Breyden Lollar GmbH
Justus-Kilian-Straße 1, 35457 Lollar, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Fournell seit 24.7.2025 | Geschäftsführer |
Sebastian Dr. Simon seit 24.7.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Robert Bosch Lollar Guss GmbHLollarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 23.06.2015 bis zum 31.03.2016LageberichtA. Grundlagen1. Geschäftsmodell Die Robert Bosch Lollar Guss GmbH (im Folgenden auch kurz "Gesellschaft" genannt) wurde am 8.6.2015 gegründet und beim Amtsgericht Gießen unter der Nr. 8510 am 23.6.2015 ins Handelsregister eingetragen. Sie ist Teil des Robert Bosch GmbH-Konzerns. Die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wurde am 1.1.2016 aufgenommen. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt Gusserzeugnisse. Sie befand sich bis zum Abschluss des Geschäftsjahres im 100 %igen Eigentum der Bosch Thermotechnik GmbH, die ihre Gießereiaktivitäten auf die neugegründete Gesellschaft übertragen hat. Die Robert Bosch Lollar Guss GmbH fertigt ausschließlich am Standort Lollar in der Herstellung anspruchsvolle Gussteile für Einsatzzwecke in der Industrie- und Motorenhydraulik, dem allgemeinen Maschinenbau, dem Automobilbereich, dem Pumpen- und Armaturenbau, der Entwässerungs-, Bahn- sowie der Heizungstechnik. Mit Datum vom 22.12.2015 wurde zwischen der Gesellschaft und der Bosch Thermotechnik GmbH ein Vertrag (Asset Purchase Agreement) zur Übernahme des Betriebs der Gießerei am Standort Lollar geschlossen. Die Gesellschaft übernahm mit Wirkung zum 01.01.2016 durch diesen Vertrag das Anlagevermögen, die Bestände sowie die Rückstellungen, die mit der Gießerei zusammenhängen, trat in die bestehenden Lieferverpflichtungen und Verträge ein und übernahm die Mitarbeiter der Gießerei. In diesem Zusammenhang gingen die Sandaufbereitung, die Kernmacherei, die Formanlagen und Modelle, sowie die Gussbearbeitungsbetriebe auf die neu gegründete Gesellschaft über. Die Produktion erfolgt in den von der Bosch Thermotechnik GmbH angemieteten Produktionshallen. Neben den Produktionsbereichen verfügt die Gesellschaft über weitere eigene Funktionen wie Vertrieb, Logistik, kaufmännische Bereiche sowie Entwicklung und Qualitätssicherung. Darüber hinaus werden Dienstleistungen von Konzerngesellschaften und Dritten zugekauft. Die Gesellschaft verkauft als Auftragsfertiger ihre Produkte sowohl an Konzerngesellschaften als auch an externe Kunden. Das Kerngeschäft betrifft bislang die Herstellung von Kesselguss und sonstigen Kundenguss. Die Gesellschaft befindet sich jedoch auch in Vorbereitungsmaßnahmen für den Beginn einer Produktion von Bremsscheiben. Die Gesellschaft hat am 25.11.2015 mit der Robert Bosch GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Das erste Geschäftsjahr (Rumpfwirtschaftsjahr) der Gesellschaft läuft vom 23.6.2015 bis 31.3.2016. 2. Forschung und Entwicklung Die Robert Bosch Lollar Guss GmbH ist in den Forschungs- und Entwicklungsverbund des Robert Bosch Konzerns einbezogen. Schwerpunkte der Entwicklungstätigkeit liegen in der Verfahrensentwicklung zur optimalen Produktion der kundenspezifischen Gussteile. Fallweise werden vertraglich vereinbarte Dienstleistungen von Konzernunternehmen in Anspruch genommen. Die im Rahmen der Entwicklungstätigkeit anfallenden Aufwendungen werden nicht separat erhoben, sondern werden in den Personalaufwendungen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Darüber hinaus werden keine Forschungstätigkeiten im eigentlichen Sinne durchgeführt. