Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 12268
Eingetragen
24.3.2014
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von Software und Erbringen von Systemhausdienstleistungen sowie Vermögensverwaltung des Betriebsvermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Schebler
seit 31.8.2022
Prokura
Enver Berisha
seit 31.8.2022
Prokura
Geschäftsführer
Martin Ernst Giess
seit 24.3.2014
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EMnify GmbH

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.095.641,32 4.910.834,23
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.326,19 179.194,02
7.220.967,51 5.090.028,25
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 568.065,27 601.070,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.305.526,54 883,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 445.688,25 308.035,69
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0 851.921,73
3.751.214,79 1.160.840,50
Summe Anlagevermögen 11.540.247,57 6.851.939,17
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 541.644,05 210.320,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.480.900,02 1.909.872,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 96.814,30 12.960,68
3. Sonstige Vermögensgegenstände 656.653,08 502.221,42
4.234.367,40 2.425.055,04
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 14.268.126,02 23.740.250,15
Summe Umlaufvermögen 19.044.137,47 26.375.625,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 602.227,29 524.177,21
Summe Aktiva 31.186.612,33 33.751.741,57

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 87.764,00 87.764,00
II. Kapitalrücklage 44.272.680,90 44.272.680,90
III. Verlustvortrag -15.043.557,01 -10.320.993,23
IV. Jahresfehlbetrag -3.529.114,57 -4.722.563,78
Summe Eigenkapital 25.787.773,32 29.316.887,89
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.344.390,53 2.558.770,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 88.768,17 65.051,39
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.050.309,35 837.277,56
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 582.755,66 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 454.639,99 304.750,64
- davon aus Steuern EUR 290.067,19 (i. Vj. EUR 191.209,70)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 112.307,93 (i. Vj. EUR 63.362,50)
Summe Verbindlichkeiten 2.176.473,17 1.207.079,59
D. Rechnungsabgrenzungsposten 26.498,75 79.703,47
E. Passive latente Steuern 851.476,56 589.300,00
Summe Passiva 31.186.612,33 33.751.741,57
2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 23.179.410,50 17.221.892,68
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.328.986,32 9.415.153,80
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.793.197,83 1.422.492,64
- davon für Altersversorgung EUR 61.380,72 (i. Vj. EUR 64.278,82) -
13.122.184,15 10.837.646,44
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 802.797,79 628.797,13
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.634.805,51 10.929.096,92
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 149.438,94 9.632,08
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 10.003,70 (i. Vj. EUR 9.632,08) -
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 16.511,05
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (i. Gj. Steueraufwand; i. Vj. Steuerertrag) 298.176,56 -457.963,00
- davon aus latenten Steuern EUR 262.176,56 (i. Vj. EUR 457.963,00) -
8. Ergebnis nach Steuern -3.529.114,57 -4.722.563,78
9. Jahresfehlbetrag -3.529.114,57 -4.722.563,78

Anhang zum 31.12.2023

EMnify GmbH, Würzburg

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden gemäß § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: EMnify GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Würzburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Würzburg
Register-Nr.: HR B 12268

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Unter der Prämisse, dass die Gesellschaft bis Dezember 2024 noch Verluste erwirtschaftet, hat die Gesellschaft ohne weitere Finanzierungen bis zu diesem Zeitpunkt noch ausreichende Liquiditätsreserven. Die geplanten liquiden Mittel betragen ausweislich der Finanzplanung zum Ende des Geschäftsjahrs 2024 9.531 TEUR. Für das Geschäftsjahr 2025 plant die Gesellschaft mit Gewinnen und einem positiven Cashflow.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt. Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände werden in der Bilanz aktiviert (§ 248 Abs. 2 HGB). Die Herstellungskosten umfassen alle zurechenbaren Einzelkosten, insbesondere Personalkosten. Bei der Berechnung der Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung nicht berücksichtigt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Vermögensgegenstände mit Nettoanschaffungskosten bis 250 EUR werden im Zeitpunkt der Anschaffung sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen und entsprechen im Wesentlichen den steuerlichen AfA-Tabellen. Die durchschnittliche Nutzungsdauer gekaufter immaterieller Wirtschaftsgüter liegt bei 3 Jahren, beim Sachanlagevermögen liegt diese zw. 5 und 8 Jahren. Die Nutzungsdauer selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände kann nicht verlässlich geschätzt werden und wird daher mit 10 Jahren festgelegt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Ausleihungen zum Nennwert

Soweit eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung zum Bilanzstichtag vorliegt, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren Wert. Das Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB kommt nicht zur Anwendung. Zum 31.12.2023 war keine Wertminderung erforderlich.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Wiederbeschaffungswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt.

Das Eigenkapital wurde nach § 272 HGB ausgewiesen, dabei wurde das gezeichnete Kapital zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und soweit einschlägig drohende Verluste gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Bei der Rückstellungsbewertung werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Auf eine Bilanzierung des Incentivierung- und Mitarbeiterbeteiligungsprogramms "VESOP" wurde unter Berücksichtigung des BFH-Urteils vom 15. März 2017 verzichtet. Das "Virtuelle Optionsprogramm" (VESOP) von 2021 ermöglicht es, Mitarbeitern, Geschäftsführern, Beratern oder anderen Dienstleistern von EMnify virtuelle Aktienoptionen zu gewähren. Im Rahmen dieses Programms erhalten die Begünstigten das Recht auf virtuelle Optionen, die eine ermessensabhängige, erfolgsabhängige, zusätzliche Barzahlung durch das Unternehmen gewähren.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten stellen Einzahlungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag dar, welche in Folgeperioden als Erträge realisiert werden (passivisch), bzw. Auszahlungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag, welche in Folgeperioden als Aufwendungen realisiert werden (aktivisch).

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen sowie steuerlichen Verlustvorträgen. Diese werden zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz bewertet. Der durchschnittliche Steuersatz beträgt 30 %.

Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus steuerlichen Verlustvorträgen aus Vorjahren.

Passive latente Steuern entstehen im Zusammenhang mit der Aktivierung der selbst erstellten Software.

Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Zum Abschlussstichtag werden gemäß § 256a HGB auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Vorsichtsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt, weshalb im Jahresabschluss die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen wurden.

Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres 2.309.161,36 EUR.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 3.111.959,15 EUR.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden aktiviert.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr 7.453.664,53 EUR.

