Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 278
Vorher
Lang Apparatebau Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
20.2.1968
Branche
Herstellung von elektrischen HaushaltsgerätenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von technischen Geräten, insbesondere von Dosieranlagen, sowie Durchführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Ralf Heiduczek
seit 9.12.2008
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Ecolab SASFRA
55.66%
Ecolab DE 1 GmbHEigenbeteiligung
34.29%
Ecolab Inc.USA
10.05%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Nalco Manufacturing Beteiligungs GmbH
Germany
2.473.500 €
89.95%
Ecolab Inc.
United States
276.500 €
10.05%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ecolab Engineering GmbH

Siegsdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2022 bis zum 30.11.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

A Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Ecolab Engineering GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Dosier- und Messsysteme für chemische Produkte. Für die Anwendung von im Ecolab Konzern hergestellten Reinigungs- und Desinfektionsmitteln liefert Ecolab Engineering GmbH einerseits Systeme an die Principal Gesellschaft in Wallisellen und an die europäischen Tochtergesellschaften der Ecolab-Gruppe, die diese dann an die Endkunden verkaufen oder diesen überlassen, andererseits in Teilmärkten auch direkt an externe Kunden. Die Märkte werden hierbei in die Geschäftsbereiche Food & Beverage (F&B), Textile Care (TCD), Institutional (ID), Health Care (HC), Life Sciences (LS) und Water & Process Systems (Nalco Water) unterteilt. Diese Unterteilung findet sich auch in der Ecolab-Gruppe wieder. Märkte wie CarWash, WaterCare, Chemische Industrie und Klebstoffe, für die die Ecolab-Gruppe keine chemischen Produkte vermarktet, werden von Ecolab Engineering GmbH direkt bedient und in den Geschäftsbereich Industrietechnik (Third Party - IT) einbezogen.

Die Gesellschaft ist Teil des Ecolab Konzerns, Wilmington, Delaware, USA. Gesellschafter der Ecolab Engineering GmbH sind zum Stichtag mit 89,9% (€ 2.473.500) die Nalco Manufacturing Beteiligungs GmbH, Biebesheim am Rhein und mit 10,1% (€ 276.500) die Ecolab Inc. Wilmington, Delaware, USA. Zwischen der Ecolab Engineering GmbH und der Ecolab Deutschland GmbH besteht seit 05./06.11.2007 mit Änderungsvereinbarungen vom 29.11.2017 und vom 15.11.2022 ein Gewinnabführungsvertrag.

2. Ziele und Strategien

Die Hauptziele der Gesellschaft sind die Stabilisierung der Umsatz- und Ertragslage, die Optimierung der Beschaffungsseite sowie die Verbesserung des Ergebnisses.

Diese Ziele sollen insbesondere durch die Nachhaltigkeit in der Supply Chain sowie der Produktentwicklung, Kundenbetreuung und Mitarbeiterführung erreicht werden.

3. Steuerungssystem

Es besteht ein Berichtswesen auf Monatsbasis, welches u. a. eine detaillierte Analyse auf Kunden- und Artikelebene getrennt nach Standard- und Projektgeschäft im Vergleich zum Budget bzw. zum Vorjahr ermöglicht. Auf Basis dieser Monatsberichte finden zeitnah Analysegespräche mit den jeweiligen Verantwortlichen statt. Des Weiteren trifft sich das Management der Ecolab Engineering GmbH zu monatlich stattfindenden Managementgesprächen. Während dieser Meetings wird regelmäßig eine Chancen- und Risikobetrachtung für die jeweiligen Vertriebsbereiche durchgeführt. Im Rahmen dieser Analyse werden erforderliche Maßnahmen eingeleitet, um ggf. geschäftspolitische Risiken abzuwenden.

4. Forschung und Entwicklung

Die Aktivitäten im Forschungs- und Entwicklungsbereich konzentrierten sich auf neue Mess- und Dosiergeräte für die Bereiche F&B, Institutional, Health Care, Textile Care, Nalco Water und Industrietechnik.

Es werden in der Entwicklung zum Bilanzstichtag 9 Mitarbeiter (Vorjahr: 10 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 1,4 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €).

B Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage war insbesondere von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen geprägt. Gesamt betrachtet ist das Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich lt. statistischem Bundesamt im Kalenderjahr 2023 um 0,3 % gesunken. 1 Die für uns entscheidenden Branchen sind neben der Chemieproduktion der Maschinenbau. So konnte, bei einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,2 % 2 , die globale Chemieproduktion 2023 ein Wachstum von rund 2,3 % 3 vorweisen, was leicht unter der Wachstumsrate des Vorjahres von 3,0 % liegt. Der weltweite Maschinenumsatz 2023 sank um 1,5 % auf 3.280 Mrd. €. Gut 11,7 % des weltweiten Maschinenumsatzes entfallen auf Deutschland, als drittgrößten Produzenten der Welt, wobei Deutschland das Umsatzvolumen des Vorjahres mit rund 383 Mrd. € um rund 7,9 % übertreffen konnte. 4

2. Geschäftsverlauf

a. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse der Ecolab Engineering GmbH erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 / 2023 gegenüber 2021 / 2022 um 12,1 % von 62,9 Mio. € auf 70,5 Mio. €.

Der Exportanteil des Unternehmens lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 61,5 % (Vorjahr 59,4 %). Dieser konzentrierte sich überwiegend auf die Region Europa.