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist gut in das Jahr 2016 gestartet. Im ersten Quartal 2016 lag das Bruttoinlandsprodukt preis- und saisonbereinigt um 0,7 Prozent über dem Vorquartal. Sowohl im Bereich der Industrie als auch im Baugewerbe wurde die Erzeugung deutlich ausgeweitet. Auch die Auftragssituation zu Jahresbeginn war gut. Dies hat sich auch positiv auf die Erwerbstätigkeit ausgewirkt. Allerdings wird die weitere Entwicklung durch weltwirtschaftliche Risiken und die Entwicklung an den Finanzmärkten belastet. Von der binnenwirtschaftlichen Nachfrage kommen aber nach wie vor positive Impulse; dazu tragen der niedrige Ölpreis, das niedrige Zinsniveau und die Entwicklung des Eurokurses bei. Insgesamt wird für die nächsten Monate eine weiter zunehmende Wirtschaftsleistung erwartet. Der Auftragseingang und die Produktion in der deutschen Gießerei-Industrie lagen im Gegensatz zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den ersten Monaten 2016 unter dem Vorjahresniveau, obwohl die Auftragseingänge der Automobil- und Maschinenbauindustrie als wichtige Abnehmer von Gießereiprodukten gestiegen sind. Auch der für die Gesellschaft wichtige Bereich Kesselguss blieb bezüglich Auftragseingang und Produktion hinter dem Vorjahr zurück. Die Geschäftslage wird von den Mitgliedsfirmen der deutschen Gießerei-Industrie auch für die weiteren Monate eher kritisch gesehen. Die Gießereibranche segmentiert sich nach folgenden Produktgruppen: Bahntechnik, Pumpen- und Armaturenbau, Motoren- und Getriebebau, Industrie- und Motorenhydraulik und allgemeiner Maschinenbau. Die Robert Bosch Lollar Guss GmbH steht im Wesentlichen mit ca. 15 deutschen Gießereiunternehmen im Wettbewerb. Weitere Mitbewerber produzieren aber auch im Ausland, z.B. in Polen und in der Türkei. 2. Rohstoff- und Beschaffungsmärkte Aufgrund ihrer Bedeutung für die Produktion besitzen die Preisentwicklungen von Kupolschrott, Roheisen, Koks und Strom hohe Relevanz für die Ergebnissituation der Gesellschaft. In 2016 sind die Preise von einer Seitwärtsbewegung auf niedrigem Preisniveau geprägt. Die Zunahme von monatlichen Volatilitäten in beide Preisrichtungen ab Mitte des Jahres machen eine enge Verfolgung und das gezielte Abschließen von Kontrakten notwendig. Die durchschnittlichen Zugangspreise für Kupolschrott sind im ersten Quartal 2016 im Vergleich zu 2015 deutlich zurück gegangen, während die Preise für Roheisen mehr oder weniger unverändert geblieben sind. Ein leichter Preisrückgang ist bei dem ebenfalls wichtigen Einsatzmaterial Gießereikoks zu verzeichnen gewesen. 3. Steuerungsrelevante Leistungsindikatoren Die Robert Bosch Lollar Guss GmbH ist eingebunden in das betriebswirtschaftliche Steuerungssystem der Bosch Gruppe. Die Steuerungssystematik verbindet die Wertschaffung mit der Wertsicherung. Wesentliche Steuerungsgrößen für die Wertschaffung sind Umsatzwachstum und Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT). Die Wertsicherung wird über eine konsequente Verfolgung der Kostenentwicklung sowie ein Liquiditätsmanagement auf Konzernebene erreicht. 4. Geschäftsverlauf Da die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erst zum 1.1.2016 aufgenommen wurde, beziehen sich die Unternehmenskennzahlen auf den Zeitraum vom 1.1.2016 bis 31.3.2016. Vorjahresvergleiche liegen folglich nicht vor. Geschäftsbereiche: Das Geschäft der Gesellschaft lässt sich in die folgenden Bereiche untergliedern:
Umsatzentwicklung: Umsatzerlöse wurden im Berichtsjahr zu 63% mit Unternehmen im Robert Bosch Konzern, und zu 37 % mit Dritten gemacht. Der Kernmarkt der Gesellschaft ist Deutschland. Nahezu 95 % des Umsatzes werden innerhalb von Deutschland erwirtschaftet. Bezogen auf Produktbereiche betraf der größte Teil des Umsatzes Heiztechnikerzeugnisse, gefolgt von Teilen für den Pumpen- und Armaturenbau und die Automobilindustrie. Mit den im Berichtszeitraum erzielten Umsatzerlösen wurden die geplanten Umsatzerlöse übertroffen, was im Wesentlichen auf gestiegene Kesselgussumsätze mit Konzerngesellschaften zurückzuführen ist. Beschaffung: Alle für die Produktion relevanten Rohstoffe waren auf den Beschaffungsmärkten in ausreichender Menge und erforderlicher Qualität verfügbar. Die Einkaufspreise waren durch eine stagnierende Tendenz auf einem im langjährigen Betrachtungszeitraum unter dem Durchschnitt liegenden Niveau gekennzeichnet. Produktion: Am 4.1.2016 hat die Gesellschaft planmäßig die Produktion