Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 70742
Vorher
Getzner Werkstoffe G.m.b.H.
Eingetragen
5.12.2001
Branche
Großhandel mit TextilienGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und StrickmaschinenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Großhandel, insbesondere Import und Export mit Textilien, Erzeugnissen aus Kunststoffen und technischen Produkten sowie Betrieb eines technischen Beratungsbüros; Handel mit Werkstoffen jeder Art sowie deren Montage und Verlegung; Vermietung und Verpachtung von Immobilien und Mobilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Stern
seit 7.2.2025
Prokura
Mark Wartenberg
seit 15.12.2023
Prokura
Thorsten Schröter
seit 13.1.2016
Prokura
Jürgen Rainalter
seit 24.1.2012
Geschäftsführer
Sascha Albert Kohler
seit 16.2.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Getzner Werkstoffe Holding GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Getzner Werkstoffe Holding GmbH
Austria
100.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Getzner Werkstoffe GmbH

Oberhaching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

Getzner Werkstoffe GmbH

Oberhaching

Inhaltsverzeichnis

A. Grundlagen des Unternehmens

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

2. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Ertragslage

2.2 Finanzlage

2.3 Vermögenslage

C. Finanzielle Leistungsindikatoren

D. Prognosebericht

E. Chancenbericht

F. Risikobericht

G. Forschung und Entwicklung

H. Bestehende Zweigniederlassungen

A. Grundlagen des Unternehmens

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Getzner Werkstoffe GmbH hat ihren Sitz in Oberhaching, Landkreis München. Die rechtliche Unternehmensstruktur des Unternehmens hat sich im Geschäftsjahr 2020 nicht verändert. Die Geschäftstätigkeit der Getzner Werkstoffe GmbH umfasst den Handel von Polyurethanprodukten.

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Gemäß der eurostat Pressemitteilung Euroindikatoren 178/2020 vom 8. Dezember 2020 ist im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2020 im Euroraum um 4,3 % und in der EU um 4,2 % gesunken, eine teilweise Erholung nach - 14,7 % bzw. -13,9 % im Vorquartal. Im Jahr 2019 betrug die Steigerung gegenüber dem entsprechenden dritten Quartal des Vorjahres 2018 im Euroraum 1,2 % und in der EU 1,4 % (eurostat Pressemitteilung Euroindikatoren 184/2019 vom 5. Dezember 2019).

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im November 2020 bei -0,3 % (eurostat Pressemitteilung Euroindikatoren 174/2020 vom 01. Dezember 2020). Ein Jahr zuvor hatte sie im Euroraum 1,3 % betragen (eurostat Pressemitteilung Euroindikatoren 2/2020 vom 7. Januar 2020). Hier zeichnet sich eine deutliche Verminderung ab.

Die deutsche Wirtschaft zeigte im Jahr 2020 nach den vorläufigen laufenden Erhebungen (eurostat 178/2020 vom 8. Dezember 2020) mit einer Verminderung des Bruttoinlandsproduktes von -4,0 % im dritten Quartal im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal (2019: 0,5 % - eurostat 184/2019 vom 5. Dezember 2019) einen größeren Rückgang. Die Auswirkungen der Coronakrise zeigen sich auch an der Arbeitslosenquote von 8,4 % im Oktober des Jahres 2020 (3,1 % im Oktober des Jahres 2019), die sich deutlich negativer entwickelte wie die Arbeitslosenquoten anderer Länder des Euroraumes (Euroraum Oktober 2020: 7,6 % - Quelle: eurostat Pressemitteilung Euroindikatoren 175/2020 vom 2. Dezember 2020)

Entwicklung der Branche

Die konjunkturelle Entwicklung der Branche ist trotz der Covid-19-Pandemie als verhalten positiv einzustufen. Selbst 2020 liegen die Baugenehmigungen über dem Vorjahr und auch die zu Grunde liegenden veranschlagten Kosten liegen um 3,3% höher als im Vorjahr. (Statistisches Bundesamt, WISTA, Tabelle Bautätigkeit, Baugenehmigungen, 2020). Zusätzlich liegt der baugewerblich erwirtschaftete Umsatz in 2020 um 6,6% (VJ: +8,2%) über dem Jahr 2019, was aufzeigt, dass die Baubranche trotz Pandemie nie wirklich stillgestanden ist. Die dichtere Besiedlung und damit Nähe zu großen Straßen und Bahnstrecken erfordert mehr Erschütterungsschutz in der Baudynamik (Statista 2020 Anteil der in Städten lebenden Bevölkerung in Deutschland und weltweit von 1950 bis 2010 und Prognose bis 2030).

