Stammdaten

Register
Amtsgericht Marburg HRB 3509
Eingetragen
9.7.1992
Branche
Herstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen MetallenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von dekorativen und funktionalen Beschlagsystemen aller Art sowie von Sondermaschinen, ferner der Handel mit allen branchenüblichen Artikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Hoppe
seit 28.3.2025
Vorstandsmitglied
Thomas Kiefer
seit 31.7.2024
Prokura
Darius Gasiorek
seit 7.5.2018
Prokura
Klaus Gritzmann
seit 18.9.2002
Prokura
Rainer Schratz
seit 18.9.2002
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HOPPE Aktiengesellschaft

Stadtallendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

Die HOPPE Aktiengesellschaft, Stadtallendorf, ist - als 100 %ige Tochter der HOPPE Holding AG, Müstair/Schweiz - ein Unternehmen der metall- und kunststoffverarbeitenden Baubeschlag-Industrie, dessen Aktivitäten die Entwicklung, die Herstellung und die Vermarktung von dekorativen und funktionalen Beschlagsystemen für Türen und Fenster sowie der Handel mit allen branchenüblichen Artikeln und die Entwicklung und Herstellung von Sondermaschinen sind.

Generalziel des Unternehmens ist die gesteigerte Überlebensfähigkeit. Die zentrale Idee heißt "Wohnkultur im Detail" für breite Endgebraucher-Kreise. Ausgangspunkt aller Entscheidungen bei HOPPE ist daher der Kerngedanke der kundenorientierten Wertschöpfung: Wofür ist der Kunde bereit, Geld an HOPPE - statt an Konkurrenten! - zu zahlen? Welche Leistung hat für ihn (!) einen Wert, ist für ihn nützlich? HOPPE vermarktet seine Produkte direkt oder indirekt in Europa, den USA und in Asien. Abnehmer sind in erster Linie Unternehmen, die der Bauzulieferbranche zuzurechnen sind. Mit dem Ziel größtmöglicher Autarkie und Flexibilität in der Fertigung produziert die HOPPE-Gruppe fast alles selbst, so dass sich in ihren sieben Produktionsstätten eine große Fertigungstiefe mit entsprechend hoher direkter Wertschöpfung ergibt. Die Werke, die zur HOPPE AG, Stadtallendorf, gehören, befinden sich in Stadtallendorf, Bromskirchen und Crottendorf. Nicht nur markt-, sondern auch beschaffungsseitig bewegt sich HOPPE im internationalen Umfeld. Angesichts dieser Konstellation und unter Berücksichtigung der Marktstellung des Unternehmens unterliegt der Geschäftsverlauf von HOPPE in hohem Maß den Einflüssen der allgemeinen (welt)wirtschaftlichen Entwicklung.

Geleitet von einem "Denken in Generationen" und auf der Grundlage einer wertebasierten und sinn-orientierten Unternehmensführung lenken und prägen Wolf und Christoph Hoppe das Familienunternehmen in zweiter Generation. Die Weichen für den Fortbestand von HOPPE als Familien-Unternehmen wurden 2012 mit dem Eintritt von Christian Hoppe, dem ältesten Sohn von Wolf und Hedda Hoppe, in das Unternehmen gestellt, der als der erste Vertreter der dritten Generation in der Unternehmens-Leitung aktiv ist.

2 Rückblick 2023 (Wirtschaftsbericht)

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Mit einem Wachstum von 2,7 % entwickelte sich 2023 die Weltwirtschaft ähnlich dem - eher schwachen - Niveau des Vorjahres und zeichnete damit ein etwas besseres Bild als noch Ende 2022 erwartet worden war. Insbesondere die einsetzende Öffnung Chinas nach der Corona-Pandemie sowie umfangreiche fiskalische Anreize in den USA und in Europa stützten die Entwicklung. Dennoch bedingte eine Vielzahl unterschiedlicher Einflüsse eine insgesamt sehr fragile Lage. Zunächst sorgten weit über die jeweiligen Regionen hinauswirkende Konflikte wie der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, der Überfall der Hamas auf Israel und die Gefährdung der Handelsschifffahrt im Roten Meer durch die Huthi-Rebellen für geopolitische Spannungen, die bis heute die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen.

Außerdem bauten Unternehmen ihre als Folge der Corona-Pandemie teils hohen Sicherheitsbestände ab, da sich die Versorgungs- und Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten weitgehend aufgelöst hatten. Zusammen mit der zurückgegangenen Nachfrage nach Dienstleistungen zeigten sich negative Wirkungen auf den Welthandel und die Industrieproduktion. Schließlich bedingten die 2022 entstandenen hohen Inflationsraten weitreichende geldpolitische Reaktionen der Zentralbanken. Entsprechend erhöhte die Europäische Zentralbank von Juli 2022 bis September 2023 in über zehn Schritten den Leitzins von Null auf 4,5 %, während die US-Notenbank von März 2022 bis Juli 2023 den Leitzins sogar um insgesamt 525 Basispunkte steigerte. Beide Maßnahmen zeigten grundsätzlich eine positive, wenn auch noch nicht ausreichende Wirkung. So sank die Inflation in den Industrieländern auf 4,6 % (2022: +7,5 %). Dabei betrug der Preisanstieg im Euroraum noch 5,5 % (2022: +8,4 %) und in den USA 4,2 % (2022: +8,0 %). Auch in den Schwellenländern zeigte sich mit 4,1 % (2022: +6,8 %) eine rückläufige Inflationsrate, wobei allerdings in China bemerkenswerterweise kein nennenswerter Anstieg der Verbraucherpreise (2023: +0,4 %; 2022: +2,0 %) registriert wurde.

Die konjunkturelle Entwicklung war in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit einer Wachstumsrate von 1,5 % deutlich schwächer als im Vorjahr (+2,5 %), während das BIP der Schwellenländer - wenngleich in unterschiedlicher Ausprägung - 2023 insgesamt um 5,0 % stärker stieg als 2022 (+3,2 %). Die chinesische Volkswirtschaft, die ca. 2/3 des BIP der Schwellenländer repräsentiert, wuchs um 5,6 % (2022: 3,0 %). Zwar half hier vor allem zu Beginn des Jahres die Beendigung der Corona-Maßnahmen, gleichzeitig bremsten jedoch die strukturelle Krise des Immobilienmarktes, ein schwacher Export sowie eine sich abzeichnende Deflation die wirtschaftliche Erholung. Die US-Wirtschaft zeigte sich 2023 mit einer Wachstumsrate von 2,4 % (2022: +1,9 %) robuster als erwartet. Vor allem der private Konsum - als wichtigste Stütze der Konjunktur - stieg trotz der restriktiven Geldpolitik weiter an, zumal sich auch der US-Arbeitsmarkt als widerstandsfähig erwies. Der Euroraum enttäuschte dagegen mit einer stark rückläufigen Wachstumsrate von nur 0,5 % (2022: + 3,4 %). Die hohen Inflationsraten ließen die Reallöhne sinken, was den privaten Konsum beeinträchtigte. Obwohl der zum Jahreswechsel 2022/2023 befürchtete Engpass bei der Energieversorgung - auch dank eines milden Winters - vermieden werden konnte, dämpfte der Energiepreis-Schock des Vorjahres die Industriekonjunktur und führte insbesondere in den energieintensiven Branchen nachhaltig zu einer Verschlechterung der Wettbewerbssituation. Zudem beeinträchtigten die kräftigen Zinserhöhungen der EZB die Rahmenbedingungen für die Investitionstätigkeit der Unternehmen. Während das BIP in Spanien (+2,4 %; 2022: +5,8 %), in Frankreich (+0,8 %; 2022: +2,5 %) und in Italien (+0,7 %; 2022: +3,7 %) noch moderat anstieg, schrumpfte die deutsche Wirtschaft um 0,3 % (2022: +1,8 %). Sowohl die inländische Konjunktur wie auch der Export kühlten hier schon zu Jahresbeginn deutlich ab, und die erhoffte Erholung in der zweiten Jahreshälfte blieb aus. Der private Konsum und auch die Bauwirtschaft litten unter den hohen Inflationsraten und gestiegenen Kredit-Zinsen, die zu einer Verringerung der Kaufkraft und erheblich gestiegenen Finanzierungskosten führten. Hinzu kam, dass die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und privaten Haushalten durch die wirtschaftspolitische Unsicherheit im Zusammenhang mit der Energiewende in Deutschland gedämpft wurde, was auch an einer zunehmenden Sparneigung abzulesen war. Mit einer Arbeitslosenquote von 5,7 % (2022: 5,3 %) zeigten sich erste negative Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt.

Viele der genannten Faktoren führten insbesondere in den europäischen Ländern zu einem Rückgang der Bauaktivitäten. So war in den EUROCONSTRUCT-Ländern ein Minus von 1,1 % zu verzeichnen, wobei Deutschland mit -1,5 % besonders abfiel. 2023 lag hier die Zahl der Baugenehmigungen durchschnittlich mehr als 25 % unter der des Vorjahres. Bau-Projekte wurden in zunehmendem Maße nicht weiterverfolgt oder sogar storniert, weil die stark gestiegenen Finanzierungs- und Erstellungskosten die Finanzierbarkeit und Rentabilität von Objekten in Frage stellten. Obwohl der Bedarf offensichtlich war, rückte das selbstgesetzte Ziel der Bundesregierung von 400.000 neuen Wohnungen im Jahr 2023 schnell in weite Ferne. Speziell der für HOPPE wichtige Wohnungsbau nahm, wie schon 2022, um 2,2 % ab. Die Renovation dämpfte den Rückgang der Bauwirtschaft zwar erheblich, dennoch gingen spätestens seit Mitte 2023 die seit 2022 aufgelaufenen hohen Auftragsbestände kontinuierlich zurück, und der ifo-Geschäftsklimaindex zeigte insbesondere für die Erwartungen der Bauwirtschaft immer mehr rückläufige Werte. So sank der Fensterabsatz im Hochbau 2023 um 7,8 % auf 14,3 Mio. Fenstereinheiten. Der größte Teil des Rückgangs resultierte dabei mit -17,9 % aus dem Neubau, der ca. 1/3 des Volumens ausmachte. Der Renovationsbereich stützte bei einem Volumen von ca. 9,4 Mio. Einheiten mit einem Rückgang von "nur" 1,2 % zwar erheblich, was aber bei weitem nicht ausreichte. Der Absatz von Außentüren ging um 6,2 % auf 1,3 Mio. Einheiten zurück. Auch hier war der Rückgang im Neubau (-18,5 % bei 315 Tsd. Türen) deutlich höher als in der Renovation (-1,3 % bei 958 Tsd. Türen).