Fremdgeschäft

Die Zielgruppen der Industrietechnik (Third Party - IT) sind Hersteller von Autowaschanlagen, gewerblichen Geschirrspülmaschinen, die Automobilindustrie und Wasseraufbereitungsfirmen. Im Geschäftsjahr haben wir im Bereich Industrietechnik ein Wachstum von 8,2 % zu verzeichnen. Im Bereich der gewerblichen Geschirrspülmaschinen haben wir ein Umsatzwachstum von 5,2 % gegenüber dem Vorjahr. Der Bereich der Mess- und Dosiersysteme zeigt einen Umsatzanstieg von 15,9 %. Aus dem Kundenbereich Wasseraufbereitung haben wir einen Umsatzrückgang von 47,3 % zu verzeichnen.

Im Bereich Food & Beverage (überwiegend Fremdumsatz) sind für Ecolab Engineering GmbH die wesentlichen Branchen die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, fleischverarbeitende Betriebe sowie die milchverarbeitende Industrie. Die Investitionstätigkeit in der Getränkeindustrie ist gegenüber dem Vorjahr gesteigen. Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Großinvestitionsaufträge unserer OEM (Original Equipment Manufacturer) Kunden zurückzuführen. Im Bereich Fleisch ist die Investitionsbereitschaft unserer, vor allem regional aufgestellten Kunden, im Berichtszeitraum rückläufig gewesen. Insgesamt ist das Geschäft im Food & Beverage Bereich um 18,6 % (ohne Ecolab Geschäft) gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 / 2022 gestiegen.

Ecolab Geschäft

Neben dem Direktgeschäft, das als Fremdumsatz dargestellt wird, sind für die Ecolab Engineering GmbH die konzerninternen Umsätze von großer Bedeutung. Hierunter fallen insbesondere die Geschäftstätigkeiten mit den Konzernbereichen Institutional (ID), Textile Care (TCD), Food and Beverage (F&B), Health Care (HC), Water & Process Systems (Nalco Water) und Life Sciences (LS). Diese Umsätze haben sich im Berichtszeitraum um 9,8 % erhöht. Im Bereich Health Care ist ein Umsatzrückgang von 31,1 % zu verzeichnen. Bei Dosiergeräten und Dosieranlagen für die Textilhygiene war ein Umsatzwachstum von 46,2 % zu verzeichnen. Im Bereich Food and Beverage zeigt sich ein Umsatzanstieg von 12,7 % im Vorjahresvergleich. Bei den Anlagen im Bereich Water & Process Systems sind die Umsätze im Berichtszeitraum um 54,8 % gesunken. Im Bereich von Life Sciences ist eine Umsatzsteigerung von 75,6 % zu verzeichnen.

b. Beschaffung

Die Produktion von Standardgeräten im Werk Siegsdorf war im Geschäftsjahr weitestgehend vollständig ausgelastet, jedoch deutlich über Vorjahr. Im Engineeringbereich war die Auslastung schwankend, jedoch ebenfalls über Vorjahresniveau.

Wie in den Vorjahren wurden die unterjährigen Bedarfsschwankungen im Fertigungs-, Lager- und Versandbereich durch kurzzeitige Versetzung einzelner Mitarbeiter in andere Abteilungen, durch die Nutzung von Gleitzeitkonten und durch Zeitarbeitskräfte ausgeglichen.

Im Berichtszeitraum war die Beschaffungssituation teilweise schwankend und Lieferanten lieferten zeitweise außerhalb der Bestellterminierung. Es traten im Gesamtjahr für einzelne Produktgruppen teilweise Beschaffungsengpässe oder verzögerungen auf, was auch zu einer Erhöhung der Sicherheitsbestände führte. Die Einkaufspreise waren steigend gegenüber dem Vorjahr.

c. Personal- und Sozialbereich

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 262 Mitarbeiter beschäftigt.

Die unterschiedlichen Anforderungen im Unternehmen konnten durch den Einsatz von Gleitzeitkonten gedeckt werden und insbesondere im Fertigungsbereich konnten unterjährige Bedarfsschwankungen durch externe Zeitarbeitskräfte sowie den flexiblen Einsatz der Produktions-, Lager- und Versandmitarbeiter ausgeglichen werden.

Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung (inkl. sonstige betriebliche Erträge) ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 %-Punkte auf 27,7 % gesunken. Dies ist hauptsächlich bedingt durch die um 10,0 Mio. € gestiegene Gesamtleistung.

d. Umweltschutz

Die Ecolab Engineering GmbH ist seit 1999 nach der Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert. Die Gesellschaft achtet auf die sortenreine Trennung von Abfallstoffen und diese werden über einen zertifizierten Entsorger dem Recyclingprozess zugeführt.

3. Darstellung der Lage

a. Ertragslage

Das Betriebsergebnis erhöhte sich von T€ 748 auf T€ 1.772. Dies resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahresvergleich absatzmengenbedingt um T€ 7.632 gestiegenen Umsatzerlösen sowie dem Bestandsaufbau in Höhe von T€ 1.515. Gegenläufig hierzu sind die Materialaufwendungen überproportional zu den Umsatzerlösen, infolge der zeitverzögerten Weitergabe der Preissteigerungen im Einkauf an die Kunden und des Produktmix, um T€ 6.592 gestiegen. Der Personalaufwand konnte mit einer Steigerung um T€ 239 annähernd auf Vorjahresniveau gehalten werden, was an den zinssatzbedingt gesunkenen Altersvorgungsaufwendungen liegt. Wohingegen insbesondere die gestiegenen Vertriebs- und Distributionsaufwendungen, Restrukturierungsaufwendungen und Management-Fees zu um T€ 2.241 gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen führten. Unter Berücksichtigung des um T€ 105 besseren negativen Finanzergebnisses wurde ein Jahresüberschuss von T€ 1.215 (Vorjahr: T€ 99) vor Ergebnisabführung erwirtschaftet.

b. Finanzlage

I. Kapitalstruktur

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich unverändert auf T€ 2.750.

