Vebego Security Services GmbH

Konsumstraße 45, 42285 Wuppertal, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 9282
Vorher
Hectas Sicherheitsdienste GmbH
Eingetragen
10.1.2003
Branche
Private Wach- und Sicherheitsdienste für VeranstaltungenSonstige private Wach- und SicherheitsdiensteLuftsicherheitsdienste
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Bewachung von Leben oder Eigentum fremder Personen, Durchführung von Personenschutzmaßnahmen und Kurierdiensten aller Art sowie Chauffeurund VIP-Service.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Sylke Sergel
seit 9.12.2024
Prokura
Barbara Weiden
seit 14.6.2023
Prokura
Melanie Kessels
seit 15.2.2021
Prokura
Prokura
Hartmut Schröder
seit 5.3.2014
Prokura
Frank Keuper
seit 23.1.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hectas Facility Services Stiftung & Co. KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hectas Facility Services Stiftung & Co. KG
Germany
1.000.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hectas Sicherheitsdienste GmbH

Wuppertal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1) Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

a. Grundlagen der Gesellschaft und allgemeine Branchensituation

Die hectas Sicherheitsdienste GmbH ("hectas Sicherheitsdienste") gehört zur hectas Gruppe mit Sitz in Wuppertal, die durch die Vorwerk Facility Management Holding KG, Wuppertal geführt wird.

Unser Unternehmen ist auf dem Gebiet der Sicherheitsdienstleistungen für andere Unternehmen, öffentliche Auftraggeber sowie Privatpersonen in Deutschland tätig. Das Tätigkeitsumfeld umfasst im Wesentlichen den Objektschutz, Empfangsdienste, den Revierdienst und Leistungen über die Notruf- und Serviceleitstelle (NSL), wie Alarmaufschaltungen und Videofernüberwachungen. Die Gesellschaft hat neben dem Sitz in Wuppertal Niederlassungen unter der gleichen Firma an den Standorten Chemnitz, Frankfurt (Oder) und Hannover.

Die mit den Auftraggebern geschlossenen Verträge laufen in der Regel über mehrere Jahre bzw. auf unbestimmte Zeit oder beziehen sich im Eventbereich auf Veranstaltungen unserer Kunden.

b. Allgemeine Branchensituation

Nach Auskunft des Branchenverbandes "Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) ist der Umsatz des Bewachungsgewerbes im Jahr 2021 um 5,0% (von 9,21 auf 9,67 Mrd. Euro) gestiegen.

Die Anzahl der Beschäftigten in Bewachungsunternehmen ist um 1,0% gesunken (von 262.085 auf 259.463)

Nach Einschätzung der Geschäftsführung wurde der deutsche Markt für Sicherheitsdienstleistungen im Jahr 2021 auf vielfältige Weise von der Covid-19-Pandemie beeinflusst.

In Teilen der Sicherheitsbranche gab es massive Auftrags- und Umsatzeinbrüche, etwa bei der Veranstaltungsabsicherung, dem Geldtransport oder bei der Stellung von Sicherheitspersonal im Einzelhandel. Ein Teil dieses Rückgangs wurde durch temporäre Aufgabenfelder, wie Hygiene- und 3G-Kontrollen kompensiert.

Eine weitere Folge der Pandemie war, dass Auftraggeber bei Ausschreibungen extrem preissensibel gehandelt haben. Die Suche nach Einsparpotentialen war das Hauptanliegen der meisten Auftragsvergaben

c. Geschäftsverlauf und wesentliche Geschäftsvorfälle 2021

Wesentlicher Leistungsindikator der hectas Sicherheitsdienste sind die Umsatzerlöse und der Deckungsbeitrag 1 - definiert durch die Umsatzerlöse abzgl. direkt zurechenbarer Objektkosten.

Die Umsatzerlöse der hectas Sicherheitsdienste lagen im Geschäftsjahr 2021 mit T€ 18.173 um T€ 769 bzw. 4,0 % unter dem Vorjahresniveau. Die Reduzierung der Umsatzerlöse entfällt insbesondere auf die Niederlassung der Gesellschaft in Chemnitz.

Der Umsatzrückgang resultiert unter anderem aus dem Verlust des Großauftrages Volkswagen in Sachsen.

Die Umsatzplanung für das Geschäftsjahr 2021 wurde hingegen um 12,0 % übertroffen. Erreicht wurde dies im Wesentlichen durch die neu eröffneten Covid_19 Testzentren in Nordrhein-Westfalen und Sachsen.