2.2 Besondere Ereignisse des Geschäftsjahres

Die Multikrise und ihre Auswirkungen auf die Bauwirtschaft hatten bereits ab Mitte 2022 zu einer deutlichen Beruhigung des Auftragseingangs geführt. Dies setzte sich 2023 fort. Kunden bauten weiter ihre Lagerbestände ab und stornierten frühere Sicherheitsbestellungen in erheblichem Umfang. In Verbindung mit dem stark rückläufigen Marktbedarf ging der Auftragseingang bei HOPPE weiter massiv zurück. Der Auftragsbestand, der zu Jahresbeginn immer noch mehr als das Fünffache des Üblichen betragen hatte, fiel zu Jahresende auf das Normalmaß eines knappen Monatsumsatzes zurück. HOPPE reagierte auf diese Gegebenheiten mit einer sehr schnellen, signifikanten Anpassung der Mitarbeiterkapazitäten und nutzte dabei alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Zeitkonten wurden abgebaut bzw. in Minusstände geführt, in Stadtallendorf und Crottendorf wurde zudem Kurzarbeit genutzt, Zeitarbeitsverträge sowie weitere befristete Verträge wurden nicht verlängert. Leider reichten diese Maßnahmen nicht aus. Als Ultima Ratio mussten betriebsbedingt Arbeitsverhältnisse mit Stamm-Mitarbeitern beendet werden. Die sich insgesamt aus dem sehr hohen Volumenrückgang ergebenden negativen Ergebniswirkungen konnten durch die leichten Preisreduzierungen auf der Einkaufsseite und ein sehr diszipliniertes Gemeinkosten-Management nicht hinreichend kompensiert werden, so dass die HOPPE AG, Stadtallendorf, das Geschäftsjahr 2023 mit einem erheblichen Verlust abschloss.

2.3 Mitarbeiterschaft

Die rückläufige Auftragseingangs-Entwicklung bedingte in allen deutschen Werken seit Beginn des Jahres 2023 einen reduzierten Mitarbeiterbedarf. Anpassungen erfolgten kontinuierlich über das gesamte Jahr, indem neben dem Abbau von Zeitkonten und der Umsetzung von Schließtagen Austritte aufgrund der natürlichen Fluktuation nicht ersetzt und Zeitarbeiter abgemeldet wurden. Befristete Arbeitsverhältnisse liefen ohne Nachbesetzung aus. Die im Werk Stadtallendorf bereits 2022 eingeführte Kurzarbeit wurde unter Berücksichtigung der zulässigen Höchstdauer bis zum November 2023 beibehalten. Im Werk Crottendorf war seit April 2023 Kurzarbeit nicht mehr vermeidbar. Trotz intensiver Ausnutzung aller "weicheren" Möglichkeiten der Kapazitätsanpassung sah sich HOPPE gezwungen, zum Ende des Jahres noch weitreichendere Personalmaßnahmen zu ergreifen. Betriebsbedingt mussten ab November 2023 in allen Standorten mit einer größeren Zahl von Stamm-Mitarbeitern Aufhebungsvereinbarungen geschlossen werden. Darüber hinaus waren insgesamt zwei betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen. Der durchschnittliche Personalbestand 2023 − einschließlich der bei HOPPE beschäftigten Mitarbeiter von Personaldienstleistern - verringerte sich damit als Ergebnis aller Maßnahmen auf 1.417 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.678 Mitarbeiter; -15,6 %, 2021: 1.703 Mitarbeiter). Zum Jahresende waren 1.306 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.565 Mitarbeiter; -16,5 %, 2021: 1.742 Mitarbeiter).

Bei aller Zurückhaltung hinsichtlich Neu-Einstellungen war es erforderlich, bestimmte vakante Stellen zu besetzen. Angesichts der jeweils benötigten Qualifikationen gestalteten sich einige Rekrutierungsprozesse eher schwierig, so dass es nur teilweise gelang, die notwendigen Ersatzbedarfe zu decken. Im Bereich der Produktion setzte HOPPE unverändert darauf, den trotz aller Kapazitätsanpassungen vorhandenen zukünftigen Bedarf an speziellen Fachkräften intern zu decken. Eine wesentliche Rolle spielt dabei nach wie vor die Lehrlingsausbildung durch eigene Ausbilder in eigenen Lehrwerkstätten. Mit durchschnittlich 59 Lehrlingen im Jahr 2023 lag die Ausbildungsquote (4,2 %; Vorjahr: 3,7 %) erneut auf einem guten Niveau. Der Aufwand in eine attraktive Ausbildung in aktuell 11 Ausbildungsberufen ist zukunftsgerichtet und daher unabdingbar. 21 Lehrlinge beendeten ihre Ausbildung 2023 erfolgreich, wovon der überwiegende Teil übernommen wurde. Der Rückgang an fachlich und persönlich passenden Bewerbern war weiterhin deutlich spürbar. HOPPE als attraktivem Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb gelang es im abgelaufenen Jahr dennoch, den größten Teil aller Ausbildungsplätze zu besetzen. Die HOPPE-interne Führungskräfte-Schulung "Offensive Führungskräfte" fand im abgelaufenen Jahr ebenso statt wie die unternehmensinterne Schulungsreihe "Führung vor Ort", bei der, ergänzt um Themen des HOPPE-Produktions-Systems, Führungskräften der unteren und mittleren Ebenen in der Produktion praxisorientiert definierte Inhalte neu vermittelt bzw. bereits bekannte vertieft werden.

Mit dem "Grundentgelt" und der "HOPPE-Zulage", die auf Basis der jährlich durchgeführten Leistungsbeurteilung eine individuelle, leistungsorientierte Honorierung dauerhaft erbrachter Leistung darstellt, strebt HOPPE an, ein faires Verhältnis von Leistung und Gegenleistung - gemäß dem Anspruch "Leistung soll sich lohnen" - sicherzustellen. Für einmaliges, überdurchschnittliches Engagement verdienten sich zudem Mitarbeiter aus dem bekannten Prämientopf im Jahr 2023 insgesamt 269 Prämienzahlungen. Weitere, direkt ergebnisverbessernde Ideen wurden außerdem gesondert honoriert.

Das Gesundheits-Management bei HOPPE hat einen besonderen Stellenwert. So wurde im abgelaufenen Jahr u. a. die Gesamt-Betriebsvereinbarung "Gesundheitsmanagement und betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)" erneuert. Nach einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens fünf Tagen ist nun verbindlich ein Krankenrückkehr-Gespräch zu führen, um frühzeitig betriebliche und arbeitsplatzbedingte Ursachen für die Arbeitsunfähigkeit erkennen und diesen gegensteuern zu können. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der möglichst zeitnahen und erfolgreichen Wiedereingliederung nach längeren Erkrankungen und der Gestaltung gesundheitsfördernder Rahmenbedingungen.

2.4 Umsatz

Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Lage verzeichneten die Auftragseingänge der HOPPE AG, Stadtallendorf, bereits in den letzten Monaten des Jahres 2022 deutliche Rückgänge. Zu Jahresbeginn 2023 sorgte ein noch überdurchschnittlich hoher Auftragsbestand dafür, dass sich die Umsatzsituation - gestützt von Maßnahmen auf der Preisseite - in den ersten Monaten des Jahres positiv darstellte. Im weiteren Jahresverlauf bedingten jedoch weiter unzureichende Auftragseingänge ein rapides Abschmelzen des Auftragspolsters und führten schließlich auf Jahressicht zu einem erheblichen Umsatz- und auch Volumenrückgang gegenüber dem Vorjahr.

2023 2022 Veränderung
T€ T€ in %
Deutschland Großhandel/Industrie 67.427 87.699 -23,1
Benelux Großhandel 11.479 13.729 -16,4
Deutschland Einzelhandel 5.544 4.528 22,4
von verbundenen Unternehmen betreute Märkte 114.612 146.683 -21,9
Gesamt 199.062 252.639 -21,2

Der beschriebenen Entwicklung konnte sich keiner der von der HOPPE AG, Stadtallendorf, betreuten Märkte entziehen. Sowohl der Markt Deutschland Großhandel/Industrie wie auch der Markt Benelux Großhandel verzeichneten hohe Umsatzrückgänge. Die schlechte konjunkturelle Lage der Bauwirtschaft war - und ist - kein deutsches, sondern ein europäisches Problem. Dessen Auswirkungen zeigten sich folgerichtig auch in den von den verbundenen Unternehmen betreuten ost- und südeuropäischen Märkten, einschließlich der für HOPPE wichtigen Märkte Italien und Spanien, sowie in Frankreich. Zusätzlich führte die Immobilienkrise in China zu Umsatzeinbußen im chinesischen Markt, so dass der Umsatz der HOPPE AG, Stadtallendorf, mit den verbundenen Unternehmen einen Rückgang im höheren zweistelligen Prozentbereich zeigte. Im Gegensatz dazu zeichnete der Markt Deutschland Einzelhandel 2023 ein positives Bild. Nachdem im Vorjahr aufgrund eines Dispo-Stopps bei einem Kunden über knapp vier Monate Umsatzeinbußen hingenommen werden mussten, entwickelten sich hier die Umsätze seit Anfang 2023 überdurchschnittlich gut. Zudem stieg der Umsatz mit einer Baumarktkette, die 2022 als Kunde gewonnen worden war, deutlich. Bei einem stabilen Umsatzniveau mit den weiteren Einzelhandelskunden wurde so insgesamt eine klare Umsatzsteigerung erreicht.

2.5 Innovationen

Wie schon seit Jahrzehnten in Unternehmens-Leitbild, -Zielen und -Politiken direkt und indirekt verankert, versteht HOPPE in einer umfassenden Sichtweise Innovation als Folge der intelligenten Umsetzung einer Denkhaltung, aus der Neues, (Mehr-)Nutzen für Kunden und gesteigerte Überlebensfähigkeit für das Unternehmen folgen. Ergebnisse dieser Denkhaltung können neben neuen Produkten auch technische Neuerungen, neue Strukturen, neue Prozesse, neue Strategien und neues Verhalten sein.

Das Produkt-Sortiment wurde 2023 kontinuierlich weiterentwickelt. Besondere Aufmerksamkeit schenkte der Markt der neu entwickelten Baukastenlösung für Secustik ® -Fenstergriffe mit Rosetten-Vollabdeckung. Hier wurde die Idee der bekannten Schnellstift-Verbindungstechnik um den längenvariablen Vierkantstift VarioFit ® erweitert und für Fenstergriffe nutzbar gemacht. Entstanden ist die innovative, zum Patent angemeldete Verbindungstechnik CombiFit. Diese befindet sich in der Unterkonstruktion und ermöglicht eine unkomplizierte Montage. Der im Frühjahr 2023 dem Markt vorgestellte Kompakt-Fenstergriff wurde auf Basis der patentierten Steckverbindung Schnellstift entwickelt. Die Unterkonstruktion des Fenstergriffs wird als separates Bauteil direkt auf das Fensterprofil geschraubt; ein darin integriertes Schnellbefestigungs-Element ermöglicht eine einfache Montage des Griffs. Die im Bereich der Fenstergriffe bereits generell genutzte SecuForte ® -Technik wurde nun auch für Objekt-Fenstergriffe aus Edelstahl und Aluminium eingeführt. Im Bereich der Smart Home-Produkte wurde der eTürbeschlag HandsFree kundenspezifisch angepasst, so dass er nun mit der kundeneigenen App bedient werden kann. Für denselben Kunden entwickelte HOPPE auch zwei komplett neue Designlinien für den Produktträger Tür. Für einen weiteren Kunden wurde die bei Innentür-Garnituren etablierte SchnellstiftPlus-Steckverbindung auf Schiebetür-Muscheln übertragen, um auch diese schraubenlos montieren zu können. Neben den Erweiterungen der Produktpalette wurde der Prozess der Produktentwicklung weiter optimiert, an die Abläufe der gesamten HOPPE-Gruppe angepasst und gruppenweit geschult. Nach den positiven Erfahrungen war 2022 begonnen worden, in Anlehnung an den Produktentwicklungs-Prozess auch den Entwicklungsprozess für Fertigungsverfahren zu überarbeiten. 2023 wurde nun dieser neue Ablauf − begleitet von intensiven, bereichsübergreifenden Schulungen aller beteiligten Mitarbeiter − gruppenweit eingeführt. Ebenso wie in der Produktentwicklung werden auch hier die neuen Methoden und Hilfsmittel helfen, die Zielerreichung bei den entsprechenden Projekten nachhaltig zu sichern.

