Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 104452
Vorher
RW Advisor GmbH
Eingetragen
11.2.2016
Branche
FondsmanagementManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Verwaltung und Betreuung von fremdem Vermögen (Finanzportfolioverwaltung), die Vermittlung von Finanzanlageprodukten und -instrumenten (Anlage- und Abschlussvermittlung) sowie die Beratung zu Finanzanlagen (Anlageberatung).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Alt
seit 10.5.2016
Geschäftsführer
Christoph Runte
seit 11.2.2016
Geschäftsführer
Jost Weil
seit 11.2.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
33.33%
33.33%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Christoph Runte
Frankfurt am Main
66.668 €
33.33%
Markus Alt
Frankfurt am Main
66.666 €
33.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Runte. Weil & Alt GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Nach dem schwierigen Jahr 2022 mit deutlichen Kursabschlägen für Aktien und Renten konnte sich der Aktienmarkt im Jahr 2023 deutlich erholen und viele Indizes erreichten sogar historische Höchststände. Unternehmens- und Staatsanleihen konnten sich besonders in der zweiten Jahreshälfte positiv entwickeln, als klarer wurde, dass die Inflationsraten ihre Höchststände erreicht hatten und den Notenbankern der Druck für weitere Zinserhöhungen genommen wurde. Aufgrund der deutlichen Zinserhöhungen wegen hoher Inflationsraten wurde mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Rezession in den USA und Europa erwartet. Diese blieb in den USA aus. Die US-Wirtschaft wuchs laut Schätzung um 2,5%. In der Eurozone war das Wachstum mit 0,5% deutlich schwächer. Deutschland war mit einem Rückgang von -0,3% das Schlusslicht Europas. Trotz der hartnäckigen Kerninflationsraten sowie der Gefahr einer zu restriktiven Geldpolitik, entwickelten sich die weltweiten Aktienindizes mit zweistelligen Steigerungen. Der US-Leitindex S&P 500 verzeichnete auf Eurobasis einen Zuwachs von 22,2%. Gleiches galt auch für die europäischen Aktienmärkte. Auch der EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 22,3 % ab. Getrieben wurde der starke Anstieg des S&P 500 durch nur wenige Aktien, welche die großen Profiteure im Bereich der "Künstlichen Intelligenz" in Zukunft sein könnten. Auch in Europa gehörten Technologieaktien zu den größten Gewinnern. Die internationalen Krisenherde und Konflikte spielten quasi keine Rolle. Auch verfrühte Hoffnungen auf Zinssenkungen der Zentralbanken, die sich aufgrund hoch bleibender Inflationsraten immer weiter in die Zukunft verschoben, konnten die Aktienmärkte nur kurzfristig im Spätsommer und Herbst belasten.

Die Kundenportfolios verzeichneten schöne Wertzuwächse im Jahr 2023, die im Rahmen der Entwicklung der Kapitalmärkte lag und gerade im 3. und 4. Quartal auch höhere Provisionserträge für die Gesellschaft brachten. So lag der Ertrag im 3. Quartal schon 7,4% besser als im 2. Quartal und konnte im 4. Quartal nochmals um weitere 5,7% gesteigert werden.

Die Gesellschaft ist nun im achten Jahr operativ tätig, unverändert in Frankfurt am Main; Zweigniederlassungen werden keine unterhalten. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat im März 2016 der Runte. Weil & Alt GmbH die Erlaubnis erteilt, folgende Finanzdienstleistungen zu erbringen: die Anlagenvermittlung, die Anlageberatung, die Abschlussvermittlung sowie die Finanzportfolioverwaltung. Der Schwerpunkt des Dienstleistungsangebotes liegt bei der Finanzportfolioverwaltung. Die Gesellschaft wird von ihren Kunden nur prozentual anhand des verwalteten bzw. betreuten Vermögens vergütet. Die Annahme von monetären Zuwendungen von Dritten (z.B. Bestandsprovisionen für Finanzprodukte) wurden schon seit Gründung der Gesellschaft ausgeschlossen.

