Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
FAHRTEC Systeme GmbH
Genzkower Straße 10, 17034 Neubrandenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Hüttel seit 15.1.2024 | Geschäftsführer |
Danilo Hüttel seit 20.1.2020 | Geschäftsführer |
Stefan Pagenkopf seit 20.1.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FAHRTEC Systeme GmbHNeubrandenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeines Die Gesellschaft ist seit ihrer Gründung im November 2001 ein inhabergeführtes Unternehmen. Die Gesellschafterstruktur unterlag auch in diesem Geschäftsjahr keinen Änderungen. Das Unternehmen wird als mittelgroße Kapitalgesellschaft eingestuft. Die FAHRTEC Systeme GmbH agiert in gemieteten Räumlichkeiten. Der Vermieter dieser Räumlichkeiten ist die FAHRTEC Besitz GmbH. 2. Geschäftsmodell Die FAHRTEC Systeme GmbH ist als Nischenhersteller ein dominierend handwerklich geprägtes Produktionsunternehmen für die Herstellung von individuellen Ambulanzfahrzeugausbauten in Einzelstücken und Kleinserien für den deutschen und den Schweizer Markt. Mit rund 160 Neubauten und ca. 70 Kofferwechselvorgängen bildet das Kernstück der robuste und langlebige FAHRTEC Wechselkofferaufbau in Aluminium-Skelettbauweise inklusive Um- und Ausbauleistung, welcher in Verbindung mit verschiedenen Trägerfahrzeugen den kompletten Rettungs-, Intensivverlege- oder Notarztwagen bis hin zum Fahrzeugausbau mit Sonderverwendung (Impfmobile, Lösch-Rettungsfahrzeuge, etc.) darstellen kann. Die notwendigen Trägerfahrzeuge diverser Hersteller werden vom Auftraggeber entweder beigestellt oder müssen durch die FAHRTEC Systeme GmbH direkt beschafft werden. Durch die Möglichkeit, einen Wechsel unseres Koffersystems auf ein neues baugleiches Fahrgestell durchzuführen und dann nach ausgeführter Aufarbeitung des Gesamtsystems einer weiteren Nutzungsperiode zuzuführen, wird das Thema Nachhaltigkeit durch Wiederverwendung zukunftsorientiert und schon seit vielen Jahren erfüllt. Das Geschäftsmodell beschäftigt sich nicht nur mit Neubauten und dem Kofferwechsel, sondern auch intensiv mit den Bereichen: Unfallinstandsetzungen sowie die Erbringung diverser produktbezogener Serviceleistungen, Ersatzfahrzeugstellungen und der Lieferung von Ersatzteilen und anwendungsbezogener Ausstattungstechnik. Zu unserem soliden und ausfallsicheren Kundenkreis zählen fast ausschließlich öffentliche Auftraggeber, Bund, Landkreise, Städte, Feuerwehren sowie die einschlägigen Hilfsorganisationen des Rettungswesens. An dieser Stelle spricht unser Unternehmen ein aufrichtiges Dankeschön an alle unsere Kunden aus. 3. Ziele und Strategien Unsere Unternehmensstrategie ist auf Kundenzufriedenheit mit innovativen Produktgestaltungen entsprechend den speziellen Kundenanforderungen ausgerichtet. Die Produkte unterliegen der ständigen Weiterentwicklung und Anpassung mit dem Ziel, die Sicherheit sowohl der Rettungsdienstkräfte, als auch der Patienten zu erhöhen und dem Anwender ein für ihn optimales aktuelles Hilfsmittel und entsprechendes modernes operatives Aktionsumfeld zu schaffen. Weiterhin steht die Erfüllung aller produktbezogenen, aktuellen und dominanten Normen wie die DIN 1789, DIN 13500 sowie in Teilbereichen die DIN 1865 und DIN 14620 als weiterer Garant für Sicherheit, Stabilität und Zuverlässigkeit sowie die Lieferung und Verarbeitung qualitativ hochwertiger Werkstoffe, Produkte und Produktgruppen sowie eine insgesamt hohe Wirtschaftlichkeit im Fokus. 