Im zweiten Quartal 2023 fand das Überwachungs-Audit des Qualitäts- und Umweltmanagement-Systems nach den international gültigen Normen DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001:2015 statt. Stellvertretend für die HOPPE-Gruppe wurden die Werke in Stadtallendorf und Bromskirchen sowie die Bereiche Vermarktung, Ver- und Entsorgung, Innovation Produktion, Logistik und Personal auditiert. Das Überwachungs-Audit für das Energiemanagement-System (EnMS) der HOPPE AG, Stadtallendorf, nach der international gültigen Norm DIN EN ISO 50001:2018 wurde in den Werken Stadtallendorf und Bromskirchen durchgeführt. Aufgrund der Audit-Ergebnisse wurden alle derzeit ausgestellten Zertifikate bestätigt. Die Auditoren bescheinigten HOPPE zudem eine positive Entwicklung und würdigten ausdrücklich erneut die Leistung der verantwortlichen Mitarbeiter.

Besonders beeindruckt waren die Auditoren von der Arbeit der Energie-Teams und bescheinigten HOPPE ein gut funktionierendes EnMS. Die Umwelt- und Energieziele waren in den Werken bearbeitet und im Umweltbericht 2023 dokumentiert worden. Im Mittelpunkt standen Aktivitäten zur Energie-Einsparung, insbesondere hinsichtlich der Reduzierung des Energieverbrauchs für die Gebäudeheizung sowie der Minderung des Stromverbrauchs für die Ausleuchtung von Fertigungsbereichen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Berücksichtigung der "Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig und mittelfristig wirksame Maßnahmen (EnSikuMaV; EnSimiMaV)" in den bestehenden Abläufen zur Energieversorgung. Mit Beginn des zweiten Quartals übernahmen, wie geplant, entsprechend ausgebildete HOPPE-Mitarbeiter die Verantwortungsbereiche Immissionsschutz, Abfall, Gewässerschutz und Gefahrgut, nachdem diese bisher von externen Stellen betreut worden waren. Wie im Vorjahr erfolgten externe, erfolgreich absolvierte Prüfungen hinsichtlich der Einhaltung produktrelevanter Normen, wie z. B. für die Erfüllung der Ö-Norm seitens der Holzforschung Austria, die Prüfung von Fenstergriff-Rosetten durch die Svensk Brand- & Säkerhetscertifiering AB, die Prüfung von RAL-Schutzgarnituren und RAL-Fenstergriffen seitens des Prüfinstituts Schlösser und Beschläge e.V., Velbert, sowie von Feuerschutz-Garnituren durch das Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen und den VdS Köln.

Parallel zu Veränderungen in der Ablauforganisation der Fertigung intensivierten alle Werke den Einsatz der Elemente des HOPPE-Produktions-Systems (HPS). Das Investitionsvolumen 2023 (einschließlich Leasing) reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 5,6 Mio. € (2022: 12,0 Mio. €, 2021: 7,2 Mio.€) und lag damit auch unterhalb des langjährigen Durchschnitts. Maßgeblich war in erster Linie der Abschluss des Projekts "Segmentierung" im Werk Bromskirchen sowie der schon früher gestarteten Kapazitätserweiterungs-Projekte in den Werken Bromskirchen und Crottendorf. Außerdem zeigte eine angesichts der generellen Wirtschaftslage restriktive Handhabung der Investitionstätigkeiten Wirkung. Im Werk Stadtallendorf gelang es, durch konstruktive Optimierungen und veränderte Fertigungsabläufe die Produktion von Edelstahl-Fenstergriffen deutlich effizienter zu gestalten. Nachdem im Bereich der Bügelgriffe bereits 2022 die Fertigungs-Durchlaufzeit reduziert worden war, ermöglichte die Überarbeitung weiterer Fertigungsschritte nochmalige Effizienzsteigerungen. Das bereits bewährte Konzept der Material-Zuführung an der automatisierten Fertigungsline für Edelstahl-Griffe wurde in einem weiteren Anlagenbereich umgesetzt. Zur Herstellung der Bad-Oliven wurde eine neue Klebe-Anlage durch den internen Sondermaschinenbau entwickelt und in Betrieb genommen. Das im vierten Quartal 2022 wieder aufgenommene Projekt "Segmentierung" im Werk Bromskirchen wurde 2023 vollständig umgesetzt. Somit waren die Vorbereitungen für die schrittweise Umstellung von Druck- auf Zugsteuerung in der Fertigung abgeschlossen, so dass die ersten beiden Fertigungs-Segmente bereits im letzten Quartal 2023 auf das neue Konzept umgestellt werden konnten. Im Werk Crottendorf lag 2023 der Schwerpunkt auf der umfassenden Neustrukturierung der Montage. Ziel war es, die wertschöpfenden und die nicht wertschöpfenden Tätigkeiten organisatorisch eindeutig zu trennen.

Die gruppenweite Migration des ERP-Systems "Microsoft AX 2012 (MS AX)" auf "Microsoft Dynamics 365 (D365)" wurde seit Januar 2022 vorbereitet. Für alle Unternehmen der HOPPE-Gruppe und damit auch für die HOPPE AG, Stadtallendorf, relevant, erfolgte zu Beginn die Übernahme der Funktionalitäten aus dem Altsystem sowie ein teilweiser Rückbau von HOPPE-spezifischen Anpassungen, um verstärkt die Standardanwendung nutzen zu können. Nach Freigabe des Produktivstarts durch Microsoft fand nach intensiver Vorbereitung und Schulung im vierten Quartal 2023 die Umstellung bei HOPPE (UK) Ltd. als dem ersten HOPPE-Unternehmen statt. Neben der sich anschließenden Optimierungsphase bei HOPPE (UK) Ltd. begannen die Vorbereitungen für den Systemstart bei HOPPE North America Inc., der für das Frühjahr 2024 geplant ist. Die Einführung bei den weiteren Unternehmen der HOPPE-Gruppe wird bis in das Jahr 2025 reichen. Ebenfalls 2022 war das Projekt zur Einführung einer Produkt-Lebenszyklus-Management-Software gestartet worden. Mit der Produktivschaltung im zweiten Quartal 2023 stehen nun allen Unternehmensbereichen Artikelinformationen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts gebündelt im selben System zur Verfügung.

2.6 Ver- und Entsorgung

Die seinerzeit hoch prognostizierte weltweite Nachfrage nach Rohstoffen und Energien hatte in Kombination mit den seit März 2022 deutlich spürbaren Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Jahr 2022 sowohl auf den Rohstoff- wie auch auf den Energiemärkten zu erheblichen Preissteigerungen geführt. Zunehmende Rezessionserwartungen sorgten jedoch in Verbindung mit den inflationsbedingten Zinsanhebungen seitens verschiedener Zentralbanken innerhalb des Jahres 2023 für Preisrückgänge. Nach einer durchschnittlichen Verteuerung von 60 % bei Strom und Gas 2022 gegenüber 2021, war HOPPE für 2023 zunächst von einer weiteren Preissteigerung von ca. 70 % auf das Gesamtjahr ausgegangen. Eine Halbierung der durchschnittlichen Energiepreise - auf hohem Niveau - im Jahresverlauf erlaubte jedoch deutlich günstigere Absicherungen, so dass der Preisanstieg zunächst auf ca. 40 % reduziert werden konnte. Nur die in Anspruch genommene staatliche Strom- und Gaspreisbremse nach den Regelungen des Regimes "4 Mio. €" ermöglichte es schließlich, das Preisniveau von 2022 zu bestätigen.

Bei den Industriemetallen entspannte sich die Preisentwicklung ebenfalls leicht, wenn auch aus europäischer und damit auch aus HOPPE-Sicht die Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar die Preisrückgänge auf den Rohstoffmärkten zum Teil kompensierte. Bei dem für HOPPE wichtigsten Metall Aluminium ergab sich so eine Preisreduzierung gegenüber 2022 um ca. 15 %, was aber immer noch ein Preisniveau klar über dem Vor-Corona-Durchschnitt bedeutete. Nachdem die weltweite Zink-Produktion 2022 noch eine Unterdeckung von ca. 45 Tsd. to. ausgewiesen hatte, bestand 2023 ein Überschuss von ca. 245 Tsd. to. Da zeitgleich auch die Nachfrage in China, dem weltweit größten Verbraucher, eingebrochen war, sank das Preisniveau durchschnittlich um ca. 16 %. HOPPE gelang es 2023, den Preis entsprechend zu reduzieren. Der börsennotierte Nickelpreis fiel im Verlauf des Jahres ebenfalls kontinuierlich, nachdem er 2022 zunächst stark gestiegen war. In Verbindung mit der Umstellung des Einkaufs von Edelstahl-Rohren, bei deren Produktion bekanntermaßen Nickel eine wichtige Rolle spielt, auf eine Zwei-Zulieferer-Strategie wurden positive Preiseffekte erzielt. Der nachlassende Auftragseingang führte jedoch dazu, dass HOPPE 2023 erst noch Material aus bestehenden - teureren - Kontrakten abzunehmen hatte, so dass sich die niedrigeren Einkaufspreise erst ab Beginn 2024 bemerkbar machen werden. Diese Konstellation zeigte sich auch in anderen Warengruppen; Preisrückgänge konnten daher nicht durchgängig im theoretisch möglichen Ausmaß genutzt werden.

Während für HOPPE 2023 bei den Rohstoffen im einstelligen Prozentbereich noch die größten Preisreduzierungen zu verzeichnen waren, zeigten sich im indirekten Material keine durchschlagenden Entlastungen. Lediglich Transportverpackungen verbilligten sich entgegen der ursprünglichen Annahme bereits im Jahresverlauf 2023 im knapp zweistelligen Prozentbereich. Bei den Transporten führten dagegen höhere Löhne, teurere Kraftstoffe sowie seit 01.12.2023 erheblich gestiegene Mautgebühren zu einer stetigen Verteuerung. Davon ausgenommen waren lediglich die Preise der Seefrachtcontainer, die bis Ende 2023 auf das Vorkrisen-Niveau von 2020 gesunken waren. Dennoch bewegte sich insgesamt die Preissteigerung bis Ende Oktober im hohen einstelligen Prozentbereich.