Durch die regionale Versorgung mit Rohmaterialen haben internationale Handelskonflikte wenig Einfluss auf die Rohstoffversorgung und somit das zugrundeliegende Geschäft. Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Zulieferketten wirken sich in starken temporären Preisschwankungen, sowie Lieferverzögerungen auf der Beschaffungsseite aus. Die Risiken im Zusammenhang mit der Rohstoffversorgung werden über unser produzierendes Schwesterunternehmen gemanaged, welches durch vorausschauende Rohstoffbeschaffung und Lagermanagement die Versorgung an die Getzner Werkstoffe GmbH sicherstellt.

Die Rohstofferzeugung und -versorgung erfolgt größtenteils durch Lieferanten in Deutschland und Belgien an unser produzierendes Schwesterunternehmen.

Geschäftsverlauf der Getzner Werkstoffe GmbH

In Anbetracht der sich auch auf die Vertriebsmärkte der Getzner Werkstoffe GmbH auswirkenden weltweiten Covid-19-Krise, darf der Geschäftsverlauf in 2020 als zufriedenstellend bezeichnet werden. Der Bereich Bahn blieb dabei am meisten hinter den Ursprungsplänen zurück. Träger des Rohergebnisses war neben den langjährigen Geschäftsbeziehungen, vor allem die Lieferfähigkeit und hohe Qualität unserer vertriebenen Produkte.

Als Vertreiber von Polyurethanen zur Vibrationsisolation konnte sich die Getzner Werkstoffe GmbH in einem Marktumfeld mit den höchsten Anforderungen an Qualität und Engineering kompetenz bei gleichzeitig konkurrenzfähigen Preisen behaupten. Das Rohergebnis (Betriebsleistung abzgl. Materialaufwand) verminderte sich bei einem unverändert hohen Qualitätsstandard allerdings um 15,1 % (2019: +23,5 %).

Ständiges Hinterfragen unserer Handlungen und Prozesse sichern einen hohen Qualitätsstandard im Vertrieb. Enge Zusammenarbeit mit und Kontrolle unseres Schwesterunternehmens und Hauptlieferanten sichern die Qualitätsansprüche.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden im Konzern durch die Getzner Werkstoffe, Bürs in Österreich, umgesetzt. Diese stellen ein wesentliches Standbein unserer wettbewerbsfähigen und innovativen Produkte dar.

2. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Ertragslage

Die Entwicklung des Rohergebnisses war negativ, das operative absolute Ergebnis des Berichtsjahres jedoch positiv.

Die Betriebsleistung sank von TEUR 37.770 um 20,8 % auf TEUR 29.928. Das Rohergebnis fiel von TEUR 7.770 auf TEUR 6.598. Auch bedingt durch die Covid-19-Pandemie ergab sich eine schwächere Auftragslage, trotzdem konnte das prognostizierte Rohergebnis durch eine geänderte Auftragsstruktur und damit einhergehend geänderte Verkaufs- und Einkaufspreise geringfügig übertroffen werden. Hier hat sich eine Gewichtung der Umsätze auf den Bereich Bau und Industrie positiv ausgewirkt. Aufgrund bestehender langfristiger Liefervereinbarungen mit unserem Schwesterunternehmen war die termingerechte Belieferung unserer Kunden im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt.

Die Rendite des Rohergebnisses beträgt im Berichtsjahr 36,6 % (2019: 42,0 %), die wir mit dem EBIT/Betriebsergebnis (2020: TEUR 2.415; 2019: TEUR 3.263) im Verhältnis zu dem Rohergebnis berechnen.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Personalaufwendungen um 3,1 % gesunken. Auch, dass diese Kosten unter dem Jahresbudget gelegen haben, hat sich positiv auf das Jahresergebnis ausgewirkt. Die Wertschöpfung pro Beschäftigtem berechnet aus dem Verhältnis von Betriebsergebnis vor Personalaufwand zum durchschnittlichen Personalstand verminderte sich von TEUR 219 um 10,0 % auf TEUR 197.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR -82 auf TEUR -52 verbessert.