Der davon auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entfallende Betrag liegt bei 2.751.530,30 EUR und wurde als Zugang aktiviert. Bei dem verbleibenden Teil von 4.702.134,23 EUR handelt es sich um Forschungskosten und allgemeine Kosten in diesem Zusammenhang.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 6.244.164,76 EUR.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre EUR
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände 7.095.641,32
abzgl. Anteil passiver latenter Steuern -2.128.692,40
Aktive latente Steuern 1.277.215,84
Gesamtbetrag 6.244.164,76

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0 EUR (Vorjahr: 0 EUR).

Der Betrag der Forderungen gegen verbundene Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag 96.814,30 EUR (Vorjahr: 12.960,68 EUR) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von größer einem Jahr liegt bei 163.696,50 EUR (Vorjahr: 163.696,50 EUR).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. Es gibt wie im Vorjahr keine wesentlichen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer als 1 Jahr.

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2023 Stand zum 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr in
EUR EUR EUR
Sonstige Rückstellungen 2.344.390,53 2.558.770,62 -214.380,09
Abschluss- und Prüfungskosten 54.230,60 40.000,00 14.230,60
Aufbewahrungspflichten 1.112,00 1.112,00 0,00
Übrige Personalkosten 1.208.559,23 998.115,52 210.443,71
Urlaubsrückstellungen 178.067,30 185.090,00 -7.022,70
Rückstellungen ausst. RG 759.523,00 1.050.387,10 -290.864,10
Übrige sonstige Rückstellungen 142.898,40 284.066,00 -141.167,60
Rückstellungen gesamt 2.344.390,53 2.558.770,62 -214.380,09

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag aller bilanzierten Verbindlichkeiten hat wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von maximal 1 Jahr.

Latente Steuern

Die Entwicklung der latenten Steuern ist in folgender Tabelle dargestellt:

Stand zum 01.01.2023 Veränderung Stand zum 31.12.2023
EUR EUR EUR
Passive latente Steuer 883.950,27 1.244.742,13 2.128.692,40
Aktive latente Steuer 1.473.250,00 -196.034,16 1.277.215,84

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 851.476,56 EUR (im Vorjahr: 589.300,00 EUR). Es handelt sich hierbei um einen Passivüberhang.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 5.015.461,51 EUR (Vorjahr: 6.600.041,69 EUR) sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Davon resultieren 3.579.463,33 EUR (Vorjahr: 4.907.446,67 EUR) aus abgeschlossenen Intercompany-Verträgen, 1.435.998,18 EUR (Vorjahr: 1.335.112,43 EUR) aus Mietverträgen und 0 EUR (Vorjahr: 357.482,60 EUR) aus offenen Bestellungen.

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben 2.539.505,35 EUR (Vorjahr: 3.435.017,69 EUR) eine Laufzeit von weniger als einem Jahr und 2.475.956,17 EUR (Vorjahr: 3.165.024,00 EUR) eine Laufzeit von 1-5 Jahre. Verträge mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Das "Virtuelle Optionsprogramm 2021" (VESOP) ermöglicht es, Mitarbeitern, Geschäftsführern, Beratern oder anderen Dienstleistern des Unternehmens virtuelle Aktienoptionen zu gewähren. Im Rahmen dieses Programms erhalten die Begünstigten nicht das Recht, Aktien des Unternehmens zu erwerben, sondern virtuelle Optionen, die eine ermessensabhängige, erfolgsabhängige, zusätzliche Barzahlung durch das Unternehmen gewähren. Die virtuellen Optionen stellen keine Beteiligung an der Gesellschaft dar und gewähren keine Informations-, Mitwirkungs-, Stimm- oder sonstigen Rechte. Auf der Grundlage der Vereinbarung vom 21.12.2021 hat das Unternehmen einen virtuellen Aktienoptionspool von 526.722 virtuellen Aktien geschaffen. Die virtuellen Aktien werden ausgewählten Personen, die Schlüsselpositionen für die Entwicklung des Unternehmens innehaben, auf Beschluss von zwei Geschäftsführern gewährt. Die Begünstigten sind berechtigt, ihre virtuellen Optionen auszuüben (Exit-Ereignisse), wenn mehr als 50 % der Unternehmensanteile oder der Vermögenswerte des Unternehmens verkauft werden oder wenn das Unternehmen an die Börse gebracht wird. Derzeit gibt es keine festen Pläne für ein Ausstiegsereignis, so dass nicht absehbar ist, wann dieses eintreten könnte.

Auf eine Bilanzierung des VESOP wurde verzichtet, da entsprechend dem BFH-Urteil vom 15.03.2017 es an der wirtschaftlichen und rechtlichen Verursachung (Exit-Event nicht eingetreten) mangelt.

Von der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr und im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse im Sinne der §§ 251, 268 Abs. 7 HGB eingegangen.

Angaben zu Erträgen/Aufwendungen aus Währungsumrechnungen

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände wurden am Abschlussstichtag 31.12.2023 mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Im Geschäftsjahr 2023 entstanden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 225.862,16 EUR (Vorjahr: 245.714,34 EUR) und Erträge von 129.292,41 EUR (Vorjahr: 135.178,26 EUR).

Sonstige Angaben

Verfügungsbeschränkte Guthabenbestände

Zum Bilanzstichtag umfassen die verfügungsbeschränkten Guthabenbestände in Höhe von 394.000 EUR Sicherheitsdepots zur Absicherung von Bankkonten sowie eine Bürgschaft für einen Vertragspartner.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2022 2023
Angestellte 89 94
Leitende Angestellte 24 28
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (Köpfe) 113 122

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Frank Stöcker, Geschäftsführer (Chief Executive Officer)

Martin Giess, Geschäftsführer (Chief Technology Officer)

Vergütung der Geschäftsführer

Es wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
EMNIFY, INC., New York, USA 100,00 % 158.079,47 EUR * 201.358,28 EUR *
EMNIFY Brasil LTDA, Säo Paulo, Brasilien 100,00% -126.466,12 EUR ** 1.105.573.22 EUR **

* Jahresergebnis umgerechnet mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Jahresdurchschnittskurs für das Jahr 2023: 1.1050 US-Dollar; Eigenkapital umgerechnet mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Stichtagskurs zum 31.12.23: 1.0813 US-Dollar.
** Jahresergebnis umgerechnet mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Jahresdurchschnittskurs für das Jahr 2023: 5.4010 Brazilian real (BRL); Eigenkapital umgerechnet mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Stichtagskurs zum 31.12.23: 5.3618 BRL.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 3.529.114,57 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Verlustvortrages von 15.043.557,01 EUR ergibt sich ein Bilanzverlust von 18.572.671,58 EUR, der vorgetragen wird.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten.