Im Jahr 2023 konnten weitere 14 Mandate für 10 Neukunden und Bestandskunden in der Vermögensverwaltung gewonnen werden. Es wurde ein Mandat von einem Kunden gekündigt. Ein Vermögensverwaltungsmandat wurde aufgrund des hohen Alters der Kunden aufgelöst und drei weitere wegen Kapitalbedarfs geschlossen. Ein Familienverbund bestehend aus 5 natürlichen Personen mit 9 Mandaten hat seine Interessen in zwei neuen Mandaten zusammengefasst. Es wurden also rechnerisch zwei Kunden netto hinzugewonnen und die Anzahl der betreuten Mandate reduzierte sich von 74 auf 73 Mandate. Die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen verursachte weiterhin hohe Verwaltungsaufwendungen sowie Personalkosten. Diese Kosten lagen aber im Rahmen der geplanten Kosten.

2. Lage des Unternehmens

a) Ertragslage

Die Ertragslage ausgedrückt durch das Provisionsergebnis lag mit TEUR 1.493 fast auf dem Niveau des Vorjahres. Sie lag damit etwa TEUR 90 höher als die Geschäftsleitung noch im Frühjahr 2023 erwartete. Bei gleichbleibenden Kapitalmärkten hätte sich auf Basis der Bestandskunden ein Gesamtertrag von etwa TEUR 1.400 ergeben. Die Ergebnisverbesserung ergab sich aus Kurssteigerungen sowie der Neukundengewinnung. Die Investitionen und Kosten bewegten sich im Rahmen des Geschäftsplanes. Die anderen Verwaltungsaufwendungen lagen bei TEUR 257. Sie sanken um TEUR 17 (6,5% im Vergleich zum Vorjahr). Die Personalkosten insgesamt ohne Tantieme betrugen TEUR 750 und lagen aufgrund der Zahlung von Inflationsprämien sowie der Einstellung von zwei Minijob Mitarbeitern etwa 3% höher als im Vorjahr. Der im Jahr 2023 ausgewiesene Jahresüberschuss von TEUR 183 ist aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung sehr zufriedenstellend. Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn von€ 787.706,95 einen Teilbetrag in Höhe von € 160.000,00 an die Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von€ 627.706,95 auf neue Rechnung vorzutragen.

b) Vermögenslage

Die Eigenkapitalausstattung ist für die nächsten beiden Geschäftsjahre komfortabel. Die bilanzielle Eigenkapitalquote liegt bei 76,1%. Fremdkapital hat die Gesellschaft nicht aufgenommen und finanziert sich ausschließlich aus eigenen Mitteln. Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 51, darin sind enthalten Verbindlichkeiten für Steuern TEUR 33, für Lieferungen und Leistungen TEUR 12 und sonstige TEUR 6. Für den Jahresabschluss mit Prüfung 2023 und die Aufbewahrungspflichten wurden ausreichende Rückstellungen von TEUR 21 vorgenommen. Außerdem wurden sonstige Rückstellungen von TEUR 230 (u.a. Beiträge EdW sowie Tantieme Geschäftsleiter) gebildet, die nicht vor Ende des ersten Halbjahres 2024 fällig sind. Seit dem 1.1.2021 halten die drei Gesellschafter gleiche prozentuale Geschäftsanteile. Sie sind gleichzeitig als Geschäftsleiter und Geschäftsführer bestellt.

c) Finanzlage

Das liquide Vermögen lag zum Ende des Jahres bei TEUR 857 und hat sich im Januar 2024 nach dem Lastschrifteinzug der Forderungen an Kunden um weitere TEUR 392 erhöht. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

d) Aktuelle wirtschaftliche Lage des Unternehmens

Die Gesellschaft ist ins Jahr 2024 sehr gut gestartet. Nach einem guten 4. Quartal mit Provisionserlösen von TEUR 351, konnten diese im 1. Quartal 2024 nochmals um 5,1% auf TEUR 369 gesteigert werden. Hier half insbesondere der positive Start der Aktienmärkte im 1.Quartal 2024.

