ESSILOR GmbH
Benzstraße 6, 38112 Braunschweig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Niccolò Bencivenni seit 16.5.2022 | Geschäftsführer |
Alexander Mohr seit 24.2.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
ESSILOR INTERNATIONAL S.A.S. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ESSILOR GmbHBraunschweigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Essilor International SAS (Charenton-le-pont/Frankreich) und diese ist eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft der EssilorLuxottica SA (Charenton-le-pont/Frankreich) und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die EssilorLuxottica SA ist gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen. Kerngeschäft der Gesellschaft ist die Produktion, Veredelung und Verarbeitung von Brillengläsern. Die Geschäftstätigkeit ist ausgerichtet auf Brillenfassungen, Sonnenbrillen, Brillengläser und augenoptische Geräte nebst Zubehör. Des weiteren bietet die Gesellschaft Beratungsdienstleistungen an Augenoptiker und die Durchführung aller damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte an. 2 WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUN GEN Nach einer Phase der Stagnation im früheren Jahresverlauf 2023 verringerte sich die Wirtschaftsleistung im Euroraum im dritten Quartal 2023 geringfügig. Ursächlich hierfür waren die zunehmenden Auswirkungen der Flaute im Welthandel und die starke Transmission der Geldpolitik. Industrieproduktion und private Konsumausgaben blieben schwach, während die Inflation im Dezember 2023 auf 2,9 % stieg. 1 Die Wirtschaft hat im vierten Quartal 2024 stagniert, nachdem sie im dritten Quartal noch stärker als erwartet gewachsen war. Die nachlassende Wachstumsdynamik spiegelt die verhaltene Investitionstätigkeit der Unternehmen wider, die angesichts der schwachen Nachfrage und anhaltender Unsicherheiten vorsichtig agieren. Die jährliche Inflationsrate sank im September 2024 auf 1,7 % und damit auf den niedrigsten Stand seit April 2021, bevor sie im Dezember auf 2,4 % anstieg. Dieser Anstieg entsprach den Erwartungen und war vor allem auf einen Basiseffekt im Zusammenhang mit den Energiepreisen zurückzuführen. 2 In Deutschland sank das reale BIP im Jahr 2023 den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % (kalenderbereinigt ebenfalls - 0,1 %). Die schwache Auslandsnachfrage und die hohen Energiekosten lasteten auf der Industrie und den Exporten. Zugleich drückten die gestiegenen Finanzierungskosten auf die Investitionen. Die privaten Haushalte hielten sich zudem mit ihren Konsumausgaben zurück, und der Staatskonsum sank kräftig, da pandemiebezogene Ausgaben entfielen. 3
1 Quelle: Wirtschaftsbericht der EZB (Ausgabe
1/2024)
Im vierten Quartal 2024 steckt die deutsche Wirtschaft weiter in der Schwächephase. Die ungünstige wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich allmählich auf die Produktion in Industrie, den privaten Konsum und den Arbeitsmarkt aus. 4 Obwohl die Kauf- und Konsumzurückhaltung in vielen Branchen stark zu spüren ist, konnte die deutsche augenoptische Industrie im Jahr 2023 ein Umsatz-Plus von 1,1 Prozent verbuchen und das Umsatzniveau von 2019 übertreffen. Im Jahr 2024 setzte sich das Wachstum trotz der Herausforderungen durch anhaltende Inflationseffekte mit einem weiteren Plus von 1 Prozent fort. Getrieben durch den demografischen Wandel und das zunehmende Bewusstsein für Augengesundheit bietet die Branche signifikante Wachstumschancen. 5 2.2 GESCHÄFTSVERLAUF Das operative Geschäft der Gesellschaft wird im Wesentlichen anhand der Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gesteuert. Die Gesellschaft steuert sich grundsätzlich nach IFRS-Zahlen. In Bezug auf Umsatzerlöse sind hierbei Abweichungen zum Handelsrecht im Wesentlichen in der Abgrenzung zu sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. In Bezug auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bestehen wesentliche Abweichungen vor allem in der unterschiedlichen Bewertung von Pensionsrückstellungen:
Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 17.168 auf TEUR 115.710 und traf damit die Prognose für 2023. Die Umsatzerhöhung ist im Wesentlichen auf die deutlichen Zuwächse im Geschäft mit verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entspricht dem Ergebnis vor Steuern (entspricht dem Ergebnis nach Steuern ohne die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bereinigt um Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen beträgt TEUR -5.584 (Vorjahr: TEUR -8.876). Das bereinigte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich erwartungsgemäß gegenüber dem Vorjahr verbessert, was im Wesentlichen an Verringerungen der operativen Kosten liegt. 2.3 DARSTELLUNG DER LAGE 2.3.1 VERMÖGENSLAGE Insgesamt hat sich das Vermögen im Vorjahresvergleich um TEUR -8.392 auf TEUR 126.609 verringert.
