Stammdaten

Register
Amtsgericht Kaiserslautern HRB 30350
Vorher
FRICOPAN Back GmbHMB Verwaltung GmbHCerealien Bischheim GmbH
Eingetragen
4.2.1983
Branche
Großhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und FuttermittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und Halbwaren
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und die Verarbeitung von Getreide und ähnlichen Produkten sowie damit zusammenhängende Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Leverkus
seit 15.1.2025
Geschäftsführer
Jochen Bindewald
seit 20.7.2012
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

67294 Bischheim
26.000 €
50.00%
67292 Kirchheimbolanden
13.000 €
25.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Karl Bindewald GmbH

Bischheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Der wesentliche Tätigkeitsbereich der Karl Bindewald GmbH ist der Betrieb einer Getreidemühle und Mälzerei am Standort Bischheim. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft eine Mälzerei am Standort Kirchheimbolanden. Der Vertrieb der Getreide- und Malzprodukte erstreckt sich überwiegend auf Deutschland sowie das angrenzende europäische Ausland.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage

1. Wirtschaftliches Umfeld / Branchenkonjunktur

Die Weltkonjunktur bewegte sich im Jahr 2023 in einem anhaltend krisengeprägten Umfeld. Eine global unvermindert schwache Industrieproduktion sowie die stark gestiegenen Zinsen in allen relevanten Wirtschaftsräumen hemmten die wirtschaftliche Entwicklung. Als weiterer dämpfender Faktor ist die verhaltene Entwicklung der chinesischen Wirtschaftsdaten zu nennen. Auch China, das erhoffte Zugpferd der Weltkonjunktur, geriet ins Straucheln und durchlebte eine spürbar abflachende Dynamik. Die Lieferkettenschwierigkeiten des Vorjahres wurden weitgehend durch neue Probleme abgelöst. Während sich die durch die Pandemie unterbrochenen Lieferketten erholt haben, zeigt das globale Verarbeitende Gewerbe angesichts des schwachen Produktivitätswachstums, des Auslaufens von staatlichen Stützungsmaßnahmen und schwierigen Finanzierungsbedingungen Schwächen. Das IWF schätzt, dass sich das globale Wachstum von 3,5% im Vorjahr auf 3,0% in 2023 abgeschwächt hat.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland blieb von den zuvor genannten Entwicklungen nicht unbeeinflusst. Vielmehr machten sich die Schwierigkeiten in der stark exportorientierten deutschen Volkswirtschaft überproportional bemerkbar. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen coronabedingten Einbruch geriet ins Stocken und setzte sich nicht weiter fort. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank zum Vorjahr um 0,3%. Vor Jahresbeginn lag die Prognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage noch bei +1,5%, was die starke unterjährige wirtschaftliche Abkühlung verdeutlicht.

Die Inflation hat sich zum Jahresende, nach Höchstständen in 2023, leicht abgeschwächt, verharrt in Deutschland mit knapp 6% für das Gesamtjahr aber weiterhin auf herausfordernd hohem Niveau. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2023 gegenüber 2022 erneut spürbar für alle Verbraucherinnen und Verbraucher mit +13,4%. Besonders stark verteuerten sich neben Brot und Getreideerzeugnissen Molkereiprodukte, Fischwaren und Gemüse. Im Kampf gegen die Inflation hat die Europäische Zentralbank seit Sommer 2022 zehnmal in Serie die Zinsen angehoben. Dies dämmte die Inflation zwar ein, wirkte sich jedoch negativ auf die Kapitalkosten aus. Die Sorge vor anhaltenden inflationären Triebkräften dürfte Zinssenkungen erst deutlich zeitverzögert in 2024 erwartbar machen. Wir gehen daher von einem anhaltend hohen Zinsniveau in 2024 aus und werden entsprechende Maßnahmen ergreifen.

176 meldepflichtige Mühlen (-5 gegenüber dem Vorjahr) vermahlen in Deutschland Getreide. Im landwirtschaftlichen Wirtschaftsjahr (2022/2023) lag die Vermahlung bei insgesamt rund 7,65 Mio. t Weichweizen (ca. -3%), 631 Tsd. t Roggen (ca. -7%), 435 Tsd. t Hartweizen (ca. -6%) und 312 Tsd. t Dinkel (ca. -7%).

In Deutschland gibt es rund 50 Mälzereistandorte, welche jährlich insgesamt 2 Mio. t Malz herstellen. Ca. 25% der Malzmenge wird für den Export produziert. 50% der deutschen Kapazität ist im Besitz von global agierenden ausländischen Gruppen. Deutschland ist einer der größten Biermärkte weltweit. Allerdings ist der Bierkonsum pro Kopf konstant rückläufig.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat im August den Erntebericht 2023 veröffentlicht. Die vorläufigen Zahlen beruhen auf den Schätzungen der laufenden Ernte- und Betriebsberichterstattung. Die Anbaufläche für Winterweizen der Ernte 2023 war zum Vorjahr rückläufig (-2,7%), für Roggen und Hartweizen hingegen deutlich ausgeweitet (+6,9% bzw. +3,5%). Die Hektarerträge lagen bei Winterweizen und Roggen unter dem Vorjahr (-3,4% bzw. -6,8%), bei Hartweizen über Vorjahr (+6,0%).

Klimatisch waren die Bedingungen für Menge und Qualität der Ernte suboptimal. Das Jahr 2023 war in Deutschland das Wärmste seit Messbeginn 1881. Auch weltweit war 2023 ein neues Rekordjahr bei Temperaturen. Ein rekordmilder Jahresbeginn ließ bereits erahnen, dass ein sehr warmes Jahr bevorstehen würde. Im Gegensatz zu früheren warmen Jahren, die oft von Hitzewellen und Trockenheit geprägt waren, dominierten 2023 eher feucht-warme Bedingungen mit hohen Niederschlagsmengen (sechst-nassestes Jahr seit Beginn der Messungen). Es fielen mit rund 958 Litern pro Quadratmeter über 20% mehr Niederschlag als in der Referenzperiode (1961-2020).

