Herstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
SOMAtic GmbH
Am Kirschberg 6, 07570 Harth-Pöllnitz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Staps seit 25.4.2024 | Geschäftsführer |
Christian Tobias Meyer seit 13.1.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
J****** M**** | 21.00% |
| 20.00% | |
| 20.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SOMAtic GmbHHarth-PöllnitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Grundlagen des Unternehmens Die SOMAtic GmbH (SOMAtic), eingetragen beim Amtsgericht Jena unter HRB 507523, ist mit einem Stammkapital von 100 Tsd. Euro ausgestattet. Die Firmengeschichte begann am 1. Februar 1991 mit damals 16 Beschäftigten. Nach abgeschlossener Nachfolgeregelung und Umfirmierung in 2012 hat sich bis heute der Mitarbeiterstamm mehr als vervierfacht. Qualifizierte, flexible Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unverzichtbar für den Maschinenbau. Wir setzen daher auf eine sinnvolle und langfristige Personalplanung. SOMAtic entwickelt, fertigt und liefert komplexe Sondermaschinen für Kunden aus den Bereichen Elektronik- und Verbindungstechnik, Hersteller von Scharnieren und Verbindungselementen, Pharma und Sportausrüstung. Das Spektrum unserer Produkte ist breit gefächert und gliedert sich in folgende Kategorien: • Handvorrichtungen, • Teilautomaten mit Handbestückung/Handentnahme, • Vollautomaten, • komplexe Anlagen (verkettete Vollautomaten), • Retrofit von bestehenden Anlagen. Außerdem werden Zusatzleistungen wie Ersatzteile, Service und Upgrades angeboten sowie Schulung an den verkauften Maschinen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,1 Billionen US-Dollar auf insgesamt rund 104,8 Billionen US-Dollar erhöht. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland." Damit setzte sich die bereits Ende 2022 angesichts des Kriegs in der Ukraine eingetretene wirtschaftliche Schwächephase fort. Die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, Materialengpässe dämpften zu Jahresbeginn die Konjunktur. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann vor allem die von den westlichen Notenbanken inflationsbedingt vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel in Deutschland und den hohen Unsicherheiten, etwa über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts. 2.2 Rahmenbedingungen der Branche Unsere Branche ist durch einen hohen Grad an Technisierung und Rationalisierung gekennzeichnet. Unsere Kunden streben danach, Produkte permanent zu verbessern und innovationsfähige Produkte zu entwickeln. Der Maschinen- und Anlagebau ist jedoch auch sehr stark abhängig von äußeren Einflüssen wie Handelsstreitigkeiten und Konjunkturschwankungen. Auch Ereignisse wie die geopolitischen Unruhen in der Ukraine, Israel, Taiwan oder Korea beeinflussen den Maschinenbau mittel- und unmittelbar. Der Maschinen- und Anlagenbau gehört in Deutschland zu den führenden Industriebranchen. Auf dem internationalen Markt zählt Deutschland zu den wichtigsten Maschinenbauländern. Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland dabei auf Platz drei hinter China und den USA. Es war ein für den Maschinen- und Anlagenbau schwieriges Jahr mit einem durchwachsenen Ergebnis, fasst der Chefvolkswirt vom Branchenverband VDMA 2023 zusammen. Nach seinen Angaben gab es bei den Aufträgen ein Minus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Maschinenbauer seien jedoch Konjunkturzyklen gewohnt. Eine weltweit insgesamt schwache Nachfrage nach Maschinen, höhere Zinsen und steigende Lohnkosten seien ein schwieriges Umfeld. Noch seien die Maschinenbauer krisenfest. "Der Auftragsrückgang hatte bislang überschaubare Folgen auf Umsatz und Produktion in Deutschland. Die meisten Firmen arbeiten immer noch die älteren Auftragsbestände aus den Vorjahren ab. Die bis zum Sommer 2023 gute Produktion sorgt zwar dafür, dass