4 Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht
Dezember 2024 (76. Jahrgang, Nr.12)
Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 1.673 auf TEUR 22.720 durch Investitionen in Sachanlagen erhöht, während das Umlaufvermögen stark gesunken ist (TEUR 10.172). Die Verringerung des Umlaufvermögens ist im Wesentlichen auf Verringerungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 2.000 auf TEUR 6.631 verringert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 7.816 gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen einerseits aus der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 11.391 sowie der Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Nika Optics GmbH um TEUR 2.071 und andererseits aus der Verringerung des Cash- Pool Guthabens gegenüber der Gesellschafterin um TEUR 21.278. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital auf TEUR 14.660 erhöht, was auf den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.329 zurückzuführen ist. Der Verlustvortrag aus den Vorjahren beträgt TEUR 116.054 (Vorjahr: TEUR 110.899). Die Pensionsrückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.677 auf TEUR 84.067 gestiegen, was insbesondere auf erneut hohen Zuführungen aus der Aufzinsung zurückzuführen ist. Die Steuerrückstellungen haben sich um TEUR 1.244, bedingt durch den Jahresüberschuss, auf TEUR 2.184 erhöht. Die sonstigen Rückstellungen haben sich dabei um TEUR 1.800 auf TEUR 13.675 erhöht und resultieren im Wesentlichen aus Boni für Kunden (TEUR 6.918; Vorjahr: TEUR 7.124) sowie personalbezogenen Rückstellungen (TEUR 2.555; Vorjahr: TEUR 1.516), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von verbundenen Unternehmen (TEUR 2.086; Vorjahr: TEUR 0) und Rückstellungen für Restrukturierungskosten (TEUR 1.002; Vorjahr: TEUR 1.518). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um TEUR 15.357 auf TEUR 6.995 verringert und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Eine im Vorjahr enthaltene Verbindlichkeit zur Verlustübernahme aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der 4CARE GmbH besteht in diesem Jahr nicht (Vorjahr: TEUR 9.230). 2.3.2 FINANZLAGE Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf Grund des gestiegenen Eigenkapitals auf 11,58 Prozent nach 9,87 Prozent im Vorjahr. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der ESSILOR GmbH beläuft sich auf TEUR 5.588 (Vorjahr: TEUR 2.585). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist durch die Anzahlungen für die Investitionen im Anlagevermögen negativ und beträgt TEUR -2.621 (Vorjahr: TEUR -1.766). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist durch Einzahlungen und Auszahlungen aus Gewinnabführungsverträgen negativ und beträgt TEUR -2.966 (Vorjahr: TEUR -822). Die zahlungswirksame Veränderung beläuft sich somit auf TEUR 0 und die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2023 betragen TEUR 734 (Vorjahr: TEUR 734). Die im Jahr 2023 durchgeführten Investitionen (ohne Finanzanlagen) beliefen sich auf TEUR 2.652 (Vorjahr: TEUR 1.771) und umfassten sowohl Anlagen in der Produktion als auch die Erweiterung der ERP-Software im Verwaltungsbereich. Die Liquidität der Gesellschaft ist über das konzernweite Cash-Pooling gesichert. Zum Bilanzstichtag bestehen Cash-Pool-Forderungen in Höhe von TEUR 49.098 (Vorjahr: TEUR 70.375). 2.3.3 ERTRAGSLAGE Das originäre Geschäft der ESSILOR GmbH hat sich im Jahr 2023 gegenüber 2022 erwartungsgemäß verbessert. Der Gesamtumsatz der ESSILOR GmbH lag 2023 mit EUR 115,7 Mio. und einem Plus von 17 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Umsatz im Geschäftsbereich Gläser erhöhte sich um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz im Geschäftsbereich augenoptische Instrumente erhöhte sich um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EUR 2,8 Mio.) hat sich im Vergleich zum Vorjahr (EUR -4,8 Mio.) deutlich verbessert, was im Wesentlichen von verringerten operativen Kosten und Erträgen aus Zinsen und Gewinnabführungsverträgen beeinflusst ist. Der Materialaufwand beträgt EUR 75,0 Mio. und hat sich um EUR 16,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf Veränderungen im Kundenmix, zusammen mit gestiegenen Energiepreisen und Transportkosten zurückzuführen. Die Personalkosten verringerten sich im Wesentlichen auf Grund von Veränderungen der Pensionsrückstellung um EUR 2,3 Mio. im Jahr 2023 auf EUR 23,4 Mio. (Vorjahr: EUR 25,7 Mio.). Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die ESSILOR GmbH 305 Mitarbeiter (Vorjahr: 311) auf Vollzeitbasis. Im Geschäftsjahr haben sich außerdem zum einen Erträge aus der Gewinnabführungsverpflichtung der Nika Optics GmbH aufgrund des in 2021 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags in Höhe von TEUR 8.336 (Vorjahr: TEUR 5.741) ergeben. Zum anderen haben sich aus dem ebenfalls in 2021 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit der 4CARE GmbH keine Aufwendungen (Vorjahr: TEUR 1.661) aufgrund der bestehenden Verlustübernahmeverpflichtung ergeben. Das Zinsergebnis enthält Abzinsungen aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1,4 Mio. (im Vorjahr EUR 1,4 Mio.). Der Steueraufwand in Höhe von TEUR 1.416 hat sich deutlich erhöht (Vorjahr: TEUR 119), was im Wesentlichen auf die Entwicklung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist. 2.3.4 NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Die Gesellschaft ist seit 2024 nach ISO 13485:2016 zertifiziert, welches ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem mit Bezug auf Überwachung und Messung von Prozessen und Überwachung und Messung von Produkten beinhaltet. Als nicht-finanziellen Leistungsindikator verfolgt die Geschäftsführung der ESSILOR GmbH daher insbesondere Qualitätskennzahlen (wesentliche Kennzahlen hier Reklamationsquoten, Ausschuss und Gutstück-Ausbeute). 2.3.5 FAZIT ZUM GESCHÄFTSVERLAUF Das gewöhnliche Geschäft im Jahr 2023 war von großen Unsicherheiten und Unwägbarkeiten durch eine Konsumflaute und die anhaltenden Konflikte in der Ukraine und Nahost geprägt. Dennoch konnte der Umsatz insbesondere durch zusätzliches Geschäft mit verbundenen Unternehmen deutlich gesteigert werden. Das bereinigte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit war zwar deutlich negativ, konnte aber im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert werden. Daher wird die Geschäftsentwicklung als zufriedenstellend bewertet. Nicht zuletzt dank ihrer guten Marktposition und der innovativen und breiten Produktpalette sowie Entlastungen durch Restrukturierungsmaßnahmen ist die ESSILOR GmbH auch in Zukunft in der Lage, in ausreichendem Maße Cashflow zu generieren. 3 PROGNOSEBERICHT Im Jahr 2024 ist aufgrund von deutlichen Zuwächsen im Geschäft mit verbundenen Unternehmen mit einem deutlichen Anstieg des Umsatzes zu rechnen. Auch 2025 wird der handelsrechtliche Umsatz voraussichtlich deutlich steigen. Aufgrund von Kostenoptimierungen, steigenden Umsätzen und bestehenden Transfer Price Agreements erwarten wir ein moderat positives Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Jahr 2024 im unteren einstelligen Millionen-Euro- Bereich. Es besteht die Möglichkeit, dass das Ergebnis durch eine Verlustübernahme von der Tochtergesellschaft 4CARE GmbH belastet wird, deren Höhe zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen sind. Im Jahr 2025 wird es ein moderat positives Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwartet. Mögliche Auswirkungen internationaler Konflikte - insbesondere Ukraine-Krieg und Nahost-Konflikt - sowie der zunehmenden protektionistischen Tendenzen auf die globalen Wirtschafts- und Finanzmärkte werden von der Gesellschaft laufend überwacht. Aktuell gibt es keine Erkenntnisse über konkretisierte Auswirkungen auf die Absatz- und Beschaffungsmärkte der Gesellschaft. Allgemeine Preisanstiege sowie Sonderkosten des Bestandes können zum überwiegenden Teil an die Kunden weitergegeben werden. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind im Anhang erläutert. Weitere wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der ESSILOR GmbH ergeben sich daraus nicht. Dennoch sei angemerkt, dass aufgrund der weiterhin bestehenden großen Unsicherheiten der Vorhersagekorridor sehr breit ist. Zur Sicherung der Ertragslage werden die Kundenaufträge sowohl in der eigenen Produktionsstätte in Braunschweig produziert als auch an Gesellschaften des Konzerns kostengünstig ausgelagert. Vertriebsschwerpunkt im Jahr 2024 und in den Folgejahren ist weiterhin die Betreuung von Bestandskunden und die Gewinnung von Neukunden bei traditionellen Augenoptikern. Weiterhin soll das Geschäft mit verbundenen Unternehmen deutlich ausgebaut werden. Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren verfolgt die ESSILOR GmbH insbesondere Reklamationsquoten, Ausschuss und Gutstück-Ausbeute. Es ist Teil des Qualitätsmanagements, diese Kennzahlen zu überwachen und Maßnahmen zur Optimierung festzulegen. Ziel ist es, die Qualitätskennzahlen im laufenden und in den folgenden Jahren kontinuierlich leicht zu verbessern. 