Das blieb nicht ohne Folgen für die Ernte. In weiten Regionen zog sich die Ernte durch anhaltende Niederschläge über viele Wochen hin. Pünktlich zum Erntezeitpunkt stellte sich in der letzten Juliwoche sehr unbeständiges und kühles Wetter mit flächendeckenden Niederschlägen ein. Im August setzte sich die unbeständige Witterung mit teils intensiven Niederschlägen fort. Allein in den ersten 10 Tagen des Augusts fielen verbreitet bis über 100% der üblichen Monatsniederschläge. Zum Teil keimte das Korn am Halm, teilweise war die Ernte gar nicht mehr möglich. Die Qualität der Ernte hat unter den herausfordernden Wetter- und Klimabedingungen spürbar gelitten und ist in der Breite deutlich heterogener als in den Vorjahren.

Die Anbaufläche für Sommerbraugerste in Deutschland lag 2023 mit 322 000 ha unter dem Vorjahreswert von 365 000 ha. Aufgrund der sehr ungünstigen Witterung zur Ernte konnten nur rund 784.000 t als braufähige Ware geerntet werden. Damit ging die erzeugte Menge um 499.000 t (-38,9%) gegenüber 2022 zurück. Die fehlende Menge wurde durch Importe, insbesondere aus Frankreich und Dänemark, ausgeglichen (Quelle: www.braugerstengemeinschaft.de).

2. Geschäftsentwicklung des Unternehmens

a) Geschäfts- und Umsatzentwicklung

Das Geschäftsjahr 2023 konnte sowohl umsatz- als auch ertragsseitig außerordentlich positiv gestaltet werden. Die Materialaufwendungen sind zwar im Vorjahresvergleich um TEUR 10.597 (+8,1%) angestiegen, jedoch konnten wir durch höhere Verkaufspreise und den Ausbau des Kundengeschäfts unseren Umsatz in 2023 gegenüber 2022 signifikant um TEUR 18.298 (+11,4%) steigern.

Die Auftragseingänge waren insgesamt gut, was auf eine gefestigte Stellung unseres Unternehmens im Markt zurückzuführen ist. Wir sehen diese positive Entwicklung unserer Marktposition unter anderem als eine Folge der hohen Investitionen in unsere Lager- und Verarbeitungstechnik sowie der Wertschöpfungsketten übergreifender Aktivitäten.

Dies hat zur Folge, dass eine den Kundenwünschen entsprechende Produktqualität dauerhaft gewährleistet werden kann. Die Akzeptanz als leistungsfähiger Partner unserer Abnehmer hat sich weiter erhöht.

Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt TEUR 178.123 nach TEUR 159.825 im Vorjahr. Mit TEUR 29.643 wirtschaftlichem Eigenkapital (= bilanzielles Eigenkapital zuzüglich der langfristigen Gesellschafterdarlehen) verfügen wir über eine sehr gute wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 49,3%.

Wegen der Höhe der Getreidepreise sind umfangreiche Kontokorrentlinien zur Vorfinanzierung des Umlaufvermögens notwendig.

b) Rohstoffbeschaffung

Die weltweite Getreideerzeugung hat laut International Grains Council (IGC) 2022/2023 nach der ersten Hochrechnung mit 2.263 Mio. t leicht unter der Vorjahreserzeugung 2021/2022 von 2.295 Mio. t gelegen. Ungeachtet des weiterhin hohen Produktionsniveaus ist die Erzeugung in Summe über die Fruchtarten jedoch nur knapp bedarfsdeckend.

Die globale Weizenerzeugung im Wirtschaftsjahr 2022/2023 wird auf 803 Mio. t geschätzt. Dies ist ein neuer Rekord, welcher maßgeblich von der russischen Rekordernte 2022/2023 (+17,5 Mio. t im Vergleich zu 2021/2022) getrieben wurde.

Die globale Weizenerzeugung nahm in Summe um +23 Mio. t zu und ist laut IGC in 2022/2023 bedarfsdeckend. Ein Verbrauch in Höhe von 795 Mio. t tangierte die Lagerbestände aus den Vorjahren somit nicht.

Bei Mais steht eine zum Vorjahr um 64 Mio. t kleinere Welternte zur Verfügung (-5,2%). Damit ist die Maisbilanz leicht unterschüssig.

Ungeachtet klimatischer Herausforderungen und ungeachtet des anhaltenden Krieges Russlands gegen die Ukraine, brachen die Weizenpreise in der ersten Jahreshälfte fast ohne Unterbrechung bis Ende Mai ein. Die Verluste addierten sich auf mehr als 30% (gut 100 EUR/t). Nach dem im Mai des Vorjahres markierten Allzeit-Höchststand bei über 440 Euro pro Tonne vollzog sich damit in der Rückschau ein zwölf Monate dauernder Preisbruch, der mit 215 Euro pro Tonne ein Minus von insgesamt über 50% zur Spitze bedeutet. Eine historische Rekordernte in Russland dominierte den Weltmarkt und verdrängte EU-Weizen zu großen Teilen aus dem Exportgeschäft mangels Wettbewerbsfähigkeit. Auch logistisch entspannte sich - ungeachtet des anhaltenden Kriegsgeschehens in der Ukraine - die Lage im Schwarzen Meer. Die Einschränkungen des Kriegsgeschehens auf Weizenexporte sowohl aus Russland wie auch aus der Ukraine erwiesen sich als wesentlich geringer als bei Ausbruch des Krieges im Februar 2022 für möglich gehalten. Erst von Mai bis Ende des Jahres stabilisierte sich das Preisniveau am Warenterminmarkt bei gleichzeitig rückläufiger Volatilität.