Im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages mit der Ecolab Deutschland wird das Geschäftsjahresergebnis 2022/2023 in Höhe von T€ 1.215 abgeführt.

Die Eigenkapital-Quote ist mit 9,1 % im Vergleich zum Vorjahr (9,1 %) konstant geblieben.

II. Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2022/2023 beliefen sich auf T€ 782. Der Schwerpunkt der Investitionen lag bei der Beschaffung von:

- Grundstücksgleichen Rechten und Bauten, technischen Anlagen und Maschinen, Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (insbesondere Spritzgusswerkzeuge) 745 T€
- Immaterielle Vermögensgegenstände 37 T€

III. Liquidität

Der Cash-Bestand der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.944 auf T€ 1.868 verringert. Der Finanzmittelbestand besteht zum Bilanzstichtag ausschließlich aus Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft war durch Mittelzuflüsse aus dem laufenden Geschäftsbetrieb jederzeit gegeben.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 100 verringert. Das Anlagevermögen ist bei im Vorjahresvergleich niedrigeren Investitionen um T€ 157 gesunken. Die flüssigen Mittel haben sich um T€ 3.944 verringert. Gegenläufig haben sich der Wert der Vorräte gegenüber dem Vorjahr bestands- und preisbedingt um T€ 3.020 und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geschäftsbedingt um T€ 264 erhöht. Ebenso sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen geschäftsbedingt um T€ 697 gestiegen.

Auf der Passivseite verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die erhaltenen Anzahlungen bestell- und stichtagsbedingt um T€ 1.600. Gegenläufig hierzu sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen insbesondere ergebnisbedingt um T€ 1.316 gestiegen. Die Steigerung der Rückstellungen um T€ 235 resultiert vorallem aus den zinsbedingt höheren Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Insgesamt beurteilen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ecolab Engineering GmbH positiv.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die maßgeblichen Größen zur Steuerung des Unternehmens sind vor allem der Umsatz (T€ 70.507, Vorjahr T€ 62.875), die Personalaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung inkl. sonstige betriebliche Erträge (27,7 %; Vorjahr 31,7 %) sowie das Betriebsergebnis (T€ 1.772, Vorjahr T€ 748). Beim Umsatz konnten wir den Prognosekorridor (63,0 Mio. € bis 66,0 Mio. €) im Wesentlichen absatzbedingt überschreiten. Das in einem Korridor von 0,5 bis 1,2 Mio € prognostizierte Betriebsergebnis konnte so ebenfalls überschritten werden. Die budgetierte Personalaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung mit einem Wert zwischen 32,0 % und 33,0 % wurde infolge der im Vergleich zu den Personalaufwendungen deutlich überproportional gesteigenen Gesamtleistung mit 27,7 % unterschritten.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden lediglich als Hilfsindikatoren bei Bedarf angewendet. Als Hilfsindikatoren werden insbesondere der Personalbestand und die Liefertermintreue an unsere Kunden angesehen.

C Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2022/23 lag bei 70,5 Mio. €. Basierend auf der Wachstumsprognose des globalen Wirtschaftswachstums des IWF für 2024 in Höhe von 3,2 % 5 sowie unserem aktuellen Auftragsbestand, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz zwischen 71,0 Mio. € und 74,0 Mio. €.

Wir erwarten ein Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2022/23 zwischen 1,3 und 2,1 Mio. €.

Bei der Personalaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023/24 einen Wert zwischen 28,0 % und 30,0 %.

2. Risiko- und Chancenbericht

Die Ecolab Engineering GmbH ist im Rahmen ihrer operativen Tätigkeiten einer Vielzahl von Risiken und Chancen ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Das Risikomanagement der Ecolab Engineering GmbH ist fester Bestandteil der Unternehmensführung und basiert auf zwei wesentlichen Komponenten:

Controlling-Instrumente: Das Controlling informiert die Geschäftsführung sowie alle verantwortlichen Entscheidungsträger im Unternehmen regelmäßig und zeitnah anhand von Monatsabschlusszahlen im Vergleich zum Budget, Forecast und Vorjahreszahlen über die aktuelle Lage und entstehende Risiken.

Zertifiziertes Qualitätsmanagement: Wichtiger Bestandteil ist das zertifizierte Qualitätsmanagement des Unternehmens. Basierend auf DIN EN ISO 9001/14001 sorgen klar strukturierte und eindeutig dokumentierte Prozesse im Rahmen des Qualitätsmanagements für Transparenz.

Im Folgenden beschreiben wir die unsere Gesellschaft betreffenden identifizierten maßgeblichen Chancen und Risiken. Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich hierbei nicht um eine abschließende Aufzählung handelt. Die hier dargestellten Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen, mit denen unsere Gesellschaft konfrontiert ist. Weitere Risiken, die uns zum heutigen Zeitpunkt nicht bekannt sind oder die wir derzeit als weniger bedeutend einschätzen, könnten dennoch Auswirkung auf unser Geschäft nehmen. Um eine sinnvolle Einteilung der Risiken und Chancen vorzunehmen, wurden diese hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihrem Grad der Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kategorisiert.

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
1% bis 19% sehr unwahrscheinlich
20% bis 39% unwahrscheinlich
40% bis 59% wahrscheinlich
60% bis 79% sehr wahrscheinlich
80% bis 99% fast sicher

Gemäß vorangegangener Einteilung definieren wir ein sehr unwahrscheinliches Risiko (Chance) dadurch, dass dieses nur in außergewöhnlichen Fällen eintritt. Hingegen gilt ein Risiko als fast sicher, sofern innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit dessen Eintritt zu rechnen ist. Der Grad der Auswirkung wird nachfolgend je nach Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwischen gering und erheblich definiert.