4. Steuerungssysteme Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt durch regelmäßige und intensive Kommunikation der einzelnen Abteilungen, deren mittleren Führungsebenen und der Geschäftsleitung und der Gesellschafter. Des Weiteren sorgen transparente Regelwerke, wie die DIN ISO EN 9001:2015, unser Compliance Managementsystem (CMS) nach TR 101:2015 (zukünftig DIN ISO 37301:2021), diverse interne Regelwerke und festgelegte, zeitgerechte und moderne Verhaltensregeln innerhalb unserer Mitarbeiter- und Ablauforganisation und Umweltschutz für durchgängigen und nachhaltigen Erfolg. Zu dem ohnehin stark gelebten permanenten Kontaktsystem der Vertriebsleitung und dem gesamten Vertriebsteam im Innen- und Außendienst werden mehrfach im Jahr Vertriebssitzungen einberufen, um den Markt, Kundenzufriedenheit, Produktaktualität und vertriebliche Ausrichtung auszuwerten und entsprechend zu justieren. Zeitnahe Projektanalysen der abgearbeiteten Aufträge bilden monatlich, zusammen mit der jeweiligen BWA, die Grundlage einer transparenten, wirtschaftlichen Betrachtung und gewähren umgehende Möglichkeiten der Reaktion. 5. Forschung und Entwicklung Wir investieren in den Bereichen Produktsicherheit, Produktdesign und Produktionsverbesserung. Alle notwendigen Prüfungen zur Einhaltung der geforderten und aktuellen Produkt-Normen sind erfolgreich durchgeführt und mit entsprechenden Zertifikaten durch akkreditierte Prüforganisationen positiv ausgewiesen. 6. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich überwiegend im positiven Segment gehalten. Unsere Lieferanten zeigten und zeigen sich trotz der bedeutenden geopolitischen Herausforderungen, der damit verbundenen Maßnahmen sowie der Energiepolitik und damit verbundenen Preissteigerung bis zum Datum der Berichtserstellung weiterhin stabil und einschätzbar. Lieferketten rissen nur kurzzeitig ab und konnten durch erhöhte Bevorratung und weitsichtige Vorplanung unsererseits im Großteil abgefangen werden. Insgesamt ist jedoch eine erhebliche Verlängerung der Lieferzeiten zu vermerken sowie ein nicht auszublendender hoher Preisanstieg im gesamten Warensortiment unserer Zulieferer. Unsere Kalkulationsbasis ist der dynamischen Situation frühzeitig angepasst worden. Unserer Wahrnehmung nach zeigt der bestehende Wettbewerb kein uns irritierendes oder fremdes Verhalten, welches unsere Marktstellung und Marktaktivitäten negativ beeinflussen oder ändern würden. Unsere seit Jahren gradlinige Ausrichtung und Kontinuität ist Teil unseres Erfolges. Wir setzen auch weiterhin auf einen hochwertigen Materialeinsatz, in Verbindung mit einer maximal sinnvollen eigenen Fertigungstiefe. 