von Gießereiprodukten auf eigenen Anlagen in angemieteten Produktionshallen aufgenommen. Saison- und feiertagsbedingt wurden im März 2016 zur Anpassung an die Auftragslage einige Schließtage eingelegt. Mit den bestehenden Maschinen ist die Gesellschaft in der Lage, eine Kapazität von rund 60.000 Tonnen pro Jahr zu bedienen. Investitionen: Die Zugänge an Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen beliefen sich im betrachteten Zeitraum auf 6,1 Mio. EUR und betrafen im Wesentlichen den bereits erwähnten Kauf des Anlagevermögens der Gießerei der Bosch Thermotechnik GmbH. Wesentliche übernommene Anlagegüter betrafen die Sandaufbereitung, die Formanlagen, die Kernmacherei, Gussbearbeitungsmaschinen sowie Modelle. Auf die weitere Investitionsentwicklung wird im Rahmen des Prognoseberichts näher eingegangen. Personal: Mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit zum 1. Januar 2016 erfolgt auch der Übergang von 237 Mitarbeitern der Bosch Thermotechnik GmbH auf die Gesellschaft. Der überwiegende Teil (164 Mitarbeiter) ist im Bereich der Produktion tätig. Zum Bilanzstichtag 31.3.2016 beschäftigte die Gesellschaft 240 Mitarbeiter. Die Mitarbeiter der Gesellschaft, mit Ausnahme von 6 Mitarbeitern, sind tariflich beschäftigt. Es gilt der Manteltarifvertrag der Metall und Elektro Industrie für das Land Hessen vom 01. Januar 2006. Zusätzlich wurde am 18.03.2015 ein Haustarifvertrag mit der IG Metall abgeschlossen, in dem Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung beschlossen wurden. Auf Grund dieser Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung am Standort Lollar wurden mit der Arbeitgeberseite im vergangenen Jahr diverse Anpassungen vereinbart. Die aktuelle Entgelt-Tariftabelle, gültig ab 01.04.2015, wird mit 12 monatiger Verschiebung an die tariflich angestellten Mitarbeiter weitergegeben. Die ab dem 01.07.2016 beschlossene Tariferhöhung in Höhe von 2,8 % wird um sechs Monate verschoben. 5. Vermögens-, Finanz und Ertragslage a. Ertragslage Als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit weist die Gesellschaft im Berichtszeitraum vom 23.6.2015 bis 31.3.2016 einen Verlust in Höhe von EUR 2.342.251,73 aus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass diesem Ergebnis nur ein operativer Geschäftsbetrieb im saisonbedingt eher schwachen Zeitraum vom 1.1.2016 bis zum 31.3.2016 zu Grunde liegt. Das erste Quartal 2016 war durch die saisonübliche unterdurchschnittliche Auslastung und damit verbundene Freischichten für Mitarbeiter gekennzeichnet. In diesem Umfeld wurde ein Rohergebnis von EUR 3.993.726,02 erzielt. Der Personalaufwand in Höhe von EUR 3.586.640,37 beinhaltet sowohl die Aufwendungen für die laufenden Personalkosten als auch Zuführungen zu den personalbezogenen Rückstellungen. Von den Tariferhöhungen der Metall und Elektro Industrie war die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht betroffen. Die Tariferhöhung von 2,2 % wird erst ab dem 01.04.2016 gelten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 2.489.724,16 beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Vertrieb, Abfallbeseitigung, Instandhaltung und Dienstleistungen von Konzerngesellschaften. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) beträgt EUR -2.303.472,38. Unsere Prognose wurde erreicht. Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt EUR -2.342.251,73 und wird auf Grund des mit der Robert Bosch GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags von dieser erstattet. b. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 31.3.2016 EUR 19.542.078,19. Wesentliche Positionen auf der Aktivseite sind das Anlagevermögen in Höhe von EUR 5.905.031,00, das Vorratsvermögen in Höhe von EUR 4.154.225,43 sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 7.570.073,42. Die Robert Bosch Lollar Guss GmbH hat das Anlagevermögen sowie das Vorratsvermögen der Gießerei zum 1.1.2016 von der seinerzeitigen Muttergesellschaft Bosch Thermotechnik GmbH übernommen. Im Vergleich zu den zum 1. Januar 2016 übernommenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von EUR 5.976.289,07 hat sich das Anlagevermögen der Gesellschaft zum Bilanzstichtag um EUR 44.047,68 vermindert. Hierbei überstieg die planmäßige Abschreibung von EUR 220.833,87 die bis zum Stichtag durchgeführten Investitionen von EUR 176.786,59. Das Vorratsvermögen beinhaltet mit EUR 1.731.934,83 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und mit EUR 1.754.418,54 unfertige Erzeugnisse, welche als sog. Vorprodukte in die weitere Produktion eingehen. Die im Bestand befindlichen fertigen Erzeugnisse und Waren betragen EUR 667.872,06 und wurden im Wesentlichen auf Basis von vorliegenden Bestellungen produziert. Die per 31.3.2016 ausgewiesenen Forderungen resultieren im Wesentlichen aus dem Geschäftsbetrieb der Gesellschaft im Zeitraum des ersten Quartals 2016 sowie aus Forderungen gegenüber der Robert Bosch GmbH aus der Übernahme des Jahresfehlbetrages im Rahmen des am 25.11.2015 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,00. Die Rückstellungen setzen sich aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von EUR 3.121.519,00 und sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 4.254.305,06 zusammen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung betragen EUR 589.157,78. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 11.552.096,35 und resultieren im Wesentlichen aus dem Saldo des Kaufpreises des übernommenen Anlage- und Umlaufvermögens sowie der Passiva. c. Finanzlage Die Gesellschaft ist in das Clearing-System der Robert Bosch GmbH integriert. Die Deckung des Finanzbedarfes erfolgt somit konzernintern und spiegelt sich in der Bilanzposition Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Bankguthaben in Höhe von EUR 1.912.748,34. d. Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr entwickelte sich der Geschäftsverlauf der Gesellschaft entsprechend unserer Erwartungen. C. NachtragsberichtNach Abschluss der Berichtsperiode ist die Beteiligung an der Gesellschaft mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 16.3.2016 zum 1.4.2016 an die Robert Bosch GmbH verkauft worden. Gleichzeitig ist der bisherige Geschäftsführer Herr Thomas Spinner zum 31.3.2016 aus der Gesellschaft ausgeschieden und Frau Ute Abel zum 1.4.2016 als kaufmännische Geschäftsführerin in die Gesellschaft eingetreten. Weitere wesentliche Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Berichtsjahres haben sich nicht ergeben. D. Risiko- und Chancenbericht1. Risikomanagement Die Gesellschaft ist in das Robert Bosch Konzernrisikomanagementsystem eingebunden. Wesentliche Elemente sind die frühzeitige Erkennung von strategischen Risiken auf der Beschaffung-, Produktions- und Absatzseite sowie die Einleitung von kurz- und mittelfristigen Maßnahmen zur Risikominimierung. Im Rahmen des operativen Controllings wird monatlich auf Grundlage eines umfassenden Berichtswesens ein Überblick über alle wirtschaftlich relevanten Vorgänge erstellt. 2. Einzelrisiken Nach Wichtigkeit geordnet sind folgende Risiken zu nennen, wobei das wichtigste Risiko zuerst genannt wird: Für die Gesellschaft existiert das Risiko eines unter den Planungen liegenden Volumenwachstums im Kundengussgeschäft. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch eine intensive Marktbearbeitung und die Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf das PKW-Bremsscheibengeschäft. Durch Ausgründung der Gesellschaft werden die Anforderungen der Zugehörigkeit zur Gruppe der anspruchsberechtigten Unternehmen für die besondere Ausgleichsregelung für stromintensive Unternehmen und Schienenbahnen gemäß §§ 63ff Erneuerbare-Energien-Gesetz 2014 voraussichtlich ab 2017 erfüllt. Diese Anforderungen könnten in den Folgejahren vom Gesetzgeber verschärft werden und würden dann zum Entfall der erwarteten Erstattung führen. Allerdings wären auch Wettbewerber von einer Verschärfung der Kriterien potentiell betroffen. Im Bereich