EDEKA Nord Vertriebsgesellschaft mbH
Gadelander Straße 120, 24539 Neumünster, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Ludwig seit 22.5.2025 | Prokura |
Hauke Kallsen seit 4.9.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
EDEKA Handelsgesellschaft GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbHNeumünsterKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzern-Lagebericht 2021der EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbHKonjunkturbericht Geschäfts- und Rahmenbedingungen Trotz aller Widrigkeiten ist die deutsche Wirtschaft vergangenes Jahr um 2,9% gewachsen. Mit dem Abklingen der Corona-Pandemie wäre aber ein viel stärkerer Aufholeffekt zu erwarten gewesen. Der hat sich jedoch in der Breite der deutschen Wirtschaft nicht eingestellt. Vielmehr zeigen die Daten, dass fast alle deutschen Regionen Ende 2021 inflationsbereinigt noch nicht wieder die Wirtschaftskraft wie vor der Pandemie hatten. Dass das Plus nicht größer ausfiel, lag an den Corona- Einschränkungen und Lieferengpässen im vierten Quartal, sie bremsten den Aufholprozess. Das Finanzierungsdefizit der staatlichen Haushalte lag in 2021 bei Mrd.€ 153,9. Gemessen am nominalen, nicht preisbereinigten BIP lag die Defizitquote bei 4,3 Prozent. Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Dezember kletterte die Inflationsrate auf 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr verteuerten sich Dinge des täglichen Lebens um durchschnittlich 3,1 Prozent - die höchste Jahresteuerungsrate seit 1993. Die Preisentwicklung 2021 hat verschiedene Ursachen, darunter Basiseffekte durch niedrige Preise im Jahr 2020. Hier wirkten sich insbesondere die temporäre Senkung der Umsatzsteuersätze im 2. Halbjahr 2020 sowie der Preisverfall der Mineralölprodukte im Vorjahr erhöhend auf die aktuelle Gesamtteuerung aus. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2021 gegenüber 2020 um 3,2 Prozent. Im 2. Halbjahr 2021 hat sich der Preisauftrieb durch den Basiseffekt aufgrund der Senkung der Umsatzsteuersätze sprunghaft verstärkt. Dabei waren alle Nahrungsmittelgruppen 2021 deutlich teurer, insbesondere Speiseöle und Speisefette (+5,3 %) sowie Gemüse (+3,9 %). Das Umsatzwachstum im Einzelhandel betrug lt. Statischen Bundesamt 2,5 Prozent. Dabei wuchs der Onlinehandel um 13,2 Prozent, während der stationäre Handel im ersten Quartal unter den Einschränkungen des Lockdowns und im vierten Quartal unter Zutrittsbeschränkungen nach den "2G-Regeln" litt. Der Lebensmitteleinzelhandel konnte nach dem Rekordjahr 2020 noch einmal um 1 Prozent zulegen. Davon profitierten insbesondere die Vollsortimenter im Vergleich zu den Discountern. Wirtschaftsbericht Der Konzern der EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH ist Teil des deutschlandweit tätigen EDEKA-Verbundes. Die EDEKA Nord erbringt mit ihren Tochtergesellschaften gegenüber den selbstständigen Einzelhändlern essentielle Dienstleistungen zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und fördert die Entstehung und Erhaltung wirtschaftlicher und zukunftsfähiger Einzelhandelsstandorte unter der Marke EDEKA. Die Geschäftsfelder des Konzerns der EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH bestehen im Wesentlichen aus:
Daneben erbringt der Konzern EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH gegenüber den selbstständigen Kaufleuten folgende Dienstleistungen:
Das Absatzgebiet umfasst schwerpunktmäßig die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie nördliche Teile von Brandenburg und Niedersachsen. Großhandel Der Großhandel beliefert im Wesentlichen die selbstständigen EDEKA-Kaufleute und die zum Konzernverbund gehörenden Regie-Märkte. Die logistische Abwicklung erfolgt über die Lagerstandorte in Neumünster, Malchow und Zarrentin. Der logistische Betrieb in Zarrentin wird von der EDEKA Nord Service- und Logistikgesellschaft mbH übernommen. Die EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH betreibt die beiden anderen Großhandelslager. Flächenentwicklung Zum 31. Dezember 2021 belieferte EDEKA Nord 658 selbstständige Kaufleute und Regie-Märkte mit insgesamt 814.894 m 2 Verkaufsfläche. Es wurden drei Objekte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 4.380 m 2 neu eröffnet, es wurden drei Objekte mit einer Fläche von 8.724 m 2 übernommen und zehn Objekte um insgesamt 4.612 m 2 erweitert. Dem standen Flächenschließungen und Reduzierungen bei 18 Objekten mit insgesamt 12.356 m 2 gegenüber. Die Gesamtverkaufsfläche erhöhte sich inklusive Aufmaßkorrekturen um 9.801 m 2 (+1,2 %).
Der Anteil des selbstständigen Einzelhandels an der belieferten Gesamtverkaufsfläche betrug zum Stichtag 92,4 % (2020: 90,8 %) und hat damit weiterhin einen der höchsten Werte im gesamten EDEKA-Verbund.