der VDMA die Schätzung für 2023 anhebt und mit einem Produktionsrückgang mit real nur noch 1 % rechnet. Mit Blick auf das kommende Jahr rechnet der VDMA bei einem sinkenden Auftragsbestand mit einem Produktionsrückgang von bisher minus 2 % auf nun minus 4 %. Im Jahr 2023 betrug der Umsatz im deutschen Maschinenbau rund 263 Milliarden Euro (2022 244 Milliarden Euro). Die deutsche Robotik- und Automatisierungsbranche rechnet für 2023 mit einem Branchenwachstum von neun Prozent auf 15,7 Milliarden Euro. "Die Nachfrage nach Robotik und Automation ist weiterhin hoch und die Transformation vieler Kundenbranchen erfordert innovative Automatisierungslösungen. Die sich abzeichnende Entspannung bei den Lieferketten versetzt die Branche in die Lage, den enorm hohen Auftragsbestand nun sukzessive abzuarbeiten," erklärt Frank Konrad, Vorsitzender des VDMA Robotik + Automation und CEO von Hahn Automation in Rheinböllen. 3. Geschäftsverlauf 3.1 Auftragsbestand Wir starteten mit einem geringeren Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2023. Der Auftragseingang lag in Summe unter dem des Vorjahres. 3.2 Ertragslage Das Rohergebnis betrug im Jahr 2023 3.057,1 Tsd. Euro, in 2022 3.788,4 Tsd. Euro. Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich aufgrund der allgemeinen Einkaufspreissteigerungen sowie der gestiegenen Kosten für Stahl und Stahlgestelle der Materialaufwand stark überproportional. Der Personalaufwand hielt sich mit 3.002,4 Tsd. Euro in etwa auf Vorjahresniveau (+7,2 Tsd. Euro). Die Abschreibungen hielten sich mit 84,3 Tsd. Euro (-8,7 Tsd. Euro) ebenso sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 918,7 Tsd. Euro (+30,3 Tsd. Euro) relativ konstant zum Vorjahr. Wesentliche Kosten wurden durch Beratungskosten, Gebäudemieten und Mieten für Einrichtungen beweglicher Vermögengegenstände sowie Wartungskosten für Hard- und Software verursacht. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -117,7 Tsd. Euro (Vorjahr -77,3 Tsd. Euro) ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von -832,4 Tsd. Euro (Vorjahr Jahresfehlbetrag -226,5 Tsd. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von -188,1 Tsd. Euro auf -948,3 Tsd. Euro. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr -202,8 Tsd. Euro (Vorjahr -864,0 Tsd. Euro), der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 8,7 Tsd. Euro (Vorjahr -202,4 Tsd. Euro) und der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 0,0 Tsd. Euro (Vorjahr 0,0 Tsd. Euro). Demnach ergibt sich eine zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel um -194,1 Tsd. Euro (Vorjahr -1.066,5 Tsd. Euro). Die Geschäftsleitung beurteilt den Geschäftsverlauf insgesamt als nicht zufriedenstellend. 3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg von 9.595,2 Tsd. Euro um 4.455,9 Tsd. Euro auf 14.051,0 Tsd. Euro, was aktivseitig im Wesentlichen auf die Zunahme der Vorräte um 4.439,6 Tsd. Euro zurückgeführt werden kann. Das Anlagevermögen beträgt 6,1 % der Bilanzsumme (Vorjahr 9,6 %), das Umlaufvermögen einschließlich der aktiven Rechnungsabgrenzung und der latenten Steuern beläuft sich auf 93,9 % (Vorjahr 90,4 %). Im Geschäftsjahr wurde keine nennenswerten Investitionen durchgeführt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich stichtagsbedingt auf 335,1 Tsd. Euro (Vorjahr 502,8 Tsd. Euro). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind, insbesondere aufgrund von Steuerforderungen, um 344,6 Tsd. Euro erhöht. Dagegen nahmen die liquiden Mittel um 194,1 Tsd. Euro ab. 3.4 Finanzlage Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital von 1.797,0 Tsd. Euro auf 964,6 Tsd. Euro. Die Eigenkapitalquote sank in Verbindung mit der Erhöhung der Bilanzsumme von 18,7 % auf nunmehr 6,9 %. Die sonstigen Rückstellungen sind in ihrer Struktur fast unverändert. Sie betragen 331,9 Tsd. Euro (Vorjahr 347,7 Tsd. Euro), die Minderung ist überwiegend auf die Verringerung der Rückstellung für Gewährleistungsaufwendungen zurückzuführen. Das Fremdkapital ist um 5.288,3 Tsd. Euro gestiegen. Die Erhöhung basiert im Wesentlichen auf dem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen, die der Finanzierung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen innerhalb der Vorräte dienen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen liegen mit 11.923,3 Tsd. Euro (Vorjahr 7.009,5 Tsd. Euro) um rund 4.913,8 Tsd. Euro über dem Vorjahreswert und spiegeln insbesondere die ebenso erhöhten Vorräte wider. Im Geschäftsjahr wurden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 300,0 Tsd. Euro begründet. Die vorhandenen Liquiditätsüberschüsse werden dafür genutzt, geplante Investitionen und Materialkäufe aus eigenen Mitteln durchzuführen. Oberstes Ziel ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit unserer Gesellschaft sicherzustellen. Aufgrund der noch guten Ausstattung an liquiden Mitteln haben die Finanzaufwendungen insgesamt nur eine geringe Bedeutung. Zinsänderungsrisiken spielen derzeit keine wesentliche Rolle, da lediglich ein geringer Teil der Verbindlichkeiten variabel verzinslich ist. 3.5 Personal- und Sozialbereich Im Zuge der Geschäftsausweitung beläuft sich auch die Mitarbeiterzahl zum 31. Dezember 2023 auf 62 Beschäftigte mit sechs Auszubildenden. Nach wie vor legen wir großen Wert auf die eigene Ausbildung. 4. Risikobericht Unsere Geschäftstätigkeit ist notwendigerweise mit unterschiedlichen Risiken verbunden. Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und deren engmaschige Steuerung ist wesentliches Element der Geschäftsführung. Wir arbeiten aber auch in einem Umfeld, in dem sich immer wieder neue Marktchancen eröffnen. Diese systematisch zu erkennen und effizient zu nutzen ist für uns eine wesentliche Voraussetzung, um nachhaltig profitabel wachsen zu können. Übergeordnetes Ziel ist es, unternehmerische Chancen bei jederzeit kontrollierten Risiken umfassend zu nutzen. 4.1 Beschaffungsrisiko Hier bestehen die Risiken der Abhängigkeit von Rohstoffpreisen sowie der Bindung an Lieferanten bei bestimmten Schlüsselkomponenten, wie es im Maschinenbau üblich ist. Wir können Rohstoffpreisänderungen nicht immer an die Kunden weitergeben und haben auf deren Höhe auch keinen Einfluss. Um das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu minimieren, sind wir in der Lage, einen Teil unserer benötigten Zukäufe selbst zu fertigen. 4.2 Betriebstätigkeit Die Zusammenarbeit mit langjährigen Kunden macht es uns möglich, Synergieeffekte zu erzielen. Durch einen Wechsel im Management der Kunden kann es jedoch vorkommen, dass Aufträge zunächst eingefroren werden. Durch die permanente Überprüfung und die zeitnahe Kostenerfassung der Projekte ist es möglich, Fehlentwicklungen zu erkennen und diesen gegebenenfalls entgegen zu steuern. Aufgrund unserer unterschiedlichen Projektlaufzeiten können unvorhersehbare Materialpreiserhöhungen aber nicht immer an die Kunden weitergegeben werden. Eine Herausforderung bleiben Projektverzögerungen bzw. -verlängerungen, z.B. durch lange Entwicklungs- oder Vorleistungsverschiebungen bzw. die Tendenz zu immer größeren, komplexeren Projekten. Durch frühzeitige Kommunikation, vertrauensvolle Zusammenarbeit, hohe Flexibilität und Reaktionsbereitschaft versuchen wir den daraus resultierenden negativen Folgen entgegenzuwirken. Im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses bei der Leistungserstellung stellen wir sicher, dass sich Verfahren, Techniken und Abläufe sowie make-or-buy Entscheidungen auf dem aktuellen Stand befinden. Durch unser Leistungsvermögen, unseren Service und hohe Qualitätsstandards heben wir uns vom Markt ab. Darüber hinaus findet ein stetiger Optimierungsprozess statt, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. 