hünersdorff GmbH
Eisenbahnstraße 6, 71636 Ludwigsburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tzemil Aptous Oglou seit 7.10.2013 | Prokura |
Robin O. Dr. Mattheis seit 14.11.2007 | Geschäftsführer |
Andreas Wolfram Wilhelm Schiemann seit 13.3.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
hünersdorff GmbHLudwigsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Lagebericht1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Nachdem das Jahr 2021/2022 noch von einer allgemeinen wirtschaftlichen Erholung geprägt war, kühlte die Weltwirtschaft im Laufe des Jahres 2022/2023 merklich ab. Ausschlaggebend dafür waren zahlreiche Herausforderungen wie die noch immer gestörten Lieferketten als Folge der COVID-19-Pandemie und der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Als Reaktion auf den Angriffskrieg wurden weitreichende Sanktionen gegen Russland verhängt. Diese führten unter anderem zu Versorgungsengpässen bei Gas und Öl sowie Einschränkungen im globalen Handel und in der Folge zu drastischen Preissteigerungen, allen voran bei Energie. Damit ging auch das allgemeine Preisniveau deutlich nach oben. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt nahm im Jahr 2022 lediglich um 3,4% zu, nachdem es ein Jahr zuvor noch um 6,2% gestiegen war. Für 2023 geht der IMF von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 2,7% aus. Trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferkettenprobleme ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland veränderte sich in 2022 gegenüber dem Vorjahr um 1,9% während sich die Wachstumsrate in 2021 noch in der Größenordnung von 2,6% bewegte (Quelle: IMF 01/2023). Die hohen Energiepreise werden die Energiewende in Europa zukünftig noch stärker ins Zentrum rücken. Die bedeutenden Notenbanken leiteten in 2022 eine Zinswende ein. Die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen und sonstiger festverzinslicher Wertpapiere drehte 2022 in Deutschland wieder in den positiven Bereich und kletterte auf 2,53% (2021: -0,1%). Die Inflationsrate stieg nach Berechnungen der Deutschen Bank sprunghaft an und erreichte neue Rekordhöhen von 8,4% im Euroraum. Die Zahl der Erwerbstätigen hat sich in 2022 auf 45,6 Millionen erhöht (Vorjahr 45,0 Mio.). Die Erwerbslosenquote sank in 2022 auf 2,8% (Vorjahr 3,3%). Die Jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote sank in 2022 auf 5,4%. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs. (Quelle. Statistisches Bundesamt Destatis) Auf der Nachfrageseite waren erneut die privaten Konsumausgaben die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Die preisbereinigten provaten Konsumausgaben steigen im Vergleich zum Vorjahr um 4,6% und erreichten fast das Vorkrisenniveau von 2019. Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2022 eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen moderater als in den vergangenen Jahren, preisbereinigt um weitere 1,1%. Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten erneut ein deutliches Wachstum (Anlageinvestitionen 2021: 782,90 Mrd. € zu 2022: 871,80 Mrd. €). Nach dem deutlichen Zuwachs der Exporte und der Importe von Waren und Dienstleistungen im Jahr 2021, verzeichnete die Wirtschaft im Jahr 2022 wieder einen Zuwachs beim Export um knapp 3,2%, der Import stieg um ca. 6,7%. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum. 2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen "Krisen, Kriege und kein Ende: Nach wie vor arbeitet die Kunststoffindustrie im Ausnahmezustand/ Nachfrageeinbrüche, Billig-Importe und immer neue Vorschriften machen Erzeugern und Verarbeitern das Leben 2023 schwer. Die europäische Kunststoffindustrie blickt auf ein schwieriges Jahr zurück. in vielen Abnahmebereichen brach die Nachfrage massiv ein, und die daraus resultierenden Umsatzeinbußen drückten auf die Erträge der Branchenakteure. Die Unternehmen reagierten mit empfindlichen Sparmaßnahmen, bei denen insbesondere Werke in Deutschland aufgrund der hohen Energie- und Produktionskosten in den Fokus gerieten. Die Gesamtbranche Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren verzeichnete im Jahr 2022 einen Umsatzanstieg von 10,6% auf 84,7 Mrd. €. Bei einer Preissteigerung von 14,5% bedeutet es aber gleichzeitig, dass deutlich weniger Produkte abgesetzt wurden. Im Vergleich zum Jahr 2019 konnten die Branchenunternehmen ihre Umsätze um 11 Mrd. € bzw. 15% steigern. International agierende Kunststoffverarbeiter schlossen Standorte in Deutschland oder kündigten entsprechende Schritte an. In Deutschland selbst stieg die Zahl der Firmenpleiten. Besonders betroffen waren Automotive-Zulieferer. Es traf aber auch auf die Kunststoffbranche ausgerichtete Maschinenbauer. Auch die Hersteller von Kunststoffverpackungen - nach dem Baugewerbe die zweitgrößte Verarbeitergruppe in Deutschland - litten in diesem Jahr unter der schwachen Nachfrage. So ging ihr Umsatz im ersten Halbjahr um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück, wie die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen berichtete. Neben der Kaufzurückhaltung des Einzelhandels waren dafür auch die starken Absatzeinbrüche wichtiger Abnehmerbranchen wie etwa der chemischen Industrie verantwortlich." (Quelle: https://www.kiweb.de/Default.aspx?pageid=399&docid=254185&query=(BAT:kunststoff- industrie%20AND%20BAT:2023) 3. Gegenstand des Unternehmens Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt unter dem Warenzeichen "hünersdorff" Konsum- und Gebrauchsgüter aus Kunststoff, insbesondere Kanister für Kraftstoff und Wasser, Sichtboxen, Messkannen, Laborzubehör und technische Teile. Die Produkte der Gesellschaft werden mittels Extrusionsblas- und Spritzgussverfahren hergestellt. Außerdem werden zur Sortimentsergänzung und -erweiterung Handelswaren vertrieben. 4. Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Rohergebnis von TEUR 11.478 erwirtschaftet, welches trotz rückläufiger Umsatzerlöse auf einem vergleichbaren Niveau zum Vorjahr liegt (TEUR 11.239). Der Umsatzrückgang erfolgte insbesondere im Inland. Nachdem der Geschäftsverlauf im Jahr 2022 noch durch eine hohe Nachfrage insbesondere bei Kanistern geprägt war, zeigte sich ab Beginn des Jahres 2023 ein Abflauen der Auftragslage und ab dem zweiten Quartal ein starker Rückgang beim Auftragseingang. Im Ausland konnte das Vorjahresniveau gehalten werden. Die Beschaffungspreisentwicklung für den zentralen Rohstoff Kunststoffgranulat entspannte sich im Geschäftsjahr zusehends, was zu einer Verbesserung der Materialeinsatzquote führte. 5. Gesamtaussage des Jahresabschlusses a) Ertragslage Die Umsatzerlöse sind aufgrund der oben genannten Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr um 7,4% zurückgegangen. Der Zuwachs bei den Spitzgusserzeugnissen von rd. 6,1% konnte den Rückgang bei den Blaserzeugnissen von rd. 14,4% zum Teil kompensieren. Umsätze bei Handelswaren waren im Vergleich zum Vorjahr um rd. 9,4% erhöht und bei technischen Teilen ist ein Rückgang von rd. 7,2% zu verzeichnen. Die Aufwendungen für Rohstoffe lagen aufgrund des dargestellten Preisrückgangs bei den Kunststoffgranulaten deutlich unter Vorjahr. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich insbesondere aufgrund geringerer Energiekosten vor dem Hintergrund der im Berichtsjahr in Betrieb genommenen Photovoltaikanlage sowie der Übernahme von Fremdarbeitern in ein Anstellungsverhältnis vermindert. Die Personalaufwendungen lagen im Berichtsjahr bei TEUR 5.886 und waren aufgrund allg. Lohn- und Gehaltssteigerungen und des im Jahresdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahr höheren Persoanlbestands absolut höher als im Vorjahr (TEUR 5.604). Im Jahresdurchschnitt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 125 Personen und