Die durchschnittliche Verkaufsfläche konnte auf 1.238,4 m 2 (Vorjahr: 1.201,6 m 2 ) gesteigert werden, aufgrund der Schließung von kleineren, unrentablen Flächen. Vertrieb Die Betreuung der selbstständigen Einzelhandel:nnen steht im Fokus des Vertriebs. Es ist ein Anliegen des Vertriebs, den Einzelhändler:innen eine zielgerichtete Ausschöpfung seiner vorhandenen Potenziale zu ermöglichen, damit die EDEKA Händler:innen ihre Position im Wettbewerb des Lebensmitteleinzelhandels weiter stärken kann. Damit der Vertrieb die Unterstützung der selbstständigen Einzelhändler:innen noch besser umsetzen kann, wurde der Vertriebsbereich neu strukturiert. Die Neustrukturierung beinhaltet einen stärkeren Fokus auf die Beratung und Unterstützung der selbstständigen Einzelhändler:innen und einer personellen Aufwertung des Vertriebsbereichs. Die DeutschlandCard als Multipartner-Bonusprogramm ist im Absatzgebiet der EDEKA Nord flächendeckend eingeführt worden. Die Karte ermöglicht den Kunden:innen in teilnehmenden Märkten, sich pro zwei Euro Einkaufswert einen Punkt gutschreiben zu lassen. Nachhaltigkeit Um unseren Teil zu einer nachhaltigeren Entwicklung der Gesellschaft und Umwelt beizutragen, orientieren wir uns an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs). Bei der Ausweitung des Nachhaltigkeitsmanagements ist eine Vielzahl von Maßnahmen vorgenommen worden. Als Beispiele sind zu nennen: die Umstellung auf Grünstrom, der Start des Nachhaltigkeitskonzeptes Einzelhandel und die Rezertifizierung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001. Die Dokumentation nach dem Berichtsstandard des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) bildet eine Basis, um weitere Zielsetzungen zu erreichen.
Regie-Einzelhandel Der Warenumsatz der unter "EDEKA" und "Marktkauf" in Eigenregie betriebenen Einzelhandelsgeschäfte belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf Mio. € 268,8 (Vorjahr Mio. € 279,9). Zum Ende des Geschäftsjahres umfasste der Regie-Einzelhandel sechs Marktkauf-Märkte und neun EDEKA-Märkte. EDEKA-Regie-Märkte Der Betrieb der EDEKA-Regie-Märkte erfolgt in den folgenden Gesellschaften:
Der Warenumsatz in den von der EDEKA Nord Vertriebsgesellschaft mbH betriebenen Märkte war im Jahr 2021 mit Mio. € 37,3 gegenüber dem Vorjahr (Mio. € 36,4) um 2,6 % höher. Die EDEKA Nord Harburg Vertriebsgesellschaft mbH und EDEKA Nord Bergedorf Vertriebsgesellschaft mbH bestehen jeweils aus einem Markt, die vorher unter der EDEKA Nord SB-Warenhaus GmbH als Marktkauf betrieben worden sind. Der Markt in Harburg wird seit 1. Oktober 2020 und der Markt in Bergedorf seit dem 1. August 2021 als E-Center betrieben. Die beiden Märkte erzielten im Geschäftsjahr 2021 einen Warenumsatz von Mio.€ 18,2. Im Zuge der Übernahme der real-Supermärkte werden die Standorte in Lübeck ab dem 1. September 2021 und in Neuruppin ab dem 1. November 2021 durch die EDEKA Nord zweite Vertriebsgesellschaft mbH betrieben. Der Warenumsatz betrug in 2021 Mio.€ 7,4. Marktkauf-Regie-Märkte Der Betrieb der MARKTKAUF-Märkte erfolgt in der EDEKA Nord SB-Warenhaus GmbH. Die Märkte erzielten in 2021 einen Warenumsatz in Höhe von Mio. € 205,9 (Vorjahr: Mio. € 240,4). Dies entspricht einem Umsatzrückgang von 14,3 %. Die Märkte in Mölln, Rostock und Prisdorf sind in 2021 privatisiert worden. In den Marktkauf-Märkten mit vergleichbarer Fläche konnte in 2021 ein Umsatzzuwachs von 5,1 % verzeichnet werden. Produktion - Fleischwerk Für die Herstellung und den Vertrieb von Fleisch und Fleischerzeugnissen betreibt EDEKA Nord ein eigenes Fleischwerk in Valluhn (Mecklenburg-Vorpommern). Die Tochtergesellschaft Fleischwerk EDEKA Nord GmbH ist für den Geschäftsbetrieb zuständig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Warenumsatz Mio. € 370,8 (Vorjahr: Mio. € 366,6). Die Inbetriebnahme des halbautomatischen Wareneingangs und die Gesamtabnahme der Intralogistikanlage im Jahr 2021 bilden den Schlusspunkt der Neuausrichtung der Logistik im Fleischwerk. Das Fischsortiment wurde um ein Gut & Günstig Angebot und eine Eigenmarke für Frischfisch erweitert. Im Juni ist eine dreijährige Vereinbarung für das Markenfleischprogramm NATUR PUR mit der BIOPARK MARKT Erzeuger- und Vermarktungsgesellschaft und der LFW Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG mbH abgeschlossen worden. Mit dem Markenfleischprogramm wird das Ziel verfolgt, eine regionale Bio-Fleischmarke zu schaffen, unter der ausschließlich Fleischprodukte vermarktet werden, die sowohl im Hinblick auf Tier- und Umweltschutz als auch auf ihre naturbelassene Qualität besser sind als vergleichbare Produkte. Umsatzentwicklung und Ertragslage Umsatzentwicklung (ohne Innenumsätze) der letzten drei Jahre:
Ergebnisentwicklung der letzten drei Jahre:
EDEKA Nord erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 einen Konzernjahresüberschuss von Mio. € 18,5. Dies bedeutet einen Rückgang von Mio. € 2,9 zum Vorjahr. Das Ergebnis aus dem Warengeschäft hat sich bei einem weiterhin hohen Umsatzniveau sowohl absolut als auch in Relation zum Umsatz vermindert. Trotz umsatzbezogen gesunkener Sachaufwendungen konnte der leichte Rückgang der Rohmarge nicht kompensiert werden. Der Rückgang der Rohmarge steht auch im Zusammenhang mit den deutlich gestiegenen Verrechnungsumsätzen mit der Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG. Das verbesserte Ergebnis im neutralen Bereich und die positive Entwicklung beim Zinsergebnis konnten das verminderte Ergebnis aus dem Warengeschäft und dem höheren Steueraufwand insgesamt nicht kompensieren, so dass es zu einem Rückgang des Konzernergebnisses gekommen ist. Die positive Entwicklung im neutralen Bereich beruht auf einer Verminderung von Drohverlustrückstellungen im Zusammenhang mit der Untervermietung an selbstständige Einzelhändler. Der höhere Steueraufwand geht insbesondere auf die Veränderung der latenten Steuern zurück. Während im Geschäftsjahr ein Aufwand ausgewiesen worden ist, wurde im Vorjahr noch ein Ertrag erzielt. Die Entwicklung der Ertragslage der Gesellschaft war insgesamt zufriedenstellend. Das Konzernergebnis entspricht der Vorjahresprognose. Vermögens- und Finanzlage
Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme zum Bilanzstichtag erhöhte sich gegenüber 2021 um 3,4 %-Punkte auf 47,2 %. Dagegen sank der Anlagendeckungsgrad durch Eigenkapital auf 68,8 % (Vorjahr: 79,0 %). Die Eigenkapitalquote betrug 32,4 % (31. Dezember 2020: 34,6 %) bei einem Eigenkapital von Mio. € 285,1. Die Bilanzsumme stieg um Mio. € 94,0. Auf der Vermögensseite der Bilanz erhöhte sich das Anlagevermögen um Mio. € 70,5 und die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände um Mio. € 91,4. Die Finanzierung erfolgt über eine Reduzierung der Guthaben bei Kreditinstituten um Mio. € 66,2, die Aufnahme von kurzfristigen Krediten von Mio. € 90,0 bei gleichzeitiger Tilgung des Schuldscheindarlehens von Mio. € 50,0, und einer Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von Mio. € 48,4. Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von Mio. € 48,6 eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Cash-Flow Der Jahres-Cashflow, bestehend aus Jahresüberschuss, Abschreibungen und zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen, verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 0,7 auf Mio. € 62,8. Insgesamt sank der Finanzmittelfonds im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 73,2 auf Mio. € 33,3. Der Mittelabfluss aufgrund von hohen Investitionen von Mio. € 120,8 konnte nicht durch den Jahres-Cashflow gedeckt werden. Die Finanzierung wurde durch die Aufnahme von kurzfristigen Krediten sichergestellt.
Der Konzern war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Investitionen Die Investitionen im Geschäftsjahr 2021 hatten einen Umfang von Mio. € 120,8. Die Investitionen bezogen sich im Wesentlichen auf Standorte des selbstständigen Einzelhandels und den Umbau der Logistik, insbesondere den Neubau des Lagers Neumünster Eichhof. IT Im Jahr 2021 konnten weitere 175 EDEKA-Märkte auf das neue Warenwirtschaftssystem Lunar EH umgestellt werden. Die Umstellung verläuft damit weiterhin plangemäß und wird Ende des ersten Quartals 2023 abgeschlossen werden. Erfreulich ist, dass mit allen Kaufleuten schon feste Umstellungstermine vereinbart werden konnten. Durch die Optimierung der internen Prozesse ist die Zufriedenheit der Kaufleute mit LUNAR EH weiter gestärkt worden. Im ersten Halbjahr 2021 konnten in allen EDEKA Märkten die Kassensicherungsverordnung erfolgreich umgesetzt werden. Die Umsetzung dieser gesetzlichen Anforderung an den mehr als 2.500 Kassen ist eine große Herausforderung gewesen. Ein großer Erfolg war auch die Einführung des eBons in fast allen EDEKA Märkten. Die Endverbraucher:innen können sich an der Kasse entscheiden, ob sie einen Bon in Papier- oder in digitaler Form haben möchten. Die Funktionalität Scan&Go ist in über 90 Märkten ausgerollt worden. Damit ist es den Kunden:innen möglich, ihre Einkäufe selber zu erfassen und sie müssen sich nicht mehr an der