4.3 Wettbewerb und Absatzmarkt Da wir im Sondermaschinenbau für verschiedene Branchen tätig sind, versuchen wir das Risiko einer Abhängigkeit weitestgehend zu streuen. Zudem versuchen wir Marktrisiken durch frühzeitige Akquisition bzw. durch die Ausweitung des geografischen Marktes entgegenzuwirken. Die Entwicklung unserer Gesellschaft ist zwingend verbunden mit der gesamtwirtschaftlichen Lage und der Absatzentwicklung unserer Kunden. Wir pflegen ein langjähriges Vertrauensverhältnis zu namhaften Kunden. Der Wegfall einzelner Großkunden bzw. verzögerte Auftragsvergaben können ein Risiko darstellen, welches wir durch den Ausbau unseres Vertriebs und der Gewinnung neuer Kunden aus unterschiedlichen Branchen abschwächen wollen. Wir bearbeiten im Sondermaschinenbau ein Nischensegment und sind deshalb dem Wettbewerb weniger stark ausgesetzt. Die branchentypischen Auslastungsschwankungen bekommen wir durch auftragsbedingte längere Durchlaufzeiten kaum zu spüren. China stellt jedoch den deutschen Maschinen- und Anlagenbau vor eine immer größer werdende Herausforderung. Die Volksrepublik hat in den vergangenen Jahren bei der Qualität ihrer eigenen Maschinenbauprodukte aufgeholt, ist in vielen Sektoren wettbewerbsfähig geworden und auf den Exportmärkten zunehmend aktiv. Auch die technologische Aufholjagd in China geht weiter und die Lücken zu den westlichen Industriestaaten schließen sich zusehends. (Quelle: https://www.vdma.org/maschinenbau-zahl-bild) 4.4 Personalrisiko Der Sondermaschinenbau lebt sehr stark von der Qualifikation, Ausbildung und Erfahrung der Mitarbeiter. Da qualifiziertes Personal meist nicht kurzfristig ersetzt werden kann, stellt der Abgang von Mitarbeitern ein Risiko dar. Wir reduzieren dieses Risiko durch verschiedene Anreizsysteme und interne Weiterbildungsmöglichkeiten. Wir sind stolz auf eine sehr niedrige Fluktuationsrate und sehen uns als fairer Arbeitgeber in einer attraktiven Region. 4.5 Finanzielle Risiken Durch vereinbarte Abschlagszahlungen und der laufenden Überwachung der Forderungsbestände sind wir keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Mit unseren langjährigen Kunden verbindet uns in der Regel ein enges Vertrauensverhältnis. Wir operieren in der Eurozone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann kein Währungsrisiko entstehen. Die Liquidität unserer Gesellschaft ist durch einen ausreichenden Bestand an liquiden Mitteln gesichert. Wir sind aufgrund des sehr geringen Anteils an verzinslichem Fremdkapital auch keinem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. 4.6 Risiken der Informationstechnologie Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit wurden im Unternehmen moderne Informationstechnologien eingesetzt und entsprechende angemessene Vorkehrungen getroffen. Trotz aller Vorkehrungen können Störungen in der Informationstechnologie und dadurch negative Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse nie vollständig ausgeschlossen werden. 4.7 Sonstige Risiken Unser Versicherungskonzept sichert die Deckung von wesentlichen Großschäden ab. Zur Schadensvorsorge sind umfangreiche Maßnahmen getroffen (z. B. Feuer-, Haftpflicht-, Gebäude-, Elektronik-, Einbruchdiebstahl- bzw. Betriebsunterbrechungsversicherung). Für eventuell auftretende Aufwendungen wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Sonstige rechtliche Verfahren, aus denen sich negative Auswirkungen auf die Ertrags- und Vermögenslage ergeben können, sind nicht anhängig. Sonstige Risiken, die die Entwicklung nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 4.8 Gesamtaussage Das Gesamtbild der Risikolage, welches sich aus der Zusammenfassung der beschriebenen Risiken anhand von Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt, führt zu unserer Einschätzung, dass einzelne Risiken keinen bestandsgefährdenden Charakter haben bzw. die Zahlungsfähigkeit oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gefährden. Wir sind durch die Erfahrungen in der Vergangenheit und entsprechende eigene Vorsorgemaßnahmen und Risikotransfer auch künftig davon überzeugt, die sich aus den oben genannten Risiken ergebenden Herausforderungen zu meistern. 