3. Risikobericht

a) Internes Kontrollsystem und Risikomanagement

Die MaRisk bezieht sich auf Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation sowie Prozesse zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der Risiken der Runte. Weil & Alt GmbH. Aufgrund ihrer Größe und des zukünftigen Geschäftsumfangs macht die Gesellschaft von den Öffnungsklauseln der MaRisk Gebrauch, wie dies vor dem Hintergrund der Institutsgröße sowie von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten zur Einhaltung der gesetzlichen Pflichten geboten erscheint.

Die Runte. Weil & Alt GmbH hat ein internes Überwachungs- und Kontrollsystem implementiert, welches die Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit sowie den Fortbestand des Unternehmens sichert. Detailgenaue Planung, ein strukturiertes, zeitnahes Berichtswesen sowie Frühwarnsysteme ermöglichen den Entscheidungsträgern, Risiken zu erkennen und nach deren Analyse angemessen zu reagieren. Aufgrund unserer Bestandsaufnahme der Risiken, der Einschätzung von deren Eintrittswahrscheinlichkeit und der Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen sind die Geschäftsleiter der Ansicht, dass Risiken, die den Fortbestand der Runte. Weil & Alt GmbH gefährden, nicht bestehen.

Die Runte. Weil & Alt GmbH verfügt bei einem Totalausfall der Büroräumlichkeiten über ein Notfallkonzept. Hier können die Geschäftsführer und Mitarbeiter von zu Hause aus uneingeschränkt die laufenden Arbeiten erledigen. Dort besteht jeweils auch ein Zugriff auf die Daten der Depotbanken und auf die Wertpapier-Informationssysteme.

Eine separate Innenrevisionsabteilung ist aufgrund der Größe des Unternehmens derzeit noch nicht vorgesehen. Die Funktion einer Innenrevision wird derzeit von einem Geschäftsleiter ausgeübt.

Generell unterliegen die wesentlichen Geschäftsvorfälle wie z. B. die Eröffnung einer Kundenverbindung, der Abschluss eines Vermögensverwaltungs- oder Vermögensberatungsvertrag, die Berichtserstellung für Kunden, die Beauftragung und Kontrolle von Wertpapierpapieraufträgen, die Erstellung und Archivierung von Geeignetheitserklärungen, Beschwerdeantworten, die Rechnungserstellung und die Erfüllung der Meldepflichten dem Vier-Augen-Prinzip. Die drei Geschäftsleiter haben sich dazu verpflichtet, in einer regelmäßigen Risikobetrachtung etwaige Risiken zu überprüfen und angemessen auf diese zu reagieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um diese abzustellen oder zu reduzieren.

b) Adressenausfallrisiken

1. Kundenzu- und -abgänge

Die Runte. Weil & Alt GmbH bemüht sich um eine breite Aufstellung ihrer Kundenbasis und Margensicherung, um die Abhängigkeit von Einzelmandanten in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Durch ein kontinuierliches Kundenwachstum wird die Runte. Weil & Alt GmbH über eine breite Kundenbasis verfügen. Die Pipeline für Neukunden ist weiter äußerst vielversprechend gefüllt und die Wachstumsstrategie der Gesellschaft ist auf eine Diversifikation der Portfoliostrategien und Kundenbeziehungen ausgerichtet. Es wurde ein Mandat per Saldo im Jahr 2023 weniger bereut. Da ein Familienverbund bestehend aus 5 natürlichen Personen mit 9 Mandaten seine Interessen in zwei neuen Mandaten gebündelt hat, nahm die breite der Kundenbasis mit netto 7 Mandaten sogar zu.