 

Würzburg, 26. März 2025

Frank Stöcker

Martin Giess

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.749.519,80 2.751.530,30 0,00 8.501.050,10
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 625.402,40 11.361,34 0,00 0,00 636.763,74
6.374.922,20 2.762.891,64 0,00 0,00 9.137.813,84
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.625.337,83 137.840,26 0,00 0,00 1.763.178,09
1.625.337,83 137.840,26 0,00 0,00 1.763.178,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 883,08 0,00 3.304.643,46 0,00 3.305.526,54
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 308.035,69 137.652,56 0,00 0,00 445.688,25
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 851.921,73 2.452.721,73 -3.304.643,46 0,00 0,00
1.160.840,50 2.590.374,29 0,00 0,00 3.751.214,79
9.161.100,53 5.491.106,19 0,00 0,00 14.652.206,72
Kumulierte Abschreibungen
1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 838.685,57 566.723,21 1.405.408,78
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 446.208,38 65.229,17 511.437,55
1.284.893,95 631.952,38 1.916.846,33
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.024.267,41 170.845,41 1.195.112,82
1.024.267,41 170.845,41 1.195.112,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
2.309.161,36 802.797,79 3.111.959,15
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.095.641,32 4.910.834,23
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.326,19 179.194,02
7.220.967,51 5.090.028,25
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 568.065,27 601.070,42
568.065,27 601.070,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.305.526,54 883,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 445.688,25 308.035,69
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 851.921,73
3.751.214,79 1.160.840,50
11.540.247,57 6.851.939,17

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EMnify GmbH, Würzburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EMnify GmbH, Würzburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EMnify GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 28. März 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Sternberg, Wirtschaftsprüfer

gez. Krayl, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die EMnify GmbH ist ein Anbieter von Cloud-Kommunikationsplattformen für Internet of Things (IoT). Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und der Vertrieb von Software und die Erbringung von Systemhausdienstleistungen.

Das Internet der Dinge beschreibt die Vernetzung von Geräten mit dem Internet. Auf diese Weise können Maschinen selbstständig Informationen mit anderen Systemen austauschen. Im Gegensatz zu traditionellen Plattformanbietern ist EMnify ausschließlich in diesem Bereich tätig. Die technologische Lösung und der kundenorientierte Ansatz werden durch ein Team von internationalen Experten ermöglicht, die in etwa 2300 Unternehmen in mehr als 100 Ländern unterstützen. Es handelt sich demnach um ein reines B2B-Geschäft (Business to Business).

EMnify bietet einen Cloud-nativen Dienst, der eine sichere IoT-Konnektivität ermöglicht. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Unternehmens liegt auf der Plattformentwicklung mit der Erstellung umfassender Softwarepakete.

Die EMnify-Gruppe wird von der EMnify GmbH in Deutschland als Muttergesellschaft geführt. Darüber hinaus existieren im Geschäftsjahr 2023 verbundene Unternehmen namens EMnify Inc. mit Sitz in den USA und die brasilianische Gesellschaft EMnify Brasil Ltda. mit Sitz in Säo Paulo, Brasilien, die im Jahr 2023 erworben wurde und ein 100%iges verbundenes Unternehmen darstellt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Darstellung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 stagnierte die deutsche Wirtschaft und verzeichnete im vierten Quartal einen Rückgang von -0,3%. Die Industrie wurde weiterhin von der schwachen Auslandsnachfrage beeinträchtigt. Höhere Finanzierungskosten bremsten weiterhin die Investitionen und damit die Inlandsnachfrage nach Industriegütern und Bauleistungen. Der Informations- und Kommunikationssektor, zu dem Emnify gehört, hat sich als widerstandsfähig erwiesen und ist dank des Trends zu Investitionen in die Digitalisierung weiter gewachsen. 1

1 https://www.bundesbank.de/de/publikationen/berichte/monatsberichte/monatsbericht-februar-2024- 924908

Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um 3,1 % gewachsen ist, und erwartet für 2024 eine ähnliche Wachstumsrate, wobei für Deutschland ein Wachstum von 0,5 % im Jahr 2024 prognostiziert wird. 2 Es wird erwartet, dass die Inflation in Deutschland im Jahr 2024 auf 2,7 % zurückgehen wird. 3

Laut Analystenberichten 4 befindet sich der Sektor der IoT-Konnektivitätsanbieter, zu dem auch EMnify gehört, in einem raschen Wandel, insbesondere wenn es um die Anbindung von Geräten in verschiedenen Ländern geht. Einerseits erweitern technologische Fortschritte im Bereich der Telekommunikation und der Cloud-Computing-Software die verfügbaren Optionen und können die Entwicklung von Lösungen zur Bereitstellung von IoT-Diensten beschleunigen. Andererseits steigt die Komplexität durch die wachsende Zahl der technologischen Möglichkeiten und die international differenzierten Nutzeranforderungen. Der IoT-Sektor ist gekennzeichnet durch traditionelle Akteure (die großen Telekommunikationsanbieter) und neue Akteure, die sich ausschließlich auf IoT-Dienste konzentrieren. Analysten sind der Ansicht 5 , dass die neuen Akteure wie EMnify und andere dank ihres innovativeren, an die Kundenbedürfnisse angepassten Angebots Chancen haben, sich weiterzuentwickeln.

2. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

A. Umsatzentwicklung

Der Umsatz von EMnify entwickelte sich im Jahr 2023 positiv, trotz der schleppenden Konjunktur in Deutschland, der immer noch hohen Inflation in mehreren Ländern und geopolitischer Bedenken. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um 35,2 % von 19,3 Mio. EUR auf 26,0 Mio. EUR. Unser größtes Kundensegment, die kleinen und mittleren Unternehmen, trug 77 % zum Umsatzwachstum bei. Das Wachstum wurde durch den Anstieg der von den Kunden gekauften Mengen angetrieben, während der Preis pro Einheit stabil blieb und sich die Art der verkauften Produkte nicht veränderte. Alle Regionen schnitten gut ab, wobei Europa 65 % zum Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr beitrug. Der tatsächliche Umsatz 2023 lag um 12,7 % unter dem geplanten Betrag, was vor allem auf die langsamer als geplante Entwicklung des Geschäftskundensegments zurückzuführen ist.