5. Chancenbericht Maßgebliches Ziel des Unternehmens bleibt nachhaltiges und profitables Wachstum, wobei ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken angestrebt wird. Wir erwarten für die kommenden Jahre eine wachsende Nachfrage nach Automatisierungsanlagen. Darüber hinaus bieten die Trends/Megatrends Digitalisierung, Urbanisierung, Klimawandel und Globalisierung langfristige Chancen, da SOMAtic die erforderliche Entwicklungs- und Produktexpertise für Lösungen entsprechender Fragestellungen besitzt. Die immer weiter fortschreitende Automatisierung, welche durch Prozesssicherheit und Kosteneinsparung getrieben wird, stellt dabei eine Kernherausforderung dar und bietet uns als Unternehmen die Möglichkeit, neue Absatzpotenziale zu erschließen und an der Automatisierung von Produktionsanlagen gestaltend mitzuwirken. Die guten Produktions- und Vertriebsnetzwerke der SOMAtic sichern langfristig das Wachstum des Unternehmens. Die hohe Innovationskraft sowie das breite Produktportfolio sind der Schlüssel für einen Markterfolg. Chancen sehen wir auch in einer besseren Nutzung interner Potenziale. Dort wird eine Steigerung der Effizienz angestrebt, insbesondere durch stetige Verbesserung der eingesetzten Systeme sowie durch Optimierungen in den Prozessabläufen. 6. PROGNOSEBERICHT Zwangsläufig hängt die Entwicklung unserer Gesellschaft auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab. Die Weltwirtschaft befindet sich in einer Schwächephase, denn die Inflation und höhere Zinsen beschränken die wirtschaftlichen Aktivitäten. Hinzu kommt die Unsicherheit durch geopolitische Unruhen und Spannungen. Die Aussichten für die weltwirtschaftliche Entwicklung bleiben 2024 daher gedämpft. Für das Jahr 2024 wird ein Anstieg des globalen BIP von 104,8 Billionen US-Dollar auf rund 109,5 Billionen US-Dollar erwartet. Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 angenommen wurde. Mit Blick auf das kommende Jahr rechnet der VDMA bei einem sinkenden Auftragsbestand insgesamt mit einem Produktionsrückgang von minus 4 %. Demgegenüber prognostiziert die Robotik- und Automationsbranche in Deutschland für 2024 einen Anstieg des Umsatzes um 4 %. Laut aktuellen Zahlen des VDMA-Fachverbandes Robotik + Automation steigt der Branchenumsatz somit auf 16,8 Mrd. Euro und erreicht damit einen neuen Rekordwert. Frank Konrad, Vorsitzender des VDMA-Fachverbandes Robotik + Automation (VDMA R+A), kommentiert: "Die positive Prognose für 2024 zeigt, dass die Robotik und Automation weiter auf Wachstumskurs bleibt - trotz eines Umfeldes, das von erheblichen Unsicherheiten geprägt ist. Unsere Branche spielt eine entscheidende Rolle als Schlüsseltechnologie, um vielfältige Herausforderungen wie den demografischen Wandel, die Transformation zur Klimaneutralität wie auch die Stärkung von Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit zu bewältigen. Wir sind optimistisch, dass die Innovationskraft unserer Mitgliedsunternehmen dazu beitragen wird, diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern." Wenn die Verfügbarkeit von Komponenten in 2024 stabil und die Preise für die Einsatzfaktoren konstant bleiben, bietet das die Chance für uns, unsere Durchlaufzeiten trotz steigender Anlagengrößen zu verkürzen. Sinkende Einkaufspreise führen zu höheren Deckungsbeiträgen. Derzeit entwickeln sich die Auftragsanfragen und -eingänge 2024 positiv, nicht zuletzt aufgrund Ausbaus unseres Vertriebs. Unser vorläufiger Umsatz 2024 liegt unter dem Niveau des Vorjahres. Wir erwarten für das Jahr 2024 bei sinkenden Materialkosten ein deutlich besseres Ergebnis als im Geschäftsjahr 2023.