2. Ausfall einer Depotbank oder der Hausbank

Mit fünf Depotbanken bestehen langfristige Verträge. Die Konditionen sind bei allen Depotbanken akzeptabel und stellen für Kunden eine adäquate Auswahlmöglichkeit dar. Bei einem etwaigen Krisenfall oder wesentlichen Konditionsverschlechterungen einer Depotbank können die Kunden jederzeit zu den anderen Adressen wechseln.

Als Hausbank wurde die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, gewählt. Neben der Commerzbank wird ein Geschäftskonto bei der DAB Bank München, einer Niederlassung der BNP Paribas S.A., geführt. Bei beiden Banken wird die gesamte Liquidität der Runte. Weil & Alt GmbH gehalten. Im Krisenfall könnten weitere Konten bei den anderen Depotbanken taggleich eröffnet werden. Anzeichen für eine systemische Bankenkrise sind zurzeit nicht erkennbar.

c) Marktpreisrisiken

Die Entwicklung der Kundenportfolios war für 2023 durchweg positiv und lag im Bereich der Entwicklung an den Kapitalmärkten. Die Gesellschaft unterliegt mit der prozentualen Vergütung auf das verwaltete bzw. betreute Vermögen indirekt dem Risiko von Marktpreisschwankungen. Dieses ist aber aufgrund der defensiven Aufstellung der meisten Mandate überschaubar. Zurzeit geht das Portfoliomanagement von einer weiterhin hohen Volatilität der Aktien- und Rentenmärkte im Jahresverlauf 2024 aus. Es überwacht deshalb die Kursentwicklung der Kundenportfolios fortlaufend, um bei einer etwaigen Änderung der Marktlage schnell reagieren zu können.

Die Runte. Weil & Alt GmbH darf selbst keine Finanzinstrumente in eigener Rechnung kaufen oder verkaufen. Deshalb unterliegt die Gesellschaft nicht direkt Marktpreisrisiken. Lediglich bei der Währung US-Dollar unterliegt sie direkt einem Marktpreisrisiko, da die Kosten für die Nutzung des Bloomberg Systems sowie auch ein Research-Haus in US-Dollar zu bezahlen sind. Bei günstigem Kursniveau werden für diese Kosten US-Dollar auf einem Konto angeschafft.

d) Liquiditätsrisiken

Derzeit bestehen keine Liquiditätsrisiken. Die Sicherheit der unterhaltenen Einlagen bei der Commerzbank AG wie auch bei DAB Bank München ist sehr hoch. Schadensersatzforderungen unserer Kunden liegen nicht vor und etwaige Ansprüche besteht eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Die laufende Liquidität ist für die Einhaltung des Business Plans ausreichend. Weitere wesentliche Investitionen sind zurzeit nicht geplant und auch nicht notwendig.

e) Operationelle Risiken

Operationelle Risiken sind Risiken, die aus unangemessenen oder fehlerhaften Betriebsabläufen resultieren oder durch Mitarbeiter, Systeme oder externe Ereignisse hervorgerufen werden. Es sind Risiken, die zu Fehlfunktionen oder gar Notfallsituationen führen können. Zu diesen Risiken gehören Rechtsrisiken wie auch andere operationelle Risiken, zu deren Vermeidung es genauer schriftlichen Vereinbarungen, Verträge, Richtlinien und Arbeitsanweisungen bedarf.

1. Vertragsunterlagen

Die Vertragsunterlagen wurden fortlaufend nach Notwendigkeit erneuert. Die letzte notwendige Anpassung ergab sich im Dezember 2023.

2. Orderprozess

Der Orderprozess wird entsprechend der im laufenden Geschäftsbetrieb gewonnenen Erkenntnisse kontinuierlich überarbeitet und angepasst. Derzeit bestehen hier keine operativen Risiken.

3. Nichteinhaltung von Gesetzen und Richtlinien

Durch kontinuierliche Schulungen, Veranstaltungsbesuche und Weiterbildungen sowie eine sehr proaktive Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen ist eine Risikoeingrenzung sichergestellt.