Der relative Deckungsbeitrag 1 - definiert als Überschuss der Umsatzerlöse zu den direkt zurechenbaren Objektkosten im Verhältnis zum Umsatz - stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,9 %-Punkte und liegt 0,6 %-Punkte über der Planung. Der absolute Deckungsbeitrag 1 liegt um T€ 640 über dem Vorjahr und T€ 159 über der Planung. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Covid_19 Testzentren, mit denen deutlich höhere Deckungsbeiträge als in der Bewachung erreicht wurden.

Die Marge bei den reinen Bewachungstätigkeiten leidet aufgrund der Covid-19 Pandemie. In deren Folge mussten die Dienstpläne u.a. so umgestellt werden, dass möglichst feste Teams gebildet werden, um eine potenzielle Ausbreitung des Virus zu verhindern und die operative Leistungsfähigkeit zu erhalten. Daher wurde nicht die effizienteste Art der Personalplanung angewandt. Daneben gab es erhebliche Aufwendungen für die Beschaffung von Schutzausrüstung, Testmaterial etc.
Ein neuer Vertrag mit dem Großkunden Porsche beinhaltete eine Malus-Regelung, in deren Folge der Auftrag einen Fehlbetrag von T€ 139 aufweist.

In Summe konnte das geplante Ergebnis nach Steuern nicht erreicht werden und liegt bei T€ 459

d. Personal

Der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg der hectas Sicherheitsdienste hängt entscheidend von den Leistungen sowie der hohen Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter ab. Diese Eigenschaften sind von besonderer Bedeutung, da die Qualität der ausgeführten Tätigkeiten entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Dienstleistung und somit die Kundenzufriedenheit hat.

Zum Stichtag 31.12.2021 sind bei der hectas Sicherheitsdienste GmbH

439 (Vorjahr: 476) Mitarbeiter beschäftigt. Der überwiegende Teil der Belegschaft (>95%) zählt zu den gewerblichen Arbeitnehmern.

2) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres hat sich die Bilanzsumme um

T€ 710 erhöht und beträgt T€ 3.738 Diese Erhöhung ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf die Erhöhung der Forderung gegen die Muttergesellschaft im Rahmen Finanzausgleiches zurückzuführen. Das Factoring wurde im Geschäftsjahr 2021 nicht in Anspruch genommen.

Die Erhöhung der Bilanzsumme auf der Passivseite resultiert im Wesentlichen aus den erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+T€ 588) auf T€ 861. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen haben sich stichtagsbedingt erhöht (+ T€ 289) und betragen T€ 660.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von T€ 855 auf T€ 666 gesunken. Die Reduzierung ergibt sich im Wesentlichen aus der Position Verbindlichkeiten gegenüber Belegschaftsmitgliedern (T€ -162)

Da das Eigenkapital der Gesellschaft aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages zur Muttergesellschaft immer nur das gezeichnete Kapital ausweist, variiert die EK Quote jährlich in Abhängigkeit der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr von 16,86 % auf 13,60 % reduziert

Die Finanzierung der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit sichergestellt und erfolgt über die Mittelzuflüsse aus der operativen Tätigkeit, dem Konzernfinanzverkehr sowie gegebenenfalls über das Factoring.

Hinsichtlich der Umsatzentwicklung verweisen wir auf die Ausführungen unter dem Gliederungspunkt "Geschäftsverlauf und wesentliche Geschäftsvorfälle 2021".

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um T€ 222 auf T€ 246 erhöht. Darin enthalten sind Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 137 und Erträge aus der Erstattung von Lohnfortzahlungen wegen Corona bedingter Quarantäne von Mitarbeitern in Höhen von T€ 41

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2021 um T€ 2.904 zurückgegangen. Dagegen erhöhte sich der Aufwand für bezogene Leistungen im selben Zeitraum um T€ 1.260.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 436 erhöht. Die Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für die Beurkundung neuer Ergebnisabführungsverträge (T€ 36), Erhöhung der Drohverlustrückstellung um T€ 180, erhöhte IT Kosten

(+ T€ 55) und Erhöhung der Leasingkosten für PKW und Treibstoffkosten (+ T€ 157). Die Zertifizierung- und Rechts- und Beratungskosten erhöhten sich um T€ 48.

Zinsaufwendungen sind nicht angefallen.