Die Getreideprämien für physischen Weizen in Deutschland kamen von den Rekordständen des Vorjahres deutlich zurück. Bei Standardweizen verfielen die Prämien fast komplett, während bei Qualitätsgetreide zwar etwas schwächere, aber immer noch ungewöhnlich hohe Aufgelder bestehen blieben. Die qualitativ heterogene Ernte mit deutlich schwächeren Grundqualitäten erforderte einen signifikant höheren Einsatz von Qualitätsgetreide zur Stabilisierung und Sicherung der Backqualität. Die Abgabebereitschaft seitens der Landwirtschaft war vor dem Hintergrund allgemein unerwartet niedriger Börsenkurse extrem gering. Ohne hohe Prämienaufgelder war Qualitätsgetreide nicht zu beschaffen.

Unsere regionale Getreideernte erbrachte im langjährigen Schnitt leicht unterdurchschnittliche Erträge. Den mit den Preisschwankungen der Rohstoffmärkte einhergehenden Risiken konnten wir durch unsere konsequente Absicherungsstrategie erfolgreich entgegenwirken.

c) Investitionen

Im Jahr 2023 haben wir insgesamt aktivierungspflichtige Investitionen mit einem Gesamtvolumen von TEUR 5.446 in das Sachanlagevermögen (TEUR 4.006) sowie in das Finanzanlagervermögen (TEUR 1.440) getätigt. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen flossen im Wesentlichen in den Fuhrpark (TEUR 768) sowie in die Projekte "Neubau LKW- und PKW-Parkplätze" (TEUR 1.060) und "Neubau Mehlsilo" (TEUR 292) am Standort Bischheim sowie in die Projekte "HD-Anlage" (TEUR 456) und "Lufterhitzer" (TEUR 247) am Standort der Mälzerei in Kirchheimbolanden. Im Bereich des Finanzanlagevermögens wurde in den Erwerb zweier Beteiligungen investiert.

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte Bischheim und Kirchheimbolanden für die Zukunft zu sichern, werden auch in 2024 weitere Investitionen in Millionenhöhe vorgenommen, die sich künftig positiv auf die Entwicklung unseres Unternehmens auswirken werden.

d) Finanzierung, Kapitalstrukturen

Das wirtschaftliche Eigenkapital (= bilanzielles Eigenkapital zuzüglich der langfristigen Gesellschafterdarlehen) am 31. Dezember 2023 beträgt insgesamt TEUR 29.643 (i. Vj. TEUR 22.105), was einer wirtschaftlichen Eigenkapitalquote von 49,3% (i. Vj. 37,9%) entspricht.

Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen von TEUR 4.006 wurden durch einen Finanzierungsmix aus Neuaufnahmen von Bankdarlehen sowie aus dem operativen Cashflow getätigt.

e) Wesentliche Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Folgenden werden wesentliche Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft dargestellt:

Kennzahlen zur Vermögenslage

31.12.2023

 

31.12.2022

 

 TEUR

 %

 TEUR

 %

Langfristig gebundenes Vermögen

29.693

49,4

27.815

47,7

Kurzfristig gebundenes Vermögen

30.454

50,6

30.500

52,3

Vermögen insgesamt

60.147

100,0

58.315

100,0

Wirtschaftliches Eigenkapital

29.643

49,3

22.105

37,9

Mittel- und kurzfristiges Fremdkapital

28.174

46,8

35.536

60,9

Langfristiges Fremdkapital

2.330

3,9

674

1,2

Kapital insgesamt

60.147

100,0

58.315

100,0

Kennzahlen zur Ertragslage

31.12.2023

 

31.12.2022

 

 TEUR

 %

 TEUR

 %

Betriebliche Gesamtleistung

180.805

100,0

159.927

100,0

Gesamte Betriebsaufwendungen

170.944

94,5

155.968

97,5

Betriebsergebnis

9.861

5,5

3.959

2,5

Steuern, Zinsen, Periodenfremd, Außerordentlich

-5.086

-2,9

-1.718

-1,1

Jahresergebnis

4.775

2,6

2.241

1,4

Kennzahlen zur Finanzlage

31.12.2023

 

31.12.2022

 

 TEUR

 %

 TEUR

 %

Flüssige Mittel (in % der Bilanzsumme)

1.557

2,6

1.015

1,7

Jahresergebnis (in % der Gesamtl.)

4.775

2,6

2.241

1,4

Abschreibungen (in % der Gesamtl.)

3.430

1,9

3.306

2,1

Cashflow (Jahreserg. + Abschreibungen)

8.205

4,5

5.547

3,5

f) Personal

Die Zahl der Mitarbeiter lag im Jahresdurchschnitt bei 105 zuzüglich 1 Auszubildenden.

g) Qualitätsmanagement, Forschung und Entwicklung

Wir sind unverändert bemüht, unseren Kunden bei der Entwicklung neuer Produkte und der Qualitätssicherung im Allgemeinen behilflich zu sein. Dazu gehört auch die Rückverfolgbarkeit unserer Produkte.

h) Abschließende Würdigung des Geschäftsverlaufs

Wir konnten unser im Vorjahreslagebericht ausgegebenes Planergebnis vor Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2023 von rund TEUR 5.000 mit einem tatsächlich erzielten Wert von TEUR 7.177 deutlich übertreffen. Ursächlich hierfür war insbesondere der enorme Umsatzanstieg, der im Wesentlichen auf den höheren Verkaufspreisen und dem Ausbau des Kundengeschäftes basiert. Positiv auf den Rohertrag wirkten sich auch die deutlich gefallenen Getreidepreise und Prämienzuschläge aus. Von den Energiepreiserhöhungen waren wir weniger stark betroffen, da wir unseren Energiebedarf für das Geschäftsjahr 2023 bereits weitgehend gedeckt hatten. Wir sind mit dem erzielten operativen Jahresergebnis sowie dem Geschäftsverlauf 2023 sehr zufrieden.