4. Vertretungsregelung

Die Vertretungen sind klar geregelt und haben sich bewährt; Risiken bestehen hier derzeit nicht. In der Regel sind mindestens zwei Geschäftsleiter in den Geschäftsräumen anwesend. So ist das Vier-Augen-Prinzip immer gewahrt. Zur Vermeidung von Betriebsstörungen wegen etwaiger Naturkatastrophen oder Pandemien hat die Gesellschaft einen mehrstufigen Notfallplan etabliert. Alle Geschäftsleiter wie auch Mitarbeiter können von zu Hause oder extern auf alle Systeme der Gesellschaft zugreifen.

5. Rechnungsstellung

Sämtliche für 2024 gestellte Rechnungen waren korrekt, Kundenreklamationen gab es keine. Risiken bestehen hier derzeit keine.

6. Software / IT

Der IT-Support Anbieter Conet Service GmbH bietet einen umfassenden und schnellen Rundumservice. Nennenswerte Systemausfälle gab es nicht. Die Gesellschaft hat zwei redundante Leitungen (Kupfer und Breitband) für die Telekommunikation (Telefonie und Daten) eingerichtet. Bei Ausfall eines Systems steht das zweite unabhängig zur Verfügung. Alle Geschäftsleiter und Mitarbeiter können extern über gesicherte Leitungen auf das IT-System der Gesellschaft zugreifen. Alle relevanten Daten der Gesellschaft werden auf einem eigenen zentralen Server am Sitz der Gesellschaft gesichert. Von diesem Server wird eine permanente synchronisierte Spiegelung im Rechenzentrum der Conet Service GmbH erstellt. Regelmäßig werden auch lauffähige Backups bei der Conet Service GmbH gespeichert, um im Notfall einen Aufbau einer neuen Serverumgebung für die Gesellschaft sicherzustellen.

4. Chancen und Ausblick

Der Start ins Jahr 2024 begann an den Aktienmärkten überraschend vielversprechend. Der US-Leitindex S&P 500 stieg im 1. Quartal 2024 um 13,2%. Auch die Europäischen Aktienmärkte erzielten ähnlich gute Ergebnisse.

Die Geschäftsleitung erwartete Ende 2023 bei unveränderten Kapitalmärkten lediglich Erträge von TEUR 1.400 für das neue Jahr, da ein Sondereffekt des ersten Quartals 2023 mit zusätzlichen Erträgen noch nicht kompensiert werden konnte. Aufgrund von neuen Mandaten, die Mitte des 2. Quartals ertragswirksam werden, könnte sich die Ertragslage der Gesellschaft nochmals verbessern. Zurzeit geht die Gesellschaft von etwa TEUR 100 zusätzlichen Erträgen aus. Bei gleichbleibenden Kapitalmärkten ergäbe sich dann auf Basis der Bestandskunden ein Gesamtertrag von etwa TEUR 1.500 für das Jahr 2024. Sollten die Aktienmärkte aufgrund einer Rezession oder aufgrund einer Eskalation eines der vielen Krisenherde in den Folgequartalen deutlicher korrigieren (z.B. -20% im DAX und S&P 500) würden sich die Erträge in den Folgequartalen um etwa 12% reduzieren. Auf heutiger Basis lägen die Quartalserträge bei etwa TEUR 340 bis TEUR 350. Es würden sich dann Jahresgesamterträge von etwa TEUR 1.400 ergeben. Zum Ende des Jahres hat die Geschäftsleitung ein Kostenbudget verabschiedet, welches insbesondere etwaige Kostensteigerungen wegen der hohen Inflation bei den Sach- und Personalkosten berücksichtigt. Das Kostenbudget ist gegenüber 2023 um etwa 10% gestiegen. Es sind für 2024 TEUR 1.150 geplant. Tantiemen an Mitarbeiter und Geschäftsleiter werden erst bei der Erreichung von Ertragszielen über TEUR 1.250 und der strikten Einhaltung des Kostenbudgets gewährt. Mit diesen Maßnahmen sollte sich auch dann eine stabile Gewinnlage des Unternehmens ergeben, obwohl sich die Ertragslage aufgrund von Abschlägen an den Kapitalmärkten deutlich eingetrübt hätte.