klassischen Kasse anstellen. So ist der Einkauf bei der EDEKA noch moderner möglich und in Zeiten der Pandemie können sogar Kontakte reduziert werden. Ein weiterer Punkt bei der Digitalisierung im selbstständigen Einzelhandel ist die Bereitstellung eines digitalen Ordersatzes für Obst & Gemüse. Immer aktuelle Daten direkt an der Ware und auch hier wieder der Verzicht auf den Ausdruck sind die Vorteile. Die weitere Digitalisierung der Geschäftsprozesse und die Unterstützung der Logistikprojekte mit der notwendigen IT-Infrastruktur ist gerade in Zeiten von schwierigen Beschaffungssituationen herausfordernd, konnten aber erfolgreich umgesetzt werden. Logistik Das Projekt "Logistik 2030" stand in 2021 im Mittelpunkt der Logistik. Am Standort in Zarrentin ist der Neubau des Tiefkühllagers noch zum Weihnachtsgeschäft in Betrieb genommen worden. In Malchow wurden die Neubauten des Frischdienst- und Tiefkühllagers im Oktober 2021 fertiggestellt. Am neuen Lagerstandort Neumünster-Eichhof ist mit dem ersten Bauabschnitt für den Bereich des Frischedienstes im vollen Umfang begonnen worden. Mitarbeiter:innen & Ausbildung EDEKA Nord beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2021 4.768 Mitarbeiter:innen und zählt damit zu den größten Arbeitgebern in der Region. Im Absatzgebiet von EDEKA Nord sind inklusive der selbstständigen Einzelhändler über 1.400 Auszubildende tätig. Die jungen Menschen sind dabei in den Bereichen Einzelhandel, Großhandel oder Fleischwerk eingesetzt. Wenn es um die Themen Weiterentwicklung und Karriere geht, stehen unseren Mitarbeiter:innen alle Türen offen. Wir setzen auf ein modernes Führungsverständnis, bei dem die Führungskraft neben der unternehmerischen Verantwortung als Vorbild, Teamplayer und Coach agiert. Um dieses Verständnis zu leben, haben wir ein umfangreiches Führungskräfte-Entwicklungsprogramm über alle Führungsebenen aufgesetzt. Neben zentralen Qualifizierungsmaßnahmen sehen wir vor allem den Austausch der Führungskräfte untereinander als zentralen Erfolgsfaktor. Aufgrund moderner Arbeitsweisen gewinnt bei uns neben der klassischen Führungslaufbahn die Fachlaufbahn immer mehr an Bedeutung. Neben den speziellen Qualifizierungsprogrammen für Fach- und Führungskräfte in der Karrierelaufbahn bieten wir allen Mitarbeiterinnen ein umfangreiches internes Aus- und Weiterbildungsangebot, das fachliche und persönliche Entwicklung gleichermaßen berücksichtigt. Das Jahr 2021 steckte weiterhin voller Herausforderungen, die wir gemeinsam im Seminargeschäft mit unseren internen und externen Trainern angenommen und gemeistert haben. So boten unsere Weiterbildungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter:innen, sowohl im Einzelhandel wie auch im Großhandel, ein umfangreiches Qualifizierungsangebot mit einem bewusst ausgewähltem Spektrum, das auf alle aktuellen Bedürfnisse am Markt und auf die Einsatzbereiche im Unternehmen abgestimmt ist. Vom Auszubildenden bis hin zur Führungskraft wurden viele Mitarbeiter:innen über unsere Seminarkataloge für den Einzel- und Großhandel (inkl. der Seminare für unsere Auszubildenden) mit Hardfacts- und Softskilltrainings geschult. Trotz der äußeren Umstände durch die Pandemie wurden 2021 an 803 Schulungstagen 10.531 Mitarbeiter:innen geschult. Viele unserer Schulungsmaßnahmen sind noch einmal verstärkt um den Blended Learning Ansatz erweitert worden. Hierbei werden den Präsenz-/ Onlinetrainings die passenden E-Learning Kurse zugeordnet, die von den Teilnehmer:innen vor bzw. nach einem Seminar zusätzlich absolviert werden. Blended Learning ist damit, insbesondere in diesen Zeiten, eine innovative Möglichkeit, nachhaltiges, spannendes und motivierendes Lernen im Beruf zu verwirklichen. Hierzu gehört ebenfalls die EDEKA Lern-App "WizzUp!" vom EDEKA Wissensportal. Das EDEKA Wissensportal ist bei EDEKA Nord ein internes Lernwerkzeug, mit dessen Hilfe alle Beschäftigten verpflichtende oder auch freiwillige Online-Kurse absolvieren. Es wurde außerdem in insgesamt 509 angeschlossenen Märkten genutzt. Unsere Nutzer erzielten dabei mehr als 88.434 Zertifikate in über 120 Kursen. Das entspricht einer Steigerung von über 70 Prozent zum Vorjahr. Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem EDEKA Nord setzt zur Unternehmenssteuerung und Risikoüberwachung umfangreiche betriebswirtschaftliche Instrumente ein, um Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Durch das Controlling werden regelmäßig Berichte zur Unternehmenssteuerung für die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie -gremien erstellt. Darüber hinaus überwacht die interne Revision die betrieblichen Prozesse. Das Risikomanagement integriert alle Unternehmensbereiche in ein strukturiertes Meldesystem, um eine einheitliche, systematische Bewertung der Risiken zu gewährleisten. Die Risiken werden aggregiert und quartalsweise oder bei Bedarf ad hoc der Geschäftsführung zur Verfügung gestellt. Risikobericht Mit der Einbindung von EDEKA Nord in die zentralen Einkaufsprozesse des EDEKA-Verbundes wird den Risiken aus Preisänderungen begegnet. Den Ausfallrisiken von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber selbstständigen Einzelhändlern wird durch ein straffes Debitorenmanagement Rechnung getragen. Risiken im IT-Umfeld wird mit einem Backup-Rechenzentrum sowie einem aktiven Risikomanagement vorbeugend begegnet. Weiterhin steht die Ertragslage (insbesondere die mietvertraglichen Verpflichtungen) der EDEKA Nord SB-Warenhaus GmbH als Tochtergesellschaft der EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH besonders im Fokus. Die Geschäftsführung überwacht laufend die operativen Prozesse zur optimalen Belieferung und Steuerung. Die Überprüfung der gesamten Risikosituation hat ergeben, dass derzeit keine Risiken wesentlichen Umfanges bestehen, die sich nachhaltig auf den weiteren Geschäftsverlauf der Gesellschaft auswirken. Chancenbericht Existenzgründer:innen wird aufgrund der Erfahrung und Marktstellung von EDEKA Nord ein stabiler Einstieg in die Selbstständigkeit ermöglicht. Ein Ausbau des Umsatzes auf bestehenden Flächen wird durch Potenzialanalysen unterstützt, die den operativen Prozess begleiten. Die Grundlage dafür bilden Bewertungssysteme, mit deren Hilfe dem Vertrieb die Möglichkeit gegeben wird, erfolgreiche Einzelhandelskonzepte bereits am Markt tätiger selbstständiger Kaufleute auf andere zu übertragen. Prognosebericht Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für das Jahr 2022 nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 bis 3,1 %. Der russische Krieg gegen die Ukraine führt zu steigenden Rohstoffpreisen und zu Lieferengpässen bei Rohmaterialien und Vorprodukten sowie erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheiten. Es wird daher mit einer Inflation bis zu 6,1 % gerechnet, statt der bisher angenommenen 3,3 %. In die Prognosen sind die Auswirkungen eines Embargos russischer Energielieferungen nicht mit einbezogen. Bei einer Unterbrechung der Energielieferungen aus Russland wäre die Wahrscheinlichkeit einer Rezession groß. Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2022 führte zu einem Rückgang der Umsätze. Dies ist zum einen auf Lockerungen der Corona-Maßnahmen zurückzuführen und zum anderen darauf, dass die Abrechnung der Iwan Budnikowsky-Filialen nicht mehr über das Streckengeschäft vorgenommen wird. Der Wegfall dieser Streckenumsätze hat keine maßgebliche Auswirkung auf die Ertragslage des Konzerns. Im ersten Tertial 2022 hat EDEKA Nord die restlichen 55 % der Unternehmensanteile an der HvA Holding GmbH erworben und somit die Bäckerei Allwörden komplett übernommen. Mit diesem Erwerb stellt sich EDEKA Nord zukunftsorientiert im Backwarensegment auf und übernimmt rund 2.500 Mitarbeiter:innen. Die Umsetzung der Konzeption "Logistik 2030" wird weiterhin im Mittelpunkt der Logistiksparte in 2022 stehen. Am Lagerstandort Zarrentin wird in 2022 rund um das Tiefkühllager die Straßenerweiterung und -sanierung abgeschlossen. Für den neuen Lagerstandort im Gewerbepark Eichhof soll Ende 2022 das Frischelager in Betrieb genommen werden. Im Regiebereich sollen weitere MARKTKAUF-Märkte an selbstständige Einzelhändler:innen abgegeben werden. Des Weiteren ist geplant, noch zwei real-Supermärkte zu übernehmen. Im ersten Quartal 2022 ist der übernommene real-Supermarkt in Lübeck bereits an einen selbstständigen Kaufmann abgegeben worden. Im Jahr 2022 ist eine Ablösung der kurzfristigen Kredite durch die Aufnahme eines langfristigen Konsortialdarlehens geplant. Im Fleischwerk wird die Aufschaltung weiterer Sortimente im Bereich der fleischlosen Alternativen vorangetrieben. Gleichzeitig wird die Vermarktung von Schweinefleisch der Haltungsstufe drei im Selbstbedienungsbereich aufgenommen. Unterstützt wird diese Maßnahme durch die Inbetriebnahme einer neuen technischen Anlage für die Verpackung von Fleisch- und Wurstwaren. Die Planungen von EDEKA Nord sehen den Konzernjahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 knapp über Mio. € 20, bei um etwa 10% verminderten Umsatzerlösen.