7. Geschäftsverlauf Auch in diesem Geschäftsjahr konnten wir unsere Marktposition als erfolgreicher Nischenproduzent halten, welches zu einer mehr als zufriedenstellenden Auftragsauslastung führt. Die Neukundenakquisition wurde bewusst gedrosselt. Der Bedarf an Rettungsmitteln auf dem Gesamtmarkt steigt nach unseren Erkenntnissen weiter an und damit verbunden natürlich auch zusätzlich Anfragen an unser Unternehmen. Einschlägige Ausstellungsmessen und Veranstaltungen wurden mit hohem Interesse gut besucht. Im Jahr 2020 wurde erfolgreich ein Vertriebsinnendienst aufgebaut und implementiert. Der Vertriebsaußendienst wurde zukunftsweisend neu strukturiert und wurde im Jahr 2021 personell weiter aufgestockt. Damit wurde die gesamte Leistungsfähigkeit im Vertriebswesen gesteigert und die Marktpräsens erhöht. Die dadurch verbesserte Kommunikation mit unserem Kundenkreis ist besonders in wirtschaftlich schwereren Zeiten ein guter Begleiter, um die anstehenden Herausforderungen gemeinsam sehr dynamisch zu bestehen. Um die Zufriedenheit der Kunden im Service und der Nachbetreuung zu erhöhen, wurde der Bereich personell im Innendienst sowie auch im Außendienst im Jahr 2022 wieder verstärkt. Die Anzahl der Servicestützpunkte wurde deutschlandweit flächendeckend ausgeweitet. Diese Maßnahme steigerte auch den Verkauf an Ersatzteilen, Handelsware, Wartungs- und Serviceleistungen. Hierdurch wurde in 2023 die Kundenbindung erneut gestärkt und die Erlöse in diesem Bereich gesichert. Im Jahr 2020 fand eine Außenprüfung des Finanzamtes zum Thema Körperschaft -, Gewerbe- und Umsatzsteuer für die Jahre 2015 bis 2018 als auch die Lohnsteueraußenprüfung für den Zeitraum 2016 bis 2019 statt. Die Prüfung der Sozialversicherungsbeiträge erfolgte für die Jahre 2017 bis 2020. Die Belegschaft ist motiviert und stellt sich den Ansprüchen an Qualität und Flexibilität. Zur Qualifizierung unserer Mitarbeiter wurden und werden verstärkt fachbezogene externe und interne Schulungen durchgeführt. Im Produktionsbereich konnte die Anzahl an Altersabgängen durch Neueinstellungen und Übernahme von Auszubildenden ersetzt werden. Das Ausbildungsangebot wurde von uns bedarfsorientiert erweitert. Erfreulicherweise stieg auch der Anteil an weiblichen Auszubildenden. Die Krankenquote liegt im bundeseinheitlichen Durchschnitt. Wiedereingliederungsmodelle werden erfolgreich praktiziert. Der Austausch mit der Berufsgenossenschaft wurde vertieft und als weiterführend gewertet. Die verstärkte personelle Präsenz im Bereich Arbeitssicherheit wirkt sich positiv auf die Anzahl der betriebsinternen Unfälle aus. Die Verbindung zu den Hochschulen im Land Mecklenburg-Vorpommern wurde intensiviert, um im Bereich Ingenieurwesen in unserem Unternehmen kein Defizit aufzubauen. Praktika für Studenten werden von uns angeboten und führen durchaus auch zur späteren erfolgreichen Übernahme. Die Abteilung Einkauf wurde personell im Jahr 2022 gestärkt und teilweise umstrukturiert. Diese Maßnahme wirkt deutlich positiv. Im Geschäftsjahr hat sich die Gesellschaft der Auditierung der DIN ISO EN 9001 (QM Systems) unterzogen. Die Attestierung wurde positiv beschieden. Auf Basis des attestierten Qualitätsmanagementsystems konnten die Kosten für Garantieleistungen auf einem wie geplant niedrigen Niveau gehalten werden. Ende 