Die Verbesserung des Ergebnisses in Höhe von T€ 684 im Vergleich zum Vorjahr liegt zum einen in dem Betrieb von Corona Testzentren mit sehr hohem Deckungsbeitrag und in der Durchführung von Einlasskontrollen im Rahmen der Corona Beschränkungen.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem positiven Ergebnis nach Steuern in Höhe von T€ 459. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der hectas Facility Services wurde das Jahresergebnis vollständig von dieser ausgeglichen.

3) Risikobericht

Der Umgang mit Geschäftsrisiken ist wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Führung der hectas Gruppe. Die Grundsätze des Risikomanagements wurden in 2012 überarbeitet und abschließend durch die Unternehmensleitung der Vorwerk Facility Management Holding KG festgelegt und verabschiedet. Innerhalb dieses zentral vorgegebenen Rahmens werden die einzelnen Risiken der hectas Gruppe und damit auch der hectas Sicherheitsdienste gesteuert. Der Prozess beinhaltet die Identifikation, die Bewertung, die Kommunikation und die Bewältigung der Risiken. Der Geschäftsverlauf sowie die Chancen und Risiken aus dem laufenden Geschäft werden u.a. in den Geschäftsleitungs- und Unternehmensleitungssitzungen der hectas Gruppe besprochen. Zudem gelten für alle Gesellschaften der hectas Gruppe - und so auch für die hectas Sicherheitsdienste - einheitliche Richtlinien, die durch die Unternehmensleitung der Vorwerk Facility Management Holding KG festgelegt und deren Einhaltung im Rahmen eines Berichtswesens durch die Unternehmensleitung überwacht werden.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Geschäftsrisiken für das Jahr 2022 ergeben sich aus der Covid-19 Pandemie und dem Krieg in der Ukraine. Beide Faktoren können zu Insolvenzen, Standortschließungen oder Auftragskürzungen bei unseren Kunden führen.

hectas selber ist durch nennenswerte Zusatzkosten betroffen. Durch die Covid-19 Pandemie besteht weiterhin ein erhöhter Organisationsaufwand und eine umfangreiche Beschaffung von Schutzausrüstung. Auch führt die Pandemie zu erhöhten Lohnfortzahlungskosten.

Der Krieg in der Ukraine führt zu stark steigenden Energiekosten, die insbesondere unsere Flotte von Revier- und Kurierfahrzeugen betrifft. Wir gehen von etwa 50.000 Euro Mehrkosten an Treibstoff pro Jahr aus. Eine Preisanpassung ist in diesen Bereichen nicht kurzfristig möglich.

Ferner stehen bei zwei Großkunden planmäßige Ausschreibungen an. Diese würden sich wesentlich negativ auf unser Jahresergebnis auswirken, da die Aufwandspositionen nicht kurzfristig in gleichem Umfang angepasst werden können.

Weitere Risiken bestehen im Bereich der Gewinnung neuer Kunden, da aufgrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks ein hoher Margendruck besteht. Dies könnte sich insbesondere negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken.

Die erfolgreich etablierten Covid-19-Testzentren wurden als temporärer Geschäftszweig angelegt. Mit dem Wegfallen von staatlichen Testvorgaben oder bei einer auslaufenden pandemischen Lage wird der Geschäftszweck dieses Bereiches entfallen und damit ein deutlicher Renditetreiber.

Im Personalbereich ergeben sich Risiken mit deutlichen Ergebnisauswirkungen und einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit aus der steigenden Fluktuation sowie einer über den Erwartungen liegenden Krankenquote, die negativen Einfluss auf das Ergebnis vor Steuern haben wird.
Das Recruiting von operativem Personal wird die große Herausforderung der kommenden Jahre. Der Aufwand und die Kosten pro Einstellung (Personalsuche, Personalschulung) nehmen kontinuierlich zu. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen, um eine andere Tätigkeit aufzunehmen. Von Januar bis November 2021 wurden 164 Mitarbeiter neu eingestellt, während 188 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben.
Neben dem Demografischen Wandel setzt die Covid-19 Pandemie den für uns relevante Arbeitsmarkt zusätzlich unter Druck. Beispielsweise erfährt die Logistikbranche einen Boom durch die Zunahme des Onlineshoppings. Aber auch neue Branchen, wie die Covid-19 Testzentren, greifen auf den gleichen Personalpool wie das Dienstleistungsgewerbe zu. Jedoch können diese Branchen aufgrund der aktuellen Nachfragesituation höhere Löhne zahlen und lösen daher einen Abwanderungseffekt aus.
Neu- oder Sonderaufträge können daher oftmals nicht oder nur mit Subunternehmen durchgeführt werden. Diese Situation wirkt sich negativ auf das Ergebnis aus.