Grad der Auswirkung Definition der Auswirkung
Gering Geringe Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (monetäre Auswirkung kleiner T€ 250)
Moderat Moderate Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (monetäre Auswirkung zwischen T€ 250 und T€ 750)
Erheblich Erhebliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (monetäre Auswirkung größer T€ 750)

Gemäß der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Auswirkung des Risikos bzw. der Chance auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde eine Kategorisierung als gering, mittel oder hohes Risiko vorgenommen.

Eintrittswahrscheinlichkeit
80% bis 99% L M H
60% bis 79% L M H
40% bis 59% L M H
20% bis 39% L L M
1% bis 19% L L M
Gering Moderat Erheblich
Auswirkungen auf die VFE-Lage

H = Hohes Risiko

M = Moderates Risiko

L = Geringes Risiko

Risikobericht

Risiken für die eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und eine erhebliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vorliegt, sehen wir zum Stichtag keine.

Risiken mit moderater oder geringer Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können sich aus den folgenden Geschäftsvorfällen ergeben.

Allgemeine Geschäftsrisiken sind neben der Investitionsbereitschaft der industriellen und institutionellen Kunden, welche von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst wird, insbesondere im schwankenden Euro und in hohen Rohstoffpreisen zu sehen. Aufgrund des geringen Anteils der getätigten Fremdwährungsgeschäfte erwarten wir jedoch keine übermäßigen negativen Auswirkungen aus dem schwankenden Eurokurs auf unser Geschäft. Zudem setzt die Ecolab Engineering GmbH zur Absicherung von Wechselkursschwankungen über die Ecolab Inc., Wilmington, Delaware, USA, gemäß den Ecolab Konzernrichtlinien derivative Finanzinstrumente ein. Zum Stichtag bestanden USD-Termingeschäfte mit einem Nominalvolumen von T€ 530. (M)

Unklar ist aktuell noch, wie stark sich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bzw. der Israel/Palestina-Konflikt weiterhin auf die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 auswirkt. Der Umsatzanteil in diesen Ländern ist für unsere Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung. Im Beschaffungsbereich haben wir hieraus keinen direkten Einfluss auf unser Geschäft. Es kann aber indirekt im Beschaffungsbereich zu Einschränkungen in den Verfügbarkeiten und weiterhin Preiserhöhungen z.B. aufgrund steigender Energiekosten kommen. Sofern Preiserhöhungen nicht an Kunden weitergereicht werden können, würden diese dann zu Lasten der Margen erkauft werden. (L)

Der Ausfall von Forderungen wird aufgrund des konsequenten Debitorenmanagements als gering eingeschätzt. Überdies waren bis zum Ende des Aufstellungszeitraums die Forderungen zum Bilanzstichtag weitestgehend eingegangen. Die Forderungen gegenüber Fremdkunden sind im Ausland durch Versicherungen weitgehend abgedeckt. Bei den Inlandskunden sind keine Ausfälle aufgetreten. (L)

Ein weiteres Risiko besteht in der Höhe des Vorratsbestandes. Der absolute Lagerbestand ist im Vorjahresvergleich zum Bilanzstichtag gestiegen. Die Reichweitenabwertung ist bei gestiegenem Vorratsumschlag im Berichtszeitraum absolut wie auch prozentual in Bezug auf den Brutto-Vorratsbestand gesunken. Wir sehen aufgrund der aktuellen Auftragslage sowie der vorgenommenen Abwertungen kurzfristig keinen erhöhten Abwertungsbedarf. (L)

Die Finanzierung des Unternehmens ist durch die laufende Geschäftstätigkeit und die Nutzung des "Customer Liquidity Agreement" und damit des "Multi Party Notional Cash Pooling Service" der Bank of America jederzeit sichergestellt. (L)

IT-Risiken werden mittels den von uns installierten Sicherheitssystemen (Firewall, Backup-Systeme, Zugriffsbeschränkungen, Berechtigungskonzept, usw.) sowie den turnusmäßigen Kontrollen dieser Sicherheitssysteme durch unsere IT-Mitarbeiter und unser Controlling sowie durch die Konzernrevision minimiert. (L)

Aufgrund unseres Standorts, abseits von einem Ballungsgebiet mit einem hohen Anteil an Pendlern, sowie infolge der hohen Attraktivität der Ecolab-Gruppe sehen wir in Bezug auf einen Mangel an Fachkräften nur geringe Risiken. (L)

Die Ausbreitung des Coronavirus (Anfang 2020 bis Anfang 2023) hat zu einer zeitweisen Eintrübung der Weltkonjunktur geführt. Dies hat gezeigt wie schnell und stark unsere vernetzte Gesellschaft auf eine Pandemie reagiert. Außerdem kann es auch zu Einschränkungen in den bestehenden Lieferungs- und Leistungsbeziehungen kommen. Verfügbarkeiten könnten u.U. mit Preiserhöhungen bezahlt werden, welche dann jedoch zu Lasten der Margen erkauft würden. Diese Risiken werden laufend überwacht und beurteilt, um notwendige Gegenmaßnahmen einleiten zu können. (L)

Unser Geschäftsmodell und die Einbindung in die Ecolab-Gruppe sowie eine geringfügige Erhöhung der Sicherheitsbestände bei sich abzeichnenden Lieferengpässen von Lieferanten (Handelskonflikte, Embargos, Brexit, usw.) führen dazu, dass derartige Ereignisse auf unser Unternehmen keine, oder nur geringfügige Auswirkungen haben. (L)

Insgesamt erwarten wir, dass das implementierte Kontrollsystem sowie die im Abschluss getroffenen Maßnahmen keine übermäßig negativen Auswirkungen oder gar eine Bestandsgefährdung aus den erläuterten Risiken auf unsere Gesellschaft zulassen.

