Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 14927
Vorher
S u n a g i Gesellschaft mit beschränkter Haftung pharmazeutische Erzeugnisse
Eingetragen
18.11.2004
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und ReinigungsmittelnGroßhandel mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Der Handel mit chemischen Erzeugnissen aller Art, die Vermittlung von Rohstoffen der chemischen Industrie einschließlich aller Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette zur Herstellung von kundenspezifischen Rezepturen und Formulierungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Reker
seit 16.6.2025
Geschäftsführer
Andreas Heinrich
seit 22.9.2022
Geschäftsführer
Jesco Roman Thiele
seit 18.1.2021
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Klosterfrau Deutschland GmbH

Köln

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.402.548,73 41.258.354,71
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.507.561,76 19.489.549,88
3. Geleistete Anzahlungen 304.976,09 193.607,60
51.215.086,58 60.941.512,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.989.402,45 25.035.837,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.562.314,80 26.933.594,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.693.039,66 15.319.225,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.269.833,85 7.721.464,33
74.514.590,76 75.010.120,87
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 20.000,00 20.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 38.117,38 101.538,18
58.117,38 121.538,18
125.787.794,72 136.073.171,24
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.934.774,49 20.069.943,17
2. Unfertige Erzeugnisse 4.016.044,29 4.286.329,53
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 31.990.565,63 31.949.103,16
4. Geleistete Anzahlungen 137.713,12 143.640,00
59.079.097,53 56.449.015,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 59.168.472,48 43.770.998,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 704.820,61 934.026,62
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.935.731,46 10.306.117,24
65.809.024,55 55.011.142,39
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 6.500.686,67 6.717.770,74
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 123.190.770,04 103.517.794,26
254.579.578,79 221.695.723,25
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.005.130,18 1.789.052,41
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 1.656.771,03 428.966,09
384.029.274,72 359.986.912,99

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 26.000.000,00 26.000.000,00
II. Kapitalrücklage 100.500.000,00 100.500.000,00
III. Konzernbilanzgewinn 35.314.944,25 23.909.690,93
- davon Gewinnvortrag: EUR 23.909.690,93 (Vorjahr: EUR 8.709.884,61)
IV. Nicht beherrschende Anteile -661.846,46 1.137.138,22
V. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -30.188,61 -16.697,41
161.122.909,18 151.530.131,74
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 81.357.004,13 80.893.113,00
2. Steuerrückstellungen 5.855.597,25 1.903.609,06
3. Sonstige Rückstellungen 26.370.723,81 21.357.331,21
113.583.325,19 104.154.053,27
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.962.477,61 12.771.787,12
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 80.694.929,75 85.844.954,97
3. Sonstige Verbindlichkeiten 9.131.349,58 5.681.624,89
- davon aus Steuern: EUR 2.426.027,99 (Vorjahr: EUR 2.985.273,25)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 194.364,76 (Vorjahr: EUR 617.442,74)
108.788.756,94 104.298.366,98
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 534.283,41 4.361,00
384.029.274,72 359.986.912,99

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 364.193.490,09 287.784.477,21
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - 204.946,38 4.552.098,87
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 360.000,00 200.000,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.017.600,81 59.349.094,31
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 110.523,93 (Vorjahr: EUR 337.082,73)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 93.693.529,83 - 74.068.186,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 4.943.153,75 - 4.186.896,64
- 98.636.683,58 - 78.255.082,66
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 79.678.818,96 - 78.985.989,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 19.101.407,17 - 16.821.598,15
- davon für Altersversorgung: EUR 5.142.961,53 (Vorjahr: EUR 2.266.631,41)
- 98.780.226,13 - 95.807.587,26
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 21.589.383,81 - 16.023.715,95
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 131.861.118,43 - 120.807.471,40
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 226.739,20 (Vorjahr: EUR 257.533,32)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 332.645,94 123.451,13
- davon von verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 87.973,05)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens - 75.028,14 - 32.281,56
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 3.503.914,94 - 7.330.939,58
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.239.819,50 (Vorjahr: EUR 1.772.994,89)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 1.899.585,00 (Vorjahr: EUR 4.741.032,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 6.107.076,88 - 20.369.518,54
- davon latente Steuern: EUR -1.230.163,71 (Vorjahr: EUR 15.109.469,56)
13. Konzernjahresüberschuss nach Steuern 10.145.358,55 13.382.524,57
14. Sonstige Steuern - 378.127,11 - 271.231,82
15. Konzernjahresüberschuss vor nicht beherrschenden Anteilen 9.767.231,44 13.111.292,75
16. Nicht beherrschende Anteile 1.638.021,88 2.088.513,57
17. Konzernjahresüberschuss 11.405.253,32 15.199.806,32
18. Gewinnvortrag
19. Gewinnvortrag 1.1. 23.909.690,93 18.709.884,61
20. -Abgangdes Geschäftsjahres 0,00 - 10.000.000,00
23.909.690,93 8.709.884,61
21. Konzernbilanzgewinn 35.314.944,25 23.909.690,93

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Konsolidierungskreis

Sitz der Klosterfrau Deutschland GmbH, Köln, im Folgenden auch kurz "KD-GmbH" genannt, ist Köln. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 80 im Register des Amtsgerichts Köln eingetragen. Der Konzernabschluss der KD-GmbH, die an der Spitze des deutschen Teilkonzerns der Firmengruppe steht, wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt. Gleiches gilt für die Einzelabschlüsse der deutschen Konzernunternehmen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 umfasst folgende Gesellschaften, an denen die KD-GmbH, Köln, unmittelbar bzw. mittelbar beteiligt ist:

Beteiligung in %
Almed GmbH, Berlin 75,00 *
Artegodan GmbH, Lüchow 100,00 *
Artesan Pharma GmbH & Co. KG, Lüchow 100,00 **
Artesan Vermögens-Verwaltungs-GmbH, Lüchow 100,00 *
Bio Naturkraft GmbH biologische Präparate, Berlin 100,00 *
Cassella-med GmbH & Co. KG, Köln 100,00 **
DIVAPHARMA GmbH, Berlin 100,00 *
FARCO-PHARMA GmbH, Köln 100,00 *
Klosterfrau Berlin GmbH, Berlin 100,00 *
Melisana Pharma S.A.S., Vincennes 67,88
M.C.M. Klosterfrau Healthcare Sp. z o.o., Warschau 100,00
M.C.M. Klosterfrau Healthcare s.r.o., Prag 100,00
Maria Clementine Martin Klosterfrau Vertriebsgesellschaft mbH, Köln 100,00 *
S.C.I. Mansart D'Isle, Vincennes 87,05
S.C.I. Mazarine, Vincennes 67,88
sinulind GmbH, Berlin 100,00 *
Syxyl GmbH & Co. KG, Köln 100,00 **

* Die Gesellschaft macht im Geschäftsjahr 2022 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch
** Die Gesellschaft macht im Geschäftsjahr 2022 von der Befreiungsvorschrift des § 264 b HGB Gebrauch

II. Konsolidierungsgrundsätze

1. Abschlussstichtag

Der Konzernabschluss der KD-GmbH sowie die Einzelabschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen wurden einheitlich auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Abschlussstichtag der KD-GmbH sowie aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022.

2. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, in dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht.

Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag erhöht grundsätzlich, wenn er auf der Aktivseite entsteht, das aktivierte Anlagevermögen ggf. inkl. eines Geschäfts- oder Firmenwerts und, wenn er auf der Passivseite entsteht, wird er zunächst unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Die passivischen Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung sind zum Bilanzstichtag alle im Eigenkapital enthalten, da sämtliche Beträge Eigenkapitalcharakter haben und ihre Entstehung rein technisch bedingt war. Sofern durch die Erstkonsolidierung ein Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen ist, erfolgt die Abschreibung auf 10 Jahre.

Soweit es in der Vergangenheit gesetzlich erlaubt war, erfolgte die Kapitalkonsolidierung für neu in den Konzern einbezogene Gesellschaften nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital der Unternehmen.

3. Schuldenkonsolidierung

Bei der Schuldenkonsolidierung werden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gemäß § 303 Abs. 1 HGB verrechnet.

4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden konzerninterne Umsätze und sonstige Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen gemäß § 305 HGB verrechnet.

5. Nicht beherrschende Anteile

Konzernfremden Gesellschaftern zustehende Anteile am Kapital und am Ergebnis der in den Konzernabschluss einbezogenen Mehrheitsbeteiligungen werden in der Position "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen.

6. Zwischenergebniseliminierung

Die in den Vorräten enthaltenen zwischengesellschaftlichen Ergebnisse in Höhe von TEUR 3.427 wurden gemäß § 304 HGB eliminiert.

7. Latente Steuerabgrenzung

Hierzu wird auf die entsprechenden Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verwiesen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Soweit der beizulegende Wert niedriger ist, wurde dieser angesetzt.

2. Sachanlagen

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden zum Teil linear, zum Teil degressiv abgeschrieben.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder bei nachhaltiger Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

4. Vorräte

Die Vorräte werden zu Konzernanschaffungs- bzw. -herstellungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Konzernherstellungskosten enthalten Materialkosten einschließlich der notwendigen Materialgemeinkosten, Fertigungskosten einschließlich der notwendigen Fertigungsgemeinkosten, Sonderkosten der Fertigung und Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung ausreichend Rechnung getragen.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und von noch nicht angefallenen Skontoaufwendungen wird eine Pauschalwertberichtigung auf den Bruttoforderungsbestand nach Einzelwertberichtigungen unter Berücksichtigung enthaltener Umsatzsteuer gebildet.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit Nominalwerten oder mit den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten bewertet.

6. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

7. Latente Steuern

Für die Berechnung der latenten Steuern wurde der jeweilige Steuersatz der Gesellschaft zu Grunde gelegt, bei der die Gründe für die latenten Steuern bestehen.

Der für latente Steuern zu Gunsten des Konzernergebnisses abgegrenzte Steuerertrag betrug im Berichtsjahr TEUR 1.230. Die aktiven latenten Steuern haben sich in 2022 im Wesentlichen um diesen Betrag erhöht. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf Wertdifferenzen zwischen Bilanzpositionen in der Konzernbilanz und den einzelnen Steuerbilanzen. Die Differenzen bestehen im Wesentlichen bei Pensionsrückstellungen und aufgrund der Eliminierung von Zwischengewinnen im Vorratsvermögen.

Die aktiven latenten Steuern wurden mit passiven latenten Steuern saldiert. Diese passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus stillen Reserven im Anlagevermögen aus der Erstkonsolidierung sowie aus der Umbewertung von Vermögensgegenständen, die innerhalb des Konzerns angeschafft wurden.

8. Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen sind im Wesentlichen durch versicherungsmathematische Gutachten der Mercer Deutschland GmbH, der Höchster Pensions Benefits Services GmbH sowie der SLPM Schweizer Leben PensionsManagement GmbH nachgewiesen.

Die Bewertung erfolgte in diesen Gutachten mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) mit folgenden Annahmen p.a.:

Rechnungszinssatz p.a. 1,79 % (10-Jahres-Durchschnitt für Rückstellungsberechnung)
Rechnungszinssatz p.a. 1,45 % (7-Jahres-Durchschnitt zur Berechnung des Unterschiedsbetrags gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB)
Gehaltstrend p.a. 3,25 %
BBG-Trend p.a. 3,25 %
Rententrend p.a. 2,00 %
Fluktuation p.a. 0,00 - 20,40 %

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.625.

9. Steuerrückstellungen

Die Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des zu versteuernden Gewinns bzw. der entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen dotiert.

10. Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

11. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

12. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

IV. Währungsumrechnung

Folgende Jahresabschlüsse wurden in der jeweiligen Fremdwährung aufgestellt:

M.C.M. Klosterfrau Healthcare Sp. z o.o., Warschau, in polnischen Zloty

M.C.M. Klosterfrau Healthcare s.r.o., Prag, in tschechischen Kronen

Die Währungsumrechnung der Bilanzposten erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag; die Währungsumrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte mit dem durchschnittlichen Umrechnungskurs des Berichtsjahres. Umrechnungsdifferenzen wurden im Bilanzposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die Währungsumrechnung entspricht damit den Vorschriften des § 308a HGB.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Bruttoanlagenspiegel.