Änderungen des Arbeits-, Vertrags- (hier insbesondere die angekündigte Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro) und Sozialrechts durch den Gesetzgeber sowie Anpassungen der bestehenden Tarifverträge können für unser personal- und damit personalaufwandintensives Dienstleistungsgeschäft Risiken mit moderaten Ergebnisauswirkungen und einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit darstellen, die sich auf die Höhe der Personalaufwendungen und damit auf das Ergebnis vor Steuern negativ auswirken können.

Als Risiko mit mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit werden selbstverschuldete Schäden, die im Rahmen der Leistungserbringung auftreten können (z.B. Unfälle mit Fahrzeugen oder Schlüsselverluste bei Schließanlagen), erachtet. Diese Risiken sind in der Auswirkung als unwesentlich zu betrachten und werden durch permanente Weiterbildungsmaßnahmen und geeignete Versicherungen abgefedert.

Grundsätzlich können sich im Rahmen der Geschäftsaktivitäten Risiken mit unwesentlichen Ergebnisauswirkungen und geringer Eintrittswahrscheinlichkeit aus Rechtsstreitigkeiten ergeben, zum Beispiel in Bezug auf Wettbewerbs-, Steuer-, oder Vertragsrecht. Durch interne Richtlinien und, wenn nötig, rechtliche Beratung werden diese Risiken identifiziert und soweit möglich im Vorfeld begrenzt. Sofern diese Risiken eintreten, würde sich der Aufwand entsprechend erhöhen und damit das Ergebnis vor Steuern negativ beeinflussen.

Wir sehen durch die Einbindung in die hectas Gruppe große Chancen, an größeren Ausschreibungen teilzunehmen und damit die Umsatzerlöse und das Ergebnis weiter zu steigern.

Im Berichtsjahr bestanden für die hectas Sicherheitsdienste GmbH keine bestandsgefährdenden Risiken.

Aufgrund der anhaltenden Covid-19 Pandemie und dem Krieg in der Ukraine, deren weitere Dauer und Ausmaß derzeit nicht abzusehen ist, sind der Umsatz und der Jahresüberschuss der hectas Sicherheitsdienste auch im Geschäftsjahr 2022 mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit risikobehaftet. Aus heutiger Sicht, sind jedoch auch unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen könnten.

4) Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2022 erwarten wir durch die Covid-19 Pandemie geringere Auswirkungen auf das Branchenumfeldes als in den Jahren 2020 und 2021. Die Bereiche Veranstaltungsbewachungen, Geld- und Werttransporten oder Doormen werden wieder zunehmende Nachfrage erfahren. Sonderleistungen, wie Hygienekontrollen oder Covid-19 Testzentren, werden hingegen abnehmen. Daher ist es eine Herausforderung, das Ergebnis des Jahr 2021 zu halten.

Die konkreten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind derzeit schwer abzuschätzen. Neben den Belastungen durch erhöhte Energiekosten und Auftragskürzungen bei Kunden ergeben sich auch Chancen. Wahrscheinlich werden deutschlandweit wieder Flüchtlingsheime eröffnet, die eine Bewachung benötigen. Dies würde zusätzliche Nachfrage erzeugen.

Nach dem Einbruch um 4,6 Prozent im Jahr 2020 ist die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 um 2,7 % angestiegen. Im Jahr 2022 steht Deutschland vor Herausforderungen, die in ihren Folgen schwer zu beurteilen sind.

Basierend auf den Entwicklungen und den Einschätzungen der hectas Geschäftsführung, Stand Mitte Januar 2022, gehen wir davon aus, dass der Umsatz leicht unterhalb des Berichtsjahres liegen wird. Der DB1 wird ebenfalls leicht unter dem Berichtsjahr liegen.

Aufgrund der Krise gehen wir davon aus, dass durch organisatorische Maßnahmen zur Absicherung der Dienstleistungserbringung zusätzliche Kosten entstehen werden.

Für das Geschäftsjahr 2022 erwarten wir eine leichte Steigerung des Ergebnisses nach Steuern.

Die hectas Sicherheitsdienste GmbH verfügt auch in der durch die Pandemie verursachten Sondersituation, nach Einschätzung Stand Mitte Januar 2022, über ausreichend Liquidität und weitere nicht genutzte Finanzierungsmöglichkeiten. Die Liquidität kann nach der derzeitigen Einschätzung über den Prognosezeitraum bis Mitte 2023 als gesichert bezeichnet werden.