Chancenbericht

Grundsätzlich ist die Ecolab Engineering GmbH innerhalb des Ecolab-Konzerns als alleiniger konzerneigener Equipmentfertiger in Europa in der günstigen Situation, dass alle europäischen Projekte des Konzerns, bei denen zusätzlich Equipment nötig ist, einen entsprechenden Auftrag begünstigen. Infolge der vielfältigen Akquisitionen unserer europäischen Schwestergesellschaften sehen wir gute Chancen für Equipmentaufträge aus diesen Projekten. (H)

Überdies ergeben sich aus unseren stetigen Weiter- und Neuentwicklungen unserer Produkte Chancen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die wir als positiv erachten. (M)

Mittelfristig wird der Bereich Industrietechnik durch die Ankurbelung des Drittgeschäfts Export im Rahmen des Aus- und Aufbaus von neuen Absatzmärkten und Kundenbeziehungen positive Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. (L)

Allgemein hängt die weitere Zukunft im Wesentlichen von der Investitionsbereitschaft unserer industriellen und institutionellen Kunden sowie der allgemeinen weltwirtschaftlichen Entwicklung ab.

 

Siegsdorf, den 13. Mai 2024

Alexander De Boo, Geschäftsführer

Markus Niederbichler, Geschäftsführer

1 Statistisches Bundesamt; Pressemitteilung Nr. 019 - Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken; 15.01.2024
2 Internationaler Währungsfonds; World Economic Outlook - Steady but Slow: Resilience amid Divergence; April 2024
3 Verband der Chemischen Industrie e.V.; World Chemistry Report - The economic situation of the
chemical industry worldwide in facts and figures; März 2024
4 VDMA - Maschinenbau in Zahl und Bild - Besonders wertvoll: Fach- und Arbeitskräfte im Fokus; April 2024
5 Internationaler Währungsfonds; World Economic Outlook - Steady but Slow: Resilience amid Divergence; April 2024

Bilanz zum 30. November 2023

Aktiva

30.11.2023
30.11.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 50.697,00 68.582,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.322.426,41 2.257.023,41
2. technische Anlagen und Maschinen 1.310.981,00 1.052.002,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.275.750,11 1.039.208,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 222.960,74 922.551,80
5.132.118,26 5.270.785,32
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.388.277,00 1.388.277,00
6.571.092,26 6.727.644,32
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.515.166,19 15.080.791,10
2. unfertige Erzeugnisse 8.295.599,04 8.309.604,08
3. fertige Erzeugnisse und Waren 3.380.912,89 1.786.961,05
4. geleistete Anzahlungen 38.398,14 32.294,68
28.230.076,26 25.209.650,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.873.629,58 5.609.203,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.383.935,58 4.686.739,53
3. sonstige Vermögensgegenstände 16.552,02 31.262,60
11.274.117,18 10.327.205,56
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.867.872,71 5.812.284,47
41.372.066,15 41.349.140,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 289.655,56 255.541,50
48.232.813,97 48.332.326,76

Passiva

30.11.2023
30.11.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.750.000,00 2.750.000,00
II. Kapitalrücklage 1.022.583,76 1.022.583,76
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 624.389,05 624.389,05
4.396.972,81 4.396.972,81
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 35.718.982,00 35.369.271,42
2. Steuerrückstellungen 14.083,20 0,00
3. sonstige Rückstellungen 2.390.597,64 2.519.684,75
38.123.662,84 37.888.956,17
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 116.312,50 538.320,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.026.112,98 4.204.590,07
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.087.880,12 772.094,84
4. sonstige Verbindlichkeiten 481.872,72 531.392,87
(davon aus Steuern € 381.983,06; Vorjahr T€ 423)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 38.550,69; Vorjahr T€ 37)
5.712.178,32 6.046.397,78
48.232.813,97 48.332.326,76

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis 30. November 2023

2022/23
2021/22
1. Umsatzerlöse 70.506.517,48 62.874.730,79
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.514.975,19 -292.380,27
3. andere aktivierte Eigenleistungen 41.147,57 0,00
4. sonstige betriebliche Erträge 860.833,65 328.414,39
(davon aus Währungsumrechnung € 38.575,84; Vorjahr T€ 110)
Gesamtleistung 72.923.473,89 62.910.764,91
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -34.866.464,14 -30.473.966,72
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.092.905,34 -3.893.088,80
-40.959.369,48 -34.367.055,52
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -16.226.252,43 -15.136.716,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.959.899,90 -4.810.649,09
(davon für Altersversorgung € 1.035.283,41; Vorjahr T€ 2.028)
-20.186.152,33 -19.947.365,38
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -871.574,56 -955.743,58
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -9.134.499,21 -6.893.002,19
(davon aus Währungsumrechnung € 45.647,33; Vorjahr T€ 57)
Betriebliches Ergebnis 1.771.878,31 747.598,24
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 96.274,56 10.928,39
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -635.857,16 -655.808,27
(davon an verbundene Unternehmen: € 0,00; Vorjahr T€ 0)
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung € 632.020,00; Vorjahr T€ 653)
Finanzergebnis -539.582,60 -644.879,88
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -17.149,87 -3.599,35
12. Ergebnis nach Steuern 1.215.145,84 99.119,01
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -1.215.145,84 -99.119,01
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022/23

I. Allgemeine Angaben

Die Ecolab Engineering GmbH hat ihren Sitz in 83313 Siegsdorf und ist beim Amtsgericht Traunstein unter der Nummer HRB 278 registriert.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Dezember jeden Jahres und endet am 30. November des darauffolgenden Jahres.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Ecolab Engineering GmbH, Siegsdorf, für das am 30. November 2023 abgeschlossene Geschäftsjahr wurden unter Beachtung der Vorschriften der §§ 264 ff. HGB für große Kapitalgesellschaften erstellt.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Es wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres unverändert angewandt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Patente werden über sieben, Software über drei Jahre nach der linearen Methode abgeschrieben.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten angemessene Teile der Gemeinkosten.