4 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Die ESSILOR GmbH hat ein Risikomanagementsystem installiert, das die laufende Erfassung und Verfolgung aktueller und zukünftiger Risiken sicherstellt. Unter Risiken versteht die Geschäftsführung der ESSILOR GmbH ungünstige zukünftige Entwicklungen, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Chancen sind günstige zukünftige Entwicklungen, die sich vorteilhaft auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Die Konzernrevision der ESSILOR-Gruppe prüft risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems. Chancen und Risiken ergeben sich insbesondere aus den vertraglichen und finanziellen Beziehungen mit der ESSILOR International SAS, der mit ihr verbundenen Unternehmen und der daraus resultierenden Abhängigkeit. 4.1 CHANCENBERICHT 4.1.1 Marktchancen Auf Grund des demografischen Wandels mit einer zunehmenden Alterung der Bevölkerung wird die augenoptische Branche voraussichtlich weiterhin wachsen. Auch der Anteil der jungen Brillenträger in Deutschland nimmt tendenziell zu. Vor diesem Hintergrund sieht die ESSILOR GmbH bei den traditionellen Augenoptikern und den regionalen Ketten weiterhin steigende Umsatzpotentiale. Auch im Bereich Großkundengeschäft konnten Kunden mit starkem Wachstumspotential in den letzten Jahren gewonnen werden, die das Umsatzpotential der ESSILOR GmbH stärken. Zum Umsatzwachstum beitragen soll zudem die Aufnahme neuer Produkte, insbesondere Lösungen im Bereich Myopie, ins Produktportfolio. Weiterhin wird eine Verbesserung des Produktmixes erwartet. 4.1.2 Leistungswirtschaftliche Chancen Mittelfristig ergeben sich Synergien aus dem Zusammenschluss der Muttergesellschaft ESSILOR International SAS mit Luxottica zum Stichtag 1. Oktober 2019, insbesondere in Form von Kosteneinsparungen. Einige Maßnahmen sind bereits gestartet, beispielsweise Synergieeffekte durch die Bündelung von Funktionen innerhalb des Konzerns sowie die Hebung von Einkaufsvorteilen. Auf der Grundlage eines internationalen Produktionsnetzwerk profitiert die ESSILOR GmbH auch von der betrieblichen Reaktivität, um die Dienstleistungen und Anforderungen ihrer Kunden sich mit den Schwierigkeiten der Konkurrenz auseinandersetzen (Verzögerungen, Montagen, Fassungen, spezifische Glasbereiche) zu erfüllen. 4.1.3 Chancen aus Informationstechnologie Die Optimierung der IT-Infrastruktur wird als Chance zur Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung wahrgenommen und kontinuierlich fortgesetzt. 4.2 RISIKOBERICHT 4.2.1 Marktrisiken Die weiterhin steigenden Energiepreise werden ebenso genau beobachtet wie damit einhergehend steigenden Transportkosten sowie weitere Kostensteigerungen. In ihrer Gesamtheit werden diese jedoch als beherrschbar eingeschätzt. Als größtes Risiko sieht die Geschäftsführung den sich verstärkenden Preisdruck im Markt. Um dagegen zu steuern, werden wir unseren Service erhöhen und somit ein besseres Preis- Leistungsverhältnis für unsere Kunden sichern. Des Weiteren ist der Markt geprägt von anhaltender Konsolidierung - was zu Verschiebungen von Marktanteilen führen kann. 4.2.2 Leistungswirtschaftliche Risiken Die Lieferketten im Jahr 2023 wurden durch Verlängerung bestehender Verträge zu gleichen bzw. ähnlichen Konditionen gesichert. Die Lieferketten werden kontinuierlich überwacht. Es besteht weiterhin ein allgemeines Preissteigerungsrisiko. Da der überwiegende Anteil der Lieferanten aus dem Konzernverbund kommt, wird dieses Risiko als planbar eingeschätzt. Gegebenenfalls werden notwendige wirtschaftliche Maßnahmen ergriffen, um negativen Entwicklungen entgegenzuwirken. 4.2.3 Finanzwirtschaftliche und sonstige Risiken Währungs- und Finanzrisiken ist die ESSILOR GmbH nur geringfügig ausgesetzt. Das Management der Währungsrisiken erfolgt zentral durch die Muttergesellschaft, bei der die Währungsrisiken aggregiert und durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften abgesichert werden. Das allgemein steigende Insolvenzrisiko kann auch Kunden der ESSILOR GmbH betreffen. Möglichen Risiken durch Forderungsausfälle wird durch ein engmaschiges Forderungsmanagement entgegengewirkt; sie werden daher als überschaubar eingeschätzt. 4.2.4 Risiken aus Informationstechnologie Manipulationen oder unkontrollierter Verlust von Daten durch Cyberangriffe kann ein hohes Risiko darstellen. Durch die kontinuierliche Verbesserung unserer gruppenübergreifenden Systeme zentral geführt innerhalb der Essilor Gruppe werden wesentliche Risiken antizipiert. Auf lokaler Ebene erfolgt ein weiteres Monitoring des Datenflusses. 