Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 12150
Eingetragen
26.8.2003
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von SportgerätenHerstellung von Spielwaren
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Sport-Spiel- und Freizeitartikeln. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Pieter Coelewij
seit 15.6.2020
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Dornseif Holding GmbH & Co. KG
Germany
525.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HUDORA GmbH

Erkrath (vormals: Remscheid)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der HUDORA GmbH, Erkrath

1. Grundlagen des Unternehmens

HUDORA wurde 1919 von Hugo Dornseif in Radevormwald gegründet. Daraus ging 1980 die HUDORA GmbH hervor. Sie ist zu 100 % im Familienbesitz und nicht kapitalmarktorientiert. Die rechtliche Firmenstruktur hat sich in 2023 nicht verändert. Zusätzlich wurde ein dreiköpfiger Beirat zur Unterstützung der Geschäftsleitung installiert. Die neue Struktur des Beirats markiert den Beginn einer neuen Ära: Die Gründerfamilie Dornseif des über 100 Jahre alten Unternehmens wird sich künftig auf ihre Gesellschafterrolle fokussieren. HUDORA bleibt somit ein "ambitioniertes" Familienunternehmen und ein verlässlicher Partner für Lieferanten, Partner, Kunden und Mitarbeiter. Mit dem neuen Beirat verstärkt sich das Unternehmen mit neuem, externem Sachverstand. Im Beirat sind ausgewiesene Fachleute aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen vertreten.

Die HUDORA GmbH vertreibt Freizeitsport & Spielartikel hauptsächlich an Abnehmer aus dem Handel in den Vertriebslinien Online, Großfläche und Fachhandel. Endverbraucher werden nicht bedient. Der Schwerpunkt liegt in der Belieferung des inländischen Marktes. Forciert werden sollen zudem auch die internationale Expansion sowie die Entwicklung neuer Geschäftsfelder mit Unterstützung und Expertise des neuen Beirat Gremiums.

Die Produktion erfolgt ausschließlich in Fremdfertigung, hauptsächlich in Fernost. Es gibt ein Tochterunternehmen in Fernost zur besseren Koordination. HUDORA entwickelt die Produkte eigenständig in Deutschland.

HUDORA nimmt eine marktführende Stellung im deutschen B2B-Markt für Freizeitgüter aus den Bereichen Sport und Outdoor ein. Diese Position gilt es weiter auszubauen und zu verstärken. Insbesondere den Wünschen und Interessen der Endverbraucher soll noch mehr Rechnung getragen werden. Das Unternehmen arbeitet ganzheitlich daran, ökonomische, soziale und ökologische Aspekte zu berücksichtigen. Dazu gehört auch die Kontrolle der dauerhaften Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und Standards in der Fertigung und externe Warenprüfungen. HUDORA ist seit 2008 Mitglied bei der BSCI (Business Social Compliance Initiative).

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche

Nachfolgend wird zunächst die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des für die HUDORA maßgeblichen Hauptabsatzmarktes Deutschland und die der Branche der Spielwarenhersteller dargestellt, um in diesem Kontext den eigenen Geschäftsverlauf zu betrachten.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt auf das Kalenderjahr betrug der Rückgang noch 0,1 %. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten.

Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen.

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr und lagen damit weiter unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-2,1 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die Inflationsrate, gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahr, lag im Jahresdurchschnitt 2023 voraussichtlich bei 5,9 % und damit weiterhin auf einem hohen Niveau.

Der unter anderem wichtige Spielwarenmarkt schrumpfte in 2023 erneut auf 4,5 Mrd. Euro um knapp 5 % (Basis: Statista). Die relevante Kategorie "Outdoor & Sports" gab dabei um rund 18 % nach (Basis: Circana). Sinkende Margen, weiter hohe Lagerbestände, gestiegene Kosten und der Mangel an Fachkräften machen der Branche zu schaffen.

2.2 Geschäftsverlauf und Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Auch HUDORA konnte sich dem Trend - insbesondere aufgrund einer stark gesunkenen Risikobereitschaft des Handels in Deutschland - nicht entgegensetzen, hat aber in 2023 die Weichen für das zukünftige Geschäft gestellt.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft haben sich gegenüber 2022 um 6.154 TEUR sehr deutlich vermindert.

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse - Materialaufwand) ist im Vergleich zum Vorjahr absolut um 48,4 % gesunken (2023: 2.250 TEUR; 2022: 4.646 TEUR), die Rohertragsmarge (Rohertrag / Umsatzerlöse) ist von 26,7 % im Jahr 2022 auf 20,0 % in 2023 leicht gesunken.