ANLAGENSPIEGEL des Konzernabschlusses

der Klosterfrau Deutschland GmbH, Köln

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Währungskurs- und Betriebsprüfungsdifferenzen Zugänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 120.666.134,26 -482,01 1.504.403,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 19.819.881,23 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 193.607,60 0,00 111.368,49
140.679.623,09 -482,01 1.615.771,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 75.670.528,66 0,00 139.207,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 78.821.360,92 0,00 1.385.436,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.791.674,15 -5.684,75 2.092.502,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.721.464,33 0,00 7.496.745,87
205.005.028,06 -5.684,75 11.113.893,01
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 968.149,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 101.538,18 -489,10 20.921,00
1.069.687,18 -489,10 20.921,00
346.754.338,33 -6.655,86 12.750.585,50
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.336.722,37 0,00 119.833.332,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 19.819.881,23
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 304.976,09
2.336.722,37 0,00 139.958.190,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 784.237,08 0,00 75.025.499,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.481.321,27 -5.545,30 77.719.930,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.653.049,28 532.581,37 42.758.024,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 421.340,28 -527.036,07 14.269.833,85
6.339.947,91 0,00 209.773.288,41
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 968.149,00
2. Sonstige Ausleihungen 83.852,70 0,00 38.117,38
83.852,70 0,00 1.006.266,38
8.760.522,98 0,00 350.737.744,99
Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2022 Umbuchungen Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 79.407.779,55 0,00 9.389.881,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert 330.331,35 0,00 1.981.988,12
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
79.738.110,90 0,00 11.371.869,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.634.691,64 0,00 1.122.393,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 51.887.766,44 -1.101,22 5.744.569,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.472.449,11 1.101,22 3.350.550,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
129.994.907,19 0,00 10.217.514,33
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 948.149,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
948.149,00 0,00 0,00
210.681.167,09 0,00 21.589.383,81
Aufgelaufene Abschreibungen
Abgänge Währungskurs- und Betriebsprüfungsdifferenzen 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.366.405,58 -471,18 86.430.784,15
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 2.312.319,47
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
2.366.405,58 -471,18 88.743.103,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 720.988,57 0,00 51.036.096,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.473.618,83 0,00 55.157.616,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.754.887,34 -4.229,13 29.064.984,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
4.949.494,74 -4.229,13 135.258.697,65
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 948.149,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 948.149,00
7.315.900,32 -4.700,31 224.949.950,27
Nettobuchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.402.548,73 41.258.354,71
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.507.561,76 19.489.549,88
3. Geleistete Anzahlungen 304.976,09 193.607,60
51.215.086,58 60.941.512,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.989.402,45 25.035.837,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.562.314,80 26.933.594,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.693.039,66 15.319.225,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.269.833,85 7.721.464,33
74.514.590,76 75.010.120,87
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 20.000,00 20.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 38.117,38 101.538,18
58.117,38 121.538,18
125.787.794,72 136.073.171,24

2. Rückstellungen

Die Rückstellungen haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt (in TEUR):

Stand zum 01.01.2022 Zuführung Zinsaufwand Auflösung Inanspruchnahme Zuführung Stand zum 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen 80.893 1.887 0 5.184 3.761 81.357
Steuerrückstellungen 1.904 0 0 1.875 5.827 5.856
Sonstige Rückstellungen
Altersteilzeit 210 3 0 137 259 335
Jubiläumszuwendungen 1.561 10 123 136 23 1.335
Werbekosten 3.492 0 187 3.306 3.616 3.615
Urlaubsansprüche/Personalkosten 9.535 0 322 8.764 7.972 8.421
Verschiedenes 6.559 0 1.962 4.332 12.400 12.665
21.357 13 2.594 16.675 24.270 26.371
104.154 1.900 2.594 23.734 33.858 113.584

3. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Verbindlichkeiten gegliedert nach Restlaufzeit Bis zu 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamtbetrag 31.12.2022 Gesicherte Beträge 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.962 0 0 18.962 0 12.772
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.049 13.298 24.348 80.695 0 85.845
Sonstige Verbindlichkeiten 9.131 0 0 9.131 0 5.682
Gesamtsumme 71.142 13.298 24.348 108.788 0 104.299

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Erhöhung der Umsatzerlöse um TEUR 76.409 entspricht einem Anstieg um 26,6 %.

Sonstige betriebliche Erträge

Periodenfremde Erträge sind lediglich von untergeordneter Bedeutung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Periodenfremde Aufwendungen sind lediglich von untergeordneter Bedeutung.

VII. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, die eine andere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erfordert hätten. Insbesondere fällt die befürchtete Steigerung der Energiekosten aufgrund des Ukraine - Kriegs schwächer aus als befürchtet. Im Übrigen wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

VIII. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Anzugebende Haftungsverhältnisse liegen am Bilanzstichtag nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, deren Angabe für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung sind, bestehen zum 31. Dezember 2022 aus Miet-, Pacht-, Leasing- und Erbbauverträgen in Höhe von EUR 14,7 Mio. mit Laufzeiten von bis zu 40 Jahren. Ferner besteht am 31. Dezember 2022 ein Bestellobligo für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von ca. EUR 29 Mio.

2. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer, der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, betrug im Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2022 insgesamt 1.201 (Vorjahr: 1.140).

Der KD-Konzern hat drei Geschäftsbereiche:

CHC (Consumer Healthcare, früher OTC "Over the Counter" genannt); insbesondere Produktion und Verkauf von frei verkäuflichen Arzneimitteln, Medizinprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln)

Contract Manufacturer (Lohn- und Auftragsfertigung für konzernfremde Pharmaunternehmen)

Medical (Produktion und Vertrieb von urologischen Präparaten)

Daneben gibt es noch den Bereich SSC (Shared Service Center) mit diversen administrativen Aufgaben.

Die Anzahl der Mitarbeiter verteilt sich auf die Geschäftsbereiche wie folgt:

CHC 443
Contract Manufacturer 536
Medical 39
SSC 183
Summe 1.201

3. Geschäftsführung, Bezüge der Geschäftsführer

Vertretungsberechtigte Geschäftsführer der KD-GmbH sind:

Herr Dr. Stefan Koch (ab 01.01.2022)

Herr Michael Reiss (ab 26.06.2023)

Herr Thomas Niebergall (bis 15.07.2022)

Herr Dr. Markus Unkauf (bis 31.08.2022)

Die Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB unterbleiben gemäß § 314 Abs. 3 HGB in entsprechender Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB.

4. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Geschäftsbereichen wie folgt auf:

5. Abschlussprüfung

Die Gesellschafterversammlung der Klosterfrau Deutschland GmbH hat am 25. April 2022 die Flick Gocke Schaumburg GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bonn, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 gewählt. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die für das Geschäftsjahr in Rechnung gestellten Honorare des Konzernabschlussprüfers:

TEUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 181
b) Andere Bestätigungsleistungen 11
c) Steuerberatungsleistungen 1
d) Sonstige Leistungen 35
Gesamt 228

6. Angaben gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber der Gesellschafterin, der Klosterfrau Zürich AG, bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.193.

7. Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 26 HGB

Mit Beschluss vom 24. April 2023 hat die Klosterfrau Zürich AG, Zürich, als Gesellschafterin der KD-GmbH beschlossen, dass der Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen wird.