III. Künftige Entwicklung, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Künftige Entwicklung

a) Voraussichtliche Entwicklung der Gesamtwirtschaft, der Branche und unseres Unternehmens

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine, das anhaltende Kriegsgeschehen und die fehlende Aussicht auf eine Lösung des Konflikts bestehen fort und bestimmen ein unkalkulierbares Weltgeschehen. Während die Inflation von den Höchstständen in 2023 zurückkam, bleibt die wirtschaftliche Lage in Deutschland äußerst angespannt. Die Wettbewerbsintensität hat vor dem Hintergrund einbrechender Getreidepreise stark zugenommen.

Die Abhängigkeit der Müllerei von der gesamtwirtschaftlichen Lage ist bekannterweise relativ gering. Dennoch strahlen die allgemeinen Entwicklungen auch auf diese Branche aus. Insbesondere der Klimawandel bedeutet für den Rohstoff Getreide eine zunehmende Herausforderung. In Menge, Qualität und Verfügbarkeit nehmen die Risiken der Rohstoffversorgung zu.

b) Voraussichtliche Entwicklung des Rohstoffmarktes

Im laufenden Getreidewirtschaftsjahr 2023/2024 gehen wir aufgrund einer voraussichtlich erneut rekordhohen Getreideernte in Russland und einem voraussichtlich entsprechend hohem russischen Export von einer weiterhin schwierigen Perspektive für europäischen Weizen im Exportgeschäft aus. Damit dürften aus Sicht der Landwirtschaft die Erlösaussichten gedämpft bleiben.

Die weltweite Getreideerzeugung soll sich laut IGC 2023/2024 leicht von 2.263 Mio. t auf 2.294 Mio. t erhöhen. Ungeachtet des weiterhin hohen Produktionsniveaus wird davon ausgegangen, dass der Verbrauch sich entsprechend um 41 Mio. t (+1,8%) auf 2.307 Mio. t erhöhen wird und somit eine minimale Unterdeckung erwartet wird.

Die globale Weizenerzeugung im Wirtschaftsjahr 2023/2024 wird auf 788 Mio. t geschätzt und somit den Vorjahresrekord nur leicht verfehlen. Es wird eine verminderte Erzeugung von -19 Mio. t (-2,4%) erwartet und soll damit im kommenden Jahr nicht mehr bedarfsdeckend sein. Ein erwarteter Verbrauch in Höhe von 805 Mio. t könnte die Lagerbestände aus den Vorjahren reduzieren.

Bei Mais steht voraussichtlich eine zum Vorjahr um 61 Mio. t größere Welternte zur Verfügung (+5,3%). Damit ist die Maisbilanz voraussichtlich leicht überschüssig (prognostizierter Verbrauch 1.207 Mio. t) und ermöglicht einen moderaten Anstieg der globalen Lagerbestände.

Für die neue Ernte bleibt abzuwarten, ob das massiv eingebrochene Preisniveau (zeitweise ist der Preis pro Tonne an der MATIF unter EUR 200,00 gefallen) international einen Nachfrage-Impuls seitens der Import-Staaten auslöst, da Ausblick und Lage unterschwellig angespannt bleiben. Wir haben in den vergangenen Jahren häufig nicht kalkulierbare und nicht absehbare äußere Einflüsse erlebt, die den Getreidepreis innerhalb kürzester Zeit reagieren haben lassen. Aus diesen Einflüssen abgeleitet, setzen wir weiterhin auf unsere stetige "Back-to-Back" Hedging-Strategie.

Wir gehen für die Getreideernte 2024 aktuell von einem relativ normalen Vegetationsverlauf aus. Die starken Niederschläge in ganz Zentraleuropa bis in den Herbst und Winter haben einerseits die Aussaat stark behindert. Die Felder waren in Teilen nicht befahrbar und die Anbauflächen werden im Vergleich zum Vorjahr deutlich kleiner ausfallen. Andererseits hat sich die Dürre-Thematik deutlich entspannt und der Boden konnte bis in tiefe Schichten eine bessere Versorgung mit Wasser zurückgewinnen. Die Wasserversorgung ist durch die Herbst- und Winterniederschläge im Vergleich zu den Vorjahren deutlich besser. Ob es in relevantem Umfang zu niederschlagsbedingten Dünger-Auswaschungen kam, bleibt abzuwarten.

Für die kommende Ernte 2024 haben die Landwirte in Deutschland auf einer Fläche von 2,8 Mio. Hektar Winterweizen ausgesät (-7,3% / Quelle: DRV). Der Flächenverlust bei Roggen wird auf 4,3% geschätzt, bei Hartweizen auf 11,6% und bei Mais auf 5,1%.

c) Voraussichtliche Entwicklung im Produktions- und Absatzbereich

Hinsichtlich der mengenmäßigen Entwicklung des Mehlverbrauchs sind keine Einschränkungen zu erwarten. Brot und Backwaren zählen zu den günstigen Lebensmitteln und dürften gerade in Zeiten von hoher Inflation vermehrt nachgefragt werden. Private Haushalte geben im Schnitt 14,8% ihrer gesamten Konsumausgaben u.a. für Nahrungsmittel aus. In den vergangenen Jahren blieb der relative Ausgabenanteil konstant bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebensmittelpreise.

Über die letzten Jahre hat sich ein breites Kundenspektrum in unserem Umfeld angesiedelt. Auch durch die stetige Diversifizierung unserer Produktion, die Ausweitung der Spezialmehlherstellung mit internationalen Abnehmern, die Konzentration auf eine geschlossene Supply-Chain mit Vorteilen für Lieferanten und Kunden sowie unserer bedingungslosen Fokussierung auf die Bedürfnisse unserer Kunden, haben wir uns weitere starke Standbeine geschaffen. Zudem ist es uns gelungen, gemeinsam mit unseren Schwestermühlen, eine gemeinsame produkt- und anwendungsorientierte Vertriebsstruktur zu entwickeln, um unsere Kunden kompetent sowie umfassend zu betreuen und zu beraten.