Die Personalkosten haben sich in 2023 mit 2.803 TEUR zu 2022 mit 2.812 TEUR um 9 TEUR verringert; es waren im Durchschnitt 38 Mitarbeiter beschäftigt.

Das Unternehmen ist bankenunabhängig finanziert und jederzeit in der Lage, fällige Verbindlichkeiten mit Skontonutzung auszugleichen.

Die liquiden Mittel belaufen sich auf 1.044 TEUR (2022: 2.670 TEUR), was einer Minderung von TEUR 1.626 entspricht. Dies ist in erster Linie auf die schlechtere Umsatzentwicklung der HUDORA GmbH als auch der HUDORA Asia Ltd. zurückzuführen, durch die keine Gewinnausschüttung in 2023 erfolgte.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 86,3 % bei einem Eigenkapital von 11.857 TEUR (im Jahr 2022 bei 90,3 % mit einem Eigenkapital von 17.121 TEUR) bei einer um 5.214 TEUR gesunkenen Bilanzsumme.

Das Sachanlagevermögen ist im Jahr 2023 um 579 TEUR auf 52 TEUR stark gesunken (2022: 631 TEUR). Grund dafür waren die Anlagenabgänge der Bauten auf fremden Grundstücken. Der Rückgang ist weiterhin auf Anlagenabgänge im Rahmen des Umzugs der Büroräumlichkeiten von Remscheid nach Erkrath zurückzuführen.

Das Vorratsvermögen ist um 2.718 TEUR auf 6.338 TEUR gesunken (2022: 9.056 TEUR). Ursächlich waren ein sehr hoher Lagerbestand zum Ende 2022 aufgrund von Kaufzurückhaltung der Endverbraucher sowie hohe Lagerbestände im Handel. In 2023 erfolgte gezielt der Abbau dieser Bestände trotz weiterhin erhöhter Lagerbestände im Handel.

Die sonstigen Rückstellungen sinken im Vergleich zum Vorjahr um 459 TEUR von 847 TEUR auf 388 TEUR. Ausschlaggebend hierfür war die Auflösung der Rückstellung für den Rückbau der Immobilie aufgrund des Umzugs von Remscheid nach Erkrath.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 685 TEUR stark erhöht. Hauptgrund dafür waren Rechnungen unserer chinesischen Lieferanten zum Stichtag.

Die interne Steuerung der Gesellschaft erfolgt vor allem anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse sowie dem Ergebnis vor Steuern (entspricht dem Ergebnis nach Steuern zuzüglich der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag). Sowohl Umsatzerlöse (2023: 11.269 TEUR; 2022: 17.423 TEUR) als auch das Ergebnis vor Steuern (2023: -5.240 TEUR; 2022: 2.546 TEUR) sind im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken. Eine rückläufige Entwicklung war in der Planung enthalten, hat sich jedoch aufgrund stärker ausbleibender Nachfrage stärker dargestellt als ursprünglich prognostiziert.

3. Prognosebericht

Bei der Prognose haben wir einen Zeitraum von einem Jahr zugrunde gelegt. Die getroffenen Annahmen und Erwartungen über die künftige Entwicklung der Gesellschaft erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen. Aufgrund der Zukunftsorientierung sind sie jedoch mit Unsicherheit behaftet. Wir gehen von einem leicht verbesserten Jahresergebnis in 2024 aus. Dies bedeutet eine Verbesserung der Umsatzerlöse um 30 % und des Ergebnisses vor Steuern von 2,2 Mio. EUR. Zwar gehen wir weiterhin von einer anhaltenden Risikoaversion des Handels sowie einer weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage und Kaufzurückhaltung beim Endkonsumenten aus, dennoch werden Flexibilität in den Angebotsoptionen, selektiver Vertrieb, Internationalisierung, neue Produkte sowie sportliche Events einen positiven Einfluss auf das Jahresergebnis haben. Gleichzeitig setzt HUDORA auf kontinuierliche Investitionen in das Marketing und damit das Ziel einer langfristigen Stärkung der traditionsreichen und starken Marke. Dies geschieht sowohl gegenüber Händlern in Form von Kooperationen als auch im direkten Austausch mit dem Endkonsumenten über eigene Online Kanäle und vermehrte Social Media Aktivitäten.