 

Wuppertal, 22. April 2022

hectas Sicherheitsdienste GmbH

Andreas Richter

Frank Keuper

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

  31.12.2021 31.12.2020
 
A. Anlagevermögen    
I. Sachanlagen    
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.655,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.688,00 73.090,00
  47.688,00 75.745,00
  47.688,00 75.745,00
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Hilfs-und Betriebsstoffe 65.353,59 56.851,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.485.572,66 2.785.878,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.041.377,72 742,64
3. Sonstige Vermögensgegenstände 70.742,99 62.236,84
  3.597.693,37 2.848.858,04
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 26.212,27 45.873,77
  3.689.259,23 2.951.583,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.243,54 613,54
  3.738.190,77 3.027.942,27

Passiva

  31.12.2021 31.12.2020
 
A. Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
B. Rückstellungen    
Sonstige Rückstellungen 1.040.736,00 1.018.384,00
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 659.607,61 370.152,49
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 860.879,76 272.885,68
3. Sonstige Verbindlichkeiten 665.675,52 855.228,22
(davon aus Steuern € 80.986,31; Vorjahr € 108.573,57)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 338,78;    
davon € 327,01)    
  2.186.162,89 1.498.266,39
  3.738.190,77 3.027.942,27

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

  2021 2020
 
1. Umsatzerlöse 18.173.042,56 18.942.138,68
2. Sonstige betriebliche Erträge 245.762,47 23.516,59
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und    
Betriebsstoffe und für bezogene Waren -418.419,63 -170.236,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.988.615,97 -1.976.633,30
  -3.407.035,60 -2.146.870,03
  15.011.769,43 16.818.785,24
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -10.326.597,06 -12.720.012,25
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für    
Altersversorgung und für Unterstützung -2.265.543,27 -2.777.090,29
(davon für Altersversorgung € 37,71; Vorjahr € 1.048,16)    
  -12.592.140,33 -15.497.102,54
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände    
des Anlagevermögens und Sachanlagen -48.722,41 -68.576,86
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.903.250,54 -1.467.165,86
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -9.405,08
8. Ergebnis nach Steuern 467.656,15 -223.465,10
9. Sonstige Steuern -9.134,88 -11.367,45
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Verlust / Gewinn -458.521,27 234.832,55
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Die hectas Sicherheitsdienste GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft mit Sitz in Wuppertal. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 9282 im Register des Amtsgerichts Wuppertal eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 10 Jahre) entsprechend linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Sachanlagen werden auf der Grundlage der Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig und nach der linearen Methode.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die wesentlichen Nutzungsdauern betragen bei den Bauten 5 Jahre, bei den technischen Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 17 Jahren sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 13 Jahren.

Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand 800,00 € nicht übersteigen.

Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Wert am Abschlussstichtag bewertet. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko wurde bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung und sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Aufstellung des Anlagevermögens ist als gesonderte Anlage dem Anhang beigefügt.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 1.041 den laufenden Verrechnungsverkehr sowie die Finanzausgleichskonten (sonstige Vermögensgegenstände) mit den verbundenen Unternehmen. Der gesamte Forderungsbestand betrifft die Gesellschafterin. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber der Gesellschafterin und betragen T€ 1.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden wie im vorausgegangenen Geschäftsjahr unsaldiert ausgewiesen.

c) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 1.000.000 (€ 511.291,88) und wurde noch nicht auf Euro umgestellt. Anteilseignerin ist zu 100 % die hectas Facility Services B.V. & Co. KG (vormals: hectas Facility Services Stiftung & Co. KG), Wuppertal.

d) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für noch nicht abgeführte Berufsgenossenschaftsbeiträge (T€ 191), Drohverlustrückstellungen für Absatzgeschäfte (T€ 502) und Verpflichtungen aus dem Personalbereich (T€ 147).

e) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Im Geschäftsjahr 2021 betragen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 861. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen i.H.v. T€ 861 gegenüber der Gesellschafterin.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden wie im vorangegangenen Geschäftsjahr unsaldiert ausgewiesen.

f) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Mietverträgen für die Büro- und Lagerräume der Niederlassungen, aus Leasing-Verträgen über Kfz und Fotokopierer. Die Mietverträge sind teilweise auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt T€ 316.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betrugen im Geschäftsjahr T€ 18.173 (Vorjahr T€ 18.942) und wurden im Wesentlichen mit der Erbringung von Separatwachdiensten, Revierdiensten, Empfangstätigkeiten und Fahrdiensten im Inland erzielt.

b) sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen i.H.v. T€ 246 (Vorjahr T€ 24) sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. T€ 135 (Vorjahr T€ 0), Rückerstattung Lohnfortzahlung i.H.v. T€ 62 (Vorjahr T€ 5) und sonstige Erträge von Fremden i.H.v. T€ 41 (Vorjahr T€ 3) enthalten.

c) sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf Treibstoffe und Energien (T€ 185), für Mieten, Pachten und Leasing (T€ 500), Belegschaftsaufwendungen (T€ 124), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (T€ 143) und Instandhaltungskosten (T€ 99) und der Zuführung zu den Drohverlust Rückstellungen (T€ 180). Periodenfremde Aufwendungen bestanden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Anlagevermögen (T€ 5) und den Wertberichtigungen von Forderungen (T€ 37).

V. Sonstige Angaben

Die hectas Sicherheitsdienste ist zum Bilanzstichtag eine 100 % Tochter der hectas Facility Services B.V. & Co. KG (vormals: hectas Facility Services Stiftung & Co. KG).

Der Jahresabschluss der hectas Sicherheitsdienste GmbH wird in den Konzernabschluss der Vorwerk Facility Management Holding KG, Wuppertal, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis auf. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht.

Die Aufwendungen für Abschlussprüfung- und weitere Leistungen im Geschäftsjahr 2021 im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB werden aufgrund der Angabe im Konzernanhang der Vorwerk Facility Management Holding KG nicht in dem Anhang der Gesellschaft offengelegt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage relevant sind, haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.

Haftungsverhältnisse

Für Mitarbeiter der Gesellschaft, die zuvor bei anderen Unternehmen beschäftigt waren, bestand am Bilanzstichtag eine Mithaftung für Pensionsverpflichtungen (Verbindlichkeit aus Gewährleistungsverträgen) in Höhe von T€ 94 (Vorjahr T€ 94) (Verpflichtung betreffend die Altersversorgung).

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Mithaftung für die übertragenen Pensionsverpflichtungen kann so gut wie ausgeschlossen werden, da die aufnehmende Gesellschaft ihren Verpflichtungen aus den Erträgen der laufenden operativen Geschäftstätigkeit nachkommen kann.

Die hectas Gruppe veräußert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Programms an eine Bank mit dem Übergang sämtlicher Chancen und Risiken. Das Programm hat ein Volumen von T€ 12.000. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Andererseits ergeben sich Risiken aus den Kündigungsrechten der Bank.

Zum Bilanzstichtag waren keine Forderungen abgetreten.

Der Factoringvertrag mit der akf bank ist im Januar 2022 gekündigt worden.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich:

2021 2020
Angestellte 15 12
Gewerbliche Mitarbeiter 394 496
Summe 409 508

Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung der Gesellschaft setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Herr Andreas Richter (Ressort Finanz- und Rechnungswesen), Arnsberg

Herr Frank Keuper (Ressort Vertrieb), Mülheim

Die Geschäftsführung erhält keine Vergütung von der Gesellschaft.

 

Wuppertal, den 22.04.2022

hectas Sicherheitsdienste GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer

Andreas Richter

Frank Keuper

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

  Bruttowerte
  01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.046,90 0,00 0,00 30.046,90
II. Sachanlagen        
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.089,14 0,00 2.439,00 18.650,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 671.392,37 30.535,41 116.540,65 585.387,13
  692.481,51 30.535,41 118.979,65 604.037,27
  722.528,41 30.535,41 118.979,65 634.084,17
  Kumulierte Abschreibungen
  01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.046,90 0,00 0,00 30.046,90
II. Sachanlagen        
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.434,14 2.493,00 2.277,00 18.650,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 598.302,37 46.229,41 106.832,65 537.699,13
  616.736,51 48.722,41 109.109,65 556.349,27
  646.783,41 48.722,41 109.109,65 586.396,17
  Nettowerte
  31.12.2021 31.12.2020
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
II. Sachanlagen    
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.655,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.688,00 73.090,00
  47.688,00 75.745,00
  47.688,00 75.745,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HECTAS Sicherheitsdienste GmbH, Wuppertal

Prüfungsurtei le

Wir haben den Jahresabschluss der HECTAS Sicherheitsdienste GmbH, Wuppertal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HECTAS Sicherheitsdienste GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

G rundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 22. April 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heike Böhle, Wirtschaftsprüferin
ppa. Marcus Finke, Wirtschaftsprüfer



Der Jahresabschluss wurde noch nicht festgestellt.

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