Vor dem Hintergrund der genannten Entwicklungen konnte HOPPE insgesamt das Einkaufspreisniveau des Jahres 2022 bestätigten. Dies bedeutete gleichzeitig aber auch, dass 2023 immer noch ca. 25 % teurer eingekauft werden musste als im Jahr 2021.

2.7 Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage

Die massiv negative Entwicklung der Bauwirtschaft in den für HOPPE relevanten Märkte einerseits sowie die verbesserte Lieferleistung von HOPPE andererseits führten bei einem erheblich länger als erwartet andauernden Abbau von Beständen in den Kundenlägern zu einer sehr schwachen Auftragseingangs-Entwicklung. Auf Jahressicht fiel daher der für 2023 "nur" im einstelligen Prozentbereich erwartete Umsatzrückgang mit -21,2 % gegenüber dem Vorjahr erheblich höher aus als ursprünglich angenommen. Preisbereinigt betrug der Volumenrückgang mehr als 30 %. Spürbare Preiserhöhungen auf der Verkaufsseite dämpften den negativen Effekt des Umsatzrückgangs auf das Jahresergebnis und stützten gleichzeitig die verschiedenen Quoten der variablen Kosten: Die Lohnquote, einschließlich der Kosten für die eingesetzten Zeitarbeitnehmer, blieb nur aus diesem Grund gegenüber 2022 unverändert, denn Entgelterhöhungen einerseits und eine − auch aufgrund der Fixkosten-Progression − rückläufige Produktivitätsentwicklung andererseits belasteten stark. Das Ergebnis entlastend wirkte dagegen eine insgesamt geringere Materialeinsatzquote, die von im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Einkaufspreisen, der Energiepreisbremse und einem günstigeren Material-Mix profitierte.

Während die Anpassung der variablen Kosten an die reduzierte Gesamtleistung insgesamt weitestgehend gelang, waren trotz erfolgreicher Anstrengungen, kurzfristig die absolute Höhe der Fixkosten zu reduzieren, die negativen Ergebniseffekte aus der entstandenen Kosten-Progression nicht zu kompensieren. So stiegen die Gehaltskosten trotz einer marktüblichen Entgelterhöhung wenigstens nur um 1,4 %, weil auf Jahressicht 2,7 % weniger Kapazitäten beschäftigt waren. Ein sehr restriktives Gemeinkosten-Management führte zwar zu ca. 14 % niedrigeren Kosten, was aber den relativen Anteil an der Gesamtleistung dennoch steigen ließ. Aufgrund eines reduzierten Investitionsvolumens blieben die Abschreibungen absolut leicht unter dem Vorjahresniveau, relativ natürlich deutlich darüber. Entsprechend dem langjährig praktizierten HOPPE-Bewertungskonzept bedingten die Umsatzrückgänge hinsichtlich der Bestands-Gängigkeit eine höhere Wertberichtigung der Vorräte. Die erforderlichen erheblichen Kapazitätsanpassungen verursachten unter Berücksichtigung von Kündigungsfristen und zu leistenden Ausgleichszahlungen eine einmalige Ergebnisbelastung von ca. 1,8 Mio. €. Schließlich ließ die sich mit Beginn des zweiten Quartals aufbauende Verlustsituation die Verschuldung gegenüber der HOPPE Holding AG kontinuierlich steigen und führte so in Verbindung mit marktbedingt höheren Sollzinsen gegenüber 2022 zu mehr als einer Verdoppelung des Finanzergebnisses. Mögliche Verlustrückträge und Verlustvorträge wurden bzw. werden genutzt, um hinsichtlich der einkommensabhängigen tatsächlichen bzw. latenten Steuern das Ergebnis entsprechend zu entlasten.

Zusammengefasst muss der Geschäftsverlauf 2023 der HOPPE AG, Stadtallendorf, angesichts des deutlich negativen Jahresergebnisses als überaus unbefriedigend beurteilt werden. Dies gilt umso mehr, als zum einen im zweiten Jahr in Folge ein erheblicher Verlust festzustellen war und zum anderen dieser auch noch höher ausfiel als im Vorjahr. 2022 führten in erster Linie die massiven Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten zu einem Verlust, auch wenn eine Umsatzsteigerung hier wenigstens teilweise kompensiert hatte. 2023 wurden zwar bestimmte angestrebte Verbesserungen erreicht: Eine erhebliche Bestandsreduzierung sowie ein geringeres Investitionsvolumen entlasteten den Kapitalbedarf. Ein Maßnahmen-Paket, das vor allem auf den zunächst passenden Mitarbeiter- und Gemeinkosteneinsatz abstellte, wurde in großem Umfang umgesetzt. Darüber hinaus entwickelte sich insbesondere im zweiten Halbjahr die Situation auf den Beschaffungsmärkten insgesamt positiver als erwartet. Dies alles reichte jedoch bei weitem nicht aus, um den aufgrund des massiven Umsatzrückgangs entstandenen Rohertragsverlust auszugleichen. Zudem wurden die Produktivitätsziele nicht erreicht, so dass die den Anforderungen des Arbeitsmarkts entsprechende Entgelterhöhung nicht erwirtschaftet werden konnte. Die Notwendigkeit, sich Ende 2023 betriebsbedingt von Stamm-Mitarbeitern trennen zu müssen, war zum Ende 2022, also zum Zeitpunkt der Planungen für 2023, nicht absehbar gewesen. Die damit verbundenen finanziellen Aufwendungen belasteten das Ergebnis zusätzlich.

2023 2022 2021 2020 2019
Betriebsergebnis (in T€) -4.249 -2.007 5.465 5.713 3.435
Eigenkapitalquote (in %) (Eigenkapital/Kapitalbedarf) 27,6 24,2 48,7 53,3 42,0
Umsatzrentabilität (in %) (Betriebsergebnis/Umsatzerlöse) -2,1 -0,8 2,4 2,9 1,7
Kapitalumschlag (Umsatzerlöse/Kapitalbedarf) 4,5 5,5 6,5 5,9 5,1
Kapitalbedarf (in T€) 44.586 45.924 35.617 33.007 38.720
Return on Capital Employed (in %) -9,5 -4,4 15,3 17,3 8,9
(Betriebsergebnis/Kapitalbedarf)
Eigenkapital-Rentabilität (in %) (Jahresergebnis/Eigenkapital) -39,1 -20,3 18,7 19,0 11,1
Cashflow (in T€) * (Jahresergebnis + Afa + ∆ Rückstellungen) 2.803 3.777 9.286 11.302 10.476
Cashflow Umsatz (in %) * (Cashflow/Umsatzerlöse) 1,4 1,5 4,0 5,8 5,3

* Der Ausweis der zu zahlenden Jahresprämie erfolgte 2021 unter den Sonstigen Verbindlichkeiten, 2020 dagegen als Rückstellung. Für eine bessere Vergleichbarkeit wurde daher hier für 2020 diese Rückstellung ebenfalls in die Sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert.

Die Verlustsituation ließ den operativen Cashflow unter das ohnehin schon stark reduzierte Vorjahresniveau sinken. Leicht höhere − statt wie noch 2022 niedrigere − Rückstellungen schwächten bei etwas weniger Abschreibungen die belastende Wirkung ab, die der Jahresverlust für sich genommen auf den operativen Cashflow gehabt hätte. Aufgrund des relativ gleichen Rückgangs von Cashflow und Umsatzerlösen blieb die Relation "Cashflow Umsatz" unzureichend. Der frei verfügbare Cashflow zeigte sich unter Berücksichtigung der Zahlungsabflüsse für Investitionen sogar negativ - wenn auch nicht in dem Ausmaß wie im Vorjahr. Zur Stärkung des Eigenkapitals der HOPPE AG, Stadtallendorf, und damit auch zur Reduzierung der aufgelaufenen Verschuldung gewährte daher die HOPPE Holding AG als Alleinaktionärin eine freiwillige Zuzahlung von 6 Mio. € in die Kapitalrücklage der HOPPE AG, Stadt-allendorf.

Die im Vergleich zum Vorjahr nochmalige Ergebnisverschlechterung belastete zwangsläufig nahezu alle weiteren Kennzahlen. Der relativ stärkere Rückgang des Betriebsergebnisses im Vergleich zum relativen Rückgang der Umsatzerlöse verschlechterte die ohnehin schon negative Umsatzrentabilität weiter. Eine signifikante Reduzierung der Vorräte sowie ein deutlich geringeres investiertes Kapital ließen zwar bei gleichzeitig gestiegenen Rückstellungen den Kapitalbedarf sinken. Dies reichte jedoch nicht aus, um trotz der gesunkenen Umsatzerlöse den Kapitalumschlag auf dem Vorjahresniveau zu halten. Mit dem besonderen Hebel des rückläufigen Betriebsergebnisses sank im Zusammenspiel von Umsatzrentabilität und Kapitalumschlag auch der schon 2022 negative ROCE nochmals um 4,7 %-Punkte. Trotz des Jahresverlusts stieg die Eigenkapitalquote dank der Erhöhung der Kapitalrücklage und des niedrigeren Kapitalbedarfs.

3. Ausblick 2024 - Chancen und Risiken (Prognosebericht)

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die geopolitischen Risiken werden 2024 vor allem durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und den Nahostkonflikt weiter hoch bleiben. Die sich aus einer eventuellen weiteren Eskalation ergebenden Folgen für die Weltwirtschaft sind nach wie vor kaum absehbar. Erneute Energiepreis-Steigerungen wären nur ein, wenn auch großes Problem. Vor dem Hintergrund der generell schwierigen Rahmenbedingungen wird sich das schwache Vorjahresniveau der konjunkturellen Entwicklung fortsetzen. So wird die Weltwirtschaft 2024 voraussichtlich lediglich um 2,0 % wachsen. Die Schwellenländer werden sich mit einem Wachstum von 3,8 % zwar besser entwickeln als der weltweite Durchschnitt, aber ebenso wie die Weltwirtschaft eine abnehmende Wachstumsrate zeigen. Entsprechend wächst auch die chinesische Volkswirtschaft mit voraussichtlich 4,3 % langsamer als 2023, da insbesondere die Krise im Immobiliensektor weiter belasten wird. Auch die Industrieländer werden sich 2024 schwächer entwickeln als im Vorjahr. Aktuell wird eine Wachstumsrate von 1,0 % prognostiziert. In den USA soll das BIP dabei mit 1,3 % noch am stärksten zunehmen, während der Euroraum trotz einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr nur eine Rate von knapp 1,0 % erreichen wird. Der Inflationsdruck wird 2024 in den meisten Wirtschaftsregionen weiter sinken, wenngleich in unterschiedlicher Intensität. Weltweit wird 2024 eine Inflationsrate von 3,1 % angenommen. In den Schwellenländern sollte die Inflation auf 3,9 % zurückgehen, sich damit jedoch nur wenig abschwächen, weil vor allem China und Russland mit steigenden Raten rechnen müssen. In den Industrieländern darf mit einer deutlichen Entspannung um 2 %-Punkte auf eine Rate von 2,6 % gerechnet werden. In den USA soll die Preissteigerung bei 3,0 % liegen. Im Euroraum ist man mit prognostizierten 2,3 % (zu?) optimistisch, das von der Europäischen Zentralbank anvisierte Ziel von 2,0 % fast zu erreichen.