 

Köln, 13. Dezember 2023

Dr. Stefan Koch

Michael Reiss

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

KAPITALFLUSSRECHNUNG 2022 2021
TEUR TEUR
Periodenergebnis (einschließlich nicht beherrschende Anteile) 9.767 13.111
+ Abschreibungen (abzgl. Zuschreibungen) auf Gegenstände des Anlagevermögens 21.589 16.024
+ Zunahme von Rückstellungen 3.578 7.950
- Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 12.840 - 1.945
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 12.703 - 17.364
+/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 112 - 47.712
+ Zinsaufwendungen 3.504 7.331
- Zinserträge - 332 - 123
- Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 - 4.252
+ Ertragsteueraufwand 6.107 20.369
- Ertragsteuerzahlungen - 4.186 - 1.749
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 40.002 - 8.360
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 5.210
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 1.616 - 45.769
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.250 61.106
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 11.114 - 18.111
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 84 298
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen - 21 - 20
+ Erhaltene Zinsen 332 123
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit - 11.085 2.837
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten - 7.684 - 2.500
- Gezahlte Zinsen - 1.604 - 2.590
- Gezahlte Gewinnausschüttungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 - 10.000
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit - 9.288 - 15.090
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 19.629 - 20.613
- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds - 161 - 55.705
-/+ Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds - 12 98
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 110.235 186.455
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 129.691 110.235

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2022

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Eigenkapital
Stand am 1. Januar 2021 26.000.000,00 100.500.000,00 18.709.884,61 145.209.884,61
Gezahlte Dividende/Gewinnanteile 0,00 0,00 - 10.000.000,00 - 10.000.000,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 - 10.000.000,00 - 10.000.000,00
Konzernjahresergebnis 2021 0,00 0,00 15.199.806,32 15.199.806,32
Stand am 31. Dezember 2021 26.000.000,00 100.500.000,00 23.909.690,93 150.409.690,93
Gezahlte Dividende/Gewinnanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 2022 0,00 0,00 11.405.253,32 11.405.253,32
Stand am 31. Dezember 2022 26.000.000,00 100.500.000,00 35.314.944,25 161.814.944,25
Eigenkapital nicht beherrschende Anteile Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzerneigenkapital
Stand am 1. Januar 2021 58.930.396,32 - 114.781,60 204.025.499,33
Gezahlte Dividende/Gewinnanteile 0,00 0,00 - 10.000.000,00
Sonstige Veränderungen - 55.704.744,53 98.084,19 - 55.606.660,34
- 55.704.744,53 98.084,19 - 65.606.660,34
Konzernjahresergebnis 2021 - 2.088.513,57 0,00 13.111.292,75
Stand am 31. Dezember 2021 1.137.138,22 - 16.697,41 151.530.131,74
Gezahlte Dividende/Gewinnanteile 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen - 160.962,80 - 13.491,20 - 174.454,00
- 160.962,80 - 13.491,20 - 174.454,00
Konzernjahresergebnis 2022 - 1.638.021,88 0,00 9.767.231,44
Stand am 31. Dezember 2022 - 661.846,46 - 30.188,61 161.122.909,18

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 01.01. bis 31.12.2022

A) Grundlagen des Konzerns

I. Geschäftsmodell

1. Unternehmensstruktur

Die Wurzeln des Klosterfrau Deutschland Konzerns (nachfolgend "Klosterfrau" oder "KD - Konzern" genannt) liegen im Jahre 1826. Den Kern des Konzerns stellen heute vier große Gesellschaften am Standort Deutschland dar. Hierbei handelt es sich um zwei Produktionsgesellschaften und zwei Vertriebsgesellschaften. Ausländische Vertriebsgesellschaften hat der KD - Konzern in Frankreich, Polen und Tschechien.

2. Produkte/Dienstleistungen

Klosterfrau betreibt im Wesentlichen folgende Geschäfte:

Produktion, Marketing und Vertrieb von größtenteils nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, Medizinprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln (Geschäftsbereich Consumer Healthcare ("CHC"), früher auch Over the Counter ("OTC") genannt). Schwerpunkt bei diesem Geschäftsbereich ist der Indikationsbereich "Erkältung".

Produktion, Marketing und Vertrieb von urologischen Präparaten (Geschäftsbereich "Medical").

Lohn- und Auftragsfertigung für externe Kunden (Geschäftsbereich "Contract Manufacturer").

3. Absatzmärkte

Die Kunden von Klosterfrau sind im inländischen CHC-Bereich in erster Linie Apotheken, Online-Apotheken, Pharmagroßhändler sowie große Handelsunternehmen ("Massmarket").

Geographisch sind die Kunden schwerpunktmäßig in Deutschland ansässig. Der Umsatz im Ausland wird überwiegend über sechs eigene Klosterfrau Niederlassungen in Europa, sowie lokale Vertriebspartner weltweit, die die Konzern-Artikel an den lokalen Märkten absetzen, erwirtschaftet. Neben den drei konzerneigenen Vertriebsgesellschaften im Ausland existieren noch drei weitere ausländische Vertriebsgesellschaften der Klosterfrau-Gruppe, die jedoch nicht im Teilkonzern der KD-Gruppe enthalten sind.

Die Urologiepräparate werden in Deutschland an Pharmagroßhändler und krankenhausversorgende Apotheken vertrieben. Außerhalb Deutschlands werden für das Urologiegeschäft lokale Vertriebspartner eingeschaltet.

Die Lohn- und Auftragsfertigung erfolgt für diverse Unternehmen der pharmazeutischen Industrie.

4. Externe Einflussfaktoren für das Geschäft

Folgende externe Faktoren haben wesentliche Auswirkungen auf das Konzernergebnis:

Auftreten von Erkältungs- oder Grippewellen wegen starker Fokussierung auf Erkältungsprodukte.

Hygienemaßnahmen bieten neben dem Schutz gegen Corona auch Schutz gegen klassische Erkältungskrankheiten. Dadurch wird das Immunsystem weniger gefordert, was beim Wegfall von Hygienemaßnahmen zu stärkeren Erkältungsausbrüchen führen kann.

Gesetzgebung mit Einfluss auf Arzneimittel, Medizinprodukte und Nahrungsergänzungsmittel (z.B. Gesundheitsreformen oder regulatorische Veränderungen).

Hohe Nachfragemacht der Massmarket-Kunden.

Verhalten der Endkunden: Verschiebt sich immer mehr vom Einkauf beim Händler vor Ort hin zur Onlinebestellung.

Konjunkturentwicklung, insbesondere in Deutschland.

Rohstoff- und Energiepreise, insbesondere in der Produktion.

Engpässe bei der Rohstoffbeschaffung erfordern höhere Bevorratungen.

II. Forschung und Entwicklung

Sämtliche Klosterfrau-Produkte unterliegen einer ständigen Überwachung und Optimierung. Die Produktentwicklung fokussiert sich auf ein nachhaltiges Life-Cycle Management der existierenden Marken und den Aufbau einer Innovationspipeline, die es uns ermöglicht, neue Marktsegmente zu erschließen.

Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Abteilungen, die sich mit Forschung und Entwicklung befassen, belief sich in 2022 auf rd. EUR 17,9 Mio. (Vorjahr: EUR 19,4 Mio.). Neben Forschung und Entwicklung betreffen diese Kosten auch die Produktabsicherung, Pharmasicherheit sowie Qualitätsmanagement. Außerdem werden durch diese Arbeitsbereiche die Vermarktungs- und Vertriebsaktivitäten medizinisch-wissenschaftlich unterstützt, der Außendienst geschult und Produktanfragen von Kunden beantwortet.

B) Wirtschaftsbericht

I. Rahmenbedingungen Deutschland

1. Gesamtwirtschaftlich

Im Jahr 2022 erhöhte sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus. Details ergeben sich aus der nachfolgenden Grafik:

Die Statistik zeigt die Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts (Veränderung gegenüber dem Vorjahr) in Deutschland in den Jahren von 2008 bis 2022 sowie die entsprechende Prognose für 2023 und 2024.

Für das Jahr 2023 wird ein Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 0,3 % gegenüber dem Vorjahr prognostiziert, für 2024 von 1,5 %.

Während der Corona-Pandemie bewegten sich die Umsätze von Klosterfrau mit Erkältungsmitteln auf niedrigem Niveau. Lockerungen von Hygienevorschriften mit ansteigenden Impfquoten haben die Erkältungssituation wieder geändert. Dies ist am Verlauf der Erkältungszahlen ("Cough & Cold") Stand Sommer 2023 gut erkennbar:

Acute respiratory illness activity has shown an increasing trend since week 25, 2023, and continued to grow in week 32

Die Erkältungswelle hatte im Herbst 2022 demnach die stärkste Ausprägung seit Jahren. Insbesondere zeigt diese Grafik aber auch, dass die Erkältungswelle in der ersten Jahreshälfte 2021 komplett ausgefallen war. Grund hierfür waren die erhöhten Hygienevorschriften wie z.B. eine verbreitete Maskenpflicht. Auch in der ersten Jahreshälfte 2023 ist die Erkältungsverbreitung zum größten Teil über allen Vorjahreswerten, insbesondere deutlich höher als während der Pandemie.

2. Klosterfrau - Branchen

Der CHC-Markt in Deutschland ist der wesentlichste Markt für Klosterfrau. Er hat sich in den letzten Jahren wie folgt entwickelt:

Die Gesamtumsätze in der Apotheke haben sich danach in dieser Sparte von 2020 nach 2022 von EUR 12.700 Mio. um EUR 1.774 Mio. (14 %) auf EUR 14.474 Mio. erhöht. Anzeichen für ein Zurückfallen des Bedarfs auf das niedrige Niveau während der Pandemie bestehen derzeit keine. Es ist eher mit einem Wachstum auf Vor-Corona-Niveau zu rechnen.

Auch im für Klosterfrau ebenfalls wichtigen Markt für Vitamine und Mineralstoffe ist mit weiterem Wachstum zu rechnen:

II. Geschäftsverlauf

Die Coronakrise brachte 2020 und 2021 bei den Erkältungsmitteln starke Umsatzeinbußen. Nach Wegfall der Hygienevorschriften stiegen die Umsätze mit Erkältungsmitteln 2022 erheblich an. Der Gesamtumsatz von Klosterfrau erhöhte sich von EUR 288 Mio. um EUR 76 Mio. (26,4 %) auf EUR 364 Mio. Der dadurch erfolgte starke Anstieg der Roherträge wirkte sich sehr positiv auf das Ergebnis aus, da die Fixkosten gleichzeitig verhältnismäßig gering gestiegen sind.

Das Betriebsergebnis des Vorjahres (EUR 41 Mio.) war erheblich durch den Verkaufserlös von Anlagevermögen an verbundene Unternehmen außerhalb des KD-Konzerns beeinflusst (EUR 49 Mio.). Bereinigt um diesen Sondereffekt hätte sich ein negatives Betriebsergebnis von EUR - 8 Mio. ergeben. Das operative Betriebsergebnis hat sich somit um EUR 27 Mio. auf EUR 19 Mio. erhöht.

Zu den einzelnen Geschäftsbereichen ist für das Jahr 2022 darüber hinaus Folgendes zu berichten:

CHC:

Wegfall umfangreicher Hygienevorschriften wie z.B. Maskenpflicht führt zu stärkerer Ausbreitung von klassischen Erkältungskrankheiten. Außerdem wurde das Immunsystem während starker Hygienemaßnahmen wenig gefordert, was eine höhere Empfindlichkeit gegen Erkältungskrankheiten befördern kann.

Sehr hohe Erkältungszahlen in 2022 mit einer extrem starken Erkältungswelle im Herbst 2022 führt zu stark angestiegener Nachfrage.

Dadurch hohe Auslastung in den Produktionslinien, insbesondere bei Erkältungsprodukten.

Signifikante Geschäftsverbesserungen in Polen. Erwerb zweier neuer Marken: Streboxar und Ballamin sowie Launch von neo-angin Benzydamin Spray.

Medical:

Umzug vom Media-Park zurück in die Gereonsmühlengasse in Köln.

Contract Manufacturer:

Einfluss der Corona-Epidemie war in diesem Geschäftsbereich auf der Umsatzseite sehr gering, da nahezu 95 % des Geschäftes nicht vom Erkältungsmarkt abhängig ist. Daher blieb das Geschäftsresultat in 2022 gegenüber dem Vorjahr stabil.

IT:

Einführung von SAP S/4 HANA in Frankreich zum 1.7.2022.

Go-Live des neuen CRM-Systems Salesforce in Deutschland im September 2022.

HR:

Digitalisierung weiterer HR-Prozesse im Personalmanagementsystem SAP Success Factors: Talententwicklung, Organigramme und HR-Dashboard.

Vorbereitung eines System- und Dienstleisterwechsels für die Lohnabrechnung aller deutschen Standorte mit Go-Live am 1.1.2023.

Nachhaltigkeit:

Barspenden im Rahmen der Firmenphilosophie "Wir helfen Ihnen - seit 1826" an gemeinnützige Institutionen in Deutschland in Höhe von insgesamt TEUR 151, insbesondere für Hilfen in der Ukraine (zuzüglich umfangreicher Spenden der Mitarbeitenden), lokale Projekte in Köln sowie für die Kölner Dombauhütte zur Restaurierung des Helenafensters, das zum 200-jährigen Klosterfrau-Jubiläum 2026 eingeweiht werden wird.

Spende von Arzneimitteln und Medizinprodukten durch Klosterfrau Polen im Wert von TEUR 921 kurz nach Beginn des Krieges in der Ukraine.