Was spürbar zugenommen hat, sind die stetig steigenden Anforderungen der Endverbraucher an Transparenz, Rückverfolgung, Produktsicherheit, Produktqualität und seit Neustem auch der Themenkomplex "Nachhaltigkeit". Der unausweichliche Strukturwandel der Müllerei ist unvermindert im Gang und führt zu einer Marktverschiebung, welche sich durch die grundlegenden Kostensteigerungen und erhöhte Prozess-Komplexitäten wahrscheinlich beschleunigen wird.

Hinsichtlich der Entwicklung des Malz- und Malzingredientmarktes sehen wir weiterhin einen konstanten bis leicht steigenden deutschen Malzbedarf, den Trend zu hochwertigen Bieren und einen steigenden Malzbedarf der wachsenden Weltbevölkerung. Durch das globale Bevölkerungswachstum, vor allem in Afrika, in den nächsten Jahren wird der Malzbedarf weiter zunehmen und der Markt knapp bleiben. Wir sehen deshalb auch mittelfristig keine Probleme unsere deutlich gestiegene Verarbeitungsmenge im Markt zu verkaufen.

d) Voraussichtliche Entwicklung im Investitions- und Finanzierungsbereich

Für das Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in das Anlagevermögen mit einem Volumen von ca. TEUR 10.000, insbesondere für den Bau eines neuen Mehlsilos sowie für kleinere Anschaffungen und Ersatzinvestitionen, geplant.

Die Investitionen sollen aus einem Mix aus Bankdarlehen und dem operativen Cashflow finanziert werden.

2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

a) Absatzmarktrisiken

Unser Unternehmen wird seine Anstrengungen, den Kunden einen Mehrwert in Form von auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Produkte zu bieten, fortsetzen, um unsere Stellung im Markt weiter zu festigen und auszubauen und damit Absatzrisiken und -schwankungen zu minimieren. Durch die stetige Diversifizierung unserer Endprodukte erwarten wir zum einen Wettbewerbsvorteile und zum anderen eine Risikominimierung aufgrund größerer Produktvielfalt.

b) Beschaffungsrisiken

Beschaffungsrisiken sind nie ganz auszuschließen, da wir in hohem Maße vom Ergebnis der jährlichen Getreideernte sowie der Nachfrageentwicklung in anderen getreideverarbeitenden Branchen abhängig sind. Das größte Risiko ist aber weniger ein Mengen- bzw. Qualitäts- als vielmehr ein Preisrisiko, das im Wesentlichen darin besteht, evtl. Preissteigerungen auf unsere Produktpreise abwälzen zu können.

Schwierig gestaltet sich das zeitliche Auseinanderfallen des Einkaufs der Rohware und des Verkaufs unserer Produkte. Der Markt für Getreideprodukte verlangt langfristige, oftmals über ein ganzes Jahr bindende Vertragsabschlüsse, während die Getreideeinstandspreise innerhalb solcher Laufzeiten beträchtlich schwanken können. Daraus erwachsen hohe kaufmännische Risiken. Dem wirken wir erfolgreich dadurch entgegen, dass wir jedem Endproduktverkauf und jedem Getreideeinkauf konsequent einen laufzeit- und mengengleichen Getreidekontrakt über die Warenterminbörse MATIF gegenüberstellen, soweit nicht direkt entsprechende Einkaufs- / Verkaufskontrakte mit Lieferanten / Kunden abgeschlossen werden können.

Beschaffungsgeschäft und Absatzgeschäft sind geeignet eine Bewertungseinheit zu bilden. Das abzusichernde Grundgeschäft sind die vereinbarten Verkaufskontrakte, die entweder durch einen Einkaufskontrakt oder einen Warenterminkontrakt an der MATIF sofort abgesichert werden.

Das abgesicherte Risiko sind die höheren Beschaffungskosten im Fall eines Preisanstiegs auf dem Beschaffungsmarkt. Somit unterliegen weder das Beschaffungsgeschäft noch das Warentermingeschäft den Vorschriften über nicht realisierte Verluste. Auch der umgekehrte Fall (Abschluss eines Einkaufskontrakts ohne bestehenden Verkaufskontrakt) wird von unserer Gesellschaft nach dem gleichen Mechanismus abgesichert. Die Bewertung der Einheiten erfolgte auf Basis der sog. Einfrierungsmethode. Bilanzierungspflichtige Vorgänge ergaben sich für das Geschäftsjahr 2023 nicht. Die Absicherung des Risikos wurde auf Basis der Micro-Hedges-Methode vorgenommen.

In den zum 31. Dezember 2023 gebildeten Bewertungseinheiten stehen den in den Verkaufskontrakten enthaltenen Rohstoffanteilen körperliche Rohstoffbestände, Einkaufskontrakte und Warentermingeschäfte (kompensatorische Bewertung) von ca. 240.000 t mit einem Wert von ca. TEUR 70.000 gegenüber.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken sind durch die weitgehende Finanzierung des Anlagevermögens durch wirtschaftliches Eigenkapital (= bilanzielles Eigenkapital zuzüglich der langfristigen Gesellschafterdarlehen) sowie durch langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gering. Die Gesellschaft verfügt neben zeitweisen Bankguthaben über ausreichende, teilweise noch nicht ausgenutzte Kreditlinien bei ihren Hausbanken. Die Zahlungsfähigkeit unserer Gesellschaft ist hierdurch zu jeder Zeit gewährleistet.