Die Gesellschaft will ihre diversifizierte Wachstumsstrategie mit striktem Kostenmanagement im Jahr 2024 weiter fortsetzen. Die Neukundengewinnung soll weiterhin im Mittelpunkt der Aktivitäten der Gesellschaft stehen. Die Geschäftsleiter haben nach einem Akquisitionserfolg im Frühjahr eine Erhöhung der AuM durch Gewinnung von Neukunden von etwa EUR 50 Mio. geplant. Sachinvestitionen für ein neues Portfoliomanagementsystem über TEUR 20 sind budgetiert. Weitere größere Sachinvestitionen sind nicht geplant. Eine personelle Verstärkung mit einem weiteren Werksstudenten erfolgt im Mai. Weitere Einstellungen sind nicht geplant. Zurzeit fühlt sich die Gesellschaft im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Anforderungen gut aufgestellt. Große Anpassungen des Geschäftsmodelles sind nicht nötig.

 

Frankfurt am Main, den 11. April 2024

gez. Christoph Runte

gez. Jost Weil

gez. Markus Alt

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute 857.109,14 881.384,96
a) täglich fällig 857.109,14 881.384,96
2. Forderungen an Kunden 392.079,82 442.549,08
3. Immaterielle Anlagewerte 7,00 7,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7,00 7,00
4. Sachanlagen 18.388,00 21.383,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 13.681,07 6.107,49
6. Rechnungsabgrenzungsposten 16.700,81 10.021,57
Summe der Aktiva 1.297.965,84 1.361.453,10

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 51.490,23 70.069,98
2. Rückstellungen 258.768,66 326.253,01
a) Steuerrückstellungen 7.764,00 71.688,00
b) andere Rückstellungen 251.004,66 254.565,01
3. Eigenkapital 987.706,95 965.130,11
a) Eingefordertes Kapital 200.000,00 200.000,00
Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
b) Bilanzgewinn 787.706,95 765.130,11
Summe der Passiva 1.297.965,84 1.361.453,10

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Provisionserträge 1.499.279,75 1.507.413,71
2. Provisionsaufwendungen 6.398,05 6.585,20
3. Sonstige betriebliche Erträge 924,40 3.344,85
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 1.219.168,34 1.208.845,45
a) Personalaufwand 961.804,86 934.001,35
aa) Löhne und Gehälter 905.966,58 883.486,13
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 55.838,28 50.515,22
darunter: für Altersversorgung 19.540,56 19.530,00
b) andere Verwaltungsaufwendungen 257.363,48 274.844,10
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 4.253,73 6.052,89
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 270.384,03 289.275,02
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 87.807,19 95.174,60
9. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 605.130,11 571.029,69
11. Bilanzgewinn 787.706,95 765.130,11

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die Runte. Weil & Alt GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 104452 in das Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft, gilt allerdings gem. § 340a Abs. 1 HGB als große Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die vorliegende Gliederung basiert auf den geschäftszweigtypischen Vorschriften der §§ 340 ff. HGB für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute sowie den Formblättern der RechKredV gemäß § 330 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden / Angaben zur Bilanz

Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute wurden zum Nennwert bewertet betreffen die laufenden Girokonten der Gesellschaft.

Die Forderungen an Kunden wurden zum Nennwert bewertet und betreffen das operative Kundengeschäft.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und - sofern sie der Abnutzung unterlagen - um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Dies gilt auch für digitale Wirtschaftsgüter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt und umfassen im Wesentlichen Kautionsguthaben.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, und umfassen im Wesentlichen vorausgezahlte Nutzungsentgelte und Versicherungsprämien.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern über € 5.487,08 (Vorjahr: € 7.146,75) und aus Steuern über € 32.493,63 (Vorjahr: € 66.471,65) enthalten.