2 https://www.imf.org/en/Blogs/Articles/2024/01/30/global-economy-approaches-soft-landing-but-risks-remain
3 https://www.bundesbank.de/en/press/interviews/-inflation-will-more-than-halve-in-2024--920860
4 Transforma Insights, COMMUNICATIONS SERVICE PROVIDER (CSP) IOT PEER BENCHMARKING REPORT 2023, https://transformainsights.com/blog/key-trends-cspsiot#:~: text=The%20Transforma%20Insights%20report%20'Communications,%2C%20KPN%2C%20NTT%2C%200 oredoo%2C
5 Transforma Insights, COMMUNICATIONS SERVICE PROVIDER (CSP) IOT PEER BENCHMARKING REPORT 2023, https://transformainsights.com/blog/key-trends-cspsoredoo%2C

B. Analyse der Ergebnisse

Entsprechend dem Wachstumskurs des Unternehmens und den gestiegenen Aufwendungen hat sich das EBIT um 1,8 Mio. EUR auf -3,4 Mio. EUR verbessert. Diese Entwicklung ist zum einen positiv beeinflusst durch den oben erwähnten Umsatzanstieg von 6,8 Mio. EUR bzw. 35,2% gegenüber dem Vorjahr und einen verhältnismäßig geringeren Anstieg beim Personalaufwand von 21,1% und sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 15,6%.

Das EBITDA der Gesellschaft belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf -2,6 Mio. EUR, was einer Veränderung von 43,3% im Vergleich zum Vorjahr (-4,6 Mio. EUR) entspricht. Die Veränderung im EBITDA resultiert aus folgenden wesentlichen Faktoren: Der Umsatz stieg um 35,2% auf 26,0 Mio. EUR, was auf erhöhte Nachfrage und neue Kundenakquisitionen zurückzuführen ist. Die Materialaufwendungen beliefen sich auf 6,3 Mio. EUR, was einem Anteil von 24,1% des Umsatzes entspricht (Vorjahr: 23,7%). Die Personalaufwendungen betrugen 13,1 Mio. EUR, was einer Steigerung von 21,1% entspricht.

Weiterhin positiv entwickelte sich der Bruttoertrag (definiert als absolute Differenz zwischen Umsatzerlösen und Materialaufwand) des Unternehmens um 5,1 Mio. EUR auf 19,8 Mio. EUR anstieg. Der Personalaufwand stieg von 10,8 Mio. EUR auf 13,1 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist auf die Erhöhung der Mitarbeiterzahl zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 10,9 Mio. EUR auf 12,6 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist u.a. auf den Anstieg der Kosten in Höhe von 3,2 Mio. EUR von EMnify Inc. im Zusammenhang mit konzerninternen Weiterberechnungen zurückzuführen. Darüber hinaus entstanden zusätzliche Aufwendungen in den Bereichen Fremdleistungen und diverse Beratungsdienstleistungen von 0,6 Mio. EUR sowie in den Rechts- und Beratungskosten von 0,5 Mio. EUR.

Die Zahl der Kunden stieg von 2.073 im Dezember 2022 auf 2.324 im Dezember 2023 (12,1% Anstieg).

C. Forschung und Entwicklung

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten belief sich im Geschäftsjahr auf 7,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,8 Mio. EUR). Der aktivierte Betrag, der auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entfällt, betrug 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR). Die Aktivierungsquote betrug 36,9 % (Vorjahr: 33,5 %).

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 39 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung tätig. Die Tätigkeiten der F&E-Abteilung lassen sich wie folgt zusammenfassen: Entwicklung und Betrieb der technischen Infrastruktur (23% der Mitarbeiter - diese sorgen dafür, dass das Telekommunikationsnetz von EMnify auf dem neuesten Stand gehalten wird, um das wachsende Nutzungsvolumen zu bewältigen und die Sicherheit vor unbefugten Zugriffen und Betrugsversuchen zu erhöhen und damit die Zuverlässigkeit zu verbessern und eventuelle Unfälle oder Ausfallzeiten des Dienstes zu begrenzen), die Wartung und Entwicklung des Produkts und der Produktmerkmale (56 % der Beschäftigten - damit wird sichergestellt, dass die Benutzerfreundlichkeit des Produkts ständig verbessert und die Benutzererfahrung einfacher und effektiver wird und neue Merkmale eingeführt werden) sowie die Pflege der Beziehungen und Roaming-Vereinbarungen mit Telekommunikationsbetreibern weltweit (15 % der Beschäftigten - EMnify hatte 2023 Roaming-Vereinbarungen, die den Zugang zu den Netzen von 190 Ländern und Gebieten ermöglichen), Projektmanagement und Support (5 % der Beschäftigten).

D. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die Schlüsselindikatoren, die EMnify zur Leistungsüberwachung verwendet, sind:

(Gesamt-)Umsatz

MRR (Monthly Recurring Revenue) beschreibt die wiederkehrenden Gebühren, die wir unseren Kunden für die Nutzung von Telekommunikationsdiensten in Rechnung stellen. Dazu gehören alle Erlöse, die wir durch die wiederholte Bereitstellung von Telekommunikationsdiensten im Laufe der Zeit erzielen, sowie alle Gebühren für die Entwicklung spezifischer Lösungen, die von einzelnen Kunden angefordert werden. Davon abzugrenzen ist der NRR (Non-Recurring Revenue), welcher im Wesentlichen den Verkauf von SIM-Karten beinhaltet.

Um das auf jährlicher Basis zu erzielende Umsatzpotenzial zu ermitteln, verfolgen wir auch die ARR (Annual Recurring Revenue), definiert als MRR multipliziert mit 12 eines bestimmten Monats. Der MRR für das Gesamtjahr 2023 betrug 24,4 Mio. EUR, gegenüber 18,4 Mio. EUR im Vorjahr. Der ARR Ende 2023 betrug 27,5 Mio. EUR, gegenüber 20,6 Mio. EUR im Vorjahr.

EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen).

EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern)

Der operative Cashflow (definiert als Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen, abzüglich Zinserträge und erhaltener Zuschüsse sowie der Veränderung des Working Capital) beläuft sich für 2023 auf - 4,4 Mio. EUR.

EMnify bestätigte ihren Wachstumskurs im Jahr 2023 und erzielte einen Umsatzanstieg von 19,3 Mio EUR auf 26,0 Mio. EUR. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 35,2 % (Vorjahr: 33,4 %).

Der MRR des Unternehmens betrug im Dezember 2023 2,3 Mio. EUR, was einer Veränderung von 32,9 % im Vergleich zum Dezember 2022 (1,7 Mio. EUR) entspricht. Der Anstieg kam zu 11,7 % von Neukunden, der Rest von der erhöhten Nachfrage durch Bestandskunden. Der ARR des Unternehmens betrug im Dezember 2023 27,5 Mio. EUR, was einem gleichen Anstieg von 32,9 % im Vergleich zum Dezember 2022 (20,6 Mio. EUR) entspricht.