Durch das Fallen der Getreidebeschaffungspreise und das Ansteigen unserer Liquidität brauchten wir unsere Kreditlinien für die Vorfinanzierung nicht voll ausschöpfen. Die bestehenden Kreditlinien konnten beibehalten werden.

d) Risiken aus dem Russland-Ukraine-Krieg

Derzeit sind keine unmittelbaren finanziellen Auswirkungen auf unser Jahresergebnis und die weitere Entwicklung gegeben.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Wesentliche Forderungsausfälle sind eher die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausnutzung der Skontofristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über den laufenden Cashflow sowie gegebenenfalls auch über die Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Das Mahnwesen ist unter strikter Kontrolle und verfolgt sehr konservative Richtlinien. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Zusätzlich besteht für den Fall des Ausfalls von Forderungen eine entsprechende Warenkreditversicherung.

V. Prognosebericht

Während der beiden ersten Monate des laufenden Jahres setzte sich der Preisrückgang der Getreiderohstoffpreise fort. Der Kurs von Mahlweizen an der MATIF fiel unter die psychologisch wichtige 200-Euro-Marke. In den letzten Wochen stiegen die MATIF-Preise wieder deutlich über die 200-Euro-Marke. Unsicherheit besteht zur weiteren Entwicklung, da die Getreidepreise zum einem von der weiteren politischen Entwicklung des Ukraine-Russland-Konfliktes abhängig sind, sowie auch von der Wachstumsentwicklung der Bestände (Witterungsrisiken).

Durch unsere Absicherungsstrategie sind wir jedoch zu jeder Zeit in der Lage diese Schwankungen abzusichern, so dass keine Auswirkungen auf die Ertragslage zu erwarten sind. Jedoch verspüren wir generell auf der Absatzseite erheblichen Druck auf die Abverkaufsmargen. Aufgrund der seit Jahren zunehmenden Konzentration auf der Abnehmerseite steigt der Wettbewerbsdruck, sowohl preislich als auch im Servicebereich. Diesem begegnen wir durch konsequente Bearbeitung unserer Märkte mit dem Focus "from field to fork", Produktinnovation bestehender Getreideprodukte und Produktdifferenzierung, unserer Absicherungsstrategie sowie diverser Nachhaltigkeitsstrategien.

Wir sind zuversichtlich unsere Vermahlungsmengen im Jahr 2024 stabil halten zu können. Ein deutlich positives operatives Jahresergebnis werden wir im Jahr 2024 auf jeden Fall erreichen. Eine Umsatzprognose ist immer abhängig von der Entwicklung der Rohstoffpreise, so dass wir unsere Prognose für das Jahr 2024 auf Basis des Preisniveaus des Jahres 2023 anstellen:

Sollzahlen

Istzahlen

31.12.2024

31.12.2023

 TEUR

 %

 TEUR

 %

Betriebliche Gesamtleistung

156.000

100,0

180.805

100,0

Gesamte Betriebsaufwendungen

151.000

96,8

170.944

94,5

Betriebsergebnis

5.000

3,2

9.861

5,5

 

Bischheim, den 13. Juni 2024

gez. Martin Bindewald, Geschäftsführer

gez. Jochen Bindewald, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
AKTIVA
A. Anlagevermögen 29.692.982,01 27.815
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.056.807,00 1.080
1. EDV-Software 607.595,00 451
2. Kundenstamm 449.212,00 629
II. Sachanlagen 27.196.019,77 26.735
1. Grundstücke und Gebäude 3.726.259,00 3.820
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.768.507,51 19.128
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.411.259,53 2.148
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.289.993,73 1.639
III. Finanzanlagen 1.440.155,24 0
Beteiligungen 1.440.155,24 0
B. Umlaufvermögen 30.440.872,10 30.495
I. Vorräte 8.382.927,27 8.509
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.096.219,68 5.007
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.286.707,59 3.502
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.501.108,59 20.971
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.961.147,34 19.062
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein 
Beteiligungsverhältnis besteht 85.237,28 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.454.723,97 1.909
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.556.836,24 1.015
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.899,35 5
SUMME AKTIVA 60.146.753,46 58.315
31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
PASSIVA
A. Eigenkapital 20.530.467,30 13.355
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52
II. Kapitalrücklage 6.132.274,27 3.732
III. Gewinnvortrag 9.570.857,86 7.330
IV. Jahresüberschuss 4.775.335,17 2.241
B. Rückstellungen 5.734.093,00 3.980
1. Steuerrückstellungen 2.809.973,00 576
2. Sonstige Rückstellungen 2.924.120,00 3.404
C. Verbindlichkeiten 33.134.993,16 40.351
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.495.692,44 16.530
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.915.457,46 14.800
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.480.239,39 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 12.243.603,87 9.021
- davon aus Steuern: EUR 364.825,48 / i. Vj. TEUR 66
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
  EUR 18.311,76 / i. Vj. TEUR 0
D. Passive latente Steuern 747.200,00 629
SUMME PASSIVA 60.146.753,46 58.315

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 178.123.282,14 159.825
2. Veränderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen +1.784.927,46 -641
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.089.339,36 968
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 141.913.854,77 131.317
5. Personalaufwand 8.739.868,56 7.005
a) Löhne und Gehälter 7.550.170,08 5.967
b) Soziale Abgaben  1.189.698,48 1.038
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 
des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.430.032,85 3.306
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.537.537,98 14.558
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 631,09 2
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.175.740,48 766
- davon an Gesellschafter:
EUR 375.772,12 / i. Vj. TEUR 360
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  2.401.837,97 941
- davon aus latenten Steuern:
EUR 118.500,00 / i. Vj. TEUR 203    
11. Ergebnis nach Ertragsteuern +4.799.307,44 2.261
12. Sonstige Steuern  23.972,27 20
13. Jahresüberschuss 4.775.335,17 2.241

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen und zum Jahresabschluss

Die Karl Bindewald GmbH, Bischheim, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Kaiserslautern unter HRB 30350 eingetragen.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurden die handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Grundsätzen ordnungsgemäßer Bilanzierung. Die Grundsätze der Einzelbewertung und der Unternehmensfortführung, das Vorsichtsprinzip und der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurden beachtet.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 265 Abs. 1 Satz 2, §§ 266 ff. HGB).