der Beschaffung ist die Gesellschaft abhängig von der Entwicklung der Einkaufspreise von Kupolschrott, Roheisen, Koks und Energie. Es besteht das Risiko, dass eventuelle Preiserhöhungen auf Beschaffungsseite nicht vollständig an Drittkunden weitergegeben werden können Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen Ausfallrisiken. Diesen begegnet die Gesellschaft durch ein engmaschiges Mahn- und Debitorenmanagement und Bonitätsprüfungen bei Neukunden. Als produzierendes Unternehmen unterliegt die Gesellschaft einem Qualitätsrisiko seiner Produkte. Die Gesellschaft führt laufend Qualitätskontrollen durch, um möglichen Qualitätsproblemen bereits frühzeitig zu begegnen. Aus der Rechtsunsicherheit in Bezug auf die Existenz einer Abführungssperre in Auslegung des § 253 Abs. 5 Satz 2 HGB resultieren ggf. gesellschaftsrechtliche Risiken. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. 3. Chancen Sortiert nach Wichtigkeit sehen wir folgende Chancen (beginnend mit der größten Chance): Die Ausweitung der Produktion auf die Herstellung von PKW-Bremsscheiben erweitert Marktchancen und Absatzportfolio des Unternehmens und stellt eine wesentliche Chance dar. Auch eine schwächere Entwicklung im Bereich Kundenguss könnte durch eine zusätzliche Produktionsmenge im PKW-Bremsscheibengeschäft ganz oder teilweise kompensiert werden. Darüber hinaus könnte das in den bisherigen Planungen noch nicht enthaltene Bremsscheibengeschäft für Nutzkraftfahrzeuge erschlossen werden. Hier besteht bei zusätzlichen Synergieeffekten in Verbindung mit dem Bremsscheibengeschäft für Personenkraftfahrzeuge ein zusätzliches Absatzpotential von rund 3.000 Tonnen pro Jahr. Zusätzliche Chancen ergeben sich aus den bis 2018 geplanten Investitionen in das Kundengussgeschäft. Die Erfüllung der Anforderungen zur Klassifizierung als stromintensives Unternehmen und die entsprechende Stromkostenminderung stellt darüber hinaus eine wesentliche Chance für das Unternehmen dar. E. Prognosebericht1. Künftige Entwicklung der Rahmenbedingungen In Europa wird für die Europäische Union für 2016 von einem Wachstum von 1,6 % ausgegangen. Insbesondere in den exportstarken Ländern belastet die schwache Dynamik der Weltwirtschaft. So dürfte das Wachstum in Deutschland mit 1,5 % niedriger ausfallen als 2015. Für die wirtschaftliche Entwicklung in 2016 gehen erhebliche Risiken von der weiterhin schwelenden Eurokrise, den zunehmenden geopolitischen Spannungen und den strukturellen Defiziten in den Schwellländern aus, vor allem in den Ländern mit starker Rohstoffabhängigkeit. Diesen Risiken stehen allerdings positive Effekte durch den niedrigen Ölpreis gegenüber, die die Konjunktur insbesondere in den Industrieländern stabilisieren. In der deutschen Gießereiindustrie wird im Gegensatz zur gesamtwirtschaftlichen Prognose für das Gesamtjahr 2016 nur eine mehr oder weniger stagnierende Geschäftsentwicklung erwartet. 2. Unternehmensentwicklung mit Prognoseannahmen Die Gesellschaft plant für die nächsten Jahre eine deutliche Ausweitung des Geschäftsvolumens. Dazu ist geplant, im Zeitraum 2016 bis 2018 Investitionen in Höhe von rund 42 Mio. EUR zu tätigen; davon rd. 11,3 Mio. EUR zum Ausbau des Kundengussgeschäfts und 30,7 Mio. EUR zum Aufbau von Kapazitäten im Bremsscheibengeschäft. Die Schwerpunkte der Investitionen liegen in einer für die OEM-Bremsscheibenfertigung optimierten Formanlage, in den peripheren Bereichen Sandaufbereitung und Schmelzbetrieb sowie in der Optimierung der Kernmacherei und der Automatisierung des Materialflusses durch eine Hängebahnstrahlanlage. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, die bis 2018 geplante Verdreifachung des Umsatzes zu realisieren. Hinsichtlich der EBIT-Entwicklung wird damit das Erreichen der Zielmarge angestrebt. Im Rahmen dieser Prognose erwarten wir für das folgende Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum im 12 Monats-Vergleichszeitraum von 15 - 20 % und eine weitere Verbesserung des EBIT's.