Der Aspekt der Investition in die Wahrnehmung als qualitative Marke ist dabei besonders wichtig, auch bei der generellen Entwicklung der Preissteigerung von Waren und Dienstleistungen und dient als wichtiger Baustein in der Abgrenzung zu ähnlichen Produkten von Drittanbietern.

4. Risiko- und Chancenbericht

Knapp 45 Millionen Menschen im Kernmarkt Deutschland haben laut Statista ein Interesse an Sport. Mehr als 33 Millionen Menschen treiben dabei mindestens einmal im Monat Sport, rund 14 Millionen sogar mehrmals wöchentlich. Durchschnittlich treiben die Menschen nach aktuellen Zahlen in Deutschland 34 Minuten Sport pro Tag und damit 5 Minuten mehr als vor 10 Jahren. Unter die Top 10 Sportarten fallen nach Fitness und Laufen Fußball, Basketball und Radfahren. Die Produkte von HUDORA setzen genau hier an und fördern einen frühen Einstieg in die Bewegung und begleiten die Menschen bei ihrem sportlichen Weg in der Freizeit. Eine ausreichend große Zielgruppe mit steigender Tendenz ist somit gegeben.

Der Besuch der Internationalen Sportmesse in München im Herbst 2023 und Spielwarenmesse im Januar 2024 in Nürnberg zeigt eine verhalten optimistische Stimmung im Handel. Insbesondere international ist die Stimmung noch einmal deutlich stärker als in Deutschland.

Weltweit wird ein Umsatzwachstum in der Sportbranche von 8-10 % bis 2025 erwartet. FürHUDORA bedeutet das erhebliche Chancen im Wachstum, zunächst mit europäischen Partnern.

Durch das zurückhaltende Kaufverhalten der Endkonsumenten kommt es weiterhin zu einer angespannten Lagersituation bei den Handelspartnern. Dies bedeutet auch eine Unsicherheit für die Lieferanten, da diese aktuell wenig Aufträge haben und an Überkapazitäten leiden. Die HUDORA sieht hier aber nach wie vor ein geringeres Risiko, da sie mit dem Großteil der Lieferanten eine enge und vertrauensvolle Partnerschaft verbindet und sich stets im engen Austausch befindet. Zudem wird gemeinsam an einer Flexibilisierung der Mengen gearbeitet. Der Weg der Konzentration auf wenige starke Lieferanten wird fortgesetzt.

Aufträge in US-Dollar werden über Devisen-Termingeschäfte abgesichert.

Bezüglich der Kundenstruktur gibt es weiterhin große Veränderungen am Markt. Der stationäre Handel hat zwar grundsätzlich wieder an Bedeutung gewonnen, allerdings stehen eine Vielzahl der Einzelhändler vor großen, finanziellen Problemen. Ähnlich sieht es bei vielen der reinen Onlinehändler aus. Marktplätze gewinnen weiter an Bedeutung. Da die HUDORA aber über ein breites Portfolio mit vielen starken Partner verfügt, ist das Ausfallrisiko sehr reduziert. Zusätzlich werden Forderungsausfall-Risiken durch eine Kreditversicherung weitestgehend ausgeschlossen. Der Absatz über Marktplätze hat auch in 2023 deutlich an Bedeutung gewonnen und wird auch in 2024 - auch aufgrund der angestrebten Internationalisierung - weiter steigen. Die Bedeutung von Amazon wird sicherlich weiter zunehmen, was mit einer Erhöhung der Abhängigkeit einhergehen wird. Hier wird gezielt daran gearbeitet, weitere Marktplatzanbieter anzubinden und zu stärken.

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Zur bilanziellen Abbildung wird die Einfrierungsmethode angewandt.

HUDORA verfügt über eine Glasfaserleitung und eine VDSL-Leitung eines separaten Anbieters mit 200 Mbit als Fallback-Lösung. Eine DSL-Leitung eines dritten Anbieters steht für den Notfall bereit. Das EDV System basiert auf einer hochverteilten Plattform-as-a-Service von Google Inc. Die darunterliegende Infrastruktur nutzt state-of-art global verteilte highreplication eventual-konsistente Datenbankmodelle. Ein längerer Ausfall von Google Inc. ist äußerst unwahrscheinlich. Zusätzlich werden aktuelle Daten in einem Cloud Service vorgehalten, so dass ein Wiederanlauf innerhalb weniger Tage gewährleistet wäre. Aufgrund der Cloud Struktur sind Ausfälle wegen Viren oder Hardwaredefekten ausgeschlossen. Alle IT-Systeme sind durch2-Factor-Authentifizierung gegen unbefugte Zugriffe von außen geschützt.