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Ab­schreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Zugänge des Geschäftsjahres werden ebenfalls über deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an Waren erfolgt grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, ggf. unter Berücksichtigung angemessener Wertabschläge. Darüber hinaus wurde für den Bestand an Heizöl, Fetten, Ersatzteilen und weiteren Kleinteilen gemäß § 240 Abs. 3 HGB ein pauschaler Festwert in Höhe von TEUR 50 gebildet. Die fertigen Erzeugnisse sind mit überschlägig ermittelten Herstellungskosten bzw. soweit notwendig nach der retrograden Methode, unter Berücksichtigung der Grundsätze der verlustfreien Bewertung, bewertet. In die Herstellungskosten werden grundsätzlich die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die anteiligen Gemeinkosten eingerechnet.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert worden. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen wurden in angemessener Höhe gebildet. Dem allgemeinen Zahlungsrisiko wurde durch die Vornahme einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,00 % auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand Rechnung getragen.

Fremdwährungsforderungen werden, soweit bestehend, grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Der Ansatz des Kassenbestandes und der Bankguthaben erfolgte zum Nennwert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, die wirtschaftlich das Folgejahr betreffen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet.

Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken, soweit sie bei der Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbar waren, ist durch die Bildung ausreichender Rückstellungen Rechnung getragen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden, soweit bestehend, grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Die passiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz. Sie ergeben sich im Einzelnen aufgrund von temporären Abweichungen im Anlagevermögen, bei den sonstigen Rückstellungen sowie aufgrund eines steuerlichen Sonderpostens in der Steuerbilanz. Die Bildung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 29,125 %.

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungsspiegel

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände teilen sich hinsichtlich der Fristigkeiten wie folgt auf:

Gesamtbetrag

davon mit

einer Restlaufzeit

31.12.2023

bis 1 Jahr

über 5 Jahre

(31.12.2022)

(31.12.2022)

EUR

EUR

EUR

1.

Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen

18.961.147,34

18.961.147,34

0,00

(19.062.236,12)

(0,00)

2.

Forderungen gegen Unternehmen,

mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht

85.237,28

85.237,28

0,00

(0,00)

(0,00)

3.

Sonstige Vermögensgegenstände

1.454.723,97

1.454.723,97

0,00

(1.908.558,49)

(0,00)

Gesamtsummen

20.501.108,59

20.501.108,59

0,00

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 200 sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 115.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 erkennbaren Risiken. Sie beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.241), für Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und mögliche Schadensersatzleistungen (TEUR 410) sowie Rückstellungen betreffend den Personalbereich (TEUR 1.223).

Verbindlichkeiten und Sicherheiten

Verbindlichkeitenspiegel

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten teilen sich hinsichtlich der Fristigkeiten wie folgt auf:

Gesamtbetrag

davon mit

einer Restlaufzeit

von

31.12.2023

1 Jahr

1 - 5 Jahren

über 5 Jahren

(31.12.2022)

(31.12.2022)

(31.12.2022)

EUR

EUR

EUR

EUR

1.

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten

9.495.692,44

5.023.716,11

2.888.642,94

1.583.333,39

(14.370.747,42)

(2.114.385,45)

(44.581,45)

2.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen

9.915.457,46

9.915.457,46

0,00

0,00

(14.800.097,96)

(0,00)

(0,00)

3.

Verbindlichkeiten gegenüber

Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht

1.480.239,39

1.480.239,39

0,00

0,00

(0,00)

(0,00)

(0,00)

4.

Sonstige Verbindlichkeiten

12.243.603,87

3.131.027,51

0,00

9.112.576,36

(271.499,77)

(0,00)

(8.750.000,00)

Gesamtsummen

33.134.993,16

19.550.440,47

2.888.642,94

10.695.909,75

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 entfallen in Höhe von TEUR 5.496 auf kurz-, mittel- und langfristig fällige Darlehen und Mietkaufverträge zur Finanzierung von Anlagevermögen sowie in Höhe von TEUR 4.000 auf kurzfristige Kontokorrentverbindlichkeiten und kurzfristige Geldmarkt- und Eurokredite zur Finanzierung des Umlaufvermögens.

Kurz-, mittel- und langfristig fällige Darlehen in Höhe von TEUR 4.370 sind durch Grundschulden auf Betriebsgrundstücken in Bischheim sowie in Kirchheimbolanden besichert. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Mietkaufverträge in Höhe von insgesamt TEUR 1.126 sind durch Sicherungsübereignungen der erworbenen Gegenstände und Fahrzeuge besichert. Die kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten sowie die kurzfristigen Geldmarkt- und Eurokredite sind mit ihrem zum Bilanzstichtag valutierenden Betrag von TEUR 4.000 durch Sicherungsübereignungen von Vorräten, durch Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie durch Darlehens- und Rangrücktrittserklärungen der Gesellschafter besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen in voller Höhe aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 11.652 (i. Vj. TEUR 8.781). Es handelt sich hierbei um kurz- und langfristige Darlehen, die mit 6,00 % bzw. 4,25 % p.a. verzinst werden.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Aktive latente Steuern

Passive latente Steuern

Gesamt

TEUR

TEUR

TEUR

Stand am 31.12.2022

0

-629

-629

Veränderung

+27

-145

-118

Stand am 31.12.2023

27

-774

-747

Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind, unter Berücksichtigung von Erlösschmälerungen, Exporterlöse in Höhe von TEUR 44.050 (i. Vj. TEUR 35.534) enthalten, die in Höhe von TEUR 42.703 auf EU-Länder und in Höhe von TEUR 1.347 auf das Drittland entfallen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 192 (i. Vj. TEUR 225) enthalten. Die periodenfremden Erträge des Berichtsjahres enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen (TEUR 67) und aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 35).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 739 (i. Vj. TEUR 238) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen des Berichtsjahres enthalten im Wesentlichen Zuführungen zu Wertberichtigungen (TEUR 234), Schadensersatzleistungen für Vorjahre (TEUR 200) und Wartungs- und Instandhaltungskosten für Vorjahre (TEUR 134).