Bauten werden linear über die Nutzungsdauer von höchstens 50 Jahren abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen für Zugänge an beweglichen Wirtschaftsgütern erfolgen nach der linearen Methode. Bei technischen Anlagen und Maschinen sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt die Festlegung der Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der tatsächlichen Nutzbarkeit. Die Nutzungsdauern liegen in einer Bandbreite zwischen 3 und 10 Jahren. Für Geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten von mehr als € 250 und bis zu je € 1.000 wird im Jahr der Anschaffung ein Sammelposten gebildet, welcher auf 5 Jahre abgeschrieben wird.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert.

Die Finanzanlagen werden zu den ursprünglichen Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Die Vorräte sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch notwendige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht angesetzt. Der Verbrauch erfolgt nach der FiFo-Methode. Abwertungen für Lagerbestands- und Verwertbarkeitsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Soweit im Zeitpunkt der Bilanzerstellung Abwertungserfordernisse wegen im Erlös nicht voll gedeckter Selbstkosten erkennbar sind, werden zur verlustfreien Bewertung entsprechende Abschläge vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nominalbetrag bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zunächst mit den Nominalbeträgen angesetzt. Für unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von länger als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre. Für die Abzinsung werden die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätze verwendet.

Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden angemessene pauschalierte Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen werden nach der sogenannten Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) bewertet. Hierbei wird zu jedem Bilanzstichtag nur der Teil der Verpflichtung bewertet, der bereits erdient ist. Dabei wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck zugrunde gelegt. Der Rechnungszinssatz von 1,83 % bei der Bewertung entspricht dem von der Deutschen Bundesbank für November 2023 bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzins. Es wird von einer durchschnittlichen Restlaufzeit der Verpflichtung von 15 Jahren ausgegangen. Die erwarteten Lohn- und Gehaltsteigerungen wurden mit 3,80 % berechnet und die Rentendynamik mit 2,40 % sowie die Fluktuation mit 1,00 %. Der ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich gem. § 253 Abs. 6 HGB auf T€ 556, er ist keiner Abführungssperre unterlegen. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird im Geschäftsjahr der sich aus der Änderung der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag zu mindestens einem Fünfzehntel angesetzt. Der zum 30.11.2023 verbleibende Unterschiedsbetrag beläuft sich auf T€ 398. Zweckgebundenes Vermögen (Planvermögen) zur Verrechnung der Pensionsverpflichtungen liegt nicht vor.

Die übrigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ab und sind nach vernünftigen kaufmännischen Grundsätzen ermittelt worden. Soweit die Restlaufzeit von Rückstellungen am Bilanzstichtag mehr als ein Jahr beträgt, erfolgt eine Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrages werden die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätze verwendet.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells bei einem Rechnungszins von 0,94 % gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgte auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Es wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,20 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden zum Bilanzstichtag für bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Jubiläumsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) angesetzt. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,73 % p.a., welcher sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Es wurden eine Fluktuation von 1,00 % sowie ein Entgelttrend von 3,20 % zugrunde gelegt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennbetrag bilanziert.

Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zum Umrechnungskurs des Entstehungstages bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsposten, die am Bilanzstichtag bestehen, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Langfristige Fremdwährungsposten werden unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips bewertet.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt bei Gefahrübergang, d.h. bei Abnahme der Lieferung durch den Kunden.

Aufwendungen und Erträge werden im Zeitpunkt ihres Entstehens unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips erfolgswirksam gebucht.

Mit der Ecolab Deutschland GmbH, Monheim am Rhein besteht aufgrund des Gewinnabführungsvertrages eine ertragsteuerliche Organschaft.

In der Ecolab-Gruppe werden latente Steuern bei ertragsteuerlicher Organschaft grundsätzlich auf Ebene der Organträgergesellschaft beurteilt und bilanziert.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel dargestellt.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, haben alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

30.11.2023
T€
30.11.2022
T€
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.384 4.687
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.384 4.687

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 7 (Vorjahr T€ 11) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die flüssigen Mittel umfassen Kassenbestände (Portokasse) und Guthaben bei Kreditinstituten.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag T€ 2.750 (Vorjahr T€ 2.750). Gesellschafter sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert die Nalco Manufacturing Beteiligungs GmbH, Biebesheim am Rhein, mit T€ 2.473,5 und die Ecolab Inc., Wilmington, Delaware, USA, mit T€ 276,5. Über die Nalco Manufacturing Beteiligungs GmbH wird der Jahresabschluss der Ecolab Engineering GmbH in den Konzernabschluss der Ecolab Inc., Wilmington, Delaware, USA, einbezogen.

Die Kapitalrücklage wurde gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildet.

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen.

Der aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen beträgt T€ 398 EUR (Vorjahr T€ 597).