2023 wurde die Stelle eines internen Qualitätsbeauftragten geschaffen. Die Themen Nachhaltigkeit in den drei Grundbereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales werden firmenpolitisch beachtet. Die Gewährleistungsquote in Relation zum Umsatz stellt dabei eine entscheidende Kennzahl zur Beurteilung der Produktverlässlichkeit dar und liegt seit einigen Jahren in einem Bereich von durchschnittlich 0,35%. Seit Ende 2022 arbeiten wir mit einem betriebseigenen Umweltmanagementsystem, welches permanent weiterentwickelt wird und die Bemühungen unseres Unternehmens zu einem umweltbewussten und nachhaltigen sowie ressourcenschonenden Verhalten unterstreicht. Unser erfolgreich abgeschlossenes und wiederholt zertifiziertes Compliance Managementsystem (CMS) bestätigt unsere Glaubwürdigkeit beim Kunden und sorgt für positive Transparenz im Innen- und Außenverhältnis der Unternehmung. Wir verfügen über ein durchgängiges und funktionsfähiges Meldewesen. Auch weitere jährliche Auditierungen der Fahrzeugherstellerwerke wurden zertifiziert. Diese bescheinigen unseren Status als zuverlässigen Vertragspartner. Besonderes Augenmerk wurde auf die Umsetzung und Einhaltung der "europäischen Datenschutzgrundverordnung" und des "Bundesdatenschutzgesetz-neu" gelegt. Alle Softwaresysteme im Bereich Konstruktion, Warenwirtschaft, Prüfmittelverwaltung etc. werden aktuell gehalten. Auch der Bereich digitaler Hardware wurde weiter aktualisiert und ausgebaut. Hierdurch wurde auch der Grundstein für den Themenbereich Homeoffice in bestimmten Aufgabenfeldern gelegt. Im Zeitbereich 2022 wurden die Geschäftsprozesse durch geeignete Software erstmals fast voll digitalisiert, welche weitere Ressourcen freistellt und aufzeigt. Im Jahr 2022 wurde mit der Energieversorgung Gas an Stelle von Öl im Bereich Wärmeversorgung, beider Werkflächen, ein weiterer Wendepunkt im Segment Energieversorgung, Kostenreduktion und Ökologische Ausrichtung getätigt. Die Abfrage eines Fernwärmeanschlusses ist mit der Stadt und dem Energieversorger im Jahr 2023 angestimmt worden und unterliegt der Prüfung. Weitere energetische Maßnahmen, wie Dachsanierungen, Fensteraustausch etc., wurden und werden zusätzlich durch den Vermieter realisiert. Einschneidende Maßnahmen zur Energieeinsparung wurden in vielen Segmenten unseres Unternehmens getroffen und umgesetzt. Dieses geschah, um den erheblichen Preisanstieg für Energiekosten entgegenzuwirken sowie natürlich der Ressourcenschonung. Im Jahr 2022 und 2023 sowie bis zum Zeitpunkt dieser Berichtserstellung hat die Unternehmung keinen Betriebsrat. Kurzarbeit fand, wie auch in den letzten Jahren, nicht statt. Ab dem 01.01.2024 wurde ein weiterer Geschäftsführer bestellt. 8. Lage 8.1. Vermögenslage
Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Investitionsvolumen in Höhe von 209,8 T€ realisiert. Die Schwerpunkte der Investitionen lagen in den Bereichen Maschinenpark, Fertigungsoptimierung, Anpassung an neue Normenvorgaben bezogen auf unsere Produktgruppen sowie Maßnahmen zur Anpassung an den gestiegenen Verkaufsumsatz. Die Investitionen wurden vollständig durch Eigenmittel abgedeckt.