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des laufenden Jahres sind außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 962 enthalten. Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen in voller Höhe das Wiederaufleben von Forderungsverzichten mit Besserungsschein auf Darlehensverbindlichkeiten aus dem Geschäftsjahr 2015 gegenüber den Gesellschaftern.

4. Sonstige Angaben

Warentermingeschäfte / Bewertungseinheiten

Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Lagebericht der Gesellschaft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen jährliche sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von rund TEUR 400. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen für Mieten von unbeweglichen Wirtschaftsgütern (TEUR 6), für Miet- und Leasingaufwendungen von Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 34), für Verpflichtungen aus Lagerverträgen (TEUR 290) und für Verpflichtungen aus KFZ-Serviceverträgen (TEUR 70).

Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten von Rohstoffen in Höhe von ca. 193.600 t zu insgesamt ca. TEUR 52.900 Einkaufspreisen.

Mitarbeiterzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2023 folgende Mitarbeiter:

Gewerbliche Arbeitnehmer

69

Angestellte

36

Gesamt

105

Darüber hinaus wurde im Jahr 2023 durchschnittlich 1 Auszubildender beschäftigt.

Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreite Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:

Herr Jochen Bindewald, Kaufmann, Bischheim,

Herr Martin Bindewald, Kaufmann, Kirchheimbolanden.

Bezüge der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beteiligungen

An folgenden Unternehmen besteht zum Bilanzstichtag ein Anteilsbesitz von mindestens 20 % der Geschäftsanteile:

Anteil am

Eigenkapital

Jahresergebnis

Gesellschaft

Sitz

Stammkapital

31.12.2022 *)

2022*)

Betreiber- und Logistikgesellschaft

Worms BELOWO mbH

Worms

50,00

412

-21

Nützel-Mühle GmbH

Wiesenttal

20,00

7.573

1.671

*) Die endgültigen Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023 liegen noch nicht vor

Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr wurde folgendes Gesamthonorar berechnet:

a)  Honorar für Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 49

b)  Andere Bestätigungsleistungen: TEUR 4

c)  Steuerberatungsleistungen: TEUR 7

d) Sonstige Leistungen: TEUR 9

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Es ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 von EUR 4.775.335,17 mit dem bestehenden Gewinnvortrag von EUR 9.570.857,86 saldiert auf neue Rechnung vorzutragen.

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs-  und Herstellungs- kosten  
Vortrag zum Stand am
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle
   Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 780.046,19 0,00 307.353,41 0,00 1.087.399,60
2. Kundenstamm 2.209.000,00 0,00 0,00 0,00 2.209.000,00
2.989.046,19 0,00 307.353,41 0,00 3.296.399,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 5.189.344,79 0,00 31.649,95 0,00 5.220.994,74
2. Technische Anlagen und 
    Maschinen 39.321.671,09 168.682,37 1.020.612,48 0,00 40.510.965,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und 
    Geschäftsausstattung  4.093.509,46 802.352,64 0,00 316.705,50 4.579.156,60
4. Geleistete Anzahlungen und 
    Anlagen im Bau 1.638.550,87 3.035.029,83 -1.359.615,84 23.971,13 3.289.993,73
50.243.076,21 4.006.064,84 -307.353,41 340.676,63 53.601.111,01
III. Finanzanlagen
    Beteiligungen  0,00 1.440.155,24 0,00 0,00 1.440.155,24
Gesamtsummen 53.232.122,40 5.446.220,08 0,00 340.676,63 58.337.665,85
Abschreibungen        
Vortrag zum Stand am
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023  
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle
   Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 328.882,19 150.922,41 0,00 479.804,60
2. Kundenstamm 1.580.105,00 179.683,00 0,00 1.759.788,00  
1.908.987,19 330.605,41 0,00 2.239.592,60  
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 1.369.154,79 125.580,95 0,00 1.494.735,74
2. Technische Anlagen und 
    Maschinen 20.193.467,58 2.548.990,85 0,00 22.742.458,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und 
    Geschäftsausstattung  1.945.549,93 424.855,64 202.508,50 2.167.897,07
4. Geleistete Anzahlungen und 
    Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00  
23.508.172,30 3.099.427,44 202.508,50 26.405.091,24  
III. Finanzanlagen
    Beteiligungen  0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsummen 25.417.159,49 3.430.032,85 202.508,50 28.644.683,84  
Buchwerte        
Stand Stand
31.12.2023 31.12.2022      
EUR EUR
I. Immaterielle
   Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 607.595,00 451.164,00
2. Kundenstamm 449.212,00 628.895,00      
1.056.807,00 1.080.059,00      
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 3.726.259,00 3.820.190,00
2. Technische Anlagen und 
    Maschinen 17.768.507,51 19.128.203,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und 
    Geschäftsausstattung  2.411.259,53 2.147.959,53
4. Geleistete Anzahlungen und 
    Anlagen im Bau 3.289.993,73 1.638.550,87      
27.196.019,77 26.734.903,91      
III. Finanzanlagen
    Beteiligungen  1.440.155,24 0,00      
Gesamtsummen 29.692.982,01 27.814.962,91      

 

Bischheim, den 13. Juni 2024

gez. Jochen Bindewald, Geschäftsführer

gez. Martin Bindewald, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Karl Bindewald GmbH, Bischheim:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Karl Bindewald GmbH, Bischheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Karl Bindewald GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Alzey, den 14. Juni 2024

AZ-Treuhandgesellschaft mbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

gez. S. Cerny, Wirtschaftsprüfer

gez. M. Probst, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 14. August 2024 festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 von EUR 4.775.335,17 wird mit dem bestehenden Gewinnvortrag von EUR 9.570.857,86 saldiert auf neue Rechnung vorgetragen.

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