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:

Rückstellung 30.11.2023
T€
30.11.2022
T€
Personalvergütung 509 317
Gleitzeit 479 455
Gewährleistung 402 250
Urlaubsentgelt 284 243
ausstehende Rechnungen 252 304
Jubiläumsrückstellungen 146 510
Altersteilzeit 124 157
Drohverlust 10 0
Restrukturierung 0 65
Aktienbezugsrecht 0 33
übrige sonstige Rückstellungen 185 186
2.391 2.520

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

30.11.2023 30.11.2022
Restlaufzeit Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit Gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 116 116 0 538 538 0
Verbindlichenkeiten aus L+L 3.026 3.026 0 4.205 4.205 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.088 2.088 0 772 772 0
Sonstige Verbindlichkeiten 482 482 0 531 531 0
- davon aus Steuern 382 382 0 423 423 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 39 39 0 37 37 0
5.712 5.712 0 6.046 6.046 0

Sicherheitsleistungen für Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich Vorfinanzierungen von zum Stichtag erteilten/laufenden Aufträgen für das Projektgeschäft.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

30.11.2023
T€
30.11.2022
T€
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.088 772
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 873 673
davon Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung 1.215 99

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insgesamt Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von T€ 6 (Vorjahr T€ 11) enthalten. Das aktuelle Geschäftsergebnis zeigt einen Gewinn von T€ 1.215. Gemäß des bestehenden Gewinnabführungsvertrags erfolgt die Abführung des Gewinns an die Ecolab Deutschland GmbH, Monheim am Rhein.

IV. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Im Einzelnen haben sich die Umsatzerlöse wie folgt entwickelt: (Werte in T€)

Gliederung nach Geschäftsbereichen 2022/23 2021/22
T€ T€
Drittgeschäft
Industrietechnik
Dosiergeräte für Wasseraufbereitung 546 1.037
Auftrags- und Dosiergerätesysteme für Klebstoffe, Farben, Schmiermittel und Silicone; Mess- und Dosiersysteme für die chemische Industrie 9.987 8.615
Dosiergeräte für gewerbliche Geschirrspülsysteme 3.198 3.041
13.731 12.693
Food & Beverage
Anwendungstechnik für die Ernährungs- und Getränkeindustrie 18.095 15.260
Health Care
Anwendungstechnik für das Gesundheitswesen 3.032 2.649
Life Sciences
Anwendungstechnik für den Pharmabereich 697 621
35.555 31.223
Ecolabgeschäft
Dosiergeräte für
Food & Beverage 5.871 5.210
Health Care 162 236
Life Sciences 479 273
Textile Care 7.165 4.901
Institutional 21.265 20.903
Water & Process Services 219 486
35.161 32.009
Erlösschmälerungen -209 -357
70.507 62.875
Gliederung nach Absatzmärkten
Bundesrepublik Deutschland 27.111 25.508
Übriges Europa 38.464 33.429
Asien/Australien 3.647 2.606
Nordamerika 885 1.082
Lateinamerika 247 134
Afrika 153 116
70.507 62.875

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die folgenden Erträge:

Sonstige betriebliche Erträge 2022/23
T€
2021/22
T€
Auflösung von Rückstellungen 651 149
Nebenerlöse 160 64
Kurserträge aus Kursdifferenzen 39 110
Gewinne Anlagenabgänge 9 5
Auflösung von Wertberichtigungen von Forderungen 2 0
861 328

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten T€ 662 (Vorjahr T€ 154) periodenfremde Erträge, insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen und dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Kurserträge aus Kursdifferenzen (T€ 39, davon im Zusammenhang mit der Fremdwährungsbesicherung T€ 0; Vorjahr T€ 110, davon im Zusammenhang mit der Fremdwährungsbesicherung T€ 90) enthalten.

Mitarbeitende

Personalzahl nach Gruppen (Jahresdurchschnitt) 2022/23 2021/22
Produktion 129 130
Vertrieb 92 93
Verwaltung 26 22
Forschung und Entwicklung 10 11
Auszubildende 5 7
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt ohne Geschäftsführung) 262 263
davon Arbeitnehmer 244 241

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen die folgenden Aufwendungen ausgewiesen:

Sonstige betriebliche Aufwendungen 2022/23
T€
2021/22
T€
Verwaltungsaufwendungen 1.766 1.492
- davon Restrukturierungskosten 156 65
Management Fees 4.329 2.824
Vertriebs- und Distributionsaufwendungen 1.602 1.439
Anlagenaufwendungen / Instandhaltung 1.046 848
Kursverluste 46 57
Werbung und Marktforschung 33 29
übrige sonstige Aufwendungen 312 204
9.134 6.893

Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind T€ 243 (Vorjahr T€ 50) periodenfremd und resultieren insbesondere aus Management Fees und aus Anlagenabgängen. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kursverluste aus Kursdifferenzen (T€ 46; davon im Zusammenhang mit der Fremdwährungsbesicherung T€ 0; Vorjahr T€ 57, davon im Zusammenhang mit der Fremdwährungsbesicherung T€ 0) enthalten. Die Zuführung eines Fünfzehntel (T€ 199) des über 15 Jahre bis zum 30.11.2025 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB verteilten Unterschiedsbetrages der Pensionsrückstellung ist ebenso in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen berücksichtigt.

Wegen der zu zahlenden Dividende an die Ecolab Inc., Wilmington, Delaware, USA, sind Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 17 zu passivieren (Vorjahr T€ 1).

V. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

VI. Sonstige Angaben

Derivate Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungskursschwankungen setzt die Ecolab Engineering GmbH über die Ecolab Inc., Wilmington, Delaware, USA, gemäß den Ecolab Konzernrichtlinien derivative Finanzinstrumente ein.