Die aktivierten Eigenleistungen stiegen im Geschäftsjahr 2023 um 1,1 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR) aufgrund verstärkter Entwicklungsarbeiten an der eigenentwickelten Kundenplattform. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass mehrere (Teil-)Projekte im Laufe des Jahres abgeschlossen wurden.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 0,3 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen.

Der Materialaufwand stieg um 37,3 %. Der Anstieg des Materialaufwands spiegelt die Kosten wider, die uns entstehen, um die gestiegene Anzahl von Kunden zu bedienen und gleichzeitig das Volumen der Dienstleistungsnutzung zu erhöhen.

Im Geschäftsjahr 2023 investierte EMnify weiter in die Entwicklung der eigenen Belegschaft und erhöhte die Anzahl der Mitarbeiter von 114 (Jahresendwert 31.12.2022) auf 128 (Jahresendwert 31.12.2023). In diesem Zusammenhang stieg der Personalaufwand um 21,1% (Vorjahr: 42,1%) auf 13,1 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 10,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 12,6 Mio. EUR im Jahr 2023. Diese Entwicklung ist auf den Anstieg der Kosten der Ende 2021 gegründeten EMnify Inc. in Höhe von 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR) im Zusammenhang mit konzerninternen Verrechnungen zurückzuführen. Darüber hinaus entstanden zusätzliche Aufwendungen in den Bereichen Fremdleistungen und diverse Beratungsdienstleistungen von 0,6 Mio. EUR sowie in den Rechts- und Beratungskosten von 0,5 Mio. EUR.

Aufgrund des Wachstums des EBIT um 1,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr: -5,2 Mio. EUR) verringerte sich der Jahresfehlbetrag im gleichen Zeitraum um 1,2 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: -4,7 Mio. EUR). Hauptursache hierfür ist der geringere Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und des Personalaufwands gegenüber dem Vorjahr.

Finanzlage

Die Veränderung des Finanzmittelbestandes resultiert mit 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 30,2 Mio. EUR) aus dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, mit -4,5 Mio. EUR (Vorjahr: -8,2 Mio. EUR) aus dem operativen Cashflow und mit -5,5 Mio. EUR (Vorjahr: -3,1 Mio. EUR) aus dem Cashflow aus Investitionstätigkeit.

Die Gesamtsalden der Geschäftskonten verringerten sich um 9,5 Mio. EUR auf 14,3 Mio. EUR. Der Rückgang steht unter anderem mit den ausgegebenen Finanzmitteln für den Kauf des brasilianischen Unternehmens EMnify Brasil Ltda. mit Sitz in São Paulo im Zusammenhang.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit setzt sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: 2,8 Mio. EUR in Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, insbesondere in selbst erstellte Software, 2,6 Mio. EUR in Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie weitere Finanzmittel in Finanzanlagen.

Der operative Cashflow wird am stärksten durch den Jahresfehlbetrag für 2023 in Höhe von 3,5 Mio. EUR beeinflusst. Darüber hinaus hat sich die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen positiv auf den operativen Cashflow ausgewirkt.

Eine ausreichende Liquidität war im Geschäftsjahr gewährleistet.

Hinsichtlich der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wird auf den Anhang verwiesen.

Vermögenslage

Das Eigenkapital verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 auf 25,8 Mio. EUR. Das Eigenkapital setzt sich zum Bilanzstichtag 2023 aus gezeichnetem Kapital (0,1 Mio. EUR), Kapitalrücklagen (44,3 Mio. EUR) sowie kumulierten Verlusten (-18,6 Mio. EUR) zusammen.

Reduzierend wirkte sich hierbei ausschließlich der Jahresfehlbetrag in Höhe von 3,5 Mio. EUR aus. Die Eigenkapitalquote verringerte sich vor allem dadurch auf 82,7% (Vorjahr: 86,9%).

Das Anlagevermögen mit einem Gesamtbetrag von 11,5 Mio. EUR setzt sich aus 62,6 % immateriellen Vermögensgegenständen (Vorjahr: 74,3 %) und 4,9 % Betriebs- und Geschäftsausstattung (Vorjahr: 8,8 %) sowie aus 32,5 % (Vorjahr: 16,9 %) Finanzanlagen zusammen. Diese betreffen vor allem Investitionen in die im Vorjahr gegründete Tochtergesellschaft in den USA und den Kauf eines brasilianischen Unternehmens. Im Geschäftsjahr wurden hierfür 2,5 Mio. EUR aufgewendet. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen i.H.v. 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,1 Mio. EUR) handelt es sich um selbst geschaffene Software i.H.v. 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR), in Entwicklung befindliche Software i.H.v. 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR) sowie entgeltlich erworbene Software i.H.v. 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR).

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte im Berichtszeitraum betreffen ausschließlich die Entwicklung von Software zur Verbesserung der betrieblichen Effizienz und der Skalierbarkeit unserer virtuellen Mobilfunknetzplattform. Sie umfassen Aufwendungen für Löhne und Gehälter (2,2 Mio. EUR), verrechnete Gemeinkosten (0,4 Mio. EUR) und externe Dienstleistungen (0,1 Mio. EUR). Die Gesamtinvestitionen für selbst entwickelte Software beliefen sich auf 2,8 Mio. EUR.

Das Vorratsvermögen entfällt mit 0,5 Mio. EUR auf den Bestand an SIM-Karten und ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Mio. EUR gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Zuge der Geschäftsausweitung von 1,9 Mio. EUR im Vorjahr um 82,3 % auf 3,5 Mio. EUR angestiegen. Insgesamt hat sich das Umlaufvermögen um 7,3 Mio. EUR auf 19,0 Mio. EUR verringert. Dies ist vor allem auf den Rückgang der liquiden Mittel zurückzuführen.

Das Fremdkapital umfasst hauptsächlich Rückstellungen in Höhe von 2,3 Mio. EUR, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (0,1 Mio. EUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1,1 Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (0,6 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten sind überwiegend kurzfristig und unterliegen marktüblichen Konditionen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um 25,4 % auf 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) gestiegen.

Darüber hinaus sind Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 26,5 Tsd. EUR und passive latente Steuern in Höhe von 0,9 Mio. EUR ausgewiesen.

E. Gesamtbewertung

Trotz eines inflationären Umfelds und geopolitischer Bedenken hinsichtlich der internationalen Lage konnte EMnify ihren Kundenstamm und ihren Umsatz weiter ausbauen. Auch wenn das Unternehmen weitere Investitionen tätigen musste, um sein Wachstum zu unterstützen, und im Jahr 2023 Verluste verzeichnete, ist das Management der Ansicht, dass die aktuell verfügbaren finanziellen Ressourcen eine gute Grundlage für die Fortsetzung der Wachstumspläne und das Erreichen der Rentabilität bilden.