im Vorjahr 122 Personen, jeweils ohne Auszubildende, beschäftigt. Die Zahl der Auszubildenden blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 3 Personen gleich. Der Abschreibungsaufwand war mit TEUR 726 deutlich höher als im Vorjahr (TEUR 595). Dies ist neben den im Berichtsjahr getätigten Investitionen insbesondere auf den Ganzjahreseffekt der im Vorjahr durchgeführten Investitionen zurückzuführen. Die Investitionen in das Anlagevermögen zur Modernisierung und Erweiterung der Fertigungskapazität, waren im abgelaufenen Geschäftsjahr mit TEUR 1.963 deutlich höher als im Vorjahr mit TEUR 1.027. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 4.060 im Wesentlichen auf Vorjahresniveau (TEUR 4.011); dabei standen den umsatzbedingt gesunkenen Volumina im Bereich Fracht Preissteigerungen seitens der Speditionen gegenüber. Bei den Logistikkosten kam es aufgrund höherer Lagerauslastung zu dementsprechender Kostensteigerung. Getrieben von höheren Personalkosten und Abschreibungen lag der Jahresüberschuss TEUR 192 unter Vorjahr und entspricht damit den Erwartungen. b) Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich von TEUR 10.449 im Vorjahr um TEUR 464 auf TEUR 10.913 im Wesentlichen durch die Anlageinvestitionen. Die Finanzierung der Anlageinvestitionen erforderte die Aufnahme weiterer Fremdmittel. Der Vorratsbestand war gegenüber dem Vorjahresstichtag nahezu unverändert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen insbesondere vor dem Hintergrund der gegen Ende des Geschäftsjahres geringeren Umsatzerlöse mit TEUR 561 unter dem Vorjahr. Bedingt durch die hohen Auszahlungen für Investitionen lagen die liquiden Mittel zum Stichtag TEUR 261 unter dem Vorjahreswert. Die Eigenkapitalsituation ist unverändert gut. Durch das im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Ergebnis hat sich das Eigenkapital sowohl absolut als auch im Verhältnis zur Bilanzsumme weiter verbessert. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 38,1 % (Vorjahr 35,5 %). Innerhalb der Verbindlichkeiten haben sich insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöht. Diese betrugen zum Stichtag TEUR 2.665. Der Anstieg um TEUR 652 gegenüber dem Vorjahresstichtag spiegelt den Finanzierungsbedarf aus den Investitionen in Sachanlagen wieder. Die Liquiditätslage ist unverändert stabil. Die Zahlungsfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gewährleistet. 6. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gut entwickelt. Dies hat sich bis zur Erstellung des Lageberichts nicht geändert. 7. Chancen und Risiken Risiken bestehen unverändert durch mögliche beschaffungsseitige Preiserhöhungen. Dies betrifft insbesondere den Rohstoff Kunststoffgranulat, welcher Ausgangsbasis für die von der Gesellschaft hergestellten Produkte ist. Daneben erfordert der Produktionsprozess, insbesondere das Extrusionsblasverfahren, einen hohen Energiebedarf in Form von elektrischem Strom. Im Energiebereich wird durch den Bezug an der Strombörse in Form eines Einkaufsmixes für aktuelle und zukünftige Jahre eine kalkulierbare, stetige Basis geschaffen. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, um einen Teil des Energiebedarfs zu decken und insoweit Kosten einzusparen. Eine instabilere Stromversorgung infolge der Energiewende könnte zu ungeplanten Ausfällen in der Fertigung führen und einen negativen Einfluss auf die Produktivität des Unternehmens haben. Auch die Risiken von Cyberattacken sind gestiegen, weshalb auch in diesem Bereich erhöhte Mittel zur Prävention eingesetzt werden. Hard- und softwareseitig wurden einschlägige Maßnahmen ergriffen, um die bestmögliche Sicherheit unserer IT-Infrastruktur zu gewährleisten. Darüber hinaus werden unsere Mitarbeiter regelmäßig für die Erkennung von Phishing-Mails sensibilisiert. Das für den Produktionsprozess essentielle Kunststoffgranulat wird auf dem Seeweg aus