III. Lage des Konzerns

1. Ertragslage

2022 2021 Delta
TEUR TEUR TEUR
Betriebsleistung 370.366 351.885 18.481
Aufwendungen für die Betriebsleistung -350.867 -310.894 -39.973
Betriebsergebnis 19.499 40.991 -21.492
Finanzergebnis -3.247 -7.240 3.993
Ergebnis vor Steuern 16.252 33.751 -17.499
Steuern -6.485 -20.640 14.155
Konzernjahresergebnis vor dem Anteil anderer Gesellschafter 9.767 13.111 -3.344

Das Jahresergebnis 2021 war im Wesentlichen durch einmalige Sondereffekte aus Anlagenverkäufen (TEUR 49.379) geprägt. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um den Verkauf der Grundstücke am Headquarter in Köln an ein verbundenes Unternehmen außerhalb des Klosterfrau Deutschland Teilkonzerns sowie um den Verkauf des Warehouse in Köln-Ossendorf an einen externen Käufer.

Das Finanzergebnis ist im Wesentlichen (TEUR 1.900, Vorjahr TEUR 4.741) durch Zinsaufwand aus der Bewertung von Rückstellungen beeinflusst. Grund hierfür ist insbesondere die handelsrechtliche Bewertungsvorschrift für Pensionsrückstellungen, für deren Diskontierung der durchschnittliche Zinssatz der vergangenen zehn Jahre anzuwenden ist. Durch den Wegfall von Hochzinsjahren und das Hinzukommen von Niedrigzinsjahren in diesem Zehnjahreszeitraum entstand in den letzten Jahren immer ein hoher Zinsaufwand. Dadurch dass immer mehr Hochzinsjahre bei dieser Betrachtung weggefallen sind und aktuell die Zinsen wieder steigen, vermindert sich dieser Zinsaufwand derzeit und voraussichtlich auch in Zukunft.

Der Steueraufwand im Vorjahr war wesentlich beeinflusst durch die Bildung von passiven latenten Steuern auf aufgedeckte stille Reserven beim Ankauf von bis dahin nicht beherrschenden Anteilen.

2. Finanzlage

a. Kapitalstruktur

31.12.2022 31.12.2021 Delta
TEUR TEUR TEUR
Eigenkapital 161.123 151.530 9.593
Fremdkapital 222.906 208.457 14.449
384.029 359.987 24.042

Die Eigenkapitalquote ist unverändert bei 42,0 % geblieben. Grund hierfür ist, dass sich die Bilanzsumme prozentual genauso verändert hat, wie das Eigenkapital. Dividende wurde in 2022 keine ausgeschüttet.

b. Investitionen

Der Zugang an immateriellen Vermögensgegenständen betrug in 2022 TEUR 1.616. Bei dem größten Zugang (TEUR 1.153) handelt es sich um Implementierungskosten für das neue ERP System SAP S/4 HANA in Frankreich.

Der Zugang an Sachanlagen betrug in 2022 TEUR 11.114. Beim Großteil der Zugänge handelt es sich um Investitionen für die Modernisierung und Ausweitung der Produktionsstandorte in Berlin (TEUR 7.950) und Lüchow (TEUR 1.591) sowie um IT-Equipment in Köln (TEUR 996).

Sämtliche in 2022 erfolgten Investitionen sowie die am 31. Dezember 2022 bereits bestellten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens können vollständig aus den vorhandenen liquiden Mitteln finanziert werden.

Für 2023 werden insgesamt Investitionen in Höhe von rd. EUR 37 Mio. geplant. Schwerpunkt dieser geplanten Investitionen sind Produktionsmaschinen in Lüchow und Berlin sowie Produktrechte im Medical- und im CHC-Bereich.

c. Liquidität

2022 2021
TEUR TEUR
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 40.002 - 8.360
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit - 11.085 2.837
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit - 9.288 - 15.090
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 19.629 - 20.613
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds - 161 - 55.705
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds - 12 98
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 110.235 186.455
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 129.691 110.235

Es besteht eine ausreichende Liquidität um das laufende Geschäft sowie sämtliche anstehenden Investitionen zu finanzieren. Liquiditätsengpässe sind derzeit nicht absehbar.

3. Vermögenslage

31.12.2022 31.12.2021 Delta
TEUR TEUR TEUR
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 125.730 135.952 -10.222
Finanzanlagen 58 122 -64
Vorräte 59.079 56.449 2.630
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 59.168 43.771 15.397
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 705 934 -229
Sonstige Vermögensgegenstände 5.936 10.306 -4.370
Flüssige Mittel, Wertpapiere 129.691 110.235 19.456
Rechnungsabgrenzungsposten / latente Steuern 3.662 2.218 1.444
384.029 359.987 24.042

Im Wesentlichen wurde die Vermögenslage durch die Erhöhung der flüssigen Mittel und Wertpapiere um TEUR 19.456 beeinflusst. Der Anstieg der flüssigen Mittel und Wertpapiere ist auf den insgesamt positiven Saldo des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit (TEUR 40.002), des Cash-Flows aus Investitionstätigkeit (TEUR -11.085), des Cash-Flows aus Finanzierungstätigkeit (TEUR -9.288), der konsolidierungskreisbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds (TEUR -161) sowie den wechselkursbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds (TEUR -12) zurückzuführen. Daneben ist ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 15.397 zu verzeichnen.

Dagegen steht insbesondere der Rückgang der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR 10.222. Die Entwicklung der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände ermittelt sich dabei wie folgt:

31.12.2021 135.952
Zugänge 12.730
Abgänge -1.362
Abschreibungen -21.590
31.12.2022 125.730

Mit einer Eigenkapitalquote von 42,0 % (Vorjahr 42,0 %) sowie liquiden Mitteln von TEUR 129.691 ist der Konzern finanziell sehr gut für die Zukunft ausgestattet.

IV. Leistungsindikatoren

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Folgenden werden wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren aufgezeigt, welche den Erfolg des Konzerns im Geschäftsjahr 2022 darstellen:

2022 2021
Umschlagshäufigkeit der Vorräte (Umsatzerlöse / Vorratsbestände) 6,2 5,1
Umschlagshäufigkeit der Forderungen (Umsatzerlöse / Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) 6,2 6,6
Umsatzrentabilität in % ([Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsaufwand] x 100 / Umsatzerlöse) 5,3 14,2
Materialintensität in % (Materialaufwand x 100 / Betriebsleistung) 26,6 22,2
Personalintensität in % (Personalaufwand x 100 / Betriebsleistung) 26,7 27,2

Die Umsatzrentabilität wurde in 2021 insbesondere durch die hohen sonstigen betrieblichen Erträge und hier insbesondere durch die hohen Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen beeinflusst. Bereinigt um diese Sondereffekte, betrug die Umsatzrentabilität 2021 -3,0 %. Die entsprechend bereinigte Kennziffer für die Materialintensität betrug 25,9 % und für die Personalintensität 31,7 %.