Für die deutsche Wirtschaft wird derzeit mit einer Wachstumsrate von 0,2 % nahezu eine Stagnation prognostiziert, obwohl die nachlassende Inflation, wieder steigende Realeinkommen und eine sehr hohe Beschäftigungsquote insbesondere die Kaufkraft der privaten Haushalte erhöhen. Nach deutlichen Export-Rückgängen im Jahr 2023 wird 2024 nur eine leichte Belebung erwartet. Der Höhepunkt der Kreditzinsen schien bereits Ende 2023 überschritten, so dass von einer Fortsetzung dieser Entwicklung im Jahr 2024 auszugehen ist. Dennoch bleibt die Baukonjunktur weiter angespannt. EUROCONSTRUCT erwartet einen Rückgang der gesamten Bauleistung um 0,7 %, wobei angesichts unverändert hoher Baupreise und nur sehr langsam sinkender Kreditzinsen vor allem im Wohnungsbau die Auftragslage schlecht bleiben dürfte. Zudem kann die erwartete schwache Nachfrage nicht mehr wie im Vorjahr durch hohe Auftragsbestände kompensiert werden. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen geht in Westeuropa auf 1,34 Mio. Einheiten (VJ: 1,44 Mio.) zurück. Die Fertigstellungen im deutschen Markt setzen den negativen Trend aus dem Vorjahr fort und sinken voraussichtlich von 270 Tsd. auf 225 Tsd. Wohneinheiten.

Die negativen Entwicklungen für Deutschland zeigen sich auch in den Erwartungen für den Fenstermarkt. 2024 wird von einem Absatz-Rückgang um 2,4 % auf 14,0 Mio. Einheiten ausgegangen. Im Neubau fällt dabei, wie schon im Vorjahr, der Rückgang mit 10,3 % auf 4,5 Mio. Einheiten überproportional hoch aus, während die Renovation insbesondere aufgrund der geplanten Fördermaßnahmen mit einer Steigerung um 1,9 % auf 9,5 Mio. Einheiten stützen sollte. Der Außentürenmarkt wird ebenfalls einen Rückgang zeigen, der jedoch mit 0,9 % nicht so hoch ausfällt wie im Fenstermarkt. Auch in diesem Segment wird der erwartete Absatz von 1,3 Mio. Außentüren maßgeblich durch die Renovation gestützt, für die mit einem Zuwachs von 1,8 % auf 1 Mio. Einheiten zu rechnen ist, während der Rückgang im Neubau um 9,0 % auf 0,3 Mio. Einheiten weiter belasten wird.

3.2 Besondere Ereignisse des Geschäftsjahres

Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Verwerfungen erfordert die auch für 2024 zu erwartende generell sehr schwierige konjunkturelle Lage, insbesondere die Baukrise, von allen HOPPE-Mitarbeitern, die auch schon für 2023 von der Unternehmensleitung verlangte Grundeinstellung beizubehalten: "1. Krise wahr-nehmen à 2. Risiken minimieren à 3. Chancen nutzen". Den bereits 2023 eingeleiteten Maßnahmen mit dem Schwerpunkt der Kapazitätsanpassungen, einer verbesserten Produktivitätsentwicklung sowie den positiven Effekten auf der Einkaufsseite stehen 2024 nur bescheidene Erwartungen auf der Umsatzseite gegenüber. Natürlich gilt es zunächst weiter, die sich auch in einem schwierigen Marktumfeld bietenden Chancen zu nutzen. Chancen nutzen heißt aber auch, unternehmensinterne Prozess-Verbesserungen in allen Bereichen zu erreichen und sich parallel zur Bewältigung der gegenwärtigen Herausforderungen (weiter) mit den Themen zu beschäftigen, die die Überlebensfähigkeit des Unternehmens zukünftig weiter sichern und möglichst steigern. Die Generalaufgabe der Schaffung zufriedener Kunden ist dabei eine Aufgabe aller Unternehmensbereiche und jeden Mitarbeiters. In gleicher Intensität muss eine erhöhte Wachsamkeit darauf gerichtet sein, vorhandene und neu auftretende Risken zu erkennen, zu analysieren und schließlich zu minimieren.

3.3 Mitarbeiterschaft

Angesichts der erst 2024 vollständig eintretenden Effekte der im Vorjahr durchgeführten Personalmaßnahmen und der sich verhalten entwickelnden Marktbedarfe wird der durchschnittliche Personalbestand 2024 gegenüber dem Vorjahr weiter sinken. Im Werk Crottendorf wird die Bewilligung der Kurzarbeit bis Mai ausgeschöpft werden. Im Bereich der mittel- und langfristigen Personalplanung zählt die Lehrlingsausbildung an den HOPPE-Standorten auch im Jahr 2024 zu den wichtigen Aufgaben. Im August 2024 sollen deshalb 22 neue Lehrlinge in 11 Ausbildungsberufen ihre Ausbildung beginnen. Angesichts der Erfahrungen der Vorjahre stellt die Besetzung aller geplanten Ausbildungsplätze insbesondere an den Standorten Bromskirchen und Crottendorf eine gewisse Herausforderung dar. Eine stimmige, zielgruppen-orientierte Ansprache potentieller Lehrlinge bleibt daher weiterhin Schwerpunkt der konzeptionellen Personalarbeit. Gleichzeitig besteht angesichts anstehender altersbedingter Austritte und der demographischen Entwicklung unverändert die Aufgabe einer gezielten, strukturierten Nachfolge-Planung für bestimmte Positionen. In diesem Zusammenhang wird auch die Führungskompetenz mittlerer Führungskräfte systematisch weiter ausgebaut werden. Als ein Bestandteil wird die bereits bewährte Schulungsreihe "Führung vor Ort" 2024 beibehalten, um die richtige Aufgabenerfüllung innerhalb der vorhandenen Strukturen sowie die konsequente Umsetzung der im Rahmen des HOPPE-Produktions-Systems eingeführten Instrumente und Methoden sicherzustellen. Nur mit passender Informationsvermittlung und der so aufzubauenden Qualifikation können die unverändert hohen Anforde-rungen an Wandlungsbereitschaft und Wandlungsfähigkeit von allen Mitarbeitern und Führungskräften erfüllt werden.

Steigende Anforderungen an eine effiziente und nachhaltige Personalarbeit erfordern im Personalbereich den konsequenten Einsatz der vorhandenen Systeme sowie die laufende Verbesserung der Prozesse. Schwerpunkte werden daher 2024 die elektronische Bereitstellung der Verdienstnachweise sowie die Digitalisierung in der Dokumenten-Verwaltung, aber auch in der Kommunikation mit Mitarbeitern und dem Umfeld sein.

3.4 Umsatz

Das Jahr 2024 wird marktseitig vor allem stark von der Baukrise geprägt sein. Zwar zeigte sich im vierten Quartal 2023 und zu Jahresbeginn 2024 eine gewisse Erholung der Auftragslage und der Umfang der Auftragsstornierungen nahm stark ab, ein Erreichen des Vor-Krisenniveaus zeichnet sich jedoch kurzfristig nicht ab. In einem gewissen Umfang zehren Kunden auch 2024 noch von ihren im Vergleich zum Marktbedarf zu hohen Lagerbeständen. Eine durchschlagende generelle Marktbelebung wird noch eine gewisse Zeit auf sich warten lassen. In den Jahren 2021 und 2022 war HOPPE gezwungen gewesen, aufgrund gestiegener Material- und Energiepreise einen Teuerungs-Zuschlag zu erheben. Nachdem dieser ab April 2023 bereits teilweise zurückgenommen werden konnte, ist der Zuschlag seit Jahresbeginn 2024 vollständig entfallen. Trotz der erforderlichen Preisanpassungen nach oben wird in der Folge das Preisniveau 2024 auf der Verkaufsseite leicht rückläufig sein. In Verbindung mit der generellen Marktlage wird daher für die HOPPE AG, Stadtallendorf, bereits das Erreichen des Vorjahresumsatzes eine besondere Herausforderung darstellen.

Positive Erwartungen bestehen für den Markt Einzelhandel. 2023 war eine weitere Baumarktkette für HOPPE gewonnen worden, bei der nun 2024 diverse Markteinrichtungen anstehen. Sortimentsaktualisierungen bei verschiedenen Kunden werden ebenso Umsatzzuwächse ermöglichen wie die Flächenerweiterung bei einer weiteren Kette, die durch die Verdrängung eines Konkurrenten möglich wird. Im Übrigen wird HOPPE den schwierigen Marktgegebenheiten mit speziellen Vermarktungs-Schwerpunkten begegnen. So wird gemeinsam mit einem Vermarktungs-Partner der eFenstergriff ConnectSense einem erweiterten Kundenkreis angeboten werden können. Die Präsentation von Edelstahl-Schutz-Garnituren findet verstärkt direkt beim Verarbeiter vor Ort statt. Der Trend aus den Vorjahren zu schwarzen Oberflächen besteht unverändert weiter. Das hier bereits bestehende HOPPE-Sortiment wird daher mit den Serien Bergamo und Macau ausgebaut werden. Der eigenständige Geschäftsbereich Komplementär-Marken wird die von ihm betreute Produktmarke ARRONE - The complete range, die das HOPPE-Sortiment mit dem gesamten Beschlagpaket für die Tür komplettiert, erstmals umfassend auf einer in Deutschland stattfindenden internationalen Messe vorstellen. Insbesondere dem deutschen Kundenkreis werden damit weitere Möglichkeiten gezeigt, erforderliche Ergänzungen seiner Sortimente aus einer Hand, nämlich von HOPPE, zu bekommen.

3.5 Innovationen

Angesichts eines gestiegenen Sicherheitsbedürfnisses in den nordischen Ländern stellt HOPPE dem Markt einen abschließbaren Griff für nach außen öffnende Fenster zur Verfügung, der bereits zu Beginn des Jahres 2024 von einem schwedischen Prüfinstitut zertifiziert wurde. Trotz der minimalistischen Bauweise mit sehr schmalen Rosetten und verkröpften Handhaben hält dieser Griff einem Drehmoment bis zu 100 Nm stand. Um einen verbesserten Einbruchschutz im Objektbereich zu ermöglichen, wird das entsprechende Sortiment um abschließbare Ausführungen der Fenstergriff-Serien Amsterdam und Paris in den Materialien Edelstahl und Aluminium einschließlich der bekannten Techniken Secu100 ® , Secustik ® sowie VarioFit ® ergänzt werden. Außerdem sind auch für 2024 weitere Produktentwicklungen in enger Abstimmung mit den Kunden geplant und in Ausarbeitung, wobei hier vor allem die südeuropäischen Märkte sowie der asiatische Raum im Fokus sind.