Eine Produkthaftpflichtversicherung deckt die Produkthaftungsrisiken ab. Kurzfristige Änderungsrisiken der gesetzlichen Vorgaben für die Produkte können durch aktive Mitarbeit in den entsprechenden Gremien und intensive Beobachtung des Umfeldes weitgehend reduziert werden.

Risiken aus der Änderung der Kundenstruktur werden durch das Finanzcontrolling beobachtet. Informationen aus dem Controlling und der Buchhaltung werden monatlich in der Geschäftsleitung besprochen und analysiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können. Es werden Quartalsberichte erstellt und den Gesellschaftern sowie dem Beirat vorgelegt.

Die Fokussierung des Marketings und Vertriebs auf die Stärkung der Marke "HUDORA" bietet gute Aussichten auf langfristigem Umsatz- und Ertragswachstum.

5. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu dem im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Bankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Devisensicherungsgeschäfte. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen, dabei werden Macrohedges gebildet. Als Sicherungsinstrumente werden Devisentermingeschäfte zur Steuerung des Währungsrisikos - ausschließlich im Zusammenhang mit der Finanzierung des Liefer- und Leistungsverkehrs mit ausländischen Lieferanten als Grundgeschäft - eingesetzt. Die Kontrakte werden nur über Banken abgewickelt, die über höchste Bonität verfügen. Die Fälligkeit sämtlicher Terminkontrakte ist innerhalb von 6 Monaten nach Bilanzstichtag.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird für jedes wesentliche Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement, ein effizientes Mahnwesen und eine Warenkreditversicherung.

6. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Maßgebend für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens ist der Bereich Forschung und Entwicklung. Die aktive Mitarbeit unseres Quality Managements bei den Standardisierungsgremien (DIN und auf europäischer Ebene CEN) gehört weiterhin zum Selbstverständnis des Unternehmens. Dies trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung unserer Produktqualität bei und damit einhergehend einer permanenten Verbesserung der Herstellungsprozesse und anschließender Qualitätskontrollen.

Die HUDORA GmbH greift auf hochmotiviertes Personal im Bereich der Produktentwicklung zurück, welches sich einerseits durch langjährige Erfahrung als auch durch Innovationskraft, technisches know how und Kundenzentrierung auszeichnet. Zusätzlich erfolgt eine enge und verzahnte Zusammenarbeit in der Produktentwicklung zwischen Lieferant, Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb, Kunden und Endkunden. Diese Form der Produktentwicklung vereint produkt-, markt-, sortiments- und trendrelevante Themen und ist ein wichtiger Baustein innerhalb der Neuentwicklung von Produkten und bei der Ausrichtung des Sortiments.

 

Erkrath, 28. Mai 2024

HUDORA GmbH

Geschäftsführung

Pieter Coelewij

Hasko Heinrici

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

HUDORA GMBH, ERKRATH

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 56.702,20 639.424,20
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.456,00 7.603,00
II. Sachanlagen 52.222,00 630.797,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 455.202,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.222,00 175.595,00
III. Finanzanlagen 1.024,20 1.024,20
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.024,20 1.024,20
B. UMLAUFVERMÖGEN 13.580.123,60 18.223.300,71
I. Vorräte 6.338.249,82 9.056.346,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.197.614,31 6.496.729,76
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 283.956,35 (Vorjahr: EUR 450.174,88)
- davon Forderungen gegen Gesellschafter: EUR 4.518.438,05 (Vorjahr: EUR 4.382.401,53)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.044.259,47 2.670.224,83
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 108.653,88 96.953,51
13.745.479,68 18.959.678,42

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 11.856.957,59 17.120.981,59
I. Gezeichnetes Kapital 525.000,00 525.000,00
II. Kapitalrücklage 994.914,45 994.914,45
III. Gewinnvortrag 15.601.067,14 13.216.529,48
IV. Jahresfehlbetrag (i. V. Jahresüberschuss) -5.264.024,00 2.384.537,66
B. RÜCKSTELLUNGEN 626.504,59 1.193.849,85
C. VERBINDLICHKEITEN 1.262.017,50 644.846,98
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 20.622,02 (Vorjahr: EUR 18.869,68)
13.745.479,68 18.959.678,42