Klosterfrau kann sämtliche Investitionen durch eigene Mittel sowie Darlehen von verbundenen Unternehmen außerhalb des KD-Konzerns finanzieren. Es bestehen keine Bankverbindlichkeiten.

2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Mitarbeitenden bei Klosterfrau sind die Grundlage für den Erfolg und die Stärke des Unternehmens. Die Gesundheit sowie das Wohlergehen der Mitarbeitenden ist ein primäres Ziel von Klosterfrau.

Um die fachliche und persönliche Kompetenz der Mitarbeitenden zu fördern, bietet Klosterfrau unterschiedliche Entwicklungsprogramme an.

Die erforderlichen Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen werden in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Es existieren diverse Arbeitsschutzmaßnahmen, insbesondere was den Bereich vorbeugender Schutzmaßnahmen in der Produktion angeht.

Neben den gesetzlichen Bestimmungen besitzt Klosterfrau zum Teil internationale Zertifizierungen gemäß externen Qualitätsmanagementstandards.

Die gleichbleibend hohe Qualität der Produkte wird durch verschiedene Qualitätsmanagementsysteme gesichert, die auch regelmäßig durch externe Audits zertifiziert werden, z.B.:

GMP-Zertifikat (Good Manufacturing Practice zur Herstellung von Arzneimitteln).

GDP-Zertifikat (Good Distribution Practice für den Vertrieb von Arzneimitteln).

Certificate Q5 gemäß DIN EN ISO 13485 (Herstellung und Vertrieb von Medizinprodukten).

Certificate Q11 gemäß MDR (Medical Device Regulation für Herstellung und Vertrieb von Medizinprodukten, neue Rechtsgrundlage in Europa).

Die Klosterfrau-Mitarbeitenden organisieren durch ein selbst ins Leben gerufenes Team "Rise" diverse gemeinschaftliche Aktivitäten zu Themen wie Nachhaltigkeit, Kultur, Soziales, Sport oder Firmenstandortgestaltung. Exemplarisch zu nennen sind z.B.

Organisation von Sachspenden für die Ukraine.

Gruppenaktionen zur Reinigung der Nachbarschaft oder des Rheinufers.

gemeinsame Sportevents.

gemeinschaftliches Geschenkesammeln und -verpacken für bedürftige Schüler oder einsame Senioren zur Weihnachtszeit.

C) Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

I. Prognosebericht

1. Prognose für 2023

• CHC:

Erwerb eines Produktportfolios vom Wettbewerber Murnauer Markenvertrieb GmbH, insbesondere Produkte der Marken "Murnauers Bachblüten" und "Dermasel".

Hohe ganzjährige Auslastung des Berliner Werkes bei Flüssigkeiten und medizinischen Bonbons; als Konsequenz deutlicher Personalaufbau im direkten Produktionsbereich.

Großprojekt "Neue Spritzenlinie" in Berlin.

Launch eines "Direct to Consumer" Geschäftes unter der Marke Dailynature.

Weitere Neuprodukteinführungen wie z.B. OYONO Intens und Elektro- lyte+.

Preiserhöhungen bei der Fertigwarenbeschaffung durch Inflation und Lieferengpässe.

• Medical:

Erwerb der Purenum GmbH mit dem neuen Artikel mediNiK, einem Hydrogel zum Entfernen von Nierensteinresten.

Neuausrichtung des Vertriebsteams und der Business-Development-Strategie.

Sehr hohe ganzjährige Auslastung des Berliner Werkes bei Spritzen; als Konsequenz deutlicher Personalaufbau im direkten Produktionsbereich.

• Contract Manufacturer

Deutliche Umsatzsteigerung zum Vorjahr durch Preissteigerungen sowie Mengenwachstum.

• IT:

Umzug des bisher selbst unterhaltenen Rechenzentrums zu einem externen Dienstleister.

Technischer SAP S/4 HANA Releasewechsel.

o Implementierung E-Invoice für öffentliche Kunden (z. B. Bundeswehrkrankenhäuser) in SAP S/4 HANA.

o Konzeption und Implementierung eines Security Operation Center [SOC] für die gesamte Firmengruppe.

• HR:

o System- und Dienstleisterwechsel für die Lohnabrechnung aller deutschen Standorte zum 1.1.2023.

Verhandlungen Haustarifvertrag Artesan.

o Einführung elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und Bereitstellung eines digitalen Schließfaches für den alternativen Empfang der Gehaltsabrechnung.

Vorbereitung einer unternehmensweiten systemgestützten Personalkostenplanung.

Einführung neues Raumplanungskonzept bei Maria Clementine Martin Klosterfrau Vertriebs GmbH.

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung bei allen deutschen Gesellschaften.

• Nachhaltigkeit

Kerngeschäft von Klosterfrau sind Naturheilmittel, es werden nur wenige chemische Wirkstoffe verwendet.

Beide Produktionsstätten haben ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001, das regelmäßig extern zertifiziert wird.

Der Umzug des Rechenzentrums spart künftig 260.000 kWh Strom pro Jahr ein; der verbleibende Strombedarf wird überdies zu 100 % aus regenerativen Quellen gewonnen.

Die Dächer der beiden Produktionswerke in Lüchow werden umfangreich mit Photovoltaikpanels eingedeckt. Es wurden bereits unbebaute

Nachbargrundstücke erworben, die künftig auch noch zur eigenen Energiegewinnung genutzt werden sollen.

o In Kooperation mit dem Logistikpartner in Berlin wird ab Juli 2023 ein neuer E-Truck verwendet:

Auch im Folgejahr wird das Ergebnis von Klosterfrau wieder durch Risiken und Chancen beeinflusst, die im nachfolgenden Risiko- und Chancenbericht dargelegt werden. Bei der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Planzahlen wurde von einer ausgewogenen Entwicklung bzw. Realisierung dieser Faktoren ausgegangen.

Für das Jahr 2023 ist aufgrund weiter anhaltendem hohen Erkältungsaufkommen mit einer Umsatzsteigerung zwischen 10 und 20 % zu rechnen. Für 2023 ist mit einem voraussichtlichen Konzerngewinn zwischen EUR 35 Mio. und EUR 45 Mio. zu rechnen.

Rückbetrachtung der Prognose für 2022

Für das Geschäftsjahr 2022 wurde mit einer Umsatzsteigerung zwischen 10 und 20 % gerechnet. Tatsächlich haben sich die Umsätze gegenüber 2021 um 26,4 % erhöht. Die Rückkehr der Erkältungskrankheiten hat sich stärker ausgewirkt als geplant.