III. Ausblick

Laut Management geht das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2024 unter Berücksichtigung des Geschäftsverlaufs in 2024 von einer Steigerung von Umsatz, MRR und ARR im Bereich von 15 % bis 25 % gegenüber dem Vorjahr aus, mit einem EBITDA von ca. -5,4 Mio. EUR, einem EBIT von ca. -6,4 Mio. EUR und einem operativen Cashflow von ca. -5,8 Mio. EUR. Das Unternehmen beabsichtigt, den Umsatz durch den weiteren Ausbau der Kunden- und Nutzungsvolumina im Bereich von 15 % bis 25 % gegenüber dem Vorjahr im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen und durch die Gewinnung von Marktanteilen im Segment der großen Unternehmen zu steigern. Wir erwarten keine wesentlichen Änderungen bei der Preisgestaltung.

Die wichtigsten Annahmen für diese Prognose sind: Die Menge der von unseren Kunden erworbenen Dienste soll monatlich um 1-2 % wachsen; der durchschnittliche Umsatz pro Kunde soll im Laufe der Zeit in etwa stabil bleiben; die Betriebskosten leicht unterproportional zum Umsatzwachstum jährlich um 10-15 % wachsen; keine wesentlichen Änderungen bei den angebotenen Produkten, der Preisgestaltung, den angesprochenen Märkten, dem Technologie-Stack und dem Betriebsmodell.

Die wichtigsten geografischen Expansionsgebiete sind Europa und die USA. Um dies zu erreichen, konzentriert sich EMnify im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen auf die kontinuierliche Gewinnung neuer Kunden durch gezielte Marketingaktivitäten und die Steigerung der Umsätze bestehender Kunden durch zuverlässige Dienstleistungen und Kundensupport. EMnify hat die Organisation ihres Vertriebsteams für 2024 überarbeitet und die Mitarbeiter, die sich um das Segment der kleinen und mittleren Unternehmen und das Segment der Großunternehmen kümmern, die zuvor getrennt waren, zusammengeführt. Dies ermöglicht bessere Synergien und einen gemeinsamen Ansatz für den Vertrieb.

Die kürzlich erworbene brasilianische Tochtergesellschaft, die sich 2024 in der Anlaufphase befindet, wird 2024 voraussichtlich einen EBITDA-Verlust von bis zu 1,0 Mio. EUR verursachen.

IV. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

Der Risikobericht wurde aus einer Nettobetrachtung heraus erstellt. Die Chancen- und Risiken werden in den jeweiligen Kategorien dargestellt, jeweils beginnend mit der höchsten Bedeutung.

Makroökonomische Risiken

1. Wirtschaftliche Rezession in mehreren Ländern der Welt

Beschreibung: Die globalen Wirtschaftsaussichten für 2025 sind insgesamt gut 6 , allerdings mit regionalen Unterschieden. Dies kann die Nachfrage in einigen unserer Kundenländer negativ beeinträchtigen.

Bewertung: EMnify hat einen über mehrere Länder verteilten Kundenstamm. Unsere Kunden sind in einem breiten Spektrum von Branchen tätig. Während einige unserer Kunden von einer Rezession negativ betroffen sein könnten, wird dies nicht unseren gesamten Kundenstamm betreffen.

6 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2025/01/17/world-economic-outlook-update-january-2025

Maßnahmen zur Risikominderung: Wir bauen unseren Kundenstamm in verschiedenen Regionen und Wirtschaftssektoren weiter aus.

Bedeutung nach Abhilfemaßnahmen: gering. Wir erwarten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Steuerungskennzahlen des Unternehmens.

2. Anhaltend hohe Inflation

Beschreibung: Wenn die Inflationsraten weltweit nicht wie erwartet im Jahr 2024 sinken, könnten die Kosten für den Kauf von Waren und Dienstleistungen in Europa steigen.

Bewertung: Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind die weltweiten Inflationsraten im Vergleich zu den Jahren 2022 und 2023 gesunken. Bislang haben wir keine nennenswerten Auswirkungen der Inflation auf die von uns gekauften Waren und Dienstleistungen festgestellt.

Maßnahmen zur Risikominderung: Wir überprüfen laufend die Verträge mit unseren Lieferanten durch spezielle Teams und durch unsere Beschaffungsfunktion. Sofern Potenzial identifiziert wird, versuchen wir Vertragsmodalitäten zu optimieren.

Bedeutung nach Abhilfemaßnahmen: gering. Die Auswirkungen auf Umsatzerlöse, EBITDA, EBIT und operativen Cashflow sehen wir als nicht signifikant an.

Branchenspezifische Risiken

3. Unfähigkeit der Anbieter von Cloud-Diensten, kontinuierliche und zuverlässige Dienste bereitzustellen

Beschreibung: Die technische Infrastruktur von EMnify basiert auf Cloud-Diensten, die von Drittanbietern bereitgestellt werden. Sollten Drittanbieter nicht in der Lage sein, die Kontinuität und Leistung von Cloud-Diensten zu gewährleisten, könnte EMnify nicht mehr in der Lage sein, ihren Kunden weiterhin Dienste anzubieten.

Rückblick: EMnify hat ihre Infrastruktur auf einen einzigen und zugleich größten globalen Cloud-Anbieter aufgebaut, um Geschwindigkeit, Qualität und Effizienz der Dienste zu gewährleisten. Die Entscheidung für eine Multi-Cloud-Lösung bietet zwar theoretisch die Möglichkeit, im Falle von Problemen den Anbieter zu wechseln, ist aber aufgrund der erheblichen zusätzlichen betrieblichen Komplexität und Kosten nicht wirklich rentabel.

Maßnahmen zur Risikominderung: Wir haben über die Cloud eine redundante technische Architektur aufgebaut. Das bedeutet, dass für den Fall, dass einige Funktionen aufgrund von Problemen in einigen Teilen der Infrastruktur unseres Cloud- Dienstanbieters ausfallen, Backup-Optionen an anderer Stelle zur Verfügung stehen, beispielsweise in anderen Rechenzentren oder geografischen Gebieten.

Bedeutung nach Abhilfemaßnahmen: mittel. Bei Eintritt des Risikos könnten sich erhebliche Auswirkungen auf alle Steuerungskennzahlen des Unternehmens ergeben.