Die Eigenkapitalquote beträgt 65 % nach 75 % im Vorjahr. Von dem Ausweiswahlrecht nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB, erhaltene Anzahlungen von den Vorräten offen abzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht. Bereinigt man die Bilanzsumme um die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, beträgt die Eigenkapitalquote 75 % nach 80 % im Vorjahr. Dem langfristig gebundenen Vermögen in Höhe von 946 TEUR stehen langfristig zur Verfügung stehende Mittel in Höhe von 14.692 TEUR gegenüber. Damit ist die goldene Bilanzregel voll erfüllt. 8.2 Finanzlage Der vereinfachte Cash-Flow entwickelte sich folgendermaßen:
Unser Unternehmen verfügt seit Längerem über zwei zuverlässige und engagierte Hausbanken. Der von unseren Hausbanken jeweils in gleicher Höhe eingeräumte Kontokorrentkredit wurde im Jahre 2023 nicht in Anspruch genommen. Der Kontokorrentkredit bleibt trotz der Nichtinanspruchnahme in Höhe und offener Laufzeit bestehen und dient zur möglichen Spitzenabdeckung materialreicher größerer Auftragsvolumina. Der Kredit muss anhand der positiven Geschäftslage nicht besichert werden. Der Kredit ist für die ihm zugedachte Eigenschaft ausreichend hoch. Die Liquidität unseres Unternehmens war trotz des wesentlich gestiegenen Kapitalbedarfes im Bereich der Materialwirtschaft (Erhöhung der Bevorratung und damit Vermeidung von Lieferengpässen), im Geschäftsjahr durchgängig sehr solide und ermöglichte auch, das Investitionsvolumen ohne Fremdfinanzierung, nur durch den operativen Cashflow zu realisieren. Änderungen des Zinssatzes für Darlehen haben keinen Einfluss auf die Lage der Gesellschaft, da seit langem ausschließlich über Eigenmittel agiert wird. Der Wegfall von Negativverzinsungen sowie die Verzinsung von Geldern wirkt positiv. Das Anwachsen des Materialanteiles innerhalb der Projekte liegt im Beschaffungsverhalten unserer Kunden. Die notwendigen Trägerfahrzeuge werden wesentlich öfter über unser Unternehmen bezogen als in den Vorjahren, welches zu einem zusätzlichen Kapitalbedarf und Kapitalbindung führt. Zudem werden auch größere Kontingente an hochwertiger und kostenintensiver Anwendungstechnik gekauft. Weiterhin sind die Fahrzeugausstattungen und Kundenwünsche wesentlich umfangreicher und komplexer geworden. Für die Zukunft werden wir die Mitbeschaffung von Trägerfahrzeugen stark einschränken und reduzieren. Des Weiteren werden wir verstärkt mit unseren Auftraggebern Teilzahlungen/Abschlagszahlungen vereinbaren. Wie im vergangenen Geschäftsjahr wurden auch im Jahre 2023 durch neue Einkaufsverhandlungen und Bonusvereinbarungen mit unseren Lieferanten gute Ergebnisse erzielt. Im Einkauf wurde verstärkt auf die Senkung der Kosten im Bereich Kleinmaterial und Verbrauchsmaterial geachtet. Des Weiteren konnten wir alle Rechnungen unter Nutzung des angebotenen Skontos begleichen. Der Vorteil der Zahlungen innerhalb der eingeräumten Skontofristen konnte im Jahr 2023, wie auch in den Vorjahren, vollumfänglich genutzt werden. Skonto selber wurde nur dort von uns gewährt, wo wir bedingt durch Ausschreibverfahren und Vergabebedingungen dazu verpflichtet wurden. 8.3. Ertragslage Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 38.657 T€ sind gegenüber 2022 (32.054 T€) um 6.603 T€ (20,60%) gestiegen. Die Personalaufwendungen haben sich um 414 T€ auf 8.422 T€ erhöht. Grund hierfür sind die insgesamt gestiegenen Lohn- und Gehaltskosten sowie die vorab genannten freiwilligen Sonderzahlungen im Berichtsjahr. Die Veränderungen im Bereich des Mindestlohnes spielen hierbei keine Rolle, da unser Lohnniveau darüber angesiedelt ist. Die im Berichtsjahr weltweiten geopolitischen Änderungen, Ukrainekrieg, Sanktionen, Energieknappheit und damit verbundene Preiserhöhungen gesamter Energieträger, die extrem hohe Inflation, haben sich