Gegenüber dem Vorjahr verminderte sich das Jahresergebnis vor Ertragsteuern von TEUR 3.181 auf TEUR 2.362.

Wir haben ein positives Jahresergebnis von TEUR 1.741 (Vorjahr: TEUR 2.355) erzielt.

Die Ertragslage im Berichtsjahr kann unter den gegebenen Umständen als zufriedenstellend beschrieben werden. Die Entwicklung in den ersten vier Monaten 2021 zeigt eine leicht ansteigende Tendenz, was auch in den Folgemonaten weiterhin erwartet wird.

2.2 Finanzlage

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr als sehr gut zu bezeichnen. Das Finanzmanagement orientiert sich an dem praktizierten Instrument des laufend aktualisierten Finanzstatus. Wir gehen davon aus, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Wir rechnen damit, die derzeitige Verschuldung in Höhe von 39,2 % der Bilanzsumme (Verhältnis der Summe aller Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Bilanzsumme) mittelfristig weiter abbauen zu können. Ziel unserer Kreditpolitik war, durch die Aufnahme einer langfristigen Finanzierung die langfristige Investition in das Bürogebäude fristenkongruent sicherzustellen. Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten planmäßig auf TEUR 3.000 (2019: TEUR 3.300) reduziert werden. Die liquiden Mittel verringerten sich von TEUR 5.195 auf TEUR 1.708. Neben den Tilgungen war hier vor allem eine vorgenommene Ausschüttung von TEUR 3.500 der Grund.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Getzner Werkstoffe GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 14.429. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2019 (TEUR 16.930) um 14,8 % reduziert.

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 65,9 % gekennzeichnet.

Das Sachanlagevermögen reduzierte sich um TEUR 195. Im Wesentlichen wurde im Berichtsjahr in ein Bürogebäude sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.

Das Umlaufvermögen und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten reduzierten sich um TEUR 2.308, insbesondere aufgrund des Rückgangs der liquiden Mittel.

Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 60,7 % (2019: 62,2 %). Die Verminderung ist auf die oben genannte vorgenommene Ausschüttung zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich der Jahresüberschuss und die verminderte Bilanzsumme aus.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich auf TEUR 0.

Die Vermögenslage im Berichtsjahr kann trotz des weltweit spürbaren Einflusses der Covid-19-Pandemie als stabil bezeichnet werden. Auch die Verbindlichkeiten konnten weiter abgebaut werden.

C. Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das Rohergebnis fiel von TEUR 7.770 auf TEUR 6.598. Die Rendite des Rohergebnisses beträgt im Berichtsjahr 36,6% (2019: 42,0%), die wir mit dem EBIT (2020: TEUR 2.415; 2019: TEUR 3.263) im Verhältnis zu dem Rohergebnis berechnen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur internen Steuerung der Gesellschaft herangezogen.

D. Prognosebericht

Die noch immer andauernden Entwicklungen im Zusammenhang mit der weltweiten Covid-19-Pandemie sind schwer abzuschätzen. Für uns sind die Weiterführung der Bahn-Infrastruktur-Programme und die Aktivitäten am Bau entscheidend. Mit welchem Wirtschaftswachstum aktuell gerechnet werden darf, sind sich die Experten uneinig. Endgültig sind die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus für das Gesamtjahr 2021 auf Basis der aktuell vorliegenden Prognosen noch nicht absehbar. Entscheidend wird sein, wie lange die durch das Virus verursachten Lieferprobleme und Handelsschwierigkeiten - insbesondere im Industrie-, im Handels- und Dienstleistungssektor letztendlich andauern. Durch bewusstes Kostenmanagement und bestehende Kundenbeziehungen wird auf für das Gesamtjahr 2021 von einem um 20%-25 % verbesserten Jahresergebnis ausgegangen. Es wird aktuell von einer leicht besseren Rendite des Rohergebnisses sowie von einem absoluten Rohergebnis von ca. 15%-20% über dem des Jahres 2020 ausgegangen. In den Monaten Januar und Februar 2021 wurden Umsätze analog dem Vorjahr erzielt. Bestellungseingänge von den Monaten Januar und Februar bestätigen diesen verhalten positiven Ausblick.