Neumünster im 10. Mai 2022 EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH Bilanz--Aktivseite
-Passivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung der EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH
Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus dem Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten von insgesamt T€ 40.353 (Vorjahr: T€ 106.523) und jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten sowie anderen kurzfristigen Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, von T€ 7.010 (Vorjahr: T€ 1). Konzern - Eigenkapitalspiegel der EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH
ANHANGA. Allgemeine Angaben Das Mutterunternehmen (EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH) hat seinen Sitz in Neumünster und ist unter der Nr. HRB 785 NM in das Handelsregister des Amtsgerichts Kiel eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen, insbesondere nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB einschließlich der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages, aufgestellt. In der Gliederung ergaben sich keine Veränderungen. Die Posten Nr. 10, 11 und 13 der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 Abs. 2 HGB wurden nach § 265 Abs. 7 HGB zur Verbesserung der Übersichtlichkeit zum Posten Zinsergebnis zusammengefasst und im Anhang aufgegliedert. B. Konsolidierungsgrundsätze und Konsolidierungskreis Die Abschlüsse der in den Konsolidierungskreis einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen wurden auf den gleichen Stichtag erstellt. Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Bis zum 31. Dezember 2009 kam für die Erstkonsolidierungen die Buchwertmethode auf den Zeitpunkt des Anteilserwerbes zur Anwendung. Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Zwischenergebnisse, Erträge und Aufwendungen unter den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge und Umbewertungsmaßnahmen werden Steuerabgrenzungen mit einem zukünftig zu erwartendem Steuersatz von 30 % (Vorjahr: 30 %) vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Dies gilt auch für aus den Einzelabschlüssen übernommene latente Steuern gemäß § 274 HGB. Der Konsolidierungskreis umfasst zehn (Vorjahr: zehn) inländische Gesellschaften. Ein verbundenes Unternehmen ist wegen untergeordneter Bedeutung nicht einbezogen (weder konsolidiert noch at Equity bewertet), da das Jahresergebnis der Gesellschaft weniger als 1 % des Konzernergebnisses ausmacht. In den Konzernabschluss wird die HvA Holding GmbH, Gadebusch, als assoziiertes Unternehmen einbezogen. Konsolidierungsgrundlage bildet der Konzernabschluss der Gesellschaft. Vom Wahlrecht, das Unternehmen als Gemeinschaftsunternehmen einzubeziehen, wurde kein Gebrauch gemacht. C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Anschaffungskosten der erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in der Regel in Anlehnung an die entsprechende Mietvertragsdauer der zugrunde liegenden Einzelhandelsstandorte linear abgeschrieben, so dass der tatsächliche Wertverzehr des Geschäfts- oder Firmenwertes zutreffend abgebildet wird. Der Geschäfts- oder Firmenwert stammt ausschließlich aus den Einzelabschlüssen einbezogener Unternehmen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, oder - bei voraussichtlich dauernder Wertminderung - zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen linear bei abnutzbaren Vermögensgegenständen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden sofort voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Anschaffungen von unter € 250,00 werden sofort als Aufwand behandelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Anteile an dem assoziierten Unternehmen werden zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist, nach der Buchwertmethode mit den Anschaffungskosten bilanziert.' Die Anschaffungskosten dieser Beteiligung werden in den Folgejahren nach Maßgabe der Entwicklung des anteiligen bilanziellen Eigenkapitals im Konzernabschluss des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben. Die im zugrunde liegenden Konzernabschluss des assoziierten Unternehmens angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden entsprechend § 312 Abs. 5 HGB nicht an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dieses Konzernabschlusses angepasst. Das Ergebnis aus der Änderung des Equity-Werts wurde nach Kürzung von Ertragsteuern erfasst. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit den Anschaffungskosten (gleitender Durchschnitt) oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkostenzuschläge für Fertigungs- und Verwaltungskosten nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 2 HGB. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem latenten Kreditrisiko aus Lieferungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 %, auf nicht einzelwertberichtige Nettoforderungen Rechnung getragen. Dem strengen Niederstwertprinzip wird durch Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie enthalten auch unterwegs befindliche Gelder, die den Bankkonten erst im neuen Jahr gutgeschrieben werden. Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, sind als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Sofern sich bei der Ermittlung der Steuerauswirkungen von temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen unter Berücksichtigung von in den nächsten fünf Jahren zu erwartenden nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen ein aktiver Steuerabgrenzungsposten ergibt, wird von dem Wahlrecht der Aktivierung dieser Steuerentlastung Gebrauch gemacht. Die sich ergebenden Steuerbelastungen und -entlastungen werden dabei verrechnet angesetzt. Eine Abzinsung dieser Beträge erfolgt nicht. Steuerauswirkungen von temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen aus Konsolidierungsvorgängen (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte und ohne Differenzen zwischen dem im Konzernabschluss erfassten Vermögen eines Tochterunternehmens und dem steuerbilanziellen Wert der vom Mutterunternehmen an Tochterunternehmen gehaltenen Anteile) nach § 306 HGB werden verrechnet angesetzt und mit dem vorstehenden Steuerabgrenzungsposten nach § 274 HGB zusammengefasst. Die Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und deren Hinterbliebenen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet worden. Diesem lagen die Heu- beck'schen Sterbetafeln von 2018G, Rentenanpassungen von 1 - 2 % sowie ein Rechnungszins von 1,87 % (Vorjahr: 2,31 %) zugrunde. Dabei handelt es sich um den durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte Abzinsungssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Es bestehen ausschließlich unverfallbare Anwartschaften und laufende Pensionsverpflichtungen, daher war ein Fluktuationsabschlag nicht zu berücksichtigen. Vom Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB, Pensionsverpflichtungen aus Altzusagen (Ansprüche, die vor dem 1. Januar 1987 erworben wurden) nicht zu bilanzieren, wurde kein Gebrauch gemacht. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages und unter Berücksichtigung zukünftiger Kostensteigerungen von 2,5 % p.a. angesetzt. Der Ermittlung des Kostensteigerungssatzes liegen betriebsinterne Erfahrungswerte zugrunde. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst. Dabei handelt es sich um die von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten Abzinsungssätze gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes wurde angenommen, dass die Änderung des Abzinsungssatzes am Ende der Periode eintritt. Ergebnisauswirkungen aus Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen den Abschlussstichtagen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Vom Wahlrecht des Art. 67 Abs. 3 EGHGB (Beibehaltung der Aufwandsrückstellungen) wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus Mietverhältnissen werden im Geschäftsjahr auf Basis des Einzelfalls mit einem Erfolgsbeitrag aus der Belieferung an die die Objekte betreibenden selbstständigen Einzelhändler zu 3 % des Lagerumsatzes (einschließlich der Umsätze mit dem Fleischwerk) berechnet. Die Rückstellungen für Betriebsjubiläen von Mitarbeitern werden für 10-, 25-, 40- bzw. 50-jährige Mitarbeiterzugehörigkeit einzeln und hinsichtlich der Abzinsung unter Berücksichtigung einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren berechnet. Die Rückstellungen für Haftungsverbindlichkeiten sind pauschal in Höhe von 1 % auf die Gesamtvaluta der besicherten Darlehen berechnet. Zudem sind einzelfallbezogene Rückstellungen gebildet worden. Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Einnahmen vor dem Stichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, sind als passiver Rechnungsabgrenzungsposten dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel auf der Folgeseite zu entnehmen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern stellen sich wie folgt dar:
In Ausnahmefällen ist von den genannten Nutzungsdauern abgewichen worden. 1. Anlagenspiegel Konzern EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH zum 31.12.2021
2. Liste der Konzernunternehmen
* keine Einbeziehung aufgrund untergeordneter
Bedeutung
Im Jahr 2021 wurden die restlichen 50,1 % der Anteile an der EDEKA Nord SB-Warenhaus GmbH erworben. Die Aufstockung der Anteile führte nicht zu einem Statuswechsel des Tochterunternehmens. Die Transaktion wurde gemäß dem Wahlrecht nach DRS 23 Tz. 171 als Kapitalvorgang abgebildet. Der aus der Erstbewertung der HvA Holding GmbH resultierende Unterschiedsbetrag nach § 312 Abs.1 Satz 2 HGB beträgt am 31. Dezember 2021 T€ 11.948 und entfällt auf den Geschäfts- oder Firmenwert. Dieser wird über zehn linear Jahre abgeschrieben. Dies entspricht der durchschnittlichen Restlaufzeit der zugrundeliegenden Mietverträge. 3. Forderungsspiegel
4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Von den Guthaben bei Kreditinstituten entfallen auf die EDEKABANK AG T€ 39.639 (Vorjahr: T€ 67.101). 5. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern haben eine Höhe von T€ 21.572 (Vorjahr: T€ 22.873). Dabei wurde eine zukünftige durchschnittliche Ertragsteuerbelastung von 30 % zugrunde gelegt. Die Zusammensetzung der Steuerabgrenzungen ergibt sich vor allem aus temporären Differenzen sowie quasi-permanenten Differenzen bei den sonstigen Rückstellungen, dem Anlagevermögen sowie den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, die allesamt zu aktiven latenten Steuern führen. Passive latente Steuern ergeben sich insbesondere aufgrund gebildeter Rücklagen nach § 6b des Einkommensteuergesetzes. 6. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital des Mutterunternehmens beträgt € 16.000.000,00. 7. Gewinnrücklagenentwicklung
8. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene betragen T€ 3.366 (Vorjahr: T€ 3.377). Fehlbeträge bestehen nicht. Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 662. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverbindlichkeiten (T€ 20.646), für Instandhaltungsmaßnahmen (T€ 2.922), Haftungsverbindlichkeiten (T€ 1.919) und den Mietbereich (T€ 39.003). Daneben bestehen Rückstellungen für Sonderboni und Investitionsförderung des Einzelhandels in Höhe von T€ 6.319. Die Rückstellungen enthalten mit T€ 2.922 Aufwandsrückstellungen, die gemäß dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 3 EGHGB beibehalten wurden. 9. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. 10. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:
Die Sonstigen Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Erträge aus untervermieteten Geschäftsräumen. 11. Abschreibungen Die Abschreibungen für das Geschäftsjahr betragen T€ 37.530. 12. Finanzergebnis
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 600 (Vorjahr: T€ 715) enthalten. 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Hierin sind Aufwendungen in Höhe von T€ 1.301 (Vorjahr Erträge: T€ 5.132) für latente Steuern enthalten. 14. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 16.976), Mieterträge (T€ 2.297) und Vergütungen von Lieferanten (T€ 3.809). Die periodenfremden Aufwendungen beziehen sich insbesondere auf Verluste aus Anlagenabgang (T€ 265), Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 2.808) und Mietaufwand (T€ 6.036). E. Sonstige Angaben 1. Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens
2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen a. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse bestehen aus Bürgschaften in Höhe von T€ 152.326 (Vorjahr: T€ 144.863) gegenüber Dritten. Den Risiken einer möglichen Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wurde durch Bildung von Einzelrückstellungen und einer Pauschalrückstellung Rechnung getragen. Die Risikoeinschätzung erfolgte auf Ebene der Einzelrückstellungen durch die individuelle Einschätzung der Bürgschaftsnehmer. Auf Ebene der Pauschalrückstellungen ist aus den Erkenntnissen der Vergangenheit eine Risikoprognose erstellt worden. Das Risiko der hier ausgewiesenen Haftungsverhältnisse wird als sehr gering eingeschätzt. Es bestehen Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsräten aus der Übernahme von Bürgschaften in Höhe von T€ 8.578. b. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen insbesondere langfristige Mietverpflichtungen für Einzelhandelsstandorte, die zur Sicherung der Absatzbasis der Handelsgesellschaft langfristig angemietet sind. Die Mietverträge sind in Form langfristiger Mietverträge ausgestaltet, bei denen der Vermieter wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögens bleibt. Hierdurch ergibt sich im Vergleich zum Eigentumserwerb für die Gesellschaft ein Liquiditätsvorteil. Außerdem entfällt für die Gesellschaft das Verwertungsrisiko. Jedoch verbleibt die Chance zukünftiger Wertsteigerungen beim rechtlichen Eigentümer. Darüber hinaus enthalten diese Pacht- und Mietverpflichtungen für die Logistikstandorte. Für etwaige Risiken aus den Mietverträgen wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Den Mietaufwendungen stehen in der Regel Mieterträge gegenüber. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2021 werden fällig in einem Zeitraum von:
3. Arbeitnehmer Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Daneben wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 199 Auszubildende beschäftigt. 4. Nahestehende Personen und Unternehmen Die Geschäfte der EDEKA Nord mit nahestehenden Personen und Unternehmen betreffen hauptsächlich das Warengeschäft und die Vermietung von Immobilien.