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 3.216.961,93 6.200.382,78
2. Personalaufwand 2.803.262,88 2.812.278,87
a) Löhne und Gehälter 2.390.832,17 2.235.283,78
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 412.430,71 576.995,09
- davon für Altersversorgung: EUR 2.046,02 (Vorjahr: EUR 175.732,08)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 226.620,26 234.176,59
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.568.244,05 5.242.819,95
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 158.620,43 (Vorjahr: EUR 1.154.437,73)
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 4.363.089,27
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 4.363.089,27)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 143.541,75 33.657,32
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 138.300,84 (Vorjahr: EUR 33.657,32)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.707,00 49.605,58
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.119,99 -143.811,64
9. Ergebnis nach Steuern -5.244.450,50 2.402.060,02
10. Sonstige Steuern 19.573,50 17.522,36
11. Jahresfehlbetrag (i. V. Jahresüberschuss) -5.264.024,00 2.384.537,66

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der HUDORA GmbH, Erkrath

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die HUDORA GmbH (nachfolgend auch "Gesellschaft") mit Sitz in Erkrath ist im Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal unter der Nummer HRB 12150 eingetragen.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes in den jeweils gültigen Fassungen aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die dem Jahresabschluss des Vorjahres zu Grunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert angewendet.

Das immaterielle und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 werden aus Gründen der Wesentlichkeit im Geschäftsjahr in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. In US-Dollar fakturierte Waren wurden zum Tageskurs der Erstverbuchung bzw. bei Anschaffungen in Verbindung mit Devisentermingeschäften mit dem gesicherten Kurs bewertet. Bei der Bewertung wurde das Imparitätsprinzip beachtet, somit sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen sind zu ihrem Nominalwert angesetzt.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich mit ihrem Nominalbetrag. Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen wurden ausgebucht. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt.

Die Kassen- und Bankbestände wurden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Höhe gebildet, in der im Berichtsjahr Zahlungen erfolgten, die Aufwand für das Folgejahr oder spätere Perioden darstellen.

Das Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Pensionsverpflichtung wird nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected Unit Credit Method" (PUC-Methode) bewertet. Die Pensionsrückstellung ist danach unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und eines Rententrends von 1 % mit dem versicherungsmathematischen Teilwert gebildet worden.

Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 1,82 % angesetzt (Vorjahr: 1,78 %). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahren ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 7. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens, die Rückdeckungsansprüche aus einer Lebensversicherung und ein Bankbestand wurden zur Rückdeckung der Pensionsrückstellung für eine ehemalige Geschäftsführerin erworben und an diese verpfändet. Sie stellen Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB dar und müssen daher mit der besicherten Pensionsverpflichtung saldiert werden. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Dabei wurden die Wertpapiere des Anlagevermögens mit ihrem Kurswert zum Bilanzstichtag und der Bankbestand zum Nominalwert erfasst. Die Rückdeckungsversicherung wird mit ihrem Aktivwert nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet.

Bei einer Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 918 (Vorjahr TEUR 1.009) ergibt sich bei einem Zeitwert des Deckungsvermögens von TEUR 680 (Vorjahr TEUR 663) zum Bilanzstichtag eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 238 (Vorjahr TEUR 346). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 637 (Vorjahr TEUR 637).

Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden wurden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Sofern Devisentermingeschäfte abgeschlossen wurden, erfolgt die Bewertung der geschlossenen Positionen mit dem gesicherten Kurs.

III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel gesondert dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen in Höhe von TEUR 284 zugleich Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, dar. Die Forderungen gegen Gesellschafter stellen in gleicher Höhe Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, dar.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen in Höhe von TEUR 20 zugleich Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, dar.

IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Durch den Umzug von Remscheid nach Erkrath wurden Rückstellungen i. H. v. TEUR 564 für den Rückbau der Immobilie in Remscheid ertragswirksam aufgelöst. Aus den Anlagenabgängen resultiert ein Verlust über TEUR 369.

V. SONSTIGE ANGABEN

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 794 und resultieren aus dem neuen Mietvertrag für Erkrath mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2026 (TEUR 700) und Leasingverträgen mit Laufzeiten bis max. 2026 (TEUR 94).

Es gibt im Rahmen der Haftungsverhältnisse einen Kreditauftrag zugunsten des verbundenen Unternehmens Hudora Asia Limited, Hongkong, Volksrepublik China in Höhe von TUSD 500. Die Umrechnung erfolgt mit dem Stichtagskurs. Aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tochtergesellschaft besteht kein Risiko der Inanspruchnahme.