Investitionen in Infrastruktur und hochwertige Bauprojekte hängen langfristig von den rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Kurzfristige Einflussfaktoren auf die Wirtschaft sind von untergeordneter Bedeutung.

Als Handelsunternehmen wird das Ergebnis stark durch unseren Absatz beeinflusst. Es wird aber ein Betriebsergebnis von ca. 20%-25 % über dem Niveau des aktuellen Geschäftsjahres erwartet.

E. Chancenbericht

Die im Teil "Risikobericht" beschriebenen Risiken bieten dem Unternehmen auch Chancen. So beinhalten Produktrisiken für uns auch gleichzeitig die Chance, bei gleichbleibender hoher Qualität und mit dem Sicherstellen der Lieferfähigkeit hohe Wachstumsraten zu erreichen.

Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in der Nachfrage nach unseren Produkten bei erhöhten privaten und staatlichen Investitionen in den Infrastrukturbereich. Die hohe Produktqualität sicherte uns in der Vergangenheit eine stetig steigende Nachfrage nach unseren Produkten. Hier bieten Innovationen des Produktes als auch Innovationen im Vertriebsprozess Chancen diesen Trend aufrechtzuerhalten.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

F. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden.

In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die Gesellschaft ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können.

Zur Erfassung und Steuerung von Risiken existieren Instrumente, die permanent weiterentwickelt werden. Das bestehende Risikomanagementsystem ist eng in die Konzernstrukturen der Getzner Werkstoffe Gruppe eingebunden. Das soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken.

Wesentlich für unser Risikomanagementsystem sind ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem. Hierbei verfügt unser Unternehmen über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Die Elemente des Risikomanagementsystems sind die Risikosteuerung, das Risikocontrolling und das Risikoreporting. Weiterhin gehören zu einem internen Überwachungssystem die Anwendung einheitlicher Richtlinien, der Einsatz zuverlässiger Software, die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals, die Durchführung von Abweichungsanalysen, entsprechende Arbeitsanweisungen und Maßnahmen zur Funktionstrennung.

Die Frühwarnsysteme wurden zu einem Risikomanagement zusammengefasst. Dadurch ist sichergestellt, dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Risiken unserer Tätigkeit werden hiermit frühzeitig erkannt.

Preisänderungs-, Ausfallrisiken

Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Die Lieferfähigkeit wird durch enge Zusammenarbeit mit und laufender Kontrolle unseres Schwesterunternehmens sichergestellt. Umfangreiche Investitionen unseres Lieferanten stellen auch zukünftig die Lieferfähigkeit sicher. Kurzfristige Engpässe können jedoch nie ausgeschlossen werden.

Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch Redundanzen reduziert.

Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die Gesellschaft wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen.

Abgabenerhöhungen und Preissteigerungen können zu einer Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken.

Produktrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, qualitativ hochwertige und innovative Produkte vertreiben zu können. Weitere Produktrisiken bestehen in der Verschlechterung der Qualität des Materials.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch ausführliche Investitionsrechnungen bewertet. Grundsätzlich bestehen Finanzrisiken in Form von nicht zeitgerechtem Tilgen der Kreditverbindlichkeiten, sowie einer steigenden Inanspruchnahme der Zahlungsziele. Beides wird durch vorausschauende Planungen und Überwachungen als gering eingeschätzt.

Personalrisiken

Die Getzner Werkstoffe GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Es besteht ein großer Bedarf an qualifiziertem Personal, was unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen erfordert. Es besteht ein Risiko, nicht genügend externes Fachpersonal zu gewinnen. Dem wird entgegengesteuert durch die Aus- und Weiterbildung eigener Mitarbeiter sowie ungelernter Neukräfte.

Umweltrisiken

Die Entwicklung des Unternehmens könnte durch den Einfluss externer Umweltfaktoren gefährdet werden. Grundsätzlich wären hier regionale klimatische Veränderungen und allgemeine klimatische Bedingungen zu beachten, die Einfluss auf den Preis, die Qualität und die Menge der nachgefragten Produkte haben.

Bestandsgefährdende Risiken

Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht zu sehen.

Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar.

Covid-19 reduziert zwar aktuell die Möglichkeit der Neukundenakquisition, es gibt aber keine Erkenntnisse, dass größere Umsatzeinbußen in 2021 im Vergleich zu 2020 zu erwarten sind.

G. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt keinerlei Produktentwicklungen.

H. Bestehende Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält aktuell keine Zweigniederlassungen.

 

Oberhaching, 24. Juni 2021

Getzner Werkstoffe GmbH

Sascha A. Kohler, Geschäftsführer

Jürgen Rainalter, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. Anlagevermögen 9.515.756,20 9.708.792,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 696,00
II. Sachanlagen 9.302.940,79 9.497.621,50
1. Grundstücke und Gebäude 8.856.216,50 8.813.867,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 431.451,00 468.754,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.273,29 215.000,00
III. Finanzanlagen 212.119,41 211.170,91
B. Umlaufvermögen 4.896.134,86 7.208.808,80
I. Vorräte 44.193,60 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.143.536,31 2.014.438,09
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.165.472,46 1.716.978,2900
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 222.155,27 17.322,72
2. Sonstige Vermögensgegenstände 755.908,58 280,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.708.404,95 5.194.370,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.860,90 12.442,38
Aktiva 14.428.751,96 16.930.043,59

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. Eigenkapital 8.765.034,46 10.523.982,76
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen 270.693,90 270.693,90
III. Gewinnvortrag 6.653.288,86 7.798.119,78
IV. Jahresüberschuss 1.741.051,70 2.355.169,08
B. Rückstellungen 1.636.271,63 1.808.775,71
C. Verbindlichkeiten 3.578.556,27 4.134.181,72
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.000.000,00 3.300.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.265,66 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47.205,96 469.885,69
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 43.255,61
5. Sonstige Verbindlichkeiten 524.084,65 321.040,42
davon aus Steuern 346.848,20 9.095,87
davon im Rahmen sozialer Sicherheit 13.273,68 8.460,96
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.405,60 5.545,40
E. Latente Steuern 443.484,00 457.558,00
Passiva 14.428.751,96 16.930.043,59

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020 1.1.2019 - 31.12.2019
EUR EUR
1. Rohergebnis 6.598.359,60 7.770.521,19
2. Personalaufwand 2.904.688,99 2.998.128,72
a) Löhne und Gehälter 2.452.367,25 2.542.047,58
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 452.321,74 456.081,14
davon für Altersversorgung 54.311,83
3. Abschreibungen 272.521,21 227.881,11
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 272.521,21 227.881,11
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.005.760,49 1.280.783,20
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 52.238,58 81.909,28
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 621.334,15 826.649,80
7. Ergebnis nach Steuern 1.741.816,18 2.355.169,08
8. sonstige Steuern 764,48
9. Jahresüberschuss 1.741.051,70 2.355.169,08

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2020

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Die Getzner Werkstoffe GmbH mit Sitz in Oberhaching ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer 70742 registriert. Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden.

Nach den laut § 267 HGB definierten Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände beträgt zwischen 3 und 33 Jahren.

Finanzanlagen (nicht verpfändete Versicherungen) sind zum Aktivwert ausgewiesen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr gemäß den steuerlichen Vorschriften in voller Höhe abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten angesetzt. Ausfallrisiken und Wertabschläge werden durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungen sind zur periodengerechten Gewinnermittlung gebildet worden.

Der Eigenkapitalausweis entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften

Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden gemäß § 253 Abs. 1 HGB zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern wurden für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Angaben zu Forderungen gegen Gesellschafter

Der Betrag der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf TEUR 222 (2019: TEUR 17). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen in gleicher Höhe auch Forderungen gegen Gesellschafter dar.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 100 (2019: TEUR 100). Die freien Rücklagen betragen TEUR 271 (2019: TEUR 271).

Der Gewinnvortrag beträgt TEUR 4.298 (2019: TEUR 7.798).