4. Unfähigkeit, SIM-Karten von Lieferanten zu beziehen

Beschreibung: Wir sind bei der Beschaffung der SIM-Karten, mit denen die Kunden unsere Dienste nutzen können, von Drittanbietern abhängig. Wir können auf Schwierigkeiten stoßen, wenn wir SIM-Karten in den erforderlichen Mengen, technischen Spezifikationen, pünktlich und zu angemessenen Preisen beschaffen wollen. Es kann sein, dass die Hersteller nicht in der Lage sind, die große Nachfrage all ihrer Kunden nach den vorgegebenen Spezifikationen zu befriedigen, weil sie möglicherweise nicht über die erforderlichen Produktionskapazitäten verfügen oder Zeit benötigen, um ihre Produktionslinien auf neue technische Standards umzustellen. Angesichts der geringen physischen Größe von SIM-Kartenlieferungen und der Präsenz von Herstellern in mehreren Ländern der Welt sind logistische Probleme nicht zu erwarten. Ein Lieferengpass würde unsere Fähigkeit einschränken, unseren Kundenstamm zu erweitern und die Bereitstellung unserer Dienste zu gewährleisten.

Bewertung: Es gibt mehrere SIM-Karten-Anbieter auf dem Markt. Wir wissen aus Erfahrung, dass wir bei Schwierigkeiten in diesem Zusammenhang praktikable Alternativen bei anderen Anbietern finden können.

Maßnahmen zur Risikominderung: Wir verfügen über ein spezielles Team, das den Bedarf an SIM-Karten festlegt, die Lieferanten ermittelt und mit ihnen verhandelt. Durch die Planung des Bedarfs im Voraus können wir Vereinbarungen mit den Lieferanten treffen, um sicherzustellen, dass die SIM-Karten für unsere Kunden verfügbar sind, wenn sie benötigt werden.

Bedeutung nach Abhilfemaßnahmen: gering. Wir erachten die Auswirkungen auf alle Steuerungskennzahlen des Unternehmens als nicht signifikant.

5. Unfähigkeit der Telekommunikationsbetreiber, die bestehenden Roaming- Vereinbarungen mit EMnify einzuhalten

Beschreibung: Wir sind auf Roaming-Vereinbarungen mit Telekommunikationsbetreibern weltweit angewiesen, damit sich unsere SIM-Karten mit den Netzen des Landes verbinden können, in dem sie sich befinden. Würden die Telekommunikationsbetreiber die Verbindung zu ihren Netzen nicht garantieren, könnten wir unseren Kunden keine Dienste anbieten.

Bewertung: Roaming-Vereinbarungen gibt es in der Telekommunikationsbranche schon seit vielen Jahren. Ihr Funktionieren wird durch internationale kommerzielle und technische Standards unterstützt, die von der GSMA geleitet werden. Zwar kann es gelegentlich zu Dienstunterbrechungen aufgrund technischer Störungen bei einzelnen Telekommunikationsbetreibern kommen, doch sind diese in Anzahl und Dauer begrenzt. Darüber hinaus erlauben unsere Roaming-Vereinbarungen die Nutzung mehrerer Betreiber innerhalb eines Landes, so dass unsere SIM-Karten im Falle eines vorübergehenden Ausfalls automatisch zu einem anderen Betreiber wechseln, um die Kontinuität des Dienstes zu gewährleisten.

Abhilfemaßnahmen: Wir behalten unsere Roaming-Vereinbarungen bei und weiten sie bei Bedarf auf weitere Telekommunikationsanbieter aus.

Bedeutung nach Abhilfemaßnahmen: gering. Wir erwarten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Steuerungskennzahlen des Unternehmens.

Unternehmensspezifische Risiken

6. Fähigkeit von EMnify, ihre Umsatzwachstumspläne umzusetzen

Beschreibung: EMnify plant, ihren Kundenstamm und ihren Umsatz in den kommenden Jahren deutlich zu erweitern. Dies ist eine Voraussetzung für das Erreichen von Rentabilität und positivem Cashflow. Sollte es uns nicht gelingen, ein nachhaltiges Wachstum sicherzustellen, könnte dies die Rentabilität des gesamten Unternehmens beeinträchtigen.

Bewertung: EMnify hat seit der Aufnahme des Geschäftsbetriebs ein kontinuierliches Kunden- und Umsatzwachstum verzeichnet. Unsere technische Infrastruktur und die Fähigkeit unseres Unternehmens, die Kundenbedürfnisse zu erfüllen, haben sich mit der Größe unseres Unternehmens entwickelt und sind darauf ausgerichtet, Wachstum und Kundenzufriedenheit zu gewährleisten. Der Vertrieb hat stets zu einem Umsatzwachstum geführt, wobei jedoch noch kein positives EBIT erreicht werden konnte. Es könnte sein, dass wir auch in Zukunft nicht in der Lage sind, erfolgreich zu wachsen. Dies kann auf unzureichende Kapazitäten, Produkt- und Preistrends, die nicht den Markterwartungen entsprechen, oder auf die Auswirkungen des Wettbewerbs zurückzuführen sein.

Maßnahmen zur Risikominderung: Wir verfügen über spezielle Vertriebsteams, die sich auf verschiedene Marktsegmente und Regionen konzentrieren, sowie über ein Kundenbetreuungsteam, das die Kunden bei der Nutzung unserer Dienste unterstützt.

Bedeutung nach Abhilfemaßnahmen: mittel. Bei Eintritt des Risikos könnten sich erhebliche Auswirkungen grundsätzlich auf alle Steuerungskennzahlen, insbesondere auf Umsatzerlöse, MRR, ARR, ergeben.

7. Finanzielles Risiko - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Beschreibung: Möglicherweise verfügen wir nicht über ausreichende Liquidität und müssen uns um weitere externe Finanzierung bemühen.

Bewertung: Bis Dezember 2024 erwirtschaftet das Unternehmen weiterhin Verluste, verfügt jedoch über ausreichend Liquidität, ohne dass ausgehend von der aktuellen Finanzplanung eine weitere Finanzierung notwendig ist. Nach aktuellem Stand der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2025 plant das Unternehmen weiterhin mit Verlusten, jedoch mit einer deutlichen Reduktion des Jahresfehlbetrags sowie des negativen Cashflows. Für das Folgejahr 2026 wird mit einem positiven Jahresergebnis gerechnet, weshalb keine weiteren Finanzierungsmaßnahmen eingeplant sind. Voraussetzung hierfür ist, dass das Unternehmen ein kontinuierliches Umsatzwachstum erzielen und gleichzeitig die Kosten unter Kontrolle halten kann.

Abhilfemaßnahmen: Das Managementteam überwacht die Geschäftsentwicklung und den Cashflow genau und ergreift bei Bedarf geeignete Maßnahmen, um den Schutz der Barreserven zu gewährleisten.