Die Steuerrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der bis zum Bilanzstichtag geleisteten Vorauszahlungen berechnet.

Die anderen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbare Verpflichtungen gebildet (im Wesentlichen für Personalkosten über € 215.780,00, Abschluss- und Prüfungskosten über € 20.000,00 und Beiträge über € 2.925,14) und mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Mit Ausnahme der Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen gibt es keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Auf die Abzinsung wurde wegen Geringfügigkeit verzichtet.

Zum Bilanzstichtag bestehen Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, im Gesamtbetrag von TEUR 20. Die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen ist zum Devisenkassamittekurs erfolgt.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge über € 103,02 für die Auflösung von Rückstellungen und von € 680,38 für Umlagen enthalten. Weiterhin sind Erträge aus der Währungsumrechnung über € 140,68 enthalten. Die Währungsumrechnung ist zum Devisenkassamittelkurs erfolgt.

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung über € 1.214,74 enthalten. Die Währungsumrechnung ist zum Devisenkassamittelkurs erfolgt.

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen über € 2.828,51 enthalten, im Wesentlichen für Umlagen und Beiträge.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bezeichnung Gesamtbetrag
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) betragen insgesamt 28.358,28
davon aus Altersversorgung: 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 0
davon gegenüber assoziierten Unternehmen: 0

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietverträge. Von dem Gesamtbetrag sind € 28.358,28 innerhalb eines Jahres fällig.

5. Ergänzende Angaben

Im Geschäftsjahr waren neben den drei angestellten Geschäftsführern im Jahresdurchschnitt sechs Arbeitnehmer beschäftigt.

Als Geschäftsführer im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Herren Christoph Runte, Jost Weil und Markus Alt bestellt. Neben der Führung der Gesellschaft üben alle Geschäftsführer berufsmäßig die Tätigkeit eines Finanzportfolioverwalters aus.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen € 720.000,00. Das derzeitige Vergütungssystem besteht aus fixen und variablen Bestandteilen.

Das erwartete Honorar des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses beläuft sich auf € 8.415,00. Für andere Bestätigungsleistungen des Abschlussprüfers für dieses Geschäftsjahr wird ein Honorar von € 6.885,00 erwartet.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn von € 787.706,95 einen Teilbetrag in Höhe von € 160.000,00 an die Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von € 627.706,95 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frankfurt am Main, 20. März 2024

gez. Christoph Runte

gez. Jost Weil

gez. Markus Alt

Anlagespiegel

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.457,78 0,00 3.457,78
3.457,78 0,00 0,00 0,00 3.457,78
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 85.049,49 1.258,73 0,00 0,00 86.308,22
85.049,49 1.258,73 0,00 0,00 86.308,22
Anlagevermögen insgesamt 88.507,27 1.258,73 0,00 0,00 89.766,00
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge
Zuschreibungen
Änderungen iZm Zugängen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.450,78 0,00 0,00 0,00
3.450,78 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.666,49 4.253,73 0,00 0,00
63.666,49 4.253,73 0,00 0,00
Anlagevermögen insgesamt 67.117,27 4.253,73 0,00 0,00
Restbuchwerte
Änderungen iZm Abgängen
Änderungen iZm Umbuchungen
Stand 31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 3.450,78 7,00 7,00
0,00 0,00 3.450,78 7,00 7,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 67.920,22 18.388,00 21.383,00
0,00 0,00 67.920,22 18.388,00 21.383,00
Anlagevermögen insgesamt 0,00 0,00 71.371,00 18.395,00 21.390,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.04.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Runte. Weil & Alt GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Runte. Weil & Alt GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden "Gesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung und den Aufbau des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gensingen, 24. April 2024

App Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Jürgen App, Wirtschaftsprüfer

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