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern betrugen im Jahr 2020 TEUR 443 und 2019 TEUR 458. Der Auflösungsbetrag betrug 2020 TEUR 14 (2019: TEUR 6)

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus:

31.12.2020 EUR 31.12.2019 TEUR
Mitarbeiterprämien 300.236,00 403
Sonstige Personalrückstellungen 319.410,00 338
JA-Erstellung und Prüfung 20.500,00 16
andere sonstige Rückstellungen 6.000,00 35
Gesamt 646.146,00 792

Betrag der Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten und der Sicherungsrechte

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit größer fünf Jahre Restlaufzeit größer ein Jahr bis fünf Jahre Restlaufzeit bis ein Jahr Gesamt
EUR EUR EUR EUR
gegenüber Kreditinstituten 1.000.000,00 1.600.000,00 400.000,00 3.000.000,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 7.265,66 7.265,66
aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 47.205,96 47.205,96
gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 524.084,65 524.084,65
1.000.000,00 1.600.000,00 978.556,27 3.578.556,27

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden in Höhe von EUR 3.800.000,00 gesichert.

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Vorjahresbilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit größer fünf Jahre Restlaufzeit größer ein Jahr bis fünf Jahre Restlaufzeit bis ein Jahr Gesamt
EUR EUR EUR EUR
gegenüber Kreditinstituten 1.300.000,00 1.600.00,00 400.000,00 3.300.000,00
aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 469.885,69 469.885,69
gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 43.255,61 43.255,61
sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 321.040,42 321.040,42
1.300.000,00 1.600.000,00 1.234.181,72 4.134.181,72

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf TEUR 0 (2019: TEUR 43). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen in gleicher Höhe auch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern dar.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung lagen im Berichtsjahr nicht vor.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern betreffen im Wesentlichen die laufenden Ertragsteuern des Jahres 2020. Zudem sind Erträge aus der Auflösung der passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 14 (2019: TEUR 6) enthalten.

Erläuterung der periodenfremden Erträge

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind keine periodenfremden Erträge enthalten.

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0
Angestellte 26
leitende Angestellte 0
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer einschließlich eines Geschäftsführers in Vollzeitäquivalenten beträgt 27
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter einschließlich eines Geschäftsführers 22
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 5

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Albert Sascha Kohler, Einzelvertretungsberechtigt
Geschäftsführer: Ing. Jürgen Rainalter, Einzelvertretungsberechtigt

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Die Getzner Werkstoffe GmbH wurde in den Konzernabschluss der Getzner Mutter & Cie. Beteiligungsgesellschaft mbH, mit Sitz in Bludenz, Österreich, einbezogen.

Der offengelegte Konzernabschluss ist beim Handelsregister Feldkirch, Österreich, erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Aus dem Ergebnis soll ein Betrag von EUR 1.000.000,00 an die Gesellschafterin, Getzner Werkstoffe Holding GmbH, ausgeschüttet werden.

Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bestanden nicht.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Oberhaching, 24.06.2021

Getzner Werkstoffe GmbH

gez.:

Sascha A. Kohler

Jürgen Rainalter

Anlagespiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Vortrag 1.1.2020 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 1.620,00 864,00 0,00 0,00 2.484,00
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 8.885.248,06 825,98 215.000,00 0,00 9.101.074,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 777.638,11 61.573,23 0,00 0,00 839.211,34
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 215.000,00 15.273,29 -215.000,00 0,00 15.273,29
9.877.886,17 77.672,50 0,00 - 9.955.558,67
II. Finanzanlagen
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 211.170,91 948,50 0,00 0,00 212.119,41
10.090.677,08 79.485,00 0,00 0,00 10.170.162,08
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Vortrag 1.1.2020 Abschreibungen des Abgänge Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 1.620,00 168,00 0,00 1.788,00 696,00 0,00
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 71.380,56 173.476,98 0,00 244.857,54 8.856.216,50 8.813.867,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 308.884,11 98.876,23 0,00 407.760,34 431.451,00 468.754,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 15.273,29 215.000,00
380.264,67 272.353,21 0,00 652.617,88 9.302.940,79 9.497.621,50
II. Finanzanlagen
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00 0,00 0,00 212.119,41 211.170,91
381.884,67 272.521,21 0,00 654.405,88 9.515.756,20 9.708.792,41

sonstige Berichtsbestandteile

 

Oberhaching, 24.06.2021

gez.: Sascha A. Kohler

gez.: Jürgen Rainalter

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.06.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Getzner Werkstoffe GmbH, Oberhaching

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Getzner Werkstoffe GmbH, Oberhaching, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Getzner Werkstoffe GmbH, Oberhaching, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 24. Juni 2021

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thomas Reitmayr, Wirtschaftsprüfer

Maximilian Domberg, Wirtschaftsprüfer

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