Fernost bezogen. Insofern könnte sich eine Lieferkettenstörung wie die aufgrund der am 23. März 2021 im Suezkanal havarierten Ever Given negativ auf den Produktionsprozess auswirken. Die aktuellen Angriffe der Huthi-Rebellen auf Handelsschiffe im Roten Meer führen dazu, dass Reedereien ihre Schiffe nach Europa auf dem deutlich längeren Seeweg über das Kap der guten Hoffnung leiten, was sich ebenfalls in höheren Transportkosten und insoweit in steigenden Rohstoffpreisen niederschlagen könnte. Die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter - in allen Bereichen von Produktion bis hin zur Verwaltung - gestaltet sich in der strukturstarken Region des mittleren Neckars vor dem Hintergrund potenter Wettbewerber im "war for talents" als schwierig und kostenintensiv. Finanzrisiken bestehen keine. Künftige Kunden werden einer eingehenden Bonitätsprüfung unterzogen. Der Forderungsbestand wird laufend überwacht. Das gestiegene Bewusstsein für Nachhaltigkeit und die damit einhergehenden regulatorischen Vorgaben sowie der kritische Blick auf Kunststoffprodukte bieten für die Gesellschaft Risiken und Chancen gleichzeitig. Die in 2023 erlassene Novelle des Verpackungsgesetzes (VerpackG) und des Einwegkunststoff-Fondsgesetz (EWKFondsG) oder die EU-Verpackungsverordnung (PPWR), mit deren Verabschiedung Mitte kommenden Jahres gerechnet wird, stellen Herausforderungen dar. Unter anderem sollen die grundlegenden Anforderungen an Verpackungen verschärft werden, damit diese wiederverwendet und -verwertet werden können. Auch der Rezyklatanteil soll steigen. Im Raum stehen zudem strikte "Verbote" von kritischen Substanzen in Verpackungen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. (Quelle: https://www.kiweb.de/Default.aspx?pageid=399&docid=254185&query=(BAT:kunststoff-industrie%20AND%20BAT:2023) Chancen bieten die neuen Initiativen für hünersdorff, da die Gesellschaft traditionell nur qualitativ hochwertige, langlebige Mehrwegprodukte herstellt. Der aktuelle Trend der Abnehmer zu solchen Produkten, kann erhöhte Absatzchancen bedeuten. Chancen bestehen unverändert durch die Kunden- und Produktstruktur der Gesellschaft und die geringe Abhängigkeit von einzelnen Branchen. Auch der Ausbau des Auslandsgeschäfts, verheißt weiteres Wachstum. Ein Umzug des Lagers an einen Standort mit höherer Kapazität ermöglicht bei Bedarf Erweiterungspotential. Nachhaltige Investitionen, wie Photovoltaik und die Erweiterung der Nutzung der Wärmerückgewinnung haben die CO 2 -Bilanz der Gesellschaft deutlich verbessert. Ein Nachhaltigkeitsaudit ist erstellt worden und bereitet den Weg zum ersten Nachhaltigkeitsbericht der Gesellschaft. Auch der Ausbau der Digitalisierung schreitet voran, sowohl in der Verwaltung, als auch in der Produktion. Die Ausgaben für die eigene IT Infrastruktur werden weiterhin gesteigert. 8. Prognosebericht Für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir vor dem Hintergrund der Entwicklung des Auftragseingangs der letzten Monate ein Rohergebnis auf Vorjahresniveau. Auf der Kostenseite werden weiter steigende Energie- und Logistikkosten erwartet. Wir treffen diese Einschätzung aufgrund der stark gestiegenen und weiter steigenden Netzentgelte auf dem Strommarkt sowie den weiterhin knappen Kapazitäten bei den Speditionen. Durch weiteres konsequentes Kostenmanagement und Kurzarbeit soll den allg. Kostensteigerungen bestmöglich entgegengewirkt werden. Vor diesem Hintergrund erwarten wir einen Jahresüberschuss, welcher leicht unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt. Weiterhin sind Investitionen bei Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in geringerem Umfang vorgesehen. Zur Verbesserung und Erweiterung des Produktprogramms sind Investitionen in Werkzeuge für Neuprodukte geplant. Die Finanzierung aus dem operativen Cashflow und mit Projektfinanzierungskrediten umgesetzt werden.