Lollar, den 1. August 2016 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. März 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 23. Juni 2015 bis 31. März 2016
Anhang zum Jahresabschluss per 31.03.2016Allgemeine AngabenDie Gesellschaft wurde am 08. Juni 2015 durch die Muttergesellschaft Bosch Thermotechnik GmbH, Wetzlar gegründet und unter der Nummer HRB 8510 am 23.06.2015 im Handelsregister der Stadt Gießen eingetragen. Als Geschäftsführer der Gesellschaft wurden Herr Andreas Chiari und Herr Thomas Spinner bestellt. Herr Thomas Spinner hat mit Wirkung zum 31.03.2016 sein Amt als Geschäftsführer der Gesellschaft niedergelegt. Frau Ute Abel wird, durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29.02.2016, mit Wirkung ab dem 01.04.2016 zur neuen Geschäftsführerin bestellt. Geschäftsjahr ist gemäß Gesellschaftervertag der Zeitraum vom 01.04. bis zum 31.03. eines Jahres. Zum ersten Abschlussstichtag weist die Gesellschaft die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Vorgänge von wesentlicher BedeutungMit Datum vom 25.11.2015 wurde zwischen der Robert Bosch Lollar Guss GmbH und der Robert Bosch GmbH ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Ihm hat die Gesellschafterversammlung vom 08.12.2015 zugestimmt. Mit Datum vom 22.12.2015 wurde zwischen der Gesellschaft und der Bosch Thermotechnik GmbH ein Vertrag (Asset Purchase Agreement) zur Übernahme des Betriebs der Gießerei am Standort Lollar geschlossen. Die Gesellschaft übernimmt mit Wirkung zum 01.01.2016 durch diesen Vertrag alle Vermögensgegenstände und Schulden, die mit der Gießerei zusammenhängen, tritt in die bestehenden Lieferverpflichtungen und Verträge ein und übernimmt die Mitarbeiter der Gießerei. Mit Wirkung zum 01. Januar 2016 wurde mit der Bosch Thermotechnik GmbH ein Mietvertrag über die Grundstücke und Gebäude, die mit dem Betrieb der Gießerei am Standort Lollar zusammenhängen, geschlossen. Am 18.03.2016 wurde mit der Muttergesellschaft Bosch Thermotechnik GmbH ein Dienstleistungsvertrag abgeschlossen. Die Bosch Thermotechnik führt für die Gesellschaft danach, unter anderem, die Lohn- und Gehaltsabrechnung, den Einkauf, die Buchhaltung und die Logistik aus und stellt die Zentralen Dienste am Standort Lollar (Werksschutz, Werksfeuerwehr, Werksärztlicher Dienst usw.) zur Verfügung. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Anlagegegenstände wurden planmäßig linear abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungspreis zwischen 150 EUR und 1.000 EUR wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen und wird pauschal über 5 Jahre abgeschrieben. Sachanlagen mit Anschaffungskosten bis 150 EUR werden bei Zugang sofort abgeschrieben. Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzliche außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Basis für die Bewertung der Vorräte sind bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren die Anschaffungskosten, bei Fertigen und Unfertigen Erzeugnissen die Herstellungskosten inklusive der aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Bestehende Kreditversicherungen werden bei der Beurteilung berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Forderungen in fremder Währung bestanden nicht. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Sie wurden gemäß dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) festgesetzten Wert von 4,24 % zum Abschlussstichtag abgezinst. Künftig zu erwartende Gehaltssteigerungen (3 % p.a.) sowie die Mitarbeiterfluktuation (2 % p.a.) werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme anhand des erforderlichen Erfüllungsbetrags gebildet und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der deutschen Bundesbank veröffentlichen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,0 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeit-vereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung bestanden nicht. Latente Steuern waren aufgrund der Eingliederung der Gesellschaft als Organgesellschaft in eine ertragsteuerliche Organschaft nicht zu berücksichtigen. Erläuterungen zur BilanzImmaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 2.736.188,07 Euro aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr, in Höhe von 2.342.251,73 Euro aus Verlustübernahme. Davon bestehen 2.521.317,77 Euro gegenüber der Gesellschafterin, die aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren. Die Forderung aus Verlustübernahme besteht gegenüber der Robert Bosch GmbH, Stuttgart. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital in Höhe von 25.000 Euro ist voll eingezahlt. Der Bilanzverlust des Geschäftsjahres in Höhe von 2.342.251,73 Euro wird aufgrund des Ergebnisübernahmevertrags mit der Robert Bosch GmbH von dieser übernommen. Durch die Umstellung des Zeitraums für die Durchschnittsbildung des Rechnungszinses für Altersvorsorgerückstellungen von 7 auf 10 Jahre unterläge ein Betrag in Höhe von 59.644 Euro einer Ausschüttungssperre. Eine Abführungssperre gleicher Höhe gilt nach dem Wortlaut des Gesetzes jedoch nicht. Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind die folgenden Positionen enthalten:
Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Ansonsten sind die Verbindlichkeiten nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 1.375.629,22 aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und in Höhe von 10.176.467,13 aus Cashpooling. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin in Höhe von 1.352.682,35 Euro. Diese resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 436.810,18 Euro. Personalaufwand Vom Zeitpunkt der Gründung bis zum 31.12.2015 beschäftigte die Gesellschaft keine Mitarbeiter. Zum 01.01.2016 wurden insgesamt 237 Mitarbeiter von der Muttergesellschaft Bosch Thermotechnik GmbH übernommen. Zum Abschlussstichtag beschäftigt die Gesellschaft insgesamt 240 Mitarbeiter, davon 168 direkt der Produktion zugeordnet. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagervermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine periodenfremden Aufwendungen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenAus dem Dienstleistungsvertrag und dem Mietvertrag mit der Bosch Thermotechnik ergeben sich bis zum 31.12.2016 Verpflichtungen in Höhe von rund 2.333.000 Euro. Aus Leasingverträgen sind innerhalb eines Jahres Verpflichtungen in Höhe von rund 259.000 Euro fällig, in einem Zeitraum von 2 bis 5 Jahren rund 534.000 Euro. Von diesen Verpflichtungen bestehen rund 25.000 Euro (innerhalb eines Jahres fällig) beziehungsweise rund 29.000 Euro (in einem Zeitraum von 2 bis 5 Jahren fällig) gegenüber der Robert Bosch GmbH. Außerbilanzielle Geschäfte Das Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen beträgt zum Abschlusszeitpunkt rund 74.800 Euro. Sonstige Angaben Für Ihre Tätigkeit erhielten die Geschäftsführer von der Gesellschaft keine gesonderte Vergütung. Das mit dem Abschlussprüfer vereinbarte Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses beträgt 32.000 Euro. Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen wurden durch den Abschlussprüfer nicht erbracht. Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der Bosch Thermotechnik GmbH. Die Gesellschaft wird per 31. Dezember 2016 als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Robert Bosch GmbH, Stuttgart, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis erstellt. Der Konzernabschluss der Robert Bosch GmbH wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Geschäftsführung
Lollar, den 1. August 2016 Ute Abel Andreas Chiari Anlagenspiegel
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Robert Bosch Lollar Guss GmbH, Lollar, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 23. Juni 2015 bis 31. März 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 1. August 2016 PricewaterhouseCoopers
Jens-Peter Otto, Wirtschaftsprüfer ppa. Dominik Höhler, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.03.2016 wurde am 15.09.2016 festgestellt. |
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