4.2.5 Zusammenfassende Risikoeinschätzung Als zusammenfassende Risikoeinschätzung sehen wir die makroökonomischen Einflüsse (Ukraine, Nahost, Inflation) und die damit einhergehenden möglichen Auswirkungen auf die Ertragslage ebenso wie die Risiken eines Cyberangriffs im mittleren Risikobereich. Alle anderen benannten Risiken sind der Höhe nach nicht zu vernachlässigen, aber die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering eingeschätzt. Aus der Analyse der derzeit erkennbaren Einzelrisiken sind auch vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen keine Anhaltspunkte ersichtlich, die den Fortbestand der ESSILOR GmbH gefährden könnten.
Braunschweig, den 31. März 2025 Alexander Mohr, Geschäftsführer Alex Versteeg, Geschäftsführer Niccolò Bencivenni, Geschäftsführer BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023(Vorjahr zum Vergleich)
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231 ALLGEMEINES Die ESSILOR GmbH mit Sitz in Braunschweig ist am Amtsgericht Braunschweig unter der Registernummer HRB 147 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem bisher angewendeten Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Gesellschaft erfüllt die Kriterien einer großen Kapitalgesellschaft i. S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Abschluss ist in Euro aufgestellt. 2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften und sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Das entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Anlagevermögen sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer verrechnet. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Nutzungsdauern im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände liegen zwischen 3 bis 5 Jahren und bei den Sachanlagen zwischen 4 bis 8 Jahren. Die Nutzungsdauern für Gebäude betragen zwischen 10 und 50 Jahren und bei Büro- und Geschäftsausstattung zwischen 5 und 19 Jahren. Die vormals nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB vor Einführung des BilMoG gebildeten Sonderposten für Sonderabschreibungen nach dem Zonenrandförderungsgesetz werden entsprechend den Übergangsvorschriften im Jahresabschluss fortgeführt. Der Sonderposten beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 592 (Vorjahr: TEUR 651). Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Entfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Verzinsliche Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche sind auf den Barwert abgezinst. Wertberichtigungen werden im Fall einer Uneinbringlichkeit gebildet. Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Einstands- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Frachtkosten werden mit einem durchschnittlichen Pauschalsatz als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Für Bestandsrisiken werden angemessene Bewertungsabschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen, angesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Offenen und latenten Ausfallrisiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet. Da die Saldierungsvoraussetzungen nicht vorliegen, werden diese Rückdeckungsversicherungsansprüche mit den Pensionsrückstellungen nicht saldiert. Das Deckungsvermögen für Pensionszusagen lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 2.662 (Vorjahr: TEUR 2.657) und wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte mittels des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschaftsbzw. Rentenentwicklung sowie eventuellen Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,74 Prozent) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher für 2023 1,82 Prozent beträgt. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen von TEUR 1.096 (Vorjahr: TEUR 4.978) ist nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 Prozent und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 Prozent zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 4,5 Prozent p.a. unterstellt. Die nach diesen Vorschriften ermittelte Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 81.357. Der zum 31. Dezember 2010 ermittelte Unterschiedsbetrag zwischen der Rückstellung nach altem und neuem Recht in Höhe von TEUR 9.137 wird bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel angesammelt. Im Geschäftsjahr 2023 betrug die Zuführung TEUR 616. Die zum 31. Dezember 2023 verbleibende Unterdeckung beläuft sich auf TEUR 616. Abweichend von den vorgenannten Bewertungsmethoden werden kongruent rückgedeckte Versorgungszusagen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zum beizulegenden Zeitwert (Aktivwert) der Rückdeckungsversicherungsansprüche bewertet, da sie nach IDW RS HFA 30 Tz. 74 wie wertpapiergebundene Zusagen zu behandeln sind. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf bestehende körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i. V. m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. 3 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 3.1 ANLAGEVERMÖGEN Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel. Die in den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 Prozent der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:
* Das Ergebnis wird auf Grund eines
Ergebnisabführungsvertrags an die Gesellschaft
abgeführt.
3.2 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen mit TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 84) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin Essilor International SAS von TEUR 54.115 (Vorjahr: TEUR 71.274) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 49.098 (Vorjahr: TEUR 70.375) aus dem Finanzverkehr, mit TEUR 22.485 (Vorjahr: TEUR 11.094) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 14.076 (Vorjahr: TEUR 12.005) aus Forderungen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Nika Optics GmbH. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten das Deckungsvermögen für Pensionszusagen in Höhe von TEUR 2.662 (Vorjahr: TEUR 2.657). Von den sonstigen Vermögensgegenständen weisen TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 334) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus. 3.3 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf:
3.4 VERBINDLICHKEITEN Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstige Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, vor Ablauf eines Jahres fällig. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Essilor International SAS von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.609) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 6.995 (Vorjahr: TEUR 11.955) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 9.230) aus Verbindlichkeiten aufgrund der Verlustübernahmeverpflichtung aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der 4CARE GmbH und sind insgesamt vor Ablauf eines Jahres fällig. Neben den üblichen Eigentumsvorbehalten wurden für die Verbindlichkeiten keine Sicherheiten gestellt. 4 ERLÄUTERUNGEN ZUR GUV 4.1 UMSATZERLÖSE Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsätze werden in folgenden Regionen erzielt:
4.2 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 1.666 (Vorjahr: TEUR 2.318) Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten an verbundenen Unternehmen, TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 59) Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil sowie TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 51) Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten. Weiterhin sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 986) periodenfremde Erträge enthalten. Hiervon entfallen TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 870) auf die Auflösung von Rückstellungen sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 116) auf sonstige periodenfremde Erträge aus der Korrektur der historischen Anschaffungskosten im Anlagenvermögen. 4.3 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 84) aus der Währungsumrechnung enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 123) enthalten. 4.4 SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beruhen im Wesentlichen auf Zinserträgen aus einer Cash-Pooling-Vereinbarung mit dem Mutterkonzern (TEUR 1.999, Vorjahr: TEUR 185). 4.5 STEUERN Auflösungen des Sonderpostens mit Rücklageanteil, der aus den Sonderabschreibungen gemäß § 3 des Zonenrandförderungsgesetzes gebildet wurde, haben den Gewinn vor Steuern um TEUR 59 erhöht und sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die zukünftigen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens unterliegen der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer. Dies führt voraussichtlich in den Folgejahren auf der Grundlage der im Jahr 2023 geltenden Steuersätze zu einem höheren Steueraufwand aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von ca. TEUR 184. In gleicher Höhe werden sich Liquiditätsauswirkungen ergeben. Die latenten Steuern werden ab 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die aktiven Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs.1 S. 2 HGB nicht aktiviert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Körperschaftsteuersatzes, des Solidaritätszuschlags und des Gewerbesteuersatzes von insgesamt 31,1 Prozent. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag (TEUR 1.416; Vorjahr: TEUR 119) sind Erträge aus Steuern für Vorjahre in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr: Aufwand TEUR 21) enthalten. 5 SONSTIGE ANGABEN 5.1 HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 bestanden Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 63) aus einem Rahmen-Verpfändungsvertrag für Kundendarlehen mit einem Kreditinstitut. Die Besicherung erfolgt über ein Deposit-Konto. Aufgrund der Erkenntnisse aus Vorjahren und der Bonität der Haftungsnehmer besteht ein geringes Risiko der Inanspruchnahme. 5.2 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
5.3 GESAMTHONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers konnte verzichtet werden, da diese Angaben im Konzernanhang der EssilorLuxottica S.A. enthalten sind. 5.4 BEIRAT Gemäß Änderung des Gesellschaftsvertrages vom 24. April 2018 kann der Gesellschafter beschließen, dass die Gesellschaft einen Beirat aus 3 oder 5 Mitgliedern erhält. Zurzeit sind keine Mitglieder des Beirats bestellt. 5.5 MITGLIEDER DER GESCHÄFTSFÜHRUNG Geschäftsführer der Gesellschaft sind
Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird entsprechend § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 5.6 MITARBEITERZAHL Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:
5.7 MUTTERUNTERNEHMEN UND KONZERNABSCHLUSS Alleinige Gesellschafterin der ESSILOR GmbH zum 31. Dezember 2023 ist die ESSILOR International SAS, Charenton-le-pont/Frankreich. Die Essilor GmbH, Braunschweig, wird in den nach den IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Konzernabschluss der EssilorLuxottica S.A., deren Sitz sich in 147 Rue de Paris, F - 94227 Charenton-le-pont Cedex, Frankreich, befindet, einbezogen. EssilorLuxottica S.A. ist eingetragen im Handelsregister Créteil unter der Nummer 712 049 618. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss dieser Gesellschaft wird bei Greffe du Tribunal de Commerce, Créteil, Frankreich (RCS 712 049 618) hinterlegt. Der Konzernabschluss der EssilorLuxottica SA in englischer Sprache ist im Unternehmensregister offengelegt. Aufgrund der Erstellung und Prüfung eines Konzernabschlusses nach internationalen Rechnungslegungsstandards durch das oberste Mutterunternehmen EssilorLuxottica S.A. unter Einbeziehung aller Tochterunternehmen der ESSILOR GmbH stellt die Gesellschaft gemäß § 291 HGB keinen Konzernabschluss auf. 5.8 NACHTRAGSBERICHT Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben, liegen bis auf den nachfolgenden Punkt nicht vor. Mit dem Geschäftsanteilskauf- und abtretungsvertrag vom 24. Juli 2024 wurde die verbundene Gesellschaft Signet Armolite Germany Holding GmbH zu einem Kaufpreis in Höhe von umgerechnet EUR 34 Mio. erworben. Mit Verschmelzungsvertrag vom 23. August 2024 wurde die Signet Armolite Germany Holding GmbH dann auf ihre Tochtergesellschaft Infield Safety GmbH verschmolzen. Der Jahresabschluss 2024 der Tochtergesellschaft 4CARE GmbH wurde nicht unter der Annahme der Fortführung der Unternehmensaktivitäten aufgestellt, da wesentliche Vermögenswerte sowie Geschäftstätigkeiten innerhalb der Gruppe veräußert und verlagert wurden. Die Finanzanteile an 4CARE sind vollständig abgeschrieben. 5.9 ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAGDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
Braunschweig, den 31. März 2025 Alexander Mohr, Geschäftsführer Alex Versteeg, Geschäftsführer Niccolò Bencivenni, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ESSILOR GmbH, Braunschweig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ESSILOR GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Januar 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ESSILOR GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 31. März 2025 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Helge Schäfer, Wirtschaftsprüfer Burak Sarigül, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss 2023 wurde am 22.04.2025 festgestellt. |
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