natürlich auf die Leistungsfähigkeit und den maximalen Erfolg unseres Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 negativ ausgewirkt. Durch das notwendige Anwachsen unserer Materialbevorratung wird freies Kapital bis auf Weiteres gebunden. Durch dauerhafte Veränderung im Bereich der Anwendungstechnik auf Kundenseite, neuer Standards und geänderter Normen ist die Produktion von unserer FAHRTEC Tragenaufnahme/Ambulanztisch (Produkt: Hydro-Soft 250/350) zur Aufnahme liegender Patienten von anderen auf dem Markt allgemein erhältlichen und geforderten Produkten abgelöst worden. Unsere Produktion dieser Baugruppe wurde eingestellt. Der Lagerbestand zu diesem Artikelbereich wurde durch Abwertung wegen Ungängigkeit bereinigt (Summe 246 T€). Da der Bedarf schon im Jahr 2022 auf nahezu null absank, wird das betreffende Lager nur noch im Segment der Ersatzteilbevorratung gehalten. Die Mitarbeiterstruktur der FAHRTEC Systeme GmbH Ende 2023 bestand aus insgesamt 196 Personen, davon 144 Arbeiter, 39 Angestellte und 13 Auszubildende. Die Geschäftsführung spricht allen Betriebsangehörigen Dank und hohe Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. 9. Finanzielle Leistungsindikatoren Hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage. 10. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 10.1 Prognosebericht Zum Zeitpunkt der Berichterstellung im April 2024, liegt der Auftragsbestand für das Geschäftsjahr 2024 und 2025 im Bereich der maximalen Vollauslastung. Für das Jahr 2026 verbuchen wir zuverlässige Auftragsanbahnungen bis Ende 2026. Das zu erwartende Jahresergebnis in 2024 wird aller Voraussicht nach niedriger ausfallen als das in diesem Berichtsjahr und mehr im Ergebnisbereich des Geschäftsjahres 2022 liegen. Insgesamt betrachtet die Geschäftsführung der FAHRTEC Systeme GmbH zum Zeitpunkt der Berichtserstattung die Lage des Unternehmens als gut aufgestellt für eine weitere positive und nachhaltige Entwicklung. 10.2 Chancen- und Risikobericht Das Risikomanagement der FAHRTEC Systeme GmbH ist bestrebt, Risiken auf ein akzeptables Niveau zu begrenzen. Dazu werden auch vertragliche Gestaltungen und Versicherungen eingesetzt. Regelmäßige Unternehmens- und Liquiditätsplanungen und deren Überwachung ist außerdem Teil des Risikomanagements. Grundsätzlich besteht immer eine Abhängigkeit zur gesamten Automobilindustrie und deren wirtschaftlichen und politischen Lage sowie Ausrichtung. Gleiches gilt natürlich auch in der Ausrichtung unserer Bundesregierung sowie der EU und deren gesetzte Ziele, Gesetzesänderungen und Gesetzgebungen sowie der Problematik von Übergangsregelungen und deren Zeitspannen. Durch die derzeitige, von der EU geplante Überarbeitung der Abgasemissionsgesetze und dem damit verbundenen RDE Gesetzgebungsverfahren, besteht das Risiko das im Rahmen des mehrstufigen Homologationsverfahrens der Aufbauhersteller diese Tests im realen Fahrbetrieb absolvieren und bestehen muss. Bisher wurden die Basisfahrzeuge homologiert und damit die Emissionsklasse allein daran festgemacht. Durch diese aufwändigen Prüfzyklen sehen wir für uns sowohl ein derzeit nicht abschätzbares Risiko im Bereich der auf uns zukommenden Kosten, sowie auch die Einhaltung der Grenzwerte. Zum derzeitigen Zeitpunkt sind die Anforderungen des Gesetzgebers in vielen Bereichen offen. E Mobilität zeichnet sich zum momentanen Stand der Technik, nach unserer Meinung, zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht als gesamte Lösung oder Alternative ab. Jedoch werden erste E-Fahrzeuge im Bereich Rettungswagen mit Kofferaufbau in unserem Hause im Jahr 2024 produziert. Mitarbeiterschulungen sind besonders im Bereich der Elektrotechnik erfolgt sowie die Bereitstellung von dementsprechenden Werkzeugen und Messmitteln. Ein angepasster Produktionsablauf wurde dafür ebenfalls