Produktionsseitig stehen für das Jahr 2024 zunächst die erfolgreiche Durchführung des Überwachungs-Audits für das QU-System und die Rezertifizierung des EnMS an. In diesem Zusammenhang sind zunächst auch ein Update des bereits genutzten CAQ-Programms auf das aktuelle Release sowie die ursprünglich für 2023 vorgesehene Erweiterung des Systems um zusätzliche Module geplant. Die positive Entwicklung zum Ende des Jahres 2023 fortsetzend, muss auch 2024 in allen Werken zwingend der Fokus auf die Steigerung der Produktivität gelegt werden. Dabei wird die weitere, konsequente Implementierung der Elemente des HOPPE-Produktions-Systems erneut einen wesentlichen Beitrag leisten. Entsprechend wird auch das Methoden-Schulungsprogramm in der Fertigung weiter ausgebaut. HOPPE-Fitness-Spezialisten werden Führungskräften und Mitarbeitern die entsprechenden Inhalte vermitteln und diese mit ihnen in der Praxis einüben. Im Werk Stadtallendorf wird ein Schwerpunkt in der weiteren Automatisierung vorwiegend manueller Tätigkeiten liegen, wie z. B. Verpackungstätigkeiten und die Zuführung von Zubehör- und Einbauteilen. Das Werk Bromskirchen wird 2024 zunächst vollständig auf die Zugsteuerung umgestellt werden. Die konstruktive Anpassung von Einbauteilen und die Umstellung des automatisierten Montage-Ablaufs der Secustik ® -Fenstergriffe ermöglichen weitere Effizienzsteigerungen. Im Werkzeugbau wird ein automatisierter Prozess umgesetzt werden, der einen wesentlichen Bearbeitungsschritt zur Vorbereitung der Gießwerkzeuge beinhaltet. Der dann gleichmäßigere und wiederhol-genauere Ablauf ist ein nächster Schritt zur erforderlichen Verbesserung der Gutteil-Quote. Nach der 2023 erfolgten Neustrukturierung der Montage im Werk Crottendorf wird 2024 in diesem Bereich der Schwerpunkt auf der Umsetzung des HPS-Elements "Standardisiertes Arbeiten" liegen.

Im Rahmen der Erneuerung des gruppenweiten ERP-Systems wird Microsoft Dynamics 365 unternehmensweise weiter eingeführt werden. Nach der im Oktober 2023 erfolgten Einführung bei HOPPE (UK) Ltd. sind für 2024 die System-Umstellungen bei HOPPE North America Inc., HOPPE Schweiz und HOPPE Tschechien geplant. Für die HOPPE AG, Stadtallendorf, ist die Systemeinführung im Jahr 2025 vorgesehen. 2024 werden gruppenweit weitere Funktionalitäten von Microsoft Teams als Werkzeug für Kommunikation und Zusammenarbeit eingesetzt. Nachdem bisher lediglich Telefon- und Videokonferenzen sowie Chats mittels Teams stattfanden, werden künftig immer mehr Arbeits- und Projektgruppen Teams als umfassende Arbeitsplattform nutzen. Im ersten Quartal 2024 ist zudem die Erneuerung des Intranets geplant, wobei eine aktuelle Version von Microsoft SharePoint Online die bisherige, von Microsoft nicht weiter unterstützte Technologie ablösen wird.

3.6 Ver- und Entsorgung

Der im Laufe des Jahres 2023 zu beobachtende Preisrückgang auf den Beschaffungsmärkten wird sich 2024 - wenn auch nicht mehr in dem Ausmaß - fortsetzen. Folgerichtig bestätigten sich mit Beginn des Jahres 2024 die Erwartungen weiterer Preissenkungen im mittleren einstelligen Prozentbereich. Entsprechend wird z. B. der Aluminiumpreis für HOPPE 2024 im Vergleich zum Vorjahr im knapp zweistelligen Prozentbereich sinken, auch aufgrund einer überdurchschnittlichen Reduzierung der 2023 extrem stark gestiegenen Bearbeitungsprämien. Als Ergebnis einer globalen Ausschreibung für Edelstahl-Bänder kann von einem deutlich niedrigeren Preis ausgegangen werden, obwohl der Zuliefererwechsel erst im Laufe des Jahres vollzogen werden wird. Ein stetiger Abwärtstrend zeigt sich auch bei den Kunststoffpreisen, bei denen ebenfalls mit einer deutlichen Entlastung im Vergleich zu 2023 gerechnet werden kann.

Um den drastischen Preissteigerungen im Transportgewerbe entgegenzuwirken, hat HOPPE sein Transportvolumen neu ausgeschrieben. Erste Berechnungen zeigen ein relativ hohes Einsparpotential, wobei ein Mittel eine gleichzeitige Routen-Optimierung zur Vermeidung von Mautgebühren ist. Gleichzeitig verzeichnen allerdings die Seefrachtcontainer-Preise aktuell wieder einen erheblichen Anstieg, nämlich von einem gerade erst auf ca. 2.500 € reduzierten Preis auf bis zu 6.000 €. Wegen des Gaza-Kriegs, verbunden mit den Angriffen von Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer, nutzen viele Reedereien statt der Fahrt durch den Suezkanal die Alternativroute um Afrika herum, was erheblich länger dauert und entsprechend mehr kostet. Daraus entstehende eventuelle Lieferketten-Probleme bekam HOPPE bisher nicht zu spüren, kann sie aber für die Zukunft nicht ausschließen.

Die von der HOPPE AG, Stadtallendorf, zu zahlenden Strom- und Gaspreise sind für das Jahr 2024 bereits zu verhältnismäßig günstigen Konditionen vollständig gesichert, so dass für beide Energien das Preisniveau von 2022 unterschritten werden wird. Einen besonders großen Effekt hat dabei die Reduzierung des Strompreises, der 2024 - sowohl auf Börsenbasis wie auch unter Berücksichtigung aller Nebenkosten - in sehr hohem Maß unter dem Durchschnittspreis des Vorjahres liegen wird. Abgesehen von der im Bundeshaushalt 2024 verankerten generellen Reduzierung der Stromsteuer wird HOPPE 2024 keine weitere staatliche Unterstützung, insbesondere keine Preisbremse, in Anspruch nehmen.

3.7 Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage

Die HOPPE-Gruppe verfeinert seit einigen Jahren stetig ihr "Gebäude" eines Risikomanagements, das gleichzeitig vorhandene Risiken vergegenwärtigt und an Chancen orientiert ist. Risiken, die potentiell aus einer nicht ausreichenden Beachtung der für HOPPE relevanten externen und internen Regelwerke entstehen können, wurden und werden regelmäßig aufgezeigt und bewertet. 2020 waren für alle Mitarbeiter gültige Compliance-Richtlinien in Verbindung mit einem gruppenweiten HOPPE-Verhaltenskodex arbeitsvertraglich vereinbart worden, 2021 und 2023 griffen entsprechende Schulungsmaßnahmen mit 11 Modulen in den Schwerpunkten Compliance, Datenschutz und Informationssicherheit den Compliance-Gedanken im Unternehmen auf. Neue Mitarbeiter durchlaufen verpflichtend das gesamte Schulungsprogramm, alle anderen Mitarbeiter werden 2024 erneut in den Themen Korruptionsprävention und Kartellrecht geschult werden. Anfang 2022 ernannte HOPPE einen externen, gruppenweit tätigen Compliance-Beauftragten, der unverändert alle Mitarbeiter bei etwaigen Compliance-Fragen berät. Zudem nimmt er Hinweise zu möglichen Compliance-Verstößen entgegen und bearbeitet diese. Nach wie vor besteht das oberste Ziel darin, Regel-Verstöße möglichst zu vermeiden sowie eingetretene Verstöße schnell zu erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Die im Lieferketten-Sorgfaltspflichten-Gesetz vorgeschriebenen Maßnahmen werden in einem gruppenweiten Projekt ebenso mit Hilfe eines externen Partners bearbeitet wie auch die Erarbeitung eines auch von Kundenseite immer häufiger verlangten Nachhaltigkeitsratings.

Die bisherigen Bausteine des Risikomanagements, wie definierte strategische Zielsetzungen, Ein-Jahres- und rollierende Drei-Monats-Planungen, behalten grundsätzlich ihre Bedeutung. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund sich immer kurzfristiger ändernder Rahmenbedingungen auf den Absatz- und den Beschaffungsmärkten steht seit 2023 eine rollierende Trendbetrachtung im Vordergrund, die in einer rollierenden zwölf- bzw. sechzehnmonatigen Ergebnisvorschau mündet. Das Reporting sowie die daraus abgeleiteten Abweichungsanalysen spiegeln weiter die gruppenweite und funktionsbezogene Sicht wider, ohne die insbesondere für Zwecke der Rechnungslegung erforderliche nationale Sicht zu vernachlässigen. Vorhandene Versicherungsverträge decken so weit wie möglich alle existenzbedrohenden Risiken einschließlich eventueller Forderungsausfälle ab. Das intensive Forderungsmanagement beinhaltet nach wie vor kundenspezifische Risikovorschauen; die Bestandsentwicklung wird unverändert an den kurzfristigen Umsatzerwartungen ausgerichtet und nicht an einer vergangenheitsorientierten durchschnittlichen Bestandshöhe.

2024 kann für die HOPPE AG, Stadtallendorf, ergebnisseitig nur ein Jahr der Schadensbegrenzung sein, in dem der Einstieg in eine signifikante Ergebnisverbesserung oberstes Ziel sein muss. Marktseitig wird derzeit nur von einem Umsatz auf Vorjahresniveau ausgegangen, der mit einem leicht negativen Preiseffekt einhergeht. Neben den insgesamt positiven Preiseffekten auf den Beschaffungsmärkten, ergänzt um weiterreichende Sichtung der Beschaffungsquellen, wird nicht zuletzt aufgrund der erfolgten Umstellung der Fertigung auf das Zugprinzip und der inzwischen umgesetzten Segmentierung in den Werken eine erhebliche Produktivitätssteigerung erwartet, wobei letztere die Erhöhung der Grundentgelte deutlich überkompensieren sollte. Erforderlich ist darüber hinaus ein sehr disziplinierter, auch liquiditätsschonender Umgang mit allen Unternehmensressourcen. Vor diesem Hintergrund wird insbesondere im Fixkostenbereich insgesamt eine Größenordnung auf Vorjahresniveau angestrebt. Maßgeblich sind hier Kapazitätsrückgänge aufgrund natürlicher Fluktuation sowie − trotz Preiserhöhungen − Gemeinkosten höchstens auf dem Niveau von 2023. Zudem wird das erfolgreiche engmaschige Bestände-Management des Vorjahres beibehalten, um sehr schnell auf die jeweilige Marktlage reagieren zu können. In Verbindung mit einem geringeren Investitionsvolumen wird der Kapitalbedarf sinken. Bei vorsichtiger Betrachtung wird hier das 2024 zu erwartende Volumen höchstens dem des Jahres 2023 entsprechen.