Bedeutung nach Abhilfemaßnahmen: mittel. Aufgrund der zu Beginn des Geschäftsjahrs 2025 bestehenden Liquidität schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering an. Sollte entgegen unserer Erwartungen das Risiko eintreten, würden sich wesentliche Auswirkungen ergeben. Im Ergebnis würde dies Kostenreduktionsmaßnahmen zur Folge haben.

8. Finanzielles Risiko - Forderungsmanagement

Beschreibung: Wir könnten nicht in der Lage sein, Zahlungen von Kunden vollständig und rechtzeitig einzuziehen und könnten finanzielle Verluste erleiden.

Bewertung: Die Schwierigkeiten beim Einzug von Zahlungen und die damit verbundenen Verluste waren bei EMnify in der Vergangenheit gering. Wir haben in letzter Zeit keine wesentlichen Änderungen im Zahlungsverhalten der Kunden festgestellt.

Maßnahmen zur Risikominderung: Wir haben Kreditlimits (der Kunde kann keinen Gesamtbetrag anhäufen, der bestimmte Beträge übersteigt) und wir überwachen die anormale Nutzung von Dienstleistungen, um eine mögliche unangemessene oder betrügerische Nutzung zu erkennen.

Bedeutung nach Abhilfemaßnahmen: gering. Wir erwarten unwesentliche Auswirkungen auf den operativen Cashflow des Unternehmens.

9. Unfähigkeit, Talente anzuziehen und zu halten

Beschreibung: Es könnte sein, dass wir nicht in der Lage sind, Mitarbeiter mit den für den Betrieb des Unternehmens erforderlichen Fähigkeiten einzustellen und zu halten, weil es auf dem Markt an qualifizierten Arbeitskräften mangelt, weil wir als Arbeitgeber nicht attraktiv genug sind oder weil wir im Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern stehen.

Bewertung: EMnify ist ein mittelgroßer Arbeitgeber und konkurriert auf dem Arbeitsmarkt mit vielen anderen potenziellen Arbeitgebern um Talente. Selbst in dieser Wettbewerbssituation ist es uns gelungen, auf eine angemessene Anzahl qualifizierter Kandidaten zuzugreifen und alle für die Entwicklung des Unternehmens in den Jahren 2023 und 2024 erforderlichen Positionen zu besetzen.

Maßnahmen zur Risikominderung: EMnify verfügt über ein engagiertes Team für die Talentakquise, das die Attraktivität von EMnify als Arbeitgeber steigert und den Markt mit modernen Methoden und Tools erreicht.

Bedeutung nach Abhilfemaßnahmen: gering. Wir erwarten keine signifikanten Auswirkungen auf die Steuerungskennzahlen des Unternehmens.

2. Chancenbericht

1. Digitalisierungstrend

In Deutschland und weltweit wird zunehmend in die Umsetzung von Digitalisierungsstrategien investiert, die in der Lage sind, das Wirtschaftswachstum in allen Ländern und Branchen voranzutreiben 7. EMnify kann mit ihrem bestehenden Angebot stark davon profitieren.

EMnify hat ihre eigene technische Lösung speziell für die Bereitstellung von IoT-Diensten entwickelt. Dadurch unterscheidet sich EMnify von den traditionellen Telekommunikationsbetreibern, für die das IoT nur einen geringen Teil ihres Gesamtgeschäfts ausmacht, und von kleineren Akteuren auf dem IoT-Markt, die die von ihnen verwendete Technologie nicht besitzen und eher als Wiederverkäufer der Technologie anderer agieren.

Wir sehen die zunehmende Digitalisierung sowie die besondere Marktposition von EMnify durch die IoT-Spezialisierung als bedeutsame Chance, den Umsatz in den kommenden Jahren zu steigern und positive Ergebniseffekte zu erzielen.

2. Flexibilität des technischen Angebots

EMnify kann auf ändernde Bedürfnisse von Kunden aller Größen und Branchen reagieren, da das Unternehmen die Anpassung und Weiterentwicklung ihrer technologischen Plattform vollständig kontrolliert. Die Konzentration der Unternehmenstätigkeit auf das Internet der Dinge sollte es im Vergleich zu größeren Telekommunikationsbetreibern ermöglichen, das notwendige Knowhow weiterzuentwickeln, um Kunden relevante Lösungen anbieten zu könnten.

Die globale Verfügbarkeit unserer Dienstleistungen ermöglicht es uns, Kunden in mehr als 190 Ländern und Gebieten zu betreuen und auf die Bedürfnisse von multinationalen Unternehmen zu reagieren, die in mehreren Ländern tätig sind. Darin sehen wir eine große Chance.

7 Bericht über digitale Fortschritte und Trends 2023, Weltbank - https://openknowledge.worldbank.org/server/api/core/bitstreams/95fe55e9-f110-4ba8-933fe65572e05395/content

Die oben genannten Faktoren schaffen die Voraussetzungen, die es EMnify ermöglichen sollen, ihren Umsatz, ARR und MRR in den nächsten Jahren weiterhin zu steigern. Sofern es gelingt die Kosten auf dem geplanten Niveau zu halten, wird dies dazu führen, dass Emnify künftig positive Ergebnisse sowie positive operative Cashflows erwirtschaftet.

3. Gesamtbewertung

Marktanalysten schätzen, dass der IoT-Markt in den kommenden Jahren jährlich zwischen 10 % und 17 % in Bezug auf die Anzahl der Verbindungen (SIM-Karten) wachsen wird. 8

Die firmeneigene Technologie von EMnify, die auf den globalen IoT-Markt ausgerichtet ist, versetzt das Unternehmen in eine günstige Position, um aus den im Abschnitt "Chancenbericht" erläuterten Gründen von der oben genannten Expansion des IoT-Marktes zu profitieren. Das Management ist sich der Herausforderungen bei der Umsetzung des Wachstums bewusst. Aus diesem Grund stellt EMnify weiterhin qualifiziertes Personal ein, um die Fähigkeit des Unternehmens zu stärken, seine Ziele zu erreichen und die genannten Hauptrisiken zu minimieren.

Der Jahresabschluss wurde am 9. April 2025 festgestellt.

 

Würzburg, den 26. März 2025

Unterschrift der Geschäftsführung

Frank Stöcker

Martin Giess

8 Ericsson, IoT connections outlook, https://www.ericsson.com/en/reports-and-papers/mobilityreport/dataforecasts/iot-connections-outlook?, und Transforma Insights, IoT Connections Forecast 2021-2032, https://transformainsights.com/research/forecast/highlights

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