festgelegt sowie eine Fachgruppe gebildet. Mögliche weitere Risiken ergeben sich daraus, dass die Nachfrage unserer Kunden (Verbände und Organisationen etc.) von der Gesundheitspolitik in Deutschland negativ beeinflusst werden kann (Budgets, Gesundheitsreformen, Einschränkungen etc.). Jedoch lässt die geplante Krankenhausreform vermuten, dass sich der Fahrzeugbedarf erhöht. Ein sich einstellender Fachkräftemangel könnte bei unserem sehr handwerklichen Produkt zu einer personellen Unterdeckung der Arbeitnehmerschaft im produktiven Bereich führen. Dieses würde sich im ersten Schritt auf eine nicht zumutbare Verlängerung der Lieferzeiten auswirken können. Ein resultierender Lieferverzug kann vom Auftraggeber mit vertraglichen Konventionalstrafen belegt werden. Diese sind in der Regel fester Bestandteil von Ausschreibungsverfahren. Dem Fachkräftemangel stellen wir uns durch eine verstärkte Ausbildungspolitik. Hierbei haben wir auch die Anzahl der in unserem Hause in Frage kommenden Ausbildungsberufe erweitert. Des Weiteren setzen wir auf eine breitbandige Einsatzfähigkeit unserer Mitarbeiter innerhalb der Produktionsabläufe. Die Hinzuziehung von Personaldienstleistern stellt keinen Lösungsansatz dar. Durch lange Lieferzeiten werden Kunden leider gezwungen sein, auch andere Ausbauunternehmen in ihren Beschaffungen einzubeziehen. Weiterhin werden von uns weniger Ausschreibungen beantwortet, um die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens nicht zu überfordern und die gewohnte Qualitätsschiene nicht zu gefährden. Jedoch haben wir durch den langen Auftragsvorlauf auch eine hohe Planungssicherheit und können so unsere Entscheidungen zukunftsbetrachtend besser treffen. Erfreulicherweise stellen sich die für die Beschaffung zuständigen Stellen in ihrer Vorplanung auch auf die sich aufzeigende neue Beschaffungszeitachse ein. Zusätzlich wird oft das Mittel einer Preisgleitklausel in Ausschreibungen und bei Bestellungen in Ansatz gebracht. Letztes halten wir für ein sehr faires Mittel, welches die Kalkulationsrisiken des Auftragnehmers überschaubar begrenzt. Dieser hier genannte Punkt war auch die stetige Aufklärungsarbeit unserer Vertriebsbemühungen. Die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und den Ausbildungsträgern wurde intensiviert. Weiterhin fördern wir an den allgemeinbildenden Schulen den Bereich der Berufsfrüherkennung, um Schüler als spätere Auszubildende zu gewinnen und für eine handwerkliche Tätigkeit zu begeistern. An zahlreichen Informationsveranstaltungen für Schüler zu diesem Thema wurde teilgenommen und geworben. Weitere Risiken liegen in der anhaltenden Produktknappheit, der wir natürlich mit der Auffindung möglicher Alternativprodukten entgegenwirken, eine zu hohe Inflationsrate, dadurch ungünstige Veränderungen in der Preispolitik unserer Lieferanten, Haushaltszwänge der ausschreibenden Stellen. Geopolitische Veränderungen, Abhängigkeiten von fernöstlichen Märkten, Wandel in der Wirtschaft, momentan stattfindende Kriege und die damit verbundenen Sanktionsmaßnahmen, stark steigende Energiekosten und Energieknappheit, Rohstoffknappheit, schwache Lieferketten, all dieses kann sich stärker negativ auswirken als momentan berechenbar. Die hohe Flexibilität, die wir in der handwerklichen Ausübung unserer Tätigkeit haben, ermöglicht es uns, schnell auf viele Umfeldveränderungen und Belange unkompliziert und auf kurzem Wege zu reagieren. Durch die Möglichkeit, einen Wechsel unseres Koffersystems auf ein neues baugleiches Fahrgestell durchzuführen und dann nach ausgeführter Aufarbeitung des Gesamtsystems einer weiteren oder mehrmaligen Nutzungsperiode zuzuführen, wird das Thema Ökologische Nachhaltigkeit durch Wiederverwendung in der heutigen verantwortungsvollen Zeit besonders stark wahrgenommen und praktiziert. Durch den