Ludwigsburg, 25.01.2024 Gez. Andreas Schiemann Gez. Dr. Robin Mattheis BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Die Firma hünersdorff GmbH hat ihren Sitz in Ludwigsburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der HRB Nr. 200312 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des Gesellschaftsvertrags und des GmbH-Gesetzes beachtet. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Soweit Ausweisänderungen vorgenommen wurden, wurden die Vorjahreswerte zur Vergleichbarkeit entsprechend angepasst. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266, 275 Abs. 2 HGB unter Beachtung rechtsformabhängiger Besonderheiten. Die Gesellschaft ist nach den in § 267 HGB bezeichneten Größenklassen eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB und der §§ 268 - 274 a HGB und der Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256 a HGB erstellt. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten. Im Einzelnen erfolgt die Bewertung wie folgt: 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, welche nach der betriebsüblichen Nutzungsdauer bemessen werden, angesetzt. Die Zugänge werden unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Von Zugängen wird die Abschreibung zeitanteilig (pro rata temporis) vorgenommen. In die Herstellungskosten werden keine Zinsen für Fremdkapital einbezogen. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden als sofortiger Aufwand ohne Erfassung im Anlageverzeichnis verbucht und Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden zusammengefasst (Pool) aktiviert und unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. 2. Finanzanlagen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. 3. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung einer verlustfreien Bewertung angesetzt. In die Herstellungskosten werden Fertigungskosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, Materialeinzelkosten und Materialgemeinkosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. 5. Liquide Mittel Liquide Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. 6. Rückstellungen Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag und bis zur Jahresabschlusserstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre und Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Pensionsrückstellungen werden mit dem versicherungsmathematischen Barwert nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) angesetzt. 7. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 8. Rechnungsabgrenzungen Für Ausgaben oder Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand oder Ertrag nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden Rechnungsabgrenzungen vorgenommen. 9. Währungsumrechnungen Die auf Fremdwährung lautenden Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten sowie die auf Fremdwährung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag, unter Beachtung der Restlaufzeit, angesetzt. 10. Latente Steuern Für zukünftige Steuerbe- oder -entlastungen, durch Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten die sich in der Zukunft ausgleichen werden, werden aktive oder passive latente Steuern angesetzt. C. Angaben zu Posten der Bilanz 1. Aktivseite Die Entwicklung der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibung ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Des Weiteren ist aus dem Anlagenspiegel die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der vorgenommenen Abschreibungen ersichtlich. Zuschüsse zu Zugängen zum Sachanlagevermögen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00) gewährt. Sonderabschreibungen, außerplanmäßige Abschreibungen und Zuschreibungen zum Sachanlagevermögen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Die Entwicklung und Gliederung des Finanzanlagevermögens ist unter Angabe der vorgenommenen Abschreibungen aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. In den fertigen Erzeugnissen und Waren sind Handelswaren in Höhe von TEUR 410 (Vorjahr TEUR 363) enthalten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen unverändert eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aus. Unter der Position sonstige Vermögensgegenstände sind keine Forderungen ausgewiesen, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden. Für zukünftig entstehende Steuerentlastungen durch Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen wurde unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von 29,65 % aktive latente Steuern gebildet. Ein der Höhe der aktiven latenten Steuern entsprechender Betrag des Gewinns oder der frei verfügbaren Rücklagen unterliegt gem. § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre. 2. Passivseite Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 500.000,00 und ist voll einbezahlt. Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden zum Bilanzstichtag folgende Werte ermittelt:
Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte nach der Projected Unit Credit Method (PUC). Als Rechnungszins wurden 1,81% (Vorjahr 1,78%) auf Basis des 10-Jahresdurchschnitts angesetzt und als Sterbetafel kamen die aktualisierten Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zum Ansatz. Als Einkommenstrend wurden 0,00 %, als Inflationstrend 0,00 % und als Rententrend 0,00 % berücksichtigt. Unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses von 1,66% (Vorjahr 1,40%) auf Basis des 7-Jahresdurchschnitts würde die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen EUR 1.505.338,00 statt EUR 1.470.626,00 betragen. Der Unterschiedsbetrag aus der Anwendung des höheren Zinssatzes beträgt EUR 34.712,00; ein entsprechender Teil des Gewinns sowie der frei verfügbaren Rücklagen ist gem. § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Die Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurde mit dem Zeitwert von EUR 292.891,76 (Vorjahr EUR 279.034,66) des zuzuordnenden Planvermögens gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Die Anschaffungskosten des Planvermögens entsprechen dem Zeitwert. Der in der Zuführung zur Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthaltene Zinsanteil EUR 25.805,00 (Vorjahr: EUR 25.251,00) ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" mit ausgewiesen. Der Zinsaufwand wurde mit dem Zinsertrag von EUR -171,34 (Vorjahr: EUR 6.857,62) aus dem Planvermögen saldiert. Im Posten Steuerrückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Die Aufgliederung und Restlaufzeit der Verbindlichkeiten ist aus dem Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in der Offenlegungsbilanz umfassen die stille Beteiligungen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten. In den Verbindlichkeiten sind keine Verbindlichkeiten größeren Umfangs enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden sind. Der stille Gesellschafter erhält ein Festentgelt und ein gewinnabhängiges Zusatzentgelt. An Verlusten ist der stille Gesellschafter nicht beteiligt. Die stille Beteiligung ist mit einer Frist von 12 Monaten zum Geschäftsjahresende der Gesellschaft kündbar und war am Abschlussstichtag nicht gekündigt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 2.665 (VJ TEUR 2.013) sind durch Grundschulden auf Immobilien verbundener Unternehmen, Sicherungsübereignung eines Warenlagers und Sicherungsübereignung der mit Kredit finanzierten Maschinen und Anlagen besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit Ausnahme der nicht einzeln ermittelten Verbindlichkeiten aus Leistungen weitestgehend durch im Einzelnen nicht ermittelte Eigentumsvorbehalte gesichert. D. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Abschlussstichtag bestanden keine in der Bilanz nicht ausgewiesene Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB. Am Abschlussstichtag bestanden folgende in der Bilanz nicht ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen von wesentlicher Bedeutung:
E. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geografisch bestimmten Märkten gemäß § 285 Satz 1 Nr. 4 HGB wird gemäß § 288 Abs. 2 HGB unterlassen. Periodenfremde Erträge und periodenfremde Aufwendungen von nicht unerheblicher Bedeutung sind nicht angefallen. Die Abschreibungen beinhalten keine Sonderabschreibungen und keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Im Zinsaufwand sind periodenfremde Zinsen für Steuernachzahlungen von TEUR 0,2 (VJ TEUR 0,0) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten den Ertrag von TEUR 4,1 (Vorjahr TEUR 18,7) aus der Zuführung aktiver latenter Steuern und den Aufwand von TEUR 14,0 (Vorjahr TEUR 25,8) aus der Zuführung passiver latenter Steuern sowie den Aufwand aus Steuernachzahlungen für Vorjahre von TEUR 4,5 (Vorjahr Aufwand aus Steuernachzahlungen TEUR 0,00). F. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Geschäftsführer)
Geschäftsführer Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
Herr Andreas Schiemann ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Herr Dr. Mattheis ist gemeinsam mit einem weiteren Geschäftsführer und/oder Prokuristen zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt. Vergütungen an Geschäftsführer Die Angabe der Höhe der Vergütungen an Geschäftsführer und ehemalige Geschäftsführer sowie deren Hinterbliebene wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. Anlage zum Anhang Der Anlagenspiegel ist als Anlage beigefügt. G. Unterzeichnung des Jahresabschlusses
Ludwigsburg, 25.01.2024 Die Geschäftsleitung Gez. Andreas Schiemann Gez. Dr. Robin Mattheis
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12.02.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die hünersdorff GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der hünersdorff GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der hünersdorff GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 25.01.2024 HWS
GmbH & Co. KG
Gez. Martin Helmich, Wirtschaftsprüfer Gez. i.V. Robert Voith, Wirtschaftsprüfer |
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