Das Nominalvolumen und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

Marktwerte
in T€
Nominalvolumen
Art positiv negativ in TUSD
Devisentermingeschäfte
USD 0 495 530
davon in folgender Bilanzposition enthalten:
Sonstige Rückstellungen 0 10

Es wurden keine Bewertungseinheiten gebildet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 1.321 (Vorjahr T€ 1.344) setzen sich wie folgt zusammen:

Fällig ab Geschäftsjahr 2023/24
T€
Fällig ab Geschäftsjahr 2024/25
T€
Erbbaurechtsvertrag 31 787
Mietverträge 178 108
Fahrzeug-Leasing 128 89
337 984

Der Erbbaurechtsvertrag wurde am 3. Oktober 1977 geschlossen und läuft ab der Grundbucheintragung vom 11. Januar 1980 über eine Laufzeit von 70 Jahren. Eine Änderung des Erbbauzinses soll gemäß dem Vertrag vorgenommen werden, wenn der vom Stat. Bundesamt festgestellte Preisindex für die Lebenshaltung eines Vier-Personen-Arbeitnehmer-Haushaltes mit mittlerem Einkommen sich um 10% erhöht oder vermindert. Die letzte Anpassung erfolgte am 1. April 2021.

Bestellobligo

Die Verpflichtungen aus dem Bestellobligo beliefen sich zum Geschäftsjahresende auf rund Mio. € 8,6 (Vorjahr ca. Mio. € 8,6), davon gegenüber verbundenen Unternehmen Mio. € 0,1 (Vorjahr: Mio. € 0,3). Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Rahmenverträgen gegenüber Lieferanten welche sich auf Mio. € 4,4 (Vorjahr ca. Mio. € 3,4 Mio.) belaufen.

Haftungsverhältnisse

Für Gewährleistungs- und Vorauszahlungsgarantien bestehen zum Stichtag 30. November 2023 Bank-Akkreditive in Höhe von T€ 777 (Vorjahr T€ 625) sowie von der Ecolab Deutschland GmbH, Monheim am Rhein, gewährte Bürgschaften in Höhe von T€ 156 (Vorjahr T€ 0). Das Risiko der Inanspruchnahme ist aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung sehr gering.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Markus Niederbichler, Diplom-Betriebswirt, wohnhaft in Ruhpolding, einzelvertretungsberechtigt, sowie

Herr Alexander De Boo, Ingenieur, wohnhaft in Frauenfeld, Schweiz, einzelvertretungsberechtigt

Organbezüge

Angaben zu Organbezügen werden unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, nachdem im Wege der einfachen Durchschnittsbildung die Bezüge einzelner Geschäftsführer ersichtlich wären.

Honorar der Jahresabschlussprüfung

Das durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft berechnete Honorar gliedert sich wie folgt auf:

Prüfung des Jahresabschlusses 2022/23 TEUR 56

Konzernbeziehung

Die Gesellschaft ist zum 30. November 2023 eine 89,95% Tochter der Nalco Manufacturing Beteiligungs GmbH, Biebesheim am Rhein. Einen Anteil von 10,05% hält die Ecolab Inc., Wilmington, Delaware, USA.

Die Gesellschaft wird über die Nalco Manufacturing Beteiligungs GmbH in den Konzernabschluss der Ecolab Inc. (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser wird unter Zugrundelegung der Vorschriften der US GAAP aufgestellt und ist auf Anforderung am Sitz der Ecolab Inc. bzw bei der SEC unter CUSIP 278865 10 0 erhältlich. Eine Übersetzung des befreienden US-Konzernabschlusses der Ecolab Inc. für das Konzerngeschäftsjahr 2023 wird durch die Ecolab DE 1 GmbH im Unternehmensregister offengelegt.

Gewinnverwendung

Im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft, der Ecolab Deutschland GmbH, wird das Geschäftsjahresergebnis 2022/23 in Höhe von T€ 1.215 an die Ecolab Deutschland GmbH abgeführt.

 

Siegsdorf, den 13. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Alexander De Boo

Markus Niederbichler

Anlagenspiegel vom 1. Dezember 2022 bis 30. November 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.12.2022
Zugänge
Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.183.842,59 36.570,00 16.174,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.795.269,01 34.619,15 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.345.503,47 382.354,34 114.109,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.532.496,97 291.446,22 994.659,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 922.551,80 36.787,11 7.680,32
21.595.821,25 745.206,82 1.116.449,62
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.388.277,00 0,00 0,00
25.167.940,84 781.776,82 1.132.624,05
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen
30.11.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 2.204.238,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 167.572,46 7.997.460,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.796,90 3.647.544,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 527.328,49 9.356.612,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -728.697,85 222.960,74
0,00 21.224.578,45
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 1.388.277,00
0,00 24.817.093,61
Abschreibungen
01.12.2022
Zugänge
Abgänge
30.11.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.115.260,59 54.455,00 16.174,43 2.153.541,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.538.245,60 136.788,61 0,00 5.675.034,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.293.501,47 157.172,24 114.109,73 2.336.563,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.493.288,86 523.158,71 935.585,57 8.080.862,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
16.325.035,93 817.119,56 1.049.695,30 16.092.460,19
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
18.440.296,52 871.574,56 1.065.869,73 18.246.001,35
Restbuchwerte
30.11.2023
30.11.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 50.697,00 68.582,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.322.426,41 2.257.023,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.310.981,00 1.052.002,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.275.750,11 1.039.208,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 222.960,74 922.551,80
5.132.118,26 5.270.785,32
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.388.277,00 1.388.277,00
6.571.092,26 6.727.644,32

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ecolab Engineering GmbH, Siegsdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ecolab Engineering GmbH, Siegsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 30. November 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 30. November 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ecolab Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 30. November 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. November 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 30. November 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 13. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Popp, Wirtschaftsprüfer

ppa. Andreas Sulzer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30. November 2023 wurde am 11. Juni 2024 festgestellt.

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