Für 2022 wurde mit einem Konzerngewinn im mittleren einstelligen Millionenbereich gerechnet. Mit EUR 9,8 Mio. liegt auch das Jahresergebnis höher als geplant.

II. Risiko- und Chancenbericht

Im Risk Management Reporting der Klosterfrau-Gruppe werden die verschiedenen Geschäftsbereiche hinsichtlich der jeweils bestehenden Risiken untersucht und die Ergebnisse in einem jährlich zu aktualisierenden Risikobericht zusammengefasst.

Prinzipiell sind Unternehmen, so auch Klosterfrau, in ihrem Geschäftserfolg in der Regel auch von konjunkturellen und saisonalen Einflüssen abhängig, wobei das Ausmaß dieser Abhängigkeit je nach der Art der Geschäftstätigkeit stark differieren kann. Besonders konjunkturabhängig sind in der Pharmabranche die Produkte, bei denen der Konsument die Kosten nicht im Rahmen des Versicherungssystems erstattet bekommt. Klosterfrau tätigt den Großteil seiner Umsätze mit nicht erstattungsfähigen Produkten. Zusätzlich hat die Stärke der jährlichen Erkältungswelle einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg von Klosterfrau.

Die aufgrund des Ukraine-Kriegs ausgelöste Energiekrise sowie die stark ansteigende Inflation hat ab 2022 Auswirkungen auf das Geschäft von Klosterfrau. Aufgrund von staatlichen Energieförderungsmaßnahmen und teilweiser Weitergabe der Kostensteigerung an die Kunden, konnten die Auswirkungen im Jahr 2022 jedoch im Rahmen gehalten werden.

Auch die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT-Systeme sind grundlegende Voraussetzungen für die tägliche Arbeit. Durch den Einsatz moderner Hard- und Software wird die Funktionsfähigkeit dieser Systeme sichergestellt und durch ein umfassendes, ständig optimiertes IT-Sicherheitsmanagement geschützt. IT-Risiken werden durch eine kompetent besetzte eigene IT-Abteilung minimiert. Ferner stehen externe Systemhäuser mit entsprechenden Kenntnissen der eigenen IT-Abteilung zur Unterstützung zur Verfügung. Laufende Investitionen in die IT gewährleisten stets einen Stand auf aktuellem Niveau. Eine IT-Systemprüfung nach IDW PS 330 wurde durch die Wirtschaftsprüfer zum 31.12.2021 ohne wesentliche Beanstandungen durchgeführt. Der Umzug des Rechenzentrums zu einem professionellen Rechenzentrumsbetreiber hat die Sicherheit noch einmal erhöht.

Der reibungslose Wechsel vieler Arbeitsplätze in das Mobile Office Anfang 2020 sowie die erfolgreiche Einführung von SAP S/4 HANA zeigten exemplarisch, dass die IT - Aufstellung der Gruppe sehr gut ist.

Die Beschaffung von Rohstoffen unterliegt Risiken hinsichtlich Preis, Qualität und Liefertreue. Eine intensive Beobachtung der Beschaffungsmärkte, Zertifizierungen sowie Rahmenverträge reduzieren die Risiken, die bei einem Ausfall von Lieferanten entstehen würden.

Produktions- und Produkthaftungsrisiken werden mit Hilfe des etablierten Qualitätsmanagements und der Qualitätssicherungssysteme in den Produktions- und Vertriebsgesellschaften begrenzt. Zusätzlich reduzieren Versicherungen die finanziellen Folgen eventueller Schäden.

Klosterfrau verfügt über ein umfassend aufgestelltes Controlling, ein entsprechendes monatliches Reporting sowie über eine interne Revision. Die Umsatzentwicklungen werden darüber hinaus wöchentlich überwacht. Weiterhin werden regelmäßig Sitzungen der entsprechenden Gremien abgehalten. Risiken können insoweit kurzfristig identifiziert werden.

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der auskömmlichen Eigenkapitalausstattung sowie ausreichender Barreserven im Konzern nicht erkennbar.

Größtes Risiko und gleichzeitig aber auch die größte Chance des Konzerns ist die gesundheitliche Situation in Deutschland und Europa sowie deren Vorsorge und Behandlung. Die meisten Klosterfrau-Produkte sind Arzneimittel, Medizinprodukte und Nahrungsergänzungsmittel, die verstärkt in der Erkältungszeit nachgefragt werden. Die Ausprägung dieses Risikos hat Klosterfrau während der Corona-Pandemie erlebt, wo insbesondere aufgrund Kontaktbeschränkungen und intensiver Hygienemaßnahmen Erkältungskrankheiten deutlich rückläufig waren. Als Reaktion hierauf wurde der Fokus noch intensiver als in der Vergangenheit auf Artikel gelegt, die unabhängig vom Erkältungsmarkt nachgefragt werden. Nach der Corona-Pandemie hat sich die weiterhin starke Erkältungsabhängigkeit auch wieder mit ihren positiven Seiten gezeigt.

Eine weitere Chance für die Umsatzentwicklung liegt in der demografischen Entwicklung sowie im immer stärker werdenden Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung. Gleichzeitig liegt in der demografischen Entwicklung ein Risiko im Personalbeschaffungsbereich, da gut ausgebildete Fachkräfte immer schwerer zu finden sind. Klosterfrau bildet auch aus diesem Grund Fachkräfte selber aus.

Als wesentliche Instrumente der Corporate Governance hat Klosterfrau u.a. ein internes Kontrollsystem sowie einen konzernweit gültigen Code of Conduct.

Aufgrund der sehr guten Eigenkapitalquote und der ausreichenden Barmittel sowie dem finanziellen Rückhalt innerhalb der gesamten Klosterfrau-Gruppe ist die Fortführung des Geschäftsbetriebes langfristig gesichert.

D) Fazit der Geschäftsleitung

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Klosterfrau durch die gute Vermögens- und Ertragslage weiterhin gut für die Zukunft aufgestellt ist. Das Jahr 2022 war, aufgrund der starken Erkältungswelle nach dem Wegfall der verschärften Hygienemaßnahmen während der Corona Pandemie, sehr erfolgreich. Auch der bisherige Verlauf in 2023 ist bisher sehr positiv und der angestoßene Transformationsprozess zeigt gute Fortschritte.

 

Köln, 13. Dezember 2023

Dr. Stefan Koch

Michael Reiss

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Klosterfrau Deutschland GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Klosterfrau Deutschland GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Klosterfrau Deutschland GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des Konzerns abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 14. Dezember 2022

Flick Gocke Schaumburg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Dr. Ternes, Wirtschaftsprüfer

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