Harth-Pöllnitz, den 24. Juli 2024 Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere des Maschinen- und Anlagenbaus zugrunde, die wir auf Basis uns vorliegender und als realistisch empfundener Informationen getroffen haben. Aufgrund dieser, mit Risiken behafteten Einschätzungen, kann die tatsächliche Entwicklung von den Planungen abweichen. Sollte es daher zu unerwarteten Veränderungen kommen, kann das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie der Satzung zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind größtenteils im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. 2. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu 800,00 Euro werden im Zugangsjahr aufgrund untergeordneter Bedeutung in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften voll abgeschrieben. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch die angemessenen Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und mit dem Nennwert angesetzt. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen (insbesondere steuerlichen Verlustvorträgen) gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum notwendigen Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Von dem Bilanzierungswahlrecht der offenen Absetzung der erhaltenen Anzahlungen von dem Posten Vorräte wurde kein Gebrauch gemacht. 3.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. 4. Angaben zur Bilanz 4.1 Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel erläutert. In den Finanzanlagen sind Wertpapiere des Anlagevermögens erfasst, die aufgrund einer dauerhaften Wertminderung im Vorjahr mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen wurden. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes am Abschlussstichtag mit Hilfe der Börsenkurse ergab im Geschäftsjahr eine Zuschreibung von 26,8 TEuro. Es handelt sich um zwei Anleihen, die bei Fälligkeit zu 100 % des Nennkapitals und insoweit auch in Höhe der Anschaffungskosten von 500 Tsd. Euro zurückgezahlt werden. 4.2 Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 4.3 Aktive latente Steuern Die nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrten aktiven latenten Steuern in Höhe von 144,0 Tsd. Euro (Vorjahr 38,9 Tsd. Euro) betreffen steuerliche Verlustvorträge, soweit sie sich innerhalb der nächsten fünf Jahre auswirken werden. Der Bewertung der aktiven latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 28,8 % zugrunde gelegt. 4.4 Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) der Gesellschaft beträgt 100,0 Tsd. Euro und entspricht der Handelsregistereintragung. 4.5 Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind keine größeren Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. 4.6 Angabe zu Restlaufzeitvermerken Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten 26,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 21,4 Tsd. Euro) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Es bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten 93,2 Tsd. Euro (Vorjahr 32,7 Tsd. Euro) Verbindlichkeiten aus Steuern sowie 3,0 Tsd. Euro (Vorjahr 0,3 Tsd. Euro) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. 5. Sonstige Angaben 5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer mer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
5.2 Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Christian Meyer, ausgeübter Beruf: Diplom-Betriebswirt Uwe Dietrich, ausgeübter Beruf: Diplom-Ingenieur Konrad Meyer, ausgeübter Beruf: Diplom-Ingenieur (ausgeschieden 9. November 2023) 5.3 Organbezüge In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet. 5.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
5.5 Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: das Jahresergebnis in Höhe von -832.424,38 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen. 6. Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, sind nicht eingetreten. 7. Unterschrift der Geschäftsführung
Harth-Pöllnitz, den 24. Juli 2024 Herr Christian Meyer, Geschäftsführer Herr Uwe Dietrich, Geschäftsführer Herr Christian Staps, Geschäftsführer sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SOMAtic GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SOMAtic GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SOMAtic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hof, den 23. August 2024 abts
GmbH
Diplom-Betriebswirt (FH) Bernd Herpich, Wirtschaftsprüfer |
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