Erst in den Folgejahren kann wieder mit einer Marktbelebung gerechnet werden, die dann auf Basis der 2024 sozusagen als "Startrampe" für die Zeit nach der Krise angepassten Strukturen wieder positive Jahresergebnisse ermöglichen wird. 2024 strebt HOPPE für das Betriebsergebnis zwar eine Verbesserung um mehr als die Hälfte und für das Ergebnis vor Steuern eine Steigerung von mehr als 40 % an. Damit werden aber auf beiden Ebenen mit hoher Wahrscheinlichkeit noch einmal negative Ergebnisse zu verzeichnen sein. Erst für 2025 und die dann folgenden Jahre kann wieder mit positiven Ergebnissen gerechnet werden. Maßgeblich dafür sollte eine spätestens dann zu erwartende generelle Marktbelebung sein, die aufgrund der Maßnahmen der beiden letzten Jahre und der für 2024 genannten weiteren Aktivitäten auf ein deutlich niedrigeres Kostenniveau trifft.

4. Erklärung zur Unternehmensführung

Die HOPPE-Personal-Politik orientiert sich bei der Besetzung offener Stellen seit jeher an Passung und Qualifikation und nicht an eher zufälligen Kriterien wie z. B. dem Geschlecht oder der Hautfarbe. Selbstverständlich gilt dies auch und gerade für Führungspositionen. Das vor diesem Hintergrund nur schwer nachvollziehbare "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" verlangt die Festlegung einer Frauenquote. Unter Berücksichtigung der aktuellen Vertragslaufzeit des Alleinvorstands und der gesetzlichen Vorgaben für die Festsetzung einer neuen Erreichensfrist hatte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 25.11.2021 für den Vorstand die bisherige Zielgröße von 0,0 % bei einer Erreichensfrist bis zum 31.12.2026 bestätigt. Unter Berücksichtigung der Eigentumsverhältnisse, der seinerzeit noch ausstehenden Wahl des Arbeitnehmervertreters (m/w/d) im Aufsichtsrat im Jahr 2023, der Sicherstellung einer kontinuierlich erfolgreichen Arbeit des Gremiums und der gesetzlichen Vorgaben für die Festsetzung einer neuen Erreichensfrist hatte der Aufsichtsrat für sich in seiner Sitzung am 25.11.2021 die bisherige Zielgröße von 0,0 % bei einer Erreichensfrist bis zum 31.12.2026 ebenfalls bestätigt. Nach der 2023 erfolgten Wahl des Arbeitnehmervertreters im Aufsichtsrat wird an dieser Zielgröße festgehalten.

Für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands gilt derzeit eine Erreichensfrist bis zum 31.12.2026. Für die erste Führungsebene wird die festgelegte Zielgröße von 25,0 % beibehalten. Für die zweite Ebene unterhalb des Vorstands muss aufgrund des sog. Verschlechterungsverbots die 2021 benannte Quote von 13,0 % weiter angestrebt werden. Allerdings bestätigt sich derzeit die früher schon gemachte Aussage, dass die Zielgröße zumindest in naher Zukunft nur schwer erreichbar sein wird. Begründet ist dies zum einen in den bestehenden Arbeitsverhältnissen und zum anderen in den nur schwer abschätzbaren Nachfolgeregelungen für zu erwartende Verrentungen.

5. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Gemäß § 312 AktG hat die HOPPE AG, Stadtallendorf, einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt, in dem alle Rechtsgeschäfte, die mit der HOPPE Holding AG, Müstair/Schweiz, oder den mit ihr verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, dargestellt und besprochen werden. Der Bericht schließt mit folgender Erklärung:

Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat.

 

Stadtallendorf, den 01. März 2024

HOPPE Aktiengesellschaft

Der Vorstand

gez. Wolf Hoppe

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
A. Anlagevermögen 33.882 36.618
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 70 26
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70 26
II. Sachanlagen 33.812 36.592
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.479 9.479
2. technische Anlagen u. Maschinen 16.420 16.585
3. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 6.372 6.725
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.541 3.804
B. Umlaufvermögen 25.027 28.502
I. Vorräte 20.868 24.963
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.458 12.781
2. unfertige Erzeugnisse 5.104 5.802
3. fertige Erzeugnisse und Waren 5.306 6.379
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.158 3.537
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.369 1.174
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 339 329
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.450 2.033
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1 3
C. Rechnungsabgrenzungsposten 256 217
D. Aktive latente Steuern 3.672 2.077
Bilanzsumme Aktiva 62.837 67.414

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
A. Eigenkapital 12.298 11.104
I. Gezeichnetes Kapital 10.007 10.007
II. Kapitalrücklage 1.291 0
II. Gewinnrücklagen 1.001 1.097
1. gesetzliche Rücklagen 1.001 1.001
2. andere Gewinnrücklagen 0 95
III. Bilanzgewinn 0 0
B. Sonderposten für Investitionszulagen 24 31
C. Rückstellungen 12.623 11.892
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.294 7.587
2. Steuerrückstellungen 0 24
3. sonstige Rückstellungen 5.329 4.280
D. Verbindlichkeiten 37.891 44.388
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.460 5.950
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.443 34.978
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.989 3.461
Bilanzsumme Passiva 62.837 67.414

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
T€ T€
1. Umsatzerlöse 199.063 252.639
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.178 -952
3. andere aktivierte Eigenleistungen 2.433 3.558
Gesamtleistung 200.317 255.246
4. sonstige betriebliche Erträge 1.839 1.946
5. Materialaufwand 107.314 150.218
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 99.473 139.931
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.841 10.287
6. Personalaufwand 64.712 68.566
a) Löhne und Gehälter 53.374 56.828
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 11.338 11.739
- davon für Altersversorgung: T€ 0,00 (Vj. T€ -92)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.875 7.046
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 27.328 33.224
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 5
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.362 1.164
- davon an verb. Unternehmen: T€ -2.220 (Vj. T€ -944)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.806 911
- davon latente Steuern T€ 1.595 (Vj.T€ 375)
12. Ergebnis nach Steuern -4.628 -2.111
13. sonstige Steuern 176 143
14. Jahresüberschuss -4.804 -2.254
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0 1.616
16. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 4.709 0
17. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 95 638
18. Bilanzgewinn 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der HOPPE Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt.

Die HOPPE Aktiengesellschaft ist beim Amtsgericht Marburg unter HRB 3509 registriert. Sitz der Gesellschaft ist Stadtallendorf.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten (Material und Fertigung) und Abschreibungen einbezogen.

Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren, beim beweglichen Anlagevermögen degressiv und linear vorgenommen; die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 13 Jahre, bei anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von nicht mehr als 800 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren (Durchschnittsbewertung, Festwerte) oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen einschließlich Nutzungsentgelt für gemietete Anlagegegenstände einbezogen. Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Auf die Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge wurden aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB gebildet. Bei der Ermittlung wurde der durchschnittliche unternehmensindividuelle Steuersatz von 28,8 % angewandt.

Der Betrag der Pensionsrückstellung wurde auf der Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck ermittelt. Die Bewertung erfolgte im Geschäftsjahr nach der Projected-Unit-Credit-Method (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Anwendung eines Zinssatzes von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %) Es wurde ein Rententrend von 3,0 % angenommen.

Darüber hinaus enthält der Posten mittelbare Pensionsverpflichtungen aus Zusagen der Unterstützungskasse der HOPPE AG e. V. Die Rückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Abzinsung erfolgte mit einem Zinssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %). Erfolgswirksame Veränderungen des Diskontierungssatzes werden in den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit Tageskurs gebucht und zum Bilanzstichtag mit Stichtagskurs bewertet.

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, auf welche die HOPPE Holding AG, Müstair/Schweiz, einen beherrschenden Einfluss ausübt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen wurden in angemessenem Umfang einer Wertberichtigung unterzogen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 339 T€ (Vorjahr 329 T€) aus Liefer- und Leistungsbeziehungen. Soweit gegenüber denselben verbundenen Unternehmen Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen, wurden diese saldiert.

Aktive latente Steuern

Der bilanzierte Aktivwert für latente Steuern wurde aufgrund von temporären Differenzen in verschiedenen Bilanzposten sowie steuerlichen Verlustvorträgen wie folgt ermittelt:

Latente Steuern
in T€ aktiv passiv
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 81
Pensionsrückstellungen u. ä. 1.306
Jubiläumsrückstellungen 114
Rückstellungen für drohende Verluste Material 5
Vorräte 45
Rückstellungen für Urlaubsansprüche 23
Verlustvortrag aus GewSt 1.230
Verlustvortrag aus KöSt und Soli 868
Bilanz zum 31.12.2023 3.672

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt gemäß Eintragung im Handelsregister 10.006.800,00 € und ist eingeteilt in 1.345.000 Inhaberaktien zu je 7,44 €.

Die gesetzliche Rücklage erreicht die geforderte Höhe von 10 % des Grundkapitals (1.000.680,00 €).

Aufgrund einer freiwilligen Zuzahlung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB durch die HOPPE Holding AG als Alleinaktionärin ist die Kapitalrücklage unterjährig auf 6.000.000 € gestiegen.

Der Bilanzgewinn ergibt sich unter Berücksichtigung einer Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von 4.708.984,04 € sowie anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 95.268,14 €.

In Höhe der bilanzierten aktiven latenten Steuern (3.672 T€) besteht eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB.

Nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe des positiven Unterschiedsbetrags von 77 T€ aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen.

Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse

Für Investitionszulagen und -zuschüsse wurde ein Sonderposten gem. § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB gebildet. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagen und wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Strukturkosten (1.536 T€), Jubiläumszuwendungen (913 T€), Zeitguthaben Mitarbeiter (580 T€), Gewährleistungen (711 T€), Urlaubsrückstellungen (774 T€) sowie Kundenboni (489 T€).

Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden nach versicherungsmathematischen Grund-sätzen ermittelt. Die Abzinsung erfolgte mit einem Zinssatz von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %).

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 157 T€ (Vorjahr 157 T€) aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 667 T€ (Vorjahr 664 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 765 T€ (Vorjahr 727 T€).

Die für die einzelnen Verbindlichkeiten bestehenden Restlaufzeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamt < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.460 2.460
(5.950) (5.950)
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 32.443 32.443
(34.978) (34.978)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Sonstige Verbindlichkeiten 2.989 2.322 667
(3.461) (2.797) (664)
Gesamt 37.892 37.225 667
(44.389) (43.725) (664)

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Regionen:

2023 2022 2021
T€ T€ T€
Inland 72.91 92.227 94.132
Ausland 11.479 13.729 13.470
verbundene Unternehmen 114.612 146.683 124.875
199.062 252.639 232.477

Materialaufwand

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von 3.900 T€ mindernd berücksichtigt. Diese betreffen Zuschüsse des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aus den Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP) zur temporären Kostendämpfung des Erdgas- und Strompreisanstiegs.

Währungsumrechnung

Ergebnisse aus der Umrechnung von Fremdwährungen in Euro sind in den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" in Höhe von 214 T€ (Vorjahr: 285 T€) und in den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" in Höhe von 99 T€ (Vorjahr: 498 T€) enthalten.

