36.838.135

Die Umsätze gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

2019 2018
Maschinenverkauf 12.195.677 28.071.719
Service und übrige Lieferungen und Leistungen 1.428.134 8.766.417
Total Umsatzerlöse 13.623.811 36.838.135

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 188 für Steuernachzahlungen enthalten. Ansonsten sind in der Gewinn- und Verlustrechnung keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen und Erträge enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Steueraufwand der Meyer Burger GmbH für das Vorjahr in Höhe von TEUR 188. Die Veränderung der aktiven latenten Steuern aufgrund der vollständigen Abwertung führt zu einem Steueraufwand in Höhe von TEUR 3.134. Die Veränderung der passiven latenten Steuern wirkt sich mit TEUR 145 aus.

VII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß DRS 21 entsprechend der "indirekten Methode" abgeleitet. In den Finanzmittelfonds werden sämtliche Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einbezogen. Der der Kapitalflussrechnung zugrunde gelegte Finanzmittelfonds betrifft ausschließlich Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

VIII. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen während des Geschäftsjahres beträgt 78 (Vorjahr: 86), davon 78 Angestellte (Vorjahr: 86) und keine gewerblichen Arbeitnehmer (Vorjahr: 0).

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält der Konzern Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Der Konzern unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen

Bezug/Erbringung von Dienstleistungen

Finanzierungen

Die wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen im Geschäftsjahr beliefen sich unterteilt nach Geschäftsarten wie folgt:

Erbrachte Lieferungen und Leistungen und sonstige Aufwendungen 2019
TEUR
2018
TEUR
Lieferungen 10.599 27.382
Leistungen 1.033 8.038
Gesamt 11.632 35.420
Empfangene Lieferungen und Leistungen und übrige Aufwendungen 2019
TEUR
2018
TEUR
Lieferungen 6 1.193
Leistungen 850 1.399
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.841 1.966
Gesamt 2.005 4.558

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 59 (Vorjahr TEUR 48) und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

Die im Konzernabschluss konsolidierte Gesellschaft

Gesellschaft Sitz Nominalwert Kapitalanteil
Hennecke Systems GmbH Zülpich EUR 25.000 100 %

nimmt die Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2019 in Anspruch.

Das in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen hat auf die Aufstellung und Offenlegung von Lagebericht und Anhang, auf die Offenlegung des Jahresabschlusses sowie die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2019 verzichtet. Ein entsprechender Beschluss der Meyer Burger GmbH nach § 325 HGB wurde durch Einreichung beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers offengelegt. Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2019 Herr Johann Paul Brändle, Walenstadt/Schweiz und Herr Manfred Häner, Seuzach/Schweiz, bestellt. Beide wurden mit Gesellschafterbeschluss vom 30. März 2020 abbestellt. Mit gleichem Datum wurden Frau Katja Tavernaro und Gunter Erfurt zu neuen Geschäftsführern bestellt.

Auf die Angaben gem. § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB im Anhang kann gemäß § 313 Abs. 3 S. 1 HGB verzichtet werden. Die Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wurden entsprechend § 286 Abs. 4 HGB nicht gemacht.

IX. Nachtragsbericht

Die Meyer Burger Technology AG, Thun/Schweiz, hat mit Datum vom 8. Januar 2020 für Forderungen aus dem bestehenden Darlehen, in Höhe von 35,0 Mio. EUR gegenüber der Meyer Burger GmbH einen Rangrücktritt gegenüber allen gegenwärtigen und künftigen Gläubigern erklärt.

Mit notariellem Kaufvertrag vom 4. Juni 2020 wurde das zum 31. Dezember 2019 bei der Hennecke Systems GmbH bilanzierte Gebäude verkauft. Der Geschäftsbetrieb dieser Gesellschaft wurde nicht wie geplant per 31. Mai 2020 vollständig eingestellt, da bis zu diesem Zeitpunkt nicht alle noch bestehenden Aufträge fertiggestellt werden konnten. Wir erwarten die Einstellung des Geschäftsbetriebs im 1. Halbjahr 2021.

Auswirkungen durch die Corona-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns gibt es nicht und sind auch weiterhin nicht zu erwarten.

 

Zülpich, den 24. März 2021

Dr. Gunter Erfurt, Geschäftsführer

Katja Tavernaro, Geschäftsführerin

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2019
Zugänge
Abgänge
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.169.738,95 22.690,00 38.539.547,53 15.652.881,42
2. Geschäfts- oder Firmenwert 60.320.273,78 0,00 21.247.500,00 39.072.773,78
114.490.012,73 22.690,00 59.787.047,53 54.725.655,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.793.872,68 0,00 273.684,11 2.520.188,57
2. technische Anlagen und Maschinen 1.588.513,02 0,00 0,00 1.588.513,02
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.373.724,69 4.763,64 306.412,95 1.072.075,38
5.756.110,39 4.763,64 580.097,06 5.180.776,97
120.246.123,12 27.453,64 60.367.144,59 59.906.432,17
Abschreibungen
01.01.2019
Zugänge
Abgänge
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.643.429,29 545.647,00 38.539.547,53 15.649.528,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 60.320.273,78 0,00 21.247.500,00 39.072.773,78
113.963.703,07 545.647,00 59.787.047,53 54.722.302,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 847.433,13 995.218,00 269.526,11 1.573.125,02
2. technische Anlagen und Maschinen 1.092.268,02 358.641,00 0,00 1.450.909,02
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.035.699,83 51.869,64 305.992,95 781.576,52
2.975.400,98 1.405.728,64 575.519,06 3.805.610,56
116.939.104,05 1.951.375,64 60.362.566,59 58.527.913,10
Restbuchwerte
31.12.2019
31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.352,66 526.309,66
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3.352,66 526.309,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 947.063,55 1.946.439,55
2. technische Anlagen und Maschinen 137.604,00 496.245,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 290.498,86 338.024,86
1.375.166,41 2.780.709,41
1.378.519,07 3.307.019,07

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Meyer Burger GmbH, Zülpich

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Meyer Burger GmbH, Zülpich, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Meyer Burger GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Einstellung der Geschäftstätigkeit und Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt "Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss" des Konzernanhangs und die Angaben im Abschnitt "Geschäftsmodell des Konzerns" des Konzernlageberichts, welche die Einstellung der Geschäftstätigkeit des Konzerns und die darauf basierende Bilanzierung unter der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Konzernabschlusses durch die gesetzlichen Vertreter unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern die geordnete Einstellung der Geschäftstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 31. März 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hans-Peter Kreibich, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Dennler, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde am 7. April 2021 gebilligt.

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