besonderen Verwendungszweck kann das Thema Nachhaltigkeit jedoch nur in bestimmten Bereichen maximale Beachtung finden, da einzuhaltende Normen sowie Anforderungen aus der medizinischen Betrachtung hier deutliche Grenzen setzten. Dieses betrifft vorrangig die Auswahl an Materialien. Ein Wechsel unseres Koffersystems für eine neue Nutzungsperiode bedeutet auch eine nicht unerhebliche Kosteneinsparung für den Beschaffer. Hiermit wird das Thema Ökonomische Nachhaltigkeit aufgegriffen. Insgesamt nutzen ca. 80% unserer Kunden die Möglichkeit eines Wechselvorganges. Die immer noch partiell vorliegende regional mangelhafte digitale Infrastruktur behindert natürlich auch uns. Für Gewährleistungsrisiken in gewohnten Höhen ist bilanzielle Vorsorge getroffen. Nennenswerte Fremdwährungsrisiken bestanden und bestehen nicht. Das Unternehmen verfügt über ein funktionierendes, effizientes Mahnwesen. Es sind auf Grund des Kundenklientel (Städte, Kommunen, Behörden, Hilfsorganisationen und Öffentliche Haushalte) keine Forderungsausfälle zu erwarten. 11. Risikoberichterstattung in Bezug auf Verwendung von Finanzinstrumenten Moderne Finanzinstrumente werden in der Gesellschaft nicht eingesetzt. Dementsprechend entfällt die Berichterstattung hierzu. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Rückstellungen wurden im Rahmen des § 249 HGB gebildet und mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensZu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen: Anlagenspiegel
Abschreibung auf Geschäfts-oder Firmenwert Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde in den Vorjahren aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden dabei 15 Jahre festgelegt. Der Geschäfts-oder Firmenwert ist bereits vollständig abgeschrieben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtliche eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere personalbezogene Rückstellungen und Rückstellungen für Gewährleistungen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Es sind keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB vorhanden. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Es bestehen keine Lasten oder Beschränkungen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse resultieren insbesondere aus dem Verkauf von RTW-Koffern und der RTW-Kofferumsetzung. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 177. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Das Unternehmen hat drei Geschäftsführer. Die Geschäftsführer sind befugt, mit sich selbst im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Geschäfte abzuschließen. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Michael Boddenberg und Herrn Danilo Hüttel geführt. Zum 01.01.2024 wurde Herr Markus Hüttel als weiterer Geschäftsführer bestellt. Im Hinblick auf die Angaben gem. § 285 Nr. 9 a und 9 b HGB wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs.4 HGB Gebrauch gemacht. sonstige Berichtsbestandteile
Neubrandenburg, den 22.04.2024 gez. Michael Boddenberg, Geschäftsführer Danilo Hüttel, Geschäftsführer und Marko Hüttel, Geschäftsführer ab 01.01.2024 Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 08.05.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FAHRTEC Systeme GmbH, Neubrandenburg Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem als Anlage beigefügten Jahresabschluss der FAHRTEC Systeme GmbH, Neubrandenburg, zum 31.12.2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FAHRTEC Systeme GmbH, Neubrandenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FAHRTEC Systeme GmbH, Neubrandenburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Malchin, den 30.04.2024 Dr. Schröder & Korth GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dipl.-Kffr. Debora Ojiakor, Wirtschaftsprüferin |
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