Die Gesellschaft hält alle Anteile an der Hudora Asia Limited, mit dem Sitz in Hongkong, Volksrepublik China, welche lt. vorläufigem Jahresabschluss zum 31.12.2023 ein Eigenkapital in Höhe von THKD 18.695 und ein Ergebnis in Höhe von THKD -498 ausweist.

Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres im Durchschnitt 38 Arbeitnehmer, welche ausschließlich Angestellte sind.

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen, dabei werden Macrohedges gebildet. Als Sicherungsinstrumente werden Devisentermingeschäfte zur Steuerung des Währungsrisikos - ausschließlich im Zusammenhang mit der Finanzierung des Liefer- und Leistungsverkehrs mit ausländischen Lieferanten als Grundgeschäft - eingesetzt. Die Kontrakte werden nur über Banken abgewickelt, die über höchste Bonität verfügen. Die Fälligkeit sämtlicher Terminkontrakte ist innerhalb von 6 Monaten nach Bilanzstichtag.

Zum Bilanzstichtag waren für den Einkauf 5 Devisentermingeschäfte mit einem Volumen von TUSD 626 mit gesichertem Kurs von umgerechnet TEUR 577 und für den Verkauf 2 Devisentermingeschäfte mit einem Volumen von TUSD 54 mit gesichertem Kurs von umgerechnet TEUR 51 abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag war der Marktwert (bewertet nach der market-to-market-Methode bzw. Barwertmethode) gemäß der Kreditinstitute negativ und betrug für die Geschäfte zusammen TEUR 9.

Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr:

Herr Pieter Coelewij (CSO)

Herr Hasko Heinrici (CFO)

In 2023 wurde ein Beirat zur Unterstützung der HUDORA Gruppe gestellt, dieser setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Harald Schedl Beiratsvorsitz (HLS GmbH; Unternehmensberatung)

Nikolai Rudzki (Evolutiq; Geschäftsführer)

Dirk Fischer (Huf Group; COO)

Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung und des Beirats unterbleiben mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Durch den Ukraine Krieg, die weiter wirkende Energiekrise und die anhaltende Inflation ist die Kaufkraft der Endverbraucher in 2023 stark zurückgegangen. In 2024 gehen wir davon aus, dass die Kaufkraft der Endverbraucher wieder langsam ansteigt, jedoch nicht das Niveau von 2021 erreicht. Zudem haben nach wie vor existierende Bestände im Handel Auswirkungen auf das Bestellverhalten unserer Kunden sowie Auswirkungen auf die Marktpreise. Den weiteren Abbau unserer Bestände werden wir mit Augenmaß vorantreiben, um stabile Marktpreise zu erzielen. Uns ist bewusst, dass 2024 ein herausforderndes Jahr wird. Wir setzen dennochdarauf, unsere starke und traditionsreiche Marke durch weitere Investitionen, ein innovatives Sortiment und eine internationale Expansion zu stärken.

Der Jahresabschluss ist vor Ergebnisverwendung aufgestellt. Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 10.337.043,14 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Erkrath, 28. Mai 2024

HUDORA GmbH

Geschäftsführung

Pieter Coelewij

Hasko Heinrici

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

der HUDORA GmbH, Erkrath

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 21.282,00 0,00 0,00 21.282,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.639.535,47 0,00 2.639.535,47 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.033.765,12 12.646,22 373.523,80 672.887,54
3.673.300,59 12.646,22 3.013.059,27 672.887,54
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.024,20 0,00 0,00 1.024,20
3.695.606,79 12.646,22 3.013.059,27 695.193,74
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.679,00 4.147,00 0,00 17.826,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.184.333,47 171.766,32 2.356.099,79 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 858.170,12 50.706,94 288.211,52 620.665,54
3.042.503,59 222.473,26 2.644.311,31 620.665,54
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.056.182,59 226.620,26 2.644.311,31 638.491,54
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.456,00 7.603,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 455.202,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.222,00 175.595,00
52.222,00 630.797,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.024,20 1.024,20
56.702,20 639.424,20

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HUDORA GmbH, Erkrath

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HUDORA GmbH, Erkrath, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HUDORA GmbH, Erkrath, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 4. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Holger Wildgrube, Wirtschaftsprüfer

Theo Meeussen, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung erfolgte am 5. Juli 2024

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