Die künftigen Erträge aus Dauerschuldverhältnissen (Mietgeschäft) belaufen sich bis zum Ende der Vertragslaufzeit auf Mio. € 118,5. 5. Prüfungsgebühren Das voraussichtliche Honorar des Konzernabschlussprüfers einschließlich des Honorars für die Prüfung der eingeflossenen Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften beträgt T€ 220. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen belaufen sich auf T€ 6. 6. Mitglieder der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2021 war die Geschäftsführung wie folgt besetzt:
Die laufenden Bezüge der ehemaligen Geschäftsführer und deren Hinterbliebener betrugen im Geschäftsjahr 2021 T€ 317. Mitglieder des Aufsichtsrates
Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind Inhaber bzw. Geschäftsführer von EDEKA-Einzelhandelsgeschäften. Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2021 T€ 34. 7. Konzernzugehörigkeit Die EDEKA Nord eG, Neumünster stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen der EDEKA Nord auf, dabei gehört die EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH als Tochterunternehmen dazu. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. 8. Nachtragsbericht Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und die damit verbundenen Folgen auf das wirtschaftliche Umfeld unseres Unternehmens werden auch Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH haben. Inwieweit sich insbesondere die Beschaffung von Lebensmitteln - und damit auch in den Geschäftsbereichen des Konzerns - das Jahresergebnis 2022 beeinflusst, lässt sich zum derzeitigen Zeitpunkt nur schwer vorhersagen. Infolge des Ukrainekrieges ist der russische Einzelhändler MAGNIT aus der europäischen Einkaufsgemeinschaft EPIC PARTNERS, zu der auch die EDEKA gehört, ausgeschieden. Dadurch wird der Hebel bei den internationalen Preisverhandlungen zwar etwas reduziert, gravierende Nachteile daraus werden jedoch nicht erwartet. EDEKA Nord hat im April 2022 die restlichen Anteile in Höhe von 55 % an der HvA-Holding GmbH erworben. Die HvA-Holding GmbH und deren Tochtergesellschaften werden ab 2022 in den Konzern EDEKA Nord nicht mehr im Rahmen der Equity-Methode, sondern als vollkonsolidierte Unternehmen miteinbezogen.
Neumünster, den 10. Mai 2022 EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH Giese Breuer Geschäftsführung BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH, Neumünster Prüfungsurteile Ich habe den Konzernabschluss der EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH, Neumünster, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH, Neumünster, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Hamburg, den 10. Mai 2022 UNIVERSA
Prüfungs- und
Hübotter, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat die ihm nach den Vorschriften des Gesellschaftsvertrages und der Satzung obliegenden Aufgaben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 erfüllt und sich über die Geschäftsentwicklung der EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH sowie ihrer Beteiligungsgesellschaften und über alle wichtigen Geschäftsvorfälle unterrichtet. Soweit Beschlüsse zu fassen waren, wurden diese vorher in eingehenden gemeinsamen Beratungen mit der Geschäftsführung erörtert. Dem Bericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2021 schließt sich der Aufsichtsrat an. Durch Prüfungen hat er sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Die UNIVERSA Prüfungs- und Treuhandgesellschaft mbH, Hamburg, hat den Jahresabschluss geprüft und die Bilanzierung und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung bestätigt. Dem Jahresabschluss wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat auch seinerseits den Jahresabschluss mit Anhang und Lagebericht geprüft. Es haben sich keine Beanstandungen ergeben, so dass der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 der Gesellschafterversammlung zur Feststellung vorgeschlagen wird. Dem Vorschlag über die Ergebnisverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an. Bei der Wahl zum Aufsichtsrat standen Norbert Korzak und Robin Struve zur Wiederwahl. In der anschließenden Wahl wurden Norbert Korzak und Robin Struve en bloc in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsrat besteht nunmehr aus den Mitgliedern Karsten Bohnhorst, Gabriele Ecks, Marco Hauschildt, Andreas Jensen, Norbert Korzak, Sönke Kröger, Wolfgang Matthiessen, Jan Meibohm, Robin Struve und Eric Süllau. Der Aufsichtsrat dankt den Geschäftsführern für die im Geschäftsjahr 2021 geleistete erfolgreiche Arbeit.
Neumünster, im Mai 2022 EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH Der Aufsichtsrat Wolfgang Matthiessen, Vorsitzender |
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