Abschreibungen

Das Ergebnis des Geschäftsjahres wurde durch die Vornahme steuerlicher Sonderabschreibungen in früheren Jahren beeinflusst. Der Ergebniseffekt im aktuellen Geschäftsjahr aufgrund niedrigerer planmäßiger Abschreibungen beträgt vor allem für in früheren Jahren errichtete Gebäude 66 T€. Die niedrigeren Wertansätze wurden nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB fortgeführt.

Aufzinsung von Rückstellungen

In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ist ein Betrag in Höhe von 112 T€ (Vorjahr: 188 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen (Pensionsrückstellungen, Jubiläumsrückstellungen) enthalten.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Fahrzeug- und Fahrrad-Leasingverträgen betragen auf den Bilanzstichtag insgesamt 1.350 T€ (Vorjahr: 1.273 T€).

Die Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen zum Bilanzstichtag insgesamt 255 T€ (Vorjahr: 412 T€).

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2023 2022 2021
Angestellte 363 368 366
gewerbliche Mitarbeiter 953 1.077 1.045
Mitarbeiter gem. § 267 Abs. 5 HGB 1.316 1.445 1.411
Zeitarbeiter 43 170 220
kaufmännische Lehrlinge 9 11 13
gewerbliche Lehrlinge 49 52 59
Mitarbeiter gesamt 1.417 1.678 1.703

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 setzt sich wie folgt zusammen:

Gesamthonorar Abschlussprüfer 2023 T€
a) Abschlussprüfungsleistungen 89
b) andere Bestätigungsleistungen
c) Steuerberatungsleistungen 62
d) sonstige Leistungen 12
Gesamt 163

Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die HOPPE Holding AG, Müstair/Schweiz. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der Muttergesellschaft einsehbar.

Organe der Gesellschaft

Vorstand der HOPPE Aktiengesellschaft ist Wolf Hoppe.

Die Angabe der Bezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Christoph Hoppe, Unternehmer

Stellvertretender Vorsitzender: Christoph Schütz, Kaufmännischer Angestellter

Arbeitnehmervertreter: Alexander Weiß, Technischer Angestellter

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 12 T€ (Vorjahr: 12 T€).

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, eine Entnahme in Höhe 4.708.984,04 € aus den Kapitalrücklagen sowie eine Entnahme in Höhe von 95.268,14 € aus den anderen Gewinnrücklagen vorzunehmen. Nach Verrechnung des Jahresfehlbetrages in Höhe von 4.804.252,18 € mit dem Gewinnvortrag beträgt der Bilanzgewinn 0,00 €.

 

Stadtallendorf, den 01. März 2024

HOPPE Aktiengesellschaft

Der Vorstand

gez. Wolf Hoppe

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 zum Stand 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen (U) Abgänge Umbuchungen (U) 31.12.2023
T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.088 62 0 2.149
2. Firmenwert 1.023 0 0 1.023
3.111 62 0 3.172
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 52.579 224 0 53.106
303 (U)
2. Technische Anlagen und Maschinen 91.040 1.733 447 94.668
2.342 (U)
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.633 1.323 978 51.434
456 (U) 493 (U)
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.804 1.350 512 1.541
3.101 (U)
198.056 4.630 1.937 200.749
3.101 (U) 3.101 (U)
Anlagevermögen 201.167 4.692 1.937 203.921
Umbuchungen/Zuschreibungen 3.101 (U) 3.101 (U)
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen (U) Abgänge Zuschreibungen 31.12.2023
T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.061 18 0 2.079
2. Firmenwert 1.023 0 0 1.023
3.084 18 0 3.102
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 43.100 526 0 43.626
2. Technische Anlagen und Maschinen 74.455 4.240 446 78.249
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.909 2.091 938 45.062
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
161.464 6.857 1.384 166.937
Anlagevermögen 164.548 6.875 1.384 170.039
Umbuchungen/Zuschreibungen
Nettobuchwerte
31.12.2023 01.01.2023
T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70 26
2. Firmenwert 0 0
70 26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 9.479 9.479
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.420 16.585
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.372 6.725
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.541 3.804
33.811 36.592
Anlagevermögen 33.881 36.618
Umbuchungen/Zuschreibungen

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HOPPE AG, Stadtallendorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HOPPE AG, Stadtallendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden- geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HOPPE AG, Stadtallendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeiten des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unsererer Prüfung feststellen.

 

Gummersbach, den 1. März 2024

dhpg Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Lange, Wirtschaftsprüfer

Erger, Wirtschaftsprüfer

Beschluss über die Gewinnverwendung

Die Hauptversammlung hat in ihrer ordentlichen Sitzung am 21. März 2024 beschlossen, den Bilanzgewinn von 0,00 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr und überwachte laufend die Geschäftsführung der HOPPE AG, Stadtallendorf. Insbesondere der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand in ständigem Kontakt mit dem Vorstand. In regelmäßigen Besprechungen erörterte er mit ihm die Geschäftsentwicklung insgesamt sowie wichtige Einzelvorgänge und beriet ihn in Fragen der Unternehmens-Führung. Dazu ließ er sich kontinuierlich und umfassend über die Lage der HOPPE AG insgesamt und die Situation in den einzelnen Werken berichten.

Es wurden regelmäßig Besuche in den Werken durchgeführt. Aber auch die Entwicklungen auf der Vermarktungs-Seite wurden vor dem Hintergrund der schwierigen Situation in den meisten Märkten eng verfolgt. Durch ihre Teilnahme an verschiedenen Planungsrunden verschafften sich die Aufsichtsräte regelmäßig einen aktuellen Überblick über die Situation des Unternehmens und über die geplanten Aktivitäten.

Die mündliche Berichterstattung des Vorstands in den Aufsichtsrats-Sitzungen wurde mit schriftlichen Unterlagen vorbereitet, die jedes Aufsichtsrats-Mitglied rechtzeitig vor der jeweiligen Sitzung erhielt.

Am 1. März 2023 wurde der Arbeitnehmer-Vertreter (m/w/d) im Aufsichtsrat neu gewählt. Der neue Arbeitnehmer-Vertreter ist Herr Alexander Weiß. Er wurde und wird sowohl intern von seinem Vorgänger und seinen Kollegen auf seine Aufgaben vorbereitet wie auch durch externe Seminare zu seinen Tätigkeiten befähigt, beispielsweise durch ein von der Gesellschaft bezahltes mehrtägiges Seminar zu "Aufsichtsrat Teil I - für Arbeitnehmervertreter gewählt nach dem DrittelbG". Insbesondere der Vorsitzende des Aufsichtsrats wies ihn darüber hinaus umfassend in die Arbeit des Gremiums ein.

Im Anschluss an die Hauptversammlung am 24. März 2023 fand die konstituierende Sitzung des neuen Aufsichtsrats statt, in der Herr Christoph Hoppe als Vorsitzender und Herr Christoph Schütz als stellvertretender Vorsitzender bestätigt wurden.

2023 blieb Compliance als Bestandteil des Risikomanagements ein wichtiges Thema auch der Tätigkeit des Aufsichtsrats. Risiken, die potentiell aus einer nicht ausreichenden Beachtung der für HOPPE relevanten externen und internen Regelwerke entstehen können, wurden aufgezeigt und bewertet. Der Aufsichtsrat misst - ganz im Sinne der Werte-basierten Führung - einem integren und verantwortungsvollen Handeln aller grundlegende Bedeutung zu und anerkennt, dass regelkonformes Verhalten eine Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg ist. Vor diesem Hintergrund begrüßt er, dass regelmäßig entsprechende Schulungen aller Mitarbeiter durchgeführt bzw. aufgefrischt werden.

Das Umfeld zeigte sich im abgelaufenen Jahr noch schwieriger als 2022. Zum Krieg Russlands gegen die Ukraine kam der Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober mit seinen Folgen nicht nur für die Region selbst. Die danach begonnenen Angriffe der Huthi auf Handelsschiffe im Roten Meer führten und führen konkret zu weiteren Problemen in den Lieferketten. Besonders traf das Unternehmen als Bauzulieferer die Krise im deutschen Wohnungsbau. Und auch in weiteren Märkten der Gesellschaft, beispielsweise China, wuchs die Bauwirtschaft nicht wie geplant. Der Lagerabbau bei den Kunden trug ebenfalls zu einem geringeren Auftragseingang bei. In der Folge musste u. a. in zwei Werken Kurzarbeit genutzt werden. Insbesondere die Planung und Umsetzung der darüber hinaus notwendig gewordenen Personal-Maßnahmen ließ sich der Aufsichtsrat detailliert vom Vorstand erläutern und beriet eingehend in unterschiedlichen Kreisen mit ihm darüber.

Zusammengefasst muss der Geschäftsverlauf 2023 der HOPPE AG, Stadtallendorf, wie auch der Vorstand in seinem Lagebericht bewertet und begründet, angesichts des deutlich negativen Jahresergebnisses als überaus unbefriedigend beurteilt werden. Dies gilt umso mehr, als zum einen im zweiten Jahr in Folge ein erheblicher Verlust festzustellen war und zum anderen dieser auch noch höher ausfiel als im Vorjahr.

Die Stärkung des Eigenkapitals der HOPPE AG durch eine freiwillige Zuzahlung der Alleinaktionärin begrüßt der Aufsichtsrat.

Gerade vor dem Hintergrund des äußerst kritischen Umfeldes schließen sich die Aufsichtsräte den Aussagen des Vorstandes an, dass es mehr denn je nötig ist, im Unternehmen durch verbesserte Strukturen und Abläufe jetzt eine gute "Startrampe" für die Zeit nach der Krise zu schaffen. Dazu gehört beispielsweise die vollständige Umsetzung des HOPPE-Produktions-Systems. Eine bessere Entwicklung wird für das Jahr 2025 gesehen.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeitern, die im abgelaufenen Jahr trotz der erschwerten Rahmenbedingungen von außen mitgezogen und gute Arbeit geleistet haben.

Für seine vor dem Hintergrund insbesondere des sehr schwierigen Umfeldes geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand seinen besonderen Dank aus. Seine frühzeitige und gute (Krisen-) Kommunikation hat den Mitarbeitern Orientierung in der Multikrise gegeben.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der Buchführung und der Abhängigkeitsbericht wurden von der dhpg Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bunsenstraße 10a, 51647 Gummersbach, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat sich das Prüfungsergebnis intensiv erläutern lassen, es in der entsprechenden Sitzung detailliert mit dem Vertreter von dhpg durchgesprochen. Er hat es zustimmend zur Kenntnis genommen.

Er hat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht und den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns intensiv geprüft. Seine Fragen dazu wurden in der entsprechenden Aufsichtsratssitzung zufriedenstellend beantwortet. Es ergaben sich keine Beanstandungen. Er hat deshalb den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat erklärt sich mit dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns einverstanden.

 

Stadtallendorf, den 21. März 2024

Christoph Hoppe, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 21. März 2024 festgestellt.

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